Wenn Sie wissen, welche Ursachen und Formen es bei Vulvodynie gibt, finden Sie auch Wege, um gesund zu werden.

Vulvodynie ist der Fachbegriff für Schmerzen und Missempfindungen im Bereich der äußeren Schamlippen und des Scheideneinganges. Zur Vulvodynie gehören auch Schmerzen und Missempfindungen beim Geschlechtsverkehr, sowie unwillkürlich einschießende Nervenschmerzen. Viele Frauen kennen das Gefühl, dass bei einer Pilzinfektion die ganze Vulva brennt. Auch nach einer langen Fahrradtour kann sich die Vulva wund anfühlen. Die Beschwerden nach einer mechanischen Belastung und nach Infektionen verschwinden durch Schonung oder durch eine zielgerichtete Therapie meist schnell wieder. Wenn eine Vulvodynie nach einer durchgemachten Infektion bestehen bleibt, sollte die Therapie überdacht werden.

Wir unterscheiden die (post)infektiöse Vulvodynie von den verschiedenen Formen der nichtinfektiösen Vulvodynien.

1. Die (post)infektiöse Vulvodynie

Vorbeugung von Vulvaentzündungen

Die seit ca. 10 Jahren bestehende Mode der Komplettenthaarung der Vulva kann zu Reizungen und Entzündungen der Haut in der Genitalregion führen. Schamhaare stabilisieren die Bakterienflora und schützen vor mechanischer Hautreizung. Außerdem unterstützen die Schamhaare den gesunden pH-Wert der Haut. Verzichten Sie auf Intimsprays und Waschlotionen, um die gesunde Scheidenflora zu erhalten. Die in den Lotionen meist enthaltenen Duftstoffe können Unverträglichkeitsreaktionen der Haut auslösen. Bei der Enthaarung könnten Sie vielleicht ein Bikini-Dreieck stehen lassen.

Eine mechanische zu grobe intensive Reinigung der Scheideneingangsregion reizt die Scheidenschleimhäute und belastet zusätzlich die darauf lebenden „guten“ Bakterien. Diese sind mitverantwortlich für die außerordentlich effektive Immunabwehr der Scheidenregion.

Spiralen zur Verhütung machen bei vielen Frauen lokale Schleimhautirritation, und durch die Hormonwirkung werden sie anfälliger für Infektionen. Auch bei Antibabypillen sehen wir diese Nebenwirkung.

Ungesunde Essgewohnheiten, wie z.B. zu viel Zucker und fein raffinierte Mehle, können die Darmflora verändern. Dadurch wird auch die Scheidenflora beeinflusst. Die guten Milchsäurebakterien werden verdrängt, und andere Bakterien können sich ausbreiten.

Wenn die Vulva zur Trockenheit neigt entstehen schneller kleine Risse und Scheuerstellen in der Schleimhaut. Um die Trockenheit zu verhindern reicht es oft, wenn die Frau regelmäßig übt, ihre innere Scheidenmuskulatur zusammenzuziehen. Neben der muskulären Aktivierung und besseren Durchblutung der Schleimhaut signalisiert sie ihrem Körper damit die Bereitschaft zur Sexualität. Die Bildung von Scheidensekret wird so verstärkt.

Wenn die Entzündungen immer wieder kommen oder nach einer Therapie nicht verschwinden

In dieser Situation empfehlen wir unbedingt die Rücksprache und ärztliche Beratung durch eine Ärzt*in Ihres Vertrauens. Störungen des Immunsystems im weitesten Sinne, wie relativ seltene rheumaähnliche Erkrankungen, könnten eine Ursache der Schmerzen sein. Allergische und pseudoallergische Reaktionen auf die lokale Therapie kommen als Ursache ebenso in Betracht wie die globale Schleimhautreaktion bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Reizdarmbeschwerden. Mit fachlichem Rat vermeiden Sie mögliche Schäden, die durch eine ungezielte oder falsche Selbstbehandlung eintreten könnten.

Selbst bei jungen Frauen lange vor der Menopause kann Hormonmangel zu trockenen und spröden Schleimhäuten in der  Vulva und im Scheidenbereich führen. Die modernen, sehr niedrig dosierten Antibabypillen reichen für manche Frauen in der Östrogendosis einfach nicht aus. Außerdem sind sie Vitaminräuber, so dass der Mangel an Mikronährstoffen die Haut leiden lässt. Ähnlich bei den Hormonspiralen, die ja gerade bei zu starken Blutungen gerne eingelegt werden. Die Blutungen werden schwächer, bleiben aus, aber manche Frauen leiden dann doch unter einem Hormonmangel mit daraus resultierenden Vulva- und Scheidenproblemen.

Durch viele Vorbehandlungen, Antibiotika, Fungizide und Desinfektionsmittel wird die natürliche (Schleim)Hautflora zerstört, die über die Mikrobiota des Darmes wiederaufgebaut werden muss. In schweren Fällen reicht es nicht aus, nur die Scheide zu behandeln. Sinnvoller ist es, eine Stuhluntersuchung zu machen und gezielt mit den fehlenden Probiotika zu therapieren, u.a. mit Laktobazillen, die auch H2O2 produzieren, um die konkurrierende Fehlbesiedelung zu bremsen. Immer wieder wird von überraschenden Heileffekten berichtet, die durch optimierte Ernährung, das Trinken von Kanne Bio Brottrunk® und Sitzbädern mit  Kanne Bio Brottrunk® eintreten.

Anhaltender Stress und frühere Traumatisierungen in der Beckenregion können sich in der Vulvodynie zeigen.

2. Vulvodynie – Wechselbeziehungen von Hautreizung und Psyche

Infektionen, Unverträglichkeiten oder Allergien haben wir schon eingangs angesprochen. Wie eine Irritation im Bereich des Schoßes empfunden wird, ist stark von Konditionierungen und Vorerfahrungen abhängig. Angst vor der Wiederkehr einer schmerzhaften Infektion kann die Schmerzwahrnehmung verstärken. Auch wenn psychosomatische Faktoren maßgeblich an der Entwicklung unserer Schmerzempfindungen beteiligt sind: die aktuelle Nichterklärbarkeit einer Schmerzempfindung darf nicht automatisch zum Verdacht einer psychosomatischen Belastung führen.

Wie wir unsere Geschlechtsorgane wahrnehmen ist eng verknüpft mit unserem Selbsterleben, unserem Selbstwertgefühl, unserer Selbstsicherheit. Das Thema der Unreinheit der Frau, das kulturell tief verankert ist, spielt dabei eine wichtige Rolle. Die körperlichen und seelischen Veränderungen in der Pubertät zu bewältigen ist schon Herausfordernd genug. Jetzt kommt noch die unterschwellige Drohung der peinlichen „Unreinheit“ hinzu, die kommerziell ausgenutzt und verstärkt wird. Von Anfang an werden jungen Mädchen und jungen Frauen Slipeinlagen mit Duftstoffen angeboten. Das signalisiert ja, dass die Mädchen „untenherum“ schlecht riechen und sich mit ihrem Slip vor dem eigenen Schoß schützen müssen. Die nächsten logischen Schritte sind die Anwendung von Intimsprays, die die Schleimhäute irritieren können, und die Haarentfernung wie vor einer Operation. Textilien, die keine Feuchtigkeit aufnehmen oder abgeben können, die noch Appreturen enthalten und vielleicht sogar scheuern, geben der Haut den Rest.

Bei den jetzt entstehenden leichteren Reizungen der Haut lindern häufig direkt Sitzbäder mit gerbstoffhaltigen Lösungen wie Tannolact. Danach wird es Zeit, sich in aller Ruhe zu überlegen in welchem Zusammenhängen die Missempfindungen entstanden sind, bevor die Spirale aus Angst und Schmerz beginnt: „Habe ich eine neue Lotion verwendet? War der neue Slip vielleicht nicht zuvor in der Wäsche? Habe ich nach dem Geschlechtsverkehr erst sehr viel später Wasser gelassen?“

Die häufige Verordnung von Psychopharmaka bei einer nichtinfektiösen Vulvodynie weist auf die Bedeutung des Selbsterlebens und der Selbstwahrnehmung für die Entwicklung der Vulvodynie hin. Lange vor solchen Medikamenten schaffen die eigene Ursachenforschung und Selbsthilfemaßnahmen, wie die Sitzbäder, Gelassenheit und Selbstvertrauen in die eigenen Bewältigungsfähigkeiten. Wir möchten alle Frauen ermutigen, ihre Wahrnehmung und ihre eigenen Grenzen zu respektieren. Eine achtsame Selbst-Behandlung schafft den Raum, sich angstfrei zu erleben, sich zu erholen und gleichzeitig die Eigenregulation anzuregen.

Es gibt weitere funktionelle Auslöser von Beschwerden, die sich nicht durch Laborwerte oder bildgebende Verfahren abklären lassen. Alle nachfolgend genannten Beschwerdeursachen können von ausgebildeten Therapeutinnen und teilweise in Eigenregie behandelt werden. Genauere Anleitungen für die Selbstbehandlung finden Sie in unserem Buch „Einfach Frau sein – genussvoll leben ohne Schmerz“.

3. Vulvodynie – Schmerzausstrahlung durch Bänder des Beckenrings

Irritationen der Faszien zwischen Schambein, Blase und Eileitern können ausstrahlende Schmerzen in die Schamlippen und die Klitoris auslösen. Stress in den Lig. iliolumbalia, sakrotuberalia und sakrospinalia führt zu dumpfen bis stechenden Schmerzen im ganzen Beckenboden mit Ausstrahlungen bis in die Beine.

Selbstbehandlung

Wenn Sie schmerzhafte Zonen auf dem Schambein, am Oberrand oder hinter dem Schambein ertasten können, lohnt sich der Versuch einer einfachen Selbstbehandlung.

Ertasten des Schmerzpunktes

Entlastung der Schmerzzone

Technik a: Sie ertasten den Schmerzpunkt, legen sich auf diese Seite und lassen das Knie des angewinkelten Beines der Gegenseite nach unten sinken. Die Position variieren, bis sich der Schmerz am Tastpunkt reduziert.

Technik b: Sie liegen mit nicht ganz geschlossenen Beinen auf dem Rücken und haben etwa auf Kniehöhe einen Gürtel enganliegend befestigt. Unter Tastkontrolle der Schmerzpunkte spreizen Sie weich die Knie gegen den Gürtel. Wenn der Schmerz dabei verschwindet, verweilen Sie so ein paar Atemzüge lang. Wenn sich nichts ändert, können Sie die Beine schrittweise soweit aufstellen, bis eine Linderung eintritt.

Isometrische Behandlung 1

Isometrische Behandlung 2

Technik c: Gelegentlich müssen Sie genau umgekehrt vorgehen. Dieses Mal legen Sie ein straffes Kissen, einen Ball oder Ähnliches zwischen die Knie und pressen diese mit zunehmender Kraft zusammen. Falls Ihre Schmerzen jetzt weniger werden wenden Sie diese Technik an.

Wenn die Selbstbehandlung nicht ausreichend ist, suchen Sie sich eine Therapeut*in, die entlastende und anregende Behandlungen der Bänder und des Beckenbodens vornehmen kann.

4. Vulvodynie – Schmerzen nach Operationen und Verletzungen

  • Operationen an der Gebärmutter, den Eierstöcken, den Eileitern und Kaiserschnitte können wegen der oben genannten Bänder oder Verletzungen von Nerven Mitauslöser einer Vulvodynie sein.
  • Ein Beispiel sind Leistenbruchoperationen mit Einbau eines Netzes. Sie können Schmerzen mit Ausstrahlung in die Leiste und in die Schamlippen verursachen.
  • Dammrisse und Dammschnitte führen manchmal durch Nervenverletzungen zu anfänglicher Taubheit, die später in Missempfindungen am Scheideneingang umschlagen.
  • Eine Komplikation der rein kosmetischen gewünschten Operationen an den Schamlippen sind Missempfindungen und Trockenheit in der Vulva.
  • Gefügestörungen des Beckenrings durch Geburten, Steißbein- und Beckenprellungen lösen Beschwerden im Bereich des Beckenbodens aus und können manuell ortho-bionomisch behandelt werden.

Selbstbehandlung der äußerlich zugänglichen Narben

Schema Narbenbehandlung am Unterarm

Verschieben Sie weich die Narbe in kleinen Abschnitten jeweils in unterschiedliche Richtungen. Die angenehmste Richtung halten Sie einige Atemzüge lang und kehren dann in die Ausgangslage zurück zur erneuten Prüfung. Jede Position wird so lange gehalten, wie es sich interessant anfühlt.

5. Posttraumatische Vulvodynie

Sexuelle Übergriffe, Grenzverletzungen, rigide moralische Normen, die die sexuelle Entfaltung einschränken, abgespeicherte Erfahrungen aus der eigenen Geburt und beim Gebären eigener Kinder sind weitere Mit-Auslöser der Vulvodynie. Die hier eher nebenbei genannten rigiden Normen stellen eine größere Belastung dar, als es sich viele vorstellen.

Stress durch strenge moralische Erziehungsnormen kann im Gespräch und durch gute Aufklärungsbücher wie „Make love“ oder „Make more love“ reduziert werden. Wir empfehlen unseren Patientinnen die liebevoll-achtsame erotische Selbststimulation in einem geschützten Setting. Eine unserer jungen Patientinnen konnte immer nur in der ersten Verliebtheitsphase eine beglückende Sexualität mit ihrem Partner leben. Sobald der Alltag einkehrte und die Glückshormone sich normalisierten wurde der Beischlaf zunehmend schmerzhaft. Ihr Partner brachte den entscheidenden Hinweis. Die junge Frau war extrem schamhaft und wagte es nie, sich nackt vor ihrem Geliebten zu zeigen. Nach liebevoll positiver Aufklärung und Ermunterung zur Sexualität mit sich selbst durch ihre Therapeutin legte die junge Frau langsam ihre Scheu und inneren Normen ab und konnte schmerzfrei befriedigend mit ihrem Freund zusammen sein.

Traumabehandlung

Bei der traumabedingten Vulvodynie durch schwerwiegende Traumaerfahrung empfiehlt es sich anfangs eine Traumatherapeutin und schon sehr früh eine erfahrene Therapeutin einzubeziehen, die Ihnen auch Selbstbehandlungstechniken zeigen wird. Dazu gehören die oben beschriebene Narbenbehandlung, das Training der Muskulatur am Scheideneingang (siehe „Einfach Frau sein“). Lassen Sie sich von niemandem erzählen, dass ein früher Missbrauch ein unabänderliches Schicksal für Sie bedeutet. Sicher können wir nichts ungeschehen machen. Mit entsprechender Hilfe und Geduld können Sie aber ein großes Stück freier werden von den Folgen der schrecklichen Erlebnisse.

6. Pseudo-„Vulvodynie“ durch sozialen Perfektionsdruck

Eltern sollten kritisch die Schilderungen ihrer heranwachsenden Töchter hinterfragen, die plötzlich über Schmerzen in den Schamlippen beim Fahrradfahren oder beim Reiten klagen. Die Veränderungen des äußeren Genitale in der Pubertät, vor allem das Wachsen der inneren Schamlippen, verunsichern die Mädchen. Unter dem Druck der Anforderung der kosmetischen Selbstoptimierung in den sozialen Medien finden sie die Veränderung ihres Körpers hässlich, ohne zu wissen, dass alle anderen Altersgenossinnen ähnliche Veränderungen erleben. Rein kosmetische Eingriffe an der Vulva sind mittlerweile ein Massenphänomen mit dem Risiko erheblicher Gefühlsstörungen geworden. Das Wegschneiden zeigt die Kraft der Unsicherheiten und Ängste und beseitigt diese Gefühle keineswegs.

Ausblick

Wir sind bereits auf die Bedeutung des Selbsterlebens und der Selbstwahrnehmung für die Entwicklung der Vulvodynie eingegangen. Wenn Sie Hilfe durch Dritte brauchen ist ein ressourcenbetonender Behandlungsansatz wie die Ortho-Bionomy® besonders vielversprechend. Hier wird der Körper sowohl in seiner Funktion als auch in seinem emotionalen Selbsterleben mit einbezogen. Ressourcenorientierung im Alltag bedeutet, dass Sie Ihre eigenen Wahrnehmungen ernst nehmen, auf frühe Signale achten und sich die Zeit nehmen, Abhilfen zu schaffen, auch wenn es aus unzählbaren besten Gründen gerade „nicht so geschickt“ ist.

Falls Sie eine wohltuende therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen möchten, empfehlen wir prinzipiell erst einmal eine Probestunde bei der Therapeut*in Ihrer Wahl ausmachen, um zu spüren, ob Sie mit diesem Menschen zusammen arbeiten möchte. Wenn die Chemie nicht stimmt, nützen gerade bei der funktionellen Vulvodynie auch die besten Techniken nur wenig.

In der Ortho-Bionomy® arbeiten wir – ob als Therapeut*in oder in der Selbstbehandlung –immer mit dem Menschen, nicht am Menschen, mit uns und nicht an uns. Darum betone ich immer wieder die Bedeutung und den Wert der respektvollen Zusammenarbeit von Patientin und Theraeut*in, unabhängig davon, welche Therapierichtung Sie wählen.

Über die Autoren

Michaela Wiese arbeitete als Diplomsozialarbeiterin viele Jahre therapeutisch und pädagogisch mit Menschen mit somatopsychisch und psychosozial verursachten Krankheiten und Beschwerden. Besonderen Raum nahmen traumatisierte Mädchen und Frauen ein. 1994 gründete sie mit ihrem Mann das Deutsche Institut für Ortho-Bionomy® und arbeitet mit ihm in einer Praxisgemeinschaft. Michaela Wiese integrierte die Traumatherapie und die bewusste Einbeziehung somatopsychischer Interaktionen in die Ortho-Bionomy®. Neben der Leitung des Instituts ist sie als Ausbilderin und als Fachautorin tätig.

Dr. med. Klaus G. Weber, ist Allgemeinarzt mit den Schwerpunkten Ortho-Bionomy®, Naturheilverfahren und Homöopathie. Nach der Facharztausbildung in eigener Praxis niedergelassen engagierte er sich zwei Jahrzehnte bundesweit als Leiter ärztlicher Weiter- und Fortbildungen in Naturheilverfahren. Neben der Praxistätigkeit ist er zusammen mit seiner Frau Leiter und Ausbilder am Deutschen Institut für Ortho-Bionomy® und Fachautor.

Kontakt

Deutsches Institut für
Ortho-Bionomy®   

Michaela Wiese-Weber und
Dr. Klaus G. Weber
Metzelplatz 5
72108 Rottenburg
Tel. Büro 07472-1021 Institutsleitung 07472-24796
Mail: organisation@ortho-bionomy.de 
Auf der Homepage www.ortho-bionomy.de finden Sie unsere Therapeutinnenliste und unser Seminarangebot

Kommentar der Redaktion

Einfach Frau sein – genussvoll leben ohne Schmerz

Vor drei Monaten konnten Sie bereits einen Artikel der Therapeutin Wiese und des Arztes Dr. Weber über Ortho-Bionomy® in diesem Webmagazin lesen. Sie hatten ihre Methode in einem lesenswerten Buch vorgestellt und sich in dem Artikel für Netzwerk Frauengesundheit auf die Darstellung der Schmerzprobleme nach Geburten beschränkt. Als ich mich in das Buch vertiefte, musste ich immer wieder an die vielen Anfragen und Kommentare denken, die meine Leserinnen zu Vulva- und Scheidenbeschwerden stellen. Der Artikel über die Vulvodynie, der vor 6 Jahren erstmals erschien, ist immer noch hochaktuell, und, leider, werden die Patientinnen mit ihren Ängsten und Beschwerden immer noch in vielen Praxen allein gelassen. Dabei könnte jeder von ihnen so gut geholfen werden! Heute wissen wir, dass eine gesunde Scheidenflora und schmerzlose Vulva in engem Zusammenhang zu einem gesunden Darm stehen, dass das hormonelle Gleichgewicht stabil sein muss, dass die Intim- und Monatshygiene klug angewendet werden müssen. Die Psyche spielt bei allen Schmerzerkrankungen eine Rolle, das heißt aber nicht, dass eine Frau mit Vulvodynie Psychopharmaka braucht. Häufig handelt es sich bei Vulvodynie um Nervenschmerzen, die mit der hier vorgestellten Methode gut beherrschbar sind. Von einem Kollegen, der eine hervorragender Neuraltherapeut ist, erfuhr ich, dass er gerade eine Studie gemacht hat, in der er zeigen konnte, dass von 40 Frauen mit Vulvodynie 80% durch Neuraltherapie dauerhaft schmerzfrei geworden sind. Wenn Sie vermuten, dass Sie unter Vulvodynie leiden könnten, geben Sie nicht auf, finden Sie heraus, wo die Ursachen liegen könnten, und suchen Sie sich eine verständnisvolle TherapeutIn.

 

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