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Zivilisationskrankheiten durch Vitamin-B12-Mangel

Von | 15. August 2013 – 13:07 85 Kommentare 250.013 AufrufeDrucken

Chronische Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Muskelzuckungen, Konzentrationsstörungen, Taubheitsgefühl, Stimmungsschwankungen: vielleicht kommen Ihnen einige dieser Symptome bekannt vor. Meist sagt man dann: ich brauche mal wieder Urlaub. Aber vielleicht ist der Urlaub gar nicht nötig, vielleicht müssen Sie nur Ihre Ernährung etwas verbessern, Ihren Darm pflegen und ein bestimmtes Vitamin einnehmen, Vitamin B12!

 

Wissenschaftler gehen davon aus, dass viele Menschen an einem Mangel von Vitamin B12 leiden, ohne dass er jemals diagnostiziert wird. Ähnlich wie beim Vitamin D können wir nämlich Vitamin B12 nicht ausreichend über die Nahrung aufnehmen. Besonders gefährlich kann das für Veganer werden oder für Schwangere, deren Babys dann durch Missbildungen gefährdet sind. Da es eigentlich ganz einfach ist, sich vor einem Vitamin B12-Mangel zu schützen, stelle ich Ihnen heute ein Buch vor, das Ihnen sehr viel Wissenswertes über Vitamin B12 liefert. Mit dem Autor, Thomas Klein, führte ich ein Interview.

Interview mit Thomas Klein über die unbekannte Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel

Besondere Stellung von Vitamin B12

Warum haben Sie sich von den vielen Vitaminen gerade Vitamin B12 für ein ganzes Buch herausgesucht?

Weil ein Mangel daran weit verbreitet und schwer zu diagnostizieren ist und deshalb oft nicht erkannt wird. Die Folgen sind schwerwiegend.

Was macht Vitamin B 12 so besonders?

Es handelt sich bei Vitamin B12 um ein großes Molekül, das aktiv durch Endozytose, also durch Einverleibung von den Schleimhautzellen im Dünndarm, aufgenommen werden muß. Diese aktive Aufnahme kann leicht gestört werden, so daß ein Mangel selbst dann entsteht, wenn die Nahrung genug Vitamin B12 enthält.

Und selbst wenn im Blutserum genug Vitamin B12 enthalten ist, muss es an die richtigen Eiweiße gebunden sein, damit es die Körperzellen durch Endozytose aufnehmen können. Also auch die Verwertung von Vitamin B12 kann zum Problem werden.

Häufigkeit von Vitamin B12 Mangel

Wie häufig ist ein Vitamin-B12-Mangel?

Veganer leiden in der Regel unter einem Vitaim-B12-Mangel, wenn sie keine Präparate einnehmen. Bei Vegetariern, die auch Eier und Milchprodukte essen, entwickelt sich ein Mangel langsamer. Aber auch Vegetarier sind häufig betroffen.

Doch selbst wenn regelmäßig tierische Nahrung gegessen und ausreichend Vitamin B12 zugeführt wird, entwickelt sich bei gestörter Aufnahme trotzdem ein Mangel.

Man muss heute davon ausgehen, dass jeder Vierte über 60-Jährige unter einem Vitamin B12-Mangel leidet. Nach einer amerikanischen Studie ist unser Normbereich für Vitamin B12 im Serum viel zu niedrig angesetzt. Diese Studie schätzt, dass bereits 39% der Bevölkerung zu niedrige Vitamin-B12-Werte haben.

Symptome eines Vitamin-B12-Mangels

Wie bemerkt man einen Vitamin-B12-Mangel?

Bei gesunden Verdauungsorganen kann es 10, 20 oder sogar 30 Jahre und länger dauern, bis sich erste Beschwerden zeigen. Diese lange Latenzzeit verleitet zur Unterschätzung des Problems.

Entscheidend dafür, wie schnell es zu einem Vitamin-B12-Mangel kommt, ist der Darm-Leber-Kreislauf. Wird das über die Galle in den Darm gelangende Vitamin B12 nahezu vollständig wiederaufgenommen, so kann man damit recht lange leben. Bei gestörtem Darm-Leber-Kreislauf hingegen dauert es mitunter nur ein bis zwei Jahre, bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Dabei ist es unerheblich, ob viel oder wenig Fleisch gegessen wird.

Zu den Anfangssymptomen gehören Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung, Stressempfindlichkeit, Infektanfälligkeit und Abwehrschwäche. Manchmal klagen die Menschen auch über eine Verschlechterung des Geschmacksinns, überKribbeln und Nervenschmerzen. Diese Symptome machen sich allerdings erst bemerkbar, wenn die Zellen bereits für längere Zeit unter einem Vitamin-B12-Mangel leiden. Eine Auflistung aller Symptome finden Sie hier. Ein Tipp am Rande: wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, sollten Sie unbedingt einen Versuch mit Vitamin B12 machen. Es spielt nämlich eine wichtige Rolle für die Melatonin-Produktion, unser Schlafhormon. Wenn Sie tagsüber Ihr Vitamin B12 einnehmen, wird genügend Schlafhormon für die Nacht produziert werden.

Stoffwechselweg von Vitamin B12

Können Sie meinen Leserinnen genauer erklären, wie Vitamin B12 in den Körper aufgenommen wird?

Das große Vitamin-B12-Molekül wird nur zu etwa 1 Prozent durch passive Diffusion aufgenommen. Wir verfügen jedoch auch über einen aktiven Aufnahmemechanismus, bei dem Magenschleimhaut und Bauchspeicheldrüse ein Glykoprotein, den Intrinsischen Faktor (IF), absondern, der das Vitamin-B12-Molekül bindet. Dieser B12-IF-Komplex durchwandert den Dünndarm, um in dessen letztem Abschnitt, im Krummdarm (Ileum), an spezielle Rezeptoren der Schleimhautzellen anzudocken und durch Einverleibung von diesen Zellen aufgenommen zu werden.

Nahrungsmittel mit Vitamin B12

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B12, und wie viel muss man davon essen, um gut versorgt zu sein?

Nur tierische proteinhaltige Nahrungsmittel enthalten Vitamin B12. In tierischem Fett ist kein B12 enthalten.

Pflanzliche Nahrung ist generell frei davon, wenn man von bakterieller Verunreinigung absieht. Gegensätzliche Behauptungen, wonach Sauerkraut oder bestimmte Algen Vitamin B12 enthalten, beziehen sich auf veraltete Untersuchungsergebnisse mit überholten und fehleranfälligen Analysemethoden.

Noch eine Ergänzung: Die Bakterien im Dickdarm bilden in der Regel genug Vitamin B12, doch es kann im Dickdarm nicht aufgenommen werden. Das ist wohl auch der Grund, weshalb viele Tiere ihren eigenen Kot oder den anderer Tiere fressen.

Die Frage, wieviel tierische Nahrung für eine gute Versorgung gegessen werden muß, läßt sich nicht beantworten. Selbst bei Fleisch unterscheidet sich der Vitamin-B12-Gehalt von einem Produkt zum anderen erheblich. Aufgrund der starken Erhitzung beim Braten verringert sich der Gehalt zusätzlich. Zudem gibt es gewaltige individuelle Unterschiede bei der Aufnahme von Vitamin B12.

Wer sicher gehen möchte, sollte unabhängig von seiner Ernährung zu Präparaten greifen. Für Veganer und Vegetarier sind Präparate unerläßlich, wenn ein Mangel verhütet werden soll.

Körperspeicher von Vitamin B12

Wo wird Vitamin B12 im Körper abgespeichert?

Hauptsächlich in der Leber.

Wie kann es bei einer Veganerin überhaupt abgespeichert werden, wenn sie ihr Leben lang nie substituiert wurde?

Bei Umstellung auf eine vegane Ernährung schwinden allmählich die Reserven in der Leber. Bei langjähriger veganer Ernährung sind die Reserven erschöpft, auch wenn es bei intaktem Darm-Leber-Kreislauf oftmals 10, 20 oder 30 Jahre dauern kann, bis sich erste Mangelerscheinungen zeigen. Doch wenn die Zufuhr nur für einige Wochen ausbleibt, erhalten die Körperzellen immer weniger verfügbaren Nachschub von der Leber, selbst wenn die Blutwerte im Normbereich liegen. Die Zellen müssen dann von ihren Reserven zehren. Das geht zu Lasten der von Vitamin B12 abhängigen Prozesse in den Zellen.

Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel

Welche Menschen müssen mit einem Vitamin-B12-Mangel rechnen?

Einmal die Menschen, die nicht genügend Vitamin B12 mit der Nahrung aufnehmen, wie Vegetarier und Veganer.

Zum anderen die Menschen, deren Verdauungstrakt nicht genügend Vitamin B12 resorbieren kann. Das kann folgende Gründe haben:

  • Die chronische Entzündung und Schädigung der Magen- und Dünndarmschleimhaut (Gastritis, Dünndarmentzündung) geht in der Regel zu Lasten der Aufnahme von Vitamin B12. Das kann durch Fehlernährung oder auch durch viele Medikamente bedingt sein.
  • Problematisch sind alle Arzneimittel, welche die Bildung von Magensäure hemmen oder neutralisieren (Protonenpumpenhemmer und Antazida).
  • Auch die verminderte Bildung von Magensäure verschlechtert die Vitamin-B12-Aufnahme.
  • Bedenklich sind Metformin, Antibiotika, Psychopharmaka, Cholesterinsenker, Antiepileptika, Aspirin oder Arzneimittel gegen Bluthochdruck.

Warum haben Tiere, die sich nur von Pflanzen ernähren, keinen Vitamin-B12-Mangel?

Bei Wiederkäuern bilden die Bakterien im vorderen Verdauungstrakt (vor allem im Pansen) genug Vitamin B12, so dass diese Tiere gut versorgt sind. Andere fressen auch Kleintiere wie Insekten und Würmer. Ansonsten ist die Koprophagie, das Fressen von Kot, im Tierreich weit verbreitet.

Diagnostik eines Vitamin-B12-Mangels

Im Blut lässt sich ja sicher Vitamin B12 messen, welche Untersuchungsmethoden sind sinnvoll und wie teuer sind sie?

  • Eine erste Orientierung erlaubt der Serumtest. Doch die Körperzellen können selbst bei mittleren oder hohen Normwerten unter einem Mangel leiden. Deshalb ist dieser Test unsicher. Doch wer mit seinem Wert im unteren Normbereich oder sogar darunter liegt, der hat bestimmt einen Mangel, auch wenn er davon noch nichts merkt.

Der Normbereich wird oft mit 200 bis 1000 pg/ml angegeben, mitunter auch bei 300 bis 800 pg/ml.

  • Am sichersten sind der HoloTC-Test (Gesamt-Transcobalamin) und noch besser der
  • MMA-Test (Bestimmung der Methylmalonsäure in Blut oder Urin, ein Indikator für einen zellulären Mangel).

Die Kosten sind vom Labor abhängig.

Angesichts der relativ hohen Kosten für diese Untersuchungen und dem geringen Preis für Präparate sowie ihrer Unbedenklichkeit wäre zu überlegen, ob man das Geld für die Untersuchung nicht lieber spart und gleich für die Präparate ausgibt.

Wenn Sie allerdings zu einer Risikogruppe gehören und sicher gehen wollen, dass Sie nicht unterversorgt sind, sollten Sie Ihren Vitamin-B12-Status alle 2-3 Jahre überprüfen lassen.

Noch ein Hinweis: wenn bei Ihnen ein erhöhter Homocystein-Spiegel festgestellt wird, der trotz Folsäure-Ergänzung bestehen bleibt, können Sie sicher sein, dass Sie unter einem Vitamin-B12-Mangel leiden!

Vitamin B12 und Kinderwunsch/Schwangerschaft

Die Folsäure, die ja auch zu den B-Vitaminen gehört, wird von den Ärzten schon lange jeder Schwangeren am besten bereits vor der Konzeption und in den ersten 3 SSM empfohlen, um Missbildungen zu verhüten. Ist ein Vitamin-B12-Mangel auch für das Baby gefährlich? Was sollten Schwangere wissen oder tun?

Folsäure ist über Salat und Gemüse zuzuführen. Die Einnahme von Folsäure-Präparaten über längere Zeit in hohen Dosen auch außerhalb der Schwangerschaft birgt hingegen sogar Risiken. Es gibt Hinweise dafür, dass bestimmte Krebsarten häufiger werden und das Risiko für Schlaganfälle steigen könnte.

Bei Vitamin-B12-Mangel ist das anders. Die Präparate mit Methylcobalamin sind unbedenklich und können von Schwangeren eingenommen werden. Da die Embryonalentwicklung auch von Vitamin B12 abhängt, ist unbedingt auf eine gute Versorgung zu achten. Neugeborene verfügen über keine nennenswerten Reserven an Vitamin B12. Sie sind auf den Gehalt in der Muttermilch angewiesen. Dieser wird jedoch von der Versorgung der Mutter bestimmt.

Wieviel Vitamin B12 ist in der Muttermilch?

Mir sind dazu keine Untersuchungen bekannt. Für eine gute Versorgung des Babys empfiehlt es sich, wenn die Mutter täglich 1000 µg Methylcobalamin einnimmt.

Ist in Muttermilchersatz automatisch Vitamin B12 ergänzt?

Ob Muttermilchersatz mit Vitamin B12 angereichert wird, ist mir nicht bekannt. Wie hoch der Vitamin-B12-Gehalt ist, müsste beim Hersteller erfragt werden, sofern es nicht auf dem Etikett steht.

Therapie mit Vitamin B12

Wie sieht eine Behandlung mit Vitamin B12 aus? Kann frau sich B12 im Supermarkt besorgen? In vielen Nahrungsergänzungen ist Vitamin B12 enthalten, reicht das aus? Wie findet man das richtige Vitamin B12, und wie findet man die richtige Dosierung?

Man kann Vitamin B12 lutschen, schlucken oder spritzen. Es gibt eine Studie, die die Effektivität von Spritzen und Schlucken verglichen hat. Dabei konnten mit der oralen Gabe trotz Aufnahmestörung genügend hohe Blutspiegel erreicht werden. Eine Tagesdosis von 1000 µg sollte normalerweise genügen. Davon wird etwa 1 Prozent durch passive Diffusion aufgenommen, also 10 µg. Bei starkem Mangel empfiehlt sich im ersten und vielleicht auch im zweiten Monat eine höhere Tagesdosis.

Methylcobalamin ist die natürliche und wirksame Form von Vitamin B12. Hydroxycobalamin und Cyanocobalamin, die am häufigsten angeboten werden, sind synthetische Verbindungen und müssen im Körper erst in Methylcobalamin umgewandelt werden. In Multivitamin-Produkten sind sie häufig enthalten, wegen ihrer schlechten Verfügbarkeit erhöhen sie aber eher noch den Vitamin-B12-Bedarf, als dass sie ihn beheben. Deshalb empfehle ich Methylcobalamin als Tabletten, Kapseln, zum Lutschen oder als Tropfen. Bei letzteren geht man davon aus, dass bereits durch die Mundschleimhaut eine Resorption stattfindet, so dass man mit niedrigeren Mengen auskommen könnte.

Mehr zu den Bezugsquellen findet sich auf dieser Seite: http://www.hygeia.de/Bezugsquellen-Methylcobalamin

Ist es gefährlich, wenn ich auf gut Glück Vitamin B12 einnehme? Muss ich irgendwann die Laborwerte kontrollieren lassen und wenn ja welche?

Auf gut Glück sollten niemals Nahrungsergänzungspräparate eingenommen werden. Am wichtigsten ist es, sich zunächst mit der Sache zu befassen, nicht zuletzt auch deshalb, um die Laborwerte sowie ihre Aussagekraft einordnen zu können.

Die Einnahme von Methylcobalamin ist jedenfalls unbedenklich. Problematisch sind allenfalls gewisse Zusatzstoffe, die hier und da verwendet werden.

Sollten Vegetarier und Veganer immer Vitamin B12 einnehmen, um gar nicht erst die Depots zu leeren?

Ja, unbedingt. Das gilt auch für jene, die nur selten Fleisch und Fisch essen. Doch auch Fleischesser müssen sich vorsehen, wenn sie unter einer Aufnahmestörung leiden.

Über das Buch

Thomas Klein: Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel.

Über die schwerwiegenden Folgen geringer Zufuhr, gestörter Aufnahme und Verwertung von Vitamin B12.

Taschenbuch, 160 Seiten, 12,80 Euro

4. überarbeitete und neuverfaßte Auflage, Dresden 2013

ISBN 978-3-939865-15-5

Der weitverbreitete Vitamin-B12-Mangel wird nur selten erkannt. Die Normwerte sind irreführend und eine gestörte Verwertung durch die Zellen ist nur bedingt zu diagnostizieren.

Zu den typischen Folgen eines langjährigen Mangels gehören ständige Erschöpfung, Lustlosigkeit und Kraftlosigkeit, Depressionen, Schlafstörungen, Allergie- und Infektanfälligkeit, beschleunigte Alterung und allmähliche Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes. Geschädigte Nerven können zu Schmerzen, Muskelzuckungen und Taubheitsgefühlen führen, zu Fehlempfindungen und Lähmungen. Gedächtnis und die Fähigkeit zum Denken lassen nach. Auch Senilität und Demenz können durch einen Vitamin-B12-Mangel verursacht werden.

Das Buch zeigt, wie wichtig die Vorbeugung ist, welche Schwierigkeiten bei der Diagnose bestehen und wie ein Mangel am sichersten zu beheben ist.

Über den Autor

Thomas Klein, Jahrgang 1964 und Diplom-Ingenieur für Maschinenbau, ist als Verleger und Autor tätig. Er hat bislang einige Sachbücher zu speziellen Gesundheitsthemen veröffentlicht. Sein Buch über Osteoporose hatte ich Ihnen schon vorgestellt.

Das Wissen zum Buch „Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel“ entstammt dem Studium der Fachliteratur und ist in allgemeinverständlicher Form in diesem Buch zusammengefaßt (bitte auf die völlig überarbeitete und neugeschriebene 4. Auflage achten).

Kontaktaufnahme bitte über diese Internetseite www.hygeia.de

Kommentar von Frau Prof. Gerhard

Als Wissenschaftlerin und Ärztin möchte ich natürlich möglichst genau wissen, worunter meine Patientinnen leiden. Deshalb empfehle ich auf jeden Fall die Laborbestimmungen von Holo-TC, Methylmalonsäure und Homocystein. Risikopatientinnen sollten trotz unauffälliger Werte alle 3 Jahre ihren Vitamin-B12-Status überprüfen lassen. Wenn die Vitamin-B12-Speicher nach hochdosierter Therapie wieder aufgefült sind, reichen in der Regel 10µg täglich.

Persönlich habe ich gute Erfahrungen bei mir selbst, in der Familie und im Bekanntenkreis mit Methylcobalamin-Tropfen gemacht. Bei einer echten perniziösen Anämie, wenn gar kein Vitamin B12 aufgenommen werden kann, oder bei fortgeschrittenem Alter, hat sich die monatliche Depot-Injektion als bequeme Alternative bewährt. Inzwischen gibt es ein pflanzliches Präparat aus der Süßwasseralge Chlorella vulgaris, das Vitamin B12, Eisen und Vitamin D enthält. Bei ausreichend hoher Dosierung kann mit dieser veganen Nahrungsergänzung den häufigsten Mangelerscheinungen von Veganern vorgebeugt werden.

Leiden auch Sie unter einem Vitamin B12-Mangel oder haben Sie Erfahrungen mit der Behandlung, dann schreiben Sie doch einen Kommentar.

85 Kommentare »

  • Ursula sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    ich nehme, da ich sehr wenig Fleisch esse, tgl. einen Tropfen Methycobalamin ein (bei dem genutzten Produkt entspricht dies 50 Mikrogramm).

    Soeben habe ich in einen Kommentar einer anderen Leserin gelesen, dass Methylcobalamin mit Amalgamplomben giftige Verbindungen eingeht.

    Da Methylcobalamin ja ohne weitere Stoffwechselschritte aufgenommen werden kann, wäre das schade. Ist das tatsächlich auch so, oder muss ich mir keine Gedanken machen ?

    Viele Grüsse
    Ursula

  • Bella77 sagt:

    Hallo,
    bei mir wurde auch 2014 ein B12-Mangel festgestellt, der erst mit Spritzen versucht wurde zu beheben. B12 wurde ein bißchen besser aber ich habe dann in der laufenden Zeit gewechselt auf B12 1000 Tabletten und damit einen Wert von über 1.000 im Blut gehabt. Ich habe dann ungefähr 6 Monate nichts mehr genommen und nun nur noch einen Wert von 480. Wie kann das sein?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bella77,
      haben Sie die Tabletten geschluckt oder waren es Lutschtabletten, was für ein chemisches B12 war es? Wenn B12 nur im Serum gemessen wurde, ist ein Wert von 1.000 Was? womöglich nicht zu hoch. Oder Ihre Zellen können nicht genügend B12 aufnehmen, deshalb wird ja im Artikel auch eine viel genauere Labormessung vorgeschlagen.

      • Bella77 sagt:

        Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

        also ich habe am Anfang B12 1000 cyanocobalamin die Woche gespritzt bekommen. Danach habe ich die B12 Cyanocobalamin genommen. 2×1000 täglich in Tabletten zum Schlucken. Damit ist der Spiegel dann über 1000 ng/l gekommen.
        Habe dann knappe 6 Monate nichts mehr eingenommen und nun liegt der Wert bei 480 ng/l.
        Woran kann das liegen, ist überhaupt was im Speicher und in den Zellen angekommen ?

  • Gabriele sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

    mich plagt eine Frage in Bezug auf meinen 4 Monate alten Enkel in der Hoffnung, dass Sie mir eine Einschätzung geben können.

    Ich habe seit vielen Jahren vielfältige persönliche Erfahrungen mit Vitamin-B-Mangel im Zusammenhang mit nitrosativem Stress und mit der Behandlung und kenne daher sehr gut die Mangelsymptome, auch diejenigen die eher selten beschrieben werden bzw. die früh auf einen Mangel hinweisen. Und natürlich mit dem Fernbleiben derselben bei erfolgreicher Behandlung mit Methylcobalamin, in meinem Fall als Injektion und Nasenspray.

    Nun zeigt mein 4 Monate alter Enkel Anzeichen, bei denen ich auf einen B-12-Mangel (und anderer B-Vitamine) schließen würde, da sie mir aus persönlicher Erfahrung gut bekannt sind. Dazu gehören auffälliger Reflux, beim einschlafen starke Unruhe und offensichtlicher Stress, oft auch Schreien sowie plötzliches Erschrecken im Schlaf während oder kurz nach der Einschlafphase. Zudem entwickelt er zunehmend Trinkbeschwerden, verschluckt sich und hat möglicherweise Reflux bereits während des Trinkens. Mein eigener, jahrelanger Reflux hatte seine Ursache in einem B-12-Mangel und verschwand nach kurzer Behandlungsdauer komplett.

    Mein Enkel hat im Alter von 3 Tagen wegen eines Darmverschlusses bei einer OP ein Ileostoma erhalten und wegen Untersuchungen des Darms bereits zwei weitere Narkosen und Schmerzbehandlungen hinter sich. Das Ileostoma hat er bis heute. Er besitzt außerdem nur eine Niere, die jedoch gesund ist.

    Leider finde ich zum Thema B-12-Mangel und Säuglinge Informationen nur bezüglich schwerer Mängel, z.B. bei vegan lebenden Müttern, die bei den Kindern zu Entwicklungsstörungen führen. Meine eigene Erfahrung zeigt mir aber, dass Mangelsymptome bereits sehr viel früher in Erscheinung treten und z.B. o.g. Beschwerden auslösen. Das einzige war eine Information einer amerikanischen Medizinerin, die beschreibt, dass Reflux-Babies von einer Gabe von 450 µg Methylcobalamin profitieren.

    Ich frage mich, ob die Möglichkeit eines B-12-Mangels bei dem Säugling unter den o.g. Vorzeichen bekannt ist und ob es angezeigt ist, zu supplementieren. Die Eltern sind mit dem Thema nicht vertraut und trauen sich nicht, es beim Kinderarzt anzusprechen, wobei ich aus eigener Erfahrung mir nicht sicher bin, ob dieses Anliegen von dem Arzt überhaupt ernst genommen wird und er einen Test veranlassen wird.

    Meine (vagen) Überlegungen gehen sogar noch weiter und ich frage mich, ob nicht möglicherweise sogar ein B-12-Defizit dazu beigetragen haben könnte, dass unzureichend Nervenzellen im Darm gebildet wurden bzw. ob eine Supplemtierung dazu führen könnte, die Bildung der Nervenzellen anzuregen. Es wurde nämlich bei den Darmuntersuchungen bisher festgestellt, dass zwar Nervenzellen vorhanden sind, aber nur wenige, also eine bislang uneindeutige Diagnose (in Bezug auf Morbus Hirschsprung).

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriele

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Gabriele,
      Ihre Überlegungen klingen für mich alle sehr einleuchtend. Aber leider habe ich keine Ahnung, wie ich Ihnen da weiterhelfen kann, mit Säuglingen habe ich keine Erfahrung. Wenn das Kind eine Darmerkrankung und Ileostoma hat, würde das auch zu einem B12-Mangel, der langsam auffälliger wird, passen. Am vernünftigsten wäre wirklich, wenn Sie mit dem Kinderarzt darüber sprechen würden, denn der könnte ja leicht über eine Blutuntersuchung (eventuell auch bei der Mutter) feststellen, ob Ihre Befürchtung berechtigt ist. Alles Gute für Sie und Ihren Enkel!

  • Helga sagt:

    Hallo,
    ich habe ständig Blasenentzündungen und Wunden in
    der Blasenschleimhaut. Ist ein Zusammenhang, zwischen
    Blasenentzündungen und Mangel Vitamin B 12 möglich?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Helga,
      eher weniger. Aber wer B12-Mangel hat, hat häufig auch einen Zinkmangel oder es fehlen andere Vitamine. Unbedingt einen Arzt für Naturheilkunde aufsuchen und abklären lassen.

  • leo sagt:

    Hallo,
    Ich habe Tinnitus und habe gelesen, dass durch Vitamin B12 Aufnahme Tinnitus weggehen kann (T. ist auch teilweise besser geworden)
    Jetzt habe ich nochdosiert Vitamin B12 oral eingenommen und B12 injiziert bekommen.
    Dann habe ich Bluttest machen lassen. B12 Injezierung habe ich davor 3,5 Tage gemacht. B12 oral habe ich davor 36 Stunden eingenommen.
    Der Wert von B12 (Cyanocobalemin) liegt bei 1670+ pg/ml. Das ist zu hoch.

    Jetzt frage ich mich, ob ich zu nah an der Blutabgabe Vitamin B12 genommen habe. Ich habe jetzt im Internet gelesen, dass man 7-10 Tage davor Vit. B12 nich nehmen soll.
    Wie sehr wirkt die nahe Aufnahme von Vit. B12 auf den Bluttest aus?
    Ich würde gerne weiterhin Vit. B12 nehmen, damit der Tinnitus komplett verschwindet, nur der hohe Wert irritiert mich.

    Vielen Dank

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe leo,
      vielleicht tun Sie wirklich des Guten zu viel. Da ich nicht weiß, welche Art von B12 Sie geschluckt haben und wie viel Sie gespritzt bekommen haben, sollten Sie erstmal stoppen. In 2 Wochen Kontrolle nicht nur der B12 Serumwerte, die ungenau sind, sondern HoloTC-Test (Gesamt-Transcobalamin) und noch besser der MMA-Test (Bestimmung der Methylmalonsäure in Blut oder Urin, ein Indikator für einen zellulären Mangel). Wenn dann zur Zeit kein Hinweis für einen Mangel ist, erstmal abwarten. Dann versuchsweise nur Methlycobalamin lutschen. Alles Gute!

      • leo sagt:

        Hallo Frau Gerhard,
        vielen Dank für ihre Antwort.
        Ich hatte 6 mal 1000 µg gespritzt bekommen (2 mal die Woche) und dazu täglich über 1 Monat als Vitamin B Komplex oral 1000 µg eingenommen.

        Ich Internet habe ich Berichte gelesen, dass manche Leute sich 3 Monate lang (2 mal die Woche) 1000 µg gespritzt haben und der Tinnitus ist weggegangen.

        Ich nehme ich im Moment kein Vitamin B12, werde es morgen nochmal testen lassen (10 Tage ohne B12).
        Was meinen Sie, wenn der Wert nicht zu hoch ausfallen sollte, kann ich probieren 2 mal die Woche 1000 µg gespritz zu bekommen? (und evtl. noch als Vitamin B Komplex aufnehmen)

        Gruß
        Leo

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Lieber Leo,
          warum lutschen Sie nicht einfach Methylcobalamin? Dann sind Sie sicher, dass eine sehr gut verträgliche B12-Form bereits über die mundschleimhaut aufgenommen wird, bspw. MecobalActive. Von B-Komplex schlucken halte ich wenig, da offenbar ja Ihr magen nicht genug aufnimmt. Sicher wissen Sie ja aus dem Artikel, dass Vitamin B12 im Serum testen lassen, unzureichend ist. Viele Grüße

          • leo sagt:

            Hallo Frau Gerhard,
            ich habe noch mal den Test nach 10 Tagen gemacht und Ergebniss war bei 1160 pg/ml.
            Ich weiß, dass B12 aus dem Serum zu testen unzureichend ist, aber bei anderen Tests kann man nur erkennen ob ein Mangel vorhanden ist und nicht ob eine Überdosierung vorliegt.

            Im Moment habe ich dazu noch Magenprobleme und nehme Säureblocker welche bekanntlich B12 Aufnahme hemmen.

            Mit Methylcobalamin und Spritzen würde ich das Problem aus dem Weg gehen, oder?

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Leo,
            ist anzunehmen.

          • Sebastian sagt:

            Hallo, kann ich auch hochdosierte B12-Kapseln lutschen oder muss es eine besondere aufbereitete Form des B12 sein, die für die Lutschtabletten verwendet werden? Die meisten Lutsch-Tabletten enthaltene künstliche Aromen, Süssstoffe etc., bei den Kapseln hingegen gibt es Tabletten OHNE jegliche Zusätze ausser Zellulose.

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Lieber Sebastian,
            Sie müssen einfach sicher sein, dass das Produkt natürliches Vitamin B12 enthält. Wenn Sie Magen/Verdauungsprobleme haben, könnte es sein, dass B12 über die Mundschleimhaut am besten aufgenommen wird. Hier sind verschiedene Präparate getestet.

          • leo sagt:

            Hallo Frau Gerhard,
            noch eine Frage:
            kann man sowas wie MecobalActive dauerhaft bzw. viele Monate einnehmen? Das ist ja hochdosiert. Besteht hier Gefahr, dass es überdosiert wird? (Wenn der Körper davon nicht unterversorgt war)

            Vielen Dank

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe leo,
            in der Beschreibung zu Mecobalaktiv lesen Sie ja, dass es nur vorübergehend gedacht ist, um leere Speicher aufzufüllen. Wie Sie bei sich feststellen können, ob Sie genug haben, lesen Sie sowohl in meinem Artikel als auch in der Produktbeschreibung. Alles Gute!

  • Anni sagt:

    hallo, ich habe einen B 12 Mängel. Der Holo- TC lag vor einem halben Jahr bei 37 pmol. dann bekam ich vom Heilpraktiker 8 Spritzen je wöchentlich 5000ug Cyanocobalamin gespritzt. Damit meinte er müsste der Speicher wieder ausreichen. Jetzt habe ich erneut messen lassen ( nach 3 Monaten Pause)lzwischenzeitlich aber nichts genommen.Jetzt ist der Holotc auf 39 pmol.Also alles umsonst. würde gerne Methylcobalamin nehmen, bin mir jedoch sehr unsicher, da ich mehrere Quecksilberblomben im Mund habe und gelesen habe das das Methylcobalamin damit hochgiftige Verbindungen eingehen kann Methylquecksilber))und dann Hirnschäden verursachen kann. Bin jetzt wirklich verunsichert und möchte schon richtig handeln .Wie ist ihre Meinung dazu? Vielen Dank.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anni,
      stimmt, da streiten sich die Geister. Würde sicherheitshalber auch lieber spritzen. Aber warum nicht vorsichtig an die Amalgam-Entfernung gehen? Amalgam macht alleine schon Hirnschäden!

      • Anni sagt:

        Hallo,erst mal recht herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Kann man denn Cyanocobalamin einnehmen( als Schmelztablette), oder ist das genauso gesundheitsschädigend außer der Cyanidbelastung die ja sehr gering ist? Für eine Amalgam- Entfernung gibt es in meiner Nähe leider keine geschulten Zahnärzte und wenn ich es mir so rausholen lasse wird ja alles noch schlimmer.Vielen Dank Anni

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Anni,
          warum so was synthetisches einnehmen, dann doch lieber Hydroxycobalamin.

          • Anni sagt:

            Hallo, die Überlegung hatte ich bereits auch schon.Ich habe aber schon mal ein Kapselprodukt genommen mit Hydroxocobalamin was meinen Vit B 12 Speicher in kleinster Weise beeinflusst hat. ich gehe davon aus das mein Körper bzw. mein Darm es nicht gut aufnimmt. Deshalb möchte ich es jetzt sublingual versuchen da ich ja anscheinend auch nichts vom Vit B 12 Speichern kann.( Die Spritzen haben ja auch nicht gehalten ,nur während der Spritzenkur war mein B12 Seum auf 800 angestiegen ,dann wieder runtergegangen.,sowie auch der HoloTC.Bin etwas ratlos.Könnte ich eventuell auch die Kapseln mit Hydroxocobalmin öffnen und über die Mundschleimhaut aufnehmen? Oder ist Adenosylcobalamin besser? Vielleicht können Sie mir noch einen Rat geben? Ich lebe übrigens seit 2 Jahren vegan und habe meinen B 12 Spiegel davor testen lassen und er war damals schon ganz unten , obwohl ich wirklich alles gegessen habe.
            Vielen Dank Anni

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Anni,
            es könnte sein, dass Sie nicht genügend Magensäure produzieren, die nötig ist, damit B12 aufgenommen wird. Sie könnten ja mal zusätzlich zu jeder Mahlzeit Betain HCl einnehmen. Wenn auch die B12-Spritzen nicht geholfen haben, stimmt was mit Ihrem Darm-Leber-Kreislauf nicht, denn sonst würde immer wieder B12 in der Leber gespeichert werden. Methylcobalamin Tropfen über die Mundschleimhaut finde ich persönlich immer noch am besten, auch wenn Sie sich Ihr Amalgam nicht entfernen lassen können. Haben Sie mal Chlorella vulgaris versucht, die Alge, die auch Vitamin B12 enthält? Alles Gute!

  • Martina Gruber sagt:

    Wie bei Mina wurde der Vitamin B12 Mangel nur durch Zufall festgestellt. Inzwischen weiß ich aber, dass der bei veganer Ernährung recht typisch ist. Aktuell ergänze ich mit Vitamin B12 von Vitaminexpress und mein Wert ist dadurch relativ stabil.

  • Mina sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr.

    Ich habe seid 1,5 Jahren einen B12 Mangel der auch nur durch Zufall diagnostiziert wurde.
    Jedoch leide ich unter starken Nebenwirkungen nach den spritzen und oder Tabletten.
    Benommenheit, Druck im Kopf und Schwindel sowie leichte Übelkeit nach den Tabletten.
    Hätten Sie einen Rat?
    Meine Hausärztin kann sich dies nicht erklären.

    Mit freundlichem Gruß mina

  • isabell sagt:

    Entschuldigung, da hat es einen Teil der Nachricht gelöscht!

    Sehr gehrte Frau Prof. Gerhard,

    vielleicht haben Sie eine Idee zu folgender Problematik:

    Ich habe vor anderthalb Jahren Skotome auf beiden Augen bekommen sowie Parästhesien im Bereich der linken Gesichtshälfte bzw an den Füßen.
    Der Vitamin B 12-Wert lag damals nur noch bei < 50!!
    Das Vit B 12 wurde dann i.m. (mehrmals) verabreicht, so dass sich die Symptome besserten und der Wert wieder bei 400 lag.

    Im Febrauar kam es erneutzu Symptomen und die Werten waren wieder deutlich zu niedrig. Das selbe im Mai.

    Es wurden CED’s ausgeschlossen, Parietalzell-Ak, Wurmbefall..usw.
    Außerdem wurde das Problem der Aufnahme ja durch die .i.m (bzw. zeitweise sogar i.v.-Gabe) umgangen.

    Ursachen für einen erhöhten Verbrauch (Schwangerschaft, Wurmbefall,..) sind ausgeschlossen.

    Haben Sie von anderen PAtienten/ aus Studien gehört, dass es Speicherstörungen der Leber gibt (z.B. durch Antikörper, spezielle Erkrankungen..usw?)
    Bzw. gibt es noch eine andere Möglichkeit für den starken und schnellen Abfall?

    Viele Grüße

    (Bitte benachrichtigen Sie mich doch kurz per Email, wenn Sie auf den Kommentar geantwortet haben)

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Isabell,
      Sie schreiben nicht, wie Sie sich ernähren und ob die wichtigen Vitamin B12-Marker im Blut untersucht wurden. Nur der Serum-B12-Spiegel ist nicht aussagekräftig. Meine Vermutung ist, dass Sie nicht zu viel B12 verbrauchen, sondern einfach über die Ernährung und den Darm immer zu wenig aufnehmen. Lutschen Sie einfach mal regelmäßig hochdosiert Methylcobalamin und lassen Sie dann die Methyl-Malonsäure-(MMS)-Konzentration im Blut oder Urin testen. Oft vergessene Ursachen für B12-Mangel finden Sie in diesem sehr ausführlichen Artikel. Alles Gute!

  • Ariana sagt:

    Sehr gehrte Frau Prof. Gerhard,

    ich (47 Jahre, w) ernähre mich seit mehreren Jahren (sehr ausgewogen) vegetarisch. Ich habe gerade meine Blutwerte bestimmen lassen mit folgendem Ergebnis.
    Cyanocobalamin 233 pg/ml
    Holotranscobalamin 68 pmol/l
    Homocystein 13,8 Mikromol /l
    Methylmalonsäure 49,0 Mikrog / l

    Meine Hausärztin konnte sich nicht erklären, warum der letzte Wert erhöht ist, die anderen aber im Normbereich liegen (wenngleich eher am Rand der Norm). Sie meinte, ich könne das auf sich beruhen lassen und hat zu keiner weiteren Behandlung geraten.
    Da sie aber auf diesem Gebiet überhaupt keine Erfahrung hat, möchte ich gerne dazu eine zweite Meinung einholen. Dazu kommt, dass ich seit zwei Jahren eine Migräne entwickelt habe (ca. 1x monatlich,seit ich Leinöl esse zuletzt mit dreimonatiger Pause). Könnte das was mit diesen Werten zu tun habe bzw. sollte ich zusätzlich supplementieren?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ariana

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ariana,
      der erhöhte Homocysteinspiegel und die erhöhte Methylmalonsäure sprechen für einen leichten Vitamin B12-Mangel. Besorgen Sie sich einfach mal Methylcobalamin Lutschtabletten. Wegen der Migräne vielleicht noch Krillöl dazu. Alles Gute!

  • Bettina sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,

    Meine Tochter leidet seit ihrem 16 Lebensjahr unter Vitamin b12 Mangel. Damals betrug ihr Wert 90pg/ml. Orale Einnahme von b12 bringet gar nichts, also muss sie seit dieser zeit B12 Spritzen bekommen. Sie muss jeden Monat zur Spritze, wenn eine längere Pause dazwischen ist, singt der Vitamin b12 Spiegel sofort. Der intrinsic Faktor war kleiner als 2, also normal. Die gastroskopie ergab leichte Gastritis . Sie leidet eher an Obstipation als an Diarrhö. Die Ärzte sind mit ihrem Latein am Ende. Mich würde es schon interessieren , woher dieser Mangel kommt. Als Säugling war sie ein schreikind, bis zu ihrem 3 Lebensjahr war sie nachts stündlich wach, auch stellten sich ab dieser zeit sehr schlimme Infekte ein. Ab dem 16 Lebensjahr leidet sie unter verstärkter Müdigkeit. Immer wieder schlafen ihr die Füße ein oder ein kribbeln in en Extrimitaeten. Welche Schäden dieser Mangel verursacht hat wissen wir nicht. Auch Neurologisch konnte nichts festgestellt werden. Die Ärzte nehmen dieses Thema nicht ernst. Können Sie uns Helfen. Welche Möglichkeiten gibt es noch.
    Für einen Ratschlag wäre ich Ihnen sehr dankbar
    LG
    Bettina

  • Lara sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
    meine Mutter (82) war November 2014 im Krankenhaus auf der Rheumastation und wurde aufgrund ihrer Gangunsicherheit und der höheren Entzündungswerte untersucht.Rheuma hat man ausgeschlossen, als auch einen irgendwo versteckten Krebs. Es wurde als Verdacht eine funikuläre Myelose diagnostiziert (fortschreitender Gedächtnisverlust ebenfalls vorhanden). Doch schon bald ruderten alle Ärzte zurück und meinten, das kann es nicht sein, da der Vitamin B12 Mangel doch nicht so hoch sei wie ursprünglich angenommen. Damals lag er glaube ich bei irgendwas um die 250 und der Holo-TC bei 52 (wobei ich nicht genau weiß, ob schon vor der Blutuntersuchung des Holo-Tc eine Vitamin b12 Spritze gegeben wurde. Sie bekam noch ca. 2 Monate wöchentlich Spritzen (Vitaminb12 und Folsäure) und dann wurde dies abgesetzt da der Speicher nun ja für Jahre wieder gefüllt sei. Die Ärztin hat nun doch noch einmal Vitamin B12 testen lassen und er lag schon wieder unter 400. Sie verschrieb die hochdosierten Tabletten von Ankermann. Jetzt wollte ich es einmal genauer wissen da ich immer noch der Meinung bin, irgendwas stimmt doch dann mit der Aufnahme nicht,wenn der so schnell wieder runter gegangen ist. Auch wenn die Werte nicht bedenklich niedrig sind, habe ich nun neben dem Vitamin b 12 im Serum auch noch Folsäure Homocystein und Methylmalonsäure untersuchen lassen. Nach dem Ergebnis hat die Ärztin die Tabletten gleich abgesetzt, obwohl die Blutabnahme nicht nüchtern stattfand und die Tabletten vorher nicht abgesetzt wurden. (Wie aussagekräftig sind die WErte dann überhaupt?).
    Vitamin B12 535 pmol/l
    Folsäure 5,39 ng/ml
    Methylmalonsäure 106 nmol/l
    Homocystein 18,04 (!!!?)

    ((Hämoglobin 11,2 g/dl
    Leukozyten 10 c/nl
    Thrombozyten 523 c/nl
    Neutrophile abs. 7900 c7ul
    Monozyten abs 1120 c/ul))

    Irgendwie verwirren mich diese Werte sehr, nach alldem, was ich so im Internet über Vitamin B12 Mangel gelesen habe. Besonders beängstigend der Homocysteinwert. Meine Mutter wird zusehends vergesslicher und die Psyche leidet ebenfalls sehr. Weiß leider langsam nicht mehr, wie ich ihr noch helfen könnte und habe so gehofft, es könnte zumindest vieles mit einer Unterversorgung an Vitaminen zu tun haben (besonders Vitamin B12). Und selbst wenn der Wert nach 14 tägigen absetzten des Vitaminpräparates noch bei 535 pmol/l läge, ist das doch immer noch nicht so hoch. Habe es so verstanden, das man in den USA sogar davon ausgeht, das schon bei einem Wert unter 600 ein Mangel vorliegt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Lara

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lara,
      Vitamin B12 scheint ja momentan normal zu sein. Ist 25OH-Vitamin D auch gemessen worden? Das hohe Homocystein ist zwar auffällig, aber man müsste wissen, ob korrekt abgenommen wurde, ist oft falsch erhöht. Bekommt Ihre Mutter Magensäureblocker? Trinkt sie genug? Auch viele Medikamente verändern den Vitamin-B12-Stoffwechsel. Am besten sprechen Sie doch mal mit einem Labaorfacharzt die Werte ab. Alles Gute!

  • marianne sagt:

    Ich,weibl. 55 J., nehme seit 12 Jahren Antidepressiva wegen Einschlafstörungen u. Depressionen. Seit Pubertät schon immer wiederkehrende nervöse Durchfälle und Sodbrennen. Klappe soll nicht richtig schließen.Größerer Gallenstein in Blase gefunden.Cholesterin ges. 239 mg/dl. Jetzt Vit. B12 im Blut gemessen 226 pmol/l. Besteht ein Mangel an Vit.B12 und was sollte evt. noch untersucht werden? Vielen Dank und herzl. Grüße.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Marianne,
      Ihr Vitamin B12 ist im unteren Normbereich. dann kann sein, das es in der Zelle bereits zu niedrig ist. Bei Ihnen scheint mir die Ursache Ihrer Erkrankungen im Darm zu liegen. Lassen sie sich von einem naturheilkundlich tätigen Arzt untersuchen und lesen Sie die Artikel über Darm in diesem Blog. Alles Gute!

  • NIGINI sagt:

    folgende Frage von mir. Ich habe seit 15 Jahren keinen Magen mehr und werde alle 3 Monate mit VitB 12 gespritzt. Wegen andauernder Gleichgewichtsprobleme, seit ca. 3 Jahren, hat mein Neurologe eine Blutuntersuchung durchgeführt, um abzuklären, ob bei mir Vit. B12 Mangel vorliegt, der auch solche Symptome hervorrufen kann. Es liegt ein hochgradiger Mangel vor. Was wird nun meine Hausärztin auf Grund dessen unternehmen? Nach meiner Magenop. hatte man mich extra darauf hingewiesen, verstärkt auf einen solchen Mangel zu achten, denn es könnte mein Leben davon abhängen.
    Haben Sie diesbezüglich schon irgendwelche Kenntnisse, die mir weiter helfen könnten?
    Mit freundlichem Gruß

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Nigini,
      dann reicht die Dosis, die Sie gespritzt bekommen haben, wohl nicht aus. Methylcobalamin soll angeblich schon über die Mundschleimhaut resorbiert werden, das könnten Sie ja mal zusätzlich ausprobieren. Aber auf jeden Fall mehr oder mal ein Produkt einer anderen Firma spritzen. Und regelmäßig den Vitamin-B12-Stoffwechsel kontrollieren. Alles Gute!

  • Jordan sagt:

    Liebe Frau Prof.Dr.Gerhard,
    ichleide seit 4Jahren an immer wiederkehrenden Schwindel hinzu kommen etliche verschiedene Symptime wie z.B. Körperschwäche,Müdigkeit,Appetitlosigkeit,Konzentrationschwäche um nur einige aufzuliste.Ich habe vor kurzem ein Urintest durchgeführt auf Vitamin B 12.
    Der Methylmalonsäure im Urin-wert liegt bei 2,4mg/g.Habe ich jetzt ein Mangel?
    Wenn ja,welches Präparat können Sie empfehlen,ueber eine Rückantwor würde ich sehr dankbar sein.
    MfG Nicole Jordan

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Jordan,
      die Einheit mg/g ist mir unbekannt. Setzen Sie sich zur Bewertung des Befundes bitte mit dem Labor oder Ihrem Arzt in Verbindung. Sollte ein Vitamin B12-Mangel bestehen, helfen sehr rasch Injektionen mit Vitamin B12. Alternativ, wie im Artikel beschrieben, Methylcobalamin, das über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Viele Grüße!

  • Katrin sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    Leide an dem Mangel von Vitamin B12, bedingt durch eine chronische Magenschleimhautentzündung ( Diagnose:Refluxkrankheit bei kleiner axialer Hiatushernie mit Ausbildung einer Barrettmucosa ohne Dysplasie). Nehme täglich Esomeprazol aber auch Furobeta
    wegen einer Herzmuskelschwäche. Meine Frage ist ob es eine Möglichkeit gibt durch eine bestimmte Ernährung oder Lebensweise die Magenschleimhaut wieder aufzubauen oder muss ich mein Lebenlang Vitamin B12 gespritzt bekommen. Und wie sind meine Lebenserwartungen damit. Kann ich irgend etwas tun um meine Situation zu verbessern damit man langfristig die Medikamente weglassen kann!?

    Viele Grüße
    Katrin

  • Mandy sagt:

    Ich werde mich auf alle Fälle bei Ihnen melden, sobald ich den nächsten Blutwert erhalte. Hoffentlich dann ohne die L-Tyroxin :-)

    Viele Grüße
    Mandy

  • Mandy sagt:

    Vielen, vielen Dank.

    Sie waren eine sehr große Hilfe für mich.

    Viele Grüße
    Mandy

  • Mandy sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich bedanke mich bei Ihnen für den kleinen Denkanstoß.

    Seit letzten Mittwoch nehme ich mehr Jod in Form von Braunalgen zu mir und habe meine L-Tyroxin Dosis auf 25 reduziert.
    Mein Wunsch wäre es, dass ich auf das Medikament komplett verzichten kann.

    Mein Gesundheitszustand hat sich auf alle Fälle schon gebessert. Und das habe ich Ihnen zu verdanken.

    Ich nehme und habe in den letzten Jahren in der Tat kein Jodsalz zu mir genommen. Ebenso verzichte ich auf Fertigprodukte und Wurst. Ich kaufe und esse auch ausschließlich Bioprodukte, in denen kein jodiertes Speisesalz enthalten ist.
    Somit erklärt sich auch der Jodmangel.

    Eine Frage hätte ich noch an Sie.

    Eine gesunde erwachsene Person hat ein Jodbedarf von 200-300 Mikrogramm pro Tag.

    Wieviel Jod darf ich – als Person, die einen Jodmangel und eine primäre Schilddrüsenunterfunktion hat – täglich zu mir nehmen, bis mein Jodspeicher „aufgefüllt“ ist.

    Ich bedanke mich für Ihre Antwort.

    Vielen Dank.

    Viele Grüße
    Mandy

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Mandy,
      Das Problem bei den Algen ist ja, dass der Jodgehalt sehr unterschiedlich ist, er kann zu hoch oder zu niedrig sein, weshalb viele Therapeuten davon abraten. Deshalb kann ich Ihnen auch keine genaue Menge nennen. Beobachten Sie sich einfach, denn bei einer Schilddrüse ohne sogen. autonome Zellen wird Jod kein Problem sein, sonst bekommen Sie Zeichen der Überfunktion. Ich persönlich mache es auch wie Sie: keine jodierten Produkte, sondern Algen, und komme damit seit Jahren gut zurecht. Aber bitte die Hormone kontrollieren lassen. Alles Gute!

  • Mandy sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    Sie sind jetzt meine letzte Hoffnung und ich hoffe, dass Sie mir helfen können.

    Hier kurz meine Geschichte:

    Ich bin fast 38 Jahre, 164 cm groß und wiege 80 Kilo. Leider hatte ich eine Fehlgeburt und eine Eileiterschwangerschaft.

    Mir geht es schon seit geraumer Zeit (etwa 4 Jahre) schlecht.

    Auf Grund eines Todesfalles in meiner Familie (Lungenkrebs) habe ich im Januar 2013 aufgehört zu rauchen und nehme seit Oktober 2012 keine Anti-Babypille mehr.

    Meine Ernährung habe ich folglicherweise auch umgestellt. Vermeintlich gesund. Vorwiegend fleischlos.

    Im letzten Jahr 2013 habe ich – trotz, dass ich mit dem Rauchen aufgehört habe – 8 Kilo bis zum Juli abgenommen.
    Ich habe bis auf ein oder zwei Tage täglich Sport getrieben (Fahrrad fahren zwischen 60 und 90 Minuten).

    Aber seit ungefähr Oktober 2013 habe ich mehr zugenommen. Ich habe es nicht weiter ernst genommen und es auf den Stress und Jahresabschluss und Einarbeitung neuer Kollegen geschoben.

    Im März 2014 war es dann soweit, dass ich die 8 Kilo, die ich abgenommen habe, wieder drauf hatte, obwohl ich nur etwa 1200 kcal zu mir genommen habe.
    Dann kam extreme Müdigkeit, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Wassereinlagerungen (trotz Sport), massive Migräne mit Aura Anfälle, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Durchfall, Schlafstörungen hinzu.

    Dann habe ich 3 Wochen vor lauter Verzweiflung eine Crash-Diät und Sportprogramm nach Detlef D. Soost probiert (nur Eiweiß – fast keine Kohlenhydrate).

    Danach ging es mir noch schlechter.

    Jetzt bin ich seit 5 Wochen krankgeschrieben, weil ich nicht mehr arbeiten konnte, obwohl ich meine Arbeit liebe.

    Ich war beim Arzt und habe meinen TSH-Wert bestimmen lassen:

    TSH beim Hausarzt am 8.5.2014 3,31

    Überweisung zum Radiologen mit folgenden Werten am 23.5.2014
    TSH basal Wert 4,29
    FT 3 3,40
    FT 4 1,17
    Anti-TPO 20,31
    TSH-Rezeptor 1,11
    Schilddrüse ist normal groß und weist keine Knoten und Zysten auf.
    Es wurde eine primäre Schilddrüsenunterfunktion festgestellt und ich soll L-Thyroxin 75 nehmen.

    Seit 5 Wochen nehme ich nun L-Thyroxin Winthrop und bin bei der Dosis von 75 seit 2 Wochen angekommen.

    Leider habe ich keine wesentliche Verbesserung festgestellt und habe weiter recherchiert und bin so auf Vitamin D 3 und Vitamin B12 Mangel gestossen.

    Ich habe gleich den Bluttest gemacht.

    Mein Vitamin D3 Wert liegt bei 21 ng/ml und mein Vitamin B 12 Wert bei 309 pg/ml.

    Daraufhin habe ich vor 2 Wochen mit der Aufbau -und Erhaltungstherapie nach Dr. Raimund von Helden von Vitamin D 3 begonnen (wollte den Wert 85 erreichen).
    Mir geht es dennoch nicht besser. Ganz im Gegenteil, mir geht es sogar schlechter als vorher.

    Morgen bekomme ich das Buch von Herrn Thomas Klein und möchte dann mit dem Vitamin B 12 Aufbau starten

    Was soll ich nun tun? Seit 3 Tagen habe ich das SD-Hormon auf 100 erhöht, weiß aber nicht, ob dies so sinnvoll ist.
    Ich habe auch schon die Einnahme der SD-Hormone auf abends verlegt.

    Zu meinem Hausarzt brauche ich nicht mehr zu gehen. Sie war nicht so begeistert, dass ich die beiden Werte in Eigenregie bestimmt habe. Außerdem habe ich Angst, als „bekloppt“ oder als Hypochonder abgestempelt zu werden.

    Folgende Nahrungsergänzungen nehme ich auch noch, weil ich gelesen habe, dass dies bei eine SD-Unterfunktion unterstützend wirkt:

    – Selen, Astaxanthin, Omega 3, Magnesium, Calcium, Zink, Curcuma, Chlorella, Braunalgen

    Bitte helfen Sie mir. Ich weiß leider nicht mehr weiter.

    Vielen Dank im Voraus.

    Freundliche Grüße
    Mandy

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Mandy,
      offenbar haben Sie zahllose Mangelerscheinungen. Zusätzlich könnten Umweltbelastungen eine Rolle spielen. Suchen Sie sich bitte einen naturheilkundlich orientierten Arzt, der Sie ganzheitlich betreut. Auf eigene Faust Mikronährstoffe einzunehmen, die sich gegenseitig beeinflussen und von sehr unterschiedlicher Qualität sein können, halte ich nicht für sinnvoll. Legen Sie sich mal nicht auf die Schilddrüse fest, vielleicht fehlt der auch nur Jod. Hier einige Gesellschaften, über die Sie Therapeuten finden können:
      Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammen bringt
      http://www.naturheilbund.de/
      Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
      http://www.naturundmedizin.de
      Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
      http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
      Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
      http://www.zaen.org/
      Gute Besserung!

  • Christin sagt:

    Danke , für den Ratschlag, mein blut wurde auf alle wichtigen mineralstoffe und die wichtigsten Vitamine getestet . und nur diese beiden waren erniedrigt. Mein Calcium , Magnesium, Eisen war komplett normal!

    die PPIs die ich nehme muss ich doch nehmen mein Magendeckel schließt nicht richtig! Und was kann ein Arzt für Naturheilkunde gegen einen Kaputten magendeckel machen? Gibt es eine alternative?

    Ich habe meine Darmflora auf anraten eines Appotekers Mit Omni Biotik wochenlang aufgebaut. Habe auch viel Heilerde genommen. Und auch Flohsamen.genommen ist das keine gute maßname?

    Lg Christin

    • igerhard sagt:

      Liebe Kristin,
      das kommt davon, wenn man sich bei den Anfragen kurz halten muss und ich dann nicht weiß, was Sie schon Gutes ausprobiert haben. Nur bei den wenigsten Menschen ist „der kaputte Magendeckel“ wirklich die Ursache für Sodbrennen. Ich möchte Ihnen das Buch „Übersäuerung“ von Hermann Straubinger ans Herz legen. Wenn es einem gelingt, den Säure-Basen-Haushalt zu normalisieren, verschwindet meist auch das Sodbrennen. Viele Grüße

  • Christin sagt:

    Hallo frau Dr gerhard,

    Bei mir wurde im Februar ein sehr niedriger Vitamin B12 Spiegel gemessen von 236 ebenfalls ein niedriger Vitamin D Spiegel.

    Ich bin seit gut seit November letzten Jahres bin ich immer wieder Krank hatte seit dem jetzt den Vierten schweren Infekt mit Fieber! Aktuell hab ich eine vereiterete Bronchitis , einen vereiterte Kiefernhöhlenentzündung und einen leicht Vereiterten Kehlkopf!Der gestern so stark geschwollen war das ich schwer Atmen konnte! Mein HNO Hat mir Keimax verschrieben.

    Ich neheme seit Jahren Pantropazol und im Momend Omeprazol 40 gegen die Refluxkrankheit .Zudem muss ich durch mein Athsma Budosonid un Salmeterol nehmen!

    Seit dem ich gestern die Kaimax genommen hab Hab ich Mundwinkelzucken und Kribeln im Gesicht und beinen zudem wenn ich meine Zähne zusammen mache klappern sie!! Kann das von der Kaimaxkapsel kommen ?Soll ich sie lieber absetzen?

    LG Christin

    Wäre dankbar für eine schnelle antwort!

    • igerhard sagt:

      Liebe Christin,
      so eine individuelle Beratung darf ich per Internet nicht machen, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Wenn Sie seit Jahren Ihre Magensäure wegblocken, verändert sich Ihre Darmflora, und die Immunzellen Ihres Darms können nicht mehr richtig arbeiten. Außerdem kann die Nahrung nicht richtig verdaut werden, und Sie bekommen viele Mangelerscheinungen von Vitaminen und Mineralstoffen und Spurenelementen. Da wundern mich Ihre Infekte gar nicht. Suchen Sie einen Arzt für Naturheilkunde auf, der Sie berät, wie Sie das Übel an der Wurzel packen können. Alles Gute!

  • Kathi sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    mittlerweile leide ich seit 3 Jahren (nach einem
    pfeifferischem Drüsenfieber)an einem b12 Mangel.
    Immer wieder B12 Injektion und Tabletten nach extrem auffälligen Symptomen. Der letzte Abfall der Werte erfolgte ziemlich schnell. Im Februar lag der Wert noch bei 222 und im April bei 154. Es gibt keinerlei vernünftige Aussagen darüber, woran es liegt. Ich esse sehr viel Fleisch.
    Es muss doch Gründe geben? Können Sie mir weiterhelfen? Seit April nehme ich auch wieder Präparate ein (5000 er) Lutschtabletten und Injektion folgen.

    • igerhard sagt:

      Liebe Kathi,
      Die Ursachen finden Sie in dem Artikel, bspw. zu wenig Magensäure oder gestörter Darm. Dann hilft Ihnen viel Fleisch auch nicht! Durch die Injektionen können Sie den Magen-Darm-Trakt umgehen, aber es dauert sehr lange, bis die B12-Speicher wieder aufgefüllt sind. Und wenn Sie viel Fleisch essen, brauchen Sie sehr viel B12, um den Homocysteinspiegel, der durch das viele Eiweiß nach oben getrieben wird, in Schach zu halten. Also mal den Fleischkonsum reduzieren, vorübergehend Betain-HCL zur Erhöhung der Salzsäure schlucken und den Darm sanieren. Viel Erfolg

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    seit nun mittlerweile 8 Wochen erhalte ich gegen meinen akuten B12 Mangel Spritzen (Spritze 1-4 wöchentlich, anschließend monatlich).
    Leider haben sich meine Werte noch nicht stabilisiert. Im Gegenteil, der B12 Indikator ist weiter abgesunken.

    Welche Ursachen können dem Zugrunde liegen? Gibt es eine andere Therapieform?

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

    • igerhard sagt:

      Liebe Claudia,
      da müssen Sie Geduld haben und eventuell höher dosieren, denn erstmal müssen ja die B12-Speicher wieder voll werden. es gibt auch Methylcobalamin-Lutschtabletten/Tropfen, finden Sie im Text, so dass auch über die Mundschleimhaut B12 aufgenommen wird. Viele Grüße

  • Magdalena Novakowski sagt:

    Liebe Frau Prf.dr.Gerhard,
    meine Laborwerte : Vit B12-ng/l 533.Ich schlucke sweit 1 Monat Vit.B12
    Tabletten.Ist mein Laborwert in Ordnung ??
    Und noch was,mein Laborwert Intrinsic-Factor AK ist 141 und Parietzellen AK (IFT) ist 1:2560.
    Sonst alle Werte bei Normalwert.
    Liebe Frau Prof.bitte schreiben Sie mir ob di o.g.Werte sind in
    Ordnung ?
    Bin sehr unsicher und mein Arzt Hat mir CT/Wirbelsäule empfohlen,wei
    ich taube Beine habe/seit 7 Monaten.
    ich habe ganz vergessen Ihnen zu schreiben,das mein Cholesterinwert (seit 5 Monaten)zu hoch ist(270),aber ich bekamm keine Tabtetten dafür,
    Ich habe seit 14 Jahren hocher Blutdruck der mit Votum 10mg und Athenolol behendelt wird.Inzwischen habe ich gelesen,das Athenolol bei
    neurologishen Erkrankungen nicht einnehmen sollte.Bin ganz verwirrt,was soll ich nun tun.Mein Neurologe hat keine nurologische Veränderungen gefunden,nur etwas zu niedrigen Vit.B12 Wert (damals in
    Februar 2014 ;Wert 224,also etwas an der Grenze.
    Ich flehe Sie an,helfen Sie mir,sollte ich Medikamente gegen Cholesteriwert einnehmem ???könnte das sein,das dadurch meine Fußsohlen und Beine Taub sind ?
    Bitte geben Sie mir eine Antwort.
    Ich bedanke mich im Voraus sehr herzlich
    Magdalena

    • igerhard sagt:

      Liebe Magdalena,
      Offenbar haben Sie eine Magenschleimhautentzündung, so dass Sie nicht genügend Vitamin B12 aufnehmen können. Nach einem Monat B12-Therapie können Sie noch keine tiefgreifende Änderung Ihrer Beschwerden erwarten. Da müssen Sie noch Geduld haben und regelmäßig weiter die Tabletten nehmen, dann wird das mit den Beinen sicher besser werden. Das Cholesterin müssen Sie jetzt nicht auch noch senken, das können Sie gut durch eine pflanzenreiche Ernährung und Bewegung beeinflussen. Gute Besserung!

  • Irène sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich habe keinen Mangel an Vitamin B12 sondern zu viel, obwohl ich keine Zusatzpräparate nehme.
    Ich fühle mich eher müde und habe daher ein Blutbild machen lassen, da ich einen Eisenmangel vermutete.

    Meine Werte sind wie folgt:
    Vitamin B12 größer als 2000 pg/ml
    Transferrin: 317 mg/dl (Normalwert 200 – 310)
    Eisenbindung gesamt: 447 mcg/dl (Normalwert 257 – 402)

    Alle anderen Werte, inkl. Leberwerte sind in der Norm.

    Haben Sie eine Idee?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

    Liebe Grüße,
    Irène

    • igerhard sagt:

      Liebe Irene,
      bei Lebererkrankungen kann der B12-Wert zu hoch sein oder auch mal bei einer Leukämie oder anderer Blutkrankheit. Am besten noch mal zu einem Internisten gehen, der Sie weiter untersucht, denn es muss ja einen Grund für Ihre Abgeschlagenheit geben. Viele Grüße

  • Denise sagt:

    Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard,

    bei mir wurde im August 2013 ein Mangel an Vitamin b12 nachgewiesen. Daraufhin bekam ich bis Dezember Injektionen. Mein Vitamin b12 Spiegel ist nun auch wieder okay. Allerdings leide ich noch immer unter Beinschmerzen. Ich merke, wie eine Art Strom durch die Beine fließt, wenn ich sie hoch lege, was sehr angenehm ist. Doch sobald ich laufe, Treppen steige o.ä., fühlen sich meine Beine wieder schwer und verkrampft an. Wie lange kann denn eine Heilung dauern? Alle anderen Beschwerden, wie Übelkeit, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Schlafstörungen etc. sind inzwischen abgeklungen.
    Da mein Magen i. O. ist (lt. Magenspiegelung), habe ich aus lauter Verzweiflung eine Darmsanierung durchgeführt. Echte Verbesserungen haben sich dadurch noch nicht gezeigt. Ist eine Darmreinigung denn überhaupt sinnvoll? Wenn ich davon meiner Neurologin erzähle, schmunzelt sie vielleicht darüber.
    Danke für Ihre Antwort.

    Liebe Grüß
    Denise

    • igerhard sagt:

      Liebe Denise,
      Eine Darmsanierung ist immer gut, denn ich kenne keinen Menschen mit völlig gesunder Darmfunktion. Das liegt nun mal einfach an unseren modernen Ernährungsbedingungen. Da ich nicht weiß, warum Sie überhaupt so einen massiven Vitamin B12-Mangel bekommen konnten und ja offensichtlich keine Ursache behandelt wurde, werden Sie voraussichtlich wieder in einen Mangel rutschen, wenn Sie nicht regelmäßig gegensteuern. Ich empfehle die regelmäßige Einnahme von Methylcobalamin. Außerdem ist es sehr selten, dass man nur ein Vitamin zu wenig hat, vielleicht fehlen Ihnen noch mehr wichtige Vitamine und Mineralien. Würde Ihnen empfehlen, einen Arzt für Naturheilkunde aufzusuchen, der sich mit solchen Mangelerscheinungen und deren Ursachen beschäftigt.
      Gute Besserung!

  • Liebe Vanessa,

    Bei diesem extremen B12-Mangel würde ich für ein bis zwei Monate 2000 µg Methylcobalamin nehmen und danach 1000 µg täglich. Bei einem Serumspiegel von über 1000 pg/ml genügen 500 µg täglich oder jeden zweiten Tag 1000 µg. Davon werden nur etwa 1 Prozent wirklich aufgenommen.

    Zudem ist der Vitamin-D-Spiegel auf 50 ng/ml anzuheben und auf eine gute Zufuhr mit Magnesium und ausreichende Zufuhr mit Kalzium zu achten, am besten über Salat, Gemüse und Gemüsefrüchte (mit zwei Mahlzeiten täglich).

    Ob eine Magenspiegelung sinnvoll wäre, kann ich nicht beurteilen. Welche Art von Schleimhautschäden werden vermutet?
    Ich würde mich eher mit Hilfe eines guten professionellen Ernährungsberaters und eines qualifizierten Arztes auf die Suche machen, welche Nahrungsmittel die Magen- und Darmschleimhaut möglicherweise schädigen. Zunächst würde ich Brot und Getreideprodukte unter die Lupe nehmen und diese für mindestens einen Monat vollständig weglassen.

  • Vanessa sagt:

    Hallo,

    ich habe ebenfalls eine Frage. Seit 4 Monaten leide ich unter sehr ungewöhnlichen Symptomen: Schwindel bei Augenbewegungen und Überempflindlichkeit gegenüber Geräuschen und Berührungen, die wie ein Klingeln hinter den Augen hervorrufen, ein unangenehmes Gefühl, auch bei leisen Geräuschen, den ganzen Tag.
    Neurologisch wurde alles untersucht (MRT etc.), ich bin sowohl vom Aufbau als auf von der Funktion meines Nervensystems angeblich ganz gesund.
    Im Februar hat mein Homöopath einen eklatanten Vitamin B12-Mangel (206 pg/ml) festgestellt, den ich erst mit niedrigdosierten Mitteln behandelt habe. Dann war ich bei einer Endokrinologin im März, die einen Wert von 350 gemessen hat und seit 2 Wochen nehme ich nun auf ihren Rat hoch dosierte VB12-Präparate (1000er).
    Außerdem habe ich niedrige Vit D-Werte, die ich auch behandele.

    Meine Fragen:
    1. kann meine Symptomatik durch den Vitamin-B12-Mangel gekommen sein – sie ist sehr untypisch und kein Arzt hat je etwas ähnliches gehört.
    2. Reichen Tabletten mit der 1000er Dosierung, um den Mangel aufzuheben, und wie lange dauert das, bis er wieder normalisiert ist? Können die Symptome dann auch wieder zurückgehen?
    3. Ist eine Magenspiegelung angeraten? Hat mir mein Arzt nun empfohlen.

    Vielen Dank, über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!!

  • Manuela sagt:

    Ganz Lieben Dank für Ihre Antwort !!!!!!!!!!

  • Manuela sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    habe seid geraumer Zeit so einige gesundheitliche Probleme, Schwindel, Ohrensausen ( wurde vom HNO als Lagerungsschwindel bezeichnet ) erhöhte Lykos , Zysten an einer Niere ( bin in Beahndlung ) ,Brennen auf der Zunge , Magenbeschwerden ( Spiegelung steht bevor ) , Antriebslosigkeit, Müdigkeit, bin schnell gereizt, vor allem wenn ich zur Ruhe komme Kribbeln in Beinen , Füßen ect. ,eingerissene Mundwinkel die einfach nicht heilen wollen, denke oft das ich neben mir stehe !
    Die letzte Blutuntersuchung ist gut 4 Wochen .
    Ist bei dem normalen Blutbild eine Bestimmung von Vitamin B12 Mangel ersichtlich oder muss ich genau darum bitten das danach gesucht wird ???

    Lieben Gruß und DANKE
    Manuela

    • igerhard sagt:

      Liebe Manuela,
      bei der normalen Blutuntersuchung gehört B12 nicht dazu. Im Artikel finden Sie unter „Diagnostik“, was bestimmt werden sollte. Es ist vom Beschwerdebild her auch denkbar, dass zusätzlich ein Eisenmangel bestehen und weitere B-Vitamine fehlen könnten.
      Gute Besserung!

  • Lena Esplá sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    seit langem lese ich mit Begeisterung Ihre Webseite. Mir ging es nach der Geburt meiner Tochter sehr schlecht (extreme Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit, Darmschmerzen, Muskelzuckungen, Herzrhytmusstörungen, Muskelschwäche, Erschöpfung…) nach vielen Arztbesuchen bei denen immer alles in Ordnung war und meine Werte alle im „Normbereich“, begann ich mich selbst auf die Suche nach der Ursache meiner Probleme zu machen. Letztendlich erhielt ich Eiseninfusionen (Ferritinwert 16) und begann Vit D (Wert 27) Vit B12 (Wert 380) zu nehmen und habe eine Darmsanierung durchgeführt. Nach 1,5 Jahren geht es mir nun wirklich langsam etwas besser, obwohl ich noch nicht weiß woran es wirklich lag. Da Sie in ihrem letzten Kommentar davon reden, dass man einen richtig guten Arzt für Naturheilkunde braucht, wäre mein Anliegen, ob Sie mir einen Arzt in Heidelberg empfehlen könnten? Ich wohne in Heidelberg und wäre sehr glücklich über einen guten Arzt für Naturheilkunde und auch einen Frauenarzt, der etwas über den Tellerrand schaut und nicht nur nach Schema F behandelt. Ich bin so müde von Ärzten schief angeschaut zu werden, nur wenn ich nach einer Vit B12 Bestimmung frage oder ein Vit D Rezept haben will…

    Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße,

    Lena Esplá

    • igerhard sagt:

      Liebe Lena,
      bewundernswert, was Sie schon alles alleine erreicht haben! Leider habe ich wenig Kontakt zu den praktizierenden Ärzten in Heidelberg. Am besten wählen Sie eine(n) aus, der Naturheilverfahren oder Homöopathie angibt. Viel Erfolg und berichten Sie mal, wenn Sie gut behandelt wurden!

  • Bianka Pill sagt:

    Hallo,
    habe mal kurz eine Frage. Mein B 12 liegt bei 359 pg/ml (Norm von
    200 – 2000). Mir geht es sehr schlecht. Schwindel, Gefühlsstörungen,
    Zuckerschwankungen, Schwindel, Krippeln, Übelkeit, sehe Punkte in den
    Augen, Muskelschwäche, Übelkeit, Depression, erhöhter Blutdruck,
    Magen-Darm-Störungen. Krömpfe am ganzen Körper, Lidzucken.

    Könnte das ein B 12 Mangel sein, habe auch einen D Mangel. Wert (20-70)
    Mein Wert 10.

    Liebe Grüße Bianka

    • igerhard sagt:

      Liebe Bianca,
      Sicher kann das auch ein B12-Mangel sein. Aber wahrscheinlich nicht nur das: auch Magnesium, Kalzium usw. könnten zu niedrig sein. Hat aber keinen Sinn, jetzt auf gut Glück zu ergänzen. Sie brauchen einen richtig guten Arzt für Naturheilkunde, der auch den Darm behandelt und über Ernährung und Umweltbelastungen mit Ihnen redet.
      Gute Besserung!

  • Anmerkung zur Vitamin-B12-haltigen Zahnpasta

    Bei der zitierten Untersuchung liegen die Serumwerte der Therapiegruppe weiterhin tief im Bereich des Mangels (bei unter 400 pg/ml ist ein starker Mangel gewiß).

    Die HoloTC-Werte haben sich zwar deutlich verbessert, doch nur wenige Personen der Therapiegruppe erreichen den Grenzwert von 50 pmol/l. Der Großteil der Versuchspersonen der Therapiegruppe hat weiterhin einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Mangel.

    Leider werden keine quantitativen Angaben zu den Homocysteinwerten gemacht. Wenn bei der Therapiegruppe nur eine leichte Verminderung festzustellen war, langjährige Veganer gewöhnlich aber extrem hohe Werte haben, so hat die B12-Zufuhr über Zahnpasta anscheinend nur wenig gebracht.

    Fraglich ist weiterhin, welche Mengen an Zahnpasta zu verwenden und zu verschlucken sind. Denn es ist ungeklärt, zu welchem Teil das zugesetzte Cyanocobalamin über die Mundschleimhaut aufgenommen wird und zu welchem Teil durch Verschlucken über die Darmschleimhaut.

    Fazit: Wenngleich mit Vitamin-B12-haltiger Zahnpasta der B12-Status von Veganern und Vegetariern verbessert werden kann, ist dennoch unsicher, ob ein Mangel auf diese Weise wirklich zu überwinden ist. Außerdem dauert die unzureichende Verbesserung der Bezugswerte recht lange.

    Deshalb ist es sinnvoll, eine Tropfentinktur mit Methylcobalamin zu bevorzugen und täglich in richtiger Dosis einzunehmen. Auf diese Weise kann ein B12-Mangel in kurzer Zeit sicher behoben und auch künftig vermieden werden. – http://www.hygeia.de/Bezugsquellen-Methylcobalamin

    Die größte Gefahr dieser B12-haltigen Zahnpasta besteht jedoch in dem Zusatz von Natriumfluorid. Mehr über die Giftwirkung dieser Chemikalie in meinem Buch „Fluor – Vorsicht Gift“: http://www.hygeia.de/fluor-vorsicht-gift

  • Theresia Zimmer sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    mit Interesse habe ich den Artikel über Vitamin B12 gelesen.
    Kann auch eine Schluckstörung mit einem Vitamin B12 Mangel
    zusammenhängen? Bisher wurde angenommen, dass die Schluckstörung
    mit einer Reizung der Speiseröhre (jahrelanges Erbrechen – Migräne bedingt)zusammenhängt. Vor zwei Monaten wurde eine Vitamin- und Mineralstoff-Analyse gemacht und ein sehr geringer Vitamin-B-12 Spiegel festgestellt.

    Ich danke Ihnen im voraus für Ihre Einschätzung und verbleibe

    Mit besten Grüßen

    Theresia Zimmer

    • igerhard sagt:

      Liebe Frau Zimmer,
      das ist durchaus möglich. Am besten die Spezialuntersuchungen auf Vitamin-B12-Mangel machen lassen, wie im Artikel angegeben, damit Sie wissen, wie hochdosiert Sie einsteigen müssen, um den Mangel rasch zu beheben. Bei der Vorgeschichte ist jedoch anzunehmen, dass auch noch andere B-Vitamine ergänzt werden müssen.
      Gute Besserung

  • Die Zufuhr von VitB12 geht seit kurzem ganz einfach, wissenschaftlich geprüft und nachgewiesen: Das Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) in Gießen führte eine Studie zur Wirksamkeit der neu entwickelten Vitamin-B12-Zahncreme der Biokosmetikfirma Sante durch. Das Ergebnis: Die ausschließliche Verwendung der vom VEBU initiierten Zahncreme über einen Zeitraum von fünf Wochen führte bei den etwa 90 Teilnehmern zu einer deutlichen Verbesserung des Vitamin-B12-Status.

    • igerhard sagt:

      Liebe Susanne,
      vielen Dank für die interesssante Information. Erstaunlich, dass Cyanocobalamin so gut über die Schleimhaut aufgenommen werden soll. Falls Du die Originalstudie hast, sende sie mir doch bitte zu. Was mich nicht gerade begeistert, ist das Fluorid in der Zahnpaste, dem ja viele Mediziner inzwischen sehr zurückhaltend gegenüber stehen. Ich persönlich empfehle jedenfalls fluoridfreie Zahnpaste.

  • Aus guten Gründen habe ich schon seit mehr als 15 Jahren jede Darmsanierung mit einer kontinuierlichen B12-Gabe – aber auch mit Zink und Mangan – kombiniert – für den Leber- und Nervenstoffwechsel wie für bzw. gegen Schleimhautprobleme usw.
    Als ich 1999 unser 3-SymBiose plus zur Dickdarmsanierung auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden vorstellte, gab es zunächst wegen der „Beigabe“ von Vitamin B5, B6, Folsäure, B12 und Vitamin D3 reichlich Diskussionen mit studienorientierten Kollegen, die erst durch ein schönes Statement meines alten Freundes Ohlenschläger erstickt wurden: Was wissen wir schon über die mannigfaltigen Synergismen im Körper?! Wenn eine breite Gabe lebensfähiger symbiontischer Keime mit oraler B12-Gabe kombiniert wird, kann selbst eine gestörte Magenschleimhaut wieder zu einem B12-resorbierenden Epithel werden!
    Umgekehrt gilt das leider auch für die Interaktionen der oft reichlich applizierten Medikamente bei Älteren: Bis zu 20 Präparate sind heute nach Krankenhausentlassungen „normal“! – Und leider weiß kaum ein Mediziner, dass diese Medikamente ihrerseits die Blutspiegel der B-Vitamin-Palette ebenso senken wie beispielsweise viele Spurenelemente und Elektrolyte verbraucht werden in der Entgiftung dieser Chemikalien.
    Allerdings sollte man nicht übersehen, dass die alleinige Gabe eines einzigen Vitamines gelegentlich kritisch werden kann. Nicht ohne Grund werden zumindest bei Ampullenpräparaten B12 und Folsäure gern kombiniert!

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