Das Zusammenleben mit einem psychopathischen Partner ist geprägt von verbalen Misshandlungen, permanenter Abwertung und emotionalen Erpressungen. Ein Happy End kann es nicht geben.

Leidtragende © *Hilly Kessler

Menschen mit psychopathischen Verhaltensweisen tragen kein sichtbares Mal auf ihrer Stirn, das ihre Mitmenschen alarmieren und vor ihren niederträchtigen Absichten warnen würde. Ganz im Gegenteil imponieren und verführen sie durch ein auffallend charismatisches Verhalten. Doch eine enge Berührung mit ihnen hat für Betroffene fatale Folgen.

In guten Beziehungen lebt man innig miteinander, in weniger guten nebeneinander und in psychopathischen gegeneinander.

Und aus diesem Gegeneinander in den Beziehungen mit einem Psychopathen gibt es kein Entrinnen. Für die Gewalt, die diese asozialen Menschen in ihrer frühen Kindheit erlitten haben, müssen stellvertretend ihre jetzigen Opfer büßen. Diese unbewussten Bestrafungsrituale lösen in den Tätern ein Gefühl lang ersehnter Gerechtigkeit aus. In solchen Beziehungen kann es für die Partner kein Happy End geben.

Im Gegenteil: Nach und nach treten Indoktrinationen, verbale Misshandlungen, permanente Abwertung, emotionale Erpressungen, der Anspruch nach Unterwerfung und vieles mehr an die Stelle der vermeintlichen Liebe. Die Negativspirale beginnt sich zu drehen, und die Betroffenen leiden bald unter Dauerstress bis hin zu sehr schweren körperlichen Erkrankungen.

Daran kann weder ein defensives Verhalten noch Überanpassung langfristig etwas ändern.

Leider wird in den seltensten Fällen die erlebte Gewalt vom Umfeld der Betroffenen überhaupt wahrgenommen. Denn psychopathische Charaktere verstehen es vorzüglich, ihre Angriffe so geschickt zu platzieren, dass sie vor den Augen der Familie, der Freunde und des restlichen Umfeldes geschickt verborgen bleiben.

Erste Schritte zu einem neuen Verständnis des psychopathischen Partners

Nur die intensive Auseinandersetzung mit dieser krankhaften Wesensstruktur wird den Leidtragenden helfen, sowohl die Komplexität als auch die Aussichtslosigkeit ihrer Beziehung zu begreifen. Denn was sich die Opfer bisher an Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und Lebensweisheit angeeignet haben, wird sie bei diesen Exemplaren nicht im Geringsten weiterbringen. Erst ein neues Wissen wird ihnen helfen anzuerkennen, dass sie es mit Menschen zu tun haben, die sich nicht der Wirklichkeit verpflichtet fühlen und sich deshalb in allen Lebensbereichen mit schweren Regelverletzungen gewissenlos über Sitte und Anstand hinwegsetzen.

Sie leben in einer selbstgeschaffenen, engen und moralfreien Zone, aus der sie ihre alleinigen Herrschaftsansprüche ableiten. 

Wenn den Opfern im Letzten klar wird, dass dieser Menschentyp kein Sich-Verschenken, kein Sich-Hingeben in die Hände eines anderen kennt, dafür aber plant, verführt und kontrolliert, um seine perfiden Bedürfnisse zu befriedigen, dann verspüren sie möglicherweise den ersten starken Impuls zum Handeln.

Für die Frau, die in einer Beziehung mit einem narzistischen Partner lebt, besteht die erste Aufgabe folglich darin, die Illusion zu verwerfen, dass sie zu irgendeiner Zeit jemals von ihrem Partner geliebt wurde und dass ihr Partner je der wundervolle Mensch war, den er so erfolgreich gemimt hatte. Dieses Wissen schafft eine solide Ausgangsbasis für eine realistische und hoffnungsvolle Perspektive.

Erfolgreiche Kommunikation mit narzistischem Partner

Zähne zeigen

Sind Sie persönlich betroffen, sollten Sie die Kommunikationsebene den gegebenen Verhältnissen anzupassen. Wenn Sie ganz und gar verinnerlicht haben, dass Ihr Partner Sie weder verstehen kann noch möchte, bedenken Sie die Sinnlosigkeit kräftezehrender Rechtfertigungen, Erklärungen, Bitten, Gefühlsausbrüche usw.

Stattdessen steht es Ihnen frei, Ihre Energie auf Ihren eigentlichen Weg und Ihr Ziel zu fokussieren; denn dass Auseinandersetzungen keine Ergebnisse, dafür aber jede Menge Verzweiflung bescheren, das haben Sie nur zu oft erfahren. Zugegeben – dies ist leichter gesagt als getan.

Aber es ist der Blick in die richtige Richtung, und Ihr Alltag wird weniger von schmerzhaften Enttäuschungen gekennzeichnet als von dem Glauben an die eigene Kraft, der Wertschätzung sich selbst gegenüber und der Aussicht auf ein Leben ohne emotionalen Missbrauch.

Eine beabsichtigte Trennung von einem psychopathischen Partner

Die Absicht, sich von einem psychopathischen Partner zu trennen, ist ein lobenswerter Anfang – aber noch lange kein Ergebnis. Denn sich von ihm zu lösen hat eine ganz eigene Dramaturgie, sprechen wir doch über Individuen, die bestrebt sind, das Leben anderer zu beherrschen. In ihren Vorstellungen sind ihre Partner ihr Eigentum, über das sie nach Belieben verfügen dürfen. Ein eigenständiger Rückzug würde in den meisten Fällen ihren Machtanspruch untergraben. Schließlich sind sie keine Persönlichkeiten, die verlassen werden, sondern jene, die andere verlassen. Ein Zurückbleiben käme einem schmerzhaften Gesichtsverlust gleich, der um jeden Preis unterbunden werden muss.

Demzufolge werden sie alles daransetzen, um nicht als die Verlassenen/Verlierer dazustehen. Die Handlungspalette, die sie dabei einsetzen, ist recht abwechslungsreich. Sie zieht sich frei nach dem Modell von Zuckerbrot und Peitsche, von Schmeicheleien über das Erzeugen von Schuldgefühlen, Mitleidsbekundungen usw. bis zu handfesten Drohungen hin – je nachdem, was die beste Wirkung verspricht. Entscheidend ist jedoch nicht, was Ihr Quälgeist aus dem Hut zaubern wird, sondern dass Sie bereits im Vorhinein jede Aktion voraussagen, möglichst leidenschaftslos darauf reagieren und mehr und mehr bei sich und Ihrer Absicht bleiben können.

Trennung mit gemeinsamen Kindern von einem psychopathischen Partner

Besonders schwierig kann eine Trennung werden, wenn gemeinsame Kinder aus der Beziehung hervorgegangen sind. Viele Opfer wagen keine Scheidung, weil sie sich fürchten, dass es bei den Umgangswochenenden zu Gewaltaktionen oder anderen Übergriffen kommen könnte und sie ihre Kinder dann nicht mehr beschützen können.

So halten sie aus der Not heraus die Beziehung so lange aufrecht, bis die Kinder alt genug sind, um sich einigermaßen zu wehren oder glaubhaft von ihren Erlebnissen berichten können. Das ist eine selbstlose und große Bürde, die sie zu tragen bereit sind und die viel Respekt verdient. Allerdings ist dies nicht immer machbar und eine Trennung kann unausweichlich sein.

Der Kampf mit Institutionen

Dann stehen Betroffenen sehr wahrscheinlich viele Streitigkeiten im Umgang mit Institutionen ins Haus. Psychopathische Persönlichkeiten bieten meist ihr ganzes Repertoire auf, um einen Sieg davonzutragen. Sie kennen kein werteorientiertes Handeln und sind von keinerlei Schuldgefühlen geplagt. Es fällt ihnen leicht, ihre Kinder zu instrumentalisieren und als größte Waffe einzusetzen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Eine Betroffene berichtet

Langer Weg

Während der Trennungsphase hatte ich mir gerade von öffentlichen Stelle professionelle Hilfe erhofft. Doch schnell wurde mir klar, dass auch sie vom Kindesvater vereinnahmt wurden, bevor meine Tochter (damals 9 Jahre) und ich auch nur die Gelegenheit hatten, ein einziges Wort zu sagen. Ganz gleich, wohin wir kamen, wir kamen zu spät. Er wartete nie ab, bis er eine Einladung oder eine Terminabsprache erhielt. Er handelte immer vorausschauend und zielorientiert. Und bevor ich auch nur A sagen konnte, hatte er schon B gesagt.

So begrüßte mich bei meinem ersten Jugendamtstermin die Mitarbeiterin mit den Worten: „Von Ihnen hat mir Ihr Ex-Mann schon genügend berichtet. Aber bei mir können Sie mit Ihren Lügen nicht landen.“ Ich wurde von einer Person, die nicht ein einziges Wort mit mir oder meiner Tochter gesprochen hatte, verurteilt und abgekanzelt. Ich war so überrumpelt, dass ich von nackter Panik ergriffen wurde. Als ich die Türe hinausging, war ich traumatisiert. Ich kann es nicht anders nennen.

Die Verfahrensbeiständin, die meiner Tochter zugewiesen wurde, wusste auch „über alles“ Bescheid, als sie zu uns nach Hause kam. Bereits nach einer halben Stunde teilte sie mir mit, dass sie den Eindruck habe, dass die Tochter bei dem Vater besser aufgehoben sei. Dass meine Tochter ihr selbst versicherte, dass sie Angst vor ihm habe und er gemein zu ihr ist, antwortete sie: „Das ist ungerecht, was du da sagst. Dein Papa hat dich sogar sehr lieb und ich soll dich auch sehr herzlich von ihm grüßen.“

Bei Gericht lief es auch nicht besser. Ich habe mir nie etwas zuschulden kommen lassen und wurde herablassend als hysterische Mutter behandelt. Ich liebe meine Tochter und war immer für sie da und habe sie unter Aufbietung aller meiner Kräfte vor dem Vater beschützt. Denn wenn er überhaupt Notiz von ihr nahm, dann nur für sein eigenes Image, oder um seine Bosheit auszuleben. Er schrie mich an, wenn sie krank war (beispielsweise 40 Grad Fieber) und ich zum Arzt gehen wollte. Dann fuhr er schnell mit dem Wagen weg oder versteckte die Schlüssel. Er verbot mir von der 1. Klasse an, mit ihr zu lernen und sie bei den Hausaufgaben zu begleiten, in der Hoffnung, dass sie scheitert und er sie auslachen und bestrafen konnte. Auch wollte er verhindern, dass sie das Abitur macht, weil er kein Studium finanzieren wollte.

Auch setzte er sie bewusst schon als Kleinkind lebensgefährlichen Situationen aus mit der Begründung, dass sie von Anfang an lernen müsse, was Gefahr bedeute. Er sah ihr beispielsweise erwartungsvoll zu, wie sie als Krabbelkind auf die Kellertreppe zusteuerte. Im letzten Augenblick konnte ich sie noch vor dem Sturz bewahren, weshalb er hoch aggressiv wurde. Oder er stieß sie im Alter von drei Jahren unvermittelt aus dem Schlauchboot, damit sie schwimmen lerne, ließ keine Gelegenheit verstreichen um durchzusetzen, dass das Kinderzimmer, in dem sie sich, wenn er zu Hause war, immer aufhalten musste, auch im kältesten Winter nicht beheizt werde solle, um sie angeblich abzuhärten usw. usw.

Ich konnte ihn von Anfang an keinen Moment mit ihr alleine lassen. Und dann erklärt mir ein junger Richter, dass gerade die entspannte väterliche Art mit unserer Tochter umzugehen für ihre Entwicklung positiver sei und das Selbstvertrauen mehr stärke als eine überbehütende und ängstliche Mutter. Und ich soll mir ein Beispiel am Vater nehmen und mir ruhig einmal etwas sagen lassen. Meine Anwältin schwieg die ganze Zeit über, und ich fühlte nur noch Einsamkeit, Ungerechtigkeit und eine furchtbare Angst. Ich musste damit rechnen, dass unsere Tochter dem Vater zugesprochen wird.

Nicht besser erging es mir in der Mediation, die der Richter unmissverständlich „empfohlen“ hatte. Die Mediatorin, eine junge Frau, die von meinem Ex-Mann wie eine Königin hofiert wurde, sagte wörtlich: „Schauen Sie sich doch den Vater an. Sieht so ein Mensch aus, vor dem ein Kind sich fürchten muss? Ich weiß nicht, warum Sie mir einreden möchten, dass Ihre Tochter ihn nicht lieben und sich sogar fürchten würde. Sie müssen unterscheiden lernen zwischen der Paarebene, auf der Sie sich noch immer befinden, der Elternebene und der Kindesebene. Und im Moment verweigern Sie gerade Ihrer Tochter ihr Recht auf ein zärtliches Verhältnis zu ihrem Vater.

Schlechter Traum

Ich dachte, das muss ein schlechter Traum sein und jeden Moment müsste der Wecker klingeln. Aber es war kein Traum. Es war wirklich.

Im Nachhinein habe ich erkannt, dass ich ein Teil dieses Systems bin. Ich hatte mich vornehm zurückgehalten, Einzelheiten konkret zu benennen und mich lediglich auf Anschuldigungen gerechtfertigt. Ich hatte darauf vertraut, dass jeder geistig gesunde Mensch diese Intrigen und Lügen von alleine durchschauen würde und hatte Angst, dass alles nur noch schlimmer werde, wenn ich von seiner dunklen Seite berichte. Mein Ex-Mann hatte aber gerade durch diese Haltung freie Bahn. Ich hatte ihm noch den Weg geebnet.

Ich hatte nicht die Jugendamtsmitarbeiterin auf ihre Parteilichkeit angesprochen, hatte ihr nicht ihre Professionalität abgesprochen und um eine Erklärung in Gegenwart ihres Vorgesetzten gebeten. Ich hatte auch nicht die Verfahrensbeiständin zurechtgewiesen, dass sie keine Gutachterin sei und auch keine Kompetenz besitze, sich ein Urteil anzumaßen. Ich hatte ihr nicht gesagt, dass sie sich auf ihren Aufgabenbereich konzentrieren solle, und diesen ordentlich ausfüllen, oder die Beistandschaft augenblicklich niederzulegen.

Ich hatte mich immer nur gerechtfertigt, mich gefürchtet, aber nicht gehandelt. Das habe ich erst später in Beratungsgesprächen gelernt. Aber noch etwas Wichtiges habe ich gelernt: dass der Vater nur deshalb so stark werden konnte, weil ich Angst hatte. Meine Erfahrung, dass die Menschen ihm zunächst glauben und mir nicht, hatte mich damals handlungsunfähig gemacht. Inzwischen hat sich vieles zum Besseren gewendet. Der Kindesvater sieht sich immer noch als Übermensch, aber nun, da ich wehrhaft geworden bin, keine Angst mehr zeige, nicht das geringste Entgegenkommen bringe, kein einziges unnötiges Wort mehr wechsle, jetzt, wo auch meine Tochter gelernt hat, ihm zu sagen, was sie von ihm hält, verliert er mehr und mehr die Lust daran, sie zu sehen und geht zusehends auf Abstand. Es reicht ihm meistens, wenn sie ihm ab und zu ein Bild auf sein Handy schickt, das er dann als Bestätigung für sein angeblich so tolles Verhältnis herumzeigen kann.

Fazit

Diese Geschichte ist beispielhaft für psychopathisches Verhalten und den damit verbundenen extremen Folgen. Erst wenn ihnen klar wird, dass dieses ganze System nur darauf basiert, dass sie sich als Verlierer fühlen, kann das bis dahin funktionierende Gefüge eine Wandlung erfahren. Ich möchte Sie ermutigen, wieder aufzustehen, an sich zu glauben und Ihr Leben nicht kampflos kranken Menschen zu überlassen, die Ihr Glück bewusst sabotieren und von starkem Vernichtungswillen getrieben sind. Ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben ist und bleibt eine unverhandelbare Position.

Über die Autorin

Bärbel Mechler, geboren 1958, ist ausgebildete Heiltherapeutin und Kommunikationstrainerin.

Sie berät und begleitet seit über zehn Jahren sehr erfolgreich Opfer psychopathischer Angriffe in Beziehungen.

Sie lebt in der Nähe von Heidelberg. Über ihre Webseite bietet sie schnelle und unkomplizierte Hilfe auch per Telefon an.

Dabei berät sie nicht nur bzgl. der Kommunikation mit Ihrem Partner sondern unterstützt auch bei der Auseinandersetzung mit Rechtsanwälten und Behörden.

Ihr erstes Buch „Von Psychopathen umgeben“ ist inzwischen mehrfach und auch international aufgelegt.

Kontakt

Bärbel Mechler
Tel: 06202-5781172
kontakt@psychopathen.info
www.psychopathen.info

*Frau Dr. Hilly Kessler ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin. Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

www.hillykessler.com

Buchvorstellung von der Redaktion

Mein (Ex-)Partner ist ein Psychopath

Wege aus der Opferfalle

Psychopathen können Ihnen überall begegnen. Nicht nur in der Partnerschaft, auch am Arbeitsplatz können Sie Ihnen hilflos ausgeliefert sein. Und natürlich müssen sie nicht männlich sein. In diesem Artikel hat sich die Autorin Bärbel Mechler auf Psychopathen in der Partnerschaft fokussiert, aber in Ihrem Buch „Mein (Ex)Partner ist ein Psychopath. Wege aus der Opferfalle“ beschreibt sie ganz allgemein die Wesensstruktur eines Psychopathen und erklärt die Entstehung seines asozialen Verhaltens. Sie ermutigt das leidende Opfer, gegen eigene Schuldgefühle anzukämpfen, die meist durch eine verhängnisvolle Erziehung zur Erduldung erworben wurden.

Im zweiten Teil des Buches gibt sie dem Leidenden Aufgaben auf, mit denen in kleinen Schritten Grenzen gesetzt und Ängste besiegt werden können. Sie gibt Hinweise, wie man mit einem Psychopathen geschickt kommunizieren kann, und wie es gelingen kann, Nein zu sagen, ohne provokativ zu wirken. Die Beispielsätze sind sehr einprägsam. Die möglichen Interaktionen werden anschaulich ergänzt durch viele Fallbeispiele und Berichte von Betroffenen.

Im dritten Teil des Buches geht die Autorin sehr praktisch vor, erklärt, wie man mit den Institutionen umgehen muss, welche Strategien bei Gericht erforderlich sind, wie man sich dem Jugendamt gegenüber verhalten muss, wenn um Kinder gestritten wird, und wie man Kosten einsparen kann.

Sehr ermutigend auch der letzte Teil des Buches, die Autorin nennt ihn „Wegweiser in eine neue, erfüllende Beziehung“. Denn schließlich muss frau ja nicht alle Fehler wiederholen. Und zu guter Letzt plädiert sie für Vergebung. Denn in der Vergangenheit hängen zu bleiben und entweder den schuldigen Partner zu verdammen oder immer wieder sich selber als schuldhaft hinzustellen, verhindert einen Neuanfang. Frau Mechler beschreibt es sehr schön, dass alle Erfahrungen unseres Lebens und Menschen, mit denen wir zu tun haben, wie Fäden in einem Teppich sind, dessen Muster wir nicht kennen. So betrachtet war auch der psychopathische Partner nur ein Stück Faden, der wahrscheinlich für das seelische Wachstum von Bedeutung war.

Ein hilfreiches und sehr anrührendes Buch sowohl für Menschen, die sich mit einem psychopathischen Partner auseinandersetzen müssen, als auch für Angehörige und Freunde, um Verständnis für die Verstrickungen in solchen Beziehungen zu bekommen und Hilfestellung geben zu können.

Haben auch Sie Erfahrungen mit einem Psychopathen? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar!

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