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Wie die geheimnisvolle HPU chronisch krank macht

Von | 16. Oktober 2014 – 23:22 51 Kommentare 68.096 AufrufeDrucken

Die Stoffwechselstörung Hämopyrrollaktamurie (HPU) führt zu Verlusten an aktivem Vitamin B6, Zink und teilweise auch Mangan. Dadurch ist unsere körpereigene Entgiftung gestört. Dies kann zu gravierenden körperlichen Beschwerden führen.

Geheimnisvolle Krankheit, Portrait der Frauenärztin und Künstlerin *Dr. Hilly Kessler

Geheimnisvolle Krankheit, Portrait der Frauenärztin und Künstlerin *Dr. Hilly Kessler

Oft werden Frauen wegen Zyklusstörungen, prämenstruellem Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen oder gar Unfruchtbarkeit behandelt, ohne dass erkannt wird, dass eine Störung des Stoffwechsels hinter diesen Beschwerden steht. Diese Stoffwechselstörung nennt man Hämopyrrollaktamurie, abgekürzt HPU.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, wie Sie herausfinden können, ob Sie unter einer HPU leiden. Und wenn das der Fall sein sollte, dann ist das kein Grund unglücklich zu sein, sondern im Gegenteil: dann finden Sie hier gleich Mittel und Wege, endgültig Ihre Beschwerden loszuwerden, auch wenn Sie unter Umständen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel einnehmen müssen.

Was ist HPU?

Das Wort Hämopyrrollaktamurie besagt, dass bei der Synthese (= Zusammenfügung) des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin etwas nicht regelrecht abläuft. Dies zieht vier problematische Folgen nach sich:

  1. Es kommt zu einer Störung bei der Bildung von Häm, dem Zentrum des Hämoglobins. So wie das Hämoglobin für die Versorgung des Blutes mit Sauerstoff sorgt, ist das Häm u.a. für die Sauerstoffversorgung der Muskulatur zuständig. Es spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel und wird für die Entgiftung benötigt.
  2. Bei der Stoffwechselstörung HPU entsteht neben „richtigem“ Häm auch eine gewisse Menge „falsches“ Häm, das schädlich ist, wenn es sich im Körper ablagert. Der Körper bindet dieses „falsche“ Häm an Vitamin B6 und Zink, teilweise auch an Mangan, um sie über den Urin ausscheiden zu können.
  3. So gehen diese wichtigen Vitalstoffe verloren, und das zum Teil über lange Zeit und in größerer Menge. Da diese Vitalstoffe für zahlreiche gesunde Körperabläufe benötigt werden, ist ein Mangel daran ein ernsthaftes Problem. Bedingt durch den Mangel an Zink, Vitamin B6 und Mangan können zahlreiche Vorgänge im Körper sowie die körpereigene Entgiftung nicht mehr richtig ablaufen.
  4. Die Fähigkeit des Körpers, sich selbst zu entgiften, wird durch den Mangel an wertvollen Mikronährstoffen beeinträchtigt. Und das kann enorme Konsequenzen haben. Gerade im gynäkologischen Bereich ist bekannt, dass Belastungen mit giftigen Schwermetallen die Ursache für zahlreiche Störungen und sogar Erkrankungen sein können. Eine Entgiftungsstörung als Folge der HPU kann zahlreiche Beschwerden nach sich ziehen.

Häufigkeit der HPU

Mindestens 10 % aller Frauen sind nach aktuellem Stand der Daten von der HPU betroffen, dagegen nur etwa 1 % der Männer. Bei (chronischen)Erkrankungen ist der Anteil wahrscheinlich viel höher.

Was sind die Folgen der HPU?

Der Körper muss fortwährend in der Lage sein, Substanzen zu entgiften, zum Beispiel Nahrungsbestandteile oder freie Radikale, Umweltgifte, Bausteine von Hormonen oder auch Medikamente. Die Fähigkeit zu entgiften ist ein wesentliches Element für die Gesundheit. Da durch die HPU wesentliche Faktoren für unsere tägliche Entgiftung fehlen, bewirkt sie eine Störung der Entgiftungsleistung. Das kann sehr problematisch sein und das betrifft natürlich nicht nur Frauen, sondern auch Männer sowie Kinder beiderlei Geschlechts.

Wir wissen heute, dass Belastungen durch Umweltgifte, wie zum Beispiel Quecksilber, zu zahlreichen Symptomen, Erbgutveränderungen, Enzymdefekten und sogar zu einer Schädigung der Mitochondrien führen können. Mitochondrien sind die Kraftwerke in unseren Zellen, die die wichtige Aufgabe haben, aus Nahrung Energie bereit zu stellen. Von HPU betroffene Patientinnen haben oft ein großes Defizit an Energie und sind psychisch wenig belastbar. Dies kann auch mit einer Schädigung der Mitochondrien zusammenhängen.

Diese Verluste an wichtigen Mikronährstoffen sowie die Entgiftungsstörung können nicht allein über die Nahrung ausgeglichen werden. Häufig bleibt das Problem unentdeckt und die Mängel werden im Laufe der Jahre immer gravierender. So kann die Grundlage für zahlreiche Beschwerden entstehen.

Gynäkologische Beschwerden bei HPU

Allgemeine Beschwerden, die auf eine HPU hinweisen

  • morgendliche Übelkeit mit und ohne Schwangerschaft

    Nägel mit weißen Flecken

  • blasses Gesicht
  • weiße Flecken in den Fingernägeln
  • Erschöpfung
  • Anämie (Blutarmut)
  • keine Erinnerung an Träume
  • Stress wird schlecht vertragen
  • schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • Licht- und Geräusch-Überempfindlichkeit
  • verminderte Muskelbildung
  • Unterzuckerung (Hypoglykämien)
  • Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, Reizdarm

Beteiligung der HPU bei weiteren Krankheitsbildern

  • Schilddrüsenüber- und Unterfunktion
  • Ängste, Panikstörungen
  • Abhängigkeiten von Substanzen
  • Autismus
  • Psychosen
  • Gelenkbeschwerden und Bandscheibenerkrankungen
  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • primäre biliäre Zirrhose (Autoimmunerkrankung der Leber)

Wie bekommt man eine HPU?

Die HPU ist eine Stoffwechselvariante, die familiär gehäuft auftritt und genetisch bedingt ist. Ein Hinweis auf das Vorliegen einer HPU in der Familie kann beispielsweise sein, dass die Mutter von einer Schilddrüsenerkrankung oder einer psychischen Problematik betroffen ist. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass es auch erworbene Formen gibt. So berichten Dr. med. Bodo Kuklinski über Halswirbelsäulen-Traumata und Prof. Dr. med. Armin E. Heufelder über Schwermetallbelastungen als Auslöser für eine HPU. Auffällig ist, dass zehnmal so viele Frauen von der HPU betroffen sind wie Männer, es scheint sich also um eine frauenspezifische Stoffwechselstörung zu handeln.

Schwermetallbelastung und HPU – eine unheilvolle Kombination

Schwermetalle sind dafür bekannt, dass sie Gen- und Enzymdefekte verursachen. Sie können daher an der Entstehung von HPU beteiligt sein. Umgekehrt führt HPU durch eine Verminderung der körpereigenen Entgiftungsleistung zur Anhäufung von Schwermetallen und anderen toxischen Stoffen im Körper. So blockieren Schwermetalle und HPU gemeinsam die Detoxifikation. In der Praxis ist es entscheidend, eine zuverlässige Diagnostik der HPU durchzuführen und diese mit den fehlenden Mikronährstoffen zu therapieren.

Wie stellt man eine HPU fest?

24-Std.-Urin-Sammelbehälter, © Doris Heinrichs – Fotolia.com

Bisher wurden toxische Belastungen anhand von Pyrrolverbindungen im Urin nachgewiesen. Der hierfür verwendete Kryptopyrroltest (KPU) ist jedoch als Testverfahren nicht gut geeignet, um spezifische Stoffwechselstörungen nachzuweisen. Der seit dem Jahr 2000 verfügbare und sehr viel genauere HPU-Test® wurde eigens dafür entwickelt, ganz spezifische HPL-Komplexe (Hydroxyhämopyrrol-2-1) zu messen, die nur und ausschließlich bei HPU gebildet werden. HPU ist also nicht identisch mit KPU, auch wenn die beiden Begriffe manchmal fälschlicherweise gleichgestellt werden.

Vorteil dieses neuartigen Testverfahrens ist, dass auch sogenannte Abendausscheider mit Hilfe des 24- Stunden-Urins gefunden werden können. Bei ihnen kommt es – bedingt durch den bestehenden Mangel an Mikronährstoffen – erst durch die mit der Hauptmahlzeit aufgenommenen kleinen Mengen Zink und Vitamin B6 zu einem kurzfristigen Ausscheiden der HPL-Komplexe ca. 2 Stunden nach dem Essen. Beim Erwachsenen sowie bei chronisch kranken Kindern sollte der 24-Stunden-HPU-Test® durchgeführt werden. Bei kleinen Kindern, die nicht chronisch krank sind, genügt der Test im Morgenurin. Wichtig ist, 10 Tage vor Durchführung des Tests keine B-Vitamine und kein Zink extra zuzuführen, das kann den Test verfälschen.

In Deutschland gibt es ein HPU Kompetenzzentrum, nämlich die Firma Heidelberger Chlorella GmbH. Von dort kann man sich den HPU-Test® kostenfrei zusenden lassen. Die Durchführung des HPU-Tests® im Labor kostet für den 24-Stunden-Test ca. 66 Euro, für den Morgenurin ca. 54 Euro.

Therapie der HPU

Mikronährstoffe

Mikronährstoffe

Therapiert wird die HPU ausschließlich mit Mikronährstoffen, also Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die fehlenden Mikronährstoffe sollten ersetzt werden, allen voran die aktive Form des Vitamin B6 (P5P) mit ca. 50 mg pro Tag für einen Erwachsenen, zusätzlich Zink und bei Mangel auch Mangan. Die Erfahrung in der Praxis zeigt immer wieder, wie wichtig es ist, das aktive Vitamin B6 zu verwenden und nicht die inaktive Form. Auch die weiteren Vitamine der B-Familie sollten supplementiert werden, zusätzlich zu weiteren Mikronährstoffen, die im Mangel sind. Beim HPU-Patienten liegen oft Defizite von zahlreichen Mikronährstoffen vor.

Auch zusätzliche entgiftende Maßnahmen, zum Beispiel der Einsatz von Chlorella, sind eine wichtige Option.

In Deutschland gibt es ein Produkt zur Behandlung von HPU mit genau diesen Mikronährstoffen unter dem Namen B-Life Protect® für Erwachsene oder B-Life Protect Mini® für Kinder ohne Mangan. Die Mikronährstoffe müssen oft auf Dauer ersetzt werden, da sie fortwährend verloren gehen. Die genaue Dosis und Anwendung sollte individuell mit einem Therapeuten abgestimmt werden, der sich mit diesem speziellen Gebiet auskennt. Die Therapiekosten mit B-Life Protect® belaufen sich auf etwas weniger als 1 Euro pro Tag.

Bei bestehender HPU Diagnose lohnt es sich, den Alltag auf diese Stoffwechselbesonderheit abzustimmen: Nahrungsmittelunverträglichkeiten beachten, Zähne mit verträglichem Material sanieren, Vorsicht walten lassen bei Medikamenteneinnahme, kritisch umgehen mit Impfungen, überwiegend basische Kost und auf eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen achten.

Die HPU-Therapie ist oft ein wichtiger Schritt in Richtung Gesundheit

Ich habe schon viele Menschen – vor allem Frauen – durch die HPU-Therapie begleitet. Immer wieder habe ich dabei gesehen, dass sich allein durch die Behandlung mit Mikronährstoffen schon sehr Vieles lösen lässt und Besserung zu erreichen ist. Das betrifft psychische Erkrankungen gleichermaßen wie frauenspezifische Probleme und chronische Erkrankungen. So ist die Diagnosestellung der HPU oft ein erster ganz wichtiger Schritt in Richtung Gesundheit.

Seminare

HPU-Seminare für Therapeuten mit Frau Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch und Frau Dr. rer. nat. / Heilpraktikerin Tina Maria Ritter. Termine und Infos unter www.baumeister-jesch.de, www.naturheilpraxis-docritter.de

Buchempfehlung

Stoffwechselstörung HPU

Für Patienten und Therapeuten. Diagnose, Vitalstoffe und Entgiftung bei Hämopyrrollaktamurie

Dr. Tina Maria Ritter & Dr. Liutgard Baumeister-Jesch, VAK Verlag, Kirchzarten 2014, ISBN 978-3-86731-152-6.

In diesem Leitfaden werden biochemischer Hintergrund, Diagnostik und Therapie der HPU anschaulich und verständlich dargestellt. Auf Folgeerkrankungen, wie z.B. Störungen im gynäkologischen Bereich, Schilddrüsenerkrankungen, psychische Erkrankungen und viele weitere gehen die Autorinnen ausführlich ein. Vor allem aber werden die Zusammenhänge zwischen HPU und Entgiftungsvorgängen ausführlich erläutert. Dies ist auch von besonderer Bedeutung für die Therapie der HPU.

Über die Autorin

Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch ist Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin und hat viele Jahre als ärztliche Psychotherapeutin in Institutionen und in eigener Praxis gearbeitet. Sie hat sich intensiv weitergebildet in den Bereichen orthomolekulare Medizin, mitochondriale Medizin sowie Entgiftung und Ausleitung und ist zudem zertifizierte Vitalstofftherapeutin. 2010 hat sie das Private Institut für Biophysiologie gegründet und widmet sich seither der Forschung und Lehre im Bereich HPU. Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt bei Heidelberg.

Kontakt

Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

Privates Institut für Biophysiologie GmbH
Burgunderweg 28
D-69493 Hirschberg
Tel 06201-8788082
Fax: 06201- 8788083
E-Mail: info@baumeister-jesch.de
www.baumeister-jesch.de

Über die Künstlerin

*Frau Dr. Hilly Kessler ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin. Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

www.hillykessler.com

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51 Kommentare »

  • Varuna sagt:

    Guten Tag,

    eine Frage beschäftigt mich sehr. Wenn man längere Zeit die individuell benötigten Nahrungsergänzungsmittel (P5P, Mangan, Zink usw.) zu sich nimmt, warum wird dann irgendwann kein HPL Komplex mehr ausgeschieden? Der HPL Komplex heftet sich doch an P5P, Mangan und Zink. Woran heftet er sich dann? Oder wird er durch die nötigen NEM´s gar nicht mehr produziert?

    LG Varuna

  • Christiane sagt:

    Guten Tag Frau Baumeister-Jesch.
    bei mir würde im Januar hpu diagnostiziert. Ich nehme Depyrol Basis u. Depyrol Multivitamin (je 1 pro Tag). Seit 4 Wochen sind meine Hände angeschwollenen. Nun habe Schwellungen an beiden Füßen. Kann hier ein Zusammenhang bestehen? Eine Bekannte meine mein Lymphsystem könnte überfordert sein. Haben Sie einen Tip? Einweitere Frage: ist es sinnvoll einen Test weg. Borreliose vorzunehmen? Vielen Dank

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Christiane,

      einen Zusammenhang mit einem überforderten Lymphsystem würde ich dann sehen, wenn es in direktem zeitlichen Zusammenhang zur Einnahme der Mittel steht. Das scheint mir hier nicht gegeben zu sein (Januar oder Februar Start der Einnahme, geschwollene Finger seit April/Mai).

      Geschwollene Hände weisen in der Tat auf Wassereinlagerungen hin. Wir finden das häufig bei einer Störung in der Schilddrüsen/Nebennierenachse bzw. einer Unverträglichkeitsreaktion auf Nahrungsmittel. Ein HPU-Screening Test (Bluttest) wäre meines Erachtens sinnvoll, um das Thema zu untersuchen.

      Beste Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Melina sagt:

    Ich wollte mich erst einmal für die sehr hilfreich Website bedanken.ich bin 15 Jahre alt und leide seit 3 Jahren unter Hpu,dies habe ich erst letztes Jahr erfahren …. ich leide seit 3 Jahren fast unter täglicher (starken) Übelkeit (dies ist meine stärkste beschwerde).
    Ich habe 6 Monate lang toxaprevent pure und Butyrate genommen,um die Darmflora aufzubauen,doch mir wurde nicht gesagt das die Tabletten Einnahme zu lange war. Momentan nehme ich Quercetine,Meda-Stim,Bio Vitaal und Depyrrol, doch ich kann das depyrrol nicht vertragen.
    Ich weiß nicht welche Medikamente ich noch dazu nehmen muss damit es mir besser geht,leider habe ich kein Vertrauen mehr zu meiner Ärztin doch mir bleibt nichts anderes übrig,denn sie ist die einzige die Hpu behandelt.

    Ich hoffe sie können mir irgendwie helfen,sie sind wirklich die letzte Hoffnung die ich habe

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Melina,

      das klingt ja nicht so schön. Übelkeit kommt allerdings sehr häufig vor bei HPU und kann verschiedene Ursachen haben. Wenn die Übelkeit nur nach Depyrrol Einnahme kommt: das passiert in der Regel bis zu 1 Stunde danach, dann verschwindet die Übelkeit sofort, wenn man eine Kleinigkeit isst (aber kein Obst).

      Das Depyrrol bitte nie nüchtern einnehmen, dann wäre die Übelkeit sogar normal. Du kannst auch ausprobieren, für eine Zeitlang zwischendurch die Dosierung von Depyrrol zu halbieren. Dann achte doch mal darauf, ob sich an der Übelkeit etwas ändert. Das ist natürlich nicht als Dauerlösung gedacht, sondern nur für zwischendurch zum Ausprobieren.

      Die Übelkeit kann auch ein Hinweis auf eine bestehende Glutenunverträglichkeit sein. Wurde das untersucht? Die KEAC bietet hierzu einen sogenannten Screening-Test an. Weizen würde ich aus der Ernährung sowieso komplett streichen. Nun kannst Du ausprobieren, ob die Übelkeit weniger wird, wenn Du komplett auf Dinkel z. B. umsteigst oder wenn Du Dich glutenfrei ernährst.

      Last but not least kann eine Übelkeit auch durch Probleme mit dem Nacken ausgelöst werden. Auch das sollte therapeutisch abgeklärt werden über ein sogenanntes Nitrosatives Stress Profil (bieten mehrere deutsche Labore an).

      Dann wäre die zusätzliche Einnahme von Vitamin B12 und anderen Mikronährstoffen angezeigt.

      Alles Gute und herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Maschu sagt:

    Hallo Frau Baumeister-Jesch,
    nach meinem Kenntnisstand kann der HPU Test nur bei Dr. Kamsteeg gemacht werden und alle Tests in Deutschland sind KPU Tests. Es wird aber immer wieder das Gegenteil behauptet. Wenn ich richtig liege, gibt es dazu eine verlässliche Quelle/Aussage? Ich finde es insgesamt nicht hilfreich, dass nur ein Labor den Test durchführt, auch in Hinblick auf die Anerkennung von HPU, wenn es aber so ist, wäre eine verlässliche Quelle gut.

  • Sonja sagt:

    Vielen Dank für Ihren informativen Artikel. Zu dem empfohlenen Kombi-Produkt B-life habe ich eine Frage: Sollten Vitamine und Zink, bzw. Mangan nicht immer zeitversetzt eingenommen Werden? Und wie verhält sich das bei dem Chlorella Produkt, was muss hier bedacht werden? Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Schönen guten Tag Sonja,
      mit den therapeutisch eingesetzten Mikronährstoffen gehe ich immer möglichst pragmatisch um. Auch wenn es vielleicht noch besser wäre, Zink immer abends spät zu nehmen, gebe ich gerne alles gemeinsam (soweit irgend möglich). Komplizierte Einnahmekonstruktionen halten die wenigsten auf Dauer durch. Nach aller Erfahrung wird die Kombination aus aktivem Vitamin B6, Zink, Magnesium und ggf. Mangan ganz gut resorbiert. Daher verwende ich es als Kombimittel morgens und/oder mittags. Chlorella sollte tatsächlich am besten mit ca. 4 Stunden Abstand zu o.g. Mikronährstoffen und zu Medikamenten eingenommen werden.
      Mit den besten Wünschen
      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Tigerlilly sagt:

    P.s.

    Ich will keinesfalls behaupten, daß diese Methode ein Allheilmittel ist.
    In meinem Fall hat es jedoch geholfen und schaden kann es definitiv nicht.
    Okay, es kostet am Anfang Selbstdisziplin, zusätzlich Zeit (tägliches Zubereiten der Nahrung macht allerdings auch Spaß) und Geld, das kosteten die Nahrungsergänzungsmittel meiner Supplementierung allerdings auch,da die PKV trotz med. Indikation keine Kosten übernahm….

  • Tigerlilly sagt:

    Hallo

    Bei mir wurde vor gut 2 Jahren ein schwerer Fall von HPU diagnostiziert, da ich schon lange unter Symptomen wie Erschöpfung, keinerlei Traumerinnerung, schlechtem Kurzzeitgedächtnis und extremen Zyklusstörungen litt.
    Mein Arzt begann mit der üblichen Supplimentierung,jedoch nur mit geringem Erfolg, die regelmäßigen Blutkontrollen lieferten nicht die gewünschten Ergebnisse. Es hieß, ich solle u.U. meine vegetarisch/vegane Lebensweise aufgeben, da sie mich zusätzlich belasten könnte.
    Vor 3 Monaten hatte ich dann, eigentlich aus einer Laune heraus, die Idee mein Leben zu ändern und seitdem verzichte ich auf Weizen, raffinierten Zucker, Soja (war vorher eine meiner größten Eiweißquellen) und vorverarbeitete Lebensmittel.
    Meine letzte Blutuntersuchung von vor 3 Wochen konnte keinerlei Mangel an Nährstoffen und B-Vitamin mehr nachweisen, der HPU Test der letzten Woche war negativ…
    Ich träume wieder, fühle mich gut und habe schon zum 2. Mal meine Periode nach exakt 29 Tagen bekommen.
    Manchmal kann es so einfach sein.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Tigerlilly,
      gratuliere! Die „Laune heraus“ war Dein Bauchgefühl, finde ich super! Unverarbeitete Lebensmittel, frische und regionale Lebensmittel, Alternativen zu Weizen und Soja, wenige einfache Kohlenhydrate und gute Fette und Öle, damit kann (fast) jeder gesund oder zumindest deutlich besser werden. Alles Gute und danke fürs Berichten!

    • Anita sagt:

      Hallo Tigerlilly,
      wurde bei dir ein HPU-Test durchgeführt oder nur nach Symptomen diagnostiziert? Ernährst du dich weiterhin vegetarisch oder sogar vegan?
      Alles Gute dir weiterhin :)
      Liebe Grüße
      Anita

  • Anda sagt:

    Hallo,

    könnte vielleicht der Vitamin-B Komplex von Hauer Naturprodukte helfen?

    Viele Grüße

  • Anne sagt:

    Erst einmal meinen herzlichen Dank für diese informative Seite.
    Auch ich habe die vielfach beschriebene Arzt Odysse hinter mir…
    Seit 10 Tagen weiß ich nun definitiv, dass ich unter HPU leide, nachdem bereits der Selbsttest der KEAC eine Offenbarung war. Außer der HPU ist seit ca. 15 Jahren eine Hashimotothyreoiditis bekannt, in der Zwischenanamnese ergab sich außerdem ein verfrühter Eintritt in die Perimenopause (Diagnose: kurz nach dem 40. Geburtstag). Allerdings kommen unter Progestan/Mönchspfeffer Kombitherapie monatliche Blutungen, so dass ein zweiter Gynäkologe meine Symptomatik als starke PMS mit dysphorischem Charakter interpretierte.
    Zusätzlich habe ich bisweilen unter arger vaginaler Trockenheit und wiederkehrenden vaginalen Infekten gelitten. Nach einer Antibiose im letzten Jahr gab es sogar den Verdacht auf Lichen Ruber. Weder Vagisan, noch Deumavan o.ä. noch Kortison brachten dauerhafte Linderung. Seit einer Empfehlung von Pro Familia benutze ich eine östrogenhaltige Salbe – Sex ist nun wieder ein erfreuliches Ereignis.
    Allerdings muss ich gestehen, dass meine Reizdarmsymptomatik seit der lokalen Estrioltherapie wieder sehr stark zugenommen hat.
    Bei Kamsteeg habe ich den Verweis gefunden, dass sowohl Progestan(!) als auch Estriol porphyrinogene Substanzen sind, die man als HPU-Patientin meiden sollte.
    Was tun?
    Und was ist mit Eisenpräparaten? Nehme derzeit täglich die Ferrosanol mite, die ich relativ gut vertrage? Soll ich Eisen ganz absetzen und lediglich auf die kombinierte Pyridoxal-5-Phosphat, Zink und Mangantherapie bauen? Meine Blutungen dauern fast eine Woche an – Anämie war auch immer ein Thema, meine Ferritin Werte waren schon mal auf 11…
    Und welche Untersuchungen sollte ich noch in Erwägung ziehen? IgA Gesamtgluten, Cortisol Speicheltest, Alpha-1-Antitrysin wegen meiner Nebenhöhlenprobleme, Vollbluthistamin, Fructosamin…

    Vielen Dank

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Hallo Anne,
      das sind ja wichtige und kluge Fragen – die ich aber in diesem Rahmen nicht mit gutem Gewissen beantworten kann. Das benötigt einen richtigen therapeutischen Rahmen. Nur dann können angemessen alle Aspekte mit berücksichtigt werden, und die Therapie kann auch je nach den Reaktionen abgeändert werden. Bitte suchen Sie einen Therapeuten bzw. eine Therapeutin auf.
      Mit guten Wünschen und freundlichen Grüßen
      Dr. Lutgard Baumeister-Jesch

      • Anne sagt:

        Hallo Frau Baumeister-Jesch,
        vielen Dank erst mal für Ihre freundliche Antwort.
        Ich muss gestehen, dass mich die HPU Diagnose mit all ihren vielfältigen Aspekten natürlich überfodert. Außerdem ist es ja nicht leicht einen geeigneten Therapeuten bzw. Therapeutin zu finden.
        Daher noch diese eine Frage: Denken Sie, dass sich mit der Therapeutenseite auf der KEAC Homepage im Allgemeinen ein guter Therapeut bzw. Therapeutin finden lässt?
        Oder allgemeiner formuliert: Wie finde ich einen guten Therapeuten/Therapeutin in meiner Gegend?
        Ich wohne leider nicht in Ihrer Gegend…

        Mit freundlichen Grüßen
        Anne

  • Mathea sagt:

    Sehr geehrte Frau Doktoren,

    vielen Dank für ihr Buch und diesen Artikel. Ich habe alles gut „studiert“ und nun trotz allem eine Frage:

    Ganz kurz noch vorher zu mir:
    – chronische Neuroborreliose
    – viel Amalgam im Mund gehabt, seit Jahren durch Keramik ersetzt. lange Chlorella, Koriander, Bärlauch, Knoblauch zur Entgiftung genommen
    – Hashimoto Thyreoiditis
    – alle denkbaren Symptome inklusive chronische Magenschleimhautentzündung, chronische Verstopfung, Schmerzen sowieso…

    – vor kurzem auf HPU testen lassen und positiv, was ich als Strohhalm und Chance sehe, mein Befinden zu verbessern
    – es ging mal eine zeitlang recht annehmbar, vor Jahren mit der Zinkeinnahme und der Chlorellaaußleitung (ohne von HPU zu wissen)

    Ich habe leider vergessen, wie ich das Chlorella damals in meinen Tagesplan (Speiseplan) eingetaktet hatte.

    Wie nehme ich am besten Chlorella, Zink, Magnesium und die Mikronährstoffe/Vitamine ein, damit ich sicher gehen kann, dass alles ausgewogen ist und sich nichts behindert bei der Resorption usw.
    Vor allem das Chlorella würde ja das Zink sofort wieder „wegsaugen“, würde man es zusammen einnehmen. Aber auch die anderen Sachen gilt es zu bedenken. Gute Stoffe aus der Nahrung z.B. (wie Nackhafersuppe am morgen)

    Ich fange ganz vorsichtig an mit Zink und Taurin, Biotin, B5.
    Q10 und Magnesium nehme ich schon sehr sehr lange.

    Mit Cholin habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht bezüglich der Schlafstörungen. Das würde ich auch wieder mit einbauen wollen.

    Leider gibt es keine Vitamin-Komplex-Präparate mehr ohne Folsäure, Vitamin D, Vitamin E. Diese Dinge vertrage ich leider überhaupt nicht (nicht mal als Lebertran oder Leinöl oder so), auch Selen war problematisch bei einem Versuch. Ich hätte so gern einfach nur die B-Vitamine ohne diese Dinge.

    Können Sie mir da einen Tipp geben?

    • Dr. Liutgard Baumeister-Jesch sagt:

      Guten Tag Mathea, das klingt in der Tat schwierig. Einen Vitamin B-Komplex ohne Folsäure kann ich leider auch nicht nennen. Als Lösung kann ich mir nur vorstellen, die einzelnen B-Vitamine zu beziehen, ganz ohne Zusatzstoffe allerdings. Für die Vitamine B2, B3, B5, B6 und B12 kann ich sagen, dass es sie in dieser Qualität bei der Firma Heidelberger Chlorella GmbH gibt, http://www.heidelberger-chlorella.de.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein bisschen weiterhelfen. Freundliche Grüße
      Dr. Liutgard Baumeister-Jesch

      • mathea sagt:

        Oh. Vielen Dank für Ihre Antwort :).
        Dann werde ich mal zu den einzelnen B Vitaminen lesen.

        Taurin musste ich absetzen wegen Magenproblemen.

        Ist es normal, dass man mit B6 Kopfschmerzen bekommt?
        Nicht stark, aber leise pràsent und unangenehm.
        Ich musste trotz dem protect life mini kurz absetzen und nehme sie nun zunächst jeden 2.Tag.

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Hallo Mathea, Kopfschmerzen auf die Gabe von Vitamin B6 und auch Zink sind nicht so selten. Am ehesten sehe ich das im Rahmen der Entgiftungsreaktionen. Also bitte weiter mit Chlorella unterstützen, evt. mehr Chlorella nehmen.
          Freundliche Grüße
          Dr. L. Baumeister-Jesch

  • Petra sagt:

    Hallo, HPU wurde bei mir nach einer langen Odysse an Krankehiten, Hashimoto, Umwandlung in Basedow, jetzt normale SD Werte festgestellt. Danke auch für Ihr Buch, das mir sehr weitergeholfen hat. Ich habe jetzt die erste Dose B-Life Protect Mini eingenommen und seither massives Zungenbrennen mit metallischem Geschmack. Kann das von der Tehrapie kommen und was würden Sie mir anraten? Ich darf aufgrund meiner SD-Erkrankung ja kein Chlorella nehmen.

    LG Petra

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Hallo Petra, die Situation spricht meiner Meinung nach sehr für Chlorella. Oft ird vermutet, dass die Alge bei Schilddrüsen-Erkrankungen nicht genommen werden sollte wegen einer Jodproblematik. Chlorella als Süßwasseralge enthält aber gar kein Jod in irgendwie nennenswerter Menge. Gerade bei SD-Erkrankungen geben wir oft Chlorella bzw. auch Selen-Chlorella, da die SD besonders empfindlich gegenüber Schwermetallen ist.
      Alles Gute und freundliche Grüße
      Dr. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Maschu sagt:

    Hallo,
    Ich versuche gerade eine Petition auf den Weg zu bringen, mit dem Ziel, die Anerkennung von HPU als Krankheit zu erreichen. Im wesentlichen geht es mir darum, eine finanzielle Entlastung für die Betroffenen zu erreichen. ich brauche dringend Informationen über die Situation der Betroffenen in Deutschland und fachliche/wissenschaftliche Unterstützung. Es soll auch Forschungsinstitute in Leibzig und Würzburg geben, die sich mit HPU beschäftigen-ich finde im Netz aber keine Infos dazu. Können sie mir helfen?
    Gruß Maschu

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Sehr geehrte Frau Schu,
      auch ich freue mich über Ihre Initiative, die ja so sinnvoll ist. Meine Kollegin, Frau Dr. Ritter, hat Ihnen ja bereits ihre Aspekte zu diesem Thema geschrieben. Ich schließe mich Frau Dr. Ritter komplett an. Wir haben auch darüber gesprochen und ich habe dem nichts hinzuzufügen.
      Ich wünsche Ihnen – und damit auch uns – viel Erfolg.
      Herzliche Grüße
      Dr. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Conny sagt:

    Sehr geehrte Doctores Baumeiser-Jesch und Gerhard,
    vielen Dank für Buch und Artikel zu HPU! Beides sehr hilfreich, wie überhaupt dieses Webangebot.
    Ich bin eine Hashimota mit HPU und Autoimmun-Gastritis. Mein Problem: Schon nach 6 mg B6 (als HCL, morgens) kann ich die kommende Nacht kaum schlafen. Außerdem bekomme ich Kopfschmerzen. Die Traumerinnerung war sofort wieder da; die Stimmung verschlechterte sich. Was kann ich tun? DA P5P ja stärker wirken soll, fürchte ich, die Probleme damit eher zu vergrößern. Sollte ich einen anderen Vitalstoff dazu nehmen? Welchen? Oder brauche ich gar kein B6, da der P5P-Wert im Vollblut erhöht ist?
    Zink substituiere ich schon länger in unregelmäßigen Abständen. Der Serumwert liegt gut im Referenzbereich. Mangan ist auch okay. Meine körperliche Energie/Leistungsfähigkeit lässt aber sehr zu wünschen übrig.

    Mit DAnk für Ihre Unterstützung und den besten Wünschen für den Jahreswechsel grüßt Sie freundlich
    Conny

    • Dr. Liutgard Baumeister-Jesch sagt:

      Schönen guten Tag Conny, vielen Dank für die positive Rückmeldung zu unserer Arbeit und dem Buch!
      Was Sie beschreiben, ist nicht untypisch. Vieles davon hat wohl damit zu tun, dass jemand mit HPU-Stoffwechsel das inaktive Vitamin B6 nicht gut verarbeiten kann. Sogar den erhöhten P5P-Wert im Vollblut sehen wir häufig bei trotzdem vorliegendem relativem Mangel intrazellulär.
      Ich empfehle Folgendes: als Vorbereitung nur Zink (20 mg in organischen Formen) und Taurin bis zu 2 mg täglich zu nehmen. So stellen Sie sanfter P5P zur Verfügung als wenn Sie es direkt nehmen und bringen auch die Entgiftung langsam in Gang. Das sollten Sie circa 2 Monate lang so machen. Danach können Sie P5P in kleinen Dosen beginnen, z. B. eine Kapsel mit 15 mg P5P öffnen und jeden Tag nur ein bisschen davon nehmen. So können Sie selber probieren, wie es Ihnen damit geht und langsam auf die erwünschten 45 mg P5P pro Tag steigern. Dann können Sie natürlich auch auf ein Kombinationsprodukt umsteigen und auch Mangan hinzufügen, was wir empfehlen, auch wenn der Manganspiegel nicht erniedrigt ist. Wir wollen ja bezwecken, dass der Stoffwechsel schön angeschoben wird.
      Sie können übrigens all diese Mittel beziehen über die Firma, die ich ärztlich berate: http://www.heidelberger-chlorella.de Aber natürlich gibt es gute andere Produkte. Achten Sie bitte darauf, dass keinerlei problematische Zusatzstoffe enthalten sind.
      So sollten Sie ein gutes Stück weiterkommen. Dazu wünsche ich Ihnen alles Gute.
      Freundliche Grüße
      L. Baumeister-Jesch

      • Conny sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Baumeister-Jesch,
        vielen Dank für Ihre schnelle, detaillierte Antwort. Erlauben Sie noch drei Fragen? Wie hoch kann Frau bei den Blutwerten von Mangan und Zink gehen, bevor es toxisch wird? Und: Wenn ich plötzlich trockene, entzündete Stellen um die Lippen und die Augen herum bekomme, kann das mit der Zinkgabe und beginnender Entgiftung zusammen hängen? Zum Taurin: Ich las, dass es bei geschädigter Magenschleimhaut nicht eingenommen werden soll. Gibt es eine Alternative?
        Nochmal Danke für Ihre Hilfe und viele Grüße von Conny

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Hallo Conny, Vollblutwerte von Zink und Mangan würde ich immer im hochnormalen Bereich des entsprechenden Labors halten. Die entzündeten Stellen kann ich mir sehr gut im Zusammenhang mit der Entgiftung vorstellen. Haben Sie einen sehr guten Selen-Spiegel im Vollblut? Selen ist so wichtig zur Entgiftung!
          Taurin: eine echte Alternative sehe ich nicht. Ich würde es einfach ausprobieren. Kleinere Dosen über den Tag verteilt, dann allmählich steigern.
          Alles Gute! Freundliche Grüße
          Dr. Liutgard baumeister-Jesch

      • Chlorella zur Dauereinnahme? sagt:

        Hallo Zusammen,

        Ich habe durch die Einnahme vom Chlorella sehr postive Erfahrungen gemacht im Hinblick auf die Stoffwechsel anregende Wirkung. Nehme ein Nahrungsmittelergänzndes Pulver seit fast einem halben Jahr und fühle mich damit wesentlih besser als vorher. Allerdings frage ich mich ob zur Dauereinnahme geeignet ist?

        Viele Grüße

  • Varuna sagt:

    Guten Tag,

    ist es möglich, dass eine erworbene HPU durch Behandlung (Fachgerechte Entgiftung und Substitution der notwendigen Nährstoffe) geheilt werden kann?

    Viele Grüße Varuna

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Varuna,
      ja klar kann sie geheilt werden, dafür spricht ja schon der Ausdruck „erworbene“. Was man erworben hat, kann man durch vernünftige Lebensweise, Entgiftung und Substitution wieder loswerden. Alles Gute und viel Erfolg!

  • Larissa sagt:

    Ich wurde vor kurzem mit HPU diagnostiziert und man gab mir die Empfehlung das Ergänzungsmittel Depyrrol Plus NF zu nehmen . Kann dieses Mittel ohne Bedenken eingenommen werden ?gibt es bekannte Nebenwirkungen und wie verhält es sich mit der Einnahme und mit dem verbundenen Entgiftungsvorgang, der dann ja bekanntlich einher gehen sollte im besten Fall . Ich leide unter gewissen Entgiftungsstörungen , habe dies soweit im Griff , da ich mit Hilfe von TCM und Entiftungsinfusionen meinen Körper entlaste und ein großer Teil der Schwermetalle raus ist so laut ärtztlicher Begutachtung . Würden sie mir sonst ein anderes Medikament /Ergänzungsmittel empfehlen , welches meinen Mangel an Zink, Mangan , b6 soweit ausgleichen könnte . Mit freundlichen Grüßen

    • Dr. Liutgard Baumeister-Jesch sagt:

      Guten Tag, Larissa
      Depyrrol ist genau für die HPU konzipiert. Um den Stoffwechsel sanft in Richtung Entgiftung zu öffnen, empfiehlt es sich, vor Einnahme eines Kombinationspräparates zum Ausgleich der HPU zunächst nur Zink und Taurin einzunehmen. Bis zu 20 mg Zink täglich und bis zu 2 g Taurin täglich. Das ganze über die Dauer von 2-3 Monaten. Anschließend sollte der Wechsel auf ein Kombinationspräparat einfach oder ohne Nebenwirkungen machbar sein. Generell empfiehlt es sich, damit langsam anzufangen und auch hier zunächst einfach einmal mit einer viertel oder einer halben Kapsel zu starten. Nehmen Sie die Mikronährstoffe immer mit der Mahlzeit ein. Um Entgiftungssymptome zu verhindern oder zu verringern, empfehlen wir die Einnahme von Chlorella – das hat sich bewährt.
      Wenn Sie nach einem anderen Mittel für die HPU suchen: es gibt auch das B-Life Protect in Deutschland. Beide Mittel halte ich für gut.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute für den Weg Ihrer Behandlung!
      Freundliche Grüße
      Dr. L. Baumeister-Jesch

      • Larissa sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr.L.Baumeister-Jesch,

        ich bin neu hier im Forum und habe die Nachricht jetzt erst zufällig entdeckt , vielen Dank für die Rückantwort. Ich habe mit dem Depyrrol schon angefangen und nehme lediglich eine Tablette abends zu einer Mahlzeit ein und habe das Gefühl ich fühle mich schon vitaler und konzentrierter und allgemein fitter .. Ich mache zusätzlich noch eine Behandlung der Bioresonanz und bekomme regelmässig Entgiftungsinfusionen sowie Akkupunktur . Ich bekam heute allerdings den Anruf meiner Frauenärtztin , dass meine schilddrüsenwert grenzwertig sei , jedoch nicht gefährlich und es muss in 6 Monaten nochmals kontrolliert werden . Ich las auch , dass es wohl vorkommen kann , dass die schilddrüsenwerte schwanken können bei HPU richtig? Wissen sie inwiefern HPU sich auf die Hormone auswirken kann ? Ich habe eine etwas geschwächte Niere und ich weiss , dass die dort produzierten Hormone ja die Leitbahn angeben , aber mein Wissen reicht nicht aus , um schlüsse über HPU in Bezug auf Hormone zu geben. Ich weiss nur , dass es bei mir extreme schwankungen gibt im hormonellen Bereich aber beim Testen liegen die Werte laut Aussage im „Normbereich“ . ICH wollte sie fragen , ob sie evtl eine gute Naturheilkundliche Frauenärtztin in Berlin kennen , welche evtl auch über Fachwissen über HPU verfügt .

        vielen Dank im Voraus

        mit freundlichen Grüssen

        larissa H

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Larisssa,
          sehr sensible Menschen können die Schwankungen von Hormonen „innerhalb des Normbereichs“ spüren, besonders natürlich unter einer entgiftenden Therapie, das ist ein gutes Zeichen. Unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte, von denen sicher auch jemand HPU kennt. Weiter alles Gute!

          • Larissa sagt:

            Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,

            vielen lieben Dank für die Auflistung der Frauenärtzte! ich hoffe jemanden gutes zu finden und ich wollte nochmal erwähnen , dass ich es ein so super Idee finde hier mit dem Netzwerk und das ich so viel wissenswertes erfahren habe und auch anwenden konnte .Die schulmedizin kommt eben an ihre Grenzen und umso wichtiger ist es Alternativen zu haben gerade in der Frauenheilkunde.

            ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr !

  • Ellen sagt:

    Guten Tag,
    danke für Ihren Artikel zu HPU. Meine Odyssee bzw. Krankengeschichte möchte ich jetzt hier nicht ausbreiten. Fakt ist: ein HPU-Test war sehr positiv, viele Symptome habe ich u.a.m..
    Kann man die Krankheit Porphyrie (viele Varianten)in der Schulmedizin, gleichverstehen mit HPU bzw. KPU in der Alternativmedizin? Ich habe seit Jahrzehnten hin und wieder das, was man offiziell Abdomenkoliken nennt. Dieses Symptom finde ich nicht in der Auflistung bei HPU bzw. KPU. Fällt es nicht in den Bereich?
    Für mich ist es wichtig, richtig zu diagnostizieren. Bisher fand ich keinen Arzt, den das interessiert. Für mich könnte es im lebensbedrohlichen Fall aber wichtig sein (was hoffentlich nicht eintritt). Für ein paar Worte dazu wäre ich äußerst dankbar!

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Ellen,
      Auch im Rahmen der HPU sind abdominelle Krisen beschrieben.

      HPU gehört zu den toxisch induzierbaren Porphyrien. Ist aber nicht mit Porphyrien gleichzusetzen.

      Die häufigste Porphyrie ist die akut intermittierende Porphyrie.

      Um die HPU von einer möglichen Porphyrie abzugrenzen, sollten Sie im akuten Verdachtsfall (Kolik) Urin sammeln und einschicken. Die KEAC kann das analysieren oder Sie wenden sich an ein Porphyriezentrum hier bei uns (z.B. Sitz in Karlsruhe).

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Maschu sagt:

    Hallo, bin nach jahrelanger Ärzte Odyssee auf HPU aufmerksam geworden. Ich habe den Test durch das KEAC Institut durchführen lassen und bin positiv getestet. Im Vergleich zu vielen anderen geht es mir sehr gut, ich habe es geschafft mir ein gutes Gefühl für meinen Körper erhalten und systematisch gelernt zu Diagnostizieren und zum Glück fast alles richtig gemacht. Ich recherchiere und lese gerade ganz viel, um eine Petition auf den Weg zu bringen, die mindesten dazu führen soll, dass Krankenkasse und Ärzte sich mit Betroffenen und Wissenschaftlern auseinandersetzen müssen. Im besten Fall ist das Ziel eine Anerkennung dieser Störung durch die Krankenkassen zu erreichen.
    Ich brauche aber dringen Unterstützung durch Ärzte, Wissenschaftler oder sonstige Fachleute-wer kann helfen?

  • Serina sagt:

    Danke für Ihre Arbeit, die vielen Betroffenen helfen kann.
    Meine Erfahrung mit KPU: dass ich immer schon antriebslos und verträumt war, trotz überdurchschnittlicher Intelligenz schulisch versagt habe, wurde halt als Wesenszug angesehen. Viele Mittelohrentzündungen und später ständig Infekte, Pilzinfektionen, stark erhöhte Colesterinwerte, Fehlgeburt…ein Zusammenhang wurde nie gesehen. In mittleren Jahren machte sich eine zunehmende Erschöpfung breit, das Leben reduzierte sich darauf, gerade das Wichtigste zu schaffen, für Freizeitaktivitäten fehlte mir die Kraft. Blutbefunde normal, eine beginnende Arthrose wurde mit einem, „ist normal in dem Alter“, abgetan. Durch eigene Recherchen und Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffen wurde es etwas besser. Doch es kamen auch immer neue Symptome dazu: Unruhige, zuckende Beine, starke Muskelspannungen, besonders im HWS Bereich, Krämpfe, Wahrnehmungsstörungen…Irgendwann kam ich über Nebennierenschwäche, Mitochondriopathie zu KPU. Seit ich die entsprechenden Mittel nehme, geht es mir zunehmend besser.
    Eine vollständige Besserung vieler chronischer „Zipperlein“ wird wohl nicht möglich sein, doch ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt wieder halbwegs normal am Leben teilhaben kann.Der Gedanke, dass mir dies alles durch einen einfachen Test und Gabe einiger Ergänzungsmittel erspart geblieben wäre, löst schon Bitterkeit aus, dass Betroffene nach wie vor von Ärzten nicht ernst genommen werden ist einfach an Ignoranz nicht zu übertreffen.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Serina,
      es tut mir wirklich leid, was Sie mitmachen mussten. Leider haben wir „nur“ eine Reparaturmedizin. Und so lange die besser bezahlt wird als die Ursachen orientierte, ganzheitliche Medizin wird sich bei uns sicher nichts ändern. Zwar gibt es inzwischen viele Ärzte, die ganzheitliche Methoden einsetzen, aber oft sind die für Kassenpatienten unerschwinglich. Umso wichtiger dass wir uns vernetzen und über Presse und Internet aufklären, wie frau sich selber und ihren Lieben helfen kann. Alles Gute für Sie!

  • Iris sagt:

    Der Artikel war sehr informativ und hat mich in der Mitte des Lebens zu der Diagnose gebracht. Jetzt wo ich die empfohlenen Nährstoffe zu mir nehme, entdecke ich einen Monat später eine Verschlechterung.Trotz sonnen Augenringe, Neurodermitis, Haarausfall etc. ist das normal?
    Lieben Gruß
    Iris

    • Liebe Iris,
      Zu Beginn der HPU-Therapie kommt oft die körpereigene Entgiftung erst wieder in Gang. Das kann eingelagerte Schwermetalle in Gang setzen und die verschiedensten Symptome verursachen und durchaus zunächst zu einer Verschlechterung führen. Wir setzen oft Chlorella ein, um die in Umlauf gekommenen Giftstoffe besser ausleiten zu können. Außerdem kommt es am Anfang der Therapie durch die Einnahme der Mikronährstoffe bei einigen Patienten zur Verschiebung im Histaminstoffwechsel. (Neurodermitis kann ja sowohl mit Schwermetallen assoziiert sein als auch ein Ausdruck eines Histaminproblems.) Das kann man mit dem „HPU-Screening“ näher abklären.
      Therapeutische Begleitung ist oft sehr wichtig bei der HPU-Therapie, leider ist es oft gar nicht getan mit der Einnahme eines einzigen Mittels, schließlich sind die Stoffwechselverschiebungen, die über Jahre durch die HPU entstanden sind, sehr zahlreich. Bei der beschriebenen Symptomatik empfehle ich unbedingt, das nicht alleine in Eigenregie durchzuführen, sondern kompetente therapeutische Hilfe zu suchen, auch wenn es oft nicht leicht ist, jemand in erreichbarer Nähe zu finden.
      Ich würde es aber auf jeden Fall raten, es lohnt sich..
      Mit guten Wünschen
      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Jana sagt:

    Hallo

    In diesem Artikel wird leider nicht erwähnt, dass HPU nicht wirklich durch Studien bewiesen werden konnte.

    Außerdem kann die Überdosierung der eingesetzten Vitalstoffe kann zu Gesundheitsschäden führen. Etliche Studien belegen, dass eine längerfristige hochdosierte Gabe von Vitaminen, wie sie in der orthomolekularen Medizin praktiziert wird, zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen und die durchschnittliche Lebenserwartung verkürzen kann.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Jana,
      Ihre Befürchtungen kann ich nicht teilen. Ich halte diese „Vermutungen“ für dummes Zeug! Wie ein Kollege von mir mal sagte: „wer heutzutage keine Nahrungsergänzungen nimmt, begeht Selbstmord auf Raten“. Sie haben nur insofern Recht, dass man eine längerfristige hochdosierte Gabe von Nahrungsergänzungen immer mit dem Arzt absprechen sollte. Sonst kann es wirklich passieren, dass ein Überangebot von einem Stoff einen Mangel an einem anderen induzieren kann, Beispiel: zu viel Kalzium verhindert, dass genügend Magnesium aufgenommen werden kann. Viele Grüße

  • Monika sagt:

    Ein gut verständlicher Artikel. Danke dafür.
    Ihr Buch habe ich im Sommer 2014 im Katalog von Pranahaus entdeckt. Das brachte die Wende, endlich konnte ich verstehen, was die Ursache der jahrelang immer schlimmer werdenden Probleme ist. Die Mittel vom Keac haben gottseidank auch geholfen.
    Wg. Porphyrie, wenn diese Verdachtsdiagnose denn überhaupt mal gestellt wird, läuft man leider in der Schulmedizin immer noch „von Pontius zu Pilatus“. Ich bin inzwischen bei 67 mg P5P morgens und 35 mg Zink abends, ab und zu auch Taurin und L-Tryptophan. Möglich, dass ich auch Mangan wieder benötige, denn das hilft mir u.a. gegen die Störungen des Hörens. Jetzt endlich geht es aufwärts mit meiner Gesundheit.

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