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Wie die geheimnisvolle HPU chronisch krank macht

Von | 16. Oktober 2014 – 23:22 126 Kommentare 111.693 AufrufeDrucken

Die Stoffwechselstörung Hämopyrrollaktamurie (HPU) führt zu Verlusten an aktivem Vitamin B6, Zink und teilweise auch Mangan. Dadurch ist unsere körpereigene Entgiftung gestört. Dies kann zu gravierenden körperlichen Beschwerden führen.

Geheimnisvolle Krankheit, Portrait der Frauenärztin und Künstlerin *Dr. Hilly Kessler

Geheimnisvolle Krankheit, Portrait der Frauenärztin und Künstlerin *Dr. Hilly Kessler

Oft werden Frauen wegen Zyklusstörungen, prämenstruellem Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen oder gar Unfruchtbarkeit behandelt, ohne dass erkannt wird, dass eine Störung des Stoffwechsels hinter diesen Beschwerden steht. Diese Stoffwechselstörung nennt man Hämopyrrollaktamurie, abgekürzt HPU.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, wie Sie herausfinden können, ob Sie unter einer HPU leiden. Und wenn das der Fall sein sollte, dann ist das kein Grund unglücklich zu sein, sondern im Gegenteil: dann finden Sie hier gleich Mittel und Wege, endgültig Ihre Beschwerden loszuwerden, auch wenn Sie unter Umständen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel einnehmen müssen.

Was ist HPU?

Das Wort Hämopyrrollaktamurie besagt, dass bei der Synthese (= Zusammenfügung) des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin etwas nicht regelrecht abläuft. Dies zieht vier problematische Folgen nach sich:

  1. Es kommt zu einer Störung bei der Bildung von Häm, dem Zentrum des Hämoglobins. So wie das Hämoglobin für die Versorgung des Blutes mit Sauerstoff sorgt, ist das Häm u.a. für die Sauerstoffversorgung der Muskulatur zuständig. Es spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel und wird für die Entgiftung benötigt.
  2. Bei der Stoffwechselstörung HPU entsteht neben „richtigem“ Häm auch eine gewisse Menge „falsches“ Häm, das schädlich ist, wenn es sich im Körper ablagert. Der Körper bindet dieses „falsche“ Häm an Vitamin B6 und Zink, teilweise auch an Mangan, um sie über den Urin ausscheiden zu können.
  3. So gehen diese wichtigen Vitalstoffe verloren, und das zum Teil über lange Zeit und in größerer Menge. Da diese Vitalstoffe für zahlreiche gesunde Körperabläufe benötigt werden, ist ein Mangel daran ein ernsthaftes Problem. Bedingt durch den Mangel an Zink, Vitamin B6 und Mangan können zahlreiche Vorgänge im Körper sowie die körpereigene Entgiftung nicht mehr richtig ablaufen.
  4. Die Fähigkeit des Körpers, sich selbst zu entgiften, wird durch den Mangel an wertvollen Mikronährstoffen beeinträchtigt. Und das kann enorme Konsequenzen haben. Gerade im gynäkologischen Bereich ist bekannt, dass Belastungen mit giftigen Schwermetallen die Ursache für zahlreiche Störungen und sogar Erkrankungen sein können. Eine Entgiftungsstörung als Folge der HPU kann zahlreiche Beschwerden nach sich ziehen.

Häufigkeit der HPU

Mindestens 10 % aller Frauen sind nach aktuellem Stand der Daten von der HPU betroffen, dagegen nur etwa 1 % der Männer. Bei (chronischen)Erkrankungen ist der Anteil wahrscheinlich viel höher.

Was sind die Folgen der HPU?

Der Körper muss fortwährend in der Lage sein, Substanzen zu entgiften, zum Beispiel Nahrungsbestandteile oder freie Radikale, Umweltgifte, Bausteine von Hormonen oder auch Medikamente. Die Fähigkeit zu entgiften ist ein wesentliches Element für die Gesundheit. Da durch die HPU wesentliche Faktoren für unsere tägliche Entgiftung fehlen, bewirkt sie eine Störung der Entgiftungsleistung. Das kann sehr problematisch sein und das betrifft natürlich nicht nur Frauen, sondern auch Männer sowie Kinder beiderlei Geschlechts.

Wir wissen heute, dass Belastungen durch Umweltgifte, wie zum Beispiel Quecksilber, zu zahlreichen Symptomen, Erbgutveränderungen, Enzymdefekten und sogar zu einer Schädigung der Mitochondrien führen können. Mitochondrien sind die Kraftwerke in unseren Zellen, die die wichtige Aufgabe haben, aus Nahrung Energie bereit zu stellen. Von HPU betroffene Patientinnen haben oft ein großes Defizit an Energie und sind psychisch wenig belastbar. Dies kann auch mit einer Schädigung der Mitochondrien zusammenhängen.

Diese Verluste an wichtigen Mikronährstoffen sowie die Entgiftungsstörung können nicht allein über die Nahrung ausgeglichen werden. Häufig bleibt das Problem unentdeckt und die Mängel werden im Laufe der Jahre immer gravierender. So kann die Grundlage für zahlreiche Beschwerden entstehen.

Gynäkologische Beschwerden bei HPU

Allgemeine Beschwerden, die auf eine HPU hinweisen

  • morgendliche Übelkeit mit und ohne Schwangerschaft

    Nägel mit weißen Flecken

  • blasses Gesicht
  • weiße Flecken in den Fingernägeln
  • Erschöpfung
  • Anämie (Blutarmut)
  • keine Erinnerung an Träume
  • Stress wird schlecht vertragen
  • schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • Licht- und Geräusch-Überempfindlichkeit
  • verminderte Muskelbildung
  • Unterzuckerung (Hypoglykämien)
  • Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, Reizdarm

Beteiligung der HPU bei weiteren Krankheitsbildern

  • Schilddrüsenüber- und Unterfunktion
  • Ängste, Panikstörungen
  • Abhängigkeiten von Substanzen
  • Autismus
  • Psychosen
  • Gelenkbeschwerden und Bandscheibenerkrankungen
  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • primäre biliäre Zirrhose (Autoimmunerkrankung der Leber)

Wie bekommt man eine HPU?

Die HPU ist eine Stoffwechselvariante, die familiär gehäuft auftritt und genetisch bedingt ist. Ein Hinweis auf das Vorliegen einer HPU in der Familie kann beispielsweise sein, dass die Mutter von einer Schilddrüsenerkrankung oder einer psychischen Problematik betroffen ist. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass es auch erworbene Formen gibt. So berichten Dr. med. Bodo Kuklinski über Halswirbelsäulen-Traumata und Prof. Dr. med. Armin E. Heufelder über Schwermetallbelastungen als Auslöser für eine HPU. Auffällig ist, dass zehnmal so viele Frauen von der HPU betroffen sind wie Männer, es scheint sich also um eine frauenspezifische Stoffwechselstörung zu handeln.

Schwermetallbelastung und HPU – eine unheilvolle Kombination

Schwermetalle sind dafür bekannt, dass sie Gen- und Enzymdefekte verursachen. Sie können daher an der Entstehung von HPU beteiligt sein. Umgekehrt führt HPU durch eine Verminderung der körpereigenen Entgiftungsleistung zur Anhäufung von Schwermetallen und anderen toxischen Stoffen im Körper. So blockieren Schwermetalle und HPU gemeinsam die Detoxifikation. In der Praxis ist es entscheidend, eine zuverlässige Diagnostik der HPU durchzuführen und diese mit den fehlenden Mikronährstoffen zu therapieren.

Wie stellt man eine HPU fest?

24-Std.-Urin-Sammelbehälter, © Doris Heinrichs – Fotolia.com

Bisher wurden toxische Belastungen anhand von Pyrrolverbindungen im Urin nachgewiesen. Der hierfür verwendete Kryptopyrroltest (KPU) ist jedoch als Testverfahren nicht gut geeignet, um spezifische Stoffwechselstörungen nachzuweisen. Der seit dem Jahr 2000 verfügbare und sehr viel genauere HPU-Test® wurde eigens dafür entwickelt, ganz spezifische HPL-Komplexe (Hydroxyhämopyrrol-2-1) zu messen, die nur und ausschließlich bei HPU gebildet werden. HPU ist also nicht identisch mit KPU, auch wenn die beiden Begriffe manchmal fälschlicherweise gleichgestellt werden.

Vorteil dieses neuartigen Testverfahrens ist, dass auch sogenannte Abendausscheider mit Hilfe des 24- Stunden-Urins gefunden werden können. Bei ihnen kommt es – bedingt durch den bestehenden Mangel an Mikronährstoffen – erst durch die mit der Hauptmahlzeit aufgenommenen kleinen Mengen Zink und Vitamin B6 zu einem kurzfristigen Ausscheiden der HPL-Komplexe ca. 2 Stunden nach dem Essen. Beim Erwachsenen sowie bei chronisch kranken Kindern sollte der 24-Stunden-HPU-Test® durchgeführt werden. Bei kleinen Kindern, die nicht chronisch krank sind, genügt der Test im Morgenurin. Wichtig ist, 10 Tage vor Durchführung des Tests keine B-Vitamine und kein Zink extra zuzuführen, das kann den Test verfälschen.

In Deutschland gibt es ein HPU Kompetenzzentrum, nämlich die Firma Heidelberger Chlorella GmbH. Von dort werden derzeit Bestellungen des HPU-Tests® an das Labor KEAC in den Niederlanden weitergeleitet. Es entstehen Versandkosten in Höhe von ca. 7,50 €, die vom Labor KEAC berechnet werden. Die Durchführung des HPU-Tests® im Labor kostet für den 24-Stunden-Test ca. 66 Euro, für den Morgenurin ca. 54 Euro.

Therapie der HPU

Mikronährstoffe

Mikronährstoffe

Therapiert wird die HPU ausschließlich mit Mikronährstoffen, also Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die fehlenden Mikronährstoffe sollten ersetzt werden, allen voran die aktive Form des Vitamin B6 (P5P) mit ca. 50 mg pro Tag für einen Erwachsenen, zusätzlich Zink und bei Mangel auch Mangan. Die Erfahrung in der Praxis zeigt immer wieder, wie wichtig es ist, das aktive Vitamin B6 zu verwenden und nicht die inaktive Form. Auch die weiteren Vitamine der B-Familie sollten supplementiert werden, zusätzlich zu weiteren Mikronährstoffen, die im Mangel sind. Beim HPU-Patienten liegen oft Defizite von zahlreichen Mikronährstoffen vor.

Auch zusätzliche entgiftende Maßnahmen, zum Beispiel der Einsatz von Chlorella, sind eine wichtige Option.

In Deutschland gibt es ein Produkt zur Behandlung von HPU mit genau diesen Mikronährstoffen unter dem Namen B-Life Protect® für Erwachsene oder B-Life Protect Mini® für Kinder ohne Mangan. Die Mikronährstoffe müssen oft auf Dauer ersetzt werden, da sie fortwährend verloren gehen. Die genaue Dosis und Anwendung sollte individuell mit einem Therapeuten abgestimmt werden, der sich mit diesem speziellen Gebiet auskennt. Die Therapiekosten mit B-Life Protect® belaufen sich auf etwas weniger als 1 Euro pro Tag.

Bei bestehender HPU Diagnose lohnt es sich, den Alltag auf diese Stoffwechselbesonderheit abzustimmen: Nahrungsmittelunverträglichkeiten beachten, Zähne mit verträglichem Material sanieren, Vorsicht walten lassen bei Medikamenteneinnahme, kritisch umgehen mit Impfungen, überwiegend basische Kost und auf eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen achten.

Die HPU-Therapie ist oft ein wichtiger Schritt in Richtung Gesundheit

Ich habe schon viele Menschen – vor allem Frauen – durch die HPU-Therapie begleitet. Immer wieder habe ich dabei gesehen, dass sich allein durch die Behandlung mit Mikronährstoffen schon sehr Vieles lösen lässt und Besserung zu erreichen ist. Das betrifft psychische Erkrankungen gleichermaßen wie frauenspezifische Probleme und chronische Erkrankungen. So ist die Diagnosestellung der HPU oft ein erster ganz wichtiger Schritt in Richtung Gesundheit.

Seminare

HPU-Seminare für Therapeuten mit Frau Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch und Frau Dr. rer. nat. / Heilpraktikerin Tina Maria Ritter. Termine und Infos unter www.baumeister-jesch.de, www.naturheilpraxis-docritter.de

Buchempfehlung

Stoffwechselstörung HPU

Für Patienten und Therapeuten. Diagnose, Vitalstoffe und Entgiftung bei Hämopyrrollaktamurie

Dr. Tina Maria Ritter & Dr. Liutgard Baumeister-Jesch, VAK Verlag, Kirchzarten 2014, ISBN 978-3-86731-152-6.

In diesem Leitfaden werden biochemischer Hintergrund, Diagnostik und Therapie der HPU anschaulich und verständlich dargestellt. Auf Folgeerkrankungen, wie z.B. Störungen im gynäkologischen Bereich, Schilddrüsenerkrankungen, psychische Erkrankungen und viele weitere gehen die Autorinnen ausführlich ein. Vor allem aber werden die Zusammenhänge zwischen HPU und Entgiftungsvorgängen ausführlich erläutert. Dies ist auch von besonderer Bedeutung für die Therapie der HPU.

Über die Autorin

Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch ist Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin und hat viele Jahre als ärztliche Psychotherapeutin in Institutionen und in eigener Praxis gearbeitet. Sie hat sich intensiv weitergebildet in den Bereichen orthomolekulare Medizin, mitochondriale Medizin sowie Entgiftung und Ausleitung und ist zudem zertifizierte Vitalstofftherapeutin. 2010 hat sie das Private Institut für Biophysiologie gegründet und widmet sich seither der Forschung und Lehre im Bereich HPU. Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt bei Heidelberg.

Kontakt

Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

Privates Institut für Biophysiologie GmbH
Burgunderweg 28
D-69493 Hirschberg
Tel 06201-8788082
Fax: 06201- 8788083
E-Mail: info@baumeister-jesch.de
www.baumeister-jesch.de

Über die Künstlerin

*Frau Dr. Hilly Kessler ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin. Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

www.hillykessler.com

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126 Kommentare »

  • Angelika sagt:

    Liebe Frau Baumeister-Jesch

    Vielen Dank für die ausführlichen Informationen Ihres Buches „Stoffwechselstörung HPU“!
    Ich habe vor einem Monat diesen 24 Stunden Urin-HPU-Test bei der KEAC durchführen lassen, mit dem positiven Ergebnis von 2,21.
    Nach 20 Jahren mit gesundheitlichen Beschwerden von Magen-und Darmproblemen, Magenentleerungsstörungen, Übelkeit, besonders starke Morgenübelkeit, starke Bauchkrämpfe, starke Schwindelattacken, plötzlich auftretende Sehstörungen, 5 minütigen Taubheitsgefühlen an den Fingern, plötzlich einsetzenden Schmerzen an den verschiedensten Körperstellen, die ca. 10 Minuten anhalten, seit Jahren starker Haarausfall, Hautekzemen, vielen Magen-und Darmspiegelungen, zahlreichen MRTs und Blutuntersuchungen, weiß ich jetzt endlich, an was ich leide!
    Magen-und Darmspiegelungen waren immer mit negativem Befund!
    H2-Atemtest waren alle negativ.
    Der Cholesterinwert ist schon seit vielen Jahren erhöht, obwohl ich mich sehr gesund ernähre, und auch sehr schlank bin!
    Bei den MRTs wurden viele kleine Zysten in der Leber gefunden( angebl. harmlos!)
    Ich ernähre mich seit Jahren glutenfrei, histaminarm und fast laktosefrei.
    Habe einen Cerascreen Bluttest auf Histamin duchführen lassen, der negativ ausfiel, was ich aber anzweifele!
    Nun bin ich mit dem HPU-Testergebnis zu meinem Internisten gegangen, der sich dermaßen über den Test empört hat( sei nicht zuverlässig!), hat die KEAC als Abzocker beschimpft, und wollte mich zum Psychoanalytiker schicken, da ich seiner Meinung nach nicht normal sei( weil ich unverheiratet in einer 24 jährigen Beziehung bin, und kinderlos!).
    Ich habe mit Depyrrol kind, zink pure Enc., Taurin, Toxoprevent pure angefangen, vertrage aber nicht mal ein viertel der Kapseln, und bekomme die heftigsten Magenschmerzen mit Brechreiz; obwohl ich zuvor etwas esse! Ich bin ganz verzweifelt, da ich jetzt mit der Therapie beginnen möchte, und mein Magen nichts mehr von den Nahrungsergänzungsmitteln toleriert. Wäre es eine Möglichkeit, mir von meiner Hausärztin das Zink und B6 spritzen zu lassen, um den Verdauungstrakt zu umgehen?
    Gibt es ein aktives B6 als Injektionslösung?
    Ich wäre Ihnen für Ihren Rat sehr dankbar!
    Viele Grüße
    Angelika

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Angelika,

      selbstverständlich kann man in schwierigen Situationen Zink und Vitamin B6 auch intravenös verabreichen.

      Aktives Vitamin B6 zur Infusion ist mir allerdings nicht bekannt.
      Vielleicht kann man einen Schritt weiter hinter anfangen und aktives Vitamin B2 infundieren. Das ist das Riboflavin-5 Phosphat. Die Burg Apotheke in Königstein müsste das herstellen können.

      Aktives Vitamin B2 verordne ich gerne bei Patienten mit Histaminose, die das P5P nicht tolerieren. Vitamin B2 geht oft sehr gut und da es das B6 aktiviert, ist das für die HPU Therapie in die richtige Richtung.

      Bitte essen Sie nicht nur eine Kleinigkeit, sondern ordentlich mit der Einnahme der Kapsel. Wenn es zum Frühstück nicht geht, so doch vielleicht zum Mittagessen?

      Lassen Sie den Histaminwert bei der KEAC bestimmen. Es ist wichtig zu wissen, für die Therapie, ob es eine Histadelie oder eine Histapenie ist. Deutsche Labore können lediglich nach Histadelie untersuchen, übersehen aber eine Histapenie.

      Bei Histaminose versuchen Sie ein Zinkpicolinat, das wird oft auch besser vertragen.

      Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Andrea sagt:

    Danke für diese Hilfeseite. Ich habe diese Woche die Bestätigung für HPU erhalten und endlich habe ich eine Erklärung für meine Beschwerden. Ich bin 60 Jahre alt und hatte mit 12 Jahren einen Knoten in der Schilddrüse.
    Dann später starke Akne, kann das schon HPU gewesen sein. Den Tipp auf HPU zu testen bekam ich von meinem Heilpraktiker und Osteopathen, aber mein Hausarzt ist nach dem positiven HPU Test bereit Blutuntersuchungen durchzuführen. Was ist da sinnvoll Zink, Mangan …..bringt das im Vollblut überhaupt was oder auf was muss er testen lassen? Oder ist es sinnvoller bei der TEAC das Screening zu machen? Ich habe auch in 4 Wochen einen Termin beim Radiologen w/Kontrolle der Schilddrüse mit Blutabnahme und Szintigraphie(alle 2 Jahre), im rechten Seitenlappen ist ein echokomplexer Knoten. Muss er da auf was bestimmtes achten oder reicht da die allgemeine TSH-Blutuntersuchung?
    Können Sie im Umkreis von Bad Neustadt einen Therapeuten empfehlen der sich mit HPU auskennt?
    Sorry für die vielen Fragen aber ich bin froh das die Krankheit endlich einen Namen hat, dadurch entstehen leider wieder Fragen.
    Danke
    viele Grüße
    Andrea

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Andrea,

      bei nachgewiesener HPU macht das HPU-Screening meines Erachtens mehr Sinn als Vollblutmineralanalysen.

      Im Screening ist der Histaminwert enthalten, der TSH-Wert (kann man auch weglassen, wenn es der Radiologe bestimmt), der Fruktosaminwert und der Total-Iga Gluten. Diese Parameter weichen bei den meisten HPU-Patienten ab. Der Erkenntnisgewinn ist in der Regel groß, weil man doch Hinweise bekommt, in welcher Richtung der Stoffwechsel noch tendiert bzw. Probleme hat.

      Die KEAC führt auch eine spezielle Schilddrüsen-Analytik durch, wenn man wissen will, ob die Schilddrüse gut funktioniert bzw. richtig eingestellt ist.
      Sie macht natürlich keinerlei Aussagen über möglicherweise vorhandene Knoten. Das muss der Radiologe abklären.

      Selen wäre noch ein wichtiger Parameter, der ebenso wie Vitamin D3 bei Schilddrüsenerkrankungen kontrolliert werden sollte. Bei vorhandenen Mängeln sollten diese noch vor dem Radiologen Termin ausgeglichen werden.

      Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

      • Andrea sagt:

        Hallo Frau Dr. Baumeister-Jesch,
        danke für die Antwort. Eine nachgewiesene Laktose- und Fruktoseintoleranz habe ich seit 10 Jahren. Deshalb esse ich nur wenig Obst mit wenig Fruktose. Vor 2 Jahren habe ich schon erkannt, dass mir Gluten nicht gut bekommt. Seitdem esse ich schon meistens glutenfrei. Macht das Screening dann trotzdem Sinn, wenn man diese Lebensmittel eh schon meidet? Wie soll das Selen und Vitamin D3 getestet werden beim Hausarzt, Serum oder Vollblut?
        Danke
        viele Grüße
        Andrea

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Liebe Andrea,

          dann kann man das Screening auf den Histaminwert beschränken. Man kann diesen Wert auch singulär anfordern.

          Vitamin D3 und Selen werden aus dem Serum bestimmt.

          Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

          Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Chris sagt:

    Hallo Frau Dr. Baumeister-Jesch,

    unser Sohn 13 ist HPU positiv und hat eine leichte Histapenie(Vollblut Wert 26, gute Dao Werte im Normbereich).

    Schilddrüse in Ordnung, keine Antikörper. Wir vermuten das Problem eher im verringerten IGA.
    Er kann außer Fleisch, Gemüse, Hirse, Kartoffel, Reis und wenig Obst nichts essen. Symptome, sofort Nasenlaufen und alle 6 Wochen Bronchitis. Darm ist überempfindsam, es würde sofort „Schleim“ kommen, falls er mal Honig essen würde.

    Meine Frage, wie kann man die Allergieneigung senken quasi das IGA aufbauen? Er bekommt bereits 30 mg p5P, 35 mg Zink (Kupferüberschuss), Molybdän, Chrom, regelmäßig D3, K2, Glutathion, auch B Komplex, Eisen als Spirulina, Selen, Jod, Eigenbluttherapie, für den Darm Mucosa Compositum, Mutaflor (als Kur).

    Er ist ein sehr kluger Schüler, leidet aber zunehmendst an dieser Situation. Schwermetallausleitung machen wir auch immer wieder als Kur mit Chlorella ausgetesteten „Klinghard“ Mitteln wie Alu Lu usw.

    Wir kommen nicht weiter. Als nächstes würden wir den 24 Stunden Urin Schilddrüse bei KEAC messen lassen. Cortisol im Speichel war ok.

    In Ihrem Buch steht auch was zum L-Arginin in Kombi mit L-Glutamin. Habe aber nicht ganz verstanden, ob das in dieser Situation helfen könnte.

    Haben wir noch was übersehen? Was könnte noch gemacht werden?

    Vielen Dank Gruß Chris

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Lieber Chris,

      bei Kupferüberschuss gerne mehr Zink geben. In solch einem Fall ist es wichtig die Metallothioneine im Darm mit Zink gut zu füttern, damit die Enzyme im Darm wieder besser funktionieren können. Ruhig auf 50 mg täglich.

      Meine Empfehlung wäre, die Ernährung langfristig auf Low-Carb umzustellen. Das Schwierige in solch einer Situation ist, dass die Patienten anfangen am wenigsten Symptome auf glutenfreie Kohlenhydrate zu haben und diese dann vermehrt zu essen. Das führt auf Dauer dazu, dass die Nebenniere und die Leber durch die Blutzuckerschwankungen völlig überfordert werden. Ein Teufelskreis beginnt.

      Ich würde auf jeden Fall zum T3-T4 Urintest bei der KEAC raten, weil einfach viele Schilddrüsenunter- oder Fehlfunktionen mit eingeschränkter Darmfunktion einhergehen.

      Wurden Hefepilze ausgeschlossen? Sie verstärken die Histaminsymptomatik (Naselaufen, Schleim etc.). und lieben Kohlenhydrate.

      Hinweise auf eine Überwucherung durch Hefepilze findet man sowohl über die Stuhluntersuchung, als auch über den Nachweis von Stoffwechselprodukten der Pilze im Urin.

      Mit den besten Wünschen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Ewald sagt:

    Hallo,
    unsere Tochter (15) hat seit 3 Jahren die Diagnose Hashimoto. Nun auch aktuell noch PCO Syndrom, vermutlich auch (stellt sich bald heraus) Insulinresistenz. Sie isst seit einem Jahr „vorbildlich“, dennoch kam nun auch noch das PCO Syndrom dazu. Kann es sein, dass dahinter eine HPU steckt? Sie hatte allerdings vor ein paar Jahren leicht erhöhtes Zink, aktuell passt es im Serum. Passt nicht dazu, oder? Und ihr TSH ist akutell in Unterfunktion (4,3). Das passt nicht zu HPU, oder? Wir würden den (nicht ganz so günstigen) Test von KEAC machen, es sei denn, es spricht von all dem nicht viel dafür. Sie hat außerdem Juckreiz, Neurodermitis (zur Zeit nicht ausgeprägt) und zunehmend depressive Verstimmungen. Oder kann das alles mit dem leider lange nicht entdeckten dicken Schimmel in ihrem Zimmer zu tun haben? (vor 9 Jahren, eine Wand mit Plane bedeckt – darunter schwarzer Schimmel – ca. ein halbes Jahr). Kann man Schimmel auch mit Chorella ausleiten? DMSA etc. wollen wir nicht machen, da hört man auch nicht nur Gutes.
    Wenn aber alles an der HPU liegt, dann werden wir den Test bestellen. Danke für Ihre Einschätzung.
    Herzliche Grüße

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Lieber Ewald,

      ich würde in jedem Fall den HPU Test empfehlen. Hashimoto Patienten sind überdurchschnittlich häufig davon betroffen. Zinkwerte im Serum können zu niedrig, können aber auch völlig normal erscheinen. Deswegen ist es ja wichtig, dass man das im Urin abklärt.

      Ein erhöhtes Zink kommt in der Regel zum Zeitpunkt eines Infektes vor.

      Bei einer Hashimoto und einem TSH Wert von 4 fühlt man sich unterirdisch. Die Depression steht damit sicher in Zusammenhang. Bekommt Sie keine Schilddrüsen-Medikation?

      Schimmelpilztoxine belasten den Organismus sehr. Toxine, welcher Art auch immer, überfordern den HPU Stoffwechsel. Daraus entstehen schnell Krankheiten. Gerade Schimmelpilze sind auch bei HPU sehr gefährlich.

      DMSA kann dabei nicht helfen (Ausleitung von Schwermetallen). Chlorella nimmt neben Schwermetallen auch Pestizidrückstände etc. mit. Ob Sie auch Schimmelpilztoxine mit entsorgt, vermag ich nicht zu sagen. Insgesamt führt sie sicherlich zu einer Entlastung des Stoffwechsels.

      PCO-Syndrom ist immer ein intracellulärer Zinkmangel (Kupferüberschuss?) und mit der HPU Therapie in der Regel gut behandelbar.

      Dass keine Eisprünge stattfinden ist auch durch den zu hohen TSH Wert erklärbar. Die Schilddrüse bedarf dringend einer guten Einstellung.

      Insulinresistenz: Bitte geben Sie Ihrer Tochter neben B-Life Protect (nach erfolgtem HPU Test) (Erwachsenendosierung sind 3 Kapseln zum Frühstück oder Mittagessen, langsam hindosieren) auch Glutathion. Das erhöht die Sensibilität des InsulinRezeptors und ist ein Zeichen dafür, dass die Leber Unterstützung braucht. Auch der Leberstoffwechsel bedarf Schilddrüsenhormone für eine gute Funktion.

      Ernährung ist immer relativ. Kein Zucker, wenig Kohlenhydrate (also low carb) wäre in ihrem Fall das richtige. Bei positiven HPU Befund bitte Weizen-Karenz.

      HPU und PCO-Syndrom wie auch ein beginnende InsulinResistenz sind mit Mikronährstoffen gut behandelbar.

      Herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Nicole sagt:

    Hallo zusammen,

    im Jahr 2012 wurde eine starke HPU bei mir festgestellt.
    Ich habe alle nötigen Vitamine substituiert. Meine Werte wurden immer kontrolliert. Bis auf einen Magnesium- und Kalimmangel waren meine Werte ok.
    Durch einen Autounfall im Spätsommer 2017 hat sich bei mir leider eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt. Ich bin in Therapie, aber meine körperlichen Beschwerden und meine Erschöpfung machen eine Therapie kaum möglich.
    Der ständige Streß in meinem Körper durch die Ptbs hat meine HPU wieder total aktiviert.
    Ich bin bei einer Naturheilärztin mit Schwerpunkt Ayuredische Medizin in Behandlung.
    Leider kennt Sie sich nicht gut mit HPU aus.
    Mein Magnesium und Zink ist total im Mangel. Mangan ist am unteren Ende des Referenzbereiches. Kalium ist im Mangel.
    Ich bekomme zur Zeit Magnesium- und Zinkinfusionen.
    Ich habe als es mir immer schlechter ging ein hochdosiertes B-komplex Präparat eingenommen.
    Ich habe mir das Buch „Stoffwechselstörung HPU“ gekauft. Welches ich sehr gut finde und auch schon meiner Ärtzin empfohlen habe.
    Ich stehe nun vor einem Rätsel.
    Mein B6 Blutwert Serum/Plasma (HPLC) ist bei + 127.1 Normwert 4.90 – 18.0.
    Darf ich jetzt kein B6 einnehmen? Bzw. sollte ich jetzt das aktive B6 einnehmen, weil mein Körper wegen der HPU das normale B6 nicht verstoffwechseln kann?
    Wird da überhaupt aktives B6 getestet?
    Gibt es einen Bluttest nur für B6?
    Ich möchte natürlich nicht überdosieren!
    Durch die Magnesiuminfusionen in denen auch B12 ist, sind meine Ängst verstärkt!
    Im Buch habe ich gelesen, dass man bei psychischen Problemen vorsichtig mit B6 sein soll.
    Ich hatte früher nie Ängste oder sonstige psychische Beschwerden.
    Durch die Ptbs fühle ich mich nun sehr getrieben und Ängste sind stark ausgeprägt.
    Es ist toll, dass es diese Seite gibt.
    Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen!
    Viele Grüße,
    Nicole

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Nicole,

      grundsätzlich sind die Vitamin B6 Werte unter Supplementation immer erhöht. Das wäre normal. Es wird das inaktive Vitamin B6 gemessen. Dieser Wert kann bei einer HPU auch ohne Supplementation erhöht sein, wenn das Vitamin B6 nicht in die Zelle transportiert und aktiviert werden kann. Das kommt bei ATP-, also bei Energiemangel vor und stellt nur ein Maß für ein Energiedefizit dar. P5P bräuchte die Zelle bei HPU trotzdem.

      Grundsätzlich empfehlen wir nur die Einnahme von P5P bei HPU und wenn inaktives Vitamin B6, dann nur kleine Mengen.

      Ein Autounfall kann durch den nitrosativen Stress die HPU massiv verstärken. Neben Zink (mindestens 30 mg auch zusätzlich zur Infusion) und P5P, ist vor allen Dingen aktives Vitamin B12 (Methylcobalamin) wichtig 2.000 µg täglich, auch Vitamin B1 z.B. als Benfothiamin.

      Antioxidantien wie Vitamin C und E.

      Natürliche Angstlöser können sein: Passionsblume, GABA, Progesteron in der 2.Zyklushälfte, neben Zink und Magnesium etc.

      Hoffentlich sind Sie auch in guter osteopathischer oder cranio-sakraler Behandlung.

      Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

      • Nicole sagt:

        Liebe Frau Dr. Baumeister-Jesch,

        vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.
        Es ist wirklich toll, dass man auf dieser Plattform Fragen stellen kann.
        Meine Privatärztin bemüht sich sehr und liest sich jetzt auch in HPU ein : – ).
        Die meisten Ärzte auch die die ganzheitlich arbeiten kennen sich mit HPU leider nicht aus.

        Ich werde wieder ein HPU-Mittel nehmen und habe mir GABA bestellt. Ich nehme zur Zeit Aswaganda (Winterbeere) und Rodiolan ein.
        Da im letzten Bluttest der Holotranscobalaminwert bei 128 lag (> 50 normal)
        haben meine Ärzte mir abgeraten weiterhin ein B12 Präparat zu nehmen. In den Infusionen wollen sie das B12 (Cyanocobalamin) auch weglassen. Weil der Wert vor den Infusionen bei 128 lag.
        Ich habe gelesen, dass man B12 nicht überdosieren kann!?
        Ich war in osteopathischer Behandlung, was mir leider nicht viel gebracht hat.
        Ich lasse mich jetzt von einer Shiatsutherapeutin behandeln.

        Stimmt es, dass Sie keine Patienten mehr annehmen?

        Herzliche Grüße
        Nicole

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Liebe Nicole,

          auch ich habe keinerlei Bedenken hinsichtlich einer Vitamin B12 Überdosierung. Wir streben generell Blutspiegel an, die deutlich über den Normalwerten liegen. Die gleichzeitige Gabe von genügend Biotin, z. B. 2,5 – 5 mg ist aber wichtig.

          Es ist korrekt, dass ich keine Patienten mehr annehme. Wenn Sie möchten, können sich direkt an mich wenden, dann schreibe ich Ihnen eine Therapeutenadresse.

          Mit freundlichen Grüßen

          Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Monika sagt:

    Sehr geehrtes Ärzteteam,
    ich melde mich nun ein zweites Mal auf dieser Plattform, weil wir echt verzweifelt sind… Bei meinen Sohn (14) wurde im Juni 2017 eine hpu festgestellt. Zusätzlich hat er eine Bleivergiftung, die 1x wöchentlich mit 300mg DMSA behandelt wird. Er hat dauerhafte niedrige Zink und Selenwerte (trotz regelmäßiger Einnahme dieser). Wir therapieren nun schon seit November (vorher 2 Kryptosan tgl Plus Zink plus Selen)mit der empfohlenen Standardtherapie morgens 2x B-Life protect, mittags 1x Vitamin B Komplex aktiv, nachmittags eine Selenase 200 XXL und abends 1x Multivitamin aktiv ohne Kupfer. 5 Tage pro Woche, da ich 1 Tag vor und am Tag der DMSA Gabe keine Vitamine und Spurenelemente gebe. Eine Darmsanierung erfolgte Anfang 2017 mit Onmibiotic 3 Monate lang. Seine Beschwerden (hauptsächlich Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und ständige Erkältungen) haben sich allerdings nicht gebessert. Er ist alle 2-3 Wochen fiebrig erkältet, was natürlich auch die anderen Probleme verstärkt. Er ist körperlich eh schon schlank und durch die ständigen Erkältungen (da er da noch weniger Appetit hat) noch zusätzlich geschwächt. Nun meine Fragen: Können wir etwas gegen die ständigen Erkältungen machen bzw. an was kann es liegen, dass er so anfällig ist? Und ist es normal, dass die Entgiftung so lange dauert? (Beginn Juni 2017, Kontrolle Oktober 2017 mit einem Urinprovokationstest).
    Vielen lieben Dank schon mal im Voraus!

    Freundliche Grüße,
    Monika

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Monika,
      da Frau Dr. Baumeister-Jesch zur Zeit in Urlaub ist, möchte ich Ihnen schon mal antworten. Nach meiner Erfahrung liegt bei Ihrem Sohn eine Umweltbelastung vor, die sich auf sein Immunsystem auswirkt. Wie hält er/Sie es mit dem Handy- und Laptopgebrauch? Was ist mit WLAN und Elektrosmog in der Wohnung/Schule? Außerdem reicht es in der Regel nicht aus, nur vorübergehend etwas für den Darm zu tun. Durch unsere Zusatzstoffe in der Nahrung und die insgesamt schlechte Qualität unserer Ernährung gehen immer wieder die guten Darmbakterien kaputt und die schlechten überwiegen. Ich möchte Ihnen dringend dieses Buch ans Herz legen: Darm gesund-Mensch gesund. Alles Gute!

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Monika,

      ja eine Entgiftung kann lange dauern. Mehrere Monate sind nicht unüblich.

      Wie ist der Vitamin D3 Status Ihres Sohnes?

      Volle Vitamin D3 Spiegel schützen in der Regel vor Erkältungen.

      Lassen Sie den Spiegel messen und supplementieren Sie 3.000-5.000 Einheiten täglich zum Hochziehen der Spiegel. Nach drei Wochen Kontrolle und Dosisanpassung.

      Gute Besserung und beste Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

      • Monika sagt:

        Sehr geehrter Frau Dr. Baumeister-Jesch und Frau Prof. Dr. Gerhard,
        nochmals vielen Dank für Ihre Antworten und für Ihr Engagement zu hpu.
        Man fühlt sich nach der Diagnose hpu oft allein gelassen, da die meisten Therapeuten die Stoffwechselstörung (wenn sie sie denn überhaupt kennen) nicht ernst nehmen oder kaum Erfahrung in der Behandlung haben.
        Einen Vitamin D Mangel habe ich nicht in Erwägung gezogen, da mein Sohn letztes Jahr mehrere Wochen dieses hochdosiert eingenommen hatte. Bei einer Kontrolluntersuchung im Juli war es im oberen Normbereich. Da aber nächste Woche eine Blutuntersuchung ansteht, werde ich auch Vit. D kontrollieren lassen.
        Auch das WLAN werden wir einschränken, bisher war es tagsüber immer an. Nun werden wir es auch nachmittags ausschalten… Auf eine gesunde Ernährung achte ich sehr, allerdings spielt mein Sohn da leider nicht immer mit…
        Mit freundlichen Grüßen,
        Monika

  • Tina sagt:

    Sehr geehrter Ärzteteam,
    meine Tochter (5 Jahre) wurde positiv auf HPU getestet, nimmt seit ca. 6 Monaten B-Life protect mini ein und es ging ihr deutlich besser damit.
    Nun konnte sie während einer starken Erkältung für 2 Wochen kaum etwas essen und eben auch nicht den Kapselinhalt schlucken. Sie hat jetzt wieder massive psychische Symptome, dazu Schlappheit, sehr trockene Haut, Muskelschmerzen, Frieren,….
    Meine Fragen: 1. Kann ich ihr für kurze Zeit 2 Kapseln pro Tag geben, damit der Spiegel schneller steigt?
    2. Ab welchem Alter sind die normalen B-life protect geeignet?

    Mit freundlichen Grüßen, Tina

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Tina,

      sicherlich kann man einer 5jährigen auch schon mal 2 Kapseln B-Life Protect mini geben. Das ist kein Problem. Wenn das funktioniert und Ihrer Tochter gut tut, wunderbar.

      Grundsätzlich würde man je nach Größe und Gewicht und Alter die Kapseln hochaddieren bis zu 3 Kapseln täglich ab der Pubertät.

      Das B-Life Protect mit Mangan kann man ab 5 Jahren geben.

      Bitte denken Sie auch an Vitamin D3 um diese Jahreszeit, um das Immunsystem schneller zu stabilisieren. 2.000 Einheiten täglich.

      Vielleicht ist aber ein Vitamin B-Komplex aktiv 1 Kapsel mittags oder ein Multivitamin aktiv ohne Kupfer am Abend bei Ihrer Tochter für eine Komplettversorgung über 24 Stunden aktuell sinnvoller? Wir verordnen den Kindern das gerne, gerade im Wachstum und bei der Regeneration wird einiges an Mikronährstoffen verbraucht.

      Gute Besserung für die Kleine.

      Herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Myriam sagt:

    Sehr geehrte Frau Baumeister-Jesch!
    Zunächst einmal vielen Dank, dass wir Patienten hier die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen, die von Ihnen so kompetent beantwortet werden. Auch ich wende mich an Sie mit einer bitte um Rat: 2015 wurde bei mir HPU festgestellt (2,1). Meine HP (die inzwischen weggezogen ist) verordnete mir 2 Kapseln B-Life-Protect sowie 1 Kapsel Vitamin-B-Komplex. Im darauffolgenden Jahr begannen mich schwere Schlafstörungen zu quälen. Ein Neurostresstest ergab extrem hohe Serotonin-, Dopamin- und GABA-Werte. Dann kam ich auf die Idee, die genannten Kapseln einfach mal testweise abzusetzen, worauf es mir etwas besser ging. Ich begann auch mit der Einnahme von Kalium, nachdem ich gelesen hatte, dass Kaliummangel (den ich nachweislich habe) für Schlafstörungen verantwortlich sein kann. Nach 6 Wochen fing ich wieder mit geringen Dosierungen von B-Life-Protect an und gelangte so allmählich zu 1 Kapsel pro Tag. Etwa drei Monate später fingen die Probleme wieder an: starker Druck und extreme Anspannung im Kopf, das Gefühl zu viel Energie im Kopf zu haben und Einschlafprobleme. Nach erneutem Absetzen von B-Life-Protect ging es mir allmählich etwas besser. Dann versuchte ich es mit nicht-aktivem Vitamin B6 und Zink, aber es passierte wieder das gleiche. Was bedeutet das nur? Nach meinen Recherchen dürften Probleme erst bei viel höheren Dosierungen auftreten. Ich sollte allerdings erwähnen, dass ich bei einer Größe von 1,51m ca. 40kg wiege. Vielleicht brauchen kleine Körper weniger? Die B-Life-Protect für Kinder enthalten aber auch 10mg P5P. Oder könnte noch etwas Anderes dahinterstecken (irgendwelche Wechselwirkungen etc.)? Wenn Sie dazu eine Idee hätten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Myriam,

      kleine Körper brauchen natürlich in der Tat weniger. Das kann schon sehr gut möglich sein.

      Allerdings sind die hohen Neurotransmitterwerte nicht mit der Einnahme der Mikronährstoffe erklärbar.
      Vielmehr klingt das für mich nach einer Kupfer-Intoxikation. Nehmen Sie die Pille? Oder haben Sie die Kupferspirale?
      Auch Bio-Ernährung kann kupferlastig sein. Es gibt verschiedene Quellen für Kupfer.

      Ein wesentlicher Faktor ist Stress. Im Stress verbrauchen HPUler noch mehr Zink. Zink, Kalium und Magnesium werden vermehrt über die Nieren ausgespült, Kupfer zurückbehalten. Kupfer aktiviert die Nebenniere, setzt Adrenalin frei. Die Neurotransmitter verschieben sich. Viele Symptome sind auch mit einem Kaliummangel erklärbar. Ursächlich ist aber die Kupfer-Anreicherung.

      Im Stress kann es also leicht (auch unter HPU Therapie) zur Anreicherung von Kupfer kommen. Zink setzt dann vermehrt Kupfer frei und bringt es zur Ausleitung. Allerdings kann das Symptome verstärken.

      Das kann eine Möglichkeit sein. Allerdings wiederspricht das Ihrer Aussage, dass es nach 3 Monaten Einnahme los ging mit den Symptomen.
      Aber vielleicht ging da erneuter Stress los? Stress ist ein wesentlicher Trigger.

      HPU-positive Menschen sollten in Stresssituationen lieber mehr als weniger B-Life Protect z. B. einnehmen.

      Freundliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

      • Myriam sagt:

        Sehr geehrte Frau Baumeister-Jesch!
        Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich werde diesem interessanten Aspekt nachgehen. Allerdings nehme ich weder die Pille, noch habe ich eine Spirale, jedoch esse ich ausschließlich Bio-Produkte. Negativen Stress habe ich meiner Meinung nach nicht. Ich nehme ca. 25mg Zink täglich. Der Kupfer-Wert war vor einem halben Jahr jedenfalls noch normal. Meine Beobachtung ist die, dass bei mir die Vitamin B6 enthaltenden Präparate wie eine Art Doping im Kopf wirken. Vielleicht steckt etwas Anderes dahinter, das diese Reaktion erst möglich macht. Da ausgerechnet dieses Vitamin bei HPU so eine wichtige Rolle spielt, kann/ möchte ich es aber nicht einfach weglassen. Ich versuche gerade, mittels Buchweizenkeimpulver wenigstens eine Minimaldosis aufrecht zu erhalten. Vielleicht verträgt der Körper den natürlichen Stoff besser.

  • Maria sagt:

    Guten Frau Dr. Baumeister-Jesch,

    mein HPU Test bei Keac war mit 2,97 mehr als positiv.
    Im Vollbluttest ist Zink unterhalb der Normgrenze und Kupfer über hoch. Ein HPU Screening (Keac) bestätigte meine Befürchtung. Ich habe Histapenie.

    Wieviele Kapseln Histaplus werden bei Histapenie in der Regel empfohlen?

    Ich schleiche im Moment Niacinamid (100mg), Folat 500ug und P5P 20 mg ein.

    Bekommt man hohe Kupferwerte mit Zink und Vitamin C und zeitversetzt Heidelberger Chlorella wieder runter?

    Vielen vielen Dank Gruß Maria

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Maria,

      eine Kapsel Histaplus direkt vor dem Schlafengehen eingenommen ist völlig ausreichend.

      Kupferausleitung findet statt mit P5P, Zink, Mangan (als Kombination im B-Life Protect enthalten, Erwachsenen Dosierung ist 3 Kapseln zum Frühstück, immer mit dem Essen), Molybdän 2 Kapseln.

      Chlorella hilft bedauerlicherweise wenig. Kupfer wird nach und nach durch die HPU Therapie ausgeschieden. Das dauert bei hohen Werten mehrere Monate bis hin zu Jahren (wird aber stetig besser!).

      Herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Angelika sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    vielen Dank für den sehr guten Artikel,
    da man sich nur im Netz informieren kann.
    Bei uns sind gute Ärzte Mangelware.

    Mir ist jetzt klar das ich an HPU/KPU leide und das dies
    die Ursache für meine epileptischen Anfälle ist.
    1963 begann es vermutlich durch die 3-Fachimpfung und im gleichen Jahr mit Verdacht auf Gehirnhautentzündung und Nesselfieber (2 Jahre zuvor Masern).

    Ich habe 5o Jahre Antiepileptika eingenommen und nach einem
    Magengeschwür (2014) diese reduziert und ganz abgesetzt.
    Danach ging es mir besser und auch durch die Einnahme von Thyronajod. Mein TSH lag 2010 bei 3,95 und heute bei 0,7.

    Im Nov.2017 wurde ich am 13. gegen Grippe geimpft
    15. MRT am Kopf mit Spritzung
    eines Med.???
    17. EEG Kontrolle

    am Morgen des 18. dann einen Anfall.
    Bei der Auswertung des EEG zeigte mir die Ärztin die Aus-
    schläge am PC.
    Nun soll ich wieder Tabl. schlucken! Seit dem 18.11.17
    war nichts mehr.

    Im Sept.17 hatte ich eine Untersuchung der SD(Ultraschall mit
    Spritzung) und war danach sehr unruhig mit einem Anfall.

    Jetzt nehme ich selbst folgende Mittel:
    OMEGA 3, Zink 50, Vtamin D3 2000, Vitamin B6 200, Vitamin K2,
    MG 800.

    Meine Folsäurewerte lagen im oberen Bereich.
    Kann das an zu wenig B12 (264) liegen? Meine Eisenwerte seien
    Normal.
    Durch die Einnahme von Vitamin D u. MG konnte ich mein Gewicht
    um 10kg. reduzieren. MSM hilft mir bei der Verdauung, aber
    auch Papajakerne sind gut.

    Meine Frage lautet:
    Kann ich p5p nehmen, da ich mich noch immer nicht an meine
    Träume erinnern kann. Selen und Mangan auch?
    Taurin soll bei Epilepie auch eine Rolle spielen?
    HIT könnte auch sein!!!

    Was mich aber ganz traurig macht ist, das Ärzte nichts
    glauben.

    Liebe Güße von
    Angelika

    VIELEN DANK!!!

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Angelika,

      viele Impfstoffe sind mit Metallen belastet.

      Wissenschaftliche Informationen hierzu finden Sie in der aktuellen Ausgabe der „Hier und Jetzt“ des Instituts für Neurobiologie nach Klinghardt.

      Machen Sie bitte als erstes tatsächlich einen HPU Test. Setzen Sie hierfür das Vitamin B6 ab und schreiben auf dem Anforderungsbogen, dass Sie es regelmäßig mit 200 mg täglich genommen haben. Dann können die Mitarbeiter im Labor das ausrechnen.

      Sobald der Test unterwegs ist, können Sie mit Taurin zusätzlich zum Zink beginnen. 1 Kapsel zweimal täglich.

      Selbstverständlich können Sie dann auch P5P einnehmen. Dosieren Sie einschleichend und langsam.

      Vertragen Sie Chlorella? Etwas zum Binden von Giftstoffen könnte noch hilfreich sein.

      Wenn Sie Verdacht auf eine HIT haben, machen Sie, wenn Sie ein positives HPU Ergebnis bekommen, das HPU-Screening im Anschluss. Histamin ist ein Teil des Tests.

      Die erhöhte Folsäure kann auf ein weiteres genetisches Problem hinweisen. Ein 5 Methyl-Tetra-Hydrofolat-Reduktase Mangel (kurz 5MTHFR). Diesen Test kann man ebenfalls bei der KEAC auf spezielle Anfrage machen lassen oder beim Hausarzt.

      Es spricht aus meiner Sicht nichts gegen eine Supplementation von Mangan und Selen. Allerdings sollte man bei Selen die Blutspiegel überprüfen, ebenso wie bei Vitamin D3.

      Bei Seleneinnahme bitte 3 Stunden Abstand zur Zinkeinnahme beachten.

      Mit den besten Wünschen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Himbeere sagt:

    Hallo, ich hätte nochmal eine Frage. Ich habe nach einem kurzen Progesteron- Ausschleichversuch abgebrochen wegen Übelkeit, Appetitlosigkeit und Psyche. Da ich gerade erst die HPU Therapie begonnen habe. Zink seit 3 Monaten, war total im Keller und P5P seit ca. 3 Wochen. Bin gerad bei 10mg. Kann es sein das das Progesteron und andere Hormone erst steigen, wenn ich aus dem Mangel an Vitalstoffen raus komme? Kommt erst dann die bioidentische Hormongabe an? Aber wo geht dann jetzt das ganze Progesteron hin? Hab jetzt Bedenken das ich mir da was einhandel bzw. das ich am Ende überdosiert bin oder mir was anderes kaputt mache, wobei die Blutwerte ja im Keller sind. Vielleicht verkraftet der Körper das Absetzen besser, wenn er keine anderen Mängel mehr hat, sprich speziel Zink u b6, welche ja bei der eigenen Hormonbildung überaus wichtig sind?

    Ist leider doch wieder länger geworden. Vielleicht kann Dr. Baumeister-Jesch noch etwas zu den Zusammenhängen erklären. Die ganze Sache mit dem Absetzen und mit den nicht höher gehenden Werten hat mich doch verunsichert.

    Lieben Dank!

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe „Himbeere“,

      aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten:

      1. Sie nehmen zusätzlich zur bestehenden Hormontherapie Mikronährstoffe zum HPU Ausgleich ein (z.B. B-Life Protect, einschleichend dosieren, über 3 Wochen auf 3 Kapseln zum Frühstück erhöhen) und schauen, was passiert.

      2. Sie setzen die Hormone ab und gehen, wie Frau Dr. Gerhard es beschreibt mutig durchs Hormonloch und versuchen neben der Mikronährstofftherapie Ihren Körper auch mit Phytotherapeutika zu unterstützen. Wir empfehlen hierzu bei Frauen vor den Wechseljahren Agnus Castus. Deutsche Präparate enthalten hier oft wenige Milligramm, wir haben gute Erfahrungen mit einem Präparat gemacht, dass man über die KEAC in Holland beziehen kann.
      Es bleibt die Frage, warum Sie seit so langer Zeit so wenig Hormone haben und dabei so jung sind. Wir haben das bislang nur bei Patientinnen erlebt, die neben massiven Problemen mit dem Genick auch eine massive Dysbiose des Darmes aufwiesen.
      Zink und P5P werden zur Hormonsynthese benötigt und können bei Einnahme die natürliche Produktion verbessern. Östrogene oral eingenommen fördern die Zink Ausscheidung und „verschärfen“ damit eine HPU.
      Doch Hormone sind Lebensqualität. Ich würde zunächst einmal zur Version 1 tendieren.

      Zu Ihrer zweiten Frage:
      Progesteron ist ein Vorläufer-Hormon. Es stabilisiert die Nebenniere. Wenn das Absetzen die Symptome verschlechtert, so kann ich mir nur vorstellen, dass es hier auch um eine Nebennierenerschöpfung geht. Um das abzuklären, würde ich ein Cortisol-Tagesprofil machen lassen und auch DHEA bestimmen.
      Wenn neben Progesteron auch Östrogen gegeben wurde, so kommt es neben einer vermehrten Ausscheidung von Zink auch zum Einlagern von Kupfer. Freies Kupfer ist rasch toxisch und wird in Leber und ZNS abgelagert. Durch die HPU Therapie (Zink) wird eingelagertes Kupfer frei. Bei erschöpfter Nebenniere, muss diese mit behandelt werden, vorsichtig und achtsam, damit es nicht zur Verschärfung der Symptomatik kommt.
      Progesteron ist völlig unproblematisch bei HPU Therapie. Östrogene verschärfen eher das Problem, als dass sie nützen. Von einer Supplementation von Östrogenen würde ich also eher abraten.
      Die Nebenniere kann man mit verschiedenen pflanzlichen Mitteln unterstützen oder mit Organextrakten (z.B. Cytozym AD).

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Himbeere sagt:

    Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
    Eierstöcke und Gebärmutter ist alles noch vorhanden. Ich hatte damals als ersten die Hormonspirale in Verdacht. Habe mir diese Uiehen lassen und seitdem gehen die Hormone nicht mehr hoch, daher hatte ich mit bioidentischen Hormontherapie angefangen. Leider bisher ohne Erfolg. Kann man Progesteron einfach absetzen oder sollte ich lieber ausschleichen? Z. B. Nur noch alle zwei Tage eine Kapsel, dann alle drei? Ich nehme eine Kapsel jeden Abend vaginal 200mg. Mein Frauenarzt würde eher noch mehr steigern, dass möchte ich aber nicht mehr.
    Grüße

  • Himbeere sagt:

    Hallo liebes Ärzteteam,
    ich habe nochmal eine Frage zu den Hormonen. Ich war jetzt bei einer HPU Ärztin, welche mir geraten hat mich von meinen bioidentischen Hormonen zu verabschieden ( Testosteron, Estradiol u Progesteron 200mg alles täglich), da ich mir damit gerade nichts gutes tue. Eine Hormonwerte sind seit 11/2 Jahren im Keller. Seit knapp einem Jahr nehme ich die Hormone immer weiter erhöht, weil sich die Werte überhaupt nicht bessern. Bei jeder Erhöhung bemerke ich eine anfängliche Verschlechterung. Erst jetzt bin ich zufällig auf HPU gekommen u positiv und denke das dies auch der Grund ist ,das die Hormone nicht stimmen und sich nicht bessern. Ist die Gabe tatsächlich kontraproduktiv und Zuviel für meinen gestörten Stoffwechsel? Wie kann ich am besten Absetzen ? Muss ich mit Nebenwirkungen rechnen? Ich bin 35 Jahre, keine Periode zur Zeit.
    Noch einmal eine kurze Frage. Haben bioidentische Hormone auch einen negativen Einfluss auf die Mikronährstoffspiegel? Also ist der Bedarf an Mikronährstoffen bei Einnahme von bioidentischen Hormonen erhöht? Dann könnte das auch eine Erklärung sein, warum es mir nach jeder Erhöhung erstmal schlechter geht und langfristig auch nicht wirklich besser??

    Liebe Grüße und eine besinnliche Weihnachtszeit!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Himbeere,
      da können Sie mit Ihrer Vermutung durchaus richtig liegen. Ich weiß auch nicht, warum Sie mit 35 Jahren überhaupt so viele Hormone brauchen? Haben Sie keine Eierstöcke mehr? Hormone absetzen und mit Mut durch das Hormonloch gehen, eventuell unterstützt von einer Naturheilkundeärztin und Pflanzenheilmitteln. Da jetzt Weihnachtsferien sind, wird Ihnen Frau Dr. Baumeister-Jesch sicher später noch antworten. Alles Gute!

  • Babsi sagt:

    Welche Maßnahmen zur Senkund des Histaminspiegels empfehlen Sie?
    Ich habe starke HI Probleme und chronische Müdigkeit.
    Zink nehme ich, sättigt schwer auf. Bekomme nun auch Zinkinjektionen schon länger, damit steigt der Wert, normal ist er aber nich nicht. B Komplex nehme ich, allerdings wenig P5P drinnen – mein Arzt sagte normales B6 ist auch ok. Kyra Hoffman sagte auch, B6 geht auch. Bin sehr unsicher nun.
    Ich habe seit längerem nun SD Unterfunktion (TSH war knapp 4) und nehme nun auch SD Hormone, 80cmg Thyroxin.
    Ich nehme divere andere Vitamine, da ich mit dem Essen sehr eingeschränkt bin. Probiotika und Q10 sollte ich nehmen, da Q10 Mangel, leider vertrage ich beides nicht und bekomme HI Beschwerden. Kalium ist auch immer wieder im Mangel, ich habe gelesen Taurin kann da helfen. Bitte um Info, wie ich das Histamin senken kann, das scheint ein großes Problem zu sein. Danke

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Babsi,

      um Histamin zu senken, helfen Calcium Sandoz forte (Chelatiertes Calcium), Vitamin D und Methionin.

      Antihistaminika helfen, um die Symptome zu lindern. Wenn diese nicht helfen, ist es in der Regel kein Histaminproblem.

      Die Schilddrüse ist sehr wichtig für die Verdauung. Wenn die Schilddrüse nicht richtig eingestellt ist, kann es im Darm zu massiven Dysbiosen kommen, das bedeutet, dass Fehlgärungen die Histaminproblematik verschärfen können.

      Wenn mit L-Thyroxin behandelt wird, sollte der TSH Wert gegen 1 streben.

      Anschließend ist die Verdauung zu sanieren.

      Wenn der Histamineintrag aus dem Darm reduziert werden kann, dann wird in der Regel auch wieder mehr normale Nahrung vertragen und eben auch P5P oder höhere Dosen Vitamin B6.

      Ein Vitamin B-Komplex niedrig dosiert, öfter über den Tag verteilt, kann helfen.
      Manchmal sind auch größere Mengen aktives Vitamin B2 möglich, was seinerseits Vitamin B6 aktiviert. Falls Sie von der Stoffwechselstörung HPU (Hämopyrrollaktamurie) betroffen sind, rate ich Ihnen, Vitamin B6 ausschließlich in der aktiven Form zuzuführen

      Mit den besten Wünschen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Nadja sagt:

    Hallo liebes Team des Netzwerks für Frauengesundheit,

    vielen Dank für die guten Informationen auf dieser Website sowie den entsprechenden Büchern zu der noch so unbekannten Stoffwechselstörung HPU! Es ist für mich eine große Hilfe.

    Ich selbst (26 J.) bin im Frühjahr dieses Jahres positiv auf HPU getestet worden (Wert des 24h-Urins: 2,3), zudem habe ich das PCO-Syndrom und es plagten mich Angst- und Panikattacken, die Werte der Schilddrüse waren in Ordnung. Ich habe im Anschluss an den HPU-Test über eine Therapeutin die Einnahme von Taurin gestartet über zwei Wochen jeden zweiten Tag morgens 1 Kapsel, danach eine Woche lang jeden Tag. Es folgten zu der täglichen Taurin-Einnahme zusätzlich die tägliche Einnahme von einer Kapsel Zink. Nach etwa vier Wochen dieser Medikation kam abends ein Multivitaminpräparat ohne Kupfer hinzu und die Einnahme von Zink wurde ersetzt durch Chlorella vulgaris. Die psychische sowie körperliche Befindlichkeit wurde zunehmend besser, innere Standhaftigkeit, keine Panik- oder Angstattacken mehr und ebenso die Periode kam regelmäßiger, zudem Erinnerung an Träume und guter Muskelaufbau bzw. Kraft in den Muskeln.

    Ungefähr Mitte September fing ich an, P5P (im B-Life Protect Kombipräparat mit Magnesium, Mangan und Zink) morgens einzunehmen, zudem eine Kapsel Chlorella vulgaris und abends das Multivitaminpräparat ohne Kupfer. Nach recht kurzer Zeit bemerkte ich, dass die vorher verschwundenen Probleme psychisch sowie physisch wiederkehrten und sich steigerten, sodass aktuell wieder Panik- und Angstattacken, Unregelmäßigkeit in der Periode und innere Nervosität/Unruhe, Unsicherheit, Müdigkeit wieder vorhanden sind.
    Ich habe daraufhin den Rat bekommen, Chlorella vulgaris abzusetzen und P5P sowie Multivitamin nur alle zwei Tage einzusetzen – bislang hat das jedoch wenig genützt.

    Was kann ich tun? Wie sollte ich die Medikation verändern, um wieder in Balance zu kommen? Ich habe Sorge, Vitamin B6 wegzulassen, da es ja bei HPU sehr bedeutsam ist, mir jedoch scheinbar nicht bekommt (oder in der Menge nicht bekommt).
    Vielen Dank im Voraus!

    Freundliche Grüße und schöne Feiertage wünscht

    Carolin

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Carolin,

      wenn aktives Vitamin B6 Nebenwirkungen verursacht,so gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten hierfür:

      1. Der Körper fängt an effektiv zu entgiften und schickt z. B Schwermetalle auf den Weg, das kann dann unangenehm sein.

      2. Es gibt ein unerkanntes Probleme mit dem Histaminstoffwechsel.

      Mit 26 Jahren würde ich eher ein Problem im Histaminstoffwechsel denn eine Toxinbelastung vermuten.

      Abhilfe kann hier NUR ein Bluttest auf Histamin geben, der von der KEAC durchgeführt wird. Deutsche Labore sind erstaunlicherweise zu diesem Test nicht fähig.

      Ich vermute eine Histapenie, passend zum PCO-Syndrom, Zinkmangel und damit verbunden Kupfereinlagerung (das wäre allerdings auch eine Schwermetallthematik).

      Die Behandlung einer Histapenie ist deutlich unterschiedlich zur Histadelie. Beides Probleme im Histaminstoffwechsel, die zu Problemen bei der P5P Einnahme führen können.

      Zur Behandlung der Histapenie gibt es das Histaplus. In der Regel ist dann nach zwei Monaten die Einnahme von B-Life Protect möglich.

      Mit den besten Wünschen

      Dr. Liutgard Baumeister-Jesch

      • Carolin sagt:

        Sehr geehrte Frau Baumeister-Jesch,

        herzlichen Dank für diese wertvollen Informationen! Den Test werde ich direkt im Januar durchführen, es würde sich tatsächlich wieder einiges ordnen.

        Nach weiterer Beschäftigung mit der Thematik ist es neben der Angst- und Panikattacken (begleitet von Hyperventilation) auch so, dass ich vor gut 10 Jahren recht lang an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war – muss ich diesbezüglich mit Nährstoffen ergänzen?

        Ist es möglich, weiterhin bis etwa 2 Wochen vor dem Histamintest möglich, Chlorella und/ oder Taurin morgens sowie abends Multivit ohne Kupfer und eine Kapsel Zink zu nehmen oder soll ich besser alles erstmal weglassen?

        Vielen Dank im Voraus.

        Herzliche Grüße und einen guten Rutsch in 2018 wünscht

        Carolin

        • Bella sagt:

          Hallo liebes Ärzte-Team,
          der Zusammenhang zwischen Pfeifferschem Drüsenfieber/Eppstein-Barr-Virus und HPU würde auch mich sehr interessieren, da bei mir meine nun schon 16 Jahre dauernde Leidensgeschichte mit einer EBV-Infektion begann.
          Mit vielen lieben Grüßen!

          • Baumeister-Jesch sagt:

            Liebe Bella,

            die Stoffwechselstörung HPU ist genetisch bedingt und wird durch Stressereignisse getriggert. Dabei ist Stress sehr individuell. Zum Stoffwechselstress zählt man allerdings auch akute und chronische Infektionen.

            Sicherlich wissen Sie, dass die HPU zum Verlust von Zink und Vitamin B6 über den Urin führt. Zink ist essentiell für das Immunsystem. Zinkmangel führt zu Infektanfälligkeit.

            Der Körper braucht große Mengen an Coenzym Q10, um eine EBV Infektion heilen zu können. Das ist ein weiterer Mikronährstoff, der bei HPU leicht in eine Mangelsituation kommen kann, da er mit Hilfe von Vitamin B6 gebildet wird.

            Aus dem Mikronährstoffmangelbildern ist also ersichtlich, dass gerade HPU Patienten sich mit EBV Infektionen zum Teil schwer tun.

            Eine Chronische Infektion wiederum stresst das System und führt zur Verstärkung der HPU. So kann ein „Teufelskreis“ beginnen. Aus dem es aber durch die ursächliche Behandlung der HPU auch wieder hinausführen kann.

            Mit den besten Wünschen

            Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Liebe Carolin,

          vor dem Histamintest (ein Bluttest) müssen Sie nichts weglassen oder beachten. Das ist völlig problemlos.
          Wenn Sie allerdings den HPU-Test stattdessen meinen, dann müssten Sie bitte eine Woche vorher Zink und alle B-Vitamine sowie Eisen meiden.

          Pfeiffersches Drüsenfieber: Um eine EBV-Infektion zu klären, braucht der Körper große Mengen an Coenzym Q10. Das dürften Sie dann also reichlich zu sich nehmen, mindestens 100 mg täglich gerne auch vom aktiven Ubiquinol.

          Herzliche Grüße

          Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Sabine sagt:

    Es gibt inzwischen eine Petition

    „HPU und KPU-Betroffene fordern Anerkennung der Stoffwechselstörungen durch die Krankenkassen!“

    https://www.openpetition.de/petition/online/hpu-kpu-betroffene-fordern-anerkennung-der-stoffwechselstoerung-als-erkrankung

    Bitte unterschreiben!

  • Mariposa sagt:

    Liebes Ärzte-Team,

    über einen 24h-Urintest bei KEAC in den Niederlanden wurde eine HPU bei mir diagnostiziert. Ich hatte zuvor eigentlich keine besonderen schweren Symptome, unter denen ich litt (ich träumte auch nachts). Ich hatte eine Heilpraktikerin aufgesucht, weil ich Hashimoto habe und viel zu viel wiege (104 kg bei 1,60 m). Ich war bereits mit 5 Jahren das erste Mal zu Kur und seitdem ist „DIE RICHTIGE“ Ernährung bei mir ein Dauerbrenner. Für mich ist es eigentlich wichtig, die Ernährung so umzustellen, dass ich ein Leben lang gut damit leben kann.

    Und nun zu meinen eigentlichen Fragen:
    1. Mir wurde empfohlen, aufgrund des HPUs, auf Milchprodukte und Eier zu verzichten. Was lösen diese Lebensmittel in meinem Körper aus?

    2. Als ich den HPU-Test durchführte, war ich ziemlich stark an einer Sinusitis erkrankt – könnte das das Ergebnis verfälscht haben?

    Besten Dank vorab für Ihre Rückmeldung
    und viele Grüße aus dem Odenwald

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Mariposa,

      solange Sie während der Sinusitis kein Antibiotikum eingenommen haben, hat eine Sinusitis keinen Einfluss aufs Testergebnis.

      Grundsätzlich kommen Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) bei HPU überdurchschnittlich häufig vor. Dazu zählen in erster Linie Weizen(Gluten), Kuhmilchprodukte und Eier.

      In Ihrem Fall sollten Sie auch Schilddrüsenbremser meiden (Soja, Mais, Kohlarten, Hirse etc. Eine ausführliche Tabelle finden Sie in unserem Buch „Stoffwechselstörung HPU“). Empfehlenswert ist es auf Dinkel-, Schaf- und Ziegenprodukte umzusteigen.

      NMU verlangsamen den Stoffwechsel, führen auf Dauer zur Nebennierenerschöpfung und ziehen Wasser (Übergewicht).

      Dies sind die häufigsten NMU der HPU betroffenen (betrifft ca. 80 %). Natürlich gibt es noch weitere, die aber sehr individuell unterschiedlich sein können.

      Es empfiehlt sich das HPU-Screening im Anschluss an den positiven HPU Test.

      Wenn Sie noch Schilddrüsen-Unterfunktionssymptome haben, wäre ein T3/T4 Test (KEAC) im Urin u U. hilfreich, um zu schauen, ob Sie gut eingestellt sind. Viele übergewichtige Patienten weisen eine Konversionsstörung oder eine Hypophysenschwäche auf, die mit Bluttests nicht erkannt wird.

      Mit den besten Wünschen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Verena sagt:

    Hallo Frau Dr.L.Baumeister-Jesch,

    eine tolle und hilfreiche Seite ist das hier. Danke dafür!
    Habe auch HPU und habe zunächst mit Krytosan forte behandelt, wo ich kaum eine Veränderung bemerkt habe und nun nehme ich täglich 1 Kapsel B-Life protect. Davon bekomme ich so ein Beklemmungsgefühl im Hals und leichten Schwindel bzw.Benommenheit. Ich werte das jetzt mal als gutes Zeichen, das sich etwas tut.Kann ich die Nebenwirkung abmildern durch Bentonit Einnahme 3 Stunden nach der Einnahme von B-Life protect? Oder was würden Sie mir empfehlen?
    Ich möchte eigentlich ungern das B-Life runterdosieren…

    Herzliche Grüße und lieben Dank
    Verena

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Verena,

      ja das kann man so machen. 2-3 Stunden nach der Einnahme ist Bentonit völlig ok.

      Grundsätzlich bitte das B-Life Protect NIE nüchtern nehmen, sondern immer zum Essen. Übelkeit oder Unwohlsein können durch Unterzuckertendenzen entstehen oder durch vermehrte Magensäurebildung.
      Das ist gut und wird sich regulieren. aber unangenehm. Bitte versuchen Sie dann einfach eine Kleinigkeit zu essen (etwas Deftiges, keine Süßigkeiten oder Obst), ob das dann besser wird.

      Wenn es Symptome gibt nach der Einnahme von B-Life Protect kann das ansonsten durch zu viel freiwerdende Gifte entstehen. Hierbei könnte sonst auch Chlorella hilfreich sein, da sie Gifte besser bindet als Bentonit.

      Oder ein Problem im Histaminspiegel anzeigen. In diesem Fall wäre ein Bluttest richtig, Histamin bei der KEAC (Teil des HPU-Screenings). Der Wert kann zu hoch oder zu niedrig sein. Die Therapie ist unterschiedlich, deswegen ist der Test wichtig.

      Mit den besten Wünschen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

      • Verena sagt:

        hallo Frau Dr.Baumeister-Jesch,

        habe auch sehr niedrige Schilddrüsenwerte inkl. dem TSH (was ja auch evtl vom HPU kommt) und nehme jetzt noch Selen 55 Mikrogramm.
        Habe heute extreme Beschwerden ca. 2Std. nach B-Life protect. Extreme Benommenheit und Beklemmungsgefühl im Hals und Brust. Möchte es gerne mal mit Chlorella versuchen abzumildern. Wieviel empfehlen sie zur Ausleitung bei Entgiftung durch begonnene HPU-Therapie. Glauben Sie eher an Entgiftungserscheinungen oder Histaminproblematik?
        Ehrlich gesagt, ist mir der KEAC-Histamintest im Moment zu teuer.

        Liebe Grüße
        Verena

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Liebe Verena,

          Benommenheit und Beklemmungsgefühl in Hals und Brust sollten immer auf dem direkten Weg zu einem Therapeuten vor Ort führen. Hier kann ich nicht verantwortlich aus der Ferne eine Einschätzung abgeben. Einen Zusammenhang mit der Einnahme von B-Life Protect kann ich mir nicht vorstellen. Chlorella zur Ausleitung geben wir häufig 3×5 bis 3×20 Presslinge.

          Bitte wende Sie sich an Ihren Therapeuten/Ihre Therapeutin vor Ort.

          Mit freundlichen Grüßen

          Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Juliaa sagt:

    Hallo liebes Ärzteteam
    ich nehme seit drei Wochen P5P,Zink u Mangan, kann auch problemlos 30mg P5P nehmen, habe aber ab mittags Muskelschmerzen in den Unterarmen und Händen. Bei 10 mg P5P wenig, bei 30 mg P5P ganz viel.
    Durch diese Muskelschmerzen bin ich kaputt und kraftlos. Was kann ich tun?
    Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Juliaa,

      wenn Symptome auftreten, bleiben Sie gerne erst mal in der niedrigeren Dosierung. In der Regel legt sich das mit der Zeit und steigern Sie nur langsam.

      Gerne können Sie auch zusätzlich Taurin zur Unterstützung des Leberstoffwechsels einnehmen oder falls eine Giftbelastung in der Vergangenheit oder Gegenwart vorliegt (Bsp. Amalgam) auch Chlorella oder Glutathion zur Entgiftungsunterstützung mit dazu nehmen.

      Freundliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Susanne sagt:

    Hallo liebes Ärzteteam,
    ich habe eine Frage hinsichtlich Verträglichkeit Depyllrol und bioidentische Hormone ( Progesteron, Estradiol, Testosteron). Dachte meine Beschwerden kommen von den niedrigen Werten der Hormone. Jetzt nach positiven HPU Test könnte alles davon kommen. Kann ich mit Depyllrol Kind beginnen. Gibt es Wechselwirkungen wegen der Hormone oder inwieweit sollte ich diesbezüglich jetzt Obacht geben?
    Grüße Susanne

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Susanne,

      grundsätzlich kann man bioidentische Hormone und auch HPU-Therapie zusammen durchführen. Das ist kein Problem.

      Bei vielen Patienten normalisiert sich der Sexualhormonstoffwechsel unter HPU -Therapie, sodass eine Supplementation von Progesteron in der 2. Zyklushälfte dann ausreicht und Estradiol und Testosteron nicht mehr unbedingt gebraucht werden.

      Beste Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Sina sagt:

    Sehr geehrte Frau Baumeister-Jesch,

    Erstmal ein großes Lob an Sie, das Buch hat mir sehr geholfen die Zusammenhänge besser zu verstehen.

    Meine Heilpraktikerin hat bei mir vor 3,5 Monaten HPU durch einen Urintest bei KEAC festgestellt. Ich bin 18 Jahre alt und habe schon mein ganzes Leben über Beschwerden und eine Ärzte Odyssee hinter mir… Mit 10 Jahren wurde Hashimoto festgestellt und mit L-Thyroxin behandelt. Meine Beschwerden (Kopfschmerzen/Migräne, Magenprobleme/Krämpfe, Antriebs- und Kraftlosigkeit, Blässe, Müdigkeit, ständige langanhaltende Infekte, Sinusitis ect.) blieben, so das ich mit hundert Fehltagen die Schule kaum geschafft habe. Durch Blut und Stuhl Untersuchungen beim HP kamen diverse Nährstoffmängel, Eisenmangel in der Zelle, exokrine Pankreainsuffizienz, Hyperhomocysteinämie und eine Darmdysbiose ans Licht. Des weitern habe ich schon lange Nahrungsmittel Unverträglichkeiten. Ich habe dann mit Depyrrol Basic NF (1/3 Kapsel alle 3 Tage) begonnen und bekomme davon heftige Migräne. Mein DAO-Wert ist erniedrigt, Histaminwert (in einem Hamburger Labor gemessen) liegt bei 39 ng/ml. Ich war so enttäuscht das ich jetzt weiß was ich habe, aber die Therapie mir solche Nebenwirkungen bereitet. 2 Monate habe ich es mit Depyrrol und als Absorber ‚Toxaprevent Medi Pure‘ probiert, die Hoffung nicht aufgeben doch die Kopfschmerzen hielten an und waren sehr stark. Dann nahm ich auf Empfehlung meiner Heilpraktikerin erstmal nur die aktive Folsäure (5-MTHF) und bekam auch davon Migräne. Es geht nicht vorran, ich bin noch so schlapp. Ein weiterer Blutcheck ergab das die Supplementierung der anderen Mikronährstoffe sich schon positiv auswirkte. Ich bekomme jetzt wöchentlich Infusionen beim HP unteranderem mit Vitamin C und Glutathion. Bei der letzten Infusion gab sie hochdosiertes Mg hinzu was der Migräne entgegenwirken sollte, tat es aber nicht, daraufhin bekam ich impulsartige Kopfschmerzen :( Ich weiß echt nicht mehr weiter… Nun beginne ich auf Rat von KEAC mit der Einnahme von Taurin, dann Zink und später P5P. Würden sie auch so vorgehen, oder gibt es noch andere Behandlungsmöglichkeiten? Ich bin echt verzweifelt und über ihren Rat sehr dankbar.

    Liebe Grüße
    Sina

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Sina,

      Ihre Beschwerden deuten auf ein massives Histaminproblem hin. Ich würde dringend den Histaminwert noch mal bei der KEAC im Blut testen zu lassen.

      Histaminprobleme sollten immer prioritär zur HPU behandelt werden.

      Fangen Sie erst mit Zink und Taurin über 2-3 Monate an, dann können Sie das Depyrrol oder z. B. B-Life Protect noch mal probieren und sollten es dann auch vertragen.

      Aber bitte lassen Sie Ihren Histaminwert bestimmen, denn die Behandlung einer Histapenie ist komplett anders als die einer Histadelie.

      Von einer Schwermetall- oder Giftbelastung, die durch das Depyrrol oder ein ähnliches Mittel losgetreten wird (das wäre auch eine ursächliche Möglichkeit) würde ich in Ihrem zarten Alter nicht ausgehen wollen. Möglich ist es natürlich aber schon (z. B. durch Amalgam, Fieberthermometer oder Energiesparlampe zerbrochen, Renovierung des Hauses etc.).

      Bleiben Sie dran. Es ist nicht immer einfach, Sie schaffen das schon. Und man lernt so viel über seinen eigenen Stoffwechsel.

      Herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

      • Sina sagt:

        Liebe Fr. Dr. Baumeister-Jesch,

        Vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort, diese hat mir sehr geholfen. Ich habe zwar das Glück eine sehr gute Heilpraktikerin an meiner Seite zu haben, dennoch wäre ein Arzt in manchen Situationen sicher hilfreich. Können sie mir bei der Suche nach einem Arzt der HPU behandelt weiterhelfen?

        Liebe Grüße Sina

  • Nadja sagt:

    Liebe Frau Dr. Baumeister-Jesch,

    vielen Dank für Ihre Aufklärungsarbeit zur HPU in Deutschland! Kann man Sie dabei unterstützen, etwa mit der Weitergabe von Flyern an Ärzte?

    Ich habe nach meiner kürzlichen Diagnose Ihr Buch gekauft und sehr davon profitiert. Leider therapiert meine Heilpraktikerin etwas anders, als Sie es empfehlen. Da ich noch Chlorella zu Hause habe und vor vielen Jahren eine massive Amalgamentfernung ohne Auslegung, würde ich gern Chlorella auf eigene Faust zu meiner Therapie dazu nehmen. Gibt es eine grobe Faustregel zur Einnahme? Meine HP verwendet es nicht und kann mir leider nichts empfehlen. Ich nehme aktuell Zinkorot, Magnesium Verla, B12 Ankermann und Derivatio H zur Entgiftung. Wie starten bald mit Depyrrol und dazu würde ich gern dann auch Chlorella nehmen.

    Ich bedanke mich für einen Hinweis,

    herzlich,
    Nadja

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Nadja,

      die Dosierungen der Chlorella können unterschiedlich sein. Meistens bewegt sie sich zwischen 3×5 bis 3×20 Presslinge pro Tag, einzunehmen mit den Mahlzeiten und viel dazu trinken. Bei Medikamenteneinnahme bitte einen zeitlichen Abstand von ca. 3 Stunden beachten. Die Chlorella einschleichend dosieren.
      Leider kann man nie so genau sagen, wie lange der Körper für eine Ausleitung braucht. Das ist abhängig vom Ausmaß der Belastung der Fähigkeit zur Entgiftung.
      In der Regel empfehlen wir allerdings mindestens 2-3 Monate, gerne länger. Teilweise auch bis zu einem Jahr. Das ist, wie gesagt, immer nur ein Schätzwert.

      Wenn eine Amalgambelastung in der Vorgeschichte bestand, kann es durchaus sinnvoll sein, zusätzlich Chlorella einzunehmen. Also schon vor der Einnahme von Depyrrol mit der Chlorella anfangen.

      Herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Janine sagt:

    Sehr geehrte Frau Baumeister-Jesch,

    bei mir wurde vor 3 Wochen eine HPU im Urintest festgestellt.
    Die Heilpraktikerin hat mir eine Behandlung mit Kryptosan empfohlen, zunächst 1woche lang 1Tbl., danach steigern auf 2. Zusätzlich Entgiftung mit 3Kapseln Heilerde imutox und eine Mischung aus Regenaplex Tropfen.
    Seit der Behandlung habe ich wahnsinnige Dauerkopfschmerzen und Nacken Schulterschmerzen. Ich bin kaum zu etwas in der Lage. Fühle mich so verzweifelt, weil es mir die Jahre vor der Diagnose schon so schlecht ging und ich unendlich froh war, endlich eine Diagnose für meine Beschwerden zu haben. Die HP sagte mit dem Kryptosan wird es mir in einigen Tagen schon deutlich besser gehen. Und jetzt das. Ich weiß nicht mehr weiter. Die HP sagte jetzt Regenaplex Tropfen absetzen und bei 1 Kapsel Kryptosan erstmal bleiben. Aber die Kopfschmerzen bleiben.
    Könnten es Nebenwirkungen vom Kryptosa n sein? Soll ich es absetzen und was anderes versuchen?

    Meine Symptome vor Behandlungsbeginn:
    Müde, erschöpft, keine Energie, Konzentrationsprobleme, keine Stressresistent, schnelle Überforderung, gereiztheit, Blässe, Licht und Geräuschempfindlich, Haarausfall, strohige Haare, plötzlich wieder Pickel, trockene Hände und Lippen, Magenprobleme/Übelkeit, Gewichtsabnahme, plötzlich immer mehr an verschiedensten Unverträglichkeiten, immer wieder Eisenmangel, nach Infusionen im Labor schlechte Eisenbindung, MCV hoch. Zudem wurden beim Cortisol Tagesprofil anhaltend zu hohe Werte gemessen. Für die Entspannung der NNR soll ich 2x 30Tr Eleu und 1x 80mg Gingko nehmen
    Ich hoffe Sie können mir helfen, bin völlig verzweifelt.
    Viele liebe Grüße
    Janine

    • Janine sagt:

      Habe das Kryptosan heute weggelassen und die schlimmen Kopfschmerzen wurden besser.
      Jetzt bleiben die anderen Symptome meiner HPU. Bin echt am Ende meiner Kräfte und total verzweifelt.
      Meine HP wollte jetzt quaddeln gegen die Kopfschmerzen. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Was soll ich denn jetzt an NEM gegen die HPU nehmen?
      Ich fühle mich wie bei den Eisenmangelanämien in den letzten Jahren. Allerdings ist mein Ferritin aktuell ok. Nur die Eisenbindung zu niedrig. Vielleicht ist das auch noch wichtig zur Beurteilung.
      Transferrin war etwas niedrig. Transferrinsättigung ok. Hb und Ferritin ok.

      Habe vor ca 3Monaten die letzten Eiseninfusionen bekommen gegen den letzten Mangel

      • Baumeister-Jesch sagt:

        Liebe Janine,

        wir empfehlen bei HPU grundsätzlich mit aktiven Vitaminen zu therapieren, wie z. B. im B-Life Protect.

        Die Kopfschmerzen sind meines Erachtens ein Hinweis auf eine Störung im Histaminstoffwechsel. Das kommt bei HPUlern relativ häufig vor. Ob es sich bei Ihnen um eine Histadelie oder um eine Histapenie (also zu viel oder zu wenig Histamin im Blut) handelt, sollte abgeklärt werden. Das Histamin im Vollblut untersucht NUR das Labor KEAC in Holland adäquat, weil dieses Labor weiß, dass auch ein zu wenig an Histamin Probleme machen kann. Deutsche Labore kennen nur ein zu viel an Histamin.

        Eine Histadelie wird anders therapiert als eine Histapenie.

        Schritt 1: Blutentnahme und Histamin Test bei der KEAC

        Schritt 2: Erst einmal nur Einnahme von Zink und Taurin (z.B. von der Firma Heidelberger Chlorella je 2 Kapseln täglich) bis der Wert da ist.

        Über die verschiedenen Behandlungsformen bei Histamin finden Sie in unserem Buch Informationen, die Ihnen hoffentlich weiterhelfen können.

        Kopfschmerzen unter Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung sind ernst zu nehmen.

        Eine weitere Möglichkeit für die Kopfschmerzen könnte auch eine Belastung mit Schwermetallen sein, wenn das aus der Vorgeschichte bekannt ist (z. B. Amalgam). Dann wären Bindemittel (Chlorella) hilfreich.

        Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

        Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Tanja sagt:

    Liebe Frau Dr. Baumeister-Jesch,

    zunächst herzlichen Dank für Ihre sehr interessanten und ausführlichen Antworten. Ich habe mir Ihr Buch besorgt und habe nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Töchtern endlich eine Antwort (jahrelanges Ärztehopping) aufgrund der HPU gefunden. Ich bin bei einem sehr guten Arzt, der leider wenig Ahnung von HPU hat. Wir haben einige zusätzliche Tests gemacht, die mir noch Rätsel aufgeben.

    Schon seit längerem habe ich in meinen Blutbildern Kaliummangel und daher ist Natrium zu hoch, an der Ernährung liegt dies nicht. Da ich Anfang des Jahres neben unglaublicher Erschöpfung und Müdigkeit einige massive psychiatrischen Probleme hatte, vor allem war mein Stresspegel auch im normalen Alltag unerträglich hoch, habe ich Neurodoron (mit homöopathischem Kalium) eingenommen, was mir sehr geholfen hat. Bei meinen Basenpulvern habe ich auf einen hohen Kaliumwert geachtet, was aber laut aktuellem Blutwert meinen Kaliumspiegel nicht reguliert hat. Mein Magnesium ist im Mangel, obwohl ich seit längerem MG Citrat einnehme, ich weiss dass MG auch auf Kalium wirkt. Zink und Selen ist im Keller, Mangan im unteren Drittel, Eisen ebenfalls immer schon niedrig, die Erys ebenfalls im Mangel.

    Da mein Arzt zudem Borelliose vermutet, habe ich Karde und Katzenkralle eingenommen und sehr schlecht reagiert, was mich überhaupt auf die Idee brachte, eine Entgiftungsstörung zu haben. Aus diesem Grund habe ich zunächst mit Zink und Taurin begonnen, zur Ausleitung Zeolith und Hydrocolon. Ich bin letztes Jahr sehr lange wegen NNS behandelt worden, was kaum Besserung gebracht hat, die Werte im Cotisol sind allerdings wieder in der Norm. Inzwischen ist mir klar, dass die HPU ebenfalls auf die NN, bzw die Hormone wirkt. Schade, dass meine HP damals NUR die NNS im Fokus hatte.

    Ich freue mich, falls Sie die Zeit finden auf meine Kalium Thematik einzugehen (ich finde dazu im Buch nichts) und würde gerne erfahren ob Sie auch Seminare/Vorträge anbieten.

    Einen schönen Tag wünscht
    Tanja Wilts

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Frau Wilts,

      das verschobene Na/K Verhältnis und auch das verschobene Ca/Mg Verhältnis kommen durch die Nebennierenschwäche zustande.

      Der Grund der Nebennierenschwäche liegt in dem erhöhten Kupfer, das HPUler gerne speichern. Kupfer hat negative Auswirkungen auf die Neurotransmitter und führt zu einer extremen Stresslabilität oder auch Stress-Bereitschaft, wenn Sie so wollen. Die erregenden Neurotransmitter laufen auf Hochtouren, die beruhigenden Neurotransmitter werden viel zu wenig gebildet. Kupfer führt erst zur Cortisolerhöhung, dann auf Dauer zum Absturz und Nebennieren-Erschöpfung.

      Die Nebenniere ist das Organ, das die „Salze“ reguliert.

      Was also bringt die Mineralstoffe wieder ins Lot? Die HPU Therapie. Zink hochdosiert hilft dabei die Leber zu entlasten und Kupfer endlich auszuleiten. Nehmen Sie auch Molybdän und Vitamin C zusätzlich ein.

      Falls Sie noch mit Erschöpfung zu kämpfen haben, lohnt sich immer ein Versuch mit Organextrakten.

      Herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Monika sagt:

    Hallo Frau Baumeister-Jesch,
    bei meinem Sohn (14 Jahre) wurde vor kurzem (nach jahrelanger Odysee) hpu diagnostiziert (zumindest war Hämopyrrol im Urin leicht erhöht).
    Seine Hauptbeschwerden neben vielen anderen: Seit frühester Kindheit fast täglich Kopfschmerzen, häufige Infekte (Erkältungen), Schlappheit, Schlafprobleme und seit den letzten 2 Jahren ständig schlechter werdende Lernfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis, was sich auch in der Schule drastisch auswirkt.
    Sein IQ wurde im Rahmen einer Legasthenie-Untersuchung mit 121 ausgetestet, Legasthenie positiv.
    Vor Diagnose der hpu wurde im Frühjahr 2017 u. A. folgendes diagnostiziert: Eisenmangel, Vitamin D Mangel, Selenmangel und Zinkmangel (alle Werte wurden im Serum gemessen). Behandlung der Mängel mit Infusionen (Eisen und Zink) und zusätzlich längere Tabletten-Einnahme (alle 4 Stoffe über 3 Monate, ebenso Enzynorm F und Omnibiotic AAD) . Im Mai wurde dann auch noch eine Bleivergiftung entdeckt.
    Diese behandeln wir seit ca. Mitte Juni mit 1x wöchentlich 300mg DMSA Einnahme, der Bleiwert im Urin wurde seither aber noch nicht kontrolliert.
    Eine Kontrollmessung im Juli hat ergeben, dass Vitamin D und Ferritin wieder im oberen Normbereich liegen, Selen und Zink aber immer noch fast unverändert niedrig. Eine erstmals durchgeführte Vit B6 Messung ergab einen Wert im unteren Normalbereich. Und eben auf meine Bitte der hpu Test im Urin, Hämopyrrol leicht erhöht.
    Seitdem hat er nochmals 4x Zink und 2x Selen per Infusion erhalten. Eine Kontrolle der Werte hat noch nicht stattgefunden.
    Leider habe ich zu hpu keine genauen Infos vom Arzt erhalten, nur dass man bei erhöhten Hämopyrol im Urin Kryptosan verabreicht0, ohne Angabe wieviel und wann. Aktuell gebe ich ihm Kryptosan 10 NF von monapur (anfangs alle 2 Tage 1 Stück, nun 1x täglich 1 Stück, meist mittags). Aber bisher immer noch keine Besserung seines Zustandes.
    Hier nun meine Fragen:
    Als Wichtigstes: Könnten Sie mir einen Therapeuten in erreichbarer Nähe empfehlen? Großraum Ingolstadt.
    Ist es derzeit überhaupt sinnvoll ein Präparat zu nehmen, nachdem auch die Einzelgabe von Zink (2x pure encap zink 30 täglich mittags, die anderen Nährstoffe abends) zu keiner Erhöhung des Zinkwertes geführt hat, und woran kann das liegen?
    Was kann man gegen seine ständigen Infektionen tun?
    Vielen herzlichen Dank schon mal im Voraus! Ich verstehe es aber auch, wenn Sie auf meine Fragen nicht eingehen können, aber vielleicht sind diese Probleme ja gar nicht so unüblich?
    Wir wissen irgendwie nicht mehr weiter.

    Viele Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe MOnika,
      Zur Zeit ist Frau Dr. Baumeister-Jesch nicht erreichbar. So ein Zinkmangel hängt immer mit einem gestörten Darm zusammen und u.U. einer Umweltbelastung, weil für die Entgiftung sehr viel Zink verbraucht wird. Berücksichtigen Sie bitte auch eine Elektrosmog-Belastung, die häufig jahrelang nicht diagnostiziert wird. Viele Grüße

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Monika,

      ich finde es nicht verwunderlich, dass der Zinkwert noch nicht hoch geht. Eine Bleibelastung bei einem 14 Jährigen ist ja schon eine Diagnose, die zur Behandlung eine gewisse Zeit braucht. Außerdem bekommt er ja wöchentlich DMSA.

      Ich verwende in meiner Praxis nur Mittel mit aktivem Vitamin B6, zum Beispiel B-Life Protect, (immer zum Essen, zum Frühstück einschleichend dosieren) bis zu 3 Kapseln täglich.
      Zusätzliches Zink braucht er dann eigentlich nicht mehr. Gerne aber doch weiterhin ab und an als Infusion, wenn möglich.
      Außerdem einen Vitamin B-Komplex aktiv 1 Kapsel mittags und abends ein Multivitamin aktiv ohne Kupfer bis zu 2 Kapseln.

      Für Therapeutenempfehlungen wenden Sie sich bitte direkt an das Private Institut für Biophysiologie.

      Alles Gute für Ihren Sohn und herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • HPU_MUC sagt:

    Liebes Doktoren Team!

    Bei mir wurde nach einer langen Ärzte Odysee HPU diagnostiziert. Seit einigen Jahren leide ich unter Hashimoto und nach Lesen ihres Buches habe ich festgestellt, dass ich noch viele weitere Symptome, die ich nie einem Krankheitsbild zugeordnet habe nun der HPU zu verdanken habe (Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Traumlosigkeit, Kniebeschwerden links ohne Grund und und und)

    Nun meine Frage: seit Februar nehme ich Mangan, Vitamin B complex, Zinc, Selen – wie empfohlen und alle Beschwerden verschwanden fast vollständig. Seit rund zwei Wochen scheint nun allerdings ein ausgeprägter Eisenmangel aufzukommen.

    Ich nehme nun Kräuterblut als Eisenergänzung.
    Ist dieser Eisenmangel auf Zink zurückzuführen? Ich habe kein Amalgan mehr allerdings eine Kupferspirale.

    Noch eine Frage: ist die HPU Erkrankung in irgendeinem Land anerkannt?

    Danke für Ihre Unterstützung

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe HPU_MUC,
      es ist durchaus möglich, dass Zink die Aufnahme von Eisen vermindert. Bitte ab sofort Zink und Eisen zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen. So weit mir bekannt ist, ist die HPU in keinem anderen Land als Krankheit anerkannt. Viele Grüße

      • Camperin Maren sagt:

        Hallo HPU MUC,

        die Kupferspirale ist durchaus kontraindiziert. Bei einer
        diagnostizierten HPU liegt häufig ein Kupferüberschuss vor.
        Deshalb sollten Nahrungsergänzungsmittel, sowie bei Einnahme von Spurenelementen auf Präparate mit Kupfer- zusatz verzichtet werden.Auch als Cu ( cuprum ) bezeichnet und somit aufgelistet.In meiner Familie liegt HPU in einem
        erschreckenden Ausmass vor. Meiner Nichte habe ich als Kupferspiralträgerin geraten, sie entfernen zu lassen. Generell geht es Ihr ohne Verhütungsmittel besser.
        Da es nicht auszuschliessen ist, dass die K.spirale über welche Wege auch immer biochemische Prozesse auslöst, oder gar verstärkt,sind Sie besser beraten sie entfernen zu lassen.

        Viele Grüße,

        Camperin Maren

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Schönen guten Tag,

      damit die HPU Anerkennung findet, setzen wir uns in Deutschland stark ein.

      Ein Eisenmangel entsteht nicht durch die Supplementation von Zink, wohl aber durch eine Hypochlorhydrie, also einer verminderten Magensäureproduktion, die aufgrund der HPU auftreten kann. Mangan hingegen stört die Aufnahme von Eisen ganz konkret. Wenn Sie also Mangan einnehmen, sollten Sie es erst einmal weglassen.

      Als verträgliche Eisenpräparate empfehlen wir das Iron Bisglycinate der Firma Thorne. Nehmen Sie Eisenpräparate zusammen mit Vitamin C ein, das fördert die Aufnahme.

      Beste Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • S.K sagt:

    Guten Abend
    Ich habe eine Frage zu dem im Text erwähnten Produkt. Ich habe ihren Artikel mit Aufmerksamkeit gelesen und denke über einen HPT Test nach.
    Bis dahin würde ich gerne eine Ernährungsergänzung vornehmen (Ja, ich lass, dass vor dem Test mindestens 10 Tage keine Ergänzung stattfinden soll).
    Bei dem Erwähnten Produkt „B – Life Protect für Erwachsene “ finde ich leider keine genauen Angaben, ob es Gluten enthält und wieviel mg B6, Zink und Mangan enthalten sind. Könnten sie mir dies bitte beantworten.
    Ich bedanke mich im Woraus.
    PS: Ihr Artikel war eine schöne Anregung. Danke

  • Varuna sagt:

    Guten Tag,

    eine Frage beschäftigt mich sehr. Wenn man längere Zeit die individuell benötigten Nahrungsergänzungsmittel (P5P, Mangan, Zink usw.) zu sich nimmt, warum wird dann irgendwann kein HPL Komplex mehr ausgeschieden? Der HPL Komplex heftet sich doch an P5P, Mangan und Zink. Woran heftet er sich dann? Oder wird er durch die nötigen NEM´s gar nicht mehr produziert?

    LG Varuna

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Varuna,

      die Einnahme von P5P und Zink macht die Häm-Synthese effizienter. Das heißt, dass die Enzyme, die bei HPU mangelhaft arbeiten, durch die Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel gezielter wieder den richtigen Stoff Häm bilden können und weniger das „fehlerhafte“ HPL produzieren. Das liegt daran, dass die Enzyme selbst die beiden Mikronährstoffe als Cofaktoren nutzen.

      Einerseits behandelt man mit Zink und P5P also die HPU (Ausscheidung des HPL-Komplexes wird verbessert), andererseits kommt es deutlich weniger zur Produktion vom HPL Komplex. Man behandelt also einerseits symptomatisch und gleichzeitig auch ursächlich.

      Wenn eingelagerte HPL-Komplexe draußen sind und kaum noch neue gebildet werden, dann kann man im Urin folglich auch keine mehr messen.

      Dies gilt für stressfreie Zeiten. Bei Stress kann die Bildung des HPL-Komplexes wieder ansteigen.

      Mit besten Grüßen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Christiane sagt:

    Guten Tag Frau Baumeister-Jesch.
    bei mir würde im Januar hpu diagnostiziert. Ich nehme Depyrol Basis u. Depyrol Multivitamin (je 1 pro Tag). Seit 4 Wochen sind meine Hände angeschwollenen. Nun habe Schwellungen an beiden Füßen. Kann hier ein Zusammenhang bestehen? Eine Bekannte meine mein Lymphsystem könnte überfordert sein. Haben Sie einen Tip? Einweitere Frage: ist es sinnvoll einen Test weg. Borreliose vorzunehmen? Vielen Dank

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Christiane,

      einen Zusammenhang mit einem überforderten Lymphsystem würde ich dann sehen, wenn es in direktem zeitlichen Zusammenhang zur Einnahme der Mittel steht. Das scheint mir hier nicht gegeben zu sein (Januar oder Februar Start der Einnahme, geschwollene Finger seit April/Mai).

      Geschwollene Hände weisen in der Tat auf Wassereinlagerungen hin. Wir finden das häufig bei einer Störung in der Schilddrüsen/Nebennierenachse bzw. einer Unverträglichkeitsreaktion auf Nahrungsmittel. Ein HPU-Screening Test (Bluttest) wäre meines Erachtens sinnvoll, um das Thema zu untersuchen.

      Beste Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Melina sagt:

    Ich wollte mich erst einmal für die sehr hilfreich Website bedanken.ich bin 15 Jahre alt und leide seit 3 Jahren unter Hpu,dies habe ich erst letztes Jahr erfahren …. ich leide seit 3 Jahren fast unter täglicher (starken) Übelkeit (dies ist meine stärkste beschwerde).
    Ich habe 6 Monate lang toxaprevent pure und Butyrate genommen,um die Darmflora aufzubauen,doch mir wurde nicht gesagt das die Tabletten Einnahme zu lange war. Momentan nehme ich Quercetine,Meda-Stim,Bio Vitaal und Depyrrol, doch ich kann das depyrrol nicht vertragen.
    Ich weiß nicht welche Medikamente ich noch dazu nehmen muss damit es mir besser geht,leider habe ich kein Vertrauen mehr zu meiner Ärztin doch mir bleibt nichts anderes übrig,denn sie ist die einzige die Hpu behandelt.

    Ich hoffe sie können mir irgendwie helfen,sie sind wirklich die letzte Hoffnung die ich habe

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Melina,

      das klingt ja nicht so schön. Übelkeit kommt allerdings sehr häufig vor bei HPU und kann verschiedene Ursachen haben. Wenn die Übelkeit nur nach Depyrrol Einnahme kommt: das passiert in der Regel bis zu 1 Stunde danach, dann verschwindet die Übelkeit sofort, wenn man eine Kleinigkeit isst (aber kein Obst).

      Das Depyrrol bitte nie nüchtern einnehmen, dann wäre die Übelkeit sogar normal. Du kannst auch ausprobieren, für eine Zeitlang zwischendurch die Dosierung von Depyrrol zu halbieren. Dann achte doch mal darauf, ob sich an der Übelkeit etwas ändert. Das ist natürlich nicht als Dauerlösung gedacht, sondern nur für zwischendurch zum Ausprobieren.

      Die Übelkeit kann auch ein Hinweis auf eine bestehende Glutenunverträglichkeit sein. Wurde das untersucht? Die KEAC bietet hierzu einen sogenannten Screening-Test an. Weizen würde ich aus der Ernährung sowieso komplett streichen. Nun kannst Du ausprobieren, ob die Übelkeit weniger wird, wenn Du komplett auf Dinkel z. B. umsteigst oder wenn Du Dich glutenfrei ernährst.

      Last but not least kann eine Übelkeit auch durch Probleme mit dem Nacken ausgelöst werden. Auch das sollte therapeutisch abgeklärt werden über ein sogenanntes Nitrosatives Stress Profil (bieten mehrere deutsche Labore an).

      Dann wäre die zusätzliche Einnahme von Vitamin B12 und anderen Mikronährstoffen angezeigt.

      Alles Gute und herzliche Grüße

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Maschu sagt:

    Hallo Frau Baumeister-Jesch,
    nach meinem Kenntnisstand kann der HPU Test nur bei Dr. Kamsteeg gemacht werden und alle Tests in Deutschland sind KPU Tests. Es wird aber immer wieder das Gegenteil behauptet. Wenn ich richtig liege, gibt es dazu eine verlässliche Quelle/Aussage? Ich finde es insgesamt nicht hilfreich, dass nur ein Labor den Test durchführt, auch in Hinblick auf die Anerkennung von HPU, wenn es aber so ist, wäre eine verlässliche Quelle gut.

  • Sonja sagt:

    Vielen Dank für Ihren informativen Artikel. Zu dem empfohlenen Kombi-Produkt B-life habe ich eine Frage: Sollten Vitamine und Zink, bzw. Mangan nicht immer zeitversetzt eingenommen Werden? Und wie verhält sich das bei dem Chlorella Produkt, was muss hier bedacht werden? Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Schönen guten Tag Sonja,
      mit den therapeutisch eingesetzten Mikronährstoffen gehe ich immer möglichst pragmatisch um. Auch wenn es vielleicht noch besser wäre, Zink immer abends spät zu nehmen, gebe ich gerne alles gemeinsam (soweit irgend möglich). Komplizierte Einnahmekonstruktionen halten die wenigsten auf Dauer durch. Nach aller Erfahrung wird die Kombination aus aktivem Vitamin B6, Zink, Magnesium und ggf. Mangan ganz gut resorbiert. Daher verwende ich es als Kombimittel morgens und/oder mittags. Chlorella sollte tatsächlich am besten mit ca. 4 Stunden Abstand zu o.g. Mikronährstoffen und zu Medikamenten eingenommen werden.
      Mit den besten Wünschen
      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Tigerlilly sagt:

    P.s.

    Ich will keinesfalls behaupten, daß diese Methode ein Allheilmittel ist.
    In meinem Fall hat es jedoch geholfen und schaden kann es definitiv nicht.
    Okay, es kostet am Anfang Selbstdisziplin, zusätzlich Zeit (tägliches Zubereiten der Nahrung macht allerdings auch Spaß) und Geld, das kosteten die Nahrungsergänzungsmittel meiner Supplementierung allerdings auch,da die PKV trotz med. Indikation keine Kosten übernahm….

  • Tigerlilly sagt:

    Hallo

    Bei mir wurde vor gut 2 Jahren ein schwerer Fall von HPU diagnostiziert, da ich schon lange unter Symptomen wie Erschöpfung, keinerlei Traumerinnerung, schlechtem Kurzzeitgedächtnis und extremen Zyklusstörungen litt.
    Mein Arzt begann mit der üblichen Supplimentierung,jedoch nur mit geringem Erfolg, die regelmäßigen Blutkontrollen lieferten nicht die gewünschten Ergebnisse. Es hieß, ich solle u.U. meine vegetarisch/vegane Lebensweise aufgeben, da sie mich zusätzlich belasten könnte.
    Vor 3 Monaten hatte ich dann, eigentlich aus einer Laune heraus, die Idee mein Leben zu ändern und seitdem verzichte ich auf Weizen, raffinierten Zucker, Soja (war vorher eine meiner größten Eiweißquellen) und vorverarbeitete Lebensmittel.
    Meine letzte Blutuntersuchung von vor 3 Wochen konnte keinerlei Mangel an Nährstoffen und B-Vitamin mehr nachweisen, der HPU Test der letzten Woche war negativ…
    Ich träume wieder, fühle mich gut und habe schon zum 2. Mal meine Periode nach exakt 29 Tagen bekommen.
    Manchmal kann es so einfach sein.

  • Anda sagt:

    Hallo,

    könnte vielleicht der Vitamin-B Komplex von Hauer Naturprodukte helfen?

    Viele Grüße

  • Anne sagt:

    Erst einmal meinen herzlichen Dank für diese informative Seite.
    Auch ich habe die vielfach beschriebene Arzt Odysse hinter mir…
    Seit 10 Tagen weiß ich nun definitiv, dass ich unter HPU leide, nachdem bereits der Selbsttest der KEAC eine Offenbarung war. Außer der HPU ist seit ca. 15 Jahren eine Hashimotothyreoiditis bekannt, in der Zwischenanamnese ergab sich außerdem ein verfrühter Eintritt in die Perimenopause (Diagnose: kurz nach dem 40. Geburtstag). Allerdings kommen unter Progestan/Mönchspfeffer Kombitherapie monatliche Blutungen, so dass ein zweiter Gynäkologe meine Symptomatik als starke PMS mit dysphorischem Charakter interpretierte.
    Zusätzlich habe ich bisweilen unter arger vaginaler Trockenheit und wiederkehrenden vaginalen Infekten gelitten. Nach einer Antibiose im letzten Jahr gab es sogar den Verdacht auf Lichen Ruber. Weder Vagisan, noch Deumavan o.ä. noch Kortison brachten dauerhafte Linderung. Seit einer Empfehlung von Pro Familia benutze ich eine östrogenhaltige Salbe – Sex ist nun wieder ein erfreuliches Ereignis.
    Allerdings muss ich gestehen, dass meine Reizdarmsymptomatik seit der lokalen Estrioltherapie wieder sehr stark zugenommen hat.
    Bei Kamsteeg habe ich den Verweis gefunden, dass sowohl Progestan(!) als auch Estriol porphyrinogene Substanzen sind, die man als HPU-Patientin meiden sollte.
    Was tun?
    Und was ist mit Eisenpräparaten? Nehme derzeit täglich die Ferrosanol mite, die ich relativ gut vertrage? Soll ich Eisen ganz absetzen und lediglich auf die kombinierte Pyridoxal-5-Phosphat, Zink und Mangantherapie bauen? Meine Blutungen dauern fast eine Woche an – Anämie war auch immer ein Thema, meine Ferritin Werte waren schon mal auf 11…
    Und welche Untersuchungen sollte ich noch in Erwägung ziehen? IgA Gesamtgluten, Cortisol Speicheltest, Alpha-1-Antitrysin wegen meiner Nebenhöhlenprobleme, Vollbluthistamin, Fructosamin…

    Vielen Dank

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Hallo Anne,
      das sind ja wichtige und kluge Fragen – die ich aber in diesem Rahmen nicht mit gutem Gewissen beantworten kann. Das benötigt einen richtigen therapeutischen Rahmen. Nur dann können angemessen alle Aspekte mit berücksichtigt werden, und die Therapie kann auch je nach den Reaktionen abgeändert werden. Bitte suchen Sie einen Therapeuten bzw. eine Therapeutin auf.
      Mit guten Wünschen und freundlichen Grüßen
      Dr. Lutgard Baumeister-Jesch

      • Anne sagt:

        Hallo Frau Baumeister-Jesch,
        vielen Dank erst mal für Ihre freundliche Antwort.
        Ich muss gestehen, dass mich die HPU Diagnose mit all ihren vielfältigen Aspekten natürlich überfodert. Außerdem ist es ja nicht leicht einen geeigneten Therapeuten bzw. Therapeutin zu finden.
        Daher noch diese eine Frage: Denken Sie, dass sich mit der Therapeutenseite auf der KEAC Homepage im Allgemeinen ein guter Therapeut bzw. Therapeutin finden lässt?
        Oder allgemeiner formuliert: Wie finde ich einen guten Therapeuten/Therapeutin in meiner Gegend?
        Ich wohne leider nicht in Ihrer Gegend…

        Mit freundlichen Grüßen
        Anne

  • Mathea sagt:

    Sehr geehrte Frau Doktoren,

    vielen Dank für ihr Buch und diesen Artikel. Ich habe alles gut „studiert“ und nun trotz allem eine Frage:

    Ganz kurz noch vorher zu mir:
    – chronische Neuroborreliose
    – viel Amalgam im Mund gehabt, seit Jahren durch Keramik ersetzt. lange Chlorella, Koriander, Bärlauch, Knoblauch zur Entgiftung genommen
    – Hashimoto Thyreoiditis
    – alle denkbaren Symptome inklusive chronische Magenschleimhautentzündung, chronische Verstopfung, Schmerzen sowieso…

    – vor kurzem auf HPU testen lassen und positiv, was ich als Strohhalm und Chance sehe, mein Befinden zu verbessern
    – es ging mal eine zeitlang recht annehmbar, vor Jahren mit der Zinkeinnahme und der Chlorellaaußleitung (ohne von HPU zu wissen)

    Ich habe leider vergessen, wie ich das Chlorella damals in meinen Tagesplan (Speiseplan) eingetaktet hatte.

    Wie nehme ich am besten Chlorella, Zink, Magnesium und die Mikronährstoffe/Vitamine ein, damit ich sicher gehen kann, dass alles ausgewogen ist und sich nichts behindert bei der Resorption usw.
    Vor allem das Chlorella würde ja das Zink sofort wieder „wegsaugen“, würde man es zusammen einnehmen. Aber auch die anderen Sachen gilt es zu bedenken. Gute Stoffe aus der Nahrung z.B. (wie Nackhafersuppe am morgen)

    Ich fange ganz vorsichtig an mit Zink und Taurin, Biotin, B5.
    Q10 und Magnesium nehme ich schon sehr sehr lange.

    Mit Cholin habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht bezüglich der Schlafstörungen. Das würde ich auch wieder mit einbauen wollen.

    Leider gibt es keine Vitamin-Komplex-Präparate mehr ohne Folsäure, Vitamin D, Vitamin E. Diese Dinge vertrage ich leider überhaupt nicht (nicht mal als Lebertran oder Leinöl oder so), auch Selen war problematisch bei einem Versuch. Ich hätte so gern einfach nur die B-Vitamine ohne diese Dinge.

    Können Sie mir da einen Tipp geben?

    • Dr. Liutgard Baumeister-Jesch sagt:

      Guten Tag Mathea, das klingt in der Tat schwierig. Einen Vitamin B-Komplex ohne Folsäure kann ich leider auch nicht nennen. Als Lösung kann ich mir nur vorstellen, die einzelnen B-Vitamine zu beziehen, ganz ohne Zusatzstoffe allerdings. Für die Vitamine B2, B3, B5, B6 und B12 kann ich sagen, dass es sie in dieser Qualität bei der Firma Heidelberger Chlorella GmbH gibt, http://www.heidelberger-chlorella.de.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein bisschen weiterhelfen. Freundliche Grüße
      Dr. Liutgard Baumeister-Jesch

      • mathea sagt:

        Oh. Vielen Dank für Ihre Antwort :).
        Dann werde ich mal zu den einzelnen B Vitaminen lesen.

        Taurin musste ich absetzen wegen Magenproblemen.

        Ist es normal, dass man mit B6 Kopfschmerzen bekommt?
        Nicht stark, aber leise pràsent und unangenehm.
        Ich musste trotz dem protect life mini kurz absetzen und nehme sie nun zunächst jeden 2.Tag.

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Hallo Mathea, Kopfschmerzen auf die Gabe von Vitamin B6 und auch Zink sind nicht so selten. Am ehesten sehe ich das im Rahmen der Entgiftungsreaktionen. Also bitte weiter mit Chlorella unterstützen, evt. mehr Chlorella nehmen.
          Freundliche Grüße
          Dr. L. Baumeister-Jesch

  • Petra sagt:

    Hallo, HPU wurde bei mir nach einer langen Odysse an Krankehiten, Hashimoto, Umwandlung in Basedow, jetzt normale SD Werte festgestellt. Danke auch für Ihr Buch, das mir sehr weitergeholfen hat. Ich habe jetzt die erste Dose B-Life Protect Mini eingenommen und seither massives Zungenbrennen mit metallischem Geschmack. Kann das von der Tehrapie kommen und was würden Sie mir anraten? Ich darf aufgrund meiner SD-Erkrankung ja kein Chlorella nehmen.

    LG Petra

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Hallo Petra, die Situation spricht meiner Meinung nach sehr für Chlorella. Oft ird vermutet, dass die Alge bei Schilddrüsen-Erkrankungen nicht genommen werden sollte wegen einer Jodproblematik. Chlorella als Süßwasseralge enthält aber gar kein Jod in irgendwie nennenswerter Menge. Gerade bei SD-Erkrankungen geben wir oft Chlorella bzw. auch Selen-Chlorella, da die SD besonders empfindlich gegenüber Schwermetallen ist.
      Alles Gute und freundliche Grüße
      Dr. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Maschu sagt:

    Hallo,
    Ich versuche gerade eine Petition auf den Weg zu bringen, mit dem Ziel, die Anerkennung von HPU als Krankheit zu erreichen. Im wesentlichen geht es mir darum, eine finanzielle Entlastung für die Betroffenen zu erreichen. ich brauche dringend Informationen über die Situation der Betroffenen in Deutschland und fachliche/wissenschaftliche Unterstützung. Es soll auch Forschungsinstitute in Leibzig und Würzburg geben, die sich mit HPU beschäftigen-ich finde im Netz aber keine Infos dazu. Können sie mir helfen?
    Gruß Maschu

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Sehr geehrte Frau Schu,
      auch ich freue mich über Ihre Initiative, die ja so sinnvoll ist. Meine Kollegin, Frau Dr. Ritter, hat Ihnen ja bereits ihre Aspekte zu diesem Thema geschrieben. Ich schließe mich Frau Dr. Ritter komplett an. Wir haben auch darüber gesprochen und ich habe dem nichts hinzuzufügen.
      Ich wünsche Ihnen – und damit auch uns – viel Erfolg.
      Herzliche Grüße
      Dr. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Conny sagt:

    Sehr geehrte Doctores Baumeiser-Jesch und Gerhard,
    vielen Dank für Buch und Artikel zu HPU! Beides sehr hilfreich, wie überhaupt dieses Webangebot.
    Ich bin eine Hashimota mit HPU und Autoimmun-Gastritis. Mein Problem: Schon nach 6 mg B6 (als HCL, morgens) kann ich die kommende Nacht kaum schlafen. Außerdem bekomme ich Kopfschmerzen. Die Traumerinnerung war sofort wieder da; die Stimmung verschlechterte sich. Was kann ich tun? DA P5P ja stärker wirken soll, fürchte ich, die Probleme damit eher zu vergrößern. Sollte ich einen anderen Vitalstoff dazu nehmen? Welchen? Oder brauche ich gar kein B6, da der P5P-Wert im Vollblut erhöht ist?
    Zink substituiere ich schon länger in unregelmäßigen Abständen. Der Serumwert liegt gut im Referenzbereich. Mangan ist auch okay. Meine körperliche Energie/Leistungsfähigkeit lässt aber sehr zu wünschen übrig.

    Mit DAnk für Ihre Unterstützung und den besten Wünschen für den Jahreswechsel grüßt Sie freundlich
    Conny

    • Dr. Liutgard Baumeister-Jesch sagt:

      Schönen guten Tag Conny, vielen Dank für die positive Rückmeldung zu unserer Arbeit und dem Buch!
      Was Sie beschreiben, ist nicht untypisch. Vieles davon hat wohl damit zu tun, dass jemand mit HPU-Stoffwechsel das inaktive Vitamin B6 nicht gut verarbeiten kann. Sogar den erhöhten P5P-Wert im Vollblut sehen wir häufig bei trotzdem vorliegendem relativem Mangel intrazellulär.
      Ich empfehle Folgendes: als Vorbereitung nur Zink (20 mg in organischen Formen) und Taurin bis zu 2 mg täglich zu nehmen. So stellen Sie sanfter P5P zur Verfügung als wenn Sie es direkt nehmen und bringen auch die Entgiftung langsam in Gang. Das sollten Sie circa 2 Monate lang so machen. Danach können Sie P5P in kleinen Dosen beginnen, z. B. eine Kapsel mit 15 mg P5P öffnen und jeden Tag nur ein bisschen davon nehmen. So können Sie selber probieren, wie es Ihnen damit geht und langsam auf die erwünschten 45 mg P5P pro Tag steigern. Dann können Sie natürlich auch auf ein Kombinationsprodukt umsteigen und auch Mangan hinzufügen, was wir empfehlen, auch wenn der Manganspiegel nicht erniedrigt ist. Wir wollen ja bezwecken, dass der Stoffwechsel schön angeschoben wird.
      Sie können übrigens all diese Mittel beziehen über die Firma, die ich ärztlich berate: http://www.heidelberger-chlorella.de Aber natürlich gibt es gute andere Produkte. Achten Sie bitte darauf, dass keinerlei problematische Zusatzstoffe enthalten sind.
      So sollten Sie ein gutes Stück weiterkommen. Dazu wünsche ich Ihnen alles Gute.
      Freundliche Grüße
      L. Baumeister-Jesch

      • Conny sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Baumeister-Jesch,
        vielen Dank für Ihre schnelle, detaillierte Antwort. Erlauben Sie noch drei Fragen? Wie hoch kann Frau bei den Blutwerten von Mangan und Zink gehen, bevor es toxisch wird? Und: Wenn ich plötzlich trockene, entzündete Stellen um die Lippen und die Augen herum bekomme, kann das mit der Zinkgabe und beginnender Entgiftung zusammen hängen? Zum Taurin: Ich las, dass es bei geschädigter Magenschleimhaut nicht eingenommen werden soll. Gibt es eine Alternative?
        Nochmal Danke für Ihre Hilfe und viele Grüße von Conny

        • Baumeister-Jesch sagt:

          Hallo Conny, Vollblutwerte von Zink und Mangan würde ich immer im hochnormalen Bereich des entsprechenden Labors halten. Die entzündeten Stellen kann ich mir sehr gut im Zusammenhang mit der Entgiftung vorstellen. Haben Sie einen sehr guten Selen-Spiegel im Vollblut? Selen ist so wichtig zur Entgiftung!
          Taurin: eine echte Alternative sehe ich nicht. Ich würde es einfach ausprobieren. Kleinere Dosen über den Tag verteilt, dann allmählich steigern.
          Alles Gute! Freundliche Grüße
          Dr. Liutgard baumeister-Jesch

      • Chlorella zur Dauereinnahme? sagt:

        Hallo Zusammen,

        Ich habe durch die Einnahme vom Chlorella sehr postive Erfahrungen gemacht im Hinblick auf die Stoffwechsel anregende Wirkung. Nehme ein Nahrungsmittelergänzndes Pulver seit fast einem halben Jahr und fühle mich damit wesentlih besser als vorher. Allerdings frage ich mich ob zur Dauereinnahme geeignet ist?

        Viele Grüße

  • Varuna sagt:

    Guten Tag,

    ist es möglich, dass eine erworbene HPU durch Behandlung (Fachgerechte Entgiftung und Substitution der notwendigen Nährstoffe) geheilt werden kann?

    Viele Grüße Varuna

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Varuna,
      ja klar kann sie geheilt werden, dafür spricht ja schon der Ausdruck „erworbene“. Was man erworben hat, kann man durch vernünftige Lebensweise, Entgiftung und Substitution wieder loswerden. Alles Gute und viel Erfolg!

  • Larissa sagt:

    Ich wurde vor kurzem mit HPU diagnostiziert und man gab mir die Empfehlung das Ergänzungsmittel Depyrrol Plus NF zu nehmen . Kann dieses Mittel ohne Bedenken eingenommen werden ?gibt es bekannte Nebenwirkungen und wie verhält es sich mit der Einnahme und mit dem verbundenen Entgiftungsvorgang, der dann ja bekanntlich einher gehen sollte im besten Fall . Ich leide unter gewissen Entgiftungsstörungen , habe dies soweit im Griff , da ich mit Hilfe von TCM und Entiftungsinfusionen meinen Körper entlaste und ein großer Teil der Schwermetalle raus ist so laut ärtztlicher Begutachtung . Würden sie mir sonst ein anderes Medikament /Ergänzungsmittel empfehlen , welches meinen Mangel an Zink, Mangan , b6 soweit ausgleichen könnte . Mit freundlichen Grüßen

    • Dr. Liutgard Baumeister-Jesch sagt:

      Guten Tag, Larissa
      Depyrrol ist genau für die HPU konzipiert. Um den Stoffwechsel sanft in Richtung Entgiftung zu öffnen, empfiehlt es sich, vor Einnahme eines Kombinationspräparates zum Ausgleich der HPU zunächst nur Zink und Taurin einzunehmen. Bis zu 20 mg Zink täglich und bis zu 2 g Taurin täglich. Das ganze über die Dauer von 2-3 Monaten. Anschließend sollte der Wechsel auf ein Kombinationspräparat einfach oder ohne Nebenwirkungen machbar sein. Generell empfiehlt es sich, damit langsam anzufangen und auch hier zunächst einfach einmal mit einer viertel oder einer halben Kapsel zu starten. Nehmen Sie die Mikronährstoffe immer mit der Mahlzeit ein. Um Entgiftungssymptome zu verhindern oder zu verringern, empfehlen wir die Einnahme von Chlorella – das hat sich bewährt.
      Wenn Sie nach einem anderen Mittel für die HPU suchen: es gibt auch das B-Life Protect in Deutschland. Beide Mittel halte ich für gut.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute für den Weg Ihrer Behandlung!
      Freundliche Grüße
      Dr. L. Baumeister-Jesch

      • Larissa sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr.L.Baumeister-Jesch,

        ich bin neu hier im Forum und habe die Nachricht jetzt erst zufällig entdeckt , vielen Dank für die Rückantwort. Ich habe mit dem Depyrrol schon angefangen und nehme lediglich eine Tablette abends zu einer Mahlzeit ein und habe das Gefühl ich fühle mich schon vitaler und konzentrierter und allgemein fitter .. Ich mache zusätzlich noch eine Behandlung der Bioresonanz und bekomme regelmässig Entgiftungsinfusionen sowie Akkupunktur . Ich bekam heute allerdings den Anruf meiner Frauenärtztin , dass meine schilddrüsenwert grenzwertig sei , jedoch nicht gefährlich und es muss in 6 Monaten nochmals kontrolliert werden . Ich las auch , dass es wohl vorkommen kann , dass die schilddrüsenwerte schwanken können bei HPU richtig? Wissen sie inwiefern HPU sich auf die Hormone auswirken kann ? Ich habe eine etwas geschwächte Niere und ich weiss , dass die dort produzierten Hormone ja die Leitbahn angeben , aber mein Wissen reicht nicht aus , um schlüsse über HPU in Bezug auf Hormone zu geben. Ich weiss nur , dass es bei mir extreme schwankungen gibt im hormonellen Bereich aber beim Testen liegen die Werte laut Aussage im „Normbereich“ . ICH wollte sie fragen , ob sie evtl eine gute Naturheilkundliche Frauenärtztin in Berlin kennen , welche evtl auch über Fachwissen über HPU verfügt .

        vielen Dank im Voraus

        mit freundlichen Grüssen

        larissa H

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Larisssa,
          sehr sensible Menschen können die Schwankungen von Hormonen „innerhalb des Normbereichs“ spüren, besonders natürlich unter einer entgiftenden Therapie, das ist ein gutes Zeichen. Unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte, von denen sicher auch jemand HPU kennt. Weiter alles Gute!

          • Larissa sagt:

            Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,

            vielen lieben Dank für die Auflistung der Frauenärtzte! ich hoffe jemanden gutes zu finden und ich wollte nochmal erwähnen , dass ich es ein so super Idee finde hier mit dem Netzwerk und das ich so viel wissenswertes erfahren habe und auch anwenden konnte .Die schulmedizin kommt eben an ihre Grenzen und umso wichtiger ist es Alternativen zu haben gerade in der Frauenheilkunde.

            ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr !

  • Ellen sagt:

    Guten Tag,
    danke für Ihren Artikel zu HPU. Meine Odyssee bzw. Krankengeschichte möchte ich jetzt hier nicht ausbreiten. Fakt ist: ein HPU-Test war sehr positiv, viele Symptome habe ich u.a.m..
    Kann man die Krankheit Porphyrie (viele Varianten)in der Schulmedizin, gleichverstehen mit HPU bzw. KPU in der Alternativmedizin? Ich habe seit Jahrzehnten hin und wieder das, was man offiziell Abdomenkoliken nennt. Dieses Symptom finde ich nicht in der Auflistung bei HPU bzw. KPU. Fällt es nicht in den Bereich?
    Für mich ist es wichtig, richtig zu diagnostizieren. Bisher fand ich keinen Arzt, den das interessiert. Für mich könnte es im lebensbedrohlichen Fall aber wichtig sein (was hoffentlich nicht eintritt). Für ein paar Worte dazu wäre ich äußerst dankbar!

    • Baumeister-Jesch sagt:

      Liebe Ellen,
      Auch im Rahmen der HPU sind abdominelle Krisen beschrieben.

      HPU gehört zu den toxisch induzierbaren Porphyrien. Ist aber nicht mit Porphyrien gleichzusetzen.

      Die häufigste Porphyrie ist die akut intermittierende Porphyrie.

      Um die HPU von einer möglichen Porphyrie abzugrenzen, sollten Sie im akuten Verdachtsfall (Kolik) Urin sammeln und einschicken. Die KEAC kann das analysieren oder Sie wenden sich an ein Porphyriezentrum hier bei uns (z.B. Sitz in Karlsruhe).

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Maschu sagt:

    Hallo, bin nach jahrelanger Ärzte Odyssee auf HPU aufmerksam geworden. Ich habe den Test durch das KEAC Institut durchführen lassen und bin positiv getestet. Im Vergleich zu vielen anderen geht es mir sehr gut, ich habe es geschafft mir ein gutes Gefühl für meinen Körper erhalten und systematisch gelernt zu Diagnostizieren und zum Glück fast alles richtig gemacht. Ich recherchiere und lese gerade ganz viel, um eine Petition auf den Weg zu bringen, die mindesten dazu führen soll, dass Krankenkasse und Ärzte sich mit Betroffenen und Wissenschaftlern auseinandersetzen müssen. Im besten Fall ist das Ziel eine Anerkennung dieser Störung durch die Krankenkassen zu erreichen.
    Ich brauche aber dringen Unterstützung durch Ärzte, Wissenschaftler oder sonstige Fachleute-wer kann helfen?

  • Serina sagt:

    Danke für Ihre Arbeit, die vielen Betroffenen helfen kann.
    Meine Erfahrung mit KPU: dass ich immer schon antriebslos und verträumt war, trotz überdurchschnittlicher Intelligenz schulisch versagt habe, wurde halt als Wesenszug angesehen. Viele Mittelohrentzündungen und später ständig Infekte, Pilzinfektionen, stark erhöhte Colesterinwerte, Fehlgeburt…ein Zusammenhang wurde nie gesehen. In mittleren Jahren machte sich eine zunehmende Erschöpfung breit, das Leben reduzierte sich darauf, gerade das Wichtigste zu schaffen, für Freizeitaktivitäten fehlte mir die Kraft. Blutbefunde normal, eine beginnende Arthrose wurde mit einem, „ist normal in dem Alter“, abgetan. Durch eigene Recherchen und Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffen wurde es etwas besser. Doch es kamen auch immer neue Symptome dazu: Unruhige, zuckende Beine, starke Muskelspannungen, besonders im HWS Bereich, Krämpfe, Wahrnehmungsstörungen…Irgendwann kam ich über Nebennierenschwäche, Mitochondriopathie zu KPU. Seit ich die entsprechenden Mittel nehme, geht es mir zunehmend besser.
    Eine vollständige Besserung vieler chronischer „Zipperlein“ wird wohl nicht möglich sein, doch ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt wieder halbwegs normal am Leben teilhaben kann.Der Gedanke, dass mir dies alles durch einen einfachen Test und Gabe einiger Ergänzungsmittel erspart geblieben wäre, löst schon Bitterkeit aus, dass Betroffene nach wie vor von Ärzten nicht ernst genommen werden ist einfach an Ignoranz nicht zu übertreffen.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Serina,
      es tut mir wirklich leid, was Sie mitmachen mussten. Leider haben wir „nur“ eine Reparaturmedizin. Und so lange die besser bezahlt wird als die Ursachen orientierte, ganzheitliche Medizin wird sich bei uns sicher nichts ändern. Zwar gibt es inzwischen viele Ärzte, die ganzheitliche Methoden einsetzen, aber oft sind die für Kassenpatienten unerschwinglich. Umso wichtiger dass wir uns vernetzen und über Presse und Internet aufklären, wie frau sich selber und ihren Lieben helfen kann. Alles Gute für Sie!

  • Iris sagt:

    Der Artikel war sehr informativ und hat mich in der Mitte des Lebens zu der Diagnose gebracht. Jetzt wo ich die empfohlenen Nährstoffe zu mir nehme, entdecke ich einen Monat später eine Verschlechterung.Trotz sonnen Augenringe, Neurodermitis, Haarausfall etc. ist das normal?
    Lieben Gruß
    Iris

    • Liebe Iris,
      Zu Beginn der HPU-Therapie kommt oft die körpereigene Entgiftung erst wieder in Gang. Das kann eingelagerte Schwermetalle in Gang setzen und die verschiedensten Symptome verursachen und durchaus zunächst zu einer Verschlechterung führen. Wir setzen oft Chlorella ein, um die in Umlauf gekommenen Giftstoffe besser ausleiten zu können. Außerdem kommt es am Anfang der Therapie durch die Einnahme der Mikronährstoffe bei einigen Patienten zur Verschiebung im Histaminstoffwechsel. (Neurodermitis kann ja sowohl mit Schwermetallen assoziiert sein als auch ein Ausdruck eines Histaminproblems.) Das kann man mit dem „HPU-Screening“ näher abklären.
      Therapeutische Begleitung ist oft sehr wichtig bei der HPU-Therapie, leider ist es oft gar nicht getan mit der Einnahme eines einzigen Mittels, schließlich sind die Stoffwechselverschiebungen, die über Jahre durch die HPU entstanden sind, sehr zahlreich. Bei der beschriebenen Symptomatik empfehle ich unbedingt, das nicht alleine in Eigenregie durchzuführen, sondern kompetente therapeutische Hilfe zu suchen, auch wenn es oft nicht leicht ist, jemand in erreichbarer Nähe zu finden.
      Ich würde es aber auf jeden Fall raten, es lohnt sich..
      Mit guten Wünschen
      Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch

  • Jana sagt:

    Hallo

    In diesem Artikel wird leider nicht erwähnt, dass HPU nicht wirklich durch Studien bewiesen werden konnte.

    Außerdem kann die Überdosierung der eingesetzten Vitalstoffe kann zu Gesundheitsschäden führen. Etliche Studien belegen, dass eine längerfristige hochdosierte Gabe von Vitaminen, wie sie in der orthomolekularen Medizin praktiziert wird, zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen und die durchschnittliche Lebenserwartung verkürzen kann.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Jana,
      Ihre Befürchtungen kann ich nicht teilen. Ich halte diese „Vermutungen“ für dummes Zeug! Wie ein Kollege von mir mal sagte: „wer heutzutage keine Nahrungsergänzungen nimmt, begeht Selbstmord auf Raten“. Sie haben nur insofern Recht, dass man eine längerfristige hochdosierte Gabe von Nahrungsergänzungen immer mit dem Arzt absprechen sollte. Sonst kann es wirklich passieren, dass ein Überangebot von einem Stoff einen Mangel an einem anderen induzieren kann, Beispiel: zu viel Kalzium verhindert, dass genügend Magnesium aufgenommen werden kann. Viele Grüße

  • Monika sagt:

    Ein gut verständlicher Artikel. Danke dafür.
    Ihr Buch habe ich im Sommer 2014 im Katalog von Pranahaus entdeckt. Das brachte die Wende, endlich konnte ich verstehen, was die Ursache der jahrelang immer schlimmer werdenden Probleme ist. Die Mittel vom Keac haben gottseidank auch geholfen.
    Wg. Porphyrie, wenn diese Verdachtsdiagnose denn überhaupt mal gestellt wird, läuft man leider in der Schulmedizin immer noch „von Pontius zu Pilatus“. Ich bin inzwischen bei 67 mg P5P morgens und 35 mg Zink abends, ab und zu auch Taurin und L-Tryptophan. Möglich, dass ich auch Mangan wieder benötige, denn das hilft mir u.a. gegen die Störungen des Hörens. Jetzt endlich geht es aufwärts mit meiner Gesundheit.

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