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Sanfte Variante der künstlichen Befruchtung bei Kinderwunsch

Von | 20. Dezember 2017 – 01:25 8 Kommentare 2.062 AufrufeDrucken

Viele Risiken und Nachteile der normalen In- vitro Fertilisierung (IVF) können durch die IVF naturelle umgangen werden. Ein neuer Weg zum Wunschkind.

© Kristin Gründler – Fotolia.com

Unerfüllter Kinderwunsch kann eine große Belastung darstellen. In Europa sind immer mehr Paare im Laufe ihres Lebens damit konfrontiert, dass das Wunschkind sich nicht nach Wunsch einstellt. Eine Hormonstimulation vor einer In- vitro Fertilisierung (IVF) stellt häufig eine harte Belastung für Körper und Seele dar, die langfristigen Auswirkungen auf die so gezeugten Kinder ist noch nicht absehbar.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen die Schwierigkeiten und Risiken der normalen IVF aufzeigen, denn inzwischen geht es auch sanfter! Dass eine IVF ohne Hormone möglich ist, ist den wenigsten Frauen, aber auch vielen Frauenärzten, bisher nicht bekannt, obwohl das erste IVF Baby vor nun fast 40 Jahren genau auf diesem Weg (ohne Hormongabe) entstand.

Einführung in die IVF naturelle

Es gibt eine sanfte Variante der künstlichen Befruchtung, die natürliche IVF, sanfte IVF oder auch IVF naturelle genannt, die ohne Hormonstimulation auskommt. Diese sanfte IVF findet im spontanen, natürlichen Zyklus einer Frau statt. Meist wird eine Hormonspritze zum Auslösen des Eisprungs gegeben, um alles planbarer zu machen, aber es geht auch ganz ohne. Das eine natürlich herangereifte Eibläschen wird dann unter Ultraschallkontrolle punktiert, ohne Narkose. Dadurch kann es zu den unten dargestellten Hauptrisiken wie Überstimulation und Mehrlingsschwangerschaften schon mal nicht kommen.

Für wen die sanfte IVF geeignet ist

Vorausgesetzt es besteht ein regelmäßiger Zyklus mit Eisprung, sollte die natürliche IVF/ICSI bei allen jungen Frauen als erstes versucht werden, besonders wenn es nur an der Spermienqualität des Partners hapert.

Auch zur Diagnose eignet sich die natürliche IVF, um einen Hinweis auf die Eizellqualität zu bekommen.

Unbedingt geeignet ist die IVF naturelle für Frauen, bei denen Hormonstimulationen eine verheerende Auswirkung haben könnten, z. B bei Frauen mit Endometriose, Patientinnen nach Brustkrebs oder Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko.

Argumente gegen IVF naturelle

Das schlagkräftigste Argument gegen IVF naturelle ist, dass mehr Eizellen eine größere Chance, schneller zum Wunschkind zu kommen, bedeuten würde.
Vergessen wird dabei, dass mehr Eizellen häufig Eizellen von schlechterer Qualität bedeuten.

Man habe dann eine bessere Chance die besten Eizellen auszuwählen zu können.
Doch genau das macht die Natur jeden Monat selbst, wenn sich von mehreren Eizellen im Rennen nur die lebensfähigste für den Eisprung qualifiziert.

Was das für Paare mit Kinderwunsch bedeutet

Eizelle nach IVF

Die betroffenen Paare sollten daher nicht nur auf eine möglichst rasche Erfüllung ihres Kinderwunsches schielen, sondern auch die Langzeitgesundheit ihres Wunschkindes im Auge behalten. Der Einsatz von Hormonstimulationen bei einer IVF/ISCI sollte mit Blick auf das hohe Risiko für das Wohl des Kindes so sparsam wie möglich sein. Mittlerweile gibt es einige auf IVF naturelle spezialisierte Kinderwunschzentren, obwohl letztlich alle Zentren diese Methode durchführen könnten. Meist machen sie dies bisher nur auf ausdrücklichen Wunsch und Verlangen der Patientinnen, da dieses Verfahren sehr viel Flexibilität und Organisationstalent auf allen Seiten verlangt.

Die Schwangerschaftsrate pro Embryotranfer ist höher als bei der klassischen IVF, vermutlich weil durch die natürliche Eireifung die Qualität der Eizellen besser ist als nach der Hormontherapie.

Die herkömmliche IVF

„Geht doch einfach in eine Kinderwunschklinik“ hören viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. „Das machen doch heute alle“. Und tatsächlich wurden bis 2014 mehr als 225 000 Babys nach IVF in Deutschland geboren. Weltweit sind es heute mehr als 2% -5% aller geborenen Kinder, die im Reagenzglas gezeugt wurden. Ende 2013 gab es bereits 5 Millionen IVF-Kinder auf der Erde. Das klingt nach einer Erfolgsstory ohne Gleichen. Wenn der Wunsch sehr stark ist, wird gerne alles in Kauf genommen, was zum Ziel zu führen scheint.

Verharmloste Risiken der IVF

Über den häufig enormen psychischen und physischen Stress für die Frauen gehen die meisten IVF-Zentren elegant hinweg. Auch auf die diversen seelischen Abgründe und Gefahren für die Frauen und die möglichen Kinder wird allerhöchstens als Randnotiz eingegangen.

“Um uns herum sprießten nur so die Kinder im Freundeskreis, und ich wurde immer unglücklicher, also entschließen wir uns in ein Kinderwunschzentrum zu gehen. Wir starteten mit einer Bauchspiegelung, etlichen Inseminationen und schließlich mit zwei ICSI’s (Intra-cytoplasmatische Spermieninjektion ), bei denen ich immer überstimuliert wurde. Wir hatten keinen Erfolg, und die ICSI’s führten zu drei Fehlgeburten. Nun hatte ich jegliche Unbeschwertheit und Lebensfreude verloren“, Karoline im Gästebuch von sart.de

Risiko: Verletzungen mit Blutungen

Bei der Entnahme der vielen Eibläschen unter Ultraschallsicht, während die Frau in Narkose ist, kann es zu Verletzungen mit Blutungen kommen. Bei IVF naturelle braucht man keine Narkose.

Risiko: Überstimulationssyndrom

Die Hormonstimulation kann zu einem sog. Überstimulationssyndrom führen, das in 1% der Fälle mit einem stationären Krankenhausaufenthalt endet. Frauen werden hohe Hormondosen verabreicht, damit mehr als eine Eizelle heranreift. Als Ideal gilt es, fünf bis acht Eizellen pro Stimulationszyklus zu gewinnen. Aber es können auch mal 40 werden. Ausgelöst durch die verwendeten Hormonpräparate, die die Eibläschenreifung anregen, kommt es beim Überstimulationssyndrom zu einer fatalen Kettenreaktion. Bei IVF naturelle kann es dazu nicht kommen, da keine Hormonstimulation stattfindet.

Risiko: Mehrlingsschwangerschaften

Drillinge © pirotehnik-fotolia.com

Damit die ganze Hormonstimulation vor einer herkömmlichen IVF auch Sinn macht, sollen sich mehrere Embryonen entwickeln. Deshalb werden dann zwei bis drei Embryonen übertragen, um eine einigermaßen akzeptable Erfolgsrate zu erhalten. In Folge kommt es bei über 20% aller IVF-Schwangerschaften zu Zwillings – oder Drillingsgeburten, mit hohen Komplikationsraten für Mutter und Kinder. (Frühgeburten, Schwangerschaftsvergiftung und niedriges Geburtsgewicht). Zwilinge kommen bei IVF naturelle genauso selten vor wie üblicherweise in der Natur.

Risiko: Stress durch IVF für Körper und Seele

„Nun folgten mehrere Behandlungen mit etlichen Stimulierungen und hoher Hormonzugabe. Ich habe mich in dieser Zeit der Behandlungen nicht mehr selbst erkannt. Das Leben bestand nur noch aus Warten, Bangen und Hoffen“, Claudia im Gästebuch sart.de

Es gibt kaum Frauen, die nicht unter den hohen Hormongaben bei einer IVF in irgendeiner Form leiden. Die geforderte Geduld, das Schwanken zwischen Hoffen und Enttäuschung, wird mit jeder Behandlung schlimmer. In einer Studie wurden bei Frauen während einer IVF Behandlung ähnliche Stresswerte gefunden wie bei Frauen während einer Krebsbehandlung. Vermutlich ist das der Grund, warum Frauen die Prozedur einer herkömmlichen IVF im Durchschnitt nur 1,8mal über sich ergehen lassen und selten die drei von der Krankenkasse mitfinanzierten Versuche ausschöpfen.

Zudem fühlen sich viele Frauen während der Kinderwunschbehandlung alleine gelassen. Für Fragen gibt es in vielen IVF-Zentren kaum Zeit. Wenn es ihnen schlecht geht oder sie die Hormone nicht vertragen, fühlen sich die Frauen häufig auch noch schuldig und schwächlich. Hoffen und Bangen gibt es auch bei der IVF naturelle, aber ohne die körperliche Achterbahn der Hormonstimulation. Zudem kann man im nächsten Monat sofort erneut einen Versuch starten, ohne lange Wartezeiten.

„Bei der Lektüre des Buches „Der sanfte Weg zum Wunschkind“ habe ich erstmals erfahren, dass andere Frauen auch nicht alles so wegstecken, wie ich geglaubt hatte“ berichtete Julia nach der Lektüre.

Unterschätztes Risiko von IVF – Behandlung in der falschen Klinik

Nicht immer haben die IVF Zentren, einige davon mittlerweile Aktiengesellschaften, mit dem höchsten Werbeetat und den schönsten Hochglanzprospekten die höchsten Schwangerschaftsraten. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind enorm, wie aus der offiziellen Statistik der Schweiz oder dem deutschen IVF Register (DIR) zu entnehmen ist. Die Schwangerschaftsraten können zwischen 10% bis deutlich über 30% pro Embryotransfer/ Zentrum liegen.

In manchen Zentren wird Patientinnen zu früh IVF empfohlen, obwohl Abwarten und Mut machen auch schon helfen würde.

IVF Zentren, die auf IVF naturelle spezialisiert sind, sind meistens sehr engagierte kleinere Zentren mit persönlicher Betreuung. In meinem Buch gebe ich Hinweise, worauf Sie bei der Auswahl eines IVF Zentrums achten sollten.

Unbekannte Langzeit-Risiken für die Wunschkinder

Für das Paar scheinen sich mit der Geburt eines gesund aussehenden IVF-Babys alle Wünsche erfüllt zu haben. Je schneller sich der Wunsch erfüllen lässt, desto attraktiver die Methode. Über die Langezeitauswirkungen auf das IVF- Kind, über die bisher nur in Fachkreisen diskutiert werden, klärt mein Buch erstmals auf.

Die Langzeitrisiken für die geborenen Wunschkinder sind heute überhaupt noch nicht abschätzbar. In letzter Zeit gibt es aber immer mehr Stimmen und Forschungsergebnisse, die auf eindeutige mögliche Langzeitfolgen für das Kind hinweisen.

Allen voran stehen vorzeitige Herzkreislauf- und Stoffwechselveränderungen bei IVF-Personen. Erste Hinweise auf vorzeitige Gefäßalterungen gab es schon lange durch Untersuchungen an IVF-Mäusen. Nun haben Untersuchungen an jungen, gesunden, zum Termin mit normalem Geburtsgewicht geborenen IVF-Kindern gezeigt, dass auch diese bereits im Durchschnitt mit 10 Jahren sämtliche Zeichen einer vorzeitigen Arteriosklerose aufweisen. Sie neigen bereits zu erhöhtem arteriellem Blutdruck und Insulinresistenz (Diabetes) und unter Sauerstoffmangel zu pulmonalem Bluthochdruck. Auch Störungen der Herzfunktion, vor allem der rechten Herzkammer, lassen sich bereits bei IVF-Föten feststellen, die bis ins Erwachsenenleben anhalten.

Tickende Zeitbombe

Wie sich alle diese Veränderungen später auswirken werden, kann bisher noch gar nicht abgeschätzt werden. Da die meisten IVF-Babys noch unter 30 Jahren sind, wird von Experten eine wahrscheinliche Zunahme der Häufigkeit von Bluthochdruck und Diabetes in der IVF-Population zu einem verfrühten Zeitpunkt erwartet. Da diese Erkrankungen sich meist erst ab 50 Jahren manifestieren, müssen wir noch 20-30 Jahre abwarten, bis wir Genaueres wissen.

Ohne Hormonstimulation reduzieren sich diese Risiken für die Kinder deutlich.

Über die Autorin

Dr. med Annemarie Schweizer-Arau lebt und praktiziert in Diessen am Ammersee, wo sie in eigener Praxis vorwiegend Kinderwunsch- und Endometriosepatientinnen behandelt. Sie hat die Systemische Autoregulationatherapie (SART) entwickelt, die Elemente der Tiefenpsychologie mit traditioneller chinesische Medizin kombiniert. Deren Wirksamkeit wurde in klinischen Studien nachgewiesen und in bekannten Fachjournalen publiziert. Im Gästebuch der Homepage SART.de haben sich viele glückliche Eltern verewigt.

Frau Dr. Schweizer-Arau hat neben dem hier vorgestellten Buch: Der sanfte Weg zum Wunschkind: IVF (fast) ohne Hormone) auch das grundlegende Kinderwunschbuch: „Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch. Die Fruchtbarkeit ganzheitlich fördern mit chinesischer Medizin“ veröffentlicht. (Stadelmann-Verlag).

Kontakt

Dr. med Annemarie Schweizer-Arau
Herrnstr. 7
86911 Diessen /Ammersee
Tel 08807-8869
email: dr@schweizer-arau.de
www.sart.de

Stellungnahme der Redaktion

Bereits 2011 stellte ich Ihnen Frau Dr. Annemarie Schweizer Arau in einem Interview vor. Ihr war es mit Energie und Überzeugungskraft gelungen, aus der Praxis heraus eine wissenschaftliche Untersuchung zu steuern, die nachweisen konnte, dass Frauen mit Endometriose durch eine von ihr standardisierte Kombinationstherapie erfolgreich schwanger werden konnten. Das von ihr entwickelte Verfahren nannte sie SART, systemische Autoregulationstherapie, in die Komponenten der traditionellen Chinesischen Therapie (TCM) und der Hypnosetherapie einflossen.

Damals stellte ich Ihnen auch ihr erstes Kinderwunschbuch mit vielen Maßnahmen aus der TCM vor. „Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch. Die Fruchtbarkeit ganzheitlich fördern mit chinesischer Medizin“. Lesen Sie mal die Bewertungen bei amazon, in denen Frauen berichten, wie sie ein anderes Verständnis für die Ursachen ihrer Sterilität erhielten, wieder neuen Mut fassten und schwanger wurden.

Sowohl in meinem „Das Frauen-Gesundheitsbuch“ als auch in zahlreichen Artikeln dieses Webmagazins zeige ich Ihnen auf, wie Sie selber Ihre Fruchtbarkeit steigern können:

Und der Aspekt, den auch Frau Dr. Annemarie Schweizer Arau in diesem Artikel anspricht: die vorgeburtliche Prägung, d.h. wie sich alles, was Sie während der Schwangerschaft (zum Teil aber auch schon vor der Schwangerschaft) tun, empfinden, machen oder lassen auf die Entwicklung Ihres Babys und Kindes bis zum Erwachsenenalter auswirken kann.

Mit ihrem jetzigen Artikel füllt Frau Dr. Annemarie Schweizer Arau eine Lücke, denn die modernen technischen Methoden der Reproduktionsmedizin haben wir bisher noch nicht vorgestellt. Und wieder ist sie kritisch, denn sie weiß aus langjähriger Erfahrung, dass nur dann ein gesundes Kind entstehen kann, wenn „der Boden gut bereitet ist“. Die Kombination aus Naturheilkunde und dosierter Technik hilft besonders all den Paaren, bei denen Probleme mit den Eileitern oder Spermiogrammen vorliegen.

Buchempfehlung von der Redaktion

Der sanfte Weg zum Wunschkind: IVF (fast) ohne Hormone

Dieses Buch ist für alle Kinderwunschpatienten lesenswert, vor allem bevor sie ein Kinderwunschzentrum betreten. Klar verständlich werden die biologischen Grundlagen der Empfängnis erklärt und die unterschiedlichen Methoden der IVF dargestellt. Wichtig ist der Autorin zu vermitteln, worauf man als Patientin in einem Kinderwunschzentrum achten sollte.

Viele Fallbeispiele zeigen den Betroffenen, dass sie nicht alleine mit dem Problem sind. Zahlreiche naturheilkundliche Tipps zur Förderung der Fruchtbarkeit, zur psychischen Stabilisierung und Zyklusregulierung werden dargestellt. Dieses Buch macht Mut, Hoffnung und vermittelt Zuversicht.

Durch die über 100 wissenschaftlichen Literaturverweise erhalten auch Therapeuten wesentliche Informationen und können die wissenschaftlichen Erkenntnisse nachvollziehen.

Viele Naturheilmittel zur Unterstützung der Fruchtbarkeit können selbstverständlich auch unabhängig von IVF eingesetzt werden. Zahlreiche Bezugsquellen für chinesische Kräutermischungen zur Unterstützung der Fruchtbarkeit finden sich im Buch. Rezepturen wie bspw. die Phyothormonlotion, die von Frau Dr Schweizer-Arau zur Unterstützung der 2. Zyklushälfte entwickelt wurde, können bei der Röhmhild Apotheke in Diessen (info@roemhild-apotheke.de) bezogen werden.

Und welche Erfahrungen haben Sie mit IVF gemacht? Was können Sie empfehlen? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar!

8 Kommentare »

  • Monika sagt:

    Hallo,
    ich bin jetzt dank natürlicher ICSI schwanger geworden. Darauf gekommen bin ich über das Buch von Frau Dr. Schweizer-Arau. Zuvor hatte ich noch nie davon gehört.
    Im letzten Jahr hatte ich zwei stimulierte ICSIs mit allem drum und dran. Die Ausbeute war immer ganz gut, so dass noch Kryos eingefroren werden konnten. Nur fand ich es dann immer schade, dass man 4-er Pakete eingefroren und aufgetaut hat, und der Rest dann ja verworfen wird, bzw. die Aufwachrate nicht so hoch ist. Heißt, man hatte zwar viele Eizellen, aber letztendlich hat es dann doch nur für einen Frischversuch und zwei Kryoversuche gereicht. Dafür die ganzen Hormone spritzen, der viele Stress… man bürdet dem Körper ziemlich viel auf.
    Hätte ich vorher gewusst, dass das ganze auch ohne Hormone – sanft – Zyklus für Zyklus geht, hätte ich mir die anderen Procedere gespart.
    Ich war durch die herkömmlichen ICSIs zwei mal schwanger, leider aber ohne längeren Erfolg.
    Im Vergleich fand ich auch die ICSI naturelle viel angenehmer, da ohne Narkose. Ich konnte mitverfolgen, was mit mir gemacht wurde, war danach sofort wieder einsatzfähig, fit.
    Nicht nur München, sondern auch das Kinderwunschzentrum in Augsburg macht die natürliche IVF oder ICSI, man muss nur wissen, das es das gibt…

    Vielen Dank Frau Dr. Schweizer für den Anstoß…

  • Paula sagt:

    Auch mein Mann und ich hatten das große Glück, von Frau Dr. Schweizer-Arau behandelt und von ihr über die Möglichkeit einer IVF/ ICSI naturelle im Kinderwunschzentrum von Frau Dr. Popovici (kïz in München) informiert zu werden. Wir verdanken den beiden Ärztinnen zwei gesunde Kinder (heute 4 und 1,5 Jahre alt), die ich im Alter von 38 bzw. knapp 41 Jahren nach komplikationslosen Schwangerschaften zur Welt bringen durfte.

    Die Hoffnung auf eigene Kinder hatte ich fast aufgegeben, als wir Frau Dr. Schweizer-Arau Ende 2012 das erste Mal am Ammersee aufsuchten. Drei konventionelle, hormonell stimulierte ICSIs hatten wir hinter uns; zwei daraus entstandene Schwangerschaften waren aber nicht intakt (eine biochemische und eine Eileiterschwangerschaft). Ich war körperlich, vor allem aber psychisch am Ende meiner Kräfte, verzweifelt und hoffnungslos, und konnte mir nicht vorstellen, die Belastungen einer Hormonbehandlung ein weiteres Mal zu ertragen.
    Die gut 2-stündige Anfahrt nach München ließ mich zunächst zögern; aber das Wissen, bei negativem Ausgang einfach den nächsten Zyklus wieder nutzen zu können, nahm mir unheimlich viel Druck. Vor allem aber war ich erleichtert, dass ich keine Hormone mehr spritzen musste und die Punktion ohne Narkose erfolgen konnte. Beide Schwangerschaften/ Kinder entstanden im jeweils dritten Versuchszyklus. (Dazwischen kam es sogar völlig unerwartet zu einer spontanen Schwangerschaft, die aber leider nicht intakt war.) Wir haben so manches Mal bedauert, dass wir nicht früher um die Möglichkeit einer ICSI im natürlichen Zyklus wussten. Umso dankbarer sind wir, dass wir auf Dr. Schweizer-Arau und das Team des kïz München aufmerksam wurden!

  • Rosemarie sagt:

    Hallo,
    dank Frau Schweizer und der Praxis Dr. Popovici sind wir nach rund 5 Jahren Kinderwunsch quasi in letzter Minute noch zu unserem Wunschkind gekommen, da war ich schon Ende 42.
    Auch ich kann Andere nur ermutigen, es mit ICSI Naturelle zu versuchen, die oben genannten Gründe von Frau Dr. Schweizer sprechen eindeutig dafür. Zwar haben wir viele Versuche machen müssen, aber dafür waren die gesundheitlichen Risiken viel geringer, darüber hinaus war es nicht ganz so kostspielig. Und ein Versuch war in jedem Zyklus möglich, ohne pausieren zu müssen. Zumal eine Stimulation in meinem Alter vermutlich sowieso nichts gebracht hat, denn aller Wahrscheinlichkeit hat es an meinem Alter gelegen. Zwar ist bei mir eine Eileiter nicht gut durchgängig, die andere ist aber völlig in Ordnung.
    Zu Beginn der KIWU-Behandlung hatten wir 3 Hormon-stimulierte ICSI-Versuche gemacht, eine Strapaze in jeder Hinsicht, ich würde es heute nicht noch mal machen.

    Wir sind Frau Schweizer und der Praxis Popovici unendlich dankbar und freuen uns riesig über unsere gesunde Tochter, die mittlerweile fast 3 Jahre ist!!
    Trotz aller Dankbarkeit bleibt dennoch auch ein wenig Ernüchterung bei uns zurück, denn wir hätten unserer Tochter gerne ein Geschwisterchen geschenkt. Allerdings haben wir uns schweren Herzens gegen einen weiteren Versuch entschieden, da uns die Risiken einer weiteren Schwangerschaft sowohl für mich als auch das Kind nun zu groß erscheinen, ich bin mittlerweile 45.
    Was ich damit sagen will: Ich kann nur dafür plädieren, dass die ICSI Naturelle so schnell wie möglich an vielen Zentren in Deutschland angeboten wird, am Besten flächendeckend! Wir haben leider wertvolle Jahre mit der „gängigen“ Kinderwunschbehandlung und ratlosem Warten verloren, bis ich aus reiner Verzweiflung nach monatelanger Recherche nur durch Zufall auf Frau Schweizer und die Alternative der ICSI Naturelle gestoßen bin.
    Und dann mussten wir jeden Monat mehrmals vom Rhein-Main-Gebiet nach München reisen, ein riesiger organisatorischer, finanzieller und emotionaler Kraftakt…aber leider gab es damals kein Zentrum in unserer Nähe, das eine gleichwertige Behandlung mit der ICSI Naturelle angeboten hat.
    Ich kann nur hoffen, dass diese Methode bald allen dafür geeigneten Kinderwunschpaaren bei entsprechender Indikation angeboten und somit hoffentlich viel Leid erspart werden kann, das wir persönlich jahrelang durchmachen mussten.
    Ich hoffe, mein Kommentar kann zur Ermutigung beitragen.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Rosemarie,
      herzlichen Glückwunsch, dass es bei Ihnen geklappt hat! Ich freue mich immer, wenn Leserinnen aus eigenen Erfahrungen berichten und ihren Leidensgenossinnen Mut machen. Inzwischen gibt es auch in Heidelberg und anderen größeren Städten die Möglichkeit zu ICSI Naturelle. Ganz wichtig ist Ihr Hinweis, dass man nicht zu lange warten soll, sondern lieber früher den Kinderwunsch angehen als ihn aufzuschieben, bis ein Kind wirklich in die Karriere und das eigene Kinderzimmer gehört (das empfehle ich jetzt, so explizit hatten Sie das nicht gemeint!). Viele Grüße

  • Carolin sagt:

    Hallo, auch ich möchte kinderlose Paare ermutigen, eine ICSI ohne Hormone in Betracht zu ziehen. Auch wir hatten fünf Jahre Kinderwunsch hinter uns und hatten alles probiert was ein herkömmliches Kinderwunschzentrum anbietet. Doch erst als wir 2015 Frau Dr. Schweizer-Arau kennen lernen durften, führte sie uns an die ICSI Naturelle heran. Sie erklärte uns die Vorteile und gab uns den Mut weiter zu machen und die Hoffnung nicht aufzugeben. Klar ohne Hormone braucht man Geduld, aber auch in dieser Zeit mit TCM ging es mir viel besser und die schwarzen Löcher waren nicht mehr ganz so tief und dunkel als vorher.
    Wir hatten viele Versuche mit ICSI Naturelle, aber im November 2016 erfuhren wir von meiner Schwangerschaft und im August nach einer wunderschönen, unkomplizierten Schwangerschaft kam unser kleiner Florian auf die Welt. Wir waren und sind sehr, sehr dankbar und glücklich. Wir würden es jeder Zeit wieder auf diesem Weg versuchen, und wer weiß vielleicht kommt ja noch ein Geschisterchen.

  • Ute sagt:

    Als mein Mann und ich Kinderwunsch hatten war ich Ende 20. Nach ca. einem Jahr Erfolglosigkeit machte mein Frauenarzt die Basisabklärung (Blutuntersuchung) und wir versuchten unser Glück mit Clomiphen-Tabletten für 1,5 Jahre. Dann überwies er uns an ein Kinderwunschzentrum und wir durchliefen die Standardprozedur mit anfänglich einigen Inseminationen und dann IVF und ICSI. Die Hormonspritzen führten bei mir zu einem leichten aber sehr unangenehmen Überstimulationssyndrom, zudem wurden die seelischen Wunden durch die monatliche Enttäuschung immer tiefer. Nach ca. 8 Jahren konnten wir nicht mehr und wandten uns der Adoption zu. Durch Zufall geriet ich an Dr. Schweizer-Arau und diese ermutigte mich, es noch einmal mit sanften Methoden zu probieren. Nach 1 Jahr SART, TCM und Homöopathie fühlte ich mich wieder zuversichtlich und in meiner Mitte. Nun versuchten wir IVF naturelle bei Dr Popovici in München. In diesem Zentrum war es viel kleiner und persönlicher, wir fühlten uns gut aufgehoben und die Punktionen waren ohne Narkose und ohne vorherige Hormonstimulation für mich viel weniger körperlich und psychisch belastbar. Bei der 3.Punktion akupunktierte mich Dr Schweizer-Arau vor dem Transfer und ich fühlte eine tiefe Ruhe und – wie soll ich es beschreiben – ein erhabenes Gefühl wie in der Kirche und eine Nähe. Dr Popovici teilte uns mit dass sich die Zellen leider nicht gut geteilt haben und keine realistische Chance auf ein Kind besteht, sie mache den Transfer aber trotzdem. Tja, und nach fast 10 Jahren ohne einen einzigen positiven Schwangerschaftstest wurde dieser kleine Zellhaufen dann ein gesundes, putzmunteres Mädchen, das uns so viel Freude und Glück schenkt. Ich würde SART/TCM in Kombination mit IVF naturelle jeder Frau empfehlen, da die körperlichen und psychischen Auswirkungen der konventionellen IVF häufig unterschätzt und verharmlost werden. Man möchte so gerne schwanger werden dass man bereit ist alles in Kauf zu nehmen – allerdings führt diese Einstellung bei Kinderwunsch leider nicht immer zum Ziel. Ich wünsche allen Frauen einen erfolgreichen Kinderwunsch-Weg, durch frühzeitige IVF naturelle vielleicht etwas verkürzter als bei uns.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ute,
      vielen Dank für Ihre traurige und doch so ermutigende Geschichte. 10 Jahre Leiden für ein Baby! Hoffentlich hilft Ihr Kommentar und dieser Artikel dabei, dass andere Paare früher einen anderen Weg suchen und finden. Alles Gute für Sie und Ihre Familie!

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