Jeglicher Fisch ist heute so stark mit Quecksilber und anderen Giften belastet, dass die Gesundheit und Intelligenz der Babys bereits im Mutterleib gefährdet ist, wenn Schwangere regelmäßig Fisch essen.

Fischgericht

Fischgericht

Wer glaubt, Fisch sei gesund und werdende Mütter seien gut beraten, in der Schwangerschaft möglichst viel Fisch zu essen, der ist unvollständig informiert. Tatsächlich ist der Konsum von Fischen, die auch in Deutschland flächendeckend mit Quecksilber belastet sind, ein Gesundheitsrisiko für das heranreifende Kind. Dies zeigen mehrere voneinander unabhängige Studien. Vor allem das Nervensystem und die Intelligenz der Kinder werden in Mitleidenschaft gezogen. Dabei ist es ziemlich egal, welchen Fisch Sie essen. Immer gehen die Gifte gleich über den Mutterkuchen zu Ihrem Baby und in sein Gehirn.

Quecksilber ist schädlich für die Kindesentwicklung

Das im Fisch enthaltene Methylquecksilber wird über die Plazenta auf das heranwachsende Kind (Fötus) übertragen. Dadurch kann die Entwicklung des Kindes im Mutterleib erheblich beeinträchtigt werden. Das geschieht bereits bei relativ geringen Konzentrationen des Giftstoffes, die für die Mutter selbst zunächst noch unschädlich sind. Quecksilber schädigt im Fötus Enzyme, die für den Energiehaushalt und den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel wichtig sind.

Außerdem wirkt sich Quecksilber negativ auf die Erbinformation (DNS) aus und hemmt die Umsetzung der genetischen Information in Eiweiße. Die Beeinträchtigung lebenswichtiger Zellfunktionen kann vor allem auf die Entwicklung des Nervensystems nachhaltigen Schaden ausüben. Doch dazu später mehr. Zunächst wollen wir uns der Frage zuwenden:

Wie gelangt Quecksilber in den Fisch?

Aus den Schornsteinen in die Luft

Braunkohlekraftwerk © rcfotostock fotolia.com

Braunkohlekraftwerk © rcfotostock fotolia.com

Die deutschen Kohlekraftwerke stoßen ca. zwei Drittel der in Deutschland emittierten Gesamtmenge an Quecksilber aus und tragen damit erheblich zur Quecksilberbelastung der Umwelt bei. Im Jahr 2012 waren allein acht Braunkohle-Großkraftwerke mit einem jährlichen Ausstoß von jeweils mehreren Hundert Kilogramm für gut 40 % der Gesamtemissionen an Quecksilber in Deutschland verantwortlich. Die Chance, per Gesetz durch den Einbau hochleistungsfähiger Filter den Quecksilberausstoß deutlich zu senken, wurde 2015 vertan. Allen Initiativen von Umweltschützern zum Trotz sah man keine Notwendigkeit die Bevölkerung vor dem giftigen Schwermetall besser zu schützen. Auch der Appell, sich an den strengeren US-amerikanischen Grenzwerten zu orientieren, wurde ignoriert.

Aus der Luft wieder auf die Erde und ins Wasser

Was geschieht mit den ca. 7 Tonnen Quecksilber, die aus den deutschen Kohlekraftwerken jährlich in die Luft gelangen? Zunächst steigt der Quecksilberdampf in die Atmosphäre und kann dort über weite Strecken transportiert werden. Bis zu einem Jahr kann das Quecksilber in der Luft bleiben, bevor es mit dem Regen oder als Schwebeteilchen zurück auf die Erde und ins Wasser gelangt. Im Wasser wird es von Muscheln, Algen und Fischen aufgenommen.

Vom Wasser in die Fische

fische-bodensee

Fische im Bodensee

In den Fischen kann die Quecksilberkonzentration um den Faktor 1 Million mal größer sein als in dem Wasser, in dem der Fisch lebt. Fische konzentrieren in hohem Maße Quecksilber nicht in ihren inneren Organen, die vor dem Verzehr entfernt werden, sondern in ihrem Muskelfleisch, das zum Verkauf angeboten wird. Da das Quecksilber aus der Luft ins Wasser gelangt, ist es in Süßwasserfischen ebenso zu finden wie in Meeresfischen, in Wildfischen ebenso wie in „Bio-Fischen“ aus „ökologischer Aquakultur“. Sicher gibt es graduelle Unterschiede zwischen den einzelnen Fischarten, zwischen Friedfischen (weniger) und Raubfischen (mehr), aber das ist nicht automatisch ein Unbedenklichkeitszeugnis für ungiftigen Fisch.

Vom Fisch in den Menschen

Entscheidend ist die lange Halbwertszeit, mit der sich das Quecksilber im menschlichen Körper anreichert. Sie beträgt bis zu 22 Jahren und mehr und ist von grundlegender Bedeutung für die kurz-, mittel- und langfristige Konzentration des Giftstoffes in verschiedenen Geweben und Organen. Aufgrund der langen Halbwertszeit kommt es bereits bei wiederholter oder konstanter Aufnahme von sehr geringen Quecksilberkonzentrationen, die für sich alleine betrachtet zum Zeitpunkt der Aufnahme „ungiftig“ sind, zu einer langsamen Erhöhung der Gewebespiegel.

Folglich kann auch aus dem wiederholten Verzehr von gering quecksilberbelasteten Fischen im Verlauf von Monaten und Jahren eine gesundheitsschädliche Menge im menschlichen Körper aufgebaut werden.

Das „Spiel“ mit den Grenzwerten

Grenzwerte sollen Sicherheit und Schutz suggerieren. Das wäre schön, wenn da nicht die Erzeugerinteressen wären, die berücksichtigt werden „müssen“.  Die Grenzwerte orientieren sich also nicht nur in erster Linie an den gesundheitlichen Aspekten, sondern zu einem erheblichen Anteil auch an wirtschaftlichen Interessen. Dies wird am Vergleich der „Umweltqualitätsnorm“ und den „Höchstgehalten in der Nahrung“ deutlich.

Umweltqualitätsnorm

Die Umweltqualitätsnorm für Quecksilber und seine Verbindungen beträgt 20 μg pro kg Nassgewicht für Fische. Sie basiert auf den ökotoxikologischen Wirkungen von Methylquecksilber und soll die Frage klären, ab welcher Konzentration die Quecksilberbelastung von Fischen für Fischotter, Seeadler und Wasserlebewesen schädlich ist. Aktuellen Informationen des Bundesumweltministeriums zufolge wird diese Konzentration von Quecksilber in Fischen in Deutschland „dauerhaft und flächendeckend überschritten“.

Das haben Untersuchungen in den Flussgebieten Elbe, Rhein und Donau ergeben. Hier finden sich Belastungen, die 5- bis 15-fach über der Umweltqualitätsnorm liegen. Wenn man die Umweltqualitätsnorm als Grenzwert heranziehen würde, der festlegt, ob ein Fisch an den Konsumenten verkauft werden darf, so hätte das eine große Zahl an Lebensmittelkontrollen und womöglich ein weitgehendes Verbot des Fischverkaufs zur Folge.

Somit stellt sich die Frage „Was ist zu tun?“

  • Die Quecksilberneubelastung in die Umwelt reduzieren?
  • Die Verbraucher vor dem Verzehr von Fisch warnen?

Das sind auf den ersten Blick logische Konsequenzen. Die Praxis der Verantwortlichen sieht anders aus.

Höchstgehalte in der Nahrung

Sie legen zulässige Höchstgehalte in der Nahrung fest, die weit über der Umweltqualitätsnorm liegen: für einige weniger stark belastete Fische liegt der zulässige Höchstgehalt bei 500 ug/kg, für andere stärker belastete Fischarten bei 1000 ug/kg. Diese Höchstgehalte berücksichtigen nicht in erster Linie die gesundheitlichen Folgen von Quecksilber für die Konsumenten, sondern orientieren sich an den Konzentrationen, die „durch eine gute Landwirtschafts-, Fischerei- und Herstellungspraxis vernünftigerweise erreichbar“ sind.

umweltqualitaetsnorm

Da die Quecksilberbelastung durch die Luft in das Wasser gelangt, hat der Fischwirt mit seiner „Herstellungspraxis“ keinen wesentlichen Einfluss auf die Belastung der Fische. Deswegen darf die Frage gestellt werden, ob die Festlegung der Höchstgehalte hauptsächlich dem Erzeugerschutz und nicht dem Verbraucherschutz dient.

Dass bei den „Höchstgehalten“ offensichtlich die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen nicht im Vordergrund stehen, wird auch an der unterschiedlichen Höhe dieser Werte sichtbar: 500 ug bei der einen, 1000 ug bei der anderen Fischart. Quecksilber ist aber „immer gleich giftig“, hat also die gleichen gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen, egal ob es von einem Karpfen stammt oder von einem Hecht. Die unterschiedlichen zulässigen Höchstmengen, unter Berücksichtigung des „Machbaren“, zeigen das Abweichen von toxikologischen und gesundheitsorientierten Kriterien. Folge daraus: Der Fisch darf weiter verkauft und als „gesund“ beworben werden.

Weitere Schadstoffe im Fisch

Wasserverschmutzung und toter Fisch © kodamatobi fotolia.com

Wasserverschmutzung und toter Fisch © kodamatobi fotolia.com

Neben Quecksilber gelangt auch eine Vielzahl von Menschenhand gemachter Schadstoffe in das Wasser. Dazu zählen das Insektengift DDT, Dioxine, sowie giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen, die zwar seit 2001 weltweit verboten wurden, aber aufgrund ihrer schlechten Abbaubarkeit weiterhin in der Atmosphäre, den Gewässern und im Boden nachweisbar sind. Einige dieser Schadstoffe verhindern, dass der Körper Gifte abbauen kann, indem sie körpereigene Eiweiße, die der Entgiftung dienen, ausschalten. Die Konzentration an diesen langlebigen Schadstoffen ist zum Beispiel im Thunfisch sehr hoch. Dadurch wird das Immunsystem geschädigt.

Als empfindliche Risikogruppe gelten Säuglinge, da sich die Schadstoffe einerseits in der Muttermilch konzentrieren, andererseits das Immunsystem im ersten Lebensjahr noch besonders anfällig ist. Wir sehen schon: das Problem der Schadstoffbelastung der Fische und die damit verbundenen Gefährdung der Gesundheit lässt sich nicht nur auf Quecksilber reduzieren. Dennoch wollen wir uns nun weiter mit diesem giftigen Schwermetall beschäftigen, da hier immer noch Spielraum zur Vermeidung weitergehender Belastungen besteht, und der Frage nachgehen:

Wie gelangt Quecksilber in das ungeborene Kind?

Im Fisch findet sich überwiegend Methylquecksilber, eine organische hochgiftige Quecksilberverbindung, die nach Verzehr des Fisches durch die Darmschleimhaut ins Blut der Mutter gelangt. Über die Blutbahn wird das Quecksilber zur Plazenta transportiert, wo es schnell durch die Blut-Plazenta-Schranke hindurch in den Fötus übertritt. Dort, in dem sich entwickelndem Körper, dessen Organsysteme und Schutzmechanismen noch nicht ausgereift sind, können bereits geringe Konzentrationen, die für Erwachsene noch unschädlich sind, die Entwicklung des Kindes im Mutterleib bereits erheblich beeinträchtigen. Auch Quecksilberdampf, aus zerbrochenen Energiesparlampen oder alten Fieberthermometern, sowie aus Amalgamfüllungen, kann über die Plazenta in den Fötus gelangen.

Diese Auswirkungen hat Quecksilber auf das Kind

Bevor das Immunsystem ausgereift ist, bevor das Skelettsystem ausgewachsen ist und bevor sich das Nervensystem vollständig entwickelt hat, sind Kinder oft einer Vielzahl von Umweltgiften gleichzeitig oder durch wiederholten Kontakt zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgesetzt. Umweltgifte können die Kinder in verschiedenen Stadien der Entwicklung vom Mutterleib bis hin zur Pubertät unterschiedlich stark schädigen. Das gilt auch für Methylquecksilber, das als starkes Nervengift bekannt ist. Untersuchungen von Kindern, die vor der Geburt im Mutterleib hohen Dosen von Methylquecksilber ausgesetzt waren, zeigen schwerste neurologische Funktionsstörungen und Entwicklungsanomalien.

Minamata-Krankheit

Die angeborenen Nervenschäden, die als Folge des massenhaften Konsums von methylquecksilberbelastetem Fisch in der Nähe der Minamata-Bucht in Japan zuerst in den 1950er Jahren beobachtet wurden, werden als angeborene Minamata-Krankheit bezeichnet (engl. Congenital Minamata Disease = CMD).

Diese äußert sich in geistiger Behinderung, zahlreichen neurologischen Störungen bis hin zu Missbildungen.

Obwohl die verheerenden Auswirkungen einer hohen vorgeburtlichen Methylquecksilberbelastung seit Jahrzehnten anerkannt sind, ist die Bedeutung einer chronischen niedrig dosierten Quecksilberexposition während der Schwangerschaft noch umstritten. Dies liegt vor allem an widersprüchlichen Ergebnissen und Interpretationen der beiden größten Geburtskohortenstudien, die auf den Färöer-Inseln und den Seychellen-Inseln durchgeführt wurden.

Studie von den Färöer Inseln

Schwangere bereitet Lachs zu © JackF fotolia.com

Schwangere bereitet Lachs zu © JackF fotolia.com

Berichte von den Färöer-Inseln kamen konsequent zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung im Kindes- und Jugendalter durch relativ geringe vorgeburtliche Quecksilberbelastungen nachhaltig beeinträchtigt wird. Nach 7 Jahren wurden die Kinder erneut untersucht. Im Alter von 7 Jahren waren vor allem Sprache, Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung, in geringerem Ausmaß auch die visuell-räumliche Aufmerksamkeit und motorische Funktionen beeinträchtigt.

Aufgrund ihrer Untersuchungsergebnisse kamen die Forscher zu dem Schluss, dass auch eine geringe, bis dahin als sicher angesehene, vorgeburtliche Methylquecksilberexposition negative Auswirkungen auf die Gehirnfunktion von Schulkindern haben kann.

Sieben Jahre später wurden die inzwischen 14-jährigen Jugendlichen erneut untersucht. Die schlechten Testergebnisse bestätigten sich. Die quecksilberassoziierten Defizite hatten sich zwischen den beiden Prüfungen nicht geändert: Aufmerksamkeit, sprachliche und motorische Fähigkeiten waren weiterhin signifikant beeinträchtigt. Folglich scheinen die Auswirkungen einer geringgradigen vorgeburtlichen Methylquecksilberexposition vielschichtig und dauerhaft zu sein.

Studien von den Seychellen

Ganz anders fielen zunächst die Ergebnisse der sogenannten Seychellen-Studie aus. Hier kam man zu dem Schluss, dass geringe vorgeburtliche Methylquecksilberexpositionen keine negativen Auswirkungen auf die spätere Entwicklung von Kindern haben. Allerdings stellte sich später heraus, dass in der Seychellen-Studie der Einfluss der guten Nährstoffe (besonders der Omega-3-Fettsäuren), die in den Fischen enthalten sind und die kindliche Entwicklung fördern könnten, womöglich überschätzt und der negative Einfluss von Methylquecksilber eher unterschätzt wurde.

Dies hatte zu falschen Schlussfolgerungen und zu einer Verharmlosung der Quecksilberzufuhr geführt. In einer neueren Studie, die eine andere Seychellen-Kohorte untersucht hat, korreliert hingegen – ähnlich wie bei der Färöer-Studie- die vorgeburtliche Methylquecksilberexposition mit einer schlechteren Entwicklung des Kindes.

ADHS ein Quecksilberproblem?

kämpfende Kinder © Andrew Blue fotolia.com

kämpfende Kinder © Andrew Blue fotolia.com

Darüber hinaus zeigen weitere Untersuchungen, dass die Entwicklung des Nervensystems durch eine niedrig dosierte vorgeburtliche Quecksilberbelastung nachhaltig geschädigt wird. Eine Beeinträchtigung der kindlichen Entwicklung wurde bereits bei niedrigen Quecksilberwerten beobachtet, die nahe dem nationalen US-amerikanischen Durchschnitt lagen. Eine niedrig dosierte pränatale Quecksilberbelastung kann auch mit einem erhöhten Risiko einhergehen, im späteren Leben an einem Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) zu erkranken.

Wirtschaftlicher Schaden

durch chronische vorgeburtliche Methylquecksilberbelastung in Europa

Das Ausmaß der vorgeburtlichen Quecksilberbelastung in Europa wird deutlicher, wenn man statistische Modelle benutzt.

1,8 Millionen – so groß ist die Zahl der Kinder, die jährlich in Europa mit einer Quecksilberbelastung geboren werden, die zur Entstehung neurologischer Schäden führen kann. Daraus entstehen Beeinträchtigungen der intellektuellen Fähigkeiten der betroffenen Kinder. Der dadurch verursachte volkswirtschaftliche Schaden wird mit 8000 bis 9000 Millionen Euro jährlich beziffert! Die Hauptursache der Quecksilberbelastung liegt in dem Fischkonsum der Mütter vor und während der Schwangerschaft.

Was sich wie eine Sensationsmeldung anhört und eigentlich zu einem Aufschrei in der Bevölkerung führen sollte, wird jedoch kaum zur Kenntnis genommen. Die Mütter werden nicht aufgeklärt, und die neurologischen Schäden werden folglich nicht verhindert. Das ist völlig unverständlich, um nicht zu sagen verantwortungslos. Dies umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Zahlen aus einer großen Studie stammen, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurde und an der 17 europäische Länder beteiligt waren.

Fazit

Diese Schäden für die Intelligenz der heranwachsenden Generationen und für die Volkswirtschaft wären durch eine bessere Aufklärung, durch einen strengeren Expositionsschutz und durch eine frühzeitige fachgerechte Behandlung der Quecksilberbelastung von gefährdeten Frauen mit Kinderwunsch zumindest teilweise vermeidbar.

Über den Autor

jennrichPeter Jennrich ist Facharzt für Allgemeinmedizin mit den Zusatzqualifikationen Naturheilverfahren und Akupunktur. Er ist international anerkannter „Clinical Metal Toxicologist“ im Rahmen des „International Board of Clinical Metal Toxicology“ und Präsident des IBCMT. Zudem ist er als wissenschaftlicher Berater der Deutschen Ärztegesellschaft für klinische Metalltoxikologie tätig. Neben seiner Praxis in Würzburg ist er in der Öffentlichkeitsarbeit für Naturheilverfahren aktiv. Dazu zählt seine Tätigkeit als Referent, Buchautor und Autor von medizinischen Fachartikeln.

Im Jahr 2015 hat Peter Jennrich für GREENPEACE eine Stellungnahme zur Gesundheitsgefährdung durch Quecksilber veröffentlicht. Sie ist in vollem Umfang auf der Homepage von Greenpeace abrufbar.

Kontakt

Praxis Peter Jennrich
Marienstraße 1
D-97070 Würzburg
Tel.: 0931 / 3292207
www.tierversuchsfreie-medizin.de

Kommentar der Redaktion

Dieser aufrüttelnde Artikel eines mutigen Arztes macht deutlich, dass wir uns nicht nur auf die Politik und Grenzwerte verlassen dürfen, sondern dass wir selber unsere Gesundheit und die unserer Familie in die Hand nehmen müssen. Auch wenn Ihnen hochrangige Ernährungsfachleute sagen, dass Sie weniger Fleisch und mehr Fisch essen sollten, dann ist das nur die eine Seite der Ernährung. Es besteht kein Zweifel, dass Fisch gutes Eiweiß und gutes Fischfett liefert. Aber leider muss auf der anderen Seite auch die starke Giftbelastung von Fisch berücksichtigt werden.

Ich möchte meine Warnung erweitern: bereits bei Kinderwunsch sollten Sie und Ihr Mann auf Fisch verzichten und eine Schwermetallausleitung machen. In der Ambulanz für Naturheilkunde der UFK Heidelberg konnten wir schon vor fast 30 Jahren mit der Ausleitung von Umweltgiften bei Paaren mit Kinderwunsch eine deutliche Reduzierung der Giftbelastung erreichen.

Und wenn Sie jetzt fragen: „Ja, was darf ich denn bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft essen?“ Dann fasse ich kurz für Sie zusammen: regionale Bio-Produkte, viel Gemüse, Obst, Salat, Kräuter, Vollkorngetreide, Nüsse, Hülsenfrüchte, gute Pflanzenöle. Wenn Sie Gemischtköstler sind: wenig Biofleisch, am besten Geflügel, mäßig Milchprodukte am besten von Ziege oder Schaf (Kuhmilch hat zu viele Hormone). Neben Folsäure sollten Sie Jod, Magnesium und Vitamin D ergänzen, eventuell auch Vitamin B12 und Zink.

Natürlich sollten Sie nicht auf die wichtigen Omega-3-Fettsäuren verzichten. Deswegen wird der Fisch ja geschätzt. Greifen Sie einfach zu einem veganen Omega-3-Öl aus Algen, das geprüft ist und sicher keine Schwermetalle und Organischen Umweltgifte enthält. Sie sollten in der Schwangerschaft mindestens 200mg DHA zuführen, ich empfehle eher das Dreifache, bspw. 4 Kaps. Omega-3 DHA+EPA Konzentrat von Heidelberg Chlorella (enthalten dann insgesamt 600 mg DHA und 150 mg EPA).

Richtig ernährenAn dieser Stelle darf ich Ihnen gleich mein neues Buch vorstellen, das ich mit der Ernährungsexpertin Dr. Barbara Rias-Bucher verfasst habe: „Richtig ernähren in Schwangerschaft und Stillzeit: Tipps für eine vielseitige, vollwertige Ernährung / 70 Rezepte für einfache Mini- und Maxi-Gerichte / + 30 Rezepte für herzhafte und süße Babybreie“, das noch im Oktober im Buchhandel erscheinen wird. Darin beantworten wir Ihnen Ernährungsfragen für Schwangerschaft und Babyzeit und schlagen Ihnen viele einfache gehaltvolle Rezepte vor.

Meine Buchempfehlungen zum selbstständigen Entgiften

Entgiften leicht gemacht

jennrich-entgiften-leicht-gemachtBereits 2013 hat Peter Jennrich für Sie einen wichtigen Artikel über das Gesundheitsrisiko von Schwermetallen geschrieben. Darin stellte er Ihnen schon Methoden zur Entgiftung vor. In diesem Buch „Entgiften leicht gemacht“ hat der Naturheilkundearzt seinen reichen Erfahrungssschatz aus der Praxis für Sie zusammengestellt: angefangen von der gesunden Ernährung über Heilkräuter, Spezialtinkturen, Spülungen, Wickel bis hin zu Schüßlersalzen. Besonders wichtig finde ich, dass nicht nur Hilfe gegeben wird, wie frau Gifte ausleiten kann, sondern wie sie bereits bei der täglichen Ernährung dafür Sorge tragen kann, eine weitere schleichende Vergiftung zu vermeiden.

Und nicht nur bei der Ernährung! Vor einem Jahr stellte Peter Jennrich Ihnen die Datenlage zu Aluminium vor, das über Deos vermutlich Brustkrebs auslösen kann. In seinem Buch zur Entgiftung gibt es wichtige Listen von Stoffen des täglichen Lebens, die Sie meiden und wodurch Sie sich vor weiteren Vergiftungen schützen können.

Lass Dich nicht vergiften

Mutter_Lass dich nicht vergiften„Warum uns Schadstoffe chronisch krank machen und wie wir ihnen entkommen“ ist der Untertitel des Buches von Dr. Joachim Mutter, das ich Ihnen bereits einmal in dem Artikel des ADHS-Experten Ulf Sauerbrey vorgestellt hatte. In diesem Artikel beschreibt er, wie wir im Alltag aufpassen müssen, um unsere Kinder nicht unnötig mit Umweltgiften zu belasten. Dr. Mutter ist spezialisiert auf schwere chronische Krankheiten, die er durch ein umfassendes Therapieprogramm bessern und sogar heilen kann. Seine langjährigen Erfahrungen hat er in dieses Buch einfließen lassen, das ich jedem Menschen mit einer chronischen Krankheit empfehlen möchte.

Sind Sie jetzt sehr erschrocken über diesen Artikel? Werden Sie bei Ihrem Fischkonsum etwas verändern? Schreiben Sie doch einen Kommentar!

Drucken