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Progesteron, das Hormon der Weisheit, richtig einsetzen

Von | 22. November 2013 – 20:08 988 Kommentare 1.064.095 AufrufeDrucken

Progesteronmangel ist Ursache für viele Beschwerden von Frauen. Hormonbestimmungen und Ausgleich mit bioidentischem Progesteron bringt Hilfe.

Bild der Frauenärztin und Künstlerin Hilly Kessler*

Wenn von Hormonmangel gesprochen wird, denkt frau zunächst an Estrogen, das Hormon, das im Wesentlichen in den Eierstöcken produziert wird. Dessen Mangel wird mit Unfruchtbarkeit, Wechseljahresbeschwerden, Osteoporose, Demenz und vielen Befindlichkeitsstörungen in Verbindung gebracht. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass erst Progesteron, das Gelbkörperhormon, einen normalen Zyklus ermöglicht, eine Schwangerschaft und Wohlbefinden.

Deshalb verwundert es nicht, dass ein Progesteronmangel in vielen Lebensphasen zu Störungen der Gesundheit führen kann. Aber wie kann frau wissen, ob sie einen Progesteronmangel hat? Wie lässt sich ein Gestagenmangel beheben, ohne das empfindliche körpereigene hormonelle Gleichgewicht durcheinander zu bringen?

Netzwerk Frauengesundheit hat eine Frauenärztin befragt, die sich seit vielen Jahren in ihrer Praxis mit der Anwendung von bioidentischem Hormon beschäftigt.

Bedeutung von Progesteron

Interview mit der Frauenärztin Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht

Sie sind eine der wenigen Kolleginnen, die sich mit der Progesterontherapie befassen. Warum ist Progesteron Ihrer Erfahrung nach so wichtig für die Frau? So wichtig, dass es sogar als Hormon der Weisheit gilt?

Progesteron ist ein Steroidhormon mit vielfachen Wirkungen:

  • Progesteron ersetzt sich selbst (bei Gelbkörperhormonschwäche, z.B. in der 2. Zyklushälfte und in der Schwangerschaft) – dies ist bisher auch die reguläre schulmedizinisch nachgewiesene Wirkung.
  • Progesteron antagonisiert die Wirkung von Östrogenen (z.B. bei Östrogendominanz).
  • Progesteron stimuliert die hormonproduzierenden Organe (z.B. Ovarien), diese können dann teilweise schon bei ganz minimal zugeführten Mengen an Progesteron (das nicht zur Substitution im herkömmlichen Sinn verwendet werden kann) wieder selbst alle Hormone (auch Estrogene) bilden, und es resultiert ein normaler Zyklus.
  • Progesteron schafft Ausgleich zwischen allen Hormonen, sofern eine Dysbalance festgestellt wird – hierbei werden auch zu hohe Androgene (männliche Hormone) sowie Schilddrüsenfunktionsstörungen positiv beeinflusst.

Funktion von Progesteron

Schon kurz vor dem Eisprung wird im Follikel Progesteron gebildet, um die Gebärmutterschleimhaut für eine Schwangerschaft vorzubereiten. Im Gehirn beeinflusst Progesteron unser Denken und unsere Stimmung. Progesteron hat eine ausgleichende und schlaffördernde Wirkung. Progesteron fördert die Wasserausscheidung, Progesteron hemmt den Knochenabbau und Progesteron soll auch die Faltenbildung verhindern.

Verschiedene Arten von Progesteron

Synthetisch hergestelltes Gestagen ist vorwiegend in der „Pille“ enthalten – hier ist es auch sinnvollerweise einsetzbar, da es den Eisprung unterdrücken soll; es gibt für jedes synthetische Gestagen eine sogenannte Ovulationshemmdosis als Mengenangabe.

Mit Progesteron (dem Hormon der 2. Zyklushälfte aus den Eierstöcken) wird die Fruchtbarkeit eher begünstigt. Es ist nicht als Verhütung zugelassen.

Können Sie den Begriff „bioidentisches“ Progesteron erklären?

Progesteron wird zur Therapie nicht von Menschen gewonnen, so natürlich ist es nun auch wieder nicht! Hierzu wird eine Pflanze aus der Natur (Yamswurzel) benutzt. Aus einem ihrer Inhaltsstoffe, dem Diosgenin, wird durch eine chemische Umwandlung „bioidentisches“ Progesteron hergestellt, d.h. ein Progesteron, dessen Molekülstruktur und Verhalten genauso wie das in den Eierstöcken selbst produzierte Progesteron ist.

Arten der Progesteron-Applikation

Wie kann man bioidentisches Progesteron verabreichen?

Die beste Applikation von bioidentischem Progesteron ist die Gabe über die Haut. Hierbei kann der Körper unter Umgehung des Leberstoffwechsels vorwiegend die Progesterontherapie als Reinform erhalten. Dies geschieht in Form von Progesteroncremes, Progesterongelen oder Progsteron-Vaginal-Kaps/Vaginal-Ovula. Sie müssen, bis auf die Kapseln, immer speziell in einer dafür fachkundigen Apotheke hergestellt werden.

Was hat Sie dazu bewogen, besonders die Progesteron-Verabreichung über die Haut zu propagieren?

Mind. 90 % aller Menschen haben die Möglichkeit, über die Haut (auch Scheidenschleimhaut) Hormone aufzunehmen. Im Gegensatz zur oralen Form fällt hier keine enzymatische Umwandlung, z.B. in Estrogene, durch den Leberstoffwechsel an. Es ist die schonendste Therapie zu Beginn. Auf orale Applikation (in Kapselform) kann als Test während der Therapie immer noch umgestellt werden. Gleichzeitig kann bei oraler Therapie Progesteron nur mit einer fixen Dosis (100 mg oder das mehrfache) zugeführt werden, während für die Therapie über die Haut oftmals schon 20 – 50 mg Progesteron/Tag ausreichen.

Indikationen für die Therapie mit Progesteron

Welchen Frauen empfehlen Sie natürliches Progesteron?

Ich empfehle Progesteron allen Frauen mit Gelbkörperhormonschwäche in der fruchtbaren Phase, mit unregelmäßigen Zyklen und meist starken und schmerzhaften Menstruationsblutungen. Die Progesterontherapie rhythmisiert den Zyklus, nimmt die Beschwerden (auch PMS) und steigert die Fruchtbarkeit.

Zusätzlich empfehle ich Progesteron den Patientinnen, die sich im Übergang zur Menopause (letzte Menses)/Postmenopause befinden und Anzeichen einer Östrogendominanz aufweisen. Die Patientinnen können hierbei auch die klassischen Beschwerden mit Hitzewallungen oder Schlafstörungen haben, für die sonst üblicherweise zumeist vorrangig Estrogene als Therapie eingesetzt wurden.

Symptome der Östrogendominanz

Symptome der Östrogendominanz äußern sich in vielen Bereichen:

  • auf körperlicher Ebene klagen die Patientinnen mit Östrogendominanz meist über Schweregefühl in den Beinen und im ganzen Körper (wie vor den Menses früher) sowie Wassereinlagerungen. Diese können bei manchen Patientinnen auch zu höherem Blutdruck führen. Diese Patientinnen haben zumeist in hormonsensiblen Geweben weitere Anzeichen für Östrogendominanz: sie haben häufig Uterusmyome, Uterus (Endometrium)- oder Cervixpolypen, glandulär-zystische Hyperplasie der Gebärmutterschleimhaut (Vorstufe von Gebärmutterschleimhautkrebs), evtl. noch Zysten in den Eierstöcken und ganz häufig Zysten in der Brust. Meistens klagen diese Patientinnen auch über zunehmende Gewichtsprobleme seit der hormonellen Veränderung und registrieren nächtliche Wadenkrämpfe, die nur schwer auf Magnesiumtherapien ansprechen.
  • Auf seelischer Ebene fühlen sich manche Frauen mit Östrogendominanz ebenfalls so wie früher vor der Periode: sie werden schnell reizbar und sind launisch, einige bekommen auch Angst- und Panikattacken bei den geringsten Anlässen. Sie sind schnell aus der Balance zu bringen und haben nicht mehr die Ruhe und Stärke wie früher, um in schwierigen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen.

Stellenwert der Hormonbestimmung

Muss eine Frau erst Hormonuntersuchungen machen lassen, ehe Sie bioidentisches Progesteron benutzt?

Blutentnahme

Jede Frau sollte vor einer Hormontherapie, auch mit bioidentischem Progesteron, eine genaue Analyse der Hormone erhalten.

Zu welchem Zeitpunkt des Zyklus müssen welche Hormone überprüft werden?

Vor der Menopause sollte die Hormonbestimmung vorwiegend in der Mitte der 2. Zyklushälfte erfolgen.

Ab der Menopause ist der Zeitpunkt unwesentlich – es sollte aber mindestens eine Bestimmung vor der Hormontherapie erfolgen.

Die beste Bestimmung erfolgt aus dem Blut. Im Urin können nur andere Hormone gemessen werden, z.B. das Schwangerschaftshormon HCG. Die Bestimmung aus dem Speichel ist zu störanfällig, es sind hierbei nur wenige Hormone nachweisbar, und es gibt keine Standarttestungen.

Die Tageszeit ist in der Regel unwesentlich, bis auf die Bestimmung von Cortisol, Schilddrüsenhormonen unter Therapie und Prolaktin.

Es sind keine Nüchternkontrollen notwendig, außer man möchte gleichzeitig Insulin bestimmen.

Die folgenden Hormonbestimmungen empfehle ich vor der Therapie:

Bei Frauen, die ihre Periode noch haben, sollten am 2.-5. Zyklustag die Hormone FSH und LH (beides Hypophysenhormone), Estradiol, Estron, DHEAS, Testosteron, SHBG und wenigstens ein Schilddrüsenwert (TSH) gemessen werden.

  • Optional auch die Stresshormone (Prolaktin, Cortisol als Tagesprofil),
  • Androstendion (bei Androgenisierungserscheinungen) und
  • bei Verdacht auf Schilddrüsenfunktionsstörungen die restlichen Schilddrüsenwerte (freies T3, freies T4 sowie evtl. Schilddrüsen-Antikörper).

Bei Frauen mit Eisprung wird in der zweiten Zyklushälfte um den 21. Tag herum Estradiol und Progesteron gemessen.

Müssen auch während der Behandlung Hormonkontrollen gemacht werden?

Es sollte wenigstens eine Hormonkontrolle 4 – 12 Wochen nach Beginn der Hormontherapie erfolgen. Hierbei kann individuell nach anamnestischen Daten gemeinsam mit den Laborwerten die Therapie mit minimalster Dosierung angepasst werden. Auch der interhormonelle Ausgleich (zwischen Androgenen, Estrogenen, Schilddrüsenhormonen, Stoffwechselparametern) wird hierbei kontrolliert.

Progesteron bei verschiedenen Beschwerden und Krankheitsbildern

Können Sie im Folgenden einige Krankheitsbilder und Ihr Vorgehen beschreiben?

Mastopathie und PMS

Mastopathie © fairith - Fotolia.com

Mastopathie © fairith – Fotolia.com

Schmerzhafte Brüste, meist vor den Menses reagieren gut auf wenig Progesteroncreme (in der Regel max. 3%ig) oder das fertige Progestogel.

PMS mit Wassereinlagerungen, auch in den Brüsten, Schweregefühl, Reizbarkeit und labiler psychischer Verfassung – zumeist nur in der 2. Zyklushälfte: ¼ bis 2 Hub Progesteroncreme (zumeist 10 %ig)

Zyklusstörungen, Gelbkörperunterfunktion

Zumeist bioidentischer „Ersatz“ von Progesteron in der 2. Zyklushälte durch Cremes oder vaginale Kapseln/Zäpfchen, selten in oraler Form als Progesteron-Kapseln. Bei Patientinnen, die gleichzeitig verhüten müssen, sind hier analog synthetische Gestagene mit Verhütungseffekt sinnvoll.

Myome

Gutartige muskuläre Wucherungen der Gebärmutter können gut mit wenig Progesteroncreme oder Progesteron-Kapseln behandelt werden,  kontinuierlich bei peri-/postmenopausalen Patientinnen, sonst analog „Gelbkörperunterfunktion“ – Vermeidung von Überöstrogenisierung in jeder Form.

Endometriose und Dysmenorrhö

Schmerzen vor und während der Menses entstehen häufig durch hormonelles Ungleichgewicht mit Schwäche der eigenen Gelbkörperfunktion: Progesterontherapie (am besten mit 10 %iger Creme) in der 2. Zyklushälfte.

Wechseljahre

Klimakterisches Syndrom: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Durchschlafstörungen, Dysphorie, Konzentrationsstörungen, Energiemangel… Hier sind neben Progesteronmangel auch ein Mangel an Estrogen und/oder Androgenen als Ursache möglich. Die meisten meiner Patientinnen verwenden täglich abends Progesteron (Creme oder Kapseln dermal) und geben je nach Bedarf ca. 2x wöchentlich Estriol (vaginal) und 2-7 mal wöchentlich Estradiol-Gel (1 Hub) oder Estradiol-Pflaster in niedrigster Dosierung dazu. In wenigen Fällen reicht auch mal die alleinige Estrogen- oder Androgentherapie.

Über Hitzewallungen klagen ja auch noch 70-jährige Frauen. Können Sie denen auch mit der alleinigen Progesteroncreme helfen?

Dies sind meist Patientinnen mit minimal erhaltener ovarieller Reserve (d.h. funktionierenden Eierstöcken) – sie sind aber eher selten. Auch hier gilt der gleiche Grundsatz wie bei jüngeren menopausalen Patientinnen: erstens Anamnese, zweitens Untersuchung (auch vaginalen Ultraschall und Ultraschall der Brüste), drittens Hormonkontrolle – dann kann eine individuelle Therapie ausgearbeitet werden. Evtl. brauchen auch diese Frauen nur Progesteron als Ausgleich!

Weitere Symptome/Beschwerden, die für den Einsatz von bioidentischem Progesteron sprechen:

Schlafstörungen

V.a. Aufwachen frühmorgens (3 – 5 Uhr mit Hellwachsein), nicht nur durch Hitzewallungen allein, sprechen für den Einsatz von bioidentischem Progesteron abends.

Unerfüllter Kinderwunsch

Kinderfinger

Bei nachgewiesener Gelbkörperhormonschwäche und daraus resultierender hormoneller Dysbalance ist die Therapie mit Progesteron in der 2. Zyklushälfte sicher und zufriedenstellend (v.a. wenn die Patientin eine Erleichterung von sonstigen Beschwerden, wie Dysmenorrhoe, PMS, überstarke Blutungen hat). Ansonsten ist unerfüllter Kinderwunsch ein multifaktorielles Problem, evtl. auch mit psychischem Hintergrund. Es sollten spätestens nach 6 – 12 Monaten, je nach Alter der Mutter, aber immer die partnerschaftliche Samenqualität und eine mögliche anatomische Störung (Gebärmutter, Eileiter) ausgeschlossen werden. Auch Gewichtsprobleme, Vitamin- oder Mineralstoffmangelzustände sowie eine Schilddrüsenstörung können viel zu Unfruchtbarkeit beitragen.

Frühschwangerschaft

Bei nachgewiesener Gelbkörperhormonschwäche mit drohender Abortneigung, Schmerzen im Unterleib, langdauernder Übelkeit ohne Schilddrüsenüberfunktion wird der/die erfahrene Frauenarzt/-ärztin zumeist bioidentisches Progesteron in Form von Gel oder Kapseln über die Scheide einsetzen.

Spätschwangerschaft

Bei ebenfalls nachgewiesener Lutealschwäche kann auch hier (Achtung: off label – d.h. außerhalb von Studien, bisher wissenschaftlich nicht belegt) zur Verhinderung von Frühgeburtlichkeit und Insuffizienz des Muttermundes mit Progesteron therapiert werden.

Metabolisches Syndrom

Anzeichen von Insulinüberschuss durch hormonelles Ungleichgewicht sind Neigung zu Adipositas (Apfeltyp), Hypertonie (Bluthochdruck), Hyperurikämie (Gicht), Fettstoffwechselstörungen (meist Hypertrigliceridämie) und Neigung zu Diabetes Typ II (Alters- bzw. Erschöpfungsdiabetes). Hier ist durch die erhöhte Fettansammlung im Bauchbereich meist eine Hormonstörung mit hohen Estronwerten (Speicherestrogen) vorhanden, die günstig neben Bewegung und Diät mit Progesteron beeinflusst werden kann.

Hashimoto

Entzündung der Schilddrüse mit Bildung von Antikörpern gegen Schilddrüsenzellen mit konsekutivem Untergang von Schilddrüsengewebe und langfristiger Unterfunktion der Schilddrüse: es wird immer wieder beobachtet, dass sich in den hormonellen Krisenzeiten (Progesteronmangelzeiten) der Frau (Pubertät, nach der Geburt, periklimakterisch) gehäuft der Beginn von Hashimoto-Erkrankungen findet. Es sollte daher immer neben den restlichen Therapien bei Hashimoto ein Ausgleich von Progesteron bei Defiziten angestrebt werden (s. analog „Gelbkörperhormonschwäche“). Dies gilt v.a. für die Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch.

Urge- und Stressinkontinenz

Beides sind Formen der Harninkontinenz, wobei nur die Urge-Inkontinenz eine hormonelle Dysbalance darstellt. Viele wissen, dass die Scheiden- und Blasenstabilität abhängig von Östrogenen ist. Das Progesteron gibt aber die Stabilität, so dass bei der Urge (Drang-)inkontinenz unbedingt meist in lokaler Form (Progesteronkapseln) therapiert wird. Bei der muskulär bedingten Stress-Harn-Inkontinenz ist meist eine gezielte Beckenbodengymnastik oder Operation nach dem hormonell lokalen Ausgleich erfolgreich. Durch die biologische Therapie mit Progesteron speziell bei der Urge-Inkontinenz kann die nebenwirkungsreiche Therapie mit Anticholinergika (Mundtrockenheit…) oder Psychopharmaka vermieden werden und gleichzeitig die soziale Situation extrem verbessert werden.

Umweltgifte mit Östrogenwirkung

Östrogenähnliche Umweltgifte, Xenoöstrogene genannt, werden für die Zunahme von Brust- und Prostatakrebs verantwortlich gemacht. Ist es denkbar, dass deshalb heutzutage die Progesterontherapie als Ausgleich so wichtig geworden ist?

Diese Überlegung muss man anstellen, wenn man bedenkt, dass früher als Hormonersatz nur mit Estrogenen gearbeitet wurde. Die alten Frauenärzte waren bestimmt nicht so wenig aufmerksam oder die therapierten Frauen so indolent, dass die über Jahrzehnte gültige Östrogenersatztherapie (Hormon replacement therapie, HRT) nicht doch früher ihre Richtigkeit hatte.

Heute erleben wir durch Wohlstand und Bewegungsmangel (Übergewicht) wie durch die Zusätze von Estrogenen in der Nahrungsmittelkette (ob fremd ( =xeno) oder synthetisch) bei den meisten Frauen eher nur Progesteronmangel als Zeichen einer generellen Überöstrogenisierung. Schlanke und sportliche Frauen im Klimakterium, die sich nur von biologischen Produkten ernähren oder Vegetarierinnen haben meist nur einen Mangel an Östrogen. Hier wird mit Progesteron allein nicht sehr viel hormonell bewirkt. Diese Frauen sind meist generell gesundheitsbewusster und meiden auch Xenoöstrogene, die in vielen Verpackungsmaterialien (z.B. Bisphenol A) enthalten sind.

Anwendung der Progesteroncreme

© Artem Furman – Fotolia.com

Die Creme wird im Bereich beider Unterarme (Innenseiten, keinesfalls behaarte Haut) großflächig aufgetragen und wie bei anderen Hormoncremes eine Wasseranwendung (Baden, Duschen, Schwimmen, Sauna) in der folgenden Stunde vermieden. Die Dosis richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild, nach dem Hormonstatus sowie dem Vorhandensein einer Gebärmutter.

Die Dosierung erfolgt in der Regel 2x täglich (morgens, abends), zumeist ¼ bis 1 ganzer Hub, in der 2. Zyklushälte, d.h vom 14.-28. Zyklustag. Bei ausgeprägten Beschwerden bzw. fehlender regelmäßiger Blutung ist auch eine Therapie über 3 Wochen /Monat möglich, bei geringeren Symptomen erfolgt die Anwendung nur 1 x täglich. Bei einem Hub Progesteroncreme 10% entspricht 1 Hub 120 mg Progesteron.

Nebenwirkungen der Progesterontherapie

Welche Probleme können bei der vaginalen, bzw. oralen oder transdermalen Progesterontherapie auftreten?

  • Oral: unerwünschter Abbau zu Estrogenen mit allen Formen der Östrogendominanz, Schwindel, Schläfrigkeit bis zur Narkolepsie
  • Vaginal: Ausfluss
  • Transdermal: selten überschießende Reaktion der Ovarien (Überstimulation) mit Symptomen der Überöstrogenisierung; bei fehlender Indikation (z.B. bei Frauen, die nur Estrogenmangel im Klimakterium haben) auch Verschärfung der Estrogenmangelbeschwerden (Hitzewallungen, Müdigkeit…)

Die Hormontherapie in und nach den Wechseljahren wird kritisch gesehen, da in der WHI-Studie die Östrogen-Gestagentherapie in Tablettenform zu einer Zunahme von Brustkrebs und Herzinfarkt geführt hatte. Müssen die Frauen unter der Progesterongabe auch Angst davor haben?

Nein, da hier 1 : 1 mit bioidentischen Hormonen (und nicht mit synthetischen Medikamenten) therapiert wird. Es sind Fehler mit Über- oder Unterdosierung möglich. Es gibt keinen Nachweis für ein gehäuftes Auftreten von Brustkrebs oder Schlaganfall/Herzinfarkt/Thrombose – bei rechtzeitigem Einsatz sogar eher einen Schutz davor. Rechtzeitig bedeutet: wenige Jahre nach Beginn der Mangelzustände. Brustkrebs und Herzinfarkt haben auch viele andere Ursachen wie Bewegungsmangel, Rauchen, Alkoholkonsum (v.a. Brustkrebs) und Vitamin D Mangel (Reduktion von Brustkrebs um 70 % bei guter Versorgung) sowie Übergewicht, so dass selbst bei synthetischer Hormonersatztherapie der Schaden diesbezüglich nur minimal wäre im Vergleich zu den vorgenannten „life style“Problemen.

Nahrungsergänzungen mit Progesteronwirkung

Viele Frauen nehmen Produkte mit Yamswurzel ein oder DHEA. Was halten Sie davon?

Yams © Bill - Fotolia.com

Yams © Bill – Fotolia.com

Yamswurzelprodukte sind unsinnig. Das Diosgenin aus der Yamswurzel kann der Körper gar nicht in Progesteron umbauen, das funktioniert nur im Labor! Bewirkt zumeist nur gewebespezifische Überestrogenisierung (Wachsen von Myomen und Polypen), da auch Phytoestrogene an estrogenspezifischen Rezeptoren einzelner Organe andocken können. Das genaue Ansprechen ist noch nicht geklärt, es haben auch nicht alle Frauen hierfür Rezeptoren.

DHEA (Dehydroepiandrostandion) ist ein Hormon aus der Nebennierenrinde, das auch in Testosteron, Estron und Estradiol umgewandelt wird. Bei nachgewiesenem niedrigen DHEA Spiegel und entsprechender Symptomatik kann in engmaschiger Kontrolle mit geringer Dosis (meist 5 – 10 mg) ein Hormonersatz erfolgen. DHEA gehört zu den bioidentischen Hormonen, wird zumeist oral angeboten. Nur in seltenen Fällen ist die komplizierte Therapie mit DHEA-Cremes sinnvoll. Hier wird eher mit Testosterongels, wie oben beschrieben, therapiert.

Bezugadressen für Progesteroncreme und Kps.

Sie brauchen immer ein ärztliches Rezept, das Sie an die Apotheken schicken können, die auf bioidentische Hormone spezialisiert sind.

  • Utrogest®, Progestan® und Famenita® sind Kapseln, die bioidentisches Progesteron in unterschiedlichen Dosierungen enthalten.
  • Progestogel ist ein Progesteron-haltiges Gel (10mg/g), das bei  Mastopathie auf die Brust appliziert werden kann.
  • Progesteroncreme: wird von verschiedenen Apotheken nach individueller Rezeptur hergestellt.

Wo findet man Therapeuten, die sich mit bioidentischer Hormontherapie auskennen?

Es sind mir leider keine bekannt, die sich mit allen Formen der bioidentischen Hormontherapie auskennen. Die meisten verwenden nur Teilbereiche (nur Progesteron) oder Estradiol-Gel (und Progesteronkaps oral). Die Schilddrüse wird dann wieder von Schilddrüsen-Spezialisten betreut. Ganzheitlich ist es sehr schwierig, überhaupt punktuell Literatur zu finden!

Alles, was ich Ihnen hier über bioidentisches Progesteron berichtet habe, wurde von mir auch für Frauenärzte publiziert. Sie können sich den Progesteron-Artikel von Frau Dr. Faust-Albrecht als pdf-Dokument hier herunterladen und Ihren Frauenarzt darüber informieren.

Buchempfehlungen

1.  Rosenshein B, Oechsler R: Wechseljahre– nein danke! Wie Sie die Menopause risikofrei mit bioidentischen Hormonen vermeiden und rückgängig machen können. VAK-Verlag, Kirchzarten 2010

2. Platt ME: Die Hormonrevolution: Spektakuläre Behandlungserfolge bei Schilddrüsenstörungen, Migräne, Osteoporose, Wochenbettdepressionen,ADHS, … Wechseljahresbeschwerden,Diabetes u.v.a.m.VAK-Verlag, Kirchzarten 2012

Über die Autorin

Frau Dr. Faust-Albrecht hat in München studiert und die Facharztausbildung gemacht. Seit 30 Jahren wendet sie Homöopathie an. Seit 20 Jahren ist sie in einer kleinen Einzelpraxis niedergelassen, die es ihr erlaubt, ihre Patientinnen individuell schulmedizinisch mit Hormonen oder homöopathisch zu behandeln.

Dr. med. Hildegard Faust-Albrecht
Niedergelassene homöopathische Frauenärztin
Hauptstr. 10
82008 Unterhaching

www.faust-albrecht.de

Bitte berücksichtigen Sie, dass Frau Dr. Faust-Albrecht keine neuen Patientinnen annehmen kann. Durch die Hormon-Workshops (s.u.) werden Frauenärzte in der Methode ausgebildet, so dass Sie sicher bald auch in Ihrer Nähe einen Therapeuten für transdermale bioidentische Hormontherapie finden werden.

Über die Künstlerin

*Frau Dr. Hilly Kessler ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin. Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

www.hillykessler.com

Aktuelles 2016 mit Therapeutenliste

In den letzten drei Jahren ist das Interesse an der Bioidentischen Hormontherapie enorm gewachsen, zumindest bei den Patientinnen. Deshalb hat sich die Redaktion vom Netzwerk Frauengesundheit entschlossen, im April und Oktober 2015, sowie im April 2016 Workshops für Frauenärzte zur Bioidentischen Hormontherapie  anzuregen. Der zunächst letzte Workshop fand im September 2016 in Potsdam statt.

Einige der Teilnehmer sind inzwischen so erfahren, dass sie in ihren Praxen Patientinnen nach den Vorgaben von Frau Dr. Faust-Albrecht behandeln. Ihre Adressen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz habe ich Ihnen in dieser Therapeutenliste zusammengestellt.

Weitere Workshops für Frauenärzte sind von uns zur Zeit nicht geplant. Da es sich bei der bioidentischen transdermalen Hormontherapie um eine effektive, sehr individuelle und komplizierte Therapie handelt, raten wir von einer Eigentherapie ohne Begleitung durch einen erfahrenen Therapeuten und ohne sachgerechte Hormonkontrollen dringend ab. In den zahlreichen vorliegenden Kommentaren der letzten drei Jahre sind alle Fragen, die bei Ihnen als Laien aufkommen könnten, schon mehrfach beantwortet worden. Berücksichtigen Sie bitte, dass uns eine individuelle Beratung zu Ihrem speziellen Fall auf die Distanz nicht erlaubt ist. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Kommentarfunktion für diesen speziellen Artikel am 15.12.2016 abzustellen.

988 Kommentare »

  • Anna sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht, sehr geehrte Frau Professor Gerhard,

    ich bin 46 Jahre alt, meine Periode ist regelmäßig, Blutung normal, ich bin Normalgewichtig.

    Seit ca. 9 Jahren habe ich PMS, in der 2. Zyklushälfte sehr geringe Wassereinlagerungen, Mastopathie, Zysten in den Brüsten, Schweregefühl im Körper, Reizbarkeit und ab und zu labile psychische Verfassung.
    Meine LWS in der 2. Zyklushälfte ist sehr schmerzhaft, ab und zu kommen Gelenkbeschwerden hinzu.

    Vor 9 Jahren habe ich meine Mirena-Spirale ziehen lassen. Seitdem verhüte ich ohne Hormone.

    Meine schmerzenden Brüste und meine LWS-Beschwerden sind kaum noch zu ertragen!

    Meine BH Größe veränderte sich in diesen 9 Jahren von 75B auf 80C, obwohl sich mein Körpergewicht nicht geändert hat. Meine Brüste haben sehr viele Zysten.

    Ernährung: ich esse kaum Milchprodukte.
    Ab und zu habe ich Krämpfe im Fuß, die sich durch Magnesium nicht bessern.
    Angstträume habe ich, wenn ich mich am Nachmittag kurz hinlege. Sonst schlafe ich gut und recht viel, wenn es geht.

    Mein Cortisolspiegel war im Mai 2016 auf Grund eines Schockerlebnises im Jahr 2015 sehr niedrig (gem. Laboruntersuchung aus Speichel im Labor Hauss in Eckernförde).
    Meine Leistungsfähig am Tag war gering. Mein Blutdruck war erhöht. Nach homöopathischer Behandlung hat sich meine Leistungsfähigkeit in 3 Monaten gebessert und mein Blutdruck hat sich wieder normalisiert.
    Meine PMS- und starke Brust-Beschwerden haben sich nach dieser Behandlung aber nicht geändert.
    Auch ein weiterer Hormontest erfolgte in dem o.g. Labor Hauss ebenfalls im Mai. Aber nur durch Speichel, nicht aus dem Blut. Dort wurde aber festgestellt, dass das Verhältnis von Progesteron zu Estradiol zu niedrig ist.

    Ich habe am 30.11.2016 am 15. Zyklustag mit Progestan 100mg angefangen, wie meine Frauenärztin verordnet hat. Ich habe 1 Kapsel abends auf meinen Unterarm geschmiert. 2 Tage lang hatte ich weniger Brust- und LWS-Schmerzen. Dann hatte ich alle bekannten Symptome wieder, obwohl ich die Therapie weiter fortgesetzt habe.
    Ab dem 23. Zyklustag habe ich zusätzlich morgens ein Kapsel auf mein Unterarm aufgebracht. Keine Verbesserung.
    Der Zyklus ist noch nicht zu ende.

    Vielleicht bin ich ungeduldig, aber ich dachte, dass eine wesentliche Erleichterung sofort nach der Anwendung von Progestan auftritt.

    Bitte, könnten Sie mir etwas empfehlen, was ich machen soll?

    Vielen herzlichen Dank im Voraus für Ihre Hilfe und beste Grüße
    Anna

    • Liebe Anna,

      die Beschwerden, die Sie in der 2. Zyklushälfte schildern (PMS, Wassereinlagerungen, Mastopathie, Zysten in den Brüsten, Schweregefühl im Körper, Reizbarkeit, psych. Labilität und Gelenkbeschwerden sowie Muskelkrämpfe) erscheinen mir eindeutig als Symptome der Östrogendominanz. Auch die Mamma-Cysten und Vergrößerung der Brüste sprechen hierfür. Leider haben Sie keine serologischen Werte aus der 2. Zyklushälfte – Speichelmessungen sind zu ungenau.Die Angstträume und BWS-/LWS-Beschwerden stehen allerdings nicht in ursächlichem Zusammenhang mit vorwiegend hormonellen Beschwerden.

      Ich hoffe, daß Sie neben dem Weglassen von östrogenhaltigen Nahrungsmitteln wie Milchprodukten, konventionellen Fleischprodukten auch Umverpackungen sowie Kosmetika mit Xeno(Fremd-)Estrogenen zum Abbau Ihrer überschüssigen Hormone vermeiden, nicht rauchen oder zuviel Alkohol trinken und sich regelmäßig bewegen. Ich hoffe auch, daß wichtige Botenstoffe wie Vitamin D, B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffe ausgeglichen sind und in gutem therapeutischen Bereich liegen.

      Die anfängliche Besserung mit 100 mg Progesteron transdermal läßt auf einen Mangel schließen, die weitere „Wirkungslosigkeit“ ist möglicherweise durch eine zu hohe Stimulation der Ovarien durch die hohe Dosis an Progesteron zu erklären. Es werden dann noch mehr Östrogene gebildet. Das ist eine der Schwierigkeiten von Progesteron – daß es sich zwar selbst ersetzt und auch viele hormonelle Dysbalancen auch bzgl. der Androgene und Schilddrüse ausgleicht, jedoch aber leider auch die Eierstöcke stimulieren kann, mehr Hormone zu bilden (was im Klimakterium wieder sehr erwünscht ist). Die Dosis bewirkt hier die Wirkung – manchmal ist weniger mehr.

      Also: Alle erwähnten Defizite ausgleichen, im nächsten Zyklus nur 25-50 mg an Progesteron transdermal verwenden (und ggf Hormonmessung unter Therapie veranlassen). Bei fehlender Wirksamkeit gibt es immer noch die Möglichkeit synth. Gestagene (entweder zyklisch oder kontinuierlich) einzusetzen – hier fehlt zwar die biologische Wirkung, die therapeutischen Erfolge sind aber berechenbar und sicher.

      Kontaktieren Sie hierzu bitte Ihre Fachärztin – sie kennt sich ja offensichtlich auch gut mit transdermaler Hormontherapie aus!
      Gute Besserung von

      H. Faust-Albrecht

  • Jasmine sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
    Ich bin seit 2008 in den Wechseljahren, bin 55 Jahre alt. Nachdem die Beschwerden immer weiter zunahmen (neben den enormen Hitzewallungen, Depressionen, Angst, Schlaflosigkeit, konnte mein Wissen nicht mehr abrufen) machte mich eine Sportkameradin auf die naturidentische Hormontherapie aufmerksam. Die Ärztin hat dann im Dez.2015 eine Blutuntersuchung durchgeführt mit folgenden Ergebnissen: 17ß-Estradiol (ECLIA) 29.1, 17ß-Estradiol Umrg. 7.9, Progesteron (ECLIA) 0.3, Freies Testosteron (RIA) 0.7, FSH (ECLIA) 143.6, Schilddrüsenhormone TSH basal (ECLIA)1.96, Knochenstoffwechsel 25-OH-Vitamin D (CLIA) 30. Daraufhin bekam ich im Januar die Progesteron Mikro 10% Wip Base Cream ad 100 gr. (Morgens und abends 2 Hub a 0,5 gr.) und Estradiol Mikro 0,1% Wip Base Gel nicht alkoholisch ad. 50 gr. (1 Hub täglich. 14 Tage, dann 3x wöchentlich.) und Dekristol 20.000 I.E. (6 Wochen lang 3x wöchentlich., dann 1x wöchentlich).
    Das Estradiol habe ich schon nach der 2. Gabe nicht vertragen. Meine Schamlippen schwollen daraufhin enorm an. Auch ein 2. Versuch, ein paar Tage später, mit geringerer Menge führte zum gleichen negativen Ergebnis. Ich sollte dann das Medikament weglassen. Mein gefühlter Zustand verbesserte sich innerhalb von 3 Monaten enorm, ich konnte wieder besser schlafen, war besser drauf und die Hitzewallungen waren wesentlich geringer. Die Blutuntersuchung vom 14.04.2016 hatte folgendes Ergebnis: 17ß-Estradiol (ECLIA) <18.4, 17ß-Estradiol Umrg. < 5.0, Progesteron (ECLIA) 2.3, Freies Testosteron (RIA) 0.6, FSH (ECLIA) 157.0, TSH basal (ECLIA) 2.03. Um die Hitzewallungen noch besser in den Griff zu bekommen und weil ich das Estardiol nicht vertragen konnte, sollte ich die Dosis Progesteron erhöhen. Damit ich weniger Salben muss, wurden mir zusätzlich Progesteron Mikro 100 mg. Kapseln verschrieben. Ich nahm jetzt 1 Kapsel abends plus 1 Hub von der Creme und morgens 2 Hub von der Creme. ZUsätzlich 1x wöchentlich Dekristol 20.000. Nach etwa einer Woche hatte ich das Gefühl, dass sich mein Zustand täglich verschlechterte. Ich hatte das Gefühl ich hätte nur Placebos erhalten. Meine Ärztin riet mir die Kapseln eine Woche abzusetzen und dann nochmal neu zu starten. Währenddessen nahm ich dann die entsprechende Menge Creme. Mein Zustand wurde etwas besser aber nicht wieder so gut, wie schon zuvor. Nach einer Woche nahm ich wieder die Kapseln und es ging wieder bergab. Ich ließ am 13.05.2016 erneut das Blut testen: 17ß-Estradiol (ECLIA) <18.4, 17ß-Estradiol Umrg. <5.0, Progesteron (ECLIA) 20.8, Freies Testosteron (RIA) 2.1. Meine Ärztin empfahl mir die Kapseln wegzulassen (oral wohl keine Wirkung bei mir) und nur noch die Creme (morgens 2 Hub, abends 3 Hub zu nehmen). Es ging dann wieder aufwärts, aber nie wieder so, wie es nach 3 Monaten am Anfang war. Erneute Blutmessung am 1.09.2016: 17ß-Estaradiol (ECLIA) < 18.4, 17ß-Estradiol Umrg. <5.0, Progesteron (ECLIA) 4.0, Freies Testosteron (RIA) 1.1, TSH basal (ECLIA) 3,29. Aufgrund eines grippalen Infekts nahm ich am 7.09.2016 über 3 Tage ein Antibiotikum ein Zithromax 500 mg. Des Weiteren verschrieb mir die Ärztin L Thyroxin 25 Henning (1/2 Tabl.morgens) aufgrund einer leichten Schilddrüsenunterfunktion. Nach 3 Tagen war ich sehr aufgeregt und äußerst aggressiv von dem Thyroxin. Daraufhin sollte ich nur noch eine 1/4 Tablette nehmen.
    Mein Zusatnd normalisierte sich wieder und ich fühle mich tatkräftiger. Die Hitzewallungen am ganzen Körper und der Druck, der dann auf der Brust entsteht, sind weiterhin da, auch nachts, so dass ich oft aufwache. Es dauert nur nicht mehr so lange.
    Nach einem Jahr der Medikation geht es mir zwar besser als in 2015, aber ich bin doch unglücklich, dass ich es nicht hinbekomme.
    Nachdem ich nun die ganzen Kommentare auf Ihrer Seite gelesen habe, bin ich unsicher, ob ich das Progesteron (2 Hub morgens, 3 Hub abends), das Dekristol 20.000 einmal wöchentlich (ich vertrage die Sonne nicht auf der Haut) und das Schilddrüsenhormone (1/4 Tablette) überhaupt richtig einnehme.
    Ich wäre für Ihren Rat sehr dankbar.
    Liebe Grüße, Jasmine

    • Liebe Jasmine,

      das hört sich alles fürchterlich an! Wenn Sie kein Estradiol vertragen könnten Sie evtl. mit DHEA oder Pregnenolon Ihre eigenen Estrogenspiegel etwas verbessern. Die Werte wurden nur nie bestimmt. Ich habe auch keine körperlichen Angaben von Ihnen, die eine hormonelle Beratung erleichtern.

      Generell habe ich keine Patientinnen, die so hohe Progesterondosen brauchen. Meistens sind bei alleiniger Therapie im Klimakterium nur 10 -50 mg Progesteron (also bis zu 1/2 Hub Ihrer 10 % igen Creme) erforderlich bei abendlichen Gaben! Machen Sie nach einer Pause von 10-14 Tagen doch mal einen Test mit ganz niedrigen Dosen.

      Das Dekristol (Vitamin D, 20.000IE) ist auf jeden Fall günstig, um die Zellen optimal auf die Aufnahme von biologischen Reizen vorzubereiten und Sie immunologisch und osteologisch optimal zu schützen. Die empfohlene Dosierung erscheint mir für Sie sinnvoll.

      Die Schilddrüsen-Situation ist für mich auch etwas unklar. Ggf würde ich hier einen Facharzt für Endokrinologie aufsuchen (oder einen fachkompetenten Internisten). Extreme horm. Störungen können auch manchmal zu einem „Spareffekt“ der Schilddrüse führen, die nicht unbedingt mit Schilddrüsenhormonen ausgeglichen werden muß.

      Gute Besserung von

      H. Faust-Albrecht

  • Juliane sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 28 Jahre alt, 172 cm gross, wiege derzeit 57 kg und bin verzweifelt.

    Seit ein paar Jahren leide ich unter starkem Haarausfall der erstmals unter der Pille Cerazette aufgetreten ist, die ich etwa 5 Jahre lang genommen habe. Zusätzlich zum Haarausfall litt ich unter trockenen Schleimhäuten weswegen meine Gynäkologin damals einen Östrogenmangel vermutete und mir die Pille Drospifem30 verschrieb. Die Einnahme führte nach etwa 4-5 Monaten tatsächlich zu einem kompletten Stopp des Haarausfalls. Da ich aber seit einigen Jahren unter Lymphödemen im Bereich der Füße und Knöchel leide (weswegen ich ursprünglich von der Pille Valette zur Cerazette wechselte), und das Gefühl hatte diese würden sich unter der Drospifem30 wieder verschlimmern beschloss ich vor 8 Monaten die Pille ganz abzusetzen. Nahezu sofort setzte der Haarausfall wieder ein, erst noch relativ schwach, sodass ich dachte sobald sich der Zyklus sich normalisiert wird das schon wieder. Doch mittlerweile sind 8 Monate vergangen und der Haarausfall hat sich nur verschlimmert was für mich eine immense psychische Belastung darstellt (und die Lymphödeme haben sich nicht gebessert). Eisen, Folsäure, Zink, Biotin und VitaminD Tabletten haben keinerlei Wirkung gezeigt. Seit zwei Monaten nehme ich Angus Castus habe aber auch hier noch keine Verbesserung feststellen können.

    Zusammenfassung der Probleme die ich festgestellt habe: Haarausfall, trockene und spröde Haare, Lymphödeme vor allem bei Hitze, Tinnitus, depressive Verstimmungen, Rastlosigkeit, innere Unruhe, aber auch Antriebslosigkeit, Schwierigkeiten morgens aus dem Bett zu kommen, Schlafstörungen, trockene Schleimhäute, häufiger Harndrang, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen.

    Da vor allem das Problem mit dem Haarausfall so stark mit der Einnahme und dem Absetzen der Pille korreliert vermute ich dass es eine hormonelle Ursache gibt. Ich war bereits zwei mal beim Endokrinologen: nach 1 bzw. 6 Monaten nach Absetzen der Pille, der Zyklustag war zufällig, Werte sind im Folgenden aufgeführt:

    Zyklustag 21
    1 Monat nach Absetzen der Pille

    LH: 5,14 U/l
    FSH: 5,23 U/l
    Estradiol: 130 pg/ml
    Progesteron: 3,2 ng/ml
    Vitamin B6: 30,8 ug/l (8,7 – 27,2)
    Vitamin B12: 333 pg/ml (180-914)
    Zink: 0,74 mg/l (0,6-1,2)
    Transferrin: 273 mg/dl (215-380)
    TFS: 23% (16-45)
    Ferritin: 22,4 mg/ml (20-200)
    Sind die Werte der Sexualhormone überhaupt aussagekräftig, da sie nicht gezielt an einem bestimmten Zyklustag bestimmt wurden? Sollte eine Mehrfachbestimmung während des Zykluses durchgeführt werden? Sollte ich auf eine erneute Hormonbestimmung bestehen? Meine Gynäkologin hat mir nun wieder die Pille Drospifem30 verschrieben, doch ich zögere bereits seit zwei Monaten sie wieder zu nehmen, da ich im Idealfall ganz von der Pille wegkommen möchte. Aber mittlerweile bin ich so verzweifelt dass ich es in Erwägung ziehe, da ich mit dem starken Haarausfall nicht klar komme. Falls ein hormonelles Problem vorliegt kann dieses auch mit bioidentischen Hormonen therapiert werden?
    Ich wäre für eine Einschätzung meiner Situation sehr dankbar!
    Herzlichen Dank im Voraus für die Antworten!
    Liebe Grüße,
    Juliane

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Juliane,
      zunächst einmal ist es ganz normal, wenn nach Absetzen der Pille die Haare vermehrt ausfallen, weil sie durch die Pille „künstlich“ in der Ruhephase gehalten werden. Im ersten Zyklus nach Absetzen der Pille war am 21. Zyklustag der Progesteronwert erniedrigt, was aber so kurz nach dem Absetzen völlig normal ist. Der zweite Hormontest später am 7. Zyklustag war unauffällig. Eine erneute Progesteronbestimmung in der Mitte der zweiten Zyklushälfte könnte hilfreich sein, ob der Progesteronmangel noch besteht. Sowohl Ihr Zink- als auch Ihr Ferritinwert sind im unteren Bereich, das sollten sie unbedingt substituieren. Vielleicht reicht das dann schon. Bspw. Kräuterblut und zusätzlich Curazink, aber nicht gleichzeitig, sondern in 2 Stunden Abstand. Eventuell Darmsanierung durchführen. Viel Erfolg!

      • Liebe Juliane,

        falls der Progesteronwert in der 2. Zyklushälfte immer noch so niedrig ist und der Haarausfall sich durch orale Eisengaben nicht bessert, sollte evtl. doch mit wenig transdermaler Progesterontherapie in der 2.Zyklushälfte mit 25 mg in der 3. Wo , 50 mg in der 4. Wo begonnen werden – bis sich der Zyklus wieder von selbst einspielt. Die Progesterongaben sollten abends vor dem Schlafen auf die Unterarme erfolgen.

        Sie merken es ja an den Beschwerden, ob die Therapie ausreicht. Eine sonographische Kontrolle Ihrer Eierstöcke macht sicher der/die Frauenärztin/-arzt! Gleichzeitig sollte auch mal die Schilddrüse auf Über-/Unterfunktion bzw. Hashimoto untersucht werden.

        Gute Besserung von

        H. Faust-Albrecht

  • Susanne sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht

    Seit einer Woche nehme ich bioidentische Hormone (Progesteron 50mg, Estradiol 0,2mg, gemischt mit Zinci d-gluconas anhydricus 35.0mg, Cuprumg gluconas 0,05mg, D3 1000 I.E.) pro Kapsel.
    Ich nehme 1 Kapsel am Abend.

    Darauf basierende Laborwerte vom 18.11.16
    Estradiol E2 (postmeno < 100pmol/l): 45
    Estradiol E2 (postmeno < 27 pg/ml): 12
    FSH (postmeno 25-151 U/I): 75,4

    Der Wechsel auf bioidentsiche Hormone erfolgte auf meinen Wunsch aufgrund der unten aufgeführten Beschreibung meiner körperlichen Symptome und Diagnosen. Normale, synthetische Hormonersatz (in Tabletten und Pflasterform) löste immer starke Migräne aus. Leider habe ich nun auch nach einer Woche meiner Kapsel am Abend starke Kopfschmerzen am Morgen. Mein Arzt verordnete mir 2 Kapseln pro Tag (eine morgens, eine abends). Ich habe das Gefühl, wenn ich die Dosis noch erhöhe, wird das Kopfweh noch stärker.

    Meine Daten:
    53-jährig, 155cm, 45 kg
    seit 8 Jahren in Wechseljahren
    Schilddrüsenunterfunktion Hashimoto Thyreoiditis seit Jahren, gut eingestellt
    Migräne bis zum 15. Lebensjahr, keine Migräne 15. -35. Lebensjahr, seit 35. Lebensjahr wieder Migräne, sei 10 Jahren stark
    Schlafstörung stark seit 1 Jahr
    Anfangsstadium Osteoperose (aktuelle Messung)

    Haben Sie aufgrund der Kurzbeschreibung eine Idee, ob und wie die Kapselmischung evt. anpassen könnte? Ist die Kupferzugabe von 35.0 mg sinnvoll und nicht zu hoch?
    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Freundliche Grüsse Susanne

    • Liebe Susanne,

      Sie nehmen anscheinend die so ungünstigen oralen „Rimkus“Hormone, die auch bei Ihnen zu Oestrogendominanz (wie bei den meisten Benutzern) führen. Leider wurden unter Therapie nicht die erforderlichen Estron-(Speicherestrogen)werte gemessen, die sicher diese Situation angezeigt hätten.

      Bitte sofort alle orale Progesteron- und Estrogentherapie unterlassen, wie ich im Artikel oben beschrieben haben. Nur transdermale Therapie ist sicher. Hier wäre wahrscheinlich vorrangig an Progesteron zu denken. Bitte sprechen mit einem Facharzt/Fachärztin und lassen sich weder synth. noch bioid. Hormone oral geben.

      Gute Besserung von

      H. Faust-Albrecht

  • Soni sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    gerne würde ich auch Ihre Hilfe in Anspruch nehmen und wäre dankbar, wenn Sie mir zu den Blutwerten etwas Klarheit verschaffen könnten.

    Vorab: Mein Ärztemarathon läuft mittlerweile seit 3 1/2. Ich habe einen Morbus Basedow, Endokrine Orbitopathie, ausgeprägte fibrozystische Mastopathie als gesicherte Diagnosen. Dazu alle Nebenwirkungen die „Frau“ wohl haben kann. Zur Zeit bin ich in Behandlung wg. immer wiederkehrenden Haarausfall, der Mitte des Jahres begonnen hat. 2 x Punktion wg. unerträglichen Brustschmerzen. Ich bekam dann Progesteron, was auch zusätzlich meinen Schlaf verbessern sollte. Nach 3 monatigem cremen, ab ZT 12, ging es mir allerdings immer schlechter. Progesteron im Speichel war über 5000. Hab ich in einem Labor testen lassen, weil mein Frauenarzt das nicht für notwenig empfunden hat. Auch die Werte vor dem cremen, waren nicht wichtig. Also es gibt keinen Ausgangswert. Das Problem war, das es dermaßen die Schilddrüse gepuscht hat, das ich gewaltig in die ÜF gerutscht bin, sehr schlecht für Augen. Mittlerweile habe ich mich davon etwas erholt. Endlich hat mir jetzt ein Hautarzt ein Blutbild gemacht, allerding am 18 ZT. Testosteron:0.29 ng/ml (Norm. kleiner 0.75)
    DHEA Sulf :1150 ng/ml
    Progesteron:0.76 ng/ml (Norm. Follikelphase 0.17 / 0.99
    “ Lutealphase 3.8 /15.5
    “ Postmenophase kleiner 0.48
    Prolactin :10.0 ng/ml
    LH :32.5 mIU/ml(Norm: Follikelphase 2.1 /10.9
    “ Lutealphase 1.2 /12.9
    “ Ovulation 19.2 /103.3
    “ Postmenophase 10.9 /58
    FSH :28.8 mIU/ml(Norm: Follikelphase 3.8 /8.8
    “ : Lutealphase 1.8 /5.1
    “ : Ovulation 4.4 /22.5
    “ : Postmenophase 16.7 /113.0

    Werte wie Zink, Ferretin, B12, VitD wurden vom Endokrinolgen u. Internist abgeklärt u lagen alle grenzwertig.
    Da sich aber die Werte nicht so wirklich verbessert haben, und auch das Trichogramm nicht so toll ausgefallen ist, habe ich jetzt eine Überweisung nach Heidelberg zur Haarsprechstunde bekommen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir viell. etwas zu meinen Blutwerten sagen könnte.
    Das wichtigste vergessen, ich bin 48 Jahre und habe eine regelmässige Periode fast auf den Tag.
    Mit lieben Grüßen Soni

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Soni,
      zu den Blutwerten kann ich nicht viel sagen, da Östradiol und Östron fehlen. Da LH höher als FSH liegt und Progesteron noch niedrig ist, könnten Sie kurz nach dem Eisprung sein. Ist aber auch möglich, dass Sie trotz der regelmäßigen Zyklen keinen Eisprung haben. Wenn die Vitalstoffe in Ihrem Blut alle so grenzwertig sind, stimmt wohl was mit Ihrer Ernährung und/oder Ihrem Darm nicht. Auch eine Schadstoffbelastung wäre denkbar. Am besten suchen Sie einen Arzt für Naturheilkunde auf, der die verschiedenen Mängel behandeln und auf Ursachensuche gehen kann. Viel Erfolg!

  • Marianne sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 52 Jahre alt und habe seit ca. 4 Monaten einen 21 Tage Zyklus, Brustspannen, massive Schlafstörungen und Muskelschmerzen. Ich nahm auf Anraten meiner FÄ 1 Kapsel Utrogest 100mg. Als sich die Beschwerden nicht besserten habe ich eigenhändig erst auf 2 Kapseln erhöht, dann auf 3. Das Brustspannen und die Muskelschmerzen sind verschwunden, aber die schlimmen Schlafstörungen sind noch da, eher sogar noch stärker.
    Jetzt frage ich mich, ob die Dosis zu hoch war oder ob ich noch Geduld haben muss, bis sich auch die Schlafstörungen bessern.
    Über einen Rat würde ich mich sehr freuen

    Mit freundlichen Grüßen,
    Marianne

    • Liebe Marianne,

      Progesterontherapie in Ihrem Falle wäre cyclisch (bei dem kurzen Cyclus ca. 10 Zyklustag bis 24. Zyklustag) anzuwenden. Hierbei sind transdermal nur zumeist 50 – 100 mg (analog max. 1 Kapsel Utrogest) erforderlich. Die hohen Dosen von 200 – 300 mg verstehe ich nicht. Falls Sie die Kapseln schlucken ist die ungünstige Wirkung erklärbar. Schlafstörungen, die auf Progesteronmangel (bzw. Oestrogendominanz, die durch zuviel Progesteron auch ausgelöst werden kann) hinweisen sind vorwiegend Durchschlafstörungen von 3- 6 Uhr!

      Bitte Therapie ändern!

      Mit freundlichen Grüßen von

      H. Faust-Albrecht

  • Marion sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
    gern hätte ich Ihre fachliche Einschätzung für mein Problem.
    Ich bin 55 Jahre alt und menstruiere immer noch relativ stark. In den letzten Jahren nicht mehr immer regelmäßig, aber in den letzten Monate recht häufig. (alle 20-22 Tage)…und leider auch stark. Lt. meiner Frauenärztin baut sich die Schleimhaut sehr hoch auf – blutet aber auch gut wieder ab (US). Neuerdings ist ein Myom, welches direkt unter der Schleimhaut liegt, sichtbar geworden. Das trägt wohl zusätzlich zur Blutungsstärke bei. Mehrere Ovarialzysten sind in der zweiten Zyklushälfte im US sichtbar gewesen. Allderdings am Ende der Mens nicht mehr. Anzeichen für einen Östrogenmangel gibt es nicht. Meine Gynäkoloin bietet mir Gestagen zur Hemmung des Schleimhautaufbaus und ESMYA(R) gegen das Myom an. Nur ungern möchte ich Hormone einnehmen, selbst eine Anti-Baby-Pille habe ich nie genommen. Aber inzwischen fühle ich mich sehr geschwächt. Die Eisenspeicher sind schon lange leer und wie hoch mein Hb ist, will ich lieber grad gar nicht wissen. – bin total schnell aus der Puste – schon das Bücken zum Schuhe zumachen, hat den Anschein, als wäre es Schwerstarbeit und ich habe den Eindruck, dass auch mein Gehirn schlecht durchblutet ist – Wortfindungsstörungen und langsame Denkprozesse. Jedenfalls kann ich gar nicht so viel und schnell Eisen zu mir nehmen, wie ich es ausblute. Eisensulfat vertrage ich nicht. So bleibt Eisengluconat und gute Ernährung.
    Könnte das Progesterongel eine Lösung für mich sein?
    Danke für Ihre Antwort.
    Herzliche Grüße

    • Liebe Marion,

      Sie waren bei einer Fachärztin. Diese hat Ihnen wahrscheinlich wegen einer starken Blutarmut mit Eisenmangel eine hormonelle „Notbremse“ mit Gestagenen (synthetischen Gelbkörperhormonen) empfohlen. Dies ist gut und richtig so. Ich verwende in solchen Fällen auch Gestagene (z.B. 2-4 mg Chlormadinon über 2 Wochen ab dem 10. Zyklustag) oral, um sicher eine schwache Blutung zu erreichen. Esmya (ein Progesteroninhibitor) wird gern anschließend über 3 Monate gegeben, um Blutungsfreiheit und Regenerierung der Blutwerte zu ermöglichen – diese Therapien werden im Allgemeinen sehr gut toleriert. Dann kann man immer noch cyclisch mit einer öligen hochdosierten transdermalen Progesterontherapie den Zyklus blutungstechnisch regulieren. Mit dem 1% igem Progesteron-Gel im Handel gelingt dies nicht! Eine weitere Lösung wäre eine erweiterte Abrasio mit Endometriumablatio und Myomenucleation, um relative Blutungsfreiheit zu erlangen!

      Bitte Besprechen Sie diese Optionen vertrauensvoll und bald mit Ihrer Ärztin, Sie scheinen von der Symptomatik her eine sehr ausgeprägte Anämie zu haben.

      Viel Erfolg von
      H. Faust-Albrecht

  • lena sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht,

    ich bin 42 jahre Alt . seit 1jahre leide ich unter stimmungschwankung.und versucht schwanger zu werden.aber klappt es nicht.
    seit dem ich progesteronkapsel verschrieben bekommen habe, 200 mg 1 morgens und 1 Abends sind meine Beschwerden besser geworden.nur schwangerschaft klappt nicht.mein AMHwert ist 0,8.
    mein lebenspartner nimmt testosterongel ,
    ich hatte 2 Kindern aus andere Beziehung .
    wo könnte das probleme sein?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lena,
      das kann so viele Ursachen haben, dass Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber sprechen müssen. Da Sie 42 Jahre alt sind, brauchen Sie vielleicht nur etwas Geduld oder gute Nahrungsergänzungen für sich selber und Ihren Mann. Alles Gute!

    • liebe Lena,

      leider haben Sie nicht erwähnt, ob Sie das Progesteron nur in der 2. Zyklushälfte nehmen. Die Dosierung ist wahrscheinlich zu hoch – es sollte ja keine Substitution, sondern nur eine Stimulation erfolgen – diese wird mit niedrigeren Dosen nur nach dem Eisprung bzw. in der 2. Zyklushälfte durchgeführt, um nach 2-4 Zyklen eine Schwangerschaft zu erreichen. Wenn Ihr Partner Testosteron-Gel nimmt, wird automatisch die Spermiogenese gedrosselt und damit Ihre Empfängis reduziert. Bitte kontaktieren Sie Fachärzten, die sich auf dem Gebiet des Kinderwunsches wirklich auskennen!

      Viel Erfolg wünscht

      H. Faust-Albrecht

  • Anne sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    schon einmal habe ich Sie über diese Seite angeschrieben und Sie haben mir
    geholfen!

    Bei meinem Versuch einen Termin bei Ihnen zu erhalten bin ich leider kläglich gescheitert. Ich kann verstehen das so viele Frauen Ihre Hilfe benötigen ……….
    ich bräuchte Sie auch, leider kann ich keinen Ersatz für Sie finden.

    Heute lese ich, dass Sie einige Ärzte ausgebildet haben mit dem Wissen über naturindentische Hormone.
    Ich benötige dringend eine gute Adresse in München an die ich mich vertrauensvoll wenden kann. Bitte helfen Sie mir in die richtigen Hände zu kommen! Ich wäre Ihnen unendlich Dankbar dafür !!!!!

    Herzlichst
    Anne

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Anne,
      in dem Artikel ist eine Liste von Ärzten die Frau Dr. Faust-Albrecht ausgebildet hat. Mehr sind es leider noch nicht, aber vielleicht ist ja schon jemand für Sie dabei. Alles Gute!

  • Kathi sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
    ich bin 31 Jahre, 1,70m groß und wiege derzeit 67kg.
    Vor ca. 4 Jahren wurde eine SD-Unterfunktion festgestllt, letzter TSH 1,5 (Einnahme von L-Thyroxin 64,28µg).
    Nachfolgend weitere Werte, die vor 1,5 Wochen am 23. Zyklustag im Blut festgestellt worden sind:
    Anti TPO=67 U/ml; Anti-TSH Rezeptor=<0,300 IU/l;
    Ferritin=74 ng/ml; 25-OH-Vitamin D=46,5 ng/ml; Luteotropin=4,4 mIU/ml; Follitropin=2,4 mIU/ml;
    Estradiol=149 pg/ml; Progesteron=13,8 ng/ml; Sexualhormon bind. Globulin=131 nmol/l; GGT=17 U/l; FT3=2.7 pg/ml; FT4=1.4 ng/dl; Vitamin B12=813 ng/l
    Ich habe vor 6,5 Monaten die Pille abgesetzt.
    Genau 4 Wochen nach dem Absetzen habe ich ein Gefühl von Herzstolpern und nächtlichem Zusammenzucken bekommen. Hierauf folgten 5 EKGs und 2 LZ-EKGs, bei denen immer alles in Ordnung war. Das Gefühl von Herzstolpern habe ich mittlerweile nicht mehr. Diverse Blututersuchungen, Puls- und Blutdruckmessungen waren immer einwandfrei.
    Ich habe bis zu dem Zeitpunkt sehr viel Kraft- und Ausdauertraining gemacht und war immer sehr sportlich.
    Anfang Juni kamen starke innere Unruhe und Anspannung hinzu, was mich dazu bewegt hat zu einer Therapeutin zu gehen, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen.
    Seit Ende Juli habe ich durch die starke Anspannung ein Kribbeln im Schulter-/Rückenbereich (ich hatte teilweise Angst, dass ich meine Arme nicht mehr bewegen kann, da sie nachts auch oft "einschlafen"). Mein Sportprogramm musste ich immer weiter einstellen, da ich durch die Schmerzen im Rücken und die innere Unruhe dies kaum ausgehalten habe.
    Ich war bisher bei Orthopäden, Chiropraktiker, bei der Physio und Osteopathie. Seitdem wird es auch besser, allerdings merke ich, dass es durch die Hormonschwankungen (zyklusbedingt, vor allem in der zweiten Hälfte) mal mehr und mal weniger Beschwerden sind. Meinem Sport kann ich kaum noch nachgehen, was mir sehr fehlt und mich traurig macht. Ich habe seitdem ca. 4-5kg zugenommen. Auch meine Haut ist sehr trocken geworden und ich leide an Haarausfall.
    Wassereinlagerungen hatte ich extrem während der Einnahme der Pille, dies ist etwas besser geworden.
    Meine behandelnde Ärztin rät mir zu einer Gyn zu gehen, die auf bioidentische Hormone spezialisiert ist und es mit Progesteron Creme zu behandeln versuchen soll.
    Meine Therapeutin rät mir ein Antidepressivum zu nehmen, was ich auf keinen Fall will. Ich habe die Pille abgesetzt, weil ich keine Medikamente mehr nehmen will, außer etwas für die Schilddrüse.
    Ich habe die Hoffnung, dass mir die Behandlung mit bioidentischen Hormonen hilft.
    Was würden Sie mir raten? Kann die innere Unruhe und dadurch die starke Anspannung der Muskulatur durch die Hormonschwankungen (Progesteronmangel bzw. Östrogendominanz) kommen und evtl. durch Progesteroncreme behoben werden?
    Ich weiß so langsam nicht mehr weiter und mir fällt seitdem absetzten der Pille alles sehr schwer.
    Ich freue mich sehr über Ihren Rat.
    Mit besten Grüße,
    Kathi

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kathi,
      Ihre Gelbkörperhormone sind völlig normal, von einer Östrogendominanz kann da keine Rede sein. Es ist denkbar, dass Sie sich durch Ihren Sport zu sehr ausgepowert und jetzt eine Mitochondrienschwäche haben. Mit Sicherheit fehlt Ihnen Magnesium. Sie sollten von einem Arzt für Naturheilkunde eine Vollblutanalytik auf verschiedene Vitalstoffe durchführen lassen. Die europäische oder chinesische Kräutertherapie in Verbindung mit Akupunktur könnte für Sie viel hilfreicher als Progesteroncreme sein. Gute Besserung!

  • Christiane sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    vielen Dank, dass Sie sich so viel Zeit nehmen…deswegen möchte ich mich auch einmal an Sie wenden. Ich bin 39 Jahre alt und habe 2 Kinder (4 und 6). Ich wiege bei einer Größe von 1,62 derzet 58 KG, normalerweise 56 KG. Ich habe einen sehr stabilen Zyklus, der regelmäßig alle 4 Wochen am gleichen Tag fast zur gleichen Stunde kommt. Im Sommer hatte sich die Periode um 3 Tage auf einen anderen Tag verschoben, nun aber wieder der exakte 4 Wochen Rhythmus. Seit 3-4 Zyklen leide ich nun unter zunehmendem Brustspannen ab ca. dem 15. Tag des Zyklus, das zur Peride hin immer stärker bis unerträglich wird. Dazu leichte Gewichtszunahme bis 2 Kilo, die ich nur mühsam weg bekomme, Wassereinlagerungen, Blähungen und ein richtiger Kugelbauch. Stimmungsschwankungen ca 1 Woche vor Regelbeginn haben sich verbessert, bis auf Gereiztheit vor der Periode. Normalerweise verschwand das Brustspannen nach einsetzen der Periode aber seit 3 Zyklen hält es mindestens bis zum 6. Tag an. Mein FA meinte ein Hormontest wäre überflüssig, ich wäre noch zu jung für die Wechseljahre, angezeigt wäre Agnus Castus in der 2. Zyklushälfte. Hormonyoga nach Dina Rodruigez hält er nicht für sinnvoll. Können Sie mir etwas raten? Ich bedanke mich im Voraus.

    LG Christiane

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Christiane,
      Sie haben eine leichte Gelbkörperunterfunktion, da braucht man wirklich keine Hormone zu messen. Stress reduzieren, Ernährung verbessern (besonders Milchprodukte weglassen, viel Gemüse), eventuell Nahrungsergänzungen (Vitamin D, B-Komplex, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Magnesium etcc), Agnus castus über 3 Monate ohne Pause. Im Prinzip gilt alles wie bei Dysmenorrhö beschrieben. Viel Erfolg!

  • Sandra sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    ich leide unter extrem trockenen Nasenschleimhäuten, trockenen Augen, einem ständigen Druck im Kopf und sehr häufig Kopfschmerzen. Außerdem hatte ich nach Absetzen der Pille ein halbes Jahr keien Periode. Ich bin erst 25

    Bein einem Speicheltest 6 Monate nach dem Pille absetzen kamen folgende Werte heraus:

    – Progesteron: 49,43 pg/ml (Bereich: 38,5-129,4 pg/ml)
    – Östradiol: 2,43 pg/ml (Bereich: 0,73-5,06 pg/ml)
    – Progesteron/Östradiol-Quotient: 20,34 (Bereich: 30-50)
    – Estril wurde nicht bestimmt

    Mein Frauenarzt verschrieb mir nun folgende bioidentische Hormone:
    – progestan 100 mg Weichkapseln
    -> Immer 14 Tage, dan 14 Tage Pause, bis eine Blutung einsetzt
    -> Dann immer 3 Wochen pro Monat
    – gynokadin Dosiergel 0,6 mg/g Gel Estradiol

    Meine Fragen:
    – Wird unter dieser Therapie die bestehende Östrogendominanz nicht noch schlimmer? Ich führe die Therapie nun 2,5 Wochen aus und stelle eine Beschwerdeverschlimmerung fest.
    – Wäre es aufgrund der trockenen Schleimhäute nicht sinnvoll, den Estriol-Wert bestimmen zu lassen und Estriol gegebenenfalls auch zuzuführen?
    -> kurz nach dem Absetzen der Pille hatte ich schon einmal einen Speicheltest gemacht und Estriol war nur noch in Spuren vorhanden.
    – Wie würden Sie an meiner Stelle/an der Stelle meines Arztes vorgehen?
    – Progestan: 2 Kapseln täglich
    – Östradiol Gel: 1 Hub pro Tag
    Danke und viele Grüße,
    Sandra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandra,
      In Ihrem Fall sind mir die Speichelwerte nicht aussagekräftig genug. Eine Estriolbestimmung ist überflüssig, da nur in der Schwangerschaft genügend hohe Konzentrationen gebildet werden. In Ihrem jungen Alter würde ich lieber versuchen, mit pflanzlichen oder homöopathischen Methoden Ihre Eierstockfunktion zu stabilisieren. Brauchen Sie keine Pille mehr zur Verhütung? Dann wäre der Zeitpunkt ideal, mit Naturheilkunde ganz gesund zu werden. Ehrlich gesagt bezweifle ich auch, dass Ihre trockene Nase und die trockenen Augen und die Kopfschmerzen mit den Hormonen zu tun haben. Viel wahrscheinlicher ist eine Allergie, oder eine chronische Reizung, bspw. durch Schimmelpilze in der Luft oder Lösemittel, dem sollten Sie mal mit Hilfe eines erfahrenen Haut- oder HNO-Arztes nachgehen. Alles Gute!

  • Melisande sagt:

    Guten Morgen,
    nach massiven Blutungen, Diagnose glandulär-zystische Hperplasie und Ankündigung ev. Entfernung der Gebärmutter bekomme ich seit mehr als 2 Jahren erfolgreich oral Progestan-Kps. Dosierung abends 2, Einnahme durchweg ohne Pause. Aus Angst vor den schlimmen Blutungen und weil sich viele Beschwerden gebessert haben und der Gyn auch mit allem zufrieden ist und der Versuch einer Einnahmepause die Beschwerden sofort wieder hoch schnellen lassen hat habe ich das so befolgt. Allerdings leide ich weiterhin unter vielen Symptomen einer Östrogendominanz bzw. haben sich nun Teile der Symptome in der letzten Zeit verstärkt. Auch haben meine Tage und Nächte mit Ziehen im Kopf bzw. Kopfschmerzen / Migräne sehr zugenommen. Aus diesem Grund habe ich in den zurückliegenden 6 Monaten wieder 2x die Werte bestimmen lassen. Der Progesteron/Östradiol-Quotient hat sich in diesen 6 Monaten von 62,29 auf 42,9 verschlechtert. Kurz entschlossen habe ich daraufhin begonnen abends den Inhalt 1 Kapsel transdermal anzuwenden. Nach ca. 2-3 Wochen stellte sich in vielen Bereichen Besserung ein. Nur leider noch nicht bei den Kopfschmerzen. Mit nun einsetzender Regel habe ich pausiert und habe sofort eine Verschlechterung festgestellt. So z.b. dass ich wieder 5 Uhr munter bin. Auf Dauer geht das an die Substanz. Welches Einnahme-/ Anwendungsschema mit welcher Dosierung wäre für mich anzudenken? Ich bin 48 Jahre und bisher erfolglos auf der Suche nach jemandem der mich in der Therapie begleiten kann. Meine Ärzte im Umfeld sind überfragt.Mit Verschlechterung unter Einnahmepause meine ich nicht die Kopfschmerzen sondern die allgemeine Symptomatik der Östrogendominanz.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Melisande,
      Was denken Sie denn, was die Ursache der Östrogendominanz sein könnte? Sind Sie übergewichtig, treiben Sie zu wenig Sport? Verzehren Sie zu viele tierische Produkte, einschließlich Käse? Essen Sie zu wenige Ballaststoffe, bspw. Leinsamen, Kohlgemüse etc? Haben Sie eine Umweltbelastung? Es ist ein Fehlschluss zu glauben, dass man durch ein bisschen Progesteron, geschluckt oder geschmiert, das alles ausgleichen könnte. Leider darf ich Ihnen keine individuellen Dosierungempfehlungen geben, was ich auch gar nicht könnte, ohne Ihre genauen Laborwerte, Ihren Lebensstil und Ihre Ernährung zu kennen. Suchen Sie sich einen Therapeuten, der Sie ganzheitlich betrachtet, denn eine Hormonimbalanz lässt sich mit vielen Methoden bessern. Viel Erfolg und alles Gute!

  • mirjma sagt:

    Guten Tag,

    ich bin 46 Jahre, hab in den letzten zwei Jahren unregelmäßige Blutungen und ca. alle 3-4 Monate eine Schmier-bzw. Zwischenblutung mit Bauchschmerzen und starkem Brustspannen mit Schmerzen der Brustwarzen. Bei der Frauenärztin hat sich jedesmal herausgestellt, dass die SChmier-bzw. Zwischenblutung von Eierstockzysten kommen, die gewachsen sind.
    Ich nehme seit etwa 1 Jahr bioidentisches Progesteroncreme 10 % 2 Hub am Tag durchgehend. Trotzdem ist mein Östrogen zu hoch und das Progesteron zu niedrig. Meine Frauenärztin meinte, die Zysten würden Östrogen produzieren, deshalb würde mein Progesteron nicht ansteigen.

    Wie kann ich das Problem aus ihrer Sicht in Ordnung bekommen?

    Herzlichen Dank im Voraus für ihre Antwort!
    LG
    Mirjma

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Mirjma,
      Progesteron kann auch die Eierstöcke zur Östrogenbildung anregen. In Ihrem Alter ist es besser, die Progesteroncreme zyklisch anzuwenden, also 14 Tage schmieren, 14 Tage Pause.

      • mirjma sagt:

        Guten Morgen,

        d.h. sie würden in der 2. Zyklushälfte schmieren, und in der 1. nicht?

        Noch eine Frage habe ich. Und zwar hat mir meine Frauenärztin für die Zysten in den Eierstöcken Frauenmantel als Urtinktur verschrieben, beim letzten Mal war die Zyste nach 4 WOchen auch zusammengefallen. Aber nach 2 Monaten hatte ich sogar 2 Zysten wieder. Hilft die Urtinktur wirklich, oder fällt die Zyste sowie irgendwann wieder zusammen. Oder sollte ich die Frauenmantel Urtinktur vielleicht durchgehend nehmen?
        Auch interressiert mich sehr, um welche Zysten es sich handelt?

        Herzlichen Dank im Voraus für ihre Antworten!
        Liebe Grüße
        mirjma

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Mirjama,
          Ihre Frauenärztin hat mit den Zysten ganz recht. Nur sie kann beurteilen, ob Frauenmantel bei Ihnen angezeigt ist und wie Sie dosieren sollten. Ferntherapien darf ich nicht machen. Alles Gute!.

  • Antonia sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrech!
    Ich bin durch eine Freundin an Sie verwiesen worden.
    Ich bin 54 Jahre und seit gut 1 Jahr ohne Periode.
    Nachdem Depression und Schlafrhytmus so schlecht geworden sind, hat meine Frauenärztin Progesteron oral 200 mg und Gynokadingel (morgens 1Hub) verschrieben. Ich nehme die Hormone nun in der 7/8. Woche und komme nicht gut zurecht. Meine Ärztin meinte nur, ich müsse die Medikation 3 Monate durchhalten. Nachdem ich in den letzten beiden Wochen verstärkt das Gefühl hatte, 5 Kannen Kaffee um 4 Uhr morgens verabreicht bekommen zu haben und auch den ganzen Tag keine Beruhigung eintrat, habe ich bei meiner Hausärztin auf eigene Kosten den Hormonstatus bestimmen lassen. Resultat: Wert Estradiol unter 0,5 und Progesteron 2,21. Am liebsten würde ich die Medikamente direkt absetzen, habe aber Angst, dann alles durcheinander zu werfen. Aber dieses Highspeed -Gefühl ertrage ich nicht mehr lange, es ist als hätte ich plötzlich Bluthochdruck und finde keine Ruhe. Auch die Depression ist nicht wirklich besser.
    Kann man sich auch aus dieser Therapie langsam zurückziehen und machen Medikamente überhaupt bei mir Sinn, oder verschiebt man die Hormon Probleme nur nach hinten?
    Für einen Rat wäre ich dankbar, die Hausärztin ist bei diesen spezifischen Fragen überfordert.
    Viele Grüße
    Antonia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Antonia,
      es war klug von Ihnen, auf der Hormonbestimmung zu bestehen. Offenbar nimmt Ihr Körper das Östrogen aus Gynokadin nicht genügend auf, so dass Progesteron relativ zu hoch für das niedrige Östrogen ist. Vielleicht lassen Sie sich ein Hormonpflaster verschreiben. Schlucken Sie das Progesteron morgens oder abends? Nehmen Sie es mal nur jeden zweiten Tag, bis der Östrogenspiegel besser ist. Wenn Sie das Hormonexperiment aufgeben wollen, können Sie auch jederzeit Gynokadin und Progesteron absetzen. Alles Gute!

      • Antonia sagt:

        Liebe Frau Dr. Gerhard,
        wegen der Schlafstörung nehme ich das Progesteron abends.
        Die Hausärztin hat den Vorschlag gemacht, die Gynokadindosis kurzzeitig zu erhöhen und Ergebnisse abzuwarten. Da ich aber trotz 200mg – Kapseln abends nachts immer noch von 3/4 Uhr an wach bin, erwäge ich, eine Pause zu machen.Ich habe nur Angst vor einer erneuten Depression.
        Für mich als Laien scheint es so sinnlos, von beiden Hormongruppen etwas zu nehmen. Wenn es auf das Verhältnis zueinander ankommt, kann man in meinem Fall nicht auch einfach weglassen?
        Herzlichen Dank für Ihre unendliche Geduld und Ihre kompakten Erklärungen
        Antonia

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Antonia,
          Als Schutz vor einer Depression könnte Östrogen gut sein, sofern Ihr Körper es aufnimmt. Vielleicht hilft ja die Erhöhung der Gynokadindosis, unbedingt im Blut die Werte kontrollieren, sonst auf Pflaster umsteigen. Viel Glück!

  • Elisa sagt:

    Ich bin 51 Jahre alt und habe seit einem Jahr keine Periode mehr. Da ich starke Schweissausbrüche und Stimmungsschwankungen habe, habe ich bei meinem Arzt eine Hormonabklärung machen lassen. Wie zu erwarten war, ergab der Test, dass alle Hormone eher zu tief sind. Das Östradiol ist im Verhältnis zum Progesteron ca. 1:2 und zum Testosteron 1:8. Der Arzt hat mir darauf sowohl Progesteroncreme 3 % kombiniert mit Testostoron 0,2 % als auch Östrogencreme 1% als biest 80% Östriol zu 20% Östradiol und zusätzlich Dhea in Kapseln zu 5 mg verschrieben. Ist das sinnvoll alle Hormone gleichzeitig zu nehmen? Besteht hier, trotz der tiefen Östradiolwerten, eine Östrogendominanz da das Progesteron im Verhältnis zum Östradiol sehr tief ist? Da ich früher Zysten in den Brüsten und an den Eierstöcken hatte, habe ich die Befürchtung, dass die wieder auftreten könnten.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Elisa,
      Viele Ärzte behandeln inzwischen mit dieser Hormonkombinationstherapie. Da ich damit keine Erfahrungen habe, kann ich Ihre Befürchtungen nicht zerstreuen.

  • Britta sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard,
    nun möchte auch ich (knapp 49 Jahre) kurz um eine Empfehlung bitten. Im Febr. 2012 hatte ich eine Gebärmutterentfernung. Ovarien wurden erhalten. Seit Ende 2012 bekam ich mehr und mehr gravierende gesundheitliche Probleme. Da ich selbst im Naturheilverfahren ausgebildet bin, konnte ich mir mit jeder Menge NEM und Homöopathie etc. helfen. Da die Beschwerden jedoch zunehmen, ließ sich mein Frauenarzt auf eine Hormonspiegelmessung (28.09.2016) ein. Mit folgenden Ergebnis: LH 13,5 FSH 3,3 17beta Östradiol 662!, TSH 2,37 (auch Werte über 3 wurden bereits gemessen), Testosteron 0,40 ng/ml, SHBG 176 nmol/l, FAI 0,79, DHEAS 140, Androstendion 3,50 ng/ml Androstandiol-Glucuronik 2,4, Ferritin 68,4 . Progesteron wurde für mich unverständlich nicht bestimmt. Daraufhin wurde mir LaFamme empfohlen, was ich ablehnte, da ich unter einem Morbus-Meulengracht „leide“ und in 2015 mich einer Sigmaresektion unterziehen mußte.
    Als Alternative versuchte ich erneut mit Mönchspfeffer und Vitamin E, sowie Maca die schwerwiegenden Symptome in den Griff zu bekommen, was leider nicht durchgreifend möglich war.
    Ich wechselte zu einer Ärztin, die nunmehr offen war für naturidentische Hormone. Allerdings kennt sie sich überhaupt nicht aus. Meine Frage: Ich nehme nun 20 mg Progesteron (Progestogel) ((seit 5 Tagen), kein Östrogen bisher.
    Trotz der meiner Meinung nach niedrigen Dosierung, leide ich unter sehr starken Muskel- und Gelenkschmerzen, unglaublich starken Muskelverspannungen (bevorzugt im Gesicht) sehr starken häufigen Kopfschmerzen, nachts starken Schwitzattacken, Schwindel, bin sehr gereizt, bzw. leide unter Stimmungsschwankungen.
    Meine Suche nach einen ganzheitlichen Frauenarzt hat leider keinen Erfolg gebracht. Meine Frage liebe Frau Dr. Gerhard wäre, ist die Dosierung so (den Werten entsprechend) ausreichend? Sollte ich Gynokadin Gel dazu verwenden? Und wäre eine ständige Anwendung ratsam oder sollte ich eine Einnahmepause einhalten. Ich wäre ihnen unglaublich für eine Empfehlung dankbar, ich bin mittlerweile nach 4 Jahren „Einzelkämpfen“ wirklich „müde“.
    Für Ihre Antwort und Mühe bedanke ich mich schon vorab.
    Ergänzend zu meiner Frage: Es gestaltet sich so schwierig für mich, da ich überhaupt nicht mehr einschätzen kann, an welchem Zyklustag ich bin, bzw. der mittlerweile ständige Wechsel an Symptomen (auch trockene Schleimhäute und immer wieder Schmerzen im Unterleib, labraskopisch oB). Ich ernähre mich gesund (bio) und habe alle Mineral- sowie Vitalstoffe überprüfen lassen und „im Blick“. Einzig der Magnesiumwert 0,79 ist nach wie vor niedrig (trotz Mgöl und dementsprechende Ernährung)
    Vielen Dank und ein großes Lob für Ihre ehrenamtliche Arbeit!!! Britta
    Herzliche Grüße
    Britta

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Britta,
      auf Grund Ihrer Hormonwerte, die Sie angeben, befanden Sie sich an dem Tag offenbar gerade am Eisprungtermin. Da jedes Labor andere Bestimmungsmethoden hat, kann ich ohne Angabe der Hormoneinheiten und der Normbereiche des Labors zur absoluten Höhe der Werte nichts sagen. Sind die Muskelverspannungen und Kopfschmerzen erst nach dem Progestogel aufgetreten? Die Unterleibschmerzen hängen häufig mit der (unregelmäßigen) Ovulation zusammen, besonders wenn Verwachsungen da sind. Wurde Magnesium im Vollblut gemessen? Wahrscheinlich reicht das Magnesium Oil nicht aus, besonders wenn Sie viel schwitzen. Mönchspfeffer war eine gute Idee, aber Sie wissen ja, dass es unterschiedliche Extrakte gibt. Auf jeden Fall mal 3 Monate ohne Pause Agnucaston oder FemicurN versuchen. Ernährung optimieren: Süßes, Alkohol und Kaffee weglassen, sind alles Magnesium- und B-Vitamin-Räuber. Alle tierischen Produkte vorübergehend weglassen, Omega-3-Fettsäuren ergänzen. Eine Fasten- oder Ayurvedakur würde Ihnen sicher sehr helfen. Von zusätzlichem Gynokadin bin ich nicht überzeugt. Die Progesterondosis, wenn Sie überhaupt dabei bleiben wollen, müssen Sie mit ihrer Ärztin besprechen, von Ihren Symptomen abhängig machen und den häufiger erforderlichen Hormonbestimmungen im Blut (Progesteon, Estradiol, Estron). Leider kann ich Ihnen keine genaueren Angaben machen, da mir individuelle Fernberatungen verboten sind. Mein Gefühl sagt mir, dass die bioidentische Hormontherapie für Sie ohne versierten Therapeuten nicht machbar ist. Alles Gute!

      • Britta sagt:

        Liebe Frau Prof.Dr. Gerhard, vielen lieben Dank für Ihre Antwort! Diese hat mir mehr geholfen, als die gesammelten Arztbesuche der letzten 3 Jahre … Es tut sehr gut, wenn man tatsächlich heutzutage auch noch auf Ärzte treffen kann, denen es um das Wohlergehen der Menschen geht! Nochmals meinen Respekt für Ihre ehrenamtliche Arbeit, weiß ich doch selbst wie herausfordernd die Beratertätigkeit ab und an sein kann ;)
        Nochmal zu mir: Erwähnenswert ist meines Erachtens nach noch, dass mit der Hysterektomie gleichzeitig die Mirena, die ich 11 Jahre hatte, entfernt wurde. Ich fiel quasi ein halbes Jahr später in ein „schwarzes Loch“.

        Ich habe jetzt die Progesteronsalbe auf 1 x 100 mg abends erhöht, da ich mit den 20 mg so gut wie gar keinen Schlaf mehr hatte. Der Schlaf selbst hat sich sehr gebessert, wenn da nicht die heftigen Schwitzattacken wären, die seit Beginn der Progesteronsalbe jede Nacht und dazu extrem auftreten (vorher hatte ich das nächtliche Schwitzen 2-3 mal in der Woche). Ist vielleicht die Dosierung jetzt zu hoch?

        Auch fühle ich mich „instabil“ in der Stimmungslage. Die Muskelverspannungen (am schlimmsten im Nacken, was teilweise unerträglich ist) habe ich schon seit 4 Jahren, verspüre eine leichte Besserung- Auch die Kopfschmerzen sind seit Prog.salbe insgesamt besser geworden.
        Insgesamt fühlt es sich für mich gerade an, als wenn mein Körper extrem entgiftet. Brustspannen oder Wassereinlagerungen habe ich nicht. In meiner Frauenärztin finde ich leider keinen versierten Therapeuten, im Gegenteil, eigentlich „berate“ ich sie. (ich weiß, es ist kaum zu glauben)
        Die Symptome von Prog.mangel und Östrogendominanz kann ich schon gut auseinanderhalten, die Problematik ist die Dosierung der Prog.creme. Vielleicht ist es aber meine Gesamteinstellung als u.a. Naturheilverfahren Therapeutin, die Selbstheilungskräft des Körpers unterstützen zu wollen, um seine Hormonbalance wieder herzustellen. Da war Mönchspfeffer wohl die bessere Wahl, statt Hormone zuzuführen. Ich hatte nur Bedenken, dass aufgrund der „Nähe der Menopause“ die ovulatorischen „Tätigkeit“ nicht mehr ausreichend ist, für Mönchspfeffer??
        Bin ehrlich gesagt z.zt. etwas verunsichert, wie mein Weg weiter ausschaut, da der nächste versierte Therapeut 200 km entfernt wäre :(
        Alkohol, Kaffee und Süßes habe ich schon gestrichen, Ernährung überwiegend basisch. Fasten darf ich aufgrund Morbus Meulengracht nicht :( Omega 3 führe ich zu.
        Habe nur die Problematik, dass ich seit der Sigmaresektion 2014 einen „sehr sensiblen“ Magen/Darmtrakt habe, auch bei der Supplementierung von NEM. Es geht nur sehr wenig.. Deswegen auch der Versuch über Mag.bäder und Öl, bzw. mit Progesteron Creme, um hier den Verdauungsweg zu umgehen. Mag. Wert wurde aus dem Serum bestimmt.
        Danke für Ihre Zeit, liebe Frau Prof. Dr. Gerhard. Vielleicht haben sie anhand meiner Angaben doch noch eine Empfehlung bzw. Antwort für mich! Auch Ihnen von Herzen alles Gute!! Britta

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Britta,
          das war ein wichtiger Hinweis mit der Mirena und könnte erklären, warum Sie Probleme mit der Progesterondosisfindung haben. Lassen Sie auf jeden Fall mal im Vollblut Magnesium und Zink bestimmen. Durch Ihren Darm fehlt Ihnen wohl beides. Gehen Sie mal zu einem Kollegen und lassen Sie sich eine Serie Magnesium-Infusionen machen, wie Frau Dr. Hendel in einem Kommentar zur Magnesiumtherapie empfohlen hat. Die Apothekerin Frau Bäumer in der Eisbärapotheke in Karlsruhe stellt sehr wirksame Frauenmischungen her, mal beraten lassen. Unbedingt die Darmflora unterstützen. Alles Gute!

  • Mona sagt:

    Hallo Frau Dr. Gerhard,

    ich creme 10 Tage im Monat (15-25. Zyklustag) 0,5g Progesteron Vesigel 1,5%. Grundsätzlich habe ich in dieser Zeit Verdauungsprobleme. Man kann nicht von Verstopfung reden, aber es ist schmerzhaft und hart bis alles mal draußen ist… Das geht dann so lange bis meine Mens rum ist. Kann das sein? Was kann ich dagegen tun?
    Danke und VG

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Mona,
      Progesteron, das Schwangerschaftshormon, stellt nicht nur die Gebärmutter ruhig, sondern auch die glatte Muskulatur des Darms. Deshalb leiden auch viele Schwangere unter Verstopfung. Versuchen Sie in der Phase viel zu trinken und viele Ballaststoffe zu essen, vielleicht auch Leinsamen oder eingeweichte Backpflaumen oder Feigen.

  • Janina sagt:

    Sehr geehrte Frau Faust-Albrecht,

    ich bin 40 Jahre alt und habe von meiner Fachärztin Progestan Kapseln verschrieben bekommen. Diese soll ich vom 11. Zyklustag bis zum 2.Tag der Menstruation einnehmen. Grund der Einnahme ist ein vermuteteter Progesteronmangel aufgrund von PMS, spannenden/ schmerzhaften Brüsten, Reizbarkeit und Nervosität bis hin zu Ängstlichkeit, innere Unruhe und depressive Verstimmungen, auch Schlafstörungen + Hashimoto.

    Im letzten Zyklus hatte ich bereits eine 2% Progesteroncreme(BIOVEA) probiert. Habe dies 3 Tage vor der errechneten Menstruation abgesetzt.Nun hat sich meine Menstruation aber 7 Tage verzögert. Wann soll ich mit der Einnahme von Progestan beginnen? Welche Anwendungsart würden Sie mir empfehlen (oral, vaginal, dermal)?

    Seit der Einnahme einer „Pilla danach“ im Sommer ist das Spannen der Brüste besonders stark (ca. 16 ZT bis Menstruation). Komischerweise habe ich seit der Pille auch in den ersten Tagen/ Woche nach der Menstruation eine besonders labile Verstimmung – unsicher, ängstlich, traurig. Kann die Pille den Progesteronmangel verstärkt bzw. verändert haben. Normalerweise sollten diese Symptome doch nur in den letzten Zyklustagen auftreten.

    Ich freue mich sehr auf eine Antwort von Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Janina,
      Fernbehandlungen und individuelle Empfehlungen sind uns nicht erlaubt. Die Hormonbehandlung müssen Sie mit Ihrer Ärztin absprechen. Häufig liegen bei diesen Symptomen Vitalstoffdefizite vor, wie Mangel an Vitamin B, D, Omega-3-Fettsäuren etc. Auch die Pflanzenheilkunde kann helfen, bspw. Mönchspfefferextrakte. Reduzieren Sie Milchprodukte und essen Sie mehr Pflanzen und Vollkorngetreide. Alles Gute!

  • E.M. sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,

    ich bin 46 Jahre alt, keine Kinder, habe 3 mittelgroße Myome, unregelmäßige Blutungen – seit 2 Jahren oft auch alle 2-3 Wochen. Ich habe seit vielen Jahren sehr starke Regelblutungen, seit vielen Jahren 1 Woche vor Menses Schmierblutungen. Habe etliche naturheilkundliche Verfahren ausprobiert (nichts hat richtig geholfen) und nehme jetzt seit 1 1/2 Jahren Progesteron-Creme 2%. Während der Regelblutung 4-5 Tage lang kein Prog., danach Prog.creme – je nachdem – bis zu 3 Wochen lang. Anfangs gab es kaum Wirkung (3-6 Hub), allmählich Dosis erhöht und dann extrem starke und klumpige Blutung (bei 20 Hub, 2% Creme, täglich). Meine Ärztin sagte, die extrem starke Blutung kommt vom Östrogenüberschuß, ich solle die Dosis wieder reduzieren. Ich habe mich jetzt bei ansteigender Menge: bei 2 Hub in der 2. Woche nach Regelstart, 4-6 Hub (2%) 3.-4. Woche nach Regelstart eingependelt. Diese Dosis reicht gerade aus, um die Schmierblutung vor der Regel (fast) gänzlich zu stoppen. Allerdings habe ich schon gleich nach der Regelblutung oder ein paar Tage später, starkes Brustspannen-schmerzen, bis zur nächsten Blutung. (für mich ein zeichen für Östrogendominanz?) Auch ist meine Regelblutung in den letzten Monaten wieder stärker geworden (war schon mal besser). Meiner Frage: Ist Progesteroncreme für mich vielleicht gar nicht mehr geeignet? Einerseits stoppt die Schmierblutung, andererseits spannen die Brüste. Jetzt noch mehr Prog.creme zu schmieren traue ich mich gar nicht, da ich ja anfangs eine extrem starke und klumpige Blutung vermutlich wegen zu viel Prog.creme hatte? Können Sie mir diesbezüglich bitte einen Rat geben?
    Vielen Dank, mit besten Grüßen, E.M.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe E.M.
      ohne Hormonwerte kann man dazu keine Stellung nehmen. Das Brustspannen ist ein Zeichen für Östrogendominanz. Das transdermale Progesteron ist in dieser Form und Dosierung für Sie wahrscheinlich nicht so geeignet, da die Eierstöcke noch zu viel Östrogen produzieren. Vielleicht können Sie durch Veränderung der Ernährung (bspw. keine Kuhmilchprodukte, vermehrt Gemüse, besonders Kohl usw.) und mehr Bewegung etwas Ruhe in Ihre Hormone bringen. Lesen Sie auch das Myom-Kochbuch. Alles Gute!

      • E.M. sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Gebhard,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde mir das Myom-Kochbuch genauer anschauen und auch Ihren Rat, mich mehr zu bewegen, werde ich versuchen, zu befolgen, da ich mich tatasächlich zu wenig bewege.
        Mit besten Grüßen,
        E.M.

  • Anja sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard, sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,
    ich muss gestehen, dass ich ein wenig fassungslos bin aufgrund folgender Geschichte.
    Ich bin 33 und in den frühzeitigen Wechseljahren. Vor ca. 4 Monaten habe ich eine Behandlung mit Clomifen begonnen, das war der einzige Vorschlag einer Endokrino-login einer KWK. Zuvor habe ich wegen der Beschwerden der vorzeitigen Wechsel-jahre 200mg Famenita und 3 Hub Gynokadin genommen. Während der Behandlung mit Clomi ging es mir sehr schlecht und hatte alle Nebenwirkungen, die das Präparat hergab. So dass meine Gyn mir davon abriet noch einen Versuch zu starten. Was ich auch eingesehen hatte, zumal ich auch keine Eizellen produziert habe.
    Jedenfalls ging es mir von diesem Moment an sehr schlecht. Die Hitzewallungen, Ge-mütsschwankungen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen wurden schlimmer, so dass ich erneut einen Endokrinologen aufsuchte, den ich darum bat, dass ich „richtig“ hormonell mit einer HET eingestellt werde. Zumal ich auch mitten im Examen stecke und mir diese Ausfälle nicht leisten kann.
    Daraufhin riet er mir, dass ich alle Hormone absetzen solle, damit er sieht, wie mein “Rohzustand“ sei. 17 Tage später war ich dann bei dem Endo und bat ihn auch um die Testung, der Vitamine: Vit. D3, B12 und K2. Darauf fragte ich ihn, wann ich zur Be-sprechung der Ergebnisse wieder kommen sollte und er sagte nur ich solle ihm eine E-Mail schicken, was ich dann auch tat. Ich bekam folgende Antwort wohlgemerkt ohne die eingeforderten Ergebnisse:
    „E2 mit 81 und Prog mit 12 gut eingestellt. K2 konnte nicht durchgeführt werden – dem Labor ist auch kein anderes Labor bekannt, das diese U. durchführt. Versuchen Sie doch ein Östorgenpflaster – vielleicht wird damit die Symptomatik besser… „

    Für eine Anrede hat es auch nicht mehr gereicht und das war auch alles, was ich als Ergebnis aus der Mail erhalten habe, die 3 Punkte am Schluss gehören auch dazu!
    Was bitteschön soll ich mit so einer Antwort anfangen, abgesehen davon, dass die Antwort auf diese Art und Weise bodenlos unverschämt ist. Für so eine Diagnose kann ich zum Hausarzt gehen, der keine Ahnung von der Materie hat und muss nicht Zeit und Geld für einen Facharzt investieren.
    Jedenfalls habe ich festgestellt, dass es mir derzeit bezüglich der Hitzewallungen, der Kopfschmerzen und vom Stoffwechsel her besser geht ohne Hormone.
    Hinzu ist Haarausfall gekommen und stärkere Gemütsschwankungen. Schlafstörun-gen sind auch etwas besser geworden.
    Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll…
    Ich fühle mich alleine gelassen und nicht ernst genommen. Das ist insgesamt der 3. Endokrinologe den ich aufgesucht habe. Abgesehen von dem wohl für immer uner-füllten Kinderwunsch, möchte ich doch einfach nur gut hormonell eingestellt sein! Stattdessen werde ich abgefertigt, weil ich keine Kinder mehr bekommen kann und anscheinend kein Geld mehr an mir verdient werden kann! Warum sonst wird man so behandelt und bekommt keine vernünftigen Auskünfte. Ich kann es mir nicht erklären.
    Es tut mir leid, dass ich hier meiner Verzweiflung Platz mache, aber das sind meine bisherigen Erfahrungen und ich weiß mir keinen Rat mehr.
    Auch habe ich bei allen Endokrinologen und meiner Gynäkologin gefragt, ob sie mir den Wert des Vit. K2 ermitteln würden und niemand will es machen, weil sie nicht wissen wie es geht, nicht genügend Studien darüber vorliegen etc., obwohl ich es pri-vat zahlen würde. Vielleicht haben Sie bezüglich dies auch einen Tipp?
    Können Sie mir helfen und einen Rat geben, ob und in welcher Form ich eine HET ma-chen soll? Oder ein Hormonpflaster empfehlen? Falls Sie das als geeignet empfinden. Bieten Hormonpflaster denn Schutz vor Osteoporose? Und sind nach 17 Tagen über-haupt schon alle Hormone aus dem Körper?

    Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Bemühungen und Rückmeldung.
    Herzliche Grüße
    Anja

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anja,
      Wenn Sie 17 Tage nach Absetzen von Famenita und Gynokadin so tolle Östrogen- und Progesteronwerte haben, dann stimmt die Diagnose „frühzeitige Wechseljahre“ nicht. Hatten Sie denn eine Blutung nach dem Absetzen? Wenn nicht, könnte eine Schwangerschaft vorliegen oder zumndest ein Eisprung gewesen sein. Es ist richtig, dass die Laborbestimmung von K2 praktisch nirgendwo angeboten wird, zu schwierig, zu ungenau, bisher keine Konsequenz. Vielleicht haben Sie „nur“ eine Umweltbelastung, vielleicht kann man Ihnen durch TCM helfen. Auf jeden Fall nicht aufgeben. Schauen Sie sich mal die webseite von Iva Keene an, sie gibt sehr gute Informationen, wie man bei Kinderwunsch und Hormonstörungen wieder gesund werden kann. Zur Zeit gibt es keinen Grund für eine HET. Alles Gute!

    • Anja sagt:

      Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
      danke für Ihre Rückmeldung. Ich habe nun die Werte auch vom fsh 6,7, LH 2,9 und amh o,o3 bekommen.
      Es wurde am 17 Tag nachgeschaut und ich habe keine Eizellen und auch keine Gebärmutterschleimhaut produziert. Der amh war vor einem Jahr 0,08 also auch unterhalb der Nachweisgrenze.
      Ich verstehe insbesondere den fsh-Wert nicht im Zusammenhang mit dem amh-Wert. Das passt irgendwie nicht zusammen. Auf eine Blutung muss ich noch warten…falls eine kommt, da auch keine Gebärmutterschleimhaut da war. Also eine Schwangerschaft ist ausgeschlossen. Wie sehen Sie die Werte im Zusammenhang? Kann es sein, dass die Hirnanhangsdrüse ein verzögerstes Moment hat? Also dass da noch nicht angekommen ist, dass ich keine Eizellen mehr habe?
      Oder können das noch Resthormone von der HET sein, die ich davor mit Famenita und Gynokadin gemacht habe?
      Ich bin mir unsicher und der Endokrinologe interessiert bei meinem amh-Wert auch nicht mehr der fsh-Wert…
      Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.
      HG Anja

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Anja,
        der AMH-Wert kann auch niedrig sein, wenn man zwar noch Eizellen hat, die aber zur Zeit nicht stimulierbar sind. Ich kann das Verhalten Ihrer Frauenärzte nicht nachvollziehen. Die angebliche Diskrepanz Ihrer verschiedenen Hormonwerte lässt sich durch eine vernünftige Anamneseerhebung und Zusatzuntersuchungen immer klären. Sie sollten weiter nach einem guten Endokrinologen suchen der Sie und Ihre Werte ernst nimmt. Und lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie keine Eizellen mehr hätten! Alles Gute!

  • Danijela sagt:

    Sehr geehte Frau Prof. Dr. Gerhard, sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich hoffe, ich darf mich noch mal an Sie wenden. Im September hatte ich einen starken Progesteron- und Vitamin-D-Mangel, aber dafür eine extreme Östrogendominanz durch überdosierte Rimkuskapseln (Ö: 387, P: 0,6, Vit D: 0,22).

    Danach habe ich zunächst die 3%ige Progesteroncreme in der zweiten Zyklushälfte benutzt. Schilddrüsenwerte wurden mehrfach genommen und sind alle absolut in der Norm.

    Am 23.9., 4. ZT, wurde dann ein grosses Blutbild genommen mit folgenden Werten: /46 J., 171 cm, 62 kg)

    FSH. 9,3, LH: 3.2
    Östradiol: 179, Prog: 0,6, Test: 0,49, SHBG: 128, DHEA-S: 1270
    – also alles in der Norm, außer Progesteron.

    Aufgrund weiterer massiver Schlafstörungen habe ich dann wie von Ihnen empfohlen Famenita 100 vaginal begonnen zu nehmen.

    Wiederum am 3. ZT hatte ich jetzt folgende Werte:
    FSH: 84,9, LH: 27,7
    Östradiol: 17, Progesteron 8,43
    Vit D: 32, Testeteron: 0,08 (bis 0,52), DHEAS-S: 120,9 (60-337)

    Meine Schlafstörungen sind inzwischen so schlimm, dass ich an einem Tag schlafen kann und danach drei, vier Tage bis 3 Uhr mindestens nicht einschlafe. Dafür sind meine Angstgefühle und die Herzenge weggegangen.

    Würden Sie empfehlen, dass ich das Progesteron doch oral einnehme? Und dazu Östradiol transdermal substituiere? Oder Progesteron doch besser transdermal? Da ich bei den Rimkuskapseln so extrem mit einer Übeöstrogenisierung reagiert habe, bin ich ziemlich verzagt, nochmal oral zu substituieren.

    Ich wäre Ihnen übrigens verbunden, wenn Sie mir sagen könnten, in welcher Apotheke Sie, Frau Dr. Faust-Albrecht, Ihre Progesteronspender bestellen? Und die Östradiolcreme?

    Mit dankbaren Grüßen
    Danijela

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Danijela,
      das Arzt-Haftungsrecht verbietet uns individuelle Empfehlungen per Internet. Was man sagen kann ist, dass Ihr Progesteron für den 3. Zyklustag viel zu hoch ist. Ich weiß nicht, wie lange Sie Famenita 100 eingeführt haben. Leider müssen wir Sie an eine Praxis verweisen, die Sie bei der Hormontherapie begleitet. Alles Gute!

  • Sarah sagt:

    Hallo Frau Dr. Gerhard, vielen Dank, dass Sie sich so viel Zeit für unsere Sorgen nehmen. Nun zu mir: ich bin 44, habe 5 Kinder (7-14 Jahre). Vor zwei Jahren wurde bei mir nach langer Odysee Hashimoto festgestellt, inzwischen nehme ich L-Thyrox100. Nach den Schwangerschaften hatte ich immer ein halbes Jahr lang massiven Haarausfall und sehr starke und häufige Regelblutungen und auch seit dem letzten Kind reagiere ich auf Hormonschwankungen immer mit Haarausfall, Verstopfung und Blähungen (so etwa in der 2. Zyklushälfte bis zum Beginn der Periode). Von meiner Wallemähne ist nichts übrig, nur ein Kurzhaarschnitt mit Geheimratsecken. Seit etwa einem Jahr nun nehmen die Probleme zu; die Periode kommt extrem unregelmäßig, dazwischen habe ich aber immer mal wieder PMS, Verstopfung, faulige Blähungen, Unterleibs- und Rückenschmerzen und schlechte Beckenbodenspannung mit Stressinkontinenz. Inzwischen wurden nach mehrmonatigem Ausbleiben der Regel bzw. anhaltenden Schmierblutungen auch schon zweimal Eierstockzysten und sehr hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut festgestellt und einmal mit der Gabe von Chlormadinon zum Abbluten gebracht, einmal setzte die Blutung von selbst ein. Aktuell besteht noch eine kleine Zyste. Leider nehme ich nun auch stetig an Gewicht zu trotz Portionskontrolle und Verzicht auf Soja, Weißmehl und Alkohol und ich habe einen regelrechten Schwimmring um die Körpermitte bekommen, dazu einen aufgeblähten Bauch und dicke Brüste und Beine. Ich war immer schlank und sportlich und trainere 3-5 mal die Woche, schlafe auch i.d.R. 7-8 Stunden pro Nacht, nehme Vit.D3, Magnesium, Zink und Fischöl. Bauchultraschall, Darmspiegelung beides o.B. Dass ich trotzdem aufgehe wie ein Hefekloß und ich immer wieder Leistungseinbrüche mit schlechter Beckenbodenspannung habe, macht mich richtig fertig. Meine FÄ und Hausärztin (beide in Gemeinschaftspraxis) legen mir immer sofort eine HRT oder die Mirena nahe und erklären auf Nachfrage pauschal alle anderen Methoden für unsinnig und wirkungslos. Mir erscheint das wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Was kann ich tun, ich kann doch nicht von FÄ zu FÄ wechseln?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sarah,
      Sie haben eine Östrogendominanz und wahrscheinlich auch eine Zuckerstoffwechselstörung. Nahrungsmittelunverträglichkeiten spielen sicher auch eine Rolle. In diesem und weiteren Artikeln finden sie Infos dazu. Suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, der den Darm, die Wurzel des Übels, behandelt. Unterstützend kann vorübergehend vielleicht bioidentisches Progesteron in niederiger Dosierung in der 2. Zyklushälte helfen. Alles Gute!

  • Antonia sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,
    Ich bin 57 und wie bereits geschrieben, leide stark unter Hitzewallungen und Schweissausbrüchen. Seit 2,5 Jahren blute ich nicht mehr.
    Ich habe heute mein Estradiol und das Progesteron testen lassen.
    Estr. 18,99 pmol/l /Ref. bis 201/
    Pr. 0,762 nmol/l /Ref. bis 2,5/
    Was meinen Sie, ist das Progesteron viel zu wenig, soll ich Prtogesteroncreme einsetzen?
    Liebe Grüsse!
    Antonia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Antonia,
      mit diesen Werten kann ich nichts anfangen und darf Ihnen auch keine persönlichen Ratschläge über das Internet geben. Suchen Sie sich bitte eine Praxis. Alles Gute!

  • Marion sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Gerhard, sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    nach langem Leidensweg bin ich endlich auf Progesteroncreme und bei der damit verbundenen Recherche auf Ihre Seite gestoßen. Ich hätte eine Frage an Sie, da mir damit weder mein Frauenarzt noch mein Hausarzt weiterhelfen kann/will.
    Ich bin 42 Jahre alt, habe ein Kind (zweieinviertel Jahre)und einen sehr regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen. Vor der erfolgreichen Schwangerschaft hatte ich zwei Abgänge, die Schwangerschaft wurde in den ersten drei Monaten mit Utrogest Vaginal unterstützt, da ich an Schmierblutungen litt. Seit der Entbindung leide ich an schwerer Migräne, Stimmungsschwankungen, Fressattacken, Verdauungsproblemen. Beschwerden sind besonders schlimm um Menstruation und Eisprung, Schwerpunktmäßig in der ersten Zyklushälfte. Die beste Woche ist die nach dem Eisprung. Hinzu kommen leichte Schmierblutungen in der ersten Zyklushälfte.
    Nachdem keiner meiner Ärzte besonders viel Interesse daran zeigte, ließ ich privat einen Hormonspeicheltest machen. Dieser ergab folgende Werte:
    Estradiol 3,80 pg/ml (Vergleichswert 5 bis 7), Estriol 8,30 (Vw. 15 bis 30), Progesteron 77,50 (Vw. 280 bis 330). Der Test erfolgte am 21. Zyklustag. Also: Östrogenmangel trotz Ösrogendominanz.
    Der Therapievorschlag einer anderen Ärztin lautet nun: Progesteroncreme (Progesteron 0,5 g auf 50 g Salbe gesamt), morgens erste Zyklushälfte einen halben Hub, zweite Zyklushälfte einen ganzen Hub. Zusätzlich Oekolp-Creme ganzen Zyklus morgens und abends haselnussgroß sowie Creme mit Linoladiol N 25,0 g auf 50 g Salbe gesamt erste Zyklushälfte morgens und abends 1/3 Hub, zweite Zyklushälfte einen halben Hub. Bei allen Cremes erster bis dritter Tag Pause.
    Da ich ein östrogendominierter Typ bin (übergewichtig, weiches Bindegewebe etc.) und es mir nur unter der Pille (Valette/Belara bis 2009) besser ging, habe ich die Befürchtung, dass diese Östrogengaben nun zu viel des Guten sind. Die Ärztin meinte jedoch, man müsse auch die Östroge anheben, da ich Werte hätte wie eine Frau in den Wechseljahren. Reicht nicht vielleicht die Anwendung der Progesteroncreme allein für den Anfang? Oder hat die Ärztin Recht? Über Ihre Meinung würde ich mich sehr freuen!
    Mit freundlichen Grüßen, Marion

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Marion,
      tun Sie nicht zu viel des Guten! Nur in der zweiten Zyklushälfte 10 Tage lang 1/2 bis 1 Hub reicht sicher aus. Oft arbeiten die Eierstöcke dann wieder besser und produzieren mehr Östrogen. Bei Fressattacken wenig Progesteron auf den Unterarm. Alles Gute!

  • Miriam sagt:

    Guten Tag,

    ich bin 27 Jahre alt und habe letztes Jahr im August mein 1. Kind zur Welt gebracht. Seit dem leide ich unter extremen Schwitzen und Übergewicht (1,67m ,88kg) auch Schlsfprobleme quälen mich. Außerdem bin ich extrem reizbar und gleichzeitig sehr ängstlich.
    Gegen das Gewichtsproblem habe ich versucht anzukämpfen,jedoch erfolglos.
    Meine Zyklen sind extrem lang und gefolgt von einer langen Regel. Ich verhüte mit Hormonspirale. Einen Eisprung habe ich laut Ärztin.
    Meine Bitte, den Hormonhaushalt zu checken, wimmelte meine Frauenärztin ab mit den Worten „Schilddrüse bitte beim Hausarzt testen lassen und für Msnopause sind die zu jung“
    Jetzt habe ich hier gelesen, dass es ein Progesteronmangel sein könnte. Halten Sie das für möglich und wie kann ich meine Frauenärztin dazu bewegen diesen Wert bei mir zu testen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Miriam

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Miriam,
      Das ist nicht nur ein Progesteronmangel, sondern eine generelle Hormonstörung, da auch der Eisprung zu spät kommt. Die Hormonspirale erklärt alles, da braucht weiter nichts gemessen zu werden.

  • Diana sagt:

    Hallo,
    zu meiner Person, 46, 2 Kinder…, 47kg bei 163cm( konstantes Gewicht seit 30 Jahren)
    Ich habe seit 15 Jahren Beschwerden, die sich wie folgt äußern: diffuser Haarausfall, Nachtschweiß, tagsüber frieren auch bei 24 Grad Raumtemperatur.
    Nach einem Ärztemarathon wurde ein latente Schilddrüsenunterfunktion mit LTyroxin 50 behandelt.
    Verdacht: auf Hashimoto( Antikörper mal nachweisbar/ mal nicht)
    Nach 2Jahren Einnahme keine Verbesserung. Zusätzlich wurde die Pille Qlaira verordnet. Mein Zyklus war immer regelmäßig… nur die Periode immer sehr schleppend und dauerte recht lange, aber immer schwach.
    Jetzt nehme ich, weil sich immer noch nichts verändert hat Progesteron vaginal 100 mg jeden Tag ohne Unterbrechung.
    Jetzt bemerke ich vermehrt Haarausfall und Haare auf den Armen. Allerdings ist mein Nachtschweiß quasi fast weg.
    Alle Untersuchungen in der Wiesbadener Diagnostikklinik waren ohne Befund vor der Einnahme der ganzen Medikamente….
    Was soll ich bloß tun?
    Mein Haarausfall macht mich psychisch fertig. Vor allem, weil der Neuwuchs ausbleibt. Regaine habe ich nicht vertragen, auch wenn die Haare dadurch einmal alle wiederkamen. Es tut aber nichts an der Ursache, sondern nur den kosmetischen Aspekt.
    Vielen Dank schonmal.
    D. H.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe D.H.
      hat denn niemand dran gedacht, Ihnen mal eine andere Pille zu verordnen? Informieren Sie sich im Internet mal über ihre Pille und lassen Sie sich eine andere verschreiben, die etwas mehr Östrogen enthält und ein anderes Gestagen. An vielen Uni-Kliniken gibt es Spezialsprechstunden zu Hormonstörungen (Hormonsprechstunden), da können Sie sich fundiert beraten lassen. Ihnen kann sicher geholfen werden!
      Alles Gute!

  • Ann-Christin sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard,
    nach vielen schlaflosen Nächten und depressiven Tagen habe ich von meiner Ärztin 200mg Famenita und 2 Hub Gynokadin verordnet bekommen.
    Ich hatte vor Monaten bei der einmaligen Gabe von Progesteron, um eine starke Blutung zu beenden, schon gute Erfahrungen gemacht.
    Dieses Mal bin ich nach einer Woche sehr zappelig (Herzrasen).
    Auch hat die positive schlaffördernde Wirkung schon wieder nachgelassen.
    Meine Frauenärztin hatte mir bei Gynokadin geraten,auch auf 3 Hub zu erhöhen – instinktiv würde ich das Gel lieber reduzieren.
    Kann man auf Grund der Symptome einen Rat geben? In welche Richtung soll ich korrigieren?
    Wenn ich richtig verstanden habe, ist ja auch das Verhältnis zwischen den Hormonen wichtig.
    Viele Grüße
    Ann-Christin

    • liebe Ann-Christine,

      es ist jetzt recht schwierig, aufgrund der fehlenden Befunde, ohne Altersangabe und nur aufgrund der wenigen Symptome einen vernünftigen Rat zu geben. Wenn Sie mit Progesteron zuletzt eine Blutung beenden konnten, hatten Sie zuvor oder auch jetzt noch wohl genügend Estrogene. Da sehe ich die Gabe von 2(-3) Hub Gynokadin täglich sehr kritisch. Vielleicht brauchen Sie auch nur die Hälfte des Progesterons (Famenita 100) und kaum Gynokadin (z.B. 2 mal 1 Hub wchtl.) – falls Sie noch spontan bluten, wäre zyklisch (2.Hälfte ) Progesteron dermal sinnvoll, Gynokadin (Estrogene) sind dann eher kontraproduktiv. Da haben Sie instinktiv wohl schon gefühlt die richtige Einstellung!

      Viel Erfolg wünscht

      H. Faust-Albrecht

      • Ann-Christin sagt:

        Vielen lieben Dank !,
        Ich bin 53 Jahre und habe seit über einem Jahr (mit Ausnahme der starken Blutung vor 5 Monaten) keine Periode mehr.
        Die Gynokadingabe ist wohl gedacht, um eine Blutung weiterhin zu vermeiden. Aber vielleicht reicht ja eine geringere Dosis aus.
        Es ist sehr schade, dass bei den Ärzten der direkte Kontakt und die schnelle Rückmeldung organisatorisch nicht möglich ist. Gerade bei einem so sensiblen Thema habe ich immer wieder Fragen.
        Danke, dass ich diese wenigstens an dieser Stelle loswerden kann.
        Viele Grüße
        Ann-Christin

        • Ann-Christin sagt:

          Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
          ich wende mich in oben erklärter Sache noch einmal an Sie. Ich nehme jetzt in der dritten Woche Famenita 200 und habe das Gynokadin auf eine Erbsengröße alle 2-3 Tage reduziert. Das Schlafen klappt, auch sind die Depressionen verschwunden. Allerdings habe ich noch immer das Gefühl, einen Adrenalinüberschuss bewältigen zu müssen und sause durch den Tag.
          Nach Anruf bei meiner Frauenärztin soll ich mir jetzt ein neues Rezept abholen, habe aber wieder erst in zwei Wochen die Chance auf ein Gespräch (keinen Untersuchungstermin bzw. eine Messung des Hormonstatus). Spontane Blutungen sind nicht aufgetreten, so dass ich jetzt Famenita 100 erbitten wollte und das Gynokadin weiter reduzieren möchte.
          Meinen Sie, das ist der richtige Weg?
          Viele Grüße
          Ann-Christin

  • Anja sagt:

    Sg. Fr. Dr. Faust-Albrecht oder Gerhard!

    Ich bin 30 Jahre alt, sehr schlank und habe keine Kinder.

    Vor 1 Jahr hatte ich eine Konisation (PAP IV) – ergebnislos….alles war ok, vor 6 Monaten bei der Kontrolle auch. Seit 6 Monaten (seit der Kontrolle) habe ich nun Schmierblutungen vor UND nach der Periode. Davor nur 1-3 Tage, danach teilweise bis zum Eisprung. Diese Nachblutungen sind sehr schwach und dunkel, meist nur brauner Ausfluss, scheinen aber häufiger zu werden. Die Frauenärztin konnte per US an 2 Terminen organisch nichts Auffälliges feststellen. Allerdings bezeichnete sie die Endometriumslinie an ZT 9 „nicht so schön wie bei manch anderen“. Kurz vor der Periode war die Schleimhaut bei 15 mm, also etwas hoch. Sie meinte es könnte ein Progesteronmangel sein und verschrieb mir 200 mg Arefam vaginal für die 2. Zyklushälfte. Damit würde ich morgen beginnen. Hormonstatus wollte sie partout keinen machen. Ein anderer Frauenarzt meinte, dass es wohl kein Progesteronmangel sein sollte, da das eher auf Blutungen nur in der 2. Zyklushälfte hindeuten würde (das dachte ich auch?) und ich auch zu jung sei. ES findet laut US statt – auch der Ovutest schlägt an.
    Beobachtet habe ich, dass mein Zervixschleim viel weniger geworden ist – früher war er schon Tage vor dem Eisprung sehr auffällig – jetzt bemerke ich ihn nur zum Eisprung und da auch sehr wenig. Außerdem schmerzen meine Brüste schon ab dem Eisprung bis zur Periode.

    Nun meine Frage: Kann das Ihrer Meinung nach überhaupt ein Progesteronmangel sein? Meine größte Sorge ist ja, dass organisch etwas übersehen wird…..ich muss mich aber wohl auf 2 Meinungen bei US und Abstrich verlassen….sonst werde ich verrückt. Daher wäre ich ja „froh“ wenn es eine hormonelle Sache wäre.
    Einige der bei Progesteronmangel beschriebenen Symptome treffen zu, andere überhaupt nicht. Ich muss auch erwähnen, dass ich seit Ende der Pubertät an zunehmender Gesichtsbehaarung leide…mit Beginn der Regel ist das besser, nimmt aber ab dem Eisprung wieder zu. Hormonstatus hat nie etwas ergeben….alles in Rahmen, Testosteron immer niedrig.

    Ich würde mich sehr über Ihre Antwort freuen!

    MFG

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anja,
      nach einer Konisation treten Blutungsprobleme anfangs häufiger auf. Ihre Symptome sprechen sowohl für einen leichten Östrogen- als auch Progesteronmangel. Es ist sicher richtig, es erstmal mit Progesteron zu versuchen, weil sich dadurch oft auch die Östrogene erholen. Andernfalls muss man auch in der ersten Zyklushälfte etwas Östrogen dazu geben. Wenn Sie sehr schlank sind, kann auch die fehlende Fettmasse ein Grund dafür sein, dass Ihr Hormonsystem überempfindlich auf den Eingriff der Konisation reagiert. Alles Gute!

      • Anja sagt:

        Liebe Frau Dr. Gerhard!

        Herzlichen Dank für ihre rasche Antwort!
        Ich hoffe, ich schaffe es jetzt, mir nicht so große Sorgen mehr zu machen, dass es organisch sein könnte. Meine Blutfettwerte waren bei der letzten Blutuntersuchung vor 2 Wochen sehr niedrig (Gesamtcholesterin sowie Triglyceride etwas unter dem Normbereich). Das dürfte genetisch sein – ich habe aber keinen Vergleichswert wie das vor Beginn dieser Probleme war. Zu diesem Thema findet man aber auch keine Info. Könnte das zusammenhängen? Untergewichtig bin ich aber nicht (BMI ca. 20 und athletischer Typ).
        Ich hoffe, ohne Östrogen auszukommen. Meine Mutter hat(te) Brustkrebs und ich möchte eine etwaige Veranlagung nicht „aufwecken“. Herzlichen Dank!

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Anja,
          an das „genetisch“ glaube ich nicht. Die niedrigen Fette sprechen eher für Ihre geringe Fettmasse im Vergleich zur Muskelmasse und sehhhr gesunden Ernährung. Versuchen Sie einfach mal, mehr Pflanzenfette aufzunehmen (Kokosfett, Nüsse, Samen etc.). Mal mit der Ayurvedischen Ernährung oder der Ernährung nach den 5-Elementen beschäftigen, damit Sie Ihre Ernährung individualisieren können! Viel Glück!

  • Karla sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich nehme bei einem ursprünglichen Hormonstatus von 70 pg Östradiol und 0,41 ng Progesteron seit April diesen Jahres Progestoron dermal (abends halbe Kapsel von 200 mg famenita in der 2. Zyklushälfte ab dem 15. Tag, was mir nicht viel erscheint).
    Ich bin 42 Jahre alt und meine Frauenärztin unterstützte mich, nachdem ich darum gebeten und auf ihren Artikel verwiesen hatte (indem ich sämtliche meiner Beschwerden wiederfand) bei dem Wunsch nach einer dermalen Therapie.

    Nach anfänglichen Nebenwirkungen (v.a. Kopfschmerzen) ging es mir recht bald damit blendend – ich fühlte mich ausgeglichener, schlief besser, Zysten verschwanden und meine Stimmung verbesserte sich insgesamt deutlich, ich wurde leistungsfähiger und auch die Schilddrüsenhormone normalisierten sich.

    Nach ca. 3-4 Monaten, so schien mir, liess aber die postitive Wirkung etwas nach und ich bekam mehrere kleine (oberflächliche) Thrombosen. Die Beine sind jetzt auch immer in der ersten Zyklushälfte geschwollen. Der Arzt meinte, die Thrombose sei nicht schlimm, aber in den letzten zehn Wochen kamen zahlreiche schmerzende Knötchen dazu, ich habe das Gefühl ich bekomme jeden Tag eine Krampfader mehr und meine Beine schmerzen andauernd. Bislang hatte ich das nicht.

    Meine Frauenärztin meinte, das käme eher nicht vom Progesteron, dies sei eine Wirkung von Östrogenen, trotzdem riet sie mir zur Reduktion.

    Einerseits möchte ich die positiven Auswirkungen des Progesterons nicht missen, andererseits bin ich unsicher und habe Sorgen dass es vielleicht doch etwas damit zu tun hat, denn ich habe auch gelesen, dass Progesteron die Empfindlichkeit für Östrogen steigere, und das wäre ja eine östrogene Wirkung, oder?

    Können Sie mir dazu etwas sagen?

    Mit freundlichen Grüßen

    • sabine sagt:

      ich wäre sehr neugierig, was frau dr. faust-albrecht zu diesem eintrag sagt, der bisher noch nicht beantwortet wurde

    • Liebe Karla,

      die gute Wirkung von Progesteron dermal ist anfangs bei niedrigen Spiegeln im Gewebe höher, dann ist auch hier weniger = mehr: ich würde genauso wie Ihre Frauenärztin zu einer niedrigeren bis eingeschränkten Therapie in der 2.Zh raten, nachdem Sie ja auch noch regelm. menstruieren. Progesteron regt ganz natürlich die Eierstöcke an, auch wieder vermehrt Östrogene zu bilden und ersetzt nicht nur das fehlende Progesteron. Wahrscheinlich schaffen Sie es jetzt einige Zeit (z.B. meherere Monate) ohne jegliche Progesterontherapie ganz gut, da sich bei Ihnen anscheindend eine ovarielle Überstimulation (Thrombosen) eingestellt hat. Also max. 25-50 mg dermal in der 2.Zh oder einige Zeit ganz aussetzen!

      Mit freundlichen Grüßen

      H. Faust-Albrecht

  • Vanessa sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich habe einen kurzen Zyklus von 24 Tagen. Ab der Menstruation bis zum Eisprung habe ich braunen Ausfluss mit Gewebefetzen. Ich habe das Gefühl, dass die Regelblutung teilweise stagniert und nicht richtig abfließen kann. Nach 3 Tagen tritt ein Stillstand ein und dann folgt eine braune Schmierblutung. Deutet das auf eine Hormonschwäche hin?

    Mit freundlichen Grüßen

    Vanessa

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Vanessa,
      ja, das ist sicher eine Hormonschwäche. Es hängt von Ihrem Alter und der weiteren Anamnese ab, ob und wie Sie am besten behandelt werden. Unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte. Alles Gute!

      • Vanessa sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

        ich bin 39 Jahre alt und habe ein Myom (15 mm). Weitere Diagnosen wurden bislang nicht gestellt. Mein Frauenarzt hat mir Mönchspfeffer empfohlen. Kann das Problem damit behoben.

        Mit freundlichen Grüßen

        Vanessa

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Vanessa,
          15 mm ist ja winzig! Da Mönchspfeffer eine Gelbkörperhormonwirkung hat, ist das eine sehr gute Therapie. Ob das Myom dann verschwindet, ist unklar, denn wir wissen ja nicht, welche weiteren Ursachen eine Rolle spielen. Auf jeden Fall mal das Myomkochbuch ansehen!

          • Vanessa sagt:

            Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

            vielen Dank für Ihre Antworten. Ich hatte eigentlich nur ergänzend etwas zur Ananmese geschrieben. Ich wollte eigentlich erfragen, ob bei der von Ihnen vermuteten Hormonschwäche der Einsatz von Mönchspfeffer ausreichend ist, um die Schmierblutungen nach der Periode zu beenden.
            Bei der Größe ist mir ein Schreibfehler unterlaufen. Das Myom ist 1,5 cm x 1,5 cm groß.

            Mit freundlichen Grüßen

            Vanessa

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Vanessa,
            Sie hatten ganz richtig von 15 mm geschrieben, das habe ich auch so verstanden. Es ist gut möglich, dass es durch Mönchspfeffer zu einer Stabilisierung des Zyklus kommt. Viele Grüße

  • anja sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhard,
    vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen für die vielen Fragen hier.
    Bei mir wurde eine Östrogendominanz/Heilpraktikerin festgestellt. Meine Symptome sind PMS, Akne, depressive Verstimmung, nah am Wasser gebaut und wahrscheinlich eine Histaminintolleranz. Eine hormonelle Verhütung habe ich nie richtig vertragen, da kamen immer nach einiger Zeit diese Symptome. Ich bekam Progesteron Globuli D4. Nun nach 3 Wochen Einnahme merke ich aber, dass mein Benommenheitsgefühl mehr wird und auch die Hitzewallungen und Ängste. Könnte es sein, dass ich die orale Einnahme nicht vertrage und eine Creme mir mehr bekommen würde? Zusätzlich nehme ich Agnus Castus und trinke Frauenmanteltee.
    Vielen Dank!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anja,
      mit den Progesteron Globuli habe ich keine Erfahrung. Wie alt sind Sie denn? Gibt es Hormonwerte? PMS, Akne und Ängste haben auch immer was mit Magnesium-, Zink-, Vitamin-D- und anderen Vitalstoffmängeln zu tun. Agnus castus und Frauenmantel und Prog. Globuli erscheint mir etwas zu viel auf einmal. Alles Gute!

  • Anne sagt:

    Liebe Frau Professor,

    ich habe ein wichtige Frage:
    ich bin 42 Jahre und habe für einen Monat bioidentische Hormone in Kapseln eingenommen. Währenddessen ging es mir nicht gut, ich hatte viel Herzklopfen, Unruhe und immer stärkere Schlafprobleme. Jetzt wurden meine Werte gemessen und mein Estradiol liegt bei 378 und das Progesteron bei 0,63.
    Mein Frauenarzt meint, dass ich die Kapseln sofort absetzen soll und stattdessen Progesteronkapseln einnahmen soll.
    Ich bin mir aber unsicher, ob ich die Uterogest Kapseln nehmen soll oder besser zunächst mit der Progesteroncreme 3% von Lee weitermachen sollte. Was empfehlen Sie? Soll ich lieber 100 mg Kapseln vaginal einfhren oder könnte das die Östrogendominanz weiter verstärken?
    Ich habe übrigens gerade eine Blutung am 22. Tag bekommen. Ab wann dürfte ich bei dem hohen Östrogenspiegel dann cremen oder einführen?
    vor fünf Wochen lag mein Estradiol bei 150.
    Mit dankbaren Grüßen
    Anne

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anne,
      ich weiß nicht, was Sie für Kapseln eingenomen haben, aber offenbar sind da viel zu viele Östrogene drin, lassen Sie die Finger davon! Die 3%Creme ist sicher zu wenig momentan. Wenn Sie jetzt bluten, ist es eine Östrogen-Entzugsblutung. Sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin, ob Sie lieber eine Woche abwarten sollen, ehe Sie die Utrogest nehmen oder sofort. Das hängt auch von dem Untersuchungsbefund bei Ihnen ab, der Gebärmutterschleimhaut usw. Und haben Sie Geduld, eine vernünftige Hormoneinstellung nach diesen Werten ohne Kapseln kann etwas dauern. Alles Gute!

      • Anne sagt:

        liebe Frau Prof. Gerhard,

        ich habe die Rimkuskapseln genommen mit 0,35 Östrogen und 50 Progesteron. Meine Frauenärztin, die nicht die Rimkuskapseln verschrieben hat, will mir Gynokadin und Uterogest 200 mg verschreiben, was ich abgelehnt habe. Ich bin durch Ihre wunderbare Arbeit auf die Idee gekommen, nächste Woche zum ersten Mal die Werte nehmen zu lassen, die Sie empfehlen. Vor allem den SHBG. Könnte das der Grund sein für diese Ö-Explosion? Ich habe richtig Angst, dass ich vielleicht keinerlei Hormonzufuhr vertrage und all das weiter so ertragen muss.

        Sie sind sehr toll, ich wünschte, dass ich in meiner Nähe eine solche Ärztin hätte.

        Viele Grüsse
        Anne

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Anne,
          jeder verträgt Hormone, es kommt nur drauf an, welche und wie hoch dosiert. Vertrauen Sie Ihrer Frauenärztin. Gynokadin und Utrogest sind okay, eventuell aber alles in niedrigerer Konzentration. Das muss wirklich jede Frau ausprobieren. Mit Hormonbestimmungen aus dem Blut kann man die Dosis in der Regel genauer einschätzen. Alles Gute!

  • Lina sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof.Dr. Gerhard,

    Ich habe Sie bereits am 10.08.16 kontaktiert. Und danach mich entschlossen Famenita zu nehmen, die ich von meinem FA verschieben bekam. (2x 1)
    Diese nahm ich jetzt 2 Wochen und jetzt soll ich Pause machen. Nach der Einnahme kann ich sagen , dass ich etwas besser schlafen kann. Mein aufgeblähter Bauch ist zurückgegangen. Dafür bekam ich sehr schnell deutliche cellulite am Bauch und hängende Haut. Ich war immer schön schlank und hatte nie Probleme mit cellulite bis jetzt. Meine Hitzewellen, Schweissausbrüche sind kein bisschen besser und nachts bin ich nach wie vor schweißgebadet. Meine Brust ist sehr hart und rechts schmerzt sie auch sehr. Dazu bekam ich noch Herpers.

    Ich hatte sehr viel Hoffnung in dem Progesteron Präparat. Wollte Sie fragen, woran es liegen kann, dass es bei mir nicht den erwünschten Erfolg bringt.

    Danke für Ihre Mühe .
    Liebe grüße
    Lina

    • Liebe Lina,

      nachdem Progesteron auch die Eierstöcke stimulieren kann, mehr an Östrogen zu bilden und nicht nur immer ausgleicht oder ein Progesterondefizit auffüllt ist es wichtig, mit niedrigen Dosen zu therapieren – Manche Frauen brauchen nur 25-50 mg um wieder ins Lot zu kommen, die 200 – 400 mg sind bei Ihnen wohl zu viel (Famenita gibt es als 100 und 200mg Kapseln). Falls Sie Famenita schlucken, erklärt sich die Oestrogendominanz (Brustspannen, Herpes, weiter Schweißausbrüche) und Cellulite sowieso! – Also: ca. 5 Tage Pause mit Progesteron, dann nur mit ganz niedrigen Dosen transdermal abends wieder beginnen!

      Mit freundlichen Grüßen von

      H. Faust-Albrecht

      • Lina sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Faust Albrecht,

        Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Ihren Rat möchte ich unbedingt befolgen.
        Können Sie mir bitte sagen , wo ich die bioidentische Progesteron Creme kaufen kann ? Wenn ich ein Rezept vom Arzt haben muss, was muss darauf stehen.
        Und wieviel muss ich schmieren, damit ich 25-50 gr Progesteron erreiche.
        Ich will nicht wieder überdosieren wie mit Famenita 100 (2×1).

        Vielen Dank noch mal dafür
        Schöne grüße
        Lina

        • Liebe Lina,

          die 10 % Progesteron-Creme stellt z.B. in München die Rondell-Apotheke her. Sie brauchen hierzu ein ärztliches Rezept. 1 Hub der Creme entspricht 100 mg, d.h. 1/4 bis 1/2 Hub (1 Erbse bis eine Haselnuss) wären dann analog 25-50 mg. Aus den Prog.kapseln kann man ebenfalls transdermales Progesteron gewinnen : Kaps aufstechen, ganzes Ölgemisch ist 100 – 200mg , ein Anteil davon dann auch weniger. Exakter zu dosieren ist die Prog.creme. Leider können nicht alle Apotheken diese Rezeptur herstellen. Es gibt deutliche Unterschiede im Wirkungsgrad aufgrund der galenischen Unterschiede!

          Gute Besserung von H. Faust-Albrecht

  • Danijela sagt:

    Sehr geehrte Fr. Prof. Gerhard,

    vielen Dank zunächst für die viele Arbeit und Zeit, die Sie hier investieren.

    Ich bin 45 Jahre alt, habe aufgrund von Endometriose 2009 die Mirena-Spirale gelegt bekommen, die dann 2014 gezogen wurde. Danach hatte ich weder weitere Endometrioseherde noch eine regelmässige Blutung.

    Im August 2015 waren meine Hormonwerte 186 Östrogen, 0,48 Progesteron, FSH 55. Blutungen kamen dieses Jahr dreimal für je 2-3 Tage vor.

    Seit Juni habe ich massive Probleme mit Herzrasen, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Ängsten. Allerdings nicht durchgängig, sondern dazwischen auch normale Tage – bis auf die Schlafstörungen, die ziehen sich durch die Monate.

    Ich hatte vom 31. August bis gestern die Rimkuskapseln genommen (Progesteron 60, Estradiol 0,25, Vitamin D 1.000). Die ersten drei Tage war nichts festzustellen, dann bekam ich ab dem 10. Zyklustag massive Herzunruhe und Schlafstörungen, die mich teilweise nur noch 2 h pro Nacht schlafen lassen – wobei ich am nächsten Tag hellwach bin.

    Daraufhin habe ich heute keine Kapsel mehr genommen, sondern war bei meiner FA, die mir Famenita 200 mg verschrieben hat.

    Ist das aus Ihrer Sicht das richtige Mittel gegn die genannten Beschwerden? Wäre eine Creme besser? Soll ich die 200 auf einmal nehmen, oder in 2 Dosen teilen (ich habe die 100er Packung bestellt). Würden Sie Östrogen noch ergänzen bei dem hohen Östrogenweet?

    Aufgrund einer intestenalen Kandidose, die mit Mykotika fast zuende therapiert ist, nimmt mein Darm gerade nicht optimal alles auf. Wird das Auswirkungen haben?
    und die Blutwerte waren von August 2016
    PS: Schilddrüsenwerte sind alle ok

    Vielem Dank für Ihre Antworten.

    Herzliche Grüsse

    Danijela

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Danijela,
      Offenbar befinden Sie sich in der Perimenopause. Hat Ihre Ärztin auch einen US der Gebärmutter gemacht? Bei den hohen Östrogenwerten und fehlendem Progesteron, sollten Sie nur Progesteron einnehmen. Famenita 200mg könnte eventuell etwas viel auf einmal sein. Fangen Sie am besten mit 100mg abends an (am besten vaginal) und steigern Sie, wenn das nicht ausreicht. Da Sie ja 10 Tage die Rimkuskapseln mit Östrogen genommen haben, kann es sein, dass Sie zwischendurch Blutungen bekommen, dann eine Woche absetzen. Das weitere Vorgehen mit Ihrer Frauenärztin und den Befunden absprechen. Haben Sie 25OH-Vitamin D messen lassen? Wäre wichtig! Alles Gute!

      • Danijela sagt:

        Liebe Frau Prof. Gerhard,

        vielen Dank für die schnelle Antwort. Ein GB-US wurde ohne jeden negativen Befund gemacht und der Vitamin D-Spiegel war bei 27.

        Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn ich abschließend noch folgende Fragen stellen dürfte:

        1. Meinen Sie dass die massiven Schlafstörungen und das Gefühl des rasenden Herzens (EKG komplett ok) von dem doch relativ geringen Östrogenanteil der Rimkus-Kapseln verstärkt wurden?
        2. Sollte ich mit Rimkus weitermachen?
        3. Woraus besteht das Progesteron von Famenita? Soja oder Yams?
        4. Würde ich die ganze Kapsel dann abends einführen? Wäre der aufgenommene Anteil an Progesteron dann nicht viel höher als oral?
        5. Gibt es etwas was Sie bei Schlafstörungen und vegetativer Unruhe/ Herzpochen noch empfehlen?

        Und danke nochmals für Ihre kompetente und hochengagierte Arbeit. Meine FA ist leider nicht besonders bewandert in Hormonen, insoweit kann ich ihr diese Fragen nicht stellen. Sie kennt weder Progesteroncremes noch Rimkus und die Notwendigkeit einen Progesteronspiegel zu nehmen, sieht sie leider auch nicht. Insoweit bin ich sehr froh, wenn Sie diese Fragen beantworten.

        Mit den besten Wünschen für einen schönenen Spätsommerabend!

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Danijela,
          kenne mich mit Rimkus-Kapseln nicht aus, aber Ihre Symptome könnten damit zusammenhängen. Ob das Progesteron aus Yams oder aus Soja gemacht wird, ist egal, alles wird chemisch hergestellt, nur das Molekül Progesteron sieht genauso aus wie Ihr natürliches Progesteron, deshalb bioidentisch. Sie brauchen unbedingt Magnesium und Ihr Vitamin D ist viel zu niedrig. Frage 4 ja. Am besten suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde in Ihrer Nähe. Alles Gute!

  • Gitta sagt:

    Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    gibt es Erkenntnisse darüber, warum das bioidentische Progesteron (10% Creme über eine Compounding-Apotheke hergestellt) nicht ausreichend aufgenommen wird (hohe Schwankung in den Blutanaysen bestätigen dies). Könnten hier evtl. Mikronährstoffdefizite verantwortlich sein wie z.B. ein nicht ausreichender Vitamin D3-Spiegel?

    Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung hierzu.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Gitta,
      die Aufnahme wird eher nicht so viel schwanken wie der Abbau. Allerdings schwanken die Progesteroncremes in ihrer Zusammensetzung auch sehr stark. Auf jeden Fall wird der Abbau durch die Ernährung und Nahrungsergänzungen beeinflusst. Günstig auf den Progesteronspiegel wirken sich die B-Vitamine, Vitamin D und E und gute Fettsäuren aus. Viele Grüße!

      • Regina sagt:

        Liebe Frau Dr.Faust Albrecht,
        Über eine Freundin, die gute Ergebnisse mit der Therapie erzielt hatte , habe ich mich mit dem Thema der bioidentischen Hormone beschäftigt. Viele der Symptome scheinen auf mich zuzutreffen:polypen und starke Blutungen in der Gebärmutter, Migräne,Zyste in der Brust,seit Beginn der Wechseljahre Depressionen,Konzentrationsprobleme,nicht regelbare Sehschwäche und nächtliche Schlafstörungen durch Panikanfälle.Meine Frage an Sie nun: ist die Therapie für mich anwendbar obwohl ich vor 5 Jshren einen Schlaganfall hatte? Herliche Grüsse Regina

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Regina,
          ein Schlaganfall kann viele Ursachen haben. Theoretisch kann es durchaus möglich sein, dass Sie transdermal bioidentisches Progesteron anwenden können. Das müssen Sie unbedingt genau mit Ihrem Frauenarzt oder Internisten besprechen. Viele Grüße

  • Bine sagt:

    Progesteronanwendung und Herpes …?

    Guten Tag,

    ich möchte anfragen, ob es wohl einen Zusammenhang zwischen Progesteronanwendung und Herpes gibt?

    Seit ca. 1 Jahr nehme ich nun Progesteron … angefangen mit Utrogest, dann ab Januar diesen Jahres 3% Progesteroncreme.

    Vor 3 Wochen habe ich auf 10% Creme „erhöht“ … und dann plötzlich bekam ich Nasenherpes.

    Ich hatte noch nie Herpes und dachte mir, es könnte evtl. am Progesteron liegen.
    Daraufhin habe ich gegoogelt und gelesen, dass einige Frauen vom Progesteron Herpes bekommen haben und dass Hormonschwankungen Herpes auslösen können.

    Deshalb möchte ich Sie als Expertin fragen, ob die Progesteronanwendung Herpes auslösen kann?

    Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bine

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bine,
      Sie haben Recht, dass Hormonschwankungen bei einigen Frauen Herpes auslösen können. Allerdings ist der genaue Mechanismus widersprüchlich. Da er bei menstruierenden Frauen häufig prämenstruell auftritt, nimmt man an, dass er eher mit einem Progesteronmangel zu tun hat. Bei Frauen, die nur Progesteron ergänzen, kann es sein, dass aus Progesteron zu viel Östrogen gebildet wird, was für einen relativen Progesteronmangel verantwortlich wäre. Entscheidender ist aber das Immunsystem, das u.U. durch Progesteron etwas gedämpft wird. Bei Ihnen stellt sich die Frage, ob Sie richtig mit Östrogen und Progesteron eingestellt sind. Auf jeden Fall empfehle ich Ihnen 2-3gr Lysin pro Tag und Vitamin C und Zink. Auf dieser englischen Webseite finden Sie viele Fragen zu Progesteron beantwortet. Alles Gute!

      • Bine sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

        ganz lieben Dank für Ihre Antwort.

        Kurz zu mir:

        Bin 49 Jahre, bekomme noch meine Periode … Zyklus schwankt zwischen 21 und 29 Tagen. Periode ist sehr stark, PMS Symptome ebenso.
        Ich creme seit Anfang des Jahres 3%ige Progesteroncreme,
        die Hormonwerte haben sich aber verringert.

        Meine Blutwerte (Abnahme am 21. Zyklustag)
        18.08.2015
        Östradiol (E2) 91 pg/ml Norm 33,00 – 298,00 pg/ml
        Progesteron 5,46 ng/ml Norm 1,70 – 27,00 ng/ml
        LH 1,3 mIU/ml Norm 1,00 – 11,40 mIU/ml
        FSH 3,5 mIU/ml Norm 1,70 – 7,70 mIU/ml

        21.07.2016 (Blutabnahme 21. Zyklustag)
        Östradiol (E2) 71,4 pg/ml Norm 33,00 – 298,00 pg/ml
        Progesteron 3,87 ng/ml Norm 1,70 – 27,00 ng/ml
        LH 0,9 mIU/ml Norm 1,00 – 11,40 mIU/ml
        FSH 2,22 mIU/ml Norm 1,70 – 7,70 mIU/ml

        Desto mehr Progesteron ich anwende, desto schlechter geht es mir. Extreme Schläfrigkeit/Erschöpfung, null Energie, Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Magen-Darmbeschwerden verschlimmern sich und ich schwitze mehr.

        Ich habe nun auf abends ganz wenig 3% Creme reduziert und will mal schauen, ob es mir damit besser geht.

        Nehme Vitamin D/K2, B-Vitamine, Magnesiumöl und Sole, Vitamin C. Zink nur ab und zu … werde ich dann aber auch wieder nehmen,
        zusätzlich dann noch Lysin.

        Mit besten Grüßen

        Bine

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Bine,
          Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E (verschiedene Tocopherole) wären noch wichtig. Und die Schilddrüsenfunktion abklären!

          • Bine sagt:

            Liebe Frau Dr. Gerhard,

            herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.

            Ich habe Schilddrüsenunterfunktion und werde mit meinem Hausarzt sprechen und hoffe, er ist „offen“ für Ihre Vorschläge.

            Liebe Grüße,

            Bine

  • Maria sagt:

    Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 52 Jahre alt und in die Wechseljahre gerutscht, sprich: mit Symptomen wie Hitzewallungen, sich häufende Blasenentzündungen (davor noch nie gehabt) und einem allgemein angeschlagenen Zustand, Konzentrationsstörungen.

    Meine Hausärztin hat mir nun Gynokadin-Gel in der Tube verschrieben mit der Auflage, es mit einer erbsengroßen Menge täglich auf die Haut zu versuchen und ein wenig auszuprobieren, vielleicht auch mal weglassen und sehen, wie ich damit zurecht komme (und sie hat mir auch den Besuch bei der Gynäkologin empfohlen, um das alles nochmal mit ihr auch zu besprechen).
    Gynokadin hat in dieser kleinen Menge sehr gut gewirkt.
    Nun hat mir die Gyn. noch zusätzlich Progesteron (Utrogest, 2 Kapseln oral) verschrieben, obwohl ich meine Blutungen noch regelmäßig hatte. Sie haben sich lediglich nach der Verwendung von Gynokadin nach hinten verschoben, sind aber dann normal und sehr stark gekommen. Das Utrogest habe ich dann zwar nach Vorgabe eingesetzt, allerdings nur 1 Kapsel vaginal, weil ich gelesen habe, dass vaginal eine viel größere Menge aufgenommen wird und ich auch kein Freund der oralen Einnahme bin.

    Utrogest hat mir überhaupt nicht gut getan. Ich habe unruhig geschlafen, nach 7-tägiger Anwendung haben wieder starke Blutungen eingesetzt, ich verspüre wieder Hitzewallungen (zwar in milderer Form, aber dennoch) und ich fühle mich insgesamt unruhig und angespannt. Ich habe nun auch die Anwendung nach den 7 Tagen unterbrochen, weil ja meine Blutungen so stark eingesetzt haben.

    Ich tendiere nun dazu, weiterhin kein Progesteron anzuwenden, sondern nur Gynokadin in geringen Mengen zu verwenden (plus 2x wöchentlich Oekolp-Zäpfchen vaginal, wg. der Blasenentzündungen, sowie eine kleine Menge Oekolp-Creme täglich in die Slipeinlage verstrichen). Auch möchte ich in halbjährlichem Rhythmus bei der Gynäkologin meine Gebärmutterschleimhaut per Ultraschall untersuchen lassen.

    Ich habe mich mittlerweile durch einiges an Literatur gelesen (gut fand ich „Die Weisheit der Wechseljahre“ von Christiane Northrup) und wenn ich eines verstanden habe, dann dies, dass die Wechseljahre bei jeder Frau total unterschiedlich verlaufen und HET nicht gleich HET ist und sehr individuell angepasst werden muss.
    Das Problem ist, dass die Gynäkologin nicht bereit ist, von der Norm abzuweichen und auf Nachfragen immer nur „das ist die Empfehlung“ wiederholt. Ich bin sehr unsicher geworden.
    Allerdings bin ich durch meine Lektüren auch der Meinung, dass ich einen Östrogenmangel habe und ich denke, dass ich mit Gynokadin in kleinen Mengen erst einmal gut weiterkomme, jedenfalls solange ich meine Blutungen noch regelmäßig habe.

    Was meinen Sie dazu? Und was halten Sie davon, meinen Hormonspiegel einmal in einer endokrinologischen Praxis bestimmen zu lassen, um darüber Gewissheit zu erlangen? Kann man das so genau bestimmen, um bezüglich der weiteren Therapie bessere Entscheidungen zu treffen?

    Vielen Dank im Voraus, dass Sie sich die Zeit nehmen, auf alle Fragen hier so verständnisvoll einzugehen.

    MfG, Maria D.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Maria,
      versuchen Sie es ruhig mit diesen kleinen Dosen von Gynokadin, solange Sie noch normal Ihre Menstruation haben. Die verschriebene Progesterondosis war sicher für Sie zu hoch oder nicht richtig zyklusgerecht eingesetzt. Sollte die Periode schwächer oder unregelmäßig werden, lassen Sie zu Zyklusanfang einen US vom Endometrium machen und/oder nehmen Sie nur in der zweiten Zyklushälfte Progesteron. In Ihrem Fall kann man momentan sicher auf die Hormonbestimmung verzichten, die sowieso nur eine Momentaufnahme wäre. Das wäre erst bei Zyklusveränderungen wichtig. Alles Gute!

      • Maria sagt:

        Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

        herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Das hilft mir sehr weiter.

        MfG, Maria D.

  • Mira sagt:

    Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
    ich bin noch Neuling bzgl. der bioidentischen Hormone, bin gerade dabei mich (wieder) einzulesen, brauche aber unbedingt Unterstützung durch eine Expertin, zumal keine Behandler der Therapeutenliste im Umkreis von 150 km noch Patientinnen annehmen und es für mich schwer realisierbar ist mehrere hundert Kilometer zu fahren.
    Ich habe seit Jahren vielfältige Symptome, immer ein starkes PMS gehabt mit allem, was dazu gehört, jeweils eine sehr schmerzhafte starke Blutung und vor einigen Jahren dann Zyklusschwankungen. Während dieser Zyklusschwankungen hatte ich teils monatelange keine Menstruation, dann wieder 8 Tage am Stück, 3 Tage Pause, dann erneut. Also ein ziemliches Durcheinander. Die letzte Menses war im Januar 2014. Mehr als 1,5 Jahre später bekam ich plötzlich aus dem Nichts eine starke Blutung über 4-5 Tage. Seitdem ist wieder Ruhe.
    Zu den genannten vielfältigen Symptomen gehören Depressionen, Ängste, sehr starke Schlafstörungen, Reizdarm, Fibromyalgie u.a.
    Anfang 2015 ereilte mich dann eine schwere Depression, seither ich Psychopharmaka
    (2 verschiedene Antidepressiva) und Lyrica wg. der Schmerzen nehme. Letzteres bin ich gerade dabei langsam auszuschleichen, zumal ich nicht den Eindruck habe, dass es hilft.
    Zeitlebens sportlich, schlank, normalgewichtig habe ich durch diese Medikamente fast
    30 kg zugenommen. Mittlerweile wurde auch ein Diabetes diagnostiziert. Mein Schilddrüsenwert FT4 ist seit Jahren erniedrigt. Mich zieht es im Moment aber eher zu den weiblichen Hormonen.
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Schilddrüse wieder balanciert, wenn ich Progesteron……einnehme. Zumindest möchte ich es versuchen, jedoch erst Ihren Rat
    abwarten.
    Ich bin 49 Jahre alt, hatte keine Schwangerschaft, Gebärmutter und Eierstöcke sind noch vorhanden.
    Da ich durch die vielfältigen Symptome jedoch sehr belastet bin möchte ich nun einen Hormonversuch starten, insofern Sie dies empfehlen.
    Meine derzeitigen Haupt-Symptome sind: Große Schlappheit/Erschöpfung, Schlafstörungen, kognitive Einschränkungen (Konzentration, Denkvermögen….), heftige Darmprobleme (in dieser ausgeprägten Form aber eindeutig ursächlich durch die Mdk), teils sehr starke Schmerzen mehr oder weniger am ganzen Körper (Muskeln, Gelenke, Schnappsehnen….). Vermutlich laufen auch Entzündungen ab (Sehnen, Muskelnervenenden…). Ich bin jedenfalls mittlerweile ziemlich bewegungseingeschränkt.
    Meine aktellsten (03.08.2016)Blutwerte sind:
    Testosteron: 0,03 ng/ml, FSH: 126 IU/I, LH: 42,3 IU/I, Östradiol: 10,8 pg/ml, Progesteron:
    0,19 ng/ml, FT4: 0,56 ng/dl. Eisenbindungskapazität ist erhöht: 439 µg/dl, ebenso LDL-Cholesterin 201 mg/dl. Außerdem hat sich mittlerweile ein Diabetes hinzugesellt.
    Da ich in der Vergangenheit schon gute Erfolge bei anderen Störungen hatte versuche ich gerade eine Entgiftung und Ernährungsumstellung nach der Trad. Chin. Medizin. Auch deren (energetische) Zusammenhänge zwischen Schilddrüse, Emotionen uvm. ist sehr interessant. ……
    Ich habe daher jetzt noch eine Flasche Lotion mit 3 % Progesteron hier stehen, deren deklarierte Haltbarkeit gerade abläuft.
    Meine Fragen:
    Haben Sie evtl. Kenntnis wie lange man eine Progesteroncreme (ohne Konservierung,
    wird in einer Apotheke (Marktapotheke Rotthalmünster), die sich darauf spezialisiert hat, hergestellt) nutzen kann ?…
    Allerdings plädieren Sie eher für eine 10 %ige Creme wie ich jetzt gesehen habe. Meinen Sie also, dass ich nicht erst mal klein anfangen sollte und dann steigern ? Die 3%ige Creme (insofern sie noch wirkt) könnte ich dann mehrmals täglich anwenden bis ich die ca. 10 % erreicht habe und bei guter Verträglichkeit, wenn sie leer ist dann direkt auf die 10%ige umsteigen. Was meinen Sie ?
    Ist es in meinem Fall angezeigt NUR Progesteron (falls überhaupt) zu nehmen oder auch
    Östradiol etc. ?
    Wäre Gynokadin, weil bioidentisch, hierfür dann ein geeignetes Mittel ?…
    Ich bin soo dankbar für Ihre Unterstützung für uns Frauen und bitte Sie um Nachsicht für die doch etwas lang geratene Ausführung.
    Vielen, vielen Dank für Ihre Bemühungen !
    Liebe Grüße
    Mira

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Mira,
      Gerade wegen Ihrer vielen Symptome und Ihrer Leidensgeschichte kann und will ich Ihnen keine individuellen Empfehlungen geben. Sie haben ja schon einen guten Weg eingeschlagen und sollten die TCM in Ruhe durchführen. Da bei Ihnen viele Hormonsysteme durcheinander sind (auch die Nebenniere gehört dazu), reicht ein bisschen Progesteroncreme (Ihre könnten Sie noch benutzen) sicher nicht aus. Sie brauchen keinen Therapeuten, der auf natürliche Hormone spezialisiert ist, sondern einen, der Sie ganzheitlich behandelt. Vielleicht sind Sie bei der TCM schon richtig: Ernährung, Entgiftung, Darm, Psyche, Bewegung! Gute Besserung! Ich bin sicher, dass Sie das wieder hinbekommen können!

    • Liebe Mira,

      ich bin genau der gleichen Ansicht wie Frau Prof. Gerhard. Mit einer Progesteroncreme alleine ist Ihnen nicht geholfen, auch wenn viele Symptome für eine Osetrogendominanz sprechen (das ergibt sich alleine durch das Übergewicht). Vielleicht überlegen Sie neben Entgiftung und TCM, ob nicht eine kombinierte Weizen- und Milchallergie (Gluten- und Casein) auch für Ihre Darmbeschwerden, den Diabetes und des hohe LDL Schuld sind. Sie können sich im Buch: „Pro Gesundheit, Contra Gluten“ – Die Bedeutung der Gluten- und Vollkornintoleranz in der intregralen Medizin von Dr. Bolland hierzu belesen!

      Viel Erfolg

    • Kathi sagt:

      Wenn diese blutwerte um den 21.zyklustag gemacht wurden ,ist progesteron und estradiol (östro) viel zu wenig.also voll im wechsel drin.übrigens…..diese cremes von dieser marktapotheke kannst du vergessen.die sind auf verdünnter d-potenz,ohne ärztliches privatrezept.da hatte ich auch mal estradiol d4 bestellt.null wirkung.auch blutwerte nicht besser.spare dir das geld.deine werte hatte ich auch noch vor ca.4 monaten mit übelsten symptomen…ganze 2 jahre lang.durch goggel die ganze zeit lang,bin ich auf die naturidentischen crems gestossen.ich lebe wieder.du musst bei der klösterl apotheke auf rezept vom gyn oder hausarzt 10% progesteroncreme bestellen und 1,7mg estradiolcreme.ab 5.zyk.tag bis zur regel früh und abends 1 hub.progesteroncreme frueh und abends 1/2 hub.dann nach 3 monaten bluttest,ob du gut aufgebaut hast und weniger nehmen kannst.übrigens…ich habe hashimoto und progesteron soll sich positiv auswirken,dass man weniger l thyroxin braucht…hat bei mir gar keinen positiven effekt auf schilddrüse.progesteroncreme 3% habe ich von märz bis mai genommen….ohne besserung der blutwerte und auch vom wohlbefinden.erst die 10% hat progesteronwert von 0,1 auf ganze 9 erhöht.bin 47 jahre.vor 2 jahren fing der spuk an.jetzt bin ich froh und wieder mensch.wie gesagt….klösterl apotheke..siehe internet….und viel höher dosieren bei solchem defizit.ps:pille hab ich natürlich vorher abgesetzt.verhütung geht die paar jährchen mit goldspirale hormonfrei

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Kathi,
        freue mich zwar über Ihren Kommentar, aber jede Frau reagiert auf die Hormone anders, besonders in dieser schwierigen Phase um die Menopause herum. Deshalb besser einen Therapeuten suchen, der die Therapie kennt und sie anpassen kann. Viele Grüße

  • Nina sagt:

    Sehr geehrte Fr. Prof. Dr. Gerhard
    Ich befinde mich in der 5. SSW und leide seit 3 Tagen unter massiver Übelkeit. Ich hatte seit meiner letzten SS vor 3 1/2 Jahren eigentlich die Hoffnung, dass sie nicht wieder kommt. Damals hielt sie bis zur Geburt an. :-( Anfang des Jahres habe ich einen Hormontest gemacht der mir eine Östrogendominanz (Östradiol/Progesteron-Quotient 1:22,9 – statt 1:100) bescheinigte. Cortisol, Testosteron und DHEA befanden sich im Normbereich. Mit Verzicht auf Zucker, Weizen, Milchprodukte und einem Übermaß an Essen sowie Integration von grünen Smoothies habe ich jedoch meine Symptome bisher in den Griff bekommen. Jetzt der Schock in der SS: wieder Übelkeit. Ich bin im Internet nun auf der Suche nach Beratern mit Erfahrungen in bioidentischer Hormontherapie noch nicht wirklich fündig geworden. Nach zwei Telefonaten habe ich das Gefühl, dass sie sich vielleicht auch scheuen eine Schwangere zu behandeln…?! Meinen Sie eine Gabe von Progesteron könnte mir gegen die Übelkeit helfen? Ich liege seit 2 Tagen im Bett, das kann ich keine 9 Monate machen. :-(((

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Nina,
      Übelkeit ist ein gutes Zeichen für eine normale Schwangerschaft. Progesteron ist nur hilfreich, wenn Ihr natürlicher Progesteronspiegel zu niedrig ist. Was vor der Schwangerschaft war, sagt gar nichts über die Werte in der Schwangerschaft. Kaufen Sie sich ein SEA-BAND mama Akupressurband für Schwangere 2 St Das hilft sicher! Alles Gute!

  • Lina sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof.Dr. Gerhard,

    ich bin 43 Jahre alt. Habe seit 1,5 Jahren unregelm. Periode ( seit 3 Mon. keine mehr). Seit 1,5 Jahren aufgeblähten Bauch,leichte Hitzewellen,trockene Haut, Müdigkeit,Magenprobleme und verstärkt innere Unruhe(die mir schon allerdings seit Jahren zu schaffen macht). Ich fing an Nachkerzenöl zu nehmen.
    Im März 2016 diagnostizierte meine HA Histaminintoleranz (durch WJ ausgelöst) Habe mit Daosin, cetirizin und Diät innere Unruhe, Magenprobleme und Müdigkeit im Griff. Rest gleich geblieben.
    Vor 7 Wochen bekam ich starke Hitzewellen und heftige Schweissausbrüche. Konnte deswegen tagelang die Wohnung nicht verlassen. Kann auch schlecht schlafen auch schlechter sehen. Schwindellanfälle. Libido=0
    Mein FA machte Hormonstatus:
    Progesteron 0,3 ng/ml, Estradiol 73 pg/ml, Prolaktin 11 ng/ml, FSH 53 mlU/ml , Testosteron 0,3 ng/ml , DHEA -S 1,6 ng/ml , Androstendion 1,7 .
    Daraufhin verschrieb mein FA mir Famenita und gab Rotklee.
    Ich litt 14 Jahre unter PMS. Vor ca. 13 Jahren diagnostizierte meine HA Hashimoto mit UF ( nehme Novothyral 50). Habe seit Jahren fibrozysische Mastopathie beidseitig. Und habe immer sehr gefroren.
    Durch die Recherche über WJ las ich über Progesteronmangel und damit verbundenen Symptome. Deswegen war ich voller Hoffnung als ich das Rezept über Famenita bekam.
    Meine HA , die Hashimoto und HI diagnostizierte, ist total gegen Progesteron Präparate wegen Brustkrebsrisiko mit pos. Progesteron Rezeptor.
    Jetzt bin ich verunsichert,was ich tun soll.
    Kann ich wenigstens Rotklee unbedenklich jahrelang nehmen? Ich möchte auch gegen Osteoporose und trockene Haut vorbeugen.
    Was meinen Sie Frau Doktor? Ihre Meinung ist mir sehr wichtig.

    Ich bitte Sie um eine Antwort und danke für Ihre Mühe.

    Lina

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lina,
      Progesteron ist ein Brustkrebsschutz. Wenn Sie keinen Brustkrebs haben, können Sie auch Rotklee nehmen. Aber Ihr Estradiol ist ja noch sehr gut. Erstmal ausprobieren und dann entscheiden, wie lange die Therapie geht und was sie bringt. Zur Vorbeugung der Osteoporose sind am wichtigsten die säurearme pflanzenbasierte Ernährung, Muskeltraining, guter Vitamin-D-Spiegel, genügend Magnesium. Alles Gute!

      • Lina sagt:

        Liebe Frau Dr. Gerhard,

        danke für Ihre Antwort und dafür, dass Sie sich die Zeit für unsere Fragen als Leserinnen nehmen.
        Ihr Kommentar zum Thema Progesteron hat mir bei der Entscheidung sehr geholfen.
        Ich werde die Famenita nehmen und ich hoffe sehr, dass ich die beschriebenen Beschwerden in Griff bekomme ( und auch vielleicht meine schwere unruhige Beine). Denn das was ich im Zusammenhang mit den WJ und Progesteronmangel gelesen habe, lässt mich vermuten, dass ich den Progesteronmangel schon seit sehr vielen Jahren habe ( PMS, Hashimoto, zystische Mastopathie und die dazugekommenen Symptome).
        Wie lange darf man grundsätzlich Famenita nehmen ? Und darf ich es mit Rotkle kombinieren ?

        Liebe grüße
        Lina

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Lina,
          Gegen das Kombinieren von famenita mit Rotklee spräche nur, dass Sie u.U. eine Östrogendominanz verstärken. Wenn Sie schon Rotklee nehmen, enfach die Kombination ausprobieren. Viele Grüße

  • Bianca sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,
    vielen Dank das Sie sich die Zeit nehmen meine Anfrage zu lesen.

    Am 30.11.15 hatte ich eine periphäre Lungenembolie. Daraufhin wurde bei mir sofort die Pille Vallette abgesetzt. Diese habe ich aber aufgrund meines stark ausgeprägten PCO-Syndroms bekommen.
    Da wir im KH nicht herausbekommen haben woher die Embolie ausgelöst wurde, wurde ich zu einem Genetiklabor überwiesen. Hier wurde ein Gendefekt festgestellt: Prothrombinmutation G20210A. Ich darf aufgrund dessen keine synthetischen Hormone mehr nehmen.
    Bei meiner Heilpraktikerin habe ich einen Hormonspeicheltest gemacht der katastrophal ausgefallen ist. Vom Stand her bin ich mit 34 Jahren in den Wechseljahren. Meine HP gab mir die Information, dass ich evtl. bioidentische Hormone einnehmen könnte.
    Ich habe von ihr ein Rezept für eine Progesteroncreme bekommen. Sie teilte mir zwei Tage später mit, dass ihr das doch zu gefährlich sei wenn ich diese nehmen würde. Aber das wäre meine einzige Hoffnung auf einen normalen Hormonhaushalt,da ich mir 34 Jahren zu jung für Wechseljahre bin, und ich auch schon gut zugenommen haben.
    Können Sie mir sagen ob ich trotz meiner Vorgeschichte bioidentische Hormone nehmen könnte?
    Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.
    VG
    Bianca

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bianca,
      theoretisch dürften Sie bioidentische Hormone nehmen, aber ich sehe nicht, was das bringen soll. Wechseljahre bedeutet ja, dass auch Östrogen fehlt und die Eierstöcke gar nicht mehr arbeiten können. Das bezweifle ich bei Ihnen. Gehen Sie besser mal zu einem Arzt, der sich mit Hormonen auskennt, um eine eindeutige Diagnose stellen zu lassen. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich von der Pille zu erholen. Viele Grüße

  • puppi sagt:

    Hallo,
    ich 36 Jahre hatte letztes Jahr einen Burnout. Seitdem geht es mir schon viel besser, aber ich leide immer noch unter Stimmungsschwankungen und Angst, Schwindel und Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel. Mal geht es mir ein paar Tage super gut und dann wieder schlecht, so das ich mir gar nicht getraue wieder arbeiten zu gehen. Es wurde bei einer Heilpraktikerin eine Östrogendominanz festgestellt, habe estriol und endomeda bekommen. Nach ein paar Wochen wurden meine Symptome stärker und dann habe ich beides wieder abgesetzt. Nun überlege ich, Progesteroncreme mir verschreiben zu lassen, denn ich möchte wieder fit und arbeitsfähig sein. Mit meinen Hormonen habe ich schon immer Probleme, schlecht schwanger geworden und Pille nicht vertragen.
    Was würden Sie mir empfehlen? L
    LG

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Puppi,
      Endomeda kenne ich nicht, Estriol ist sicher nicht sinnvoll. Bei den Beschwerden muss auch an eine Nebennierenrindenschwäche und an die Schilddrüse gedacht werden. Progesteron alleine und dann noch irgendwas verschreiben lassen, geht gar nicht, dazu ist das Hormonsystem viel zu komplex und frau kann mehr kaputt als heilmachen. Wenn dann einen Hormonspezialisten aufsuchen oder einen Arzt für Naturheilkunde, der die URSACHEN dieser Hormonstörungen finden und behandeln kann. Alles Gute!

      • puppi sagt:

        Liebe Frau Gerhard,
        bei mir wurde schon eine Nebennierenschwäche und
        Hypophysenschwäche festgestellt. Dafür bekomme ich Phytocortal N und C. Da aber die genannten Symptome immer wieder auftreten, würde ich eben gern wissen ob es sinnvoll ist, die Östrogendominanz mit Progesteron, natürlich nur unter Aufsicht meiner Heilpraktikerin, auszugleichen.
        Vielen Dank für Ihre Meinung.

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Puppi,
          theoretisch kann man das versuchen, aber das ist etwas ganz anderes als die Mittel, die Sie einnehmen, nämlich homöopathische Komplexmittel. Mit Homöopathie will man die Organe zur Eigenarbeit anregen, mit Hormonen, ganz egal welchen, versucht man, einen Mangel zu ersetzen.

  • Susanne sagt:

    Hallo Frau Dr. Gerhard,

    ich habe Ihnen am 12.Juni meine Frage gestellt. Zwischenzeitlich habe ich noch einmal ein komplettes Blutbild machen lassen und Eigenversuch durchgeführt. Laut dem Blutbild bekomme ich jetzt nicht mehr die 10% Cream sondern Tabletten 120mg Progesteron und Schilddrüsen Tabletten. Hilft mir aber alles nichts. Nehme die Cream/ Tabletten ein und bekomme sofort Haarausfall. Setze sie ab und der Haarausfall wird etwa nach 4 Tagen besser. Kein Apotheker und mein Arzt wissen warum und sagen das kann nicht sein. Die Apothekerin meinte das dass Progesteron den Haarzyklus bei mir vielleicht beschleunigt. Was soll ich tun? Brauch die Cream/ Tabletten weil ich wirklich jede Mangelerscheinung aufweise (außer Haarausfall), wenn ich die Cream/ Tablette hole ist alles besser, aber ich bekomme Haarausfall. Warum? LG Susanne

    • Liebe Susanne,

      das hört sich etwas schwierig an. Aber Progesteron und Schilddrüse wie auch Haarausfall hängen tatsächlich zusammen. Ich bezweifle jedoch genau wie Sie, daß die Dosierung passt. Die orale Gabe von Progesterin ist sicher problematisch. Evtl. brauchen Sie, wenn Sie noch unter 50 Jahren sind, auch nur 1-2 Zyklen zur Anregung der ovariellen Aktivität cyclisch (= in der 2. Zyklushälfte) und sobald sie keine Beschwerden mehr haben (Welche?…) sollten Sie die Progesteroncreme auch nicht mehr einsetzen (es könnte sonst eine Überstimulation stattfinden). Ob die Schilddrüsenhormone stimmen, das Jod oder noch zusätzlich ein Vitamin D- , Eisen- oder Vit-B-Mangel kann ich so nicht beurteilen!

      Also: kein orales Progesteron, keine Therapie von Progesteron aufgrund der Laborwerte, bei östrogendominanten Beschwerden zyklisch wenig Progesteroncreme – bei Sistieren der Beschwerden aufhören!

      Viel Erfolg wünscht

      H. Faust-Albrecht

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    stressbedingt hatte ich (41 Jahre) Progesteron- und Östrogenmangel, der sich aufgrund einer langfristigen Akupunkturbehandlung so gebessert hat, dass ich keine Medikamente mehr benötige.
    Zum Eisprung hin habe ich noch z. T. recht massive Probleme, wie totale Erschöpfung über mehrere Tage und Migräne ebenfalls über 1-2 Tage, so dass ich meiner Arbeit kaum nachgehen kann. Zur Zeit des Eisprungs reagiere ich empfindlich auf Schokolade, Süßes und Alkohol, was ich dann gemieden habe. Wenn ich etwas davon konsumiere, schlafe ich sehr schlecht. Magnesium, Vitamin D3 und Zink nehme ich regelmäßig ein, was mir subjektiv auch schon etwas geholfen hat. Im Urlaub waren die Beschwerden kaum spürbar, weil die berufliche Belastung wegfiel, die ich erst einmal so schnell nicht ändern kann.
    Ein Arzt sagte mir, ich solle zur Linderung im Alltag auf Weizen komplett verzichten, was mir aber sehr, sehr schwer fällt. Wäre es möglich, dass Sie mir kurz sagen, wie Ihre Meinung zum kompletten Verzicht auf Weizen- und ggf. Milchprodukte ist?
    Außerdem wurde mir geraten, am Tag ja eine Kapsel des Produktes Pregnenolon und eine Kapsel DHEA zu nehmen. Ich habe aber Sorge, dass ich dann den Hormonhaushalt wieder durcheinander bringe. Bei Johanniskraut hatte ich den Eindruck, dass mich dies zurückwirft und mein Körper es eigentlich ohne Präparate schaffen kann. Die Probleme zum Eisprung sind nur noch recht massiv.

    Herzlichen Dank!!!
    Barbara

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Barbara,
      da Sie erst 41 sind, wäre ich auch zurückhaltend mit einer erneuten Hormontherapie, die tatsächlich alles wieder durcheinanderbringen könnte. Wenn Sie wirklich gesund werden wollen, kommen Sie um eine konsequente Ernährungsumstellung und Darmbehandlung nicht drumrum. Es muss Ihnen gelingen, die einfachen Kohlenhydrate (Süßes, Limonaden, Alkohol) wegzulassen, denn das sind für Sie die Vitamin- und Magnesiumräuber. Ich würde auch auf Weizen (wurde denn mal geprüft, ob Sie eine Glutenunverträglichkeit haben?) und Milchprodukte verzichten, dann sehen Sie ja selber, wie es Ihnen geht. Bei den Nahrungsergänzungen vermisse ich die B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren. Und ohne gesunden Darm werden Sie langfristig auch nicht weiterkommen. Haben Sie denn Ihren Vitamin-D-Spiegel überprüfen lassen? Denn meistens wird unterdosiert. Auch Homöopathie kann gut unterstützen. Alles Gute!

  • Andi sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Gerhard

    Ich bin 62 Jahre alt und habe die Wechseljahre eigentlich ganz gut überstanden.
    Was mich hingegen sehr stört, ist dass meine Brust extrem gross geworden ist, und es fühlt sich an, wie wenn sie wöchentlich noch grösser würde.
    Jahrelang hatte ich BH Grösse C, dann D und jetzt wird E schon knapp.
    Könnte das ein Progesteron Mangel sein??
    Weitere Indizien dafür wären der immer grösser werdende Bauch voll mit Fettpolstern.
    Ich ernähre mich seit vielen Jahren kalorienarm, gesund und mit viel Gemüse.
    Sport mache ich momentan nicht, da grosser Umzug, doch jahrelang hab ich 2-3 mal wöchentlich Fitnesss gemacht …..und trotzdem immer mehr kilos.
    Zurzeit wiege ich 66 kg bei einer Grösse von 1.64. Früher war ich lange 60 kg, noch früher viele Jahre 55 – 58 kg.
    Ich wäre sehr froh, wenn ich diese „Beschwerden“ mit einer Progesteron Creme oder mit Progesteron Kapseln endlich in den Griff bekommen könnte.
    Ich wäre sehr dankbar für Ihren Ratschlag. Vielen Dank und freundliche Grüsse Andi

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andi,
      die Gewichtszunahme in der Menopause kann viele Ursachen haben: Bewegungsmangel, den Sie schon angesprochen haben, eine Schilddrüsen-Unterfunktion oder eine Nebenniereninsuffizienz (z.B durch Streß, Cortisonspritzen) oder einen Hyperinsulinismus!
      Alleine alles in diesem Alter auf Östrogen-Dominanz und Progesteronmangel zu schieben wäre zu einfach!
      Also: mehr Bewegung, Schilddrüsenstorungen, Nebenniereninsuffizienz und andere hormonelle Ungleichgewichte erst mal ausschließen sowie einen Arzt /Ärztin aufsuchen, die Sie hormonell berät und auch einen Hyperinsulinismus erkennt!
      Mit freundlichen Grüßen von
      H Faust-Albrecht

      • Andrea sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard, bei meiner Rimkus-Therapeutin wurden verschiedene Laborwerte bestimmt ( Hormone, SD, Vitamine, Aminsosäurem etc.). Ergebnis war eine ausgeprägte Östrogendominanz, Eisenmangel und Vit D Mangel. Alle anderen Werte waren unauffällig. Ich habe mit 2 x tgl. 80 mg Progesteron Rimkus-Kapseln begonnen und bin jetzt bei 3 x tgl. 90 mg. Vit D als Tabletten und Eisen als Infusion. Das Progesteron steigt kaum an und ich habe seit Therapiebeginn massivste Wassereinlagerungen und Zunahme des Körperfettanteils. Mein Zyklus, der vorher wie ein Uhrwerk funktionierte, ist ganz durcheinander. Ich bin extrem gereizt und wenig belastbar. Alle Symptome, welche ich vor der Behandlung hatte, haben sich verschlimmert. Soll ich weiter machen und hoffen, dass sich durch langsame Steigerung des Progesteronspiegels irgendwann ein positiver Therapieerfolg einstellt? Andrea

        • Liebe Andrea,

          nach Rimkus werden leider nur Laborwerte therapiert. Die Anamnese, der Gewebespiegel, die individuellen Rezeptoren und der doch meist sehr ungünstige Abbau der Hormone bei oraler Dosierung wird hier nicht berücksichtigt. Ich kenne weder Ihr Alter, Ihre Beschwerden noch Ihre Laborwerte. Bei ansteigend wohl noch östrogendominanteren Beschwerden als vor der Therapie, ist ein Abbau zu Estrogenen (auch Speicherestrogenen = Estron, das von Rimkustherapeuten nicht bestimmt wird…) wahrscheinlich. Also bitte: Vit D und Eisen (ungern als Infusion, wenn oral auch möglich) gern weiternehmen, alles orale Progesteron absetzen, beim Gynäkologen Ultraschall kl. Becken (mit Schall Eierstöcke und Endometrium) + Brust durchführen lassen und ggf. ganz wenig Progesteroncreme oder Progestan-Kaps dermal (nicht mehr als 50 mg anfangs) über 2-3 Wo/Monat vorsichtig nach einer Pause von 1-2 Wochen testen!

          Guten Erfolg von

          H. Faust-Albrecht

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Andrea,
          wenn Ihr Zyklus noch wie ein Uhrwerk funktioniert hat, gehe ich davon aus, dass die Hormonwerte am falschen Tag bestimmt und die falschen Konsequenzen daraus gezogen wurden, wie es häufig bei Speichelmessungen passiert. In Zukunft nur Hormonbestimmungen aus dem Blut und Progesterontherapie nur in der zweiten Zyklushälfte. Alles Übrige hat Ihnen Frau Dr. Faust-Albrecht ja schon geraten. Alles Gute!

  • S. Pfaff sagt:

    Sehr geehrte Fr. Prof. Dr. Gerhard,

    mir wurde vor einigen Monaten bioidentisches Progesteron (Rimkus)aufgrund von Hitzewallungen, Schlafstörungen und Herzrasen verschrieben. Am 21. Zyklustag wurde mir Blut abgenommen. Der Progesteronwert lag bei 0,8 ng/ml, normal sind wohl Werte zwischen 10-30ng/ml. Ich nahm seither durchgehend, also über den gesamten Zyklus, 50mg Progesteron ein. Verbessert haben sich meine Beschwerden dadurch nicht. Nach Absprache mit der Ärztin wurde das Hormon vor der letzten Periode wieder abgesetzt. Jetzt sind 8 Tage seit der letzten Periode vergangen und ich leide nun unter starkem Haarausfall.
    Nun zu meinen Fragen:
    Sollen Frauen vor der Menopause (ich bin 34 Jahre) Progesteron durchgängig einnehmen?
    In welchen Mengen wird Progesteron in aller Regel verabreicht?
    Kann der Haarausfall im Absetzen des Hormons bedingt sein?
    Ich danke Ihnen für Ihre Antwort.
    Herzliche Grüße
    S. Pfaff

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe S. Pfaff,
      mit dem einen Progesteronwert kann man nicht entscheiden, ob die durchgängige Gabe von Progesteron 50 mg für Sie richtig ist. Der Haarausfall kann mit den Hormonveränderungen zusammenhängen. Um zu wissen, was noch bei Ihren Hormonen schief läuft, müsste am 2.-5. Zyklustag Blut für verschiedene Hormone abgenommen werden, denn man fragt sich ja, ob Sie in den zu frühen Wechseljahren sind oder ob Sie eine Schilddrüsenstörung haben oder….Lassen Sie sich bitte von einem Arzt beraten, der sich mit Hormonen auskennt und nicht nach Rimkus arbeitet, dazu sind Sie zu jung! Alles Gute!

      • S. Pfaff sagt:

        Vielen Dank für die rasche Antwort!

        Die Auswirkungen der Rimkuskapseln haben mich mal wieder geerdet und so leichtfertig und unkritisch werde ich mich wohl keinem Arzt mehr anvertrauen.

        Zudem wurde meine Haut während der Einnahme sehr unrein. Kann dies ebenfalls am Progesteron liegen? Wenn ja, haben Sie Erfahrungen wie lange es dauert bis sich dies wieder reguliert? Ich bin bei Tag 15 ohne Progesteron und sehe aus wie andere Geplagte in der Pubertät.

        Mein Hausarzt wird mich jetzt auf HPU testen.

        Auch für Sie die besten Wünsche.

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Frau Pfaff,
          Das kann ein halbes Jahr dauern, bis sich alles wieder eingespielt hat. Bei unreiner Haut sehr hilfreich sind Omega-3-Fettsäuren und Zink. Auch B-Vitamine brauchen Sie, denn die Hormone rauben Vitamine. Und den Vitamin-D-Spiegel kontrollieren lassen. Alles Gute!

  • isa sagt:

    Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 50 Jahre alt und wende auf Rezept meiner FA eine 10% Progesteroncreme an wegen starker Ö-Dominanzsymptome. Ich soll die Creme an 21 Tagen einsetzen und dann 7 Tage pausieren. In dieser Zeit soll dann ähnlich wie bei der Pilleneinnahme die Blutung einsetzen. Nun bin ich mir jedoch unsicher, wie ich verfahren soll, wenn die Blutung dann einsetzt. Muss ich dann von Neuem beginnen zu zählen am 1. Tag der Blutung und dann am Tag 8 wieder cremen ? Oder meinen begonnen Rhytmus einfach einhalten, egal an welchem Tag der Pause die Blutung einsetzt ? Und wie verfahren, wenn die Blutung gar nicht einsetzt, ich nach der 7-tägigen Pause beginne zu cremen und nach einigen Tagen die Blutung dann doch einsetzt ? Ich hoffe, ich konnte einigermaßen verständlich erklären, worum es mir geht. Meine FA ist wegen Urlaub derzeit leider nicht erreichbar. Es wäre sehr nett, wenn Sie mir helfen könnten, damit ich keinen Fehler machen bei der Anwendung und meinen Körper durcheinander bringe. Meine FA ist derzeit leider wegen Urlaub nicht zu erreichen und ich befinde mich gerade in dieser 7 -tägigen Pause (2. Tag). Blutung hat noch nicht eingesetzt. Danke sehr :-)

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Isa,
      einfach bei dem Schema 3 Wochen cremen und 7 Tage Pause bleiben, egal ob Blutung kommt oder nicht. Alles Gute!

      • isa sagt:

        Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

        danke für die schnelle Antwort. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann kann es also auch sein, dass ich während der Blutung Progesteron substituiere ??? (Meine mal gelesen zu haben, dass man dann stoppen soll.) Ich will nur nichts falsch machen. Habe vor Hormonen großen Respekt :-) Zumal ich seit ca. 15 J. keine Hormone mehr genommen habe. Lt. meiner FA soll ich in der 1. Wo 50 mg Wirkstoff, 2. Wo 100 mg und 3 Wo 150 mg cremen. LG Isa

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Isa,
          prinzipiell sollten Sie das Schema durchziehen. Trotzdem bei Besonderheiten Rücksprache mit einem Arzt halten, der Sie kennt!

  • Kay sagt:

    Sehr geehrter Frau Dr. Gerhard,
    Ich bin 48 und habe schon seit ich 20 bin immer wieder mit Haarausfall zu kämpfen. Inzwischen bin ich mir sicher, dass er hormonelle Ursachen hat. Kann das auf Progesteroangel zurückzuführen sein? Der wurde vor ca. 5 Jahren festgestellt. Damals habe ich über einen längeren Zeitraum gynocastus eingenommen und mein Zyklus dauerte wieder 25 Tage. Die Haare wurden auch besser. Nun habe ich wieder massiven Haarausfall (büschelweise), schleckte Haut (Pickel am Kinn) und nach 22-23 Tagen meine Periode. Ich habe eine Progesteroncreme verschrieben bekommen mit 1,5 g Progesteron. Ich sollte 1 Woche nach Beginn der Periode anfangen und die Dosierung immer mehr erhöhen. Das finde ich schwierig bei einer Creme, habe es jetzt aber gemacht. Manchmal wurde mir schlecht in der Nacht (da war die. Dosierung wohl zu hoch?) die Haare gehen immer noch stark aus, die Periode kam nach 23 Tagen. Also keine Besserung.
    Ich habe dazu 3 Fragen:
    Glauben Sie, der Haarausfall kann mit dem Mangel zusammenhängen?
    Haben Sie Tipps für die Dosierung?(es ist ein Drehverschluss)
    Muss ich über einen längeren Zeitraun cremen, bis Besserung eintritt?
    Was könnte ich akut gegen den Haarausfall tun? Der ist wirklich schlimm
    Vielen lieben Dank und herzliche Grüße
    Katinka

    • Liebe Katinka,

      ein Haarausfall hat zumeist drei Hauptursachen:
      1. Eisenmangel, 2. Schilddrüsenfunktionsstörungen, 3. Östrogenmangel bzw. Androgenüberschuß.

      In Ihrem Fall könnte es alles sein. Eine Hyperandrogenämie (zu viele Androgene = männliche Hormone) haben Sie sicher. Dahinter könnte auch ein altersbedingter Progesteronmangel stecken (deswegen die verkürzten Zyklen) – genauso aber auch Eisenmangel wegen der häufigeren Blutungen. Ohne genauere Kenntnis von weiteren Beschwerden, Ultraschall und Hormonergebnissen kann ich leider keine Diagnose treffen. Eine Progesterontherapie könnte zwar helfen, einige Hormone wieder ins Lot zu bringen – Progesteron hat auch eine immunologische Wirkung auf den Haarboden, die meist relativ schnell wieder die Haare wachsen läßt. Was in Ihrer Creme wirklich drin ist, ob sie überhaupt wirkt, wo Sie diese auftragen – ich kann dazu wirklich nichts sagen. Es gibt auch fertige Progesteronkapseln aus der Industrie (s.o), die durchaus auch in niedrigerer Dosierung transdermal (z.B. 25 mg in der 3. Zykluswoche, 50 mg in der 4. Zykluswoche) angewendet werden können. Bitte wenden Sie sich diagnostisch doch wieder an eine(n) versierten Gynäkologen(in) oder endokrinologisch tätige(n) Arzt(in), ggf. auch Dermatologen(-in)…und lassen Sie ein paar Blutwerte bestimmen. Es gibt auch neben der Alopezia diffusa und androgenetica die Alopezia areata mit komplett anderer Ursache!

      Es gibt andererseits auch Haarwässer mit rezeptorbockierenden Substanzen oder Oestrogenen, die auch üblicherweise vom Arzt verordnet werden. Außerdem können Sie doch auch Ihren Therapeuten(-in) fragen, welche Dosierung Sie mit Ihrer Creme-Rezeptur einhalten sollen!?

      Gute Besserung

  • Lilly sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,
    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    nach einer langjährigen Therapie mit der Anti-Baby-Pille (zuerst Diane 35, jetzt Valette – insgesamt seit fast 30 Jahren) gegen das diagnostizierte PCO-Syndrom inkl. Hirsutismus und Akne bin ich durch Recherchen auf die Therapie mit bioidentischen Hormonen gestoßen. Nun habe ich das dringende Bedürfnis, am besten sofort die Einnahme der Pille zu beenden und frage mich, wie die Umstellung auf die Progesteroncreme erfolgen kann. Einfach die Pille absetzen und sofort mit der Creme beginnen? Eine 10%-ige Progesteroncreme habe ich schon bestellt.
    Evtl. wichtige Infos: Hormonwerte kann ich wegen der Pilleneinnahme nicht bestimmen lassen, ich bin 45 Jahre alt und ziemlich schlank (BMI 18,3), nehme Jodthyrox 100 wegen einer Schilddrüsenunterfunktion.

    Einen Arzt, der sich mit bioidentischen Hormonen auskennt und der in absehbarer Zeit einen Termin anbieten kann, konnte ich in meiner Nähe bisher leider nicht ausfindig machen.

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir helfen könnten!

    Herzliche Grüße
    Lilly

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lilly,
      was Sie da auf eigene Faust machen wollen, ist mir zu heroisch! Bei Ihrem niedrigen Gewicht und der Schilddrüsenunterfunktion sind Sie eher ein Östrogenmangeltyp. Einfach nur Progesteron cremen geht schief! Individuelle Therapieempfehlungen darf und kann ich Ihnen per Internet nicht geben. Sie sollten unbedingt weiter nach einem naturheilkundlich arbeitenden Frauenarzt suchen, eventuell unter http://www.natum.de. Alles Gute!

      • Lilly sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr.Gerhard,

        ich danke Ihnen für Ihre klare Antwort und den Verweis auf die Internetseite!

        Herzliche Grüße
        Saskia Luckner

  • Lisl sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
    Ich habe ihre Seite gerade zu verschlungen! Ich bin 27 und seit meinem 18. Lebensjahr im vorzeitigen Wechsel! Ich bekam meine Tage ab 12 bis ich die Pille nahm Valette und ab 16 blieb die Regel aus! Mit 23 wieder die Pille genommen. Bis zu dem Zeitpunkt kam die Regel nie wieder! Mit 27 wollte ich dann doch der Sache auf den Grund gehen! Pille abgesetzt und natürlich kam nix! Werte waren schlecht! Alles andere wurde ausgeschlossen! Kein PCO, Gentest, Krankheiten etc. ewig bin ich gesund bis auf mein Hashi, dass aber gut eingestellt ist! Ich habe Migräne mit Aura und meine FA wollte mir die Pille nicht mehr geben und hat sich mit einem Spezialisten zusammen getan und verschrieb mir Gynokadin und Progestan! Ich bekomme aber ziemlich viele Pickel wieder! Durch die Bella Hexal war das Hautnbild schön! Mein DHT ist mit 600 sehr hoch! Ich möchte dem ganzen aber eine Chance geben und nicht gleich wieder auf die Pille umsteigen! Alle hier möchten ihre Tage nicht mehr haben! Ich schon!!! Da Sie mich auf die Idee gebracht haben nur das Progestan (Ich habe nur Tabletten) zu nehmen, wie kann ich es einnehmen (Rythmus) dass ich wieder meine Tage bekomm und kann es durch die alleinige Einnahme sein, dass sich mein Östrogenwert wieder erholt? Wert: 9,9
    Zudem muss ich erwähnen, dass ich bis auf meine fettige Haut und Pickel, keine Beschwerden habe! Hitzewallungen etc, gibt es nicht! Bin Normalgewichtig bei 1,75 wiege ich fast 80 Kilo

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lisl,
      Bei dem niedrigen Östrogenwert kann das Progestan alleine nicht wirken. Sie brauchen aber unbedingt Östrogen! Wie sind denn Ihre FSH und LH-Werte? Sollten die normal sein, dann könnten Sie langfristig sicher etwas über eine geänderte Ernährung und Lebensstil erreichen. Wenn Sie Hashimoto haben, scheint ja noch mehr bei Ihnen nicht normal zu sein! Sie werden beim Lesen der Artikel gemerkt haben, dass ich lieber nach Ursachen suche als an Symptomen rumzudoktern. Das würde ich Ihnen auch vorschlagen, denn wenn die Gonadotropine normal sind, kann Ihnen sicher ein tüchtiger Arzt für Naturheilkunde helfen. Alles Gute!

  • Pinorot sagt:

    Ich bin 56 Jahre, und habe seid 5 Jahren keine Tage mehr und nehme auch keine Hormone. Ich hatte in diese Zeit immer leichte Hitzewallungen , die mich aber nicht gestört haben. Seid ca 4 Monaten habe ich allerdings noch Schlafstörungen und innere Unruhe dazu bekommen. Ich würde gerne Bioidentische Hormone nehmen, habe allerdings gehört , das man dann wieder seine Tage bekäme Das möchte ich natürlich nicht. Was kann ich tun? Nur Progesteron nehmen. Ich habe meine Gebärmutter noch.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Pinorot,
      sie können kontinuierlich Progesteroncreme schmieren. Müssen Sie aber mit Ihrem Frauenarzt besprechen und sicherheitshalber vorher einen Ultraschall der Gebärmutter machen lassen.

      • Pinorot sagt:

        Und Östrogene muss ich nicht zusätzlich nehmen?
        Bleibt meine Periode auch weg, wenn ich nur Progesteron nehme?

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Pinorot,
          ja, die Periode bleibt dann weg. Aber sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin, ob Sie nicht zusätzlich ein Hormonpflaster nehmen sollten, hängt von Ihren Hormonwerten im Blut und Ihrem Befinden ab. Wenn beides niedrig dosiert ist und kontinuierlich gegeben wird, bekommen Sie normalerweise keine Blutung.

      • Michaela sagt:

        Sehr geehrte Fr. Prof. Dr. Gerhard!
        Betreffend eines Progesteron-Mangels bei Kinderwunsch
        verwende ich nun im 3. Zyklus in der 2. Zyklus-Hälfte
        3%-ige Progesteron-Creme. Höflichst möchte ich Sie
        fragen, ob man bei eventuell positivem Schwangerschafts-Test
        die Creme weiterverwenden soll um einen
        Progesteron-Abfall zu vermeiden!? Wenn ja, wie lange
        darf man die Creme weiter anwenden (Erschöpfung der
        Progesteron-Rezeptoren?)? Im Buch von
        Dr. Michael Platt „Die Hormonrevolution“ finde ich zur Creme-Nutzung bei eventuell eingetretener
        Schwangerschaft leider keine weiterführende Information
        zur Creme-Anwendung!
        Ich danke Ihnen sehr herzlichst für Ihre werte
        Rückantwort! Mit herzlichen Grüssen,
        Michaela

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Michaela,
          3% ige Creme ist sehr niedrig dosiert. Haben Sie darunter mal die Hormonwerte kontrolliert? Unbedingt nach einem Schwangerschaftseintritt weiternehmen (bis etwa 12.-14. SSW), eventuell die Dosis erhöhen, aber Kontrolle der Werte. viel Erfolg!

          • Michaela sagt:

            Vielen herzlichen Dank sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard für Ihre werte Rückantwort! Ich werde also am Zyklustag 28 einen Test machen und sollte er positiv ausfallen, das Progesteron weiter cremen! Ich bekam
            einen neuerlichen Termin leider erst im September
            bei meinem Alternativmediziner, der mich behandelt,
            wegen dem Progesteron-Mangel! Sollte ich jedoch
            schwanger sein, müsste ich zusehen, dass sich
            der Termin vorverlegen lässt! Herzlichen Dank,
            weil Sie raten, man solle Progesteron im Falle einer
            SW unbedingt weiter nehmen – Sie haben mir damit eine
            grosse Unsicherheit genommen! VIELEN DANK!!!

  • Ann-Christin sagt:

    Liebes Frauengesundheitsteam,
    nach Lektüre so vieler Leidensgeschichten habe ich die Hoffnung, dass meine langjährigen Beschwerden (Depression, Schlafend um 4 Uhr, Haut) vielleicht doch nicht nur als Wechseljahresbeschwerden zu ertragen sein müssen.
    Nach einem halben Jahr ohne Periode, setzten vor einigen Wochen plötzlich starke Blutungen ein, die fast 3 Wochen andauerten. Meine Frauenärztin verschrieb mir daraufhin Famenita (abends 2x 100mg Kapsel). Mit der Einnahme fühlte ich mich sozusagen wie neu: leistungsfähig, Spass am Sex, ausgeglichen. Nach 9 Tagen setzte erneut eine Blutung ein, ich habe die Kapseln abgesetzt und kämpfe seitdem mit einer Art Sturzblutung. Bin seitdem wie immer um 4 Uhr wach und möchte eigentlich im Bett bleiben.
    Wie verfahre ich jetzt weiter? Famenita war als einmalige Gabe gedacht und ich habe erst nach der Urlaubszeit einen Termin bei der Ärztin. Wie stoppt man solch starke Blutungen?
    Ich bin 52 Jahre, habe 3 Kinder , pflegebedüftige Eltern und wir sind selbstständig im Lebensmittelbereich. Ich habe meine Beschwerden immer auf die hohe Belastung geschoben.
    Über Hilfe würde ich mich sehr freuen.
    Ann-Christin

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ann-Christin,
      wenn Sie immer noch so eine starke Blutung haben, MÜSSEN Sie einen anderen Frauenarzt aufsuchen. Vielleicht haben Sie Myome, Polypen, zu wenig Östrogen….? In Zukunft vielleicht wirklich Famenita immer vom 16.-25 Zyklustag nehmen. Sprechen Sie das bitte mit Ihrem Frauenarzt ab.

      • Ann-Christin sagt:

        Liebe Frau Dr. Gerhard,
        herzlichen Dank für die prompte Beantwortung.
        Nach 6 Tagen lässt die Blutung allmählich nach, ich habe ein Myom, das aber im letzten Jahr nicht größer geworden ist.
        Könnte ich denn Famenita auch weiter nehmen, wenn meine Periode – wie im vergangenen halben Jahr – wieder aussetzt. Ich hatte ja gehofft, ich wäre durch…
        Viele Grüße
        Ann-Christin

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Ann-Christin,
          Ja, das können Sie gut weiternehmen, aber zunächst noch zyklisch, weil Sie offenbar ja doch noch eigene östrogene Aktivität haben. Also vom 16.-25. Tag oder wenn der normale Zyklus jetzt kürzer war, eventuell schon etwas früher. Viele Grüße!

          • Ann-Christin sagt:

            Liebe Frau Professor Gerhard,
            Ich melde mich heute im Namen meiner Mutter, Jahrgang 1936, die seit 30 Jahren (!) das vom Hausarzt verschriebene Presomen genommen hatte. Auf Anraten einer neuen Ärztin hat sie es abgesetzt und fühlt sich seitdem sehr schlecht (Depression, sehr zittrig).
            Wie wäre ihr Rat?
            Und sind die hormonellen Probleme Vererbung? Ich erkenne so vieles bei mir wieder und habe momentan auch Sorge, in eine Depression zu rutschen.
            Herzliche Grüße
            Ann-Christin

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Ann-Christin,
            es kommt darauf an, welches Presomen Ihre Mutter bekommen hat. Hat sie keine Gebärmutter mehr? Am besten sprechen Sie mit der Frauenärztin, ob sie ihr nicht ein Estradiolpflaster geben will, damit sie sich wieder besser fühlt. Keine Angst vor Vererbung, seien Sie eher froh, dass Ihre Mutter so lange so gut die Presomen vertragen hat, ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Dann scheint ja der Östrogen-Stoffwechsel in Ihrer Familie gut zu sein. Am besten lassen Sie bei sich einfach mal die Hormone bestimmen und informieren Sie sich, wie Sie durch Ihren Lebensstil die Hormone stabil halten können. Alles Gute.

  • Katrin sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 50 Jahre alt und schon ca. 5 Jahre in der Menopause, die Regel blieb von heute auf morgen einfach so weg. Ich habe Hashimoto und schon immer ziemlich Hormonstörungen.
    Meine Frage :
    Östradiol 17,0 ng/l 0,0 – 0,0
    Progesteron 0,20 µg/l 0,00 – 0,0

    das sind meine neuen Werte, ich habe nun Utrogest und Gynogadin bekommen, trau mich aber nicht wirklich, da ich ein schwarzes Melanom hatte vor 2 Jahren. Ist die Gefahr wirklich nicht groß ?

    Könnte ich bei diesen Werten auch nur ein wenig Progesteron schmieren ? oder muss Östradiol unbedingt dabei sein ? Ich habe nächtliche Schweissausbrüche, Schlafstörungen… Wassereinlagerungen in den Füßen und fühl mich doch ziemlich *** in den Wechseljahren ***

    Vielen Dank schon jetzt für eine Antwort !

    Katrin

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Katrin,
      es schadet sicher nicht, wenn Sie erstmal nur Utrogest nehmen. Sie merken ja dann selber, ob das ausreicht. Und wenn nicht, können Sie immernoch Gynokadin zusätzlich schmieren. Wegen des Melanoms müssen Sie sich in diesem Zusammenhang keine Sorgen machen. Bei beiden Präparaten, die Ihnen Ihre Frauenärztin gegeben hat, handelt es sich ja um bioidentische Hormone. Alles Gute!

      • Katrin sagt:

        Vielen lieben Dank !!! das hilft mir sehr weiter !

      • Mira sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Albrecht,

        ich bin irritiert, da Sie oben schreiben, das Östrogen Estradiol in Gynokadin sei ein bioidentisches Hormon.
        Denn seit der Aufklärung über natürliches (bioidentisches) Progesteron, dessen Vorstufe Diosgenin aus der Yamswurzel gelöst und im Labor zu bioidentischem Progesteron umngebaut wird, gibt es eine klare Abgrenzung zwischen eben bioidentisch und synthetisch nachgebaut !

        Ich war immer der Auffassung das Estradiol in Gynokadin gehört zu den synthetischen Hormonen.

        Im folgenden füge ich die Antwort des Herstellers zu Gynokadin an, deren verwaschener mit vielen Worthülsen belegter Inhalt eigentlich besagt, dass es sich letztlich um synthetische Hormone handelt. Für mich geht aus diesem Text nicht hervor, dass es sich um bioidentisches Estradiol analog dem hier beschriebenen bioidentischen Progesteron handelt. Ich wollte keine Dosierempfehlung und dergleichen, sondern lediglich wissen, ob synthetisch und bioidentisch:

        „Gynokadin® (Dosier-)Gel enthält als Wirkstoff 0,6 mg Estradiol je g Gel und ist zur Behandlung von Beschwerden in und nach den Wechseljahren bzw. nach operativer Entfernung der Eierstöcke vorgesehen. Mit der Anwendung von einem Dosishub täglich (entsprechend einer halben Spatelfüllung aus der Tube) werden 1,25 g Gel entsprechend 0,75 mg Estradiol auf die Haut aufgetragen, wovon etwa 5%, das sind 35 µg Estradiol, in den Blutkreislauf gelangen. Die einmal tägliche Anwendung ist empfehlenswert, um gleichmäßige Blutspiegel des Wirkstoffs Estradiol aufrechtzuerhalten. Die empfohlene Tagesdosis sind 2 Hübe Dosiergel bzw. 1 Spatelfüllung aus der Tube.

        Gynokadin® Tabletten enthalten als Wirkstoff 2 mg Estradiolvalerat. Täglich sollten ½ bis 1 Tablette eingenommen werden. Der Fettsäurerest (Valerat) wird bereits bei der Aufnahme im Darm bzw. der ersten Leberpassage abgespalten. Im Körper, auch im Blutserum, ist nur Estradiol als Wirkstoff verfügbar.

        Der bioverfügbare Wirkstoff nach Anwendung von Gynokadin® ist Estradiol. Estradiol ist identisch mit dem bei jüngeren Frauen vor allem in den Eierstöcken gebildeten Östrogen. Estradiol ist das biologisch wichtigste Östrogen der Frau. Insofern ist es vollkommen zutreffend, Estradiol als natur- oder bioidentisches Östrogen zu bezeichnen“.
        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. med. Claus Guenther

        ————–

        Könnten Sie dies bitte aufklären.

        Vielen Dank

        Mira

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Mira,
          Alles, was Sie an Hormonen kaufen, ist synthetisch. Bioidentisch bedeutet, dass das Molekül 100% mit dem übereinstimmt, was der Eierstock selber bilden würde. Da wir nicht auf fremde Eierstöcke zurückgreifen wollen, müssen die bioidentischen Hormone synthetisch hergestellt werden. Demgegenüber würde man das Ethinylestradiol, was in vielen Verhütungspillen ist, als synthetisch bezeichnen. Genug aufgeklärt?

  • Alexandra sagt:

    Sehr geeherte Frau Dr. Gerhard, liebe Frau Faust,

    Ich habe immer wieder Zysten. Momentan mal wieder keine. Bei der gynäkologischen Kontrolluntersuchung stellte sich raus dass die Gebärmutterschleimhaut scheinbar nicht richtig aufgebaut wird.sonst alles in bester Ordnung. Zudem hab ich einen leichten Eisenmangel. Andere Blutwerte im Rahmen der Gesundenuntersuchung normal. Früher hatte ich mehr PMS Symptome, sprich Verstimmung einen Tag vor Menstruation und Schmerzen am 1. Tag. Verdacht auf endometriose klinisch untersucht nicht bestätigt. Momentan ist allerdings das Menstruationsblut meist hellrot, und ich habe alle Symptome die einer Dismenhorröe gleichen…sprich übelste schmerzen, bauch, zug in die Oberschenkel, Harndranggefühl,und Übelkeit vor lauter schmerzen. Wasseransammlung in den Beinen, und immer eher hohen Harndrang mit phasenweiser auftretender Dranginkontinenz. Ohne Schmerzmittel geht gar nichts mehr. Zudem Stimmungsschwankungen, oft weinerlich und immer irgendwie schlapp. Zudem vermute ich aber auch dass ich durch den in den letzten 7 monaten zu hohe Zufuhr an phytoöstrogenen möglicherweise meinen Haushalt durcheinandergebracht habe? Muss aber niczt sein. Meine FA hat mir jetzt ohne Abklärung des Hormonspiegels duphaston 10mg je eine morgends und abends verschreiben einnahme lt Packung. Zudem fehlt mir der sportliche Ausgleich. Tcm inkl. Ausgleich Lebermeridian wäre zu empfehlen zumal meine Arthrose und Schmerzen am Bewegungsapparat allgemeinen höher sind. Wie soll ich bezüglich der Hormongabe vorgehen? Brauch ich die? Ich hab Angst vor Nebenwirkungen und dass alles durcheinander gerät wie bei der Schilddrüse die nie richtig eingestellt war. Die Werte sind jetzt normal, und möchte mich nicht wieder einem psychischen Zustand wie nach der unterleibsop befinden (16 jahre her, seither alles ok bis auf oben beschriebene symptomatik) mittlerweile bin ich 42, 64kg, 1,70 und kinderlos…danke für Ihren Rat. MfG.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Alexandra,
      Duphaston ist einen Versuch wert. Ernährung und Bewegung optimieren, dann brauchen Sie bald keine Tabletten mehr!

  • Andrea sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Faust-Albrecht,
    wir haben bereits ein Kind (2j), bei der SS dieses Kindes haben wir Utrogestan genommen, da der Progesteron Spiegel sehr niedrig war, hierbei habe ich jedoch starke Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Erschüpftsein bis zu 20 SSW gehabt. Nach Absetzten waren die Symptome weg. Bei der zweiten Schwangerschaft haben ich vor kurzem eine Fehlgeburt in der 6 SSW gehabt. Daraufhin haben wir bei der jetzigen 3. SS mit BioIdentischen Progesteron Zäpfchen von KlösterApotheke 2x200mg begonnen. Leider ist es so, dass das Progestern Vaginal fast vollständig ausgelaufen ist, so dass ich eine Blutung in der 6 SSW bekommen habe, daraufhin haben wir sofort wieder Utrogest oral begonnen, mit unangenehmen NW wie starke Müdigkeit, Übelkeit, Erschüpftsein, jedoch war die Blutung am nächsten Tag wieder weg.

    Meine Frage wie kann ich das bioidentische Progestern in der hohen Dosis nehmen (2x200mg), die Zäpfchen fließen ja wieder raus? Oral kommen sofort die Nebenwirkungen. Gibt es andere Möglichkeiten (ich wiege etwa 53 Kg)?.

    Viele Dank
    Liebe Grüße

    Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      die Progesteronkapseln aufstechen und auf den Unterarm schmieren. Wird oft besser vertragen. Alles Gute!

  • Simone sagt:

    Guten Tag,

    ich bin 42 Jahre alt, 1,59 m und wiege 54 kg. Ich nehme seit 2005 keine Pille mehr, rauche seit 15 Jahren nicht mehr. Meine Kinder sind 9 und 5 Jahre alt.

    Seit ein paar Monaten hat sich mein Zyklus verkürzt. Früher immer 28 Tage mit den normalen Beschwerden. Jetzt bin ich bei 23/24 Tagen mit längeren Nachblutungen (oft 10 Tage lang). Meine Brust tut zudem stark weh und ich lagere auch Wasser ein.

    Meine FAin verschrieb mir letzte Woche Progesran Kapseln. 2 Stück abends. Seitdem geht es mir nicht so gut. Ich bin schlapp, meine Haut tut weh. Gestern abend habe ich 2 Kapseln beim Abendessen genommen und 30 Min später wurde mir Schwindelig, mir kamen die Tränen und ich konnte kaum reden. Nachdem ich 1 Std geschlafen hatte war es wieder gut, ausser das ich total ko war. Meine FAin meinte heute, ich soll die Kapseln absetzen, wenn ich meine es kommt davon. Sie hatte leider keine Zeit (telefonisch wg 60 km Entfernung). Bin ratlos. Können Sie mir einen Tipp geben?

    Viele Grüße
    S.N.

    • Simone sagt:

      Ach so, ist es evtö möglich die Kapseln in 2 Dosen zu nehmen? 1 z.B. um 18, 1 um 21 Uhr? Oder ist evtl eine Creme besser?

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Simone,
        einfach ausprobieren. Jeder reagiert anders und Studien dazu gibt es nicht. Was für Sie besser ist, müssen Sie selber herausfinden.

        • Simone sagt:

          Danke schön für Ihre Mühe. Ganz toll, dass Sie uns Frauen so eine unkomplizierte Hilfe geben.

          Bei mir hat sich herausgestellt, dass ich einen Infekt habe, eitrige Bronchitis in Verbindung mit Asthma. Daher wahrscheinlich auch der Schwindel.
          Ich nehme jetzt Antibiotika. Und 2 Kapseln Progestan im Abstand von ca 4 Stunden.

          Herzlichen Dank

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Simone,
      Die Verkürzung des Zyklus hängt wahrscheinlich mit der nachlassenden Produktion von Eierstockhormonen zusammen, ist bei fast allen Frauen so. 2 Kapseln abends sind wahrscheinlich zu viel. Sie können die Kapseln aber aufschneiden und das Öl in den Unterarm einreiben, dann finden Sie sicher rasch die passende Dosis. Alles Gute!

  • Jenny sagt:

    Sehr geehrte Frau Doktor Faust-Albrecht,

    erstmal vielen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement für Alternative Heilmethoden.
    Nach einer Fehlgeburt in der 12 Woche im November 15 wurde bei mir letzte Woche PCO diagnostiziert. Der Laborbefunde sagt: TSH 1.75, Androstendion 2.43, DHEA Sulfat 312,5, Estradiol 87, Progesteron 0.11, Testosteron ges. +0.50, SHBG 96.6, Freier Androgen Index 1.79, 17-OH Progestoren basal 0.83

    Diagnose leichte Hyperandrogenämie und PCO und aufgrund des niedrigen Progesteron keine Ovulation im aktuellen Zyklus. Die Blutabnahme erfolgte am 6. zyklustag.

    Ich bin 31 Jahre ernähre mich biologisch und sehr gesund. Kaum Zucker wenig KOhlenhydrate und bin normalgewichtig. Habe bisher auch meine Periode immer regelmäßig gehabt. In Letzter Zeit eher kurz und dunkles Blut.
    Allerdings war mein Leben in den letzten 9 Monaten von sehr viel Stress im Studium und traurigen Events im persönlichen Leben geprägt.

    Meine FA sagte zu mir ich solle sofort die PIlle einnehmen (Valette) oder bald versuchen wieder schwanger zu werden, da es sonst schwierig werden könnte.
    Ich möchte aber weder die Pille einnehmen noch jetzt sofort wieder schwanger werden.
    Ich überlege zu einer Heilpraktierin zu geben um mich mit bioidentischen Hormonen behandeln zu lassen. Allerdings ist das sehr teuer.
    Ich habe vor 3 Tagen mit der Einnahme von Agnusfemina begonnen.
    Was wäre ihr Vorschlag? Ich möchte mich nicht verrückt machen und mich über alle alternativen Methoden informieren.
    Danke für Ihre Antwort!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Jenny,
      Sie haben Recht, lassen Sie sich nicht verrückt machen. Ist doch logisch, dass am 6.Zyklustag kein Progesteron da ist! Bei regelmäßigem Zyklus gebe ich in Ihrem Fall nicht viel auf bioidentische Hormone, zumal nur wenige das nötige Fingerspitzengefühl haben. Die Idee mit Agnusfemina ist super. Warten Sie mal 3 Monate auf die Wirkung. Und tun Sie was für sich und gegen den Stress! Herzliche Grüße!

      • Jenny sagt:

        Liebe Frau Prof. Dr Gerhard,

        vielen Dank für ihre freundliche Antwort. Denken Sie bei meinen Werten langt Agnusfemina aus? Auch Aufgrund des PCO? Ich vertraue darauf mache mir aber etwas Sorgen, dass es nicht ausreicht und ich eventuell langfristigt dann unfruchtbar bin und mein Periode ganz ausbleibt.

        Liebe Grüße
        Jenny

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Jenny,
          Weniger Sorgen machen! Versäumen können Sie nichts! Viele Grüße

  • Kathi sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    ich bin Hashimoto-Patientin mit gut eingestellter Schilddrüse (150 µg L-Thyroxin), leide an einem Uterus myomatosus (erfolgreiche Myomenukleation vor 2 Jahren) und bin aktuell in der 17. Woche schwanger. Ich nahm seit der 5. Schwangerschaftswoche Progestan in der Dosierung 1×2 frühs und 1×2 abends vaginal aufgrund anfänglicher Schmierblutungen (insgesamt 400 mg täglich).
    Vor einem Jahr hatte ich in der 12. SSW eine Missed Abortion (Kind war retardiert Größe 9 plus 1). Damals habe ich ebenfalls Progestan bekommen (1×2 täglich), sollte aber bei vollendeter 9. Woche absetzen. Die Ursache für die Fehlgeburt konnte nicht geklärt werden.
    In der aktuellen Schwangerschaft entwickelt sich bisher alles gut.
    Ich sollte ab der 14. SSW das Progestan ausschleichen nach dem Schema 1×1 frühs und 1×2 abends für 3 Tage, dann 1×1 frühs und 1×1 abends für 3 Tage usw. (also alle 3 Tage um 1 Kapsel reduzieren). Als ich den 3. Tag nur noch 200 mg am Tag genommen hatte, bekam ich Bauch- und Rückenbeschwerden und habe von mir aus wieder auf 300 mg am Tag hochdosiert. Mein Progesteronwert wurde vor dem Beginn des Ausschleichens leider NIE kontrolliert.
    Bei meinem letzten Gyn-Termin (16 plus 0) bestand ich dann auf die Bestimmung meines Progesteronwertes, er lag bei abgeschlossener 16. SSW bei 37,6 ng/ml unter vaginaler Einnahme von Progestan 1×1 frühs und 1×2 abends.

    Jetzt meine Frage: kann ich bei diesem Wert unter Progestansubstitution wieder mit dem Ausschleichen des Progestans beginnen oder ist der Wert unter Substitution für 16 plus 0 zu niedrig? Wann (bei welcher Progestan-Dosierung) sollte der Progesteronwert beim Ausschleichen erneut kontrolliert werden?

    Vielen Dank und beste Grüße
    Kathi

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kathie,
      zu dieser Schwangerschaftszeit sollte der Mutterkuchen selber genügend Progesteron bilden. Sie können die Durchblutung des Mutterkuchens verbessern, wenn Sie sich regelmäßig zwischendurch hinlegen, Stress reduzieren, Entspannungsübungen machen, eventuell auch Yoga. Progesteronkapseln sollten jetzt nicht mehr nötig sein. Viele Schwangere haben aber einen Magnesiummangel, da hilft Magnesium Oil prima, einfach in den Bauch einreiben! Alles Gute!

    • Liebe Kathi,

      wenn die Bauch- und Rückenschmerzen ohne Progesteron schlechter werden, können Sie auch in der weiteren Schwangerschaft unbedenklich ca. 200 mg Progesteron transdermal (1 Kaps morgens, 1 Kaps abends aufgestochen) über die Bauchdecken einreiben. Es wirkt beruhigend auf die Gebärmutter und die werdende Mutter und hilft Krisensituationen zu verbessern. Gerade bei Uterus myomatosus wird hier gut die Balance gehalten. Der gemessene Wert vom Progesteron ist für die Tragezeit gerade gut und nicht zu hoch. Spätestens 2 Wochen vor dem Termin muss das Progesteron abgesetzt werden, damit das Stillen und die Geburtsplanung passt!

      Viel Erfolg

  • Dani sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
    ich bin wahnsinnig verzweifelt, deshalb traue ich mich mal Ihnen zu schreiben.
    Ich kann seit 2 Jahren nicht Arbeiten und kaum das Haus verlassen, da ich mit einem unerträglichen Schwindel kämpfe. Er ist an 80% der Tage im Monat da. Oft habe ich den Eindruck, dass er auch teilweise mit dem Essen zusammen hängt. Denn ich muss alle 3 h essen. Diabetis wurde aber ausgeschlossen. In der ersten Zyklushälfte gerate ich auch häufig in Unterzucker und muss da schon nach 2,5h essen. Teilweise 6-7 mal täglich. Ich ernähre mich pflanzlich, vollwertig. Also keine kurzkettigen Kohlenhydrate.
    Beim Blutabnehmen am 18. Zyklustag (ich hab 25 Tage Rythmus) wurde folgendes festgestellt:
    Progesteron 5.85 ng/ml
    Östradiol 410 ng/ml
    TSH basal LIA 4.37
    Der Schilddrüsenspezialist hat Unterfunktion ausgeschlossen. Hausarzt ist ratlos.
    Neben dem Schwindel habe ich folgende Symptome:
    Ich spüre meinen Eisprung nicht mehr.
    Am 1. Oder 2. Menstruationstag habe ich sehr starke Schmerzen.
    Kurz vor der Menstruation kann ich schlecht Eiweiß verdauen und habe verstärkt Blähungen.
    Ständige Müdigkeit
    geringe Energie, selbst Hausarbeit geht nicht länger als 1h, ich verbringe die meiste Zeit auf der Couch
    Geringe Stresstoleranz und Reizbarkeit im gesamten Monat.
    Haarausfall
    aus allem hat sich eine Angststörung entwickelt
    Ich habe den Verdacht geäußert, dass ich auch eine Nebennierenschwäche habe, da ich so extrem schwach bin. Der Hausarzt kann damit aber nichts anfangen. Den Schwindel erklärt das auch nicht. Ich fühle mich nicht ernst genommen.
    Können Hormone meinen Schwindel verursachen? An wen kann ich mich wenden? Was kann ich tun? Ich brauche nach 2 Jahren dringend Hilfe.
    Ich danke Ihnen im Vorraus für Ihre wertvolle Zeit.
    Liebe Grüße Dani

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Dani,
      da haben Sie ja zwei Jahre extrem etwas ausgehalten. Hier einige hilfreiche Adressen, die klären sollen, was mit Ihrem Darm los ist, ob Umweltbelastungen vorliegen usw:
      Das internationale Diagnostik- und Therapiezentrum für chronische Erkrankungen
      Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
      Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
      Institut für Mikroökologie
      Alles Gute!

      • Dani sagt:

        Liebe Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
        danke für Ihre schnelle Antwort. Ich bin jetzt allerdings etwas verwirrt. Kann der Darm die Hormone durcheinander bringen? Die Werte waren bei der Blutabnahme ja nicht normal laut Hausarzt. Könnten Sie kurz erläutern, an welchen meiner Symptomen Sie auf den Darm kommen?
        Ich nehme seit 1,5 Monate Enzyme ein. Seitdem hab ich weniger Blähungen.
        Liebe Grüße Dani

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Dani,
          Wenn der Darm gestört ist, was Sie ja bestätigen, immerhin bringen die Enzyme schon etwas Besserung, werden wichtige Nahrungsstoffe nicht richtig aufgenommen, es kommt zu Mangelerscheinungen, die dann Symptome in völlig unterschiedlichen Organ-, Immun- und Hormonsystemen auslösen können (wie bei Ihnen). Alles Gute!

    • Liebe Dani,

      von allen Symptomen und Laborwerten her haben Sie eine Schilddrüsenunterfunktion (evtl. auch Hashimoto) sowie eine Lutealinsuffizienz (zu niedriges Progesteron) und eine Oestrogendominanz (zu viel Estrogen). Das kann schon mal Schwindel, Müdigkeit und die Heißhungerattacken sowie die Stimulierung des Insulin-Haushaltes bewirken. Die Schmerzen zur Menses, der Haarausfall, die Blähungen vor der Menstruation, die Panikattacken und die fehlende Ovulation deuten auch in diese Richtung! Die Schilddrüse ist mit TSH nur minimalistisch untersucht (Sie brauchen noch fT3, fT4, Anti-TPO…), aber das weiß ein versierter Arzt. Die Symptomatik ist bei Ihnen nur so extrem ausgeprägt, daß man zusätzliche Stress- und Umweltfaktoren unbedingt ausschalten muss.

      Bitte zu einem gelisteten Kollegen/-in in unserem Netz gehen! Ihnen hilft bestimmt ganz wenig Progesteroncreme in der 2. Zyklushälfte oder ein Agnus castus Präparat zusammen mit der entsprechenden Therapie für die Schilddrüse. Im Netzwerk finden Sie auch wichtige Informationen zu Hashimoto!

      Viel Erfolg

  • Susanne sagt:

    Hallo Frau Faust-Albrecht, ich nehme seit 3 Monaten Progesteron Creme 10% und habe meine Beschwerden damit im Griff, leider bekomme ich nun die Nebenwirkung Haarausfall. Haarausfall bekam ich schon immer bei allen Pillen Einnahmen, mit denen meine Beschwerden auch besser wurden aber der Haarausfall kam. Außer Diane 35, da habe ich nie Haarausfall bekommen. Seit 12 Jahren nehme ich keine künstlichen Hormone mehr, meine Beschwerden wurden stärker PMS… ich habe Aknus castus eingenommen, was meine Beschwerden wieder besserte aber der Haarausfall hat nach 1.5 Monaten auch begonnen. Kein Arzt sah jemals einen Zusammenhang, aber ich merke das es in Verbindung steht, aber mit was genau. Möchte gerne bei der Progesteron Einnahme bleiben, was kann ich tun. Danke

    • Hallo Susanne,

      hormonell bedingter Haarausfall kann durch reduzierte Östrogene oder durch zu hohe Androgene erfolgen. Wo das Ungleichgewicht bei Ihnen ist, kann ich ohne die restlichen Befunde (Sono, Anamnese, Labor….) nicht beurteilen. Warum Sie überhaupt Progesteroncreme und wie lange und in welcher Dosierung Sie es monatlich nehmen, ist auch nicht bekannt. Vielleicht testen Sie einfach eine niedrigere Dosierung als bisher und machen 1-2 Wochen Pause im Monat, ggf. können Sie auch zusätzlich unter und ohne Therapie mal alle Hormone (FSH, LH, E2, E1, Progesteron, DHEAS, Testosteron, Androstendion, SHBG) testen lassen, um Sicherheit zu gewinnen. Insgesamt sind Ihre Angaben leider zu ungenau, um wirklich helfen und beraten zu können!

      Mit freundlichen Grüßen

  • Lilith sagt:

    Hallo,

    ich möchte auch gerne mal anfragen. Ich bin jetzt 28 Jahre alt. Bekam meine erste Periode mit 13 und (danke Mama) die Pille direkt mit 14.
    Nachdem ich eh schon mit Nebenwirkungen zu kämpfen hatte (Migräne, bis zu 6 Nasennebenhölenentzündungen im Jahr, fehlende Libido…) und meine Mutter an Brustkrebs erkrankte, setzte ich im November 2011, nach 10 Jahren die Pille ab und ließ mir die Gynefix Kupferkette legen.

    Das erste Jahr war anstrengend, von Dauerblutung über 55 Tage Zyklen, starke Brustschwellungen/Schmerzen in der 2. Zyklushälfte und beginnenden Haarwuchs an Oberlippe, Kinn, Brustwarzen und Bauchnabelbereich.

    Allerdings waren die Nebenwirkungen der Pille wie weggeblasen und meine Libido ist förmlich explodiert, sodass sie meinen Partner auch heute noch teilweise überfordert. Ich hatte auch eine leichte Gewichtsabnahme von 3 kg, habe aber 15 kg wieder drauf unregelmäßig was ich esse oder mache, ich hänge bei dem Übergewicht jetzt seit fast 2 Jahren fest.

    Nun aber zu meinem Problem. Seit etwa 9 Monaten ist meine Periode stärker und länger geworden, bin ich extrem Stressanfällig und reizbar. Ich habe ein totales Gefühlchaos, in Sekunden von aggressiv auf zu tode betrübt. Leide immer wieder an Kopfschmerzen, bin depressiv, Müde und Energielos aber unruhig und hatte im letzten Herbst sogar eine Gürtelrose über 5 Wochen und immernoch die Narben davon, weil der vertretende Hausarzt mich erstmal mit Globulis heim schickte und deswegen die Gürtelrose noch weitere 3 Tage wüten könnte, bis ich das richtige Mittel bekam, was die Ausbreitung sofort stoppe. Gefolgt von 4 Wochen Antiepileptika wegen der heftigen Nervenschmerzen.

    Der Frauenarzt bei dem ich war, nahm mich nicht ernst. Meinte ich solle mal Yoga machen und das Haarwachstum hätten viele. Einen Hormonstatus wolle er deswegen nicht machen.

    Oft, wenn ich mal wieder richtig gestresst bin, bekomme ich sogar panische Angst davor wieder die Gürtelrose zu bekommen. Irgendwie muss ich es schaffen runter zu fahren, weiß aber nicht, wo ich ansetzen soll.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lilith,
      Da kann Ihnen nur ein guter Arzt für Naturheilkunde, Homöopathie oder TCM helfen. Ihr gesamtes Immunsystem ist durcheinander, das muss dringend stabilisiert werden, damit Sie nicht wirklich wieder Gürtelrose bekommen. Die starken Blutungen und das Übergewicht sprechen für eine Östrogendominanz, die umweltbedingt sein könnte. Auch da muss man genau nachforschen, was Sie belastet. Viel Glück!

      • Lilith sagt:

        Sehr geehrter Frau Prof. Dr. Gerhard,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe übernächste Woche nun zwei Termine. Dienstags eine Vitalstoffanalyse in einer Apotheke und Donnerstag einen Termin bei Dr. Freischem in Münster (1,5 Std. Anfahrt), der ein eigen angrenzendes Hormonlabor hat.
        Ich hoffe dann geht es bald bergauf. Habe mich gestern fürchterlich mit meinem Partner gezofft, weil ich ihn wegen nichts aus heiterem Himmel zur Schnecke gemacht habe und dann habe ich geheult wie ein Wasserhahn. Es ist einfach furchtbar, wenn man selbst nicht weiß, was einen da gerade zu geritten hat und man sich selbst nicht mehr erkennt.

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Lilith,
          Sie sind sicher auf einem guten Weg! Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie sich ganz schnell besser fühlen werden (und Ihr Partner Geduld hat). Alles Liebe!

  • Simone sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    Ich bin 43 Jahre alt und seit 3 Jahren in den Wechseljahren.
    Seit einiger Zeit nehme ich bioidentische Hormone. Ich hatte die 10 % ige Progesteroncreme, sowie auch schon 100 mg Progesteron Lutschtabletten, die ich von einem Privatarzt verschrieben bekam.
    Zu den jährlichen Kontrolluntersuchungen bei meiner Gynäkologin stoße ich ständig auf Unverständnis. Sie sagt, da ich so zeitig in die Wechseljahre gekommen bin, ist es zwingend notwendig künstliche Hormone und Gestagene einzunehmen. Zum Schutz vor Osteoporose.
    Ich bin nun ziemlich verunsichert. Habe auch schon im Internet gesucht. Hier findet man verschiedene Informationen. Macht es Sinn, auf Grund zu früher Wechseljahre, und aus Angst vor Osteoporose auf die künstlichen Hormone umzusteigen? Oder schützen die bioidentischen genauso?
    Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Simone,
      die bioidentischen Hormone helfen sogar besser als die synthetischen Gestagene. Auch als Schutz vor Osteoporose. Sinnvoll wäre allerdings eine Knochendichtemessung, um festzustellen, mit welcher Knochenstärke Sie in die nächsten Jahre gehen. Außerdem sollten Homronbestimmungen gemacht werden, damit geklärt werden kann, ob die zusätzliche Gabe von bioidentischem Östrogen hilfreich sein könnte (zum Beispiel als Hormonpflaster). Alles Gute!

  • Natalie sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,
    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    ich bin 22 Jahre alt, 159cm groß und wiege 65kg.
    Im Mai 2012 wurde mir ein Hormonstäbchen zur Verhütung implantiert (Implanon NXT).
    Nachdem ich im Sommer 2014 starke Gewichtszunahme und (starke) Schmierblutungen bemerkte, habe ich mir das Stäbchen im Herbst 2014 entfernen lassen und verhüte nun seit Februar 2015 mit der Kupferspirale, da ich meinem Körper keine unnatürlichen Hormone mehr zumuten wollte.

    Nach mittlerweile über einem Jahr nicht-hormoneller Verhütung wurden meine Symptome jedoch nicht besser, sondern teilweise sogar schlimmer:

    – Starkes Schwitzen vor und während meiner Periode tagsüber und nachts. Im gesamten Zyklus auch oft starkes Schwitzen nachts.
    – starke und schmerzhafte Blutungen (Periode ca. 10 Tage lang)
    – Muskel-, Gelenkschmerzen und Rückenprobleme, „Muskelbrennen“ bei minimaler körp. Aktivität und Verschlechterung meines Asthmas
    – Herzrhythmusstörungen und sehr schmerzhaftes Stechen in der Brust (ca. 1x pro Woche für 1-5 min)
    – weiterhin unkontrollierbare Gewichtszunahme (vor allem am Bauch und den Hüften) bei gesunder Ernährung und mind. 2L Wasser am Tag (mein Gewicht vorher: 49 – 52 kg, also mittlerweile +18kg)
    – männlicher Haarwuchs an Gesicht, Hals, Nabel, Schamregion, um die Brustwarzen, Achseln und Oberschenkelinnenseite
    – Reizbarkeit, Nervosität, Depressionen, Konzentration- und Gedächtnisprobleme
    – das Gefühl „alt zu sein“. Ich fühl mich einfach, als wäre ich in den Wechseljahren…

    Im Winter 2015/16 begann ein Ärzte-Marathon mit folgenden vorläufigen Befunden:

    Schilddrüsenwerte:
    TSH: 6,88 µU/ml (0,30 – 4,00)
    FT3: 3,29 pg/ml (2,15 – 4,12)
    FT4: 1,09 ng/dl (0,70 – 1,70)
    keine Auffälligen Auto-AK-Werte und SD-Ultraschall ohne Befund.

    Daraufhin verschrieb man mir (trotz der unauffälligen FT3 und FT4 Werte) Schilddrüsenhormone („Thyrex“…keine Verbesserung der Symptome bemerkbar) und empfahl mir einen Hormonstatus bei meiner Frauenärztin machen zu lassen.
    Ich schilderte ihr meine Beschwerden und äußerte meine Verdacht auf Progesteron-Mangel, ausgelöst durch das Hormonstäbchen Implanon (Gestagene).
    Sie sagte das könne nicht am Stäbchen und Progesteronmangel liegen und überwies mich an ein Labor um (unter anderem) das Testosteron zw. dem 3. und 5. Zyklustag messen zu lassen, aber natürlich nicht Östrogen und Progesteron.

    Diese Befunde stehen noch aus (sollten am Montag abzuholen sein). Aber ich habe das Gefühl meine Zeit verschwendet zu haben, da meine Beschwerden doch nicht am Testosteron allein liegen können (Testosteronüberschuss=männlicher Haarwuchs, Testosteronmangel=Gewichtszunahme. Gewichtszunahme + männlicher Haarwuchs und vieles weitere=???).

    Nun habe ich gehofft Sie könnten mir einen Rat geben. Verstehe ich da etwas falsch? Gibt es einen nachvollziehbaren Grund, warum meine Frauenärztin nur meinen Testosteronspiegel messen lassen will? Sollte ich den Arzt wechseln (ich lebe in Wien und hier gibt es offenbar keine Frauenärzte, die nach Ihren Vorgaben behandeln)?
    Oder haben Sie vielleicht noch andere Vermutungen, die meine Beschwerden erklären könnten?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
    und freundliche Grüße!

    Natalie

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Natalie,
      Sie haben offenbar eine sehr starke Östrogendominanz und u.U. auch eine Störung der Nebennierenrindenfunktion. In Österreich ist mir Prof. Huber bekannt als sehr kompetenter Hormonspezialist. Versuchen Sie mal, über ihn einen Spezialisten in Ihrer Nähe zu finden. Ursache für diese Probleme könnte eine Umweltbelastung sein. Ich weiß nicht, ob es umweltmedizinisch ausgebildete Ärzte bei Ihnen gibt. Es wäre wichtig für Sie, die wirkliche Ursache Ihrer Beschwerden zu finden. Viel Glück!

      • Natalie sagt:

        Danke für die schnelle Antwort und die Ratschläge, ich werde Prof. Huber kontaktieren und hoffen, dass er mir weiterhelfen kann.

        Liebe Grüße
        Natalie

  • Kate sagt:

    Liebe Frau Dr.Gerhard!

    Ich bin etwas durcheinander ob der verschiedenen Infos die ich von verschiedenen Ärzten mittlerweile bekommen habe. Ich bin 45 Jahre, 168cm und 66kg. Ich habe Hashimoto, nehme aber bisher kein Thyroxin. Endokrinologin sagt, das sei bisher nicht nötig.

    TSH 1,21 mIE/l
    FT3 4,30 pmol/l
    FT4 10,90pmol/l
    TPO-AK 485,30 IU/ml
    Anti-TG 2407,00 IU/ml
    TRAK 0,740IU/ml
    TG 0,14 ng/ml
    TAK 441,40 IU/ml

    Gleichzeitig bin ich seit letztem Jahr offensichtlich bereits in den Wechseljahren.

    LH 65,95 U/l
    FSH 84,79 U/l
    Estradiol < 20,00 pg/ml
    Progesteron < 0,1 ng/ml

    Ich habe nun seit ca. 2 Monaten extreme Beschwerden, wache nachts mehrmals mit Herzwummern auf, schwitze, habe Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen – das ganze Programm.

    Meine Frauenärztin vermutet dahinter vor allem das Hashimoto, hat mir aber außerdem PRESOMEN CONTI 0,6mg/2mg empfohlen bzw. verschrieben. Ich bin aber extrem skeptisch, dieses Hormonpräparat einzunehmen, bin außerdem Raucherin und meine Mutter hatte Brustkrebs. Und ich bin etwas ratlos…

    Können Sie mir etwas raten?
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Kate

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kate,
      bei Ihrer Geschichte sind wir als Frauenärzte wirklich etwas hilflos. Sie haben wohl eine Schwermetallbelastung, bei Rauchern häufig, und Ihr Immunsystem ist beeinträchtigt, so dass Sie hohe Schilddrüsenantikörper haben und sehr frühe Wechseljahre. Eigentlich können Sie sich nur selber helfen, indem Sie aufhören zu rauchen, eine Entgiftungskur durchführen, Ihre Ernährung verbessern und sich mehr bewegen. Damit reduzieren Sie Ihre Wechseljahresbeschwerden und das Brustkrebsrisiko. Vielleicht finden Sie einen Naturheilkundearzt, der Sie dabei begleiten kann. Wenn Ihnen das zu schwierig erscheint, könnten Sie mit Ihrer Ärztin über bioidentische Hormone sprechen, z.B. ein Estradiolpflaster, und Progesteron, die nach unserem heutigen Wissensstand kein erhöhtes Risiko für Brustkrebs bedingen und später dann irgendwann SD-HOrmone einnehmen. Bin gespannt, wie Sie sich entscheiden. Alles Gute!

  • Marianne sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    aufgrund zahlreicher Beschwerden möchte meine Frauenärztin einen Hormontest machen. Es sieht momentan nach einem Progesteronmangel aus. Da bei mir in der Familie gehäuft Brustkrebs auftrat, soll ich mir vorab überlegen, ob ich dennoch Progesteron aus der Yamswurzel einnehmen würde. Meine Ärztin möchte am liebsten keine Hormone geben, auch keine pflanzlichen, da sie meint, neueste Studien sind in Bezug auf Bristkrebs (vererbbaren) wohl auch in Hinblick auf Progesteron vorsichtig. Ich bin sehr verunsichert. Fühle mich gar nicht gut und hatte auf das Progesteron gehofft, Brustkrebs möchte ich aber natürlich auch nicht bekommen. Wie ist Ihre Meinung ? Viele Grüße.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Marianne,
      ich hätte keine Bedenken wegen einer Progesteroncreme. In diesem Artikel wird Ihnen von einer Ärztin erklärt, warum sie sogar bei Brustkrebserkrankungen mit Progesteron behandelt. Aber prinzipiell bin ich auch der Meinung, dass Frau mit einer gesunden Ernährung, eventuell Nahrungsergänzungen, Bewegung und Stressmanagement, sowie Präparaten wie Remifemin, Femiloges oder Delima viele Beschwerden auch ohne Hormone in den Griff bekommen kann. Alles Gute!

      • Marianne sagt:

        Liebe Frau Prof. Gerhard, vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung und überhaupt für das Angebot hier schreiben zu können. Ich werden sehen, was die Werte nach der Blutabnahme sagen, ob ich dann mit der Creme beginne oder versuche weiter über die Ernährung und Sport eventuell auch Basenfasten eine Besserung meiner Beschwerden zu erreichen. Herzliche Grüße, Marianne K.

  • Anja M. sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    ich bin auf die Seite mit dem Interview von Frau Dr. med. Hildegard Faust-Albrecht zum Thema Progesteron gestoßen und habe gelesen, dass es auch gegen Polypen hilft. Ich habe einen Endometriumpolypen (kein Stiel-polyp) mit 2cm Durchmesser im Korpus der Gebärmutter, der auch Blutungen verursacht, und möchte unbedingt eine Ausschabung vermeiden. Bestehen bei dieser Größe auch Chancen den Polypen mit Progesteron wegzubekommen?

    Mein FA sagt nein, aber der Bericht hier klingt hoffnungsspendend. Wenn ja, könnten Sie mir die genaue Dosierung nennen? Also vom 14.-28. Zyklustag Progesteron einreiben? Wieviel? Am leichtesten bekäme ich Progesteron-Kapseln von meinem FA in 100mg oder 200mg. Kann ich diese einfach aufschneiden und vom 14.-28. Zyklustag 1x tägl. einreiben?
    Bitte helfen Sie mir. Ich renne von einem FA zum anderen und jeder will nur eine Ausschabung machen. Ich war sogar bei einem FA von der Therapeutenliste, der den Hormon-Workshop besucht hat, aber selbst DER wollte keine Progesteron-Therapie starten! :-(
    Vielen lieben Dank!!!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anja,
      ich verstehe nicht ganz, warum Sie Frau Dr. Faust-Albrecht und mir doppelte Arbeit machen müssen! Sie haben dieselbe mail bereits per Kontaktformular unter anderem Absender eingereicht und beantwortet bekommen. Bedenken Sie in Zukunft bitte, dass wir beide ohne Honorar unsere Freizeit opfern, um die vielen Anfragen zu beantworten und den Leserinnen zu helfen! Alles Gute!

  • Baju sagt:

    Hallo Frau Dr. Gerhard,
    ich bin jetzt 42 und hatte innerhalb von 2 Jahren 3 missed Abortions und eine „normale“ FG in Folge. Nach der letzten FG einen „hormonellen Zusammenbruch“, katastrophale Hormonwerte und laut meiner Frauenärztin angeblich in den verfrühten Wechseljahren. Ich sollte dann synthetisches Östrogen nehmen, habe das aber alles in Frage gestellt und abgelehnt und nach einigen Wochen Behandlung mit Akupunktur und Tee beim TCM-Arzt waren alle Werte wieder im Normbereich. Nun versuche ich seit 1 Jahr vergeblich wieder schwanger zu werden, kämpfe aber fast jeden Monat mit neu auftretenden Follikelzysten und Mastodynie als Dauerzustand, oft habe ich auch verkürzte Zyklen. Die Hormospezialisten Im KiWU-Zentrum, zu dem ich jetzt hingehe können mir auch nicht wirklich weiterhelfen, habe ich den Eindruck.
    Ich habe mir jetzt vor lauter Verzweiflung vor einigen Wochen auf eigene Faust Agnus Castus „selbst verschrieben“ und überlege, es zusätzlich noch mit einer Progesteroncreme zu versuchen. Was sagen Sie dazu, was sollte ich tun und gibt es in Berlin irgendjemanden der mir helfen kann? Bin jetzt schon in der dritten KiWu-Klinik. Alle relevanten Untersuchungen wegen der FGen wurden schon gemacht.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Baju,
      unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte. Warum machen Sie nicht einfach mit TCM und chinesischen Kräutern weiter? Agnus castus ist schon mal prima. Sie könnten versuchen, zusätzlich in der zweiten Zyklushälfte für eine Woche 25mg Progesteron, für eine weitere Woche 50mg Progesteron abends auf den Unterarmen aufzutragen. Wenn Ihre Frauenärztin die bioidentische 10% Progesteroncreme nicht kennt, können Sie auch die 100mg Progesteronkapseln aufstechen und das Öl benutzen. In einem kleinen Eierbecher entsprechend mit Öl verdünnen. Viel Glück!

      • Baju sagt:

        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Ich bin zwar sehr zufrieden, daß ich vor 1 Jahr mithilfe der TCM die angeblichen „Verfrühten Wechseljahre“ abwenden konnte, aber nach einem 3/4 Jahr bin ich immer noch nicht wieder schwanger geworden und es ist mir auf Dauer auch viel zu teuer gewesen, habe also damit vor einigen Monaten mit der TCM damit aufgehört da alle Werte ja inzwischen auch normal waren. Normalerweise dauert eine TCM -Therapie auch max. einige Monate und sollte keine Dauertherapie über Jahre sein.

        Nun bricht aber hormonell wieder bei mir das völlige „Chaos“ aus, habe ich den Eindruck aber ich möchte auch ohne das teure TCM die Hormone wieder ins Lot bekommen ohne jeden Monat neue Follikelzysten zu bekommen.

        Ich soll jetzt, habe ich erfahren, verordnet vom KiWuzentrum (wie schon vor 2 Monaten) 14 Tage lang Duphaston nehmen, da die inzwischen neu entstandenen Zysten wieder mal sehr hartnäckig sind und danach wird eine Zyklusbeobachtung, mit eventuellen Spritzen um den Eisprung auszulösen, gemacht. Außerdem ist durch die Zysten mein Östrogenspiegel viel zu hoch.
        Kann ich trotz Duphaston und eventueller Spritzen die ich bekommen würde um den Eisprung auszulösen trotzdem das Agnus Castus weiternehmen und die von Ihnen empfohlene Eigentherapie mit dem Progersterongel machen oder wäre es kontraproduktiv? LG Baju

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Baju,
          Wenn Sie Duphaston nehmen, ist Progesteroncreme überflüssig. Auch Agnus castus müssen Sie dann nicht nehmen, da eine Anregung der körpereigenen Reparaturmechanismen unter hormoneller Therapie nicht möglich ist. Ich wünsche Ihnen viel Glück!!

  • dean sagt:

    guten morgen
    gestern erhielt ich von meinem arzt <gynokadin< und <utrogest< ersagte mir, ich solle beides am abend nehmen. sie schreiben östrogen transdermal am morgen und progesteron am morgen wenig und dann am abend etwa 1 kapsel. was ist richtig?

    lg dean

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe dean,
      beides ist möglich. Ihr Arzt wird einen Grund haben, dass Sie beides am Abend verwenden sollen. Fragen Sie ihn! Viele Grüße

  • Julia sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
    ich finde Ihre Kommentare und Empfehlungen sehr hilfreich, denn oft ist man bei diesem sehr sensiblen Thema, nicht zuletzt aufgrund doch kontroversen Studienergebnisse verunsichert.
    Auch ich habe ein Anliegen und hoffe, Sie können mir einen Rat geben.
    Ich befinde mich seit ca 2 Jahren in der Menopause und leide seit dieser Zeit an Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen. In den letzten 2 Monaten ist es so extrem, dass ich kaum zu Schlaf komme und am Tag unter Konzentrationsmangel, Müdigkeit und stark reduzierte Belastbarkeit leide.Ich versuche mit Sport, gesunder Ernährung den Beschwerden entgegen zu wirken, bisher aber ohne Erfolg.
    Ich habe eine Zeitlang Progestan Kps und Gynokardin Gel verwendet. Das hat zwar zu Besserung der Beschwerden, aber auch zu sehr schmerzhaften Brustspannung geführt. Nun wurde bei mir ein V.a. Myom der Scheidenhinterwand diagnostiziert. Ende Juni würde die Sache genau abgeklärt.
    Seit 2 Wochen nehme ich wegen der Schlafprobleme Melatonin. Darunter kann ich zwar gut einschlafen, wache aber nach 2 Stunden aufgrund der Hitzewallungen auf und kann nicht wieder einschlafen. Ich bin total verunsichert und weiß nicht ob ich wieder mit Hormonen beginnen soll und wenn ja in welcher Dosierung? Gibt es vielleicht auch alternative Methoden?

    Ich wäre Ihnen für eine Antwort sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Julia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Julia,
      Wenn Sie Brustspannen hatten und sich jetzt ein Myom entwickelt hat, dann war die Östrogendosis zu hoch und Progestan zu niedrig. Sowohl mit Pflanzen als auch mit Homöopathie können Sie eventuell gegensteuern.Auch Granatapfelsamenöl verringert Hitzewallungen. Einfach mal ausprobieren.

    • Julia sagt:

      Liebe Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
      vielen Dank für Ihr Rat. Ich werde es ausprobieren.

      Liebe Grüße
      Julia

  • Laura sagt:

    Guten Tag,

    ich bin 19 Jahre alt und leide seit dem Absetzen der Pille Anfang November unter diversen PMS Beschwerden wie Hitzewallungen, Kopfschmerzen, innere Unruhe/Nervosität, hoher Puls, depressive Verstimmungen, Stimmungs- und Gefühlsschwankungen, extrem starken Regelschmerzen und so weiter… 3 Monate nach dem Absetzen habe ich einen Hormontest beim Frauenarzt machen lassen.
    Meine Werte in der 2. Zyklushälfte:

    DHEA-Sulfat: 392µg/dl (Normwert: 80,0 – 340µg/dl)
    Oestradiol (E2): 128pg/ml (Normwert Lutealphase: >80,0 pg/ml)
    Progesteron: 1,99ng/ml (Normwert frühe Lutealphase: >2,00ng/ml)
    Prolaktin: 12,9ng/ml (Normwert nicht schwanger: 2,80 – 29,2ng/ml)
    LH: 8,97U/l (Normwert Lutealphase: <8,00U/l)
    FSH: 6,94U/l (Normwert Lutealphase: 2,00 – 8,00U/l)
    Testosteron: 84,8ng/dl (Normwert: 14,0 – 76,0)
    Sex.Horm.Bind.Glob.: 143nmol/l (Normwert: 26,1 – 110nmol/l)
    Verhältnis Progesteron-Oestradiol: 15:1

    Die Frauenärztin meinte jedoch man müsste dies nicht behandeln und daraufhin war ich bei einer Heilpraktikerin, die mir Progesteron D6 Globuli verschrieb, die ich vom 14. bis 25 Zyklustag nehmen soll (Habe einen relativ regelmässigen Zyklus von 25 Tagen). Jedoch habe ich das Gefühl, dass diese nicht so gut helfen. Wäre es vielleicht sinnvoll einen Arzt aufzusuchen, der mir Progesteron Creme verschreibt?

    Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort!

    Liebe Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Laura,
      nach dem Absetzen der Pille müssen Sie Ihrem Körper Zeit geben! Mönchspfeffer kann ihn dabei unterstützen, z.B. Agnucaston oder Femicur N.
      Wichtig:
      nicht irgendein Produkt im Supermarkt kaufen,
      während des ganzen Zyklus nehmen,
      mindestens 3 Monate nehmen,
      zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel mit B-Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren.
      Und gesunde vollwertige Biokost essen. Dann ist in 3 Monaten alles wieder gut!!!! Viele Grüße!

  • Ramona sagt:

    Guten Tag Frau Dr. Faust Albrecht,

    ich bin wohl am Anfang der Wechseljahre (45Jahre), habe sehr starke und lange Blutungen, selten Eisprünge – lt. temperaturmessung, Hitzewallungen etc.
    Ich soll laut meiner Frauenärztin natürliches Progesteron nehmen (jedoch oral oder vaginal). Ich möchte es wegen immer wiederkehrenden bakteriellen Entzündungen dermal nehmen, damit ich parallel Milchsäure zuführen kann.
    Meine Fragen:

    -wird über die Haut die gleiche Menge Progesteron aufgenommen wie über die
    Schleimhaut?

    -habe in einem Buch gelesen, das Progesteron aus den Uterogest Kapseln über die Haut schlecht aufgenommen wird bzw. nur wenn man es mit ein paar Tropfen Olivenöl mischt?

    -kann man in einem Zyklus auch wechseln zwischen vaginal und dermal?

    -bei meinen Beschwerden (s.oben) 1 Kapsel oder reicht eine Halbe?

    -besser aufteilen auf morgens eine Halbe und abends eine Halbe?

    Ich finde es sehr nett wieviele Fragen in diesem Forum beantworten!!
    Vielen lieben Dank dafür!!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ramona

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ramona,
      danke für das Lob, aber so viele Fragen können wir wirklich nicht beantworten, da jede Haut, jede Frau anders reagiert. Und dann hängt es noch von den Hormonwerten und zusätzlichen Symptomen ab, ob die Gabe über die Haut oder Schleimhaut oder oral das beste ist. In einem Zyklus hin- und her wechseln ist schlecht, schließlich will Frau ja ein einigermaßen ausgeglichenes Hormonprofil erreichen. Da Sie erst am Anfang der Wechseljahre sind und einen guten Schutz für die Gebärmutterschleimhaut brauchen, sollten Sie ruhig auf Ihre Frauenärztin hören und das Progesteron oral einnehmen (wenn vaginal nicht erwünscht ist). Viel Glück!

      • Ramona sagt:

        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Es hört sich so an, als ob nur die orale Einnahme sich positiv auf die Gebärmutterschleimhaut auswirkt?
        Mein Progesteronwert lag bei der letzten Blutabnahme bei <0,2ng/ml.
        Es war der 17. Zyklustag (allerdings bei einem zyklus ohne Eisprung)
        Der Östradiolwert lag bei 219 pg/ml. Können Sie dazu etwas sagen?
        Ich weiß, eine Ferndiagnose ist schwer. Aber ich wohne im Ruhrgebiet, sonst würde ich so gerne zu Ihnen kommen.
        Liebe Grüsse, Ramona

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Ramona,
          dazu kann ich nur sagen, dass Sie sicher noch keinen Eisprung hatten. Sollte er nicht eintreten, ist Ihr Östrogen so hoch, dass die Schleimhaut in der Gebärmutter auf- aber nicht umgebaut wird. Deshalb brauchen Sie genügend Progesteron, sonst drohen zu starke Blutungen. Da ich keine Praxis mehr habe, kann auch niemand zu mir kommen, aber ich bin sicher, dass es auch im Ruhrgebiet Ärzte gibt, die sich mit Hormonen auskennen. Alles Gute!

          • Ramona sagt:

            Vielen Dank. Eine letzte Frage noch:
            Macht es Sinn wenn die Zyklen jetzt oft keinen Eisprung mehr haben, auf eine durchgehende vaginale Progesteronbehandlung umzusteigen? (Nur eine Pause während der Periode?) oder ist dann eine Kapsel zuviel?
            Meine Frauenärztin hat es mir überlassen. Sie meint man könne mit dem Progesteron „experimentieren“.
            Liebe Grüsse
            Ramona

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Ramona,
            Ihre Frauenärztin hat Recht, man muss experimentieren, das ist ja das Schöne bei Progesteron, dass frau selber herausfinden kann, ob die Dosis zu hoch oder zu niedrig ist, was sich dann an den Symptomen zeigt. Viele Grüße!

  • Anne sagt:

    Hallo ich hoffe sie können mir helfen. Also ich bin 25, vor einen Monat wurde bei mir pco diagnostiziert. Ich habe seit ich die Pille abgesetzt habe keine regel bekommen. Ich habe zuviel testosteron und habe ab und zu „nur“ braunen ausfluss. Ich bin 1.65cm groß und wiege 54 Kili also auch nicht ÜbergewichTiger oder so. Zur Zeit nehme ich clavella, Vitamin D. Es besteht auch großer kinderwunsch. Wie würden Sie vorgehen? Würde progesteron Creme was bringen?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anne,
      nicht alles überstürzen! Progesterontherapie bringt in Ihrem Fall momentan gar nichts, denn erstmal müsste ein Eisprung erfolgen. Erstmal die Clavella-Wirkung abwarten. Viel Glück!

  • Silvana sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht,

    ich bin 39 Jahre alt und Mutter eines 13 jährigen, bin schlank und ernähre mich gesund.

    Da ich jetzt in Tirol lebe bin ich zu meiner vorherigen Homöopathie Ärztin nach München gefahren.
    Da ich jetzt schon unter Hitzewallungen, Nervosität, Aggressivität, Anspannungen, Wasseransammlungen und leichte Depressionen leide.
    Da ich leider nicht in Deutschland mehr versichert bin und in Tirol ´(Dorf) sich keiner auskennt…
    Meine Frage:
    Sie hat mir bioidentisches Progesteron 200 Kapseln verschrieben, aus der Klösterl Apotheke, die nehme ich jetzt jeden Abend ein, außer in der Perioden-Zeit!
    Mir ging es gut 2-3 Wochen, Gelassenheit meine Familie konnte wieder mit mir :-), Nun merke ich meine Gereiztheit kommt schneller wieder und diese Nervosität mit Hitzewallungen…

    Muss ich mehr Progesteron nehmen?

    Auf was soll ich mich testen lassen hier in Tirol, auch wenn sich der Allgemeinarzt nicht auskennt?

    Oder liegt es an meiner Periodenzeit, weil im Grunde war ich so erleichtert mit der Einnahme von Progesteron?

    Würde mich über ein Rat freuen, vielen Dank im voraus.
    Silvana

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Silvana,
      heißt das, dass Sie drei Wochen lang jeden Abend 200mg Progesteron schlucken? Oder ist noch was anderes in der Kapsel? Denn jede Apotheke hat ihre eigenen Rezepturen. Kommt die Periode denn von alleine oder erst, wenn Sie das Progesteron abgesetzt haben? Sie sehen, aus der Ferne, ohne Sie zu kennen, ist es schwierig, den richtigen Rat zu geben. Am besten telefonieren Sie mit der Ärztin, die Ihnen das Progesteron verschrieben hat. Alles Gute!

      • Silvana sagt:

        Guten Morgen Frau Prof. Dr. Gerhard,

        1 Kapsel enthält
        Progesteron 100 mg
        Reisstärke(Füllstoff), gefällte Kieselsäure ca. 0,5%.

        Periode kommt von alleine, die Apothekerin meinte bei der Periode nicht einnehmen!?

        Die Ärztin kann ich leider so nicht erreichen, und nach München komme ich die nächste Zeit erstmal nicht.

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Sivana,
          mir ist trotzdem Ihr Einnahmeschema nicht klar. Wenn die Periode unter Progesteron 100 von alleine kommt, bilden Sie offenbar noch genügend eigenes Progesteron. Wenden Sie sich mal an einen Arzt für Naturheilkunde, die Progesterontherapie scheint für Sie in dieser Situation nicht das Optimale zu sein. Ich kann dazu weiter nichts sagen.

  • Anja sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhard,

    vielleicht können Sie mir aus Ihrer jahrelangen Erfahrung sagen, was passiert ist.
    Ich habe im vergangenen Herbst aufgrund vom Östrogendominanz-Beschwerden (PMS, Migräne etc.) einen Hormontest gemacht (Östrogene, Progeseron ok, Verhältnis zu niedrig, Estriolmangel, Testosteron obere Grenze)und daraufhin hat mir meine FA Progesteroncreme verschrieben. Diese habe ich über mehrere Monate angewendet. Leider mit wenig Erfolg. Weder hat sich meine SD-Unterfunktion verbessert noch meine Migräne. Bei letzterer ist es nun so, dass sich der Zeitpunkt und die Häufigkeit der Anfälle geändert hat. Ich habe nun pro Monat an die 5 Anfälle – vor und während der Menstruation und kurz vor und nach dem Eisprung (diesen Monat zB. Tag 2, Tag 12, Tag 14 und Tag 15 des Zyklusses). Bei Migräne um die Menstruation herum meine ich mich zu erinnern, dass dort eher von einem Mangel an Östrogenen gesprochen wird. Früher hatte ich die Migräne eher ein paar Tage nach dem Eisprung und max. 1 bis 2 mal im Monat. Sonstiges Symptome sind auch bestehen geblieben. Ein Fall von verschlimmbessert….?!? Haben Sie eine Idee oder Empfehlung? Neuerliche Testergebnisse stehen leider noch aus.

    Vielen Dank!
    Anja (40 J.)

    • Liebe Anja,

      ohne zyklusgerechte Laborwerte, körperliche Untersuchung und Ultraschallbefund kann man leider nur spekulieren, was die Ursache der möglichen zusätzlichen „Oestrogendominanz“ mit Migräne und Schilddrüsenunterfunktion ist. Mit der unklaren Dosis an Progesteroncreme kann eine Unterdosierung oder eine Überstimuation resultieren – auf alle Fälle passt die Therapie so nicht. Die Schilddrüsen-„Unterfunktion“ könnte auch eine Hashimoto-Thyreoiditis sein (s. Artikel im Netzwerk); die Basis jeglicher Zellfunktion ist neben vielem Anderen auch die gute Einstellung bzgl. Vitamin D (25-OH). Hierzu gibt es keine Angaben. Sie geben auch nicht an, wie die Hormontestung auf ein ungünstiges Verhältnis der Hormone bei unauffälligen Einzelwerten kommt!? Leider ist hiebei nur als Beratung möglich, daß die Progesterontherapie hier entweder überhaupt nicht passt oder von der Dosierung (zuviel oder zu wenig) ungünstig ist!

      Mit lieben Grüßen von

      H. Faust-Albrecht

      • Anja sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

        vielen lieben Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich hatte meine Anfrage leider etwas pauschal gehalten. Kurz noch zur Erläuterung:
        Diagnose Hashimoto Thyreoditis seit Herbst 2014- derzeit noch untherapiert,da ich das Ganze ursächlich angehen wollte und die Ärztin die Werte lange Zeit noch akzeptabel fand (die Hormone liegen aber griffbereit)
        aktuell: TSH 1,69 ft3 bei 25 %, ft4 bei 41 %
        Hormone im Speichel vom Herbst
        Testosteron 47,99 pg/ml (grenzwertig hoch)
        Progesteron 327 pg/ml (normal)
        Estradiol 7,42 pg/ml (normal)
        Estriol 1,44 pg/ml (erniedrigt)
        Aussage Labor Verhältnis <80 (44,07) daher: Estrogendominanz
        aktuelle Werte sind lt. Labor seit heute in der Post
        weiteres:
        Selen: 103 Mikrogramm/l bei Referenz 85-147
        25-OH: 28,9 Mikrogramm/l (Referenz 20-50)
        wird immer wieder versucht aufzusättigen, jedoch schwierig, da Magnesiummangel, der sich auch als schwierig aufzusättigen erweist.
        Ultraschall Unterleib iO (keine Endo etc.), Ultraschall Brust in Kontrolle wegen Zysten

        Therapie Progesteroncreme 3%ig Tag 14 bis Regelbeginn 1 cm Strang

        Positive Auswirkungen auf die Schilddrüsenfunktion/Migräne habe ich mir von dem Ausbalancieren der weibl. Hormone/der Progesterontherapie erhofft. Vielleicht ist es aber genau andersherum…ich suche weiter nach des Pudels Kern. Alle Werte sind nicht gut, aber auch nicht so schlecht, so dass sich kein Arzt wirklich festlegen bzw. näher hinsehen möchte. Ich hatte diesbezüglich vor einer Weile auch schon unter dem Hashimoto-Beitrag nach einem passenden allumfänglichen Behandler gesucht, bin aber bisher nicht fündig geworden.

        Viele liebe Grüße,
        Anja

        • Liebe Anja,

          über Speichelhormone diskutiere ich lieber nicht (s. obiger Artikel), die Schilddrüsenwerte kann ich in % nicht beurteilen. Wenn ein gesicherter Hashimoto vorliegt (incl. Sono und Antikörper-Screening) sollten die Werte von Selen höher (über 120) und von Vitamin D 25-OH ebenfalls höher (deutlich über 32) sowie ein guter Vitamin-B12 Status vorhanden sein. Die Progesteronwerte waren aber ja selbst im Speichel ganz günstig. Also bitte Hashimoto richtig behandeln (evtl. auch glutenfreie Ernährung) und Progesteroncreme vorsichtshalber wegen stimulativem Effekt v.a. bzgl. der Migräne absetzen und alle Umweltöstrogene (Kunststoffe, Bisphenol A, Milchprodukte und Kosmetika mit Parabene) meiden!

          Gute Besserung von

          H. Faust-Albrecht

  • Elli sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,
    ich bin 50 j alt, ich nehme seit Jänner 2016 eine verschriebene Progesteroncreme Biogest 3%. Ich habe in den letzen Monaten über 6kg zugenommen!!!. den Progesteronmangel habe ich schon seit 4 Jahren, ich hatte mit starken Blutungen Probleme. Nun nach Curettage und Thermoablation natürlich besser. ist das Gewichtsproblem normal? Die Curratage war Mitte Feb, da hatte ich auch schon viel Gewicht.
    Kann ich die Creme durch Mönchspfeffer ersetzen, und wenn ja in welcher Dosierung?
    Östradiol 268 pg/ml
    Progesteron 16,2 ng/ml
    DHEA-S 102,1 ug/dl
    Testosteron 0,50 ng/ml
    danke für eure kompetente Hilfe!
    lg Elli

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Elli,
      dritter Versuch, hoffentlich klappt die Antwort diesmal. Ich weiß nicht, wieviel Biogest 3% Sie benutzen und wie lange. Ihr Progesteronwert ist so gut, dass ich annehme, dass Sie noch selber Progesteron produzieren. Das Östradiol ist allerdings zu hoch. Aber noch höher bekommen Sie Ihren Progesteronwert kaum, ist auch nicht sinnvoll. Viel besser ist, herauszufinden, wie Sie Ihr Östrogen niedriger bekommen. Mein Vorschlag: richtige basische Entgiftungskur machen, alternativ Ernährung total umstellen: Bo-Pflanzenkost, Vollkorngetreide ohne Weizenprodukte, kein Fleisch und keine Milchprodukte, kein Alkohol, Leber unterstützen mit Pflanzentees, Leinsamen, um im Darm den Östrogenstoffwechsel zu verbessern. Am besten suchen Sie einen Arzt für Naturheilkunde auf, der Sie bei diesem Programm unterstützen kann. Mönchspfeffer alleine bringt gar nichts. Viel Erfolg!

      • Elli sagt:

        Vielen lieben DANK für Ihre Antwort.
        Ja es wird Zeit auf Fleisch zu verzichten, ist bei meiner Fleischfamilie nicht so leicht-bis jetzt.
        Weizen esse ich wenig bis kaum, und Bio sowieso schon lange Zeit.
        DA ich „zufällig“ auf Wasserionisierungsgeräte gestossen bin, die auch Wasser mit ph 8 -9,5 herstellen, wird sich das gut ergänzen.
        Danke nochmals, alles Liebe, Elli

  • Lilli sagt:

    Liebe Frau Gerhard,

    erstmal Danke und ein großes Lob für diese tolle Seite. Es ist schön auf Ärzte zu stoßen die den Körper ganzheitlich betrachten.
    Ich habe eine Frage an Sie.
    Ich, 27, leide seit meiner Pubertät an vermehrtem Haarwachstum. Zuerst hatte ich nur vereinzelt schwarze Haare um die Brustwarzen. Mit 17 hatte ich dann die Pille genommen. Mit 20 wurde bei mir ein sytemischer Lupus Erythematodes im Anfangsstadium diagnostiziert. Seitdem bin ich beschwerdefrei, nehme keine Medikamente dagegen und die Antikörper haben sich zum Glück normalisiert. Daraufhin stieg ich um auf die Cerazette (nur Gestagene). Davon litt ich aber unter depressiven Stimmungsschwankungen und Libidoverlust. Ich setzte die Pille ab und verhüte nun seit drei Jahren mit der Kupferkette „Gynefix“ weil ich meinen Körper mit Hormonen in Ruhe lassen wollte. Seitdem ich keine Pille mehr nehme leide ich nun auch unter einem leichten Damenbart, Haaren am Bauchnabel und verstärktem Haarwachstum an den Oberschenkeln und der Bikinizone.
    2014 wurde bei mir auf männliche Hormone getestet. Alle sind im Normbereich, Testosteron im oberen Referenzbereich (0,31).
    Mein TSH-Wert war auch leicht erhöht (2,59).

    Seitdem habe ich das Gefühl dass meine Behaarung sich verschlimmert hat, bei gleichzeitigem Haarausfall des Kopfhaares, außerdem habe ich teilweise schon graue Haare auf dem Kopf. Meine Brüste schwellen 1 Woche vor Menstruation an, auch sonst im Körper lagert sich viel Wasser ab, ich habe Heißhunger, möchte keine körperliche Nähe, bin schnell genervt und mir ist schnell etwas „zuviel“. Außerdem neige ich zu Schmierblutung. Zysten im Eierstock hatte ich schon zwei mal. Manchmal ziehen im Unterleib.

    Ich war nun bei der Frauenärztin. Mit meinem Unterleib ist klinisch alles in Ordnung. Keine Infektion, Zysten, Bakterien etc. Mein Problem mit der stärkeren Behaarung nimmt sie nicht ernst, meint dass es viele Frauen gibt die das haben und hat mir einfach wieder die Pille verschrieben (die ich aber nicht nehme) Meine Schilddrüsenwerten wurden nochmals getestet:
    TSH: 3,78
    FT3: 3,54
    FT4: 1,13
    TPO-AK: 16,61

    Sie stürzt sich jetzt total auf den erhöhten TSH Wert. Beim recherchieren bin ich nun auf das Progesteron gestoßen und frage mich, inwieweit die beiden Hormone zusammenspielen, bzw. ob bei mir ein Progesteronmangel vorliegen könnte, der mit Schuld daran ist dass mein TSH-Wert erhöht ist und ich stärkere Behaarung habe. Könnte es denn sein dass ich unter Progesteronmangel leide? Wenn dem so ist, ist es dann sinnvoll TSH und Progesteron zu behandeln oder erstmal nur eins und dann zu schauen ob sich alles wieder einpendelt?

    Welche psychischen Faktoren können Ihrer Erfahrung nach „Schuld“ sein, dass der Körper so aus dem Gleichgewicht gerät?

    Von meinem Gefühl her finde ich es einfach falsch die Schilddrüse unabhängig von den anderen Hormonen zu behandeln, weil ja alle gemeinsam im Körper wirken.

    Ich danke Ihnen jetzt schon von ganzem Herzen für Ihre Antwort!

    Lilli

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lilly,
      bei vermehrter Körperbehaarung und normalen Blutwerten der männlichen Hormone liegt meist eine angeborene verstärkte Reaktion der Haarwurzeln auf männliches Hormon vor. Das vererbt sich leider auch von dem Vater auf die Tochter. Die leichte Hormonstörung, die sich in Wassereinlagerungen und Heißhunger und Zeichen der Gelbkörperunterfunktion äußert, können Sie mit der Ernährung beheben (tierische Produkte weglassen, überwiegend Gemüse und Rohkost). Auch die Haare sollten dann besser werden. Anfangs sind sicher Nahrungsergänzungen hilfreich: B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, vitamin E, Vitamin D3K2, Magnesium. Ich empfehle gerne die orthomolekulare Therapie mit Darmbehandlung. An pflanzlichen Mitteln hilft Mönchspfeffer. Auch eine homöopathische Therapie mit Einzelmitteln könnte gut funktionieren. Haben Sie einen Jodmangel und deshalb ein etwas grenzwertiges TSH? Man kann die Jodausscheidung im Urin messen. Alles Gute!

    • Hilde sagt:

      Schönen Abend Lilly,

      bin 30 jahre älter als sie und ärgere mich vermutlich schon fast mein ganzes leben über meine sehr feinen fusseligen Haare.Hatte während den Schwangerschaften immer bessere Haare, danach aber besonders im Stirnbereich (Geheimratsecken) wuchsen die Haare nur noch spärlich(wirkten wie typisch männlicher Haarausfall. Vermutlich geerbt von meiner Mutter. Vater hatte auch Haarausfall. Habe im Dez., 2015 nach vorheriger Hormonbestimmung mit Einnahme von bioidentischem Progesteron mikro 80mg, Estradiol mikro 0,4mg und Vitamin D3 u. K2 Vitamin D war bei mir nicht nachweisbar.Haare sind griffiger, irgendwie weiblicher. Es tut meinen Haaren sehr sehr gut.Tatsächlich hat sich der Ponybereich verbessert. Das steigert meine Zufriedenheit enorm.Schilddrüsenhormone nehme ich schon 20 Jahre.

      Gruß
      Hilde

  • Miakoda sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-ALbrecht,

    ich bin 35 Jahre alt, an Hashimoto erkrankt und nehme täglich 75 mg L-Thyroxin. Ich verhüte mit der Kupferspirale, nehme anonsonstnen keine weiteren Medikamente. Nach Ablauf der fruchtbaren Phase bekomme ich Depressionen, so dass ich keinen Sinn mehr im Leben sehe, mein Körper ist stark geschwächt, fühlt sich an als würde ich an einer Grippe erkranken und ich kann nur unter Anstrengung den Arbeitsalltag bewältigen. Danach gehe ich sofort ins Bett und schlafe 12-14 Stunden. Mein Körper lagert Wasser ein, besonders in den Brüsten. Dazu kommen unstillbare Essensgelüste und trockene Haut. Meine Periode setzt erst 1 Woche später ein. 2-3 Tage vor Einsetzen der Blutung kann ich nicht schlafen und haben keinen Appetit. Sobald die Blutung eingesetzt hat sind alle Beschwerden verschwunden.

    Ich hoffe Sie konnen mir helfen.
    Beste Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Miakoda,
      Sie leiden unter einem typischen prämenstruellen Syndrom, d.h. Östrogendominanz und Progesteronmangel in der zweiten Zyklushälfte. Hervorgerufen wird das in der Regel durch Stress, Umweltgifte, mangelhafte Ernährung, Übersäuerung, Mangel an Vitalstoffen und Bewegungsmangel. Natürlich können Sie versuchsweise Progesteroncreme in der zweiten Zyklushälfte benutzen, damit haben Sie aber nicht die Ursache behoben.
      Vorschlag: alle tierischen Produkte weglassen, eventuell Teilfasten mit basischer Kost, Umweltgifte mit Pflanzen ausleiten (mehrere Artikel), Basensalze, Vitamin D3K2, Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Vitamin E. oder Sie machen gleich eine ausgewogene Kur mit guten Nahrungsergänzungen, dieselbe, die hier als Dysmenorrhö-Kur beschrieben wird. Dazu Entspannungsübungen und Bewegung. WLAN ausstellen und für ein gesundes Schlafzimmer sorgen, damit Sie wenigstens nachts regenerieren können. Alles Gute!

      • Liebe Ingrid,

        vielleicht sind das aber doch eindeutig Progesteronmangel Zustände, da sie exakt nur auf die 2.Zyklushälfte beschränkt sind. Hier wäre ggf auch neben der Messung der Vitalstoffe noch eine Hormon Bestimmung in der 2. Zyklushälfte sinnvoll!?

        Liebe Grüsse von Hildegard

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Hildegard,
          im Prinzip richtig, aber da wir so wenige Ärzte haben, die aus dem Hormonwert die richtige Schlussfolgerung ziehen (bspw. die transdermale bioidentische Progesterontherapie), bin ich mit diesem Vorschlag inzwischen vorsichtiger geworden. Außerdem erkenne ich immer häufiger als Ursache des Progesteronmangels falsche Ernährung, zu viel Stress und Vitalstoffmangel. Viele Grüße

      • Miakoda sagt:

        Danke für Ihre schnelle Rückmeldung. Ich achte bereits auf genügend Ruhe, mache regelmäßig Sport und ernähre mich gesund. Dennoch sind die Symptome so stark, dass sie mich bedeutend einschränken. Wie kann ich der Östrogendominanz und dem Progesteron Mangel entgegenwirken? Dies auszugleichen klingt für mich sinnvoll.
        Beste Grüße

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Miakoda,
          das hatte ich Ihnen doch genau beschrieben. Ernährung optimieren und Nahrungsergänzungen nehmen. Am besten von einem Arzt beraten lassen, der sich damit auskennt.

  • Yvonne sagt:

    Hallo.
    Ich bin 36 Jahre und hatte vor Ca 1,5 eine Panikattacke.
    Seit dem geht es mir gar nicht so gut.
    Erst wurde es auf die Schilddrüse geschoben (hashimoto wurde diagnostiziert)
    Werte Tsh 7,23 FT3 3,91,Ft4 1,36
    Anti tpo 80
    Habe dann l-Throx bekommen.
    Werte wurden zwar besser, aber das algemeinbefinden nicht.
    Herzrasen, zittern am ganzen Köper, Angst, Panik, starkes schwitzen und starkes kälteempfinden. Meistens abends Innere Unruhe, „schwache Beine“ tagsüber mit Angstgefühl
    Die Gebärmutter wurde mir aufgrund einer endometriose 2011 entnommen.
    Diabetes wurde ausgeschlossen.
    Jetzt habe ich einen Hormonspiegel machen lassen.
    Die Werte:
    Progesteron 0,1 (0,1-25)
    Estradiol 33 (12-370)
    Oestron 13 (10-183)
    Prolaktin 5 (2,4-25)
    Testosteron 0,2 (0,26-1,22)
    Ich soll jetzt 3% ige Progesteron Creme 1x Tgl abends auftragen.
    Wie lange kann es dauern, bis eine Besserung eintritt?
    Und kann ich die Creme Tgl auftragen, weil nie wirklich ein richtiger Zyklus bestimmt werden konnte?
    Haben sie sonst noch einen guten Rat oder Tip??
    Ich danke Ihnen schonmal im Voraus!
    Hinzufügen muss ich noch, dass ich die Schilddrüsen Tabl absetzen musste.
    Der Wert wurde viel zu niederig.
    Seid 3 Monaten liegt der tSh bei 1.9-2

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Yvonne,
      die Progesteroncreme ist sehr niedrig dosiert, deshalb kann ich Ihnen nicht sagen, ob und wann Sie darauf regieren werden. Wichtig wäre noch die Bestimmung von FSH und LH gewesen, um zu wissen, ob Sie in den vorzeitigen Wechseljahren sind, und von DHEAS, als Marker der Nebennierenrindenfunktion. Wenn Ihre Beschwerden nicht „zyklusähnlich“ auftreten, sondern immer da sind, spricht das gegen einen alleinigen Progesteronmangel. Lassen Sie das doch einfach noch nachholen. Sollten die Werte gut sein, also keine vorzeitigen Wechseljahre, suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, um Ihr gestörtes Immun- und Nervensystem zu regenerieren. Alles Gute!

      • Yvonne sagt:

        FsH liegt bei 7 (2,0-100)
        LH auch bei 7 (2,0-200)
        DHEA-S bei 1,5 (2,0-2,25)

        Es kommt schon immer schübeweise. Aber nicht an Monatsanfang-Mitte oder Ende gebunden.

        Ich danke Ihnen ganz herzlich für die schnelle Antwort!

  • Anja sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    man hat bei mir einen blutenden Endometrium-Polypen in der Gebärmutter festgestellt. Meine Frauenärztin hat mir (als Versuch um eine Ausschabung zu umgehen) Progesteron-Kps. 200mg (Famenita) verschrieben. Ich vertrage sie oral eingenommen aber extrem schlecht und möchte die Kapseln gerne aufschneiden und wie hier im Artikel beschrieben auf die Unterarme einreiben. Nur meine Frauenärztin hält vom einreiben gar nichts.
    Daher meine Frage: von welchem bis welchem Zyklustag soll ich einreiben?? Wenn ich die Kapseln oral eingenommen hätte, hat sie mir verordnet diese während der Periode plus 2 Tage darüber hinaus einzunehmen, bei Zwischenblutung (Polypenblutung) ebenso verfahren. Kann ich das beim einreiben ebenso handhaben oder soll ich vom 14.-28. Zyklustag einreiben, wie im Bericht genannt wurde?

    Ich bedanke mich vielmals für Ihre Hilfe!!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anja,
      Progesteron bei der Periode einzunehmen, das verstehe ich jetzt gar nicht. Das bringt Ihren Zyklus ja total durcheinander. Sprechen Sie noch mal mit Ihrer Frauenärztin. Irgendwas stimmt da nicht! Im Prinzip können Sie das Progesteron aber genauso über die Haut aufnehmen wie schlucken. Es kommt auf die Größe und Art des Endometriumpolypen an, ob Progesteron stark genug wirkt. Eventuell zweite Meinung bei anderem Frauenarzt einholen.

  • Chris sagt:

    Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard,
    hallo Frau Dr. Faust-Albrecht,
    ich bitte Sie um Ihre Meinung, ob Hoffnung besteht, meine sehr starken Blutungen auch ohne OP in den Griff zu kriegen:

    Ich bin 53 Jahre, Diagnose Myom (2,5 x 1,5 cm) und vereinzelt kleine Herde von Adenomyose. Schmerzen hab ich nicht so sehr, die Blutungen sind aber sehr stark und jeweils ca. 2 Wochen lang. Zur Zeit nehme ich Tramexansäure, ca. 5 Stück am Tag.

    Ein Hormontest/Blut (ca. 16.Zyklustag) ergab folgende Werte: FSH 17,4 mIU/ml, Östradiol 256 pg/ml, Progesteron 0,39 ng/ml.

    Ein Hormontest/Speichel für bioident. Hormoncremes(ca. 9. Zyklustag)ergab: Östradiol 1,6 pg/ml, Testosteron 16,7 pg/ml, Progesteron 44 gp/ml, DHEA 107 pg/ml, Cortisol morgens 6960 pg/ml.
    Nun habe ich wegen meiner Müdigkeit eine DHEA-Creme (1%, kleiner Hub, 2x morgens + 1x abends) und zur Blutungsminderung eine Progesteron Creme (1% mittlerer Hub 1x morgens + 1x abends)
    bekommen.
    Beim Lesen der Kommentare habe ich Zweifel bekommen, ob das ausreicht. Ich möchte keine Gebärmutterentfernung, ich hoffe, dass die Wechseljahre das Myom schrumpfen und die Adenomyose verschwinden lassen, wie denken Sie darüber? Über eine Endometriumablation hab ich mit meinem Arzt gesprochen, er wäre einverstanden, hat mir aber auch eine Gebärmutterentfernung vorgeschlagen.
    Recht herzlichen Dank im voraus für Ihre Antwort!
    Chris

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Chris,
      zu den Speichelwerten kann ich nichts sagen. Progesteron Creme (1% mittlerer Hub 1x morgens + 1x abends) ist sicher viel zu wenig oder haben Sie 10% gemeint? In Ihrer Situation könnte es besser sein, ein synthetisches Gestagen mit stärkerer Wirkung auf die Gebärmutterschleimhaut zu geben. Gute Besserung!

      • Chris sagt:

        Hallo Frau Dr. Gerhard,

        die 1% waren richtig… Ich werde das Thema so wie von Ihnen geraten jetzt angehen, vielen Dank!
        Chris

  • Simone sagt:

    Liebe Frau Dr Faust-Albrecht,

    entschuldigen Sie bitte, mein Lob galt selbstverständlich auch Ihnen.
    Ich finde es fantastisch das Sie sich die Zeit nehmen und den Frauen weiter helfen.
    Und es wäre super nett wenn Sie oder Frau Prof. Dr. Gerhard mir die Frage beantworten könnten.

    Danke im voraus.
    Liebe Grüße
    Simone

  • Simone sagt:

    Liebe Frau Professor Gebhard,

    ersteinmal vielen Dank für diese tolle Seite mit diesen ganzen Informationen und für Ihren Fleiß, die Fragen jedes einzelnen zuantworten.
    Heute möchte ich mich auch einmal an Sie wenden.
    Ich bin 43 Jahre alt und hatte vor 2 Jahren meine letzte Regel.
    Die letzten Jahre litt ich unter extremen Stress und der machte sich zunehmend in folgenden Symptomen bemerkbar.
    -Schlafstörungen (seit ca 20 Jahren)
    -Abgeschlagenheit
    -Hitzewallungen
    -scheiden Trockenheit
    -Libido Verlust
    -Stress empfindlich
    -Ängstlich
    -Erschöpfung

    Im Dezember verschrieb mir ein sehr netter Internist der sich auch mit Bio identischen Hormonen beschäftigt, die 5 % ige Progesteroncreme.
    Leider verspürte ich keinerlei Besserung. (meinen Stress habe ich so gut wie es geht heruntergefahren)
    Da er jetzt in den Urlaub fährt und ich keine Möglichkeit mehr hatte ihn zu konsultieren, verschrieb er mir über das Telefon Tabletten, damit ich erstmal wieder auf die Beine kommen. Diese bestehen aus
    17ß Estradiol 0,1 mg
    Progesteron 100 mg

    Nun habe ich hier aber gelesen das Sie das nicht empfehlen, wenn man den Estradiol Spiegel nicht gemessen hat, Estradiol dann einzunehmen.
    Was soll ich machen? Diese über einen Monat nehmen, bis er aus dem Urlaub zurück ist, dann habe ich auch einen Termin? Oder schade ich mir mit diesen Lozenges?

    Ich hatte in der Zwischenzeit einen Cortisol- sowie DHEA Test gemacht.
    Mein DHEA Wert liegt im Keller, sowie auch der Cortisol Wert. (Nebennierenschwäche)

    Meine Frage, was raten Sie mir? Die Tabletten für einen Monat nehmen, 2 Stück am Tag, wie er mir empfiehlt. Oder lieber nur eine? Oder am besten gar nicht nehmen?

    Ich wäre Ihnen so dankbar wenn Sie mir antworten würden.
    Vielen Dank im voraus

    Simone

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Simone,
      es gibt verschiedene Methoden für die Anwendung bioidentischer Hormone. Wenn Sie einen Arzt gefunden haben, der sich auskennt, sollten Sie die Chance nutzen und seine Vorschläge annehmen. Ihre Symptome sprechen ja dafür, dass Sie sowohl Östrogen als auch Progesteron brauchen. versuchen Sie es einfach in der vom Arzt vorgeschlagenen Dosierung. Viel Erfolg!

  • Oxana sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Ingrid Gerhard,ich bin 43 jahr,seit ungefähr ein jahr schwitze ich sehr stark in der nacht und habe unruhe im unterleib(zieht,brennt:wie da heiss ist, das rechte eierstock springt), zwischen 1-3 uhr. meine ärtzin hat mir famenita 200 verschrieben, nach meine bitte verschreibt sie mir famenita 100. nach halben jahr mir ist ein bisschen besser geworden. ich habe dann entschieden ohne famenita ausprobieren.wie ich merke, ich habe wieder die beschwerden, wie die oben beschrieben hatte. was sagen sie soll ich wieder mit progesteron ausprobieren, bloß die dosierung 200 nehmen?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Oxana,
      Die Dosierung von famenita müssen Sie mit Ihrer Frauenärztin besprechen, das darf ich per Internet nicht entscheiden. meiner meinung nach spricht aber nichts dagegen, es mit 200 zu versuchen. Viele Grüße

  • martina sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,Ihren Beitrag zu bioident. Hormonen (Progesteron) habe ich sehr aufmerksam gelesen und bin sehr daran interessiert. Leider finde ich hier in Jena keinen FA f. Frauenheilkunde, der den Weg mit bioidentischen Hormonen beschreitet.
    Mein Problem ist, das sicher dringend Hormone benötige – aber ich möchte keine synthetische HET. Ich bin 57 Jahre und voll berufstätig.
    Ovarien beidseitig entfernt 11/2014, Gebärmutter bereits 05/1996.
    Wechseljahresprobleme wie aus dem „Lehrbuch“ und Gewichtszunahme „Menopausenbauch“.
    Ich habe in letzter Zeit sehr viel über bioidentische Hormone gelesen, auch über die Rimkus-Therapie und bis sehr beeindruck, welche Möglichkeiten es doch gibt. Warum wissen so viele Frauenärzte nichts davon. Mir wurde ganz vorsichtig gesagt – „dass ist eben so“ und damit war die Sache für die Ärztin erledigt. Ich traute mich dan ganicht mehr weiter zu fragen. Ich bin nun soweit, das ich mir auserhalb von Thüringen eine/en Ärztin/Artz suche.
    Ich möchte nur gern wissen, ob eine solche bioidentische HET, entweder nur Progesteron oder nach Dr. Rimkus für mich in Frage käme.
    In Ihrem Beitrag gab es eine Therapeuten-Liste und eine Ärztin die Ihre Methoder kennt und anwendet in Herzogenaurach,wäre nicht ganz so weit weg wie „leider Unterhaching.
    Vielleicht können Sie mir ja etwas weiter helfen. Ich würde mich sehr darüber freunen und verbleibe mit lieben Grüßen aus Jena

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Martina,
      eine bioidentische Hormontherapie wäre sicher gut für Sie. Wenn Sie einmal eine Ärztin konsultiert haben, lässt sich anschließend auch sehr viel per Telefon, mail und Einschicken von Blutproben erledigen. Wir stehen nicht hinter der Rimkus-Methode, u.a.da dabei zu wenig mit Ultraschall und Hormonuntersuchungen der individuelle Bedarf kontrolliert wird. Anfangs fühlen die Frauen sich zwar meist sehr erleichtert, aber nach einiger Zeit klappt es oft mit der individuellen Dosierung nicht mehr richtig. Alles Gute und viel Erfolg bei der Hormontherapie über die Haut

  • nachtigall sagt:

    Liebe Ärztinnen,

    ich bin 51 Jahre und habe seit Jahrzehnten beschwerdefreie Myome. Vor anderthalb Jahren wurde meine Regel extrem stark und länger, auch bekam ich Zwischenblutungen (mein Gyn verordnete HET, was ich nach 2 Monaten wieder abgesetzt habe, es hat sich einfach falsch angefühlt), Seit 2 Monaten habe ich auch Druckschmerzen im Becken – beim Ultraschall zeigte sich ein 5×6 cm großes Myom, sowie eine weiteres kleines. Ich bin noch auf der Suche nach einem guten naturheilkundlichen Frauenarzt, bzw. habe jetzt Dr. Ingrid Maeden-Koepken in Heidelberg über Ihre Therapeutenliste gefunden, allerdings erst in ein paar Wochen einen Termin bekommen.
    Meine Allgemeinärztin (und Homöopathin) empfahl mir Berberis/Sepia Globuli und Mönchspfeffer, und ich trinke jetzt täglich 3 Tassen Frauenmantel- und Schafgarben-Tee und mache Sitzbäder mit Zinnkraut. Vom Mönchspfeffer bekam ich nach ca. einer Woche Kopfschmerzen und Herzrasen, ich habe es 2 Tage abgesetzt, nehme es jetzt allerdings wieder – mehr aus Verzweiflung als aus Überzeugung… Vermutlich habe ich eine Östrogendominanz, aber bis Laborwerte vorliegen wird es noch einige Wochen dauern, da ich das erst mit der neuen Frauenärztin machen sollte. Ich würde gerne statt Mönchspfeffer Progesteroncreme versuchen, geht aber nicht ohne Rezept. Ich habe Angst, dass das große Myom in der Zwischenzeit weiter wächst, die Beschwerden nehmen eher zu.. Können Sie mir bitte einen Rat geben? Weiter Mönchspfeffer? Wäre Frauenmanteltinktur vaginal als Spülung möglich?

    • Liebe „nachtigall“,

      das ist jetzt extrem schwierig. Mit 51 Jahren wirkt der Mönchspfeffer eher nicht mehr, wenn die Eierstöcke nicht mehr in der Lage sind, selbst Progesteron zu bilden.

      Eine Gabe von Berberis/Sepia verstehe ich als homöopathische Sehgal-Therapeutin aus dem Kontext jetzt auch nicht. Vaginale Spülungen bringen gar nichts.

      Was ungeklärt ist: 1.) ob es sicher Myome sind, die Beschwerden verursachen; 2.) ob die Myome gewachsen sind 3.) welche Form von „HET“ Sie erhalten haben …

      Was sicher hilft sind Vermeiden von Überöstrogenisierung, Übergewicht, Bewegungsmangel sowie Vitamin-D-Defizit. Ob Progesteroncreme sinnvoll ist, muss ein erfahrerer Arzt/Ärztin aufgrund der sonogr. Untersuchung bzw. des MRTs , der Anamnese, dem Verlauf (Größenentwicklung) der Myome und der Symptomatik (Schmerzen, Verdrängung, Blutarmut)sowie der Laborwerte entscheiden. Es könnten auch synth. Gestagene, Antihormone oder eine Operation sinnvoll sein.

      Was evidenzbasiert sicher mehr hilft als schadet sind Extrakte aus Cimicifuga (Recherche von Prof. Mehden) bei Klimaterium und Uterus myomatosus.

      Bei Ihren Beschwerden ist ein weiteres Zuwarten und „eigenes Rumdoktern“ wenig sinnvoll. Vielleicht suchen Sie zwischenzeitlich mal Ihren „alten Gynäkologen“ oder die Ambulanz einer größeren Klinik auf.

      Gute Besserung wünscht

      H. Faust-Albrecht

      • Anke sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

        ich habe eine Frage an Sie im Zusammenhang mit den bioidentischen Hormonen.
        Ich bin 56 Jahre alt, schon länger in den Wechseljahren und wohne in Leipzig. Da ich so einige Beschwerden habe, die mit der Hormonumstellung in Zusammenhang zu sein scheinen, hatte ich mich für die bioidentischen Hormone interessiert und fand dafür eine Ärztin in Berlin. Meine Frauenärztin hier in Leipzig ist zwar sehr ganzheitlich arbeitend, steht aber diesem Hormonersatz sehr skeptisch gegenüber, weil sie zwar unter ihren Patientinnen sehr viel Interessentinnen hat, aber noch nicht eine hatte damit Erfolg.
        Bei der Ärztin in Berlin wurde ein Speicheltest gemacht und darauf hin bekam ich Progesteron-Creme 6 % mit 0,1 % Östriol (14 Tage abends 1 Hub, 1 Woche früh und abends 1 Hub, dann 1 Woche Pause). Es änderte sich bei mir nichts und danach sollte ich die doppelte Menge nehmen, auch da wurde nichts besser. Jetzt bin ich erst Ende des Monats wieder in Berlin, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
        Eine körperliche Untersuchung bei meiner Frauenärztin im Rahmen der Krebsvorsorge bestätigte das, dass alles beim Alten ist. Nun meinte sie nochmals, dass Progesteron-Creme nicht vom Körper umgewandelt werden könnte, sondern nur die orale Einnahme von Progesteron etwas bringen würde. Dies wäre ihre Erfahrung. Bei Ihnen lese ich nun doch wieder anderes und bin nun etwas durcheinander. Der Ärztin in Berlin vertraue ich natürlich erst einmal, aber sicher verstehen Sie, dass ich nun trotzdem Zweifel habe, weil nichts vorwärts geht. Auch mein Mann hat den Speicheltest gemacht, weil bei ihm einiges außer Lot ist und auch er bekam 6%ige Progesteron-Creme und noch DHEA-Kapseln. Auch bei ihm hat sich nichts gebessert.
        Meine Beschwerden sind vor allem Hitzewellen, Schlafstörungen, trockene Schleimhäute, Unlust und negative Stimmung.
        Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen dazu eine kurze Antwort zu erhalten.

        Recht vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße
        Anke

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Anke,
          zum wiederholten Mal: mit Speichelwerten kann ich nichts anfangen. Progesteron wird über die Haut aus Creme wunderbar aufgenommen, allerdings ist die Qualität der Progesteroncremes sehr unterschiedlich. Die Dosierung, die Ihnen verordnet wurde, ist viel zu niedrig. Weitere individuelle Dosierungsempfehlungen darf ich Ihnen per Internet nicht geben. Viele Grüße

  • Anne sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
    liebe Fr. Dr. Faust Albrecht,

    ich schreibe Ihnen heute da ich total verzweifelt bin und das Gefühl habe das mich keiner mehr versteht.

    Ich bin 56 Jahre alt und seit ca. 4 Jahren in der Menopause. Seit etwa 3 Jahren nehme ich Bioidentische Hormone nach Rimkus.

    Das erste Jahr fühlte ich mich hervorragend damit, meine Libido kam zurück und ich fühlte mich wieder jung und kräftig.( Ich muss erwähnen das ich zeit meines Lebend nie die Pille vertragen habe da ich von Natur aus eine sehr weibliche Figur hatte und ich mit Einnahme der Pille aufging wie ein Schwamm und immer furchtbare Migräne bekam.) Auch bin ich erst mit 40 Jahren Mutter geworden.

    Das ganze veränderte sich dann nach einem Jahr gravierend. Die gleiche Dosis hatte viel weniger Wirkung. Mein Hormonarzt bestand darauf mir mehr Estradiol zu verabreichen gegen meine Einwände das ich darauf nicht gut reagiere, sollte ich es einfach ausprobieren.
    Der Erfolg war nach ca. 5 Tagen zu sehen, Gesicht und Körper angefüllt mit Wasser das gleiche in Händen und Beinen. Allerdings die Scheidentrockenheit und der Libidoverlust gingen zurück.

    Irgendwann hatte ich es einfach satt so aufgedunsen zu sein und setzte die Dosis auf die Hälfte herab. Ich fühlte mich wohler und war schlanker.
    Ungefähr 3-4 Monaten später verfiel ich in eine schwere Depression mit Suizidgedanken. Obwohl ich seit vielen Jahren Sertralin einnehme (heute nur noch 25mg). Auch war die extreme Scheidentrockenheit zurück gepaart mit dem Libidoverlust.
    Nach erneuter Blutuntersuchung stellte er fest das ich viel zu wenig Estradiol im Körper hatte und die Dosis ist wieder worden. (Okt. 15)

    Estradiol mikronisiert 2mg
    Progesteron mikr. 220mg
    Kupferglukonat 0,06mg
    Vit. D 3 naturident. 5000 i. E.

    pro Tag.(geteilt durch zwei Einnahmen)

    Das gleiche Lied wie bei den vorhergegangen Versuchen. Wiederrum habe ich die Dosis dann halbiert was eine Weile gut ging.
    Wir haben uns nach zwei intensiven Gesprächen dann auf eine veränderte Dosis geeinigt:

    Estradiol 1,5mg
    Progesteron 220mg
    und die anderen Mineralien und Vit. D blieben unverändert.
    Aber auch damit fühle ich mich nicht wohl in meinem Körper. Seit 2 Wochen habe ich angefangen noch mal 2mg Utrogest dazuzunehmen um das Wasser loszuwerden.

    Aber abgesehen von der Gewichtszunahme und dem Wasser im Körper kommen seit einem halben Jahr immer wieder Hautveränderungen an der Scheide im Außenbereich (die Haut reißt ein und bildet kleine Ekzeme die brennen und mich schier verrückt werden lassen, ich habe Ausfluss der mal wässrig mal cremig ist die ganze Scheide ist absolut empfindlich auf Berührungen( sehr unangenehm). Und auch auf der Kopfhaut habe ich einen wahnsinnigen Juckreiz.(trotz veränderter Shampoos)

    Meine Gyn. konnte nichts feststellen und meinte alles wäre in Ordnung bei einem so sauren ph Wert von 4 könnte ich gar keine Bakterien oder Pilze haben. Und bei Hormonkontrolle im Blut seien meine Werte mit 54-58 ? normal für eine Frau in meinem Alter.

    Bisher halfen mir kurze Waschungen mit 1 Tropfen Teebaumöl auf ca 5 L Wasser, aber auch das hilft nichts mehr.
    Von meiner Libido will ich gar nicht sprechen, die existiert nicht mehr!

    Was soll ich tun? Sind Ihrer Meinung nach Hormone die über die Hautgehen besser
    als die Rimkuskapseln, die mir auch noch meinen Reizdarmsydrom verschlimmert haben.

    Ich vermute sehr stark, das bei mir ein „Overkill“ besteht, einfach von allem zuviel aber ich fürchte mich einfach alles abzusetzen. Vielleicht wissen Sie mehr!

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen unendlich verbunden,

    mit lieben Grüßen

    Anne

    • Liebe Anne,

      Sie haben alle Symptome einer Östrogendominanz durch orale Hormonsubstitution.

      Bei der Methode nach „Rimkus“, die ich für meine Patientinnen auf keinen Fall propagiere und die die wenigsten Gynäkologen anwenden (meist sind es Ärzte anderer Fachrichtungen) werden die oft sehr hohen Speicherestrogene (E1 = Estron) leider nicht mitbestimmt.

      Daher hat weder Patient noch Therapeut einen Überblick über die unphysiologisch hohen (z.T. 3-10 x erhöhten ) Estrogenwerte bzgl. des Estrons.

      Die horm. Beurteilung ist erst durch Ananmnese, körperliche Untersuchung (incl. Mikroskop, Sonographie…), Laborwerte sowie die Medikamente und die Lebensumstände (Ernährung, Sport, Risiken) möglich. Hier gehören auch die Werte für FSH, LH, Estron, SHBG, TSH….

      Hier erkenne ich bei Ihnen keine Beurteilung!

      Bitte also die orale HRT beenden – Estradiol kann unproblematisch über die Haut (Pflaster, Gel, Creme) appliziert werden, Progesteron ebenso (Kapseln, Creme…)

      Gute Besserung von

      H. Faust-Albrecht

  • Christel sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht,
    ich bin jetzt 47, ,72 und ca. 64 kg. Schon früher litt ich immer wieder an PMS, verhütete nicht hormonell. Vor ca. 2,5 Jahren wurden die PMS Probleme immer mehr (Schmerzen im Körper, Brust, Unriúhe, Panik),dass ich auff Anraten mit einer Gestagenpille anfingt. Die Probleme waren danach ca. 1,5 Jahre weg. Seit einigen Monaten fingen die Probleme wieder an, die Wirkung sank. Ich bat meine Ärztin um ein Progesteron-Präparat und erhielt Famenita. Leider war dies viel zu hoch für mich dosiert, nach 3 Wochen bekam ich solche Übelkeit, die auch noch Absetzen der Kapseln ca. 2-3 Wochen anhielten. Nun habe ich wieder den Stand, dass ich zwar keine Blutungen bekomme, aber jeden Monat stark scherzende Brüste und dazu jetzt wieder extrem Unruhe, Angstzustände, Weinattacken, Depressivität. Ich weiß jetzt nicht mehr so recht, wie ich das in den Griff bekommen kann. Die Beschwerden dauern dann ca. 8-10 Tage und ich bin kein Mensch in dieser Zeit. Hilft Progesteron in diesen Tagen dann vielleicht als Gel und weniger dosiert? Vielleicht können Sie mir einen Rat geben. Danke.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Christel,
      eigentlich gehört erstmal ein richtiger Hormonstatus dazu, um eine Diagnose zu stellen. Die Symptome sprechen für einen Progesteronmangel, aber auch eine Schilddrüsenstörung kann sich so äußern. Die Progesteroncreme kann man individueller dosieren, kann sein, dass die bei Ihnen sanfter wirkt, muss aber vom Arzt verschrieben werden. Sie könnten aber auch eine Progesteronkapsel aufstechen und mal etwas auf dem Unterarm verschmieren, dann merken Sie, ob es Ihnen hilft. Alles Gute!

  • magdalena sagt:

    Sg.Fr.Prof. Dr.,
    danke für ihre Antwort, ich habe das Prueraria weggelassen und creme wieder 2 Hub E-Gel.Dazu ca. erbsengroß 3% Progesteroncreme.Damit erreiche ich Blutspiegel von ca.30-40 E und 0,2-0,8 P. Reicht diese Menge,wenn die SH damit nicht aufgebaut ist. Einige Ärzte meinen das ist zu wenig für 2 Hub E.Was halten sie von der vag. Verabreichung der P- Creme,ist es besser einmal etwas mehr, oder 2 mal täglich zu cremen. Da ich noch keinen ganz zufriedenstellenden Status (Kopfschmerzen, Unruhe, Gelenksschmerzen..) erreicht habe, versuche ich die Therapie zu optimieren. Welche ungefähren Blutspiegel braucht man um beschwerdefrei zu sein?
    Das waren viele Fragen und ich hofe sie können mir helfen. Ich wohne in Österreich und da ist es schwierig mit Ärzten,die mit dieser Methode arbeiten.
    mfG

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Magdalena,
      Östrogen ist okay, eher etwas zu viel, und Progesteron ist viel zu wenig. Wahrscheinlich würde ein Hub E-gel reichen und dazu ein halber bis ein Hub 10% Progesteroncreme abends. Progesteron sollte bei ca 5 ng/ml liegen und E2 bei 30. Aber das kann individuell ganz unterschiedlich sein, und auch die Aufnahme über Haut und Schleimhaut sind bei jeder Frau anders. Ihre Beschwerden zeigen Ihnen, dass Sie zu wenig Progesteron haben. Alles Gute!

  • magdalena sagt:

    Sg. Frau Doktor,
    können sie mir sagen, wie schnell ein E-Spiegel im Blut nach 10 Tagen Gel-Pause sinkt und wie lange es danach wieder dauern kann, bis ein zufriedenstellender Status erreicht werden kann.

    Ich nehme seit wenigen Jahren E-Gel,zuletzt 2 Hub mit Werten um die 30, und P-creme kontinuierlich. Die SH war nie aufgebaut und das Befinden unterschiedlich..Vor zwei Monaten dann 8 mm SH und daraufhin die Hormonpause.Ich nahm davor zusätzlich ein pflanzliches Mittel (Prueraria), das ev. das E gepuscht haben könnte?? Zuerst ging es mir in der Pause ganz gut, aber nach einigen Tagen begannen die Probleme, Blutdruck, Unruhe,Schwäche,…und ich begann wieder mit dem Cremen.Zuerst 1 Hub und momentan 1,5 Hub E. Mir geht es aber noch nicht wieder zufriedenstellend, kann es so lange dauern oder empfehlen sie mir eine Erhöhung wieder auf 2 Hub? Meine Gyn arbeitet mit einem Speicheltest, aber damit kommen wir nicht klar.
    Danke im voraus für ihre Antwort

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Magdalena,
      Pueraria ist eine Heilpflanze, die propagiert wird für ein natürliches Brustwachstum und gegen Beschwerden in den Wechseljahren. Also greift sie massiv in den Hormonstoffwechsel ein. Da wundert mich die hohe Schleimhaut gar nicht. Dosierungen darf ich Ihnen per internet nicht empfehlen, das ist Sache Ihres Frauenarztes. Sie müssen sich selber beobachten und die Blutwerte überprüfen lassen. Offenbar lagen Sie ja früher mit den 2 Hub und der kontinuierlichen Progesteroncreme richtig. Alles Gute!

      • magdalena sagt:

        Liebe Frau Doktor,
        vielen Dank für die schnelle Antwort, soll man eine HET generell nicht mit Pueraria kombinieren, ich dachte durch die gleichzeitige Einnahme könnte man die Menge des Estrogels reduzieren?? Ich bin immer wieder mit der Aussage konfrontiert, dass 2 Hub E komb. mit P-creme langfristig zuviel ist, brauche aber soviel.
        Vielen Dank für ihr Arbeit hier im Forum mit der Bitte um Antwort!
        mfG

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Magdalena,
          nein, kombinieren geht nicht. Zu viel Gel/Creme kann es nur sein, wenn die Hormone im Blut zu hoch gehen oder Nebenwirkungen auftreten. Deshalb ist es sicher sinnvoll, regelmäßig im Blut Estradiol, Estron und Progesteron bestimmen und US Uterus machen zu lassen. Viele Grüße

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Frau Dr. Faust-Albrecht ergänzt:

          Pueraria myrifica ist eine Pflanze, die oestrogene Rezeptoren besetzt. Als Nebenwirkungen habe ich Endometriumwuchungerungen, Endometriumspolypen und ein Wachsen von Myomen beobachtet.

          Kein Gynäkologe verordnet diese Pflanze, nur Heilpraktiker, die dieses Wissen nicht aufgrund sonographischer Untersuchungen haben…

          Finger weg davon und lieber transdermale Therapie mit biologischen Hormonen (Oestrogen und Progesteron ) vom Facharzt mit sonographischer und serologischer Kontrolle!

  • Birgit sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht, sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    ich habe Endometriose und Adenomyose, deshalb schon drei Bauchspiegelungen gehabt, leider immer mit sehr beschränktem Erfolg. Die Schmerzen waren nur sehr kurzfristig besser.
    Vor einigen Jahren hatte ich über 6 Monate die Visanne eingenommen, das hat mir zumindest teilweise Linderung gebracht. Könnte man die Wirkung der Visanne nicht auch mit einer bioidentischen Progesteroncreme erreichen? Wenn ja, wie hoch müsste diese dann dosiert sein?

    Ich hatte es auch schon mal mit einer 3%igen bioidentischen Progesteroncreme in der zweiten Zyklushälfte probiert. Die Beschwerden sind aber leider geblieben, der Progesteronwert (im Speichel) ist aber unter der Therapie sehr hoch angestiegen (wenn ich das richtig in Erinnerung habe auf fast 20000).

    Sollte ich es nochmal mit Progesteroncreme probieren?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Birgit

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Birgit,
      Frau Dr. Faust-Albrecht ist zur Zeit nicht erreichbar. In Ihrer Situation reicht die 3%ige Progesteroncreme sicher nicht aus. Wenn Sie keinen Arzt haben, der sich mit der bioidentischen Hormontherapie auskennt, sollten Sie wieder Visanne einnehmen. Genauere Dosierungsanweisungen sind uns per internet untersagt. Viele Grüße

    • Liebe Birgit,

      wie schon Frau Prof. Gerhard geantwortet hat: bitte zur Endometriosetherapie lieber bei der bewährten Visanne (einer reinen Gestagenpille) bleiben. Die Progesteroncreme ist eher für Kinderwunsch bei Endometriose gedacht.

      Wie schon gesagt, kann unter Progesterontherapie keinesfalls die Speicheldiagnostik zur Therapieüberprüfung herangezogen werden – der Progesteronwert ist fäschlicherweise immer zu hoch, man hat dann keinerlei Aussagen ob man über- oder untertherapiert hat!

      Mit freundlichen Grüßen von

      H. Faust-Albrecht

  • Bri sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    gibt es hinsichtlich der Verwendung von Progesteroncreme oder -gel beobachtete Nebenwirkungen bezogen auf Magenschmerzen?

    Ich verwende das Progesterongel bislang zum ersten Mal im ersten Zyklus. Gestern erfolgte der Beginn der ersten Gelpause.
    Nun ist mir aufgefallen, dass ich kurz nach Cremebeginn zeitgleich massive Magenschmerzen bekam ohne weitere Symptome wie Übelkeit, Sodbrennen, Darmgeräusche oder Diarrhö. Kaum Linderung erbrachte nur konsequente Schonkost (Babybreie und Banane). Seit mehr als 24 Stunden erfolgte das letzte Gelen und die Magenschmerzen sind so gut wie weg. Da ich unter starken Wechseljahresymptomen leide, hätte ich hier zunächst einmal nur die Wahl zwischen „Pest und Cholera“, will sagen, Progesteron weiternehmen und Magenprobleme oder Aufhören und WJ-Beschwerden. Da aber bereits jetzt die WJ-Beschwerden überaus deutlich in den Hintergrund traten, möchte ich ungern auf das Gel verzichten.

    Gibt es Möglichkeiten der Linderung von Magenprobleme oder werden diese im Laufe der Zeit weniger? Gibt es hierzu schon Untersuchungen?

    Mein Gynäkologe hat leider diesbezüglich überhaupt noch keine Erfahrungen.
    Magen-Darm-Probleme waren mir eigentlich bislang völlig fremd.

    Vielen Dank
    Beste Grüße
    Bri

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bri,
      sind mir auch fremd im Zusammenhang mit dem Gel. Mit der Apotheke sprechen und eventuell eine andere Zusammensetzung machen lassen. Viele Grüße

      • Sylvia sagt:

        Hallo,
        ich creme nun schon seit Jahren mit 4% Progesteron Creme, welche in meiner Apotheke mit Basis + Jojobaöl +4gramm Progesteron hergestellt wird.
        Bisher ging es mir damit gut (bloß der Apotheker regt sich des Öfteren über die, wie er meint, unglaubliche Menge an Progesteron auf). Nun wurden bei mir vor wenigen Tagen sehr extreme Leberwerte diagnostiziert, ich musste alle Medikamente absetzen – auch die Progesteron Creme. Bisher war ich der Meinung, dass die Creme völlig unschädlich ist. Können die Leberwerte wirklich damit zusammenhängen?

        • Liebe Sylvia,

          Ich kenne bei der niedrigen Dosierung von Progesteroncreme (ich lasse zumeist 10ige Creme verwenden..) keinen Fall von erhöhten Leberwerten, schließlich erreicht man damit ja nicht mal Spiegel wie in der fruchtbaren Zeit, schon gar nicht wie in der Schwangerschaft!

          Es wäre doch interessant, welche anderen Medikamente Sie einnehmen, ob Sie eine Hepatitis, eine EBV Infektion,eine Medikamenten Unverträglichkeit oder nur ein metabolisches Syndrom haben!

          Die Progesteroncreme sollte allerdings nie ohne Überwachung der hormonellen Serumspiegel verordnet werden. Meine Patientinnen haben auch regelmäßig einen Labor Check bzgl der internistischen Laborwerte (Fette, Leberwerte und Nierenwerte) durchzuführen – sonst kann man als Frauenarzt /-ärztin keine Verantwortung für hormonelle Therapien jeglicher Art übernehmen!

          Gute Besserung von

          H.Faust-Albrecht

    • Liebe Bri,

      das ist sicher eine extreme Reaktion auf die Progesteroncreme. Allerdings gibt es z.B. in der Frühschwangerschaft bei hormonellen Dysbalancen auch Störungen im Magen- und Darmtrakt! Dies müsste man bei Ihnen berücksichtigen. Vielleicht verwenden Sie nur ganz wenig (einen Hauch) der Progesteroncreme, wenn die restlichen hormonellen (klimakterischen) Beschwerden damit gut laufen und machen regelmäßig monatlich ein paar Tage Therapiepause!

      Mit freundlichen Grüßen von

      H. Faust-Albrecht

  • Anna sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    Ich leide seit 1 Jahr unter Depressionen, die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt sind. An manchen Tagen geht es mir sehr gut und ich merke nichts von diesen Depris. Diese Depressionen machen sich bei mir in völliger Verzweiflung (ohne Grund) bemerkbar. Ich war mittlerweile in einer 6-wöchigen psychosomatischen Reha, die mich nicht weitergebracht hat. Außerdem mache ich eine Gesprächstherapie. Aber auch hier weiß ich nicht, was ich noch erzählen soll, da ich keine Probleme habe. Seit August nehme ich abends 7,5 mg Mirtazapin ein. Auch davon geht es mir nicht besser.
    Ich bin 52 Jahre, 170cm groß und wiege 78 kg.
    Ich war bei zwei Gynäkologinnen, eine sagte, ich sollte Antidepressiva nehmen, so etwas könne nicht vom Ungleichgewicht der Hormone kommen, eine Zweite empfahl mir ein Hormonpflaster. Einen Hormonstatus wollte auch sie nicht durchführen, da ich mich ja in den Wechseljahren befände und man wüsste dass die Hormone nicht stimmen. Dieses Pflaster habe ich 8 Monate getragen (FEM7Combi). Aber auch hier war keine Besserung in Sicht.
    Nun war ich bei einer Heilpraktikerin, sie empfahl mit erstmal das Pflaster zu entfernen und Progesteron Globulies D4 (2×20 St) und Pregnonolon (2×50 mg) einzunehmen. Das habe ich auch ca. 10 Wochen gemacht. Vor zwei Wochen haben wir nun doch einen Hormontest im Speichel durchgeführt. Meine Werte (am 21. Zyklustag):
    Progesteron 80,87 pg/ml (Ref.99,1 – 332,5),
    Östradiol 6,48 pg/ml (Ref,0,73-5,08)
    Cortisol 3,63 (ng/ml (Ref. 3-9)
    Prog./Östradiol/Quotient 12,48 (Ref 30-50)
    Testetosteron 22,08 pg/ml (Ref. 7,7-39)
    DHEA 419,82 pg/ml (ref. 90-480)
    Da ich nun schon 8 Wochen Progesteron Globulies eingenommen, scheinen diese nicht richtig zu wirken. Meine HP sagte ich solle nun Progesteron Globulies D12 2×20 einnehmen. Das Pregnonolon so beibehalten. Und außerdem hat sie mit eine Kinesiologin empfohlen.
    Meine Schilddrüse wurde letztes Jahr auch untersucht. Im Jahr 2001 wurde dort ein kleiner Knoten entfernt. Lt. Operateur (damals) bräuchte ich wegen einer so kleinen OP kein Hormon einzunehmen. Mittlerweile sind es aber tägl. Euthyrox 125 mg. Die Schilddrüse hat auch nur noch eine Größe von insgesamt 4,7 ml (1,3 ml +3,4 ml, leicht echoarm und inhomogen). Soll aber alles im Normalbereich sein.

    Was kann noch tun? Ich dachte schon an eine Blutuntersuchung der Aminosäuren, Vitamine u.ä. Ist das denn überhaupt sinnvoll?

    Für einen Rat wäre ich Ihnen dankbar

  • Verena sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Dr. Gerhard,

    als Ihre ehemalige Patientin an der Uniklinik Heidelberg, wende ich mich heute mit einr Frage bezüglich der Gesundheit meiner Mutter (64) an Sie. Meine Mutter hat seit 40 Jahren rheumatoide Arthritis (inkl. fortwährende Kortisonbehandlung, Basistherapie, etc) und hat im Dezember ein neues Kniegelenk bekommen. Nun ist die Wunde immernoch nicht zugeheilt, trotz spezieller Wundbehandlung (spezielle Wundauflagen/ Pflaster mit Wirkstoff). Das neue Granulationsgewebe bildet sich nur sehr langsam, es ist noch viel Fibrin in der Wunde. Gibt es ein (Natur-)Heilmittel, das sie unterstützend einnehmen kann, damit die Wundheilung unterstützt wird bzw. gibt es in der Ernährung Dinge, die sie beachten soll? Ich denke, dass sie sich nicht trauen würde mit einer Salbe o.ä. direkt an der Wunde zu arbeiten aus Angst vor einer Infektion.

    Vielen Dank für Ihren Rat.
    MfG Verena

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Verena,
      das ist sehr schwierig, da Ihre Mutter ja gleichzeitig Cortison hat. Auf jeden Fall sollte sie hochdosiert Zink und Selen einnehmen. Manche Hautärzte sind spezialisiert auf Wundbehandlungen, unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen! Auch ein Arzt für Naturheilkunde, der den Säure-Basen-Haushalt verbessert, wäre hilfreich. Gute Besserung!

      • Verena sagt:

        Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
        vielen Dank für Ihren Rat. Wie finden wir einen guten Arzt, der sich auf Naturheilkunde spezialisiert hat im Raum Mannheim? Und in welcher Dosierung wäre Zink und Selen einzunehmen? (Präparatname?)
        Vielen Dank und viele Grüße
        Verena

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Verena,
          40mg Zink (bspw. Unizink) anfangs am Tag und zeitversetzt 300mikrogramm Selenit (Selenase). Das sollten sie aber mit Ihren Ärzten absprechen. Persönlich kann ich Ihnen niemanden nennen, einfach mal googeln oder Freunde fragen. Eventuell hier? Viel Erfolg!

  • Djane sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 55 Jahre alt, 164 cm, 55 kg, und habe aufgrund von jahrzentelanger Einnahme von 0.25 mg Androcur (habe vor 5 Jahren damit aufgehört) schon lange keinen Eisprung mehr und aufgrund meines Alter kann mal wohl sagen, dass ich in der Postmenopause bin. Ich habe aufgrund von nun schon seit Jahren bestehender Problematik (extreme Gelenkschmerzen, trockene Haut, trockene Kopfhaut, Haarausfall, bin ständig innerlich unruhig, selbst das kleinste bißchen „Stress“ schmeist mich völlig aus der Bahn, verstärkte Gesichtbehaarung, Hautekzeme, Nachtschweiß, tagüber eher keine Hitzewallungen, keine Libido, Orgasmusfähigkeit start herabgesetzt, baue trotz regelmäßigen Trainings kaum noch Muskulatur auf) aktuell meine Werte testen lassen.
    TSH 2,77 mU/l, Beta Östradiol kleiner als 5ng/l, Testosteron 0,10 ug/l, SHBG 5,2 mg/l, Testosteron-SHBG Quotient 0,63%, Vitamin D: 35,5 ug/l, 17-alpha-OH Progesteron 0,28 ug/l, Androstendion 1,45 ug/l
    Ich habe dies an der Uniklinik Köln machen lassen, aber in dieser Maschinerie scheint sich niemand so richtig damit auszukennen, und somit bin ich nun ratlos.
    Bin ich Östrogendominant, habe ich Progesteronmangel, habe ich zu viel Testosteron oder zu wenig? Es ist zum Verzweifeln.
    Was vor mich vor allem richtig fertig macht, ist der Zustand der Haare. Sie sind wirklich extrem trocken, egal bei welchem Schampoo, Haarkur nützt leider auch nichts, die Geheimratsecken werden immer deutlicher, ich habe das Gefühl, dass die Haare die nachwachsen nur noch ganz flaumig sind, und die stabileren werden immer weniger. Das erzeugt einen enormen Leidensdruck. Ich habe es schon einmal mit Östrogengel und Progesteroncreme versucht, hatte aber das Gefühl, dass mit nur Progesteron (1 Hub 3%Prozent) ich relativ schnell buchstäblich austrockne, zusammen mit Gynokadin relativ schnell „quallig“ werde. Beides also nicht gerade ein Wohlfühlpaket. Eine Zeitlang ging es mir mit nur Progesteron ganz gut, aber irgendwann kippte das. Die Ärtztin die mir das verschrieben hat, praktiziert nun leider auch nicht mehr. Ich würde es ja sehr gerne nocheinmal mit Gel und Creme versuchen, aber ich weiß nicht, wieviel ich wovon nehmen soll.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Herzliche Grüße
    Djane

    Mit freundlichen Grüßen
    Djane

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Djane,
      Eine jahrelange Behandlung mit Androcur ohne gleichzeitige Östrogengabe ist ja schon sehr fragwürdig! Von Östrogendominanz kann auch nicht die Rede sein. In Köln gibt es verschiedene endokrinologische Zentren, die Sie beraten und richtig einstellen können. Dabei muss wahrscheinlich nicht nur mit Östrogen und Progesteron/Gestagen behandelt werden, sondern auch noch mit anderen Hormonen, aber immer unter regelmäßiger Hormonkontrolle. Das können Sie alleine nicht! Wegen der Haare können Sie sich beim Hautarzt beraten lassen. Es gibt Haarwässer, die besonders gut bei der sogen. androgenetischen Alopezie wirken. Hier ein früherer Artikel von mir, der Ihnen noch allgemeine Ratschläge bzgl. der Haare gibt. Gute Besserung!

      • Djane sagt:

        Liebe Frau Dr. Gerhard,

        ja das mit dem Androcur war schon sehr fragwürdig, aber unwissend wie ich damals war, habe ich das nicht hinterfragt. Wie ich ja schon erwähnte, habe ich die Hormonwerte an der Kölner Uniklinik im Zentrum für Endokrinologie machen lassen, und die sehen anscheinend keinen Handlungsbedarf, was ich wiederum sehr fragwürdig finde. Meine Symptomatik ist ja nun definitiv vorhanden.
        Haben Sie evtl. noch eine Anlaufadresse in Köln die ich zum Thema Endokrinologie kontaktieren könnte?

        Herzlichen Dank!
        Djane

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Djane,
          werde mich noch mal umhören. Melde mich dann noch mal!

          • Karin sagt:

            Ich 53 hätte auch gerne eine Adresse in Köln…für eine perfekte hormonelle Beratung und Betreuung

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Karin,
            „eine perfekte hormonelle Beratung und Betreuung“, davon träumen alle! Es gibt zahlreiche endokrinologische Praxen in Köln, informieren Sie sich im Bekanntenkreis, wir können dazu nichts sagen. Unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte, allerdings wissen wir nicht, wer auf Endokrinologie spezialisiert ist. Am Ende des Progesteronartikels ist eine Therapeutenliste von Frauenärzten, die nach den Vorschlägen von Frau Dr. Faust-Albrecht arbeiten, allerdings ist sie noch recht dünn und aus Köln direkt noch niemand dabei. Falls Sie die perfekte Praxis finden, sagen Sie doch bitte Bescheid! Alles Gute!

  • Eva sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht!
    Ich (50 Jahre)befinde mich seit März 2015 in einem regelrechten Ausnahmezustand. Begonnen hat es mit plötzlicher Tachykardie, anfangs Verdacht auf Herzprobleme, dazu kamen dann Ängste, Panikzustände etc. Ein 3-wöchiger Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik, Einstellung auf Sertralin. Ich hatte bis zum Sommer massive Angstzustände, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit etc. Mein Gynäkologe stellte dann fest, dass sich gar keine Gebärmutterschleimhaut mehr aufbaue und ich dringend Hormone brauche. Anfangs femoston, dann Wechsel auf Progynova mite. Ich bin nun bei Prof. Dr. Huber (Wien), der meinte ich hätte nun eine Östrogendominanz und verschrieb mir Progesteron-Zäpfchen 400mg. 20.-30. Tag zusätzlich zum Progynova mite. Meine Befindlichkeit besserte sich, aber nicht dauerhaft. Ich habe nach wie vor starke Schwankungen, mit Angst, Schwächegefühl, Unruhe, Weinerlichkeit, ich bin kaum in der Lage meinen Alltag zu bewältigen, jede Anforderung wird zur Überforderung.Ich habe den Eindruck, dass sich v.a. in den Progesteronfreien Phasen die Beschwerden verstärken. Sertralin habe ich mittlerweile absetzen können. Im Jänner hatte ich 3x eine Blutung. Prof. Huber sagt, ich solle deshalb vom 14.-28. Tag die Zäpfchen nehmen. Mein Hausarzt hat mir nun geraten das Östrogen ganz wegzulassen und auf eine 5% Progesteronsalbe umzustellen. Mein Gynäkologe sagt, ich solle mit den Hormonen experimentieren, bis ich mich wohl fühle und am wenigsten Blutungen habe. Ich bin aufgrund der verschiedenen Auskünfte sehr verunsichert. Östrogen ja oder nein? Mehr oder weniger Progesteron? Länger oder kürzer? Ich habe bei allen 3 Ärzten mehrfach den Wunsch geäußert, bioidente Hormone nehmen zu wollen, bin mir aber nicht sicher, ob das der Fall ist? Sind die Zäpfchen/Salbe, das Progynova bioident? Könnte eine 3-wöchige Progesterongabe zu mehr hormonellem Gleichgewicht führen und die Schwankungen mindern? Aktuelle Werte: Progesteron 0,81 Östradiol 84 bei Einnahme vom 20.-30. Tag, Blutabnahme war am 11. Tag.

    Ich hoffe etwas mehr Klarheit in diese verwirrte (und äußerst belastende) Situation zu bekommen und freue mich auf eine Antwort von Ihnen.

    Liebe Grüße
    Eva

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Eva,
      Wenn Sie bei Prof. Huber sind, sind Sie sehr gut aufgehoben, er ist ja der Spezialist! Der Östrogenwert am 11. Tag ist gut, die Progesteronbestimmung an dem Tag war überflüssig. Progynova ist in Ordnung und Progesteronzäpfchen sind bioidentisch. Insofern muss ich Ihrem Gynäkologen zustimmen, dass Sie einfach etwas experimentieren müssen, allerdings unter regelmäßigen Hormonkontrollen. Bei so starken Beschwerden muss man immer an Umweltbelastungen denken, Elektrosmog, Mangel an wichtigen Vitaminen,Spurenelementen (D, Magnesium, B-Vitamine, Omega-3-FS etc.). Ein Arzt für Naturheilkunde kann Ihnen auf diesem Weg sicher weiterhelfen.

      • Eva sagt:

        Liebe Dr. Faust!

        Danke für Ihre Antwort, die mich wieder beruhigt, in guten Händen zu sein! Ich habe viele Untersuchungen gemacht, unter anderem eine Redox-Vollblutanalyse und bekomme nun eine Vitalstoffmischung, da scheinbar die Darm-Blut-Schranke gestört ist und die Aufnahme in die Zellen nicht funktioniert. Bei einem guten TCM Arzt bin ich auch und spreche sehr gut auf die TCM Kräuter an. Natürlich auch Psychotherapie…
        Liebe Grüße
        Eva

    • Susanne sagt:

      Liebe Eva,

      bei mir hat es letztes Jahr auch zur selben Zeit genauso massiv eingeschlagen, Ihre Geschichte am Anfang könnte meine sein, nur ich bin erst 44 Jahre. Ich erhalte nur Progesterongel 3% von meiner Frauenärztin, und muss auch immer noch mit der Menge ausprobieren, da kein Monat wie der andere ist. Ich habe mir zusätzlich noch Unterstützung bei einer Heilpraktikerin für klassische Homöopathie geholt – erhalte Sepia LM 6 – und was wirklich ganz super gegen die Massive Erschöpfung geholfen hat ist mein Kinesiologe, der hat ganz viele Ausbildungen und eigentlich bin ich hin weil ich auch noch seit Beginn der Wechseljahre wieder schlimmer mit meinem Reizdarmsyndrom zu tun habe. Ich lasse mir noch vom Hausarzt in Abständen Eiseninfusionen geben, da mein Ferritin durch die anfangs viel stärkere und in kürzeren Abständen kommende Periode diesen total in den Keller getrieben hat. Und wegen meinem Darm ist es schwer bei mir durch orale Gaben das aufzufangen. Im Frühjahr lasse ich mir auch wieder B12 i.M. spritzen und ansonsten versuche ich auch auf mein Vitamin D und zu achten und nehme Muco Zink Pulver von Nutriimun – wenn es geht, manchmal geht auch gar nichts und es ist wichtig auf die Signale seines Körpers zu hören. Mir ist aufgefallen, dass ich seit dieser Zeit viel mehr Fisch essen mag, also die Omega 3 Fettsäuren scheinen ich mir damit zu holen und manchmal gebe ich auch morgens 1 TL Hanföl in meinen Hirse/Reisbrei, das schmeckt richtig lecker. Ich arbeite auch noch wegen meinen Angst-und Panikzuständen mit der Psychotherapeutin an meiner leider nicht einfachen Kindheit. Ich habe so das Gefühl, in den Wechseljahren kommt alles noch mal ans Licht, was bisher nicht angegangen werden konnte. Ich glaube es ist in dieser Zeit besonders wichtig für uns Frauen uns sehr liebevoll zu behandeln und nicht hart mit uns umzugehen, wenn unser Körper auf einmal überhaupt nicht mehr so funktioniert, wie wir es gerne hätten oder gewohnt waren. Ich wünsche Ihnen auch gutes Durchhalten, und schicke Ihnen viele liebe Gedanken!
      Susanne

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Susanne,
        ganz lieb von Ihnen, dass Sie Ihre tröstliche Geschichte erzählt haben! Es ist wirklich wahr, dass in den Wechseljahren sehr viel rauskommt, und dann ist es eben nicht einfach damit getan, ein fehlendes Hormon zu schmieren! Aber an vielen verschiedenen Ecken bietet sich Hilfe an, frau muss halt offen bleiben und viel selber ausprobieren. Denn jede Frau ist anders und braucht etwas anderes, und das wechselt dann auch noch! Man könnte meinen, Frauen sind komplizierter als Männer! Herzliche Grüße!

      • Eva sagt:

        Liebe Susanne!
        Danke für deine lieben Worte, es tut gut jemand zu finden, der diese schlimmen Zustände verstehen kann, obwohl es mir leid tut zu hören, dass es dir ähnlich ergangen ist. Und ja, das mit der Kindheit stimmt! Ich habe leider viele traumatische Erfahrungen hinter mir und konnte bisher alles gut ausgleichen und mein Leben gut meistern, aber nun scheint jedes Schutzschild weg zu sein und alle Ängste, Verletzungen steigen unkontrollierbar nach oben. Das was sehr schwer ist, ist, dass es sooo lange dauert, bis wieder etwas mehr Kraft, Stabilität in meine Psyche und meinen Körper kommt. Das lässt mich an manchen Tagen verzweifeln. Ich habe aber einen guten TCM Arzt gefunden und spreche gut auf die Kräuter an. Seit den Hormonen ist es auch etwas besser geworden, aber es sind immer nur 1-2 Wochen, die etwas besser sind. Also noch sehr starke Schwankungen. Ja und Psychotherapie mache ich auch.

        Ich danke Dir, dass Du Deine Geschichte mit mir geteilt hast und hoffe und wünsche Dir auch gute Besserung!
        Liebe Grüße
        Eva

        • Susanne sagt:

          Hallo liebe Eva,

          ich wollte mich gerne noch einmal melden, leider hat es etwas länger gedauert.
          Ich empfinde es auch so, dass alles so lange dauert bis sich was verändert und je tiefer wir entweder in der Psychotherapie oder mit dem Kinesiologen an die Themen oder Körperebenen kommen um so intensiver wird es und dann bin ich auch wieder erschöpfter habe ich festgestellt. Und ich denke das ist bei der TCM Therapie ähnlich. Auf der anderen Seite ist das auch klar, da passiert so viel auf einer Ebene die wir nicht wahrnehmen und wir tragen diese „Dinge“ auch schon sehr lange mit uns rum und das ist der Grund warum es so lange dauert und sehr anstrengend ist. Ängste – ein großes Thema – bei mir ist es so, dass ich durch die Psychoth. herausgefunden habe, dass die meisten nicht von mir sind, sondern übernommen. Früher hat die Therapeutin viel mit EMDR mit mir gearbeitet, jetzt hat sie eine weitere Ausbildung und die hat den Ansatz, dass alle Anteile zu mir gehören und wir alles wieder integrieren – also für mich passiert da mehr Heilung, weil ich immer versucht habe die Ängste weg haben zu wollen, aber auch die gehören zu mir, wie auch die „Krankheiten“ etc., und durch das Annehmen und Anschauen verändert sich was. Mir ist klar geworden, dass ich auch oft die Ängste der anderen Wahrnehme und denke das sind jetzt meine Ängste. Hier bin ich gerade auf einem neuen Weg um das zu verändern/verwandeln. Füher hat mir auch EFT/Klopfen geholfen. Es gibt ein sehr gutes Buch von Fr. Dr. Christina Wiesemann „Wenn der Körper plötzlich Alarm schlägt“ hier sind verschiedene Methoden aufgeführt und die Angst- und Panikattacken gut erklärt. Man fühlt sich nicht mehr so „einsam“ mit diesem Thema. Generell glaube ich gibt es für dieses Thema nicht „den Weg“ sondern der sieht für jeden anders aus. Besonders wenn du vielleicht auch eher eine sensiblere Person bist. Zu dem Ansatz, dass es so lange dauert hat Sabrina Fox in ihrem Buch so schön geschrieben (Kein fliegender Wechsel), dass es nicht um sonst WechselJAHRE heißt, denn es dauert nunmal Jahre. Das hört sich im ersten Moment schlimm an, aber wenn wir uns dessen bewusst werden, nimmt es schon etwas Stress weg, dann wissen wir, dass wir es nicht „über Nacht“ verändern können.

          Ich finde es übrigens auch sehr schön, und dafür möchte ich Frau Dr. Gerhard sehr danken -für dieses Portal mit dem Austausch und dem tollen Newsletter usw. – denn wie hätten sonst eine „Susanne“ aus Unterfranken und eine „Eva“ aus Österreich die Möglichkeit ihr „Leid“ zu teilen, oder sogar Impulse zu geben, sich auszutauschen. Vielen Dank!

          Alles liebe, wir schaffen das schon!, Susanne

  • Michaela sagt:

    Hallo Frau Prof. Gerhard,
    ich (41 Jahre, Menarche mit 10, Myom-OP mit 28, Hashimoto, Zysten in der Brust, normale Zykluslänge 25) nehme wegen kurzer Zyklen und PMS seit August Progesterongel 3%, morgens und abends 0,5 gr, ab dem 12. Tag. Progesteronmangel wurde nachgewiesen. Die ersten vier Zyklen war alles super (Rhythmus 28 Tage, keine Schmerzen, kurze Blutung). Ich war begeistert.
    Seit Januar habe ich nun wieder massive Beschwerden. Seit der letzten Blutung vor 9 Tagen ist die Mastodynie geblieben. Dann weiß ich schon Bescheid: dann wird der Zyklus höchstens 15 Tage lang werden. Keuschlamm nehme ich auch bereits seit 1,5 Jahren. Was kann man in solchen Fällen tun? Das Gel durchgehend verabreichen oder ein höherprozentiges verwenden. Ich bin so genervt! Ständig diese Schmerzen in der Brust …
    Danke und Gruß,
    Michaela

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Michaela,
      gleichzeitig Keuschlamm und Progesteron nehmen bringt nichts. Wie soll Keuschlamm eine körpereigene Normalisierung herbeiführen, wenn das äußerlich angewendete Progesteron immer dazwischen funkt? Bei Hashimoto ist die Einstellung nur mit Progesteron auf Dauer sehr schwierig. Sie sollten unbedingt Hormonbestimmungen am Zyklusanfang und unter der Therapie durchführen lassen. Bis Sie das Ergebenis haben, können Sie eine höhere Progesterondosis versuchen. Denken Sie auch an die Nahrungsergänzungen, die bei PMS notwendig sind, bspw Vitamine D, B-Komplex, Nachtkerzenöl, Vitamin E, Omega-3-FS, Magnesium. Viele Grüße

  • Sandy sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
    ich befinde zur Zeit in einer Hormonbehandlung (POF) zur Vorbereitung auf die künstliche Befruchtung und klebe Östrogenpflaster. Da ich nun merke, dass die Periode ca. in 3 Tagen durchkommt, möchte ich den Zyklus gerne weiter verlängern, um den zeitl. Ablauf besser zu koordinieren. Kann ich dazu zusätzlich Progesteron nehmen? Oder ist das zu spät und ich muss den Zyklus abbrechen? Wie wirkt sich das auf den eigentlichen nächsten Zyklus aus? Ich danke Ihnen schon einmal und sende Liebe Grüße, Sandy

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandy,
      Wenn Sie wirklich POF haben, gehört Ihre Therapie AUSSCHLIEßLICH in die Hände Ihres behandelnden Frauenarztes, sonst geht das schief und alle Mühe ist umsonst!!! Viel Erfolg!

  • Evelyn sagt:

    hallo,
    ich bin 37 und habe 1 6jährige Tochter.
    ich habe mich im Juni 2015 sterilisieren lassen da ich nur Ärger mit Spirale,Pille hatte und meine Familienplanung abgeschlossen ist.
    ich habe nun seit längerem extreme Stimmungs und Hormon Schwankungen Schlafstörungen und Launen.
    Schmerzen sehr stark bei Eisprung und Periode, wie ausser Gefecht gesetzt.
    ich habe von meiner Frauenärztin Progeston bekommen für ab dem 15 Zyklustag.
    da meine Beschwerden bei der letzen Periode ( 22.1-25.1) so stark waren habe ich schon am 9 Zyklustag begonnen sie vaginal einzunehmen.
    mir geht es besser .
    ich konnte meine Ärztin nicht erreichen bisher.
    war das ok schon am 9 tag zu beginnen und wie lange nehme ich sie nun im Ganzen?
    Mache ich eine Pause?
    Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.
    Vielen Dank im Voraus

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Evelyn,
      Das war zu früh. Jetzt sollten Sie sie bis zum 26. Tag nehmen, sonst kommt die Periode zu früh. Vielleicht brauchen Sie zusätzlich etwas Östrogen, IHre ärztin wird das mit Ihnen bereden. Nach Sterilisationen hat man häufiger das Problem, dass die Eierstöcke vorübergehend nicht genug durchblutet werden und die Hormonproduktion etwas nachlässt. Das sollte sich aber wieder normalisieren.Alles Gute!

      • Evelyn sagt:

        Hallo Frau Prof.Dr. Ingrid Gerhard,

        Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort .
        Was genau könnte denn passieren?
        Östrogen in welcher Art und weise ?
        Zusätzlich die Pille oder wie genau darf ich mir das vorstellen?
        Nach dem 26. Tag dann Pause bis zum 15. Tag ?
        Vielen Dank für Ihre Hilfe .
        Liebe Grüße
        Evelyn

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Evelyn,
          für solche konkreten Fragen ist Ihre Frauenärztin zuständig, ich darf per Internet nicht so extensiv und individuell beraten. Alles Gute!

  • Laura sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhard,

    ich bin 20 Jahre alt und bei mir wurde ein Progesteronmangel diagnostiziert. Ein Speicheltest ergab einen Progesteronwert von 91 pg/ml am 20. Zyklustag.
    Seitdem nehme ich in der zweiten Zyklushälfte 2mal täglich einen mittleren Hub 3%ige Progesteroncreme und in der ersten Zyklushälfte 2mal täglich 10 Tropfen Phyto L.
    Vor der Diagnose habe ich Agnus castus in erhöhter Dosis eingenommen, da ich den Mangel schon vermutet habe. Die Anti-Baby-Pille nehme ich schon seit 2 Jahren nicht mehr ein, da ich sehr starke Nebenwirkungen hatte.

    Außerdem nehme ich auf ärztlichen Rat hin Zink, B-Vitamine, Vitamin D3 und Eisen ein.

    Da meine Blutung sehr stark und schmerzhaft ist und sich daran im ersten Behandlungszyklus nichts geändert hat, hat meine Ärztin verordnet, ab dem 25. Zylkustag oder ab Beginn der Schmerzen die Einnahme der Creme abzubrechen und dafür vor dem Schlafengehen eine Kapsel Progestan (100mg bioidentisches Progesteron) vaginal anzuwenden. Dadurch ist die Blutung etwas schwächer geworden, die Schmerzen sind jedoch immer noch sehr stark.

    In der ersten Zyklushälfte geht es mir nun mehr oder weniger gut, in der zweiten verschlechtert sich mein Zustand. Ich habe dann fast täglich Kopfschmerzen, bin müde, kaum körperlich und psychisch belastbar, habe juckende Kopfhaut, Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, Übelkeit, bin unmotiviert, vergesslich und depressiv.

    Allgemein habe ich das Gefühl, es ging mir besser, als ich Agnus castus eingenommen habe. Allerdings musste ich die Dosis damals stetig steigern, da die Wirkung immer wieder schwächer geworden ist.

    Ich weiß, dass man Hormone immer in möglichst geringen Dosen zuführen soll, da sonst die körpereigene Produktion verringert wird. Ich weiß auch, dass eine Hormonbehandlung Zeit braucht. Aber ich bin nun am Ende des dritten Behandlungszyklus und derzeit nicht arbeitsfähig.

    Nun würde ich mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung zu Therapieplan und Dosierung schildern könnten. Da ein so starker Progesteronmangel in meinem Alter ja eher ungewöhnlich ist – welche Ärzte sollte ich noch aufsuchen, um mögliche Ursachen abzuklären?

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
    Laura

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Laura,
      den Progesteronwert kann ich nicht nachvollziehen, im Blut gibt es normalerweise Werte zwischen 5-20ng/ml. Sicher wäre es erforderlich unter der Therapie auch zu Zyklusanfang Hormone zu bestimmen (Östradiol, FSH) und in der zweiten Zyklushälfte einen US der Gebärmutterschleimhaut zu machen, sowie Hormone (Progesteron und Östradiol)zu kontrollieren. Unbedingt an die Einnahme von Magnesium denken. Mal über Umweltbelastungen nachdenken: Amalgam, Elektrosmog etc. Ernährung verbessern, Omega-3-Fettsäuren, bspw. als Leinöl, Fischöl einnehmen.

  • Sandra sagt:

    Hallo Frau Prof. Gerhard,

    Jan. 2015 bekam ich Juckreiz und dachte an einen Pilz. Habe diverse Mittel ausprobiert, jedoch ohne Erfolg. Bin dann zur Gyn, die meinte, ich käme in die Wechseljahre, ganz klar. Ich war damals 41. Sie verschrieb mir Oevestine. Ergebnis: nasser Intimbereich und trotzdem Juckreiz. Wieder zur Gyn, Herpes-Diagnose. Entsprechende Mittel bekommen, kurzer Erfolg, dann wieder Juckreiz. Wieder hin, ein Pilz war zu sehen. Bekam Fluconazol und ein Cortisonpräparat. Nach vier Wochen ging es wieder los. Nach ca. einem halben Jahr war ich dann so weit, dass es in der ersten Zyklushälfte recht gut war aber ab dem Eisprung fing die Haut wieder fürchterlich zu jucken an, es kam auch zu Rissen in der unteren Haut am Scheideneingang. Dann bin ich zu einer anderen Gyn, die meinte Lichen, ganz klar. Bin direkt am nächsten Tag zu einer weiteren Gyn, um das noch mal bestätigt zu bekommen. Die sagte, kein Lichen. Dann bin ich zur Hautärztin und die sagte, kein Lichen, aber ein atopisches Ekzem. Sie verschrieb mir eine Cortisonsalbe mit Antibiotikum zugesetzt. Das halft mir gut. Eine Woche nach dem Ausschleichen fing es wieder an. Auf Rat der Hautärztin nehme ich nun wieder für eine Woche dieses Präparat und soll danach für 4 Wochen Elidel Creme verwenden. Auch habe ich mir Unterwäsche mit Silber zugelegt. Auch sollte ich eine Tablette Fluconazol 200 nehmen. Das habe ich heute gemacht.
    Nun beschäftige ich mich mit dem Gedanken, ob mir Progesteron evtl. helfen könnte. Mein Zyklus ist nur 23 Tage lang, habe eher eine leichte, normale Blutung für 3 Tage. Habe Hashimoto, nehme hier 3,5 Grain nat. Thyroid von der Receptura Apotheke, zzgl. 75 T4. Fühle mich gut eingestellt. Habe aufgrund des Autoimmunprozesses keine SD mehr, alles weg.
    Auf das Progesteron kam ich, da die Beschwerden immer ab dem Eisprung kommen und dann massiv werden. Bekomme ich meine Regel, ist der Spuk danach vorbei, ab dem 9. Tag geht es langsam wieder los. Stimmungsschwankungen habe ich auch, vor allem kurz vor der Regel, ist diese auf dem Nullpunkt. Habe Spätakne und bin Allergiker mit Hang zum Asthma. Auf das Schweine-Thyroxin bin ich umgestiegen, da ich mit den synt. Hormonen nicht mehr einzustellen war.

    Evtl. haben Sie ja einen Rat für mich. Hormonstati wurden bis jetzt nicht gemacht. Meine Gyn meinte, Oevestin reicht, Punkt.

    ???
    Danke
    Sandra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandra,
      Progesteron könnte wirklich hilfreich sein. Da Sie schon mit der Rezeptura-Apotheke Kontakt haben, können die Ihnen sicher einen Hormonspezialisten in Ihrer Nähe nennen. Viel Glück!

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht,

    Ich bin 43 Jahre alt, weiblich. Bei mir wurden folgende Hormonwerte am 5. Zyklusstag ermittelt:

    Östrogen 26 (Referenzbereich ging auch erst mit 26 los)
    Progesteron 0,2

    Am 21. Zyklusstag wurde dann ein Progesteronwert von 18 ermittelt (Referenzbereich geht bis 27)

    Mein Gynäkologe sieht hier keinen Handlungsbedarf ein Hormon zuzuführen.
    Allerdings leide ich schon seit dem Sommer 2015 an starken Stimmungsschwankungen mit plötzlicher Weinerlichkeit.

    Seit etwa 5 Monaten nehme ich L-Thyroxin, alle anderen Beschwerden (wie Gelenkschmerzen und Haarausfall) haben sich gebessert, die Stimmungsschwankungen mit der Weinerlichkeit ist leider geblieben,haben sich eher sogar verschlimmert.

    Wissen Sie Rat?

    Viele Grüße
    Claudia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Claudia,
      Ihr Frauenarzt hat ganz Recht, die Werte sind durchaus normal. Es kann aber gut möglich sein, dass Ihnen Mönchspfeffer oder eine individuelle homöopathische Behandlung gut helfen wird. Überprüfen Sie auch Ihre Ernährung und klären Sie, ob ein Vitalstoffmangel vorliegen könnte. Alles Gute!

      • Claudia sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

        Selen, Vitamin D und B6 führe ich schon seit geraumer Zeit zu. Welche Vitalstoffe wären noch empfehlenswert?

        Vielen Dank
        Viele Grüße
        Claudia

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          liebe Claudia,
          am besten wäre natürlich, wenn Sie eine Vollblutanalyse auf Vitalstoffe durchführen lassen würden. Weitere Vitalstoffe wären aus meiner Sicht Magnesium, Omega-3-Fettsäuren, eventuell Vitamin B12. Da die freiverkäuflichen Produkte aber sehr unterschiedliche Inhaltsstoffe und Konzentrationen haben, sollten Sie sich von einem Ernährungs-Fachmann beraten lassen. Alles Gute!

          • Claudia sagt:

            Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard,

            ich führe auch täglich Leinöl zu mir (Omega 3 und 6),
            Magnesium, Zink, und Vitamin B12 zu mir. Ja, Sie haben recht: nur freiverkäufliche Produkt, bzw. ohne Rezept auch Apothekenprodukte.
            Ich werde mir jetzt ein Vitamin B Kombipräperat holen bei dem auch noch andere B Vitamine wie B1, oder B5 dabei sind.

            Ich habe auch über eine Darmreinigung/Darmsanierung nachgedacht mit pflanzlichen Mitteln-was halten Sie davon?

            ein schönes Wochenende,
            Claudia

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Claudia,
            eine Darmsanierung ist immer gut! Viele Grüße!

    • Kornelia sagt:

      Hallo Claudia – bei mir persönlich hat sich im Verlauf einer langjährigen L-Thyroxin-Therapie eine Histrionie(früher Hysterie)ausgebildet. Die Therapie wurde ca.2001 eingeführt, um nach einer Entfernung der Schilddrüse die Hormonwerte zu regulieren. Die Ärzte handelten sicherlich in bester Absicht und gemäß ihren Kenntnissen. Allerdings hat mich das nach 4 Jahren in eine psychiatrische Klinik gebracht, wo die Histrionie diagnostiziert wurde. Viele Jahre in fast ausschließlicher psychiatrischer Behandlung und es wurde immer schlimmer. Als ich durch die Aussage eines renommierten ganzheitlichen Arztes auf den Zusammenhang hingewiesen wurde, schlich ich mich aus der Thyroxingabe aus und bin innerlich viel ruhiger und gefasster geworden. Besonders die unbegründeten Ängste und das innerliche Zittern sind fast ganz weg. Offensichtlich hatte ich zwar die ganzen Jahre akzeptable Laborwerte, aber für meinen Körper war die Konzentration von T3 + T4 dennoch zu hoch. Mit dem, was meine Schilddrüsenreste produzieren, scheint er gut auszukommen. Wenn bei Ihnen diese Weinerlichkeit und Stimmungsschwankungen schlimmer werden, sollten Sie vielleicht in dieser Hinsicht eine Änderung anstreben.
      Nur so ein Gedanke
      LG Kornelia

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Kornelia,
        vielen Dank für die Mitteilung Ihrer eigenen Erfahrungen. Ich erlebe auch immer wieder, dass die Patientinnen sich besser fühlen, wenn sie selber mit der T3/T4-Dosis experimentieren, als wenn sie sich nur auf Laborwerte verlassen. Wichtig ist, dass frau gut auf sich hört und sich Zeit gibt für die Reaktion auf die Dosisanpassungen. Alles Gute!

        • Claudia sagt:

          Hallo nochmal Frau Prof. Dr. Gerhard,

          kann es sein theoretisch das sich die Sexualhormone, obwohl noch im Referenzbereich, so bei mir verschoben haben das ich deshalb diese Stimmungschwankungen habe?

          Ich glaube trotz der Werte die noch innerhalb des Referenzbereichs liegen das sich hier etwas verändert hat was die Ursache allen Übels ist und auch noch eine Unterfunktion der Schilddrüse (mit den sonstigen Symptomen die unter L-Thyroxin verschwunden sind!)mitverursacht hat.

          Viele Grüße
          Claudia

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Claudia,
            unbedingt Magnesium nehmen, das ist auch für das richtige Funktionieren der Hormone wichtig.

      • Claudia sagt:

        Hallo Kornelia,

        vielen Dank für Deinen Post.

        Diese Beschwerden mit den Stimmungsschwankungen hat ich schon kurze Zeit vor der Thyroxinzufuhr. Es war mit einer der vielen Gründe wieso ich überhaupt das Hormon verschrieben bekommen habe. Alle anderen Gründe sind verschwunden durch L-Thyroxin-die Stimmungsschwankungen blieben, zumindest bis jetzt.

        Ich weiß nicht wie lange ein Körper braucht bis er sich wirklich komplett auf die Thyroxin Zufuhr einstellt.
        Von daher weiß ich auch nicht ob sich das auch noch ändern wird(?)

        Vom Gefühl würde ich sagen das sich etwas in den Sexualhormonen verschoben hat, auch wenn mein Frauenarzt sagt das alles in Ordnung ist mit den Werten glaube ich in einer Prämenopause festzuhängen.

        Liebe Grüße
        und ein schönes Wochenende
        Claudia

  • Lulu69 sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr.

    wäre eine Progesteroncreme bei Z.n. Apoplex kontraindiziert?

    Über Ihre Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    MfG

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lulu,
      kommt auf die Ursache des Apoplex an und darauf, ob tatsächlich nur ein Progesteronmangel besteht. Der Endokrinologe oder Ihr Frauenarzt können Sie da sicher kompetent beraten.

  • Sandra sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,
    seit etwa einem halben Jahr plagt mich ca. eine Woche vor der Periode ein dunkler Ausfluss und unruhiger Schlaf, was ich sonst nie kannte. Die Hormonuntersuchung bei meinem Arzt ergab ein leicht erhöhter TSH-Wert von 3,51 bei normalen T3 und T4-Werten. Der Progesteronwert lag etwas über 220 (gemessen Ende der dritten Zykluswoche bei bislang regelmässigem 30Tage Zyklus). Auch alle anderen Hormone waren im Normbereich. Nach Einschätzung des Arztes sind die Schilddrüsenwerte schuld, gleichzeitig kann aber der hohe Progesteronwert der Schmierblutung nicht zugeordnet werden. Eine Ultraschall-Untersuchung hat keine Auffälligkeiten ergeben. Haben Sie evtl. eine Idee, woher die Symptome kommen könnten. Ganz lieben Dank schon jetzt und viele Grüsse

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandra,
      mit dem Progesteronwert kann ich nichts anfangen. Normalerweise wird Progesteron im Blut in ng/ml gemessen. Einen Wert von 220ng/ml gibt es aber nicht. Ihre Symptome sprechen für einen Progesteronmangel, da kann sicher Progesteron vom 17.-16. Zyklustag helfen. Alles Gute!

      • Sandra sagt:

        Sehr geerhrte Frau Dr.,
        Sie haben Recht, der Progesteronwert war falsch, er lag bei 22, nicht wie irrtümlich geschrieben bei 220ng/mL. Dieser Wert liegt in der Normtabelle jedoch für den Messzeitpunkt (3. Zykluswoche bei normalem 30Tage-Zyklus) im normalen Bereich, oder? Der Arzt meinte, es sei die Schilddrüse (T3-Wert:2.9/T4-Wert:11.2/TSH:3.51. Ich habe in den vergangenen beiden Jahren aufgrund einer Kinderwunschbehandlung häufiger die Hormon- und Schilddrüsenwerte feststellen lassen. Dabei war der THS wert einmal über 3.2, ansonsten immer zwischen 1.5 und 2.5. Kann dieser Wert von 3.51 Auslöser von Schmierblutungen sein, wenn der Progesteronwert gleichzeitig bei 22 liegt? Ich verstehe das nicht…Ganz lieben Dank nochmal im Voraus für Ihre Einschätzung. Herzliche Grüße Sandra

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Sandra,
          es kann durchaus sein, dass Progesteron nur zu wenige Tage hoch ist und zu schnell wieder abfällt. Dann kann eine leichte Progesteron-Substitution helfen. Oder Mönchspfeffer. Schilddrüsenwerte können mal schwanken, bekommen Sie genügend Jod und Selen? Auch mit homöopathischen Mitteln kann man diese leichten Störungen gut einregulieren. Alles Gute!

  • Bianca sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    Aufgrund meiner Schlafstörungen und meiner großen Myome hat mir ( 65 Jahre ) meine Gynäkologin ( leider im Ruhestand ) die 3%ige Progesteron Creme verordnet. Nun zeigte sich eine andere Gynäkologin darüber aber regelrecht entsetzt. Deshalb bin ich nun stark verunsichert, ob diese Creme für mich sinnvoll ist oder die bioidentische Hormontherapie hilfreicher wäre.

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn SIe mir diesbezüglich raten könnten !

    Mit freundlichen Grüßen

    Bianca

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bianca,
      die 3%ige Progesteroncreme ist bioidentisches Progesteron. Können Sie ausprobieren. Aber bitte kurzfristig mit US die Myome kontrollieren lassen, da manchmal die Myome wachsen können. Vielleicht wäre sonst Melatonin etwas für Sie. Viele Grüße!

  • Sunny sagt:

    Sehr geehrter Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin Anfang 30 und habe vor rund 10 Monaten die Pille nach 15 Jahren abgesetzt, weil ich sie nicht mehr gut vertragen habe. Seither habe ich meine Periode noch nicht wieder bekommen. Da mittlerweile ein Kinderwunsch besteht, habe ich einen Hormontest machen lassen. Dieser hat einen niedrigen Progesteronwert ergeben (46 pg/ml). Meine Heilpraktikerin hat mir bioidentisches Progesteron empfohlen. Ich bin allerdings etwas unsicher,ob ich es wirklich nehmen soll oder ob ich noch warten soll, ob sich alles von alleine reguliert. Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    Danke und Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sunny,
      wenn Sie keinen Eisprung haben, ist ein niedriger Progesteronwert völlig normal. Progesteron könnte vielleicht dann eine Blutung auslösen (wenn Sie es 14 Tage genommen habe und absetzen), aber keinen Eisprung. Gehen Sie bitte zu Ihrer Frauenärztin, die die anderen wichtigen Hormone bestimmen wird, damit Sie wissen, ob ein weiteres Abwarten sinnvoll ist. Viele Grüße!

  • Christina sagt:

    Liebe Frau Dr., seit ca. 7 Jahren leider ich verstärkt unter PMS. Brüste schmerzen, Schlafstörung, starke Blutungen, Erschöpfung etc. Nachdem ichjetzt selbst im Netz auf Progesteron gestoßen bin hat mein Arzt mir Progestan 100mg Kapseln verschrieben. Diese soll ich abends einmal vaginal einführen. Seit 6 Tagen nehme ich sie und ich habe nach 4 Tagen die Kapseln aufgepiekst und mir den Inhalt auf die Haut geschmiert weil es vaginal nicht angenehm war. Zuerst hab ich nix gemerkt, habe daher am nächsten Morgen gleich wieder 100mg aufgetragen. Heute hatte ich tierische Kopfschmerzen, meine Brüste sind aber abgeschwollen. Jetzt weiß ich nicht ob ich das Medikament absetzen soll, das Schlaganfall Risiko ist doch auch mit Progesteron erhöht oder? Ich habe selten Mal Migräne mit Aura. Pille habe ich mit 28 abgesetzt, bin jetzt 35. Ich überlege auf die Creme umzusteigen, habe aber gelesen dass bei Pms die Dosis hoch sein sollte an Progesteron. Außerdem weiß ich nicht was ich meinem Arzt sagen soll. Ich finde nirgends einen Namen der Creme oder der Zusammensetzung und weiß auch nicht wie hoch potenziert sie sein muss. Oder soll ich die Kapseln trotz Kopfschmerzen weiter nehmen? Habe auch überlegt eine halbe Kapsel morgens und abends aufzutragen.MfG Christina

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Christina,
      das mit dem Kapsel aufpieksen haben Sie ganz richtig gemacht, aber morgens würde ich das Progesteron nicht nehmen. Wenn Ihr Arzt sich mit der Creme nicht auskennt, bleiben Sie besser bei den Kapseln. Ihre Beschwerden sprechen aber sehr dafür, dass Sie einen Mangel an Eisen, B-Vitaminen und anderen lebenswichtigen Stoffen haben, so dass Sie unbedingt einen Arzt für Naturheilkunde aufsuchen sollten. Alles Gute!

      • Christina sagt:

        Liebe Frau Dr. Gerhard, lieben Dank für Ihre Antwort. Ein Bluttest wurde gemacht und ich hatte nur einen minimalen Mangel an Vitamin B12 und Vitamin D. Das B12 lasse ich mir einmal im Monat spritzen und bin seitdem auch nicht mehr erkältet :-). Vitamin D habe ich noch nicht zugeführt. Mein Arzt sagte außerdem dass ich Magnesium nehmen soll weil ich viel Stress im Job hab und noch ein eigenes Pferd, welches zeitaufwändig ist. Warum soll ich Progesteron morgens nicht nehmen? Ich habe das Gefühl, dass es irgendwie aufputschend wirkt und die Brustschmerzen sind auch weniger geworden.LG Christina

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Christina,
          normalerweise macht Progesteron etwas müde. Sprechen Sie die weitere Therapie lieber mit Ihrem Arzt ab, der Sie kennt.

      • N. Jürgensen sagt:

        Hallo Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

        Kann ich Famenita 200 mg Kapseln oder Progesteroncreme 3% auch mit Traubensilberkerze kombinieren?Die Creme allein reicht nicht aus gegen meine WJ-Beschwerden.
        Leide weiterhin unter massiven Schlafstörungen, vor allem Hitzewallungen und Schweißausbrüchen.
        MfG N.Jürgensen

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Frau Jürgensen,
          Theoretisch ja, aber Ihren Beschwerden nach reicht das wahrscheinlich nicht aus, sondern Sie müssten Ihren Hormonstatus überprüfen lassen und eventuell doch auch Estrogen nehmen. Viele Grüße

  • Sweety sagt:

    Guten Morgen,
    ich habe ein großes Problem, ich bin 43 jahre alt,habe 2012 ein Kind geboren und 2014 aufgehört zu Stillen und seitdem habe ich massive Probleme. Panikattacken, Übelkeit, Unwohlsein, Kalt, Warm, Hitzewallungen,Schwindel, Zittern, Herzrasen usw… Mein Hausarzt schob es auf die Psyche, ich nahm Antidepressiva, änderte aber nichts, habe sie wieder ausgeschlichen.Mein Gyn verschrieb mir Femoston und die Pille ohne irgendwelche Blutwerte.Habe 2014 angefangen zu suchen was mir fehlt, bin bei einer Internistin wegen Hashimoto seit Okt. 2014, werde alle 6 Wochen neu eingestellt, die Werte liegen nun über 50% Ft3 und Ft4, Tsh ist supprimiert und ist sehr niedrig.Mittlerweile habe ich Kalender geführt und habe immer vor der periode eine Panikattacke, die fängt abends an und geht die ganze Nacht. Dann bekomme ich zwischen 3 und 7 Tagen später meine Periode.Nun habe ich den Gyn gewechselt und wir sind an einem Hormonstatus dran.Einige Werte habe ich schon von den letzten Zyklen, da war Progesteron immer ganz unten der Norm und Östrogen ganz oben an der Grenze, so um den 21. Zyklustag. Nun creme ich Progesteroncreme( seit diesem Zyklus 10% vorher war es die 3% ige) in der 2 ten Zyklushälfte und nehme noch Progestankapseln vaginal ein. Allerdings geht es mir ab kurz vor der periode immer sehr schlecht bis zum Eisprung, dann wird es etwas besser. Weiß auch nicht wie ich weiter verfahren soll, denn hier in der Nähe kennt sich niemand mit den bioidentischen Hormonen aus.Diesen Zyklus sind eigentlich alle Werte in der Norm, Progesteron wieder niedrig am4 ten zyklustag und Östrogen sehr hoch.Bekomme nun um den Eisprung nochmal Blut genommen und Am 21. Zyklustag.Aber ich gehe davon aus, daß ich Östrogendominanz habe und den Mangel an Progesteron irgendwie ausgleichen muss. Nur wie?Wäre dankbar um Rat. Danke im voraus

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sweety,
      Progesteron muss am 4. Zyklustag niedrig sein und Östrogen hoch, das ist ganz normal. Wenn es Ihnen in der ersten Zyklushälfte schlecht geht, fehlt Ihnen etwas Östrogen. Da Sie Hashimoto haben, ist es schwierig, den Zyklus mit natürlichen Hormonen gut einzustellen. Muss vielleicht auch gar nicht sein. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie durch die späte Schwangerschaft und das lange Stillen ausgepowert sind. Suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, der Ihr Immun- und Hormonsystem stabilisiert (Darmbehandlung, Nahrungsergänzungen,Psyche etc) und die Ursachen für Ihre Hormonstörungen bekämpft, anstatt Laborwerte zu behandeln. Alles Gute!

      • Sweety sagt:

        Sehr geehrte Frau Gerhard, Danke für ihre Antwort. habe hier schon einiges an Nahrungsergänzungen , Psyche bin ich in therapie, aber mittlerweile ohne Antidepressiva, den die helfen nicht, machen mich nur müde, Darmbehandlung habe ich noch keine. Hier ist es auch sehr schwer einen Arzt zu finden.Mein Östrogen ist am 4. Zyklustag bei 166ng/l Norm ( 27-250 ng/l) und mein Progesteron 0,5 ug/l norm(< 1,5).Letzen Zyklus waren meine Werte am 21. Zyklustag bei Estradiaol 168 pg/ml norm ( 33-171) und progesteron 1,34 norm(3,29 – 20).Ich bin schon froh, daß ich jemanden gefunden habe, der mir mal meine Werte macht, vorher hies es immer nur, Sie haben nichts, alles okay. Und bei solch hohen Werten sollte man noch Östrogen zuführen? Ich suche schon lange nach einem Arzt der mein befinden behandelt und nicht die Werte, aber diese Ärzte gibt es selten, hier gar nicht. Hier bekommt man nur durch betteln mal die Werte gemacht und mehr nicht. Ist ja alles immer in der Norm laut Arzt. Danke im voraus

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Sweety,
          Ihre Werte sind typisch für den Beginn der Wechseljahre. Da die Eierstöcke nicht mehr richtig arbeiten können, feuert die Hirnanhangsdrüse sie an, so dass Östrogen vermehrt gebildet wird. Aber da der Eisprung nicht mehr richtig funktioniert, ist zu wenig Progesteron da. Wenn Sie Glück haben, kann Ihnen auch Agnus castus helfen. Alles Gute!

          • Mrs.Nissi sagt:

            Liebe Frau Dr. Gerhard,

            Nehme jetzt seit 1 1/2 Monaten Progesteroncreme 3% 1xtäglich
            und 2 x täglich Klimaktoplant. Habe wieder vermehrte Hitzewallungen und kann momentan nicht schlafen. Haben Sie einen Rat oder können Sie mir den Unterschied zwischen den Kapseln Famenita 200 mg under der Progesteroncreme erklären?Sind die Kapseln genauso bioidentisch wie die Creme?Soll ich lieber die Kapseln vaginal einführen?Dieses hatte mir mein Gynäkologe empfohlen. Vielen Dank für Ihre Antwort!Vielleicht ist die Creme zu schwach?Habe auch starke Endometriose!MfG, bin 49 Jahre und seit 2 Jahren in den WJ.

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Mrs. Nissi,
            Wenn der Arzt Ihnen Faminita 200 verschrieben hatte, ist die 3% Progesteroncreme viel zu schwach. Famenita ist genauso bioidentisch wie die Creme. Viele Grüße!

      • Sternkind sagt:

        Guten Tag Frah Gerhard
        Ich bin 23 Jahre alt und habe, laut Frauenarzt, die Diagnose PCO. (Zu wenig weibliche Hormone, zu viele männliche – wurde mit Bluttest und Ultraschall diagnostiziert).
        Meine Menstruation habe ich ca 4-5x im Jahr. Zur Verhütung habe ich mich klar gegen die hormonelle Verhütung entschieden, da ich der Meinung bin, dass sie meinem Körper (auch auf Dauer) nicht gut tut. Auch fühlte ich mich psychisch nicht wohl.
        Meine FA war gar nicht davon begeistert und sagt jetzt, dass ich ich unbedingt Progesterontabletten nehmen muss um eine regelmässige Menstruation zu kriegen – ein ganzes Leben lang (200mg 12x im Monat).
        Ich fühle mich jedoch ganz gut mit meinem unregelmässigen Zyklus, bin Normalgewichtig, habe einen guten Schlafrythmus und esse gesund und ausgewogen.
        Kinderplanung steht bei mir im Moment gar nicht in Frage. Könnte mir auch vorstellen kinderlos zu sein/bleiben.
        Meine Frage ist nun, ob ich die Menstruation wirklich so dringend 12x im Jahr braucht oder ob diese 5x reichen? Ob es da Alternativmethoden gibt (Homeopathie), welche ich zuerst versuchen kann..?
        Die Vorstellung bis in meine Wechseljahre hinein Hormone (Progesteron) zu nehmen graust mich ein wenig.

        Ich hoffe Sie können mir mit ihrem Fachwissen weiterhelfen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür!
        Freundlich Grüsse
        Sternkind

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Sternkind,
          wenn Sie zur Zeit PCO haben, ist das eine reine Symptombeschreibung. Da finde ich sehr vernünftig, dass Sie keine Lust haben, wegen eines Symptoms, das Sie nicht belästigt, Ihr Leben lang Hormone zu nehmen. Allerdings darf man dieses Symptom auch nicht einfach so lassen. Wenn Sie zu einem Arzt für Naturheilkunde gehen, kann er vielleicht feststellen, ob Sie eine Umwelt-/ Schwermetallbelastung haben. Ein Endokrinologe könnte nachweisen, ob es sich um einen genetischen Enzymdefekt handelt. Wäre das der Fall, dann könnten die Hormonverschiebungen im Laufe des Lebens schlimmer werden, und die zu vielen männlichen Hormone würden sich bemerkbar machen. Vielleicht hilft auch schon eine Ernährungs- und Bewegungsumstellung. Außerdem gibt es pflanzliche und homöopathische Mittel, die den Zyklus stabilisieren können, sowie die Traditionelle Chinesische Medizin (nur Akupunktur ist meistens nicht ausreichend). Also einfach mal umhören, was ein Ganzheitsmediziner noch für vorschläge hat. Alles Gute!

          • Sternkind sagt:

            Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort!
            Ich werde mich sicherlich umhören und sehen was es zu machen gibt – allerdings werde ich mir sicherlich Zeit lassen für dieses „Problem“.
            Auch ich wünsche Ihnen alles Gute und schätze es sehr, dass sie sich Zeit nehmen allen eine gute, profesionelle Antwort zu geben!

  • Magdalena sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    ich bin fast 51 Jahre und wegen seit langer Zeit verkürzter Zyklen, sich öfters zu hoch aufbauender Schleimhaut, stärkeren Blutungen und Schmierblutungen vor und nach der Periode hat mir mein Frauenarzt als Schleimhautschutz Progesteronkapseln 200 mg vom 11. ZT an für 12 Tage verschrieben. Ich soll 1 x tägl. 1 Kapsel vaginal abends nehmen.

    Im ersten Zyklus war auch alles super, die Periode kam 3 Tage nach Einführen der letzten Kapsel. Auch sonst war alles gut, keine Schmierblutungen mehr, Periodendauer kürzer und auch etwas schwächer.

    In diesem zweiten Zyklus mit Progesteron – wieder am 11. ZT begonnen, Kapseln für 12 Tage genommen, kam die Periode schon am nächsten Morgen nach der letzten Kapsel, als wieder recht früh, am 23 ZT. Mein Frauenarzt sagte vor einigen Wochen, es werden immer 2-3 Tage dazwischen liegen, bis Periode kommt. Mache ich etwas falsch mit dem Einnahmeschema oder Dosierung?? Oder ist es einfach so, dass Progesteron, auch in der recht hohen Dosierung die Gelbkörperphase nicht verlängert??
    Ich mache mir nun Sorgen, dass die Therapie nicht die richtige ist, aber eigentlich fühle ich mich sehr wohl mit den Kapseln…oder ist der recht kurze Zyklus, auch mit Progesteron, nicht so schlimm und die Einnahme kann so fortgesetzt werden??
    Vielen Dank für Ihre Antwort,
    liebe Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Magdalena,
      Alles prima so. Sie können die Progesteron ja auch vom 11.- 26. Tag benutzen, dann kommt die Blutung erst am 27.-29. Tag und ist nicht mehr ganz so häufig. Viele Grüße

      • Magdalena sagt:

        Liebe Frau Prof. Gerhard,

        die Periode kam leider schon nach der 12. Kapsel, also am ZT 23.
        Deshalb mache ich mir etwas Sorgen, weil der Zyklus sich mit dem Progesteron nicht verlängern lässt. Es fehlen einfach die 2-3 Tage nach absetzen, nach diesen 2-3 Tagen soll die Periode ja erst kommen. Aber bei mir eben schon am 23. Zyklustag, direkt im Anschluss an die letzte Kapsel.

        LG
        Magda

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Magdalena,
          deshalb sollen Sie ja auch länger die Kapseln nehmen! Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

          • Magdalena sagt:

            Liebe Frau Prof.Gerhard,

            erst einmal nochmals vielen Dank für Ihre schnellen Antworten. Bitte entschuldigen Sie, aber ich verstehe immer noch nicht…Wenn ich am 22.ZT abends die letzte Kapsel (also nach 12tägiger Anwendungszeit) einführe und dann am 23 ZT morgens die Periode durchkommt, kann ich doch nicht abends wieder eine Kapsel einführen, damit der Zyklus länger wird? Muss man dann nicht die Schleimhaut abbluten lassen und weitere Kapseln weglassen?

            Danke Ihnen für eine kurze Erklärung.

            Liebe Grüße
            Magda

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Magdalena,
            dann war mir der zeitliche Ablauf nicht klar. Sie sollten dann eine Woche eine Kapsel nehmen und eine zweite Woche zwei Kapseln. Lassen Sie sich das noch mal von Ihrem Arzt erläutern. Klappt das nicht, müssen Sie eventuell auf ein stärker wirksames Gestagen umsteigen.

          • Magdalena sagt:

            Liebe Frau Prof. Gerhard,

            danke für den Tipp. Ich habe noch eine letzte Frage:Wenn ich Sie richtig verstehe, nehme ich ab 11. ZT dann 1 Kapsel Progesteron vaginal 200 mg und nach einer Woche 2 Kapseln mit je 200 mg Progesteron vaginal für eine weitere Woche. Ist das so richtig? Ich wusste gar nicht, dass man das Progesteron so hoch dosieren kann…
            Vielen Dank noch einmal für eine kurze Antwort und ein schönes Adventswochenende!
            Liebe Grüße Magda

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Magdalena,
            falsch, in der ersten Woche 100mg, dann 200mg, das sollte ausreichend sein. Nur wenn Sie damit Zwischenblutungen bekommen, steigern. Hängt u.a. von Ihrem Körpergewicht und Ihrem Stoffwechsel ab. viel Erfolg!

  • Barbara sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    nach 2 Jahre andauernden stressbedingten Hormonproblemen (erst Progesteronmangel, dann zusätzlich Östrogenmangel)´hat mir (40 Jahre, wieder regelmäßiger Zyklus) Akupunktur sehr geholfen. Starke Beschwerden habe ich aber immer noch um den 12. Zyklustag (sehr kalte Hände, Füße, Schlafprobleme (Einschlafprobleme, kurzer Schlaf) und eine Woche vor der Periode (auch oben genannte Symptome und Migräneneigung). Die Verwendung des Gels Estreva hilft umgehend. Nur muss ich dann ja parallel auch Progesteron zuführen. Meine Ärztin kennt die Progesteroncreme nicht und hat mir Progesteronkapseln verschrieben. Jetzt habe ich Sorge dass ich, wenn ich 100 mg als Kapsel nehme, weitere Nebenwirkungen habe wie Müdigkeit etc. Meine Toleranz für weitere Beschwerden ist aufgrund des Schlafdefizits im Moment sehr gering, da ich nur wenige, wirkliche beschwerdefreie Tage im Monat habe. Mein Problem: Ich habe das Gefühl, dass ich an den meisten Tagen mit Progesteron „gesättigt“ bin. Nehme ich die Progesteroncreme häufiger, werde ich zerschlagen und sehr müde. Eigentlich muss ich aber ab dem 12. Zyklustag laut meiner Ärztin 100 mg als Kapsel bis zur Periode zufügen. Aber nur ab und wann die Progesteroncreme nach Bedarf nehmen und das Estreva Gel häufiger (in der Zyklusmitte ca. 1-3 Hub am Tag, ebenso in der Woche vor der Periode)ist evtl. fahrlässig? Eigentlich bin ich froh, dass ich beide Hormone merklich herunterfahren konnte. Durchgehend bräuchte ich von meinen Beschwerden her das Progesteron in der 2. Zyklushälfte eigentlich nicht. Das Östrogen macht mir momentan mehr zu schaffen. Sobald ich es zuführe, hören die Beschwerden auf. Meine Periode ist wieder normal und regelmäßig geworden (sie war ca. ein halbes Jahr gar nicht mehr vorhanden).
    Mein Problem ist , dass ich nicht weiß, wieviel 100 mg Creme (3 Prozent) 100 mg einer Kapsel entspricht, da über die Haut der Wirkstoff anders aufgenommen wird als oral. Wird es besser aufgenommen, so dass die Kapsel niedriger dosiert ist und ich im Verhältnis weniger Creme nehmen müsste?

    Herzlichen Dank!
    Barbara

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Barbara,
      einfach so mit den Hormonen rumspielen hat keinen Sinn. Wenn Sie Östrogen nehmen, MÜSSEN Sie genügend Progesteron nehmen, sonst wird in der Gebärmutter zu viel Schleimhaut aufgebaut. Ihre Ärztin muss die Dosis mit Ihnen einstellen. Da Sie erst 40 sind, kann gut sein, dass Sie gar keine zusätzlichen Hormone brauchen, sondern nur Nahrungsergänzungen und Stressreduktion! Viele Grüße

  • Sengül sagt:

    Hallo Fr Professor. Gerhard,

    habe noch vergessen zu sagen, dass ich Amalgam (Facharzt) und chronische Mandeln rausnehmen lassen habe.

    Muss ich und wie noch ausleihen lassen? Und wie?

    Liebsten Dank und Grüß

    Şengül

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sengül,
      suchen Sie sich bitte einen Arzt für Naturheilkunde, der Sie beraten und behandeln kann, über Internet ist das nicht erlaubt. Viele Grüße

  • Jenny sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard

    Seit längeren hab ich besonders in der ersten Zyklus Hälfte Probleme mit Unruhe Schwindel,Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Angst und Panikattacken, zittrig.Ständiges Schlucken trockener Hals.
    Meine Frauenärztin wollte mir nur die Pille verschreiben oder die Hormonspirale ich suchte mir eine andere Frauenärztin die sehr emphatsch ist jedoch bei mir kein hormonelles Problem sieht(laut Bluttest). Ich habe auf eigene Faust einen Speicheltest gemacht da es bei mir eindeutig zyklisch bedingt ist manche Monate habe ich auch durchgehend Pms …

    Meine Werte gemessen am 19 Tag 9- 10 Tage nach Eisprung
    Speichel:
    Progesteron 43 ref. 100-450
    Östradiol 2,6 Ref. 0.2-10,4
    Östriol < 1.1 Ref 1.1-30,1

    Blut Tag 25 10 Tage nach ES

    Progesteron 425 250-2850
    E2 95 64-354
    Testesteron 32 bis 77
    DHEA 270 26-470
    Prolatin 6.0 4.4-25
    LH 3.9 1-14
    FSH 7.8 1.5 9.1

    Ich habe eine 5% Creme hier soll ich schmieren oder besteht tatsächlich kein hormonelles Problem?
    Ach ich bin 40 :-)

    Ganz lieben Gruß Jenny

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Jenny,
      Die Blutwerte scheinen in Ordnung zu sein, auf Speichelwerte verlasse ich mich nicht. Sie machen wahrscheinlich nicht viel verkehrt, wenn Sie in der 2. Zyklushälfte Progesteroncreme schmieren. Wie sind denn die Schilddrüsenwerte? Was ist mit Magnesium, Vitamin D usw.? Auch ein Progesteronmangel, wenn er denn bestände, hat eine Ursache und die müssen Sie finden. Alles Gute!

  • Melissa sagt:

    Guten Morgen,
    ich bin 47 und kämpfe bewußt seit 2 Jahren mit den Wechseljahren (?), sprich zu dieser Zeit bekam ich zu allen anderen Beschwerden dazu noch höllische Blutungen. Sie waren so heftig das ich eine Ausschabung bekam. Das brachte nur kurz Ruhe. Daraufhin bekam ich diverse Gestagene und reagierte auf alle mit starken Kopfschmerzen (bin im Allgemeinen schon mein ganzes Leben sowieso sporadisch damit sehr geplagt. Manchmal auch Migräne). Mein Gyn sagte irgendwann nur noch, da müssen sie durch. Versuchte bei einer anderen Ärztin einen Termin zu bekommen, da hat mich die Sprechstundenhilfe beim Anruf so angeranzt dass da auch nichts draus wurde. 1 Jahr habe ich so mit fast Dauerbluten durchgehalten bis es dann wieder ganz schlimm wurde. Wenn das überhaupt noch ging. Dann bin ich wieder zu meinem Gyn. Diagnose lautete glandulär-zystische Hyperplasie. Das ist jetzt ein gutes Jahr her. Mein Eisenspeicher war so tief das ich ganz schnell Eisen-Infusionen bekam. 3 Stück. Und es hieß: bei meinen starken Beschwerden soll ich über Gebärmutterentfernung nachdenken. DAS wollte ich aber gleich gar nicht. Ich hab recherchiert und meinem Gyn gesagt ich möchte Progesteron versuchen. Bekam dann Utrogest, wovon ich durchweg ohne Pause jeden Abend 2 einnahm. Ich kam super damit klar. Endlich wurden die Blutungen normal und auch der Abstand. Und ich fühlte mich eine zeitlang besser. Wieder voll Energie. Endlich verlor ich auch etwas Gewicht. Unter der Einnahme von Utrogest gehe ich in Eigenintiative auch regelmäßig zum Gyn. Nach ca. einem 3/4 Jahr kam Bewegung in die Sache, sprich etwas Unregelmäßigkeit in den Zyklus. NACHDEM ich gerade meinen Gyn-Termin hatte begannen wieder gehäuft Kopfschmerzen aufzutreten und ich fühlte mich extrem unruhig. Hätte aus der Haut fahren wollen. So habe ich wieder angefangen zu suchen. Habe dann, obwohl ich Angst vor wieder solchen heftigen Blutungen habe, das Utrogest auf 1 abends reduziert. Der erste Zyklus nach der Reduzierung verlängerte sich auf 45 Tage. So etwas hatte ich noch nie. Daran schlossen sich für meine Verhältnisse nur leichte Blutungen an. Da habe ich Utrogest nun ganz abgesetzt. Die Blutung begann dann nach 24 Tagen und auch hier nur leicht. Aber wohl fühle ich mich nach dem Absetzen auch nicht. Ich merke, das mir das Progesteron fehlt. Ich lagere wieder mehr Wasser ein. Geschwollene Finger. Alles fühlt sich so trocken an. Haut, Augen, Bronchien. Der Körper fühlt sich schwer.
    Ich habe eine mehrjährige körperlich und seelisch sehr anstrengende Zeit hinter mir, die mich, auch durch die Beschwerden bedingt, mehrmals mehr als an meine Grenzen brachte und ich mich oft krank fühlte und nur langsam erholte. Mußte aber auch immer gleich wieder ran sobald es einigermaßen ging. Die Blutwerte (auf meinen Wunsch hin wurde eine sehr breite Palette erfaßt) sind fast alle in Ordnung. Nur der Eisenspeicher (19 ug/l) und Vitamin D (34,8 nmol/l) sind nicht iO und beides wird nun substituiert.
    2 Wochen nach dem Absetzen von Utrogest habe ich einen Hormon-Speicheltest am 19.ZT gemacht und nun folgende Werte erhalten:
    Cortisol 9635pg/ml
    DHEA 314pg/ml
    Östradiol 2,6 pg/ml
    Östriol 8,5 pg/ml
    Progesteron 74 pg/ml
    Testosteron 24,0 pg/ml
    Da ich mich in der Summer sehr unwohl fühle und nicht mehr weiß, wo ich noch suchen soll: Können Sie mir sagen, ob es nicht doch besser wäre, Progesteron wieder zu zuführen? Vielleicht als Creme mit geringerer Dosierung als es das Utrogest ermöglicht?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Melissa,
      besprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt, ob nicht eine zyklische Progesterontherapie sinnvoll ist, denn eine zu hohe Schleimhaut in der Gebärmutter müssen Sie verhindern. Dazu reicht eine Utrogest oder die Progesteroncreme in der Regel nicht aus. Verbessern Sie Ihre Ernährung, damit Sie abnehmen und der Östrogenstoffwechsel etwas gedrosselt wird. Dazu gehört bio-Vollwertkost, viele Pflanzenprodukte, wenige oder keine tierischen Produkte und genügend Ballaststoffe, wie bspw. regelmäßig Leinsamen. Damit werden dann vermehrt hormonaktive Östrogen-Stoffwechselprodukte über den Darm ausgeschieden. Viele Grüße

      • Melissa sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
        herzlichen Dank für Ihre zeitnahe Antwort.
        Ich achte schon sehr auf die Ernährung, auch aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit die sich in der letzten Schwangerschaft entwickelt hat. Unser Speiseplan ist relativ gesund aber kann sicher auch noch mehr ausgefeilt werden. Trotzdem habe ich vor ca. 4 Jahren kontinuierlich ca. 10 kg an Gewicht zu genommen. Es war egal was ich esse oder nicht esse, die Waage ging hoch und nicht wieder runter. Davon habe ich 4-5 kg wieder weg, aber es stagniert. Da kommt dann auch Frust auf.
        Nachdem ich mir nun noch einmal den Artikel von Frau Dr. Faust-Albrecht zur transdermalen Progesterontherapie durchgelesen habe: wäre es angebracht, das Utrogest vaginal zu verabreichen?
        Viele Grüße

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Melissa,
          klar können Sie das versuchen, aber eine regelmäßige Kontrolle und Absprache mit dem Frauenarzt muss gewährleistet sein.

          • Melissa sagt:

            Ich werde es versuchen. Zum Gyn gehe ich seit der Einnahme alle 6 Monate. Leider habe ich das Gefühl das er mit meinen Problemen meist überfordert ist.

    • Angelika sagt:

      Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht,
      ich bin 52 Jahre alt und hatte im November 2015 wg. nicht stoppender Blutungen eine Ausschabung. Da sich nach 2 Wochen wieder eine starke Blutung anbahnte, nahm ich 10 Tage ein Gelbkörperhormon (Tablette) . Damit normalisierte sich die Blutung Ende November.
      Allerdings war mein Eisenwert sehr tief.
      Seit Ende November bin ich bei einer Heilpraktikerin und nehme
      Progesteronsalbe, (10%-1x am Abend)
      Phytocortal N Tropfen, (3×30 Tropfen)
      Eisentabletten (1/Tag)
      Agnus femin Tropfen (3x 20 Tropfen)
      Mein Zyklus ist immer noch sehr unregelmäßig, mit teils starker, aber auch mit sehr schwacher Blutung.
      Allerdings fühle ich mich morgens immer sehr schlecht (Übelkeit, Unwohlsein vom Magen her, Appetitlosigkeit,…) und bin antriebslos.
      Am Mittag fühle ich mich wieder wohl und mein gewohnter Appetit ist wieder da.
      Kann es an den Medikamenten liegen (Art, Menge,.. Einnahmezeitpunkt,…?).
      Können sie mir eine Empfehlung geben.
      Vielen Dank und liebe Grüße
      Angelika

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Angelika,
        kann sein, dass das an Ihren Tabletten und Tropfen liegt und dem Zeitpunkt der Einnahme. Sprechen Sie bitte mit Ihrer Therapeutin darüber. Über Internet könnnen wir keine genauen Dosisempfehlungen geben. Alles Gute

  • Sabine sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 36 Jahre alt, habe 3 Kinder und mir im Dezember 2014 die mirena entfernen lassen. Meiner Meinung nach geht es mir seitdem zunehmend schlechter. Ich erkenne mich nicht wieder. Das schlimmste sind meine Panikattacken und Angstzustände. Weiterhin bereiten mir mein ständiger Schwindel und das Herzrasen große Probleme. Das Herz ist gesund, habe es erst letzte Woche in einer Herzklinik überprüft bekommen. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Meine Frauenärztin bat ich nun einen Hormonstatus zu machen. Sie nahm Blut am 2.Zyklustag und jetzt noch einmal 17 Tage später. Was meinen Sie – liegen meine Beschwerden an der Östrogendominanz? Ich wünsche mir so sehr, dass mir geholfen werden kann!
    Liebe Grüße Sabine

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sabine,
      momentan wird Östrogendominanz für alle unklaren Beschwerden bei Frauen herangezogen. Ist möglich, dass Sie eine Östrogendominanz haben, aber das erklärt längst nicht alle Ihre Beschwerden und sollte nur in alleräußerster Not als Ausschlussdiagnose herangezogen werden. Zunächst mal muss abgekärt werden, ob Ihre Schilddrüse richtig arbeitet, ob Sie unter Elektrosmog leiden, ob Sie übergewichtig sind, sich falsch ernähren, Nahrungsmittelallergien oder einen Nährstoffmangel haben usw. Am besten lassen Sie sich zusätzlich zu Ihrer Frauenärztin von einem Arzt für Naturheilkunde beraten. Alles Gute!

  • Dagmar sagt:

    Sehr geehrte Frau Doktor!

    Ich bin ein wenig verunsichert und bitte Sie um Rat: Ich bin 47 Jahre und befinde mich am Beginn der Wechseljahre. Ich leide unter einem unregelmäßigen Zyklus, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen usw. Ein Besuch bei meinem Gynäkologen hat ergeben, dass ich zu wenig Gelbkörperhormone habe, weshalb mir mein Arzt eine Progesteron-Therapie mit AREFAM 200 mg Weichkapseln, verordnet hat.

    Der Beipacktext liest sich wenig ermutigend, die Nebenwirkungen, die häufig auftreten, sind schon sehr bedenklich und ich wollte Sie fragen, ob es eine pflanzliche Alternative gibt, mit welcher man dieses Problem in den Griff bekommt. Ich möchte ja keine Kinder mehr bekommen und denke, dass man auch ohne Hormontherapie das Leben wieder lebenswert machen kann.

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen im vorhinein!

    Mit besten Grüßen

    Dagmar

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Dagmar,
      zu Beginn der Wechseljahre kann man oft mit pflanzlichen Mitteln helfen, bspw. Agnus castus oder Kombinationen damit. Geben Sie einfach mal in die Suchfunktion der Startseite Wechseljahre ein, dann werden Sie sicher Alternativen zu Progesteron finden. Alles Gute!

  • Pia sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich habe eine Frage zur Behandlung mit der Progesteron Creme. Meine Mutter ist 74 Jahre alt, sie leidet schon seit Jahren an Osteoporose. Sie hat jahrelang das Fosamax genommen, hat es vor ca. 1 jahr abgesetzt. Meiner Mutter wurde in relativ jungem Alter die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt, es ist nur noch ein „Gebärmutterstumpf“ vorhanden. Seit einigen Monaten nimmt sie regelmäßig Magnesium und Vit.D., seit ein paar Tagen auch VitK2. Sie überlegt nun, ob sie doch wieder das Fosamax bzw. die MaxiCalc nehmen soll, das ihre Nägel sehr brüchig sind, sie unter Haarausfall leidet und vermehrt Kreuzschmerzen hat. Ich habe einiges über Progesteron gelesen, es würde mich interessieren, könnte die Progesteron Creme auch meiner Mutter helfen. Oder kann das Progesteron von ihrem Körper gar nicht aufgenommen werden, weil sie keine Eierstöcke mehr hat? Was empfehlen Sie?
    Herzliche Grüße, Pia

    • Liebe Pia,

      zur Osteoporose/Osteopenie führen viele Faktoren wie Untergewicht, schlechte Ernähung (calciumarm, übersäuert), Nikotinabusus, Schilddrüsenprobleme, Cortisontherapien wie auch vorzeitige Menopause (hierbei bessteht meist Progesteron u n d Estrogenmangel!). Die Hormonaufnahme findet bei der transdermalen Therapie immer über die Haut statt und ist damit unabhängig von den Eierstöcken. Jedoch vermute ich bei Ihrer Mutter zusätzlich wegen dem Haarausfall und den brüchigen Nägeln auch einen Estrogenmangel. Hier wird der/die behandelnden Frauenärzte/-innen schon bei der zusätzlichen Therapie mit Estrogenen (auch transdermal über Gel oder Pflaster) und dem Zusatz der bioidentischen Progesteroncreme mit der gyn. Untersuchung und ggf. serologischen Messung (Blutabnahme)Ihnen beiden beratend weiterhelfen können. Sofern diese Therapie indiziert wäre, ist auch ein weiterer Knochenabbau hiermit zu stoppen. Weiter ist biolog. Calcium (nur Eierschalenkalk oder Calciumcitrat) zusammen mit einer hochdosierten Vitamin-D-Therapie zusammen mit Sport und basischer Ernährung essentiell. Generell muss die Lage auch immer mit einem Osteologen abgesprochen werden – Milchprodukte alleine als Empfehlung sind aber eher kontraproduktiv!

      Gute Besserung wünscht

      H. Faust-Albrecht

  • Evi S. sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich ( 42 Jahre) nehme seit ca. 2 Jahren eine Gestagenpille (MiniPille) und bin damit eigentlich sehr zufrieden, denn ich habe keine Regelblutung mehr. Ohne Pille ( früher immer Mikropille) war meine Periode, seit ich zwölf Jahre alt bin, immer sehr schmerzhaft und gering. In den letzten Jahren mit Periode wurde die Blutung zunehmend stärker und ich hatte Wassereinlagerungen.

    Vor kurzem wurden ausgeprägte Myome mit mehreren Nuklei bei mir festgestellt. Außerdem habe ich eine beginnende Hashimoto entwickelt. Viele Symptome des Progesteronmangels beschreiben meine weiteren Beschwerden sehr zutreffend (auch die Psychischen leider). Ich möchte mich gerne mit einer Progesteroncreme behandeln lassen.

    Nun habe ich die Frage : Kann ich bei meiner Gestagenpille bleiben und zusätzlich eine Progesteroncreme nehmen ? Ich möchte weiterhin verhüten – und bin sehr unsicher wie sicher die Verhütung bleibt – ob dies im Zusammenspiel überhaupt möglich ist – und ob und wie Pille und Creme zusammen wirken.
    Könnten Sie mir bitte einen Rat geben?

    Beste Grüße
    Evi S.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Evi S.,
      Sicher könnten Sie bei der Minipille bleiben und Progesteroncreme zusätzlich nehmen. Aber damit behandeln Sie ja nur ein Symptom! Mit beginnender Hashimoto und Myomentwicklung sollten Sie sich ganzheitlich von einem Arzt für Naturheilkunde behandeln lassen, sonst werden sowohl Myome als auch Hashimoto schlimmer. Alles Gute!

  • Pia sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,
    ich bin 55 Jahre alt und habe seit ca. einem Jahr keine Regelblutung mehr. Seit 7 Jahren (genau genommen seit dem Tod meines Vaters), habe ich ein Myom, welches Zyklus abhängig mal größer und dann wieder kleiner wird. Ich hatte ja die Hoffnung, das es sich nun endgültig zurück bildet. Mein Progesteron Wert lag im Mai bei 0,1 das Östrogen war leicht unter dem Norm bereich. Ich reagiere sehr stark auf Östrogen haltige Lebensmittel. Was würden Sie mir empfehlen? Eine Progesteron Creme? Wenn ja in welcher Stärke? Mit der Frauenärztin kann man kaum reden, da sie sofort immer eine OP empfiehlt, was aber für mich keine Option ist. Kann das Myom unter der Creme erneut zum Wachstum angeregt werden?

    Vielen Dank im Voraus
    Pia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Pia,
      eine Progesteroncreme wäre für Sie sicher sinnvoll. In den nächsten Tagen werde ich einen aktualisierte Liste in den Progesteronartikel einstellen, so dass Sie vielleicht in Ihrer Nähe eine Therapeutin finden, die Sie beraten kann. In der richtigen Dosierung und Anwendung wird das Myom nicht zum Wachstum angeregt. Viele Grüße!

  • Magdalena sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich hatte Ihnen schon einmal geschrieben und hoffe, dass Sie mir noch einmal einen Rat geben werden.
    Ich bin fast 51 Jahre alt und habe bisher noch regelmäßige Blutungen. Zyklus ist schon lange verkürzt, 22-25 Tage. Blutung zieht sich recht lange hin mit Schmierblutung vor und nach Periode. Schleimhaut baut sich hin und wieder hoch auf.
    Wegen dieser Probleme und um die Schleimhaut niedrig zu halten, nehme ich seit Dienstag 200 mg Famesita vaginal, 1 x abends, vom 11. ZT an für 12 Tage. Vertrage ich auch ganz gut und schlafe besser, außer, dass ich am 5. Einnahmetag auf beiden Seiten ziemlich schwere und schmerzempfindliche Brüste bekommen habe. Das gleiche hatte ich auch schon vor ein paar Wochen einmal bei Einnahme eines synthetischen Gestagens über 12 Tage zum Abbluten der Schleimhaut. Nach Beginn der Periode verschwand das wieder.
    So etwas hatte ich früher vor der Periode öfters, aber lange Zeit nicht mehr.
    Meine Frage ist nun, woran liegt das denn? Ich lese immer, Progesteron wird eher gegen dieses Problem empfohlen.

    Sind die 200 mg vaginal doch etwas hoch dosiert und soll ich sie in der Form weiternehmen?

    Vielen vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

    Liebe Grüße
    Magda

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Magdalena,
      meinen Sie am 5. Einnahmetag oder ab 5. Einnahmetag? Wenn die Schleimhaut sich nicht regelmäßig zu hoch aufbaut, kann es sein, dass die Dosis zu hoch ist. Einfach ausprobieren oder mit dem Frauenarzt besprechen.

  • Magdalena sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 50 Jahre alt, noch regelmäßige Zyklen 22-25 Tage. Wegen zu hohem Schleimhautaufbau und Schmierblutungen um die Periode herum wurde mir Famenita 200 mg 1 x vaginal verschrieben, ab dem 11. ZT für 14 Tage.
    Meine Frage, ist dies zu hoch dosiert wegen der vaginalen Aufnahme? Auf der Packungsbeilage steht 1 x 200 mg oral, aber damit kommt ja auch weniger an.
    Danke für Ihre Antwort,
    Magda

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Magdalena,
      um sicher zu gehen, dass die Schleimhaut gut umgewandelt wird, sollten Sie erstmal 200 nehmen. In den Folgemonaten können Sie ja ausprobieren, ob auch 100 reichen würde. Aber da Sie noch regelmäßig bluten, benötigen Sie wahrscheinlich die höhere Dosis. Viele Grüße!

  • Erna sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht,
    ich lebe in Frankreich und habe meinen Recherchen nach den Eindruck, dass bioidentische Hormone nicht bekannt sind. Daher wende ich mich an Sie.
    Ich bin 53 Jahre alt und habe seit ca. 3 Jahren keine Menstruation mehr. Nachdem ein Gynäkologe eine an einer Stelle etwas verdickte Gebärmutterschleimhaut festgestellt hat (8,15 mm), gab er mir ein Rezept für Gestagene, damit er keine Ausschabung machen müsse, wie er sagte (die ersten 20 Tage des Monats 2 x 5 mg am Morgen während 6 Monaten).
    Vielleicht sollte ich noch schreiben, dass ich seit ca. 2 Jahren Hashimoto habe und familiär bedingt einen zu hohen lipoprotein-a-Spiegel und daher ein Herzinfarktsrisiko.
    Da ich synthetische Hormone vermeiden möchte, möchte ich Sie fragen, ob ich statt der Gestagene bioidentisches Testesteron nehmen könnte, um die etwas zu hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wieder zu normalisieren.
    Könnten Sie mir vielleicht auch schreiben, ob ich solch bioidentisches Progesteron in Frankreich beziehen kann, welche Produkte es gibt und welche Menge angezeigt wäre?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße,
    Erna

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Erna,
      bioidentisches Testosteron wäre total falsch. Bioidentisches Progesteron reicht wahrscheinlich in der Stärke nicht aus. Soweit ich weiß, gibt es die Produkte der Firma Kade auch in Frankreich (Progestan als Kapseln). Am besten machen Sie es so, wie Ihr Frauenarzt es empfohlen hat, für 2 Monate. Sollten Sie dann gut abbluten, können Sie es mit Progesteron 100mg vom 12.-25. Tag versuchen. IHr FA muss aber mal die Schleimhaut mit US kontrollieren. Viel Erfolg!

  • michaela1411 sagt:

    Hallo. Ich habe etwa 4 Monate Famenita oral eingenommen. Von einer neuen Gyn wurde mir das verschrieben, weil ich extreme Schlafstörungen, starke Gereiztheit, Hitzewallungen und ausbleiben meiner regel über manchmal 3-4 Monate hatte. sie hat keinen bluttest oder ähnliches gemacht, hat mir einfach gesagt, dass es mir damit besser gehen würde. das hat auch gestimmt. die Symptome gingen weg. nun war ich bei der kontrolle und sie sagte, wenn ich wolle (krebsangst), könne ich die famenita absetzen, was ich dann über eine Woche nur noch alle zwei tage nahm und dann ganz weg liess. seit etwa einer Woche (trotz Urlaub) habe ich starke Gelenkschmerzen, mein kopf platzt, ich bin sehr traurig und depressiv, und insgesamt habe ich das gefühl, alles dreht sich. (schwindel auch unter famenita). dazu muss ich sagen, dass ich borderline erkrankt bin und auch sonst Medikamente nehme. meine frage: diese knochenschmerzen und die stimmungskippung – habe ich die famenita zu schnell abgesetzt? ich bin 47 jahre alt, die Periode kam unter famenita wieder regelmässig, sogar stärker. vielen dank.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Michaela1411,
      Sie haben Recht, Sie hätten Famenita nicht so rasch absetzen sollen. Bei natürlichem Progesteron müssen Sie keine Krebsangst haben, im Gegenteil! So lange Sie nach den 14 Tagen der Einnahme immer noch Ihre Blutung bekommen, ist Famenita ganz wichtig für Sie, um eine Östrogendominanz zu verhindern. Alles Gute!

  • Anuta sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    ich bin 27 Jahre alt und habe nach ca. 10 Jahren Verhütung mit der Anti-Baby-Pille vor über einem Jahr aufgehört sie zu nehmen, da wir uns langsam ein Kind wünschen. Meine neue Frauenärztin hatte mir nach einem Hormontest wegen Gelbkörpermangel Progesterol verschrieben, das ich ca. 1 Monat lang oral eingenommen hatte. Ich hatte einige Probleme, u.a. Warzenbilung an den Fingern und Pickel im Gesicht. Da ich mich jedoch dann doch für eine Schwangerschaft erst in einem Jahr entschieden habe, habe ich nach Absprache mit der Frauenärztin das Progestan wieder abgesetzt aber auch die Pille nicht wieder genommen. Das ganze ist jetzt ca. 3 Monate her. Seit einem Monat habe ich extremen Haarausfall!!! Ich dachte erst es wäre Stressbedingt durch die Hochzeitsplanung und Berufsstress. Nun bin ich jedoch sicher es hat etwas mit den Hormonen zu tun. Haben Sie hier einen Rat für mich. Ich versuche nun einen Termin beim Arzt bekommen…Leider erst im Dezember…ich bin psychisch am Ende und überlege die Hochzeit abzusagen :(

    Ich hoffe, Sie können mir helfen.

    Viele Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anuta,
      es ist ganz normal, dass nach dem Absetzen von Hormonen die Haare ausfallen, weil sie durch die Hormone in ihrem normalen Haarzyklus gestoppt werden. Das reguliert sich von alleine wieder ein und ist sicher kein Grund, die Hochzeit abzusagen (es sei denn, Ihr Bauchgefühl will sie vor der Ehe „retten“). Sie können das Haarwachstum unterstützen, indem Sie Pantovigar oder Priorin einnehmen und als Haarwasser und Shampoo Plantur benutzen. Alles Gute!

  • Kerstin sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust – Albrecht,
    Frage: Bin 49 J und in der Praemenopause- Zyklus meist mit 28 – 30 Tagen regelmäßig. 2. Zyklushälfte ist grausam, Brustspannen, Brustvergößerung, manchmal Ovarialzysten, die meist selbstlimitierend sind innerhalb 1-2 Zyklen. Nehme Progesteronsalbe 3%, 2 x tgl wie angegeben.Etwas Linderung des PMS dadurch. 2 tage vor der Regel bis 14 ZT dann Pause. Jetzt habe ich in diesem Jahr schon zum 2. mal die Brustbeschwerden über die Regel hinaus, so dass ich vermute, dass ich mit dem Progesteron über Rezeptormechanismen „überestrogenisiere“. Nehme noch Yamscreme (manchmal)- wie ich oben gelesen habe- sinnlos oder kontraproduktiv. Schilddrüse ist euthyreot, Fettstoffwechsel in der Norm. Was raten Sie?
    Danke für eine Empfehlung!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kerstin,
      wahrscheinlich ist die 3%ige Progesteroncreme einfach nicht stark genug für Sie. Am besten lassen Sie von Ihrem Frauenarzt Hormonuntersuchungen machen und 10%ige Progesteroncreme oder Famenita verschreiben. Außerdem ist wichtig, die Ernährung und Bewegung zu verbessern. Alles Gute!

  • Margret sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich lasse jetzt das Utrogest weg und verwende stattdessen mehr Progesteroncreme. Noch eine Frage: ist es möglich, dass ich die Creme besser vertrage als das Utrogest vaginal und gibt es zwischen beiden evtl. Unterschiede,abgesehen vom Wirkstoffgehalt, der beim Utrogest ja höher ist? Und natürlich, dass es Utrogest auf Kassenrezept gibt und die Creme nur auf Privatrezept.

    Nochmals herzliche Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Margret,
      die Aufnahmegeschwindigkeit ist sicher unterschiedlich, die Trägersubstanzen auch. Wie schon vorgeschlagen: einfach nach einer Pause noch mal Utrogest ausprobieren. Viele Grüße!

  • Margret sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 55 Jahre, seit langem in den Wechseljahren, seit Jahren keine Regelblutung mehr, aufgrund von diversen Wechseljahresbeschwerden (Hashimoto, Depressionen…. eigentlich alle bekannten Dinge bis auf Hitzewallungen) in erfolgreicher Behandlung bei einer sehr guten Heilpraktikerin, die sich auf Frauennaturheilkunde und speziell auch bioidentische HET spezialisiert hat, natürlich auch bei einer FÄ. Verwende seit langem Progesteroncreme unterschiedlicher Stärke, seit ca. 9 Monaten auch 12,5 mg DHEA täglich sowie Vit.D (unter regelmäßigen Blut- und 1x auch Speicheltests). Seit Anfang Oktober nehme ich wegen Depression verbunden mit starker Erschöpfung und Schwäche nach Verordnung von Heilpraktikerin und FÄ Utrogest 100 mg 1 Kps. vaginal täglich und seit einigen Tagen zusätzlich HSC-Progesteron- und HSC-Estradiol-Globuli 4x tägl. 10 Stück und ein niedrig dosiertes Antidepressivum Mirtazapin 15 mg. Meine Frage: nach 2 Tagen Einsatz von Utrogest habe ich seitdem täglich ganz starkes Druck-/Taubheitsgefühl/Kribbeln in der rechten Gesichtshälfte und leichte Benommenheit. Kann das eine NW von Utrogest sein? Die Heilpraktikerin meint nein, bei vaginaler Anwendung nicht, die FÄ meint das könne schon sein. Das Antidepressivum kenne ich schon länger, habe es schonmal 3 Jahre mit sehr guter Verträglichkeit genommen.
    Ich bin sehr verunsichert und für eine zusätzliche kompetente Meinung dankbar.

    Herzliche Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Margret,
      Benommenheit nach Utrogest kann durchaus sein. Das Kribbeln kann ich mir nicht ganz erklären. Es macht ja nichts, wenn Sie Utrogest mal weglassen und, falls diese Beschwerden weggehen, es noch mal versuchen. Dann wissen Sie genau, ob die Symptome damit zusammenhängen. Alles Gute!

      • Melanie sagt:

        Hallo Frau Dr. Gerhard,

        ich nehme seit 3 Monaten eine rein gestagenhaltige Pille,da ich die mit Östrogen nicht vertrage. Ich hatte viele Nebenwirkungen Stimmungsschwankungen,Panikattackrn wahr weinerlich und meine Haut war sehr trocken.Es ging soweit,dass ich Schmerzen beim Sex hatte und Blutungen. Und meine Libido abnahm. Mit der neuen Pille fühle ich mich zwar besser ,bin ausgeglichener teilweise manchmal eben nicht dann bin ich sehr gereitzt. Habe aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion und meine Mutter hatte mal zu viel Testosteron.Ich weiß halt nicht ob ich ebenfalls Hormonstörungen habe.Beim Sex hab ich Lsdtempfindungsstörungen. Mein Arzt meinte dauert bis zu 6 Monaten und sei eine Kopfsache.Die Minipille würde natürlich wirken sodass das Testosteron nicht beeinflusst wird. Ich habe schon überlegt nicht hormonell zu verhüten aber das wird einem ausgeredet.Ich bin 26 Jahre und habe keinen Kinderwunsch.

        Freundliche Grüße

        Melanie

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Melanie,
          Eine Hormonpille zur Verhütung ist immer etwas sehr individuelles. Oft ist es wirklich schwer, die richtige Mischung zu finden. Wenn Ihnen eine natürliche Verhütung zu unsicher ist, sprechen Sie Ihren Arzt doch mal auf die Spirale an. Die Beschwerden, die Sie haben, können genau so gut mit falscher Ernährung und fehlender Bewegung zusammenhängen.

    • Rahel sagt:

      Nach Aussage meines Arztes entfaltet Progesteron (Utrogest)seine antidepressive Wirkung nur, wenn man es oral einnimmt.
      In der Leber werden bei der Verstoffwechselung von Progesteron Stoffe gebildet, die antidepressiv wirken.
      LG Rahel

  • Lou sagt:

    Guten Abend!
    Ich bin ein wenig irritiert:
    aufgrund eines Progesteronmangels bekam ich von meiner Hausärztin (die sich auf die Hormonersatztherapie spezialisiert hat) eine 3% Creme. Ich soll täglich 2 große Hübe cremen, da ich einen sehr ausgeprägten Progesteronmangel hätte.(Pro Hub ca 5mg Progesteron )
    Hier lese ich jetzt ganz oft von 10%iger Progesteroncreme, die sie auch oft empfehlen.
    Wirkt die 3%ige Creme denn genug bei einem ausgeprägten Progesteronmangel?
    Hängt die Stärke der zu verordnenden Progesteroncreme auch vom Körpergewicht ab?

    Meine Eckdaten:31 Jahre, kein Kinderwunsch,

    Hashimoto seit dem 13.ten Lebensjahr, seit 2 Monaten Novothyral 125 (davor L-Thyroxin 125,
    Endometriose- deswegen seit 2 Jahren Dauereinnahme der Visanne 2mg,
    Depressionen – daher Antidepressivum Elontril 300,
    starkes Übergewicht das nicht weichen will trotz Ernährungsumstellung,
    starke Schlafstörungen – deswegen Trimipramin 100mg.
    Nehme Vitamin D (2000i.e.)
    Vitamin B-Komplex
    Magnesium
    Selen

    Progesteronmangel in der Familie bei allen weiblichen Verwandten.
    Danke im Vorraus für eine Antwort!

    Freundliche Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lou,
      Bei Ihrem Übergewicht sind 2.000 IE Vitamin D pro Tag viel zu wenig. Da Sie ja ständig ein Gestagen einnehmen (Visanne), ist es fraglich, ob das zusätzliche Progesteron in der Creme noch etwas bringt. Offenbar haben Sie noch nicht die richtige Ernährungsumstellung, sprechen Sie Ihren Arzt mal auf Clavella an, das u.a. den gestörten Zuckerstoffwechsel bessern kann. Alles Gute!

  • Elise sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    vielen Dank für Ihre sehr informative Seite!

    Ich bin etwas verunsichert, wie Begriffe, wie bioidentisch, natürlich und synthetisch verstanden werden – z.b., dass bioidentische Hormone auch synthetisch hergestellt werden….

    Ich selbst habe DHEA von der Fa VitaBasix verschrieben bekommen und dort nachgefragt, ob das Mittel bioidentisch sei und bekam die Antwort, es sei synthetisch hergestellt. Jetzt bin ich vollständig verwirrt, weil meine Ärztin sagt, es sei trotzdem bioidentisch.

    Vielen Dank,

    herzliche Grüße, Elise

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Elise,
      das Wort bioidentisch bezieht sich nur auf das Hormon und nicht auf die Herstellung. Im bioidentischen Hormon sieht das Molekül exakt so aus, wie es der menschliche Körper herstellt. Wenn Sie es schlucken/cremen, weiß der Körper nicht, ob es von Ihnen selber gemacht wurde oder nicht. Da wir das Hormon heutzutage aber nicht mehr aus dem Urin anderer Menschen herausfiltern, sondern aus Pflanzen herstellen, wird es synthetisch hergestellt und daran ist nichts auszusetzen. Viele Grüße

  • Eveline sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    seit der Geburt meiner 2. Tochter (Nov. 2009) stimmt mit meinem Hormonhaushalt etwas nicht. Das ist nur mein Gefühl, sicher bin ich mir nicht.
    Zur Zeit bin ich 36 Jahr alt und quäle mich seit Jahren mit unterschiedlichen Beschwerden rum. Angefangen hat es direkt nach der Schwangerschaft erst einmal mit einer Wochenbettdepression. Danach ging es nach ca. 1 Jahr weiter mit ständigen Gelenkschmerzen. Rheumatologe hat nichts gefunden, ein Orthopäde gab den Hinweis es könnte Fibromyalgie sein. Nach einem Test der Tiggerpunkte waren alle 18 entzündet. Dann bekam ich vom Psychologen Cymbalta 180 mg dafür. ca. ein halbes Jahr hab ich die eingenommen und dann wegen argen Nebenwirkungen ausschleichen lassen. Danach hatte ich 3 Jahre mit sehr schweren Depressionen zu kämpfen, teilweise das ich nichts mehr machen konnte im Haushalt und auch mit meinen Kindern und dann ständig in Begleitung mit den Schmerzen. Vor 3 Jahren hab ich meinen Frauenarzt gebeten eine Hormonuntersuchung bei mir zu machen. Habe ihm folgende Symptome geschildert: Kopfschmerzen, starke Schmerzen während dem Eisprung, launisch, Brustschmerzen, Gewichtszunahme bis zu 4 kg bis zu 2 Wochen vor der Periode – seine Aussage: ich sollte mich daran gewöhnen, es wäre die Vorbereitung auf die Wechseljahre. Danach habe ich von ihm die Pille Belara verschrieben bekommen….. Den Eisprung habe ich, ob regelmäßig weiß ich nicht, aber ich habe extreme Krämpfe, ein Gefühl als hätte ich wehen und es zerreist mir den Unterleib, teilweise so Schmerzen das ich das Gefühl habe ständig zur Toilette gehen zu müssen und nicht sitzen kann. Die Schmerzen sind dann ca. 3 Tage spürbar(2. und 3. Tage nicht so stark wie am ersten Tag). Die Waage zeigt nach dem Eisprung nochmal bis zu 4 kg mehr auf der Waage, die Zunahme ist hauptsächlich im Bauchbereich. In dieser Zeit nach dem Eisprung bis zum einsetzten meiner Periode gehen dann meine Probleme richtig los. Ich werde sehr Depressiv … keine Kraft überhaupt was zu machen, alles ist mir zuviel, Gelenkschmerzen, kann kaum laufen wenn ich aufstehe vom Stuhl oder Bett, kalte Hände und Füße, friere ständig (obwohl ich Übergewichtig bin) und noch einiges mehr. Ganz schlimm ist es für mich das ich Aufgrund der Aussage vom Orthopäden abnehmen soll. Seit 3 Monaten halte ich mich an die Ernährung von WW, mache 4x die Woche Sport ( 2x Joggen je 1 h, 1 Pilates, 1 Aerobic). In diesen 3 Monaten habe ich 4 Kg ZUgenommen. Insgesamt habe ich seit der Geburt meiner Tochter 2009 ca. 20 kg zugenommen. Bei der Ernährung meide ich fettes essen oder in Öl gebratenes, da ich schon seit Jahren immer wieder Probleme mit dem Cholesterin habe (Werte immer im Bereich von ca. 300). Auf eigenen Wunsch habe ich vor kurzem die Blutwerte machen lassen beim Hausarzt. TSH liegt bei 1,73 (steigt seit 4 Jahren immer um ca. 0,2 an). Durch eine Überweisung vom Hausarzt an den Frauenarzt, hat der mir letzte Woche Blut abgenommen für einen Hormonuntersuchung, Ergebnisse gibt es noch nicht. Nach dem ich ihm aber erneut meine Symptome geschildert habe und ihn direkt gefragt habe was man da machen kann, von seiner Seite aus, sagte er zu mir, da kann er nichts machen, ich sollte mir einen Psychologen suchen und eine Verhaltenstherapie machen um zu lernen mit diesen Gefühlsausbrüchen und Launen klar zu kommen. Jetzt meine Frage an Sie: Sind das bei mir Anzeichen für eine Östrogendominanz/ Progesteronmangel?..Über eine Antwort oder einen Strohhalm der Hoffnung das es besser werden kann würde ich mich sehr freuen, weil es ist für mich wirklich die Höhle. Es ist mir in dem Zustand kaum möglich den Haushalt, Arbeit und Kinder auf die Reihe zu kriegen. … Pille mehrmals probiert aber immer nach 3 Monaten fing es an mit Depressionen und Schmierblutungen, deswegen momentan gar keine Verhütungsmittel (nur Kondome).

    Vielen Dank
    Eveline

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Eveline,
      gehen Sie unbedingt zu einer guten Ernährungsberatung, denn so, wie Sie sich ernähren, haben sie massive Mangelerscheinungen von vielen wichtigen Vitalstoffen. Sie müssen gute Fette essen und nicht an das Cholesterinmärchen glauben! Mit wenig Kohlenhydraten, guten Proteinen und guten Fetten normalisieren sich auch Ihre Fettwerte. Außerdem sollten Sie zu einem Arzt für Naturheilverfahren und spezialisiert auf orthomolekulare Medizin gehen, damit Sie die richtigen Nahrungsergänzungen bekommen. Das ist besonders wichtig, weil Sie viel Sport machen und damit zusätzlich viele Antioxidanzien brauchen. Vorübergehend kann es durchaus sinnvoll sein, Progesteron zu ergänzen. Alles Gute!

      • Julia sagt:

        Für mich hört sich das alles nach Schilddrüsenproblemen an. Da ich selbst Patientin bin, weiss ich wovon ich rede. Der TSH-Wert alleine sagt noch nichts aus! Ich würde das gründlich von einem Facharzt untersuchen lassen! Da hilft auch Nahrungsergänzung nicht!

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Julia,
          da bin ich nun mal ganz anderer Meinung. Auch Schilddrüsenprobleme sind nur die Folge einer Mangelerscheinung. Das Immunsystem spinnt oder? Sonst würde es ja nicht plötzlich die körpereigenen Zellen angreifen. Die Krankheit würde weitergehen, auch wenn man Schildrüsenhormone schluckt. Frau will doch aber gesund werden und nicht nur repariert! Diese Zusammenhänge bewusst zu machen, dafür habe ich diesen blog. Viele Grüße

  • Vanessa sagt:

    Hallo Frau Dr. Faust-Albrecht,
    ich bin 36. und habe endometriose. Ich wende natürliches Progesteron in Form einer Kombi von Kade Progestan Tabletten oral und Progesteroncreme 10% 2x täglich an. Ich wende während der Blutung kein Progesteron an und steige dann ab 7. Zyklustag langsam ein und ab 14. Tag schmiere ich dann dazu. Der gesamte Zustand ist besser geworden, jedoch habe ich auch Schilddrüsenwerte, die zu einer Überfunktion tendieren und ich nehme Thyreologes ein, dir mir gut bekommen, zudem Vid. D, Selen, Matricell Ampullen, Omega 3 Kapseln. Ich habe meine ERnährung auf weizenfrei und kuheiweissfrei umgestellt und ess auch sonst sehr wenig süss, da ich es nicht so gerne mag.
    Ich habe das Problem, dass ich in der Einnahmepause der Periode ein starkes übelkeitsgefühl habe und auch seelisch ohne progesteron mich nicht nicht stabil fühle, zudem habe ich in der Periodenzeit verstärkt Migräne. Wenn ich Progesteron jedoch durchnehme, dann neige ich zu ständigen Krämpfen und Zwischenblutungen, was ich deshalb nicht mehr tue.
    Gibt es einen Zusammenhang mit der Übelkeit und diesem nervösen Gefühl und den Kopfschmerzen während der Periode und dem fehlenden Progesteron? danke für eine antwort. lg vanessa

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Vanessa,
      Sie setzen sehr viel Progesteron ein und sollten mal die Blutwerte von Progesteron und Estradiol messen lassen: einmal am 22 Zyklustag und einmal am 3. oder 4. Zyklustag. An diesem Tag auch Prolaktin. Daraus kann Ihr Arzt dann die richtigen Schlüsse ziehen und Sie besser einstellen. Alles Gute.

  • Biggi sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
    ich (52 Jahre) bin wohl schon mitten drin in den Wechseljahren, seit Januar ’14 habe ich keine Regelblutuugen mehr…dafür kam alles was frau nicht wirklich braucht. Hitzewallungen, Herzrasen, traurig sein, Gewichtszunahme , Antriebslosigkeit, Aufwachen in der nacht und nicht wieder einschlafen.
    Meine Versuche mit Remieferin und ähnlichen Mitteln blieb erfolglos. Versuche mit Hormonpflaster waren nicht optimal, da mir dann die Beine sehr weh taten und ich mich damit nicht gut fühlte. Meine Mutter hatte Brustkrebs, vielleicht war ich auch nicht wirklich offen für diese Art der Therapie. Dann nach langem stöbern bin ich auf ihre Internetseite gestoßen und habe meibe Frauenärztin bekniet mir Progesteron zu verschreiben… ich muss sagen es war ein hartes Stück Arbeit aber nach langem hin und her hat sie mir Femenita 100 mg Kapseln mitgegeben, allerdings meint sie es wird mur nichts bringen. Nun nehme ich seit 13 Tagen abends eine Kapsel vaginal und keine Ahnung ob es der Glaube daran ist, es wird besser 4 Tagen keine Hitzewallungen und kaum noch Schweizausbrüche,nun heute fängt es wieder mal so leicht an. Können Sie mir sagen ob es normal ist das es noch mal zwischendurch auftritt? Muss ich noch was beachten? Einen Hormonspiegel will die Ärtzin nicht ermitteln. Ich habe als junges Mädchen heftige Krämpfe vor und während meiner Periode gehabt, dann mit 23 unseren ersten Sohn bekommen, während der Schwangerschaft häufig im Krankenhaus gelegen wegen vorzeitiger Wehen, dann später zwei Eileiterschwangerschaften, ein Eileiter und Eierstock entfernt… Fehlgeburt …danach dann endlich noch einen zweiten Sohn bekommen. Nienals wurde ein Test der Hormone gemacht. Ich hoffe es war jetzt nicht zuviel Info über mich und Sie können mir sagen ob ich die Kapseln weiter nehmen soll.
    Ich danke Ihnen für diese tolle Seite und über eine evtl. Einschätzung und Antwort.
    Mit herzlichen Grüßen
    BIGGI

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Biggi,
      unbedingt das Progesteron weiter nehmen. Es gibt Studien dazu, dass bei manchen Frauen sogar 300mg nötig waren, und dann die Hitzewallungen ganz verschwanden. Ihre Geschichte klingt ja so, als hätten Sie Ihr Leben lang zu wenig Progesteron gehabt. Zu viel Stress? Zu wenig Magnesium? Zu wenig gute Öle? Zu schlank und zu viel Sport? Kann, muss aber keine Rolle spielen, es kommen immer sehr viele Faktoren zusammen. Alles Gute!

      • Biggi sagt:

        Liebe Frau Prof. Gerhard,
        vielen Dank für die schnelle Antwort.
        Nun weiß ich dass ich auf dem richtigen Weg bin und
        werde noch eine zeitlang die 100 mg nehmen und sollten die Schweißausbrüche nicht ganz weg gehen, werde ich es einfach mit jeden zweiten Tag zwei Kapseln versuchen. Oder ist das nicht zu empfehlen?
        Ich bin so froh, dass ich auf Ihre Seite gestoßen bin und Ihnen undenkbar dankbar, dass Sie eine Ärztin sind die über den Tellerrand geblickt hat.
        (Die extremen Schreibfehler oben in meiner Frage bitte ich zu entschuldigen, das Handy war wohl etwas zu klein zum schreiben)
        Herzliche Grüße
        BIGGI

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Biggi,
          können Sie so machen, notfalls noch mal schreiben. LG

          • Biggi sagt:

            Liebe Frau Prof. Gerhard,

            unter der Behandlung mit Famenita 100mg geht es mir sehr gut, keine der Beschwerden mehr Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzrasen, schlechte Stimmung und sogar meine Knieschmerzen- Arthrose Grad 4 sind weg. Nur so nebenbei erwähnt: Der Orthopäde ist sprachlos… bei der Diagnose muss ich Schmerzen haben, hatte ich ja schließlich vorher auch….

            Zwischenzeitlich habe ich mal jeweils morgens und abends eine Kapsel Famenita genommen , ich hatte aber das Gefühl es ist zu viel…es schmerzten mir die Brüste sehr stark. Also wieder nur noch eine Kapsel abends vaginal. Seit ein paar Tagen nun ein ziehen im linken Eierstock (rechts fehlen Eierstock und Eileiter) und ein Druckgefühl im Unterleib. Und dann heute oh Schreck, bekomme ich tatsächlich meine Periode nach fast 2 Jahren.
            Nun meine Frage soll ich mit Famenita weitermachen …durchgehend oder mit Pause? Muss ich zur Frauenärztin? Aber die hält ja eigentlich eh nichts von Progesteron, hat es mir nur mit wiederwillen und der Aussage, das wird ihnen nichts bringen, mitgegeben.
            Ihre Einschäzung und Meinung ist mir sehr wichtig und ich würde mich über eine Empfehlung wie ich weitermachen soll sehr freuen.
            Herzliche Grüße und vielen Dank
            Ihre Biggi

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Biggi,
            prima, dass Ihnen Famenita so gut geholfen hat. Offenbar haben Sie aber zwischendurch doch noch eine eigene Östrogenproduktion. Sicherheitshalber von der Frauenärztin untersuchen lassen, eventuell mit Hormonbestimmung und US der Gebärmutter. Am besten nehmen Sie Famenita dann erstmal zyklisch, d.h. vom 16.-25. Tag. Nach den Ergebnissen bei der frauenärztin können Sie dann u.U. wieder auf dauerhaft 1 täglich umsteigen. Weiter viel Erfolg mit der Therapie!

  • Schmetterling sagt:

    Guten Tag Frau Prof. Gerhard und liebe Mitleser(innen),

    meine Erfahrungen zur Progesteroncreme sind durchweg positiv, auch wenn ich zu Beginn äußert skeptisch war.

    Meine Frauenärztin verschrieb mir die Creme (10%) zur Stabilisierung meines Zyklus‘, v.a. der zweiten Zyklushälfte und vorranging wegen lange unerfülltem Kinderwusch – trotz optimalem Spermigramm meines Partners und auch ansonsten durchweg nur positiver Ausgangslage (beide noch unter 30 J., keine Raucher, gesunde Ernährung, etc.).

    Ich trug die Creme einmal täglich (bends), wie verorndet auf und nach zwei Zyklen war ich endlich schwanger!
    Nun bin ich stolz, in der 12. Woche zu sein.

    Meine Frauenärztin empfiehlt, die Creme noch bis zum Ende der 13. Woche anzuwenden, danach könne sie bedenkenlos abgesetzt werden.

    Ich allerdings bin sher verunsichert und habe Angst, dass nach dem Absetzen der Creme der Progesteronspiegel wieder absinkt, die Plazenta evtl. nicht genügend davon produziert und es zu einer Fehlgeburt kommen könnte.

    Ich frage mich, ob es sinnvoll wäre, die Creme während der gesamten Schwangerschaft hindurch anzuwenden, um dem vorzubeugen oder ob es schlicht eine Möglichkeit gibt, vor dem Absetzen der Creme zu überprüfen, ob die Plazenta für die alleinige Versorgung in der Lage ist.
    Oh, leider muss ich noch etwas hinzufügen –
    einfach um zu vermeiden, dass mein Post hier zu verallgemeinert klingt.

    Monate vor der Empfehlung (und letztlich Anwendung) der Progesteroncreme war ich bereits beim Endorkrinolgen zum Check der Hormone. Die Ärztin diagnostizierte Hyperandrogenämie und verschrieb 0,5 mg Dexamethason. Dieses Mediakemt nahm ich auch während der Anwendung der Progesteroncreme weiterhin ein – setzte es dann nach Absprache mit der Frauenärztin in der 9. SSW ab.

    Evtl. hängt das alles noch komplexer zusammen, weshalb ich ubedingt noch diese Ergänzung vornhemen wollte.

    Ich grüße alle interessierten Mitleser(innen) und besonders diejenigen, die noch hadern, es auszuprobieren :)

    Viele Grüße,
    Schmetterling

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Schmetterling,
      gratuliere zum Schwangerschaftserfolg! Man kann ganz einfach feststellen, ob die Plazenta genug Progesteron bildet, indem man in der 13. Woche vor dem Absetzen von Progesteron den Progesteronspiegel im Blut bestimmt. Ist man sich nicht sicher, kann man 2 Wochen später noch mal kontrollieren. Aber im Normalfall bildet die Plazenta automatisch genug Progesteron, wenn das Baby wächst. Viel liegen durchblutet den Mutterkuchen besser und fördert die Hormonbildung. Ebenso funktioniert das mit Stress-Reduktion und Yoga. Alles Gute für Sie, Ihren Mann und das Baby!

  • Salsa sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    Um es ganz kurz zu machen:
    Ich leide seit einer Extrauteringravidität, die nach erfolgloser OP mit Methotrexat behandelt wurde, unter massiver Muskelschwäche in den Beinen und Schwindel.
    Da ich leider sehr wenig Glück mit Ärzten hatte, habe ich begonnen, eigenständig zu recherchieren: Vitamin B-12, Vitamin D Mangel sind bereits ausgeglichen. Ein Magnesiummangel (sogar im Serum nachgewiesen), sowie ein Kaliummangel befinden sich (tgl. Supplementierung)ganz langsam auf dem Weg der Besserung. Ich ernähre mich basenüberschüssig, viel Rohkost, grüne Smoothies etc., eine Entgiftung ist geplant.
    Die Nebennieren arbeiten gut, ansonsten keine weiteren Auffälligkeiten im Blutbild. MRT vom Schädel ist o.B., eine Endokrinologing ist nicht fündig geworden, ein Neurologentermin steht noch aus.
    Ein Progesteronmangel (Speicheltest, privat durchgeführt) wurde festgestellt.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Symptome der Muskelschwäche in den Beinden und Schwindel incl. Ohnmachtsgefühle in den Tagen vor der Menstruation stark verschlimmern, weshalb ich eine hormonelle (Mit-)Ursache vermute (Östrogendominanz?). Leider sind die Beschwerden so stark, dass ich (32 J.) massive Probleme habe, meinen Alltag zu meistern.
    Vielleicht haben Sie noch einen Wink für mich.
    Ich bedanke mich herzlich für Ihre Mühe!!!
    Freundliche Grüße! :-)

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Salsa,
      wahrscheinlich benötigen Sie noch weitere Vitalstoffe, die nicht so bekannt sind. In diesem Artikel über Erschöpfung schreibt ein Therapeut, was man noch alles tun kann. An ihn sollten Sie sich mal wenden. Mit speziellen homöopathischen Mitteln kann man die Spätwirkungen von Methotrexat auch angehen. Eine genaue Untersuchung des Immunsystems wäre noch sinnvoll. Sie machen sicher nichts falsch, wenn Sie in der zweiten Zyklusphase einfach mal bioidentisches Progesteron nehmen. Außerdem kann ich Ihnen das Magnesiumöl sehr empfehlen, das sie direkt in die Beine einreiben können. Melden Sie sich unbedingt wieder, falls Sie keine Hilfe finden! Sie müssen schnell wieder gesund werden! Gute Besserung!

      • Salsa sagt:

        Liebe Frau Prof. Gerhard,

        Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre wertschätzende Rückmeldung, Ihre Mühe und guten Ratschläge.

        Ich habe in der vergangenen zweiten Zyklushälfte Alchemilla Urtinktur eingenommen und mich etwas besser gefühlt. An bioidentisches Progesteron habe ich mich bisher noch nicht herangetraut, da sich unter vaginaler Anwendung von Famenita während der Schwangerschaft (Blutungen in den ersten Wochen) die Schwindelsymptomatik noch einmal sehr verschlechtert hat. (Hierfür kommen ja aber auch andere Ursachen in Frage: z.B. Mg-Mangel..)
        Aktuell stille ich im 8. Monat, weshalb ich nicht weiß, ob ich bioidentisches Progesteron derzeit überhaupt transdermal anwenden darf.

        Mein Gefühl sagt mir auch, dass es eine Kombination aus Vitalstoff- und Hormonmangel sein könnte. Meine Symptomatik begann vor drei Jahren im Rahmen der EUG (noch vor dem MTX), während der vergangenen SS gab es die starke Verschlechterung meiner Beschwerden.
        Ebenfalls bin ich mir sicher, dass nach erfolgter Colon-Hydro-Therapie, sowie Leberentgiftung und Gallereinigung nach Moritz wieder eine bessere Grundlage für jedwede Stoffwechselprozesse vorhanden sein wird.
        So ist mein intrazellulärer Mg-Wert (in Erys) nämlich nach fast fünf Monaten hochdosierter Mg-Supplementierung (oral Mg-citrat 1200mg, sowie transdermal MgCl als Fußbad)immer noch im Graubereich: 1,53 mM/l (1,5 – 2,0). Trotzdem gibt es Symptome, die sich schon verbessert haben: Muskelkrämpfe und Ameisenlaufen im Mundebereich.
        Beim Kalium sieht es intrazellulär auch noch schlecht aus: 32 mMol/l (38-55).
        Diese Werte stammen von vor 10 Wochen; ich werde in Kürze retesten.

        Leider hat die bereits erfolgte Diagnostik und Behandlung sehr viel finanzielle Ressourcen benötigt; ich werde jedoch alles versuchen, um alsbald in Bonn vorstellig werden zu können.

        Eine körperliche Entlastung wird auch das Abstillen sein, dieses bringe ich aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht übers Herz.
        Mein Kind gedeiht sehr gut und es würde mir sehr schwer fallen, ihm Fertignahrung in Form von Kuhmilch zu geben. Leider kenne ich hier keine gesunde Alternative.

        Sie sehen, es ist gerade nicht so leicht, aber ich werde den Mut nicht verlieren, denn ich habe noch so vieles vor in meinem Leben. :-)

        Herzliche Grüße und vielen lieben Dank für Ihre Mühe!!

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Salsa,
          Sie sehen, wie schwierig es ist, über Internet zu beraten, denn die Schwangerschaft und das Stillen hatten Sie mir verschwiegen. Progesteron ist da sicher nicht das Mittel der Wahl! Wenn überhaupt Hormone, dann würde ich eher an DHEA zur Unterstützung der Nebennieren denken. Trinken Sie denn genug und wenn ja, nicht Osmosewasser oder nur Volvic? Herzliche Grüße und alles Gute für Sie und Ihr Baby!

          • Salsa sagt:

            Liebe Frau Prof. Gerhard,

            Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Ich habe versucht, mich so kurz zu halten und dann habe ich ausgerechnet diese wichtige Info vergessen, die ich im Nachhinein auch nicht mehr hinzufügen konnte. :-( Entschuldigen Sie bitte.

            Ich trinke tgl. 3 Liter Nürburg-Quelle, das Wasser mit dem höchsten Mg-Gehalt in Deutschland. Ich gebe immer noch etwas Mg-Citrat hinein, damit sich die Kohlensäure auflöst.
            Ich verwende nur noch Meersalz und nehme seit kurzem auf Anraten meiner HP Schüssler Salze 5 und 7, jeweils 3×2 tgl..

            Im Juli 2015 war DHEA im Speichel morgens erhöht, abends im Normbereich, Tagesrhythmik erhalten.

            Derzeit bringe ich auf Anraten meines Hausarztes meinen VitD-Spiegel von 40 auf 80 ng/ml.

            Ich denke, was mir bleibt, ist die Entgiftung abzuwarten und weiterhin eine gesunde Lebensführung beizubehalten. Nach der Stillzeit muss auch noch eine Szintigrafie meiner SD durchgeführt werden, da ein Knoten gefunden wurde. Blutwerte, incl. freier SD-Hormone und AK, sind aber ok.

            Ich bedanke mich herzlich für Ihre Mühe, alles Gute auch für Sie!

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Salsa,
            ganz toll, wie Sie das alles managen, machen Sie perfekt! Dann habe ich keine Angst mehr um Sie! Alles Gute!

  • Juliane sagt:

    Hallo Frau Prof. Gerhard,
    In meiner Verzweiflung muss ich jetzt auch mal meine Situation schildern und mir versuchen Rat zu holen.
    Ich bin 57 Jahre alt 58kg, sportlich. Ich nehme seit vielen Jahren (ca 13-15 mit vielleicht einer 2jährigen Pause nach den ersten Jahren) künstliche Hormone. Angefangen aus verschiedenen Gründen, u.a. einer Depression. Vor ca 6 Jahren wurde dann eine Hashimoto-Th. bei mir diagnostiziert und ich nehme seither L-Thyroxin (inzwischen 125). Mein großes Problem sind schreckliche Muskel-und Gelenkschmerzen, die ich seit Jahren nicht in den Griff bekomme. Da ich immer sportlich aktiv war und eigentlich gerne bin , ist dies ein große Einschränkung meiner Lebensqualität. Ich habe inzwischen alles untersuchen lassen : Rheumafaktoren, Neurologische Krankheiten , Borreliose, MRT von Kopf und WS……ohne wirkliche Ergebnisse ( einzig die WS , aber diese Symptome ( Tractussyndrom) verschlimmern das ganze nur zusätzlich.
    Nach größeren sportlichen Anstrengungen, wie Läufe ( habe ich völlig reduziert), Skitouren, Bergtouren, auch Fitnessstudio, was ich weniger mache, bekomme ich sozusagen Schübe. Diese äussern sich in starken Muskel- und Gelenkschmerzen in ALLEN Gelenken (Knie, Fuss, Ellbogen, Finger, Schultern), Verdickung der Haut an den Händen ( auch mal Fusssohlen) die sich dann nach und nach wieder abschält, Haarausfall, allgemeine Schwäche,…..Da ich gerade 2 Wochen beim Klettersteiggehen in den Bergen war, ist es momentan gerade ( nach 4 Wochen zuhause immer noch, unterwegs eigentlich wenig) besonders schlimm, sodass mein Leidensdruck ziemlich hoch ist/war. Ich bilde mir ein, über das letzte Jahr jetzt festgestellt zu haben, dass es mir immer deutlich besser geht ca zur Mitte der Gestagen/Östrogen Phase um dann wieder schlimmer zu werden zur Mitte der reinen Östrogenphase. (Ach ja letzten Sommer hatte ich eigentlich beschlossen, die HET zu beenden, hab das leider „Cold Turkey“ versucht und hatte mit solchen Wechseljahresbeschwerden, also auch noch wahnsinnige Hitzewallungen,zu kämpfen, dass ich nach 3 Wochen wieder angefangen habe.)
    Da ich nun viel über die naturidentischen Hormone gelesen habe, habe ich mir nun überlegt umzusteigen und sie sind ein kleiner Hoffnungsschimmer. Mein Frauenarzt hat dies auch problemlos unterstützt und ich nehme jetzt seit ein paar Tagen Utrogest und Gynokadin. Zusätzlich nimmt mein Internist gerade alle Blutwerte um auch die Schilddrüse zu kontrollieren bzw, auch sonstige Entzündungswerte.
    Nun liest man völlig unterschiedliches über Darreichungsform der Hormone. Ein Arzt im Netz verteidigt völlig die Rimkus Methode, wobei mir da auch einiges unlogisch erscheint, da der Hormonspiegel ja auch immer wieder schwankt. Wie will man da genau feststellen welche Dosis es genau sein muss? Kann man dies nicht eh nur durch eigens Probieren? Sie schreiben hier, dass die Einnahme über die Schleimhäute besser sei, dort wird beschrieben, dass die Bioverfügbarkeit bei den Kapseln viel besser sei, auch weil die Hormone besser mikronisiert sind, also dann nicht über die Leber abgebaut werden.
    Ich nehme nun das Progesteron als Kapseln, d.h. im Moment steche ich sie auf und nehme sie über die Scheidenschleimhaut auf, damit sie nicht über die Leber abgebaut wird. Meinen Sie ich habe eine Chance auf die Verbesserung meiner Symptome, oder halten sie diese für unabhängig von den Hormonen? Muss ich, falls ich das Progesteron doch innerlich nehme , Sorge haben, dass es durch evtl. Umbau zu Östrogen wieder zu einer Östrogendominanz kommt? Könnte ich auch NUR Progesteron nehmen? Welchen Einfluss hat das Progesteron auf die Schilddrüse und ihre Hormone? Könnte sich da wieder was ändern, sodass ich weniger Schildrüsen-Hormone nehmen müsste? Ich würde mich über eine Antwort freuen.
    LG

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Juliane,
      Ihre Krankengeschichte ist zu komplex, um jetzt eine einfache Antwort darauf geben zu könen. Wahrscheinlich reicht der einfache Ersatz der Hormontherapie nicht aus, um Ihre Beschwerden zu verhindern. Für mich klingt es wie eine totale Übersäuerung nach sportlicher Belastung, Nährstoffmangel und eventuell Umweltbelastung. Sicher können Sie versuchen, nur Progesteron zu nehmen und erst bei Zeichen des Östrogenmangels zusätzlich Gynokadin oder ein Estradiol-Pflaster einzusetzen. Wahrscheinlich liegt aber auch eine zusätzliche Störung der Nebennierenrinden vor. Sie brauchen einen Therapeuten, der sich sowohl mit den Hormonen als auch der Mitochondrienmedizin und Nahrungsergänzungen auskennt. Vielleicht können Ihnen diese Gesellschaften jemanden empfehlen:
      Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie http://www.metallausleitung.de/
      Das internationale Diagnostik- und Therapiezentrum für chronische Erkrankungen http://www.umweltmedizin.org/
      Gesellschaft der Ärzte für Erfahrungsheilkunde http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html

      • Juliane sagt:

        Herzlichen Dank für diese Antwort! Klingt interessant und eröffnet mir neue Aspekte. Ein Problem habe ich noch: Wenn ich mir so Ihre links anschaue und nach einem Arzt suche, finde ich nur Privatärzte. Da ich mir das finanziell nicht leisten kann wird das problematisch. Gibt es den da keine anderen Möglichkeiten? Gibt es z.B. an der Uniklinik in HD keine Ambulanz bzw ein Forschungsprojekt oder ähnliches, wo man auch als Kassenpatient unterkäme ( HD deshalb, weil ich in der Nähe bin und Sie dort ja auch mal selber geforscht haben).
        LG

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Juliane,
          In der Univ. Frauenklinik in Heidelberg gibt es eine Hormonsprechstunde. Da können Sie natürlich mit Überweisung hingehen. Ob es dort noch Ärzte gibt, die etwas mit Übersäuerung oder Umweltmedizin zu tun haben, kann ich Ihnen nicht sagen. Es ist leider eine große Lücke in unserem Gesundheitssystem, dass viele Vorsorge- und Therapiemethoden, die ich für gut halte und propagiere, nicht auf Krankenschein zu bekommen sind. Inzwischen gibt es aber schon Krankenkassen, die Zusatzversicherungen für diese Methoden anbieten. Alles Gute!

  • anni sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    Ich bin 24 Jahre alt und ging wegen meinem Haarausfall zum Endokrinologen : Diagnose Progesteronmangel (Progesteron luteal : 16,1ng/ml) (Östradiol luteal 488 pg/ml) und Verdacht auf Schilddrüsenunterfunktion wegen Prolactin 74,7 ng/ml und TSH 3,48 uU/ml, Hypophysenadenom wurde ausgeschlossen und ich begann meine Therapie mit 400mg bioidentischem Progesteron vag. Supp für 10 Tage in der zweiten Zyklushälfte. Diese Therapie führte ich 6 MOnate durch, mir ging es echt super =) August 2015 erster Zyklus ohne Progesteron, habe kein Brustspannen aber immer noch nicht meine Regel, war erneut beim Endokrinologen der auf Grund des TRH – Stimulationstestes TSH-S nach Belastung 25,5 uU/ml und Prolactin auf 34 ng/ml mir nun Euthyrox 25 ug verordnet hat. Progesteron kann muss ich aber nicht weiter nehmen. Progeston in diesem Zyklus ist am 21. Tag erneut gemessen worden und noch tiefer (0,62 ng/ml!!!) als vor der Progesteron – Therapie. Das macht mir Angst…. Habe ich überhaupt noch einen Eisprung? Soll ich mit dem Progesteron weiter machen oder pausieren? Haarausfall ist immer noch vorhanden…. =(
    MFG Anni

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anni,
      Es ist oft so, dass sich nach so einer langen Hormontherapie der Eisprung verschiebt. Bei der zweiten Messung hatten Sie am 21. Tag sicher noch keinen Eisprung. Aber abwarten, der kommt wieder! Ein Progesteron von 16,1 ist für mich kein Progesteronmangel, aber ein Östrogen von 488 pg/ml ist zu viel, so dass Sie wohl eine Östrogendominanz haben. Verändern Sie Ihre Ernährung und bewegen Sie sich, außerdem sind wahrscheinlich Nahrungsergänzungen wegen des Haarausfalls sinnvoll. Am besten Suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, der Sie individuell beraten und substituieren kann. Alles Gute!

  • Won sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich leide seid einem Jahr unter massiver Masthopadie in den Brüsten fast den ganzen Zyklus durch, ca. 7 Tage sind entspannter. Dazu kommen Zysten in der Brust, linksseitig 13 cm und mit einem harten Knuppel der sich verändert und rechtsseitig 7 cm wesentlich unproblematischer. Massiven Schwitzen,totaler Erschöpftheit, Hautexzemen. Nach 3 Monaten heftigsten Schmerzen und Ausstrahlung in den Rücken (5.Brustwirbel)und massiven Armbeschwerden, konnte diese kaum heben, verabreichte meine Frauenärztin mir Mönchspfeffer, das die Beschwerden etwas linderte jedoch nach 6 Monaten immer noch nicht zum abklingen brachte. Psychisch wurde es nach den 3-4 Monaten schwerer und ich hatte mit Depressionen zu kämpfen. Ich wechselte zur Homöopathie und das Mönschpfeffer setzen wir ab und wechselten zu einem Tee zum Progesteronausgleich ab dem 10. Tag und Alchimilla und Phytolacha. Die Bechwerden wurden erst gefühlt besser über 2 Zyklen, seid 3 Wochen habe ich jedoch im Unterleib Probleme bekommen mit geschwollenen Schleimhäuten, Ausfluss, Myome, Flüssigkeitseinlagerung hinter der Gebärmutter, aufgedunsen und gestaut sein und psychisch total überlastet sein, genau wie körperlich, die Brustschmerzen setzen auch wieder massiv ein. Würden sie mir hier zu einer Progesteronbehandlung raten? Ich bin 38 Jahre alt, habe noch nie Hormone genommen, keine Kinder, ein Jahr lang schon nicht mehr arbeitsfähig und komplett geschlaucht so dass ich nicht mehr weiter weiß. Gern würde ich eine Ärztin aufsuchen die sich hier speziell damit auskennt, finde jedoch niemanden. Auch der Besuch beim Endokrinologen war nur ein einmaliger Ausschnitt und keine wirkliche Auskunft gegeben über den Hormonstatus. Ganz herzlichen Dank für eine Antwort.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Won,
      Ihre Symptome sprechen dafür, dass Ihnen eine Progesteronbehandlung helfen könnte. Zusätzlich sollten Sie aber unbedingt total Ihre Ernährung umstellen: Keine Milchprodukte, kein Fleisch, nur Gemüse und Salat, davon viel roh, nur Bio, Vollkorngetreide, keine einfachen Zucker und Mehle. Empfehle Ihnen eine Ernährung nach den 5 Elementen, wie sie in diesem Buch beschrieben ist: http://www.amazon.de/gp/product/3775006303/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3775006303&linkCode=as2&tag=netzwerkfraue-21 Außerdem täglich mindestens eine Stunde Bewegung an der frischen Luft. Elektrosmog ausschalten. Magnesium einnehmen und den 25OH-Vitamin D-Spiegel messen lassen. Sie liegen mit Sicherheit zu niedrig!! Werte zwischen 50 und 90 ng/ml machen sie gesund! Alles Gute!

      • Won sagt:

        Vielen Dank Frau Prof. Dr. Gerhard für Ihre Antwort. Ich hatte so eine Ernährungsumstellung ca. 2 Jahre davor für ein halbes Jahr, kam dann aber nicht mehr damit klar weil ich auch damit Magenprobleme hatte. Ich kann es nur nochmal versuchen. Frische Luft tut mir sehr gut. Ich probiere jetzt seid über einem Monat eine Progesteron Creme aus Yamswurzel nach einem Rezept von Frau Heide Fischer. Es ist etwas Linderung, jedoch sehr unterschiedlich mit wieder massiven Zeiten dazwischen, braucht es eine längere Zeit um das einzustellen wieder? Mein anthroposophischer Arzt behandelt jetzt auch meine Schilddrüse, die wohl schon viele Jahre nicht optimal funktioniert, jedoch ohne Medikamentöse Behandlung auskam. Kann das ein Auslöser sein oder ist das nur Stress über die Hypophyse? Was für eine Rolle spielt basisches Wasser mit? Ich überlege mir ein Wasseraufbereitungsgerät zu kaufen für basisches Wasser. Ganz lieben Dank und ein besonderes Dankeschön, dass es solche Seiten hier gibt. Haben Sie evtl. noch einen Tipp wie ich einen Frauenarzt o.ä. finden kann in meine Stadt die sich damit auskennt? Ich komme aus Dresden, gibt es da ein Netzwerk evtl.?
        Erlauben Sie mir noch einen Nachtrag, welches Magnesium Präperat würden Sie empfehlen? Ich hatte darüber gelesen, das der Körper nicht alle gut aufnehmen, verwerten kann. Dankeschön.Herzlicht Won

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Won,
          ich kenne das Rezept von Frau Heide Fischer nicht, deshalb kann ich auch die Art des Progesterons nicht beurteilen. Oft ist es schwierig, schnell die richtige Dosis zu finden. Wegen des Wassers sollten sie mit Ihrem antroposophischen Arzt sprechen. Am besten wird organisch gebundenes Magnesium aufgenommen. In diesem Artikel finden Sie weitere Informationen zu Magnesium, das Buch kann ich sehr empfehlen. Viele Grüße!

  • Anja sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    (Vorgeschichte: Selbstbetroffene von SD-Unterfunktion mit Hashimoto, 20 Jahre unbehandelt, jetzt erst seit 2008 mit SD-Medikamentation versorgt, Folgen der Hashi: ALLES! inkl. vorzeitiger Wechsel mit 40. Lebensjahr abgeschlossen jetzt 54 Jahre)
    Unsere nun 19jährige Tochter leidet leidet unter einer „Vermännlichung“. Mit 9 Jahren schon bildende Behaarung an Gesicht, Armen, Brust, Beinen, und Schambereichen (zu wenig Brustbildung wie bei einem durchtrainierten Muskelmann!)  zuviel Hüft- Bauch- und Beinumfang (quasi falsche Verteilung) sowie Periodenunregelmäßigkeiten mit Krämpfen. Einsetzen des Monatszyklus mit 14.
    Angeborene Krampfadern mit lilalschwarzer Einfärbung am rechten Bein ist abgeklärt worden letztes Jahr in Uni… es besteht keine Venenverstopfung. 
    Sie kam auch mit einem Doppelzahn zur Welt und parallel dazu einem NICHT veranlagtem Zahn sowie Kieferproblemen (sie konnte zuerst nicht saugen) …seit 6 Jahren in kieferorthopädischer Behandlung mit vermutlichem Abschluss d.J. 2015.
    Augen-Operation 2007 (Muskelverkürzung wurde vorgenommen), da Doppelbilder vorher und Sehstörungen auch kein räuml. Wahrnehmen sowie kein mathematisches Verständnis, ständige Kopfschmerzen und diverse Bauchsymptomatiken.

    Bei Infekten (vermehrt Halsentzündungen) schwillt sofort das Gesicht noch mehr an und sie hat (je nach dem aus welchem Blickwinkel man  als Betrachter differenziert zwischen „schlimm und nicht so schlimm“ ) Wassereinlagerungen.  Verhaltens-Ergotherapie (1 Jahr) sowie jetzt Psychotherapie betr. Depressive Veranlagung sowie sog. Bindungsängste. Hat jetzt mangels Vertrauens mit der 12. Klasse abgebrochen und macht erst mal ein FSJ.

    Älterer Bruder hat seit 09/2011 Leukämie AML M4 jetzt in Remission nach einer Knochenmarktransplantation mit Schwerstfolgen von unterschiedlichen GvHds plus Schmerztherapeutischer Behandlung (Opiate und Co.)…. das ist zusätzlich schon belastend genug seelisch wie körperlich.

    Werte vom 26.03.15:
    TSH/TSH basal 5.00 Ref.des Labors: 0,5<4,3
    FT4-R/FT4: 1,12 Ref.d.Labors: 1.00<1.70
    FT3_R/FT3: 3,6 Ref.d.Labors: 2,3<5.0

    GYNÄKOLOGIE: 26.02.2015
    DHEA-Sn 138,54 (Norm laut Labor: 25,9-460,20)
    E2 45,6 (Norm laut Labor: s. unten)
    FSH 13,4 (Norm laut Labor: 1,4-9,2)
    TESTOr 0,40 (Norm laut Labor: 0,14-0,76)

    Größe 176 cm
    Gewicht: war mit 15 Jahren auf 96 kg!!! und mit 17 auf 80 kg dann absolute Stagnation trotz 3 mal die Woche Sport und Ernährungsumstellung wieder auf 86 kg Stand vom 29.07.15

    Was würden Sie raten? Das Mädel ist total unglücklich weil nichts greift auch keine Zink-Selen-Jodit-D3-Folsäure-Präparate oder Homöopathie (Kalium Jodatum und andere Stoffwechselanregende Mittel)…

    Mit freundlichen Grüßen
    Anja, eine verzweifelte Mutter und Tochter

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anja,
      Sie haben in Ihrer Familie und in Ihrem Leben ja mit vielen komplizierten Sachen zu kämpfen! Die Autoimmunerkrankung bei Ihnen, die Leukämie bei Ihrem Sohn und die Horrmon- und Stoffwechselstörung bei Ihrer Tochter sind für mich ein Hinweis darauf, dass sowohl genetische Veränderungen als auch Umweltbelastungen eine Mitursache sein können (bspw. Strahlen, chemische Gifte, Schwermetalle). Diese können bereits in der Schwangerschaft zu Störungen der Entwicklung führen, worauf bei Ihrer Tochter die Zahn-, Gefäß- und Augenanomalien, sowie die Hyperandrogenämie und Adipositas hinweisen.
      Ich empfehle Ihnen, mehrgleisig vorzugehen: zu einem guten Endokrinologen (am besten eine Uni-Ambulanz), der zykusgenau die weiblichen Hormone abklärt und US der Eierstöcke macht (mein Verdacht Polycystische Ovarien) und mit einer leichten Schilddrüsenhormontherapie beginnt (erhöhtes TSH, Antikörper nicht bestimmt?). Auch muss der Zuckerstoffwechsel abgeklärt werden (Insulin-Resistenz?). Dann würde ich einen Umweltmediziner einschalten, um klären zu lassen, ob zur Zeit eine Umweltbelastung vorliegt, die dann vielleicht eliminiert werden könnte. Hier einige Gesellschaften, über die Sie hoffentlich in Ihrer Nähe einen Therapeuten finden:
      Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie http://www.metallausleitung.de/
      Das internationale Diagnostik- und Therapiezentrum für chronische Erkrankungen http://www.umweltmedizin.org/
      Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin e.V. (IGUMED) http://www.igumed.de/
      Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e.V. (dbu) http://www.dbu-online.de,
      Europäische Akademie für Umweltmedizin e.V. (EUROPAEM e.V.; http://www.europaem.eu),
      Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ, http://www.deguz.de)
      Gesellschaft der Ärzte für Erfahrungsheilkunde http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
      Gemeinnütziges Netzwerk für Umweltkranke e.V. (Genuk) http://www.genuk-ev.de
      Viel Erfolg! Und berichten Sie gerne einmal, wie Sie weitergekommen sind.

      • Anja sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

        leider kam eine Komplikation betr. Speicheldrüsentransplantationen unseres Sohnes dazwischen….

        Recht herzlichst bedanke ich mich für Ihre Antwort und werde weitere Schritte einleiten lassen…. P.S. die letzteren Werte betr. TSH und FT3 und FT4 wurden in der UNI Endokrinologie unserer Umgebung MZ bestimmt. Mit dem Hinweis an den Hausarzt: keine Medikamentengabe nötig!
        Ich werde aber die US Eierstöcke und zyklusgenaue weibl. Hormonabklärung abklären lassen…. sowie Insulin-Resistenz.
        Vielen Dank für Ihre Hilfe…
        Mit freundlichen Grüßen
        Anja

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Anja,
          von einer Kollegin erfuhr ich kürzlich über gute Ergebnisse mit Myo-Inositol (Clavella) von der Firma Exeltis. Sprechen Sie mal Ihren Frauenarzt darauf an! Könnte eventuell ein neuer Ansatz für Ihre Tochter sein. Alles Gute!

  • JU sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard ,

    ich bin 44 Jahre und bin in der Perimenopause (Bluttest im Februar) seit Oktober 2014. Ich hatte unregelmaessige Zyklen und Hitzewallungen. Die Hitzewallungen sind seit Februar wieder weg. Meine Periode war dann fuer 3 Monate ganz weg dann fuer 2 Tage ganz schwach. Den naechsten Monat hatte ich fuer 19 Tage eine schwache Schmierblutung (die letzten 2 Wochen davon im Ausland),dann eine Woche Pause und seit gestern wieder.War heute bei meiner Aerztin
    die durch den Ultraschall festgestellt hat das meine Schleimhaut sehr stark aufgebaut ist aber durch die fehlenden Gelbkoerper nicht geloest wird.Nun hat sie mir fuer die naechsten 8 Wochen Famenita 200mg verschrieben. Moenchspfeffer darf ich zusaetzlich einnehmen. Nun habe ich aber just 1 Stunde nach der Untersuchung meine Regel sehr stark bekommen mit Bauchkraempfen die sich jetzt aber gelegt haben. Meine Frage ist ob ich denn nun wirklich diese Hormone nehmen muss oder ob man es vielleicht auch erst nochmal nur mit dem Moenchspfeffer probieren koennte?Oder noch einen Bluttest der aktueller ist?
    Eigentlich moechte ich keine Medikamente einnehmen…
    Vielen Dank fuer ihre Antwort
    Ju

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe JU,
      Da Sie noch in der Perimenopause sind, kann es gut sein, dass Sie mal wieder einen Eisprung hatten. Am besten lassen Sie am Ende der Periode noch mal einen Ultraschall von der Gebärmutter machen. Wenn dann die Schleimhaut gut abgeblutet ist, brauchen Sie erstmal kein Famenita zu nehmen und können versuchen, eine Regulation mit Mönchspfeffer zu erreichen. Viel Glück!

    • JU sagt:

      Vielen Dank ,sie haben mir sehr weitergeholfen.
      Liebe Gruesse Ju

  • Petra sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
    ich komme gerade von meiner Frauenärztin bei der ich zur Routineuntersuchung war, u.a. auch wegen einem Myom? oder Zyste an der Gebärmutter, die sich aber seit 2 Jahren nicht verändert. Ich werde in Kürze 49 Jahre und habe meine letzte Periode im Januar ´15 gehabt. Davor in 2014 ebenfalls im Januar und dann nochmal im Sommer. Ich war im Dezember 2014 zur letzten Kontrolle, da war alles ok. Heute wurde mir gesagt, dass die Gebärmutterschleimhaut zu hoch wäre (weiß nicht wieviel) und ich sollte für 12 Tage Chlormadinon 2mg nehmen. Da ich 2010 und 2013 je eine Woche im KH war (wegen Galle ev. Gries – Diagnose keine) habe ich die Ärztin nochmals angesprochen, sie sieht aber keinen Anlass zur Beunruhigung.Ich habe auch angesprochen, dass dieses Medikament – so steht es in der Packung – N A C H einem Gestagentest eingesetzt werden sollte, dieser ist aber nicht erfolgt und auch kein anderer Test auch keine Blutentnahme für ev. Bestimmung des Hormonhaushaltes (hatte ich schon einmal angesprochen, wurde aber nicht gemacht) Sollte nach dieser Zeit keine Blutung einsetzen, soll eine Ausschabung gemacht werden. Ich war ziemlich „vor den Kopf“ gehauen. Ich überlege jetzt noch weitere Meinung einzuholen, da ich sehr verunsichert und jetzt auch sehr ängstlich bin. Vielen Dank vorab!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Petra,
      mit Chlormadinon machen Sie einen Gestagentest, denn Chlormadinon ist ein Gestagen. Hormonuntersuchungen sind in Ihrer Situation wirklich nicht erforderlich. Und auch wegen der Galle sollten Sie bei der kurzzeitigen Einnahme keine Angst haben. Wenn Sie sich eine Ausschabung ersparen wollen, sollten Sie den Rat Ihrer Ärztin befolgen. Alles Gute!

  • Saskia sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    da ich unter einem Progesteronmangel habe, hat mein Frauenarzt mit Progestan verschrieben. Ich nehme, seit dem letzten Zyklus, jeden Abend eine Kapsel vaginal – ca. seit dem 10 Zyklustag. Leider ist mein PMS wieder sehr viel schlimmer geworden, als ohne Progestan. Vorher habe ich Mönchspfeffer genommen und Diosgininöl geschmiert.
    Kann es zu einer Erstverschlimmerung durch Progestan kommen ?
    Auch meine Periode kam später und ich hatte 3 Tage Schmierblutungen.
    Ich weiss jetzt nicht, was ich machen soll – nehme ich das Progesteron ab dem 12 Tag wieder oder lass ich es weg und nehme den Mönchspfeffer und das Öl weiter ? Bin wirklich verzweifelt, da meine PMS Symptome sehr stark sind – vor allem psychisch!
    Für Ihre Hilfe vielen Dank!
    Freundliche Grüße
    Saskia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Saskia,
      wenn es Ihnen unter Mönchspfeffer besser ging, sollten Sie ihn weiternehmen. Durch die zu frühe Gabe von Progesteron (vermutlich vor dem Eisprung) sind Ihre körpereigenen Hormone durcheinander und wahrscheinlich hat Ihr eigener Gelbkörper weniger Progesteron als normal produziert. PMS und Progesteronmangel sind immer ein Zeichen dafür, dass Ihrem Körper etwas fehlt: Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Magnesium, Ruhe oder Bewegung etc. In diesem Artikel geht es zwar um Dysmenorrhö, aber die Therapieansätze sind ganz ähnlich wie bei PMS. Lassen Sie sich mal zu Alternativen inspirieren! Alles Gute!

  • linda sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
    ich habe in den letzten monaten speicheltests am 21. tag meines zyklus machen lassen sowohl einen bluttest, das ergebnis immer wieder ähnlich: progest.463,3 pg/ml zu estradiol 3,6 pd/ml.
    niedriger östrogenspiegel zu sehr hohen progesteron, oder?
    ist das was schlechtes? mein problem ist seit 23 jahren hormonelle migräne (und libidoverlust), die mich zum wahnsinn treibt. 3 tage heftigst nach dem eisprung und 3 tage während blutung. sollte ich doch eine östrogenpille probieren, die den eisprung einstellt? ich habe seit 23 jahren einen super-zyklus 27 tage immer eisprung! vielen dank!!!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Linda,
      Progesteron ergibt im Speichel immer zu hohe Werte. Was Estradiol mit pd/ml sein soll, weiß ich nicht. Wenn Sie sich auf Ihre Hormonbestimmungen verlassen wollen, sollten Sie immer beides in derselben Blutprobe messen lassen. Ihre Beschreibung passt aber zu dem plötzlichen Östrogenabfall kurz nach dem Eisprung und während der Periode. Manchen Frauen hilft, wenn sie in der kritischen Phase einfach etwas Östrogen dazu nehmen. Sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin darüber. Viele Grüße!

  • Beanie sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

    Ist ein Progesteronwert gemessen am 23 ZT. von 10,6 ng/ml normal hoch, Oestron 51,9 ng/ l, Östradiol 83,1 pg/ ml? Ich persönlich fühle es als nicht normal – LASH- OP im April wegen Uterus myomatus, Zufallsdiagnose dabei Endometriose, seit 2005 sehr starke Blutungen mit starken Schmerzen, PMS mit Brustspannen, Eisenmangelanämie, 2006 Hashimoto, Vit. D Mangel, Depressive Verstimmungen, starkes Schwitzen, Durchschlafprobleme. Bis auf die geschilderten starken Blutungen und Schmerzen nach wie vor alles vorhanden, für mich klingt das nach Progesteronmangel, was sagen Sie? Meine Gyn. steht auf „Kriegsfuß“ mit bioidentischer Progesteroncreme, für sie ist das Teufelszeug, ich habe leider kein Rezept dafür bekommen und bin arg verzweifelt, weil die ganzen Symtome niemanden interessieren, man steht allein, kennen Sei vielleicht eine gute Gyn. im Freistaat Sachsen?

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Beanie,
      Sie haben sicher einen leichten Progesteronmangel, aber durch die alleinige Behandlung mit bioidentischer Progesteroncreme wird es Ihnen auch nicht viel besser gehen! Sie haben Nährstoffmängel, ein gestörtes Immunsystem und müssen wirklich zu einem ganzheitlich arbeitenden Arzt gehen. In Leipzig kann ich die Frauenärztin Dr. Georgieff empfehlen, sonst schauen Sie mal unter http://www.natum.de, ob es noch jemanden in Ihrer Nähe gibt. Alles Gute!

  • Katrin sagt:

    Liebe Frau Dr.,

    Ich hoffe Sie können mir helfen.
    Ich bekomme meine Periode nach langjähriger pilleneinnahme nicht regelmäßig.
    Das Problem ist, dass ich immer Zysten an den Eierstöcken bekomme und dann kommt die Mens erstrecht nicht.
    Bin bei der Heilpraktikerin nehme nahrungsergänzung, bei der osteopathin.
    Wenn ich meine Periode bekomme, dann habe ich keine Zysten sonst nach 2-4 Monaten mal wieder keine habe ich wieder Zysten die oft auch sehr groß werden.
    Habe schon oft Progestan etc genommen dann kam auch die Blutung und alles war wieder gut.
    Ich bin auf der Suche nach einer Diagnose und langfristiger Therapie.
    Mir ist bewusst das sie mir keine Ferndiagnose stellen können und dürfen, aber ich baue auf ihre Erfahrung.
    Ich nehme einige Globulis ein unter anderem Progesteron HTC
    Auch Mönchpfeffer, mastodynon, ovaria Comp,Apis mellefica, Vitamin B5
    Ich verstehe nur nicht warum es manchmal klappt mit der Periode und dann wieder nicht …
    Meinen Sie wirklich ich sollte regelmäßig Progestan oder ähnliches einnehmen.
    Bin 28 Jahre alt und meine bluttests waren immer gut laut den Frauenärzten , haben auch schon in der gelbkörperphase getestet trotzdem wurde kein Mangel festgestellt echt komisch.
    Aber Progestan oder ähnliches hat immer recht schnell geholfen.
    Herzlichen Dank schon einmal für Ihre Mühe.
    Liebe Grüße
    Katrin

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Katrin,
      wahrscheinlich tun Sie etwas zu viel des Guten mit den vielen Medikamenten. Die Hormonachse zwischen Hirnanhangsdrüse und Eierstöcken ist noch sehr labil, so dass eine unregelmäßige Eireifung eintritt, die nicht ausreicht, um regelmäßig einen Eisprung auszulösen. Um die Zystenbildung zu verhindern, ist eine regelmäßige, zyklische Progesterongabe über etwa ein halbes Jahr sicher sinnvoll. Außerdem sollten Sie prüfen, ob Sie Stress einschränken können, die Ernährung optimieren und sich regelmäßig bewegen können. Das Körpergewicht sollte stabil und ausgeglichen sein. Auch HormonYoga wäre eine tolle Sache für Sie. Viele Grüße!

      • Katrin sagt:

        Liebe Frau Dr.!

        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Ja, das hab ich mir auch schon oft gedacht, dass es evtl. Zuviel des Guten ist aber wollte nichts unversucht lassen….
        Yoga, Bewegung, Sport mache ich regelmäßig bin auch bei 1,68 und 58kg Normalgewichtig, achte auf gesunde ausgewogene Ernährung.
        Meine Frauenärztin meint auch wenn ich nicht in das typische Bild passe könnte es ein PCO Syndrom sein …
        Ich nehme jetzt farmenita als „Zäpfchen“ in der 2 zyklushälfte und mache das für eine zeitlang wie Sie es schon erwähnten.
        Laut einem Speichelttest war mein Progesteronwert viel zu niedrig auch.
        Ich hoffe dass es langsam wird, denn ein Kinderwunsch ist auch vorhanden aber ich bin guter Dinge!
        Herzliche Grüße
        Katrin

  • Sanne sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich (50 J.) wende seit ü 1 Jahr Famenita 100 an und viele meiner Symptome haben sich sehr gebessert.
    Ich wende Progesteron 14 Tagen an und mache dann eine Pause von 14 Tagen.

    Da meine Periode oft ausbleibt, bekomme ich nicht immer in den 14 Tagen Pause eine Blutung. Dafür kommt sie vielleicht z.B. am Zyklustag 80. Und z.B. genau dann, wenn ich gerade diese 14 Tage Progesteron anwende.

    Meine Frage ist jetzt, muss ich die Anwendung auf jeden Fall so weiter führen oder bei einsetzender Periode pausieren, obwohl noch gar keine Pause „dran“ war?

    Also egal was kommt, immer diesen Rhythmus von 14 Tagen Progesteron und 14 Tagen Pause einhalten?

    Viele Grüße
    Sanne

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sannne,
      so lange immer wieder Blutungen eintreten, egal wann, ist es wichtig, diesen Rhythmus beizubehalten. Ist das nicht mehr der Fall, kann Ihr Frauenarzt entscheiden (je nach Hormonwerten und Aufbau der Gebärmutterschleimhaut), ob Dosierung oder Rhythmus geändert werden sollten. Alles Gute!

  • Paula-Alice sagt:

    Hallo, ich habe meinen Gynäkologen gebeten, mir anstatt kombinierter Hormontabletten Östrogen-Gel und Progesteroncreme aufzuschreiben. Er sagte mir Progesteroncreme würde es nicht geben, zumindest nicht auf offiziellem und zugelassenem Weg. Ich habe ihm dann (weil ich schon soo viel darüber gelesen habe und ihm nicht ganz abgenommen habe, dass er davon nichts weiß) gesagt, meine Cousine würde das vom Arzt verordnet bekommen und es würde in der Apotheke angerührt… Nun würde er gern mal eine Kopie des Rezeptes sehen um sich zu erkundigen, ob das offiziell und zugelassen ist, damit er es -wenn dem so sei- aufschreiben kann….. Wie komme eine an eine Rezeptkopie? Oder können Sie mir genau auflisten, was ich ihm dazu an Information geben kann? Ihren ARtikel habe ich schon ausgedruckt, doch er möchte ja ein genaues Rezept…
    Herzliche Grüße

    • Liebe Paula-Alice,

      bitten Sie doch Ihren Gynäkologen die 10 %ige Progesteron-Creme (50-100 Gramm) von der Rondell-Apotheke in München-Harlaching aufschreiben zu lassen. Die Tel.Nr und Fax-Nr. finden Sie im Internet. Er braucht dann keine weiteren Angaben zu Galenik machen. Alternativ können auch Progesteron-Kaps (Progestan, Utrogest oder Famenita 100) aufgestochen werden und der Inhalt „transdermal“ verwendet werden.

      Viel Erfolg wünscht

      H. Faust-Albrecht

  • Marga sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    nach Lesen des obigen Artikels stellt sich mir die Frage, welche Hormone man vor einer Progestan/Gynokadin-Behandlung bestimmen lassen sollte, wenn man keine Regelblutung mehr hat und sterilisiert ist. Meine Schilddrüse wurde 2011 entfernt und ich bin mit L-Thyroxin 112 eingestellt und in jährlicher Überwachung. Vor der Sterilisation nahm ich zwei Jahre die Pille. Mit der Sterilisation wurde ich mehr oder weniger von einem auf den anderen Tag mit Wechseljahrsbeschwerden (Hitzewallungen hoch drei, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mittlerweile auch Mastopathie und Gelenkschmerzen) konfrontiert. Zuerst hat die Einnahme von femiloges zumindest bei den Hitzewallungen und bei abendlicher Einnahme auch bei den Schlafstötungen geholfen, aber alles andere blieb und wird eher schlechter als besser. Ich bin 48 Jahre alt und wiege 70 kg bei 1,65m Größe. Ich fühle mich oftmals etwas aufgeschwemmt, zumindest gibt es keinen noch so weichen Sockenrand, der keinen Abdruck an meinen Knöcheln hinterlässt.
    Darüber hinaus würde ich gerne wissen ob die Progestan-Kapseln 100mg von Dr. Kade ebenfalls zu den bioidentischen Mitteln zählt, da auf der Packung „aus Soja“ drauf steht, oder ob dies nur auf Produkte der Yamswurzel zutrifft.
    Aufgrund der Tatsache, dass meine Mutter an Brustkrebs verstorben ist und ich daher ein erhöhtes Risiko haben könnte, möchte ich mich nicht unnötig mit Hormonen belasten, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass meinem Körper etwas fehlt, das ich quasi manuelle ergänzen sollte.
    Mit wurde von der Frauenärztin Gynokadin Gel 2xtgl. ein Hub und eine Kapsel Progestan verordnet, jedoch ohne eine vorherige Lagebestimmung in Form einer Blutuntersuchung zu treffen.
    Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Antwort.

    Viele Grüße,
    Marga

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Marga,
      Progestan ist bioidentisch, können Sie nehmen. Normalerweise werden im Blut Östradiol, Progesteron, eventuell Testosteron, FSH und LH bestimmt. Wenn Ihre Ärztin die Werte aber nicht interpretieren kann, hilft Ihnen die Bestimmung nicht viel, zumal Kontrollen unter der Therapie erforderlich sind. Da bei Ihnen offenbar eine Östrogendominanz besteht, fangen Sie doch einfach erstmal nur mit Progestan an und reden Sie noch mal mit Ihrer Ärztin. Alles Gute!

      • Marga sagt:

        Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
        herzlichen Dank, dass Sie sich noch zu so später Stunde meiner Frage angenommen haben. Ich werde Ihrem Rat folgen und bin auf die Wirkung gespannt.

    • Gerlinde sagt:

      Hallo, ich habe mich sterlisieren lassen, vorher die dreimonatsspritze . Es war ein Horror mit den Nebenwirkungen , seitdem starke mastodynie , durchgehend , es hilft gar nix , 2 Jahre hatte ich keine Periode, zugenommen am Gewicht, unreine Haut,
      Brustschmerzen ohne Ende , es hilft nix , schulterschmerzen , was hilft mir, habe schon alles probiert,

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Gerlinde,
        nach einer Sterilisation ist es oft so, dass die Eierstöcke vorübergehend nicht genug durchblutet werden und es zu einem Hormonmangel kommt. Bei Ihrer Symptomatik sollte als allererstes bioidentisches Progesteron ergänzt werden. Reden Sie mit Ihrem Frauenarzt über Hormonuntersuchungen. Alles Gute!

  • Chris sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust,
    Ich möchte wissen, ob Sie sich bereits mit der Korrelation von AMH und Vitamin D auseinander gesetzt haben? Ich habe letzte Woche die Diagnose von einem Wert 0,44 bekommen und suche nach leichteren Lösungen als Invitro.
    Vielen Dank für ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Chris

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Chris,
      Es hängt von Ihrem Alter, den FSH-Werten, den 25OH-Vitamin-D-Werten und noch vielen anderen „Kleinigkeiten“ ab, ob es eine leichtere Lösung geben kann. Für JEDE Lösung sind hochnormale Vitamin-D-Konzentrationen im Blut wichtig, da Vitamin D auch ein Hormon ist! Viele Grüße!

  • Tina sagt:

    hallo,
    Ich habe eine Frage zu unerfülltem Kinderwunsch:
    Ich bin 33, habe eine Tochter mit 4 und versuche aktuell seit März schwanger zu werden. Hatte Anfang des Jahres noch eine normale zykluslänge von 27-29 Tagen. Im Februar eine Mandel op und danach wollte ich mit dem Kinderwunsch starten. Wie es der Teufel will, habe ich nun seit Feb einen verkürzten Zyklus von 23-26 Tagen, wobei schon 3-5 Tage vor menstruationsbefinn eine schmierblutung beginnt. Spürte bisher immer zum es einen mittelschmerz. Seit 3 Monaten nicht mehr. Laut temperaturkurve habe ich auch keinen es. Meine fa hat mir im April agnucaston verschrieben, da der hormontest nachgewiesen hat, dass mein gelbkörperhormon viel zu niedrig war.
    Hat sich leider nichts geändert. Sollte ich zu clomifen greifen? Habe große Angst davor, da das Thema Brustkrebs in meiner Familie leider sehr groß ist. Was halten Sie von Tcm?
    Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mir ihre Meinung schreiben würden.

  • Bianca sagt:

    Hallo,

    kann es sein, dass ich auf Famenita mit Bauchkrämpfen und Schwindel reagiere? Wenn ja, sind das Übergangserscheinungen oder sollte ich versuchen, meine Frauenärztin vom Verschreiben des bioidentischen Progesteron zu überzeugen? Würde das eventuell helfen? Worauf reagiere ich denn dann überhaupt, auf das „falsche“ Progesteron? Ich versuche gerade diese komplexen Zusammenhänge zu verstehen und wäre Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar. Ach so, ich leide seit Jahren unter immer schlimmer werdenendem PMS.

    Vielen Dank im Voraus!!

    Beste Grüße, Bianca

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bianca,
      Famenita ist bioidentisches Progesteron, also im Prinzip alles richtig für Sie. Vielleicht ist die Dosis zu hoch oder Sie vertragen irgendeinen der Hilfsstoffe darin nicht oder es sind wirklich nur Übergangserscheinungen. Versuchen Sie herauszufinden, WARUM Sie PMS haben! darauf habe ich in anderen Kommentaren schon hingewiesen: Stress, Ernährung, Vitalstoffmangel, fehlende Bewegung, Darmstörung usw. Alles Gute!

  • Katharina sagt:

    Danke! Und sorry für die Verwirrung – ja, ich hatte in meiner Verzweiflung über die ständigen Zyklusprobleme, vor allem die Schmerzen, kürzlich noch einmal einen Gestagenpillenversuch gestartet, meiner Frauenärztin fiel auch nichts anderes ein. Aber auch das geht eben leider nicht (mehr) gut… Viele & dankbare Grüße, Katharina

  • Vreny sagt:

    Danke dir, ich werd mal zu meiner apothekerin des vertrauens gehen…. Schönes wochenende dir!

  • Christine sagt:

    Hallo,
    ich bin 42 und nun nach langem Probieren und einer FG in der 5.ssw endlich in der 7.Woche schwanger.Ich habe schon einen Sohn von sieben.
    Muss ich denn nun während der ssw auf Haare färben und Nagelmodellage verzichten?
    Vielen Dank und liebe Grüsse

  • Vreny sagt:

    Liebe Frau dr. Gerhard,

    Habe mit meinem arzt besprochen aufgrund langer kiwu, vor 4 monaten fehlgeburt in 10 ssw, ab sofort mönchspfeffee zu nehmen. Einnahm seit ca. 1 woche. Kann es aufgrund dieser kurzen einnahme bereitsmzu Juckreiz am körper und übelkeit kommen? Reagiert der körper im zweifelsfall so schnell, so stark?

    Vielen dank und lg vreny

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Vreny,
      natürlich kann das mal sein. Dann bitte das Präparat absetzen und mit dem Produkt einer anderen Firma und anderer Galenik versuchen. Manchmal reagiert man nicht auf den Wirkstoff sondern auf die Zusatzstoffe allergisch. Viele Grüße!

  • Katharina sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

    vielen Dank für die schnelle Antwort! So einige der empfohlenen Dinge habe ich tatsächlich schon probiert – Basenkur, Darmreinigung, gesündere Ernährung, Vitamin- und Mineralstoffsubstitution… Leider fehlt dann im Familien- und Arbeitsalltag wohl oft die nötige Konsequenz und Disziplin, v.a. in Sachen Ernährung :-(. Wenigstens Sport und Yoga betreibe ich sehr regelmäßig.

    Da die orthomolekularen Präparate ja leider nicht ganz billig sind und ich sichergehen will, dass die Behandlung anschlagen kann, noch die Nachfrage: Kann man diese parallel zu einer Pilleneinnahme nutzen oder wäre es ohne besser? Und: Bioidentische Hormone würden Sie jetzt nicht zwingend sehen?

    Vielen herzlichen Dank noch einmal!!!
    Katharina

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Katharina,
      der Kollege Volkmann würde natürlich sagen: ohne Pille ist besser. Sie schrieben nicht, dass Sie eine Pille einnehmen, würde auch nicht zu der unregelmäßigen Periode passen. Dann auch in Zukunft bleiben lassen! Wenn es Ihnen gelingt, durch die orthomolekulare Therapie die Hormone zu normalisieren, weil Sie ja die Ursache der Störung behandeln, ist das natürlich viel besser, als nur das Progesteron, bzw.bioidentische Hormone, zu ergänzen. Mal ausprobieren!! Viel Erfolg!

  • Christine sagt:

    Hallo,
    kann es nach vaginaler Einnahme von Progestan zu migräneartigen Kopfschmerzen und Übelkeit kommen wenn man mit Migräne vorbelastet ist?
    Kann es kaum aushalten und darf meine Triptane wegen der ssw nicht nehmen.

    Danke

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Christine,
      das ist denkbar, obwohl eigentlich Ihr Körper in der Schwangerschaft viel mehr Progesteron bildet als in den Progestan drin ist. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Alles Gute!

  • Katharina sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich schlage mich schon seit über 20 Jahren mit diversen Problemen herum, ohne nennenswerte Fortschritte in der Behebung gemacht zu haben. Auf Ihrer Seite spricht mich einiges an und ich hege die Hoffnung, dass Sie mir eine Rückmeldung geben könnten, welche Behandlungsrichtung für mich aufgrund folgender Angaben/Symptomatik aus Ihrer Sicht möglicherweise angeraten wäre:

    – ich bin knapp 40 Jahre, habe ein Kind, mehr sind nicht geplant
    – von der ersten Mens an hatte ich stets starke, sehr schmerzhafte Blutungen (Endometriose wurde von verschiedensten Ärzten als unwahrscheinlich eingestuft und deshalb nie sicher abgeklärt; als Ursache wird ein rudimentärer zweiter, mitblutender Uterus gesehen)
    – unregelmäßiger Zyklus (zuletzt schwankend zwischen 21 und 33 Tagen)
    – nicht immer, aber häufig Kopfschmerzen rund um den Eisprung
    – beeinträchtigendes PMS mit großer Müdigkeit, Aggressivität, Emotionalität
    – immer noch unreine Haut
    – seit Teenagerzeit null Toleranz für Östrogene (starke Übelkeit und Erbrechen beim Einnehmen jeglicher Östrogenpillen, auch beim Nuva-Ring; in der Schwangerschaft HG bis in den 5. Monat hinein)
    – bei Einnahme einer Gestagenpille mittlerweile andauernde PMS-Symptomatik, anhaltende Schmierblutungen, noch schlechtere Haut (diese Pillen hatte ich vor der Schwangerschaft deutlich besser toleriert und mich recht wohl damit gefühlt)
    – von Heilpraktikerin begleitete HPU- und Nebennierenschwäche-Therapien (Mineralstoffe, Chlorella…) brachten keine nennenswerten Verbesserungen
    – falls dies auch wichtig sein kann: Ich leide seit der Pubertät unter Hyperhidrose, die üblichen Behandlungen von Salbeipräparaten bis hin zu Iontophorese brachten nichts

    Nun sind in meiner Gegend leider sowohl Orthomolekularmediziner wie auch BHT-Therapeuten eher rar. Können Sie mir zumindest einen Hinweis geben, in welche Richtung es sich für mich lohnen könnte, mich trotz Aufwands schlauer zu machen? Dafür wäre ich sehr dankbar.

    Mit herzlichen Grüßen
    Katharina

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Katharina,
      in diesem Artikel über Dysmenorrhö wird ein einfaches aber sehr wirkungsvolles Therapieregime mit Orthomolekulaia vorgestellt, das ich Ihnen auch für Ihre Gesamtproblematik empfehlen kann. Dazu müsste noch mit Lachsölkapseln ergänzt werden. An erster Stelle steht natürlich die Umstellung Ihrer Ernährung, damit der Mangel an Zink, Omega3-und -6-Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium, um nur die wichtigsten zu nennen, auf natürlichem Wege behoben werden können. Auch dieser Artikel könnte Ihnen weiterhelfen. Viel Erfolg!

  • Tanja sagt:

    Hallo bei mir wurde vor 6 Jahren hashimoto festgestellt. Jetzt bin in wieder schwanger in der 17 ssw. Und soll abends 2 mal utrogest nehmen das sind insgesamt 400 g dann. Ist das nicht zuviel? Vielen lieben Dank schon mal im voraus für Ihre Antwort.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Tanja,
      vielleicht liegt bei Ihnen eine Frühgeburt-Gefährdung vor, dann ist die Therapie gut. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Bedenken.

  • miriam sagt:

    Guten Tag Frau Dr. Gerhard,

    bin auf der Suche nach Antworten zu Progesteron Hormon Präparaten auf Ihre Seite gestoßen und hoffe auf Rat.
    Ich bin 44 Jahre alt, habe bereits 2 große Kinder und bin jetzt nochmal gewollt schwanger (7.SSW) mit meinem neuen Partner.
    Wie bei meinen anderen gewünschten Schwangerschaften hat es verhältnismäßig schnell geklappt (nach 4 Monaten ohne Verhütung).
    Mein Frauenarzt hat mir jetzt Famenita 200mg N2 1/1/1 verschrieben bis einschließlich der 12.SSW.
    Ich bin mir unsicher, ob ich das wirklich brauche, da es mir wirklich gut geht (auch meine anderen Schwangerschaften verliefen problemlos)
    Auf die Frage ob nicht erst getestet werden sollte, ob ein Gelbkörperhormonmangel besteht, meinte er „nein“, ich solle es zur Sicherheit prophylaktisch nehmen, damit die Gefahr einer FG minimiert wird.
    Da ich schon immer wenig Medikamente nehme, auch schon auf die Hormone im Nuvaring negativ reagiere und ich rein vom meinem logischen Denken der Meinung bin, wieso in meinen funktionierenden Hormonhaushalt eingreifen, wenn kein Mangel besteht, habe ich mir das Präparat bis jetzt nicht besorgt.
    Meine Sorge ist einfach, dass ich so in meinen Haushalt eingreife, dass ich alles durcheinander bringe und nachher eben keinen einwandfrei funktionierenden Hormonhaushalt mehr habe.
    Noch hinzu kommt, dass ich bei meiner ersten Schwangerschaft (mit 22) bzw zum Zeitpunkt der Geburt meiner Tochter nicht stillen durfte, weil ich gelb geworden war und das wohl meinem Baby übertragen habe. Also bedeutet das doch eher die Tendenz zuviel Gelbkörperhormon zu produzieren.
    Hoffe auf Aufklärung, ob ich bedenkenlos dieses Hormon einführen kann ohne Spätfolgen davon zu tragen.
    Vielen herzlichen Dank
    Miriam

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Miriam,
      wenn Sie größere Chancen auf eine vollständige Schwangerschaft haben wollen, MÜSSEN Sie Famenita nehmen. Meine eigenen Studien haben eindeutig gezeigt, dass bei Schwangeren über 35 Jahren das Fehlgeburtenrisiko auf die Hälfte reduziert werden kann, wenn man die in Ihrem Alter reduzierte Gelbkörperaktivität unterstützt. Mit 20 hat naturgemäß der Organismus noch mehr Power als mit 44, also vergleichen Sie besser die Schwangerschaftsverläufe damals und heute nicht. Allerdings ist es eine gute Beruhigung zu wissen, dass der Körper sich daran erinnern kann, wie normal eine Schwangerschaft ist! Alles Gute!

  • petra sagt:

    liebe frau prof.gerhard,
    bin durch eine freundin auf ihre seite gestossen und hoffe so sehr auf hilfe.
    bin 61 seit 9 jahren ohne periode, dafür schwitzen bis zum geht nicht mehr.
    es ist zwar schon besser gewoeden, aber immer nochtagsüber ca 4-5 mal und leider auch nachts mindestens 3x mit aufwachen etc..
    es ist manchmal zum verrückt werden.
    vor 8 jahren hatte ich brustkrebs im frühen stadium, hormonabhängig, klein abgegrenzt und operativ entfernt, mit bestrahlung und kurzfristiger antihormontherapie,die ich abgebrochen habe, da ich aus dem schwitzen nicht mehr rauskam…!!!
    denken sie ich könnte mit einer progesterontherapie eine abschwächung oder vielleicht sogar abschaffung der symthome erreichen???
    was kann ich tun??
    für eine antwort danke ich ihnen von ganzem herzen.
    freundliche grüsse
    petra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Petra,
      Ihre Idee ist richtig. versuchen Sie auf jeden Fall eine Progesterontherapie. Viel Erfolg!

  • Michaela sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich wollte in meinem ersten Post nicht so weit ausholen. Nährstoffe alle unter der Norm, Eisenmangel (schon seit 20 Jahren, wird per Infusion aufgefüllt), Vitamin B12 niedrig (auch per Infusion), Vitamin D3 mittlerweile OK (kontinuierliche orale Gabe), Selen niedrig (trotz kontinuierlicher oraler Gabe).

    Meine Heilpraktikerin hat einen Leaky Gut diagnostiziert (Zonulin erhöht). Nächste Woche starte ich mit Heilfasten und Colon-Hydro-Therapie. Anschließend Aufbau der Darmflora. Parallel soll ich auf Gluten verzichten, da bei Hashimoto oft eine Glutensensitivität vorliegt (wobei wohl wissenschaftlich noch nicht geklärt ist, ob es wirklich das Gluten ist oder die ATIs).

    Somit bin ich hoffentlich auf dem richtigen Weg. Vielleicht bekomme ich dann in Kombination mit dem Progesteron endlich meine Ängste (z.B. vor dem Urlaub) in den Griff?

    Einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende (auch an alle Mit-Leser/innen),
    Michaela

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Michaela,
      da bin ich aber sehr froh, dass Sie bereits in guten Händen gelandet sind!! Nur Vorsicht mit Eiseninfusionen: Eisen wirkt prooxidativ und kann zu Entzündungen führen. Besser Kräuterblut und Schüßlersalz Nr.3. Reicht völlig aus, wenn man es konsequent macht. Alles Gute!

  • Cathrin sagt:

    Ich möchte mich für die Tipps bei Ihnen bedanken! Vielen Dank auch an Catherine!
    Ich werde erstmal über den Test abklären ob eine HPU bei mir dahintersteckt und auch nochmal abklären ob etwaige Mineralstoffmängel o.ä. vorliegen (bei der Endokr./nternistin). Leinöl nehme ich jeden Tag zu mir, dies tut mir auch sehr gut, da merke ich einen Unterschied, wenn ich es mal unregelmäßig nehme. Magnesium und das Schüsslersalz werde ich mir besorgen.
    Meine Schwester hat, wie sie mir erzählt hat, schonmal die HPU anhand eines Tests bei sich ausschließen können, allerdings liegt wohl bei ihr ein Vit B12 Mangel vor.
    Als sie mal eine Infusion mit Vitaminen/Mineralstoffen, u.a. hochdosiertes B12, beim Heilpraktiker bekommen hat, hat zB der Haarausfall aufgehört und das allgemeine Befinden sich verbessert. Ihre Überlegung ist jetzt, ob evtl schon im Magen oder Dünndarm eine Verwertungs-/ Aufnahmestörung vorliegen könnte, da die Aufnahme über die Blutbahn ja sehr gut funktioniert hat, die orale Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel (Pure Encapsulations Vit B Komplex) aber nicht funktioniert hat.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Cathrin,
      Leider ist heute bei sehr vielen Menschen der Darm so kaputt, dass die Vitamine etc. nicht richtig aufgeschlossen werden können. Bei allen chronischen Krankheuten den Darm behandeln (s.u. bei anderen Kommentaren). Viel Erfolg!

  • Michaela sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    ich versuche, mich kurz zu fassen :-)

    Ich bin 40 Jahre alt und hatte mit 28 bereits eine Myomenukleation. Vor 10 Jahren wurde Hashimoto diagnostiziert, schien dem Internisten aber noch nicht behandlungswürdig. Seit 1,5 Jahren werde ich nun mit L-Thyroxin und Thybon eingestellt. Die Werte (fT3, fT4, TSH) sind mittlerweile gut. Aber meine psychischen Probleme bekomme ich einfach nicht in den Griff (Angst, depr. Verstimmung, Mutlosigkeit). Auch ein Antidepressivum und eine Gesprächstherapie haben nicht geholfen. Und dabei war ich bis 2012 ein sehr „taffer“ Mensch.

    Diagnostisch habe ich mittlerweile alles durch (Magenspiegelung, Darmspiegelung, Unverträglichkeitstests). Mein Zyklus war immer regelmäßig, ca. 25 Tage, ohne jegliche Hormongabe. Seit August spinnt er plötzlich, z.B. Ausreißer von 15 Tagen. Und ich habe schreckliche Spannungen in der Brust. Ich vermute auch Wassereinlagerungen in den Beinen, weil die Abdrücke der Strümpfe abends massiv zu sehen sind.

    Ich nehme seit 9 Monaten Mönchspfeffer, trotzdem hatte ich jetzt wieder einen extrem kurzen Zyklus. Könnte Progesteronmangel das Problem sein? Soll ich den Artikel von Fr. Dr. Faust-Albrecht mal meiner Frauenärztin zeigen? Ich habe leider erst im August einen Termin bekommen.

    Danke und Gruß,
    Michaela

  • Catherine sagt:

    Möchte auf den post von cathrin antworten.

    Mir ging es genauso.
    Lese Angela kilmartin „Blasenentzündung“ und Eva marbach „östrogendominanz“.

    Bei akutem Anfall Natron. Zur Vorbeugung Teemischungen von Marbach.
    Glaub mir das sind die Bücher der Lösung

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Catherine,
      vielen Dank für die Tipps. Beide Bücher sind gut als erste Hilfe zum Einlesen, die Lösung leider für die meisten nicht. Natron verändert den pH-Wert in Darm und Urin, kann man am Anfang einer Blasenentzündung gut versuchen. Einen ähnlichen Effekt hat das Schüsslersalz Nr. 9, halbstündlich auf der Zunge zergehen lassen. Würde ich wegen der fehlenden Wirkung auf den DArm vorziehen. Viele Grüße!

  • Cathrin sagt:

    Liebe Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    vorab, Entschuldigung, dass der Text so lang geworden ist.
    Ich hoffe so sehr, dass Sie mir antworten. Ich bin unglaublich verzweifelt und fühle mich von keinem Arzt verstanden.
    Ich hole etwas aus, damit sie vielleicht Zusammenhänge erkennen können.
    Ich bin 26 Jahre alt, als ich 19 Jahre alt war habe ich aufgrund meiner Hautprobleme angefangen die Pille Valette zu nehmen. Vor der Pilleneinnahme habe ich mich schon oft stark unausgeglichen, teilweise depressiv gefühlt. Mit der Pilleneinnahme habe ich mich erstmal ausgeglichen und ganz gut gefühlt. Zeitgleich wurde aber auch Hashimoto bei mir festgestellt und wird seit dem mit L-Thyroxin und Selen behandelt.

    Ich war schon immer sehr schlank unter der Pille Valette habe ich sogar abgenommen und lag bei 49 kg bei 166 cm Körpergröße.

    Mein Zyklus verlief damals sowie auch heute sehr regelmäßig mit seltenen Schwankungen von plus/minus einer Woche.

    Als ich dann mit 22 mit meinem Freund zusammen gekommen bin habe ich mich nach fast jedem Geschlechtsverkehr mit Blasenentzündung herumgeschlagen und einige Male Antibiotika bekommen. Teilweise Monuril nur für die Blase und teilweise komplexere Antibiotika. Dies war der pure Stress und sehr belastend. Mein Freund ist auch gleichzeitig mein erster Freund, sehr verständnisvoll und mitfühlend.
    Mit 23 habe mich entschieden die Pille abzusetzen, da ich mich zunehmender wieder depressiv und unausgeglichener gefühlt habe.

    Ich habe mir die Gynefix Kupferkette einsetzen lassen und komme damit auch gut zurecht. Nachdem ich die Pille abgesetzt hatte, bekam ich plötzlich ganz schlimmes PMS ab Mitte des Zyklus (13./14. Tag) für mind. 2 Wochen, bis ich wieder meine Tage bekam. Sobald meine Blutung einsetzte fühlt ich mich wie neu geboren, lebensbejahend und habe mein Verhalten aus der PMS-Zeit gegenüber meinem Freund und auch anderen zutiefst bereut.

    In der zweiten Zyklushälfte, der PMS Zeit, fühlte ich mich einfach nur schlecht, tief traurig, ungeliebt war stark reizbar mit Wutausbrüchen, Weinkrämpfen und teilweise habe ich mich auch emotionslos gefühlt, obwohl ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Ich konnte plötzlich nichts mehr empfinden. Dazu kam ein leichtes Brustspannen, empfindliche Brüste und eine leichte Gewichtszunahme in der zweiten Zyklushälfte.

    Starker Haarausfall kam auch dazu. Der bis heute leicht und schwankend verläuft. Mal ist er gut, mal ist er wieder ganz stark da.

    Mir wurde empfohlen langfristig Mönchspfeffer einzunehmen. Dies tat ich auch bis Anfang diesen Jahres. Insgesamt habe ich das Mönchspfeffer Präparat von Bionorica 3 Jahre lang durchgenommen, meine Beschwerden haben sich leicht gebessert, waren aber nie verschwunden. Die zweite Zyklushälfte ist emotional immer noch eine Herausforderung für mich und auch für meinen Freund.

    Da meine psychischen Zyklus-Beschwerden nie weg waren und ich (und meine Beziehung) unter meinem Zyklus immer noch jeden Monat leiden muss, wollte ich mit der damaligen Frauenärztin reden, welche Möglichkeiten es noch gibt und ob sie die Hormone durchchecken könnte. Ich hatte versucht selber etwas heraus zu finden und bin immer wieder auf Progesteron gestoßen. Die Frauenärztin war der Meinung, dass ich nur noch Psychopharmaka nehmen könnte, da sonst nichts helfen würde. Eine Hormonstatus wollte sie nicht machen, da meine Blutung so gut wie regelmäßig kommt.

    Ich habe im Internet einen Arzt gefunden, der Speicheltestes durchführt und habe mir solch einen zukommen und auswerten lassen.
    Bei dem Speicheltest (21.Zyklustag) kam heraus, dass Progesteron sehr hoch war, Testosteron und Östrogen normal und Östriol so gut wie nicht vorhanden war.
    Mir wurde ein Rezept für eine Östrogen/Östriol Creme empfohlen. Ich habe die Creme organisiert und ausprobiert. Ich habe gleich einen Unterschied gemerkt, aber leider negativ, ich habe mich richtig schlimm ruhig gestellt, fast wie eine leere Hülle gefühlt. Habe die Creme dann wieder abgesetzt. Das war Mitte letzten Jahres.

    Auf eigene Faust habe ich dann den Mönchspfeffer vor 4 Monaten abgesetzt.
    Meine Schilddrüsenwerte haben sich erstmals wieder verschlechtert, ich habe wieder starken Haarausfall bekommen, zusätzlich hartnäckige Kopfschuppen, die sich nicht richtig behandeln lassen trotz Hautarzt und Spezial-Shampoo und wieder Blasenentzündungen nach dem Geschlechtsverkehr.
    Die Blasenentzündung neulich war extrem schlimm, ich bekam Monuril und noch ein weiteres Antibiotikum bei einem Urologen für die Niere, da die Entzündung in die Niere hochstieg.

    Während der Einnahmezeit vom Mönchspfeffer hatte ich keine Blasenentzündungen!

    Ich war vor zwei Wochen bei einer anderen Frauenärztin und schilderte ihr mein Problem. Sie sagte ich würde nur empfindlich auf meine Hormone reagieren, ein Hormonstatus bringe nichts, es sei alles gut, ich müsste mit meinem Zyklus nur umgehen lernen oder wieder die Pille nehmen müssen (Nein, ganz bestimmt nicht, ich möchte keine künstlichen Hormone mehr nehmen.)

    Dafür, dass alles gut sein soll, fühle ich mich absolut nicht so. Ich spüre, dass etwas nicht in Ordnung ist.
    Ich fühle mich in der zweiten Zyklushälfte extrem emotionslos, kann nichts mehr empfinden, habe keine Lust auf Sex. Bin oft traurig und weine viel, streite mich auch oft mit meinem Freund und bin super empfindlich. Meine Brüste spannen, ich lagere etwas Wasser ein.

    Sobald ich meine Tage habe ist der Spuk vorbei. Dann habe ich Lust auf Sex und alles läuft super. Ich fühle mich dann wieder gut und motiviert.

    Seit neustem eben wieder Blasenentzündungen nach GV.
    Haarausfall und Kopfschuppen.

    Ich Ernähre mich gesund, wenig Zucker, viel Gemüse, gelegentlich Fleisch, Leinöl, Trinke ausreichend Wasser. Ich gehe zum Sport (größtenteils Kraftsport, wenig Ausdauer), wiege jetzt 53,5kg bei 166cm Körpergröße.

    Gehe auch zum Heilpraktiker, der gab mir Zink, ein Basenmittel, Juniperus Tropfen für die Niere und jetzt Darmaufbau Kur. Was mit meinem Zyklus und meinem Problemen los ist kann er auch nicht genau einordnen (und was das mit dem absetzen oder einnehmen des Mönchspfeffers zu tun haben kann auch nicht). Er empfahl mir Rhabarberwurzel-Exrakt. Habe ich bisher noch nicht genommen, weil ich eigentlich gerne die Ursache herausfinden möchte, bevor ich wieder etwas überdecke. Mich stört die östrogenartige Wirkung.

    Habe vor einiger Zeit eine Progesteroncreme 3% von einer weiteren Frauenärztin bekommen, die ich aber auch noch nicht genommen habe, weil ich erstmal die Ursache allen Übels herausfinden möchte. Sollte ich einen Mangel haben, hat dieser ja auch bestimmt eine Ursache.

    Habe demnächst einen Termin bei einer Endokrinologin/Internistin, meine letzte Hoffnung. Haben Sie einen Tipp für mich, was ich mit ihr besprechen kann, was sie vielleicht nochmal genau durchchecken könnte?

    Haben Sie einen Tipp, was ich noch tun kann, oder generell noch abklären könnte? Könnte ich auch HPU o.ä. haben, habe davon auf anderen Seiten im Netzwerk gelesen?

    Ich möchte so gerne wieder glücklich sein und mich gut fühlen, kein starkes PMS mehr haben, was mich und meinen Freund belastet, keinen Haarausfall und keine Blasenentzündungen mehr. Ich bin erst 26 und habe Angst, dass ich in meinem Leben bis zu den Wechseljahren jeden Monat einen Horrortrip durchmachen muss, es fühlt sich schon kaum mehr so lebenswert an!

    Ich bin so verzweifelt und habe jetzt so viel geschrieben. Ich hoffe Sie nehmen mir das nicht übel!

    Ich wäre so glücklich, wenn Sie mir Tipps geben könnten. Bin ich ein Fall für die Uniklinik? Da mich niemand ernst nimmt, glaube ich das schon langsam. (Ich habe übrigens eine Zwillingsschwester, der es ganz ähnlich geht wie mir)

    Viele Grüße
    Cathrin

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Cathrin,
      Sie leiden ja wirklich unter einem schlimmen PMS. Da Ihre Zwillingsschwester auch darunter leidet, könnte schon eine genetische Schwäche, wie bspw. die HPU dahinter stecken. In diesem Artikel finden Sie eine Adresse, die diese Spezialuntersuchung macht: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wie-die-geheimnisvolle-hpu-chronisch-krank-macht/
      Sollte es das nicht sein, könnten Ihnen sicher Magnesium, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E helfen. Da Sie Kraftsport machen, ist Ihr Gewicht relativ niedrig, d.h. Sie haben wenig Fettgewebe. Auch das kann zu einer Hormonstörung beitragen.
      Da Agnus castus eine Gelbkörperhormonwirkung hat, Sie ja eine Besserung darunter verspürt hatten, halte ich auch die Therapie mit Progesteron Gel für sehr sinnvoll.
      Gute Besserung!

  • Inna sagt:

    Guten Tag liebe Frau Prof. Dr. Gerhard, entschuldigen Sie mich die Störung aber ich habe ein Zink-vit B-Komplex und zusätzliches Zink vor 2 Tagen angefangen und komme an 30 bis 40mg täglich Zink. Jetzt merke ich, dass ich vermehrt kleine Pickel bekomme…Ist das normal? Ist eine Erstverschlimmerung möglich? Wenn ja, wie lange kann diese dauern? Muss ich durchhalten?
    Inzwischen habe ich eine Ärztin gefunden, die sich mit natürlichen Hormonen auskennt und scheinbar auch in Deutschland bekannt ist (Dr.A.Gadomski), aber erst einen Termin im Dezember. Die Kosten für die Beratung sowie die Analysen sind jedoch extrem hoch und nur ein winziger Teil wird von der Krankenkasse übernommen (das Ganze würde mir fürs erste knapp 500€ kosten!). Sind das prinzipiell solche Beträge oder finden Sie das auch übertrieben?
    Lieben Dank nochmal für Ihre Antwort und freundliche Grüße aus Belgien,
    Inna

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Inna,
      manchmal sind es nur die Zusatzstoffe in den Vitaminpillen, auf die die Haut reagiert. Wenn es schlimmer wird, absetzen und ein anderes Präparat versuchen. Zu den Kosten kann ich Ihnen leider nichts sagen. Wenn Ihr Arzt es für nötig hält, kann er Sie zu einem Endokrinologen schicken, der könnte zumindest einen Teil der Hormonbestimmungen auf Kasse machen. Aber auch das wird sehr individuell entschieden. Viele Grüße

  • Inna sagt:

    Lieben Dank für Ihre Antwort, Frau Dr. Gerhard. Bis ich einen geeigneten Arzt finde, raten Sie mir, trotz allem, Androcur und Progynova beizubehalten und Zink und Vitamin B dazuzunehmen oder raten Sie eher einen Ersatz und die Hormone eventuell langsam abzusetzen?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Inna,
      erst mal so weitermachen, Zink (mindestens 40mg/Tag) dazu und B-Komplex, eventuell noch gutes Krill- oder Fischöl. Mit Ihrem Arzt das hormonelle Procedere absprechen. Herzliche Grüße!

  • Inna sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
    Ich bin 32 Jahre, habe 2 Kinder und plage mich seit Jahren mit Hautproblemen rum. Habe so gut wie alles ausprobiert (vom Keine-Milch-Konsumieren, über eine Irrigation des Darms (mit darauffolgender Wilde Stieffmütterchen- und Kleie- Kapseln – Kur), Roaccutan (5mg), sämtliche Anti-Baby-Pillen (Diane 35, Valette,…), usw… Momentan und seit Monaten nehme ich Antibiotika, Minozyklin (um die Entzündungen zu limitieren), Pille habe ich Ende Januar aufgehört (unaushaltbare und andauernde Migräne) und seit etwas mehr als 2 Monaten nehme ich Androcur 5mg täglich. Wegen Spotting, Wassereinlagerung in den Füssen und Beinen und beginnender Depression hat mir meine Frauenärztin vor einer Woche 1mg Progynova (natürliches Östrogen) dazuverschrieben. Aber alles wird schlimmer: die Wassereinlagerungen lassen bald meine Zehen platzen (dabei jogge ich 3 Mal die Woche), zusätzlich habe ich Gelenkschmerzen, bin total müde, na ja, und die Haut verbessert sich nur minimal…
    Dazu muss ich vielleicht auch erwähnen, dass ich unter ein minimal ausgeprägtes PCOS leide.
    Könnte mir bioidentisches Progesteron helfen?
    Gibt es auch Frauenärzte in Belgien, die mit bioidentischen Hormonen arbeiten? Oder wo finde ich solch einen Frauenarzt/ oder -ärztin nahe der Grenze (Raum Aachen)?
    Ich danke sehr für Ihre Antwort!
    MFG,
    Inna

  • Veronika sagt:

    Hallo Frau Prof.Dr. Gerhard,
    seit ich das Buch Die Hromerevolution gelesen habe, lässt mich die Frage nicht los, ob ich ebenfalls unter Progestreonmangel und Schilddrüsefehlfunktion leide. Ich habe mir Unterlagen von einem renommierten Arzt zu Testung kommen lassen. Alles Zusammen würde mich ca 600€ Kosten plus die Medikamente. Das kann ich mir natürlich nicht leisten. Gibt es eine Möglichkeit die Tests durch Krankenkasse bezahlen zu lassen?
    vielen Dank
    Veronika

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Vereonika,
      am besten schildern Sie Ihrem Frauenarzt Ihre Probleme, er kann dann entscheiden, ob Hormonuntersuchungen erforderlich sind. Wenn er sie verordnet, werden sie von der Kasse erstattet. Viele Grüße!

  • Susi sagt:

    Danke für Ihre Zeit und Hilfe!

  • Susi sagt:

    Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe gerade bei meinem Frauenarzt angerufen. Er hat über die Sprechstundenhilfe mitteilen lassen, dass eine längere Einnahme von Utrogest nicht möglich wäre, da dann die Montasnlutung gestört würde. Als ich darauf hinwies, dass diese ja sowieso nicht regelmäßig kommt, antwortete die Sprechstundenhilfe: “ Der Arzt sagt nein, dann gibt es auch Zwischenblutungen und so weiter.“

    Jetzt bin ich genau so schlau wie voher :-D

    Trotzem danke für ihre Antwort.

    MfG
    Susanne

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Susi,
      falls Sie Interesse an einem anderen ganzheitlich arbeitenden Frauenarzt haben, können Sie mal unter http://www.natum.de nachschauen. Viel Glück!

  • Susi sagt:

    Hallo,

    Ich bin 46 Jahre alt, kinderlos und habe seit einigen Jahren starke Probleme mit Hormonen. Nachdem ich vor Jahren zum Gynäkologen gegangen bin, wegen extrem starker Stimmungsschwankungen (Depression, Aggression) und ich mich regelmäßig vor dem Zeitpunkt an dem meine Periode kommen sollte, in große Probleme (privat und vor allem beruflich manövriert habe), wurde Progesteronmangel festgestellt. Meine Periode bekam ich ca 3-4 Mal im Jahr, sämtliche PMS Symptome kamen weitrhin mit schöner Regelmäßigkeit. Festgestellt wurde 2013 ein Progesteronwert von 0,47. Dazu kam dann noch eine Schilddrüsenuntefunktion. Mitterweile nehme ich dafür L-Thyroxin 50.

    Mein Frauanarzt gab mir den Auftrag Utrogest 100 für zehn Tage im Monat am 18. Tag nach der Periode einznehmen. Typischer Fall von Misskommunikation, nachdem meine Periode nur sehr unregelmäßig kam, habe ich Utrogest auch nur dann eingenommen wenn ich sie hatte.

    Letztes Jahr war ich dann kurz vorm Durchdrehen, der Frauenarzt teilte mir unwirsch mit, ich hätte das Hormon doch regelmäßig nehmen sollen. Seit September 2014 also regelmäßige Einnahme, ab November hatte ich das Gefühl, dass es mir besser geht, dass ich ausgeglichener bin. Aber auch das Gefühl „da geht noch was“.

    Nun im April erneute Messung, der Progesteronwert liegt bei 0,3, also niedriger als vor zwei Jahren. Nun die doppelte Dosis vom 18. bis zum 28. Tag abends vaginal. (Oral werde ich sie aufgrund von Magenproblemen nicht einnehmen).
    Gerade habe ich mich zehn Tage pudelwowhl gefühlt, ab und zu etwas müde aber ansonsten super, ausgeglichen und ruhig.

    Nach dem Absetzen dann aber der Supergau, jetzt ich habe starke Stimmungsschwankungen (könnte Menschen für Kleinigkeiten erwürgen, oder wahlweise heulen) morgens depressiv und siehe da, ich habe es geschafft mir wieder große Schwierigkeiten auf meiner Arbeitsstelle einzuhandeln. Ich fühle mich hillflos und nicht belastbar, wo ich ansonsten vor Energie strotze und ansonsten auch vor schwierigen Situationen nicht den Schwanz einziehe.

    Nach einer weiteren schwierigen Situation bin ich dann am Donnerstag meinem Hormonzeitplan entsprechend auf der Arbeit geplatzt und habe einen Termin mit dem Vorgesetzten meines Chefs gemacht. Dies ist notwendig, ich würde es aber lieber machen wenn ich mich gut fühle. Zudem stecke ich mitten in Prüfungen meiner berufsbegleitenden 2. Ausbildung. Die ersten beiden Prüfungen liefen super, da war ich ruhig und ausgeglichen. Jetzt kommen bis Juli noch zehn weitere.

    Gibt es eine Möglichkeit Utrogest für einige Wochen am Stück einzunehmen? sie helfen gut, aber nur für die Dauer der Einnahme wie es scheint. Meine Periode habe ich auch 5 Tage nach dem Absetzen noch nicht.

    Sorry, für die lange Beschreibung. Ich wünsche mir einfach wieder ich selbst zu sein und das mal regelmäßig und nicht nur die Hälfte jeden Monats.

    Danke
    Susanne

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Susi,
      wenn Sie die Hormone vertragen, können Sie sie ruhig längere Zeit hintereinander einnehmen. Normalerweise sagen wir: alle 3 Monate mal eine Pause von 1-2 Wochen. Das können Sie aber mit Ihrem Frauenarazt absprechen. Wenn Sie keine Periode bekommen, spricht das auch für einen Östrogenmangel. Ihr Frauenarzt könnte das durch eine gezielte Hormonbestimmung und gynäkologische Untersuchung incl. Ultraschall herausfinden. Vielleicht würde es Ihnen dann noch einen Tic besser gehen, wenn Sie weitere Hormonmangelzustände durch niedrige Dosen von naturidentischen Hormonen ausgleichen könnten. Und nicht vergessen: durch optimale Ernährung und Bewegung, Entspannung und Anspannung können Sie Ihre Hormone auch selber ins Gleichgewicht bringen. Alles Gute!

  • Tamylee sagt:

    Sehr geehrter Frau Dr. Faust-Albrech,
    mir (55)wurde aufgrund eines Myoms vor 12 Jahren der Uterus entfernt. Heute kämpfe ich täglich mit allen möglichen Wechseljahresbeschwerden herum. Jetzt kam auch noch eine gewisse Inkontinenz der Blase/Darm durch einen inneren Prolaps, bedingt durch eine Beckensenkung hinzu.
    Ich nehme schon ein paar Wochen 1-2 Yamswurzel Tabletten zu mir – leider hat sich nichts gebessert.
    Lt. Blutuntersuchung vor einem 3/4 Jahr wurde beim Endokrinologen wegen meiner Hashimoto die Hormone untersucht: Der Progesteronwert liegt bei 0,3 und das Östradiol bei <11,8. Außerdem habe ich einen enormen Vitamin D Mangel.

    Frage: würde mir eine natürliche naturidentische Progesteroncreme helfen, wenn auch die Yams Wurzel Tabletten noch nichts halfen?
    Falls ich mir die Creme kaufen sollte – soll ich dann die Tabletten absetzen oder zusätzlich nehmen?
    Würde die P.Creme auch meinen Senkungsproblemen helfen oder benötige ich hierzu Progesteron Zäpfchen für die Scheide?

    mfg Tamylee

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Tamylee,
      dass Yamswurzeltabletten nicht helfen, wundert mich nicht, denn der menschliche Körper kann aus den Inhaltsstoffen kein Progesteron machen. Eine naturidentische Progesteroncreme könnte Ihnen wahrscheinlich gut bei den Blasenproblemen helfen, müssen keine Zäpfchen sein, dürfen aber. Etwas naturidentisches Östrogen dazu wäre sicher gut. Aber nicht alleine rumprobieren, bitte mit dem Frauenarzt besprechen. Viel Erfolg!

  • Lara sagt:

    Sehr geehrter Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich habe vor drei Jahren die Pille abgesetzt-nicht aufgrund eines Kinderwunsches sondern einfach weil ich sie nicht mehr nehmen wollte.
    Seitdem leide ich jetzt unter Akne im Gesicht, Brust und Rücken.
    Meine Ärzte verschreiben mir Cremes oder raten wieder zur Pilleneinnahme..
    Jetzt habe ich gelesen, dass oftmals ein Progesteronmangel schuld an diesen Hautproblemen ist und man mit natürlichem Progesteron wieder reine Haut bekommt.
    Können Sie mir sagen, ob das wirklich so ist?
    Ich leide wirklich sehr unter meiner Haut..
    Vielen Dank.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lara,
      manchmal reicht wirklich schon natürliches Progesteron, um die Akne zu verbessern. Eventuell muss man aber doch mit sogen. Antiandrogenen behandeln. Überprüfen Sie Ihre Ernährung und nehmen Sie mal in höheren Konzentrationen Zink und Omega-3-Fettsäuren ein. Alles Gute!

  • Angi sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr.Ingrid Gerhard
    ich nehme seit einem Jahr vom 10 Tag an bis Tag 26 eine Kapsel Progestan vaginal und von Tag 6, bis zum Beginn der Menses 1,25 mg bioidentisches Estradiol, also sehr wenig. Ich bin 49 Jahre alt und hatte die letzten Jahre meine Menstruation regelmäßig alle 23 Tage. Nun ist plötzlich alles durcheinander. Oftmals bekomme ich meine Tage erst nach 34 Tagen.
    Ich weiß nun nicht mehr, wie ich mit den bioidentischen Hormonen verfahren soll. Wann wieder beginnen, wann aufhören?
    Wie mache ich das nun am Besten?
    Ich wäre Ihnen für einen Rat sehr dankbar.
    Liebe Grüße von Angi

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Angi,
      Die Dosierung der Hormone muss sicher geändert werden, aber das darf nur Ihr Arzt entscheiden, am besten nach einer Hormonuntersuchung und genauer Erhebung der Symptome. Viele Grüße

  • Ela sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust Albrecht,

    erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Meine Schilddrüse wurde letztes Jahr vom Radiologen untersucht, dort war alles ok und ich war auch bei einem Endokrinologen auch dort waren meine Werte in Ordnung.

    Kann es denn sein, das ich von der Progesteron Creme so viel zu genommen habe?
    Ich denke ich werde die Creme jetzt mal absetzen und schauen was passiert, ob das der richtige Weg ist weiß ich natürlich nicht?!
    Es ist zum verzweifeln… ein Teufelskreis!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Ela

  • Liebe Ela,

    die Progesteroncreme sollte tatsächlich nur zyklisch (vorw. 2. Zyklushälfte) und bei vorhandenen Blutungen nicht dauerhaft verwendet werden. Die Symptome wie Gewichtszunahme, Nervosität, Schlafstörungen bei sonst guter Progesteronwirkung könnten auch eine andere hormonelle Ursache haben. Bitte bei der baldigen Gyn-Untersuchung neben der Sonographie (kl. Becken, ggf. Brust) auch eine Hormonuntersuchung (Blutabnahme) bzgl. der Werte Prog, E2,E1, FSH, LH, SHBG und der Schilddrüse machen lassen. Ggf auch einen Ultraschall von der Schilddrüse. Hier reicht zur Beratung die Symptomatik leider nicht aus!

    Gute Besserung von

    H. Faust-Albrecht

  • Ela sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    zu meiner Person, ich bin 41 Jahre alt und leide seit 2 Jahren unter starken Symptomen wie depressive Verstimmungen, extreme Schlafstörrungen, Unruhezustände, Konzentrationsstörungen, nächtliche Wadenkrämpfe und Kopfschmerzen. Diese Beschwerden habe ich eine Woche vor und während meiner Periode und während meinem Eisprung.

    Seit ca. 12 Monaten creme bioidentisches Progesteron (10%).
    Die depressiven Verstimmungen, Wadenkrämpfe und Kopfschmerzen sind komplett weg, aber die innerliche Unruhe, Schlafstörung und Konzentrationsstörungen sind nur gemildert. Meine Ärztin riet mir vor drei Monaten jeden Tag abends 1 Hub zu schmieren.
    Es ist aber nicht wirklich besser geworden sondern nur wieder etwas gemildert!?
    Ist diese Dosis jetzt zu hoch?
    Ich habe seit ich mit der Creme begonnen habe 7 Kilo zugenommen, obwohl ich Sport treibe und auf meine Ernährung achte nehme ich kein Gramm ab!!! Das belastet mich auch sehr!!!

    Was soll ich tun, ich überlege auch die Creme wieder abzusetzen???

    Im voraus vielen Dank für Ihren Rat!
    Mit freundlichen Grüßen Ela

  • Ladela sagt:

    Lieben Dank, dass Sie sich für die Beantwortung meiner Frage Zeit genommen haben! Viele Grüße!

  • Ladela sagt:

    Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
    vielen Dank für Ihren äußerst informativen Artikel! Ich werde bereits mit bioidentischen Progesteron und homöopathischen Mitteln zur Anregung der Nebennieren behandelt. Meine Probleme wurden durch die Mirena verursacht. Ich frage mich nun, ob es bekannt ist wie lange die Hormonrezeptoren von den synthetischem Gestagenen besetzt sind?
    Mit freundlichen Grüßen!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ladela,
      Sie wissen ja sicher, dass man die normalen synthetischen Gestagene auch täglich verabreichen muss, damit die Wirkung anhält. Sie meinten wahrscheinlich, wann nach Entfernung von Mirena die Gestagenwirkung entfällt. Das ist normalerweise innerhalb von einer Woche der Fall. Viele Grüße!

  • Gabriele sagt:

    Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
    sehr gute Darstellung!!!
    Östriol (Estriol) fehlt mir in der Darstellung noch, das am höchsten vorkommende Östrogen, auch jenes, das in der bio-identen HET am häufigsten, bzw allein eingesetzte Östrogen, neben natürlich dem Progesteron.

    LG GE

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Gabriele,
      es ging ganz bewusst nur um Progesteron. Da wir im Östrogenüberschuss leben (müssen), sollte ganz bewusst dasInNteresse auf das vernachlässigte Progesteron gelenkt weren. Wollen Sie mehr über Östriol wissen, dann lesen Sie doch den Artikel von Frau Dr. Seebach über die naturidentischen Hormone. Viele Grüße!

  • Liebe Sonja,

    rein hormonell gesehen haben Sie wahrscheinlich tatsächlich nur einen Progesteronmangel – die Eierstöcke arbeiten aber noch relativ gut was Östrogene und männliche Hormone (Haarausfall) anbelangt. Die Dosierung von ca. 200mg Progesteron ist wahrscheinlich zu hoch. Im Rahmen der Perimenopause ist es auch besser cyclisch zu behandeln: Also bitte nur 2-3 Wochen/Monat mit ganz wenig Progesteroncreme 10% (evtl. 1 Erbse) abends nach 1 wöchiger Pause beginnen und dann vorsichtig steigern, wenn dies noch nötig ist. Bei den hohen Dosen können die Eierstöcke auch zusätzlich angeregt werden, noch mehr an Östrogen und Androgene (männliche Hormone) zu bilden – optimaler wäre natürlich eine Hormonbestimmung unter der jetzigen Therapie. Daher ist mein Rat nur eine Vermutung! Bitte gleichzeitig auch Mineralstoffdefizite und Vitamin-D-Mangel ausgleichen – sonst bringen bioidentische Hormone wenig!

    Die gynäkologische Kontrolle mittels Ultraschall und Laborwertüberprüfung ist medizinisch sinnvoll und erforderlich!

    Mit österlichen Grüßen von

    H. Faust-Albrecht

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    seit ca. 4 Monaten creme ich Estreva-Gel 0,1 Prozent)und Progesteroncreme (maximal 100mg).
    Die Beschwerden, die vor ca. einem Jahr begonnen haben, sind unter einer recht hohen Dosierung wesentlich besser geworden (keine Schlafprobleme, Unruhezustände, extreme Reizbarkeit).
    Allerdings erreiche ich seit ein paar Monaten diesen guten Zustand nur, wenn ich eine recht hohe Dosierung nehme (5-6 Hübe Estreva und 100mg Progesteron am Tag). Vorher hatte ich eine insgesamt regelmäßige Periode (ich bin 40 Jahre alt). Was mir Sorge bereitet: Der Zyklus ist nun durcheinander geraten: Die letzte Periode kam stark verspätet mit einer eher schwachen Periode. Auch der aktuelle Zyklus lässt die Periode nicht eintreten.
    Die Ärztin, bei der ich in Behandlung bin (Schwerpunkt naturidentische Hormonersatztherapie) meinte, dass die Dosierung in Ordnung sei (vorab wurde eine Blutuntersuchung gemacht) und ich ruhig so hoch dosieren dürfe. Auch das Ausbleiben der Periode sei überhaupt kein Problem. Eine Überdosierung des Estreva-Gels äußere sich z. B. durch Brustspannen, was ich vor der Periode hatte, jetzt aber seit 2 Zyklen gar nicht mehr. Meinen Bauch finde ich recht angespannt und aufgequollen und ich habe etwas zugenommen. Momentan bin ich familiär bedingt psychisch recht angeschlagen; ich vermute, dass mein „Hormonchaos“ ursächlich auch damit zusammenhängen könnte, nur kann ich es so schnell nicht beheben.

    Meine Bitte um Ihren Rat: Ich weiß nicht so recht, was ich von der empfohlenen hohen Dosierung halten soll und habe Sorge, dass sich die Gebärmutterschleimhaut zu stark aufbaut. Auch dass die Periode schwach bis gar nicht auftritt, finde ich nicht so optimal. Ansonsten geht es mir aber im Vergleich zu den früheren Beschwerden sehr gut. Ich vermute, ich sollte einen Termin beim Frauenarzt zur Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut machen. Er kennt sich nur leider gar nicht mit naturidentischen Hormonen aus und auch sonst gibt es in meiner Region keine anderen Fachleute.

    Vielen Dank für Ihren Rat!
    Mit freundlichen Grüßen
    Barbara

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Barbara,
      Wenn Ihre Ärztin nach Blutuntersuchungen therapiert, müssen Sie sich darauf verlassen. Die Dosierung ist tatsächlich sehr hoch und u.U. relativ zum Estreva die Progesterondosis zu gering. Aber Ihre Idee, auf jeden Fall die Gebärmutterschleimhaut überprüfen zu lassen, ist sehr gut. Dafür muss der US-Arzt sich nicht mit der Hormontherapie auskennen, sondern Sie geben Ihrer Hormonärztin dann einfach den Befund. Alles Gute!

  • Sonja B. sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust Albrecht,

    Ihre Kenntnisse über Frauenkrankheiten und deren möglichst natürliche Behandlung sind wirklich eine Seltenheit und ich bin dankbar, dass ich diese Seite gefunden habe!

    Mein Problem:
    Bin 48 und seit 20 Jahren (nach Schwangerschaft und SD-OP wegen kalten Knoten)
    einer ganzen Reihe von Erkrankungen ausgesetzt.
    Endometriose, Migräne, Tinnitus, Mastopathie, stärkste Blutungen, Myome, Zysten in der Eierstöcken –
    dazu stetig wachsendes Übergewicht und Ödeme.
    (Vor der Zwillingsschwangerschaft war ich 60 kg leicht, Sportlerin und vollkommen gesund –
    IN der Schwangerschaft ging es mir so gut wie niemals zuvor und auch später nicht )

    Durch den permanenten Blutverlust entwickelte ich RLS-Syndrom und starken Eisenmangel.
    Hinzu kamen nun extreme Schlafstörungen.

    Vor 3 Monaten liess ich eine Endometriumablation machen.
    Keine Blutungen seitdem (nur leichte Wundblutung) – danach kamen extreme Hitzewallungen,
    Depressionen, neue Schlafstörungen und Haarausfall dazu.

    Ich suchte meinen Frauenarzt auf, der einen Hormonstatus machen liess.
    ERGEBNIS:

    FSH 27,8
    LH 43,13
    DHS 136,5
    TTE 0,11
    PGN 0,7
    E2 219,0

    Zinkmangel und Vitamin D unterer Bereich.

    Der Arzt meinte, es sei eine Östrogendominanz und verschrieb mir 10%ige Progesteronsalbe –
    abends vor dem Schlafengehen je einen Hub auf linken und rechten Unterarm.
    Es werde mir bald besser gehen.

    Nun hab ich das versucht – und schon nach ein paar Tagen schwollen die Brüste an, die Brustwarzen überempfindlich, Wasser im Gewebe und Gewichtszunahme jeden Tag ein halbes KILO!
    KANN DAS SEIN!?

    Ich habe das Gefühl, dass ich genau das erhalte, was ich eigentlich bekämpfen will…
    Und er hat gesagt, ich sollte das Progesteron durchnehmen – aber bin ich denn schon in der Postmenopause? Ich hatte doch die Ablation – aber die Eierstöcke produzieren ja noch…

    Ich bin verunsichert – und habe das Gefühl, dass mein Arzt mir nicht detaillierter
    sagen kann, was los ist..

    Könnten Sie mir einen Rat geben?
    Ich hatte so schön abgenommen im letzten Jahr und
    innerhalb der letzten beiden Monate fast 5 Kilo zugenommen..
    so frustrierend… Ausserdem bin ich so oft niedergeschlagen und antriebslos..
    ein Zustand, den man bei mir sonst nicht kennt..

    Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung!!
    Liebe Grüße
    Sonja Anne B.

  • OMSA sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    ich wende mich an Sie, da ich wirklich bereits am Rande der Verzweiflung bin.
    Seit September/Oktober, versuchen mein Mann (23) und ich (27) schwanger zu werden.
    Da es aber trotz berechnung des Eisprungs und fruchtbaren Tagen nicht geklappt hat.
    Habe ich einen Termin beim Arzt gemacht. Da fingen die Hürden bereits an. Es ist absolut nicht einfach einen Termin beim Arzt zu kriegen

    Dann hatte ich aber einen Termin, bei dem ich eine Spritze zum auslösen des Eisprungs bekommen habe, habe Utrogestan verschrieben bekommen
    Und habe am 22 Zyklustag wieder den Progesteronwert gemessen.
    Der war bei ca 23.
    In der Ordination in der ich war, sind zwei Ärzte. Als ich den Anruf bekommen habe wegen der Befunde, sagte man mir der Wert ist sehr schlecht.
    Dann als ich paar tage später zum arzt ging, meinte aber der andere Arzt, der Wert ist Ideal…

    Ich bin total iritiert ich werde noch wahnsinnig.
    Was hat es mit diesem Progesteron auf sich? Wie schlecht ist der Wert denn aus Ihrer Sicht?
    Und ist es denn möglich dass sich dieser Hormonwert von selbst irgendwann stabilisiert oder kann das nur mit Hormonen gemacht werden.
    Wie sehen die die Erfolge mit Hormonen aus? Ist ein Progesteronmangel bzw Gelbkörperschwäche schlimm? Behandelbar? Wie sehen meine Chancen aus schwanger zu werden.
    Ich habe alle möglichen horrorgeschichten gelesen und drehe wirklich durch
    Ich habe richtige panikattaken – ich habe so große angst vor kinderlosigkeit.

    Bitte helfen Sie mir.

    Vielen Dank im Voraus

  • Simone s. sagt:

    Hallo Frau dr,
    Ich hatte Ihnen schon mal geschrieben
    Ich plage mich seit Jahre mit zyklusbedingten
    Beschwerden herum.seltsamer weise in der 1. Zyklus Hälfte Übelkeit gereizt antriebslos…
    Neuerdings klopft mir das Herz sprichwörtlich im Hals. Es wurden tpo Werte von 75 festgestellt. Schilddrüse aber bei Ultraschall unauffällig. Jetzt werde ich mit prog.creme
    selen vit.d und zink therapiert. Ich habe nur den Eindruck dass das prog. Meine Symptome mit ausgenommen der Reizbarkeit die ist besser, verstärkt.auf jeden Fall nicht besser.benutze nur Linsen Größe ab 8. Zyklus Tag abends. Was halten Sie davon? Dauert das noch? Oder falscher weg? Müsste ich l thyroxin einnehmen?
    Ich freue mich auf Antwort
    Danke Simone

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Simone,
      es kann gut sein, dass diese Therapie nicht ausreichend ist, Sie vielleicht etwas Östrogen dazu brauchen. Aber ohne alle Hormonwerte und ohne Sie zu kennen, kann und darf ich Ihnen keine individuellen Vorschläge machen. Ich könnte mir vorstellen, dass für Sie auch die klassische Homöopathie eine sehr gute HIlfe wäre. Alles Gute!

  • Annemarie14 sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust Albrecht,
    vielen Dank für Ihren Rat. Ich werde jetzt bei der Therapie bleiben, zur Kontrolle gehe ich regelmäßig.
    LG Annemarie

  • trulla sagt:

    Sehr geehrte Frau Doktor
    Ich bin in der 6+1 ssw und habe vom kinderwunschzentrum progesteron kapseln verschrieben bekommen. Ich nehme sie
    Vaginal morgens und abends 2. Wegen einer letzten Fg. Jetzt habe ich seit längerem leichten bräunlichen ausfluss. Und kein arzt kann mir sagen woher das kommt. Kann es sein das es von den kapseln kommt?
    Mit freundlichen Gruß

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Trulla,
      das könnte sein. Vielleicht sollte Ihr Arzt aber sicherheitshalber die Hormonwerte kontrollieren, ob die Dosis reicht und ob sich die Schwangerschaft normal entwickelt. Alles Gute für Sie!

  • Liebe Annemarie,

    wenn Sie doch schon so gut therapiert haben mit der transdermalen Therapie, warum soll jetzt Utrogest (Progesteron) oral genommen werden? Wenn Sie Utrogest oral gut vertragen und regelmäßig zur gyn. Untersuchung gehen, können Sie es auch weiternehmen. Da Sie auf zusätzliche Gaben von Gynokadin (Östrogengel) ungünstig mit Nervosität und Schlafstörungen reagiert haben und das FSH in Ordnung ist, wird wahrscheinlich Östrogen nur unregelmäßig produziert. Sie könnten bei fehlender Progesteroncreme, deren Dosierung Sie nicht erwähnt haben, auch einen Versuch mit den Progesteron-Kaps transdermal (evtl. nur 1/2 Kaps auf die Unterarme abends verteilen) machen. Sonst liegen Sie eher richtig, daß Sie eine kontinuierliche Therapie mit Progesteron durchführen können – evtl. mit 1 Woche Pause im Monat, wenn die Therapiepause nicht mit sofortigem Zurückkommen der Beschwerden bestraft wird! Bitte auf alle Fälle alle 6-12 Monate in einer frauenärztlichen Praxis gyn. Untersuchung und Kontrolle Sono, ggf. auch Hormonwerte, durchführen lassen.

    Gute Besserung wünscht

    H. Faust-Albrecht

  • Annemarie14 sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    erstmal vielen Dank für Ihren informativen Artikel. Ich bin 47 Jahre alt und habe eine Endometriummablation vor 11/2 Jahre machen lassen und dadurch keine Blutung mehr. Ich habe 4 Jahre lang sehr gut mit einer PG-Creme meine Gelbkörperschwäche-Beschwerden im Griff gehabt. Anfang des Jahres bekam ich aber wieder vermehrt Beschwerden wie Ängste, Schlafstörungen etc. Laut Blutanalyse war der Östrogenspiegel zu niedrig, FSH war aber völlig in Ordnung. Nach einer 4 wöchigen Therapie mit Utrogest und Gynokadin ging es mir leider nicht besser eher schlechter. Ich habe nach Rücksprache mit meiner FA das Gynokadin abgesetzt und nehme nur noch eine Utrogest oral durchgehend, da ich ja keine Blutung mehr habe. Sie sagte, das könne ich problemlos machen. Halten Sie dieses Schema für richtig oder riskiere ich damit eine Östrogendominanz durch die orale Einnahme des Progesterons? Könnte ich eine Progesteroncreme auch durchnehmen, da ich ja keine Blutung mehr habe? Es wäre sehr nett, wenn Sie mir dies beantworten könnten.

    LG Annemarie

  • Michaela sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhard,

    vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Eisprung war in dem letzten Monaten eher zwischen dem 15. und 19. Zyklustag, sodass ich auf eine Regulierung der Eizellreifungsphase gehofft hatte. Leider scheinen die Schwankungen jedoch noch immer nicht auszubleiben, und da ich im Monat der Fehlgeburt erst um den 28. Zyklustag herum einen Eisprung hatte, spricht wohl auch dies für die mangelhafte Eizellqualität. Ich werde daher Ihren Rat befolgen und unser Glück mit clomifen versuchen!
    Vielen Dank noch einmal für Ihre Einschätzung!

  • Michaela sagt:

    Sehr geehrte Frau Faust-Albrecht,

    mein Mann (29) und ich (bald 27) haben seit August 2013 Kinderwunsch. Nach 10jähriger Pilleneinnahme und einigen Zyklusbeschwerden nach Absetzen (zunächst Ausbleiben der Periode, dann 5-6-Wochen-Zyklen) hat sich dann im April 2014 eine Schwangerschaft eingestellt, die leider Ende Mai 2014 frühzeitig abgegangen ist. Seither versuchen wir wieder schwanger zu werden, es will aber einfach nicht klappen. Im November letzten Jahres haben wir dann eine Kinderwunsch-Praxis aufgesucht. Die Untersuchung dort hat ergeben, dass dass es keinen triftigen Grund für das Ausbleiben der Schwangerschaft gibt. Die Spermien meines Mannes seien normal und in ausreichender Menge vorhanden, auch wenn es im Labor nach 24 Stunden nur noch wenige bewegliche Spemien gab und uns daher ein genaues „timing“ des Geschlechtsverkehrs empfohlen wurde. Außerdem war mein Progesteron-Wert kurz nach dem Eisprung nicht hoch genug, weshalb mir die Einnahme von Utrogest in der 2. Zyklushälfte empfohlen wurde. Dies passen tatsächlich zu meinen Beobachtungen mithilfe von nfp, wonach die 2. Zyklushälfte oftmals recht kurz war. Nun habe ich bereits zum 5. Mal Utrogest eingenommen, zum gewünschten Erfolg hat es bislang aber leider immer noch nicht geführt. Aktuell befinde ich mich am 10. Tag nach dem Eisprung, bin mir aber ziemlich sicher, wieder nicht schwanger zu sein. Da sich mein Eisprung nach einigen kürzeren Zyklen in diesem Monat wieder deutlich verzögert hatte (er war erst am 24. Zyklustag, belegt durch Veränderungen des Zervixschleims und Blutentnahme), war der Vorschlag meiner Frauenärztin nun, im nächsten Zyklus Clomifen in der 1. Zyklushälfte einzunehmen, da der Eisprung zu spät gewesen sei und es die Wahrscheinlichkeit einer SS unter Umständen erhöhen könnte, sofern 2 Eizellen heranreifen würden. Mich hat dies zunächst sehr irritiert, da ich nach den anfänglichen Schwierigkeiten in jedem Zyklus einen Eisprung feststellen konnte und somit ja natürlich Eier heranreifen. Mittlerweile bin ich aber so frustriert, dass ich zu vielem bereit bin.
    Nun zu meiner Frage: Was halten Sie von der Einnahme von Clomifen trotz regelmäßiger (wenn auch nicht immer in gleicher Dauer der 1. Zyklushälfte) Eisprünge? Wäre es einen Versuch wert oder sind die Kosten zu hoch im Vergleich zum Nutzen? Ich habe etwas Sorge, da ich gelesen habe, dass die Nebenwirkungen von Clomifen eine SS im schlechtesten Fall doch wieder unwahrscheinlicher machen können (durch Veränderungen von Gebärmutterschleimhaut und Zervixschleim).
    Ich danke Ihnen nochmals für Ihre Zeit!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Michaela,
      Clomifen ist durchaus einen Versuch (eventuell drei Zyklen hintereindander) wert. Durch Beobachtung des Schleims merken Sie ja, ob bei Ihnen die Tbl. einen ungünstigen Effekt auf den Schleim haben. Leider ist eine schlechte Gelbkörperphase häufig die Folge einer schlechten Eireifung, so dass auch die Qualität eines befruchteten Eis nicht optimal ist und die SS dann abgeht, was bei Ihnen ja passen würde.
      ich drücke Ihnen die Daumen, dass es mit Clomifen funktioniert!

  • Liebe Kerstin,

    wie ich in meinem obigen Artikel erwähnt habe, ist der Speicheltest für Hormonbestimmungen zur Therapie nicht geeignet. Es ist schon etwas schwierig, daß Sie weder von der Allgemeinärztin, noch vom Gynäkologen Hilfe erfahren, sondern sich nach Angaben eines Labors therapieren müssen.

    Ihre Progesteroncreme ist ungewöhnlich niedrig dosiert, wenn die 0,5 % stimmen. Es gibt jedoch Frauen, die mit einer ungewöhnlichen Stimulation der Eierstöcke durch ganz wenig Hormone überschießend reagieren (hier wohl nur Estrogenwirkung wegen der Blutungen und des Brustspannens…). Die Endometriumsablatio von letztem Jahr wird evtl. auch unvollständig sein (vielleicht kleine Schleimhautreste im Tubenwinkel) – eine Kontrolle beim Frauenarzt/-ärztin ist auf alle Fälle angeraten.

    Warum Sie gegen Müdigkeit gerade Progesteron brauchen sollten, ist mir so auch nicht klar. Müdigkeit gibt es bei komplettem Hormonmangel, Schilddrüsenproblemen, schweren Erkrankungen, Carcinomen, Eisen – (Ferritin)mangel… Das kann alles nicht im Speichel gemessen werden.

    Falls Sie nochmals die Creme anwenden möchten, weil Sie doch unter der Therapie deutlich mehr Energie bekommen (nicht erwähnt..) bitte nur ganz wenig abends, nicht mehr als 2-3 Wochen…und sobald als möglich, auch wegen der Blutungen, eine richtige gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall.

    Gute Besserung wünscht

    H. Faust-Albrecht

  • Simone s. sagt:

    Hallo,
    Ich bin 36 habe zwei kinder.
    Mich plagen so einige wehwehchen. Abgesehen davon dass ich den ganzen Zyklus immer mal mehr mal weniger intensive schmerzen im Unterleib habe gesellen sich noch extreme Gereiztheit , null Libido, Kopfschmerzen,
    Übelkeit, Antriebslosigkeit hinzu.wie gesagt alles mal mehr oder weniger ausgeprägt.
    neuerdings habe ich oft herzrasen
    Und komisches Gefühl im Bereich der Schilddrüse. Schmerz wäre aber übertrieben. Schilddrüsen Werte deuteten auf hashimoto hin
    Da der Antikörper wert viel zu hoch ist.es wurde aber mit Ultraschall ausgeschlossen. Auch sonst wurde nichts gefunden. Kann ich
    Mir evtl mit progesteron helfen denken sie?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen…

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Simone,
      Ihre Diagnostik und Behandlung ist völlig unzureichend. Hohe Schilddrüsenantikörper bedeuten, dass Ihr Immunsystem sich gegen Ihre Schiddrüse wehrt, und das ist nicht normal. Suchen Sie sich bitte einen anderen Arzt, der Sie ganzheitlich behandelt, eine einfache Progesteronbehandlung ist da kontraproduktiv! Lesen Sie bitte die Artikel über Hashimoto in diesem Webmagazin. Alles Gute!

  • Kerstin sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,
    ich habe von meiner allgemeinen Ärztin bioidentische Progesteroncreme 0,5% (nach Speicheltest) wegen übermäßiger Müdigkeit verschrieben bekommen, nachdem alle kontrollierten Blutwerte im Normbereich lagen.
    Ich bin 53 Jahre und demnach in den Wechseljahren. Nach den Laborempfehlungen gab es 2 Angaben zur Anwendung der Creme. 1. Prämenophase: ab der 2. Zyklushälfte, 2. Postmenophase: 3 Wochen Anwendung, dann eine Woche Pause.
    Im August vorigen Jahres habe ich eine Endometriumablation machen lassen. Danach habe ich erst nach 11 Wochen wieder Blutungen bekommen. Nach weiteren 8 Wochen ohne Mensis habe ich dann mit der Progesteroncreme angefangen und die 2. Variante gewählt. Nach den 3 Wochen Anwendung habe ich wieder meine Tage bekommen. Also bin ich ja noch nicht in der Postmenopause und habe also mit der Creme erst nach 14 Tagen wieder angefangen, allerdings mit nur einem Hub, da ich sehr starke Brustschmerzen bei der ersten Anwendung hatte. In der regulären Pause wieder Blutungen. Nach Anwendung der Creme wieder in der 2. Zyklushälfte allerdings nun schon Blutungen nach nur 7 Tagen, obwohl ich das Progesteron noch genommen hatte.
    Was bedeutet das? Ist die Dosis früh und abends ein Hub zu viel (ich hatte wieder starke Brustschmerzen), weil ich wieder meine Tage bekomme oder eher zu wenig, da sie auch unter Progesteronanwendung auftreten? Ich habe erstmal die Anwendung nach Beginn der Blutungen unterbrochen, weiß aber jetzt nicht, welche Variante ich wählen soll. Können Sie mir einen Rat geben?
    Viele Grüße
    Kerstin

  • Jana Popp sagt:

    Werte Frau Faust-Albrecht,

    vielen Dank für die Info´s !

    Mit freundl. Grüßen,

    Jana P.

  • Faust-Albrecht sagt:

    Liebe Jana,

    dann stimmt halt der Hormonspievel immer noch nicht…. Ich würde mal weniger Gynokadin einnehmen und abends auf Progesteron vaginal (1 Kaps in die Scheide) umstellen… Die nächtlichen Probmeme sprechen eher für einen noch vorhandenen Progesteronmangel – dieser kann oft oral nicht ausgeglichen hin werden. Aber das können Sie auch mit Ihrem Gynäkologen besprechen.

    Gute Besserung

    H Faust-Albrecht

  • Jana Popp sagt:

    An:H.Faust-Albrecht

    Guten Tag,
    Ich trage seit Februar 2013 eine Mirena- Spirale.
    Da ich über starke Hitzewallungen nachts und am Tage klagte und wie schon beschrieben mein Hormonsoiegel sehr niedrig war,hat mir mein Arzt die Hormonersatztherapie verordnet!
    Nachts sind die Hitzewallungen erneut seit ca.5 Wochen noch da.Am Tage geht es!

    Danke,m.f.G.Jana P.

  • mipy1979 sagt:

    Hallo….
    Kurzfassung meiner Geschichte:
    Mit 16 die Pille Lamuna wegen Akne und zur Verhütung genommen. Mit 28 die Pille abgesetzt, da Kinderwunsch. Gleich mit dem 1. Eisprung schwanger geworden.
    Haarausfall, Haarbruch, fettige Haare und Haut, leichte Kreislaufprobleme während der Schwangerschaft. Tochter kam im Mai 2008 zur Welt. Habe sie fast 3 Jahre gestillt ( die ersten 6 Monate Dauerstillen, danach nach Bedarf zum Schlafen). 3 Monate nach der Geburt kamen meine Tage wieder, trotz Stillen. Regelmäßig alle 28 Tage. Ist bis heute so. Im ersten Jahr nach der Geburt habe ich ohne Diät stetig abgenommen, danach rapide wieder zugenommen. Zusätzlich vermehrt Akne am Rücken und am Po. Haarausfall weiter. Dann Frauenarzt und Endo. Blutwerte ok, bis auf B12 und D3 Mangel ( 2010). Hausarzt fand die Werte nicht so schlimm und sah keinen Handlungsbedarf. Odysee begann. Zu allen möglichen Ärzten ( Frauenarzt, Nuklearmediziner, Endospezialist,Kardiologe, Lungenfacharzt, Schwindelambulanz,MRT,CT, Psychoklinik, Gesprächstherapie, Orthopäde), zusätzlich Hypnose, Massage, Chiropraktik, und Heilpraktiker. Der Heilpraktiker war der erste, der 2013 auf B12 mit Spritzen und D3 mit Tabletten reagiert hat. Versuche mit Yamswurzelkapseln ( nahmen mir das Brustspannen) und Mönchspfeffer ( machte alles schlimmer). Im Sommer 2014 zum klassischen Homöopathen. Mehrere Einzelgaben bis jetzt. Seitdem keine Hitzewallungen mehr……
    Meine Beschwerden ( wechseln sich ab, überschneiden sich oder sind dauerhaft):
    Schwindel, stehe immer kurz vor der Ohnmacht, Verspannungen Hals und Nackenbereich, Morgenübelkeit, Brustspannen, Mittelschmerz, Ziehen und brennen in der Eierstockgegend 2. ZH, Migräne mit Aura, vermehrter Speichelfluss, Müdigkeit, schwarze Haare am Hals und an den Brustwarzen, Haarbruch (sie werden immer kürzer und wachsen nicht mehr nach), momentan stetige Gewichtsabnahme, frieren, Knie zittern, Schwächegefühl im ganzen Körper, Kopfschmerzen, Tinnitus rechtes Ohr, Geräuschempfindlich, extrem Lichtempfindlich (könnte den ganzen Tag mit Sonnenbrille verbringen, erhöhter Ruhepuls ( 80-100), eher niedriger Blutdruck ( 110/1120/60/70), keine Libido, launisch, gereizt, antriebslos, genervt. Angst und Panik, Missempfindungen auf der Haut, Fingernägel brechen ab und haben weiße Flecken…. ich glaube, ich hab noch mehr, aber es reicht. Ich bin am Ende ( nervlich).
    Seit dem Heilpraktiker 2013 nahm ich sämtliche Vitamine und Mineralien zu mir. Keine Besserung.
    Mein Homöopath riet mir vor 1 Woche, alles mal wegzulassen. Es kann auch irgendwann einmal zu viel des Guten sein. Ich hab zwischedurch schon öfter die ein oder anderen Vitamine weggelassen, aber es wurde nicht besser, also nahm ich sie wieder.
    Im Dezember 2014 ist mir eine Zyste geplatzt( habe ich erst im KH erfahren, weil ich sehr viel Flüssigkeit im Bauchraum hatte). Wurde dann an ein Endozentrum verwiesen. Habe aber wohl keine Endometriose( trotz Schmerzen beim Stuhlgang und GV) Habe mir jetzt Yamswurzelcreme gekauft. Ich trau mich nur nicht, sie zu nehmen, weil ich Angst davor habe, daß sie alles noch schlimmer macht. Was soll ich denn nur machen. Laut den Ärzten habe ich kein Hormonproblem. Blutwerte alle im mittleren Normbereich (auch Ferritin und Eisen).
    Das einzige, was passt ist der Zyklus mit 28 Tagen und Mittelschmerz.
    Können Sie mir einen Rat geben, was ich noch tun soll?
    Vielen Dank im Voraus,
    mipy

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Mipy,
      Sie gehören zu einem Umweltmediziner, damit geprüft werden kann, ob Sie unter einer Umweltbelastung leiden. Diese kann durch Elektrosmog oder Schwermetalle o.a. sein. Hier sind Gesellschaften, die Ihnen sicher Ansprechpartner nennen können:
      Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin e.V. (IGUMED) http://www.igumed.de/
      Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e.V. (dbu) http://www.dbu-online.de,
      Europäische Akademie für Umweltmedizin e.V. (EUROPAEM e.V.; http://www.europaem.eu),
      Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ, http://www.deguz.de)
      Viel Glück!

  • Lisa sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    auf eigenen Wunsch – und bestärkt durch Ihre Anregung – habe ich (Alter 42, vorangegangene Frühaborte, erneut schwanger nach IVF) bei SSW 13 + 4 Progesteron und Östriol bestimmen lassen. Ergebnis:

    Das (freie) Östriol liegt bei 0,60 ng/ml. Leider verfügte das Labor und der Arzt nicht über Normwerte, da die Bestimmung von Östriol angeblich „veraltet“ sei. Laut eigener Internetrecherche liegt der Normwert in der 14. SSW bei ca. 0,50 ng/ml, womit mein Wert leicht darüber liegen würde.

    Der Progesteronwert liegt bei > 40,0 ng/ml (also größer 40). Hier habe ich leider auch auf Nachfrage hin keinen exakten Wert vom Labor erhalten.

    Darf man aufgrund der Werte davon ausgehen, dass das Progestan nun in der 15. SSW ausgeschlichen werden dürfte? Der betreuende Arzt hatte Progestan nur bis zur 10. – 12. SSW empfohlen.

    Herzlichen Dank erneut für Ihre freundliche Rückmeldung. Sollte diese Frage nicht von allgemeinem Interesse sein, so auch gerne an meine oben angegebene E-Mail Adresse.

    Lisa

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lisa,
      ja, die Werte sind okay, dann dürfen Sie das Progestan ausschleichen. Sollte Ziehen im Unterbauch oder im Kreuz auftreten oder Blutungen, gleich wieder nehmen. Drücke Ihnen die Daumen für eine komplikatinslose weitere Schwangerschaft. Lassen Sie ruhig mal von sich hören, wie die Schwangerschaft weiter verlaufen ist. Alles Liebe!

  • Liebe Jana,

    ich weiß eigentlich nicht so recht, warum Sie Gynokadin und Progestan Kaps nehmen mit 44 Jahren und dazu die Spirale (Kupfer…?).

    Die Zwischenblutungen deuten bei korrektem Sitz der Spirale auf eine Oestrogendominanz hin. Ggf brauchen Sie in der 2. Zh nur Progestan? Falls Sie eine Hormonspirale haben, die auch im Klimaterium liegen bleiben kann, sind die Blutungen auf alle Fälle ein Zeichen für zu hohe Substitution. In seltenen Fällen wird Hormonersatz ohne menopausale Beschwerden auch bei Hormonmangel bei Untergewichtigkeit eingesetzt. Hier ist die zyklische Gabe (evtl. aber etwas reduzieren, wegen der Blutungen) sinnvoller!

    Ohne genauere Angaben kann ich Sie hierbei leider nicht beraten!

    Mit freundlichen Grüßen

    H.Faust-Albrecht

  • Jana Popp sagt:

    Werte Frau Prof. Dr. Gerhard

    Ich (44, Spiralenträgerin)mache seit einem Jahr die Hormonersatztherapie mit Gynakadin-Gel und Progestan-Kps.zur zweiten Zyklushälfte .
    Seit Weihnachten `14 habe ich öfters Zwischenblutungen!
    Ein Termin bei meinem Frauenarzt bestätigte mir(vor 5 Tagen),dass alles i.O.ist.Auf die Frage,ob es besser ist,jeden Abend 1-2 Kps.Progestan zu nehmen,statt in der 2.Zyklushälfte,sagte mein Arzt,dass man es so oder so machen kann.
    Wie sind Ihre Erfahrungen und zu was würden Sie mir raten?

    Vielen Dank im voraus für Ihren Rat!
    Mit freundlichen Grüßen,
    Jana P.

  • christine sagt:

    Guten Morgen Fr Prof Dr Gerhard,

    der Darm ist soweit in Ordnung. Stuhlprobe wurde vor 2 Monaten untersucht, alles o.B. Zölikaie wurde ebenfalls getestet und ausgeschlossen

    Der von Ihnen empfohlene Artikel ist äußerst interessant und manches trifft 100% zu. Werde den Artikel ausdrucken und mit dem Endokrinologen/Internist nehmen, bei dem ich in 4 Wochen einen Termin habe.
    Das 3%ige bioident. Progesteron, das ich verwendet habe, ist nach dem Rezept von Dr. Lee zubereitet worden. Wie können Sie sich erklären, dass ich davon Herzrasen bekam? Als ich dann endlich eingeschlafen war, habe ich geschlafen wie ein Baby.

    Glauben Sie, dass man mir aufgrund meiner Beschwerdebeschreibungen DHEA und all die anderen genannten Hormone überprüft oder ist das zu teuer?

    Viele Grüße,

    Christine

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Christine,
      da Progesteron auch in Östrogen umgewandelt werden kann, können diese Beschwerden entstehen. Ob die genaue Hormonanalyse auf Krankenschein gemacht werden kann, weiß ich nicht, sinnvoll wäre es, auch wenn Sie einen Teil selber bezahlen müssten. Viele Grüße

  • christine sagt:

    Hallo Frau Dr. Faust – Albrecht,

    ich bin 46 Jahre, habe vor 10 Jahren meine GM und einen Eierstock entfernt bekommen. Seit 7 Jahren bin ich in den WJ, die mit extremen Schwindel begonnen haben. Damals war mein Östrogenwert bei 8 oder 9 – ich bekam Gynokadingel und innerhalb von 2 Wochen war der Schwindel verschwunden. Dieses Gel habe ich 4 Jahre durchgehend geschmiert. Mir ging es eigentlich gut damit.
    Irgendwann hatte ich dann Probleme mit der Leber/Galle und habe damit aufgehört. Bekam vom Physio eine Leberdrainage, habe die Ernährung umgestellt – seither geht es.
    Dazu haben sich dann Hitzewallungen, Schweißausbrüche (werden besser) und Schlafstörungen ( phasenweise). Dazu kommen noch Wasserein-lagerungen im Bauch,Gesicht und in den Fingern , Gewichtszunahme und Gelenkschmerzen und ab und an Herzstolpern/rasen. Habe seit Jahren auch 2 heiße Knöten in der SD. Habe vor 2,5 Jahren das Rauchen aufgehört und mittlerweile 20 kg zugenommen.

    Nun meine Werte vom letzten Jahr:
    LH 79,7 lU/L , OEST 7,3pm/ml , FSH 145,9mU/ml, Oestrogen unter 5 und Progesteron 0,22… so wurde mir das am Telefon mitgeteilt.
    Ich habe mir eine 3%ige Progesteroncreme verschreiben lassen und versucht diese anzuwenden. Ich habe nur einen Hauch von der Creme geschmiert, es war der Horror. Ich lag im Bett und mein Herz war am davon galoppieren… also habe ich damit wieder aufgehört.

    Mein Bauch wird immer größer, ich komm mir vor wie im 6. Monat schwanger. Mittlerweile habe ich auch richtige Fettdellen auf dem Bauch…. Habe das Gefühl meine Gyn weiß eigentlich nicht, wie sie mir helfen kann/soll. Ich dachte, ich frage mal nach einem kpl Blutbild mit Vitaminen, allen Hormonwerten die es gibt… zahle das gerne auch selbst.
    Haben Sie einen Rat wegen meinem riesigen Bauch?

    Vielen Dank,

    Christine

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Christine,
      gerade ist hier ein neuer Artikel über die naturidentische Hormontherapie herausgekommen. Darin können Sie lesen, dass das Bauchfett besonders bei einem Mangel an einem Nebennierenrindenhormon, dem DHEA, vermehrt gebildet wird. Es reicht bei Ihnen nicht, nur Progesteron zu geben, sondern Sie müssen sich einen Arzt suchen, der auch die anderen Hormone mitbehandelt. Hinzu kommt wahrscheinlich ein aufgeblähter Leib, so dass eine Darmbehandlung auch sinnvoll ist. Alles Gute!

  • Tanja Otto sagt:

    Hallo Frau Dr. Fsust-Albrecht,,

    ich bin 37 Jahre alt und Mutter eines dreijährigen Sohnes. Auf dieses Kind haben wir viele Jahre gewartet, wobei wir alle künstlichen Befruchtungsmaßnahmen abgelehnt haben und ich letztlich doch auf natürlichem Wege schwanger geworden bin. Meine Schwangerschaft war von starker Übelkeit begleitet (tägliches Erbrechen von Anfang bis zum Ende) und nach der Entbindung litt ich an einer schweren Wochenbettdepression, die aber nicht medikamentös behandelt wurde.

    Seit der Entbindung leide ich kurz vor meiner Periode unter starkem Brustspannen und nächtlichen Schweißausbrüchen (Dauer ca. 3-4 Tage). Während der Periode habe ich Stimmungsschwankungen (ich bin reizbarer als sonst und „nah am Wasser gebaut“) und in letzter Zeit habe ich immer häufiger Spannungskopfschmerzen, die sich mit Paracetamol zwar gut behandeln lassen, meine Lebensqualität aber dennoch beeinträchtigen. Am schlimmsten empfinde ich jedoch meine Schlafstörungen, die mich an 1-3 Nächten im Monat heimsuchen. In diesen Nächten schlafe ich kurz ein, wache dann aber wieder auf und finde anschließend nicht in den Schlaf zurück. In den schlimmsten Fällen habe ich wortwörtlich „SCHLAFLOSE“ Nächte hinter mir, das heißt in diesen Nächten schlafe ich überhaupt nicht ein. Herzrasen, kalte Schweißausbrüche, Wut und Frust sind in diesen Nächten meine Begleiter. 

    Ansonsten bin ich kerngesund, aktiv, sehr schlank und habe keinerlei körperliche oder seelische Beschwerden.

    Besteht die Möglichkeit, dass sich die beschriebenen Symptome auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückführen lassen und wenn ja, wie können mir bioidentische Hormone helfen?

    Würde ich über eine Rückmeldung von Ihnen sehr freuen.

    Vielen Dank

    Tanja Otto

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Tanja,
      Sie vermuten richtig, dass offenbar ein Progesteronmangel besteht. Nehmen Sie mal ein Mönchspfefferprodukt ein oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine leichte Progesteroontherapie. Alles Gute!

  • Liebe Dagmar,

    die Schmierblutungen vor den Menses könnten schon auf einen Progesteronmangel hindeuten. Zur Vorbereitung für die Schwangerschaft wären hierbei pflanzliche Produkte mit Mönchspfeffer (Agnus castus) sinnvoll. Die beiden Frühaborte in der 6. SSW sprechen weniger für einen Progesteronmangel – der tritt erst 8.-9. SSW auf, wenn die Hormone des Gelbkörpers von denen der Plazenta übernommen werden. Eine Progesterontherapie könnte bei Ihnen wohl eher keinen Frühabort verhindern!

    Es könnte sich bei den Aborten auch um eine genetische Störung oder eine Thrombophilie handeln. Dies wird sicher auch in Neuseeland nach einem wiederholten Abort abgeklärt. Zusätzlich sollte vor einer geplanten Schwangerschaft die Folsäure, das Vitamin D, das Eisen (hier ist eine Ferritin-Bestimmung sinnvoll) und die Schilddrüse (v.a. Ausschluß von Hashimoto) abgeklärt werden.

    Ich hoffe, daß ich Ihnen damit helfen konnte. Es gibt sicher, daß auch in Neuseeland Frauenärzte existieren, die sich mit dieser Problematik auskennen.

    Viel Erfolg wünscht

    H. Faust-Albrecht

  • Dagmar sagt:

    Sehr geehrte Frau Faust-Albrecht,

    Kurz zu meiner Person , ich bin 30 Jahre alt und seit letztem Jahr besteht bei meinem Mann und mir Kinderwunsch. Unmittelbar nach unserer Hochzeit wurde ich im Juni 14 schwanger und verlor dieses im Juli ca in der sechsten Woche. Meine Periode stellte sich genau 31 Tage später ein allerdings mit Zwischen und teilweise bis zu fünftägig Schmierblutung vor der Periode. Meine Hormonwerte im Okt waren soweit in Ordnung. Vor drei Wochen hatte ich wieder eine Fehlgeburt wieder sechste Woche. Ich lebe in Neuseeland und hier wird Progesteron nur bei IVF verschrieben , daher ist es schwer an die Kapseln ranzukommen. Die Angst es könnte wieder passieren sitzt tief daher würde ich meinen Körper gerne wieder in Balance bringen bevor wir einen neuen Start wagen. Welche Alternativen hätte ich? Ist Frauenmanteltee von Vorteil?

    Vielen dank für ihre Antwort

  • Faust-Albrecht sagt:

    Liebe Bettina,

    Sie tun gut daran, lokal Estrioltherapie für die ständigen Blasenbeschwerden bei vaginaler Atrophie (Estrogenmangel) zu verwenden. In seltenen Fällen – wie bei Ihnen – tritt nicht nur zu Beginn der Behandlung sondern auch später noch eine nicht unerhebliche Mastopathie auf. Sie ist estrogenabhängig. Als Erhaltungsdosis für die Scheide/Blase reichen erstaunlicherweise manchmal ganz kleine Mengen an Estriol – die aktuell niedrigste Dosis stellt die Firma Dr. Kade her: Oekolp 0,03 Vaginal Supp.: hier reichen als Erhaltungsdosis meist 1 Zäpfchen die Woche. Dann ist keine estrogene Überdosierung für die Brust möglich. Die Therapie mit dem Progestogel (1%ig) ist richtig – man kann 1-2 x tägl. bis zum 5cm des Gels lokal auftragen. Dies würde ich für die Übergangsphase auch empfehlen.

    Gute Besserung wünscht

    H. Faust-Albrecht

  • Bettina sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard, Frau Dr. Faust-Albrecht

    ich bin 62 Jahre alt (letzte Menstruation vor ca. 10 Jahren) unter leide inzwischen postmenopausal unter einer starken vaginalen Atrophie und Trockenheit. Leider habe ich sie ca. 3 Jahren mit rezidivierenden Harnwegsinfekten zu tun. Aus diesem Grunde wurde mir vom Frauenarzt geraten, eine vaginale Estrioltherapie durchzuführen. Ich habe versucht, die Dosierung so gering wie möglich zu halten (Oestro-Gynaedron M 0,5 Vaginalcreme, je 0,25g pro Applikation – und zwar abwechselnd intra-vaginal und im äußeren Intimbereich, jeweils 2-3mal pro Woche – zusammen 4-5 Applikationen/pro Wo.). Unter dieser Therapie hat sich das Beschwerdebild ganz zurückgebildet. Leider habe ich jedoch zunehmend mit Brustspannen zu tun. Da ich seit ca. 3 Jahrzehnten unter einer Mastopathie leide, habe ich nun Sorge, dass die Estrioltherapie diese wieder verstärkt und eventuell das Brustkrebsrisiko erhöht. Um dem entgegenzuwirken, habe ich mit meinem Frauenarzt besprochen, wieder Progestogel zu applizieren. Leider habe ich aber keine Angaben zur Häufigkeit der Anwendung und vor allem zur Dosierung bekommen. Er sagte, das müsse ich ausprobieren.
    Meine Frage nun an Sie: Können Sie mir hierzu genauere Empfehlungen geben? Das würde mir mehr innere Sicherheit geben!
    Mit freundlichen Grüßen
    Bettina

  • Lisa sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    ich (42 Jahre, 13. SSW nach IVF) plane Progestan 2 x 1 abends noch bis zur 14. SSW weiter zu nehmen. Sie hatten empfohlen, ggf. noch ein weiteres Mal den Progesteronwert und zusätzlich Östriol bestimmen zu lassen, um ganz sicher zu gehen.

    Wäre die 14. SSW dafür aus Ihrer Sicht ein geeigneter Zeitpunkt? Sollte die Blutentnahme erst einige Tage nach Absetzen von Progestan erfolgen oder vor/während des Ausschleichens von Progestan?

    Worüber gibt zusätzlich der Östriolwert Auskunft?

    Ganz herzlichen Dank erneut für Ihre Rückmeldung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Lisa

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lisa,
      Am besten Progesteron VOR dem Absetzen bestimmen lassen, es sollte dann hochnormal sein. Östriol gibt Auskunft darüber, wie es dem Fetus geht, da von der fetalen Nebennierenrinde die Vorstufen für Östriol produziert werden. Sollte Östriol niedrig und Progesteron nicht hoch sein, dann unbedingt mit Progestan weitermachen.
      Alles Gute!

  • Liebe Sabine,

    wenn die Progesterontherapie so gut zum Schlafen wirkt, kann man sie getrost wenigsten 3Wo /Monat (um die Menses aussetzen ) verwenden. Evtl. mal testen, ob die Therapie auch dermal (1 Kaps Progesteronkaps auf die Unterarme abends verteilt) genauso gut wirkt. Dann sind weniger Nebenwirkungen möglich. In der Pause wird dann schnell klar, ob die Therapie noch nötig ist.

    Es sollte aber regelmäßig eine gyn. Untersuchung mit Ultraschall und ggf während der Einnahme von Progesteron auch eine Hormonbestimmung stattfinden.

    Gute weitere Besserung von

    H. Faust-Albrecht

  • Sabine sagt:

    Sehr geehrte Frau Doktor Faust-Albrecht,ä

    Kurz einige Informationen zu meiner Person: 33 Jahre, zwei Kinder, Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto, immer schon unregelmäßige Zyklen, PCO, in den Schwangerschaften ebenfalls mit Progesteronkapseln behandelt wg Gefahr von Fehlgeburt

    Seit gut einem halben Jahr leide ich unter erheblichen Einschlafstörungen. Zunächst vermuteten meine Gynäkologin und ich ein ausgeprägtes PMS (habe auch andere Beschwerden) da die Symptome vorzugsweise in der 2. Zyklushälfte autraten. Meine Ärztin verschrieb mir 100mg Progesteron oral, welches ich in der zweiten Zyklushälfte bis zum Eintritt der Periode einnehmen könnte. Ich versuchte es im letzten Zyklus und es klappte sehr gut. Insgesamt fühlte ich mich besser, die Einschlafstörung war weg.

    Mein großes Problem ist nun, dass meine Zyklen extrem unregelmäßig sind und momentan auch immer länger werden (ca. 2 Monate) und ich nun durchgehend massive Einschlafstörungen habe. Meine Frage: Dürfte ich das Progesteron auch durchgehend einnehmen, oder ruiniere ich dann meinen kompletten gynäkologischen HormonHaushalt?

    Herzlichen Dank für Ihren geschätzen Rat.
    Mit freundlichen Grüßen, Sabine

  • Liebe Nina,

    die Therapie mit Progesteron setzt neben der Symptomatik und den Laborwerten auch eine exakte gyn. Untersuchung voraus. Ich habe auch keine Altersangabe. Evlt. ist die vaginale Anwendung auch zu hoch – üblicherweise wird mit 100 bis 200 mg therapiert. Vielleicht ist deutlich weniger sinnvoll. Das kann ich ohne Angaben zum Alter, zur sonogr. Untersuchung des kleinen Beckens und zur Therapiedosis nicht beantworten. Die Reaktion mit Depressionen kann über Blutdruck-Abfall und Umwandlung in Allopregnanolon im Gehirn schon möglich sein. Aufgrund der mitgeteilten Laborbefunde (leider ohne Zyklusangaben…) ist eine Östrogendominanz wahrscheinlich!Evtl Test mit weniger Progesteron transdermal (über die Haut) oder Laborkontrolle unter Therapie! Gute Bessserung

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. H. Faust-Albrecht

  • nina sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhart,
    Ich kaempfe seit zwei Jahren mit Burnout und -lt. Den Aerzten- Depressionen. Meine Symptome sind va Erschöpfung, Herzrasen und diffuse Angstgefuehle. Eine Blutentnahme ergab einen Progesteronwert von 1,3 nmol/l. Estradiol von 491pmol/l, FSH von 19,1 IU/l und LH von 8,2. Einen regelnaessigen Zyklus hatte ich nich nie. Da der Progesteronwert so niedrig ist, hab ich mit Progestan begonnen. Nun habe uch den Eindruck dass das bei mir die Stimmung verschlechtert. Kann das sein, selbst bei vaginaler Anwendung?

  • Manuela sagt:

    Sg. Frau Gerhart!
    Ich nehme seit Jaenner d.J. Utrogestan 100 mg , nehme 1 Kapsel vaginal ab d. 12 Zyklustag (12 tage lang). Jetzt bin ich bereits im 2 Monat. Meine Beschwerden sind i d. Zeit voellig weg, leider nur in dieser Zeit.
    Jedoch habe ich seit ca 3 Wochen einen Tinnitus. Kann es sein, das es hier einen Zusammenhang gibt. Der HNO findet keine Ursache. Es wuerde mich auch interessieren, wie lange ich Utrogestan einnehmen darf – gibt es ein Maximum an Einahmetagen & Monaten? Kurbelt das Urtrogestan dann auch das eigentliche Progesteron an? Bitte hoeflichst um Unterstuetzung, danke!
    Viele Gruesse!
    Manuela

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Manuela,
      Hormone können zu einem Tinnitus beitragen. Sicherheitshalber sollten Sie das Progesteron 2 Monate absetzen und sehen, was passiert. Leider kann man den Zusammenhang anders nicht feststellen. Utrogestan kurbelt das eigene Progesteron nicht an. Das kann man nur mit pflanzlichen oder homöopathischen Therapien versuchen. viele Grüße!

  • Lisa sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    ganz herzlichen Dank für Ihre differenzierte Antwort! Die Blutentnahme erfolgte morgens, ca. 8 Stunden nach der Progestangabe am vorherigen Abend (2 x 1 Progestan vaginal). Muss ich befürchten, dass der gemessene Progesteronwert dadurch stark verfälscht worden sein kann?

    Herzliche Grüße
    Lisa

  • Ceara sagt:

    Sehr geehrte Dres. Gerhard und Faust-Albrecht,

    würde die Hormonspirale bei der Anwendung von Progesteron ihre Wirksamkeit verlieren bzw. mindern? Ich würde in Absprache mit dem Arzt gerne wegen Hashimoto eine Progesterontherapie versuchen. Leider hat sich mein Arzt noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Vielen Dank.
    Mit lieben Grüßen
    Ceara.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ceara,
      nein, die Wirkung der Hormonspirale bleibt unverändert.

  • Frida sagt:

    ich hatte mit 47 hormonabhängigen brustkrebs,als therapie wurden die eierstöcke entfernt. ich leide sehr, auch jetzt noch nach 10 jahren und habe sehr schlaffe haut bekommen. kann ich soja oder rotklee tabletten nehmen oder auch evtl. gestagen?
    herzlichen dank für ihre antwort-

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Frida,
      Sie dürfen zwar Sojaprodukte essen, aber als Nahrungsergänzungen sind sowohl Sojaisoflavonoide als auch Rotklee nicht geeignet. Wenn Ihr Brustkrebs auch Progesteron-Rezeptor positiv war, kommt auch ein Gestagen nicht infrage. Pflanzenbasierte Ernährung und Muskelaufbau können bei schlaffer Haut helfen.

  • Lisa sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard, liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,

    zunächst ganz herzlichen Dank für diese informative Seite und die Möglichkeit hier Fragen zu stellen.

    Ich bin bereits 42 Jahre und hatte im vergangenen Jahr leider eine Missed Abortion in der 13. SSW (Schwangerschaft auf natürlichem Wege, Wachstumsverzögerungen, Einblutungen), Ursache vermutlich eine zwischenzeitlich festgestellte Blutgerinnungsstörung.

    Nun bin ich nach einer IVF erneut schwanger, heute 10+0, und spritze wegen der Blutgerinnungsstörung Clexane 40 mg. Nach der IVF wurden mir 3 x 2 Progestan Kapseln vaginal empfohlen. In der 5. SSW wurden die Hormonwerte (HCG, Progesteron) bestimmt und die Dosis wurde auf 1 x 2 Progestan abends reduziert. Laut Kinderwunschzentrum soll ich Progestan jetzt mit Ende der 10. SSW absetzen. Hormonwerte wurden/werden nicht noch einmal bestimmt.

    Ein anderer Gynäkologe hingegen hat mir nun geraten, Progestan mindestens bis zur 12./13. SSW weiter zu nehmen, eventuell sogar bis zur 37. SSW, auch um spätere Fehl- oder Frühgeburten zu vermeiden. Auch die Dosis erschien ihm zu gering und er empfahl auf mindestens 2 x 2 Progestan vaginal zu erhöhen.

    Auch im Netz sind sehr unterschiedliche Empfehlungen zu lesen und es scheint unterschiedliche Meinungen darüber zu geben, ab wann die Plazenta zuverlässig genügend eigenes Progesteron bildet.

    In einigen Studien lese ich, dass es keine Belege für die Wirkung von Progesterongaben zur Vorbeugung von Aborten gebe. In neueren, jedoch von der Pharmaindustrie (Anbieter von Progesteronpräparaten) gesponserten Studien ist zu lesen, dass es sehr wohl eine vorbeugende Wirkung habe.

    Welche Empfehlung würden Sie mir bzgl. Dauer und Dosierung der Gabe von Progestan aussprechen?
    PS: Auf eigenen Wunsch habe ich den aktuellen Progesteronwert bestimmen lassen: Heute (10+0) = 40,0 Mikrogramm/ml.

    Ganz herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung und mit freundlichen Grüßen
    Lisa

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lisa,
      es war sehr klug von Ihnen, das Progesteron bestimmen zu lassen. Wenn Sie 40ng/ml Progesteron im Blut haben, ist das ein guter Wert, vorausgesetzt, Sie haben sich Blut im Laufe des Tages abnehmen lassen und Progesteron nur abends genommen). Da in der Regel der Mutterkuchen zwischen 12.-16. SSW genügend eigenes Progesteron bildet, würde ich mit derselben Dosis mindestens bis Ende der 14. SSW weitermachen, eine Dosissteigerung scheint nicht nötig zu sein. Solllten irgendwann später Frühgeburtshinweise auftreten, kann man immer noch erneut mit Progesteron anfangen, aber die ganze Schwangerschaft lang brauchen Sie es sicher nicht. Wenn Sie ganz beruhigt sein wollen, können Sie ja Progesteron und Östriol (als Hinweis auf den kindlichen Zustand) später noch mal bestimmen lassen. Die Normalbereiche für die Schwangerschaft wrd Ihnen das Labor angeben. Alles Gute und viel Glück für Sie und Ihr Baby!

  • beatrix sagt:

    Liebe Tanja,
    ich bin zwar kein Endometriosepatient, sondern leide seit 2 Jahren an Burnout, was sich nach der Entfernung einer Endometriosezyste (Schokoladenzyste) verschlechtert hat. Ich bin erst jetzt auf diese tolle ganzheitliche Webseite gestoßen.
    Da ich viel über Hormone lese, möchte ich dieses Wissen teilen.

    Die mittlerweile verstorbene englische Gynäkologin Katharina Dalton erwähnt in ihren Büchern Ones a month und Wochenbettdepression, dass die Eierstöcke nach der Entfernung der Gebärmutter ca. 1-2 Jahre später die Hormonproduktion drosseln. Der Vorgang ist nicht geklärt, wahrscheinlich geschieht es durch die Durchtrennung von Nerven und Gefäßen. Auch bei einer Sterilisation sinkt die Progesteronproduktion ca. 6 Monate später. Obwohl es durch Studien bestätigt wurde, wissen es viele Operateure nicht. Bei bestehendem PMS riet Fr. Dalton von einer Sterilisierung ab! Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich dadurch verschlechtern.

    Trotzdem besteht die Möglichkeit, dass sich die Situation mit einer reinen Progesteronbehandlung bessert, zumal dadurch auch die Östrogenrezeptoren sensibilisiert werden, falls letzteres auch zu wenig sein sollte.

    Zur Endometriose gibt es endlose Entstehungstheorien. Für mich als Laie hat die Literatur von Dr. Lamm: AFS Staging and Progression (als PDF frei zum herunterladen) überzeugt. Er erklärt den Vorgang durch ein geschwächtes Immunsystem, was aus der Schwäche der Nebennieren (Kortisolmangel) resultiert. Denn ein intaktes Immunsystem sollte die Fähigkeit besitzen, Endometrioseherde zu erkennen und zu eliminieren. Mein damaliges Immunblutbild zeigte ähnliche Verschiebungen wie die von Endometriosepatienten. Wäre meine Zyste geplatz, hätte ich evtl. die gleichen Probleme, vermute ich.

    In Deutschland gibt es glücklicherweise etliche ganzheitliche Mediziner, viele ermöglichen auch einen telefonischen Kontakt, wo dann die angeforderten Laborergebnisse konsultiert werden.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Beatrix,
      vielen Dank für den professionellen Kommentar. Leider geht es mit den Kommentaren und den dazu gehörigen Artikeln etwas durcheinander, denn viele Frauen „haben Läuse und Flöhe“, also Progesteronmangel und Endometriose und Myome und…In diesem Webmagazin gibt es inzwischen viele Artikel zur Endometriose. Einer der ersten hier, in dem ich die verschiedenen Ursachen erkläre.

  • Tanja sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust Albrecht,
    Als ich 12 war bekam ich das erste mal meine Tage. Schmerzfrei gab es bei mir nicht. Mit 37 stellte man das erste mal endometriose bei mir fest. Myome waren ebenfalls in der Gebärmutter. Per Bauchspiegelung wurde die Endometriose entfernt. Es waren nur 4 Herde im Douglasraum, aber Schmerzen ohne Ende. Keine 9 Monate später (ich war im Monat gerade mal 1 Woche blutungs- und schmerzfrei) habe ich mir die GM entfernen lassen. Habe es nicht mehr ausgehalten. Über einen Zeitraum von 7 Monaten bin ich nach den Bauchspiegelungen schmerzfrei. Heute bin ich 41 Jahre alt, habe letztes Jahr im Mai meine 3. Bauchspiegelung hinter mich gebracht. Aufgrund des seit 8 Jahren anhaltenden Schwindels wurde auch schon CT von HWS und Schädel gemacht.Seit 8 Wochen wieder starke Unruhe, starke Zyklusbeschwerden über 3 Wochen (aufgeblasenen Bauch dazu), habe abrupt aus dem Nichts heraus mit Schwindel und Panickattacken zu kämpfen in völlig unterschiedlichen Situationen. Konzentrationsprobleme inclusive. Nächtliche Schweissausbrüche kommen dazu. Seit 3 Wochen ausgibige Akne im Gesicht- könnte durchdrehen.Ich Habe eine aktive Hündin zu Hause, mit der Ich sehr viel draussen bin. Ich habe einen Beruf den ich sehr gerne ausübe.
    Dadurch das ich keine Regelblutung mehr habe, weiß ich nie wann dieser Alptraum vorbei ist. Ich habe früher sämtliche Pillen ausprobiert aber nichts hat geholfen. Nachdem die Endometriose diagnostiziert wurde, gab es für mich die Visanne. Vor der Visanne war ich ein fröhlicher Mensch, die Visanne war ein zusätzlicher Alptraum.Eine weitere Bauchspiegelung würde ich gerne noch so weit es geht hinausschieben. Könnte mir die Progesteroncreme helfen? Was kann ich noch tun?
    Tausend Dank im voraus für Ihre Antwort
    Lieben Gruß
    Tanja

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Tanja,
      Die Progesteroncreme ist sicher einen Versuch wert. Die Akne kann sowohl ein Hinweis auf eine Hormonstörung sein als auch auf einen Zinkmangel oder eine Schwermetallbelastung. Sie sollten mit Hilfe eines Arztes für Naturheilkunde/Homöopathie/Traditionelle Chinesische Medizin an der Ursache Ihrer Erkrankungen arbeiten lassen. Alles Gute!

  • Vreny sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    Vielen Dank für ihre tolle Homepage und Hilfe. Bei dem täglichen „Kampf“ mit den weiblichen Hormonen ist es gar nicht so leicht immer auf seinen Bauch zu hören um rauszufinden, was dem unseren Körper gut tut.

    Ich hab eine Frage bezügl. meines Kinderwunsch. Bei mir wurde schon mit 17 Jahren mit leichtem Übergewicht eine PCO diagnostiert weil ich bis dato nicht selbständig meine Periode bekommen habe. Damals eingeleitet mittels GK-Hormone danach 12 Jahre Pille. Diagnose damals nur via Ultraschall und Abstrich. September 13 entschieden wir uns, unserem Kinderwunsch nachzugehen. Die ersten 2 Monate war ich sehr glücklich über meinen „regelmäßigen“ Zyklus, danach wurden die abstände immer länger bis zu 3 Monate. Je weniger regelmäßigkeit desto schlechter geht/ging es mir. Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, depressive Verstimmungen, schlechter Schlaf. Dann wurde bei mir Mai 2014 ein Hormonbild gemacht am 5 Zyklustag nach einer Durststrecke von 4 Monaten ohne Regel mittels Gelbkörper. Werte: TSH 2,15, Androstendion 2,72, DHEA-Sulfat 2,5, Estradiol 53,4, FSH 4,3, LH 7,6, Prolaktin 11,3, Testosteron ges. +0,54. Meine Ovarien sind nicht PCO-Syndrom typsich; keine Zysten. Wir haben danach entschieden eine Therapie mittles Clavella/Nahrungserägnzungsmittel zu beginnen. Bis zum Herbst hatte ich dann fast alle 2 Monate meinen Zyklus, im Herbst 2014 Sept-Nov sogar alle 4 Wochen. So gut wie in diesen Monaten ging es mir noch nie, ich hatte sogar dadurch 7 Kilo Gewicht verloren. Gewichtsreduzierung ist bei mir ein absoluter Kampf, ich kann fast machen was ich will, bin aber auch nicht sehr stark übergewichtig. Seit Anfang Dezember habe ich wieder gar nichts und mir geht es zunehmend schlechter obwohl ich an der Dosierung, Lebensstil usw nichts verändert habe. Meine Symptome sind: Gewichtszunahme, aufgedünstes Gesicht, sowie bei Füßen und Fingern, sehr schlechte Stimmung, schlechter Schlaf und jetzt im Winter absolute Kälteempfindlichkeit (Hände und Füße),dann aber auch immerwieder starker Schweiß, immer wiederkehrende Halsschmerzen, ungesunde Gesichtsfarbe mal blass, mal starke rote Wangen. Mein Frauenarzt meinte Abwarten nach Ultraschal der diese Woche gemacht wurde. Es ist sehr unbefriedigend. Dadurch fängt man irgendwie an, selber an sich rumzudoktoren. Sicherlich steht mein Kinderwunsch an erster Stelle, aber meine derzeitige Lebensqualität leidet sehr und ich frage mich ob ich mich in einem „Wechseljahr“ ähnlichen Zustand befinde und ob bei mir der nächste Weg wäre mit Progesteron zu arbeiten und an eine Hypothyerose zu denken. Ich will mir jetzt nicht lauter Nahrungsergänzungsmittel, Yams-Tinkturen usw. selbstständig verordnen. Drum meine Frage, wie sehen Sie das ganze? Ich danke Ihnen von Herzen und freue mich auf Antwort.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Vreny,
      mit vorzeitigen Wechseljahren haben Ihre Beschwerden nichts zu tun. Aber wohl mit einer Unterversorgung an verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen. Dadurch dass Sie mit dem Gewicht kämpfen, nehmen Sie wahrscheinlich zu wenig davon auf oder Ihr Darm kann nicht richtig arbeiten. Sie müssen sich einen Arzt für Naturheilkunde suchen, der Ihnen die richtigen Nahrungsergänzungsmittel verordnen kann, der auch Laboranalysen vornimmt und der mit pflanzlichen und/oder homöopathischen Mitteln Ihren Zyklus wieder in Ornung bringt. Die alleinige Progesteroneinnahme bringt da nichts. Alles Gute!

  • Petra sagt:

    Sehr geehrte Fr. Dr.Faust Albrecht,
    ich bin jetzt 59 Jahre und habe vor 20 Jahren meine Gebährmutter auf Grund von Myomen und sehr starken unregelmäßigen schmerzhaften Regelblutungen auf Anraten meines damaligen Arztes entfernen lassen.
    Ich habe vier Kinder zur Welt gebracht, alle normal und gesund.
    Aus heutiger Sicht würde ich es nicht mehr tun,da Myomekein Grund sind zur OP.
    Ich hatte danach nie größere Problem,weder körperlich noch psychisch, ich hatte mit gelegentlichen Hitzewallungen zu tun, aber ansonsten alles gut.
    Im letzten Jahr(April 2014) hatte ich einen zusammenbruch auf Arbeit mit Luftnot und Schmerzen ind der Brust….und bin mit Notarzt und Verdacht auf Herzinfarkt in die Uni Klinik Kiel eingliefert worden.
    Alle Untersuchungen haben nichts gezeigt , Organisch alles Ok,nichts verkalkt, kein Infarkt, aber ein Blutwert, der anzeigt das es ein Infarkt sein könnte, war leicht erhöht.Es wurde ein Herzkatheder gelegt, ein CD und ein MRT gemacht….alles Ok, nicht zu sehen.
    Ich habe es abgelehnt irgendwelche Medikamente zu nehmen, die ich trotz mangeldem Befund verschrieben bekahm.
    Aus der Intensivstation habe ich mich am zweiten Tag auf Eigenverantwortung mit Rücksprache meines Hausarztes entlassen.
    Seither habe ich immer wieder Beobachtungen zu meiner körperlichen Verfassung festgestellt, Herzstolpern höherer Bludruck (140/80)aber immer schwankend ,früher immer zu niedrig,antriebslos, Gewichtszunahme,kurzatmig,bis hin zur Luftnot, Hitzewallungen.
    Nachts werde ich wach und habe massive Probleme das ich denke mein Puls und mein Blutdruck sind kurz vorm explodieren und dann messe ich, aber alles OK ?? 132/76/72, innerlich irgendwie flimmerig und das Gefühl, gleich Beinkrämfe zu bekommen.
    Ich versorge mich seit Jahren mit Rücksprach meines Arztes mit allen wichtigen Mineralstoffen die für meine Zellgesundheit wichtig sind,
    da wir durch unsere Ernährung nicht mehr ausreichend versorgt werden.
    Ich rauche nicht, ich trinke nicht, bei 168 cm bringe ich zur Zeit 82 kg auf die Waage(viel zu viel)
    Der Verdacht erhärtet sich bei mir immer mehr das meine Beschwerden mit den Wechseljahren zusammenhängen können und dem zuviel an Gewicht.
    Mittelerweile habe ich viel zu diesem Thema gelesen und bin eigentlich zu der Auffassung gelangt, ein natürliches Progesteron könnte helfen.
    Nächste Woche habe ich einen Termin beim Frauenarzt und da ich mich immer in Eigenverantwortung befinde selbst nachzuforschen oder mir eine Zweitmeinung einzuholen, wäre ich Ihnen sehr dankbar wenn Sie einen Rat für mich hätten.
    Vielen Dank für Ihre Aufklärende Webseite und Ihre Hilfe.

    Ganz lieben Gruß Petra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Petra,
      es kann sein, dass Ihnen Progesteron helfen wird. Da Ihre Probleme erst mit 58 Jahren angefangen haben, würde ich auch noch nach anderen Auslösern suchen. An erster Stelle stände für mich Elektrosmog! Da habe ich leider einschlägige Erfahrungen machen müssen, die sehr Ihren Beschwerden geähnelt haben. Geben Sie in diesem Webmagazin mal Elektrosmog in der Suchfunktion ein, dann finden Sie einige Artikel dazu und auch eine Gesellschaft, bei der Sie einen Berater anfordern können. Alles Gute!

  • Dani27 sagt:

    Sehr geehrte Fr. Dr.Faust Albrecht,

    ich bin aktuell in der 8. Woche schwanger. Insgesamt hatte ich fünf Fehlgeburten/Abgänge und leider noch keine Kinder. Es wurde PCO festgestellt, wobei ich jeden Monat meinen Eisprung habe,allerdings ca.1 Woche später als normal. Zur Zeit nehme ich neben Vitaminen,Blutverdünner auch Utrogest (Famenita) 3× täglich 200mg vaginal und hatte in der 6. Woche bräunlichen Ausfluss. Da die Ärzte keine Ursache dafür finden konnte stellt sich mir die Frage, ob dies evtl.vom Utrogest kommen kann? Desweiteren hat die Ärztin festgestellt,dass die Gelbkörperzyste geschrumpft ist. Soll aber ab der 8. Woche normal sein. Können Sie mir dies bestätigen? Ich bedanke mich vorab für Ihre Mühe und Hilfe und freue mich auf Ihre Antwort.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Dani 27,
      das Wichtigste ist jetzt, dass Sie mindestens bis zur 14. SSW Ihr Progesteron weiter benutzen. Dann sollte der Mutterkuchen so weit sein, dass er genügend Progesteron selber bilden kann. Ob Sie nun die bräunliche blutung durch das Utrogest hatten oder weil Sie trotz Utrogest einen Progesteronmangel hatten, ist eine rein wissenschaftliche Frage. Hauptsache: jetzt entwickelt sich die Schwangerschaft normal. Alles Gute für Sie Beide!

  • Maria77 sagt:

    Sehr geehrte Frau Hildegard Faust-Albrecht,
    ich hatte Ihnen bereits im Dezember geschrieben und von meinem Verdacht eines Progesteronmangels berichtet, da ich an Angst- und Panikstörungen und einfach totalem Unwohlsein leide. Jetzt habe ich meine Werte beim Arzt untersuchen lassen. Am 21. Zyklustag hatte ich einen Progesteronwert von 5,5 und einen Testosteronwert von unter 0,2. Mein Frauenarzt meinte, man müsste aber nichts machen. Zusätzlich habe ich einen zu geringen Vitamin-D-Wert mit 23 ng/ml wofür ich jetzt hochdosierte Vitamin D Tabletten nehmen soll. Meinen Sie ich könnte zusätzlich trotzdem Progesteron nehmen, da ich ja doch anscheinend eine Gelbkörperschwäche habe?
    Vielen lieben Dank für ihre Hilfe und diese tolle Seite!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Maria77,
      zusätzlich Progesteron wäre sicher gut für Sie. Das sollten Sie aber vom Arzt verschreiben und die Werte kontrollieren lassen. Alles Gute!

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    vielen Dank für Ihre Antwort!
    Schade, dass ich Sie nicht als Ärztin aufsuchen kann.
    Von den Ärzten, die ich kontaktiere, fühle ich mich nicht so verstanden und ganzheitlich gesehen.
    Toll, dass es diesen Blog gibt.

    Herzliche Grüße

    Barbara

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    anhand einer Blutuntersuchung hat sich ein leichter Östrogenmangel neben einem Progesteronmangel herausgestellt.

    Mir wurde empfohlen, Estreva-Gel 0,1 Prozent in Kombination mit Progesteroncreme (bis zu 100 mg in der 2. Zyklushälfte) zu nehmen mit folgender Dosierung: 4 Hübe Estreva 0,1 Prozent, bei Bedarf auch weitere Hübe.

    Meine Frage, die ich gerne an Sie richten würde: Ein anderer Arzt hat gesagt, es sei viel zu hoch, wenn ich 4 Hübe Estreva verwende, auch in Kombination mit 100 mg Progesteron (der Progesteronwert liegt im unteren Normbereich).

    Mir geht es mit dem Gel aber wesentlich besser, ich schlafe zum ersten Mal ansatzweise besser, die Migräne ist verschwunden. In meiner Verzweiflung habe ich aber auch gelegentlich 5 Hübe (je 0,5 g Wirkstoff)am Tag aufgetragen und ich fühlte mich besser (seit einem Jahr ist mein Schlaf phasenweise extrem eingeschränkt).Ich nehme auch Vitamine und Spurenelemente und versuche mich gesund zu ernähren, auch sportlich bin ich wieder aktiver, nur hat es noch nicht durchgeschlagen.

    Ich habe nun große Sorge, dass ich das Krebsrisiko auf Dauer durch die Dosierung des Estreva-Gels erhöhe(seit ca. 8 Wochen trage ich das Gel auf).

    Vielen Dank!!!

    Mit freundlichen Grüßen

    Barbara

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Barbara,
      Sie müssen so viel Gel nehmen, dass Sie sich wirklich besser fühlen. Die Progesteronmenge muss dann unter Umständen auch erhöht, also angepasst werden. Aber das weiß Ihr Frauenarzt. Und bitte keine Angst wegen des Krebsrisikos, dann fühlen Sie sich wieder schlechter und müssen mehr schmieren. Die Frauenärzte wissen, dass die Hormontherapie nicht über Jahrzehnte nötig ist, also was heißt dann „auf Dauer“? Wenn Sie schon so vernünftig sind, dass Sie auf die Ernährung achten und sich mehr bewegen, wird irgendwann die Zeit kommen, dass Sie die Hormonmenge reduzieren können. Seien Sie einfach jetzt erstmal froh, dass es diese Hilfe für Sie gibt. Alles Gute!

  • Sandra sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    am 01.01.15 hatte ich mich mit einer Frage an Sie gewandt. Nun war ich bei meinem Frauenarzt, der leider zugeben musste, sich mit Cremes nicht auszukennen. Er hat mir Progestan Kapseln verschrieben, die ich nach Packungsbeilage nehmen soll. Einen Hormonstatus hat er noch nie gemacht, deswegen bin ich verunsichert, ob ich die Kapseln nehmen soll. Er sagte, es sei einen Versuch wert. Was soll ich tun? Einen anderen Arzt aufsuchen?
    Ich bin wirklich verunsichert, weil ich jetzt auch noch gelesen habe, dass sogar die Frühgeburt meiner Tochter auf den Progesteronmangel zurückzuführen sein kann. Bislang konnte mir niemand eine Erklärung geben und aus Angst, haben wir keine weitere Schwangerschaft riskieren wollen.
    Meine Menstruation habe ich bereits mit 10 Jahren bekommen, was wohl nahelegt, dass schon damals eine Östrogendominanz vorlag. Ich hätte gerne endlich Klarheit in diesen Fragen, weiß aber nicht, an wen ich mich wenden kann.

    Für eine erneute Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sandra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandra,
      für Frauenärzte wird es im April 2015 eine Weiterbildung in bioidentischer Hormontherapie geben, darüber können Sie Ihren FA ja mal informieren. Wenn Sie Klarheit über Ihre hormonelle Situation haben wollen, könnten Sie sich an jede Universitäts-Frauenklinik wenden, die meistens eine endokrinologische Abteilung, also eine Abteilung für Hormonforschung, haben.
      Alles Gute!

  • Liebe Jessica,

    die Schmerzen kurz vor (um) die Periode an ganz exotischen Körperteilen können auch von einer Endometriose kommen. Bitte besprechen Sie nochmals gründlich die Symptomatik mit Ihrem Frauenarzt(-ärtzin)…. Ggf muss auch eine Bauchspiegelung zum Ausschluß einer Endometriose (z.B. re Oberbauch) durchgeführt werden.

    Gute Besserung und liebe Grüße von

    H. Faust-Albrecht

  • Liebe Berenike,

    wahrscheinlich haben Sie eine Gelbkörperhormonschwäche in der 2. Zyklushälfte. Evtl. sind Sie aber trotzdem sehr überempfindlich auf Progesterongaben (auch transdermal). Leider haben wir keine aktuellen Laborwerte unter der Therapie. Eine erhöhte Dosis an Progesteron vertragen Sie ja anscheinend nicht…

    Vielleicht probieren Sie einfach mal deutlich weniger – höchstens mit einer halben Kaps abends Progesteron (50 mg), evtl. sogar noch weniger. Falls das nichts bringt, wäre eine Hormonbestimmung in der 2. Zyklushälfte unter der Therapie sinnvoll (FSH. E2, E1, Progesteron). Progesteron transdermal (auch oral) kann in wenigen Fällen außer dem Hormonersatz auch eine deutliche Stimulierung (v.a. der Östrogene) in den Eierstöcken bewirken – dann sind die Beschwerden während der Therapie nur schlimmer.

    In einem solchem Fall kann man in der 2. Zyklushälfte auch ausnahmsweise mit synth. Gestagegen (z.B. Chlormadinon 2-4 mg) das Problem beheben.

    Mit den besten Wünschen für baldige Besserung

    H. Faust-Albrecht

  • Eva sagt:

    Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort!
    Ich dachte es mir fast.
    Alles anzuführen wäre zu umfangreich. Ich schaue mich mal auf der von Ihnen genannten Website um und hoffe dort einen Arzt der mir helfen kann zu finden.
    Ganz liebe Grüße
    Eva

  • Eva sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
    wir sind leider ungewollt Kinderlos.
    Meine Frauenärztin meinte letztes Jahr nach einem Bluttest, das es bei mir noch klappen könnte.
    Sie würde es ein/zweimal noch mit Clomifen probieren und es dann lassen.
    Ich fühle mich mit dieser Antwort irgendwie alleingelassen und unzufrieden.
    2011 war ich schwanger und verlor in der 5.SSW das Kind.
    Mit meiner Homäopathin versuche ich weiter schwanger zu werden. Bisher leider ohne Erfolg.
    Glauben Sie das eine Progesteronsalbe helfen könnte? Bräuchte ich dafür ein Rezept?
    Das wäre bestimmt schwierig zu bekommen.
    Können Sie mir eine Ärztin in Dortmund und Umgebung empfehlen der ähnlich wie Sie arbeitet?

    Herzliche Grüße
    Eva

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Eva,
      aus so wenigen Angaben kann ich leider nicht sagen, ob Progesteron Ihnen helfen könnte. Unter http://www.natum.de finden Sie sicher einen FA in Ihrer Nähe, der auch ganzheitlich arbeitet. Ansonsten gibt es eine Kinderwunsch-Spezialabteilung an der Uni-Frauenklinik in Essen. Viel Glück!

  • Berenike sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    vielen Dank für den Artikel, leider beschäftigen sich nicht viele Ärzte mit diesem Thema und man muss viel selbst recherchieren.
    Ich bin 39 Jahre alt, ein Kind, 22 Jahre, Spontangeburt. Ich habe seit Beginn der Regelblutung mit 13 Jahren Schwierigkeiten.

    Seit drei Jahren nehme ich Utrogest, da eine Gelbkörperschwäche diagnostiziert wurde mit einem Hormontest. Ich bin schlank, fahre 2 Std Rad am Tag, zur Arbeit und ernähre mich gesund, nehme zusätzlich Vit D und Magnesium. Meine Schilddrüse lasse ich einmal im Jahr untersuchen und ein Blutbild machen. Ich habe zwei Jahre Agnus Castus genommen- ohne Besserung und einen Hömoopathen konsultiert, der mir leider nicht helfen konnte.

    Progesteron nehme ich nun ab dem 12./13. Zyklustag eine Kapsel abends transdermal. Habe auch schon oral (Schwindel/Übelkeit/Müdigkeit) probiert und vaginal, 1 abends, dies führte zu sehr starker Blutung.

    Nun komme ich endlich zum Punkt: Ich habe, trotz einer Kapsel transdermal, abends, Beschwerden in der 2ten Zyklushälfte: vorallem Durchfall (bei einer Magenspiegelung wurde Zölliaki u.ä. ausgeschlossen), Übelkeit, Abgeschlagenheit, Überfordertsein, brustpanzerartige Schmerzen und Schmerzen im allgemeinen- so als würde ein Pflug durch mich hindurch fahren. Dies zwingt micht mindest. einmal im Monat krank zu sein und meiner Arbeit nicht nachzukommen. Auch kann ich manchmal nur nach meiner Monatsblutung planen….

    Meine Frage: soll ich die Dosis erhöhen? Und/Oder früher anfangen? Soll ich vllt eine Kapsel morgens nehmen? Oder haben Sie eine andere Idee?
    Ich danke Ihnen für ihre Mühe und Geduld!!!

    Herzlichen Gruß,
    Berenike

  • Sandra sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    haben Sie herzlichen Dank für ihre Antwort. Endlich ein Hoffnungsschimmer! Ich bin überglücklich und werde gleich einen Termin mit meinem Frauenarzt vereinbaren.

    Vielen, vielen Dank!

    Herzliche Grüße von Sandra

  • Sandra sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    Seit ca. zwei Jahren leide ich unter starken Blutungen während der Menstruation, PMS, starken Brustschmerzen besonders vor der Mens. und Zysten in beiden Brüsten – manchmal auch an den Eierstöcken. Da meine Mutter an Brustkrebs gestorben ist, möchte ich weder Gestagene noch die Spirale nehmen. Mein Frauenarzt sagt, es sei alles bilderbuchmäßig, nur die Gebärmutterschleimhsut werde zu stark aufgebaut.
    Halten Sie es für möglich, dass eine Progesteroncreme helfen könnte?

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Meine Lebensqualität ist während der Mens. und durch die Schmerzen arg eingeschränkt und ich möchte wieder richtig fit werden.(Ich bin berufstätige Mutter einer kleinen Tochter.)

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sandra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandra,
      Sie brauchen unbedingt Progesteron, denn wenn die Gebärmutterschleimhaut zu hoch aufgebaut ist und Sie PMS haben, spricht das für eine Östrogendominanz. Es kommt auf die Konzentration der Progesteroncreme an, das müssen Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Und versuchen Sie durch Ernährung und Bewegung etwas gegen Ihre Östrogendominanz zu tun! Viel Erfolg!

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    herzlichen Dank für die Antwort!!
    Eine Frage würde ich Ihnen gerne noch stellen: Wäre es denn in Ordnung, wenn ich statt Utrogest 100 mg die gleiche Dosis Progesteroncreme nehme?

    Ich bin einfach verzweifelt, weil ich durch das Hormonchaos ständig müde bin – bei Utrogest habe ich Sorge, dass ich Nebenwirkungen zu spüren bekomme. Die Antwort meines Arztes auf meine Sorge war, dass er meinte, müde sei ich doch eh schon, da würde solch eine Nebenwirkung von Utrogest nicht so ins Gewicht fallen, aber noch müder möchte ich auch aufgrund meiner Kinder, um die ich mich kümmern muss, nicht sein.

    Vielen Dank!
    Mit freundlichen Grüßen

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Barbara,
      Sie können es versuchen, aber die Dosierungen können nicht hundertprozentig miteinander verglichen werden. Auf jeden Fall mit Ihrem FA absprechen.Viele Grüße!

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    nach einer Ärzteodyssee möchte ich Sie gerne noch einmal um Rat fragen:
    Mir wurde wegen eines Östrogenmangels Estreva-Gel 0,1 Prozent verschrieben, welches ich in der ersten Zyklushälfte mit einem, maximal 2 Hub anwenden soll. Nun habe ich Sorge, dass ich dadurch das Brustkrebsrisiko erhöhe?

    In der zweiten Zyklushälfte soll ich die Dosis Estreva erhöhen und zusätzlich 100 mg Utrogest nehmen; der Arzt hielt nichts von einer Progesteroncreme (10 Prozent), mit der ich sehr gut zurechtkomme – anbahnende Migräne kann ich mit einem oder zwei Hub sehr gut „in Schach“ halten.
    Die Creme kann ich doch viel besser niedriger dosieren. Oder steigere ich dann doch in Kombination mit der Östrogencreme Estreva das Krebsrisiko, weil ich dann zu wenig Progesteron zusetze?

    Vielen herzlichen Dank!

    Barbara

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Barbara,
      Östrogen- und Progesterondosis müssen aufeinander abgestimmt sein, sonst schaden Sie der Gebärmutter, der Brust und der Psyche. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Frauenarzt die Dosis richtig einstellt. Alles Gute!

  • Maria sagt:

    Liebe Frau Prof Gerhard, liebe Frau Dr. Faust Albrecht,

    ich leide seit ca August an starker Unruhe, Angst- und Panikstörungen und an depressiven Verstimmungen. Zur Zeit sind alle Symptome extrem. Ich hatte diese Symptome bereits vor ca 8 Jahren schon einmal, aber nach einiger Zeit wurde es besser. Angst und Panikattacken vor allem Platzangst hatte ich in den letzten Jahren immer mal wieder, aber sehr wenig und ich kann ganz gut damit umgehen. Eine Freundin erzählte mir nun vor ein paar Tagen, dass es ihr vor ein paar Monaten ganz ähnlich ging wie mir jetzt und sie von Ihrer Frauenärztin Mönchspfeffer und Utrogest empfohlen bekommen hat. Damit geht es ihr wieder blendend und alle Symptome sind verschwunden. Dabei ist mir wieder eingefallen, dass mir vor 8 Jahren auch von meinem Frauenarzt gesagt wurde, dass ich eine Gelbkörperschwäche hätte. Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern, ob ich etwas dagegen bekommen habe. Ich habe seit der Geburt meiner zweiten Tochter im Juli 2012 zum ersten Mal überhaupt einen regelmäßigen Zyklus – bis jetzt – denn jetzt warte ich seit zwei Wochen wieder auf meine Periode (schwanger bin ich nicht). Ich habe auch häufig Brustspannen. Ich frage mich nun ob ich vielleicht wieder wie damals einen Progesteronmangel habe und mein momentaner Zustand damit zusammenhängen könnte. Ich werde sofort im neuen Jahr zu meinem Frauenarzt gehen, aber mich würde trotzdem vorher ihre Meinung interessieren. Mönchspfeffer könnte ich doch schon einmal nehmen oder?
    Vielen Dank und freundliche Grüße!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Maria,
      ja, Mönchspfeffer können Sie schon einnehmen, der trägt zur Zyklusregulierung bei. Aber auch daran denken, dass B-Vitamine, Omega-3-FS, Magnesium u.a. Pflanzeninhaltsstoffe für den Progesteron-Stoffwechsel wichtig sind. Gute Besserung!

  • Jessica sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Hildegard Faust-Albrecht

    Ich bin 32 Jahre alt und habe jetzt zum fünften Mal, exakt zum Beginn meiner Periode, starke, stechende Schmerzen ausschliesslich in der rechten Schulter.

    Wegen hohem Stress auf der Arbeit und der Wunsch seit Sommer für ein Kind, meint der Osteopath und mein Hausarzt, dass es die Leber/Galle sein könnte, die stark überbelasstet ist, besonders dann, wenn ich meine Tage bekomme. Die Leber sei auch für den Hormonhaushalt zuständig und auch das Zentrum für Stress. Also in der Summe einfach zuviel und die Leber verkrampft dann, was bis in die rechte Schulter zieht.

    Kann es nun aber sein, dass die Schmerzen in der rechten Schulter von einem Hormonmangel kommen? Hatten Sie schon mal einen Fall wo genau am Tag der Periode Schulterschmerzen einsetzen? Sonst ist meine Periode nicht anders wie sonst, nicht schmerzhaft und dauert max. 3 Tage, Zyklus +/- 27 Tage. Die Schulterschmerzen verschwinden langsam nach ca. 1 Woche.

    Vielen Dank für Ihren Rat!

    Beste Grüsse
    Jessica

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Jessica,
      mit einem behandlungsbedürftigen Hormonmangel haben die Schmerzen nichts zu tun. Ihre Ärzte haben Recht mit der Leberbelastung. Lassen Sie sich mal von einem Homöopathen behandeln. Alles Gute

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    etwas verspätet möchte ich mich ganz herzlich für Ihre Hilfe bedanken!
    In der Region, in der ich wohne, gibt es kaum Ärzte, die sich mit naturidentischen Hormonen auskennen.

    Ihre Ratschläge haben mir sehr geholfen!!!

    Ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2015!

    Barbara

  • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

    Liebe Mara,
    Ich habe mit Frau Dr. Faust-Albrecht Rücksprache gehalten.Ihr gesundheitliches Problem ist so komplex, dass es nicht in diesem Rahmen beantwortet werden kann. Ihren vermutlichen Östrogenüberschuss können Sie auf Dauer nicht mit progesteronwirksamen Substanzen ausgleichen. Vielmehr sollten Sie versuchen, durch eine pflanzenbasierte Ernährung und Sport, d.h. mit Verzicht auf Industriezucker und -mehle, Fleisch, Milchprodukte, Ihre Übersäuerung und die Aufnahme östrogenaktiver Substanzen abzubauen.
    Viel Erfolg!

  • Mara sagt:

    Liebe Frau Dr. Faust-Albrecht,
    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    vorerst danke für den tollen, aufklärenden Artikel.

    Ich werde in ein paar Tagen 57 Jahre. Ich hatte seit ca. 4 Jahren schleichend an Gewicht zugenommen, bei gleichbleibender Ernährungsweise (d.h. möglichst gesund, biologisches Obst, Gemüse, ohne all diesen schädlichen Zusatzstoffen in Lebensmtteln…). 2012 war ich dann bei ca. 10 kg zuviel des Guten,
    65 kg bei 164 cm Größe. Jeder sagt, mit dem Alter nimmt man halt zu… So einen Schwachsinn wollte ich irgendwie nicht glauben (denn im Alter gibt´s hormonelle Probleme, daher die Gewichtsprobleme). Hinzu kam noch, dass ich im Sommer und nur Nachts Schweiß gebadet war und diesen Zustand auf die Zimmertemperatur abschob (im Dachgeschoss waren es über 30 Grad), bis ich dann mit dem Bett in das Kellergeschoss zog und die selben Zustände dort auch erlebte. Die Hitzewallungen hab ich durch verschiedene Kräuter gut in den Griff bekommen (Salbei, Frauenmantel, Maca-Kraut,…).
    Am wichtigsten ist es zu erwähnen, dass meine Brüste immer mehr und mehr schmerzten. Das war der Hauptgrund zum Recherschieren, denn einen Arzt meines Vertrauens hatte ich nicht und mit dem vielen verdickten Gewebe in der Brust traute ich mich nicht zu irgendjemanden gehen, denn ich wollte keine „vermutete“ Diagnose hören, die mich verunsichert. So bin ich im Netz auf Empfehlungen der Yamswurzel gestoßen (ich kenne Yams gegen vorzeitige Hautalterung aus der Kosmetik).

    März 2013 erzählte mir eine Bekannte von Ihrem netten Gyn, der sehr kooperativ wäre. Bin dann anschließend mit meinen Recherchen zu ihm und fragte nach einer Hormon-Untersuchung. Er meinte, dass das schwierig ist den richtigen Wert festzustellen, vor allem weil ich ja keine Monatsblutung habe, da die Gebärmutter wegen einem Myom entfernt worden ist (vor ca. 15 J.)

    Zu meiner Erfahrung zum Progesteron: Der Gyn meinte, er hätte keine Erfahrung mit natürlichem Progesteron und ich soll mich auf mein Gefühl verlassen. Wenn ich keine Verbesserung verspüre, dann können wir mit synthetischen Hormonen etwas tun.
    Das hab ich abgelehnt, weil es für mich nicht in Frage komme – ich habe eine 5 J. ältere Schwester, die seit der Hormonbehandlung massive gesundheitliche Probleme hat (starke Osteoporose, Schilddrüsen-Unterfunktion und ca. 25-30 kg zu viel und von den Schmerz-Medikamenten Magen-Darmblutungen…).

    Damals bestellte ich mir die Yamswurzel-Kapseln, ich konnte niemanden fragen was nun schlauer wäre. Trotzdem, dass ich aus Ihrem Artikel gelesen habe, dass die Progesteron-Creme besser ist, hat es mit den Kapseln offensichtlich auch gut funktioniert. Denn nach ca. 3 Monaten hatte ich ca.10-11 kg weniger und bin jetzt zw. 54-55 kg seit 2013. Die Brustschmerzen nahmen auch von Tag zu Tag ab, bis sie eines Tages komplett verschwunden waren.

    Anmerkung: Ich hab die Kapseln nicht durchgehend eingenommen sondern hab dazwischen regelmäßig mit den Tees weiter gemacht und hab Globuli „Cimicifuga D30“ (Silbertraubenkerze) vom Homöopathen bekommen – was ich bis heute anwende.

    Das Problem, das ich zur Zeit schon wieder habe, ist die trockene Haut und es beginnt sich das Brustgewebe wieder leicht zu verdichten (dieses Problem hab ich schon seit 20 Jahren – das dichte Gewebe).

    Ich hab mir GRAD WIEDER Yams-KAPSELN von Dr. Med. Michalzik (www.biotikon.de) BESTELLT – für 6 Monate.
    SOLL ICH DIESE EINNEHMEN? bzw. WIE SOLL ICH WEITER MACHEN? SOLL DAS EIN DAUERZUSATZ SEIN – ob als Kapsel oder Creme? Wenn nicht, WIE WEISS ICH, WANN es GENUG ist?

    Für die Haut hab ich mir Hyaluronsäure-Kapseln und Collagen-Kapseln bestellt bzw. eine Bindegewebs-Formel (mit den wichtigsten Aminosäuren), da ich sehr schwaches Bindegewebe und schwache Muskulatur habe (an den Oberschenkeln, Oberarmen am meisten sichtbar – alles hängt. Das konnte mir niemand erklären wodurch das entstanden ist. Einen Sport-Mediziner hab ich noch nicht konsultiert.
    Meine Recherchen ergaben, dass die Ursachen in der immensen Übersäurung liegen (hervorgerufen durch dauerhafte Überforderung und massiven Stress –> Hauptursachen durch massive Traumen).
    Diese Übersäuerung baut angeblich Muskulatur ab und zerstört das Gewebe, was ja irgendwie einleuchtet. Weiß zwar nicht, ob das der alleinige Grund ist. PROGESTERONMANGEL bewirkt sicher seines auch.
    Das ist zwar ein anderes Thema, aber möglicherweise gibt es Tipps, für die ich sehr dankbar wäre.

    Ich bin dankbar für jeden guten Rat und werde Ihre Informationen gerne weiter verbreiten, denn es gibt so viele hilflose Frauen, die dankbar sind diese Infos zu erfahren. Ich spreche immer und überall über meine Herausforderungen, die ich hatte.

    Herzlichste Grüße

    Mara

  • Michaela sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,

    ich bin 49 Jahre alt und habe meine Periode seit ca 7 Jahren nicht mehr.
    Vor zwei Jahren wurde mir ein Eierstock operati entnommen, da hier eine Zyste angewachsen war.

    Seit Frühjahr 2014 habe ich ständig mit Übelkeit zu kämpfen. Diese beginnt meist in der Früh nach dem Stuhlgang.
    Ich habe auch eine Magenspiegelung hinter mir, die ohne Befund war. Meine normalen Blutwerte sind bestens.
    Gestern unterhielt ich mich mit einer Bekannten, die ähnliche Probleme hatte.
    Diese empfahl mir die Einnahme von Gestagen.
    Kann das sein, dass dies bei mir auch wirken könnte?
    Bitte geben Sie mir Bescheid.
    Kann ich das auch auf anderem Wege kompensieren?
    Vl. homöopathisch oder pflanzlich?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Liebe Grüße, Michaela

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Michaela,
      Sie müssten mit Ihrem Frauenarzt sprechen, ob auf Grund seiner Untersuchung und der Hormonwerte Hinweise auf eine Gelbkörperhormonschwäche bestehen. Sollte dies der Fall sein, könnten Sie mit Agnus castus, über 3 Monate kontinuierlich eingenommen, Erfolg haben. Unabhängig von der eigentlichen Ursache Ihrer Übelkeit bin ich der Meinung, dass Ihnen mit klasscher Homöopathie sehr gut geholfen werden könnte. Viele Grüße!

  • Liebe Sigrid,

    die Beschwerden und der therapeutische Erfolg von Duphaston oral (auch ein annähernd biolog. Progesteron) sprechen schon für eine Lutealschwäche. In Zusammenschau mit der Schilddrüsenunterfunktion (wahrscheinlich durch Hashimoto – bitte auch den Artikel von Prof. Schulte-Übbing im Netzwerk lesen…) ist die wahrscheinlichste Ursache für die Beschwerden auch vom Alter eine Gelbkörperhormonschwäche. Manche Frauen brauchen dann täglich in der 2. Zyklushälfte (die evtl. schon ab dem 10 Zyklustag beginnt..) 20-200 mg Progesteron (in oraler oder dermaler Form) – da kann es schon möglich sein, daß in der selbst besorgten Progesteroncreme mit weniger als 10 % deutlich zu wenig täglich aufgenommen wird. Sonst gibt es auch noch die Kapseln (Progeston, Utrogest, Famenita), die oral oder vaginal als biolog. Ersatz genommen werden können.

    Es gilt hier analog der Antwort zu Micha, daß erst nach gyn. Untersuchung und Hormonbestimmung die Diagnose steht und dann therapiert werden sollte. Zu niedrige Dosen der Progesteroncreme können umgekehrt leider auch nur eine Stimulation der Eierstöcke hervorrufen und dann das Ungleichgewicht zuungunsten des Progesterons mit deutlicher Oestrogendominanz noch verstärken!

    Gute Besserung wünscht

    H. Faust-Albrecht

  • Liebe Micha,

    Ihre Symptome deuten aller Wahrscheinlichkeit auf einen Progesteronmangel hin. Aber auch ananatomische (Myome, Polypen) oder gynäkologische Probleme (Infektionen) können Ursachen der Blutungen sein. Das sollte ein versierter Gynäkologe/-in schon mittels Ultraschall und genauer Untersuchung ausschließen können. Hilfreich wäre auch eine Hormonbestimmung in der 2. Zyklushälfte (mind. FSH, LH, E2, E1, Progesteron, Prolaktin…)zur Abklärung, ob überhaupt eine Gelbkörperhormonschwäche vorliegt. Dann könnte oral oder vaginal mit natürlichem Progesteron bzw. der Progesteroncreme in der 2. Zyklushälfte therapiert werden, bei Versagen der Therapie könnte auch zur selben Zykluszeit ein synth. Gestagen (z.B. Chlormadinon) zur Stabilisierung eingesetzt werden. Das wird Ihnen alles Ihr Frauenarzt/-ärtzin vor Ort erklären!

    Gute Besserung wünscht

    H.Faust-Albrecht

  • Micha sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Faust-Albrecht,
    Ich bin 38 Jahre und habe 2 Kinder (6 und 10 Jahre). Bereits nach der ersten Schwangerschaft veränderte sich meine Menstruationsblutung. Inzwischen dauert sie zwischen 12 und 15 Tagen ( teilweise Schmierblutungen) und ist in den ersten Tagen äußerst heftig. Ich habe inzwischen verschiedene Verhütungsmöglichkeiten ausprobiert (zur Regelung der Blutung). Die Hormonspirale hatte ich für 1 Jahr eingesetzt. In den ersten 3 Monaten hatte ich nur an insgesamt 8 Tagen keine Blutung bzw. Schmierblutungen. Auch nach einem Jahr konnte ich nicht ohne Schutz das Haus verlassen. Danach bin ich auf die Pille umgestiegen. Trotz Einnahme der Pille hatte ich leichte Blutungen bis zu 9 Tagen. Die Nebenwirkungen der Pille (Depressionen!) haben mir allerdings schwer zugesetzt. Mein Zyklus dauert zwischen 28 und 30 Tagen. Mein Frauerarzt rät mir inzwischen zu einer Hysterektomie. Ich kann mich allerdings nicht mit dem Gedanken anfreunden. Auch macht mir meine Gewichtszunahme zu schaffen. Ich habe mein Essverhalten nicht verändert. Ich treibe regelmäßig Sport. Jegliche Abnahmeversuche (Weight watchers, Reduzierung Kohlenhydrahte usw.) brachten keinen Erfolg. Ich habe auf der Suche nach anderen Erklärungen Ihren Artikel über den Progesteronmangel gelesen. Ist dies eventuell eine Ursache für mein Problem? Was hat sich bei mir in den letzten Jahren verändert? An welchen Arzt kann ich mich überhaupt wenden?

    Können Sie mir einen Rat geben?
    Vielen Dank
    Micha

  • Barbara sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    seit 6 Monaten nehme ich mittlerweile eine Progesteronsalbe (ich bin 39 Jahre alt und ich bin ansonsten gesund). Meine Beschwerden sind nicht mehr vergleichbar mit früher, aber auch noch nicht abgeklungen.

    Ich hatte zu Beginn der Therapie einen Progesteronwert von 0,3 (Norm liegt von 4,1 bis 23), und ich habe mich auf 5,4 „hochgearbeitet“. Nach der letzten Blutuntersuchung liegt mein Wert (anderes Labor) bei 6 – optimal wäre 10). Die Vitamin D3-WErte sind in Ordnung, auch der TSH-Wert im Blut.

    Mein Problem: Ich creme auch in der ersten Zyklushälfte, weil ich sonst nicht zurechtkomme (Migräne, extreme Gereiztheit..). Dabei versuche ich so wenig wie möglich einzusetzen, aber meist komme ich doch auf 80-100 mg pro Tag. 1, 2 Tage vor der Periode habe ich trotz 100/120 mg Progesteron Migräne.

    Während der Periode habe ich 2 Tage gar nicht geschmiert. Beim Ausklingen der Periode habe ich aber das Problem, dass meine Schlafstörungen und die Nervosität und Gereiztheit wieder verstärkt auftauchen. Mich wundert, dass es so lange dauert, bis alle Symptome verschwinden. Mit kleinen Kindern und Berufstätigkeit bin ich vielleicht auch in einer Spirale aus wenig Ruhephasen, dass ich einfach mehr brauche? Eine Überdosierung habe ich, glaube ich, nicht vorgenommen, da der letzte Progesteronwert vor ein paar Tagen wie erwähnt bei 6(Optimum 10) lag. Und was mich wundert: Ich hatte vor der Periode Heißhungerattacken; die habe ich jetzt durchgehend (vor allem auf Süßes, vielleicht auch wegen der Müdigkeit) und ich nehme nicht zu..
    Ich weiß, dass Sie keine Anwendungshilfen geben dürfen … Aber mehr als 120 mg traue ich mich nicht zu cremen … Mich wundert es, dass ich kurz nach der Periode auf einmal wieder nicht schlafen kann; da müsste ja eigentlich die gute Phase anfangen.

    Vielen Dank!!!
    Mit freundlichen Grüßen
    Barabar

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Barbara,
      das klingt fast so, als ob Ihnen auch etwas Östrogen fehlt. Offenbar sind Sie wirklich noch nicht optimal eingestellt. Aber bedenken Sie bitte: auch Hormonstörungen haben eine tiefere Ursache, meistens ist es ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen. Bei Ihrer Symptomatik fehlen immer Magnesium, B-Vitamine, ungesättigte Fettsäuren usw. Am besten mal von einem Arzt für Naturheilkunde ausführlich beraten und behandeln lassen. Viele Grüße!

  • Niki sagt:

    Vielen Dank für Ihre Meinung, ich bin sehr froh, dass ich mich an Sie wenden durfte. Großes Lob für diese Seite.
    Liebe Grüße

  • Niki sagt:

    Vielen herzlichen Dank für ihre Antwort.
    Die Blutung fing bei ZT 17 an, heute bin ich bei ZT 20 und sie hält noch an. Ich habe heute mit der Vertretung meines Arztes telefoniert, sie ist der Meinung ich solle statt einer Kapsel nun abends 2 Kapseln nehmen und dann sollte die Blutung in den nächsten 5 Tagen aufhören. Sie hält eine Kapsel oral für zu gering dosiert und war aber schon zufrieden, dass meine Schlaflosigkeit weg ist. Progeateroncreme kennt sie nicht und hält sie auch für zu gering dosiert. Mmh. Jetzt bin ich natürlich etwas zwiegespalten. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass eine Blutung, die eigentlich nur durch das Utrogest zustande kam, nun besser werden soll, wenn ich es hoher dosiere. Wie ist ihre Meinung hierzu?
    Liebe Grüße, Niki

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Niki,
      Ihre Ärztin hat Recht. es macht einen großen unterschied, ob die Blutung unter Utrogest schon nach 3 Tagen einsetzt oder nach 14. Ihre Ärztin ist vor Ort, kennt Sie gut, deshalb vertrauen Sie ihr mal.

  • Niki sagt:

    Hallo!
    Bei meiner Recherche im Internet habe ich mit Spannung den Artikel (Progesteron das Hormon der Weisheit) mit ihrem Interview gelesen.
    Ich weiß nicht so recht an wen ich mich sonst wenden soll und hoffe dass Sie mir vielleicht einen Rat geben können. Mein Frauenarzt nimmt mein Problem nicht so ernst und sagt ich solle abstillen und Schlafmittel nehmen :-/

    Nun zu meinem Problem:
    Ich bin 29 Jahre alt und habe meinen Sohn im Oktober letzten Jahres zur Welt gebracht. Nun stille ich immer noch (allerdings nur noch 3 Mal täglich). Seit Juli habe ich aber wieder meine Periode und seitdem einen Zyklus zwischen 30 und 35 Tagen. In manchen Zyklen hatte ich während des Eisprungs starke Schmerzen, ansonsten aber keinerlei Probleme.
    Wenn da nicht die sich immer mehr steigernde Schlaflosigkeit wäre….
    Während meiner Regel geht es mir sehr gut, ich kann super schlafen. Schon 2 Tage später fängt es an (ca. ZT 8) , mein Herz rast abends im Bett, ich bin rastlos und unruhig und finde einfach nicht in den Schlaf. Das geht bis morgens um 5 Uhr, dann schlafe ich für eine halbe Stunde ein weil ich totmüde bin und schrecke dann doch wieder auf. Tja und dann will mein Kleiner auch bald schon aufstehen … Das zieht sich tagelang, bin aber dann auch nicht übermäßig müde tagsüber. Habe eine generelle Unruhe in mir. Manchmal auch Panikattacken. Fühle mich wie unter Strom. Schon kurz vor dem Eisprung (denke dass er dann ist, fühle den Mittelschmerz oft sehr stark) wird es besser. Kann dann wieder gut schlafen und bin nicht mehr so unruhig. Allerdings kehren die Beschwerden wieder, immer ca. 5 Tage vor der Regel. Sobald diese dann einsetzt ist alles wie weggeblasen.
    Was kann das sein?? Die ersten Zyklen hatte ich das sehr schwach ausgeprägt aber es wird immer schlimmer und die schlechten Tage dauern länger an.

    Nun hat mir mein Gynäkologe Utrogest verschrieben. Soll es ab den Beschwerden bis ca. ZT 28 nehmen. 1 Kapsel abends auf jeden Fall oral ( soll wohl den Schlaf besser fördern als vaginal) .
    Habe diesen Zyklus also ab Tag 8 ( nach der ersten schlaflosen Nacht) damit angefangen. Was soll ich sagen. Meine schlafprobleme sind wie weggeblasen!! Ich schlafe sofort ein und sehr gut durch.

    Nun habe ich aber seit 3 Tagen ziemlich starke Blutungen (mens artig). Es zieht im Unterleib und Lendenbereich.

    Anscheinend ist das Utrogest ziemlich schlecht für mich. Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll. Ich kann jetzt zwar super schlafen und leide nicht mehr unter Unruhe und Übelkeit, (was mir wirklich sehr wichtig ist) aber dafür habe ich nun das Gefühl dass ich meinen Zyklus mit der Utrogest Einnahme total durcheinander bringe :-/

    Wenn ich das Utrogest ab ZT 8 nehme (weil dann meine Beschwerden anfangen) , 1 Kapsel abends oral, bekomme ich dann überhaupt einen Eisprung? Wann soll ich mit dem Utrogest pausieren? Jetzt, weil ich jetzt anscheinend meine Regel bekommen habe? Ich bin echt ratlos und mein Gynäkologe nun auch noch im Urlaub. Wollte vorhin einen Termin zum HormonStatus machen.

    Wie soll ich denn nun am besten weiter verfahren? Bitte helfen Sie mir, die Schlaflosigkeit war auch keine Option. Abstillen ist es für mich auch noch nicht. der Kleine braucht es einfach noch gestillt zu werden. Es wird zwar immer weniger und das ist auch gut so, aber das möchte ich schon am liebsten ihn selbst entscheiden lassen.

    Ich wünsche mir von Ihnen einen Rat. Kann das Utrogest schaden? Unterdrückt es in dieser Dosierung meinen Zyklus? Wie sollte ich es am besten einnehmen? Und kann es sein dass ich andere hormonelle Probleme habe die zur Schlaflosigkeit führen? Ich habe noch nie in meinem Leben unter schlechtem Schlaf gelitten. Mein Blut wurde vom Hausarzt untersucht. meine Schilddrüsenwerte sind gut eingestellt (LT 75 hashimoto). Er hat auch keine Ahnung was ich haben könnte.

    Mein Leidensdruck bei mehreren schlaflosen Nächten ist sehr groß, gerade weil ich mein Kind versorgen muss. Bitte helfen Sie mir.
    Liebe Grüße

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Niki,
      das Utrogest ist prima für Sie. Wenn Sie es ab 8. Zyklustag nehmen, wird dadurch natürlich der Eisprung, der ja bei Ihnen verspätet ist, unterdrückt. Sie schreiben nicht, nach wieviel Tagen Utrogest die Blutung begann. Auf jeden Fall bei Blutung erst mal absetzen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob vielleicht eine niedrigere Dosierung mit Progesteron-Creme am Anfang und dann langsamer Steigerung des Progesterons/Utrogestans bis etwa zum 30. Zyklustag besser sein könnte. Immer auch an reichlich Magnesium, Basensalze, eventuell Schüßlersalze denken! Viele Grüße!

  • Nica sagt:

    Liebe Frau Doktor!

    Ich bin 33 Jahre und mein Mann und ich versuchen nun schon seit Jänner schwanger zu werden. Ich hatte dann Ende März eine FG in der 7. SSW, seitdem ist mein Zyklus extrem unregelmäßig (mal kurz, mal lang, auch mal ohne ES). Ich bin seit der FG auch in TCM-Behandlung (Akupunktur, Moxing, Kräutertee und -granulatmischungen). Ich hab seit der FG vor der einsetzenden Mens immer ein paar Tage Schmierblutungen, die auch mit TCM bisher nicht weggegangen sind.

    Im Juli hab ich meinen Hormonstatus checken lassen und da war der Progesteronwert am ZT 22 bei 0,74 (allerdings hab ich anhand der Temperaturmessung dann feststellen müssen, dass ich in diesem Zyklus gar keinen ES hatte). Aber die Schmierblutungen sprechen ja auch für sich, richtig?

    Meinen Sie, ich sollte es zusätzlich zur TCM-Therapie mal mit der Progesteron-Creme versuchen? Können Sie da eine bestimmte empfehlen?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort!
    Danke und liebe Grüße, Nica

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Nica,
      ohne Eisprung ist die Progesteroncreme nicht sinnvoll und kann sogar den Zyklus noch mehr stören. Erstmal die TCM-Behandlung weitermachen. Viel Erfolg!

  • Sigrid sagt:

    Guten Tag,
    ich bin 47 Jahre alt und habe vor 20 Jahren Zwillinge per Kaiserschnitt geboren. Vor ca. 10 Jahren habe ich die Pille abgesetzt und seither eigentlich ständig Zwischen- bzw. Schmierblutungen. Ich kann zyklusmässig kein Muster entdecken. Vom Frauenarzt bekamm ich vor Jahren pflanzliche Tropfen, die gar nichts bewirkten und Duphaston für ca. 2 Monate, die halfen tatsächlich, aber nur für ca. 1/2 Jahr. Ich wollte diese künstlichen Medikamente nicht mehr nehmen und habe mir dann über einen Zufall rezeptfrei (eigentlich nicht erlaubt) bei einer Apothekerin Progesteronsalbe nach Dr. John Lee besorgen können. Leider wirkt auch diese nicht (nehme sie seit 3 Monaten). Laut meiner Frauenärztin, die leider auf meine Nachfrage nach natürlichem Progesteron überhaupt nicht eingegangen ist, sei körperlich alles ok, keine Schleimhautwucherungen, keine Myome etc. nur ein sehr geschlossener Muttermund, sodass man damals auch keine Spirale setzen hätte können (nur unter Narkose) bzw. auch Probleme beim Krebsabstrich … Meine Frage: muss ich vielleicht die Progesteronsalbe erst länger nehmen, sodass eine Wirkung eintreten könnte oder können diese Blutungen mit meiner Schilddrüsenunterfunktion zusammenhängen, welche vor ca. 1 Jahr festgestellt worden ist? Was würden Sie mir raten? Bin nämlich langsam am Verzweifeln …

  • Anna Lindner sagt:

    Guten Tag, ich brauche dringend einen Rat bzw eine zweite Fachmeinung!
    Ich bin 16 Jahre alt und habe bis jetzt noch keine Periode gehabt. Eine „Spezialistin“ stellte durch ein Hormontest fest, dass mein Körper keine Hormone produziert. Ihr Fazit war, dass meine Eierstöcke höchst wahrscheinlich nie richtig gearbeitet haben und/oder nach der Geburt verkümmert sind. Außerdem sagte sie, dass man meine Eierstöcke auch nicht mehr in Gang bekommen kann. Somit kann ich laut ihr keine Kinder bekommen (außer Eizellentransplantation usw.). Ich muss angeblich mein ganzes Leben lang Hormone nehmen (wegen Osteoporose Risiko). Sie verschrieb mir Progynova 21 mite. Ein chromosomtest habe ich auch gemacht, jedoch sind die Ergebnisse noch nicht da (sehr wahrscheinlich 46 XX). Es sollte nach dem Einnehmen der synthetischen Hormone dann nach 3 Monaten eine Brustentwicklung zu sehen sein und nach ca. 1 1/2 Jahren sollte meine Periode einsetzten. Die extrem hohen Nebenwirkungen haben mich verunsichert und so bin ich auf die bioidentischen Hormone gekommen.

    Meine Frage ist: Kann man mit bioidentischen Hormonen einen derartigen Mangel ausgleichen oder ist die Wirkungsweise zu schwach? Denn genau das sagt meine Ärtzin.
    Zu mir:
    Gewicht: 56 kg Größe: 1,70 In meiner Familie sind fast alle sehr sehr schlank. Ich esse ganz normal.

    Ich danke Ihnen jetzt schon vielmals!!! Ich würde mich sehr über eine zweite Meinung führen, auch wrnn mir klar ist, dass das nur eine sehr wage Ferndiagnose ist.
    Liebe Grüße, Anna

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anna,
      Die Einstellung mit bioidentischen Hormonen über die nächsten 40 Jahre halte ich für viel zu kompliziert! Erstens kennen sich zur Zeit noch zu wenige Ärzte damit aus, zweitens müssen ständig irgendwelche Hormonkontrollen durchgeführt werden. Ich finde die einschleichende Behandlung mit Progynova mite sehr vernünftig. Ihre Ärztin hat sicher vorher mögliche Gegenanzeigen ausgeschlossen. Alles Gute

  • Celino sagt:

    Guten Abend,
    ich mache mir große Sorgen um meine Tochter, knapp 23 Jahre alt. Seit mehreren Monaten leidet sie mal mehr, mal weniger, aber tendenziell stärker in der 2. Zyklushälfte unter Haarausfall, Herzrasen, massiven Schlafstörungen, Hitzewallungen und einer fulminanten Akne (letztere hat sich inzwischen ein wenig beruhigt). Blutbild, zweifache Hormontests zeigten sämtlich unauffällige Befunde. Der Zyklus ist nach ihren Angaben regelmäßig. Inzwischen halten sie viele ihrer Ärzte schon für hysterisch und schieben sie in die „Psycho-Ecke“, wie sie sich ausdrückte. Wäre für sie eine schwach dosierte Creme aus micronisiertem Progesteron eine Option. Sie verbringt zur Zeit einige Monate in den USA. Dort kann man sowas rezeptfrei bei Walmart (!) kaufen.
    Was ist Ihre Meinung? Wir wissen nicht mehr weiter.
    Im voraus herzlichen Dank für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Cellino,
      Das klingt mir eher wie eine Umweltbelastung und möglicherweise Nährstoffmangel. Aber da wir dabei ja nur spekulieren können, kann sie es ruhig mal ganz vorsichtig mit der Progesteroncreme versuchen.

  • Juli sagt:

    Liebe Ärztinnen,
    seit ca. 1 Jahr habe ich unheimlich tockene Augen bekommen. Der Mund ist auch betroffen.
    Ich hatte von meiner Frauenärztin Mönchspfeffer bekommen aufgrund einer Gelbkörperhormonschwäche.
    Nachdem ich 10 Monate lang Mönchspfeffer ohne Pause (das war vermutlich der Fehler) genommen habe, bekam ich ganz trockene, schmerzende Augen. Darüber hinaus habe ich nur noch einen Eierstock (wurde aufgrund von Endometriose vor 8 Jahren entfernt). Vor 1 Jahr habe ich das Mönchspfeffer abgesetzt, aber ich habe leider immer noch an den Symptomen. Es wurde danach besser, aber das Problem besteht leider immer noch. Kann die Einnahme von Mönchspfeffer solch gravierende Folgen haben? Können die Symptome von einer Östrogendominanz herrühren? Was kann passieren, wenn man so lange (10 Monate) Mönchspfeffer ohne Pause einnimmt? Meine Schilddrüsenwerte sind ok.
    Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.
    Liebe Grüsse!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Juli,
      Prinzipiell kann nichts passieren, wenn man Mönchspfeffer länger einnimmt, außer dass es zu einer Allergie kommen könnte. Ihre Symptome sprechen eher für einen Östrogenmangel. Aber ein homöopathischer Arzt könnte Ihnen sicher auch helfen. Gute Besserung!

  • Salamanca sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
    ich hatte mich im März d.J. bereits an Sie gewandt. Ihre letzte Antwort war v. 11.3.14. Habe inzwischen eine Gastroskopie hinter mir, die eine Magenschleimhautentzündung u. Helicobacter pylori ergab. Dafür sollte ich zwei versch. Antibiotika + 1 Pantoprazol (ZacPac) für 7 Tage. Pantoprazol hatte ich zum Zeitpunkt der Magenspiegelung schon 2 Wochen genommen. Die damaligen Beschwerden sind so gut wie weg. Ständiger Rückfluss, sobald ich gelegen habe Hustenreiz usw. Der Antibiotika-Therapie soll sich in 8 Wochen ein Atemtest anschließen, mit dem feststellbar ist, ob das Bakterium Helico überlebt hat. Ich habe in den letzten Wochen den Brottrunk nur unregelmäßig getrunken. Welche Menge würden Sie mir jetzt empfehlen, dass ich damit mal eine Art Kur mache? Oder sollte ich ihn derzeit eher nicht trinken?
    Mit Dank u. vielen Grüßen
    Salamanca

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Salamanca,
      wenn Sie den Brottrunk wieder einnehmen wollen, beginnen Sie mit einem Schnapsgläschen voll und mit etwas Wasser verdünnt. Wenn Sie ihn gut vertragen, können Sie ihn langsamsteigern. Alles Gute!

  • Katrin55 sagt:

    Hallo Frau Gerhard,
    danke für diesen guten und ausführlichen Artikel. Sie schreiben, dass die Sache mit dem Progesteron in Yamswurzeln unsinnig ist. Meine Frage: Sind negative Nebenwirkungen von Yamswurzel-Produkten bekannt? Ich habe bereits ausführlich recherchiert und konnte nur Einschränkungen finden, dass Schwangere auf die Einnahme verzichten sollen.

    Sind weitere bekannt? Oder kann die Einnahme nicht schaden?

    LG
    Katrin