Home » Erkrankungen, Ernährung, Naturheilverfahren

Eisenmangel und Blutarmut erkennen und behandeln

Von | 18. Juni 2014 – 23:40 41 Kommentare 205.231 AufrufeDrucken

Blutverluste bei der Menstruation und Schwangerschaften führen bei Frauen häufig zu Eisenmangel und gesundheitlichen Problemen.

Portrait der Frauenärztin und Künstlerin*Frau Dr. Hilly Kessler

Portrait der Frauenärztin und Künstlerin*Frau Dr. Hilly Kessler

Wer kennt das nicht: die Haare fallen aus, die Fingernägel brechen ab, eine Halsentzündung löst die andere ab, der Darm revoltiert mit häufigen Entleerungen und Gasentwicklung, Konzentration wird zu einem Fremdwort, das Herz stolpert… und dann sollen Haushalt, Kinder und Beruf noch wie am Schnürchen laufen!

Nicht zu glauben, aber all das kann eine Ursache haben: Eisenmangel. Durch eine zu starke Menstruation, Schwangerschaften und suboptimale Ernährungsgewohnheiten verliert der Körper zu viel Eisen, ohne regelmäßig genug hinzu zu bekommen. Die Sauerstoffversorgung aller Gewebe sinkt ab und die Zellen können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Hier erklärt Ihnen eine Gesundheitsberaterin des Feministischen Gesundheitszentrums e.V. Berlin (ffgz), wie Sie sich vor Eisenmangel schützen, ihn erkennen und behandeln können.

Eisenmangel und Blutarmut erkennen und behandeln

Von Petra Bentz

Blutarmut (Anämie) bedeutet, dass der Körper zu wenig rote Blutkörperchen (Erythozyten) und zu wenig Blutfarbstoff (Hämoglobin) hat.

Die häufigste Form der Blutarmut ist die Eisenmangelanämie. Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das in Verbindungen als II- oder III-wertiges Ion vorkommt. Zwei Drittel des körpereigenen Eisens sind im Hämoglobin enthalten, es bindet den Sauerstoff aus der Lunge im Blut und transportiert es in alle Organe und Gewebe. Eisendepots für das restliche Drittel sind Leber, Milz und die Darmschleimhaut. Eisen ist wichtig für den Energiestoffwechsel, die Zellerneuerung und die Verhinderung von Sauerstoffradikalen. Außerdem ist es im Muskelfarbstoff (Myoglobin) und in eisenhaltigen Enzymen gespeichert.

Frauen verlieren durchschnittlich 15 mg Eisen bei einer normalen Regelblutung. Ist die Blutung wiederholt verstärkt, so wundert es nicht, dass es frau unmöglich ist, allein über die normale Ernährung ihren Eisenspiegel aufrecht zu erhalten. In der Schwangerschaft steigt ihr Eisenbedarf sogar um 100%.

Ursache von Eisenmangel

Wenn frau dauerhaft ihren Eisenmangel beheben will, ist eine Klärung der Ursache unerlässlich.

Bei Frauen ist die Ursache von Eisenaufnahmestörungen oder Eisenverteilungsstörungen oft eine

  • starke oder lang anhaltende Menstruationsblutung. Dahinter können Myome stecken oder hormonelle Störungen, bspw. bei Beginn der Wechseljahre.

Andere Gründe können sein:

  • Magenerkrankungen,
  • ständiger Durchfall,
  • chronische Infekte
  • Entzündungen,
  • Chronische Darmentzündungen wie Morbus Crohn: sie betreffen manchmal gerade die Darmabschnitte, die für die Eisenaufnahme wichtig sind.
  • schweres Rheuma: das Knochenmark bildet weniger rote Blutkörperchen.
  • Chronische Nierenerkrankungen verringern den Hämoglobingehalt im Blut.
  • Krebserkrankungen: der Körper hat oft zu wenig Eisen für die Blutbildung übrig.
  • Medikamente wie entzündungshemmende Mittel, Antibiotika, Antirheumatika können die Eisenaufnahme im Körper beeinträchtigen.
  • Angeborene Eisenverwertungsstörungen sind äußerst selten.
  • Ernährungsbedingter Eisenmangel kann bei einer Ernährung mit viel Süßem und Fast-Food entstehen, da darin kaum Eisen enthalten ist und Zusatzstoffe, wie z. B. Alginate, die die Eisenaufnahme blockieren.

Symptome eines Eisenmangels

Anzeichen für einen Eisenmangel können bei jeder Frau sehr unterschiedlich in Auftreten, Stärke und Dauer sein:

  • Allgemeine Müdigkeit,

    Haarausfall © Barabas Attila - Fotolia.com

  • Erschöpfung und Schwäche,
  • Verlust von Lebensenergie,
  • Blässe, vor allem der Schleimhäute,
  • Kopfschmerzen,
  • Kreislaufprobleme,
  • Appetitlosigkeit,
  • Konzentrationsschwäche,
  • Anfälligkeit gegenüber Infektionen,
  • Nervosität, Reizbarkeit, innere Unruhe, Wetterfühligkeit,
  • Durchfall, Verstopfung, Blähungen,
  • trockene und spröde Haut,
  • Haarausfall,
  • brüchige Haare und Nägel, Rillen in den Fingernägeln
  • trockene Nasenschleimhaut, Mundwinkelrisse, Zungenbrennen oder -entzündungen,
  • Atemnot bei Anstrengung,
  • starkes Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen,
  • Empfindungsstörungen in Händen und Füßen („Einschlafen“) und der Haut.

Ein Eisenmangel kann sich langsam verstärken, so dass sich der Körper an den Zustand gewöhnt und auffallende Erscheinungen erst einmal ausbleiben.

Eisenbedarf

Frauen brauchen etwa 15 mg Eisen pro Tag. Über die Ernährung werden normalerweise 10-15 mg Eisen am Tag aufgenommen, davon werden allerdings nur etwa 10% vom Organismus verwertet. Frauen scheiden ca. 1,2 mg am Tag wieder aus – über ausfallende Haare, Hautabschilferungen, Schweiß, Urin und Stuhl. In Zeiten eines erhöhten Eisenverbrauches, wie z. B der Menstruation, wird Eisen aus den Speichern freigesetzt. Sie füllen sich in der blutungsfreien Zeit wieder. Bei ständig starken oder verlängerten Menstruationsblutungen können sich allerdings die Speicher über Monate hinweg immer mehr leeren, ohne dass frau es merkt. Der Körper bekommt nicht genug Eisen, um alle Aufgaben zu erfüllen, und irgendwann macht sich dies bemerkbar.

In der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf, vor allem im letzten Drittel, erheblich an, und einige Frauen entwickeln eine leichte bis schwere Anämie, die behandelt werden muss.

Diagnostik von Eisenmangel

Bei Verdacht auf Eisenmangel wird das Blut untersucht: Gemessen wird der Hämoglobin (Hb)-Wert, der normalerweise zwischen 12 und 16 g/dl liegt. Manche Frauen erreichen diese Werte einfach nie, fühlen sich aber trotzdem wohl. Sie sollten allerdings darauf achten, dass der Hb-Wert nicht unter 10 abrutscht.

Zusätzlich müssen die Eisenspeicherwerte (Ferritin) ermittelt werden. Erst diese geben einen genauen Aufschluss darüber, ob der Körper über genügend Eisen für die vielfältigen Aufgaben verfügt. Sie liegen zwischen 15 und 291 ng/ml.

Manchmal wird stattdessen und ebenso aussagekräftig der Wert des Transporteiweißes Transferrin (Norm: 200-400 mg/dl) ermittelt, der Aufschluss über die Eisenbindungskapazität gibt.

Eisen im Blut zu messen, ist sinnlos, da die Werte zu stark schwanken.

Therapie eines Eisenmangels

Eisenkapseln © Kumbabali - Fotolia.com

Schulmedizinisch wird mit einem Eisenpräparat behandelt. III-wertiges Eisen ist magenverträglicher, meist wird aber ein II-wertiges Medikament benutzt, da es besser aufgenommen wird. Der Körper tut sich schwer mit der Eisenaufnahme. Die Leber wird stark belastet, tun Sie ihr etwas Gutes, reduzieren Sie Weißmehl, Zucker, Alkohol, Kaffee usw., und trinken Sie ab und an einen Leber- und Gallentee.

Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten als Tabletten, magensaftresistente Kapseln oder Saft. Probieren Sie aus, was am besten verträglich ist, wechseln Sie, wenn Sie nicht zufrieden sind. Meist wird eine Dosierung von 100 mg täglich empfohlen – weil ja so wenig ankommt – was für eine Langzeiteinnahme oft zu viel ist und zu Magenproblemen, Durchfall oder Verstopfung führen kann. Wechseln Sie zu einem Präparat mit 50 mg, oder nehmen Sie nur jeden zweiten Tag etwas ein. Wichtig ist, dass Sie eine Form finden, die Behandlung über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Machen Sie lieber ein, zwei Wochen Pausen dazwischen, anstatt ganz aufzuhören.

Gleiches gilt für die Einnahme: Die Beipackzettel informieren ausführlich über die richtige Art: Nicht zu dicht an den Mahlzeiten, Achtung mit Milchprodukten, Kaffee usw. Strategie ist auch hier: Wie kann ich es lange am verträglichsten einnehmen? Manche nehmen es vor dem Schlafengehen, manche nach den Mahlzeiten – machen Sie es, wie Sie wollen, aber machen Sie es!

Bei einer Blutarmut aufgrund eines Eisenmangels bezahlen die Krankenkassen die Eisenpräparate.

Manchmal wird zu Eisenspritzen oder Eiseninfusionen geraten, um schnelle Hilfe zu leisten, was auch gut funktioniert. Für eine längerfristige Stabilisierung sind sie relativ aufwendig (Termine in der Arztpraxis) und nicht sehr effektiv. Zudem können sie massive Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Atembeschwerden, Blutdruckanstieg oder –abfall mit sich bringen.

Und Vorsicht: freies Eisen und einfache Eisenverbindungen wirken pro-oxidativ, deshalb den Organismus nicht mit Eisen überladen, sonst können Entzündungen und andere Erkrankungen die Folge sein!

Alternative Behandlung des Eisenmangels

Als gute Alternative zu Eisenpräparaten empfehlen sich Kuren mit Kräuterblut, Brennnesselpresssaft, Urtica dioica Ferro culta-Tropfen von Weleda oder Spirulina-Algentabletten – Magen- und Darmprobleme bleiben aus, auch hier an die Hartnäckigkeit des Problems denken.

Auch Schüßler Salze können zum Einsatz kommen:

  • Ferrum phosphoricum: Gegen Entzündungen und Infekte, stärkt die Sauerstoffversorgung des Körpers, regt die Blutbildung an
  • Kalium phosphoricum: Verbessert die Zellorganisation, schützt die Erythrozyten, versorgt die Herzmuskelzellen
  • Natrium chloratum: Fördert die Lebensenergie durch Verbesserung des Blutflusses und die Blutqualität
  • Silicea: Verbessert die flüssigen und festen Blutbestandsteile

Eisenmangel kann eine hartnäckige Erscheinung sein, Sie brauchen also Geduld. Die Behandlung sollte mindestens 3-4 Monate, besser ein halbes Jahr, durchgeführt werden: Im Extremfall kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sich die Eisenwerte stabilisieren. Langjährige Mangelzustände brauchen eben auch eine lange Erholungszeit.

Ernährung bei Eisenmangel

Einen massiven Eisenmangel rein über die Ernährung zu beheben, ist äußerst schwierig.

Feldsalat

Zur Unterstützung oder bei einem leichten Mangel empfehlen sich folgende Lebensmittel: Besonders viel Eisen ist in Innereien (vor allem Nieren und Leber), gefolgt von Fleisch aller Art. Wen also während der Menstruation die Fleischeslust überkommt – nur zu! Gute Eisenlieferanten sind auch Fisch, Getreide (vor allem Roggen, Hafer und Hirse), alle Hülsenfrüchte und Vollkornbrot, weiterhin Feldsalat, Erbsen, Brokkoli, Schnittlauch, Kresse, Brennnesseln (gekocht oder als Tee), Hefe, Sojaprodukte, Eigelb, Weizenkeime, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne, Nüsse (vor allem Pistazien), grünes Blattgemüse, Pfifferlinge und getrocknete Aprikosen, Feigen und Datteln. Eine rein vegetarische Ernährung führt nicht zwangsläufig zu einem Eisenmangel, auch wenn viele Lehrbücher dies nahelegen. Es mehren sich die Hinweise, dass eine vegane Ernährung Vorteile bietet, weil auf Kuhmilchprodukte verzichtet wird, die die Eisenaufnahme empfindlich stören können.

Hier möchte ich aus einem anderen Artikel dieses Webmagazins zitieren:

„Ältere Ernährungsempfehlungen zur Verbesserung des Eisenstatus betonen hauptsächlich tierische Quellen, da diese eine besser verfügbare Eisenverbindung (Häm-Eisen als Fe2+) enthalten als Pflanzen (Fe3+). Folglich lautet die Ernährungsempfehlung: „Esst mehr Fleisch, Wurst, Leber und Eier.“ Diese Empfehlung ist jedoch überholt.

Neuere Forschungsergebnisse hingegen zeigen, dass der Eisenbedarf auch sehr gut über pflanzliche Nahrung gedeckt werden kann. Denn entgegen des bisherigen Wissensstandes kann neben Häm-Eisen, Eisen-Salzen und Chelat-Eisen auch Speicher-Eisen (Ferritin) über einen bisher unentdeckten Mechanismus aufgenommen werden: Ferritin-Endozytose. Ferritin ist ein Eiweißkomplex und dient zur Speicherung des Eisens in Tieren und Pflanzen. Gebunden an diesen Eiweißkomplex ist das Eisen für den Organismus unschädlich und nicht reaktiv. Menschliches Ferritin kann pro Molekül bis zu 4000 Eisenatome binden. Der größte Vorteil der Aufnahme von Ferritin-Eisen ist, dass es die unschädlichste Form des Eisens ist und als einzige Form in größerer Menge im Blut vorkommt.

Eine präventive überhöhte Eisenaufnahme über Präparate sollte deshalb vermieden werden. Empfehlenswerter ist es, durch eine abwechslungsreiche Ernährung mit eisenreichen pflanzlichen Nahrungsmitteln in Kombination mit Vitamin C  einem Eisenmangel vorzubeugen. Diese enthalten oft ebenso viel oder deutlich mehr Eisen als Fleisch.“

Vitamin C-haltige Nahrungsmittel oder Säfte (vor allem Orangensaft) erhöhen die Eisenaufnahme im Körper – besonders günstig sind daher Grünkohl, Blattsalate, Paprika, Schnittlauch und Petersilie, die viel Eisen und Vitamin C enthalten.

Sinnvoll ist es, in den ersten zehn Tagen des Menstruationszyklus auf eisenreiche Ernährung zu achten – die Gebärmutter benötigt dann besonders viel, um die neue Schleimhaut aufzubauen und den Verlust durch die Menstruation auszugleichen.

Generell gilt es, abwechslungsreich zu essen – verschiedene Gemüse, Getreide und Salate – um den Körper mit allen wichtigen Stoffen (z.B. auch Zink, Kupfer, Magnesium….) zu versorgen, denn die Eisenaufnahme wird nicht nur durch Vitamin C allein begünstigt.

Eisenräuber

Spinat galt lange Zeit als der Eisenlieferant – inzwischen ist klar, er enthält nicht besonders viel Eisen, jedoch Oxalsäure, welche die Eisenaufnahme eher blockiert. Rhabarber enthält ebenfalls Oxalsäure, Instantsuppen und Speiseeis Alginate – sie beeinträchtigen die Aufnahme ebenfalls. Schwarzer Tee und Kaffee gelten als Eisenräuber – die Gerbstoffe verbinden sich mit Eisen zu unlöslichen Verbindungen. Phosphate (Wurst, Dosen) stören ebenso.

Andere Ursachen einer Anämie

Wenn im Magen zu wenig von dem Transportstoff Intrinsic Factor produziert wird, kommt es zu einem Mangel an Vitamin B12, oft begleitet von einem Folsäuremangel. Hier spricht man von einer perniziösen Anämie. Folsäure ist wichtig für die Blutbildung im Knochenmark, vor allem in der Schwangerschaft. Manche Medikamente oder auch eine Glutenunverträglichkeit können zu einem Folsäuremangel führen. Eventuell also Folsäure und Vitamin B12 bestimmen lassen. Bei einer Blutarmut aufgrund eines Folsäure oder Vitamin B12-Mangels bezahlen die Krankenkassen die Präparate.

Über die Autorin

Petra Bentz studierte Erziehungswissenschaften und arbeitet seit 1985 im FFGZ Berlin. Schwerpunktthemen dort sind Menstruation und PMS, Gebärmutterentfernung (oder besser nicht…), Beckenboden und Blasenschwäche. Sie ist mitverantwortlich für die Clio-Redaktion.

Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum e.V. –
Berliner Frauenpreis 2014
Bamberger Str. 51
10777 Berlin-Schöneberg
Tel. 030-2139597
Fax 030-2141927
e-mail: ffgzberlin@snafu.de
www.ffgz.de
www.facebook.com/ffgzberlin

Ergänzung von der Redaktion

In der aktuellen Ausgabe, Heft 78, der Clio stehen neben dem Eisenmangel weitere aktuelle chronische Erkrankungen der Frau im Mittelpunkt, wie bspw. Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma

Schon seit den ersten Ausgaben dieses Webmagazin stehe ich in engem Kontakt zum Feministischen Frauengesundheitszentrum e.V.Berlin. Eine Gruppe engagierter Fachfrauen bietet dort kostenlose Hilfe für Frauen zu allen Lebensthemen, die die Gesundheit, die Familie, den Beruf betreffen.  Es werden Veranstaltungen durchgeführt, die Frauen aller gesellschaftlichen Schichten, Hautfarben und Religionen helfen, sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden und eigene Ressourcen zu mobilisieren. Einen großen Anteil bilden die Sprechstunden zu gesundheitlichen Problemen, die in der Apparatemedizin zu kurz kommen.

Weitere Artikel, an denen Mitarbeiter des ffgz beteiligt waren und die auch in Clio-Heften behandelt wurden:

Clio 75 Schilddrüse
August 2012 Artikel zu Hashimoto
Clio Sommer 2012 Endometriose

Clio 73 HPV

Im Oktober 2011 gemeinsame Erklärung zum Brustkrebsmonat

März 2011 Clio Wechseljahre
Februar 2010
Umwelt-Ursachen von Brustkrebs

Über die Künstlerin

*Frau Dr. Hilly Kessler ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin. Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

www.hillykessler.com

41 Kommentare »

  • Nino sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    Ich leide unter der ß-thalassämie Minor und es wurde festgestellt , dass ich ein kleinen Eisenmangel habe.

    Meine Beschwerden sind Müdigkeit, schlapp, blässe und konzentrationsstörungen.

    Könnte es sein , dass es schon bei einen kleinen Eisenmangel, solche Auswirkungen haben kann ? Und was können Sie mir empfehlen diesen Mangel zu bekämpfen bzw auf einen normalwert zu kriegen. Ich habe erfahren , dass das Produkt LaVita gut sein soll.

    Meine hausärztin meinte ich soll nichts dagegen Unternehmen, aber wenn ich unter diesen Beschwerden leide, muss ich einfach was dagegen tun , Vor allem wenn ich in einer Umschulung bin, wo ich aufnahmefähig und fit sein muss

    Vielen Dank

    Lg

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Nino,
      es ist gut möglich, dass Sie nicht nur einen leichten Eisenmangel haben, sondern dass auch andere Vitalstoffe fehlen, hängt von Ihrer Ernährung ab. Außerdem ist oft der Darm nicht in Ordnung und kann die lebenswichtigen Stoffe nicht ausreichend aufnehmen. Ich empfehle in solchen Fällen gerne den Kanne Brottrunk, der nicht nur dem Darm hilft, sondern der auch richtig fit macht. Dazu viel Bio-Frischkost und genügend Bewegung. Alles Gute!

  • Moenni sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr.Gerhard!
    Ich bin etwas ratlos. Ich habe einen gerade 6 jährigen Sohn, der seit längeren schon unter erheblichen Eisenmangel leidet. Leider wissen wir nicht warum. Wir ernähren uns normal. Von allem etwas!! Auch ich habe erheblichen Eisenmangel. Seit 2 Jahren komme ich nicht in den Normbereich und dass obwohl ich bereits seit 4 Monaten alle 4 Wochen ein Infusion erhalte. Kann eine Erbkrankheit vielleicht die Ursache sein. Ich habe den starken Verdacht, dass irgendetwas verhindert, daß das Eisen richtig aufgenommen wird. Bitte geben Sie mir doch Unterstützung für einen Anhaltspunkt.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Moenni,
      wenn der Eisenmangel bei Ihnen neu aufgetreten ist, spricht das nicht für eine Erbkrankheit. Vielleicht haben Sie beide dieselben Parasiten. Unbedingt mit einem guten Labor und Gastroenterologen abklären lassen. Berichten Sie mal, was los war! Alles Gute!

  • Hannah sagt:

    Liebe Frau Gerhard,

    auch ich habe eine Eisenfrage: Weil ich mich schwach und schlapp fühle, manchmal auch schwindlig, vor allem immer einen sehr niedrigen Blutdruck habe, bin ich zum Arzt gegangen, der mein Blut untersuchen ließ. Die Werte seien nicht extrem schlecht, meinte er: Der Ferritin-Wert liegt bei 11, das Haemoglobin bei 12,2. Er empfahl mir, eiweißreich zu essen, außerdem auf genügen B12 zu achten (liegt bei 240) und ansonsten mehr Pausen einzulegen. Vor zwei Jahren waren die Werte aber noch besser. Ich bin 31 Jahre alt und habe ansonsten eine robuste Gesundheit. Da ich mich vegetarisch ernähre und seit drei Jahren meine Periode verhütungsmittelbedingt verstärkt ist, mache ich mir trotzdem etwas Sorgen: Kann ich bei diesem niedrigen Ferritin-Wert nur über die Ernährung wieder auf einen „gesunden“ Wert kommen? Warum macht sich mein Arzt darum keine Sorgen?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Hannah,
      Wenn die Periode durch die Verhütung zu stark ist,können Sie dauernd oben Eisen reinschütten und unten kommt es gleich wieder raus! Wenn Sie ein Loch im Benzintank haben, schütten Sie doch auch nicht einfach nur häufiger Benzin nach. Also bitte die Verhütung überdenken, dann Schüßlersalz Nr 3 einnehmen und zusätzlich Kräuterblut. Ihr B12 ist ebenfalls relativ niedrig, deshalb würde ich auch Methylcobalamin empfehlen. Viel Glück!

  • miri88 sagt:

    Guten Tag, ich bin jetzt in der 33. Woche schwanger. Schon vor einigen Wochen habe ich gespürt, dass mir immer mal wieder schwindlig wird. Meine Frauenärztin hat mir dann vor 3 Wochen Blutproben verschrieben. Mein Ferritinwert liegt bei 5 und mein Hämoglobinwert bei 11.
    Nehme jetzt seit 10 Tagen Ferrofolin 2x täglich. Habe immer noch Symptome wie Schwindel/Benommenheit, schneller Herzschlag und ich bin einfach nur schlapp. Können diese Symptome vom Eisenmangel kommen?
    Danke

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Miri88,
      wahrscheinlich leiden Sie zusäzlich unter diesen hochsommerlichen Temperaturen. Auch der Eisenmangel kann diese Symptome auslösen. Nehmen Sie denn Magnesium und Jod ein? Wie ist der Blutdruck? Und auf jeden Fall genug trinken, am besten Wasser mit Basensalzen. Alles Gute!

  • Josette sagt:

    Hallo , mein Hämoglobin ist immer zu niedrig und liegt unter 12, eisen ist aber normal.
    Hab eine coloscopie gemacht , alles normal
    Mein arzt meint ich müsste noch eine Magenspiegelung machen.
    Wollte fragen ob das wirklich nötig ist?
    Danke

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Josette,
      das muss Ihr Arzt entscheiden. Nur der Eisenwert sagt gar nichts, man müsste auch den Ferritinwert kennen und eventuell den löslichen Transferrinrezeptor, der schon bei einem latenten Eisenmangel erhöht ist. Haben Sie denn irgendwelche Beschwerden? Vielleicht ist Ihre Ernährungnur unzureichend und Ihnen fehlen bspw. Vitamin C oder B-Vitamine. Viele Grüße

  • Esther sagt:

    Sehr geehrte frau prof.
    Ich leide seit 3 jahren an eisenmangel. Trotz tabletten steigt der wert nicht an. Übliche symtome begleiten mich täglich.
    Aktuell eisen im serum 255, ferritin 20. Habe sie eine idee woran das liegen kann? Hausärztin u. Internistin wissen nicht weiter. Es wurde alles abgeklärt (stuhl etc.)
    Danke
    Esther

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Esther,
      da müsste man eine ganz genaue Ernährungsanamnese erheben und das kann ich nicht. Es ist durchaus denkbar, dass Ihnen nicht nur Eisen fehlt, sondern auch andere Vitalstoffe. Oder Sie ernähren sich zu gesund, so dass das Eisen im Darm abgebunden wird. Oder Sie nehmen zwar genügend auf, verlieren aber immer wieder mit der Periode zu viel Blut. Ferndiagnosen sind mir leider nicht möglich. Alles Gute!

  • Gitta sagt:

    Hallo!
    Sie schreiben,dass es sinnlos ist Eisen im Blut zu messen, da die Werte zu stark schwanken. Wie misst man es dann?

    Kann Eisenmangel auch von viel Stress kommen?

    Vielen Dank für die Auskunft!

  • zucker_frau sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhard!
    ich habe eine sehr komplexe Frage: vor ca 4 Jahren waren bei mir ( ich war unglaublich müde und unkonzentriert, hatte Schelimhautentündungen) hatte sonst keine weitere Probleme) ein HB wert von 4,1 und Eisen sowie Ferritin bei 2,3 fest gestellt worden…da meine Hausärztin davon ausging, dass ich mit Eisentabletten es nicht so schnell auffüllen kann habe ich die erste Eiseninfusion bekommen…dann ging es mir schalgartig viel besser, ca 5 mOnate hiel es an, danach vielen die Werte wieder auf Hb ca 5,6 und Ferritin ca 8-9 und Eisen auch…also, ganz schlimm…habe wieder eine Eisenifusion bekommen…der nächster Werteabfall war schon nach 2-3 Monate und jedesmal extrem…nach ca 1 Jahr bekam ich sehr strake magen-Darm Probleme und Schmerzen in Gelenken und Muskel…es wurde 2 Jahre lang nix gefunden…mir ging es immer beschissener..seufz…und ich bekam bei meiner Ärzin alle 2-3 Monate eine Infusion, weil die Blutwerte wieder extrem abrutschten…eine Onkologin hat nix gefunden, und erst nach zigsten Arzt-Besuch wurde bei mir Zöliakie fest gestellt und endlich richtige Blutwerte abgenommen…und es tellte sich heraus, dass meine freies Hämoglobin bei 33 liegt ( also ca das 10 facher), fErrtin bei 9 und Transferrinsättigung extem niedrig ist..aber das Eisen und Hb ( seit dem ich mich glutenfrei ernähre) relativ stabil, wenn auch recht gut…erst paar Wochen nach der Umstellung ging es mir sehr gut..aber es haben angefangen, alle meine Gelenke ( vor allem an den Füssen und den Händen weh zu tund und ich bekam wahnsinns-kopfschmerzen..immer brennend, wie feuer ….
    Ich bin am Ende mit meinem Latein…ich esse alle möglichen Eisenpräparate ( aber es hiess, solang ich noch nicht Gluten-frei bin, kann ich es durch Darm gar nicht aufnehmen), aber es hilft nicht…ein Artz äusserte die Vermutunt,d ass ich inzw. eine sekndäde Hemocromatose entwickelt habe gleichzeitig jedoch mit einer genetischen Problematik bei der Eisenspeicherung im Blut…Er ist leider für 2 mOnate jetzt erstmal weg gefahren und ich muss anfangen, selbst zu suchen…

    Also, nochmal zum Verständins: ich habe sehr niedrigen ferritinwert, sehr niedrigen Transferrinsätigunswert, sehr hohen freien Hämoglobin-wert aber relativ ok Eisen und Hbwert…und gleichzeitig extreme brennende Schmerzen in allen Gelenken und Kopf, trozt seit bald 6 Monaten gluten freier Ernährung…seufz….ob Sie mir helfen könnten, diesen Chaos aufzuräumen? ach ja, ich habe auch extrem starke Periode…und habe bis vor 4 Jahren nie gesundheitliche Probleme…

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen….
    zucker_frau

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Zuckerfrau,
      ich bin keine Internistin und kann deshalb nur spekulieren. Meine erste Idee wäre, dass Sie durch die zu starke Periode immer zuviel Eisen verloren haben und auch wahrscheinlich jetzt noch verlieren. Durch die zu vielen Eiseninfusionen haben Sie Ablagerungen und entsprechende Probleme. Ich weiß nicht, wie alt Sie sind und ob Sie immer noch die zu starke Periode haben. Wenn ja, muss das dringend mit Hormonen behandelt werden oder es sollte sogar eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut gemacht werden, damit die Bluterei aufhört.
      Gehen Sie bitte zu einem guten Internisten/Hämatologen (gibt es u.a. an den Unikliniken), der das mit der Eisenspeicherung klärt und eventuell medikamentös die Ablagerungen, die zu Ihren Beschwerden führen, behandelt. Aber, wie gesagt, das ist nur eine mögliche Hypothese von mir, kann auch was ganz anderes sein. Auf jeden Fall erstmal die Eisenspritzerei und-schluckerei stoppen! Gute Besserung!

  • Elisa sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,

    ich leide seit ca. 3 Monaten an Müdigkeit, Antriebslosigkeit und starkem Schlafbedürfnis (ich schlafe bis zu 12 Std täglich). Ich habe dzt. folgende Eisen-Werte:
    Ferritin: 13, Eisen: 101 (Hämoglobin, Erythozyten, Hämatokrit sind ebenfalls im Normalbereich)
    -> mein Hausarzt sieht wegen des niedrigen Ferritinwertes keinen Handlungsbedarf, obwohl ich ihm meine Symptome geschildert habe. Ich muss dazu sagen, dass ich auf andere meistens energiegeladen wirke, auch wenn ich mich müde fühle. Da ich mich vegetarisch ernähre, und regelmäßig Sport mache, nehme ich immer wieder Kräuterblutsaft in der empfohlenen Tagesdosis (auch zum Zeitpunkt der oben untersuchten Blutwerte). Anscheinend ist der Kräuterblutsaft jedoch nicht ausreichend?
    Ich habe mir jetzt zum Vergleich meine alten Blutwerte aus Gesundenuntersuchungen von 1999-2016 rausgesucht. Der Ferritin-Wert war immer zwischen 11-19, meistens um Wert 15 (Eisen, Hämoglobin, Erythozyten, Hämatokrit waren OK). So wie ich Ihren Artikel verstehe, habe ich also seit Jahren einen latenten Eisenmangel? Das ergibt insofern Sinn, als ich mich immer wieder (körperlich!) erschöpft fühle und mich dann aber doch erfange. Nur heuer scheint es kein Ende zu nehmen, obwohl ich weder beruflich, noch privat Stress habe. :(

    Jetzt meine Frage: soll ich mir ein höhendosiertes Eisenpräparat besorgen? Warum sieht hier der Hausarzt keinen Handlungsbedarf?

    VIELEN DANK! Elisa

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Elisa,
      Die Frage ist, ob Ihre Müdigkeit wirklich nur am Eisen liegt. Auch B-Vitamine, besonders B12, könnten bei Ihnen zu wenig sein. Es spricht ja nichts dagegen, dass Sie mal ein zusätzliches Eisenpräparat nehmen oder das Schüßlersalz Nr.3, denn normalerweise ist Kräuterblutsaft ausreichend. Kennen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel? Könnte auch daran beteiligt sein. Viele Grüße

      • Elisa sagt:

        Vielen Dank für die rasche Antwort!
        Und Sie haben recht, mein Vitamin D ist ebenfalls sehr niedrig:
        Vitamin D (25-OH) total: 9 ng/ml
        Vitamin D (25-OH) total IFCC: 24 nmol/l
        auch hier hat mein Hausarzt keinen Handlungsbedarf gesehen, da sich das Vit D von selbst durch die Sonne erhöhen sollte.
        Ich werde mir jetzt für beides ein Präparat aus der Apotheke holen. Ich hoffe auf rasche Besserung!
        lg, Elisa

        • Heidi sagt:

          Hallo Elisa, das D3 bekommt man vom Ortophäden verschrieben. Heisst Dekristol. Wir hatten ja die letzten Monate wenig Sonne. Der Spiegel sollte nach Alter bei 70 bis 90 ng liegen. Ist sehr wichtig für viele Funktionen. Ich nehme als Eisenpräparat Ferro Sanol-Duodenal. Es ist dünndarmlöslich und macht keine Magenbeschwerden. Lg

          • Heidi sagt:

            Zu dem Eisen sollte man Vitamin C nehmen, da das Eisen besser aufgenommen wird. La Vita wird auch oft empfohlen. Ist aber sehr teuer. Lg

  • Kerstin sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    seit drei Wochen habe ich starken Haarausfall die Schamhaare gehen aus und meineKopfhaut juckt das macht mich ganz nervös ich hatte mitte Januar einen Ferretinwert von 150 dann bekam ich eine schwere Infektion mit erhöhter temperatur und starkem Husten der jetzt immer noch nicht abgeklungen ist. Kann das Eisenmangel sein oder mit der Infektion vor sechs Wochen zutun haben. Oder ist es gar ein Schilddrüsenproblem mit Hormonen?

    Vielen Dank im Voraus für ihre Antwort

    Liebe Grüße

    Kerstin S.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kerstin,
      Ihre Symptome können im Prinzip alles sein. Sie müssen sich schon gründlich von einem Arzt untersuchen lassen, zum Diagnosestellen per Internet sind die Kommentare hier nicht geeignet. Gute Besserung!

  • Kristin sagt:

    Liebe Frau Dr.Gerhard,

    Vor einem Monat wurde bei einer Blutuntersuchung festgestellt, dass meine Eisenwerte leider zu niedrig sind. Eine stärker gewordene Menstruation ist hier die Ursache. Ich habe einige der oben beschriebenen Symptome (Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, teilweise Atemnot) aber vor allem starken Haarausfall. Im Artikel steht beschrieben, dass man Geduld haben muss und die Behandlung bis zu einem halben Jahr dauern sollte. Wann lassen dann die Symptome nach, wenn man regelmäßig auf Eisenzufuhr achtet? Vor allem wie lange dauert es, bis der Haarausfall vorüber ist?
    Viele Grüße und besten Dank im Voraus.
    Kristin

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kristin,
      das hängt einmal davon ab, wie gut Sie das zugeführte Eisen aufnehmen, zum anderen, ob die Blutungen schwächer werden. Also unbedingt auch an der Blutungsstärke arbeiten! Vielleicht könnte etwas Progesteron in der zweiten Zyklushälfte helfen. das haben auch die Haare gern. Alles Gute!

  • Heike sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhard,
    wohl schon über Jahre sind meine Eisenwerte durch eine stärker gewordene Menstruation in den Keller gegangen. Im Mai diesen Jahres erkrankte ich an einer Herzmuskelentzündung. Durch die Blutunteruchungen in dieser Zeit ist der starke Eisenmangel erst aufgefallen. Mit Erschöpfungsphasen hatte ich bereits seit einem halben Jahr vor der Herzmuskelentzündung zu tun, habe das aber leider nicht mit niedrigen Eisenwerten in Verbindung gebracht.
    Meine Eisenwerte und auch den HB-Wert konnte ich mit rotem Saft, Kräuterblut und einer Eisentablette vor dem Schlafengehen aufbauen. Dennoch ist mein Körper nach wie vor geschwächt, so dass ich z.B. immer noch nicht Vollzeit arbeiten gehen kann. Mein Hausharzt setzt auf Zeit.
    Ich möchte meinen – sicherlich unbemerkt über lange Zeit – ausgelaugten Körper gerne unterstützen. Was kann ich tun, neben dem Aufbau der Eisenwerte?
    Herzlichen Dank!
    Heike

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Heike,
      da haben Sie ja wohl wirklich ganz schlimm über Ihre Kräfte gelebt! Am besten gehen Sie zu einem Arzt für Naturheilkunde, der Sie ganzheitlich beraten, weitere Mangelerscheinungen (z.B. Zink, Q10, Magnesium) beheben kann, die Aufnahmefähigkeit des Darms verbessern kann und mit Kräutern oder Homöopathie Sie wieder schneller auf die Beine bringen kann. Eine Ayurvedakur täte Ihnen sicher gut, ist halt meist eine Kostenfrage. Auch eine Colostrumtherapie mit Vicolac immun baut sehr rasch auf. Damit würde ich anfangen und mir in Ruhe einen Naturheilkundetherapeuten suchen. Gute Besserung!

  • F.K. sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
    was halten Sie von Eisenpräparaten aus rein
    pflanzlichen Quellen?
    LG-F.

  • Jo sagt:

    Ich bin irritiert, daß die Gefahr der Eisenspeicherung praktisch ignoriert wird: Knapp 10% der Bevölkerung haben eine entsprechende Erbanlage, und etwa 3 Promille (allein in D also die Bevölkerung einer Großstadt!) sind von dieser häufigsten Erbkrankheit Hämochromatose betroffen, die unerkannt und unbehandelt längerfristig lebensgefährlich ist.

    Jüngere Vegetarierinnen sind oft grenzwertig mit Eisen versorgt, aber ein Hb-Wert von gut 12 mg/dl ist ja keineswegs bedenklich.
    Männer wie auch viele Frauen nach der Menopause haben inzwischen weniger das Problem eines Eisenmangels als von zu viel Eisen im Körper (wichtigster Risikofaktor für zahlreiche Alterskrankheiten, etwa Bluthochdruck, Typ2-Diabetes und Folgen).

    Ein Serum-Ferritin von 8 ng/ml (identisch mit „ug/l“ / Mikrogramm pro Liter) ist niedrig, paßt aber überhaupt nicht zu einer Transferrinsättigung von 32%: Sofern solche Werte bestätigt werden (es könnte ja theoretisch eine Fehlmessung vorliegen…), spricht das für eine Anlage zur Eisenspeicherung, die derzeit durch Regelblutverluste und Fleischverzicht kompensiert ist.

    Bei der Schwangerschaft fallen die Blutverluste weg, so daß der Organismus sich das benötigte Eisen aus einer venünftigen Ernährung holen wird – einfach die Laborwerte weiter kontrollieren, evtl. Eisen substituieren. In der Frühschwangerschaft ist der zusätzliche Bedarf erst einmal gering, besondere Eile ist nicht nötig.

    Ich gehöre zu den Eisenspeicherern und hatte Mühe, mein gespeichertes Eisen wieder loszuwerden. Über mehr als ein Dutzend Jahre bin ich so oft wie möglich zum Blutspenden gegangen, um meinen Ferritinwert im „gesunden“ Bereich unterhalb von ca. 25 ng/ml (wie bei gesunden Kindern) zu halten.
    Dabei habe ich nie Eisen eingenommen und nahezu kein Fleisch gegessen!

    Mein Rat: die Laborwerte langfristig im Auge behalten. Gehen sie – etwa nach der Menopause – hoch, hilft Blutspenden, alternativ völlig gleichartige Aderlässe beim Arzt (z.B. Hämatologen).
    Es ist wenig bekannt, daß die häufigste Erbkrankheit, die erwähnte Hämochromatose, lehrbuchmäßig mit regelmäßigen Aderlässen behandelt wird, was vorzeitiges Organversagen (Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse, Nieren usw.) und relativ frühen Tod verhindert.

  • Sandra sagt:

    Liebe Katja,

    ich bin keine Ärztin, deswegen weiß ich nicht, ob es wissenschaftlich haltbar ist, was ich sage. Mir hilft ganz einfach Rotbäckchensaft aus der Apotheke. Ich müsste dauernd Eisentabletten nehmen. Das fing schon als Kind bei mir an. Davon bekomme ich aber Verstopfung. Wichtig ist nur den Saft regelmäßig ca. eine halbe Stunde vor dem Frühstück zu trinken, damit der Körper das Eisen aufnehmen kann.Ich trinke ein Glas jeden Tag und habe seitdem trotz sehr starker Blutungen einen normalen Eisenwert. Sobald der Wert in Ordnung ist, lasse ich den Saft wieder weg. Wegen des Zuckers ist das natürlich eine „flüssige Süßigkeit“. Aber es gibt keinerlei Nebenwirkungen.
    Vielleicht wäre das auch etwas für Sie. Ein bisschen Geduld braucht man allerdings bei dieser Methode.

    Alles Gute von Sandra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandra,
      danke für den Vorschlag. Dadurch ist mir noch etwas sehr Hilfreiches eingefallen: jeden Morgen einen grünen Smoothie. Die grünen Pflanzenblätter enthalten ganz viel Eisen und das wird nüchtern prima aufgenommen.

  • Katja sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    wissen Sie möglicherweise Rat?

    Ich habe einen großen Kinderwunsch und möchte meine leeren Eisenspeicher deshalb so schnell wie möglich aufsättigen lassen.

    Laut Laborwert habe ich einen

    Ferritinwert von 8
    Hb von 12,2
    Transferrin 2,2
    Transferrinsättigung von 32
    C-reaktives Protein < 0,5
    HK 0,41
    MCV 95
    MCHC 32,2
    MCH 30,8
    ALAT: 12
    Erythrozyten: 3,9
    Leukozyten: 3,7
    Vitamin B12: 783
    Folsäure: 15,5

    Ich ernähre mich seit über 25 Jahren vegetarisch/ vegan  und hatte mir über eine ausreichende Eisenversorgung bisher keine Gedanken gemacht. Meine Hausärztin geht nach ihren Untersuchungen davon aus, dass der starke Eisenmangel ernährungsbedingt ist (ungünstige Kombinationen/ zuviel Hemmstoffe in der Ernährung: Phytate, Oxalate, etc. in sehr großen Mengen). Meine Ernährung stelle ich deshalb nun um.

    Leider hat meine Hausärztin mit der Behandlung von starkem Eisenmangel keine Erfahrungen. Sie hat mir zu Floradix/ Schüßler Salzen geraten, meinte aber gleichzeitig auch, dass ich mich über andere Therapieformen – gerade bei Kinderwunsch – am besten informieren sollte. In der Apotheke meinte man nun mit Floradix und Schüßler Salzen würde ich bei meinem starken Eisenmangel (die Werte habe ich dort vorgelegt) nicht weit kommen und mir stattdessen einen Arzt suchen, der sich mit Eisenspritzen bzw. Infusionen auskennt. Ich wohne im Berliner Raum.

    Könnten Sie mir bitte einen Rat geben?

    Vielen herzlichen Dank!

    Mit besten Wünschen,

    Katja

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Katja,
      ich habe mit der Kombination aus Floradix Kräuterblut und Schüßlersalzen auch bei starkem Eisenmangel nur die besten Erfahrungen gemacht! Bin kein großer Befürworter von Eisenspritzen, aber da kann man durchaus anderer Meinung sein. Wie wollen Sie denn Ihre Ernährung umstellen? Empfehlen kann ich Ihnen auf jeden Fall grüne Smoothies, denn das in Grünpflanzen enthaltene Eisen und Ferritin kann der Körper dann prima aufnehmen. Wichtig dabei: nicht gleichzeitig Getreideprodukte oder Eiweiß essen. Alles Gute!

  • Theresia sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,

    ich habe den Eisenspiegel im Blut untersuchen lassen und hier wurde ein starker Eisenmangel festgestellt. Meine Ärztin hat mir dann Kräuterblutsaft, Schüßler-Salz Nr. 3, Acerolataler usw. verschrieben. Der Spiegel ist aber nur sehr leicht angestiegen, daher schlug sie nun Eiseninfusionen vor. Vor Jahren hatte ich schonmal Eiseninfusionen mit dem Mittel „Ferrlecit“. Davon habe ich aber Herzrasen und Übelkeit bekommen. Gibt es vielleicht ein besser verträgliches Präparat für die Infusionen? Kann man die Nebenwirkungen auch naturheilkundlich behandeln? Kann man sonst noch etwas tun, um den Eisenspiegel zu heben?

    Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe und Ihre Bemühungen. Ihr Blog ist eine große Bereicherung für alle, die sich für alternative Behandlungsformen bei Frauenerkrankungen interessieren.

    Liebe Grüße
    Theresia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Theresia,
      zunächst müssen Sie mal feststellen, was bei Ihnen den Eisenmangel hervorruft. Ist die Periode immer zu stark? Ernähren Sie sich falsch? Haben Sie eine chronische Erkrankung? Dann hilft es nämlich nicht, einfach immer nur Eisen „nachschießen“ zu wollen. Eiseninfusionen empfehle ich nie, es gibt meistens andere Wege. Und was heißt Eisenspiegel? Wurde Ferritin gemessen oder Eisen oder was? Sollten Sie nicht wissen, woran Ihr Eisenmangel liegt, empfehle ich Ihnen eine genaue internistische Abklärung.
      Viele Grüße

  • Dr. Susanne Bihlmiaer sagt:

    Neuere Forschungsergebnisse zeigen: Pilze bieten mehr Eisen, als bisher angenommen. Zusätzlich versorgen Pilze mit Selen und mit Vitamin D, weswegen Pilze mittlerweile zu den „Superfoods“ gezählt werden. Geht ganz einfach, z.B. mit der mediterranen Champignonpfanne: Knoblauch in Olivenöl kurz anschmoren, gleichgroße/halbierte braune Champignons dazu, kurz fertig schmoren, , Spritzer frischen Zitronensaft dazu (Vit.C!) und mit Vollkornbaguette schlemmen! (Rezept aus: Tomatenrot+Drachengrün, Das Beste aus Ost und West, Antikrebsaktiv und abwehrstark) P.S. Pilze bieten zudem reichlich Eiweiß & Ballaststoffe, dafür aber kaum Kalorien- Figur und Gesundheit freuen sich!

Kommentar schreiben

Hier können Sie Ihren Kommentar hinzufügen. Sie können diese Kommentare auch mittels RSS abonnieren

Seien Sie nett. Halten Sie es sauber. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

Um Ihren eigenen Gravatar einzurichten, registrieren Sie sich bitte bei Gravatar.