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Wechseljahre – Praktische Begleitung für diese Lebensphase

Von | 25. März 2011 – 01:14 52 Kommentare 52.737 AufrufeDrucken

Ab einem bestimmten Alter kommt leider keine Frau um irgendeine Form der Wechseljahresbeschwerden herum. Deshalb ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit den Symptomen und den verschiedenen Therapieoptionen zu befassen. Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum e.V. (ffgz) in Berlin hat in diesem Jahr eine neue Broschüre herausgegeben, die sich intensiv mit den Wechseljahren beschäftigt. Hier zunächst die Pressemitteilung, dann Auszüge aus der Broschüre und schließlich die Bezugsmöglichkeiten.

Pressemitteilung

Wie lange noch? Schluss mit dem Hormonwahnsinn!

Die schlechten Nachrichten zur Hormontherapie in den Wechseljahren reißen nicht ab.

Die neuesten Ergebnisse der von der Deutschen Krebshilfe geförderten MARIE-Studie an 10.000 Frauen belegen, dass 30 Prozent aller Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren durch den Verzicht auf die Hormontherapie und mehr Bewegung zu vermeiden wären. 19,4% der Fälle von invasivem Brustkrebs gehen auf die Hormoneinnahme zurück, 12,8% auf den Mangel an körperlicher Aktivität. Wenn diese Zahlen zugrunde gelegt werden, würden jedes Jahr ca. 10.000 Frauen in Deutschland allein aufgrund der Hormoneinnahme erkranken, weitere 5000 Frauen aufgrund zu geringer Bewegung. Bei den Frauen, die an einem rezeptorpositiven Brustkrebs erkrankten, liegt der Wert für Hormontherapie und Bewegungsmangel sogar bei 37,9%.

Eine neue Auswertung aus der Nachbeobachtung der WHI Studie zeigt, dass Frauen, die die Östrogen-Gestagen-Kombination einnahmen, nicht nur ein erhöhtes Brustkrebsrisiko hatten, sondern der Brustkrebs auch weiter fortgeschritten und die Wahrscheinlichkeit, an ihm zu sterben, erhöht war. Die Folge war ein Anstieg der Brustkrebssterblichkeit von 1,3 auf 2,6 Todesfälle bei 10.000 Frauen pro Jahr. Und bei den Frauen, die Hormone nahmen, stieg die Gesamtsterblichkeit im Vergleich zur Placebo-Gruppe von 3,4 auf 5,3 Todesfälle pro 10.000 Frauen pro Jahr signifikant an. Der Herausgeber der Ergebnisse, Peter Bach, mahnt eine kritische Reflektion der gängigen Verschreibungspraxis bei Hormonen an. Die WHI-Studie habe gezeigt, dass ÄrztInnen zu wenig über die langfristigen Auswirkungen der Hormontherapie auf die Gesundheit wüssten.

Auch das Eierstockkrebsrisiko erhöht sich, so die European Prospective Investigation Into Cancer and Nutrition, in der u.a. der Zusammenhang zwischen Hormontherapie und Eierstockkrebs untersucht worden war. Bei 126.920 Frauen waren 424 Frauen im Lauf des neunjährigen Follow up an Eierstockkrebs erkrankt. Insbesondere eine aktuelle Hormoneinnahme war signifikant mit einem um 29% erhöhten Risiko an Eierstockkrebs verbunden, die Einnahme von Östrogenen war mit einem 63% erhöhten Risiko assoziiert. Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, war für die Frauen, die fünf Jahre und länger eine Hormontherapie gemacht hatten, um 45% höher als für die Frauen, die nie Hormone genommen hatten.

Zwar gibt es seit September 2009 die S 3 Leitlinie zum Umgang mit der Hormontherapie, die Hormone nur bei starken Hitzewallungen und nur so kurz und niedrig dosiert wie möglich empfiehlt, doch die gesundheitlichen Risiken werden weiter bagatellisiert, verschwiegen und ignoriert. Nicht nur das, auch viele Frauen über 70 und auch 80 bekommen seit Jahrzehnten Hormone verordnet. Dies entspricht in keinster Weise den aktuellen Empfehlungen, die Langzeitanwendung ist spätestens seit dem Abbruch der WHI im Jahr 2002 obsolet.

Nach all diesen Jahren mit Studienergebnissen, die die gesundheitlichen Risiken für Frauen immer wieder belegen, ist es absolut an der Zeit, sich von der Hormontherapie in den Wechseljahren endgültig zu verabschieden. Es reicht!

Wechseljahresbeschwerden kann mit Lebensstiländerungen, wie ausgewogener Ernährung, mehr körperlicher Bewegung, Stressabbau und mit Hilfe der Komplementärmedizin gut begegnet werden. Gleichzeitig fördert dies die Gesundheit von Frauen in der Lebensmitte und darüber hinaus.

Die 104-seitige Broschüre zu den Wechseljahren ist ein gut verständlicher pharma-unabhängiger Ratgeber mit Literatur- und Adressenteil, der interessierten Frauen und Multiplikatorinnen kompakt das Wichtigste zu der Lebensphase Wechseljahre und Älterwerden unter ganzheitlichen Aspekten und der Selbsthilfe bietet – informativ, vielseitig und gut handhabbar, als Nachschlagewerk zu nutzen – auch für gut Informierte. Für viele Frauen gilt sie als das Beste, was auf dem vielfältigen Bücher- und Ratgeber-Markt zum Thema Wechseljahre zu bekommen ist.

Und hier eine Leseprobe:

Hitzewallungen

Diese auch als „fliegende Hitze“ bekannte Erscheinung gilt als das typische Merkmal der Wechseljahre. Aber nicht jede Frau hat dieses Anzeichen oder fühlt sich dadurch belastet. Verschiedene Faktoren beeinflussen ihr Auftreten: Die allgemeinen Lebensumstände, mangelnde Bewegung, Belastungen und Stress, die psychische Verfassung. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion, vielleicht durch die hormonelle Umstellung provoziert, könnte eine Ursache für hartnäckige Hitzewallungen sein. Dies sollten Sie abklären lassen.

Hitzewallungen werden beschrieben als plötzliche Hitzewelle, die Frauen ohne äußeren Anlass überfällt und eventuell eine Rötung der Haut auf Gesicht, Brust und Nacken verursacht.

Es wird vermutet, dass Hitzewallungen von hormonellen Schwankungen, wie z.B. hohen Östrogenspiegeln, die abrupt auf normale Werte absinken, ausgelöst werden. Viele Frauen haben nämlich Hitzewallungen, während sie noch regelmäßig bluten. Raucherinnen sind meist stärker betroffen.

Die Nerven reagieren auf die stoßweise Ausschüttung der Hormone und veranlassen die Blutgefäße an der Hautoberfläche, sich abrupt zu weiten und wieder zusammenzuziehen. Die Hitzewelle kann auch von Schwitzen und einem anschließenden Frösteln begleitet sein. Ähnliches geschieht wahrscheinlich auch bei den häufig nachts vorkommenden Schweißausbrüchen.

All diese Erscheinungen werden meist, aber nicht immer, als unangenehm empfunden, sind jedoch in keiner Weise gefährlich. Die Tatsache, dass Frauen sie häufig als peinlich erleben – als deutliches Zeichen dafür, „in den Jahren“ zu sein – und zu verstecken suchen, macht sie sicher nicht erträglicher, im Gegenteil: Psychischer und körperlicher Stress verstärken sie nachgewiesenermaßen ebenso wie der Genuss von Kaffee, schwarzem Tee, Alkohol, Zigaretten und scharfen Gewürzen.

Alternative und unterstützende Maßnahmen

  • Hitzewallungen lassen sich sicherlich am leichtesten ertragen, wenn Sie eine unverkrampfte und lockere Einstellung dazu entwickeln.
  • Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip, also mehrere Schichten übereinander, um bei Bedarf eine oder mehrere davon ablegen zu können.
  • Lockere Kleidung aus Naturfasern sollten Sie gegenüber engen oder synthetischen Kleidungsstücken bevorzugen.
  • Besorgen Sie sich einen schönen Fächer zum Luft zufächeln.
  • Benutzen Sie beim Schlafen anstatt einer dicken Decke zwei dünne Decken aus Wolle oder Wildseide.
  • Trinken Sie mehr als gewohnt (mind. 1,5 bis 2 Liter täglich)
  • Treiben Sie mindestens 3x/Woche 30 Minuten Sport, der Sie zum Schwitzen bringt.
  • Vitamin E, in kalt gepressten Ölen wie Leinöl, Weizenkeimöl und Nüssen, oder Nachtkerzenöl mit seinen ungesättigten Fettsäuren können helfen.
  • Bei starkem Schwitzen können Sie Salbei-Tropfen (Salus®) nehmen, 3x täglich 15 Tropfen bei Bedarf oder 3x täglich eine Kapsel Salvisat® oder 2 Tassen Salbeitee tagsüber und eine Kapsel Salvisat® vor dem Schlafengehen. Er wirkt schweißhemmend und beruhigt die Schilddrüse.
  • Machen Sie Autogenes Training.
  • Entspannen Sie sich während der Hitzewallungen, das mindert deren Intensität; entwickeln Sie Phantasien, die Erinnerungen an Kälte wachrufen (kalte Mondnacht, die Farbe Violett, ich sitze nackt in einem Iglu).
  • Tauchen Sie Ihre Arme bis zum halben Oberarm in ein kaltes Wasserbad (2-5 Min.), lassen Sie danach die Arme an der Luft trocknen, das stabilisiert den Kreislauf.
  • Die Chinesische Medizin sieht in Hitzewallungen einen Energiestau im Kopf, der durch ein warmes bis heißes Fußbad mit 2 EL Lavendelblüten, 10-15 Minuten, aufgelöst wird.
  • Sauna, Wechselduschen, Trockenbürsten und Schwitzen stabilisieren die Temperaturregulation (s.u.).
  • Sehr wirksam gegen nächtliches Schwitzen ist ein kalter Fußwickel: Feuchte Baumwollsocken über die warmen Füße anziehen und darüber trockene Wollstrümpfe nachts im Bett, wirkt kräftigend und schlaffördernd. Dieser Wickel zieht die Hitze heraus und beruhigt das strapazierte Nervensystem. Wichtig: Sie sollten warme Füße haben.

Stärkende Maßnahmen für den Wechsel

Der Leberwickel

Er unterstützt den Leberstoffwechsel und die Entgiftung des Körpers. Legen Sie eine Wärmflasche, die erst in ein nasses Leinentuch und dann mit einem Handtuch umwickelt ist, unter den rechten Rippenbogen und ruhen Sie sich 20 Minuten aus. Der beste Zeitpunkt dafür ist zwischen 13 und 15 Uhr.

Bewegung und Entspannung

Sport und Bewegung stabilisieren den Kreislauf, stärken das Wohlbefinden und das Immunsystem. Speziell Joggen, Nordic Walking, Yoga, Schwimmen, Wandern, Radfahren, Gartenarbeit oder Tennis sind dabei zu empfehlen.

Trockenbürsten des Körpers, ähnlich anzuwenden wie der kalte Guss, bis auf das Gesicht.

Kneipp´sche Wasseranwendungen

Täglich kalte Körperwaschungen oder ein kalter Guss: Führen Sie die Brause mit kaltem Wasser an der Außenseite des Beines nach oben bis zum Po und an der Innenseite nach unten bis zum Fuß. Erst das rechte Bein, dann das linke Bein. Danach verfahren Sie genauso mit den Armen. Anschließend lassen Sie das kalte Wasser über ihren Nacken laufen und duschen dann das Gesicht mit offenem Mund. Der Kältereiz auf der Mundschleimhaut und das kalte Wasser in Leisten- und Achselbeugen erreichen in besonderem Maße das Immunsystem. Bei Wasseranwendungen bewirkt die Kälte einen Reiz und eine Aktivierung des vegetativen Nervensystems, dadurch kommt es zu einer Harmonisierung.

Gut zu beeinflussen sind insbesondere Schlafstörungen, Hitze, innere Unruhe und Herzrasen, Depressionen, trockene Schleimhäute, wie z.B. eine trockene Vagina und eine Reizblase. Um eine gute Wirkung zu erzielen, sollten die Anwendungen regelmäßig (täglich) morgens gleich nach dem Aufstehen erfolgen. Genauere Informationen erhalten Sie bei den Kneipp-Vereinen.

Bezug

Eine ausführliche Liste von empfehlenswerter Literatur ergänzt die Broschüre „Wechseljahre – Praktische Begleitung für diese Lebensphase“ des Feministischen FrauenGesundheitsZentrums e.V. Berlin. Sie ist zum Preis von 7 € (zzgl. Versandkosten 1,20 €) zu beziehen über den Buchhandel (ISBN: 978-3-930766-13-0) oder direkt über das Feministische FrauenGesundheitsZentrum e.V. Berlin, Bamberger Str. 51, 10777 Berlin, Tel. 030/213 95 97, Fax 030/214 19 27, E-Mail: ffgzberlin@snafu.de, www.ffgz.de

Und für alle diejenigen von Ihnen, die schon alles auprobiert haben und immer noch „im Wasser stehen“, werde ich in einem der nächsten Artikel die Vor-und Nachteile der individuellen Hormontherapie aufzeigen. Mein Credo ist: keine Frau muss unter Wechseljahresbeschwerden leiden, für jede ist ein Kraut oder eine Medizin gewachsen.

Die Fotos wurden von fotolia.com erworben oder entstammen dem eigenen Archiv.

52 Kommentare »

  • Andrea64 sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhardt,

    ich bin bald 54 Jahre alt und habe seit 21 Monaten keine Regelblutung mehr. Seit Mitte Juni 2017 wende ich abends etwa 30 – 60 min. vor dem SChlafengehen eine gut haselnussgroße Menge Progesteroncreme 3 % in den Kniekehlen und an den Unterarmen an, nie die gleiche Stelle, immer im Wechsel. SEitdem schlafe ich besser, das Schwitzen ist seltener und weniger stark. Psychisch fühle ich mich stabiler. Durchgängig dauerhaft stabil ist die Situation aber nicht. Richtig wohl und gut fühle ich mich nicht. Wenn ich mich an einem Tag entspannt und motiviert fühle, kämpfe ich am nächsten wieder mit häufigem, starken Schwitzen, depressiven GEdanken, Kopfschmerzen, Ein- und Durchschlafstörungen, Lustlosigkeit, Muskel – und Gelenkschmerzen, und noch anderes. Es ist ein Auf und Ab.
    Ich nehme täglich 1 EL Leinöl zu mir, esse tägl. Obst und Gemüse, trinke tgl. bis zu 2 Liter Wasser zusätzlich zu ayurvedischen Kräutertees. Ich bewege mich tgl. 30 min. zu Fuß oder mit dem Rad. Ich verzichte auf Kaffee, gönne mir aber am Wochenende einen Milchkaffee und ein Stück Kuchen. Zucker versuche ich weitgehend zu vermeiden und verwende in der Küche einen Zuckerersatzstoff.
    Seit ca. 3 Wochen habe ich mit sehr starkem Herzrasen und Herzstolpern zu tun. Teilweise halten diese heftigen Anfälle bis zu einer Stunde und länger an. Manchmal kommen sie täglich, manchmal einige Tage nicht. Eine Zeit lang kamen diese Symptome als Begleiterscheinung eines Schwitzanfalles. Jetzt aber unabhängig davon. Da die Anfälle sehr massiv sind, bekomme ich Angst, es könnte eine ernsthafte Herzerkrankung sein. Während eines solchen Anfalls fühle ich mich Jahrzehnte älter und herzkrank. Sie sind sehr anstrengend und ich bin danach total erschöpft und kraftlos und habe nur noch das Bedürfnis, mich hinzulegen, auszuruhen und zu hoffen, das der Anfall schnell vorbeigeht. Da ich ganztägig berufstätig bin, ist das natürlich kaum möglich.
    Ende August wurde nach 3-monatiger Anwendung der Progesteroncreme im Endokrinologikum eine sehr umfassende Blutkontrolle gemacht aller Hormonparameter bis hin zu Vitamin D, Schilddrüse, und noch andere Werte.
    Ergebnis:
    Östradiol E2 < 5
    Östron E 1 42
    Progesteron 0,9

    Mir wurde von der dortigen Frauenärztin empfohlen, zusätzlich Östrogen-Gel Estrevia 0,1 % morgens zu verwenden und abends die Progesteron-Creme, um diese Herzrhytmusstörungen, den Leistungsabfall und alle o.g. Symptome besser einzustellen und eine dauerhafte Entspannung der Symptome zu bewirken. Oder das Östrogen-Gel und abends Progestan Kapseln 100 mg bzw. Famenita 200 mg/Kapsel.
    Parallel hat mich meine Hausärztin zum Kardiologen überwiesen. Dort wird (allerdings erst Mitte November) ein Langzeit-EKG gemacht.
    Ich weiß gerade nicht, ob ich den Empfehlungen folgen soll und das gesamte Beschwerdebild dann ganz weg ist und vor allem die Herzprobleme aufhören? Immerhin bin ich bereits in der Postmenopause, macht dann eine Östrogen-Gel überhaupt noch Sinn? Sind solch massive Herzrhytmusstörungen normal in den Wechseljahren bzw. in der Postmenopause? Hilft das Ö-GEl gegen diese Beschwerden? Mir wurde gesagt, Ö-Gel nur mit Progesteronkapseln zu kombinieren, die 3%-ige Creme wäre zu schwach als Ausgleich für das Ö-Gel?
    Was empfehlen Sie mir?
    Ich hoffe sehr auf Ihre Antwort und würde mich darüber freuen.
    Herzliche Grüße
    Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      es ist sicher sinnvoll, Östrogen zu geben, das bessert in der Regel die Herzbeschwerden. Das Östrogengel wird unterschiedlich gut aufgenommen. Wenn Sie gut darauf reagieren, ist es richtig, dass die 3%ige Progesteroncreme keinen ausreichenden Schutz für die Gebärmutterschleimhaut darstellt. Wenn Sie die Progesteron Kapseln nicht schlucken wollen, können Sie sie auch in die Scheide einführen oder aufstechen und über die Haut aufnehmen. Die richtige Dosierung bekommen Sie nur raus über die Beobachtung Ihrer Beschwerden, US von der Gebärmutterschleimhaut und Hormontests aus Blut, eventuell Speichel. Alles Gute!

  • Helene sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    ich bin im Internet auf die Therapie mit naturidentischen Hormonen nach Dr. Rimkus gestoßen. Das hört sich ja eigentlich ganz gut an. Was ist denn Ihre Meinung dazu?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Helene,
      Ich arbeite selber nicht damait, da mich die Wirkungsweise, die angeblich dahinter steckt, nicht überzeugt. Da ich Frauenärztin und Hormonspezialistin bin, verlasse ich mich auf Produkte und Hormontherapien, die in Studien Wirksamkeit und vor allem Ungefährlichkeit bewiesen haben. Einige HInweise über die bioidentische transdermale Hormontherapie finde Sie im Progesteronartikel und in einem Krebsartikel. Viele Grüße

  • Gitta sagt:

    Hallo Frau Prof.Dr.Gerhard,
    Ich bin 49 und gerade in den WJ angekommen. Mens unregelmäßig auch schon 3 Monate Pause.Schlechter Schlaf,Unruhe,häufige“ Hitze“,Wassereinlagerung.Mit Mönchspfeffer starke Kopfschmerzen, Klimaktoplant ebenso,nach Femiloges Schmierblutungen.Ich vermute zuviel Östrogen. Gibt es ein pflanzliches Mittel um die Östrogendominanz in der ersten Phase der WJ zu senken? (Progesteron) Und warum tun sich soviele Gyn’s mit einem Hormontest schwer?? Seufz..Danke und frdl.Gruß
    Gitta

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Gitta,
      normalerweise sollte Mönchspfeffer gut helfen. Durch Bonasanit plus kann die eigene Progesteronproduktion wieder angekurbelt werden. Würde ich mal kontinuierlich über 3 Monate empfehlen. Auf regelmäßigen Stuhlgang achten, damit die Östrogen-Abbauprodukte nicht immer „recycelt“ werden. Am besten Leinsamen geschrotet 1-2 EL pro Tag. Sport!!! Viel Erfolg!

  • Sandra sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,

    zum Glück habe ich Ihre Seite entdeckt – ich hoffe, Sie können mir einen Rat geben: Seit etwa zwei Jahren ist bei mir (52) die Periode ausgeblieben. Seit gut einem Jahr leide ich unter Scheidentrockenheit. Beim Geschlechtsverkehr kommt es – auch mit Gleitmitteln – manchmal zum unkontrollierten Urinabgang. Mein Frauenarzt hat mir deshalb Ovestin 0,5mg Ovula verordnet. Ich habe die Packung jetzt seit Monaten zuhause, aber das Lesen des Beipackzettels war gruselig. Aus diesem Grund habe ich in den letzten Monaten lediglich regelmäßig Vagisan Creme verwendet, aber die Beschwerden sind immer noch da. Inzwischen schlägt sich die Situation auch auf mein Gemüt, daher bin ich jetzt (fast) bereit in den sauren Apfel zu beißen. Können Sie mir meine Vorbehalte gegenüber Ovestin Ovula nehmen, oder gibt es eine homöopathische Alternative (Sepia?).
    Eine urologische Abklärung war ohne Befund.

    Herzliche Grüße
    Sandra

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sandra,
      ich habe keinerlei Vorbehalte gegenüber Ovestin. Darin ist Estriol enthalten, ein völlig natürliches bioidentisches Estrogen, das Ihnen sehr gut tun wird, ohne dass Sie Nebenwirkungen befürchten müssen. Ist auch für die Blasenschleimhaut wichtig. Natürlich können Sie auch femisanit versuchen oder Homöopathie. Viel Erfolg beim weiteren Experimentieren! Und berichten Sie ruhig mal, wass dann am besten geholfen hat!

  • Jonna sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard…
    Ich bin 54 Jahre … seit drei Wochen nehme ich Gynokadin und Famentina… keine Besserung… seit 2 Tagen morgens und abends einen Hub Gynokadin ( anfänglich nur morgens)und eine Kapsel Famentina.
    Ich habe starke Unruhe … Angst … viel weinen/ Traurigkeit.
    Nachts hitzewallungen … am meisten morgens.
    Außerdem nehme ich citalopram 40 mg.
    Ich bin verzweifelt, weil es nicht besser wird … sind 3 Wochen noch keine Zeit … brauche ich Geduld oder hilft mir garnichts .??
    Laut Frauenarzt sind meine Hormone im Keller … 2014 wurde mir die Gebärmutter entfernt ( Myome u. Starke Blutungen).
    Weiß einfach nicht mehr wie weitergehen soll ???
    Eigentlich wollte ich nie Hormone nehmen … aber ich bin wirklich verzweifelt und mit meinem Latein am Ende … können Sie mir einen Rat geben??
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Jonna

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Jonna,
      es kann sein, dass Sie die Gynokadingel nicht ausreichend aufnehmen können. Lassen Sie von Ihrer Frauenärztin unter der Einnahme/Cremung die Hormonwerte kontrollieren: zumindest Estradiol, Progesteron, Testosteron. Dann muss eventuell auf ein Hormonpflaster und das Progesteron über die Haut umgestellt werden. Gleich 25OH-Vitamin D mitbestimmen lassen. Alles Gute!

  • Regina sagt:

    Guten Abend, ich bin 57 Jahre und wiege 65 kg. Befinde mich in der Postmenopause. Nehme seid 4 Monaten Famenita 200. Konnte unter der Behandlung endlich wieder gut schlafen. Allerdings ist die innere Unruhe noch tagsüber vorhanden. Ich bin am überlegen ob Gynkadinon Gel helfen würde,und wenn wieviel Hub würden Sie mir empfehlen?
    LG Regina

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Regina,
      Ein Östrogen zusätzlich würde Ihnen sicher helfen, aber bitte mit Frauenarzt besprechen. Ärzte haben in D Fernbehandlungsverbot! Falls die Reaktion nicht so wie erhofft ist, müssen die Hormone im Blut bestimmt werden. Manche Frauen nehmen das Gel über die Haut nicht so gut auf, da hilft dann u.U. ein Pflaster. Alles Gute!

  • Alice sagt:

    Guten morgen Frau Professor Gerhard
    Seit letzten Jahr Oktober leide ich. Hauptsächlich unter Brustkorbdruck und Rückenverspannungen. Mein Zyklus schwankt zwischen 18Tagen dann 35 Tage meisstens ist er sehr kurz.
    Ich habe mich gründlich untersuchen lassen. Internistisch Labgzeit Blutdruck Langzeit EKG Belastungs EKG Schilddrüse Sonografie Bauchorgane Belastungs EKG Grosses Blutbild Stuhl probe…ich war die letuten Monate fast wöchentlich bei meiner Ärztin. Die sagt ich bin organisch gesund. Mein Hormonstatus zeigte einen Progesteronmangel. Sie sagt ich bin im Wechselmein vegetatives Nervensystem sei durcheinander. Ich habe eine Angst entwickelt weil ich diesen zustand diffus empfinde und mich gerade der Druck auf meiner Brust ängstigt. Kann das mit der Umstellung zusammen hängen . Ich habe Drei Ärzte, dann noch Einen Orthopäden meinen Gynäkologen konsultiert. Ich lasse mich massieren gehe zu craniosacrale Therapie. Ich erkenne mich nicht mehr wieder.
    Vielen dank
    Lieen Gruss Alice

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Alice,
      sicher hängt Ihr Zustand mit den Hormonen zusammen. Aber genauso sicher auch mit einer Übersäuerung und Vitalstoffmangel. Sie brauchen auf jeden Fall Magnesium, wahrscheinlich auch weitere Nahrungsergänzungsmittel. Kennen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel? Stellen Sie Ihre Ernährung um auf viele Pflanzen und wenig tierische Produkte, einschließlich Käse. Am besten gehen Sie zu einer Heilpraktikerin oder einem Arzt für Naturheilkunde, die Ihren Stoffwechsel mit Nahrungsergänzungen und Pflanzenheilmitteln wieder normalisieren können. Kein grund zur Panik, das können Sie ganz schnell wieder hinbekommen!! Alles Gute!

  • RITA sagt:

    Hatte Anfang 2015 eine Eierstockkrebsdiagnos.Vigo 3cOP Chemo Avasti n.h
    Habe starke Probleme in der Nacht extremes Schwitzen mit Hitzewallungen.Was kann ich tun.Nehme bereits
    Remifimin ohne Erfolg.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Rita,
      das ist nicht einfach. Am besten wäre es, wenn Sie einen Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin finden würden, der Sie mit Kräutermischungen behandeln kann. Eine einfache Tablette gegen diese Art der Hitzewallungen gibt es nicht. Gute Besserung!

  • Sibylle sagt:

    Sehr geehrte Fr. Prof. Gerhard,
    es tut so gut, Informationen wie diese im Netz zu finden!
    Darf ich Sie auch um einen Rat bitten?

    Ich bin 54 und leide seit meiner Jugend unter starken Wassereinlagerungen, später Hirsutismus und Gewichtszunahme. Vor einigen Jahren wurde Hashimoto diagnostiziert.

    Eine Östrogendominanz wurde erst im letzten Jahr von meiner neuen Frauenärztin festgestellt, was auch meine vielfältigen Symptome zu erklären schien. Meine Ärztin empfahl mir eine 3%ige Progesteroncreme und eine Ernährungsumstellung auf Metabolic Balance, da ich einen HOMA-Index von 2,5 hatte. In den ersten Wochen fühlte ich mich sehr wohl, das Gewicht ging runter, das Wasser in den Beinen war fast ganz verschwunden.

    Bis zu Behandlungsbeginn hatte ich eine regelmäßige Periode, seitdem keine mehr. Einige Wochen nach Behandlungsbeginn bekam ich außerdem starke Wechselbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche, die immer stärker wurden. Das Wasser kam wieder, das Gewicht ging wieder nach oben.

    Im Januar 2016 (ein halbes Jahr nach Behandlungsbeginn) empfahl mir meine Frauenärztin, die Dosis zu verdoppeln (2 Hübe statt einem), da ihrer Meinung nach das Progesteron immer noch zu niedrig war. Daraufhin nahm ich nochmal drei Kilogramm in drei Wochen zu, die anderen Symptome blieben.

    Ich setzte daraufhin die Progesteroncreme eigenmächtig ab, da dieser Zustand für mich unerträglich war. Auf der Suche nach Alternativen fand ich Mönchspfeffer, Traubensilberkerze, Vitamin B6 und Isoflavone aus Rotklee und Soja, die ich seit einigen Wochen nehme. Anfangs schien sich eine Besserung einzustellen, doch nun ist wieder alles beim Alten.

    Meine Ärztin empfahl mir nun, doch nochmal einen Versuch mit Progesteron zu wagen (vaginal). Meine Östrogenwerte sind stark gesunken, ihrer Meinung nach hat dies jedoch nichts mit den Progesterongaben zu tun, sondern mit der Tatsache, dass ich unabhängig von der Behandlung im vorigen Jahr in einen plötzlichen Wechsel gekommen bin.

    Mein Eindruck ist, dass das Progesteron diese Zustände verursacht hat, obwohl es ja eigentlich das Gegenteil bewirken sollte. Was ist der Grund für diesen plötzlichen Wechsel mit so starken Symptomen und hat der tatsächlich nichts mit den Progesterongaben zu tun? Würden Sie auch nochmal zu einem Versuch mit Progesteron raten?

    Für einen Rate wäre ich sehr dankbar.
    Liebe Grüße,
    Sibylle

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sibylle,
      ich stimme Ihrer Frauenärztin zu, dass der Abfall der Östrogene nichts mit dem Progesteron zu tun hat, sondern mit den Wechseljahren zusammenhängt. Wenn Sie Mönchspfeffer, Traubensilberkerze, Vitamin B6 und Isoflavone aus Rotklee und Soja auf einmal einnehmen, muss ja ein Chaos im Körper entstehen! Man kann auch zu viel tun! Bitte alles absetzen und lieber ein gutes Nahrungsergänzungsmittel auf Obst-, Gemüse- und Beerenbasis einnehmen, z.B. Plantazym. Und vor allen Dingen viel grünes Gemüse essen und sportlich werden. Dann erst mal abwarten. Je nach Ihren Hormonwerten können Sie ruhig noch mal einen Versuch mit Progesteron machen, wobei es aber durchaus möglich sein kann, dass Sie auch Östrogen dazu brauchen. Viel Erfolg!

      • Sibylle sagt:

        Liebe Frau Prof. Gerhard,
        vielen, vielen Dank für Ihren Rat! Ich werde vorerst einmal gar nichts einnehmen, auch keine Hormone, und meinen Körper zur Ruhe kommen lassen. Ich bin auch gerade dabei, Energieräuber und Stressauslöser aus meinem Alltag zu entfernen.
        Grundsätzlich ernähre ich mich sehr gesund mit viel Biogemüse und -obst und mache seit einigen Monaten regelmäßig Yoga, was mir sehr gut tut.

        Es ist schade, dass es um die Frauengesundheit immer noch so viele Fehlinformationen von seiten der Ärzte gibt und selten einen ganzheitlichen Ansatz. Erst gestern sagte mir ein Spezialist in der Hormonambulanz eines großes Krankenhauses: „Ihre Schilddrüse gehört medikamentös eingestellt, dann haben Sie auch keine Wechselbeschwerden mehr. Und diesen ganzen Pflanzenkram können Sie vergessen, der hilft überhaupt nicht.“
        Meine Schilddrüse arbeitet aber trotz hoher Antikörper normal und selbst diese sind im letzten Jahr auf die Hälfte gesunken (ich habe mehrere Monate Selen genommen).

        Von daher nochmal vielen Dank, dass Sie sich die Mühe machen, diese Informationen hier zusammenzustellen und Anfragen von Frauen zu beantworten, die nicht Ihre Patientinnen sind. Ich finde das ganz großartig und werde gerne auf Ihre Seite verweisen.

        Mit lieben Grüßen,
        Sibylle

      • Sibylle sagt:

        …noch ein kleiner Nachtrag: das von Ihnen empfohlene Präparat habe ich mir angeschaut und bestellt. Es spricht mich sehr an, weil es auf einer viel tieferen Ebene ansetzt. Diesen Versuch möchte ich noch wagen, grünes Gemüse natürlich auch und Yoga mache ich wie gesagt schon. Bin sehr gespannt, wie mein Körper darauf reagieren wird! LG Sibylle

  • Grit sagt:

    Liebe Frau Professor Gerhard,
    ich bin 52 Jahre alt und habe einige Wechseljahrsbeschwerden. Ich hatte schon seit meiner Jugend, wie meine Mutti und auch meine Tochter, immer eine recht starke, lange Monatsblutung. In den letzten zwei Jahren, sind sie immer stärker, verbunden mit Abgang von großen Koageln, geworden. Vom Hausarzt wurde mir ein Eisenpräparat verschrieben, welches ich dauerhaft einnehmen muss.Abstriche und Ultraschalluntersuchungen beim Gyn. waren ohne Befund.Schilddrüse ist auch in Ordnung. Weitere Beschwerden sind Schlafstörungen und Hitzewallungen ohne Schweiss, mit denen ich aber ganz gut klarkomme. Gegen die starken Blutungen ( ca.6-8 Tage, auch Schmierblutungen im Anschluss ( nochmal 6-8 Tage) habe ich Cyklokapron bekommen, welches nicht merklich hilft. Danach folgte über 4 Monate die vaginale Gabe von 2X2 Progestan Tabletten. Gegen die Blutungen hat sie nur ein wenig geholfen, aber ich konnte super schlafen und mein Gemütszustand war sehr ausgeglichen, wie ein neuer Mensch! Da meine Oma an Brustkrebs verstarb,und ich über 50 bin, möchte meine Frauenärztin mir das nicht weiter verschreiben. Ich habe mir Hirtentäschelkrauttee, Misteltropfen und auch Styptysat plus gekauft, es hilft irgendwie nichts gegen die Blutungen ( immer noch regelmässig jeden Monat). Wechseljahre sehe ich als natürlichen Prozess, auch die starken Blutungen waren für mich erst natürlich, bis ich den Eisenmangel bekommen habe. Habe gehört, dass Dolormin für Frauen hilfreich sein kann. Können Sie mir das empfehlen oder gibt es noch andere Therapiealternativen, außer einer OP?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Grit,
      Dolormin für Frauen hilft eher gegen Menstruationsschmerzen, weniger gegen die starke Blutung. Sie können ruhig die Progestan Tabletten nehmen, die schützen sogar vor Brustkrebs und verhindern, dass durch einen Östrogenüberschuss zu viel Schleimhaut in der Gebärmutter und zu viel Gewebe in der Brust aufgebaut wird. Bei zu starker Periode können normalerweise Hirtentäschel und Blutwurz helfen. Vielleicht ist die Dosierung im Tee zu gering. Informieren Sie sich mal über Tinkturen von Ceres. Alles Gute!

    • Grit sagt:

      Liebe Frau Professor Gerhard,

      Ich danke Ihnen ganz herzlich für die schnelle und aufschlussreiche Antwort !

  • E.A. sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich bin 53 Jahre alt, 55 kg schwer und habe seit 15. Januar keine Regelblutung mehr. Seit 16. März leide ich zunehmend unter Hitzewallungen am Tag und in der Nacht, ca. stündlich mit anschließendem Frösteln,trotz Akupunktur und Homöpathie.
    Nach einem Speicheltest der Fa. Censa, liegen meine Hormonwerte
    Estradiol bei 2,1 pg/ml ( 3,5-4,5 Normalbereich ) Estriol bei
    3,1 pg/ml ( 15-30 Normalbereich ), Progesteron bei 75,40 pg/ml
    ( 80-120 Normalbereich ), Testosteron 67,4 pg/ml ( 35-45 Normal-bereich ).
    Mein Homöopath empfiehlt mir eine bioidentische Hormonbehandlung
    mit Estradiol 0,01% Creme 1 ganzer Hub tgl., Estriol 0,1 % Creme 1 ganzer Hub tgl. und Progesteron 0,5 % Creme 1 mittleren Hub tgl.; Sonntags keine Creme-Anwendung.
    Da ich außer den Hitzewallungen und migräneartigen Kopfschmerzen,
    in der rechten Brust immer wieder mal eine Zyste habe, frage ich
    mich, ob ich die bioidentische Hormontherapie anwenden soll oder
    ob ich zunächst mal mit Femiloges, Menosan Salvia oder Remifemin
    arbeiten soll.
    Ich nehme momentan tgl. jeweils 1 Tl. Walnußöl, Leinöl und Kokosöl ein und creme meinen Körper mit Granatapfel Regenerationsöl, Fa. Weleda ein.
    Außerdem gehe ich tgl. 2 x 45 Min Spazieren ( schnelles Gehen )
    und trinke 1,5 -2 l Leitungswasser ( warm ). Ich ernähre mich
    ausgewogen, wenig Fleisch, esse jedoch gerne Süßes.

    Was würden Sie an meiner Stelle machen?

    Für Ihre Nachricht ganz herzlichen Dank im Voraus.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe E.A.,
      sicher haben Sie auch diesen Artikel zu Progesteron gelesen und wissen deshalb schon, dass ich nichts von den Speichelhormontests halte. Die Dosierungen, die Ihr Homöopath verschrieben hat, sind niedrig. Aber ohne regelmäßige Hormonkontrolen aus dem Blut wird es meiner Meinung nach schwierig, die richtige Dosierung für Sie zu finden. Ich persönlich würde immer erst mit Pflanzen arbeiten, wie bspw. Femiloges oder Remifemin. Alles Gute!

  • Britta sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
    ich nehme bioidentische Hormone, Gynokadingel 1Hub am Morgen und abends 200 mg Progesteron. Ich möchte diese eigentlich ein Leben lang nehmen, weil ich ohne Hormone depressiv bin.
    Dazu 5mg DHEA. Ich kombiniere mit Rotkleeextrakt.
    Ich bin 50 Jahre alt und habe verschiedene Beschwerden.
    Muskel -und Gelenkschmerzen und sehr oft Kopfschmerzen. Meine Menses habe ich alle zwei Wochen sehr stark. Woran könnte das liegen?
    Liebe Grüße von Britta

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Britta,
      das ist offenbar zu viel Östrogen. Lassen Sie mal den Rotklee weg. Nehmen Sie Gynokadin und Progesteron denn ohne Pause? Da läuft offenbar einiges falsch und Sie sollten dringend Hormonkontrollen machen und mit einer Ärztin reden, die Erfahrungen mit dieser Hormontherapie hat. Alles Gute!

      • Britta sagt:

        Hallo sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
        ich habe nun das Rotkleeextrakt wieder weggelassen. Meine Menses kommt jetzt nach 3 Wochen und war zwischendurch weniger stark, dann aber doch wieder sehr stark.
        Seitdem ich das Rotklee weglasse schwitze ich Nachts sehr stark.
        Wenn ich nach ca. 21 Tagen schon meine Menses bekomme, wann ist denn dann an eine Blutkontrolle angebracht zwecks Hormonstatus?
        Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe und liebe Grüße von Britta

        • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

          Liebe Britta,
          Ich kann Ihnen keine weiteren Therapieempfehlungen geben, denn ich weiß nicht, wann, welche und wie viel Sie jetzt Hormone einnehmen, bzw. schmieren. Bei regelmäßigem Zyklus bestimmt man die Hirnanhangsdrüsenhormone und Östrogene zwischen dem 2.-5. Zyklustag, Gelbkörperhormon und noch mal Östradiol in der Mitte der Gelbkörperphase. Verwenden Sie kontinuierlich Östrogengel und Progesteroncreme, wäre die 2 Hormonbestimmung in Ihrem Fall vielleicht am 16.-18. Tag günstig. Aber das kann nur Ihre Frauenärztin richtig beurteilen. Alles Gute!

  • Ana sagt:

    Sehr geehrte Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

    ich freue mich sehr Ihre Seite gefunden zu haben. Ich hatte einen hormonabhaengigen Brustkrebs 2009. Nach OP (Chemo hatte ich verweigert) wurde mir Decapeptyl 3-Monats-Spritze verabreicht, die mir damals bereits starke Austrocknung (innerlich wie aeusserlich) Hitzewallungen bescherte, dass diese wieder abgesetzt wurde, da die Lebensqualitaet im Vordergrund stand. Damals hatte mir mein Onkologe Soja-Kapseln verschrieben, die ich gottseidank nicht eingenommen habe. Ich wohne im Ausland und anscheinend nimmt man es nicht so ernst mit den Isoflavone bei hormonabhaengigen Brustkrebs, dass mich persoenlich etwas unsicher macht. Nehme seit 2009 Evista (aehnlich dem Tamoxifen in Deutschland) Seit ein paar Monaten nun bin ich in der Praemenopause und leide stark unter Schlafstoerungen und Hitzewallungen. Mir fehlt der gesunde Schlaf, bin schlapp, uebermuedet, gereizt und nervlich stark angehaucht. Mich macht dies alles so fertig, dass ich bereits aengstlich reagiere, wenn ich abends ins Bett wandere, obwohl ich sonst eine starke Frau bin. Nehme nun seit Wochen Remifemin Plus, es hat einige Wochen geholfen und nun leider nicht mehr wirkt. Femi-loges war mein naechster Versuch, habe es nur fuer 1 Woche eingenommen, wegen starken Kopfschmerzen wieder abgesetzt und bin dann auf ihre Seite gestossen und habe mir diese Woche Klimatoplant N Tabletten bestellt und hoffe ich kann mit diesen Tabletten etwas aufatmen.

    Da man doch sehr unsicher ist wenn man bereits hormonabhaengigen Brustkrebs hatte – welche pflanzliche Medikamente darf Frau bei hormonabhaengigen Brustkrebs einnehmen – wuerde ich mich sehr freuen, wenn es darueber irgendwann einen Artikel geben wuerde. Gerade im Ausland lebende Frauen, stehen meist hilflos da und muessen fuer sich selbst re­cher­chie­ren und dieser Artikel waere eine wunderbare Hilfe.

    Nun zu meinen beiden Fragen, ich habe mir aus D verschiedene Wechseljahre-Tees bestellt, leider enthalten einige davon Rotklee, darf ich sie trinken? oder soll ich die Tees lieber entsorgen. Sollte Klimatoplant nicht wirken, was darf ich sonst einnehmen, Moenchspfeffer? oder gibt noch andere pflanzliche Medikamente (gegen Hitzewallungen, Schlafstoerungen) die ohne Bedenken eingenommen werden koennen.

    Freue mich auf Ihre Antwort und bedanke mich im Voraus.

    Netten Gruss Ana

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ana,
      den Artikel, den Sie sich wünschen, gibt es schon: „Pflanzenkraft in den Wechseljahren“ Ein neuer Artikel wird bald kommen, in dem ich auch Granatapfelsamenextrakt vorschlage (Delima), der die Wirkung von Antihormonen, wie bspw. Tamoxifen verstärkt. Raloxifen ist bei uns nach Brustkrebs nicht üblich, sondern nur als Schutz vor Brustkrebs in Risikofällen. Von Rotklee würde ich abraten. Wegen Schlafstörungen können Sie auch 3 mg Melatonin versuchen (bspw. Melachron), das zusätzlich einen Antikrebseffekt haben soll. Oder etwas Pflanzliches, wie bspw. Sedariston. Alles Gute!

      • Ana sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,

        ich danke Ihnen von Herzen fuer Ihre Antwort und den Link (werde mich in Ruhe einlesen) es ist wunderbar, dass es solche Menschen wie Sie gibt, die sich die Zeit nehmen und „helfen“! Ich weiss es zu schaetzen!

        Freu mich auf den neuen Artikel :-) pflanzlich habe ich mir die Woche Irkulin Einschlaf-Dragees (Baldrian+Hopfen) und Einschlafkapseln von Salus bestellt. Werde aber sicher auf die von Ihnen erwaehnten Produkte zugreifen. Danke auch fuer die Antwort auf Rotklee, sie haben damit mein ungutes Gefuehl, meine Bedenken bestaetigt und ich werde die Tees weiterverschenken oder entsorgen.

        Ich danke Ihnen sehr und wuensche Ihnen einen schoenen, erholsamen 1. Advent.

        Netten Gruss Ana

        • Ana sagt:

          Liebe Frau Professor Gerhard,

          ich habe leider wieder ein Problem und zwar Haarausfall. Meine letzte Periode hatte ich im Dezember 2015 und seit ein paar Wochen leide ich unter starken Haarausfall. Habe meine bereits gesunde Ernaehrung, viel Obst, Gemuese, kein Fleisch, keine Wurst ausgeweitet mit Quinoa, Hirse, Chlorella, Erdmandelpulver, Amalaki und zusaetzlich Hawlik Yamswurzel Extrakt. Mit Klimatoplant N habe ich die Wechseljahrsbeschwerden gut im Griff, war zufrieden, gluecklich und nun den Haarausfall.

          Nun zu meiner Frage, ich nehme morgens 1 Kapsel Yamswurzel – abends 1 Tablette Klimatoplant N – kann ich diese beruhigt weiter einnehmen – oder muss ich als Brustkrebspatientin vorsichtig sein mit dem enthaltenem Diosgenin der Yamswurzel! Mir tut die Yamswurzel bereits nach ein paar Tagen Einnahme sehr gut (fuehle mich wohler in meinem Koerper, bin geistig aktiver und schlafe noch besser als nur mit Klimatoplant N) und wuerde sie gerne weiternehmen, da die Wurzel den Vorteil hat das Haarwachstum anzuregen.

          Sollte ich zusaetzlich Selen und Biotin zu mir nehmen?
          oder bin ich soweit gut bedient mit meinen eingesetzen Mitteln gegen den Haarausfall?

          Wuerde mich sehr freuen Ihren Rat zu erhalten und bedanke mich im Voraus. Sehr wichtig ist mir, wie Sie ueber die Einnahme der Yamswurzel in meinem Fall denken.

          Netten Gruss Ana

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            liebe Ana,
            sehe kein Problem mit der Yamswurzel, da keine Östrogene drin sind. Am besten machen Sie eine Blutuntersuchung, dann wissen Sie, ob Ihnen Selen oder etwas anderes fehlt. Bei Ihrer Ernährung könnte auch Zinkmangel eine Rolle spielen. Viele Grüße!

          • Ana sagt:

            Liebe Frau Professor Gerhard,

            herzlichen Dank fuer Ihre Hilfe. Sobald mein Arzt vom Urlaub zurueck ist, werde ich eine Blutuntersuchung machen lassen. Freu mich sehr, dass ich ohne Bedenken die Yamswurzel einnehmen kann. Sie haben mir wieder sehr weitergeholfen. DANKE!

            Netten Gruss Ana

          • Ana sagt:

            Liebe Frau Professor Gerhard,

            es waere nett, wenn ich nochmal Ihre Hilfe in Anspruch nehmen koennte. War die Tage zur Nachsorge beim Onkologen, Tumormarker im gruenen Bereich, ebenso Blutbild. Schilddruesenwerte ok usw. Fuer die Hitzwallungen hat mir der Onkologe „Venlafaxina NORMON 37,5mg“ verschrieben. Eine Tablette hat mir ausgereicht dass ich es sofort abgesetzt habe. Unwahrscheinlichen starken Druck auf der Brust, Atemnot und Kribbeln in den Fuessen. Ich war nicht mehr faehig zu arbeiten, war gegen den Wind, total kaputt und doch irgendwie innerlich aufgedreht. Man kann es nicht mit Worten beschreiben, wie schlecht es mir ging auf dieses Medikament.

            Neme seit gestern „Menosan salvia“ von A.Vogel und wollte wissen, ob ich es ohne Bedenken einnehmen kann mit meiner Brustkrebsvorgeschichte und wie lange ich es einnehmen darf? Hatte eine sofortige Wirkung gegen die Hitzewallungen verspuert und wuerde es gerne weiternehmen.

            Waere sehr nett, wenn Sie die Zeit haetten mir kurz zu antworten. Danke.

            Netten Gruss Ana

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe Ana,
            da Sie ja einen hormonabhängigen Brustkrebs hatten, ist Salbei für Sie eigentlich nicht das Richtige, wie Sie aus meinem Artikel über die Pflanzenhormone lesen können. Außer dem homöopathischen Mittel Klimaktoplant können Sie noch Traubensilberkerzenwurzelstockextrakt (Remifemin oder Klimadynon) nehmen, Granatapfelsamenextrakt (Delima) oder türkischen Rhabarber (femi-loges). Außerdem helfen gegen Hitzewallungen: Yoga, vegane Ernährung und Sport. Viel Erfolg!

  • Elisabeth sagt:

    Hallo,
    ich bin 37 und bin in diesem Jahr an Eierstockkrebs erkrankt.Hatte 1c low grade und Total op.
    Zur Zeit nehme ich auf anraten mehrer Ärzte Gynokadin Gel aber nur einen Hub,was für meine massiven Beschwerden nicht ausreichend ist . Seit kurzem kombiniere ich mit Klimakoplant und es geht mir gut.
    Was die Hormoneinnahme angeht bin ich zwiegespalten.
    Was würden Sie mir empfehlen?
    Viele Grüsse

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Elisabeth,
      Wenn es Ihnen durch die Kombination mit Klimaktoplant gut geht, könnten Sie ja mal versuchen, wie es ohne Gynokadin Gel ist. Auf jeden Fall sollte bei einer Östrogentherapie auch bioidentisches Progesteron hinzugegeben werden (obwohl die Gebärmutter nicht mehr da ist). Geben Sie Ihrer Frauenärztin mal den Hinweis auf diesen Artikel, dann kann sie sich vielleicht mit der Kollegin, die das propagiert und gut begründet in Verbindung setzen. Alles Gute!

  • Alita sagt:

    Sehr geehrte Frau Gerhard,

    ich bin durch Zufall auf ihre Seite gekommen, und finde es sehr gut, dass die Ihre Patienten über Risiken Hormontherapie aufklären.

    http://www.ein-buch-lesen.de/2013/09/sexualkundeunterricht-pharmazeutische.html schlimm, an unseren Schulen werden Prospekte an Kinder verteilt.

    Anonym12. September 2014 um 11:45
    Ich habe diesen Beitrag geschrieben

    Es würde mich sehr freuen wenn sie auch das Pille und Brustkrebs auf ihrer Homepage behandeln könnten, denn auch hier sind Östrogen-Gestagen-Kombination, die Brustkrebs verursachen laut WHO 2005.
    Wenn Ärzte darüber berichten und es gelesen wird, können viele Leben auch junger Frauen geschützt werden.

    Viele Grüße aus Bayern

  • Irina Pliss sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr.Gerhard,

    ich möchte Sie auch um einen Rat bitten.

    Ich bin bald 58 Jahre alt und habe bis dahin keine Problemen mit Wechseljahren gehabt. Seit ca. 6 Monaten bin ich bei meinem Frauenarzt in der Behandlung wegen Pilzen in der Scheide. So habe zuerst verschiedene Salben für die Scheide angewendet, danach hat mir der Arzt zusätlich Antibiotikum vorgeschrieben, dann wieder Salbe. Schliesslich hat mir der Arzt gesagt, dass meine Scheide ganz ausgetrocknet ist und sieht aus, wie bei der 80 jahriger Frau. Seit 2 Monaten nehme ich der Preparat MERIGEST 2mg/0,7 mg. Der Arzt hat mich überhaupt nicht aufgeklärt wegen Risiken der Hormonen. Er meint ich muß die Hormonen jetzt immer nehmen. Ich bin sehr verunsichert und suche nach Informationen über alternativen Behandlung ohne Hormonen. Ich habe ihn nach irgendwelche Salbe oder Pflaster gefragt, mein Arzt meinte es gebe keine Alternativen, nur Hormon Tabletten. Ich fühle mich nicht wohl wegen Hormon Behandlung. Fühle Anspannungen in der Brust (habe BH Größe G95)und Stimmungsschwankungen.
    Ich hoffe von Ihnen einen Rat bekommen zu dürfen.
    Besten Dank im Voraus

    Irina Pliss

    • igerhard sagt:

      Liebe Irina,
      wechseln Sie den Frauenarzt. Vielleicht finden Sie hier einen ganzheitlich arbeitenden: http://www.natum.de Natürlich gibt es Cremes und Pflaster. Wenn Sie sonst keine Wechseljahresbeschwerden haben, würde ich an Ihrer Stelle auch keine Hormone schlucken oder kleben! Versuchen Sie es mit Estriol, z.B. Ovestin als Scheidencreme oder Scheidenzäpfchen.
      Viel Glück! Freue mich immer über so kritische Patientinnen!

  • Birgit sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof.,
    ich bitte Sie um Hilfe, da ich in den Wechseljahren an starken Schlafstörungen leide. Die Periode ist seit vier Monaten ausgeblieben, Hitzewallungen hatte ich bisher kaum wahrnehmbare, auch nur sporadisch, dann Wochen- und tagelang wieder nicht, allerdings ziemliche depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit. Hinzu kam ein Unfall, weshalb ich derzeit keinen Sport machen kann.
    Meine Frauenärztin hat mir nun zu Cliovelle geraten. Ich habe das Präparat fünf Tage eingenommen, dann aber abgesetzt, weil ich massive Hitzewallungen bekommen habe (auch nachts). Mein Schlaf-Wach-Rythmus ist so durcheinander, dass ich oft morgens erst um fünf oder sechs Uhr einschlafe und dann drei bis vier Stunden schlafe. Gott sei Dank bin ich wegen des Unfalls krankgeschrieben, ich wüsste nicht, wie ich sonst arbeiten sollte. Kaffee trinke ich nicht mehr und Kneipp’sche Anwendungen mache ich sowieso.
    Ich habe den eindruck, dass meine FA mit de Hormonen einfach so „rumprobiert“.
    Können Sie mir erklären, was da los ist?? Mit 1000 Dank!

    • igerhard sagt:

      Liebe Birgit,
      ja, manche von uns werden wirklich sehr von den Wechseljahren gebeutelt. Pech, dass Sie ausgerechnet jetzt keinen Sport machen können! Präparate wie Cliovelle werden gerne für Wechseljahresbeschwerden verschrieben, weil sie so einfach einzunehmen sind und schon das Gelbkörperhormon enthalten, das als Gegenspieler des Östrogens erforderlich ist. Leider ist es immer ein „Rumprobieren“, wie Sie monieren, denn jede Frau ist anders, und oft dauert es ein paar Monate, bis man die richtige Behandlung gefunden hat. Ihnen würde ich empfehlen, erstmal einen Versuch mit Remifemin plus zu machen, außerdem Atemübungen, die von vielen Yogalehrern angeboten werden. Nach 18 Uhr sollten Sie nichts mehr essen, höchstens eine leichte Gemüsesuppe. Und keinen Alkohol. Die Leber muss dringend entlastet werden durch basische Kostu nd wenig tierisches Eiweiß. Dazu finden Sie einige Hinweise in diesem Magazin. Sollte es Ihnen in 4 Wochen nicht deutlich besser gehen, gibt es noch die Hilfe mit bioidentischen Hormonen.
      Viel Glück und alles Gute!

  • Gisela Dickmann sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin 58 Jahre alt und habe seit meinem 48. Lebensjahr Hormontabletten eingenommen. Bis ich vor ca. 1 1/2 Monaten einen Krampfanfall erlitten habe. Mein Neurologe sagt, da es schon der 2. Anfall ist (2010 der Erste) spricht man von Epelepsie. Ursache Unbekannt. Also bin ich auf die Suche gegangen und habe herausgefunden, dass so ein Krampf auch von einer Östrogendominanz ausgelöst werden kann. Seit dem zweiten Krampfanfall habe ich sehr starke Ängste. Bei einem großen Blutbild hat nun mein Homöopath festgestellt, dass das bei mir der Fall ist. Meine Hormontablette enthält nur Östrogen ( Gebärmutter fehlt). Jetzt habe ich auf anraten meines Homöopathen die Tablette abgesetzt. Seit dem habe ich so starke Hitzewallungen, verbunden mit Panik und Herzrasen, das mein Leben stark eingeschränkt ist. Was ist jetzt besser ? Hormontherapie mit Medikamenten oder bleibe ich bei den homöopatischen Tropen und muss nur noch Geduld haben ?

    • igerhard sagt:

      Liebe Gisela,
      mit der Homöopathie müsen Sie etwas Geduld haben. Es gibt ja viele andere Hilfsmittel, die bei Wechseljahresbeschwerden helfen, stöbern Sie mal in diesem Webmagazin. Wenn alles nicht helfen sollte, könnten Sie eventuell einen Versuch mit bioidentischem Gestagen machen, aber das müssen Ihr Frauenarzt und der Neurologe entscheiden.

  • Marianne sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich (54) leide seit ca. 9 Monaten an extremen Hitzewallungen mit starken Schweißausbrüchen bis zu 15 mal am Tag und in der Nacht. Dabei bi ich innerhalb weniger Sekunden von Kopf bis Zeh klatschnass geschwitzt.
    Da ich beruflich im Aussendienst tätig bin, kann ich mich tagsüber nicht umziehen. Da einzig Gute ist, das dieser Schweiss nicht „stinkt“.
    Sonst wäre ich gar nicht mehr in der Lage zur Arbeit zu gehen.
    Ich hatte vor 2 Jahren eine Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie. Meine Gyn hat mir jetzt Estramon 0,5 mg Gel verschrieben.
    Bisher habe ich eine Progesteroncreme nach Dr. Lee (von BIOVea) genommen.Alles nix geholfen. Werde noch verrückt, habe so gar keine Lebensqualität mehr, da ich mich gar nicht traue irgendwo hin zu gehen ohne mein Badetuch!!

    • igerhard sagt:

      Liebe Marianne,
      Estramon Gel ist doch gut, warten Sie mal ein paar Tage ab, dann wird das Schwitzen besser. Zusätzlich alle zwei Wochen eine Progesteroncreme dazu. In Kürze werden Sie hier einen Artikel über bioidentische Hormone finden können. Im Übrigen hilft ganz viel, was Sie in den anderen Artikel über Wechseljahre finden: Bewegung, andere Ernährung, Armbäder, usw.

  • igerhard sagt:

    Liebe Kerstin,
    Da hatten Sie ja Glück, dass Dank der Pille die Wechseljahresbeschwerden so spät eingesetzt haben! Hier finden Sie weitere Artikel zu Ihren Beschwerden:
    http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/expertenchat-hormontherapie-wechseljahre/
    http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wechseljahre-sind-keine-krankheit-und-das-klimakterium-braucht-man-nicht-zu-furchten-auszug-meines-interviews-bei-bio/
    http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hilfe-bei-hitzewallungen-in-den-wechseljahren/
    Gerade ist auch zum Schmökern ein Brigitte Spezialheft zu den Wechseljahren herausgekommen. Je nachdem, wie beeinträchtigend für Sie die Symptome sind, können Sie pflanzliche Mittel (haben Sie schon versucht, ich hatte auf Ihren ersten Kommentar reagiert) oder eine individuelle Hormontherapie versuchen, aber auf keinen Fall Psychopharmaka nehmen, da gibt es für Sie Besseres! Wenn Sie kein Hormonpflaster wollen, gibt es auch die individuelle Therapie über eine Östrogengel und kapseln aus nataürlichem Progesteron.
    Viel Erfolg und liebe Grüße

  • Kerstin sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich habe ca. 30 Jahre die Pille Microgynon zur Verhütung genommen. Nachdem mir mein Arzt empfohlen hat, diese in meinem Alter abzusetzen (bin 56 Jahre alt), habe ich dies im Februar getan und in der ersten Märzwoche meine letzte Regelblutung gehabt. Ca. 14 Tage fingen die Wechseljahresbeschwerden an – kann nicht schlafen, schwitze am Tag und in der Nacht stark, bin oft sehr traurig und hab keinen Elan, da ich mich oft sehr schwach fühle.
    Ich habe mich in der Apotheke beraten lassen und ca. 6 Wochen Klimaktoplant eingenommen (3x tgl.) Es hat sich keine Besserung ergeben, die Frauenärztin empfahl mir dann (da ich wenn irgend möglich keine synthetischen Hormone einnehmen möchte) Femi-loges. Diese nehme ich seit 02.05. auf Raten der Frauenärztin je 1 x morgens und abends ein. Bis jetzt hat sich noch keinerlei Besserung ergeben. Zum Schlafen habe ich es mit Calmedoron- 15 Kügelchen vor dem Schlafengehen und 10% Lavendelöl zum Einreiben auf der linken Brust versucht – ohne Erfolg. Hatte mir von der Frauenärztin den Hormonspiegel bestimmen lassen: FSH 66,9, Estradiol (E2) <5, Progesteron 0,1 (Methode Roche E170). Daraufhin empfahl sie mir das Hormonpflaster Fem7 Conti. Dies habe ich aufgrund der krassen eventuell auftretenden Nebenwirkungen bis jetzt nicht benutzt. Da ich nicht weiß, wie es weitergehen soll und ich so kein richtiger Mensch bin, bitte ich Sie um einen Rat.

    Viele Grüße
    Kerstin

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