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Ein schönes Schlafzimmer = gesunder Schlaf?

Von | 22. März 2012 – 00:50 4 Kommentare 19.469 AufrufeDrucken
© antoha713 - Fotolia.com

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Viele Menschen betrachten ihre Wohnung als ihr Rückzugsgebiet, wo sie die Belastungen des Alltags hinter sich lassen können. Dort wollen sie wieder auftanken, sich entspannen und Kraft schöpfen.

Liebgewonnener Komfort

Dazu hat sich die Industrie einiges einfallen lassen. Es gibt die bequemen, tragbaren Telefone, es gibt große Flachbildschirme, die eine ganze Wandseite ausfüllen, es gibt Stereoanlagen mit allen möglichen technischen Finessen. Auch die Betten lassen fast keine Wünsche offen: Ob Wasserbett, Messing-Himmelbett, Satinbettlaken oder Salzleuchten – das nächtliche Ruhelager kann in jeder Richtung designed werden.

Suggestion

Es gibt Feng Shui Berater, die das Schlafzimmer nach den Himmelsrichtungen einrichten, für die richtige Auswahl aller vier Elemente sorgen, oft für viel Geld. Es gibt Magnetmatten, die erholsamen Schlaf versprechen, dazu kann man „Traumfänger“ im Schlafzimmer aufhängen, Pyramiden oder Heilsteine verteilen oder mit heiligen Symbolen arbeiten, was immer man darunter verstehen mag. Es wird suggeriert, dass Wohlbefinden von außen gemacht werden kann, ja, dass man es kaufen könnte.

Zugleich beobachte ich, dass es immer mehr Menschen gibt, die nicht gut schlafen können. Viele klagen darüber, dass sie morgens fast noch müder aufwachen, als sie abends waren. Viele fühlen sich chronisch erschöpft, abgeschlagen oder lustlos. Es gibt sogar schon eine Krankheitsbezeichnung für dieses neue Phänomen: „Chronic Fatigue Syndrom“ (CFS).

Das klingt vielleicht interessant. Was dahinter steckt, ist für die Betroffenen aber gar nicht lustig: Sie fühlen sich ständig erschöpft, können nicht erholsam – oder gar nicht mehr schlafen!

Folgen von Schlafmangel

Schlafmangel zieht nun eine Reihe an weiteren Symptomen hinter sich her:

  • Man ist tagsüber schläfrig, unaufmerksam, macht Fehler, es kommt zu gehäuften Unfällen.
  • Daneben verliert man die gute Laune und die Lebensfreude. Man hat zu nichts mehr Lust, der Antrieb und die Stimmung gehen in den Keller – am Ende droht die Depression.
  • Der Körper bildet weniger Schlafhormone und Wohlfühlhormone, ein Teufelskreis beginnt.
  • Zudem fehlt die nächtliche Ruhephase mit all dem, was der vagotone Teil unseres vegetativen Nervensystems im Schlaf zu erledigen hätte.

Was unser Körper in der Nacht leistet:

  • Verdauung
  • Ausscheidung von Giftstoffen
  • Finden und Vernichten von Krebszellen durch die Killerzellen
  • Zellreparatur allgemein
  • aber auch das Träumen kommt zu kurz – die Seele bleibt ebenfalls auf ihrem „Müll“ sitzen.

Schlafentzug als Foltermethode

Es ist sicherlich kein Zufall, dass es eine effektvolle Foltermethode ist, Menschen vom Schlafen und Träumen abzuhalten, indem man sie immer wieder weckt. Nach kurzer Zeit „drehen sie durch“ und leiden an „Alpträumen“ im Wachzustand.

Ein schönes Schlafzimmer ist also noch kein Garant für „schönen Schlaf“.

Was wird denn übersehen?

Was fehlt dem modernen Menschen in seiner Wahrnehmung?

Schlaf-Faktoren

Nach meiner Erfahrung von fast 30 Jahren ärztlicher Tätigkeit sind es einige Faktoren, die bedeutsam für gesunden und erholsamen Schlaf sind:

1. Ernährung

2. Bewegung

3. Geopathie und Elektrosmog

4. Seelische Hintergründe

5. Körperliche Erkrankungen

Meist spielt nicht nur ein Faktor eine Rolle, sondern jeder trägt seinen Anteil zum schlechten Schlaf bei. Zu allen fünf Faktoren möchte ich kurz etwas sagen.

1. Ernährung

Organuhr

Organuhr

Wer zu spät (nach 20 Uhr) zu viel, zu süß oder zu fett isst, wer dazu abends noch viel Alkohol trinkt, der überlastet seine Leber und seine Galle, die beide nachtaktive Organe sind. Durchschlafstörungen zwischen 23 Uhr und 3 Uhr sind dann fast schon programmiert. Dazu kann der Körper dann weniger Anti-Aging-Substanzen bilden.

Tipp: Empfehlenswert wäre daher, wenigstens 1 mal pro Woche das Abendessen wegzulassen oder ganz „sparsam“ zu gestalten.

2. Bewegung

© Christopher Nuzzaco - Fotolia.com

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Der Mensch ist kein „Sitzling“, sondern ein Lauftier. Zudem benötigt unser Organismus für seine Hormonregulation Licht und Sonne.

Wir sollten also mindestens an sechs Tagen in der Woche jeweils eine halbe Stunde in Bewegung verbringen, damit wir dann abends wohlig in den Schlaf sinken können.

Aufenthalt im Freien um die Mittagszeit – allerdings nicht in der prallen Sonne – fördert zudem die Bildung von Vitamin D (gut für die Knochen) und von Melatonin, dem Schlafhormon.

Tipp: Wenn im Winter die Sonne selten scheint, ist Vitamin D in Tabl. Form (1000 IE; 2 Tbl.tgl) sehr zu empfehlen

3. Geopathie und Elektrosmog

Geopathie

Die Geopathien sind der vernachlässigte Faktor in der Diskussion um Schlaf und seine Störungen.

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Wer sein Bett auf einer Störzone stehen hat, egal, ob Wasserader, Verwerfung oder sonstige Erdstrahlung, wird je länger, je mehr nicht erholsam schlafen können und anfälliger für alle möglichen Symptome werden (für die es dann auch keine schulmedizinische Erklärung gibt – und der Patient sich dann auch noch sagen lassen muss, er sei ein Simulant).

Unsere Vorfahren wussten noch um diese Störzonen und bauten ihre Häuser nur dort, wo sich zuvor eine Schafherde zum Schlafen niedergelegt hatte.

(Es ist sicher ein Gerücht, dass daher der Brauch kommt, zum Einschlafen „Schäfchen zu zählen“).

Wer auf einer geopathischen Störung schläft, der muss sein Bett an einen anderen Fleck verschieben.

Geopathien („krank machender Faktor aus der Erde“, ist die Übersetzung dieses griechischen Begriffs), die im Boden sind und durch alle Stockwerke hindurch wirksam sind, kümmern sich nicht darum, was wir oben zur „Abschirmung“ oder „Neutralisation“ in unser Schlafzimmer installieren.

Die Geopathie war schon vor uns da und wird auch dort bleiben.

Ein Beispiel dafür sind die vielen alten Kultstätten (Stonehenge, Orakel von Delphi, Kathedrale von Chartres, Pyramiden und viele andere), die allesamt an Orten starker Erdstrahlung errichtet wurden – und diese Zonen sind dort immer noch nachweisbar!

Man kann mittels Kinesiologie und Testampullen innerhalb von Sekunden nachweisen, ob ein Mensch unter einer geopathischen Belastung leidet.

Nur dann ist eine Veränderung des Schlafplatzes nötig – dann gilt aber immer: Weg vom Fleck!

Elektrosmog

Der Elektrosmog ist von Menschen gemacht. Er wird verursacht durch

Daher haben Menschen auch Möglichkeiten ersonnen, diese Strahlung zu reduzieren.

Ein Netzfreischalter respektive Netzabkoppler im Schlafzimmer oder das Entfernen der Sicherung zur Nacht kann hier gute Dienste leisten, damit wir nicht „unter Strom“ schlafen müssen.

Jeder muss selbst entscheiden, ob er wirklich ein DECT-Telefon für wichtig hält, das ständig empfängt – oder ob das alte und unbedenkliche Schnurtelefon nicht sinnvoller wäre.

Auch das DECT-Telefon des Wohnungsnachbarn, welches vielleicht hinter der Schlafzimmerwand platziert ist, strahlt in weitem Umkreis.

Tipp 1: es gibt Abschirmfarbe wie auch Abschirmtapeten auf dem Markt (www.biologa.de)

Tipp 2: Weniger schädlich als DECT sind analoge Funktelefone (auch Amplituden- modulierte (AM) Telefone genannt), weil sie eine geringere, aber durchaus ausreichende Durchdringungskraft haben. Es gibt leider nur noch wenige schnurlose AM-Modelle auf dem Markt.

Achten Sie speziell darauf, dass im Stand-By Modus nicht gesendet wird.

Wir entscheiden auch selbst darüber, ob wir unter einer Hochspannungsleitung bauen wollen oder in der Nähe eines Handymasten. Viele Gemeinden haben sich schon erfolgreich gegen weitere Handymasten in ihrer Nähe gewehrt. Sie müssen sich als Handybenutzer im Klaren sein, dass es für ein taugliches und sicheres Netz ca. alle 300 Meter (in Stadtgebieten oft noch dichter) einen Sendemasten benötigt; die meisten sind in irgendwelchen Gebäuden versteckt, um nicht aufzufallen.

Unser Bedürfnis nach scheinbar unbegrenzter Kommunikation kostet diesen hohen finanziellen und aus meiner Sicht auch gesundheitlichen Preis.

4. Seelische Hintergründe

Kunstwerk von Dr. Hilly Kessler*

Angst, Sorgen, Arbeitslosigkeit, Ehezwist oder Mobbing verursacht Belastungen unseres Energiesystems im Körper. All das, was wir tagsüber nicht verarbeiten können, verfolgt uns in die Nacht.

Zudem sind nicht alle Menschen gleich belastbar gegenüber äußeren Stressfaktoren. Wer schon als Kind ängstlich oder mutlos war, hat dies als epigenetisches Muster (durch Umwelteinflüsse veränderte genetische Struktur) tief in sich eingebrannt – und muss erst Werkzeuge an die Hand bekommen, um diese Muster nach und nach durch andere zu ersetzen, die für ihn gesünder und sinnvoller sind.

Darum arbeite ich so gerne mit der PSE (Psychosomatische Energetik), weil ich hier sofort die seelischen Blockaden testen kann, die gerade am schlimmsten für den Menschen sind.

Mit der Zeit (meist dauert es 1 – 2 Jahre) kann man so nach und nach ein neues innerseelisches Gleichgewicht herstellen, das nicht nur rasch die Schlafqualität verbessert, sondern auch belastbarer im Alltag macht.

5. Körperliche Erkrankungen

Ich möchte auch erwähnen, dass es bestimmte Krankheiten gibt, die ein Risiko in sich tragen, den Schlaf zu stören.

Beispielhaft sei hier die Überfunktion der Schilddrüse genannt, die rastlos und schlaflos machen kann.

Auch eine Lungenerkrankung kann einen aus dem Schlaf reißen (die chinesische Organuhr ordnet die frühen Morgenstunden, von 3 Uhr bis 5 Uhr, der Lunge/ Lungenkreislauf zu – die meisten Asthma-Anfälle ereignen sich genau dann! Früher war in den Lungensanatorien zu dieser Zeit die große Unruhe auf den Abteilungen)

Durchblutungsstörungen des Gehirns, wie wir sie z.B. bei Alzheimer finden, können die innere Rhythmik ebenfalls stören und nächtliche Unruhephasen hervorrufen.

Hier bedarf es auch der schulmedizinischen Abklärung, gleichzeitig und gleichwertig mit den anderen Faktoren.

Fazit

Wenn wir modernen Menschen nicht nur eine schöne Wohnung, sondern dort auch gesund und erholsam schlafen wollen, um seelisch und körperlich im Lot zu bleiben, werden wir nicht umhin kommen, für uns selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir werden lernen müssen, wieder zu spüren, was uns gut tut, wo wir uns wohl fühlen und was die Bedürfnisse unseres Körpers, unserer Seele und unseres Geistes sind.

Dazu bedarf es oftmals nur kleiner Korrekturen unseres Lebensstils, die aber weit reichende positive Auswirkungen haben können.

Meine Lieblingswerkzeuge

  • die PSE,
  • die Beschäftigung mit Ernährung,
  • mit Bewegung und
  • dem gesunden Schlafplatz.

Literatur zum Thema

zu beziehen über www.psenergy.ch:Cover Wie wirkt PSE 2010 978-3-86731-072-7

  • Banis, Ulrike: Erdstrahlen & Co, Haug Verlag, 2. Aufl./ dort vergriffen
  • Banis, Ulrike: Praxis der Psychosomatischen Energetik, Comed Verlag, 3. Aufl.
  • Banis, Ulrike: Er will immer, sie fast nie, Pro Business Verlag, 2007
  • Banis, Ulrike: Sucht- die unerfüllte Suche nach einem erfüllten Leben, Fischer Verlag, 2009
  • Banis, Ulrike: Wie wirkt Psychosomatische Energetik, VAK Verlag, 2010

Über die Autorin

Dr. Ulrike Güdel Banis ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Nach Jahren klinischer Ausbildung in Chirurgie und Gynäkologie war sie zehn Jahre als kassenärztliche Hausärztin tätig. Zu ihren Ausbildungen zählt neben Akupunktur auch Neuraltherapie, Kinesiologie, Chirotherapie und psychosomatische Versorgung. Seit fast fünfzehn Jahren ist sie in privater Praxis im Bereich der Energiemedizin tätig.
12 Jahre war sie Ausbildungsleiterin der Psychosomatischen Energetik, einer ganzheitlichen Therapie, die sie gemeinsam mit Dr. Reimar Banis entwickelt hat. In ihren Praxen am Bodensee und in der Schweiz arbeitet sie hauptsächlich mit dieser Methode bei der Behandlung chronisch kranker Patienten. In Vorarlberg, der Schweiz und Deutschland ist sie eine gefragte Referentin zu den Themen „Burn- Out- Prophylaxe“, „Partnerschaft“, „Impfen, Pro und Contra“, „Energiemedizin“ sowie „Geopathien und ihre Bedeutung für die Gesundheit“.

Kontakt

Dr. med. Ulrike Güdel Banis,
Unterbiel 22,
CH-4418 Reigoldswil
email: info@psenergy.ch

Über die Künstlerin

*Frau Dr. Hilly Kessler ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin. Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

http://www.hillykessler.com

Und wie helfen Sie sich bei Schlafstörungen? Gibt es für sie noch andere Ursachen? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar!

4 Kommentare »

  • Ulrike sagt:

    Hallo, Günter,

    vielen Dank für Deinen Kommentar zum Artikel.
    Ich habe in über 30 Jahren ärztlicher Praxis oft die Erfahrung gemacht, dass die gesammelten Schlafdefizite den Burn- Out und die Depressionen begünstigen- fast unabhängig von der realen stressigen Arbeitssituation.
    Weil wir ja die äusseren Umstände nur selten beeinflussen können, lohnt es sich umso mehr, den Blick in unseren Innenraum zu werfen und den wenigstens von allem zu entmüllen, was uns auf der Seele liegen könnte.
    Herzlich Ulrike

  • Was für ein toller und aufschlussreicher Artikel.
    Ich bin auf diesen Beitrag gestoßen, da ich nach dem Burnout-Syndrom und Folgen eines Burnouts gesucht habe.
    Nicht ganz das Thema dieses Artikels, aber ich kann dem natürlich zustimmen, das wenig und schlechter Schlaf zu psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Burnout führen können. Dies passiert natürlich insbesondere dann, wenn parallel dazu noch schwerere Arbeitsbedingungen und Stress zum Tragen kommen.

    Gruß,
    Günter

    • Ulrike sagt:

      Lieber Günter,

      vielen Dank für das Lob zum Artikel.
      In der Praxis habe ich mit vielen Burn-Out-Patienten zu tun. Neben den äusseren Faktoren wie Geopathie und Elektrosmog ist es natürlich auch der innere Stress, der uns auslaugt. Dort können Ruhe und Entspannung, gemächliches Ausatmen und generell Entschleunigung des Lebens hilfreich sein. Ich kümmere mich daneben um eine gute Energielage meiner Patienten, indem ich über die PSEnergy die seelischen Verletzungen mittels Homöopathie heilen helfe. Das funktioniert bei über 80% der Menschen bestens, erfahre ich seit 17 Jahren. Herzlich Ulrike

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