Die Endometriose ist nach Myomen die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung. Es handelt sich um eine gutartige, oft schmerzhafte Wucherung von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut. In diesem Webmagazin hatte ich Sie schon mehrfach über neue Erkenntnisse zur Entstehung und Behandlung der Endometriose informiert. Die Zeitschrift BIO griff jetzt dieses Thema auf. Frau Martina Seifen-Mahmoud machte ein Interview mit mir, das Sie in Heft 4/2012 auf den Seiten 80-84 nachlesen können.
Fakten zur Endometriose
BIO: Was versteht man unter einer Endometriose, und in welchen Körperregionen kann sie auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Bei einer Endometriose handelt es sich um Gebärmutterschleimhaut (ein anderes Wort dafür ist Endometrium), die sich nicht wie normal in der Gebärmutter befindet, sondern irgendwo außerhalb: in den Eileitern, den Eierstöcken, dem Bauchfell, dem Darm, ja manchmal sogar noch weiter entfernt.
BIO: Wie viele Frauen leiden schätzungsweise unter Endometriose?
Prof. Ingrid Gerhard: In Deutschland erkranken jährlich etwa 40.000 Frauen daran. Da die Beschwerden sehr unterschiedlich sind und die Diagnose nur durch eine Bauchspiegelung gestellt werden kann, lassen sich keine genaueren Zahlen nennen. Denn immer noch ist es ja üblich, Schmerzen bei der Periode, ein häufiges Symptom der Endometriose, für normal zu halten.
BIO: Wie gefährlich ist die Endometriose?
Prof. Ingrid Gerhard: Endometriose ist eine gutartige Erkrankung. Trotzdem sollte sie behandelt werden, denn sonst kann es zu einer Reihe gesundheitlicher Probleme kommen. Beispielsweise zu Verwachsungen im Bauchraum oder zu einer Verklebung der Eileiter. Ganz abgesehen von den Beschwerden, die das tägliche Leben stark beeinträchtigen können.
BIO: Um welche Beschwerden handelt es sich denn dabei?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Unterbauchschmerzen im Zusammenhang mit der Periode, die Dysmenorrhö. Sie können schon einige Tage vor der Regelblutung beginnen und mit Schmierblutungen einhergehen. Schmerzen können auch in der Blase auftreten, im Darm oder beim Geschlechtsverkehr. Sind Herde, also Wucherungen, in der Blase oder im Darm, so können Urin und Stuhlgang blutig verfärbt sein.
BIO: Wie erkennt man eine Endometriose?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Diagnose kann immer nur durch den Arzt gestellt werden. Er kann größere Endometrioseherde manchmal schon bei der gynäkologischen Untersuchung ertasten oder im Ultraschall sehen. Bei Beschwerden ohne Befund durch den Frauenarzt sollten die betroffenen Frauen in jedem Fall eine Bauchspiegelung durchführen lassen. Am besten in einem auf Endometriose spezialisierten Zentrum. Denn es gibt durchaus auch Endometrioseveränderungen, die nicht sofort sichtbar sind. Feingewebliche Untersuchungen geben dann Sicherheit.
Wichtig: Wenn die Beschwerden schon lange bestehen oder schlimmer werden, obwohl irgendwann eine Bauchspiegelung ohne Nachweis einer Endometriose gemacht wurde, unbedingt in ein Endometriosezentrum gehen. Ich habe schon Frauen erlebt, die erst als sie selber Blut im Stuhl entdeckt hatten oder die beim Urologen waren, ihre Endometriose bestätigt bekamen.
Bekannte Risikofaktoren
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen bzw. gibt es Risikogruppen?
Prof. Ingrid Gerhard: Da theoretisch bei jeder Periodenblutung auch Gebärmutterschleimhaut über die Eileiter in den Bauchraum verschleppt werden kann, könnte das Endometrioserisiko für
- Frauen mit vielen Blutungstagen höher sein als für Frauen mit einer kurzen Periode. Aber das allein reicht natürlich nicht aus.
- Auch die Menge der Schleimhautzellen, die durch die Eileiter gespült werden und
- das Immunsystem – das normalerweise gut mit diesen Zellbruchstücken fertig wird – spielen bei Endometriose eine Rolle.
- Da bei den betroffenen Frauen auch häufig andere Erkrankungen des Immunsystems bestehen, muss man von einer gestörten Immunantwort ausgehen.
- Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Gelbkörperhormon.
BIO: Wenn meine Mutter Endometriose hatte, bekomme ich sie dann auch?
Prof. Ingrid Gerhard: Vererbung ist nur eine der vielen möglichen Ursachen der Endometriose. Verwandte ersten Grades einer Person mit Endometriose sollen ein ca. achtmal höheres Risiko haben, selber an einer Gebärmutterwucherung zu erkranken.
Was sich in den letzten Jahren allerdings herausstellt, ist, dass unsere ererbten Entgiftungssysteme unterschiedlich gut mit der Beseitigung von Fremdstoffen umgehen können. Wer nicht so gut entgiften kann, wird auf höhere Belastungen mit schädigenden Umweltbedingungen eher eine Erkrankung entwickeln als einer mit einem optimalen Entgiftungssystem.
BIO: Welche Rolle spielt der Umweltfaktor bei der Entstehung der Krankheit?
Prof. Ingrid Gerhard: Umweltfaktoren können auf verschiedene Weise eine Rolle spielen. So können sie etwa das Immunsystem verändern oder die Hormone durcheinander bringen. Untersuchungen zeigen, dass Frauen, die erhöhten Dioxinwerten ausgesetzt waren, häufiger von einer Endometriose betroffen sind. Auch Industriechemikalien mit Hormonwirkung sind bei Frauen mit Endometriose meistens nachweisbar. Solche hormonähnlichen Stoffe finden sich auch in Kosmetika und chemischen Sonnenschutzmitteln. Eine ganz neue Studie konnte bei Frauen mit hoher Urinausscheidung von Oxybenzon, einem chemischen Lichtschutzfilter, häufiger Endometriose nachweisen als bei Frauen mit geringer Belastung.
BIO: Kann eine Endometriose eine Schwangerschaft verhindern?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann sie. Übrigens ist der unerfüllte Kinderwunsch bei vielen Frauen erst der Auslöser dafür, dass die Diagnose Endometriose gestellt wird. In den meisten Fällen sind die Eileiter dann angegriffen und verklebt. Oder es haben sich Zysten und Verwachsungen am Eierstock gebildet.
Operation oft unumgänglich
BIO: Wann muss operiert werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Es muss immer operiert werden, sobald die Endometrioseherde sichtbar sind. Je weniger Schleimhaut-Wucherungen vorhanden sind, desto größer ist die Chance, dass die Beschwerden zumindest für eine gewisse Zeit wieder verschwinden. Glücklicherweise können viele Operationen gleich während der Bauchspiegelung durchgeführt werden, so dass heutzutage größere Operationen mit Bauchschnitt eine Ausnahme darstellen.
Bei Kinderwunsch ist es besonders wichtig, so sorgfältig wie möglich alle Endometrioseherde zu entfernen, selbst wenn die Eileiter durchgängig sind. Denn offenbar wirkt sich die Reaktion der Abwehrkräfte auf das Endometriosegewebe auch ungünstig auf die Befruchtung der Eizelle aus.
BIO: Ist Endometriose heilbar?
Prof. Ingrid Gerhard: Geht man von den Möglichkeiten der konventionellen Therapie aus, so wird Ihnen jeder Arzt sagen, dass Endometriose nicht heilbar ist. Man kann die Beschwerden lindern, aber es kann immer wieder zu Rückfällen kommen. Da man die eigentliche Ursache für die Entstehung einer Endometriose nicht kennt, kann man sie eben auch nicht heilen.
Allerdings habe ich in meiner Kliniklaufbahn immer wieder Frauen getroffen, die sich neben der konventionellen Therapie ganzheitlich behandeln ließen. Die ihren Lebensstil umgestellt haben und die heute guten Gewissens sagen können: Ich habe keine Endometriose mehr, ich bin geheilt!
Wie natürliche Mittel helfen können
BIO: Wie lässt sich einer Endometriose vorbeugen?
Prof. Ingrid Gerhard: Da gibt es drei ganz große Bereiche:
- Umwelt: Informieren Sie sich regelmäßig, wie Sie Ihre Umwelt gesund gestalten können. Das fängt beim Essen und der Körperpflege an und reicht bis zu den Verhältnissen in der Wohnung und am Arbeitsplatz.
- Sport: Leistungssport senkt den Östrogenspiegel, sollte aber nicht übertrieben werden, da sonst bei Kinderwunsch auch das für eine Schwangerschaft wichtige Gelbkörperhormon sinkt. Regelmäßiger Ausdauersport ist sicher die vernünftigste Lösung.
- Ernährung: Auch eine optimierte biologische Ernährung mit naturbelassener Vollwertkost, Ballaststoffen und viel Frischkost können sich positiv auswirken. Tierische Produkte, auch Joghurt und Käse, Fast Food, einfache Zucker (auch Alkohol) und Industriemehle sollten reduziert werden. In einer italienischen Studie aßen die Frauen mit Endometriose deutlich weniger Obst und Gemüse als die davon unbelasteten Frauen.
BIO: Welche natürlichen Therapien bieten sich zur Behandlung der Krankheit an?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben gesunder Ernährungs- und Bewegungstherapie sind Entspannungsmethoden zur Stressreduktion wie Yoga oder Autogenes Training (siehe Bericht in diesem Heft auf S. 88 ff) zu empfehlen.
Besonders sinnvoll ist eine regelmäßige Darmpflege. Nicht nur durch aufbauende Präparate wie Probiotika, sondern auch, indem man zum Beispiel einmal pro Woche einen Fastentag einlegt.
Ebenfalls hilfreich sind pflanzliche Mittel, wie die im Weihrauch enthaltene Boswelliasäure zur Entzündungshemmung und Stärkung des Immunsystems.
Der erhöhte oxidative Zellstress, den die Endometriose verursacht, kann durch Antioxidanzien behoben werden. Omega-3-Fettsäuren wirken außerdem ebenfalls antientzündlich. Magnesium (organisch gebunden) wirkt gegen Krämpfe und kann mithelfen, die Übersäuerung abzubauen.
Nachweislich gute Erfolge lassen sich übrigens mit Homöopathie und der Enzymtherapie erzielen. Vor allem, wenn es darum geht, weiteren Verwachsungen vorzubeugen.
Und last but not least hat auch schon so manchen Frauen eine Kombinationsbehandlung aus Hypnotherapie und Traditioneller Chinesischer Medizin helfen können. Diese als SART bezeichnete Therapie wird zur Zeit sogar in einer offiziellen Studie an der Münchner Universität überprüft. Dabei werden die Ernährung nach den 5 Elementen, TCM und Hypnosetherapie kombiniert.
Buchempfehlungen
Inzwischen gibt es zahlreiche Bücher auf dem Markt, die sich dem Thema Endometriose von ärztlicher Seite, aber auch von Seiten der Betroffenen widmen. Einige habe ich Ihnen in den Artikeln von Prof. Schulte-Übbing und Frau Dr. Schweizer-Arau vorgestellt. Ein weiteres Buch einer ehemaligen Patientin wurde von Sigi Nesterenko herausgegeben: „Endlich Schluss mit Endometriose- Ein Ratgeber für Betroffene“. Wegen des unterschiedlichen Wissensstandes und der verschiedenen Therapiemöglichkeiten informiert man sich am besten über das Internet, welches Buch für einen selber am interessantesten ist.
Ganz aktuell, im Jahr 2013 erst erschienen, ein neues Buch von Angelika Koppe über „Selbstheilung bei Endometriose„. Ihre Methode „Wildwuchs“ hatte ich Ihnen schon empfohlen. In ihrem neuen Buch, das auch eine CD mit Visualisierungsübungen enthält, nimmt sie alle Frauen verständnisvoll an der Hand, die sich durch eine chronische Krankheit bedroht und hilflos fühlen. Sie zeigt ihnen, welche Schritte sie gehen müssen, um herauszufinden, was der Körper zur Stärkung seiner Lebenskraft braucht. Mit Hilfe der von ihr geleiteten Visualisierungsübungen wird eine Kommunikation mit dem Körperinneren möglich, das Potenzial der persönlichen Körperweisheit kann entdeckt und ausgeschöpft werden. Die Beispiele aus der Praxis machen Mut, ihr zu folgen und seinen eigenen Weg voller Selbstverantwortung zur Selbstheilung zu gehen.
Das Frauengesundheitszentrum e.V. Berlin, FFGZ Berlin, hat im Sommer eine neue Broschüre zur Endometriose herausgegeben: „Endometriose verstehen – Meinen Weg gehen“ gibt Einblick in diese komplexe Erkrankung und zeigt konkrete Behandlungsmöglichkeiten. Die Kranke wird ermutigt, neue Behandlungswege einzuschlagen und die Hoffnung auf Heilung nicht aufzugeben.
BIO: Frau Professor Gerhard, wir danken Ihnen recht herzlich für das informative Gespräch.
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Im Bio-Heft 4/2012 finden Sie weitere interessante Artikel über:
- Verstopfung: eine gute Ergänzung zu dem Artikel über Darmprobleme, den ich vor kurzem hier publiziert hatte.
- Wasser: wie Sie Ihre Gesundheit mit dem richtigen Wasser stärken können
- Fußreflexzonentherapie
- Skribben: hatte ich bisher noch nicht gekannt!
- Männerlust und Männerfrust
- Sanfte Geburt mit Hilfe der Doulas: eine schöne Ergänzung zu unserem Wunschkaiserschnitt-Thema
- Und Vieles mehr
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oder über das Internet http://www.biomagazin.de/
Was möchten Sie noch über Endometriose wissen? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie doch einen Kommentar!



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Sehr geehrte fr. Doctor.
Ich habe seit jahren Zysten die mal größer mal kleiner ausfallen. Es musste bis jetzt keine operiert werden. Ich hatte gerade meine menstruation und heute morgen hatte ich starke Schmerzen im unterbauch sowie am Steißbein. Ich konnte kaum Wasser lassen noch von der Toilette aufstehen. Selbst beim „pupsen“ hatte ich starke Schmerzen. Ich War kurz davor in die notaufnahme zu fahren bin dann aber doch zur Arbeit gefahren da der Schmerz nach ließ. Ich habe jedoch immer noch schmerzen und auch Kopfweh sowie leichtes Unwohlsein. Nun bin ich am überlegen ob es endometriose sein kann. Und wie schnell ich damit zum arzt sollte bzw in die notaufnahme abends oder ob ich mit schmerz Tabletten es überbrücken soll bis ich einen Termin bekomme. Lg
Liebe Nina,
das muss keine Endometriose sein. Meist sind es Eierstockcysten. Sicher müssen Sie mit diesen Schmerzen zum Arzt, wenn sie nicht von alleine aufhören.
Hallo Nora,
ich empfehle dir einen TCm Terapeuten zu suchen. Auch chinesischer Sicht ist die Endometriose eine Blut-Stagnation mit Stasebildung (einzelnen Endometrioseherde). Zugrunde liegt meist ein geschwächstes Nieren Yang. Die Pille ist wirklich nicht notwendig, sondern schädigt das System noch mehr. Aus der TCm Sicht bedingt die Pille immer eine Leber Qi Stagnation. Die Ausprägung kann unteschiedlich sein bei den Frauen.
Liebe Grüße
Nicole Mara Teutsch Heilpraktikerin
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich bin 29 und werde demnächst heiraten. Bei meinem letzten Frauenarztbesuch hat meine Frauenärztin bezüglich meiner Beschwerden (seit ca 6 Monaten Zwischenblutungen um die Zeit des Eisprungs und bereits drei Tage vor der Menstruation einsetzende Unterleibsschmerzen), den Verdacht auf Endometriose geäußert. Da ich gerne Kinder bekommen würde, empfahl sie mir, nun zunächst die Pille zu nehmen und danach gleich zu versuchen, schwanger zu werden. Nun habe ich diesbezüglich einige Bedenken bzw. Fragen an Sie. Ersten möchte ich nur sehr ungern die Pille nehmen, da ich schon seit vielen Jahren gut ohne die Pille zurechtkomme und ich zuvor im Zuge der Einnahme immer starke Gemütsschwankungen hatte. Somit habe ich entschlossen, dass ich damit meinem Körper nicht Gutes tue. Dies ist auch jetzt der Fall, weshalb ich die Pille wirklich nur ungern nehmen würde. Zweitens würden mein Partner und ich, wenn möglich, gerne noch etwas warten und nicht sofort versuchen schwanger zu werden. Allerding habe ich große Angst, dass ich später (oder auch jetzt schon) wegen der endometriose-bedingten Verklebungen und Verwachsungen, nicht mehr schwanger werden kann. Zudem meinte meine Ärztin, eine Bauchspiegelung sei zunächst nicht nötig, denn die Pille und die Schwangerschaft würden die Endometriose austrocknen. Nun also die Frage an Sie: empfehlen Sie mir die Pille zu nehmen? Und ganz allgemein, wie soll ich weiter mit der Diagnose umgehen? Wäre es nicht doch sinnvoller, eine Bauchspiegelung machen zu lassen? Wenn ja, dann bei welcher Anlaufstelle?
Herzlichen Dank und freundliche Grüße,
Nora
Liebe Nora,
die Endometriose ist ja nur eine Verdachtsdiagnose. Welche Konsequenz hätte denn eine Bauchspiegelung für Sie? Ist es dann keine Endometriose, so bleiben Ihre BEschwerden. Ist es eine, dann kann man eventuell einige Herde verkochen, aber die kommen ja sowieso wieder. Also einfach erstmal Lebensstil und Ernährung und Bewegung verbessern, Darm behandeln und Nahrungsergäzungen einnehmen. Die Pille heilt nicht. Eventuell einen Arzt für Naturheilkunde aufsuchen und pflanzlich oder homöopathisch behandeln lassen. Gibt viele Artikel zu dem Thema im Webmagazin. Machen Sie sich einfach mal schlau, indem Sie bspw. Dysmenorhö oder Endometriose in die Suchfunktion eingeben. Alles Gute!
Vielen Dank fuer Ihre Hilfe, jetzt habe ich endlich einen logischen Anhaltspunkt, was es sein koennte!
Sehr geehrte Prof. Dr Ingrid Gerhard,
ich bin 22 und bin vor 4 Monaten nach Peru gezogen. Nach etwa einem Monat meiner Ankunft habe ich in den Bereichen der Eierstoecke ein Ziehen gespuert das mit der Zeit staerker wurde. Ich bin zum FA der durch Tasten eine Eierstockentzuendung diagnostizierte und mir drei verschiedene Antibiotika verschrieb fuer insgesamt 3 Wochen. Die Schmerzen waren danach allerdings nicht weg. Ich bin daraufhin zu einem sehr noblen Krankenhaus mit amerikanisch ausgebildeten Aerzten gegangen, wo ein anderer FA eine Eierstockentzuendung ausschloss (auch wiederum nur durch Tasten) und da mein Schmerz zu diesem Zeitpunkt nur noch links im Bereich des Dickdarms oder Eierstocks auftrat, ueberwies er mich zu einem Internisten. Dieser liess eine Stuhlprobe (verdacht auf Parasiten) einen Urintest und ein allgemeines Blutbild machen. Meine Werte sind alle top und in Ordnung.
Mittlerweile liessen sich meine Schmerzen schon Zyklisch einordnen, zum Beispiel habe ich vermehrt Schmerzen drei Tage vor meiner Periode und waherend meines Eisprungs. Ich habe das dem Arzt auch gesagt und er machte daraufhin eine Ultraschall Untersuchung. Das Ergebnis: Ich habe Wasserablagerungen, was aussieht wie eine Zyste, am rechten Eierstock, da meine Schmerzen aber links sind haette das nichts damit zu tun und sei harmlos. Seine Diagnose: ein Reizdarm. Ich verstehe, dass er diese faellt, da es sehr gut durch die Lebensumstellung sein kann, allerdings habe ich nun wieder meine Tage und der Schmerz zieht durch mein ganzes linkes Bein und ich kann kaum laufen. Um direkt auf Ihren Ernaehrungsrat einzugehen, ich mache jede Woche drei mal Sport, gehe zusaetzlich manchmal noch surfen und esse sehr viel Obst und Gemuese.
Was ist sinnvoll als naechstes zu tun? Nach einer Darmspiegelung fragen? Stuhlprobleme habe ich auch nur wenn ich meine Periode habe, ich schliesse den Reizdarm deshalb eigentlich aus.
Vielen Danke fuer Ihre Hilfe!
Angela
Liebe Angela,
am ehesten sprechen die Symptome für eine leichte hormonelle Störung, die durch die Veränderung der Lebnsumstände ausreichend erklärbar wäre. Eine Behandlung mit Mönchspfeffer wäre sinnvoll oder mit Homöopathie. Ich weiß aber nicht, was Sie vor Ort bekommen können. Außerdem wären gute Pflanzenöle wichtig, wie Olivenöl, Leinöl, Nussöl oder Fischöl. Eine weitere Diagnostik halte ich momentan nicht für erforderlich. Genießen Sie Ihre Zeit!
Ich Danke Ihnen für Ihre Antwort Frau Prof. Dr Ingrid Gerhard!
Bin sehr beruhigt :D Nachdem ich auch der Meinung war, dass mir nichts fehlt und dass es normal wäre aber man kann sich dann auch vieles einreden, wenn der Arzt solche behauptungen aufstellt.
Danke vielmals.
Ganz ganz liebe Grüße
Fabienne
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard
Ich bin 21 Jahre alt und habe teilweise ein leichtes ziehen bei meinen Eierstöcken. Ich habe nicht solche extreme Schmerzen wie hier beschrieben wurden aber ab und zu sticht es mich plötzlich beim rechten Eierstock ein oder wenn ich laufen gehe, dann spüre ich, dass da etwas kribbelt. Wenn ich mich aufrege kann es auch passieren, dass es einwenig zieht. Beim Geschlechtsverkehr tut es nur bei gewissen Stellungen weh. Das Problem daran ist, dass ich es beim Eierstock spüre und nicht wie viele sagen:,, es kann ab und zu bei der Gebärmutter kurz weh tun, wenn der Mann dort anstosst.“, das ja dann normal wäre.
Um mich zu testen fuhr mein Frauenarzt mit dem Ultrashallgerät zum Eierstock das wiederrum unangenehm war.Darauf hin meinte er, dass es vl wirklich endometriose sein könnte. Ich denke mir aber, wenn man dort einfach so hinfährt, tut das doch sowieso weh oder?
Naja, darauf hin holte ich mir eine zweite Meinung eines Frauenarztes ein, der meinte heutzutage sagen die Ärzte sofort man hat Endometriose und dass es ihn richtig böse macht, wenn das jeder Arzt sofort behauptet. Er meinte es kann genauso an meinem Hormonhaushalt liegen der zurzeit vl einwenig verrückt spielt, da ich meine Pille für 3 Monate abgesetzt habe.
Ich hatte vor kurzem noch Morbus crohn, das ich jetzt aber anscheinend los geworden bin laut MR :). Wenn sich Luft ansammelt in meinem Darm und ich merke wie die Luft Richtung Ausgang geht, zieht es leicht bei den Eierstöcken (könnte doch vl noch morbus crohn sein oder ist es weil der Darm an den Eierstock drückt). In der früh, wenn mein bauch leer ist und ich groß auf die Toilette muss, spüre ich ein leichtes ziehen an beiden Eierstöcken (aber nur ab und zu, wenn ich nüchtern im Magen bin und wenn ich mich anstrenge).
Ist mir echt einwenig peinlich das alles hier aufzuschreiben aber naja ich würde echt gerne wissen, ob das normal ist oder vl doch noch immer morbus crohn? (Was wiederhin echt komisch wäre, da es immer am Eierstock zieht)
Endometriose konnte bei mir mittels MR zunächst nicht festgestellt werden.
Mein FA meinte ich sollte die Pille wieder nehmen und dann sehen wir weiter, ich denke aber, dass das nur den Schmerz lindert aber nicht das problem behebt und wenn ich das haben sollte gehört das behandelt, nachdem ich später mal unbedingt ein Kind will.
Was ist Ihre Meinung dazu?
Ganz Liebe Grüße und Danke im voraus
Fabienne
Liebe Fabienne,
jetzt machen Sie sich aber wirklich verrückt! Ich stimme Ihrem zweiten Frauenarzt zu, dass viel zu oft die Vermutung Endometriose geäußert wird, wenn ängstliche Frauen mit Ziehen kommen. Am wahrscheinlichsten ist, dass sie spüren, wie die Eierstöcke arbeiten, nachdem Sie die Pille abgesetzt haben und das ist ganz normal. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
Ich bin 16 Jahre alt und immer wenn ich meine Periode habe, habe ich sehr große Schmerzen beim Stuhlgang. Außerdem habe ich dann immer so starke Rückenschmerzen wenn ich meine Tage habe. Ich nehme seit ca einem Jahr die Pille Aliane. Die Schmerzen habe ich jedoch erst seit ein paar Monaten. Geschlechtsverkehr ist auch fast nicht mehr möglich weil ich dabei auch Schmerzen habe. Können Sie mir einen Rat geben? Lg
Liebe Letizia,
Als erstes mal von Frauenarzt untersuchen lassen (auch vom After aus), ob er eine Veränderung feststellt. Ernährung umstellen mit viel Gemüse und wenig tierischen Produkten. Eventuell zusätzlich B-Vitamine, Magnesium und ungesättigte Fettsäuren einnehmen, denn die Pille ist ein „Vitaminschlucker“. Am besten einen Naturheilkundearzt aufsuchen. Alles Gute!
Hey ich bin die viki und 22 jahre..
Seit einem jahr versuchen wir schwanger zu werden. Ohne erfolg. Ich dachte anfangs es läge an der umstellung der Hormone weil ich mir die mirena spirale nach zwei Jahren entfernen lassen hab… aber vor 7 wochen wurde eine vermeintliche zyste beim FA festgestellt. Im krankenhaus drei Wochen später war sie immernoch da. Wir hofften sie würde mit der regel abgehen.. jedenfalls folgte die bauchspiegelung, da ich über schmerzen klagte ( nach langem gehen, beim verkehr, abends und vorallem vor der regel). Bei der spiegelung kam allerdings etwas anderes raus. Verwachsungen! Und statt nur wie gedacht am rechten eierstock waren beide Eierstöcke sowie beide eileiter mit verwachsungen übersäht und mit meiner beckenwand verwachsen. Diese op ist zwei wochen her und ich wurde mit einer 50:50 chance auf natürliche Befruchtung entlassen….. die eileiter in der selben op zu Checken war wohl ne drin. Jedenfalls ist die op jetzt vier wochen her und ich habe seit zwei Wochen njegliche Schwangerschaftssymptome… brauner ausfluss (was für ne erfolgreiche Befruchtung sprechen soll) ziehen und Übelkeit plus Müdigkeit. ..alles wie bei meiner Tochter. Und gestern wwurde mir beim Frauenarzt eine neie verwachsung gezeigt.. zu klein zum operieren. Er gab mir ibuprofen :( naja von helfen kann ich nich wirklich sprechen. .. er meinte das ich nie gesund werde. Es ist unheilbar und würde immer wieder kommen und mit jeder Rückkehr die Chance auf natürliche Befruchtung zerstören. .. ich bin 22 jahre und am boden zerstört bei solchen worten. Und einiges deckt sich ja mit der endometriose. Was denken sie? Liebe grüße
Liebe Victoria,
wenn Sie eine Bauchspiegelung hatten, können Sie eigentlich keine Endometriose haben, denn das hätten die Ärzte Ihnen sicher gesagt. Wie kann Ihnen der Frauenarzt eine Verwachsung im Bauch zeigen? Das sieht man im Ultraschall nicht so genau. Suchen Sie eventuell einen anderen Frauenarzt auf. Über http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte. Jetzt werden Sie erstmal gesund, ehe Sie versuchen, wieder schwanger zu werden. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard,
seit März diesen Jahres leide ich an sich verschlimmernden Schmerzen im Unterleib. Mehrfach notfallmäßige Schmerzbehandlungen im Krankenhaus. Div. Untersuchungen (CT, Coloskopie, MRT), alle ohne Befund.
Bei einer Laparoskopie im Mai 14 wurde eine Adenomyosis uteri festgestellt, kleinere Zysten entfernt, aber keine Endometrioseherde gefunden. Allgemeines Fazit der Fachärzte: „dieser Befund könne meine Schmerzen nicht erklären. Psychosomatische Abklärung sinnvoll…“
Wegen chronischer Migräne (bis 15 Anfälle/Monat) bin ich seit kurzem bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung. Da die Unterbauchsymptomatik aber derzeit absolut im Vordergrund steht – ich kann z.T. kaum sitzen, länger stehen oder gehen – hat er mich nach erfolgloser Novaminsulfon-Buscopan-Therapie inzwischen auf 20 mg Targin eingestellt. Meine Schmerzen halten dennoch an.
Ich habe seit über 20 Jahren (bin jetzt 45) eine Hashimoto-Thyreoiditis (100-er L-Thyroxin).
Außerdem chronische Depressionen, die seit ca. 3 Jahren sehr gut eingestellt sind mit Fluoxetin/Lamotrigin.
Gynäkologen empfehlen mir eine Gebärmutterentfernung, sind aber unsicher, ob mir das helfen wird. Eine Hormontherapie (Wechseljahrstherapie oder Progesteronpille) wurden mir zwar auch nahe gelegt, aber dringend wieder davon abgeraten wegen des verstärkenden Einflusses auf die Migräne!
Ich spüre deutlich, dass in meinem Unterleib „etwas“ ist. U.a. wegen der Migräne/psychischen Erkrankung mache ich regelmäßigen Ausdauersport, der inzwischen unmöglich ist, weil der Schmerz im Unterbauch sich anfühlt, als würde immer ein Gewicht innen nach unten ziehen, jede Erschütterung tut weh.
Von der Ernährung her bin ich seit vielen Jahren – auch durch ein Reizdarmsyndrom – vorbildlich, was Ihre Empfehlungen angeht. Akupunktur hatte ich ebenfalls bereits probiert.
Hätten Sie einen Rat? Ist es möglich, dass ich Endometrioseherde habe, die bei der Lap nicht gesehen wurden (ich war in einem spezialisierten Zentrum!)? Wäre es möglich, dss meine Beckennerven „befallen“ sind (zeitweise wird mein rechtes Bein schmerzhaft-taub)?
Bin relativ verzweifelt und muss da raus – nicht zuletzt wegen des Morphins.
Ganz herzlichen Dank – freundliche Grüße!
Franziska
Liebe Franziska,
was ist denn im März dieses Jahres passiert, als die Schmerzen begannen? Könnten Sie eine Umweltbelastung haben? Könnte mir außerdem vorstellen, dass Sie einen Mangel an vielen Vitaminen, guten Fettsäuren und Mineralstoffen haben. Vielleicht ist Ihre Ernährung zu vorbildlich bei gestörtem Darm und zu viel Sport, so dass Sie in einen Mangel gerutscht sind. Vielleicht finden Sie in Ihrer Nähe einen Therapeuten, der sich mit Orthomolekularer Medizin auskennt: https://www.preventnetwork.com/Praxisalltag/OM_Praktikerliste/Aerzte_Therapeuten/Aerzte_Therapeuten_Deutschland.php
Gute Besserung und berichten Sie bitte mal, was Ihnen geholfen hat!