Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Sehr geehrte Frau Gerhard,
seit über 10 Jahren begleiten mich nun Hashimoto und Endometriose. Ich nehme täglich 75 mg L-Thyroxin, das ich gut vertrage, aber es treten immer wieder Episoden auf, in denen ich schlecht schlafe, nervös und geknickt bin. Wegen der Endometriose wurde ich einige Male operiert, das letzte Mal vor 2 Monaten. Es wurden starke Verwachsungen im Darm-Bereich gefunden, die nur teilweise gelöst werden konnten. Nun wurde mir zu einer hormonellen Therapie geraten oder Abwarten, bis ich wieder Beschwerden bekomme und dann eben wieder operieren. Ich würde gerne auf die Hormonbehandlung verzichten und mich lieber ganzheitlich behandeln lassen, auch wegen dem Hashimoto. Ich denke, daß beides miteinander zusammenhängt.
Über Ihre Meinung und einen Rat wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Liebe Nicole,
Ja, eine ganzheitliche Behandlung ist sicher ganz wichtig. In meiner Ambulanz haben wir gute Erfahrungen mit Klassischer Homöopathie gemacht, hier finden Sie vielleicht einen Therapeuten in Ihrer Nähe: https://www.dzvhae.de/
Hallo,
ich möchte den Betroffenen hier diese Seite ans Herz legen, damit kann man hier vielen helfen.
http://www.vitamindelta.de/erfolge/mein-burn-out-war-ein-vitamin-d-mangel.html
Liebe Frau Reitz,
vielen Dank! Es ist gut, dass Sie gerade auch bei Hashimoto auf Vitamin D hinweisen. In diesem Webmagazin gibt es schon seit Jahren wichtige Artikel zu Vitamin D, den letzten hier von Prof. Spitz:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/sonne-satt-und-doch-vitamin-d-mangel-interview-mit-prof-spitz/ Ich verstehe auch nicht, warum die Leute das nicht kapieren. Die 20 Euro für die 25-OH-Vitamin-D-Bestimmung lohnen sich immer! Alle meine Krebspatientinnen haben bspw. zu niedrige Werte. Also besser vorsorgen, anstatt auf Krankheiten zu warten.
Sehr geehrte Frau Prof.Dr.Gerhard
Ich habe die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis seit 2011. Ich nehme Euthyrox 25 und es geht mir eigentlich gut damit, die Werte sind seither in der Norm.
Nach einer stressigen Zeit in diesem Sommer habe ich seit ein paar Tagen trotz gleicher Nahrungsmenge plötzlich zugenommen und fühle mich sehr müde, schaffe es kaum, mich zum Arbeiten aufzuraffen, die Verdauung ist nicht gut und ich friere schnell.
Kann es sein, dass durch den Stress die Schilddrüse schlechter arbeitet? Ich habe in meiner Verzweiflung gestern statt einer zwei Tabletten Euthyrox genommen. Bis jetzt habe ich keine Veränderung bemerkt, aber es braucht wahrscheinlich etwas länger.
Ist das ein Problem, wenn man in solchen Tief-Phasen vorübergehend die Dosis verdoppelt? Könnte man die Tabletten auch halbieren und 1 1/2 nehmen?
Ich hoffe auf ihre Antwort.
Freundliche Grüsse
Liebe Miriam,
klar kann man sich seine individuelle Dosis heraussuchen. Besser fände ich aber, wenn Sie erstmal das Blut überprüfen lassen würden, wie stark sich die Werte verändert haben und ob die Antikörper sehr hoch geworden sind. Unbedingt zum Endokrinologen gehen!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr.Gerhard,
ich bin 50 Jahre alt. Im April 2013 wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Zur gleichen Zeit hatte ich meine letzte Regelblutung. Anfangs wurde mir L Thyroxin 50 verordnet u. ich hatte kaum körperliche Probleme. Im Juli wurde die Dosis nach Blutuntersuchung erhöht auf 75.
Anfang August hatte ich mit starken Blutungen, die nicht aufhörten, zu käpfen.Eine Gynäkologin in Vertretung verordnete mir für 10 Tage Hormone,leider konnte ich nicht den Namen des Präparates lesen, da von einer größeren Packung einfach etwas abgeschnitten wurde, kein Beipack, nix. Da ich durch die starke Blutung psychisch nicht im normalen Bereich lag u. zudem starke Schmerzen hatte, hab ich nicht einmal nachgefragt. Nach 10 Tagen sollte eine Abbruchblutung einsetzen, passierte aber nicht. Meine Frauenärztin kam dann auch erst Anfang September aus dem Urlaub u. ein Termin war bereits geordert. Da es zu keiner Abbruchblutung kam, hatte sich die Gebärmutterschleimhaut so stark aufgebaut, dass sich eine Zyste, die sich auch noch irgendwie gebildet hatt, zum bersten brachte u. ich in der Arbeit vor Schmerzen zusammenbrach. Die Gynäkologin behandelte mich sofort , stellte diese Zyste fest, verordnete mit Assumate fur 10 Tage Dos: 1-0-1, danch fand die Abbruchblutung statt, dann nahm ich ab ersten Tag der Blutung Qlaira ein u. der Ärger ging richtig los. Gleichzeitig hatte ich mit einer starken Bronchitis zu kämpfen ( Roxi 300 Dos: 1/2-0-1/2 ) wahnsinniger Migräne über 6!!! Tage und der Blutdruck von 160/105 bis 105/60 war sehr schwankend. Stimmungsschwankungen mit „Heulattacken“ u. natürlich der wahnsinnige Kopfschmerz lassen mich resignieren. Ein Anruf bei der FRauenärztin bracht nur den Rat , die Pille weiter einzunehmen, um die Blutungsstärke u. Zyklus in den Griff zu bekommen. Qilaira hätte nichts mit der Migräne und dem Blutdruck zu tun.
Selen nehme ich seit ca. einer Woche ein, dazu noch Magnesium.
Meine Frage wäre, ist es in Ordung diese Pille weiter einzunehmen, oder sollte man auf ein anderes Präparat zurückgreifen u. der 2. Blutdruckwert von oft 98-100 gibt mir zu denken, denn ein Schaganfall ist das letzte, das ich , als eigentlich lebensfroher u. vor Energie sprühender Mensch brauche.
2. Frage. Sollte ich eventuell die Thyroxin Dosis verringern??
Ein Termin bei der Heilpraktikerin meines Vertrauens ist bereits geordert, da die Ärzte diese Krankheit leider nicht ganzheitlich behandeln u. das enttäuscht u. verwundert mich sehr.
Viele Grüße aus Oberfranken u. Danke für Ihre hoffentlich hilfreiche Antwort.
Liebe Kerstin,
Qlaira ist eine Hormonpille, die zur Verhütung entwickelt wurde, aber auch bei zu starken Blutungen eingesetzt werden kann. Natürlich können die Hormone, die darin sind, den Blutdruck erhöhen und Migräne auslösen. Bei Hashimoto und in den Wechseljahren kommt es häufig zu einem Überwiegen der Östrogene und einem Gestagenmangel. Vielleicht würde es reichen, wenn Sie bioidentisches Progesteron cremen. Sprechen Sie mal erst mit Ihrer Heilpraktikerin und Frauenärztin.
Viel Erfolg
Verrückte Welt!
Im Jahr 2004 nach der Geburt meines Sohnes, sind meine Schilddrüsenwert ständig von Über- in Unterfunktion gewechselt und wieder anders rum. Voll Chaos! Dann wurde Hashimoto diagnostiziert. Ich wurde mit L-Tyroxin eingestellt. Letztes Jahr (August 2012) wurde bei mir hormoneller Brustkrebs festgestellt. OP, Chemo, Bestrahlung hatte ich alles, jetzt bekomme ich Tamoxifen.
Kann es sein, daß der Krebs durch Hashimoto entstanden ist?
Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Liebe Romy,
Ich glaube, das muss man anders ausdrücken: Hashimoto und Brustkrebs liegen wahrscheinlich ähnliche oder dieselben Ursachen zugrunde. Lassen Sie sich bei einem ganzheitlich arbeitenden Arzt auf Umweltbelastungen und Mangelzustände untersuchen. Unter http://www.biokrebs.de bekommen Sie dazu weitere Informationen. In Kürze werden Sie auch im Webmagazin einen Artikel über das erhöhte Brustkrebsrisiko bei Hashimoto und die möglichen Ursachen finden.
Gute Besserung!
Werte Frau Prof. Dr. Gerhard,
Wirklich tolle Komentare. Man sieht wie gross das Informationsbeduerfniss ist und auch der Leidensdruck. Ich habe auch Hashimoto. Da ich immer Muskrlschmerzen habe und Watte im Kopf, muss ich jetzt was ändern. Die Haare gehen aus und ich bin immer gleich auf 180. (50 Jahre alt)
Meine Werte sind immer stabil. Bei 75 Euthyrox.
TSH basal LIA 1, 48 mikroIU/ml Ref. 0, 27 – 4, 2
Freies T3 LIA 2, 30 pg/ml Ref. 2, 0-4, 4
in SI-Einheiten 3, 53 pmol/l Ref. 3, 7-6, 76
Freies T4 LIA 1, 13 ng/dl Ref.0, 90-2, 00
In Sl -Einheiten 14, 5 pmol/l Ref. 11, 6-25, 8
Ich kann damit nix anfangen. Habe aber von einer Umwandlungsstoerung gelesen und frage mich, ob ich sie vielleicht auch habe, denn es geht mir nicht gut. Was sagen Sie dazu?
Liebe Grüße Angela
Liebe Angela,
die Schilddrüse scheint gut eingestellt zu sein. Wie hoch Ihre Antiköerper sind, schreiben Sie nicht. Sie haben in den Artikeln ja gelesen, dass man der Ursache für die Schilddrüsenstörung auf den Grund gehen muss. Sicher brauchen Sie noch andere Hormone und Nahrungsergänzungen. Suchen Sie sich am besten einen ganzheitlich arbeitenden Arzt.
Hallo!
Mir wird ende Oktober die gesamte schilddrüse entfernt. Habe mehrere Knoten und die op ist laut arzt Therapie 1. Wahl. Näher wurde von keinem Arzt auf mich eingegangen. Ich wurde überhaupt nicht aufgeklärt über meine Krankheit, nur jetzt auf dieser Seite hole ich mir interessante Infos. In letzter Zeit habe ich gelegentlich schwindelanfälle hier meine blutwerte: ft3 3.25 pg/ml ft4 10,94 TSH 0,43 Ab-TPO <10 Ab-HTG <20
Habe ich Hashimoto? Wie wird es nach der op sein?
Gibt es einen Zusammenhang mit meiner gallenop?
Bin noch jung (33) und will das bestmögliche für meine zukunft tun. Was empfehlen sie mir!
Ich wünschte es gäbe mehr Ärzte, die ganzheitlich behandeln.
Liebe Grüsse
Brigitte
Liebe Brigitte,
Die Werte sehen nicht nach Hashimoto aus. Wahrscheinlich ist bei Ihnen der Ultraschall- und Tastbefund entscheidend. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die OP nötig ist, holen Sie doch eine zweite Meinung ein. Am besten bei einem Schilddrüsenspezialisten, der nicht selber operiert.
Viel Glück!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
erst einmal ein großes Kompliment für Ihre Hilfe, Zusprüche, Mutmachungen und Ratschläge, die Sie hier jedem einzelnen erteilen.
Aufgrund dessen möchte ich mich auch einmal an Sie wenden und hoffe, dass Sie mir auch einen Ratschlag erteilen können. Vielleicht auch meine Laborwerte ein bisschen erklären.
Habe seit ca. drei Jahren die unerschiedlichsten Symptome, die da wären
Gefühl wie Watte im Kopf,
Schwindel,
Atemnot,
Herzrasen,
manchmal flackert es auch,
Unterschenkel, Füße, Unterarme und Hände kribbeln, pieken und brennen bzw. die Unterschenkel und Waden sind als wenn kleine Blitze dadurch jagen,
Kopfschmerzen, als wenn der Kopf und die Knochen bzw. Gelenke in einem Schraubstock stecken,
plötzlich auftretende Übelkeit
Schmerzen im Leib (vom Unterleib bis zur Schulter) mit Blähungen und Krämpfen
restless Legs
Erschöpfung
Schwitzen
feuchte Hände und Füße,
Ohrenentzündungen und
Entzündungen unter den Achseln,
mein PAP III-Test war auch die letzten zwei Male nicht in Ordnung.
So das wars schon.
Gott sei Dank habe ich die Symptome nicht alle auf einmal. Aber sie wechseln sich ständig ab. Es ist immer irgendwas. Manchmal habe ich ein bis zwei Tage Ruhe, dann ist wieder irgendwas. Langsam geht mir die Luft aus. Der Körper kann sich ja auch gar nicht mehr richtig erholen. Die Psyche schon gar nicht.
Ärzteodysse habe ich auch hinter mir wie einige etliche andere hier auch. Von psychosomatisch bis „nehmen ’se mal ein paar Pillen und alles wird gut“, habe ich alles erlebt.
In Eigeninitiative bin ich dann nach Internetrechersche in die
Uniklinik Düsseldorf – Endokrinielogie – und die haben jetzt meine Werte übersandt.
Ich stelle sie ein und hoffe auf Ihre Hilfe weil ich Anfang September noch einen Termin bei einem Endokrinologen habe.
Aufgrund der Werte und der Empfehlung der Uni bin ich von 100 L-Tyroxin auf 75 zurückgegangen. Aber irgendwie geht es mir nicht besser.
So hier die Werte:
Freies T3 2.6 ng/l /2.6 – 5.1)
Freies T4 15.6 pg/ml (9.1 – 19.1),
TSH Thyreoidea-Stimul.Horm. 0.45 ulU/ml, (0.27 – 4.20),
Anti-TPO (MAK 15.7 lU/ml (<35.0),
Metanephrin in EDTA-Plasma 32 ng/l (<90),
Normetanephrin in EDTA 34 ng/l (<180)
Schilddrüsensonographie:
Volumen rechts circa 2 ml. links ca. 2 ml. Das Schilddrüsenparenchym erscheint insgesamt inhomogen und diffus echoarm und ist mit der Diagnose einer Thyreoiditis vereinbar. Umschriebene Läsionen lassen sich nicht abgrenzen.
Ich hoffe inständig, dass Sie mir mir einen Tip geben können bzw. was Sie aus diesen Laborwerten erkennen.
Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe.
LG Aljana
Liebe Aljana,
Die Symptome, die Sie beschreiben, könnten zu einer Umweltbelastung passen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können solche verschiedenen unspezifischen Symptome auslösen. Dazu würden auch die Bauchkrämpfe passen. Lesen Sie dazu mal diesen Artikel: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/. Versuchen Sie mal in Ihrer Umgebung einen Arzt für Umweltmedizin zu finden. Eventuell kann Ihnen die IGUMED einen Arzt nennen: http://www.igumed.de/
Viel Erfolg und schreiben Sie mal, wie sich Ihr Zustand entwicklet hat!
sehr geehrte Damen und herren,
ich interessiere mich sehr für eine natürliche/pflanzliche Empfängnisverhütung. Da mein Frauenarzt nichts von pflanzlichen Mitteln hält, wollte ich Sie fragen, an wen ich mich wenden kann, um Informationen und Produkte (Yamswurzel) zu erhalten, bzw. ob Sie mir in diesem Anliegen weiterhelfen können?
vielen herzlichen Dank für ihre Bemühungen!
mit freundlichen Grüßen,
stefanie snieder
liebe Stefanie,
meiner Meinung nach ist Yamswurzel zur Verhütungnicht geeignet. Vielleicht wenden Sie sich mal an das Feministische Frauengesundheitszentrum in Berlin: http://www.ffgz.de/ Dort wird man Ihnen mit natürlichen Verhütungsmethoden sicher weiterhelfen können.
viele Grüße
Hallo!
Bei mir wurde vor zwei Jahren Hashimoto (35) diagnostiziert. Hatte schon seit längerem mit Herzrasen, Panikattaken und seit mehreren Jahren mit Hypertonie meine Probleme, Eiallergie, großen Darmpolypen (mit 35) Seit Februar vermehrte sich das Herzstolpern. Seit kurzem nehme ich Eutyhrox 50 – kurzzeitig war mein Herzstolpern etwas besser, aber es verschlechtert sich momentan wieder. Nehme Vitamin D3(spiegel vor kurzem bestimmt – im oberen Drittel), Selen,Magnesium, Betablocker. Werde wegen dem Herzstolpern immer wieder damit weggeschickt, da es angeblich für den Hashimoto normal ist. – Hatte ein Herzschall – das letzte mal vor 2 Jahren – war soweit alles normal. Suche einen Arzt im Bereich München oder Passau, der mir weiterhelfen kann. Eine Heilpraktikerin meinte einmal ich hätte einen Progesteronmangel, schickte mich zu einem Arzt – der immer noch abwarten wollte. vielen Danke für eine Antwort
Claudia
Liebe Claudia,
Der Interviewpartner dieses Artikels hat seine Praxis in München, wenden Sie sich doch einfach mal an ihn. Ihre Symptome mit dem Herzrasen könnten auch auf weitere Nahrungsmittelallergien hinweisen. Näheres finden Sie auch in diesem Artikel: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/
Viele Grüße