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Sonne satt und doch Vitamin D-Mangel, Interview mit Prof. Spitz

Von | 26. Juli 2013 – 17:06 158 Kommentare 116.850 AufrufeDrucken

Endlich ist bei uns der lange erwartete Sommer eingezogen. Aber anstatt sich über den Sonnenschein zu freuen, jammern wir schon wieder darüber, dass es zu heiß ist und verkriechen uns in klimatisierte Räume. Während die Berufstätigen meist sowieso keine Chance haben, tagsüber im Freien die Sonne zu genießen, cremen sich diejenigen, die sich mal sonnen wollen, dick mit Sonnenschutzmittel ein, um nur ja nicht gesagt zu bekommen, dass sie selber schuld sind, wenn sie Hautkrebs bekommen. Besonders sorgfältig und wiederholt cremen die Mütter ihre Kinder ein. Im Prinzip ist diese Sorgfalt ja richtig, aber wissen Sie auch, dass Sie dadurch die Haut daran hindern, ein wichtiges Hormon zu produzieren, das Vitamin D, das vor viel mehr Erkrankungen schützt als wir vor einigen Jahren noch gedacht haben?

Sie werden sich wundern, warum ich schon wieder in einem Artikel über Vitamin D aufkläre. Der Grund ist, dass ich von einem unglaublichen, haarsträubenden Fall von „Kindesmisshandlung“ erfuhr. Am Ende dieses Interviews erfahren Sie mehr darüber. Deshalb bin ich froh, Ihnen mit diesem Artikel weitere Mosaiksteinchen für Ihr Verständnis zu dem lebenswichtigen Hormon Vitamin D bieten zu können.

Am Rande der Jahrestagung der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr in Heidelberg traf ich Prof Dr. Jörg Spitz, einen Sonnen- und Vitamin D-Fachmann. Er hatte die beiden großen, bundesweiten Konferenzen Vitamin D-Update 2011 und 2013 organisiert. Die Ergebnisse der Konferenz von 2011 hatte ich Ihnen in diesem Webmagazin schon vorgestellt. Bei der Biologischen Krebsabwehr hat Prof. Spitz über das Thema Vitamin D und Krebs referiert. Im Anschluss an seinen Vortrag hatte ich die Gelegenheit, ihm einige Fragen zu stellen.

Interview mit Prof. Spitz

Prof. G: Ist Vitamin D wieder nur ein neuer Hype?

Prof. Spitz: Sicherlich nicht! Das gute alte „Knochen-Vitamin“ hat gleich einen mehrfachen Paradigmenwechsel hinter sich:

1. Es ist gar kein Vitamin, das wir essen müssen, sondern ein Hormon, das wir selber in der Haut herstellen können. Damit wird die Haut zu einer Drüse, zu einem endokrinen Organ.

2. Das Sonnenhormon ist nicht nur für den Knochen relevant, sondern für nahezu alle Organe, u.a. durch die Steuerung von >200 Genen!

3. 80-90% der Bevölkerung sind mangelversorgt, insbesondere im Winter!

4. Vitamin D ist an der Entstehung/Vermeidung nahezu aller chronischen Erkrankungen beteiligt!

Vitamin D-Versorgung unserer Bevölkerung

Prof. G: 80-90 % der Bevölkerung mangelversorgt? Ist das nicht ein wenig übertrieben? Es heißt doch immer, nur die kleinen Kinder und die alten Leute hätten ein besonders hohes Risiko für einen Vitamin D-Mangel.

Prof. Spitz: Ja, das haben wir lange Zeit alle gedacht – bis dann vor wenigen Jahren die entsprechenden Studien auf den Tisch kamen. Allerdings waren diese (vom Robert-Koch-Institut in Berlin erhobenen) Zahlen zunächst nicht auf dem Tisch bzw. in deutschen Fachzeitschriften, sondern in amerikanischen Fachzeitungen. Dort habe ich sie dann eher zufällig gefunden und umgehend mein erstes Buch darüber verfasst.

Später haben wir dann im Rahmen einer Dissertation selbst Untersuchungen angestellt und 5000 Blutproben eines Einsende-Labors ausgewertet. Die eindrucksvollen Ergebnisse zeigen zwar den bekannten Anstieg des Vitamin D-Spiegels in den Sommermonaten, der jedoch bei weitem nicht ausreicht, um insgesamt einen regelrechten Vitamin D-Spiegel (>30ng/ml) in der Bevölkerung aufzubauen. Schuld daran ist längst nicht mehr die Sonne, die in den Wintermonaten bei uns keine Vitamin D-Bildung erlaubt, sondern vielmehr unser Lebensstil, der uns ganzjährig aus der Sonne fernhält.

Wir verbringen die meiste Zeit in Gebäuden oder Fahrzeugen, und wenn wir dann doch gelegentlich einmal in die Sonne kommen, verwenden wir reichlich Sonnencreme, um Sonnenbrand und Hautkrebs vorzubeugen. Die Konsequenz ist, dass die „Drüse Haut“ ihrer Aufgabe, Vitamin D zu bilden, nicht nachkommen kann. Dass die Produktion gut funktioniert, wenn man in der Sonne ist, zeigt in der Grafik der kleine Anstieg des Vitamin D-Spiegels in den Monaten Dezember und Januar.

Wir haben zunächst ein wenig gerätselt, ob dies ein Fehler in unseren Daten sein könnte. Aber bei der großen Zahl von 5000 Proben ist das unwahrscheinlich. Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: die dunkle Jahreszeit geht den Menschen auf den Keks, und so schnüren gerade im Rhein-Main-Gebiet viele Menschen um die Weihnachtszeit ihr Bündel, springen in den nächsten Flieger und genießen irgendwo in südlichen Gefilden die dort reichlicher vorhandene Sonne. Anschließend kommen Sie dann mit etwas mehr Vitamin D im Tank zurück, allerdings bei weitem nicht ausreichend für den Rest des Winters, wie der weitere Kurvenverlauf zeigt.

Prof. G: Und wie steht es nun mit den Altersgruppen? Wo findet sich der häufigste Mangel?

Prof. Spitz: Das Alter unserer untersuchten Personen reichte von einem halben Jahr bis zu 90 Jahren und es gab praktisch keine Altersgruppe, die keinen Vitamin D-Mangel hatte. Lediglich die Gruppe der jüngsten Kinder wies normale Werte auf – also ganz entgegen der ursprünglichen Auffassung. Doch das Rätsel löst sich ebenfalls leicht auf, wenn man bedenkt, dass in Deutschland seit Jahrzehnten eine konsequente Rachitisprophylaxe betrieben wird. Praktisch alle Kleinkinder erhalten dazu künstlich hergestelltes Vitamin D.

Leider wird im zweiten Lebensjahr diese Therapie meist abgesetzt, da die Kinder dann laufen können und (angeblich) im Freien spielen. Doch das war früher einmal so. Heute sitzen die lieben Kinderchen drinnen vor der PlayStation oder dem Fernseher. Sollten sie doch einmal hinausgehen, cremt die Mama sie liebevoll mit Sonnencreme ein – oder sie tragen Jeans mit langen Beinen, weil die „in und cool“ sind.

Sonnenschutzmittel hemmen die Vitamin D-Bildung

Prof. G: Kann das denn sein, dass die Sonnencreme wirklich solch einen deutlichen und negativen Effekt hat?

Prof. Spitz: Leider ja. Der amerikanische „Vitamin D Papst“ Professor Michael Holick hat vor vielen Jahren schon in eindrucksvollen Versuchen mit Studenten nachgewiesen, dass die Sonnenexposition noch am selben Tag zu einer kräftigen Produktion von Vitamin D in der Haut führt, die dann in den nächsten Tagen allmählich verbraucht wird. Bei alten Menschen funktionierte dies weniger gut, ohne dass wir im Einzelnen genau wissen, warum dies so ist. Trägt man jedoch Sonnencreme auf (und er hat seinerzeit nur eine Creme mit einem Sonnenschutzfaktor 8 benutzt) wird die Vitamin D Bildung bereits zu 95 % blockiert. Bei einem SF-Faktor 15 sind es 99,5 %.

Wann und wie in die Sonne?

Prof. G: Was kann ich jetzt im Sommer tun, um meinen Vitamin-D-Spiegel zu verbessern? Reicht es, wenn ich mich nach der Arbeit um 5 Uhr ungeschützt in die Sonne setze?

Prof. Spitz: Die „güldene Abendsonne“ ist ebenso wenig zur Vitamin D-Herstellung geeignet wie das „zarte Morgenrot“. Die Physiker haben ausgerechnet, dass praktisch keine UV-Bestrahlung mehr die Erde erreicht, wenn die Sonne niedriger als 45° am Himmel steht. Das ist im Sommer vor 10 Uhr und nach 16:00 Uhr der Fall und in der kalten Jahreszeit zwischen Oktober und Februar ständig. Die beste Tageszeit für die Vitamin D-Bildung ist die Mittagszeit, da die UV-Strahlung dann am wenigsten von der Atmosphäre absorbiert wird.

Prof. G: Die Mittagssonne ist im Sommer zu heiß, also können wir sie ja nicht für das Vitamin D-Sonnenbad nutzen oder?

Prof. Spitz: Die mittägliche Hitze ist ein Problem, das sicherlich mit dazu beiträgt, dass wir auch im Sommer nicht genügend Vitamin D bilden. Allerdings reichen im Hochsommer mittags 5-10 Minuten mit unbedeckten Armen und Beinen bereits aus, um eine ordentliche Portion Vitamin D zu bilden. Falls man dies in heller Kleidung tut (statt im schwarzen Business-Dress), ist auch die Hitzeentwicklung nicht so intensiv. Nicht vergessen: das Gesicht mit Hut oder Kappe schützen, denn die Haut dort bekommt in der Regel eher zu viel als zu wenig Strahlung ab und ist der Sitz von 70% aller weißen Hautkrebse.

Positive Wirkungen von Vitamin D

Prof. G: Wir haben auf unserer Webseite ja schon über die zahlreichen positiven Wirkungen von Vitamin D berichtet. Welche Wirkung ist aufgrund ihrer Einsichten die wichtigste?

Prof. Spitz: Nun, außer dem Thema „Vitamin D und Krebs“, über das ich heute hier gesprochen habe, gibt es ein weiteres außerordentlich wichtiges Thema: Vitamin D und das Immunsystem. Wir mussten in den vergangenen Jahren lernen, dass das Immunsystem weit komplexer ist, als wir dies bislang angenommen haben, und bei fast allen chronischen Krankheiten involviert ist. Da nun andererseits Vitamin D ganz wesentliche Wirkungen innerhalb des Immunsystems auslöst, ist dies einer der Gründe, warum ein Vitamin D- Mangel bei so vielen Zivilisationserkrankungen zu einer Verschärfung der Situation führt.

Aber auch Bagatell-Erkrankungen, wie die regelmäßigen Grippeepisoden im Winter, sind auf den Vitamin D-Mangel zurückzuführen. Die immer wieder geäußerten Zweifel, ob denn Vitamin D wirklich so „potent“ sein kann, wurden im Fall der Grippeerkrankungen von japanischen Kollegen ausgeräumt. Sie zeigten in einer doppelblinden, Placebo kontrollierten und randomisierten Studie, dass Schulkinder durch die tägliche Gabe von 1200 Einheiten Vitamin D bereits im ersten Winter wirkungsvoll vor der Influenza A geschützt werden können. Als „Nebeneffekt“ fand sich eine 80-prozentige Reduktion von Asthmaanfällen unter Vitamin D im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Diagnostik des Vitamin D-Mangels

Prof. G: Das klingt nun wirklich überzeugend. Doch wie schaffen wir es, den einzelnen Menschen dazu zu bringen, sich um seinen Vitamin D Spiegel zu kümmern?

Prof. Spitz: Da gibt es ein bewährtes Mittel: den Vitamin D Spiegel im Blut bestimmen lassen. Ein jeder glaubt nämlich, dass alle anderen wahrscheinlich einen Vitamin D-Mangel haben – nur er nicht. Wenn dann das Ergebnis mit seinem erniedrigten Messwert auf dem Tisch liegt, wird aus einem Skeptiker ein Betroffener, der den Handlungsbedarf für sich entdeckt.

Prof. G: Wenn man jetzt seinen Vitamin D-Spiegel bestimmen lässt und weiß, dass man nicht in die Sonne kommt, wie schnell baut sich das Vitamin D-Depot ab?

Prof. Spitz: Da sind sich die Experten noch nicht so ganz einig. Die Ursache liegt wahrscheinlich in verschiedenen, unterschiedlich großen Depots im Körper. So verschwindet bei übergewichtigen Personen ein Teil des Vitamin D in dem reichlich vorhandenen Fettgewebe, wird jedoch beim Abnehmen auch wieder mobilisiert. Im Allgemeinen wird ein Zeitraum von 3-4 Wochen genannt, in dem der Spiegel von Vitamin D im Blut auf die Hälfte absinkt, wenn, wie im Winter, keinerlei weitere Zufuhr erfolgt. Wer also am Ende des Sommers nur einen knapp normalen Vitamin D-Spiegel aufweist, muss damit rechnen, im Winter unterversorgt zu sein und sollte daher in der dunklen Jahreszeit künstliches Vitamin D zuführen.

Dosierungsschema für Vitamin D

© vivjanna13-fotolia.com

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Prof. G: Wie viel Vitamin D muss man denn täglich einnehmen, um einen regelrechten Spiegel aufzubauen, und wie hoch soll dieser Spiegel überhaupt sein?

Prof. Spitz: Nun, Grottenolme und U-Boot Fahrer, die überhaupt nicht an die Sonne kommen, benötigen etwa 4000 IE Vitamin D pro Tag und auf Dauer – bei einem Körpergewicht von etwa 70 kg. Bei deutlichem Übergewicht verschwindet das Vitamin D irgendwo in dem reichlich vorhandenen Fettgewebe, so dass unter Umständen eine doppelt so hohe Dosis erforderlich wird. Daher ist eine Kontrolluntersuchung des Vitamin D Spiegels etwa drei Monate nach Beginn der Einnahme empfehlenswert, um auf einen Zielwert zwischen 30 und 50 ng/ml (75-125 nmol/l) zu kommen. Leider konnten sich die deutschen Labors immer noch nicht auf eine einheitliche Bezeichnung (ng/ml oder nmol/l) einigen. Die korrekte Bezeichnung für diese Untersuchung lautet 25 OH-Vitamin D. Die zusätzliche Bestimmung des sogenannten „aktiven Hormons“ 1,25 OH-Vitamin D ist in der Regel überflüssig und verursacht nur zusätzliche Kosten (Ausnahme: eingeschränkte Nierenfunktion).

Die Dosierungen für Kleinkinder sind zum Glück weltweit konsensfähig: 400-600 IE im ersten Lebensjahr. Wie bereits gesagt, sollte man dann jedoch die Supplementation nicht beenden sondern fortführen und zwar in höherer Dosierung, die an das Körpergewicht des Kindes angepasst wird. Hier empfehlen amerikanische Kollegen (in Deutschland ist man offensichtlich noch nicht so weit) etwa 1000 IE/12-15 Kg Körpergewicht. Schwangere Frauen sollten übrigens 4000 IE während der gesamten Schwangerschaft einnehmen, wie eine ebenfalls doppelblind, placebokontrollierte Studie von Professor Hollis in Amerika gezeigt hat. Diese Einnahme ist nicht nur sicher, sondern führt zu einem deutlich verbesserten Schwangerschaftsverlauf mit geringeren Komplikationsraten für Mutter und Kind.

Für „Otto und Ottilie Normalverbraucher“, die ab und zu auch mal an die Sonne kommen, empfehlen sich im Sommer etwa 1000 IE und im Winter 2-3000 IE, je nach sommerlicher Sonnenexposition und winterlichem Urlaubsverhalten. Mithilfe einer zweimaligen Vitamin D-Bestimmung im Herbst und Frühjahr lässt sich einfach überprüfen, ob die jeweilige „Präventionsmaßnahme Vitamin D“ den gewünschten Spiegel zur Folge hat.

Neben den zahlreichen positiven gesundheitlichen Effekten von Vitamin D hat diese Präventionsmaßnahme einen enormen ökonomischen Vorteil: die Nutzung der natürlichen Sonne kostet gar nichts, die Kosten für einen mäßigen Solarienbesuch im Winter sind ebenfalls überschaubar, und die Kosten für eine Jahresdosis Vitamin D überschreiten in der Regel 50 € nicht. Diese Fahrkarte zum individuellen Gesundheitsziel sollte sich somit wohl jeder leisten können.

Sonnenbad oder Tabletten?

Prof. G: Macht es für meine Gesundheit einen Unterschied, ob ich Vitamin-D durch die Sonne bekomme oder durch Tabletten?

Prof. Spitz: Hier lautet die Antwort eindeutig: ja! Nur etwa ein halbes Prozent des Sonnenlichts ist UV Strahlung. Doch auch alle anderen Bereiche des breiten Spektrums des Sonnenlichts von Ultraviolett bis Infrarot haben mit Sicherheit eine Wirkung auf unseren Körper – auch wenn wir bislang noch wenig darüber wissen. So wird über das einfallende Licht im Auge der Tag/Nacht Rhythmus im Gehirn gesteuert, und die Infrarotstrahlung fördert die Kollagen-Synthese in der Haut, um nur zwei Beispiele zu nennen. Bezüglich der Vitamin D-Versorgung gilt jedoch, dass die zweitbeste Lösung (in diesem Fall pharmazeutisch hergestelltes Vitamin D), die funktioniert, besser ist, als die ideale Lösung, die nicht umsetzbar ist – gleich aus welchen Gründen.

Rachitis oder Kindesmisshandlung?

© sudok1 - Fotolia.com

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Prof. G: Gibt es aus Ihrer Sicht noch einen ganz aktuellen Aspekt zur Bedeutung des Sonnenhormons?

Prof. Spitz: Ja, leider! Und zwar einen sehr traurigen Aspekt, der auf die Unkenntnis über den weit verbreiteten Vitamin D-Mangel in Deutschland zurückzuführen ist. Einer Mutter wurden ihre beiden, wenige Wochen zuvor geborenen Kinder vom Jugendamt wegen Verdacht auf Kindesmisshandlung weggenommen. Niemand der Beteiligten, weder die Ärzte in der Klinik noch die zuständigen Mitarbeiter der Behörde, verschwendeten auch nur 1 Sekunde an den differenzialdiagnostischen Gedanken, dass es sich bei den aufgetretenen Frakturen um eine klassische kindliche Rachitis handeln könnte. So etwas kennt „man“ in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Auch die Mutter – von Beruf Krankenschwester – kam erst nach verzweifeltem Grübeln auf die Idee, ihren Vitamin D Spiegel bestimmen zu lassen: 8 ng/ml.

Während dies in Deutschland der zweite Fall ist, der mir bekannt geworden ist, gehen die Vitamin D-Experten in Amerika davon aus, dass dort jährlich etwa 1500 Eltern ihre Kinder auf diese Weise verlieren! Ein entsetzlicher Gedanke! Ich hoffe daher sehr, dass dieses Interview dazu beitragen wird, das Informationsdefizit in der Ärzteschaft und der Bevölkerung abzubauen.

Wichtig für Frauen, die gesunde Kinder haben wollen

Unbedingt den Vitamin D-Spiegel messen lassen und genügend mit Vitamin D ergänzen:

  • Bei Kinderwunsch
  • In der Frühschwangerschaft
  • Bei Verdacht auf Wachstumsretardierung oder drohende Frühgeburt
  • während der Stillperiode
  • Bei Neugeborenen mit Wachstumsretardierung
  • Bei Kindern mit Wachstumsstörungen oder Infektanfälligkeit oder Allergien incl. Asthma

Buchempfehlung

Das neueste, speziell für Laien geschriebene Buch von Prof. Spitz trägt den Titel: „Ohne Sonne kein Leben – Die Bedeutung des Sonnenlichts und des Sonnenhormons Vitamin D für unsere Gesundheit“, das noch gar nicht im Handel erschienen ist, jedoch über die Webseite seiner gemeinnützigen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (www.dsgip.de) zum Ladenpreis von 14,95 € oder direkt per E-Mail bezogen werden kann (Info@dsgip.de).

Prof. G: Auch für Menschen, die schon alles über Vitamin D gelesen haben, ist dieses Buch ein vergnüglicher Genuss! In Anbetracht des günstigen Preises werde ich mir einen Vorrat zulegen, um jederzeit ein sinnvolles Mitbringsel für meine FreundInnen zu haben.

I Vortrag auf youtube über die Bedeutung des Lebensstils für die Entstehung von Krankheiten

II Artikel über das Märchen von der bösen Sonne im Rahmen des Blocks „Medienmärchen“ auf dem Gesundheitsportal Symptome.ch

III Umfangreiches Material zur Prävention auf der Webseite der von Prof. Spitz gegründeten, gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention: www.dsgip.de

Über den Autor

Professor Dr. Jörg Spitz hat sich im Anschluss an seine Karriere als Nuklearmediziner der Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes zur Prävention verschrieben. Selbstverständlich findet sich auch Vitamin D im Katalog seiner Maßnahmen. Er hat mehrere Bücher zum Thema Vitamin D geschrieben bzw. herausgegeben.

Kontakt

Prof. Dr. Jörg Spitz
Institut für Medizinische Information und Prävention
Krauskopfallee 27
65388 Schlangenbad
Tel.: +49 6129 5029986
Fax: +49 5029985
E-Mail: info@mip-spitz.de
Internet: www.mip-spitz.de

Haben Sie Ihren Vitamin D-Spiegel mal messen lassen? Dann beschreiben Sie mal Ihre Erfahrungen in einem Kommentar!

158 Kommentare »

  • Mara sagt:

    Hallo Frau Prof.Dr. Gerhard,
    ich habe mich interessiert durch den Artikel gelesen und einiges erfahren. Auf eine Frage allerdings fand ich keine Antwort (oder habe ich es überlesen?): Es kann doch nicht sein, dass die Natur etwas so defizitär konzipiert hat, dass wir Nordeuropäer alle nicht genug Sonnen abbekommen und daher einen Vitamin D-Mangel haben. Warum reicht die Lichtmenge auch bei Menschen, die viel draußen sind nicht (mehr?) aus?

    Konkret stellt sich mir diese Frage, da bei meiner Tochter (25) ein gravierender Vitamin D-Mangel festgestellt wurde, obwohl sie ein Draußen-Mensch ist, der mehrer Stunden am Tag der Sonne ausgesetzt ist und keine Sonnencreme benutzt. Welcher Faktor führt dazu, dass trotzdem nicht genug D3 gebildet wird? Oder wird es vermehrt verbraucht? Oder fehlt evtl. ein anderer Stoff, so dass es nicht aufgrund von Lichtmnagel, sondern eben aus einem anderen Mangel heraus nicht gebildet werden kann?

    Vielen Dank und beste Grüße!

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      liebe Mara,
      lesen Sie mal all die anderen Artikel über Vitamin D und Sonne, da finden Sie Ihre Fragen alle beantwortet. In Kürze:
      die Natur ist klug, aber die Menschen sind blöd:
      wir schneiden uns in unseren Häusern von der Natur ab,
      wenn wir draußen sind, sind wir bekleidet,
      wir verändern das Wetter, damit die UV-Strahlung nicht unsere Haut schädigt,
      zur Mittagszeit, wenn noch am ehesten die Chance besteht, Sonne für Vitamin D abzubekommen, müssen wir in Häusern arbeiten
      Wir belasten und mit Elektrosmog, was zum vermehrten Verbrauch von Vitamin D führt, usw.
      Natürlich gibt es auch genetische Schwächen oder die Leber verarbeitet die Vitamin-D-Vorstufen nicht oder der Labortest ist unzureichend usw. Wichtig ist jetzt, dass Ihre Tochter sich genau durchuntersuchen lässt (auch chronische Entzündungen führen zu einem vermehrten Verbrauch), dass sie zu hoch dosiertem Vitamin D auch Vitamin K2 nimmt und dass sie in kurzen Zeitabständen (bspw. 2 Monate) ihre Werte kontrollieren lässt. Viele Grüße!

  • Dr. Horst Göring sagt:

    Hoppla! Eigentlich recherchiere ich nicht unter „frauengesundheit“. Doch Dank dem Zufall! Dank auch Frau Dr. I. Gerhard für diese hervorragende Tätigkeit, die hier vorliegt! Ich fand mich in verschiedenen Kommentaren wieder. Ich bin auch „Vitamin D-Defizit-Geschädigter“. Schulter-, Rücken-, Beinschmerzen, Parodontose, Neurodermitis, Herpes Zoster (mehrmals jährlich), Erkältung und Grippe (meist 3 x pro Jahr, immer wieder Antibiotika), nächtliche Schweißausbrüche, Reizdarm u.a. Total müde, kraftlos, einfach down! Ich hatte Angst, Auto zu fahren, wollte meinen Führerschein abgeben. Ich war über Achtzig und dachte: Das war es wohl! Ende in Sicht! Dann noch einen Nieren-TÜF. Die Nephrologin: OK, aber Ihr Vitamin D-Spiegel ist 18 ng/ml. Meine Ärztin: Jetzt haben wir Februar. Wenn die Sonne wieder rauskommt, werden Sie mehr Vitamin D haben als Sie brauchen. Die Sonne kam, meine Leiden blieben. Im Juli erinnerte ich mich an diese Prophezeiung. Vitamin D? Es waren nun 19,4! Ungefragt erhielt ich ein Rezept für Dekristol 20000. Am selben Tag erwarb ich das Buch von Raimund von Helden, begann mit seiner Vitamin D-Therapie. Der 27.07. veränderte mein Leben. Ich schaltete meine Computer auf „D3“ und beschäftige mich als Biologe nur noch, oder fast nur noch, mit Vitamin D. Nach 4 Tagen konnte ich schmerzfrei meine Arme über den Kopf strecken, nach 3 Wch. schlief ich nachts ohne zu schwitzen, nach 4-6 Wch. blutete mein Zahnfleisch nicht mehr, meine Neurodermitis verschwand, nicht alle Symptome gleichzeitig, die durch Druck ausgelöste schmerzhafte Quaddel Bildung im Hüftbereich verschwand erst nach 2 Jahren und ich kann wieder einen Bauchriemen tragen. Ich habe seit 3 Jahren weder Erkältung, noch Grippe, auch keine Gürtelrose mehr. Mein Reizdarm hat sich sehr, sehr beruhigt. Z. Z. bin ich in den USA bei der Familie meiner Tochter. Ich fürchte auch den Straßenverkehr in Chicago nicht. Als Biologe konnte ich mich schnell in die Thematik von Vitamin D einarbeiten. Bereits 2015 erschien in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift ein Übersichtsreferat „Vitamin D — the sun hormone. Life in environmental mismatch.“, geschrieben gemeinsam mit meiner Frau, auch einer Biologin.
    Bei der guten Arbeit, die hier geleistet wird, traue ich mich kaum etwas anzumerken. Verzeihen Sie bitte, wenn ich es doch versuche.
    1. Zustimmend kann ich nur sagen, man kann die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung des Körpers mit Magnesium, und eben besonders bei einer Vitamin D-Therapie, nicht genug unterstreichen. Wohl dem, der sich oral mit möglichst 400 mg Magnesium (nicht Magnesium-Salz) versorgen kann. Anderenfalls sollte er keinen Aufwand scheuen, sich über Fußbäder oder mit Hilfe von Magnesium-Öl mit ausreichernd Magnesium zu versorgen.
    2. Im Gegensatz dazu möchte ich eher vor einer gleichzeitigen zusätzlichen Einnahme von Calcium-Präparaten warnen. Unsere Nahrung enthält im allgemeinen mehr als genug Calcium. Bei guter Versorgung mit Vitamin D wird die aktive Calcium-Aufnahme über unser Verdauungssystem sehr gefördert. Es kann dann eher ein zu viel an Calcium werden. Man muss dann sorgfältig darauf achten, ob sich nicht Symptome einer Hypercalcämie einstellen. Es ist zwar kaum zu befürchten, ist außerdem kaum gefährlich, wenn rechtzeitig erkannt. Es kann natürlich Ausnahmen geben, wenn auch bei einer Vitamin D-Therapie eine zusätzliche Calciumgabe geboten scheint wie z. B. bei Osteoporose oder ähnlichen Krankheiten. Doch da geschieht es ja auf Empfehlung eines Arztes und unter seiner Kontrolle.
    3. Eine Angelegenheit in eigener Sache. Am 27.07.2015 berichtete Karin über Schmerzen im linken Bein. Ich habe anscheinend gleiche Probleme mit meinem rechten Bein. Konnte Karin inzwischen etwas erreichen? Es wäre schön, wenn sie sich noch einmal melden könnte.
    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard, entschuldigen Sie bitte, wenn ich die Möglichkeit, hier ein Kommentar eizustellen, über alle Gebühr genutzt habe. Ich muss aber auch iummer daran denken, wie hilflos der normale Patient seinem Arzt gegenübersteht, wenn dieser antwortet: „Vitamin D? Essen Sie mehr Obst und Gemüse. Dann brauchen sie keine Vitamine!“ Wir haben keine zentrale Lobby. Vielleicht sollte man dazu etwas unternehmen. Ich bin für alles offen.
    Mit besten Grüßen und Wünschen.
    Horst Göring

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Lieber Herr Göring,
      ist ja phantastisch, wie Ihnen Vitamin D geholfen hat! Ihr Beispiel demonstriert mal wieder, dass es nie zu spät ist, sich selber schlau zu machen und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen! In einem neueren Artikel zu Vitamin D und K2 und bei der Beantwortung verschiedener Kommentare habe ich auch auf die Bedeutung von Magnesium hingewiesen und die zusätzliche Ergänzung mit Kalzium infrage gestellt. Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Wie hoch ist Ihr Vitamin-D-Spiegel denn jetzt? Von Kollegen hörte ich, dass ein dauerhaft zu hoher Spiegel zu Schmerzen und Immunschwäche führen könnte. Das fiel mir jetzt außer K2 noch zu Ihren Schmerzen im Bein ein. Alles Gute und viel Lebensfreude weiterhin!

      • Dr. Horst Göring sagt:

        Liebe Frau Dr. Gerhard,
        Danke für Ihre Wünsche. Es freut mich außerordentlich, dass wir in so vielen Fragen übereinstimmende Meinungen haben. 1.Zu Ihrer Frage: Ich kam in den ersten beiden Jahren auf 60-70 ng/ml. Seit fast einem Jahr strebe ich 90-100 ng/ml an wegen meines Alters und des Vorhandenseins an Entzündungen. Ich liege aber meist zwischen 100 und 110 ng/ml. Damit befinde ich mich immer noch weit unter den Wert, der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als unterhalb einer möglichen toxischen Wirkung von Vitamin D betrachtet wird, nämlich 160 ng/ml (400 nmol/l) (S. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Vitamin D. 1. Auflage, 5. korregierter Nachdruck, S. 83, 2013): „Eine Hypervitaminose ist durch 25(OH)D-Serumkonzentrationen von
        400 bis 1250 nmol/l charakterisiert [9, 35]. In Supplementationsstudien mit gesunden Erwachsenen traten keine toxischen Effekte (z. B. Hypercalcämie) durch Vitamin D-Gaben auf, solange eine 25(OH)D-Serumkonzentration von 400 nmol/l nicht überschritten wurde [36, 37].“ Übrigens, auch für höhere Werte konnten dort auch keine toxischen Wirkungen angegeben werden.
        2. Meine Beinschmerzen. Sie könnten mit Ihrer Antwort an Karin (27.07.2015) recht haben, dass es auch andere Ursachen geben kann. Andererseits könnte die Besserungsphase sich sehr lange hinziehen. Immerhin musste ich im Dezember/Januar noch einen Rollator benutzen, um beispielsweise Einkäufe zu machen. Jetzt fahre ich ohne Schwierigkeiten Fahrrad, kann auch den einen oder anderen Km ohne Gehhilfen laufen. Rennen geht noch nicht, aber das kann ja noch kommen.Schmerzen können während einer Heilung auch vorübergehend auftreten. So erging es meiner Frau, die verstärkt Schmerzen im Arm bekam bevor ihre Schulter- und Armschmerzen plötzlich ganz verschwanden.Biologisch ist das ja auch bekannt von einer verstärkten Knochengeweberemodulation wie etwa die in Beinen und/oder Armen auftretenden „Wachstumsschmerzen“ bei Kindern.
        3. Vitamin K2. Ich habe mich ausführlicher mit K2 beschäftigt, supplementiere auch mit Vitamin K. Allerdings würde die Darstellung meiner Ansichten den hiesigen Rahmen vielleicht sprengen. Wenn es eine andere Möglichkeit der Übermittlung gibt, lassen Sie es mich wissen. Ich würde es vorziehen.

  • Michael sagt:

    Liebe Frau Gerhard,

    ein spannender und inspirierender Artikel, vielen Dank dafür!

    Ich bin nach dem Vitamin-D „Studium“ etwas verunsichert.

    Ich habe zwar einen niedrigen Wert von 26 bei Vitamin-D gleichzeitig aber einen normalen Calcium Wert von 2,27 . Da ja Vitamin-D deshalb so toll sein soll, weil es den Calcium-Wert optimiert, frage ich mich, ob Vitamin-D-Zufuhr (z.B. „Anhebung auf 60er Wert“) aufgrund meines ja gesunden Calcium-Werts dann überhaupt noch nötig/richtig wäre? Oder ob ich dann vielmehr Gefahr laufe, dass mein Calcium-Wert übersteuert und die Gefäßverkalkung droht?

    Dewseiteren nehme ich nun seit 3 Tagen 3.000 Einheiten am Tag und habe nun Wadenschmerzen in der Nacht bekommen, so dass ich zunächst nicht einschlafen kann. Was konkret bedeutet das, ist dies eine normale Nebenwirkung? Ich kann die Schmerzen mit 400mg Magnesium bislang in Griff bekommen und dann einschlafen, aber verstehe nicht warum, wenn Vitamin-D so toll ist, solch eine Nebenwirkung auftritt, die wieder zum gegensteuern zwingt!? Ist Vitamin-D doch nicht so ungefährlich?

    Leider finde ich nirgends einen Hinweis, wie man im Blut überwachen kann (ohne rein nach dem „guten Gefühl“ gehen zu müssen), ob die eigene Vitamin-D-Therapie sinnvoll für den Körper ist oder ggf. destruktiv. Welche Blutwerte, außer Vitamin-D, kann ich speziell analysieren lassen, um erkennen zu können, ob ich mir was Gutes oder was Schlechtes tue? D.h. welche Blutwerte sollten generell gut stehen oder sich eher weiter verbessern und welche dürften sich nicht verschlechtern? Gerade die drohende Gefäßverkalkung bereitet mir Sorge. Wie kann man insbesondere diese über Blutwerte im Auge behalten?

    Schon jetzt vielen Dank für Ihre Antwort!

    Ganz liebe Grüße, Michael

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Lieber Michael,
      viele Ihrer Fragen werden in diesem neuen Artikel beantwortet, auch bitte die Bücher dazu ansehen. Der übliche Calciumspiegel im Blut sagt fast nichts über einen Vitamin-D.Mangel aus, da unser kluger Körper bei einem Mangel von Calcium im Blut rasch welches aus dem Knochen mobilisiert, denn sonst könnten unsere Zellen gar nicht vernünftig arbeiten. Da der Calcium-Stoffwechsel auf Magnesium angewisen ist, haben Sie wohl einen erheblichen Magnesiummangel und sollten den deshalb erst ausgleichen, ehe Sie höher dosiert Vitamin D einnehmen. Alle übrigen Fragen werden Sie sich nach der Bearbeitung des neueren Artikels selber beantworten können. Andernfalls ruhig noch mal nachfragen. Alles Gute!

  • Melanie sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    vielfach lese ich im Netz das man unbedingt Vitamin K2 zum Vitamin D3 dazu nehmen sollte, am besten auch noch Magnesium, weil D3 alleine nicht oder nur geringe Wirkung zeigen soll.
    Wie mache ich es richtig, wollte jetzt zum Auffüllen mit 20.000 i.E. pro Tag starten, bin etwas verunsichert durch die vielen Berichte im Netz.
    Vielen Dank für Ihre Antwort und liebe Grüße, Melanie

  • Jörg spitz sagt:

    Sehr geehrte Frau Kettner,
    Sie finden den Abstract in der Datenbank pubmed unter folgendem Link:http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20219962.
    Dort können Sie die komplette Arbeit als PDF-Datei herunterladen.

    Die Ergbnisse sind sicherlich auch auf Erwachsene übertragbar, da ich nicht nur persönlich seit der regelmäßigen Einnahme von Vitamin D kaum noch eine Erkältung bekommen habe, sondern das Gleiche von zahlreichen Personen in meiner Umgebung höre.
    Ferner haben wir den Mitarbeitern in einer Firma Vitamin D zur Verfügung gestellt und damit im ersten Winter die Zahl der Krankheitstage um 30% senkien können.
    Mit freundlchen Grüßen
    Prof. Spitz

  • Malena Kettner sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Spitz,
    können Sie mir die Originalstudie der japanischen Kollegen über die Influenza und die Asthmareduktion als Nebeneffekt zukommen lassen? Kann ich die Ergebnisse auch auf Erwachsene beziehen?
    Beste Grüße,
    M. Kettner

  • Kathrina sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
    Sehr geehrter Herr Professor Spitz,

    bei mir wurde Ende November ein extremer Vita D Mangel von 11 ng/ml festgestellt. Ich war natürlich geschockt. Nun hatte ich aber zumindest eine evtl. Erklärung für meine Muskel- und Gelenkbeschwerden. Von meiner Hausärztin wurden mir 500 IE Vigantoletten täglich verordnet. Höher wollte sie wegen Gefahr von Ablagerung in den Organen nicht verordnen. Nun…ich habe gelernt mich grundsätzlich selbst noch zu informieren :-) Also habe ich Anfang Dezember begonnen mit 50.000 IE einmalig anzufluten und dann mit 10.000 IE täglich für insgesamt 44 TAge weitergemacht. Zusätzlich 300 mg MG-Citrat und 200 Mikrogramm K2. VitaD und K2 in Tropfenform. Dann hatte ich 4 Tage Einnahmepause gemacht und erneut einen Bluttest. Mein Ziel war berechnet auf 60 ng/ml zu kommen. Tja, soweit die Theorie. Heute habe ich den Wert bekommen: 19,5 mg/ml. !!! Wie kann das denn möglich sein ? Was habe ich falsch gemacht ? Die Empfehlung des Labors geht wieder in die gleiche theoretische Berechnung die ich auch angestellt hatte. Aber damit komme ich leider nicht schnell genug ans Ziel. Was würden Sie mir raten ? Kann ich die Dosis auf 20.000 IE pro Tag erhöhen für weitere 44 Tage, um zu schauen, ob die Befüllung linear ist ? Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre freundliche Rückmeldung. MfG Kathrina

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kathrina,
      Sie sind ja super, wie Sie das selbstständig hinbekommen haben! Vielleicht kann Ihr Darm das Vitamin-D-Öl nicht genügend aufnehmen? Oder wechseln Sie mal das Präparat. Auch die Laborbestimmungsmethoden sollen sehr schwierig und deshalb sehr wechselhaft sein. Manche Menschen haben eine angeborene Störung des Vitamin-D-Stoffwechsels. Ich kenne auch andere Menschen, die täglich 20.000IE eingenommen haben. Sind denn Ihre Beschwerden besser geworden? Mein Vorschlag: ein anderes Produkt nehmen, die Tagesdosis auf 2-3mal verteilen und in 6 Wochen Kontrolle. Viele Grüße!

      • Kathrina sagt:

        Liebe Fr. Prof. Dr. Erhard,
        vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich habe mir nun ein anderes Produkt in Kapselform mit 20.000 IE bestellt. Ich will es mit dieser Dosis wagen und nach 6 Wochen einen erneuten Test machen. Bei meinem immer noch niedrigen Wert sollte das kein Problem sein. Meine Beschwerden sind leider immer noch sporadisch da. Aber ich bin guter Dinge :-)

  • Karl Mallinger sagt:

    Zitat:

    ____

    Prof. G: „Macht es für meine Gesundheit einen Unterschied, ob ich Vitamin-D durch die Sonne bekomme oder durch Tabletten?“

    Prof. Spitz: „Hier lautet die Antwort eindeutig: ja!“(…)

    ____

    Müsste man diese Behauptung nicht durch eine Studie verifizieren, etwa, wo eine Gruppe von Menschen mit gleichermaßen niedrigem Defizit an Vitamin D in zwei Kontrollgruppen aufgeteilt wird, und bei der einen Gruppe der Mangel an Vitamin D ausschließlich durch Tabletten oder Tropfen behandelt wird und bei der anderen Gruppe ausschließlich durch Sonnenlicht (am besten natürlich im Sommer in einem südlichen Land) – und man dann beobachtet, inwieweit sich die beiden Kontrollgruppen von ihrem jeweiligen Vitamin-D-Mangel erholen? Und ob sich tatsächlich die eine Kontrollgruppe besser und die andere schlechter davon erholt oder beide gleich gut? Danke im Voraus für Antworten.

  • Nadine sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard, vielen Dank für diesen wirklich sehr informativen Artikel. Mein Vit.D Wert liegt bei 24ng/ml. Mein Arzt meinte ich solle auf jeden Fall Vitamin D zu mir nehmen. Jetzt meine Frage: Ist 1.000 I.E. pro Tag ausreichend? Und soll ich bei einer normalen Ernährung nun noch Calzium und Vitamin K2 zuführen? Davon hat mein Hausarzt mit keiner Silbe etwas erwähnt? Ich währe Ihnen für eine Antwort sehr dankbar.

  • M. Franke sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
    Sehr geehrter Herr Professor Spitz,

    bei der Blutuntersuchung hat sich jetzt herausgestellt, das ich an Vitamin D Mangel leide., Vitamin D3, -25-OH 4.34. Fuer mich ist das alles noch neu, daher lese ich mich im Internet viel ein und so fand ich auch das Interview mit Proffessor Spitz. Mein Urologe hat mir jetzt einmal taeglich Dekristol 400 verschrieben. Nach dem ich mich hier eingelesen habe kommt mir das zu wenig vor. Sollte ich die Dosis erhoehen?
    Im Voraus vielen Dank.

    M. Franke

  • Elisabeth sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
    Sehr geehrter Herr Professor Spitz

    Vielen Dank für diese sehr interessante Seite, die ich mit viel Aufmerksamkeit gelesen habe.

    Ich habe meinen Vit.D Spiegel letzte Woche bestimmen lassen und leider hat sich ein sehr schlechter Wert herausgestellt – 7ng/ml (hoffentlich hab ich jetzt die richtige Einheit erwischt) und da ich jetzt innerhalb der letzten 2 Wochen zusätzlich 2x eine hypertensive Krise hatte, 1x mit Krankenhaus, würde mich interessieren ob es da evtl eine Verbindung geben könnte und wenn ja, welchen Dosierungsvorschlag sie hätten.

    Mein Hausarzt hat mit 20000I.E./wöchentlich empfohlen.

    Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen und möchte mich jetzt schon im Voraus herzlich bedanken.

    Mit freundlichen Grüßen
    Elisabeth

  • Rosarot sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Spitz,

    ich nehme seit ca. 2 Monaten Tamoxifen ein. Habe mir nun den Vitamin D Spiegel messen lassen, der Wert liegt bei 21. Mein Hausarzt hat mir aufgrund dessen geraten, Vigantoletten 1000, 1 Tbl. täglich, einzunehmen. Reicht diese Dosis aus, um eine Aufsättigung zu erreichen?

    Um den Verlauf meiner Erkrankung positiv zu beeinflussen, möchte ich den Mangel möglichst rasch kompensieren….

    Für Ihre Antwort vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rosarot

  • renate sagt:

    nehme seid ca 2 Jahre jeden Tag hochdosiertes Vit.D3,50.000i.e, mit K2 und Magnesium ein. Leide unter Fibromyalgie mit starken Medikamenten behandelt.Das Vit D hat bewirkt das meine Schmerzen viel weniger geworden sind. Habe es zwischenzeitlich mit niedriger dosiertem Vit.D versucht ,die Schmerzen kamen sehr stark wieder. Nun sagt man ja das diese Dosis zu hoch ist. Mein Blutwert liegt bei 150. Können Sie mir einen Rat geben oder einen Arzt oder Heilpraktiker nennen woran ich mich wenden kann?
    Grüße Renate

  • Liz sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor, sehr geehrter Herr Professor,

    ich freue mich, diese Seite gefunden zu haben, denn ich suche schon lange nach einer Antwort, ab wieviel Einheiten Vitamin D zusätzlich Vitamin K2 einzunehmen ist. Ich würde mich über Ihre Antwort sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Liz

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Liz,
      dazu gibt es nur Erfahrungswerte. Bei gesunder Ernährung ist es eventuell gar nicht nötig, Vitamin K2 dazu zu nehmen. K2 nehmen Sie bspw. auf durch den Verzehr von Käse, Eiern, Natto. Allgemein wird vorgeschlagen: bis zu 2.000IE Vitamin D 100 mikrogr Vitamin K2 einzunehmen, über 2.000 Vitamin D pro Tag 200mikrogr Vitamin K2. Viele Grüße

  • Lea sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    freue mich sehr, dass ich Ihre Seite gefunden habe und hier wertvolle Informationen zum Vitamin-D-Mangel bekomme.

    Ich bin 29 Jahre alt. Mein 25-OH-Cholec. Wert liegt bei 4.9 ng/ml.
    Mir wurden 1000 I.E. Vitamin D3 (Vigantoletten) von meinem Internisten verschrieben. Gleich am zweiten Tag nach der Einnahme hatte ich starke Muskelschmerzen, die in der Nacht zunahmen. Das ging drei Tage so nach der täglichen Einnahme. Am dritten Tag habe ich mich schlau gemacht und ein Magnesium Direktgranulat (375 mg) eingenommen, aber die Schmerzen waren nachts unerträglich. Mein Arzt hat gemeint, ich solle einfach weiter mit Magnesium ergänzen. Ich war aber so frustriert, dass ich die Vit.D3 Tabletten abgesetzt habe.
    Meine Frauenärztin hat mir dann Dekristol 20 000 I.E. verschrieben.
    Ich traue mich jetzt aber nicht, diese viel höhere Dosis einzunehmen, da ich ja schon bei 1000 I.E. extreme Muskelschmerzen und Erschöpfung erlebte.
    Bin hin und her gerissen, da ich meinen Vit.D-Spiegel unbedingt auffüllen möchte. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und bin seit 2012 mit 88 eingestellt. Aber meine Haare werden immer dünner und lichter, die Nägel sind weich und brüchig; ich denke es liegt auch an meinem erheblichen Vitamin D-Mangel.
    Haben Sie eine Empfehlung für mich? Muss ich mir nun Magnesium, Calcium und K2 besorgen?

    Danke im Voraus.
    Herzliche Grüße
    Lea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lea,
      Sie können stolz auf sich sein! Sie wissen mehr als die meisten Ärzte!
      1. 1.000IE Vitamin D bei den niedrigen Vitamin D Werten ist fast „homöopathisch“!
      2. Wenn Sie jetzt Vitamin D einnehmen, kann es sein, dass Calcium vermehrt aufgenommen wird, und das verschlechtert das Verhältnis von Calcium zu Magnesium, so dass sich ein bestehender Magnesiummangel verstärkt bemerkbar macht.
      3. Vitamin K2 ist offenbar sehr wichtig, damit Calcium in den Knochen und nicht in die Gefäße oder andere Gewebe eingelagert wird.
      Am besten besorgen Sie sich das Magnesiumbuch, das ich Ihnen in dem Artikel über Frühjahrsmüdigkeit im Sommer vorgestellt habe. Darin finden Sie Hinweise zu Ihren Problemen und Tipps, wie Sie durch die Zufuhr von Magnesium über die Haut zusätzlich zur oralen Aufnahme ganz schnell Ihren Magnesiummangel beheben können. Außerdem empfehle ich Ihnen den Vitamin-D-Ratgeber aus demselben Artikel, damit Sie berechnen können, wieviel Vitamin D Sie zu sich nehmen sollten, damit Sie rasch Ihren niedrigen Spiegel anheben können. Wenn Sie hohe Dosen Vitamin D einnehmen, sollten Sie mindestens 200mikrogramm Vitamin K2 zusätzlich einnehmen.
      Viel Erfolg und berichten Sie ruhig mal, wie es Ihnen ergangen ist!

      • Lea sagt:

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

        vielen Dank für Ihre ausführliche und aufmunternde Antwort.
        Ich habe mir das Vitamin-D Heft und das Magnesium-Buch gekauft und freue mich über meine neuen Ratgeber.

        Ich habe bei mehreren Apotheken nach Vitamin K2 in hoher Dosierung gefragt. Leider konnten mir keine konkreten Angaben über Füllstoffe und Dosierung der bestellbaren Präparate gegeben werden, da die Packungen nicht vor Ort waren.
        Im Internet gibt es mehrere Angebote (VegaVital, NordFit), aber ich bin mir nicht sicher, welche Firma empfehlenswert ist. Haben Sie eine Empfehlung wo und von welcher Firma ich mir das Vit. K2 200 mikrogramm besorgen kann?

        Danke im Voraus.
        Herzliche Grüße
        Lea

  • Karin sagt:

    Hallo, auch ich wende mich mal an Sie. Ich habe seit ca. 2 Jahren (anfangs wenig, mitlerweile immer schlimmer) Schmerzen in der LWS. Bei mir wurde ein Gleitwirbel festgestellt und eine Facetteninfiltration durchgeführt, die mir auch geholfen hat. Nun kamen seit Ostern Schmerzen im linken Bein hinzu, die bis jetzt immer schlimmer wurden – mittlerweile kann ich keine 250 m mehr gehen, ohne daß ich starke Schmerzen im Unterschenkel habe. die Orthopäden sprachen immer wieder davon, daß ich meinen Gleitwirbel fixieren lassen soll – was ich allerdings bis dato nicht möchte. Seit kurzem habe ich auch Schmerzen gleich unterhalb der Pobacken. Ich war beim Nervenarzt, Venenarzt und diversen Orthopäden und beim mrt – keine Anzeichen für irgendwas. Ich habe auch diverse Physiotherapien hinter mir – allerdings bisher ohne längerfristigen Erfolg. Die Physiotherapeuten stellten fest, daß meine Muskeln im Unterschenkel „zumachen“ – eine Osteopatin stellte zu dem auch noch fest, daß mein Zwerchfell und mein Beckenboden links stark verspannt sind.
    Ich bin in den Wechseljahren und leide unter depressiven Störungen, Schwitzattacken, Schlafstörungen, Lustlosigkeit, Müdigkeit, komme morgens „nicht in die Gänge“ etc.

    Ich habe vor ein paar Jahren angefangen, mein Blut auf Vit. D testen zu lassen – der Wert lag damals bei 20. ich begann mit 1000 i.-e. Vigantoletten und 1000 mg Calcium. Damit habe ich bis Ende letzten Jahren meinen VitD-Spiegel auf 41 erhöht – war sehr stolz auf mich. Nun habe ich gehört, daß auch dieser wert eigentlich zu niedrig sein soll – kommen meine Beschwerden eventuell daher?

    Ich denke gerade über eine Höherdosierung nach und habe letzte Woche angefangen, tägl. 4000 iE + 1000 mg Calcium einzunehmen, ebenso seit drei Tagen Vit K2 (200 µg).

    Wirkt sich das auf mein Befinden aus? Werden die Wechseljahresbeschwerden besser? Sollte ich die Dosis noch weiter erhöhen?

    Besten Dank für Ihr Feedback
    Karin

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Karin,
      Es ist sicher vernünftig, einen Vitamin-D-Spiegel zwischen 60 und 90 ng/ml anzustreben, und gut, dass Sie jetzt Vitamin K2 dazu nehmen. Vorsicht mit zu viel Calcium, wenn Sie sich normal ernähren. die Nervenschmerzen haben sicher auch noch andere Ursachen. Nehmen Sie denn auch B-Vitamine ein, besonders B12? Die Wechseljahresbeschwerden werden wahrscheinlich nicht allein durch diese Therapie besser werden. unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende frauenärzte, die Ihnen da noch weiterhelfen können. Alles Gute!

  • Andrea sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,
    sie haben mir mit ihren Informationen zum Vit. D ja schon in der Schwangerschaft weitergeholfen. Vielen Dank noch mal dafür! Seit nun knapp 6 Wochen ist mein Sohn auf der Welt und zum Glück putz munter und kerngesund. Schade finde ich nur, das sich scheinbar kein Kinderarzt mit dem mütterlichen Vit. D Mangel in der Schwangerschaft auskennt. ich hatte ja in der 30SSW den Wert messen lassen und er lag bei 3,5. Ich nahm dann 1000IE Vit.D und schaffte damit meine Werte auf 34 zu erhöhen, leider nur für 2 Wochen, dann waren es wieder 17 und trotz der Erhöhgung der Dosis aud 1500iE waren es zur Geburt leider nur noch 13,4. Mein Sohn hat ab dem 5 Lebenstag dann Vitamin D 500iE erhalten. Leo hat wohl erst nach 11 tagen begonnen wieder zuzunehmen, trotz gutem allgemeinbefinden und sehr gutem Trinkverhalten. ich wurde allen ernstes von einem Kinderarzt gefragt ob das mit dem Vitamin D zusammenhängt?! Können sie mir da eine Antwort darauf geben? nachdem Leo seine Tabletten erhalten hat ist er bei gleichen Trinkmengen und Trinkverhalten gewichtsmäßig förmlich explodiert. Und er nahm dann rund 200-300g pro Woche zu ab dem 11Lebenstag.
    Grüße Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      ja, das ist wirklich schade! Die Dosis, die Sie in der Schwangerschaft genommen haben, war wohl doch immer noch zu niedrig, denn das Baby wollte ja auch was abhaben! Leider gibt es keine sicheren Daten, wie hoch man in der Schwangerschaft gefahrlos dosieren kann. Bin noch am Recherchieren. Nehmen Sie denn auch jetzt höher dosiert Vitamin D ein? Empfehle Ihnen dringend den kleinen Patientenratgeber von Gröber, den ich in diesem Artikel vorgestellt habe Dann wissen Sie, dass Sie jetzt hoch dosieren dürfen und wieviel Vitamin D für Ihr Baby gut ist. Viel Freude an Ihrer Familie und liebe Grüße

  • Leitwolf sagt:

    Liebe Dr Gerhard

    Ich hab ein etwas „freakiges“ Problem, mit dem ich aber vielleicht dennoch nicht ganz alleine bin.

    Zur Erläuterung: ich habe einen primären Immundefekt und leide etwa seit meiner Pubertät an Mykosen, die offenbar systemisch sind. Ausserdem habe ich einmal meinen Vit D Spiegel testen lassen: 6,2ng/ml (Anfang Mai)
    Von da an habe ich auf mein Vit D geachtet. Ich musste dann zwei „Nebenwirkungen“ auf jede Zufuhr (egal ob Sonne, Solarium oder Präparat) feststellen: Übelkeit/Brechreiz und Pilzwachstum.

    Pilzwachstum: gemeint sind „Hautmkyosen“ die mit antimykotischen Salben abklingen, und dann für 1-3 Monate verschwinden. Unter Vit D Zufuhr kehren sie aber innerhalb von 24h zurück. Ein Phänomen welches ich über viele Jahre 100fach beobachten konnte.

    Warum? wahrscheinlich wegen Ergosterol, welches eng verwandt mit Vit D ist (tatsächlich wird künstliches Vit D aus Ergosterol hergestellt). Der Pilz dürfte in der Lage sein Vitamin D zu Ergosterol zu synthetisieren oder es als Substitut zu verwenden.

    Ich weiß nicht, ob der Brechreiz auch auf den Pilz zurückzuführen ist, logisch wäre es aber. Naheliegend ist auch, dass der niedrige Vit D Spiegel durch den Mehrverbrauch aufgrund meines Parasiten begründet war.
    Und noch was: seit ich vor einigen Jahren erstmals systemische Antimykotika bekam (die mir damals das Leben retteten) weiß ich, dass auch meine Herzrhyhtmusstörungen (seit der Pubertät..) durch den Pilz verursacht wurden.

    Ich schreibe das, weil die Geschichte einige Zusammenhänge aufzeigt die in der Literatur so nicht zu finden sind.
    lg.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Leitwolf,
      das ist eirklich ein großes Problem bei Ihnen. Ich nehme an, da Ihre Erkrankung in der Pubertät manifest geworden ist, dass auch die Hormone eine Rolle spielen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: antimykotische Therapie, Darmsanierung und parallel hochdosiert Vitamin D auffüllen. Vielleicht finden Sie einen Arzt für Naturheilkunde oder orthomolekulare Medizin, der Ihnen dabei hilft, Ihr Immunsystem, (auch wenn eventuell genetisch mitbedingt!), wieder zu verbessern. Alles Gute!

  • HoDiRo sagt:

    Hallo Fr.Prof. Gerhard,
    das Interview habe ich mit großem Interesse gelesen und dazu habe ich eine Frage, deren Bantwortung sicher nicht nur mich interessiert.
    In den USA und den Niederlanden kann man schon länger wesentlich höhere Dosierungen bei Vitamin D3 frei erwerben und warum gibt es hier in Deutschland nur Vitamin D3 über 2.000 IE auf Rezept. Wir haben uns jetzt Vitamin D3 10.000 IE Kombiniert mit K2 in den Niederlanden besorgt, was in der EU völlig unproblematisch funktioniert und deswegen ist die hiesige „Grenze“ absolut nicht zu verstehen. Nachdem alle Studien bestätigen, dass eine höhere Dosierung nur vorteilhaft ist, sollte doch eigentlich auch bei uns ein Umdenken eintreten.
    Mit freundlichen Grüßen

    HoDiRo

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe HoDiRo,
      das haben Sie aber sehr vernünftig gemacht! Medizinische Mühlen malen bei uns halt sehr langsam! Viele Vorschriften müssten geändert werden, das dauert! Aber wir bemühen uns ja schon sehr, nicht nur die Patienten sondern auch die Ärzte aufzuklären. Viele Grüße!

  • Levent06 sagt:

    Hallo Fr.Prof.Gerhard ich habe mir im Internet Vitamin D3 50.000ie und K2 bestellt können sie mir sagen wie ich die einnehmen muss habe gelesen das mann jeden Tag 100.000ie + 2 kapseln k2 in der ersten Woche und dann jede Woche 1Kapel Vitamin d3 50.000+1kapsel k2 einnehmen soll ich leide seit 13 Jahren an Depressionen und Panikattacken und habe dauerschmerzen am brustbereich auch seit 13 Jahren und Borreliose wurde 2001 diagnostiziert aber leider zu spät behandelt mit Antibiotika zu Zeit nehme ich Mirtel 15mg und Nebilan 2.5 mg bitte um Aufklärung danke und schöne Grüße Levent

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Levent,
      leider kann ich zu Ihren Fragen keine Stellung beziehen. Ich halte nichts davon, ohne Blutwerte einfach irgendwelche Vitamine, deren Qualität nicht bekannt ist, in sich reinzuschütten. Suchen Sie sich unbedingt einen Arzt für Naturheilkunde, der Sie individuell beraten und auf Ihre Symptome und die Wechselwirkungen mit Ihren Medikamenten eingehen kann. Alles Gute!

  • Hans sagt:

    Hallo Fr. Prof. Gerhard,

    ich nehme regelmäßig 7500 IE Vitamin D3 täglich ein. Nun habe ich im Februar, April und Mai den Vitamin D Spiegel bestimmen lassen. Er lag im Feb. bei 48 ng/ml, im April bei 46 ng/ml und heute bekam ich einen Wert von 38,4 ng/ml. Ich bin regelmäßig in der Mittagszeit in der Sonne. Wie kann es sein, das mein Spiegel anfängt zu sinken, obwohl ich soviel Vitamin D3 zu mir nehme. Ich habe mir heute ein Rezept für Dekristol 20.000 IE geholt und nehme nun die 20.000 IE, 3 mal die Woche. Ich würde gerne auf einen Wert von mindestens 60 ng/ml kommen. Aber so wie es aussieht, wirds schwer werden. Was kann man tun und woran kanns liegen ?

    Viele Grüße von Hans

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Lieber Hans,
      Halten Sie sich bloß nicht zu sehr an Laborwerten fest! Wir behandeln doch Menschen und nicht Laborwerte! Die Blutwerte alleine sagen nur etwas über das Blut und nicht, wieviel Vitamin D gerade in der Zelle gebraucht wird. Die Resorption von Vitamin D ist bei den verschiedenen Produkten unterschiedlich, die Halbwertszeiten ebenfalls. Besser als sehr hohe Dosen einmal in der Woche sind morgens und abends eine mittlere Dosis. Am besten besorgen Sie sich den neuen Patientenratgeber von Gröber, da wird Ihnen alles erklärt und auch die Dosierungstricks besprochen. Alles Gute!

  • Melanie sagt:

    Hallo
    bin seit drei Jahren auf der Suche warum ich immer mehr müder und lustlos werde. Ich bringe gerade noch so mein Haushalt fertig und meinen Halbtagsjob. Abends liege ich meist um 8 im Bett sonst packe ich den Tag nicht. An Bewegung ist gar nicht mehr zu denken. Jeder Spaziergang strengt total an.
    Schilddrüsenwerte ok. Eisenspeicher zwischenzeitlich auch aufgefüllt und ok. Blutbild insgesamt vorbildlich. Nun ist mein Arzt noch auf die Idee gekommen Vitamin D zu testen. wurde letzte Woche gemacht, nachdem ich Ostern 10 Tage in Toskana war und nur in der Sonne war und anschließend bei uns hier täglich die Sonne genossen habe. Der Wert ist 18 habe ich gestern erfahren. Ich soll Vitamin D 20000 einmal pro Woche nehmen dann müsst es bis in etwa 5 Monaten ok sein bei meinem Gewicht (100Kg).
    Meine Frage nun gibt es keine Möglichkeit das es etwas schneller geht? Da ist der Sommer ja dann schon wieder vorbei.
    Was würden Sie empfehlen?
    Danke! Liebe Grüße Melanie

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Melanie,
      sicher liegt Ihr Problem nicht nur an dem Vitamin D. 20.000 Einheiten in der Woche ist okay. Zusätzlich werden Sie ja hoffentlich auch noch etwas Sonne bekommen. Ihr Gewicht von 100kg spricht für mich jedoch dafür, dass Sie Ihre Ernährung umstellen müssen, um mit lebendiger Nahrung Ihren Zellen wieder Kraft geben zu können. Fangen Sie mal mit grünen Smoothies an und gehen Sie zu einer guten Ernährungsberaterin. Dann werden Sie sich sicher rasch besser fühlen. Viele Grüße!

  • Andrea sagt:

    Hallo Fr. Prof. Gerhard
    ich habe gerade die neuen Vit. D werte erhalten und mich etwas gewundert. Ich bin ja jetzt in der 35 SSW. Vor 5 Wochen wurde ein Vitamin D Mangel mit einem Wert von 3,5 ermittelt. Seit dem habe ich 1000iE einmal tägl. eingenommen, da sich niemand so richtig an eine Behandlung herangewagt hatte. Nun ist der Wert perfekt: 34,5! bei einem Calciumspiegel von 2,2nmol. Wie kann denn das so schnell gehen? Weil so toll war das Wetter in den letzten Wochen ja auch wieder nicht.
    Sie hatten mir ja sogar geraten 4000iE tägl einzunehmen und selbst dann würde es eine ganze Weile dauern, bis sich meine Werte stabilisiert hätten. Bin froh, aber etwas irritiert. Nur gut das mein baby nun definitv ausreichend versorgt ist und ich nicht doch noch in angeschlossener Kinderklinik entbinden muss, aufgrund des Frakturrisikos.
    Soll ich die 1000iE so jetzt einfach weiter nehmen, bis durch die Stillzeit? Wann würden sie mir nochmal eine Kontrolle empfehlen?
    mit Grüßen Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      das freut mich sehr! Vorausgesetzt, es ist wirklich jedes Mal der 25-OH-Vitamin D-Wert (Speicherform) bestimmt worden und nicht der 1,25(OH2)-Vitamin D-Wert. Und in demselben Labor natürlich, denn auch da gibt es Schwankungen. Ja, einfach die 1.000 weiter nehmen, auch während der ganzen Stillzeit, dann ist Ihr Baby gut versorgt. Jetzt kommt ja der Sommer, hier finden Sie Anweisungen, wie Sie optimal die Sonne nutzen können. Dann würde ich erst im Oktober kontrollieren, damit Sie wissen, ob Sie besser die Einnahme auch im Winter fortsetzen sollten. Viel Glück für Sie und Ihr Baby!

  • Maria sagt:

    Hallo Fr. Prof. Gerhard

    mein Sohn ist seit Dezember laufend krank.(Meist starke Erkältungssymptome)
    Jetzt immer noch leicht erhöhte Temperatur (38 ), Gewichtsabnahme, wenig „power“ als früher, teilweise müder, Kopfschmerzen
    Nun haben wir noch einmal sein Blut testen lassen, unter anderem auch das Vitamin D. Dieser Wert wurde mir nun mit 5,2 ng/ml mitgeteilt.
    Außerdem leichter Eisenmangel und g GT Wert bei 8 IU/L.

    Wie wäre Ihre Vorgehensweise.

    Vielen lieben Dank für Ihre Antwort

  • Michael sagt:

    Guten Tag, ich hatte mir mein D-Spiegel vor ein par Jahren bestimmen lassen, war knapp bei 15ng/ml, nach dem ich ein par Tag überdosiert hatte, und dann danach 5000ie zu mir genommen habe, war mein Spiegel bei ca. 35ng/ml. Mir ging es psychisch dann etwas besser.
    Nun merke ich das mir 5000ie nicht mehr ausreichen, mir geht es körperlich schlechter, vor allem Rückschmerzen, wobei mir meine Muskeln im LWS Bereich schmerzen, trotz Sport und Entspannung, und auch psychisch ist weniger gut.
    Wenn ich dann 10.000ie nehme geht es mir besser, in vieler Hinsicht.
    Nur mein Problem ist, das das auch im Sommer zutrifft, obwohl ich fast jeden Tag 2-3 Std. in der Sonne bin. Wie kann das sein?
    Gibt es ein Gen-Defekt das mein Körper das Vitamin D nicht selber produzieren kann?, Kann man das irgendwie festellen?
    Das ist ja auch eine finanzielle Sache, da ich mir die Kapseln selber kaufen muss, 1Kabsel hat 5000ie., also nehme ich früh meist 2Stück
    Mein sonstiges Blutbild ist hervorragend, kein Mangel, und der Vitamin Spiegel liegt momentan bei 65ng/ml, und trotzdem hab ich Schmerzen und leichte Verstimmung wenn ich nur 5000er nehme
    Gruß
    Michael

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Lieber Michael,
      Lesen Sie sich die zahlreichen Artikel zur Sonne mal durch, dann werden Sie wahrscheinlich herausfinden, dass Sie selten dann, wenn die UV-Strahlung am besten ist (Mittagszeit,) nackt ohne Sonnenschutzmittel täglich eine halbe Stunde in der Sonne sind.
      Sicher gibt es auch Gendefekte, aber das hätte wenige Konsequenzen. Wenn Ihr Blutspiegel jetzt so gut ist, mangelt es Ihnen vielleicht auch an Magnesium oder Kalzium. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Laboruntersuchung und vielleicht kann er Ihnen auch Decristol 20.000 rezeptieren, falls Sie tatsächlich so große Mengen Vitamin D brauchen. Alles Gute!

  • OE sagt:

    Ich bin froh zu hören, dass jemand anderer dasselbe Problem hat: Herzklopfen/Herzrasen von Vitamin D, obwohl die Ärzte sagen, dies sei unmöglich.
    Was tut man, wenn kein Magnesiummangel vorliegt?
    Kann es noch an etwas anderem liegen?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      LIebe OE,
      Auch ein Kalzium-Mangel ist möglich. Da Vitamin D auch Hormonfunktionen hat, sollten Sie Ihre Hormonspiegel Estradiol und Progesteron vom FA überprüfen lassen.

    • Sabine sagt:

      Hallo OE,
      welches Vit. D nimmst Du? Meine Tante bekam von Dekristol 20.000 auch Herzrasen, weil da Erdnussöl drin ist, auf das sie allergisch ist. Wusste Sie nicht. Daher das Herzrasen!

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Sabine,
        das kann gut sein. Deshalb empfehle ich auch immer, einfach das Produkt einer anderen Firma auszuprobieren. Viele Grüße!

        • OE sagt:

          Entschuldigung für die späte Reaktion. Habe verschiedene Präparate ausprobiert, immer dasselbe. Inzwischen sogar auf eine normale Calcium/D3-Tablette mit 1200 CAlcium und 20 mg (oder mygramm)dieselbe Reaktion. Nach kurzer Zeit fängt das Herzklopfen an. Es wurden alle möglichen Werte überprüft, aber angeblich alles normal außer Calcium und D3 Mangel.

          • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

            Liebe OE,
            Sie haben mit Sicherheit einen Magnesiummangel, der bei einer normalen Blutuntersuchung nicht festgestellt wird. nehmen Sie täglich 15mmol Magnesium ein oder, wenn Sie das nicht so gut vertragen, cremen Sie sich mit Magnesium Oil ein. Nach vier Wochen werden Sie auch Vitamin D3 vertragen können.

  • Andrea sagt:

    Hallo Fr. Prof. Gerhard,

    mein Blutwert liegt bei 3,5ng/ml und meine Sectio ist eine Re-re Sectio. Da der Muttermund zweimal trotz 18 Stunden minütlicher Wehen nicht aufging, sind wir jetzt direkt bei der Sectio gelandet. das Baby hat sich bislang auch ganz normal entwickelt und zeigt keine Frakturzeichen.
    Den Rest habe ich ja schon beschrieben.
    mit Grüßen
    Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      bei diesem Wert müssen Sie meiner Meinung nach morgens und abends je 2.000 IE Vitamin D einnehmen. Damit gehen Sie kein Risiko für Ihr Baby ein. Wenn es Ihnen wichtig ist, könnten Sie bei der Sectio gleich aus Nabelschnurblut noch mal Blut für das 25-OH-Vitamin D abnehmen lassen. Alles Gute! Und berichten Sie mal den Verlauf!

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    vor ca. drei Jahren sagte ich zu meinem Hausarzt, dass ich das Gefühl habe keine Kraft in meinen Muskeln speichern zu können. Jede Bergtour wurde ein Gefühl sich in der Hölle zu bewegen – Muskelkater plagte mich nach jeder noch so kleinen Anstrengung. Auch der Versuch den Muskel langsam aufzubauen, funktionierte nicht. Schwindelanfälle, Durchfall, depressive Verstimmung, Schmerzen am ganzen Körper waren die Folge. Ich hatte keine Kraft mehr, musste mehrmals täglich mich niederlegen, hab wie bewusstlos geschlafen um nachts schlaflos durchs Haus zu spazieren. Jetzt war ich im Krankenhaus, nachdem mein Blutbild immer so schön war. Diagnose: Depression und Fibromyalgie. Antidepressiva wurden verschrieben. Ich wehrte mich dagegen, weil ich zwar oft schlecht drauf war, aber ich das Gefühl hatte, dass es nur die Folge meines körperlichen Gefühls war – von Lebensqualität konnte man nicht mehr sprechen. Von einem Arzt zum anderen – der Frauenarzt verlangt nun die Bestimmung des Vitamin D3 – Wertes. Ergebnis 8 ng. Keine weiteren Werte betreffend Vitamine oder Spurenelemente wurde gemacht. Sollte man noch andere Werte bestimmen? Morgen bin ich beim Hausarzt, nächste Woche beim Frauenarzt. In der Zwischenzeit muss ich Oleovit 30 Tropfen einmal wöchentlich nehmen. Was mir auch sehr hilft, ist Akupunktmassage.
    Ich fühlte mich lange unverstanden, als Hypochonder hingestellt – das ist fast noch schlimmer als die Schmerzen, die ich die ganze Zeit verspürt habe.
    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Claudia,
      hat Ihr Oleovit in einem Tropfen 400 IE? Dann sind 36 Tropfen als Stoßtherapie gut. Zusätzlich sollten Sie aber Kalzium und Magnesium einnehmen.
      Ihre Symptome könnten auch zu einer Umweltbelastung (Chemisch oder durch Elektrosmog) und weiteren Nährstoffmängeln passen. Am besten Suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, der weitere Tests machen kann, denn ich bezweifle, dass Ihr Zustand nur durch den Vitamin-D-Mangel hervorgerufen wurde. Gute Besserung!

  • Andrea sagt:

    Hallo Fr. Prof. Gerhard,

    ich wollte nur mal schnell eine Rückmeldung geben. Ich bin mittlerweile in der 34 SSW und mitten in der Informationsschleife für wiedersprüchliche Aussagen gelandet. nachdem ich mit einem Endokrinologen gesprochen habe, welcher Vitamin D in der Schwangerschaft komplett ablehnt, aufgrund der Passage im Beipackzettel:Tagesdosen über 500 I.E./d
    Während der Schwangerschaft sollten Vigantoletten 1000 I.E. nur
    nach strenger Indikationsstellung eingenommen und nur so dosiert werden, wie es zum Beheben des Mangels unbedingt notwendig ist. Überdosierungen von Vitamin D in der Schwanger­schaft müssen verhindert werden, da eine langanhaltende Hypercalcämie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) zu körperlicher und geistiger Behinderung sowie angeborenen Herz und Augenerkrankungen des Kindes führen kann.
    Immerhin sei ja jetzt Frühling und ich Schwanger und vor 10 jahren hätte niemanden dieser Wert interessiert!
    Jenachdem mit wem man spricht erhält man die Aussage von 400IE, 800IE, 1000iE, 2000-4000IE und 10000 – 20000 iE! genauso ist es mit den folgen für das Kind: Von macht gar nix, über erhöhtes Risiko für Lebensmittelallergie, erhöhtes Frakturrisiko, Behinderungen, Herz und Augenerkrankungen ist alles dabei. Ist halt die Frage der Fachrichtung. Gynäkologe, Endokrinologe, Kinderarzt und Kinderorthopäde, jeder hat seine Aussage aber keiner hat wirklich Ahnung von Vitamin d mangle in der Schwangerschaft und den möglichen Auswirkungen auf das Baby. Ich habe jetzt mal hr. Gröber angemailt und hoffe er kann mir weiterhelfen. ich möchte doch einfach nur wissen, was beim Baby kontrolliert oder an Vitamin D wann in welcher Dosierung gegeben werden soll. Und ob meine Sectio in angeschlossener Kinderklinik erfolgen sollte. Aber scheinbar ist es schon zu schwer, hier eine adäquate Aussage für mein Baby zu erhalten. Was meinen sie denn dazu?
    lg Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      wie ist denn Ihr Vitamin D-Wert im Blut? Dann wissen Sie doch ganz schnell, ob Sie einen Mangel haben und wie viel Sie einnehmen sollten!
      Da ich nicht weiß, warum Sie eine Sectio bekommen, kann ich Ihnen keine Empfehlung zur angeschlossenen Kinderklinik geben. Besteht das geringste Risiko, dass Ihr Kind unter oder nach der Geburt Probleme haben sollte, dann natürlich nur mit angeschlossener Kinderklinik. Alles Gute!

  • Marcel sagt:

    Wenn Sie hohe Dosen D3 einnehmen, vergessen Sie nicht, eine entsprechende Menge Vitamin K2 zu sich zu nehmen.

  • Andrea sagt:

    Liebe Frau Prof. Gerhard,
    endlich finde ich einige Informationen über Vitamin D Mangel in der Schwangerschaft.
    Auf mein eigenes Drängen hin, wurde bei mir der Vit D Wert im Serum, vom Hausarzt gemessen. Ergebniss: 3,5ng/ml! Ich habe mich erstmal erschreckt, da sich niemand so wirklich hier auskennt. Mein Gynäkologe hat sich mehr dafür interessiert, warum ich den Wert nicht bei ihm habe bestimmen lassen zum selbstkostenpreis natürlich, weil die Bestimmung ist ja teuer. Dazu möchte ich sagen, das mein Hausarzt sofort bereit war den Wert als Kassenleistung zu messen, Begründung: Meine Mutter hatte mit 30 bereits Osteoporose, ich bin sehr Sonnenepfindlich und kann nur mit hohen LSF im Sommer nach draußen, also min. LSF 25 und ich bin in der 30 SSW mit diversen Komplikationen, von Blutungen, drohendem Abort, Harnverhalt bis zu Atemwegsinfekten seit 6 Wochen.
    Die Empfehlung des Hausarztes war nun 1000 iE tägl. und kontrolle nach Geburt. Allerdings ssagte er auch direkt das es sich im Schwangerschaftsfall nicht auskennt. Wer kann mir denn nun weiterhelfen? Sollte beim Baby oder in der Schwangerschaft noch etwas kontrollieren lassen? Vielen DAnk für die Info

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      gut, dass Sie jetzt von Ihrem Vitamin-D-Mangel wissen! 1.000 IE/Tag sind aber viel zu wenig, Sie müssen ja erst mal aus dem Keller raus! Wenn Sie nicht schwanger wären, hätte ich Ihnen täglich 20.000 IE über eine Woche geraten und dann reduziert. Mit Schwangerschaft bin ich vorsichtiger und würde Ihnen empfehlen, morgens und abends je 2.000 IE einzunehmen. Lesen Sie auch diesen Artikel zur Dosierung von dem Spezialisten Uwe Gröber. Leider gibt es keine Erfahrungen mit der Hochdosistherapie (10.000 IE/Tag) in der Schwangerschaft. Lassen Sie in 4-6 Wochen mal die Blutwerte von 25OH-Vitamin D kontrollieren. Ich vermute aber, dass Sie einige Monate brauchen werden, bis Sie einigermaßen vernünftige Werte im oberen Normbereich haben werden. Wichtig: auch in der Stillzeit weiter einnehmen. Alles Gute! Und berichten Sie mal, wie es später Ihrem Baby und Ihnen geht!

  • Marietta sagt:

    In sehr jungen Jahren war ich Fotolehrling mit ständiger Arbeit in der Dunkelkammer. Nach einiger Zeit ging es mir scheußlich schlecht. Meine Eltern haben mich schließlich zu Labor-Untersuchungen in ein Krankenhaus geschickt. Die Untersuchungen wurden nach allen seinerzeit möglichen Richtlinien durchgeführt.
    Frage das Arztes anschließend an mich: Warum sind Sie hier; Sie sind doch völlig gesund. Zufälligerweise hatte er zwei Tage vorher erlebt, dass ich einen Konzertsaal verlassen musste, weil mir schlecht geworden war.Seine Frage dann: Was machen Sie beruflich? Ich bin Fotolehrling. „Ach, du dicker Vater!!! – und da wundern Sie sich? Ein Salatkopf, den man in den Keller legt, wird auch gelb!.“
    Sein „Befehl“! Urlaub so schnell wie möglich und mindestens 14 Tage an die Nordsee! So viel wie möglich draußen sein, und später, zu Hause, regelmäßig 5 Minuten Höhensonne vor dem Schlafengehen. Erst dann die Decke! “ Es ging mir anschließend bestens!

    Das ist etwa 65 Jahre her.
    Ende 2013: elendiglich müde, lustlos,schwach, appetitlos und Nasen-Nebenhöhlenentzündung.
    Der „Dorfarzt“ schickt mich in ein Krankenhaus zur gründlichen Untersuchung. 9 Wochen lang wurde ich nach allen Regeln der modernen Medizin untersucht. RT,MRT,Spiegelungen……. Jedesmal anschließend die Frage: Warum sind Sie eigentlich hier? Sie sind doch völlig gesund! Wir haben nichts gefunden, weswegen wir Sie auffordern könnten, sich vielleicht in zwei Monaten noch einmal testen zu lassen. Ab nach Hause – weiter elend, schwach und appetitlos. Meine Tochter plante bereits, für mich ein Altersheim zu finden.
    Dann: Ein rettendes Gespräch mit einer Freundin (APOTHEKERIN!) Sie hat Erfahrung durch Kunden, die nach einer ähnlichen Situation ebenso hilflos, blass und abgemagert waren. Denen hat sie Vitamin D verkauft.
    Dem Dorfarzt habe ich dann leider sagen müssen, dass ich darauf bestünde, dass er einen entsprechenden Bluttest mit mir durchführen solle. Wenn auch zögerlich – es geschah. Ergebnis! Vitamin D nahezu nicht mehr vorhanden. Endlich wurde es mir verschrieben, und langsam, aber fortlaufend ging/geht es mir wieder gut.
    Im Nachhinein bin ich zornig (obwohl alle behandelnden/prüfenden/spiegelnden…Ärzte denkbar freundlich und human mit mir umgegangen sind) warum gehört dieser wirklich kleine und billige Test nicht in
    j e d e Erst-Untersuchung?
    Ich nehme weiterhin Vigantoletten, und weiterhin geht es mir gut.

    Möge es noch weiterhin so bleiben – und möglichst ohne Altersheim!

    Hofft Marietta

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Marietta!
      wenn doch endlich ALLE Ärzte Ihre Zeilen lesen würden! Ich kann auch nicht verstehen, dass diese eigentlich einfachste Sache der Welt nicht berücksichtigt wird! Es könnte so viel Geld und Leiden gespart werden. Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie uns Ihre Geschichte geschickt haben. Ich wünsche Ihnen weiter ganz viel Gesundheit, Selbständigkeit und Lebensmut! Herzliche Grüße

  • Anna sagt:

    Da ich 65 Jahre Schmerzen auf beiden Seiten der Hüfte, Leistenschmerzen und im unteren Rücken Schmerzen hatte,
    habe ich das Vitamin D 3 bestimmen lassen.
    Ergebnis 16- ng. Obwohl ich Vegetarierin bin war der Vit. !2 Spiegel
    bei 525 pg. Ich vermute der hohe Spiegel ist auf die Einnahme von
    Grünlippmuscheln zurückzuführen.
    Außerdem ist mir immer kalt im unteren Rückenbereich, Po und Oberschenkel.
    Die Ärztin hat mir nun Dekristol 20000 mg einmal in der Woche verordnet. Seit 9.3. nehme ich nun jeden Tag diese 20000 mg ein und
    die Schmerzen haben nachgelassen. Kalt war ich an paar Tagen nicht und heute bin ich wieder so unangenehm eiskalt.
    Meine Frage: Soll ich nun jeden Tag das hochdosierte D 3 einnehmen oder nur 1 x in der Woche?
    Ist die Kälte auf den Mangel zurückzuführen. Konnte diesbezüglich im
    Netz nichts finden.
    Vielen Dank schon mal für die Antwort.
    Anna

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Anna,
      Sie können ruhig noch eine Woche lang die 20.000 Einheiten nehmen, dann auf zweimal die Woche reduzieren. Den Vitamin-D-Spiegel in 4 Wochen kontrollieren lassen (25-OH-Vitamin D). Ob die Kälte daher kommt, weiß ich nicht. Sicher täte Ihnen eine Akupunktur und Behandlung mit chinesichen Kräutern sehr gut! Viele Grüße!

  • Margit sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,

    vielen Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis die Präparate kinesiologisch testen zu lassen. Das werde ich gerne ausprobieren.
    Denn immer neue Präparate zu kaufen, ist auf Dauer zu teuer, wenn ich sie dann nicht nehmen kann. Es wurde noch weitere Vitamine und Mineralstoffe getestet und einen Mangel festgestellt:

    Magnesium 0,78 mmol/l
    Selen 55 µg/l
    Folsäure 5,4 ng/l

    Folsäure wird jetzt per Spritzen zugeführt. Selen als Tropfen und Magnesium als Infusion. Die Spritzen und Infusionen beim Arzt und die Tropfen nehme ich täglich zu Hause nach Anweisung ein.

    Gerne berichte ich Ihnen, wie es weitergeht. Kann Vitamin D auch transdermal angewendet werden?

    Ich bedanke mich für Ihre Hilfe im voraus. Ihr Webmagazin hat mir schon sehr oft weitergeholfen und ich empfehle es gerne weiter, auch ihr Buch ist ein wunderbarer Begleiter im Alltag.

    Herzliche Grüße
    Margit

  • Margit sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhardt,

    gerne möchte ich mich mit einer Frage zu Vitamin D an Sie wenden.
    Ich habe einen starken Vitamin D Mangel (laut Blutanalyse: 2,3 ng/ml).
    Leider vertrage ich weder Vitamin D Tabletten, noch Vitamin D Öl noch Vitamin D Tropfen. Nun weiß ich mir keinen Rat mehr. Egal wie gering die Dosierung ist, reagiere ich mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen und Schweißausbrüchen. Gibt es noch andere Möglichkeiten oder Präparate, die besser verträglich sind? Ich bedanke mich im voraus für Ihre Einschätzung und die damit verbundenen Bemühungen.

    Herzliche Grüße

    Margit

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Margit,
      es kann sein, dass Ihnen auch noch andere Vitamine, Spurenelemente oder Mineralien fehlen. Die Beschwerden klingen nach Magnesiummangel, nehmen Sie das mal auf jeden Fall zusätzlich. Vielleicht finden Sie auch einen Therapeuten, der kinesiologisch oder mit anderen energetischen Methoden austesten kann, was am besten für Sie wäre. Berichten Sie doch mal, was Ihnen geholfen hat. Alles Gute!

  • manuela sagt:

    Hallo, ich habe eine frage. Ich leide schon seit vielen jahren an Durchblutungsstörungen in den beinen. Ich nehme deshalb regelmaessig verschiedene medikamente. Ich habe kürzlich gelesen, dass dann bestimmte vitamine kontraproduktiv sind. Gehoert vitamin d dazu oder wuerde es sinn machen, einmal den spiegel bestimmen zu lassen ? Dazu muss ich sagen, dass ich sicher zu wenig in der sonne bin. Ich bin bald 55 j alt und mein problem ist, dass ich beruflich stark eingespannt bin. Ich waere für eine antwort dankbar. Manuela

  • Regine Necker sagt:

    Hallo.mein vitamin d spiegel lag bei 30ng.bin in den wechseljahren.habe ständig verspannungen .nehme jetzt vitamin d ein.mal gucken ob es besser wird.nehme 1000IE

  • Maria sagt:

    Hallo Frau Prof. Gerhard,

    Nach 7 Monatiger Arbeitsunfähigkeit wegen Schmerzen in den Beinen ausstrahlend vom Sitzbeinhöcker, hat mein Hausarzt den Vitamin D Spiegel, den Östrogenwert und Borreliose messen lassen. Ich konnte keine halbe Stunde sitzen ohne Schmerzen.
    Da ich bei allen Spuren, die Besserung versprechen im Internet nachlese bin ich unter anderem auf Vitamin Delta und Videos von Prof Sitz gestoßen. Bei vielen der genannten Symptome konnte ich einen Haken dahinter machen: ich litt seit Jahren unter Schlaflosigkeit mit nächtlichen Panikattacken, war müde, abgeschlagen und reizbar, trotz Meditation und Yoga, litt seit 35 Jahre unter Migräne und hatte seit 2 Jahren stärker werdende Schmerzen in Hüfte, Isg und Beinen, ohne MRT Befund. Im Juli hatte ich dann einen Zusammenbruch mit Lymphangitis und konnte seither nicht mehr arbeiten. Alle oben genannten Symptome kamen in lustiger Reihenfolge immer wieder, ergänzt durch Blasenentzündungen und Tinitus. Ich suchte also nach einer gemeinsamen Ursache und hoffte sie im Vitamnin D Mangel gefunden zu haben.
    Dann kam das Ergebnis der Laboruntersuchung, 24 ng Vitamin D, 16 Östrogen und Borreliose Antikörper waren nicht zurückgegangen. Mein Arzt hat keine Einnahme von Vitamin D empfohlen. So da lag (Sitzen geht ja nicht) ich nun deprimiert rum und las über Borreliose (dagegen hatte ich schon 8 Wochen Antibiotika genommen und in der Zeit starkes Herzrasen, Schwindel, Bluthochdruck gehabt). Die Symptome der Borreliose sind meiner Meinung nach ähnlich.

    Dann hab ich gelesen, dass es Borreliosepatienten gibt, die Vitamin D nehmen um Besserung zu erreichen. Also entschloss ich mich nicht zu warten sondern Vitamin D hochdosiert auf 40 nl zu erhöhen – Dekristol hatte ich von einer Orthopädin, die beginnende Osteomalzie diagnostiziert hat.
    Am 2. Tag der Einnahme ließen die Schmerzen in den Beinen nach. Am 5 Tag konnte ich sitzen!
    Allerdings wachte ich mit starken Kopfschmerzen und Bluthochdruck auf und hatte im Laufe des Tages immer wieder Schwindel. 160 000 iE hatte ich am 1.+ 2. Tag genommen. Am 6. Tag ging es mir super. Am 7. Tag nach der 2. durchgeschlafenen Nacht, war ich bei der Krankengymnastik, die feststellte, dass die bis dahin immer schmerzenden Triggerpunkte selbst bei starkem Druck nicht reagierten. Ich war euphorisch und erzählte jedem von dem Erfolg. Am selben Tag nahm ich die erste Erhaltungsdosis 1 Dekristol.

    Am Tag darauf wachte ich um 5h mit Herzrasen auf, der diastolische Blutdruckwert blinkte und ich hatte das Gefühl als Rausche etwas durch den Körper. Im Laufe des Tages wurden die Blutdruckwerte nach Bewegung besser. In Ruhe stieg der Blutdruck immer an und das Rauschen setzte wieder ein. Ich habe mich kaum getraut ins Bett zu gehen und hatte eine schreckliche Nacht.
    Gegen morgen hörte das Rauschen auf und die Blutdruckwerte waren normal.
    Da ich ja hochdosiert Vitamin D eingenommen habe sank der Spigel nur sehr langsam. 3 Wochen nach der letzten Einnahme waren die Symptome so stark, dass ich mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus kam. Dort wurde dann ein viel zu hoher Calziumwert festgestellt und die Symptome verschwanden ohne Medikation. Dafür kamen die bekannten Beschwerden beim Sitzen und Stehen zurück.

    Nach 1 Woche Ruhe für meinen Körper und wieder Anstieg der Schmerzen im Becken, begann ich 1000iE D3 in Gel aufzulösen und auf die schmerzenden Bereiche aufzutragen. Die Schmerzen wurden besser. Nach ca 1 Woche tägichen cremens waren die Knochen und Gelenkschmerzen wieder sehr viel besser, doch der Blutdruck stieg an. Jetzt habe ich gelesen, dass Vitamin D3 die Aufnahme von Calcium verbessert, das Parathormon in seiner wirkungsweise hemmt und erst Vitamin K2 den Einbau in die Knochen begünstigt.
    Der Parathormonspiegel wurde noch nicht gemessen und die Nebenschilddrüse nicht untersucht. Ich fürchte es kommt raus, dass ich die Finger von Vitamin D lassen soll, obwohl es bei den Knochen- und Muskelschmerzen besser hilft als jedes Schmerzmittel. Was raten Sie mir, soll ich jetzt Vitamin K2 einwerfen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Maria

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Maria,
      Sie sollten zu einem Endokrinologen gehen, der genau Ihren Stoffwechsel überprüft. Und wenn Sie den nicht finden, dann zu einem Arzt für Naturheilkunde, der sich mit Nahrungsergänzungen auskennt. Alleine irgendwas einzuwerfen, auch wenn es hilft, kann sehr gefährlich werden. Vitamin K2 ist sicher wichtig, aber auch Magnesium, Q10 usw. Alles Gute! Es ist toll, was Sie schon selber herausgefunden haben!

  • Doris N. sagt:

    An Lisa:

    Hallo,
    wenn man wenig Fleisch isst, kommt es häufig zu einem unentdeckten Vit. B12 Mangel. Der Arzt(ggf. auch man selbst) kann das testen über Methylmalonsäure im Urin (aussagekräftiger als die Blutanalyse!).
    Das kann u.U. solche Symptome auslösen.
    Im Fall einer Substituierung sollte auch Folsäure und Biotin eingenommen werden, einfach mal den Arzt drauf ansprechen…
    p.s. die in Gynvital enthaltene Menge muss nicht ausreichend sein, wenn sehr basisch gegessen wird, reicht vielleicht der intrinsic-faktor nicht aus für die Aufnahme. Dann könnten 500 Mikrogramm z.b. Methylcobalamin helfen, die durch die hohe Konzentration auch ohne den Weg über intrinsic-faktor eine Aufnahme von etwa 15 Mikrogramm erlauben.
    LG Doris

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Doris,
      vielen Dank für den Hinweis auf den Vitamin B12-Mangel. In diesem Artikel „Zivilisationskrankheiten durch Vitamin B12 Mangel“ wurde ausführlich dargestellt, wer gefährdet ist und wie man ihn festestellen, bzw. behandeln kann. Einen Zusammenhang mit Juckreiz am Körper habe ich allerdings noch nie festgestellt. Da Ihr Link auf eine professionelle Geschäftsseite führte, die viel verkaufen will, konnte ich ihn nicht mit abdrucken. Viele Grüße

  • Mirella T sagt:

    Liebe Frau Dr Gerhard,

    Bei meiner Tochter (5) wurde nach langem Suchen vor zwei Wochen ein erheblicher Vitamin D Mangel festgestellt mit 8 ng / ml … Sie hatte bzw hat am laufenden Band atemwegserkrankungen die sehr lange andauern, immer wieder blasenentzündungen (ohne Auffälligkeiten bei Untersuchungen), klagt ständig über Knie Schmerzen, ist sehr blass, dauermüde, energielos und seit kurzem öfters Kopfschmerzen und Rückenschmerzen ich darf sie kaum berühren an paar Stellen am Rücken schmerzbedingt …. Sie musste schon als Baby die dreifache Menge Vitamin d bekommen da ihr Kopf sich wie ein Tennisball eindrücken lies… Sie war eine Frühgeburt von 6 Wochen hatte es darauf zurückgeführt … Ich hatte beim Wechsel zu meiner jetzigen Kinderärztin deshalb nichts darüber erwähnt …. Doch jetzt wieder das Ergebnis Vitamin D Mangel…. Sie bekommt jetzt 20 tropfen vigantolöl täglich über zwei Monate danach möchte die Ärztin eine erneute Blutprobe … Ob ihr Körper das Vitamin auch sozusagen angenommen hat oder ob es andere Ursachen gibt..?
    Jetzt die Frage an Sie, denken Sie dass ist ausreichend ? Für mich Sind die zwei Monate auch eine Ewigkeit vorallem nachdem sie jetzt schon wieder mit hohem Fieber und einem Virus flach liegt, der letzte Infekt liegt erst 1 1/2 Wochen zurück… Sie gefällt mir überhaupt nicht und deshalb mache ich mir nun große sorgen …. Zumal ich auch gelesen habe welche schwerwiegenden Auswirkungen ein Vitamin D Mangel über einen längerem Zeitraum haben kann … Danke für ihr Antwort
    Liebe Grüße
    Mirella T.

    Ps wissen Sie ob es möglich ist Herrn Prof Dr Spitz zu kontaktieren bzw Sie bei ihm vorzustellen ?

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Mirella,
      Prof. Spitz können Sie sicher über seine Webseite, bzw. e-mail erreichen.
      So ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel steht meistens nicht alleine da. Sicher fehlen Ihrer Tochter auch andere Vitamine und Spurenelemente. Auch kann sein, dass sie Vitamin D vielleicht nicht richtig verarbeiten kann. Sicher muss auch die gute Darmflora aufgebaut werden, wenn sie so oft krank ist. Die jetzigen Beschwerden könnten auch auf eine beginnende Rheumaerkrankung hindeuten. Ich würde an Ihrer Stelle mal die endokrinologische Abteilung einer Kinderklinik aufsuchen, die gibt es an den Universitäten. Ihre Ärztin ist sicher vorsichtig bei der Vitamin-D-Dosierung, denn die Vitamin-D-Gabe muss auch im Gleichgewicht mit Kalzium stehen, damit der Knochen nicht weich wird. Da Ihre Tochter als kleine Frühgeburt ja schon viel mitgemacht hat, würde ihr sicher auch eine begleitende konstitutionelle homöopathische Behandlung gut tun. Gute Besserung!

  • Michaela sagt:

    Hallo,

    Ich hab gestetn das Ergebnis von meinem vitamin D test bekommen.
    Er liegt bei 19,4ng/ml. Mein neurologe meinte 1000 I.E. wuerden taeglich reichen, aber ich denke dass
    Das zu weinig ist…. Welche Dosis wuerden Sie mir empfehlen?
    Vielen Dank!

  • Lisa sagt:

    Liebe Frau Dr. Gerhard,

    wir „kennen“ uns schon aus dem Forum unter Ihrem Artikel zum Progesteron, wo Sie mir sehr weitergeholfen haben. Ich bin sehr glücklich, das Netzwerk Frauengesundheit gefunden zu haben und freue mich schon auf die Lektüre Ihrer Bücher.

    Vielen Dank auch für diesen aufschlussreichen Artikel über Vitamin D.

    Ich habe auf eigenen Wunsch meinen Vitamin D Status in der 7. SSW bestimmen lassen. Ergebnis: 37 nmol/l (laut eigener Umrechnung entspricht das 14,8 ng/ml, also einem erniedrigtem Wert). Calcium ist ausreichend bei 9 mg/dl.

    Auf Empfehlung des Arztes nehme ich seitdem Vitamin D 800 iE/Tag. Folgt man jedoch den Studienergebnissen von Prof. Hollis, so sollte man in der Schwangerschaft eher 4000 iE supplementieren. Andererseits entnehme ich einer sehr interessanten neuen Doktorarbeit zum Vitamin D-Bedarf in der Schwangerschaft, die zahlreiche aktuelle Studien gesichtet hat, dass gerade in südeuropäischen Ländern und auch in Asien (China, Japan) die Mehrzahl (!) der Frauen Werte von 30 nmol/l aufweist. Da diese Frauen ja auch „gesunde“ Kinder zur Welt bringen, frage ich mich, ob die Vitamin D Supplementierung nicht vielleicht doch überbewertet oder u.U. schädlich sein könnte (Stichwort: Fehlbildungen).

    Denken Sie vor diesem Hintergrund, dass bei einem Wert von 37 nmol/l bzw. 14,8 ng/ml eine Supplementierung von 800iE/Tag ausreichend ist oder würden Sie höher dosieren? Ich bin jetzt in der 11. SSW und hätte in den Monaten Mai bis August ja noch die Möglichkeit, auch über die Sonne den Vitamin D Status zu verbessern. Oder wäre es gerade jetzt im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel wichtig, den Vitamin D-Spiegel anzuheben?

    Um Ihnen noch etwas Hintergrund zu geben:

    Alter 42, normalgewichtig, vergangenes Jahr missed abortion, wahrscheinlich wg. inzwischen nachgewiesener Blutgerinnungsstörung
    Ernährung: Fleischlos, kaum Milchprodukte, viel Gemüse, 3 x Fisch/Woche (Bio Zuchtlachs), keine verarbeiteten Lebensmittel, alles frisch zubereitet. Aktuelle Medikation: Täglich 40 mg Clexane, 2 x 1 abends Progestan. Nahrungsergänzung: Morgens Eisen (Curryblatteisen, nach jüngsten Studien mit sehr hoher Bioverfügbarkeit), Mittags GynVital, abends Vitamin D und etwas Calciumpulver, vor dem Schlafengehen Magnesium 120 mg. Bei allen Präparaten (außer Gynvital) handelt es sich um Reinsubstanzen in Cellulosekapseln oder Pulver ohne Zusatzstoffe. Allgemeiner Gesundheitszustand: Gut, aber seit dem 12. Lebensjahr leide ich sehr unter immer wiederkehrendem Jucken, ausgehend vom Intimbereich, aber teilweise auch an den Beinen und manchmal am ganzen Körper, verbunden mit Schlafstörungen. Niemand konnte bislang etwas finden oder mir weiterhelfen, auch jetzt in der Schwangerschaft habe ich es an manchen Tagen. Eigentlich habe ich die Hoffnung auf Besserung fast aufgegeben, aber vielleicht haben Sie ja auch hier noch einen Tipp?

    Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Rückmeldung!

    Mit freundlichen Grüßen
    Lisa

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Lisa,
      Ich bin der Meinung, dass 800IE Vitamin D/Tag im der Schwangerschaft zu wenig ist, wie Sie ja auch in den Artikeln der Spezialisten gesehen haben.
      Wegen des Juckreizes kann ich Ihnen nicht viel sagen, häufig handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Unverträglichkeit von Kleidungsstücken, bzw. Waschmitteln oder Kosmetika. Eine eingehende Anamnese könnte da weiteren Aufschluss bringen. Viele Grüße!

  • Bianca sagt:

    Hallo ich leide stark unter vitaminmangel D. Habe meinen Wert messen lassen der liegt jetzt bei 3,2 ng/dl. Mir geht es voll mies. Bin nur noch müde lustlos kraftlos schwindelattacken, Herzklopfen teilweise übel. Werde jetzt mit 20000 dekristol einmal pro Woche anfangen. Bin ein absoluter sonnen mensch warum der Wert soweit unten ist keine Ahnung.Leide auch unter Depressionen. Lg Bianca Grabowsky

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bianca,
      auch „Sonnenmenschen“ leiden oft unter Vitamin-D-Mangel. Gründe: immer angekleidet in der Sonne, Sonnenschutzcreme, die Haut kann nicht genug Vitamin D fabrizieren, der Vitamin-D-Verbrauch ist zu hoch usw. Bei so niedrigen Werten kann man durchaus für eine Woche jeden Tag 20.000 IE schlucken. Mal nachdenken, ob nicht noch mehr Vitalstoffe fehlen könnten, würde mich bei den Symptomen nicht wundern. Gute Besserung!

  • Bianca sagt:

    Hallo nach langen Jahren der qualen der depression wo kein Ad wirkte habe ich ein Marathon laufen der Ärzte hinter mir. Nun endlich stellen sie einen vitamin d mangel fest. Er ist bei 3,2ng/l.Ich habe soviele symptome und mir geht es total mies. Nix essen nur müde keine Kraft mehr übel erbrechen ab und zu. Hab auch magnesium mangel.Folsäuremangel und b12 mangel. Soll ich jetzt 20000 dekristol täglich nehmen??

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Bianca,
      über Internet darf ich keine individuellen Dosierungsempfehlungen geben. Wenn Sie so viele unterschiedliche Mangelerscheinungen haben, darf man nicht nur mit einer Substanz hochdosiert ergänzen. Denn unser Stoffwechsel ist viel zu kompliziert und braucht auch die anderen. Suchen Sie sich bitte einen Arzt für Naturheilkunde oder Orthomolekulare Medizin, der Sie richtig einstellen kann. Viel Erfolg!

  • AndreaV sagt:

    Guten Tag,

    vielen Dank für Ihre Antwort. Den Artikel kannte ich schon. Es ging mir mehr um die tägliche Höchstdosis in der Schwangerschaft. Im Netz findet man Informationen, dass 4000IE oder sogar 10000IE täglich in der Schwangerschaft unbedenklich scheinen. Von einer Dosis von 20000IE tgl in der Schwangerschaft lässt sich leider gar nichts finden. Ich denke, es gibt einfach keine Studien darüber. Erschreckend ist doch aber auch, dass die Gynäkologen über Vitamin D Mangel nicht informieren und kaum Bescheid wissen und der Vitamin D-Spiegel in der Schwangerschaft normalerweise überhaupt nicht überprüft wird, bzw dazu geraten wird.

    MfG Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      da stimme ich Ihnen zu, aber es tut sich etwas. Es dauert nur immer sehr lange, bis sich die wissenschatlichen Fachgesellschaften zu einer allgemeingültigen Empfehlung durchringen. Alles Gute!

    • Supermama sagt:

      Liebe Andrea,
      Sie brauchen in der Schwangerschaft keine Angst vor Überdosierung haben, im Gegenteil. Ein zu niedriger Spiegel ist schädlicher. Unter optimalen Bedingungen kann der Körper physiologisch 20.000IE Vitamin D am Tag produzieren. Also genau so machen, wie der Arzt verordnet hat und frühestens nach 8 Wochen Kontrolle des Spiegels. Zielwert 40-50 ng/ml bzw. 100-150 nmol/ml.
      Alles Gute
      Supermama
      Und dran denken: dem Neugeborenen unbedingt Vitamin D auch nach dem 1. Lebensjahr weitergeben und anhand des Körpergewichtes die Dosis erhöhen.

  • AndreaV sagt:

    Guten Tag,

    ich 41 Jahe alt und in der 21. Woche schwanger mit meinem dritten Kind. Mein Vitamin D Spiegel liegt bei unter 10.Also fast nicht mehr nachweisbar sagt mein Arzt.Ich soll jetzt zum Auffüllen 10 Tage lang 1Kps Dekristol 20000IE einnehmen und danach täglich 2 Tbl Vigantoletten 1000IE. Haben sie Erfahrung mit so hohen Einheiten von 20000IE tgl in der Schwangerschaft?
    Viele Grüße
    Andrea

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Andrea,
      ich sehe kein Problem in der raschen Auffüllung Ihres Vitamin D. Ob die 10 Tage ausreichen, müssen Sie nach vier Wochen mal überprüfen lassen, denn es gibt angeborene Stoffwechselstörungen, bei denen Vitamin D nicht richtig verarbeitet werden kann. Die Literatur bezgl. der Schwangerschaft ist widersprüchlich, aber es ist ja nicht davon auszugehen, dass Sie in der Schwangerschaft zu hohe Werte haben werden. Hier einige Literatur dazu aus einer pharmazeutischen Zeitschrift

  • Supermama sagt:

    Hallo Frau Linger,
    diese Problematik liegt oft an einem Magnesiummangel. Bei erhöhter Vit. D -Aufnahme wird auch vermehrt Magnesium benötigt, welches aus den Muskelzellen freigesetzt wird und dann zu Muskelkrämpfen führt. Essen sie reichlich Nüsse und andere magnesiumreiche Lebensmittel oder nehmen sie tgl. Sango Meereskoralle ein. Dann dürfte das Problem der Vergangenheit angehören.
    Liebe Grüße
    Supermama

  • Ulla sagt:

    Hallo Frau Prof. Gerhard,
    Ich habe Vitamin D Öl von der Klösterle Apotheke ausprobiert. Das habe ich mir extra schicken lassen, weil es das einzige Öl mit nur 100 i.E pro Tropfen. ist. Auch hier das gleiche: Spätestens am nächsten Tag geht es los mit den Schmerzen, die spätestens am 3. Tag unerträglich sind. Bei 100 i.E. dachte ich, zum Einschleichen.

    Im Netz bin ich auf ein paar wenige weiter Personen gestoßen, die genau das gleiche Problem haben, aber genauso wenig weiterkommen wie ich. Die haben alle Vitamin D komplett gestrichen. Aber da ich eine Mischkollagenose habe, seit 17 Jahren Kortison nehme und meine Mutter eine starke Osteoporose hatte, würde ich schon gerne vorsorgen.

    Hatte ich schon gesagt, dass ich auf Calcium genau so reagiere. Aber da mein Calciumhaushalt in Ordnung ist, kann ich es ohne weiteres weglassen.

    Viele Grüße
    Ursula Lenger

  • Ulla sagt:

    Sehr geehrte Frau Professor Dr. Gerhard.

    Ich habe eine Mischkollagenose (hauptsächlich Muskeln und Sehnen sind betroffen. Ich nehme Kortison 5 mg/ pro Tag) und im letzten Winter einen Vitamin D Wert von 8,8 ng/l gehabt.

    Ich begann mit einer Vitamin D 3 Behandlung von 1000 I.E. und musste sie nach 3 Tagen abbrechen, weil ich mich vor Muskelschmerzen nicht mehr bewegen konnte. Dazu kamen stärkste Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Nach dem Absetzen verschwanden die Symptome innerhalb von 2 Tagen. Nach 1 Woche begann ich mit 500 I.E – und wieder das gleiche. Selbst bei 100 I.E täglich bekomme ich die Beschwerden.Trotz verschiedenster Präparate. Eine gründliche Laboruntersuchung beim Endokrinologen ergab keine Auffälligkeiten und kein Grund, warum eine Vitamin D Einnahme nicht vertragen wird. Empfehlung 1 Dekristol 20000. Nie wieder. Es ging mir tagelang so schlecht, dass ich nicht arbeiten konnte.

    Durch Sonnenbäder konnte ich den Vitamin – D- Spiegel auf 35 ng/l steigern. Jetzt war ich ich 1 Woche auf Teneriffa und hoffe, dass das auch noch was gebracht hat. Zusätzlich habe ich mir eine Vitamin B-Lampe gekauft, aber ich weiß nicht, wie viel ich bestahlen muss, damit es was bringt (und wieviel haut und wie lange). Man wird ja sehr braun davon, was ich nicht so toll finde.

    Alles in allem würde ich lieber eine orale Vitamin D-Therapie machen. Von der Uni habe ich Alfacalcidol bekommen, die gleichen Beschwerden. Wenn ich alle 3 Tage 250 i.E. nehme, geht es. Aber das reicht ja vorne und hinten nicht. 500 I.E. sind schon zuviel. Mein Endokrinologe meinte, dass es Menschen gibt, die niedrige Spiegel haben und keine höheren bräuchten. Der Körper würde das signalisieren, in dem er keine Vitamin D Gaben toleriert. Bei den Ärzten wird das Problem insgesamt sehr heruntergespielt. In der Presse die Bedeutsamkeit von Vitamin D sehr betont. Vor allem hatte ich mir auch immunmäßig etwas davon versprochen.

    Haben Sie eine Idee, was woran es liegen kann, dass ich Vitamin D nicht vertrage und was man machen kann.

    Viele Grüße
    Ulla

  • Zwiefelhofer Ulrike sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
    vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich werde auf alle Fälle versuchen, bei meinem Kind einen sehr guten 25-OH-D-Wert über den Winter zu halten. Da unser Kinderarzt uns jedoch niemals eine höhere Zuführung als 1200 I.E. (=3 Tropfen Oleovit D 3) erlauben würde (er hält alles andere für gefährlich), habe ich eine Frage: Wenn ich meinem Kind tatsächlich 4000 I.E./Tag geben würde, sollte ich dann zusätzlich mit Calcium bzw. Magnesium ergänzen? Unsere Tochter nimmt nämlich generell wenig Calzium über die Ernährung auf.
    Ich frage mich auch, ob unser so vorsichtiger Umgang mit der Sonne, als sie klein war, dazu geführt haben könnte, dass VDR, welche für die Versorgung der Haarfollikel zuständig sind, „Schaden“ genommen haben könnten. Und erst bei einer hohen Versorgung von Vitamin D ihre „Arbeit“ aufnehmen? Jedenfalls weiß ich, dass die AA unseres Kindes eindeutig von der Sonne beeinflusst wird.
    Abschließend möchte ich Ihnen und Herrn Prof. Dr. Spitz für die Aufklärungsarbeit, die Sie über das Vitamin D leisten, danken.
    Ich habe leider feststellen müssen, dass es nicht sehr viele Ärzte gibt, welche über die Bildung und vor allem auch über die Wichtigkeit des Vitamin D Bescheid wissen. Es herrscht noch immer die weit verbreitete Meinung, dass Vitamin D nur für die Knochen wichtig sei.
    Deshalb: Nochmals noch viel Erfolg für Ihre Arbeit.
    Hochachtungsvoll
    Ulrike Zwiefelhofer

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ulrike,
      Individuelle Dosierungsempfehlungen darf ich per internet nicht geben. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn sie die höhere Dosis geben und regelmäßig im Blut 25-OH-Vitamin D bestimmen lassen. Wir wissen ja gar nicht, ob bei Ihrer Tochter das oral zugeführte Vitamin D richtig aufgenommen wird. Als Kalzium- und Spurenelemente-Spender bevorzuge ich aar os 3×2, das den Knochenaufbau fördert. Ich drücke Ihnen und Ihrer Tochter die Daumen, dass das Haarwachstum anhält!

  • Zwiefelhofer Ulrike sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Spitz!
    Im Februar 2014 habe ich Ihnen eine Frage über einen möglichen Zusammenhang einer Alopecia areata meiner Tochter und evtl Vitamin D gestellt.
    Ich weiß, dass von der Wissenschaft ein solcher Zusammenhang noch nicht gesehen wird. Ich erlaube mir jedoch trotzdem, Ihnen vom interessanten Verlauf der AA während der Sommermonate zu berichten: Seit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr setze ich mein Kind ganz bewußt mit wenig Bekleidung (Bikini) und wenn möglich zum höchsten Sonnenstand der Sonne aus (natürlich unter Berücksichtigung der Eigenschutzzeit der Haut, damit sie ja keinen Sonnenbrand bekommt). Ein 25-OH-D-Spiegel Test, abgenommen am 11.08.2014 ergab einen Rekordwert von 60 ng/ml. Dieser Wert wurde nur durch das Sonnenlicht erreicht (keinerlei Medikamente). Und unserem Kind wachsen wieder die Haare. Also genau das, was ich jedes Jahr im Sommer erlebe. Ich bin davon überzeugt, das dies kein Zufall ist, insbesondere da ich heute schon weiß, dass dieses Haarwachstum mit Herbst/Winter wieder stoppen wird um im nächsten Spätfrühling/Sommer wieder von vorne zu beginnen. Vielleicht sind es ja doch diese extrem hohen I.E., die in kürzester Zeit vom Körper gebildet werden, die die falsche Immunreaktion bei der AA zurückdrängen. Ich wollte Ihnen nur davon berichten.
    Hochachtungsvoll Ulrike Zwiefelhofer

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Ulrike,
      Das ist ja phantastisch, wie Sie das hinbekommen haben! Und ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie uns dieses positive Ergebnis geschildert haben. Jetzt aber am Ball bleiben und Ihre Tochter weiter mit Vitamin D substituieren. Vielleicht braucht sie höhere Dosen als normal, bspw. täglich 4.000 IE. Vielleicht besteht auch ein angeborener Defekt des Vitamin-D-Stoffwechsels, so dass sie das orale Vitamin D nicht richtig metabolisieren kann. Sollten sich die Werte trotz oraler Substitution nicht auf dieser Höhe halten lassen, unbedingt mal von einem Endokrinologen den Vitamin-D-Stoffwechsel checken lassen. Alles Gute für Sie und Ihre Tochter!

  • Neugierig1966 sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich finde ihren Beitrag sehr interessant und kann die Unkenntnis in der Realität nur bestätigen. Ich leide seit ca. 20 Jahren an chronischer Erschöpfung (mal mehr mal weniger). Die Ursache wurde stets auf die Psyche geschoben. Da ich im letzten und auch in diesem Jahr überhaupt nicht mehr aus dem „Tief“ kam und auch Dauer krankgeschrieben bin lief ich von Arzt zu Arzt. Es gab keine gravierenden Diagnosen, welche eine solche Erschöpfung begründeten. Ein HNO Arzt den ich wegen ständigem Kribbeln auf der Zunge aufsuchte riet mir meine Nährwertstoffe prüfen zu lassen. Auf Nährwertstoffe hatte mich weder meine Hausärztin noch meine Neurologin hin untersucht (lediglich B 12). Ich googelte welche Nährwertstoffe denn zu einer chronischen Erschöpfung führen, wenn sie denn defizitär sind. Als ich diese nun enttarnt hatte besorgte ich mir sofort ein Vitamin B komplexes Präparat aus der Apotheke und fing mit der Einnahme an (denn hier konnte lt. Netz keine Überdosierung stattfinden). Dann suchte ich meine Hausärztin auf und bat Sie meinen Vitamin D Wert zu prüfen. Sie wies darauf hin, dass ich diese Bestimmung selbst zahlen müsse. Das habe ich dann getan und im Ergebnis liegt mein Vitamin D Wert bei 4,9. Die Ärztin meinte nur ich hätte gravierenden Vitamin D Mangel. Warum Sie diesen in der langen Zeit von (fast zwei Jahren) nicht geprüft hat ist mir ein Rätsel. Jetzt hat die Ärztin mir VIGANTOLETTEN 1000 I.E. verschrieben, welche ich seit 6 Tagen einnehme. Nach ihrem Bericht denke ich, dass diese Dosierung viel zu wenig ist da ich auch 20 Kilo Übergewicht habe. Welcher Arzt ist denn auf Vitamin D Mangel oder speziell auf Nährwerte spezialisiert? Ein Defizit führt zu schweren Krankheiten bis hin zur Arbeitsunfähigkeit über einen langen Zeitraum und weder Ärzten noch Krankenkassen noch Rentenversicherungen ist das bekannt? Ich kann das nicht nachvollziehen. Welche Dosierung müßte ich denn jetzt täglich nehmen? 100 Kilo und 1,80 m groß weiblich Alter 48.

    • igerhard sagt:

      Liebe Neugierig,
      Ihnen geht es leider wie Millionen Menschen in Deutschland. Dass es Vitaminmangelerscheinungen bei uns gibt, wird von den meisten Ärzten noch nicht wahrgenommen. Sie haben völlig Recht, dass es mit 1.000 IE täglich viel zu lange dauert, bis vernünftige Werte erreicht sind. Nehmen Sie ruhig 4.000 IE täglich oder zweimal in der Woche 20.000 (Dekristol). Reichen Sie Ihre Rechnung der Krankenkasse ein, denn Sie haben ja bewiesen, dass diese Untersuchung bei Ihnen wichtig war. Auch das Vitamin D muss dann erstattet werden. Diesen weiteren Artikel zu Vitamin D schrieb der Apotheker Gröber: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/deutschland-das-vitamin-d-mangelland-interview-mit-uwe-groeber/ Schreiben Sie ihn einfach mal an mit Angabe Ihrer Postleitzahl, dann kann er Ihnen sicher einen Kollegen nennen. Versuchen Sie jetzt im Sommer die Sonne auszunutzen und stellen Sie Ihre Ernährung um, damit Sie genügend Nährstoffe aufnehmen.

  • Katja sagt:

    Stimmt, das ist wahrscheinlich am Sinnvollsten. Da bin ich mal mal gespannt. Ihnen auch ein paar Sonnenstrahlen!
    Katja

  • Katja sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
    zunächst vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung!

    Im Moment hoffe ich tatsächlich auf unseren Sommer und sehe mir freudig die Wettervorhersage an. Gerade eben habe ich 30 Minuten Sonne genossen. Die Lufttemperatur beträgt bei mir zwar nur 22 Grad, aber die Sonne habe ich als sehr stark und warm empfunden. Für mein Empfinden ist das sogar angenehmer, als wenn es draußen sehr heiß ist. (Ich bin ein absoluter Winter-Liebhaber, daher wohl auch der schlechte Wert.)

    Ich habe sehr helle Haut, neige aber trotzdem nicht dazu, schnell rote Haut zu bekommen oder gar braun zu werden. Gute Voraussetzungen, oder?

    10-20 Tausend IE klingt für mich erstmal sehr viel. Wird dieses Vitamin D auch komplett „verwertet“ oder verpufft davon einiges? Gibt es Umrechnungen, wie viele Tausend IE für einen Vitamin-D-Anstieg im Blut von 1 ng/ml benötigt werden?

    Viele Liebe Grüße,
    Katja

  • Katja sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
    ich hoffe, ich darf Ihnen noch eine Frage stellen?

    Mein Vitamin D Spiegel liegt bei 12 ng/ml. Mein Hausarzt meinte, jetzt im Sommer könnte ich erstmal Versuchen, den Wert über tägliches Sonnenbaden (20-30min. gegen Mittag) etwas nach oben zu bekommen.
    Ist das so richtig oder reicht das bei derart niedrigen Werten nicht aus?
    Wie lange dauert es eigentlich, bis der Wert bei täglichem Sonnen steigt?

    Vielen Dank vorab!

    • igerhard sagt:

      Liebe Katja,
      Der Wert ist wirklich sehr niedrig. Hoffen Sie denn immer noch auf unseren Sommer und tägliches Sonnenbad??? Bei mir klappt das in diesem „Sommer“ gar nicht! Man nimmt an, dass je nach Hautbeschaffenheit, Sonnenstand usw. zwischen 10-20 Tausend IE Vitamin D bei einem 30-minütigen Sonnenbad gebildet werden können. An Ihrer Stelle würde ich auf „Nummer Sicher“ gehen und mal täglich 2.000 IE schlucken. Aber im Prinzip hat Ihr Doktor Recht: die Zufuhr über die Haut ist wahrscheinlich besser als nur über Medikamente.

  • igerhard sagt:

    Liebe Silke,
    leider ist Herr Prof. Spitz so beschäftigt, dass er keine Kommentare mehr beantworten kann. Um einschätzen zu können, ob Sie weitere Nahrungsergänzungen außer Vitamin D einnehmen sollten, müssten Sie sich entweder an eine Ernährungsberaterin wenden oder (bzw. und) an einen Arzt, der sich mit Naturheilkunde und Orthomolekularer Medizin auskennt. Eventuell macht er dann auch Blutuntersuchungen, so dass die Einstellung noch exakter erfolgen kann.
    Viele Grüße!

  • Silke E. sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Spitz,

    ich war am Dienstagabend bei Ihrem Vortrag in Gießen, Uni-Hauptgebäude.

    Ich war die Dame die Ihnen die Frage über das Vitamin K2 stellte und das ich zur Zeit 5000 I.E. am Tag nehme. Allerdings habe ich mir nun 20.000 I.E. verschreiben lassen. Weil ich nur noch einmal wtl. eine Tablette nehmen möchte. Welche Variante halten Sie für sinnvoller? Ich wiege 69kg, 167cm und bald 50 Jahre :) Ich gehe zusätzlich auch noch ins Sonnenstudio, eins bis zwei mal die Woche.

    Ich hatte über 4 Jahre immer mit Blasenentzündungen zu kämpfen und seitdem ich hochdosiertes Vitamin D nehme habe ich seit 4 Monaten endlich mal Ruhe, da sie in 14 tägigen bis 3 Wochen Abständen immer wieder kam.

    Ich hatte ständig Schmerzen in den Schultergelenken, im Iliosakralgelenk, auch diese Schmerzen sind seitdem viel besser geworden bzw. ganz weggegangen.

    Ich habe Hepatitis C mit einer erhöhten Lebersteife (Therapie soll im Herbst beginnen, vor 10 Jahren non responder, nun mit neuer Medikation)

    Mein Vitaminspiegel war im Oktober 2013 bei 23.8 ng/ml…am 26.3.14 habe ich erneut Blut abgenommmen bekommen und am 14.5.14 erfahre ich dann meinen neuen Vitamin D Spiegel. Letztes Jahr war ich nur auf der Sonnenbank. Ich nehme erst seit Januar 2014 erhöhtes Vitamin D.

    Was sollte man außer Gemüse und Obst, sonst noch an Vitaminen zu sich nehmen, wenn man hochdosiertes Vitamin D nimmt?

    Und vielen Dank für den tollen Vortrag mit Ihnen, es war ein sehr schöner und aufschlussreicher Abend für mich.

    Mit lieben Grüßen
    Silke E.

  • bill sagt:

    Haben Sie vielen Dank, Frau Prof. Gerhard!
    Beste Grüße, Bill

  • Bill sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof.Gerhard,
    sehr geehrter Herr Prof.Spitz,

    vielen Dank für dieses interessante und wichtige Thema!!

    Um den Vitamin-D-Spiegel immer optimal zu halten, muss man aber aber wohl doch regelmäßig prüfen lassen, oder nicht?
    Oder läuft man bei Einnahme der Erhaltungsdosis nicht Gefahr, plötzlich einen zu hohen Spiegel zu bekommen?

    Was wären denn eigentlich die Gefahren eines zu hohen Vitamin-D-Spiegels?

    Herzlichen Dank im Voraus.
    Bill

    • igerhard sagt:

      Liebe Bill,
      die Dosierungsempfehlungen sollten, wie im Artikel beschrieben, beachtet werden. Anfangs empfehlen wir alle 2-3 Monate eine Vitamin-D-Kontrolle. Bei längerer Überdosierung kann es zu Kalzium-Ablagerungen im Gewebe und in den Gefäßen kommen, besonders in den Nieren und zu Nierensteinen führen. Die kurzfristige Überdosierung kann zu Schwäche, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Herzrhythmusstörungen führen. wenn Sie bei den angegebenen Dosierungen bleiben, kann eigentlich nichts passieren.
      Viele Grüße!

  • Manfred G. sagt:

    Hallo Prof.Gerhard und Prof.Spitz

    Ich habe mich in letzter Zeit als Laie viel mit Vit.D beschäftigt
    (Bücher von Prof.Spitz ,Prof.Holick,Dr. von Helden, Jeff Bowles usw.)
    Ursache war eine nicht erkannte Diabetes meiner Frau, an der durch die Diabetes ausgelösten nachfolgenden schweren Stoffwechselstörung wäre meine Frau (46J) fast gestorben , bei nachfolgenden Untersuchung (auf eigene Initiative, weil viele Symtome da waren) wurde dann auch ein Vit.D Mangel fest gestellt

    nach Behebung des Mangels (auch auf eigene Initiative höher dosiert als die vom Arzt verschriebenen 8000IE pro Woche) ging es meiner Frau sehr schnell wieder in vielen Punkten besser (viel bessere Stimmung und Aktivität, keine Schlafprobleme, kaum mehr Muskelbeschwerden)
    die schnell einsetzende positive Stimmung und Aktivität ist mir dann auch bei meinen Kindern und zwei Arbeitskollegen auf gefallen (nach schneller hoch dosierter Aufsättigung) ebenso die enorme Wirksamkeit einer Vit.D Grippetherapie bei meinem erkrankten Sohn

    leider haben viele Ärzte keine Ahnung , auch in der Klinik wurde Vit.D bei meiner Frau nicht getestet

    ich hätte aber 2 Fragen
    gibt es Ansätze , dass sich Diabetes auch wieder durch Vit.D beheben lässt ?
    wie würde es sich verhalten , wenn man schon mit einem hohen Vit.D Spiegel in den Sommer kommt , und im Sommer nichts mehr zu sich nimmt, würde der Vit.D spiegel dann auch stark weiter steigen, wie im Diagramm ?

    auf meiner Webseite (solartirol) habe ich jetzt eine eigene Seite erstellt (Sonne und Gesundheit) in der ich alles nützliche zum Vit.D sammle , ich bin durch meine eigenen Erfahrungen einfach überzeugt davon, dass es sehr sehr wichtig ist, diese Informationen von Prof.Spitz und anderen Vitaminexperten zu verbreiten, in einem anderem Forum hat ein studierter Ernährungswissnschaftler geschrieben, dass sein Prof. an einer Vit.D Studie beteiligt war , diese wurde wegen einer enorm hohen Klageandrohung eines Pharmakonzernes , dann im Keim erstickt, und das darf einfach nicht sein, dass bewusst bessere natürliche Massnahmen, gegen sehr viele Krankheiten, unterdrückt werden.

    machen sie unbedingt weiter !

    Danke

    mfG Manfred

  • Lieber Herr Professor Spitz,
    Für meine komplementär-onkologische Sprechstunde im Brustzentrum Coburg hätte ich gerne gewusst, ob es momentan laufende Studien zu Vitamin D gibt, bei denen man sich noch einklinken könnte?
    Besten Dank- und haben Sie schon das eine oder andere Rezept aus „Tomatenrot+Drachengrün“ ausprobiert?
    Viele Grüße
    Dr. med. Susanne Bihlmaier

  • Sehr geehrte Frau Meißner,
    in der Tat wird in der Literatur der Zusammenhang zwischen Diabetes und Vitamin D Versorgung mehrfach beschrieben.
    Sie können Ihren Kinderarzt einmal fragen, ob er die Stellungnahmen seiner Fachgesellschaft regelmäßig liest.
    Die Kinderärzte habe nämlich bereits vor geraumer Zeit in einem Konsensuspapier veröffentlicht, dass der Vitamin D Mangel bei unseren älteren Kindern wirklich existiert und konsequent durch eine vermehrte Sonnenexposition ausgeglichen werden sollte. Falls dies nicht umsetzbar ist, wird die zusätzliche Gabe von Vitamin D empfohlen. Und damit sind wir genau bei der Situation der Säuglinge!
    Wie soll bitteschön ein Säugling (sorgfältig eingepackt) im Kinderwagen Vitamin D herstellen? Aus diesem Grund haben wir in den ersten beiden Lebensjahren in Deutschland eine konsequente Vitamin D Prophylaxe bei den Säuglingen eingeführt, dank derer die Rachitis bei uns so gut wie ausgerottet ist. Falls Ihr Kinderarzt also nicht einsichtig ist, sollten Sie in der Tat, wie von Frau Prof. Gerhard empfohlen, nicht nur evtl. die Blutuntersuchung selbst veranlassen, sondern auch die Vitamin D Gabe selbst in die Hand nehmen.
    Als Daumen-Regel für die Dosierung gilt: pro 12-15 kg Körpergewicht empfiehlt sich eine Gabe von etwa 1000 Einheiten. Das passt ganz gut zu den 400 Einheiten, die ein neugeborenes Kind mit 3-4 kg bekommt.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Prof. Spitz

  • Zwiefelhofer Ulrike sagt:

    Hallo Claudia!
    Auch ich habe schon öfters von einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Auslösen von Diabetes Typ 1 und einem Vitamin-D-Mangel gelesen. Ich denke, dass gerade das Vitamin D von Ärzten komplett vernachlässigt wurde (und auch von der Pharmaindustrie – es ist zu billig). Ich würde Ihnen jedoch empfehlen, bei Ihrem Sohn den 25-OH-D-Spiegel testen zu lassen (und wenn es der Kinderarzt nicht macht, dann über einen anderen Arzt und die Laborkosten notfalls selbst bezahlen). Ein komischer Kinderarzt, der Vitamin-D-Tabletten ablehnt, vor allem da Ihr Sohn als Baby über den Winter mit guter Vitamin-D-Versorgung kommen musste. (Erst ab UV-Index 3 ist eine Vitamin-D-Bildung überhaupt möglich – und in unseren Breitengraden gibt es im Winter keinen UV-Index von 3). Und ob er als August-Baby noch genügend Vitamin-D bilden konnte, (Babys sind ja meistens bekleidet) um über die Wintermonate zu kommen, bezweifle ich. Wenn ich heute zurückdenke, befürchte ich, dass gerade ein Vitamin-D- Mangel als unsere Tochter ein Baby bzw. Kleinkind war, die AA ausgelöst hat. Und sie jetzt möglicherweise ein Leben lang darunter leidet.
    Lg. Ulrike

  • Zwiefelhofer Ulrike sagt:

    Hallo Markus!
    Vielen Dank für Ihre Tipps. Sie sind ein kleiner Hoffnungsschimmer. Vielleicht wird doch einmal ein möglicher Zusammenhang eines Vitamin-D-Mangels mit dem Entstehen der AA erforscht.
    Mit lieben Grüßen
    Ulrike Zwiefelhofer

  • Claudia sagt:

    Hallo Herr Prof. Spitz und Frau Prof.Dr. Gerhard,

    an Sie hätte ich noch die Frage, wie Ihre Meinung zum Thema Vit.D und Diabetes I aussieht? In der Literatur sowie im Internet findet man immer wieder Anmerkungen, dass ein Mangel in der Schwangerschaft bzw. im Kleinkindalter diese Autoimmunerkrankung begünstigen kann. Unser Kinderarzt hat damals eine Substitution mit „Vigantoletten“ die es ja standardgemäß bei Neugeborenen gibt, abgelehnt mit der Bemerkung, „er ist ja ein August-Kind und bekommt genügend mit der Sonne beim täglichen Spaziergang im Wagen, er braucht kein zus. Vit.D“

    Vielen Dank im Voraus!
    Claudia Meißner

  • Claudia sagt:

    Hallo Frau Zwiefehofer,

    ich fand Ihre Aussagen zu der Problematik Ihrer Tochter mit AA sehr interessant. Unser Sohn, heute 6 Jahre, ist vor 4 Jahren an Diabetes I erkrankt. Das ist ebenfalls eine Autoimmunerkrankung bei der immer wieder auch von Vit. D-Mangel als Ursache berichtet wird. Ich beschäftige mich daher seit einigen Monaten ebenfalls mit Vit.D, das Problem ist dabei natürlich immer das „Ausbrobieren“ zumal unsere betreuenden Ärzte davon nichts hören wollen. Wir konnten also bisher auch seinen Vit.D Status noch nicht prüfen. Vielleicht können wir uns dazu einmal austauschen???
    Vielen dank und beste Grüße
    Claudia Meißner

  • Markus sagt:

    Hallo Ulrike,

    es gibt zwei Veröffentlichungen zu dem Thema AA und Vitamin D, die einen positiven Zusammenhang herstellen:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3412244/pdf/ad-24-341.pdf
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3772915/

    Die umfangreichste Seite in Deutschland über da Sonnenvitamin ist diese hier:

    http://www.vitamindelta.de/

    Und im Englischsprachigen Raum diese hier:

    http://vitamindwiki.com/VitaminDWiki

    Ich denke, hier werden Sie viele weitere Informationen recherchieren können!

    Viel Erfolg,
    Markus

  • Eichhorn sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
    sehr gehrter Herr Prof. Spitz,

    ich verfolge die Debatte um den Vitamin-D Spiegel sehr interessiert
    und habe auch meinen Wert über cerascreen bestimmen lassen.

    Mein aktueller Wert liegt bei 24,0 ng/ml bei einem Körpergewicht
    von 55 kg, 165 cm Körpergröße und ich bin 50 Jahre alt.

    Welche Dosierung würden Sie mir empfehlen.
    Cerascrenn empfiehlt entweder 5.000 I.E/Tag (5 x 1 Kapsel à 1.000)
    über 25 Tage
    oder 20.000 I.E/Tag ( 1 x 1 Kapsel à 20.000 I.E )über 6 Tage
    einzunehmen.
    Würden Sie mir auch das Produkt Dekristol empfehlen?

    Für Ihre Antwort bin ich sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    • igerhard sagt:

      Liebe Frau Eichhorn,
      es gibt zu wenig Erfahrungen damit, ob die einmalige hohe Dosis oder die über den Tag verteilte Dosis besser ist. Sie würden ja auch nicht 35 Portionen Obst und Gemüse an einem Tag einmal in der Woche essen, weil die Regel „fünf am Tag“ gilt. Bei schwer kranken Patienten mit einem viel niedrigeren Vitamin-D-Spiegel als bei Ihnen kann man mal 20.000 IE täglich über 1-2 Wochen geben, um die Speicher rasch aufzufüllen. Sonst würde ich langsam machen.
      Viele Grüße

  • Flower sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard, sehr geehrter Herr Prof. Spitz,

    so nun hat es mit dem Nachwuchs geklappt und ich befinde mich in der 5 SSW.
    Bis vor kurzem habe ich täglich 4000 I.E Vitamin D. Zu mir genommen,
    Wie viel darf ich jetzt noch nehmen ? Weil oft bekommt man ja zu hören oder zu lesen das zuviel
    Vitamin D dem ungeboren schadet. Aber gar nichts zu nehmen vor allem jetzt im Winter schadet bestimmt noch mehr… Deswegen wäre ich sehr dankbar für eine kurze Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    • igerhard sagt:

      Liebe Flower,
      herzlichen Glückwunsch, freue mich sehr! So steht die Dosierung in diesem Artikel: „Schwangere Frauen sollten übrigens 4000 IE während der gesamten Schwangerschaft einnehmen, wie eine ebenfalls doppelblind, placebokontrollierte Studie von Professor Hollis in Amerika gezeigt hat. Diese Einnahme ist nicht nur sicher, sondern führt zu einem deutlich verbesserten Schwangerschaftsverlauf mit geringeren Komplikationsraten für Mutter und Kind.“ Sollten Sie sich unsicher sein, können Sie ja jederzeit im Blut 25OH-Vitamin D bestimmen lassen!
      Alles Gute für Sie und Ihren Nachwuchs!

  • Zwiefelhofer Ulrike sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Spitz!
    Vielen Dank für Ihre Rückantwort. Wir Eltern wissen leider nicht, welchen Vitamin D Wert unsere Tochter beim erstmaligen Auftreten der AA hatte. Als im Oktober 2012 der Rückfall begann, hatte sie einen Wert von 19,6 ng/ml. Es gelang mir, mit Suppl. von Vitamin D Tropfen im Winter/Frühling und im Sommer 2013 durch Ausnützen der Eigenschutzzeit Ende August 2013 einen Wert von 51,6 ng/ml zu erreichen. Und genau im Sommer begannen die Haare dann auch zu wachsen. Da ich mittlerweile auch andere Betroffene der AA kennengelernt habe, und einige von extrem niedrigen 25-OH-D-Spiegeln berichten (z. T. unter 10 ng/ml, kann ich mir einen Zusammenhang evtl. doch vorstellen. Ich kann mir jedoch auch vorstellen, dass durch die im Sommer mögliche Bildung von hohen I.E. Vitamin D das Immunsystem beeinflusst wird und die Entzündung zurückgeht. Dies würde auch das immer im Sommer auftretende Haarwachstum erklären. Es gibt mittlerweile auch Forscher, die einen evtl. Zusammenhang der AA mit dem Vitamin D vermuten. Ich möchte Sie jedenfalls auf einen sehr positiven Nebeneffekt des hohen Vitamin D Wertes unserer Tochter aufmerksam machen: Sie benötigte seit Ende 2012 bis jetzt kein Antibiotikum mehr (Früher 3-4/Jahr). In diesem Winter hatte sie nur einmal einen Schnupfen und der war in wenigen Tagen vorbei. Ich glaube, dass dieser positive Effekt mit dem Vitamin D zu tun hat.
    Vielen Dank nochmals und alles Gute für Ihre Forschung.
    Hochachtungsvoll
    Ulrike Zwiefelhofer

  • Bongers sagt:

    Sehr geehrter Dr Spitz

    Mein Vitamin D Spiegel lag im Dezember nur bei 6, 7 laut meines Hausarzt sollte
    Ich 10 Tage 2000 E nehmen und danach 1000 pro Tag. Ich glaube mein Mangel ist
    Gekommen weil ich 2013 Schwarzen Hautkrebs in Frühform hatte und nur mit 50
    Sonnencreme rausgegangen bin. Einen Tip betreff aufbau von Vitamin D.

    Vielen Dank im voraus

  • Prof. Spitz sagt:

    Sehr geehrte Frau Zwiefelhofer,
    auch ein Professor weiss nicht alles, zumal wenn die Frage aus einem anderen Fachgebiet kommt. Zumal Sie mit Ihren Recherchen ja schon eine ganze Menge an Fakten zusammengetragen haben. Ich habe mich daher erst „schlau machen“ müssen: es gibt keine aussagekräftigen Daten zur Relevanz des Vitamin D- Status bei Alopezia Areata. Es wird davon abgeraten, zu versuchen durch UVB-Bestrahlung extrem hohe VD Werte zu erzielen. Eventuell ist UVB aber über andere, immunmodulierende Effekte therapeutisch wirksam, wodurch sich Ihre Beobachtungen erklären würden. Leider hat der Gesetzgeber ja grundsätzlich Kindern den Besuch eines Solariums verboten.

    In jedem Fall sollten Sie versuchen, mit Hilfe von Sonnenexposition und Vitamin D-Gabe dauerhaft einen normalen Vitamin D-Spiegel zu bewirken (Leider geben Sie den bei Ihrer Tochter erreichten Vitamin D -Spiegel nicht an). Vielleicht kommt es ja unter einer nachhaltigen Therapie langfristig doch zu einer Re-Konditionnierung, das heißt, einem regelmäßigen Wachstum der Haare.

    Aber selbst wenn diese Wunschvorstellung sich nicht erfüllen sollte, ist es wegen der zahlreichen positiven Effekte von Vitamin D angezeigt, bei Kindern ganzjährig für einen regelrechten Vitamin D-Spiegel zu sorgen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Prof. Spitz

  • Annette Pötzl sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Spitz,

    danke für Ihre Antwort, ich habe sie weitergeleitet!
    Eine Frage hätte ich wegen der Magnesiumsubstitution.Welche Form des Magnesiums würden Sie empfehlen? Man liest immer wieder, dass Magnesium viel besser vom Körper in Verbindung mit Kalium aufgenommen werden würde. Bei einer reinen Magnesiumverbindung würde der Körper fast alles wieder ausscheiden. Auch habe ich jetzt des Öfteren von einer Magnesiumaufnahme über die Haut oder über die Schweißdrüsen(Fußbad) gehört.Was ist davon zu halten?

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,

    Sie geben den Rat, auf ausreichend Kalzium in der Ernährung zu achten.Ich selbst nehme zur Zeit auch eine Dekristol pro Woche, weil mein Vitamin D Wert leicht erniedrigt ist.Vor 2 Wochen habe ich Ihren sehr informativen Vortrag zwecks gesunder Ernährung für Frauen auf Youtube angesehen!Vielleicht wäre das für Fr.Arnold interessant und auch für andere Leser.
    Darin erklären Sie,dass der größte Teil der Kuhmilch von trächtigen Kühen kommt und enthält somit sehr hohe Östrogenwerte und zwar hauptsächlich im Fettgehalt.Ihre Empfehlung ist, eventuell auf Produkte aus Ziegen oder Schafsmilch auszuweichen.
    Was halten Sie von z.B Magerquark(Kuhmich) in Verbindung mit gutem Leinöl?
    Noch ein kleiner Tipp von mir:
    Außerdem reibe ich mir sehr gerne Parmesan über mein Essen, weil ich so eine sehr hohe Kalziumaufnahme in einer nur sehr geringen Käsemenge habe(1400mg Kalzium/100g)Und es schmeckt lecker.
    Grünes Gemüse(vor allem Grünkohl hat viel Kalzium) und vor allem die Blätter von roter Beete, Radieschen oder Kohlrabi entalten sehr viele Minerastoffe, mehr als in den Knollen selbst.
    Sehr kalziumreich sind auch Sesam und Mandeln.

    Freundliche Grüße,
    Annette Pötzl

    • igerhard sagt:

      Liebe Frau Pötzl,
      Ihre Vorschläge sind alle prima. Wer viel Gemüse isst und Vollkorngetreideprodukte, dafür wenig tierische Produkte, der nimmt genug Kalzium auf. Wenn frau dann noch mehr braucht, ist Magnesium in organischer Form (bspw. Citrat, Aspartat usw.) am besten, dasselbe gilt für Kalium. Magerquark mit Leinöl ist sicher gut, wenn Sie nicht Unmengen davon essen, bzw. zusätzlich viele andere tierische Produkte.

  • Marion Arnold sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof.Dr.Gerhard, sehr geehrter Herr Dr. Prof. Spitz,

    vielen Dank für diese informative Seite.

    Auch ich habe jetzt aufgrund von verschiendenen Beschwerden wie Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Unruhe, Unwohlsein etc., die besoners in den Wintermonaten schon über Jahre auftreten und organisch bzw. in ausgiebiger Blutuntersuchung nichts festgestellt wurde, den Vitamin D-Spielel bestimmen lassen, der nun bei 8 ng/ml lag.
    Mir wurde nun Dekristol verordnet, ich solle nun wöchentlich eine Tablette nehmen.
    Widerum las ich auf verschiedenen Seiten dass Patienten darauf Probleme hatten wie Unruhe, Zittern etc. Tritt dies oft auf oder kann ich die wöchentliche Dosis unbedenklich nehmen oder lieber aufteilen? Ich bin immer etwas ängstlich gegenüber Medikamenten.

    Vielen Dank im Voraus

    Marion Arnold

    • igerhard sagt:

      Liebe Marion,
      die meisten Menschen vertragen Dekristol prima. Nur eine Tablette pro Woche ist bei Ihren niedrigen Werten sowie so am Anfang zu niedrig. Wenn Sie es physiologischer wollen, nehmen Sie morgens und abends je 2.000-4.000 IE (anfangs mehr, später weniger). und darauf achten, dass Sie auch ausreichend Kalzium verzehren.

  • Prof. Spitz sagt:

    Sehr geehrte Frau Pötzl,
    Bedauerlicherweise führt ein ärztlich nachgewiesener Vitamin D Mangel immer noch in zahlreichen Fällen nicht zu einer gezielten Ausgleichstherapie. Aber Selbsthilfe ist hier ja möglich.
    Die bei Ihrer Freundin vorliegende Konstellation (normaler Parathormon)spricht sehr für einen zusätzlichen Magnesiummangel. Es ist daher sinnvoll, beide Substanzen zuzuführen, da sie sich in ihrer Wirkung unterstützen.
    Viel Erfolg.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Prof. Spitz

  • Zwiefelhofer Ulrike sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard, sehr geehrter Herr Prof. Spitz!
    Erlauben Sie mir, zu meinem Schreiben vom 20.01.2014 noch etwas zu ergänzen. Unsere Tochter wurde Anfang April 2003 geboren, das bedeutet, ich hatte eine Winterschwangerschaft. Da ich selbst in meinem Leben während der Sommermonate immer den Schatten suchte, bzw. Sonnenschutzcremes verwendetet, muss man davon ausgehen, dass ich selbst während der Schwangerschaft einen Vitamin D Mangel hatte. Der Wissenschaft ist der Auslöser der Alopecia areata, von der ich in meinem ersten Schreiben spreche, nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Interessant ist jedoch, dass die Univ.klinik Tübingen (Alopecia areata Forschung) veröffentlicht hat, dass bei der Schuppenflechte, der Multiplen Sklerose und der AA offensichtlich die selbe falsche Immunantwort stattfindet. Und gerade Schuppenflechte und die Multiple Sklerose wird mit dem Vitamin D in Zusammenhang gebracht. Da unserem Kind immer im Sommer, wie bereits angesprochen, die Haare wachsen, und sie bestimmt als Kleinkind einen starken Vitamin-D-Mangel (vermutlich über Jahre) hatte, glaube ich doch, dass es einen direkten Zusammenhang mit dem Entstehen der AA gibt. Hochachtungsvoll Ulrike Zwiefelhofer

  • Zwiefelhofer Ulrike sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard, sehr geehrter Herr Prof. Spitz!
    Ich wende mich an Sie, da ich derzeit versuche, einen Vitamin-D-Experten zu erreichen. Meine Tochter leidet von klein auf an Alopecia areata (z.Teil totalis). Das Interessante an ihrem Krankheitsverlauf ist, dass immer im Sommer (sobald über die Körperhaut extrem hohe I.E. Vitamin D gebildet werden können, Kopf ist jedoch immer bedeckt) die Haare zu wachsen beginnen. Im Herbst stoppt dieser Haarwuchs, und die bereits gewachsenen Haare beginnen wieder auszufallen. Als unser Kind klein war, haben wir sie immer vor der Sonne geschützt. (Bekleidung, Nackenschutzmütze und Sonnencreme mind. LSF 20 – ihre Haut von uns, bis zu den Ohren eingecremt, immer, wenn sie draußen war. Erst als sie stundenlang beim Schwimmen im Wasser war (und dadurch möglicherweise die Sonnencreme nicht mehr so gut wirkte), begannen ihre Haare zu wachsen. Wir Eltern müssen heute davon ausgehen, dass unsere Tochter als Kleinkind einen sehr starken, unerkannten Vitamin D Mangel hatte, welcher sich jedoch nicht als Rachitis äußerte, sondern „nur“ dazu führte, das die VDR an den Haarfollikeln nicht richtig arbeiten und daher auch keine Haare wachsen konnten. Im Sommer 2013 habe ich versucht, die Eigenschutzzeit der Haut auszunützen. Und tatsächlich begannen wieder Haare zu wachsen. Und jetzt im Winter der Rückfall, obwohl ich durch Medikamente auf einen guten 25-OH-D-Wert achte. Können Sie sich vorstellen, dass es durch dieses jahrelange Auf und Ab zu einer Veränderung der VDR an den Haarfollikeln gekommen ist? Oder, dass möglicherweise nur diese hohen I.E., welche im Sommer gebildet werden, die VDR an den Haarfollikeln aktivieren können? Ich bin schon seit langem davon überzeugt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Entstehen der Alopecia areata bei unserem Kind und dem Vitamin D (schwerer langfristiger Mangel als sie klein war) gibt. Könnte es einen Versuch wert sein, über künstliches UVB Licht bei einem Hautarzt, die Haut zur Bildung extrem hoher I.E. Vitamin D anzuregen? Vielen Dank für Ihre Antwort.

  • Annette Pötzl sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof.Dr.Gerhard, sehr geehrter Herr Dr. Prof. Spitz,

    zuallererst möchte ich mich bei Ihnen für ihre Präventionsarbeit bedanken und hoffe
    doch sehr, dass dieser Artikel dazu beiträgt, einigen Menschen die Augen zu öffnen.

    Jetzt zu meiner Frage.Meiner Freundin wurde bei ihrem letzten Besuch bei ihrer Endokrinologin(wg.Hashimoto)auch der Vitamin D Wert gemessen. Er beträgt 9ng/ml.Obwohl extrem nieder blieb dieser Wert seitens der Ärztin unkommentiert und es wurde zu keiner Aufsättigung geraten.Dazu muss man erwähnen, dass ihr Parathormon im Normbereich liegt.

    Ich habe jetzt allerdings öfter schon gelesen, dass sich das Parathormon auch bei Vitamin D Mangel nicht erhöht, wenn zusätzlich ein starker Magnesiummangel besteht.
    Stimmt das und was würden Sie meiner Freundin raten?

    Viele Grüße, Annette Pötzl

  • Flower sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Spitz,

    Vielen Dank führ ihre sehr interessante aufschlussreiche Antwort.
    Und das Sprichwort mit dem Halbwissen stimmt voll und ganz.
    Habe mir jetzt Dekristol 400 I.E. besorgt. Wenn ich sie noch um einen letzten Rat bitten kann würde ich dies gerne machen. Und zwar steht in der Packungsbeilage das es wichtig ist das wenn man schwanger ist oder werden möchte auf keinen Fall mehr als den Bedarf decken soll da es sonst zu Behinderungen oder Schäden am Fötus kommen könnte…. Nun frag ich mich ob ich einfach mit der Einnahme beginnen kann und wie ich die Tabletten dosieren soll?
    Ich bin 28 Jahre alt, 1,77 groß und wiege 68 kg und habe eine normale Statur.
    Mein aktueller Spiegel beträgt 20 ng/l . Würde mich sehr über einen Rat von ihnen freuen!

    Vielen Dank vorab!

    Grüße Flower

    • igerhard sagt:

      Liebe Flower,
      Dekristol 400 ist eine „Minidosis“, mit der Sie nichts verkehrt machen können. Bei einem Ausgangswert von 20ng/l sollten Sie mal für 3 Monate 2-3 Tbl. am Tag nehmen, dann Kontrolle Ihrer Blutwerte. Ich persönlich hätte Ihnen jetzt im Winter 2.000 IE pro Tag empfohlen, aber wenn Sie vorsichtig sein wollen, fangen Sie mal niedrig an.
      Viele Grüße

  • Sehr geehrte Flower,
    im Volksmund heißt es zu Recht: Halbwissen ist oft schlimmer als Nichtwissen! Dieser Spruch gilt leider auch für die Autoren der von Ihnen u.a. zitierten Lina Studie. In der eigentlich begrüßenswerten Untersuchung wurden zahlreiche methodische Fehler und noch mehr Fehler bei der Interpretation der Daten gemacht. Die einzige, „harte“ Information, die die Studie liefert, besagt, dass Mütter und ihre neugeborenen Kinder im Sommer höhere Vitamin D Spiegel als im Winter aufweisen. Alles andere ist Spekulation.

    Inzwischen existieren im Internet mehr als 20.000 Studien zum Thema Vitamin D, wobei eine überwältigende Mehrheit den positiven Einfluss auf unseren Körper dokumentiert. Bei allem Respekt für den Aufwand und die Ergebnisse einer einzelnen Studie ergibt sich doch die Frage, warum um alles in der Welt Vitamin D ausgerechnet in der Schwangerschaft einen negativen Einfluss haben soll, während es ansonsten vom Körper dringend für die Funktion zahlreicher Stoffwechselprozesse zwingend benötigt wird? Entsprechend verlängert ein ausreichender Vitamin D Spiegel das Leben (umfangreiche und statistisch abgesicherte Zusammenfassung mehrerer Studien).

    Ein Wert von 20 ng/ml schützt lediglich vor offenkundiger Krankheit. Übertragen auf das liebste Spielzeug der Deutschen, das Auto, würde dies bedeuten, mit der halben Menge Motoröl oder Bremsflüssigkeit unterwegs zu sein. Niemand wird bewusst einen solchen Leichtsinn pflegen. Der international anerkannte und durch mehrere Studien mit unterschiedlichen Aspekten als erstrebenswert dokumentierte Referenzbereich für Vitamin D liegt bei 30-40 ng/ml.

    Speziell in Sachen angeborene Störungen des Immunsystems ist hinreichend bekannt, dass im Frühsommer geborene Kinder häufiger Autoimmunerkrankungen wie die Multiple Sklerose aufweisen, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Vitamin D Spiegel von Mutter und Kind höher liegen als in den Wintermonaten. Doch gerade in diesen Vitamin D armen Wintermonaten wächst das Kind heran und bildet unter anderem sein Immunsystem aus. Dann nutzt ihm das später, etwas höhere Vitamin D zum Zeitpunkt der Geburt auch nichts mehr. Doch genau dies ist die Basis der Interpretation der Autoren der Lina Studie.

    Ein weiterer Kritikpunkt an der Lina Studie ist die Tatsache, dass vor eine Supplementation gewarnt wird, obwohl so gut wie keine Schwangere eine Supplementation mit Vitamin D durchgeführt hat. Vielmehr waren nur ganz wenige der Mütter und praktisch kaum eines der Kinder zum Zeitpunkt der Geburt mit dem Vitamin D-Spiegel in dem von den Experten empfohlenen im Referenzbereich. Es wurden also Kinder im Stadium des Defizits mit Kindern in einem anderen Stadium des Defizits verglichen.

    Eine wenige Monate später publizierte Untersuchung aus Australien mit wesentlich größeren Anzahl von untersuchten Müttern und Kindern kommt entsprechend zu ganz anderen Ergebnissen.

    Ebenfalls zu anderen Ergebnissen kommt eine doppelblind und Placebo kontrollierte Studie, die Professor Hollis bereits vor einigen Jahren in Amerika durchgeführt hat. Hier gibt es zwar noch keine Daten zu den Erkrankungen im Kindesalter aber sehr eindrucksvolle Ergebnisse im Zusammenhang mit einem deutlich reduzierten Risiko für alle Schwangerschaftskomplikationen (Frühgeburten, Infektionen, Präeclampsie etc.). Dabei wurden den Schwangeren 4000 Einheiten Vitamin D (!) pro Tag verabreicht. Die bis vor einem Jahr von der deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen 400 Einheiten Vitamin D hat Prof. Hollis in dieser Studie großzügig als Placebo ausgeteilt.

    Vitamin D ist sicherlich kein Allheilmittel und keine neue Wunderdroge. Es ist lediglich die Vorstufe eines Hormons, das, wie alle andern Hormone, dringend vom Körper für die Regulation seiner Zellfunktionen benötigt wird, einschließlich der Steuerung zahlreicher Gene. Dies gilt für alle Hormone, gleich ob sie von der Schilddrüse, der Bauchspeicheldrüse oder den Keimdrüsen produziert werden. Ein Hormonmangel hat weitreichende Folgen und bedarf daher zwingend des Ausgleichs in allen Lebenslagen. In der Schwangerschaft sind die Folgen (für das werdende Leben) umso gravierender, da wir heute wissen, dass in diesem Zeitraum ganz wesentliche Voraussetzungen für die spätere Gesundheit des Menschen geschaffen werden.

    Eine Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit, jedoch eine zusätzliche Belastung für den Körper der werdenden Mutter. Angesichts der zunehmenden Zahl von Risikofaktoren (Übergewicht, mangelnde körperlichen Aktivität, fast food, Rauchen, Alkohol etc.), denen werdende Mütter heute in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind, ist es mehr als sinnvoll, die Zahl der Risikofaktoren zu reduzieren, wo immer es geht, insbesondere dann, wenn es so einfach ist, wie bei dem Mangel an Vitamin D – ganz zu schweigen davon, dass man mit einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel (Frau und Mann!) auch eher schwanger wird (wie australische Kollegen in einem ivF-Zentrum herausgefunden haben.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Basteln!
    Prof. Spitz

  • Flower sagt:

    Hallo,

    Da wir im Moment am basteln für nachwuchs sind ist das Thema für mich sehr aktuell. Sonst natürlich auch so aber noch wichtiger.

    Habe deswegen mein Vitamin D auch überprüfen lassen bei cerascreen da kann man sich ein testkit nach Hause bestellen. Hatte keine Lust auf Diskussionen mit einem Arzt warum und wieso und das es gar nicht nötig ist etc. ….

    Naja laut cerascreen habe ich mit 20,4 ng/l einen Mangel. Aber auch durch Wikipedia ist in einer Studie genau das wiederum ideal und Werte über 24 erhöhen die mortalitäts rate… Weiß nun auch nicht ob ich substituieren soll oder nicht…

    Ich zitiere mal von Wikipedia:

    Supplementierung bzw. Substitution[Bearbeiten]
    Die generelle Empfehlung für Schwangere, Vitamin D zu substituieren, wird durch eine Groß-Studie an 3960 Mutter-Kind-Paaren in Frage gestellt, in der der mütterliche Calciferol-Spiegel nahezu keinen Einfluss auf die kindliche Knochendichte hatte[81][82].
    Während der Schwangerschaft kann eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D beitragen, das Risiko von Lebensmittelallergien bei Kindern im ersten Lebensjahr signifikant zu senken.[83]
    Dem allerdings widersprechen die Ergebnisse der LiNA Studie[84], die zwischen 2006 und 2008 an 622 Müttern und deren 629 Kindern durchgeführt wurde. Wurde bei den werdenden Müttern während der Schwangerschaft und nach der Geburt ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut nachgewiesen, so traten bei ihren zweijährigen Kindern Nahrungsmittelallergien seltener auf als bei werdenden Müttern mit einem hohen Vitamin-D-Spiegel. Die Forscherin Kristin Weiße folgert aus den Ergebnissen, dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel das Risiko bei Zweijährigen erhöht, an einer Nahrungsmittelallergie (z.B. gegen Hühnereiweiß, Milcheiweiß, Weizenmehl, Erdnuss oder Sojabohne) zu erkranken.[85]
    Die Beeinflussung dieses Risikofaktors Vitamin-D-Mangel durch landesweite Supplementierung lässt in der Summe eine Reduktion der Mortalität erwarten (Hochrechnung für Deutschland).[86] Nach einer dänischen Studie (2012) wurde hingegen die niedrigste Mortalität bei Vitamin-D-Konzentrationen im Blutserum von 20–24 μg/l festgestellt. Höhere Werte korrelierten überraschenderweise mit einer erhöhten Mortalität.[87] Epidemiologische Studien über Vitamin D werden durch das Sonnenbaden der Teilnehmer in ihren Resultaten beeinflusst.[88]

    Also nun weiß man doch nicht was man glauben soll:

    Gibt da wirklich konträre Meinungen wenn man ein bisschen forscht… Was sagen sie dazu? Wie kann ich dahin kommen und erfahren was wirklich wahr und richtig ist? Bin eigentlich kein Freund von nahrungsergänzung und denke immer das der Körper sich ja schon wohl selbst anpasst… Bin gespannt auf ihre Meinungen!

    Grüße

  • Prof. Dr. J. Spitz sagt:

    Sehr geehrte Frau B.
    Sie befinden sich mit Ihren Zweifeln in guter Gesellschaft, denn die Experten streiten sich weltweit, ob D2 Präparate die gleiche biologische Wertigkeit haben wie D3 Präparate. Einige Argumente sprechen dafür, andere dagegen.
    In Amerika wurden eine lange Zeit nahezu ausschließlich D2 Präparate eingesetzt. Inzwischen gibt es jedoch auch dort wie immer schon in Deutschland zahlreiche D3 Präparate. Da Letztere die physiologische Form für den Menschen darstellen, erscheint es mir sinnvoll, auch diese Form zu supplementieren, zumal umfangreiche Studien die Wirksamkeit belegen und Sie damit einfach auf der sicheren Seite sind.
    MfG Prof. Spitz

  • Sabrina B. sagt:

    Guten Tag und vielen Dank für dieses tolle Interview! Was ich mir immer noch nicht ganz sicher bin: ist es egal ob man Vitamin D3 oder D2 einnimmt, beispielsweise über Vitamin D2-Tropfen Sterogyl?
    Herzliche Grüße und vielen Dank,
    Sabrina B.

  • Matthias Ernst sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard und Herr Prof. Dr. Spitz, danke für die Informationen, mir hilft das sehr. Ich werde erstmal wöchentlich 1 x Dekristol 20.000 I.E. nehmen und in 3 Monaten den Spiegel prüfen lassen.

    Mit dem Hausarzt hab ich gerade kurz gesprochen und er sieht das nun auch so und unterstützt es. Blutkontrollen und Dekristol laufen dann zukünftig auch als Kassenleistung, da es bei mir wohl medizinisch notwendig ist und daher begründet werden kann.

    Viele Grüße, Matthias E.

  • Sehr geehrter Herr Ernst,

    der Frust, der Sie gerade beutelt, beutelt mich ebenfalls, seit ich mich vor einigen Jahren entschlossen habe, über diese Thema zu schreiben. Trotz aller Bemühungen (nicht nur von mir, sondern von zahlreichen weiteren Kollegen im deutschsprachigen Raum) sind wir weit davon entfernt sind, dass die neuen Erkenntnisse überall in der Medizin bekannt sind. Manchmal dauert es eben ein ganzes Jahrzehnt und länger, bis die Botschaft überall angekommen ist.

    Ein weiteres Problem ist, dass die Fortbildung der Ärzte überwiegend von der Pharma-Industrie gesponsert wird. Und die wählt dann natürlich die Themen aus, mit denen am meisten Geld verdient wird. Das ist bei Vitamin D nicht der Fall, da das Patent bereits seit Jahrzehnten ausgelaufen ist (die Jahresdosis Dekristol, die Sie bekommen haben, kostet nur wenig über 20 Euro).

    Zu Ihrer konkreten Frage zur Dosierung: 20 000 IE pro Woche stellen einen guten Kompromiss dar und sollte Ihnen auch über den Winter helfen – es sei denn, Sie haben wesentliches Übergewicht. Die Dosierungsvorstellungen Ihres Hausarztes sind eindeutig nicht mehr aktuell (s.o.).

    In etwa 3 Monaten nach regelmäßiger Einnahme können Sie übrigens überprüfen, ob das Konzept stimmig war. Dann sollte eine Blutkontrolle einen regelrechten Spiegel zwischen 30-40ng/ml ergeben.

    MfG Prof. Spitz

  • Matthias Ernst sagt:

    Nach ewigem Drängeln wurde mein Vit. D Wert mal gemessen und der liegt bei 8 ng/ml, was dann ja scheinbar extrem schlecht ist. Allerdings frage ich mich, warum das meist nicht für voll genommen wird? Ich bin in der Schilddrüsenklinik der Berliner Charité und selbst bei dem Wert wurde so getan, als sei das nicht schlimm und eh nur bei Osteoporose interessant.

    Erst nach Diskussion verschrieb mir die Ärztin dann Dekristol 20.000 I.E. und sagte, ich soll eine Kapsel pro Woche nehmen, was dann 2850 I.E. am Tag entspricht. Ich lese dazu nun seit Tagen und denke, auch das ist bei dem schlechten Wert zu wenig (erstmal).

    Mein Hausarzt sagte, ich soll täglich 1000 I.E. nehmen und das reicht, mehr auf keinen Fall.

    Es ist doch sehr merkwürdig, wie sehr sich das alles unterscheidet und gerade, wenn man an die Informationen aus dem Internet denkt, selbst von Fachseiten. Warum wird das in der Realität oft ganz anders gesehen, selbst in der Charité? Frage ich mich schon lange…

    • igerhard sagt:

      Lieber Matthias,
      das frage ich mich auch! 1.000 I.E. pro Tag ist wirklich bei Ihrem niedrigen Wert ein Klacks! Es gibt Kollegen, die geben täglich!! 20.000 für eine Woche, um möglichst schnell die Mangelerscheinungen zu kompensieren. Ich werde Ihre verwunderte Frage noch mal an Prof. Spitz weitergeben, vielleicht weiß er eine Antwort.
      Gute Besserung und viele Grüße!

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