Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
meine Frau war vor kurzem zur Untersuchung im Klinikum Mitte Bielefeld bei Prof. Dr. Feldkamp. Ihr geht es sehr schlecht, aber ihre Werte werden immer als „normal“ eingestuft. Sie nimmt jetzt über die letzetn Jahre L-Thyroxin, mittlerweile ein Kobiprodukt mit T3 und 50mg. L-Thyroxin.
Von Prof. Dr. Feldkamp wurde ihr Hashimoto attestiert. Er gab sich damit zufrieden und sagte nur sie solle weiter L-Thyroxin nehmen. Er sagte uns, dass es psychisch sei.
Meine Frau ist mit ihrer Kraft am Ende hat keinen Lebensmut mehr. Wir haben einen 5 Jährigen Sohn. Diese Krankheit belastet unsere Familie sehr. Ich weiss auch nicht wie ich ihr helfen kann. Sie ist oft sehr stark gereizt. STimmungsschwankungen, ist stets Müde, selbst nach 10 Stunden Schlaf.
Was können wir tun.
Wir haben es satt von Ärzten immer zu hören, dass meine Frau gesund ist und sie nicht machen können außer L-Thyroxin verschreiben.
Mit freundlichem Gruß
Michele Reinsberger
Lieber Herr Reinsberger,
Ich kann mir gut vorstellen, wie Ihre Frau und die ganze Familie leiden. Wahrscheinlich kann Ihnen nur ein Arazt für Naturheilkunde helfen, der ganzheitlich arbeitet und das Immunsystem und die anderen Hormondrüsen behandelt. Vielleicht finden Sie einen Arzt in der Gesellschaft der Ärzte für Erfahrungsheilkunde: http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Viel Glück und gute Besserung!
Prof. SU:
Vor der nächsten Schwangerschaft sollten Sie die Hormone überprüfen lassen: Nicht nur die Hormone der Eierstöcke, auch die der Schilddrüse, der Nebennierenrinde müssen optimal eingestellt werden. Wir können Ihnen ggf. dabei helfen. Ggf. brauchen Sie morgens Selen, Thyroxin, Vitamin D3, DHEA, Calcium, Folsäure, abends Magnesium, Progesteron und Zink … Mit Jod- Einnahme sollten Sie bei M. Hashimoto sehr zurückhaltend sein. Kommt es zu einer Schwangerschaft, kann der Progesteron-, Thyroxin-, Vit D3-, Selen-, Folsäure- Bedarf massiv steigen. Das sollte man/ frau wissen und berücksichtigen. Wir haben damit Erfahrung. Kommen Sie ggf. in unsere Sprechstunde.
Liebe Frau Doktor!
Ich hatte vor einigen Wochen eine Fehlgeburt. Bei mir wurde unter anderem auch vor längerer Zeit Schilddruesenunterfunktion und Hashimoto festgestellt.
Alle Werte sind im Normbereich, außer die Antikoerper sind erhöht. – bei 1000- 3000 . Sie schwangt bei jeder blutuntersuchung.
Mit Euthyrox war ich nie zufrieden, also wurde kurz vor festgestellter ersten schwangerschaft, die vor einiger zeit amit Fehlgeburt endete
auf 3hyrex 75 mikrogramm umgestellt.
Zusätzlich nahm ich Tabletten, die IOD enthit- empfaehlung der Frauenaerztin.
Meine Frage, darf ich in der schwangerschaft Iod zu sich nehmen, trotz schilddruesenantikoerper? Auf was ist bei der nächsten Schwangerschaft zu achten?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Hallo, ich habe seid ca. 5jahren hashimoto und struma.nahm bis vor kurzem 150mg l-thyroxin.Seid einem halben jahr bin ich auf ein kombi-präparat umgestiegen. D.h. 100 t3 t4 und 25 l-thyroxin.leide jetzt an überfunktion laut meiner Werte.habe Herzrasen, transpiriere sehr stark, Hab schlafprobleme und bin ständig k.o.würde gerne abnehmen.wie kann das gelingen?
LG
Liebe Anke,
dann sind Sie offenbar nicht richtig eingestellt. Sie müssen sich von einem Endokrinologen richtig einstellen lassen, eventuell sind dazu noch andere Hormone zusätzlich nötig. Außerdem sollten Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde suchen, der eine ganzheitliche Begleittherapie machen kann, bspw. mit Ernährungsberatung, orthomolekularen Substanzen oder Homöopathie. Das muss individuell gemacht werden und geht nciht im Internet.
Viele Grüße
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich war schon bei sehr vielen Ärzte, immer wegen den gleichen Symptomen!
Leider habe ich das Gefühl, dass man mich nicht ernst nimmt.
Nun habe ich hier gelesen, dass es vielen so ging, bei denen nach Jahren Hashimoto festgestellt wurde.
Ich würde gerne meinen Artzt selbst darauf hinweisen, dass man mich darauf untersucht.
Können sie mir sagen was er für Werte braucht oder was er untersuchen muss um eine Diagnose zu stellen.
Dann kann ich schonmal viel selbstsicherer auftreten und man nimmt mich vielleicht mal ernst , ist zwar traurig,dass man so zum Arzt gehen muss, aber ich möchte endlich wieder wenn es möglich ist beschwerdefrei sein.
Liebe Grüße
Hildegard
Liebe Hildegard,
In diesem Artikel wird beschrieben, was gemessen werden muss:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hashimoto-thyreoiditis-%E2%80%93-clown-der-schilddrusenerkrankungen/
Sollte es nicht die Schilddrüse sein, dann wenden Sie sich doch mal an einen Arzt für Naturheilkunde http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Gute Besserung und viel Erfolg. Gerne können Sie wieder berichten, wie es Ihnen ergangen ist!
Hallo,
bei mir wurde eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, aber meine Ärztin möchte mir keine Medikamente geben.Bin zu ihr gegangen weil es mir schon sehr lange richtig schlecht geht, ich habe ihr alles geschildert.Mir wird es von einer Minute zur anderen tot schlecht, werde dann weiß wie eine Wand.Habe absolut keinen Appetit, zwinge mich zum essen. Krämpfe in den Füßen besonders Nachts , außerdem werde ich Nachts schweizgebadet wach.u.s.w.
Ich werde es noch einmal bei einem andern Arzt versuchen!
Stellt man dieses Hashimoto bei einem großen Blutbild fest, oder muss man spezielle Werte kontrollieren lassen?
Könnte diese Untersuchung auch meine Frauenärztin machen oder muß man zum Hausarzt?
Ich hoffe dass Sie mir weiterhelfen können.
Vielen Dank für ihre Mühe und ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße Tanja
Liebe Tanja,
mit dem Problem besser zum Hausarzt gehen. Der kann Sie eventuell zu einem Internisten, bzw Endokrinologen überweisen. Ein großes Blutbild reicht für die Diagnose sicher nicht aus.
Liebe Grüße
Liebe Frau Prof. Gerhard,
bei mir wurde vor knapp fünf Jahren eine Hashimoto Thyreodities festgestellt und ich habe seitdem viele, aber leider kaum gute Erfahrung mit deren Behandlung gemacht. Während der TSH schon vor der Behandlung mit L-Thyroxin stark schwankte ((zw. 1 und 4), ging es mir mit dessen Einnahme immer schlechter – am schlechtesten mit einem TSH von 1. Seit zwei Jahren habe ich L-Thyroxin und die Pille abgesetzt, der TSH stabilisiert sich nun ganz langsam bei 2,5. Letztes Jahr habe ich es sechs Monate mit einer 10%-Progesteronsalbe probiert, aber auch das half nichts. Selen (200) nehme ich seit fünf Jahren, Zink (20) seit drei Jahren – bei beidem musste ich selbst auf eine Blutuntersuchung drängen, nachdem ich darüber gelesen hatte.
Ich ernähre mich sehr gesund mit viel Gemüse und wenig Kohlenhydraten,
habe aber gelegentlich Heißhunger auf rotes Fleisch (?).
Im Grunde bin ich nun wieder an dem Punkt, an dem ich vor der Diagnose war: Es geht mir nicht gut (aber besser als mit der Schlddrüsenhormonbeandlung), ich habe starke Stimmungs- und Gewichtsschwankungen, die offensichtlich mit dem Regelkreislauf zu tun haben (mein Zyklus schwankt zwischen 24 und 29 Tagen) und ich habe alle Wochen starke Entzündungssymptome der Schilddrüse (fliegende Hitze am Hals, entzündeter Rachenraum, trockene Nasennebenhöhlen).
Zumindest habe ich eine Hausärztin, die eingewilligt hat, dass wir meine Wert beobachten, leider fällt ihr aber nichts anderes ein.
Leider finde ich partout keinen verständigen Arzt an meinem Wohnort (Bonn), der mir nicht nur glaubt, dass mir die Therapie mit L-Thyroxin nicht bekommt, sondern der auch andere Behandlungsmethoden kennt.
Daher meine Fragen:
Was kann ich noch tun? Und wie kann ich einen Arzt finden bzw. davon überzeugen, mit mir diesen Weg zu gehen?
Können Sie mir vielleicht sogar einen Tipp für einen Spezialisten im Raum Köln/Bonn geben?
Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar!
Viele Grüße
Suse
Liebe Suse,
Sie schreiben nicht, wie die Schilddrüsenantikörperwerte sind. Die Symptome (fliegende Hitze am Hals, entzündeter Rachenraum, trockene Nasennebenhöhlen) müssen nicht typisch für eine Schilddrüsenentzündung sein. Haben Sie auch Vitamin D untersuchen lassen? Haben Sie mal zur Zyklusstabilisierung Mönchspfeffer versucht, bspw. Agnucaston oder Agnolyt?
Leider kann ich Ihnen keinen Schilddrüsenspezialistenvor Ort nennen, ich kenne nur die Praxisklinik, in der sehr viel Naturheilkunde zusätzlich zur Schulmedizin gemacht wird: http://www.praxisklinikbonn.de/
Viel Erfolg!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
vielen Dank für Ihre hilfreichen Informationen. Ärgerlich macht mich nur, dass sich unsere Ärzte häufig nicht die Zeit nehmen, Mühe machen genaue Ursachenforschung zu betreiben. Gerade meine Symptome habe ich beim Arzt angesprochen und wurde vertröstet, dass ich nicht ewig wie 20 aussehen könnte. Natürlich habe ich für meine 40 Jahre noch eine gute Figur, aber die Problematik der kontinuierlichen Gewichtszunahme bleibt. Da ich mein bisheriges Leben immer auf gesunde Lebensweise geachtet habe und oft auf Naturprodukte statt chem. Mittel zurückgegriffen habe, freut mich der Link zu diesem Ernährungsbuch + der Hinweis zur ganzheitlichen Frauenärztin sehr. Meine Frage:
1. „Eierstockhormone könnten durcheinander sein“ – ist das jetzt schon altersbedingt in Richtung Wechseljahre oder welche Ursachen gibt es noch – die naheliegend sind?
2. In einer Frauenzeitschrift hatte ich vor längerer Zeit mal einen Artikel über die Einnahme von Schilddrüsenhormonen gelesen. Dort wurde die Einnahme auf abends fokusiert. Einnahme sollte nach der letzten Mahlzeit erfolgen. Auch die vorteile wurden beschrieben, kann sie leider nicht mehr 1:1 erinnern. Was halten Sie generell von einer Einnahme am Abend?
Für eine nochmalige Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
P. Götze
Liebe Peggy,
richtig, in Ihrem Alter könnte es durchaus schon zur Gelbkörperunterfunktion und Östrogenverschiebungen kommen, ähnlich wie im Artikel angegeben.
Es macht durchaus Sinn, die abendliche Einnahme von Schilddrüsenhormon zu versuchen, ist wahrscheilich individuell sehr unterschiedlich, wie es besser vertragen wird. Hier ein Link:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/hormonstoerungen/schilddruesen-erkrankungen/article/634835/hypothyreose-substitution-nicht-morgens-sondern-abends.html
Gruß
Sehr geehrteFrau Prof. Dr. Gerhard,
Ich bin 48 Jahre alt und leide unter Hashimoto seit 2000. Seit dem bin ich in der hausärztliche Behandlung mit L-Thyroxin 75. Müdigkeit und Gedächtnisschwäche habe ich seit dem aber war ich in der Lage meinen Job auszuüben. Außerdem, habe ich meine Tochter in 2003 bekommen und dachte dass die Müdigkeit davon kam. Vor zwei Jahren bekam ich Panik Attacken, Herzrasen, Missempfindungen, Taubgkeit und Kribbeln in den Fingern und Zehen. Mit der Erschöpfung ist es schlimmer geworden. Trotz 9 Stunden Schlaf bin ich sehr erschöpft das ich kaum etwas erledigen kann. Arbeiten kann ich nur 1-2Stunde pro Tag von zu Hause. MS ist ausgeschlossen worden . Schlaf Apnoe auch.Rheu
Seit Dezember habe ich meine Ernährung auf Gluten/Lactose/ Milchprodukte Frei umgestellt. Habe ich bei eine Heilpraktikerin Lebensmittel IgG-Antikörpertest machen lassen. Auch ein Blutbild das nach Laborzentrum nach Ettlingen zugeschickt wurde. Die Werte die nicht im normalen Bereich waren sind:
Kalium im Vollblut 37.9- mMol/l Norm:(38.0-55.0)
Phosphat im Serum 2.62+ mMol/l Norm(0.80- 1.50)
Triglyceride 184+ mg/dl Norm(50-150)
Albumin55.0 – % Norm(55.8-66.1)
Jod im Serum 81.0mg/l Norm(32.0-76.0)
Lithium im Blut (AAS) 2.3- mg/l Norm(5.0-45.0)
Magnesium im Blut 1.25- mMol/l Norm(1.50-2.00)
Mangan im Blut14.4+mg/l Norm (7.1-10..5)
Selen im Blut 70.0- mg/l (75.0- 160.0)
Vitamin D 20.3-mg/l (30.0-100.0)
Vitamin B12 288- ng/l (300-9000
Seit dem nehme ich verschiedene Ergänzungsprodukte von Tisso und die Vitamine B12 und Vitamin D sind wieder im Norm Bereich.
Die Werte beim Labor Test beim Frauen Arzt:
E2II 34,18
FSH 93,42
LH 35,40
PRG 0,26
PRL8,65
TES < 0.10
Laut der Arzt bei mir sind die WechselJahren aufgetreten.
Shilddrüssewerte seit Dezember wäre ganz unterschiedlich , hatte ich Herzrasen, dass Gefühl das ich ersticke etc…
TSH im Januar 2013 9.01+, im Februar 0.45, April 2013 1.47
Zellkerne ANA 1:640 Titer <1:80
Cortisol im Speichel morgens 3.11 ng/ml Norm 2.00-10.10; mittags 1.60 ng/ml Norm (1.55-6.00); abends 1.24 ng/ml Norm1.12 4.85)
Diagnose – Nebennierenschwäche im fortgeschrittenem Stadium. Seit 3 Wochen nehme ich DHEA Kapseln 15 mg, aber merke keine Verbesserung. Im Gegenteil mit der Erschöfung ist es schlimmer geworden. Ich kan mich kaum bewegen. Mir ist schwindelig, habe ich abgenommen ( bin 1.72 und wiege 55 kg). Rheuma und Borreliose sind auch ausgeschlossen. Bei MRT des Schädels – mehrere primär unspezifische Marklagerläsionen links betont.
Meine Hausärztin nimmt mich nicht ernst.
Was würden Sie mir raten, was soll ich tun?
Ich freu mich auf Ihre Antwort!
Mit freundlichen Grüssen
Ksenija P.
Liebe Ksenija,
Vielen Dank, dass Sie sich bemüht haben, mir Ihre Erkrankung so genau zu schildern und alle Ihre Werte zu schicken. Sie sind wirklich krank, denn mehrere Drüsen arbeiten nicht mehr richtig. Das Kranheitsbild ist so komplex, dass Ihre Hausärztin damit wahrscheinlich überfordert ist. Könnte eine chronische Schadstoffbelastung vorliegen? Dann müssten Sie sich mal an die IGUMED wenden, um eine Beratung in Ihrer Nähe zu erhalten.
In diesen beiden Artikeln werden neue Therapien für chronisch Kranke beschrieben:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hoffnung-fur-chronisch-kranke-die-regenerative-mitochondrienmedizin/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/neue-behandlungsstrategie-bei-erschoepfungszustaenden/
Vielleicht finden Sie darüber Kontaktadressen für Ihre Probleme.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar neue Ideen geben. Viel Glück!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
seit ca. 1 Jahr werde ich (40 Jahre) mit L- Thyroxin 75 mg, bei einer Hachimoto Erkrankung, behandelt. Aller 6 Wochen werden meine TSH Werte bestimmt und der Therapieverlauf ist bei L – Thyroxin 75 mg geblieben. Meine Werte kenne ich leider nicht.
Was ich an meinem Körper bemerkt habe ist 1. Obstipation 2. Gewichtszunahme von 4 kg (in einem Jahr bei gleicher Ernährung)3. starkes Schwitzen 4. Stimmungsschwankungen.
Meine Fragen wären:
1. Führt die Einnahme von L- Thyroxin zur Obstipation?
2. Neigt man bei Hachimoto trotz medikamentöser Therapie zur Gewichtszunahme? Wenn ja, wie kann ich gegensteuern? Ist ein Ausweichmedikament empfehlenswert? Am meisten beunruhigt mich, dass ich ständig zunehme. Sie mögen denken 1 Jahr 4 kg ist nicht viel, aber wo soll das hinführen. Das wichtigste ist doch das persönliche Wohlbefinden. Das gerät bei mir dadurch ins Schwanken.
3. Habe mir im asiatischen Raum Tee aus dem „Unsterblichkeitskraut“ bestellt. Ist Ihnen dieses Gewächs bekannt und könnte es einene positiven effekt auf meine nebenwirkungen haben?
Bitte helfen Sie mir vorrangig auf meine Gewichtszunahme.
Ich wohne im Raum Leipzig – könnten Sie mir dort vielleicht einen Spezialisten empfehlen und was kann ich eigenständig tun?
Vielen lieben Dank
Liebe Frau Götze,
das hört sich so an, als ob Sie nicht genügend L-Thyroxin bekommen, bzw. dass auch die Eierstockhormone durcheinander sind und Sie auf jeden Fall noch was anderes brauchen.
Das Unsterblichkeitskraut (Gynostemma pentaphylla) ist in China weit verbreitet. Sie können sich diese winterharte Pflanze auch bei uns kaufen und die Blätter roh oder im Salat essen. Sie sollen eine gute Wirkung auf die Leber haben und auch antioxidativ wirken. Damit können Sie also gar nichts falsch machen, sondern sich nur was Gutes tun. Ich bezweifle allerdings, dass dieser Tee ausreichend ist, um Ihre Beschwerden zu behandeln. Aber Sie haben Glück: in Leipzig praktiziert eine ganzheitlich arbeitende Kollegin von mir, Frau Dr. Georgieff, die wird Ihnen sicher weiterhelfen können. Außerdem empfehle ich Ihnen das Buch „Tomatenrot und Drachengrün“ von meiner Kollegin Dr. Bihlmaier mit tollen Ernährungstipps zum Gesundwerden und Abnehmen. http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gesundheit-schlemmen-tomatenrot-drachengrun/
Viel Erfolg und alles Gute!