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Neue Kurse in der Regenerativen Mitochondrienmedizin

Von | 8. September 2015 – 10:00 7 Kommentare 34.660 AufrufeDrucken

RegenbogenDieser Artikel erschien zuerst im Februar 2013. Er wurde heute aktualisiert und mit neuen Informationen versehen. Das Thema liegt mir sehr am Herzen, denn täglich bekomme ich Anfragen von Leserinnen, bei denen ich als Umweltmedizinerin sofort den Verdacht auf eine umweltbedingte Mitochondrien-Erkrankung habe. Deshalb wünsche ich mir viel mehr Ärzte, die dieses Problem erkennen und ihren Patientinnen helfen können.

Inzwischen gibt es weitere Artikel in diesem Webmagazin, die Ihnen demonstrieren, wie man mit Hilfe der Mitochondrienmedizin chronisch Kranken zu besserer Gesundheit, ja sogar Heilung verhelfen kann:

Und schließlich der Bericht eines unheilbar Kranken, der sich jetzt bester Gesundheit erfreut.

Die westliche Medizin hat in der Vergangenheit viele Erfolge gefeiert. Seit einigen Jahrzehnten jedoch stagniert der Fortschritt in den Praxen: Chronischen Erkrankungen sowie den sogenannten Zivilisationskrankheiten hat die „Schulmedizin“ nicht viel entgegenzusetzen. Doch die Zahl der betroffenen Patienten wächst. Schon kleine Kinder sind betroffen und damit zu einem Leben mit Schmerzen, Medikamenten und vielen Entbehrungen verurteilt. Wir brauchen eine neue Medizin! Eine Medizin, die die Ursachen beseitigen hilft und die die Störungen bekämpft, die im Körper, seinem Stoffwechsel und seinen Zellen angerichtet wurden. Und es gibt Hoffnung …

Bei der Europa-Universität Viadrina wurde daher bereits 2008 ein Masterstudiengang Kulturwissenschaften — Komplementäre Medizin (KWKM) aus der Taufe gehoben, der sich sowohl intensiv mit den Methoden der evidenc-based-medicine als auch der kulturellen Vielfalt der Medizin, deren Sprache und Kommunikation und nicht zuletzt mit ausgesuchten Bereichen der biologischen Medizin beschäftigt. Dabei können Therapeuten und medizinisch Ausgebildete aller Art nicht nur den gesamten Studiengang absolvieren, es ist auch möglich, einzelne Module zu belegen.

Das könnte für Viele interessant sein, denn seit 2012 bekommt der Masterstudiengang ein neues Wahlpflichtmodul: die Regenerative Mitochondrien- und Umweltmedizin. Seitdem beteilige auch ich mich an der Ausbildung mit einem Vortrag über „Umweltmedizin in der Frauenheilkunde“. Die Daten für die neue Ausbildungsrunde 2016 liegen inzwischen vor. Zunächst aber soll Ihnen ein Arzt, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat, die Mitochondrienmedizin erkären.

Dr. Rainer Mutschler
Regenerative Mitochondrien-Medizin

Multiple Sklerose, Diabetes, Übergewicht, Allergien, Krebs, bei Frauen besonders Brustkrebs und Endometriose: jeder Arzt, Heilpraktiker oder Therapeut hat Kontakt mit diesen Erkrankungsgruppen. Leider können chronische Krankheiten heutzutage nur unzureichend verwaltet aber nicht wirklich an den Ursachen bekämpft und beseitigt werden. Erschwerend für alle Beteiligten kommt hinzu, dass diese Erkrankungen in den meisten Fällen kombiniert auftreten.

Etwas gegen die fatale Entwicklung im Sinne einer Prävention oder gar einer Heilung kann die Medizin nicht einmal ansatzweise bieten. Eben in diesem Bereich gibt es viel zu tun. Niemand, der direkt mit Patienten therapeutisch arbeitet, kann wirklich daran interessiert sein, diesen Status Quo in der Medizin zu erhalten. Es muss etwas geschehen, das steht völlig außer Frage, doch was? In welche Richtung soll sich der Therapeut wenden, um seinen Patienten eine bessere Zukunft bieten zu können?

Neue Therapien sind gefragt!

Wer sich etwas genauer und ohne Scheuklappen in der Therapielandschaft umschaut und auch über die deutschen und europäischen Grenzen hinausgeht, der stellt fest, dass es doch Möglichkeiten gibt, chronische Krankheiten nicht nur zu diagnostizieren, sondern wirklich gut zu behandeln. Meist sind diese Therapieformen nicht anerkannt, oft werden sie sogar als unwissenschaftlich belächelt.

Dennoch lohnt es sich, manche der Behandlungskonzepte genauer zu betrachten. Eine noch recht neue Ausrichtung der Medizin macht besonders viel Hoffnung. Sie beschäftigt sich mit einer wesentlichen Ursache insbesondere der genannten äußerst schlecht behandelbaren chronischen Erkrankungen: die regenerative Mitochondrienmedizin.

Die Mitochondrien – die Kraftwerke der Zellen

MitochondriumMitochondrien sind oval-förmige Organellen, die in jeder Zelle des menschlichen und tierischen Organismus (Ausnahme: Erythrocyten) vorkommen. Ihre Aufgabe ist vorrangig, das Gewebe und die Organe mit Energie zu versorgen – Mitochondrien sind, bildlich betrachtet, unsere kleinen Kraftwerke. Sie produzieren in einem chemischen Prozess den Hauptanteil des vom Körper benötigten energiereichen Stoffes ATP (Adenosintriphosphat). Die Bedeutung der Zellorganelle lässt sich besonders dadurch ermessen, wenn wir uns vor Augen führen, dass die Organe mit einem besonders hohen Energiebedarf, wie zum Beispiel das Herz und die Muskulatur, sehr viele Mitochondrien in ihren Zellen enthalten. Im Herzen können es mehrere Tausend pro Zelle sein, die den lebenserhaltenden Muskel versorgen.

Mitochondriopathien

Erkrankungen der Mitochondrien (sog. Mitochondriopathien) sind der Medizin durchaus bekannt. Es handelt sich um relativ selten auftretende Erbkrankheiten, die zu spezifischen Enzymdefekten führen. Somit können bestimmte Stoffwechselwege im gesamten Organismus von Beginn an nicht ablaufen, wodurch sich bereits im frühen Kindes- bis Jugendalter massive Symptome ausbilden. Aus diesem Grund ist eine herkömmliche Behandlung dieser ererbten Mitochondriopathien ein Teil der Kinderheilkunde.

Neue Formen der Mitochondriopathien

Tatsächlich scheint es jedoch andere Formen der Mitochondriopathien zu geben, die im Verlauf des Lebens erworben werden können. Hierbei ist nicht ein spezielles Gen (und damit ein konkreter Stoffwechselweg, der ausfällt) für eine Mitochondriopathie verantwortlich, sondern es handelt sich vielmehr um einen schleichend beginnenden Ausfall erst einzelner dann von immer mehr Mitochondrien.

Denn die vielen Organellen in der Zelle können zuerst noch gegenseitig aushelfen, sie können sich jedoch ebenso wie benachbarte Zellen vermutlich „anstecken“. Doch zuerst werden sich keine Symptome niederschlagen, da jede Zelle über viele Mitochondrien-Kopien verfügt und auch nicht alle betroffenen Mitochondrien dieselben Defekte entwickeln. Die Palette der möglichen Störungen ist so breit wie die Gesamtheit der biochemischen Abläufe in den Mitochondrien!

Was kann eine Mitochondriopathie auslösen?

ElektrosmogNach den Forschungen der regenerativen Mitochondrienmedizin kommt es zum Beispiel durch massive und/oder lang anhaltende belastende Umwelteinflüsse (Schwermetallvergiftungen, wie Amalgam, HWS-Traumata, Elektrosmog, Pestizide, Lösungsmittelexpositionen u. a.) zu Eingriffen in die Biochemie der Mitochondrien. Da in diesen Organellen der Sauerstoff als Reaktionspartner eine große Rolle spielt, kann es durch eine Fehlfunktion der Mitochondrien zu einem sog. oxidativen Stress und einer überschüssigen Bildung von freien Radikalen (ROS) in den Zellen kommen. Diese greifen dann auch auf das umliegende Gewebe über und erzeugen dort wiederum die ROS, die die Zerstörung weitertreiben.

Je nach Zerstörungsgrad der Mitochondrien sind die betroffenen Zellen nicht nur gezwungen, auf die mitochondriale Energielieferung mehr oder weniger zu verzichten. Die pathologischen biochemischen Prozesse beeinträchtigen das eingespielte Stoffwechsel-und Signale-Netzwerk in den Geweben und können schließlich sogar das genetische Material angreifen und Zelltod auslösen. Infolge einer Mitochondriopathie können folgende Beeinträchtigungen auftreten: Fehlfunktionen des Hormon-, Immun- und Nervensystems, Herzprobleme, Muskelschwäche und im weiteren Verlauf Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebs, Multiple Sklerose u.v.m.

Vererbung ist auch hier möglich

KinderFatalerweise scheint es darüber hinaus möglich zu sein, dass jene erworbenen Mitochondriopathien vererbbar sind, wenn sie sich auch in den Fortpflanzungsorganen von betroffenen werdenden Müttern und Vätern manifestieren. Forscher sprechen dann von Epigenetik. Die Folgen dieser Entwicklung sind gesundheitlich angeschlagene Mütter und Väter mit immer kränker werdenden Kindern, die zum Beispiel unter Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen, Allergien und anderem zu leiden haben. Das gesamte Familienleben wird massiv beeinträchtigt, und niemand kann sich erklären, warum es gerade diese Familie so hart getroffen hat.

Natürlich können die herangezogenen Ärzte und Therapeuten meist nur die Symptome feststellen und hier und da lindern. Wirkliche Veränderungen dieser fatalen Lage sind auf herkömmlichem Wege nicht zu erreichen. Aber wenn man Sie schon bei Kinderwunsch berücksichtigt, kann man viel Leid in der Familie verhindern.

Die regenerative Mitochondrienmedizin ist eine Medizin der Zukunft!

Die regenerative Mitochondrienmedizin hingegen kennt diese Fälle und hat bereits viele therapeutische Verfahren entwickelt, die es ermöglichen, erstens die Ursachen zu beseitigen – soweit möglich – und zweitens die in den Mitochondrien und den betroffenen Zellen ablaufenden pathologischen Stoffwechselvorgänge zu stoppen. Je nach Zerstörungsgrad der Gewebe und Ursache der Mitochondriopathien kann so eine Regeneration der Zellen und Gewebe erreicht und möglicherweise sogar eine Heilung eingeleitet werden.

Noch ist es eine relativ kleine Gruppe von Therapeuten, die mit der regenerativen Mitochondrienmedizin arbeitet. Doch die Forschung auf dem Gebiet der Regenerativen Mitochondrienmedizin kommt immer stärker in Gang, und die ersten Erfolge der neuen Medizin rücken sie immer mehr in den Fokus der Wissenschaftler und Mediziner. Eine volle Etablierung der Regenerativen Mitochondrienmedizin bedarf noch viel Zeit intensiver Forschung, doch bereits jetzt gibt sie den Patienten und Behandelnden Hoffnung auf Entwicklung neuer Therapien bei den vielen, heutzutage noch nicht therapierbaren Erkrankungen.

Weitere Infos zum Masterstudiengang

VorlesungHaben wir Sie neugierig gemacht? Um das nötige Hintergrundwissen und die praktischen Fähigkeiten für eine erfolgreiche Therapie zu erlernen, enthält das Wahlpflichtmodul sowohl theoretische als auch praktische Anteile, die sich auf fünf Vollzeit-Wochenenden zwischen März und November2016 erstrecken. Dabei konnten zahlreiche bekannte Referenten und Koryphäen des neuen Medizingebietes als Lehrende gewonnen werden. Hier können Sie schon den Flyer Curriculum 2016 einsehen und sich über die Referenten informieren.

Wenn Sie ein Therapeut sind, informieren Sie sich doch, ob dieser Masterstudiengang für Sie von Interesse sein könnte. Wenn Sie Patientin sind und mithelfen wollen, dass diese Medizin erforscht und verbreitet wird, dann drucken Sie doch einfach den Flyer Curriculum 2016 aus und geben Sie ihn an Ihren Arzt oder Therapeuten weiter. Wir sind heute alle so in unserer Routine eingespannt, dass wir kaum genug Zeit haben, uns über alles Neue zu informieren. Wie oft habe ich in meiner Sprechstunde Informationen und Tipps von meinen Patientinnen erhalten, für die ich sehr dankbar war und aus denen sich oft etwas ganz Phantastisches entwickelt hat!

Weitere Informationen zum Studiengang können unter den untenstehenden Links eingeholt werden. Bewerbungen werden an der Europa-Universität Viadrina entgegen genommen, beim

Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG)
Postfach 1786
15207 Frankfurt (Oder)

http://master-kmkh.eu/info/

http://www.europa-uni.de/de/forschung/institut/institut_intrag/index.html

http://mito-medizin.de/fortbildung/

Über den Autor

Dr. Rainer Mutschler ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren,Homöopathie, Manuelle Medizin, Flugmedizin, Sportmedizin und Akupunktur. Er ist Gründer und leitender Arzt des BioMedical Center Speyer. Dort werden weitere ganzheitliche Heilverfahren angeboten: Regenerative Mitochondrienmedizin und Cellsymbiosis-Therapie®, NLP, Hypnosystemische Therapie und klinische Hypnose.

Kontakt

BioMedical Center Speyer
Carl-Dupre-Str. 1,
D-67346 Speyer
Telefon:  06232 49910-60
Telefax:  06232 49910-88
E-Mail:   info@biomedical-center.de
Web: www.biomedical-center.de

Schreiben Sie doch einen Kommentar, wenn Sie uns Ihre Erfahrungen mit Ihrem Therapeuten mitteilen wollen!

7 Kommentare »

  • Sabine sagt:

    Mit der massiven Erkrankung meines Sohnes stieß ich vor vier Jahren auf einen Bericht über Mitochondrial Medizin. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht was mir eigentlich fehlte. Und nicht nur mir sondern vielen anderen Familienmitgliedern . Seit meinem 19 . Lebensjahr litt ich an Heuschnupfen, Panikattacken , Herzrasen , Endometriose, Nahrungsmittelintoleranzen , Hautquaddeln , Muskel- und gelenkschmerzen und zuletzt auch noch an einer unbegreiflichen Müdigkeit. Keiner der damaligen Ärzte konnte mir helfen. Ich arrangierte mich mit meinen Befindlichkeitsstörungen . Da mir ärztlicher Seits immer wieder bestätigt wurde dass meine Blutergebnisse ok waren und mir der Rat gegeben wurde einen Psychiater zu besuchen. Ich schleppte mich von Tag zu Tag und erfüllte meine Aufgaben . Zufällig stieß ich auf die Seite vitamindservice . de . Ich fing an mich selbst zu behandeln und hatte schon nach einer Woche einen Erfolg . Aber meinem Sohn und meinen Töchtern könnte ich bisher nicht so helfen wie ich es gern getan hätte da sie durch Schulmediziner schlecht beraten, nicht an diese Behandlungsmethode glauben können. So hoffe ich nun schon vier Jahre auf ein Wunder oder auf Anerkennung dieser Mitochondrialmedizin. Ich konnte mit 49 Jahren endlich feststellen, dass das Leben echt schön sein kann und nicht nur ein ewiger Kampf mit dem Körper ist. Ich wünsche diese Erfahrung meinen Kindern von Herzen . Ps ich habe keinen Heuschnupfen mehr und kann so gut wie alle Lebensmittel wieder vertragen. Meine Muskelkraft ist enorm gestiegen, mein Schlaf nicht mehr gestört. Gelenke tun mir nur noch sehr selten weh und meine Sehkraft hat sich auch verbessert. Also so viele positive Veränderungen nur mit Nahrungsergänzungsmitteln können ja gar nicht passieren. Da liegt es doch eher daran, dass ich mir diese Erkrankungen mein halbes Leben nur eingebildet habe , oder? Mit gesunden Grüßen Sabine Jansen

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Sabine,
      toll, was Sie bei sich erreicht haben. Zeigen Sie Ihren Kindern doch auch mal diesen Artikel: „Gerade noch unheilbar krank..“ Auch da spielte die Mitochondrienmedizin eine wesentliche Rolle.

    • Aalenburg sagt:

      Es ist sehr interessant, dass Sie anfingen sich selbst zu behandeln und schon nach einer Woche Erfolg hatten.
      Aber womit?
      Was haben Sie gemacht?
      Wieso wird das nicht verraten?
      Fragt sich
      Leidensgenossin
      D. Aalenburg

      • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

        Liebe Aalenburg,
        Jeder reagiert anders, deshalb werde ich auch in Zukunft keine individuellen Therapieempfehlungen zulassen. Am besten suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, der Ihnen weiterhelfen kann. Alles Gute!

    • Tina sagt:

      Hallo Frau Jansen,

      Auch ich habe eine Mitochondriopathie und verschiedene Symptome. (Chron. Entzündungen, Erschöpfung, Kopfschmerz,
      Gelenk und Muskelschmerzen….. Darf ich fragen, wie sie sich genau selbst behandelt haben? Haben Nahrungsergänzungsmittel
      Ausgereicht und lag bei Ihnen auch eine Schwermetallbelastung vor.
      Danke für die Antwort. Rau

  • Anne sagt:

    Danke für diesen Beitrag.
    Ich habe selber auch schon über Mitochondriale Medizin gelesen (zB auch Bodo Kuklinski und Dr. Neidert), finde es aber sehr schwer einen (und auch nicht privaten) Arzt zu finden, der sich mit dieser Diagnose und Therapie auskennt (und auch noch patienten aufnimmt). Dr Neidert ist zu weit weg und für Berlin gibt es keine Liste. Hätten Sie da vielleicht eine Idee?

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