Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Hallo und danke für den tollen Artikel!
Ich habe viele neue Anregungen erhalten. Von Gluthadion habe ich beispielsweise vorher noch nie etwas gehört.
Als ergänzende Informationsquelle kann ich anderen Betroffenen die Website http://www.schilddruesenguide.de wärmstens empfehlen. Dort gibt es auch viele Hinweise zu komplementären Heilmetoden und auch eine Ärzteliste.
Liebe Grüße
Sara
Liebe Frau Prof. Gerhard,
ich leide an Hashimoto und zusätzlich befinden sich in jeder Schilddrüsenhälfte ein Knoten (9mm und 11mm), einer ist kalt und heiß und einer ist nur kalt.
Die Schilddrüse ist sehr klein geworden und ich soll L-Thyroxin einnehmen.
Ich leide seit einem Jahr unter Schwindelattaken (linksseitiger Drehschwindel), 15 kg Gewichtszunahme, Panikattaken und habe auch seit dieser Zeit keine Periode mehr.
Mein Alter 49 Jahre!
Ich vertrug mein ganzes Leben lang keine Hormonpräparate, nahm daher noch nie länger die Pille ein und wegen etlichen Allergien und Pseudoallergien, bekam ich die Diagnose MCS.
L-Thyroxin verursacht bei mir Kopf-und Sehstörungen. Ich hatte mir in München in einer Apotheke eine Progesteronsalbe fertigen lassen und habe den Eindruck ebenfalls bei täglicher Anwendung Befindlichkeitsstörungen zu bekommen.
Vitamiin D3-Mangel wurde vor Jahren auch bei mir diagnostiziert.
Mir wurde (wegen der Knoten) schon zu einer vollständigen Schilddrüsenentfernung geraten.
Welches Vorgehen für die Zukunft würden sie mir raten?
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Sophia
Liebe Sophia,
Ob mit oder ohne Schilddrüsenentfernung brauchen Sie wahrscheinlich L-Thyroxin. Wichtig ist, dass man ganz vorsichtig einschleichend dosiert. Für die Zukunft müssen Sie sich einen ganzheitlich arbeitenden Arzt für Naturheilkunde suchen, der Ihren Darm behandelt und Sie mit den passenden Nahrungsergänzungen substituiert, damit die Mitochondrien, die Kraftmaschinen Ihrer Zellen, wieder besser arbeiten können. Folgende Artikel könnten für Sie lesenswert sein:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gesundheitsrisiko-schwermetalle-nicht-nur-fuer-frauen/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hoffnung-fur-chronisch-kranke-die-regenerative-mitochondrienmedizin/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/
Viel Erfolg
Hallo!
Vor ca. einem Jahr bekam ich nach einer Untersuchung die Diagnose Hashimoto. Eine Unterfunktion ist schon seit Jahren bekannt. Ich nehme L- Thyrox 88. Kurz nach der Geburt meiner Tochter vor drei Jahren bekam ichviele unterschiedliche Beschwerden: Schwindel, Schweißausbrüche, Herzrasen, trockene Haut, brüchige Fingernägel, Menstruatiosprobleme. Ich bin oft lustlos, müde und erschöpft. Hinzu kommt der Tod meines Vaters und Grossvaters und die Trennung vom Vater meines Kindes.
Mein Hausarzt hat mich nie richtig über Hashimoto aufgeklärt. In den letzten drei Jahren habe ich eine ware Odyssee durch Facharztpraxen hinter mir. Ohne erkennbaren Erfolg.
Und auch bei meiner jetzigen Ärztin (Homöopathin) stoße ich auf Unverständnis . Sie meint, ich suche ja regelrecht nach einer Krankheit und schiebt die Symptome Richtung Psyche. Dabei möchte ich doch einfach nur wieder eine bessere Lebensqualität haben. Vielleicht haben Sie ja einen Tipp für mich? Lg Angela
liebe Angela,
Sie sind sicher nicht optimal eingestellt und leiden außerdem an verschiedenen Vitamin- und Mineralstoffmängeln. Am besten suchen Sie sich eine ganzheitlich arbeitende Frauenärztin (www.natum.de ) und/oder einen Therapeuten, der Psenergy macht: http://www.psenergy.ch/pages/p-therapeuten.php
Viel Erfolg und viele Grüße
Guten Tag,
ich möchte meiner Lebenspartnerin helfen.
Sie ist 60 Jahre jung und leidet sehr a.d. Krankheit.
Besonders aufgefallen sind mir:
Körperliche und geistige Schwäche
Sie nimmt stetig zu, obwohl sie gar nicht viel zu sich nimmt
Ungeduld, teilweise wird sie im Gespräch laut, allerdings wenig agressiv
Unlust zum Sex seit ca. 4 Jahren
Leider hat sie noch andere Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfälle, Schmerzen in allen Gelenken, Rheuma, Poliatrithys.
Seit Jahren nimmt sie ein Schilddrüsenmedikament ein und ihre Schilddrüse wird kleiner.
Sie ist starke Raucherin, ist gerne süßes und Wurst, Schinken, Fleisch. Sehr selten in kleinster Menge Alkohol.
Sie schläft ansich auch gut durch.
Alle Versuche von mir ihr beizubringen, das Sie erst einmal ihre
Ernährung/Essgewohnheiten umstellen muss, liefen ins leere.
Also, was kann Mann (ich/sie) machen um ihr wieder zur -natürlich dem Alter entsprechende- einigermaßen befriedigenden Lebensqualität zu verhelfen ?
Guten Tag Frau Dr. Gerhard,
ich, 48 J., habe seit Jahren Hashimoto und seit längerem auch Probleme mit den weiblichen Hormonen (ich leider bereits seit Jahren an Haarausfall und Libidoverlust, jetzt kamen noch Schlafstörungen und Rosacea hinzu).
Ich versuche seit langem einen SD-Arzt zu finden, der mir in beidem (!) weiterhelfen kann. Leider ohne Erfolg. Bisher lehnen mich die SD-Ärzte ab, was die weibl. Hormone betrifft und meine Gynäkolgin kennt sich halt nicht mit der SD so gut aus.
Das waren meine letzten Werte von ihr.
LH: 18,4 Norm Ovulationsphase 14-96, Lutealphase 1,0-11,4
FSH: 25,4 Norm Ovulationsphase 04,7-21, Lutealphase 1,7-7,7
1,7-7,LH/FSH 0,7 Norm < 1,5
Estradiol:75,1 Norm Ovulationsphase 85-498, Lutealphase 43-211
Progesteron 5,1 Norm Ovulationsphase 0,8-3, Lutealphase 1,7-27,0
Nun wollte ich es doch einmal mit einem Wechseljahrspräparat versuchen, darunter bekam ich heftige SD-Probleme (heftiges innerliches Frieren und Herzenge-Beschwerden), so dass ich diese wieder abgesetzt habe.
Dann versuchte ich es mit der Yamswurzel. Die half mir prima gegen die Schlafstörungen, aber auch diese machte mir gleiche Beschwerden wie oben, vor allen Dingen Herzenge-Beschwerden.
Aktuell versuche ich es nur mit Progesteron im 2. Zyklus….und es stellen sich wieder Herzenge-Beschwerden ein.
Mittlerweile lässt mich das verzweifeln.
Lt. meiner Hausärztin und dem letzten Endokrinologen-Gespräch solle ich meine SD-Hormone von 100 runtersetzen. Daraufhin ging es mir noch schlechter.
Dazu möchte ich noch sagen, dass ich mich ansonsten biologisch, vollwertig, vegetarisch gesund ernähre und auch öfters Rad fahre und meine sonstigen Blutwerte immer auch sehr gut sind.
Haben Sie eine Idee?
Ich freue mich sehr über eine Rückmeldung.
Vielen Dank dafür vorab.
Lieber Wolf,
es ist sehr lieb, wie Sie sich um Ihre Freundin (mit Recht) sorgen. Aber wenn sie nicht von sich aus auf die Idee kommt, dass ihr Lebensstil für ihren schlechten Zustand verantwortlich ist, werden Sie gar nichts ändern können. Vielleicht können Sie mal mit Ihrem Hausarzt beraten, wie Sie gemeinsam Ihre Freundin umstimmen können. Vielleicht spielen Sie auch einfach zu viel mit? Wenn sie merken würde, dass Sie ehrlich um sie besorgt sind und nicht mehr mit ansehen können (mit allen Konsequenzen), wie sie sich zu Grunde richtet, würde sie vielleicht aufwachen?!
Ich wünsche Ihnen gute Nerven und viel Phantasie, damit Sie diese schwierige Situation meistern.
liebe Evi,
offenbar haben Sie ja noch Eisprünge, denn Progesteron ist noch nachweisbar und Östorgen auch. Wenn überhaupt könnten Sie es mit Mönchspfeffer versuchen, bspw. Agnolyt Tropfen.
Haarausfall und Rosacea sprechen dafür, dass bei Ihnen eine Störung des Darms und des Immunsystems vorliegt und Sie wahrscheinlich einen Mangel an wichtigen Vitaminen und Spurenelementen haben.
Das Institut für Mikroökologie ist auf den Darm spezialisiert. Sicher kann man Ihnen dort einen Arzt nennen, der sich mit der Darmdiagnostik und der Darmbehandlung auskennt. http://www.mikrooek.de/fuer-patienten
Unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte. Die Gesellschaft der Ärzte für Erfahrungsheilkunde http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html kann Ihnen vielleicht auch einen Ansprechpartner nennen.
Viel Glück
Guten Tag,
ich bin seit meinem 17. Lebensjahr in endokrinologischer Behandlung meiner Schilddrüse. Nun habe ich seit einigen Jahren Hashimoto. Nach der Geburt meines Kindes wies die letzte Blutuntersuchung einen Antikörperspiegel von über 24 000 auf, was für mich erstmal ein Schock war- die Zahl hat sich versechsfacht. Der Doktor riet mir, bei meinem L Thyroxin 100 mg zu bleiben, ohne weitere Behandlung.
Ich kann dies jedoch nicht akzeptieren und würde mir gerne weitere Meinungen anhören, ob ich denn den hohen Antikörperwert doch behandeln sollte. Ich habe gelesen, dass sich die Antikörper ohne Behandlung auch auf andere Organe auswirken können. Ich bin auch noch jung (25 Jahre) und möchte nicht darauf warten, dass ich dann irgendwann wirklich starke gesundheitliche Einschränkungen habe. Daher würde ich mich sehr über Ihre Meinung freuen.
Ganz liebe Grüße
Gabi
liebe Gabi,
es ist sehr vernünftig von Ihnen, der Ursache Ihrer Schilddrüsenerkrankung auf den Grund gehen zu wollen. Leider wissen wir Ärzte heute noch nicht, was die eigentlich Ursache ist. Wahrscheinlich spielen Umweltbelastungen (incl. Elektrosmog), Hormonstörungen, Stress, Fehlernährung u.a. eine Rolle. Am besten versuchen Sie, einen Arzt oder Heilpraktiker zu finden, die sich mit Umweltmedizin, Nahrungsergänzungen, Homöopathie auskennen. im Artikel konnten Sie ja lesen, dass bspw. Selen und Vitamin D ausgeglichen werden müsssen und dass eine vollwertige Bio-Frischkost-Ernährung auf jeden Fall hilfreich ist.
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
Sie schreiben „Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.“
Ist das nun gut oder schlecht?
Vielen Dank für den interessanten Artikel. Wenn Sie nur in Hamburg wären!
Mit freundlichem Gruß
Liebe Maria,
das bezieht sich auf hormonabhängige Tumore, bspw. Brustkrebs, deren Wachstum durch Substanzen in Kohlgemüsen gebremst wird.
Es ist nett, dass Sie sich wünschen, ich wäre in Hamburg. Aber da ich seit Jahren keine Praxis mehr mache, könnte ich Ihnen dort auch nicht weiterhelfen. Wenn Sie eine ganzheitlich arbeitende Frauenärztin suchen, schauen Sie mal in der Ärzteliste von http://www.natum.de nach.
Herzliche Grüße
Hallo, heute haben wir wieder die Laborwerte meiner Tochter 16 Jahre bekommen und ich bin wieder erschrocken. Die Schilddruese ist 2×30 ml gross, schon sehr gross, und dann noch das Hashimoto da ist. Sie nimmt jetzt schon L-thyroxin 125 mg, ganz schön hoch, wenn ich mir vorstelle, ich habe gar keine mehr und ich nehme diese Dosis auch. Frage mich, wie es weiter geht. Der wert tgak wert liegt bei fast 796. Was kann man noch machen, ich bin irgendwie ratlos, bräuchte wirklich ihre Hilfe bitte. Danke Frau Koch
Liebe Frau Koch,
wie in verschiedenen Kommentaren kann ich immer wieder nur betonen, dass Sie einen Arzt für Naturheilkunde suchen müssen, der Ihre Tochter ganzheitlich behandelt. Zwar wird mit dem L-Thyroxin der bedrohliche Mangel an eigenem Schilddrüsenhormon ausgeglichen, aber die Ursache dieser Autoimmunerkrankung nicht behoben. So kann bspw. auch die Homöopathie unterstützend eingesetzt werden: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hashimoto-thyreoiditis-hilfe-durch-homoeopathie/ oder der Emotionscode: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-emotionscode-kommt-nach-nurnberg-%E2%80%93-werfen-sie-emotionalen-ballast-ab/ Allerdings sind alle diese Methoden nicht von der Schulmedizin anerkannt und müssen meistens privat bezahlt werden.
sehr geehrte frau prof. gerhard
ich danke für den ausführlichen hinweis auf progesteronmangel / östrogendominanz bei hashimoto
was mir allerdings bei ihren ausführungen zu kurz kommt ist der zusammenhang von hashimoto und überjodierung
meines erachtens spielt die anhaltende überdeckung des jodbedarfs, wie sie bei normaler ernährung insbesondere durch nicht zu deklarierende tierfutterjodierung erreicht wird, sowohl bei der auslösung als auch beim fortschreiten der autoimmunen schilddrüsenentzündung eine wesentliche rolle
bei der hashimoto wird die unterfunktion nicht durch zuwenig jod verursacht, sondern im gegenteil durch zuviel! zuviel jod macht – einfach ausgedrückt – die schilddrüse kaputt und die gerät dann wegen zunehmender beschädigung in eine unterfunktion
deshalb gehört eine jodbewusste ernährung mit zu einer erfolgreichen therapie – ich spreche aus erfahrung und bin selbst sehr dankbar dass ich über diesen zusammenhang informiert wurde
ich gebe diese information gerne weiter und würde mich freuen wenn sie ihrerseits dieses so wesentliche thema aufgreifen und damit den katalog ihrer wertvollen ratschläge bereichern
mit freundlichen grüssen
Guten Tag
Ich habe schon viel im internet über Haschimoto gesucht und erlesen
jedoch muss ich festellen das viele Ärzte in meinem fall nichts unternehmen ich leide seit 10 jahren an Haschimoto (verdacht bestand 2002) nach mehrenren anläufen arztewechseln wurde auf mein drängen Haschimoto th. 2007 festgestellt seit dem bekomme ich ich L-Thyroxin als medikament und keine weite Behahandlung auch nach anfragen was man noch tun könne wurde ich immer nur mit einem rezept weg gschickt mal überfuntion wochen später unter funtion seit 5 Jahren nur noch unterfuntion gegen schlafstörung bekomme ich seit enem jahr antidepressiver die ich absetzte da ich an gewicht zunahm. Das sidn meine Erfahrungen dich ich seit 10 Jahren habe und es hat sich bis heute nichts geändert. einen spezualisten habe ich nie aufgesucht das man es aus Allg. Ärztlicher sicht ( auch wechsel der Allg. Ärtzte haschimoto TH. bekannt) nicht füt notwenig erachttet wurde.
Meine Frage nun??
Wozu all diese berichte und möglichkeiten wenn sie einem nicht zugänglich oder emfpolen werden um Patienten zu behandeln.
ich bin jetzt 48 jahre erwerbsunfähigkeitsrente weite erkrankeungen
wie Rheuma, Athrose Migräne und erkrankung der wirbelsäule (OP).
auch gegen die ständigen Hitzewallungen erhält man informationen zur Lindunrung Uterus wurde wegen schlechter blutwerte und absenkung 4. graden bereits enfernt.
was kann ich als patient tun um eventuell eine therapie oder hilfe zu bekommen um besser mit der erkrankung zu leben?
Liebe Liljana,
Sie sprechen ein ganz großes Problem unseres Gesundheitssystems an: es werden von Organspezialisten Symptome und Laborwerte behandelt, dabei benötigen wir dringend Ärzte, die den ganzen Menschen sehen. Sie leiden unter vielen verschiedenen Erkrankungen, die man vielleicht durch eine Änderung des Lebensstils am besten selber beeinflussen könnte. Versuchen Sie einen Arzt zu finden, der ganzheilich arbeitet und Sie über eine gesunde Ernährung, Bewegung und psychischen Ausgleich beraten kann. Dann wird die Stimmung auch ohne Antidepressiva besser, die Schmerzen nehmen ab und Sie werden sich wieder wohler fühlen. Viel Erfolg!