Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
Ich mache jetzt seit über 5 Jahre eine Ärzteodysee mit.
Jeder weis etwas anderes oder etwas besser.
Angefangen hat es mit einer Magen-Darm Grippe die sich sehr hartnäckig gehaten hat. Diese Magen Darm Probleme hielten sich bald 9 Monate. Ich bekam insgesamt drei Magen und zwei Darmspiegelungen.
Man stelle fest das die Zotten im Darm verklebt sind und meinte ich hätte Zöliakie. Daruf stellt ich die Komplette Ernährung um.Was mich finanziell als Alleinerziehde sehr an meine Grenzen brachte.
Nach der zweiten Darmspiegelung stellte man keine Besserung fest. Man machte einen Bluttest und mir wurde bestätigt das ich keine Zöliakie
hatte. Also wurde die Ernährung wieder Umgestellt.In der Zwischenzeit hatte ich ständig Müdigkeitsanfälle war nur am schlafen.
Dann ging es plötzlich los.Hatte probleme mit dem Blutdruck, konnte von heute auf morgen nicht mehr richtig schlafen.Bekam Tabletten. Hatte dann ständig erhöhte Temperatur stellenweise bis 38.5 und das über viele Monate. War ausgelaugt Müde antriebslos also alles was dazu gehört.Dann hatte ich Wechseljahrprobleme.und ich habe nach der Darmgeschichte innerhalb von 14 Monate 15Kg zugenommen.Trotz sehr viel Sport. Mein Körper hatte ausdünstungen ich konnte mich selber nicht mehr riehchen.Ich hatteGelenkschmerzen.Meine Haare gingen aus.
Mein Hautbild veränderte sich ich bekamm immermehr kleine Hautwarzen.
Mein Blutbild war ständig mit zu viel weiße Blukörper.Also eine totale Katastrophe.Ich wurde langsam agressiv und aber auch gleichzeit sehr schwermüdig.Bekam jetzt über zwei Jahre Antidepressiva.
Ich war auch 7 Wochen in einer Psychosomatischen Klinik.
Ich hatte sehr viele Ärzte hinter mir. Ich war beim Endogrenologe Hämatologe usw. jeder bestätigte mir ich bin gesund und keiner weis woher das Blutbild die Müdigkeit und die erhöhte Temperatur herkommen.
Vertrage plötzlich keine Milch mehr und habe ständig einen Blähbauch als ob ich Schwanger wäre.
Ich bin am Ende und kann nicht mehr. Ich kann mich in der zwischenzeit nicht mehr im Spiegel anschauen. Zu guter letzt habe ich jetzt noch Wassereinlagerungen in den Beinen.
Wer kann mir endlich helfen.
Ich soll im Januar an der Gebärmutter Operiert werden da ich immer größere Probleme habe. Sehr starke Blutungen, unregelmäßig,Starke unterleibs-und Rückenschmerzen Kopfschmerzen, also alles was dazu gehört.
Jetzt habe ich von Hashimoto.Thyreoiditis gelesen und erkenne mich in vielen Dingen wieder.
Mein Hausarzt meine nur lächelnd das könne nicht sein denn die Blutwerte und die aussagen der anderen Ärzte würde keinen derart Befund ergeben.
Jeder will nur irgendwelche Bluttest und Untersuchngen machen die Privat bezahlt werden müssse.
Das kann ich mir nicht leisten. Aber habe ich denn kein Recht darauf das mir geholfen wird?
Was ist das in Deutschland?
Ich hoffe sehr das sie mir einen Rat geben können denn noch weiter Jahre kann ich einfach nicht mehr so weiter machen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe
mfG Alexandra Bohms
Liebe Frau Bohms,
Das klingt bei Ihnen wirklich alles sehr kompliziert. Als Umweltärztin würde ich am ehesten an eine Erkrankung durch Umweltgifte denken. Leider gibt es nicht viele Ärzte, die sich damit auskennen. Dr. Runow wäre ein Ansprechpartner, den ich in diesen Artikel interviewed hatte: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/ Vielleicht hat er eine Idee, wer Ihnen helfen kann.
Alles Gute!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
bei mir wurde vor sieben Jahren Hashimoto festgestellt und Euthyrox verschrieben. Ich nahm einschleichend zwei Tage 12,5 mg wobei ich am dritten Tag bei dieser geringen Dosis in einem unglauglichen Angstzustand geriet. Meine Hausärztin verschrieb mir Beruhigungstabletten und es dauerte Wochen, bis ich mich wieder normal fühlte. Zum Glück studierte ich damals, denn ich wäre wochenlang arbeitsunfähig gewesen, da ich so neben der Spur war. Aufgrund dieses entsetzlichen Erlebnisses wollte ich keine Hormontabletten mehr probieren.
Nun sind aber die Symptome so belastend geworden (sehr schlechter Schlaf oder überhaupt Schlaflosigkeit, keine Energie, keine Ausdauer beim Sport bzw zur Zeit ist nicht mal an Sport zu denken, Gewichtszunahme, zur Zeit gerate ich ja richtigehend in die Isolation, weil ich keine Energie für soziale Kontakte habe…)sodass ich irgendetwas unternehmen muss.
Nur habe ich grosse Angst davor, dass ich wieder in diesen furchtbaren Angstzustand gerate, wie bei meinen ersten Versuch mit den Hormonen. Das war so schrecklich, dass ich das nicht mehr erleben möchte.
Was kann ich tun?
Vielen Dank
Maria
Liebe Maria,
Das ist wirklich eine schwierige Frage, die ich Ihnen nicht beantworten kann. Dazu müsste ich genau alle Ihre Werte wissen. Sie müssen auf jeden Fall zu einem guten Endokrinologen und zu einem Arzt für Naturheilkunde. Der Endokrinologe muss genau feststellen, welche Hormone alle durcheinander sind und Sie gezielt behandeln. Der Arzt für Naturheilkunde kann dann an die Ursachen Ihres gestörten Immunsystems gehen und auch mögliche Nebenwirkungen der schulmedizinisch notwendigen Therapie behandeln.
Viel Erfolg und gute Besserung!
Liebe Prof. Dr. Gerhard,
zu erst einmal möchte ich Ihnen danken.
Für diese Seite und für Ihre Worte.
Als ich mir alles durchgelesen habe, konnte ich gar nicht glauben, dass es so jemanden wie Sie gibt. Zu oft bin ich auf Ärzte gestoßen, wo ich immer wieder kämpfen musste (dass mal dieser und jener Blutwert ermittelt wird etc.).
Ich bin 28 Jahre alt und lebe mit Hashimoto nun seit etwa 7 Jahren.
Mir geht es mal gut, mal nicht so gut, aber ich habe mich glaub ich ganz gut mit der Hashimoto arrangiert.
Was mir jedoch Sorgen macht, ist der Aspekt, dass ich sehr unter Zysten im Unterleib leide. Ich verhüte nicht hormonell. Es sind sicherlich immer so 5 Zysten und oftmals platzt dann eine. Ansonsten ist mein Zyklus Monat für Monat auf den Tag genau. Eine PCO wurde 2010 ausgeschlossen.
Ich mache mir Sorgen, wenn ich daran denke, da ich mich immer mehr mit dem Kinderkriegen auseinandersetze.
Wissen Sie um eine Häufigkeit von Hashimoto und Unterleibzysten?
Müssen diese in den „Griff“ bekommen werden, bevor man schwanger werden möchte?
Welche Hormone sollten bei Kinderwunsch und Hashimoto unbedingt in den Blick genommen werden?
Herzlichen Dank und viele Grüße aus Berlin,
Julia.
Liebe Julia,
Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen, wenn der Zyklus so stabil ist! Wenn es den modernen Ultraschall nicht gäbe, würde man die Zysten wahrscheinlich gar nicht bemerken. Also machen Sie sich nicht verrückt und versuchen Sie ruhig erstmal spontan schwanger zu werden. Wenn es Probleme gäbe, denkt man als erstes mal an das Progesteron, das man in der zweiten Zyklushälfte kontrollieren und eventuell verabreichen würde. Aber das ist wirklich nur Spekulation!
Alles Gute und Gruß zurück nach Berlin!
Hallo!
Bei mir wurden noch nie Selen- bzw. Vitamin D untersucht. Ich war ja schon bei so vielen Ärzten, doch dies hielt bisher niemand für nötig. Sind diese Blutwerte eine Privatleistung? Ich bin täglich draußen, auch im Winter. Der Vitamin D- Spiegel sollte dann doch nicht so schlecht sein? Oder haben Menschen mit Hashimoto generell einen erhöhten Bedarf? Was halten Sie von einer Glutenfreien Ernährung? Ich habe gehört, dass dies oft die Antikörper senken kann.
Liebe Sabine,
Lesen Sie einfach mal die Artikel über Sonne und Vitamin D in meinem Webmagazin, dann wissen Sie, warum das Draußensein im Winter überhaupt nichts bringt. Wenn der Arzt es für nötig hält, ist die Bestimmung eine Kassenleistung, wenn nicht, dann müssten Sie das selber bezahlen. Eine glutenfreie Ernährung kann nur dann was bringen, wenn Sie eine Glutenunverträglichkeit haben. Und auch das kann man durch spezielle Blutuntersuchungen herausfinden.
Wow,
Sie sind ja wirklich toll, so schnelle Reaktion, wie nett.
Ich hoffe, dass es nicht so ist, habe aber natürlich auch schon an anderes gedacht.
Wo geht man denn da hin? In welche Richtung denken Sie?
Habe jetzt erstmal TM beim Nierenspezi, wobei dieser zuächst signalisierte :Werte
halb so wild. Nun Sammelurin.
Also nochmal meinen Dank.
Liebe Sandra,
Bei Verdacht auf Autoimmunkrankheiten geht man meist erstmal zu einem Rheumatologen. Außerdem würde ich Ihnen einen Arzt für Naturheilkunde empfehlen. Alles Gute!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
auch ich habe Hashi, nehme 100er Thyrox.und konnte zumind. Gewichtszunahme stoppen.
Aber das ist nicht mein Problem z. Zt. , ich habe seit mind. 5 Jahren eine verschobene Elektrophorese.
Albumin im minus, globuline deuten auf Entzündung hin, gesamteiweiss i.O.
Seit ca. 1 Jahr steigen Bsg und crp an, sind aber nur mässig erhöht. Zudem habe ich Probleme mit Schulter undHüfte bekommen.
Jetzt zum für mich beunruhigendsten:
Vor 4Jahren war mein Ana bei 1: 1280!
Aufgrund meiner jetzigen Beschwerden, mache ich mir Gedanken, konnte dieser Wert nur aufgrund von Hashi so hoch sein??? Im Internet findet man wenig fundiertes hierzu. Einige sagen nur hashi kann das nicht sein.
Wie ist Ihre Meinung, Arzttm.erst in 2 Wochen.
Danke vorab.
Liebe Sandra,
Der ANA kann schon mal bei Hashimoto so hoch sein. Aber die übrigen Blutveränderungen und Ihre Beschwerden sprechen eher dafür, dass Sie eine Autoimmunerkrankung haben, deren eines Symptom eben Hashimoto ist. Aber wahrscheinlich bilden Sie auch AK gegen andere körpereigene Zellen. Es wird höchste Zeit, dass Sie zu einem ganzheitlich arbeitenden Arzt gehen, der die Wurzel des Übels findet und behandelt.
Viel Erfolg!
Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard!
Ich habe auch mal eine Frage: Leide seit fast 20 Jahren an einer Unterfunktion, seit ein paar Jahren auch an Hashimoto. Nahm viele Jahre L-Thyroxyn Henning 87,5 ein. Nun war mein TSH bei über 5 und auch wieder Antikörper da und ich sollte L-Thyroxyn 100 einnehmen. das nehme ich nun seit 4 Wochen, und zuerst hatte ich den Eindruck, dass es mir besser geht, da ich nicht mehr so müde war. Aber seit ca 3 Wochen hat sich in meinem Hals ein starkes Druckgefühl ausgebildet. Das ist so unangemhem…ich empfinde das als unerträglich, so als ob mich jemand würgt. Habe die Tage ein Unltraschallbild machen lassen und die schilddrüse ist jedoch klein. Ist es eine Nebenwirkung von der Tablettenerhöhung? Pendelt sich das ein oder sollte ich die Dosis wieder herabsetzen?
Liebe Sabine,
Bei einem erhöhten TSH trotz der bisherigen Dosis werden Sie wohl die Erhöhung von L-Thyroxin brauchen. Vielleicht wäre eine Begleittherapie mit Homöopathie sinnvoll: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hashimoto-thyreoiditis-hilfe-durch-homoeopathie/ Und was ist mit Ihrem Selen- und Vitamin-D-Spiegel?
Ms Prof. Dr. Ingrid Gerhard
Excuse me that I am writing to you in English but I don’t know German . I live in Sweden and I have find your site with so good answers regarding women’s problems and I decided to write to you because you are an authority in the field. I have done some analyses but I would like to know your expert opinion regarding my analyses and my symptoms.
Low level. Magnesium, Zink, Biotin, Selenium, B12, Iron.
P calcium 2, 42 Referens (2.15- 2.50 )P-Tyroxin fritt 15 referens (10-22pmol/L) P-Kobalmin 344(190-700) P-Folat >50 (8- 39) P-TYREOTROPIN (TSH) 0,7 (0,4-5.0) P-Kalium 4,5 (3,5-4,4) P-Kreatinin 49 (50-90)
I have done and hormonal analyses when I was in follicular fas.
S-Ostradiol 104pmol/L ,S-LH 10 IE/L ,S-Prolaktin 18ug/L , S-Progesteron 1,7 nmol/L
S-FSH 30 IE/L ,S-Testosteron 1,4nmol/L.
My symptoms are very oily hair that falls , legs with cellulite and water retention.I have to wash my hair every two days.
I sweat in panties, I have hot flashes sometime , my legs and shoulders cracking.
I’m hungry all the time.I am feling tired all the time and with no energy.
I eat a lot, 3-4 times a day and feel like I get enough. Eat at night at 3 am, I feel thirsty and need to eat sweet bread and after that I am very relaxed.
I would like to ask you if my tiroid analyses are ok? Also my hormonal analyses efter your opinion?
I tried L-tyrosine 500mg and I felt very good ,not tired and full with energy.I don’t know if is good to t continous to take L-tyrosine? May be is not good, but I wanted to do not fell so tired.
what do you sugest to take to stop the hair to fall down and to grow upp?What should I do to do not have all that simptoms?You are avery smart woman with a very large experience in the fields and I am sure that at your advice will help me to solve my problems.
Thank very much for your attention ,
Nicoleta
Sorrry, Nicoletta,
your symptoms are so complex, you have to find a doctor who can treat you with holistic medicine. In the meantime you can already start to change your nutrition. 3 servings per day, above all biological vegetable, especially green vegetables, smoothies, and no sugar at all. No milk products and only few meat.
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard
vielen Dank für diese interessante Seite. Ich möchte mich auch mit einem Problem an Sie wenden:
Habe Hashimoto, nehme L-Thyroxin 88, bin 56 Jahre alt. Sei ca. 1 Jahr ist meine Körperbehaarung verschwunden (Achsel, Beine, Intimbereich), bzw. sehr zurückgegangen (Kopf, Wimpern, Brauen).
Blutwerte (auch Nährstoffwerte) sind unauffällig. Der Endokrinologe ist ratlos…Was kann das sein ?
Vielen Dank für Ihre Antwort
liebe Grüße Rita
Liebe Rita,
der Haarausfall kann verschiedene Gründe haben: Nebennierenrindenunterfunktion, Gifte, wie bspw. Schwermetalle (Blei, Quecksilber), Autoimmunerkrankung. Vielleicht liegt es aber auch nur an der Schilddrüse. Am besten zunächst mal bei einem Arzt für Umweltmedizin untersuchen lassen. Viel Erfolg und viele Grüße!
Oh je! Nochmal tausend Dank für diesen wertvollen Tipp!
Hätte es sonst jetzt wirklich zu schnell abgesetzt!
Ihnen auch alles Gute!!