Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Prof. Dr. Gerhard,
vielen vielen Dank für Ihre rasche Antwort und diese phantastische Seite. Leider wird man heute mit vielem allein gelassen wie ich ja jetzt selber feststellen musste.
Man reagiert 2 Jahre nicht auf meine erhöhten TSH-Werte (2-4) trotz ständigem Drängen meinerseits mal eine richtige Untersuchung in der Nuklearmedizin durchzuführen.
Jetzt nehme ich seit 9 Tagen ganze 25 mg L-Thyroxin mehr und ich bin ein neuer Mensch! Ich fühle mich wie neugeboren und seit 2 Tagen schlafe ich auch wieder richtig tief und fest durch!!!
In meinem Bericht vom Krankenhaus stand noch dass schilddrüsenseitig Herzrasen und Schlafprobleme nicht zu erkären seien. :-)
Wenn ich es nicht genau so erlebt hätte, würde ich das nicht für möglich halten.
Ich werde jetzt so rasch wie möglich Liviella absetzen, die ich jetzt sicherlich nicht mehr brauche.
Ansonsten habe ich meine Ernährung auf Metabolic Balance umgestellt, gehe bereits zum Heilpraktiker, habe Akupunktur versucht, mache Sport und Yoga. Die ganze Palette half aber nicht bei meinen Schlafproblemen.
Jetzt bin ich überglücklich dass man endlich die Ursache gefunden hat!
Das wollte ich Ihnen noch gerne mitteilen und vielleicht hilft es auch anderen Frauen weiter, die die gleichen Symptome haben und deren Blutwerte bei Hasmimoto auch erstmal „gut“ aussehen.
Vielen lieben Dank
Monika
Liebe Monika,
das freut mich sehr für Sie! Aber bitte nicht gleich Liviella absetzen, mindestens 4 Wochen abwarten und dann ganz langsam ausschleichen, z.B. nur jeden 2.Tag eine Liviella, damit das ganze Spielchen nicht von vorne losgeht!
Alles Gute und vielen Dank für den motivierenden Bericht!
Liebe Frau Dr. Gerhard
Ich bin noch am Anfang meiner Hashimotobehandlung, weiß dieses erst seit 14 Tagen.
Ich bekomme L-Tyroxin 50
Durch eine einseitige Oberlidschwellung wurde ich vom Augenarzt aufmerksam gemacht.
Bis jetzt vertrage ich die Medikation gut , aber die Schwellung (Myxödem?) geht nicht sehr zurück.
Bleibt nun diese Veränderung bestehen oder wird sie durch optimale Medikation wieder verschwinden ?
Und gibt es im allgemeinen ein Vitamin und Spurenelementekombipräparat welches man als Hashimotopatient unterstützend einnehmen könnte?
Vielen lieben Dank
Karin
Liebe Karin,
diese Schwellung muss nicht unbedingt mit Hashimoto zu tun haben. Ein allgemeines Präparat gibt es nicht. Wichtig ist, erstmal herauszufinden, welche Mangelerscheinungen vorliegen und auf eine vernünftige Ernährung umzustellen. Sowohl ein Schilddrüsenspezialist als auch ein Arzt für Naturheilkunde wären für Sie gut.
Gute Besserung und viele Grüße
Nachtrag: Kann es sein, dass die Schilddrüsenunterfunktion durch die Östrogendominaz ausgelöst wurde?
Liebe Christina,
mit den Werten kann ich leider nicht viel anfangen, weil die Messeinheiten alle unterschiedlich sind. Die mögliche Östrogendominanz verursacht jedenfalls nicht die Schilddrüsenunterfunktion, sondern beiden Störungen liegt eine (oder auch verschiedene) Ursache(n) zu Grunde. Vielleicht haben Sie einfach nur einen Jodmangel, kombiniert mit anderen Nährstoffmängeln. Überprüfen Sie Ihre Ernährung, essen Sie reichlich Gemüse und Kräuter, lassen Sie die Milchprodukte, Fleisch und Süßigkeiten mal weg. Diese leichten Hormonstörungen kann man immer mit einer geeigneten Ernährungsumstellung in den Griff bekommen!
Hallo Frau Dr. Gerhard,
ich bin derzeit mit einer Schilddrüsenunterfunktion in Behandlung und mit L-Thyroxin 75 eingestellt. FT3 und FT4 sind im Normbereich. Diese Schilddrüsenunterfunktion hat sich aber erst schleichend entwickelt. Dezember 2011 war der TSH-Wert noch bei 2,77. Danach bekam ich immer schlimmer werdende Symptome. Im Oktober 2012 ist mein TSH-Wert bis auf 5,6 gestiegen. Mein Endokrinologe meinte, dass es untypisch für mein Alter (32) sei, dass der Wert so hoch ist. Zu den Schilddrüsenbeschwerden kamen noch Symptome einer Östrogendominanz hinzu (Brustspannen, schmerzhafte Menstruation, zu kurze und zu lange Zyklen, Ödeme, Gewichtszunahme von 20 kg – leider stetig steigend – trotz gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport). Ich wurde zu einer Frauenärztin geschickt. Aber sie meinte, es sei alles in Ordnung und die Symptome könne ja jeder haben. Folgende Werte kamen beim Bluttest heraus:
Bluttest 2. Zyklustag (26.02.2013) / nachmittags nicht nüchtern
Östradiol 0,2 nmol/l
Progesteron 1,4 nmol/l
Bluttest 23. Zyklustag (19.03.2013) / nachmittags nicht nüchtern
Östradiol 0,47 nmol/l
Progesteron 15,5 nmol/l
Da die Symptome sich weiter verschlechterten habe ich auf eigene Kosten einen Speicheltest durchführen lassen. Dieser hat meine Vermutung auf eine Östrogendominanz bestätigt:
Speicheltest 21. Zyklustag (05.10.2013) / morgens nüchtern
Östradiol 2,9 pg/ml
Progesteron 115,4 pg/ml
Progesteron/Östradiol-Quotient 34,2
Ist bei diesen Werten die Gabe einer Progesteron-Creme oder Utrogest sinnvoll? Leider nimmt kein Arzt, bei dem ich bis jetzt war, meine Beschwerden für voll. Halten Sie es für klug einen neuen Arzt aufzusuchen? Bei Homöopathen wurde ich leider immer abgewiesen, da ich neben der Erstanamnese noch hätte weitere kostenintensive Untersuchungen machen sollen. Momentan bin ich ratlos an wen ich mich wenden kann und wer mich ernst nimmt.
Ich hoffe Sie können mir vielleicht weiterhelfen.
Liebe Grüße Christina
Hallo Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard
Vielen Dank für Ihre Antwort .
Ich bin 28 Jahre alt.
Ich nehme seit kurzem cefasel und calcimagon.
Muss man die Tabletten(Cyclo Progynova )sein ganzes Leben lang nehmen?
Kann ich später so überhaupt Kinder bekommen?
Ich werde mal nach einem Theraputen in meiner Nähe suchen ,der in dem Bereich Klassische Homöopathie behandelt oder traditioneller chinesischer Medizin.
Bis jetzt hatte ich Glück ,das meine Privatversicherung oft Akupunktur und frühere Behandlungen in der klassischen Homöoathie bezahlt hatte,aber auch wenn nicht wäre es mir das Wert ,es selbst zu zuzahlen,wenn mir dabei geholfen wird.
fSH:6.7
LH:4.4
Östradiolwerte habe ich in den Unterlagen nicht gefunden.
Liebe Grüße Candy
Liebe Candy,
da ich nicht weiß, ob die Hormone in Ihrem Blut während der Hormonpilleneinnahme gemessen wurden, kann ich Ihnen nicht sagen, ob Sie später Kinder bekommen können. Wenn Sie sich ganzheitlich behandeln lassen, können Sie ja mal die Cyclo Progynova absetzen und sehen, was passiert. In der Pause dann aber auf jeden Fall noch mal genau die körpereigenen Hormone überprüfen lassen.
Viele Grüße
Hallo Frau Prof.Dr. Gerhard,
auch ich bin verzweifelt.Ich konnte 47 Jahre schlafen wie ein Bär bis es plötzlich innerhalb von 3 Monaten abrupt aufhörte. Seit 2 Jahren schlafe ich kaum noch, kaum mehr als 2-3 Std.
Das Leben ist zur Qual geworden. Mein Hausarzt konnte anhand den Blutwerten nix finden. Habe Hashimoto seit 20 Jahren, war gut eingestellt mit 50 mg.
Meine Regel kam pünktlich, nix sprach für Wechseljahre.
Weil man nix fand sprach man von Wechseljahrsbeschwerden. Gynokadin und Progesteron half nur am Anfang, erst Liviella half etwas. Andere Symptome habe ich nicht, nur die SChlafstörungen.
Mein Gyn sagt ich sei hormonell eingestellt und schickte mich zu weiteren Ärzten. Ein Neurologe meinte die Blutwerte seien nicht ausreichend bei Hashi, ich sollte in die Klinik.
Heute jetzt habe ich den Befund! Mein TSH liegt bei 4,8 !!!
MAK 6279,7 !!
Ich soll jetzt 75 mg nehmen.
Allerdings steht im Bericht dass schilddrüsenseitig nichts für Schlafstörungen spricht.
Können Sie sich etwas erklären oder sehen Sie gar einen Zusammenhang?
Ich lese immer nur dass Hashimoto Schlafstörungen verursacht und dachte eigentlich das wäre jetzt die Erklärung.
Kann ich hoffen dass sich der SChlaf verbessert wenn ich jetzt die Dosis erhöhe?
Wie würden Sie weiter vorgehen auch im Hinblick auf die Hormone, die ich eigentlich gerne absetzen würde, da ich mir nicht vorstellen kann, dass meine Beschwerden daher rühren.
Vielen vielen Dank im voraus !!!!
Liebe Grüsse
Monika
Liebe Monika,
Wenn Ihre SD-AK so hoch sind, spielt Ihr immunsystem verrückt. Sie sollten einen Arzt aufsuchen, der nicht nur die Schilddrüsenwerte behandelt. Als ganzheitliche Therapie kommen Homöopathie, Psenergy, TCM usw. infrage. Wenn Sie die weiblichen Hormone absetzen, riskieren Sie, dass es Ihnen vorübergehend noch schlechter geht. Tut mir leid, dass ich Ihnen kein einfaches Allheilmittel nennen kann, ich kann gut nachvollziehen, wie Sie leiden! Sie müssen ganz individuell behandelt werden.
Viele Grüße und gute Besserung!
Hallo.
Bei mir wurde vor 2-3 Jahren Hashimoto festegestellt.Ich bekomme momentan L-Thyroxin 100.
Ich bin trotz der Einnahme der Tabletten ständig müde,kraftlos,kopflos
habe einen niedrigen Blutdruck.
Ohrgeräusche,Sehstörungen ,Innere Unruhe, Nervosität, Gereiztheit,Stimmungstief, Weinerlichkeit Kälteempfinden und Frieren. Schmerzen in den Fingern(und angeschwollene Hände -besonders Nachts. Gelenkschmerzen,Kopfschmerzen,
Angst, große Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit.starkes Schwitzen. Haarausfall.
Eingeschränkte Berufstätigkeit. Verlust von Selbstwertgefühl..
hinzu kam das ich vor ca3 Jahren eine Depot Hormontherapie (3Monatsspritze -abgesetzt habe ,weil meine neuen Frauenärztin sagte das dies nicht so gut für den Körper sei..
Seit dem bekam ich keine Periode mehr..
Sie sagte das ich auch kaum Gebärmutterschleimhaut habe..sie verschrieb mir Tabletten und sagte damit müsste es gehen..es änderte ich allerdings nichts..
Irgendwann suchte ich im Internet nach Ärzten die mir viell helfen können..
Ich fand eine Klinik in Stuttgart..dort fragte ich ob es viell von dem hashimoto kommen könnte-sie sagten das es von der 3Monatsspritze sei.
Ich nahm die Blutwerte von meiner Frauenärztin mit, sie sagten sie ich hätte einen zu niedrigen Östrogenwert und soll cyclo-progynova nehmen und beim Orthopäden meine Knochendichte messen.
es wurde ein Glukosetest gemacht Glucose nach 60 min 80,3 und nach 120 Min:64,3 und alle möglichen Werte gemessen
,mein TSH war bei 1,5002, Cortisol war gut:7,7,Progesteron:0.10 ,Prolaktin bei 5,4 ,DHEAS:307.5, sexualhorm. bindendes Globulin bei 102,8 ,Anti-Müller-Hormon bei 1.01 , TPO :338.7, Anti-Thyreoglobulin -Antikörper: 9.7
..Ich bekam ein Bericht und dort steht :sekundäre Amenorrhoe mit Estrogenmangel, Hypothalamscih-hypophysäre Dysregulation ,z.n Depot-hormontherapie, Hashimoto- Thyreoiditis.
Ich soll weiter die Cyclo -Progynova nehmen ..das wars..
ich fühle mich all diesen Blutwerten und dieser Diagnose etwas allein gelassen ..und weiß momentan auch nicht was gut ist..
können sie mir vielleicht ein Tip geben was ich noch machen könnte .Lg candy
Liebe Candy,
Sie schreiben nicht, wie alt Sie sind. Es fehlen die Werte der Hormone FSH, LH und Östradiol. Wahrscheinlich ist die Behandlung mit Cyclo-Progynova wirklich die einfachste Lösung für Sie, da offenbar die Eierstöcke nicht mehr so recht arbeiten wollen. Alternativ könnten Sie versuchen, einen Therapeuten zu finden, der Sie mit Klassischer Homöopathie behandelt oder mit traditioneller chinesischer Medizin, aber das zahlt die Krankenkasse nicht. Nehmen Sie Selen und Vitamin D?
Sie haben ein sehr schönes Einfühlungsvermögen und aussagekräftige Wahrheiten, ich danke Ihnen sehr Frau Gerhard!
Ich bin seit den vielen Mehrfachimpfungen und darauffolgenden Hautproblemen bei meinem Hund impfkritisch geworden und habe seit 2009 auch mich keiner mehr unterzogen.
Jetzt befasse ich mich noch mehr damit und finde zum Beispiel die Bücher von „Friedrich P. Graf“ darüber sehr aufklärend und eigentlich informativ.
(wie Die Impfentscheidung und Kritik der Arzneiroutine bei Schwangeren und Kleinkindern)
Die Gürtelrose wurde gefühlsmäßig von mir (nach 3 Tagen) als Lippenbläschen Herpes eingeordnet und gleich mit SiliceaGel ausgetrocknet, von meiner Gynäkologin als Gürtelrose diagnostiziert und telefonisch durch meine Homöopathin mit Globulies behandelt. Alles gut !
Danke es gibt mir ein gutes Gefühl meine SD erstmal bei meiner Homöopathin behandeln zu lasse und gut zu wissen das es SD-Hormone gibt.
Ganz liebe Grüße aus Kärnten und ich wünsche auch Ihnen alles Gute!
Dunja+
P.S. Wirklich bewundernswert diese Kommentar und Ihre Antworten Netzwerkseite, ergibt ein sehr unkompliziertes Kommunizieren über sehr spezielle Themen die uns körperlich betreffen. Schöne Zeit noch !
Liebe Dunja,
da bin ich aber froh, das es Ihnen gut geht und die Gürtelrose so rasch abgeklungen ist. Die Bücher von Dr. Graf sind prima. Gerade hat er ein neues herausgebracht, das ich bald mal besprechen werde: „Homöopathie und die Gesunderhaltung der Frauen“.
Alles Gute!
Wouw danke für die prompte und liebe Antwort Frau Gerhard,
nein ich versuche wegen der Schwangerschaft so wenig wie möglich einzunehmen, außer mich gut und gesund zu ernähren.
Habe aber bedenken weil ich im Moment so leicht erregbar (Wutausbrüche, Streiten gegenüber meinem Freund, sodaß er mich meidet), Hitzeunverträglichkeit mit darauffolgenden tagelangem Kopfschmerz und dazu kam noch ne Gürtelrose (herpes zoster)am rechten Innenarm letztes Monat bis jetzt hatte: also eigentlich Symptome einer SD-Überfunktion. Dann sollte man kein Jod zusich nehmen???
Bis jetzt sagte man mir ich hätte ne SD-Unterfunktion mit M.Hashimoto, weil ich auch leicht friere, normal niedrigen Blutdruck habe und eben erhöhte TAK und TPO, bei erhöht normalen TSH und erniedrigt normalen T4 – aber erhöht normalen T3 Wert und wahrscheinlich auch wegen der Sonographie-Befunde.
Stimmt das?
Wenn ich mit einer Hormon substitution beginne kann ich damit nach der Stillzeit wieder aufhören und Alternativ weiterversuchen oder muß man dann sein leben lang SD-Hormone nehmen?
Danke nochmals im Voraus,
Dunj+Baby
P.S: Kann M.Hashimoto durch Impfschaden entstehen zb. HepA+B mit Twinrix für Erwachsene?
Liebe Dunja,
Ich gehöre zu den Ärzten, die der festen Überzeugung sind, dass Impfungen viele schädliche Nebenwirkungen haben können, auch zur Auslösung von Autoimmunkrankheiten führen können. Ob das jetzt bei Ihnen der Fall ist oder bei dieser Impfung häufiger, das weiß ich nicht. Die Wissenschaft hält sich da ja sehr bedeckt!
Gürtelrose klingt aber gar nicht gut! Da muss unbedingt etwas durch Ihre Homöopathin getan werden! Auch die Schilddrüse und Ihre Übererregbarkeit kann sie vielleicht erstmal homöopathisch behandeln, ein Versuch ist es wert. Außerdem kann man jederzeit unter der Kontrolle der SD- Werte die SD-Hormone ausschleichen, wenn Sie sie jetzt benötigen.
Alles Gute!
Hallo Frau Gerhard!
Danke sehr für diesen regen Austausch über SD-Blutwertbeobachtungen und alternativen Therapien !
Ich bin 40 Jahre, lebe in Kärnten und bin jetzt in der 19. Schwangerschaftswoche
Habe seit 09.2009 die Diagnose auf M.Hashimoto als SD-Unterfunktion nach den Blutwerten:
fT4 15.8 pmol/l (11-22)
TT3 2.25 pmol/ml (0.9-2.7
bTSH 2.256 mU/l (0.4-3.5)
TAK 399 IU/ml (60) und TPO 137 U/ml (60)
der SD-Befund der Nuklearmedizin Schilddrüsen-Ambulanz in Klagenfurt lautet: Incipiente Struma diffusa et nodosa bei Autoimmunthyreopathie Typ Morbus Hashimoto, aktuell euthyreote Funktionslage. Vorerst noch zuwartende Haltung bezüglich SD-Medikation.
Infektionsserologisch wurde damals auch eine Lyme-Borreliose mit Antikörper gegen folgende Antigene p41,OspC nachgewiesen werden.
aber um die geht es mir heut nicht.
02.2010-Blutwerte: T4 13.6; T3 -; TSH 2.844 Empfehlung Euthyrox 75µg eine halbe am Tag.
Wechselte damals zu meiner Homöopathin und versuchten alternativ mit
Selen 200µg/d; Kaliumjodid D1 und Glandulae Thyreoidea C30.
05.2010-Blutwerte: T4 12.2, T3 1.94, TSH 1.75
11.2010-Blutwerte: T4 11.61,T3 -, TSH 1.85
Danach hab ich nix gemacht, außer 1-2 im Jahr SD-Werte messen lassen ohne Sonographie, weil ich nie wirkliche Symptome bzw. Probleme habe oder so wie heute Schwanger bin!!!
03.2013-Gesundenuntersuchung:
fT4: 13.1 pmol/l(10.0-20.0)
TT3: 5.31 pmol/l(3.70-6.10)
bTSH: 2.69 µIU/ml(0.30-4.00)
AK gg. Thyreoglobulin TAK + 190.7 U/ml(<60)
AK gg. Thyreoperoxidase TPO + 92.7 U/ml(<60)
Selenwert ok, Vit.D3 Oleovit 1x/wo 35Tr. eingenommen
18.07.2013-Schwanger-SSW7-Embryo 5Wochen alt:
SD-Blutwerte: T4 12.5, T3 5.08 , TSH 3.14
meine Gynäkologin sagt sind ok, meine Homöopathin hab ich nicht gefragt, aber der Arzt von damals im LKH-Klagenfurt hat auf diese Werte
wieder gemeint Euthyrox75 und jetzt 1Tab./d einnehmen und in 3 Wo eine Hormonkontrolle, unbedingt weil ich Schwanger bin.
Bitte um Ihre Meinung und eine alternative die ich mit meiner Homöopathin besprechen kann.
Danke im Voraus und entschuldigung für diesen ausführlichsten Text
lg
Dunja+Baby!
Liebe Dunja,
das ist ja ganz toll, wie Sie Ihre Schilddrüse in den Griff bekommen haben! Nehmen Sie denn immer noch die Medikamente von Ihrer Homöopathin? Der TSH-Wert geht noch, so dass ich meine, Sie könnten ruhig erst mal mit Ihrer Homöopathin weiterarbeiten, z.B. Selen, Kaliumjodid, Vitamin D. Wenn in 4 Wochen bei einer TSH-Kontrolle das TSH angestiegen sein sollte, müsste man über eine leichte Substitution nachdenken.
Viel Erfolg und eine glückliche, unkomplizierte Schwangerschaft!