Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Dunja,
Habe seit Jahren mit Hashimoto und inzwischen auch einer autoimmungastritis zu kämpfen.
Könntest du mir den Kontakt Deiner Homöopathin zukommen lassen – bin schon lange auf der Suche nach Alternativen, was in Kärnten nicht sehr einfach ist!!
Vielen lieben Dank
Guten Abend. Vielen Dank für ihre Meinung Mein TSH ist bei 125 L Thyrox auf 5,5 gestiegen und mein Ferritin Wert liegt gerade mal bei 5,3 Der HB ist noch 12,3 nun bekomme ich 5 x Eisen Infusionen ..Auch ich bin hin und her gerissen mein Gynäkologie sagt wer 5 Tage eine Periode hat und das alles ohne Schmerzen braucht keine Ausschabung . So groß wer das Myom nicht ca 1,5 cm mir macht das alles Angst vor 2,5 Jahren war der Speicher auch lehr es gab 5 Eisen Infusionen danach waren alle Werte samt Schilddrüse super .Wenn ein Speicher aufgefüllt ist kann. Das anderer sich von allei ausgleichen . Vielleicht wie beim letzten mal . Aber wie kann ich den Level halten ? Ich werde 51 Jahre wer weiß wie lange die Periode noch kommt .
Liebe Heidrun,
Ihr Arzt wird schon Recht haben, denn eine Ausschabung bringt ja keine Dauerlösung. Durch eine homöopathische Behandlung lässt sich der Blutverlust wahrscheinlich reduzieren. Eventuell wäre auch eine Gelbkörperhormontherapie in der zweiten Zyklushälfte angebracht.
14.01.2015. guten Tag ich bin zum 1. mal auf dieser Seite ihr Artikel ,,Schilddrüsenerkrankung und Wechseljahre hat mir Mut gemacht . Ich bin 50 Jahre wiege 50kg bei 157 cm Meine Schilddrüse IST auf 125 l. Thyroxin wegen Haschimoto eingestellt . Mein Eisen Speicher ist wiederholt nach 2 Jahren lehr Vitamin D am untersten Werd . Da die Periode recht regelmäßig kommt und dann auch 5 Tage anhält verliere ich wohl zu viel Blut . Viele Beschwerden wie Brustspannen schlapp ,gereizt auch antriebslos und keine Lust mehr auf Sexuelle nähe deuten auf einen Progesteron Mangel hin der Speicheltest muss noch ausgewertet werden .Nun soll das Schilddrüsen Medikament erhöht werden ich würde aber gerne ihrem Fallbeispiel folgen und meinen Hausarzt bitten ,Zink und Progesteron auszugleichen auch er hat etwas Erfahrung mit Yams crem ich muss ihn nur überzeugen mich so zu kontrollieren wie sie es taten .Vielleicht verschwindet dann auch mein Myom .
Liebe Heidrun,
Ob das SD-Medikament erhöht werden muss, kann Ihr Arzt nur an Hand Ihrer Laborwerte entscheiden. Durch zu starke Blutungen haben Sie sicher eine Menge Mangelerscheinungen, die ausschließlich durch die Ernährung nicht behoben werden können. Progesteron kann sicher ebenfalls hilfreich sein, aber verschwinden wird das Myom dadurch nicht. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
Ich bin 35 Jahre Alt. Hashimoto wurde bei mir diagnostiziert ca. 1 Jahr nach der Geburt meines Sohnes (Im Juni 2009 Geboren). Seit März 2010 nehme ich L-Tyroxin. Ich hatte eine komplizierte Schwangerschaft mit unbehandelte Gestationsdiabetes und Gestose.
Am Anfang habe ich 50 Mikrogramm genommen und mir ging es nicht so gut aber ich musste funktionieren; ich habe diese dosis bis ende 2013 – Anfang 2014 behalten, dann hatte ich ein Schub und im Februar 2014 musste meine Dosis auf 75 Mikrogramm erhöhen, am Anfang ging es mir besser, ich habe abgenommen (von 65 auf 63 bei 164 cm Körpergroße). Weil Kinderwunsch besteht hat dann mein Endokrinologe die Vitamin D Spiegel untersucht und festgestellt dass ich einen Vitamin-D mangel hatte, mir wurde 20 000 UI Dekristol einmal in der Woche verschieben.
Im September 2014 wurde ich schwanger, ich bin sofort zum Endokrinologe gegangen und meine Werte überprüfen zu lassen, der Arzt hat dann gesagt dass ich die Dosis nicht erhöhen muss und erst in 8 Wochen! zur Kontrolle kommen soll. Leider hatte ich eine Fehlgeburt in der 9 SSW (Trotz Progesteron Einnahme, Femenita 200 Mikrogramm). Ich mache mir viele Vorwürfe weil ich nicht darauf bestanden habe meine Schilddrüse öfter kontrollieren zu lassen. Es war und ist eine sehr schmerzhaft Erfahrung für mich, ich habe das Gefühl das es an der nicht gut eingestellte Schilddrüse liegen kann dass ich mein Baby verloren habe.
Jetzt habe ich auf eigene Faust meine Dosis erhöht, auf 100 Mikrogramm, nehme ich Progesteroncreme in der zweite Zyklushälfte, Metafolin 400 Mikrogramm, Selen-Methionin 200 Mikrogramm und N-Acetylcystein zusätzlich zu der weitere Dekristol Einnahme. Seitdem geht es mir viel besser, ich habe abgenommen (von 65 auf 61 Kg) und kann endlich früh aufstehen. Nun bekomme ich Herzrasen wenn ich Grünen Tee trinke.
Ich ernähre mich seit Mai 2014 Glutenfrei, Jod ist auch auf dem Speiseplan gestrichen; Obwohl mein Endokrinologe sagte dass ich uneingeschränkt Jod und Jodierte Lebensmittel konsumieren kann. Seiner Worte waren “ Ihr Schilddrüse ist sowieso zerstört“.
Kann es wirklich an die Schilddrüse Einstellung liegen dass ich mein Baby verloren habe? Wie oft sollen die Werte kontrolliert werden?
Ich suche einen Therapeut der mich ernst nimmt und ganzheitlich behandelt kann im Raum Frankfurt. ich hoffe Sie könne mir weiterhelfen.
Meiner Werte sind wie folgt:
03.2014
TSH 3,6+ (0,3-2,5)
fT3 6,2 (3,5-8,1)
fT4 1,2 (1-2,5)
TPO-AK 779+ (0-60)
TRAK 0,7 (0-1,5)
Vit-D 9 (8-60)
Erhöhung von 50 ug auf 75 ug L-Thyroxin
05.2014
TSH 1,3 (0,3-2,5)
fT3 6,9 (3,5-8,1)
fT4 1,7 (1-2,5)
TRAK 0,5 (0-1,5)
09.2014 (6. SSW)
TSH 1,6 (0,3-2,5)
fT3 5,8 (3,5-8,1)
fT4 1,5 (1-2,5)
TRAK 0,9 (0-1,5)
Eisen 71 (37-145)
Ferritin 27,8 (15-200) –> Es wurde keine Behandlung empfohlen
10.2014 (nach Fehlgeburt)
TSH 1,6 (0,3-2,5)
fT3 5,0 (3,5-8,1)
fT4 1,4 (1-2,5)
TPO-AK 443+ (0-60)
Danach habe ich die Dosis auf 100 ug erhöht.
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Gina
Liebe Gina,
Sie haben alles richtig gemacht und müssen sich keine Vorwürfe machen! Die Schilddrüse war im September prima eingestellt. Bei diesen sehr frühen Fehlgeburten handelt es sich häufig um nicht lebensfähige Fehlanlagen. Da kann dann auch kein Progesteron helfen. Leider kann ich Ihnen keinen Schwangerschafts-Schilddrüsenspezialisten in Frankfurt nennen. Aber nach dem, was Sie geschildert haben, sind Sie bei Ihren Ärzten doch gut aufgehoben. Nur Vorsicht mit der eigenmächtigen Erhöhung der Thyroxin-Dosis, dann muss natürlich wieder per Labor kontrolliert werden. Bei guter Einstellung ist eine Laborkontrolle bei Kinderwunsch nur halbjährlich nötig.
HAb auch schon ewig das Problem. Mir wurde die Schilddrüse einfach rausmontiert ohne, dass einer wirklich mal geschaut hat, warum die sich so verändert hat. Vier Wochen später hatte ich fünfzig Kilo mehr auf den Rippen, ständig müde nicht mehr Stressresistent usw. Arzt mein ich brauch Psychopharmaka. Erst durch selber rumprobieren mit diversen Nahrungsergänzungsmitteln und Schüssler Salzen, wie Vit D, Vit B komplex und Omega 3 wurde es besser. Wasser in den Beinen immer noch dick, abnehmen gehtnicht, rauschig nebelig nix geht. Ich hab jetzt selber mit einer Progesteron Therapie begonnen und mein PMS ist schon mal wie weg geblasen, die hohen Insulinspitzen sind auch deutlich besser. doch werde wohl nochmal zu einem anderen Arzt müssen, denn mein letzter meint ein Östradiol Wert von 15 wäre ok, aber laut I-Net nein, diesen Wert hat man nur als Teen, nicht als erwachsene FRau. Also ich muss ehrlich sagen, nur die wenigsten Ärzte haben von Schilddrüse und alles was damit zusammenhäng echt Ahnung.
Liebe Sharif,
so ist es leider. Aber Sie sollten nicht aufgeben und weiter nach einem ganzheitlich arbeitenden Arzt suchen. Sie können sicher wieder ganz gesund werden. Wichtig wäre nach meiner Erfahrung eine Darmbehandlung. Alles Gute!
o,mein Gott,ich bin nicht die einzige mit dem Problem.Jetzt verstehe ich,wieso solche starke Nahrungsmittelergänzungen wie von Forever Living mir am besten helfen!!1Danke
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
ich habe seit meiner Kindheit Hashimoto-Thyreoiditis. Und ich nehme seit jeher L-Thyroxin ein.
Ich wollte fragen bezüglich der Ernährung und Hashimoto.
Akne hat bei mir auch immer schon eine Rolle gespielt.
Ich habe bei mir persönlich festgestellt, dass ein ungünstiges Verhältnis von Omega6 zu Omega3-Fettsäuren in der Ernährung zu einer Verschlechterung meines Hautbildes führen (Akne).
Deshalb esse ich auch Fisch wegen der Omega3-Säuren.
Jedoch musste ich auch feststellen, dass ich komischerweise 2-3 Tage nach dem Fischverzehr auch komisch reagiere, Rötungen im Gesicht, trockene Haut, teilweise Pickel…
Entweder liegt es an den hohen Mengen Jod (wobei es ja heißt bis 200mikrogramm pro Tag passiert nichts), aber ich habe nur insgesamt 180mikrogramm Jod aufgenommen.
Oder es liegt an den Schwermetallen im Fisch.
Ich weiß nicht weiter.
Soll ich jetzt weiter meinen Fisch essen oder nicht?
Ich habe mir extra einen Süßwasserfisch mit sehr geringen Jodmengen ausgesucht (35mikrogramm pro 100g), am Jod sollte es also nicht liegen oder? Liegt es nun an den Schwermetallen oder am Jod oder an was???
Soll ich weiter Fisch essen (ich hatte vor, 100g pro Tag zu essen wegen der Vitamin-D-Zufuhr und weil es ja auf der anderen Seite heißt, Omega3 ist gut bei Hashimoto-Patienten und auf der anderen Seite aber soll man Fisch meiden??).
Ich bitte um Ihren Rat.
Danke.
Freundliche Grüße,
Anita
Liebe Anita,
Fisch ist sehr belastet, mehr als zweimal in der Woche lieber nicht essen. Vitamin D und Omega-3-FS kann man sehr gut als saubere Nahrungsergänzung kaufen. Unbedingt auf genügend Zink achten, denn erstens bindet es Schwermetalle und zweitens stärkt es das Immunsystem und bessert die Haut. Als organische Zinkverbindung kaufen, wie bspw.Acerola-Zink oder Unizink mindestens 20mg/Tag nehmen. Suchen Sie sich bitte eine gute Ernährungsberaterin!
Hallo Frau Prof.Dr.Gerhard
Ich bin 46 Jahre alt und habe seit 26 Jahren die Diagnose Hashimoto.Nach anfänglichen starken Beschwerden war ich mit einstellung auf L-Thyroxin 100 bis vor ein paar Monaten fast Beschwerdefrei.Jetzt spielt mein Körper völlig verrückt,meine Schilddrüsenwerte waren in einer leichten Überfunktion und wir haben das Thyroxin reduziert.Jetzt Werte „“Normal“ aber ich habe so massive Beschwerden das ich kaum noch zur Ruhe komme.Extreme Muskelverspannungen,Taubheitsgefühle in den Händen und Füßen oder am Kopf,Schlafstörungen,Herzrhytmusstörungen,Innere Unruhe und am schlimmsten sind die Panikatacken die mich immer aus heiterem Himmel treffen.Mein Endokrinologe meint das wäre nicht die Schilddrüse und mein Hausarzt meint alles nur Psychosomatisch.Da ich eine Chronisch kranke Tochter habe sind meine Nerven sicher belastet aber das schon seit 12Jahren.Ich bin überzeugt das meine Schilddrüse großen Anteil an meinem Dilemma hat und wäre sehr dankbar für ihre Meinung zu der Situation und möglichen Tips zur Therapie.Ps.Östrogen und Progesterol werden gerade getestet.
Mit der Hoffnung auf Antwort
MfG
Andrea
Liebe Andrea,
das muss wirklich nicht nur die Schilddrüse sein. Wahrscheinlich spielen Ihre Hormone wegen beginnender Wechseljahre „verrückt“. Außerdem haben Sie sicher einen Mangel an bestimmten Vitalstoffen, wie bspw. Magnesium, Kalium, und Vitaminen, wie B-Vitamine, Vitamin D. Neben den Hormonbestimmungen und einer möglichen Hormontherapie sollten Sie einen Arzt für Orthomolekulare Medizin aufsuchen, der Sie gezielt behandelt.
https://preventnetwork.com/Praxisalltag/OM_Praktikerliste/Aerzte_Therapeuten/Aerzte_Therapeuten_Deutschland.php
Akademie und Zentrum für Mikronährstoffmedizin http://www.mikronaehrstoff.de/index.php
Gute Besserung! Und lassen Sie sich nicht in die Psychoecke schieben!
Liebe Frau Gerhard,
mein Problem besteht darin, dass ich seit 2012 auf die bipolare Störung und gleichzeitig(Nebenwirkungsbedingt)auf eine beginnende Unterfunktion der Schilddrüse hin behandelt werde.
Nachdem mich eine langjährige Freundin den verdacht äußerte, das ich eine Hashimotoerkrankung haben könnte, forschte ich nach.
Es stimmte und ich konfrontierte die Ärztin damit. Auch, ob z. B. eine Entgiftung/Entschlackung helfen könnte.
Sie meinte meine Werte(FT3 -2,44, FT4-1,25, TPO/MAK >1000, TSH 0,602) seien gut und „Wer daran glaubt, dem hilft es auch“!
Nach sie mir nie gesagt hatte, dass ich Hashimoto habe und sie ebenso lapidar mitteilte, dass alles in Ordnung sei, ließ meinen Entschluss reifen, einen anderen Weg zu gehen.
Verschiedene Bücher, die ich in den letzten Monaten durcharbeitete, zeigten mir verschiedene Möglichkeiten.
Mein Wunsch ist, beide Erkrankungen alternativ zu behandeln. Mein Homöopath verneinte allerdings die Frage, ob Schüsslersalze(Lithium) helfen könnten.
Kennen sie jemand, der beides behandelt bzw. haben sie einen Tipp für mich? Ich konnte via Internet niemand finden.
Vielen dank im Voraus, mfg magischesdenken
Liebe magischesdenken,
Sie sollten auf jeden Fall einen Arzt für Naturheilkunde suchen, denn Entgiften, Ernährungsumstellung, Darmbehandlung sind ganz wichtig, um das fehlgeleitete Immunsystem zu heilen. Ihre Schilddrüse ist ganz und gar nicht in Ordnung! Bei diesen Gesellschaften finden Sie Ärztelisten:
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammenbringt
http://www.naturheilbund.de/
Naturheilmagazin hat Namensliste für Ärzte und Therapeuten
http://www.naturheilmagazin.de/nc/aerzte.html
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Viel Erfolg!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich bin überrascht, dass eine eine derartige Plattform für Hashimoto T. gibt und welche Begleiterscheinungen manche Patienten hier schildern. Bei mir wurde vor ca. 3 Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion von meiner Hausärztin diagnostiziert. Zum Arzt ging ich, weil ich unkontrolliert zunahm bei gleicher Ernährung. Jede Woche ein Kilo mehr. Ich konnte auf der Waage zuschauen, Startgewicht bei 1,65m 65 kg, aktuell 79 kg. Ich bin mit L-Thyroxin 25 eingestellt (1 x morgens) und bin ehrlicherweise froh, bis auf das für meine Größe zu hohe Gewicht, die erhöhte Müdigkeit und manchnmal auftretende Antriebslosigkeit von weiteren Symptomen verschont zu sein. Bezogen auf die Müdigkeit spreche ich demnächst bei meiner Hausärztin vor, das beeinträchtigt meinen Arbeitstag doch sehr.
Mein größter Frust ist allerdings das Gewicht. Gibt es eine Möglichkeit, eine Reduktion zu erreichen? Vielleicht mit dauerhaftem Erfolg? Meine Endokrinologe ist da keine Hilfe. Lapidar bekam ich nur zu hören, dass ich abnehmen solle, insbesondere wenn ich noch Kinder wolle (was ich möchte). Es mag sein, dass Fachärzte viel zu tun haben, aber ich wurde ja nicht mal nach meinen Ernährungsgewohnheiten gefragt! Ich mag Süßes nicht und esse viel Grünzeug (Salat, Gemüse etc.) Ich mag natürlich auch Käse, ja und auch Fleisch, Brot und Kartoffeln. Ich treibe Sport (Fitnessstudio, Radfahren und, wenn auch unregelmäßig, Joggen).
Haben Sie eine Tip zur Ernährungsumstellung, zu vermeidenen Lebensmitteln und möglicherweise zu einer Ernährungsberatung im Raum Halle/Saale?
Und eine letzte Frage: Ist eine Gewichtsreduktion überhaupt möglich?
Vielen Dank vorab. Chris
Liebe Chris,
ja, klar können Sie abnehmen! Durch regelmäßigen Sport und Ihre Ernährung sind Sie wahrscheinlich zu übersäuert. Hier ein aktueller Artikel dazu und ein lohnendes Buch:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-%E2%80%93-mythos-oder-echtes-problem/ Eine Adresse zur Ernährungsberatung habe ich leider nicht. Viele Grüße!