Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Fr. Gerhard.
Danke für die Hilfe. Smoothies nehme ich gelegentlich mit auf die Arbeit und werde mit meinem Arzt über die Verordnung von Gluthation nach seinem Urlaub sprechen. Oral oder als Salbe, was meinen Sie wirkt besser ?
Von Tryptophan 500mg raten Sie ab oder ist das wegen möglicher Nebenwirkungen Vorsicht geboten ?
Ich wohne in 64646 Heppenheim. Der Schlafplatz ist baubiologisch nicht untersucht. Das Zimmer ist mit einer organischen Glättespachtel an den Wänden, atmungsaktivem Vlies an der Decke und einem allergikerfreundlichem niedrigen Velours ausgelegt. Das Bett mit Metallrahmen ( Typ Himmelbett ) ist hochbeinig und Rost und Matratze können gut atmen. Neben dem Bett ist ein Fenster immer geöffnet / gekippt und ein 2tes kann bei Bedarf geöffnet werden. Das einzige was noch nicht betrachtet wurde sind mögliche Wsseradern. Wenn Sie mir einen Baubiologen empfehlen können, nehme ich gerne Kontakt auf.
Herzliche Grüße
DWIDZ
Liebe DWIDZ,
ich hatte Ihnen s-Acetyl-Glutathion empfohlen, das ist zum Schlucken. In diesem und weiteren Artikeln finden Sie die Adresse der Gesellschaft, die Baubiologen vermittelt, die nicht nur nach Wasseradern suchen, sondern auch Elektrosmog aufspüren: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/erdstrahlen/ viele Grüße!
Wieso habe ich bisher keinen Arzt gefunden, der sich auch nur annähernd mit Hashimoto auskennt…??? ich habe jetzt seeehr lange jeden Beitrag gelesen, und kann es nicht fassen…ich habe meine Ärztin auf VitD usw angesprochen, Werte wurden auch gemacht, alle Werte im Keller, bekomme es nicht verschrieben ( ViTD bei 9, Referenzwert 10-60), musste auch dafür bezahlen das die Werte gemacht wurden, was mir als alleinerziehenden Mutter sehr weh getan hat, meine Gyn meinte nur, als ich einen HOrmonspiegel haben wollte: Was wollen Sie? Sie sind 46, da ist der Hormonspiegel nicht mehr aussagefähig, ich kann ihnen Hormone geben, würde ich aber ungern, finden sie sich damit ab, das sie in den Wechseljahren sind…mein ABER ich habe Hashimoto, wird immer nur müde belächelt, und meine Hausärztin meint immer ich soll nicht immer so einen Schwachsinn im Internet lesen, der eh nicht stimmt, sie weiß schliesslich wovon sie spricht…all meine Beschwerden, wie Schlafstörungen z.B sind die Psyche, ich wolle es nur nicht wahrhaben, Übergewicht ist vom Essen ( dabei esse ich mehr als gesund, und hatte früher nie Probleme mit dem Gewicht) heute nehme ich nicht mal ab, wenn ich nichts esse…
ich war schon bei sovielen Ärzten, keiner hat Ahnung,und die, die es haben sind Privatärzte, kann ich mir als alleinerziehende Mutter nicht leisten
Liebe Mica,
Was Sie schreiben, klingt wirklich sehr traurig! Da muss ich mich ja fast für meine KollegInnen entschuldigen! Vielleicht finden Sie unter http://www.natum.de eine Frauenärztin, die Ihnen Verständnis entgegen bringt. Unbedingt Vitamin D einnehmen! Gehen Sie am besten mal zu Ihrer Krankenkasse und berichten Sie Ihr Leid, denn einen nachgewiesenen Vitaminmangel muss jeder Arzt behandeln! Und wenn Sie sich schlecht fühlen, muss auch der Hormonspiegel kontrolliert werden. Gute Besserung!
Liebe Fr. Gerhard.
Hashimoto seit 20 Jahren ! Erstmals sind meine Blutwerte total eskaliert. Homocystein leicht erhöht, µGT, GOT, GPT erstmals dreistellig was mich zienlich umtreibt, CRP 3-fach erhöht Chol und LDL erhöht. Habe durch eine Bekannte einen Arzt gefunden über 6-12 Tage der Depot spritzt um die Schilddrüse zu unterstützen und die Jodaufnahme aus der Nahrung zu verhindern. Nehme seit 2 Wochen kein L-Tyroxin mehr und hoffe auf eine entspannte Zukunft ganz ohne Hormone – will aber im September bei der Blutuntersuchung „Kasse machen“. Worauf muss ich achten ?
Seit Pfingsten esse ich kein Gluten mehr und verzichte auf Essig, Zitrusfrüchte, Tomaten, rotes Fleisch, Quark + Joghurt, Salat und Rohkost. Was schon vor der Behandlung zu einer besseren Verdauung führte.
Mit Kohle,Kamille + Myhrre habe ich eine Antipilzkur durchgeführt. Danach kurz Pause gemacht und unterstptze die Darmreinigung nun mit Chlorella.
Ich bin froh, daß sich die Darmfunktion reguliert und so eine Aufnahme der Wirkstoffe aus Omega 3, Extrakte aus Obst-, Gemüse- und Beeren und Selen, alpha-Liponsäure, DHEA, GABA Maitake und Cordyceps nun möglich ist.
Derzeit entgifte ich mit Arnika, Goldrute, Brennessel, Thuja/Lachesis was sicher nicht nur die Ausleitung von Giften sondern auch überschüssigen Hormonen begünstigt.
Auf Solunate kam ich zufällig und nehme 2,3,4 und 17 1x morgens.
Nach der Entgiftungskur stehen nun ayurvedische Kräuter auf dem Plan ggf eine Antientzündungsdiät, weil ich permanent das Gefühl habe 2 brennende Holzkohlestücke im Hals zu haben.
Der Erschöpfung habe ich bereits im Frühling mit einer Eigenbluttherapie entgegengewirkt und würde die gerne im Herbst wiederholen – mit verbesserter Verdauung jetzt ist auch Hoffnung, daß es im Körper bleibt.
Ich mache ein Regenerationstraining für regelmäßigen und gesunden Schlaf, was sich ebenfalls sehr gut auswirkt.
Der Arzt lieh mir ein Buch: http://www.amazon.de/Schilddr%C3%BCsenunterfunktion-Hashimoto-anders-behandeln-Blutwerte/dp/386731120X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1406448826&sr=1-1&keywords=schilddr%C3%BCsenunterfunktion+und+hashimoto+anders+behandeln
das ich mir auch schon kaufen wollte. Nun arbeite ich meine Notizen durch und frage mich ob Tryptophan mir gegen Erschöpfung / Dauermüdigkeit helfen würde und ob Progesteron + Gluthathion noch etwas verbessern würden und auf was ich bei meiner nächsten Blutuntersuchung im September Wert legen soll.
Neben der gesunden Ernährung rauche ich nicht, trinke 3-4 Tassen Kaffee pro WOCHE, keinen Alkohol nach 22 Uhr aber trotzdem täglich gern 2-3 Gläsern Wein ( mein einziges Laster ). Morgens Obst – mittags Kohlehydrate + Eiweiß -abends Gemüse.
Das ist ein guter Weg aber die Entzündung scheint im Körper nicht abnehmen zu wollen. Ich bin weig belastbar und nach einem Hundespaziergang 1 h oder 1 km schwimmen erschöpft. Radfahren + joggen geht gar nicht weil die Muskulatur „zumacht“
Was sagt ihr Gefühl dazu? Ich weiß ich tue schon viel und möchte mich auf das Wesentliche konzentrieren. Tendenz weniger…..
Sorry für die GRIPSGYMNNASTIK
Liebe dWIDZ,
Sie sind ja rundum versorgt. Haben Sie den Bettplatz untersuchen und Elektrosmog testen lassen? Bei Erschöpfung ist s-Acetyl-Glutathion immer eine sehr gute Lösung: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/neue-behandlungsstrategie-bei-erschoepfungszustaenden/ Unbedingt vorsichtig mit Smoothies anfangen. Nehmen Sie Vitamin D? Weiter auf diesem guten Weg und herzliche Grüße!
Hallo
Bei mir wurde vor Jahren Hashimoto festgestellt und mit L-Thyroxin behandelt in versch. Dosierungsformen (von 25-125; z.Z. 50 ).Außerdem zeitweise mit Selen und teilweise Vitamin D. Leider kann ich keine Verbesserung meines Gesundheitszustandes feststellen. Ich trage weiterhin über 20 kg Übergewicht mit mir rum (trotz diverser Ernährungsumstellungen), habe Schwindelanfälle, Haarausfall, ständig Infekte,…
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, bitte um Hilfe Ihrerseits.
Vielen Dank im Voraus
Pfälzerin
P.S.: Wohne im Großraum Mannheim/Heidelberg
Liebe Pfälzerin,
am besten suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, der Sie bzgl. der für Sie passenden Ernährung berät, der nach Umweltbelastungen sucht, der Ihnen fehlende Nahrungsergänzungen verordnet. Hier finden Sie sicher einen Therapeuten:
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammenbringt
http://www.naturheilbund.de/
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Viel Erfolg!
Sehr geehrte Prof. Dr. Ingrid Gerhard
Ich würde mich auch gerne an Sie wenden um mir vielleicht auf die richtige „Spur “ zu helfen. Ich komme aus Bremen und habe seit ca. 18 Jahren Hashimoto ( was lange unendeckt blieb ). Mein großes, großes Problem ist das hier in Bremen und Umgebung mir einen Wolf suche nach einem Arzt / Heilpraktiker oder Ganzheitlicher Medizin damit ich endlich wieder auf dem Damm komme. Nach wirklich jedem Essen wird mir extrem schwindelig ( ich lebe inzwischen fast Fruktose / Histaminfrei )in der Hoffung das dass die Ursache für mein Schwindelproblem ist. Ist es aber leider nicht wie ich jeden Tag festellen darf. Ich war inzwischen bei soviel Ärzten in Bremen und Umgebung und habe dermaßen viel Geld umsonst ausgegeben, unglaublich. Von meinem Hausarzt wurde ich jetzt auf 225 L-Tyrox rauf gesetzt in der Hoffnung damit das Problem in Griff zu bekommen. Zeitgleich mache ich eine Darmsanierung und trotz mehrmaligem Nachfragen bei meiner Heilpraktikerin sagt Sie das mein Hashi mit meiner Symptomatik nix zu tun hat. Zeitlgleich habe ich seit mehreren Jahren Allergien, schlafe sehr schlecht, bin ständig müde und einfach nur noch alle von meinem gestiegenem Gewicht mal ganz abgesehen. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und welcher Arzt / Heilpraktiker / Ganzheitliche Medizin mir endlich helfen könnte. Über einen Tipp oder Schups in die richtige Richtung bez.
Medizinischer Hilfe würde ich mich sehr freuen.
Hochachtungsvoll Ihre Twinkel
Liebe Twinkel,
eigentlich müsste ein Internist doch mal festgestellt haben, warum Ihnen nach jedem Essen schwindelig wird: fällt der Blutdruck ab? Steigt der Puls an? Unterzuckern Sie oder sind es Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Haben Sie eine Schadstoffbelastung? Leiden Sie unter Elektrosmog? Fehlen Ihnen bestimmte Vitamine? Das Thema ist sehr komplex. Vielleicht kann Ihnen diese Kollegin in Bremen weiterhelfen: http://www.praxis-dr-goecke.de/ Alles Gute!
Hallo Frau Gerhard,
ich habe da auch mal eine Frage….
seit einem halben bis dreiviertel Jahr, ging es mit meiner Konstitution mehr und mehr bergab. Ärzte sagten mir, das Alter, evtl bald Wechseljahre usw.
Ich werde aber jetzt erst 45. Habe sehr viel Druck und Stress und Ärger in den letzten mind. 10 Jahren gehabt.
Vor zwei Jahren musste ich die Pille absetzen, wegen einer Thrombose… dann ging es los… erst habe ich abgenommen, war aufgepuscht und sehr quirlig. Dann kam viel Ruhe und positives in mein Leben und ich dachte erst, dass sich mein Körper erholen muss, von den ganzen Strapazen, weil es mir immer schlechter ging. Die Ärzte meinten immer, dass alle Blutwerte in Ordnung wären. Nur mir ging es gar nicht mehr gut, ich tippte auf einen nicht erkannten Zeckenbiss, wegen Muskel- und Gelenkbeschwerden und diese schreckliche Trägheit. Meine Periode uferte aus… und ich leide sowieso schon immer an einem sehr niedrigen Blutdruck, die letzten Monate nahm ich langsam zu, dann meine trockenen u. entzündeten Augen, Muskeln und Gelenke immer schlimmer, verlangsamter Puls usw.
Da bat ich meinen HA (Internist) meine Schilddrüse per U-Schall zu untersuchen….. nun.. ganz viele Knoten und eine Zyste und leicht vergrößert. Blutwerte normal. Überweisung zur Nuklearmedizin… Da wurde ein farbiges Bild gemacht, habe den Namen nicht parat. SD ist komplett übersiedelt mit Knoten. Alle Knoten sind warm und heiß, SD leicht vergr. auf einer Seite, Blutwerte normal. Meine gefühlten Symptome, incl. Kloß im Hals, wurden links liegen gelassen… ich soll jodhaltig essen und in einem Jahr zur Kontrolle.
Nach einigen recherchen habe ich mir Thyreo Komplex besorgt, ist das richtig?
Woher kommen die vielen Knoten? Vor ein paar Jahren waren die noch nicht da.
Nun stehe ich da mit meinen ganzen gebrechen und weis nicht wirklich weiter.
Viele Grüße
Liebe Claudia,
Woher die Knoten kommen, wird Ihnen so schnell niemand sagen können. Ein Versuch mit Thyreo Komplex ist sicher gut, aber wahrscheinlich bei all Ihren Symptomen nicht ausreichend. Wahrscheinlich haben Sie viele Nährstoffmängel, möglicherweise auch Schadstoffbelastungen. Sie sollten sich einen Arzt für Ganzheitsmedizin suchen. Hier finden Sie Therapeutenlisten:
https://preventnetwork.com/Praxisalltag/OM_Praktikerliste/Aerzte_Therapeuten/Aerzte_Therapeuten_Deutschland.php
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammenbringt
http://www.naturheilbund.de/
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Alles Gute!
Guten Tag, ich habe mit großem Interesse den Artikel und auch die nachfolgenden Kommentare gelesen. Mein Problem ist folgendes. Ich gehe heute davon aus, dass ich bereits seit 20 Jahren Hashimoto habe. Nach der Geburt meines Sohnes habe ich von Normalgewicht (1,72 65kg) erst rapide abgenommen (bis auf 50 kg). Dies und die Schlafstörungen etc. wurden erst dem Kind und dem dazugehörigen Schlafdefizit zugeschrieben. Dann begann ich zuzunehmen. Was ich erst positiv aufgenommen habe, wurde dann sehr schnell zu einem echten Problem, denn innerhalb von etwa 10 Jahren habe ich dann 70 kg zugenommen, obwohl ich sportlich sehr aktiv bin. Hinzu kam dann Fibromyalgie, Stimmungsschwankungen, sexuelle Unlust, starke Magen/Darmprobleme, Verlust der Gallenblase, Gebärmutterhalskrebs und extreme Menstruationsblutungen. Dazu eine bleierne Müdigkeit tagsüber sowie Durchschlafstörungen. Dann wurde tatsächlich vor jetzt 10 Jahren Hashimoto diagnostiziert und ich erhielt eine Kombination von T3 und T4 im Verhältnis 100 zu 10 mg. Damit ging es mir eine ganze Weile besser und ich begann auch wieder abzunehmen (begleitet durch massiven Sport, da ich selbst Fitnesstrainerin bin). Doch seit nunmehr auch schon wieder 2 Jahren kämpfe ich gegen Schlafprobleme, aufsteigende Magensäure bis hin zu nächtlichem spontanen Erbrechen, Taubheit in den Armen und starken Rheumaschüben. Das Gewicht steigt trotz Ernährungsumstellung auf kh-arm, glutenfrei und eiweissreich wieder an. Ich bin verzweifelt. Nun habe ich nach Umzug einen neuen Endokrinologen gesucht und dort wurde mir gesagt, ich habe kein Hashimoto, mein TSH wäre mit 0,1 zu niedrig und ich hätte eine Überfunktion, daher meine Schlafprobleme. Meine (nach Aussage meines alten Arztes)sehr kleine und extrem unebene Schilddrüse soll nun auf einmal normal groß und unauffällig sein. Kann das alles sein? Sollte ich mir eine zweite Meinung einholen? Ich weiss hier nicht mehr weiter.
Ich würde meine Odyssee so gerne abschliessen und mich vernünftig eingestellt wissen. Ich hoffe, Sie haben einen Rat für mich.
Ihre Andrea Nehmke
Liebe Andrea,
Offenbar ist ja Ihr Immunsystem total in Unordung und Sie sind extrem übersäuert, was mich bei Ihrer eiweißreichen Kost gar nicht wundert. Viele leiden wie Sie, nur weil sie dem Modetrend eiweißreich und KH-arm aufgesessen sind. Bitte lesen Sie das Buch von Dr. Jacobs: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-%E2%80%93-mythos-oder-echtes-problem/ Setzen Sie unter Kontrolle eines Arztes die Schilddrüsenhormone langsam ab und suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilkunde, der Sie begleiten kann. In einem halben Jahr sollten Sie sich viel besser fühlen! Alles Gute!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Ich habe Ihren Rat befolgt und nehme das L-Thyroxin nun ein, da ich auch Schwierigkeiten mit meinem weiblichen Zyklus habe und sich das LT darauf auch positiv auswirken soll.
Ich finde einige naturheilkundliche Ärzte mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen, weiß aber leider nicht, zu welchem ich nun gehen soll. Haben Sie vielleicht einen Tipp, wer denn im Raum Stuttgart und Umgebung auf Hashimoto spezialisiert und gut geeignet ist?
Freundliche Grüße und Danke im Voraus!
Ilona-Sophia
Liebe Ilona-Sophia,
Leider kenne ich niemanden und eine Spezialisierung auf Hashimoto können Sie von niemandem erwarten. Ist aber auch nicht wichtig, denn es soll ja nicht ein Organ behandelt werden sondern Sie als ganzer Mensch! Viel Glück!
Liebe Frau Professor Gerhard,
mit großer Freude bin ich soeben intuitiv auf dieser Webseite gelandet.
? Bei welchem ganzheitlich orientierten Mediziner in Köln kann ich die Schilddrüsenwerte inkl. Hashimoto zuverlässig diagnostizieren und umfassend behandeln lassen (beim Lesen über Hashimoto fühle ich mich gleich betroffen und erkannt)
Herzlichen Dank im voraus für Ihren Rat.
Liebe Grüße,
Angela
Liebe Angela,
ich besitze keine Ärzteliste, so dass Sie sich einfach umhören müssen. Unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte. Die Gesellschaft der Ärzte für Erfahrungsheilkunde http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html kann Ihnen vielleicht auch einen Ansprechpartner nennen.
Viel Glück
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich bin 45 Jahre alt.
Leide seit 25 Jahren bekannterweise unter Hashimoto.
Ich bin mit 75 µg angefangen und bin jetzt bei 150 µg/die, was meiner Meinung nach nicht ausreichend ist.
Ich habe mit 44 Jahren noch ein Kind bekommen. Während der Schwangerschaft habe ich das Doppelte an Hormonen genommen.
Nach einer ziemlich komplizierten Schwangerschaft mit Frühgeburt habe ich versucht, das L-Thyroxin wieder zu reduzieren.
Nach mehreren Monaten habe ich die Dosis jetzt wieder auf 300 erhöht, weil ich einfach nicht zurechtkomme.
Es ist ja nicht nur der wahnsinnige Haarausfall, der mich seit Monaten quält. Ich verliere ständig Haare. Ich kann sie nicht offen tragen, weil mein Baby sie sofort in den Händen hätte. Es sind teilweise ganze Lockensträhnen, die ausgehen.
Dann bin ich sehr antriebslos und k.o. Die Libido ist ganz weg.
Und was ganz fürchterlich ist, ist das seit Monaten bestehende Gefühl, dass mir der Hals geradezu zuwächst.
Die Stimme ist fürchterlich heiser und rau und ich muss mich ständig räuspern.
Ich nehme zusätzlich B-Vitamine (seit 3 Tagen), Vitamin D 20 µg und 600 Calcium (wegen Osteopenie) seit mehreren Jahren, Myom, Bindegewebsrheuma (Kollagenose), bin sehr oft hypoglykämisch (meiner Meinung nach). Wenn ich nicht alle zwei Stunden etwas esse, wird mir richtiggehend übel bis zum Erbrechen, vor Hunger.
Wenn ich etwas einschmeiße, ist es schnell wieder gut.
Ich war schon bei etlichen Ärzten u. a. Endokrinologen.
Der war aber nur darauf bedacht, meine Blutwerte in die Norm zu kriegen. Mein TSH war im Keller.
Aber er reduzierte meine Hormonsubstitution so, dass es mir schlechter und schlechter ging. Nur damit der Wert stimmt.
Ihm war ganz egal, wie ich mich fühlte.
Mein Hausarzt schreibt mir nur 150 µg auf. Das bedeutet, dass ich dringend Ihre Hilfe benötige.
Wie kann ich meine Probleme in den Griff kriegen?
Seit 3 Jahren kommt eine sehr massive Lactoseintoleranz hinzu.
Bitte helfen Sie mir.
Ich bin sehr glücklich, Ihre Seite gefunden zu haben.
(Mein Sohn leidet auch an Hashimoto).
Liebe Grüße
Sophia
Liebe Sophia,
Ihr Krankheitsbild ist so komplex, dass ich keine einfache Antwort auf die vielen Fragen, die bei Ihnen anstehen, geben kann. Nach einer Schwangerschaft gehen immer die Haare aus, weil sich in der Schwangerschaft das Wachstumstempo der Haare verzögert hat. Aber bei Ihnen scheint es ja viel zu lange zu dauern und zu massiv zu sein. Vielleicht fehlt Ihnen jetzt auch Östrogen und Gestagen. Da ich nicht weiß,ob Sie stillen, kann ich auch keine Hormontherapie empfehlen. Die vielen Beschwerden, an denen Sie leiden, werden Sie nur mit Hilfe eines naturheilkundlich ausgebildeten Arztes in den Griff bekommen können, der Ihnen dabei hilft, Umweltgifte zu finden und auszuleiten, den Darm zu behandeln, die Ernährung zu optimieren, Nahrungsergänzungen in ausreichender Höhe zu verordnen (erscheint mir einiges bei Ihnen unterdosiert) und mit ganzheitlichen Methoden Ihren völlig entgleisten Stoffwechsel zu harmonisieren. Hier finden Sie vielleicht einen Therapeuten in Ihrer Nähe:
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammen bringt
http://www.naturheilbund.de/
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Recht gute Besserung und viel Geduld!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
vielen Dank für Ihre Tipps und Infos.
Leider habe ich keinen geeigneten Therapeuten gefunden bzw. hatte keine Zeit einen auszuprobieren.
Da meine kleine Tochter ein Frühchen ist, war ich dafür mit ihr sehr viel im Krankenhaus unterwegs.
Ich stille schon lange nicht mehr. Die Geburt ist nun drei Jahre her.
Der Haarausfall besteht weiterhin, ebenso wie das Kloßgefühl, dass mir die Luft nimmt. Ich räuspere mich ständig und habe das Gefühl zuzusitzen in der Lunge.
Ich habe Vitiligo, Kollagenose, Osteopenie.
Ich versuche auf Kaffee, Cola etc. zu verzichten.
Sicherlich habe ich eine Lactoseallergie. Darum ernähre ich mich schon seit Jahren lactosefrei.
Ich möchte Sie ganz herzlich bitten, mir doch ein paar Tipps zu geben, wie ich selber von zu Hause aus, mich therapieren kann, meinen Zustand verbessern kann.
Vielen Dank.
Sophia
Liebe Sophia,
das kann ich leider nicht, da Ihr Krankheitsbild viel zu komplex ist. Bei diesen Ärztegesellschaften finden Sie sicher einen guten Therapeuten, der sich Mühe mit Ihnen gibt:
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Alles Gute!