Bei Hashimoto liegt häufig eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel vor. Ganzheitliche Ursachensuche erforderlich.
Die Hashimoto-Thyreoiditis könnte man fast eine typische Frauenkrankheit nennen, denn zehnmal mehr Frauen als Männer leiden daran. Diese Schilddrüsenstörung kann anfangs ganz untypische Symptome zeigen, wie Müdigkeit, Aggressivität, Schlafstörungen. Es können Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Viele Frauen kennen sich selbst nicht wieder und glauben, nur überarbeitet zu sein oder schieben die Beschwerden auf eine Gelbkörperschwäche oder beginnende Wechseljahre.
Vor zwei Monaten hat Ihnen Christina Sachse ausführlich über diese Autoimmunerkrankung der Schilddrüse berichtet, die sie den Clown unter den Schilddrüsenkrankheiten nannte. Da bei kaum einer Erkrankung das hormonelle Gleichgewicht und gleichzeitig das Immunsystem so durcheinander sind wie bei Hashimoto, liegt es nahe, neben der Schilddrüsenhormontherapie auch ganzheitliche Behandlungen einzusetzen.
Interview mit Prof. Dr. Schulte-Übbing zur ganzheitlichen Therapie bei dieser Schilddrüsenerkrankung
Ein Kollege von mir, Prof. Dr. Schulte-Übbing, dessen Arbeit ich Ihnen schon in früheren Artikeln vorgestellt habe, weist Erfahrungen sowohl mit der Hormontherapie als auch mit verschiedenen alternativen Methoden auf. Mit Ihm führte ich ein Interview zu seinem Vorgehen bei Hashimoto-Thyroiditis.
Was Hashimoto bedeutet
Prof. G: Können Sie für unser Netzwerk kurz zusammenfassen, was M. Hashimoto bedeutet, und welche Auswirkungen die Krankheit haben kann?
Prof. SU: Sehr gern. Der M. Hashimoto, auch „autoimmune Thyreoiditis“ oder „chronisch lymphozytäre Thyreoiditis“ genannt, ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem und den gesamten Organismus haben kann. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Zu den sogenannten Autoimmun- Thyreopathien gehört neben der Hashimoto- Thyreoiditis auch der Morbus Basedow. Zwischen beiden Krankheiten kann es auch diverse Übergänge geben.
Prof. G: Wann muss ein M. Hashimoto behandelt werden?
Prof. SU: Da gehen die Meinungen manchmal auseinander. Nach unserer Auffassung sollte ein M. Hashimoto behandelt werden, wenn entsprechende Symptome und/ oder auffällige Hormonwerte (z. B. fT3 und fT4 vermindert, TSH erhöht) vorliegen. Bei normalen fT3 und fT4 Werten kann u. U. auch ein erhöhter TSH Wert (als möglicher Hinweis auf eine bereits latente Unterfunktion) eine Indikation zur Behandlung darstellen. Genauere Angaben zur Diagnostik haben Sie ja schon in Ihrem Schilddrüsenartikel gemacht.
Progesteronmangel und Östrogendominanz bei Hashimoto
Prof. G: Was können wir gegen Hashimoto-Thyreoiditis tun? Und stimmt es wirklich, dass auch ein Progesteronmangel eine Rolle spielen kann?
Prof. SU: Wir betreuen viele Patientinnen mit M. Hashimoto. Bei sehr vielen sehen wir einen deutlichen Zusammenhang mit einem Progesteronmangel, oft gleichzeitig mit einer ausgeprägten Östrogendominanz.
Prof. G: Welche Konsequenzen haben diese Zusammenhänge?
Prof. SU: Wenn wir den Progesteronmangel ausgeglichen haben, können wir bei vielen Frauen bereits innerhalb weniger Monate beobachten, dass die Schilddrüsenantikörper sinken, z.B. die Anti- TPO um etwa dreißig bis fünfzig Prozent. Dies ist auch der Fall bei unseren sogenannten „therapieresistenten“ hypothyreoten Patientinnen. Hierbei handelt es sich um diejenigen Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution persistieren.
Prof. G: Wirkt die Therapie auch bei besonders hohen Antikörpern?
Prof. SU: Ja. Interessant ist, dass bei Patientinnen mit sehr hohen Antikörper- Ausgangswerten diese Therapie besonders wirksam zu sein scheint.
Prof. G: Viele Patientinnen mit M. Hashimoto sind schlechter belastbar, schlafen schlecht etc. Wirkt die Therapie auch in dieser Hinsicht?
Prof. SU: Ja. Die meisten Patientinnen geben an, dass sich durch die Therapie auch die körperliche und seelische Belastbarkeit, die Stimmung und der Schlaf bessern.
Prof. G: Sie erwähnen immer wieder mögliche Zusammenhänge zwischen M. Hashimoto, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Welche Krankheiten gehen noch mit Progesteronmangel und Östrogendominanz einher?
Prof. SU: Viele unserer Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Erkrankungen (z. B. mit hormonabhängigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs), Endometriose, PMS (Prämenstruelles Syndrom), Uterus myomatosus, Blutungsstörungen, Dysmenorrhö, Habituelle Aborte) haben nicht nur eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel. Viele Frauen leiden gleichzeitig auch unter einer Schilddrüsen- Unterfunktion, sehr oft unter einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Prof. G: Woher wissen Sie das? Gibt es dazu schon Studien?
Prof. SU: Nein, es gibt meines Wissens noch keine größeren Studien. Im Rahmen einer kleinen Praxis- Beobachtungsstudie achten wir besonders auf mögliche Zusammenhänge zwischen Progesteronmangel, Östrogendominanz und M. Hashimoto. Größere Zahlen liegen noch nicht vor.
Prof. G: M. Hashimoto ist ja bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Warum? Sie behaupten, es läge vor allem am Progesteronstoffwechsel. Dann müsste sich ja in der Schwangerschaft, wo viel mehr Progesteron produziert wird, die Symptomatik eines M. Hashimoto deutlich bessern?
Prof. SU: Ja, in der Geburtshilfe sind Wechselwirkungen zwischen Ovarial- und Schilddrüsen- Hormonen schon seit Jahrzehnten bekannt. Wenn in der Schwangerschaft die Serum- Progesteronspiegel kontinuierlich zunehmen, erhöht sich üblicherweise gleichzeitig ebenfalls kontinuierlich die Sensibilität der Schilddrüsenzellen gegenüber TSH. In der Schwangerschaft geht es unseren Patientinnen mit M. Hashimoto oft deutlich besser: Stoffwechselwege, die M. Hashimoto direkt oder indirekt fördern können, werden bei Schwangeren vor allem durch das natürliche Progesteron geblockt, auch eine vormals bestehende übermäßige Östrogenproduktion.
Das in der Schwangerschaft kontinuierlich ansteigende, körpereigene Progesteron kann die Ausschüttung von SD- Antikörpern reduzieren und gleichzeitig auch die Bindungsfähigkeit der Schilddrüsenhormone erhöhen. Im Laufe der Schwangerschaft messen wir sehr oft geringere freie T3- und T4- Konzentrationen sowie steigende TSH- Werte. Bei vielen Schwangeren wächst die Schilddrüse.
Prof. G: Sie empfehlen bei M. Hashimoto und gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel eine Therapie mit sog. naturidentischem Progesteron?
Prof. SU: Ja. Das ist eine sehr einfache und oft sehr effektive Therapie. Man kann oft beobachten, dass – falls Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis bei gleichzeitig nachgewiesenem Progesteronmangel bestehen – auch bei normalen TSH- , T3- , T4- , Anti TPO- Werten eine Therapie mit naturidentischem Progesteron (z. B. als 3-, 5- oder 10 %-ige Creme aus der Yams- Wurzel) die Symptomatik bessern kann.
Prof. G: Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Prof. SU: Bei einer laborkontrollierten L- Thyroxin- plus Progesteron- Substitutionstherapie haben wir bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet. Wir kontrollieren, wenn möglich, fT3, fT4, TSH, Anti TPO, TAK im Abstand von vier Wochen. Bestehen keine Symptome mehr, bzw. liegen dann alle Werte im Zielbereich, können die Kontrollabstände verlängert werden. Eine halbjährliche oder jährliche Kontrolle kann bei guter Einstellung ausreichend sein.
Prof. G: Können Sie die Therapie mit einer naturidentischen Progesteronsalbe genauer erläutern?
Prof. SU: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel therapieren wir, falls keine Gegenanzeigen bestehen, erfolgreich mit einer naturidentischen Progesteronsalbe (z. B. aus der Yams- Wurzel, je nach Serum- Laborwerten 3 %, 5 % oder 10 %). Diese kann z.B. abends (ein bis zwei Hübe) auf die Oberarm- Innenseite aufgetragen werden. Bei Hashimoto- Threoiditis kann sie auch direkt auf die Halsregion über der Schilddrüse aufgetragen werden.
Ein Fallbeispiel
L. S.-B., geb. 1967, 43 Jahre alt,
Patientin kommt im 3. Quartal 2010 in die Praxis.
Diagnosen: Uterus myomatosus, Dysmenorrhö, Metrorrhagien, bekannter therapieresistenter M. Hashimoto, chron. hohe Anti-TPO- Werte trotz normaler T3- , T4- Werte bei Thyroxin- Substitution, Leistungsverminderung, Müdigkeit.
Labor vor Therapie (14. und 21. Zyklustag): Östrogendominanz: Estron und Estradiol (14. ZT) massiv erhöht. Extremer Progesteronmangel (21.ZT) 1,22 ng/ml (Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO 95,4 IU/ml (Norm: < 9 IU/ml), Serotonin 43,01 ng/ml (Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Therapie: Progesteronsalbe, 10%, abends in der 2. Zyklushälfte
Labor nach Therapie (1. Quartal 2011): Estron und Estradiol (14. ZT) im Normbereich, Progesteron (21.ZT) im Normbereich (25 ng/ml, Norm 25 – 27 ng/ ml), T3 und T4 normal, Anti- TPO erstmals halb so hoch (48,4 IU/ml, Norm: < 9 IU/ml). Serotonin besser (212,6 ng/ ml, Norm altersentsprechend 200 – 450 ng/ml).
Effekte: Myome sonographisch kleiner, dopplersonographisch weniger durchblutet, Zyklus normal. Keine Dysmenorrhö mehr. Leistung besser, voller Erfolg.
Follow up: 2. Quartal 2012: Zyklus regelmäßig, optimale Progesteronwerte (2. Zyklushälfte), T3, T4 normal, Dysmenorrhö minimal, Myome nach wie vor kleiner. Operation konnte vermieden werden. Patientin zufrieden.
Andere naturheilkundliche Ansätze
Prof. G: Gibt es auch noch andere naturheilkundliche Ansätze?
Prof. SU: Ja, eine Menge. In meinem Buch „Frauenheilkunde“ finden Sie eine Vielzahl naturheilkundlicher Rezepturen. Bewährt haben sich v. a. Heilpflanzen, die progesteronähnlich wirken können, z. B. Teemischungen, Tinkturmischungen oder Salben mit Extrakten u. a. aus Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schwertlilie, Steinsamen, Rainfarn und Weinraute. Die genannten Heilpflanzen können die Ovarial-, Nebennieren- und Hypophysen- Funktionen günstig beeinflussen und ggf. auch beruhigend bzw. harmonisierend auf das Zentrale Nervensystem und Neurovegetativum wirken.
Das Wolfstrappkraut
Das Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus, bspw. in thyreo-loges Tropfen) hilft bei leichten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Unterstützend setzte ich selbstverständlich auch gerne die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie ein. In diesem Webmagazin hat Ihnen eine Kollegin ein Beispiel der homöopathischen Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis gegeben.
Prof. G: Welche weiteren wichtigen Aspekte für die Therapie gibt es?
Prof. SU:
- Es gibt infektiologische Aspekte: Infektionen können hormonelle Störungen bewirken oder verstärken.
- Es gibt toxikologische Aspekte: Giftstoffe können M. Hashimoto, Progesteronmangel, Östrogendominanz bewirken oder verstärken.
- Wichtig sind auch diätetische Aspekte und
- immunologische Aspekte.
Infektionen bei Hashimoto
Prof. G: Welche infektiologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Die Hashimoto- Thyreoiditis kann und muss als sogenannte „Silent inflammation“ (stille Infektion) gesehen werden. Immundefizite und/ oder andere Entzündungsherde im Organismus können die Hashimoto- Thyreoiditis fördern.
Umweltgifte bei Hashimoto
Prof. G: Welche toxikologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Wir sehen immer wieder, dass gerade Patientinnen, die durch Giftstoffe mit Östrogenwirkung belastet sind, zu M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel neigen. Möglicherweise stören Pestizide, Schwermetalle und viele vor allem fettlösliche Umweltschadstoffe, wie bspw. Weichmacher oder Polychorierte Biphenyle, das hormonelle Gleichgewicht, indem sie eine Östrogendominanz fördern und/ oder bewirken können, aber auch über direkte und indirekte toxische Effekte.
Auch Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann an der Bildung der Schilddrüsenantikörper und dem Progesteronmangel beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Patientinnen, deren Schilddrüsenantikörper nach einer vorsichtigen Amalgamsanierung und Amalgamausleitung, deutlich abfallen, ja, die sogar ganz verschwinden können.
Ernährung bei Hashimoto
Prof. G: Welche diätetischen Aspekte sind wichtig? Gibt es eine spezielle Anti- Hashimoto- Diät?
Prof. SU: Eine gezielte Ernährungs- Analyse und ggf. –Umstellung kann sehr sinnvoll sein. Aufgrund unserer Erfahrungen sind Genussgifte im Allgemeinen zu meiden (Alkohol, Tabak – passiv und aktiv inhaliert – und Koffein). Alkohol kann als Lösungsmittel wirken und ggf. die Effekte sog. Endokriner Disruptoren, vor allem von diversen Metall- Östrogenen, potenzieren. So wenig wie möglich tierische Fette (in diesen reichern sich Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittel etc. an). Am meisten Schwermetalle enthalten rote Fleischsorten: Schweine-, Kalb-, Rindfleisch und Wild. So viel wie möglich Lebensmittel verzehren, die reich an pflanzlichen Phenolsäuren sind, Getreide, Früchte (v. a. Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte), Gemüse, Nüsse, Kartoffeln (enthalten Gallussäure, Chlorogensäuren). Speziell Blumenkohl kann das Wachstum progesteron- und östrogenabhängiger Zellen bremsen.
Häufig findet sich bei Patientinnen mit Hashimoto auch eine Glutenunverträglichkeit. Die Abwehrstoffe gegen Gluten kann man im Stuhl und im Blut nachweisen. Ist das der Fall, müssen sämtliche glutenhaltigen Getreide weggelassen werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. bei manchen Frauen ist es lediglich eine Weizenunverträglichkeit. Machen Sie am besten selber den Versuch und lassen Sie mal zwei Wochen alle Weizenprodukte weg. Wenn Sie sich wie neugeboren fühlen, wird auch Ihre Schilddrüse wieder normaler arbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein Buch des amerikanischen Arztes Dr. William Davis empfehlen: „Weizenwampe: warum Weizen dick und krank macht„. Darin erklärt er, dass der heutige Weizen so genetisch verändert wurde, dass das viele Gluten darin zu ernsthaften Gesundheitsschäden führt. Er gibt Hilfestellung, wie man selber herausfinden kann, ob einem der Weizen schadet, und wie man wieder gesund werden kann.
Immunsystem bei Hashimoto
Prof. G: Welche immunologischen Aspekte sind wichtig?
Prof. SU: Immundefizite können die Effekte von Entzündungen und Östrogendominanz noch mal verstärken. Eine Lymphozytendifferenzierung kann zeigen, ob immunologische Schwachstellen bestehen. Ein Mangel an Natürlichen Killerzellen, T- Helfer, T- Suppressorzellen oder B- Lymphozyten sowie eine Interleukin- Verschiebung sollten behandelt werden, z. B. mit hochdosierten Antioxidantien. Bewährt haben sich Vitamin-C-Infusionen (Hochdosis), ggf. plus Folsäure, Vitamin-B-Komplex, reduziertem Glutathion etc. Der Therapieerfolg sollte dann mittels Lymphozyten- Differenzierung kontrolliert werden.
Glutathion bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Glutathion erwähnt. Ich halte es für eine sehr wichtige Substanz und habe selbst einige Artikel darüber geschrieben. Können Sie dem Netzwerk kurz erklären, was Glutathion ist und wozu wir es brauchen?
Prof. SU: Sehr gern. Glutathion ist ein sogenanntes Tripeptid, d. h. eine Substanz, die aus drei wichtigen Aminosäuren besteht. Die Schilddrüsenrezeptoren sind – wie auch die Östrogen- und Progesteronrezeptoren – u. a. vom Glutathion- Stoffwechsel (bspw. von dem der sogenannten Glutathion-S-Transferase, GST, einem wichtigen Enzym) sowie von der Glutathionkonzentration abhängig. Ein Mangel an Glutathion-S-Transferase und an Glutathion kann M. Hashimoto, Östrogendominanz und Progesteronmangel- Effekte fördern. Die Glutathion- und GST- Serumspiegel sollten gemessen werden. Ggf. sollte Glutathion (GSH) substituiert werden. Wir haben bei Hashimoto- Patientinnen sehr gute Erfahrungen mit hochdosierten Glutathion- Infusionen gemacht. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch das S-Acetylglutathion einnehmen. Vorher sollte aber eine Messung des reduzierten Glutathions in einem Speziallabor erfolgen.
Vitamin D bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Vitamin D3 erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Patientinnen mit Hashimoto- Thyreoiditis haben oft deutlich niedrigere Vitamin-D3-Spiegel im Serum als gesunde Frauen. Vitamin D3 zeigt gute hormonregulierende, immunstärkende und antientzündliche Effekte. Die Vitamin D3- Serumspiegel sollten regelmäßig gemessen werden, und Vitamin D sollte bei Mangel substituiert werden.
Selen bei Hashimoto
Prof. G: Sie haben das Selen erwähnt. Wozu ist dieses wichtig?
Prof. SU: Selen ist zur Gesunderhaltung der Schilddrüse von Bedeutung. Die Funktion wichtiger Enzyme, wie z. B. die Aktivität der Glutathion-Peroxidase, ist selenabhängig. Bei Selenmangel kann das Gewebe durch H2O2 (=giftiges Wasserstoffperoxid) geschädigt werden. Auch die Aktivität eines anderen wichtigen Enzyms, der sogenannten Dejodase ist selenabhängig. Fehlt Selen, wird zu wenig T3 aus dem vorhandenen T4 hergestellt. Selen scheint generell bei einer Reihe von Entzündungsreaktionen vor allem von hormonellen Organen eine Schlüsselrolle zu spielen: Selen hat antientzündliche Effekte.
Psyche bei Hashimoto
Prof. G: Welche Rolle spielt die Psyche?
Prof. SU: Eine ganz große Rolle. Wir sehen immer wieder, wie wichtig es sein kann, bei der Therapie des M. Hashimoto seelische, psychische und psychosomatische Faktoren mit einzubeziehen.
Zusammenfassung
Prof. G: Können Sie noch mal die wichtigsten Zusammenhänge zusammenfassen?
Prof. SU: Sehr gerne. Wir sehen bei unseren Patientinnen immer wieder Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Hashimoto- Thyreoiditis, Progesteronmangel und Östrogendominanz. Oft besteht auch ein gleichzeitiger Selen-, Zink- und Vitamin- D- Mangel. Wenn wir neben der Substitution der Schilddrüsenhormone sowie von Selen, Zink und Vitamin- D3 den Progesteronmangel behandeln, können wir immer wieder beobachten, dass dadurch die Schilddrüsenantikörper sinken, meist innerhalb von 2- 6 Monaten, um im Schnitt etwa um dreißig bis fünfzig Prozent. Dies gilt auch für sogenannte therapieresistente hypothyreote Patientinnen, bei denen hohe Anti- TPO trotz Thyroxin- Substitution bestehen bleiben. Wirksam scheint der beschriebene Effekt vor allem bei Patientinnen mit hohen Antikörper- Ausgangswerten zu sein. Viele Patientinnen äußern auf Befragen, dass sich durch die Therapie auch Schlaf, Stimmung sowie körperliche und seelische Belastbarkeit besserten. Für dauerhafte Besserung ist es natürlich erforderlich, dass Umweltbelastungen so weit wie möglich reduziert werden und dass die Ernährung angepasst wird.
Prof. G: Vielen Dank für das sehr interessante Interview. 
Für alle, die weitere Informationen über Hormone und Hormonstörungen wünschen, weise ich auf Clio 75 hin. In dieser Broschüre des FFGZ Berlin geht es um Schilddrüsenhormone, männliche und weibliche Hormone und vieles mehr.
Zur Person: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Übbing
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing ist Frauenarzt mit der Spezialisierung Umweltmedizin, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie. Er leitet das Umweltmedizinische Therapiezentrum am Dom in München. Schulte-Uebbing ist umweltmedizinischer Gutachter, Autor medizinischer Fach- und Lehrbücher und international gefragter Referent. Er hält regelmäßig Vorlesungen und hat seit 2007 eine Professur.
Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing
Umweltmedizinisches Therapiezentrum am Dom
Weinstr. 7A
80333 München
Tel.: 089/ 299655
089/ 299655
Fax: 089/299672
E-Mail: info@prof-schulte-uebbing.de
Und welche Erfahrungen haben Sie mit der ganzheitlichen Behandlung der Hashimoto- Schilddrüsenerkrankung gemacht? Berichten Sie doch Ihren Leidensgenossinnen in einem Kommentar darüber.







Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Frau Dr. Gerhard,
durch eine Herzmuskelentzündung wurde bei mir im KH Hashimoto diagnostiziert. Ich hatte bereits die Untersuchung beim Endokrinologen, nur hat der Brief über einen Monat gebraucht, sodass der Hausarzt Blut abgenommen hat und mir aufgrund eines leicht erhöhten TSH-Wertes L- Thyroxin 25 mg verschrieben. Nun kam der Brief des Endokrinologen in dem steht, dass ich noch keine Medikamente brauche. Der Hausarzt meinte jedoch nun, dass seine Werte bereits für die Einnahme sprechen. Habe eine leichte latente Unterfunktion. Hier mal meine Werte:
TRAK human <1 lU/l (0-1,5)
FT4 0,86 ng/dl (0,8-1,9); FT3 3,8 (2,2-5,0)
TSH 2,3 mlU/l (0,4-4)
Anti-TG <20,0 lU/ml (0-40); Anti- TPO 446 iU/ml (0-35)
ACTH 13 pg/ml (7-51); Cortisol 196 ng/ml (30-250)
Blutbefund des Hausarztes:
TSH 5,64 m/Ul (am 10.6.) und 6,44 (am 29.04.) (0,34-4,5)
FT 3 3,8 ng/dl (1,9-6,1 )
FT 4 1,0 ng/dl (0,7-2,0)
Die latente UF is sichtbar, aber brauche ich schon L- Thyroxin oder soll ich lieber noch warten und die Schilddrüse selbst arbeiten lassen und sehn was passiert? Nehme bereits die Tabletten seit 1 Monat, es wurde aber noch kein Blut seither abgenommen oder sonstiges.
Können Sie mir vielleicht einen ganzheitlichen Mediziner im Raum Stuttgart empfehlen?
Ich danke Ihnen im Voraus!
Freundliche Grüße Ilona-Sophia
Liebe Ilona-Sophia,
bei den Werten Ihres Hausarztes sollten Sie doch substituieren
Liebe Frau Prof. Gerhard,
durch „Zufall“ entdeckte ich diese Internetseite und finde es großartig, daß Sie so vielen betroffenden Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen hilfreich und beratend zur Seite stehen!
So viele Unsicherheit und Ratlosigkeit gibt es auf so vielen medizinischen Gebieten und keine wirkliche Hilfe bekommen die Menschen.
Ein „einfaches“ Zuhören, vielleicht auch mal „zwischen“ den Zeilen zu hören oder lesen… DAS hilft oft viel mehr als nur die Laborwerte!
Jeder Mensch möchte die VOLLE Aufmerksamkeit seines Gegenübers und schon damit kann eine so wertvolle menschliche Verbindung und Hilfe gewährt werden…
Ich kam auf Ihre Seite, weil ich von Natur aus „neugierig“ bin, selbst an einer chronischen Entzündung der Schilddrüse erkrankt bin und mir von meiner Hausärtztin ein Rezept für die entsprechenden Tabletten holen wollte…
Mein Internist und Nuklearmediziner ist für „alternative“ Behandlungen nicht wirklich zugänglich und so „probiere“ ich mich selbst in vielerlei Hinsicht aus, nehme Schüßlersalze seit vielen Jahren, auch Selen, Zink und Vitamin D.
Schüßlersalze helfen nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern sie greifen auch auf den seelischen Bereich des Menschen ein.
Eine Schilddrüsenerkrankung hat also auch immer mit seelischen Problemen zu tun… Warum haben wir Entzündungen? Warum sehen wir rot? (Entzündungen sind wenn sie akut sind immer rot, heiß, geschwollen und bereiten uns Schmerzen…) Ich finde es sehr schön, daß Sie, liebe Frau Prof. Gerhard für die Betroffenen auf dieser Seite Ihren Beitrag leisten….
Solche Seiten im Internet sind SO wertvoll und nicht mit Geld zu auszugleichen! :)
Vielen Dank dafür und für alle Betroffenen und besonders auch für Sie Alles, alles Gute und
Herzliche Grüße… :)
Liebe Elke,
vielen Dank für die motivierenden Worte! Auf der einen Seite ist die Medizin wirklich zu sehr auf das Symptom konzentriert, auf der anderen Seite erwarten wir als Patientinnen aber auch, dass man nur ein Mittelchen einwerfen muss (nach Möglichkeit was „natürliches“), damit das Symptom verschwindet. Da muss auf beiden Seiten noch viel gelernt werden! Wie schön, dass Sie diese Selbstverantwortung und das Hinterfragen schon so gut beherrschen! Herzliche Grüße!
Sehr geehrte Frau Gerhard,
können Sie mir in Nürnberg und Umgebung einen Arzt für Naturheilverfahren nennen, der mich ganzheitlich beraten und behandeln kann?
Ich leide seit ca 5 Jahren an Hashimoto, nun häufen sich vermehrt Gelenk- und Muskelprobleme.
Für einen Hinweis wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Gruß, A.M.
Liebe A.M.,
Leider habe ich keine Adressenliste. Unter http://www.natum.de finden sie Frauenärzte, die naturheilkundliche arbeiten. Oder hier Ärzte für Naturheilkunde:
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Liebe Frau Dr. Gerhard,
Aufgrund einer Herzmuskelentzündung wurde bei mir der Verdacht auf Hashimoto geäußert. Ich war nun nach häufiger Müdigkeit und ständiger Antriebslosigkeit beim Endokrinologen, da die Ergebnisse nach 3 Wochen immer noch nicht kamen, hat mein Hausarzt Thyroxin 25 verschrieben, da meine Blutwerte scheinbar schon drauf hingewiesen haben. Der Endokrinologe schreibt jetzt aber, dass eine Therapie noch nicht notwendig ist. Soll ich die Medikamente nun nach 1-monatiger Einnahme sofort wieder absetzen? Sonst schädigt das doch nur unnötig noch mehr oder? Große Verwirrung macht sich breit. Ich hoffe auf Ihre Hilfe.
WERTE: TRAK human <1 IU/I, FT4 ng/dl, FT3 3,8 pg/ml, TSH 2,3 mlU/l, Anti-TG <20,0 IU/ml, Anti-TPO446IU/ml, ACTH 13 pg/ml, Cortisol 196 ng/ml
Vielen Dank im Voraus! Ilona-Sophia
Liebe Ilona-Sophia,
die Dosis ist so niedrig, dass Sie dem Rat Ihres Endokrinologen ruhig folgen können. Die Anti-TPO sind sehr hoch, also unbedingt vom einen Arzt für Naturheilkunde mitbehandeln lassen, damit die Ursachen geklärt und ganzheitlich therapiert werden kann. Gute Besserung!
Guten Tag,
es wird nur davon gesprochen, wie man Hashimoto-Thyreoditis behandelt, aber nicht, wie man diese Behandlungsmethoden finanzieren soll, gerade bei Hartz4 und andere Sozialleistungen. Denn im Katalog für Mehrbedarf für besondere Ernährungformen wird Hashimoto ausgeschlossen.
Gibt es in so einem Fall Aufklärung, wie man trotz Geldmangels eine optimale Therapie erzielen kann?
Liebe Oda-Freyja,
Die optimale Therapie muss jeder selber machen, eine spezielle Ernährung brauchen Sie nicht für Hashimoto. In erster Linie hilft die biologische Vollwertkost, Verzicht auf Fleisch und zu viele tierische Produkte, möglichst viel Vollkorn und Gemüse. Außerdem Informationen sammeln, wie man sich vor Schadstoffen schützen kann.
Aber ich verstehe Ihr Problem: da die naturheilkundlichen Methoden in der normalen Medizin ein Schattendasein fristen, werden sie selten erstattet. Am besten sprechen Sie mal mit Ihrer Krankenkasse darüber. Vielleicht kennen die Mitarbeiter einen Arzt für Naturheilkunde vor Ort, der auch Kassenpatienten naturheilkundlich behandelt.
Guten Tag Frau Prof. Gerhard,
bin erzweifelt. Es geht um meinen Sohn 22 Jahre alt. Er leidet an
Hashimoto. Es ist so schwierig ihn irgendwie einzustellen. Er nimmt Thyroxin 100 Schwankt ständig zwischen Über und Unterfunktion. Die Hormonwerte T4 und T3 sind im Normbereich, aber das TSH ist 9,2. Er studiert und ist sehr durch die Krankheit beeinträchtigt. Wo finde ich im naturkundlichen Bereich einen guten Naturmediziner der hier vielleicht eine Lösung findet. Er ist in der Endokrinologie in Frankfurt. Nimmt bereits Selen 200, Vitamin D und Nahrungsergänzungsmittel. Was ist der Grund für diesen hohe TSH Wert.
Es wäre sehr nett, wenn Sie mir eine Antwort geben könnten. Wo ich event. einen guten Arzt im Raum Frankfurt finden könnte, der hier weiterhelfen kann.
Danke
Liebe Bärbel,
manchmal produziert der Körper „falsches“ TSH, das von den Zellen nicht erkannt wird. Meistens ist TSH jedoch bei einer SD-Unterfunktion erhöht. Hat er vielleicht eine Umweltbelastung? wenn er schon von einem Endokrinologen betreut wird, kann ich Ihnen auch keinen Rat geben. Es sei denn, Sie wollen mal einen Arzt für Naturheilkunde zu Rate ziehen, vielleicht finden Sie hier einen in der Nähe.
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammenbringt
http://www.naturheilbund.de/
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Alles Gute für Ihren Sohn!
Hallo,
ich bin 48 Jahre alt, und seit Februar 2009 habe ich nicht einen schmerzfreien Tag erlebt.
Alle Arztbesuche, Klinikaufenthalte, Bluttests, Mrt und Scanner haben nichts bedeutendes ergeben.
Auch 12 Wochen in der psychosomatischen Tagesklinik konnten mir meine Schmerzen nicht erleichtern oder meinen Schlaf bessern.
Im Januar 2013 wurde durch Zufall ein Hashimoto entdeckt. Ich nehme täglich 50 mg Thyroxin.
Ich bin am verzweifeln, denn meine Lebensqualität ist sehr gering.
Ich schlafe fast gar nicht mehr, immer nur 10 maximal 30 Minuten am Stück.
Dieser schlechte Schlaf und die Schmerzen saugen meinen Körper aus.
Hätten Sie eine Idee, was mir helfen könnte.
Vielen Dank im voraus, mit freundlichen Grüssen Myriam
Liebe Myriam,
das klingt ja schrecklich! Sie schreiben nicht, wo Sie überhaupt Schmerzen haben. Am besten suchen Sie sich einen Arzt für Naturheilverfahren, der auch nach Umweltbelastungen fahndet. Vielleicht haben Sie eine Schwermetallbelastung und Elektrosensibilität. Hier finden Sie vielleicht Therapeuten:
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Gute Besserung!
Guten Abend sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
ich bin sehr glücklich ihre Seite gefunden zu haben und ebenso über alle Beiträge die ich hier von Frauen gelesen habe, die mehr oder weniger die selben Gesundheitlichen Probleme, mit nicht zuhörenden Ärtzen,immer wieder nur die Betrachtung auf ein Organ gelegt wird und Unmengen von Körperlichen,Geistigen Alltagsstress, tausende Umweltreize sowie Ernährung unser sensibler Körper ausgesetzt ist und wir dadurch Krank werden..
Kein Arzt (Schulmedizinier) uns helfen kann bzw. will..das macht mich so wütend..Wissen sie was ich mir letzte Woche von meiner Ärtzin anhören durfte weil ich ein: „ich muss damit Leben“ Hinterfrage und nicht akzeptieren kann.. „ich wäre ja ein sehr schwieriger Patient“..Unglaublich..aber ich verstehe mittlerweile warum..
schön die Menschen mit Tabletten zustopfen,denn an gesunden Menschen verdient ja keine Pharmafirma und die Arztpraxen wären weniger voll..Logisch..
so genug Aufgeregt,dann gibt es glücklicherweise noch Mediziner wie sie Frau Prof.Dr.Gerhard die eben helfen wollen und noch wissen warum sie einmal Medizin studiert haben..Wunderbar =)..
Könnten sie mir einen Rat in meinem Fall geben..
Erkrankt bin ich letzten Sommer,da fingen die Symptome an,vom Dez.sind diese Werte:
TSH BASAL 2,41 µlU/ml
FT3 SERUM 4,8 pmol/l
FT4 SERUM 13,3 pmol/l
TRAK SERUM <1 lU/l
ANTITG SERUM 277,8 U/ml
ANTITPO SERUM 7108,0 U/ml
Anderes Labor hat auch getestet,hinzukommt:
Ferritrin-Mangel 24 µg/l
Ich bekomme 50mg BerltThyrox weil ich sehr schlimme Schweissausbrüche Nachts hatte,bin Sportlerin und hatte nicht mal mehr Lust Sport zu treiben,Starke Vergesslichkeit,Frieren,Schlafstörungen und GewebeProbleme sind meine Symptome..bin absolut von Homöopathie überzeugt und habe die Berlttyhrox abgesetzt weil nach einiger Zeit die Symptome zurück kamen (trotz normaler Schilddrüsenwerte) seit ca.3Wochen..ich habe ein sehr gutes Körpergefühl und denke was für den Körper gut oder schlecht ist,teilt er uns unbewusst mit,wenn wir darauf vertrauen..ich ernähre mich so gut wie Vegan ,kein Schweinefleisch,max. ein Rindersteak (Bio vom Bauern) in 2 Monaten..
könnten sie mir einen Rat geben u für welche Globolis käme ich in Frage?
Vielen Dank für Ihre Mühen..
Liebe Rosi,
Sie haben eine Autoimmunerkrankung und die muss ja eine Ursache haben! Warum spielt Ihr Immunsystem verrückt? Psyche, Stress, Umweltbelastung, Vitamin- und Mineralstoffmangel usw. Letzteres würde mich nicht wundern, da Sie ja vegan essen. Was ist mit Zink, Selen, Vitamin D, B12 usw?
Sie möchten ja gerne individuell behandelt werden und deshalb gibt es leider keine Globuli via Internet! Suchen Sie sich bitte einen Arzt für Naturheilverfahren und Homöopathie, der die wichtigsten Mangelerscheinungen und Umweltbelastungen abklärt. Nach der richtigen Substitution ist dann eine individuelle homöopathische Einzelmittelhomöopathie durch eingehende Anamneseerhebung möglich.
Viel Glück!
Liebe Frau Dr.Gerhard,
bei mir wurde schon vor Jahren Hashimoto diagnostiziert.
Doch trotz regelmäßiger und richtiger Tabletteneinnahme haben ich immer wieder mit den Symptomen zu kämpfen.
Die schlimmsten Symptomen sind davon die Unruhe. Ich bin immer schnell aufgeregt und hektisch und jetzt kommt noch hinzu, das ich ständig mit den Augen, der Nase und den Schultern zucke, es macht mich wahnsinnig.
Ich möchte das überhaupt nicht, aber es so ein Gefühl da, das mich was stört. Meine Tochter (11 Jahre ) hat auch Hashimoto und rollt auch ständig mit den Augen, sie sagt, es fühlt sich so an als ob was im Auge ist. Können Sie mir ein Rat geben, was man dagegen machen kann ? Weiterhin habe ich neuerdings Probleme mit der Haut, die Augenlider sind trocken und jucken, wie auch die Haut an den inneren Oberschenkeln. Ich habe zwar noch viel mehr Symptome, doch diese machen mich zur Zeit am meisten fertig. Deshalb wollte ich noch fragen, ist es überhaupt möglich, das Schilddrüsenhormon zu einzustellen, das man komplett oder zumindest teilweise Symptomfrei leben kann ? Es kann doch nicht sein, das diese Krankheit einen so fertig macht, vorallem da es ja auch jetzt meine Tochter betrifft, sie ist leider sehr oft genervt und gereizt und hat des öfteren Magen-Darm Beschwerden. Ich würde mich freuen, wenn sie mir meine Fragen beantworten könnten. Vielen lieben Dank.
Liebe Cindy,
das scheint mal wieder das alte Problem zu sein: Ihre Tochter und Sie haben Hashimoto, also eine Erkrankung des Immunsystems, und keiner fragt nach dem „warum“. Suchen Sie sich bitte einen Arzt für Naturheilkunde, der sich mal mit Ihrer Umwelt und möglichen krank machenden Faktoren beschäftigt, Ihrer Ernährung und möglichen Mangelerscheinungen. Nur an der Einstellung mit dem Schilddrüsenhormon können Ihre Beschwerden nicht liegen.
Viel Glück!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich (56, 66kg,172cm) nehme auf Empfehlung meines früheren Gynäkologen seit ca. 7 Jahren Angeliq und will nun kurzfristig zur BHT wechseln. Seit etwa 1 1/2 Jahren nehme ich nur noch eine halbe Tablette Angeliq und schleiche momentan immer weiter aus. Ich habe einen ziemlichen Abfall der Libido festgestellt und weiß nun, dass es das synthetische Progestin Drospirenon ist, dass solche Probleme macht. Nun habe ich mich sehr in das Thema BHT eingelesen und meine Gynäkologin möchte mir Estreva Creme und Progesteron oral (Urogest) geben.Ich nehme zur Zeit schon Progestogel und Oekolb Creme zusätzlich, um meine Scheidenschleimhaut auf Vordermann zu bringen und ein wenig auszugleichen.
Meine Frage: Ich lese im Netz und in den Büchern über Bioidentische Hormontherapie immer wieder von Empfehlungen eines vorherigen Hormontests.
Aber der Eine spricht vom Speicheltest wegen der freien Hormone, der Andere propagiert den Bluttest, der ja wohl nur die Gebundenen anzeigt und Wright sagt, nur der 24-Stunden-Urintest brächte die richtigen Werte.
Was ist nun richtig? Es ist sogar schwer, ein Labor für die verschiedenen Tests zu finden. Hatte diesbezüglich mit Dr. Bihlmaier vom Labor Dr. Riegel in Wiesbaden Kontakt.
Ich wäre dankbar, wenn sie diese Problematik klären könnten, denn solange nicht die echten Werte vorliegen, wäre alles ja nur ein Ausprobieren.
Meine Ärztin würde es ohne Bestimmung angehen, wenn ich das richtig verstanden habe.
Herzlichen Dank und freundliche Grüße
Connie
Liebe Connie,
ja, das ist alles etwas verwirrend. In diesem Artikel erklärt Ihnen meine Kollegin Dr. Faust-Albrecht, warum sie die Blutuntersuchung bevorzugt: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/progesteron-das-hormon-der-weisheit-richtig-einsetzen/ Ich selber habe nur Erfahrungen mit der Bestimmung aus dem Blut, was ich Ihnen auch empfehlen würde. Ich denke mal, die Bestimmung aus dem Speichel ist ein Geschäftsmodell, wenn Frauen sich selber behandeln wollen. Davon halte ich nichts, denn jede Frau sollte die hormonelle Therapie, welche auch immer, in Zusammenarbeit mit einem Arzt vornehmen. Die Hormonbestimmung aus dem Blut wird von jedem größeren Labor gemacht und ist nach Indikation durch den Arzt auch von den Krankenkassen erstattungsfähig.
Viele Grüße!