Gesunde Ernährung muss nicht schwierig sein, sie muss kein „rotes Tuch“ sein. Jeder kann sich individuell nach der Methode Ess Kultur Pur abwechslungs- und energiereich ernähren.

Diese Ernährung bringt in Ordnung © AntonLozovoy, deposit

Was tun wir nicht alles, um Vitalität, körperliche Beweglichkeit, geistige Fitness und Gesundheit zu erhalten oder zurück zu holen? Therapien, Fitness-Studio oder Yoga, Nahrungsergänzung, vielleicht sogar Medikamente – oft gut und richtig. Aber das Element, das Dich tagtäglich 3-5 x neu formt und mehr beeinflusst als alles, was Du an Pillen je einwerfen könntest, das ist das, was Du auf dem Teller hast!

Bei der Ernährung allerdings, die mit großer Wahrscheinlichkeit unser stärkster Hebel ist – oder sein könnte – haben die meisten Menschen scheinbar kapituliert. Da gibt es Heißhunger, zu unregelmäßiges essen, zu wenig frisches Gemüse und/oder Obst, zu viel Fleisch, zu viel Zucker, zu viel Kohlenhydrate, zu viel Kaffee, zu viel Fertiglebensmittel oder sogar Fastfood. Das ist heute alles ganz normal. Mit einer an Magie grenzenden Selbstverständlichkeit scheint unsere Ernährung etwas zu sein, was letztlich außerhalb unseres Einflussbereiches liegt. Wir machen es so gut, wie wir halt können – aber wir können es halt nicht besser.

Das rote Tuch „gesunde Ernährung“

Bisweilen ist es sogar ein rotes Tuch: manche Patienten wollen am liebsten in Ruhe gelassen werden mit ihrer Ernährung – aber bitteschön doch ihre Symptome loswerden. Das ist eine nicht ganz seltene Kombination, die nachvollziehbar ist, aber bedauerlicherweise nicht funktioniert. Doch warum sind wir so „eigen“, wenn es um die Ernährung geht? Nun – Ernährung ist zutiefst persönlich: da wird etwas zuvor Äußeres ein Teil von uns, damit bilden wir förmlich jeden Tag neu unsere Identität. Alte Gewohnheiten haben dabei die Eigendynamik, auch wider besseres Wissen fortgesetzt werden zu wollen. Das ist erstmal ganz normal.

Menschen kapitulieren daher nicht selten vor den ihnen selbst bewussten Defiziten ihrer Ernährungsgewohnheiten mit ebenso großer Selbstverständlichkeit wie vor ihren Symptomen von Vitalitätsmangel, Schmerzen in Gelenken und Muskeln, Migräne, Bluthochdruck, chronischen Entzündungen oder chronischen degenerativen oder gar destruktiven Erkrankungen.

Leider immer noch allzu oft wird diese resignierte Haltung auch bestärkt von Seiten mancher medizinischer Fachleute, die auf die schüchterne Frage: „Kann man da mit der Ernährung was machen?“ ein glattes Nein zurückgeben.

Da müsste doch was gehen!

Intuitiv weiß aber nahezu jeder Mensch, dass das nicht stimmt. Wenn auch keine klare Idee da ist, wie man es richtig machen könnte und wie man aus den Bahnen der alten Fehler rauskommt, ist doch ein klares Bewusstsein darüber da, DASS da was gehen müsste, wenn man eben nur wüsste, wie. In 25 Jahren Arbeit mit Patienten am Thema ihrer Ernährung ist mir daher auch nahezu niemand begegnet, der mit seiner/ihrer Ernährung 100 %-ig zufrieden ist.

Viele Menschen durchbrechen ihre Unzufriedenheit mit Episoden von „Kuren“ aller Art. Ein paar Wochen low carb, ein paar Wochen vegan, ein paar Wochen Smoothies, ein Basenfasten oder im besten Fall einmal im Jahr 7-10 Tage Heilfasten, das ist alles soweit gut und richtig. Aber für die meisten Menschen auf Dauer keine Option. Und wer nach einer solchen Episode in seine vormalige „Normalkost“ zurückkehrt, sieht oft binnen Wochen die Fortschritte der Kurperiode wieder dahinschwinden wie Schnee vor der Sonne.

Das hat mich motiviert

Durch gesunde Ernährung in Ordnung kommen

Anne Lohmann mit Gemüsekorb ©Catja Vedder

Als ich mit Mitte zwanzig zu Beginn meiner selbständigen Arbeit als Heilpraktikerin begann, im Rahmen des Erstgesprächs nach der Ernährung meiner Patienten zu fragen, hat mich diese Aufgabenstellung von Anfang an fasziniert. Ich habe einfach gespürt, dass letztlich all meine naturheilkundliche Arbeit unterminiert wird, wenn es mir nicht gelingt, meinen Patienten eine Form der Ernährung an die Hand zu geben, die sie wirklich nährt – und die auf Dauer funktioniert.

In den seither über 25 Jahren von Gruppen- und Einzelarbeit mit weit über tausend Patienten und Kursteilnehmern hatte ich Gelegenheit, mit Menschen aller Alters- und Berufsgruppen, aller Nationalität und Familiensituation zu erproben, was geht und was nicht geht. Hinzu kam das Studium der Fachliteratur, Ausbildungen im In- und Ausland und ein nimmermüdes Selbststudium von vielen der großen Ernährungs-Trends aus Vergangenheit und Gegenwart. Alles zusammen war mir Quelle und Inspiration auf dem Weg, ein für alle gültiges, verbindendes Prinzip einer gelingenden Ernährung herauszukristallisieren. Mein persönliches AHA-Erlebnis war dabei die Erkenntnis:

Ernährung ordnen ist besser als weglassen

Das mag zunächst einer kurzen Erklärung bedürfen. Es fällt doch auf: nahezu jeder, der heute etwas „für seine Ernährung tun“ will, entscheidet sich für eine der Ernährungsformen, die mit dem Prinzip des Weglassens arbeiten. Low carb lässt z.B. die Kohlenhydrate weg, vegetarisch und vegan die tierischen Produkte, Ayurveda-Ernährung lässt weitgehend die Rohkost weg, hingegen Rohköstler lassen die Kochkost weg, Smoothie-Trinker lassen feste Nahrung weg, Basenfaster lassen außer Gemüse fast alles weg, usw… Das wirft die Frage auf: Ist das Weglassen wirklich der einzige Weg, der uns in einen stimmigen Ernährungskosmos hineinführt? Ich meine: Nein.

„Weglass-Diäten“ können auf Dauer krank machen

Das hat mehrere Gründe.

Grund Nummer eins: Mangel an wichtigen Mikronährstoffen

Tortellini ©Anne Lohmann

Jedes echte Lebensmittel ist ein überfließender Quell nährender Wirk- und Inhaltsstoffe. Schließen wir eine ganze Gruppe der echten Lebensmittel grundsätzlich aus unserer Ernährung aus – und das über lange Zeit – kann es sein, dass wir unseren Stoffwechsel langsam und unbemerkt in eine Mangelsituation hineinbewegen. Auch die Fähigkeit unseres Körpers, alle echten Lebensmittel überhaupt mit „gutem Bauchgefühl“ verarbeiten zu können, leidet, wenn wir lange Zeit bestimmte Lebensmittel grundsätzlich ausschließen.

Wer z.B. nie Rohkost isst, kann sie schließlich auch nicht mehr gut vertragen. Wer lange keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, kann auf die nächste Kartoffel mit Bauchschmerzen reagieren. Wer Getreide nur als Gebäck kennt, kann von einer Portion gedünsteter Dinkelkörner erstmal überfordert sein! Wer nie Milchsaures gegessen hat, wird darauf beim ersten Mal vermutlich mit Blähungen reagieren.

Die Vegetarier und Veganer unter den „Weglassern“ gehen noch den sinnvollsten Weg, da sie bewusst tierisches Eiweiß und tierisches Fett minimieren. Und das mit berechtigt gutem Gewissen! Doch wenn das für Dich keine oder auch jedenfalls nicht ständig Deine Option ist, gilt es auch da, Wege zu finden, sowohl der Ethik als auch dem Bedürfnis von Körper und Seele sinnvoll gerecht zu werden. Also eben auch hier zu ordnen, statt wegzulassen.

Essen ist also in hohem Maße Gewohnheit – und übrigens auch Training für den Organismus. Wer aus einem zu engen Spektrum wählt, reduziert seine Fähigkeiten zur Verarbeitung mit der Zeit immer mehr. Besonders eklatant wird das bei all jenen, bei denen sich schon Nahrungsmittelunverträglichkeiten eingestellt haben und wo infolge dessen das Spektrum der noch verträglichen Lebensmittel immer kleiner wird. Da macht es Sinn, einen anderen Weg zu suchen, statt einfach immer mehr Optionen nur wegzulassen.

Evolutionär macht nämlich durchaus Sinn, dass wir uns aus einem breiten Spektrum der natürlichen Lebensmittel zu bedienen wissen und sie mit unserem Körper auch entspannt verarbeiten können. Die modernen Weglass-Diäten aller Art führen uns da eher in die Enge als in die Weite.

Grund Nummer zwei: Mangel an Lebensenergie

Gesunde Ernährung mit natürlichen Lebensmitteln

Zucchinirollen ©Anne Lohmann

Jedes Lebensmittel ist überdies ein Quell einer ganz spezifischen Lebensenergie: ein Bärlauch vermittelt uns eine andere Qualität als eine Gurke, eine Zitrone trägt eine andere Information als eine Hagebutte. Mit unserer Nahrung nehmen wir weit mehr als nur Inhaltsstoffe auf – wir verbinden uns mit Prinzipien der belebten Natur, deren Lebenskraft sich dabei unserer eigenen Lebenskraft hinzufügt – und die unsrige ordnet und aufrechterhält.

Jeder kennt das intuitiv – wir greifen nach dem frischen Salat, nicht nach dem alten. Nicht weil der frische mehr Wasser enthält (das tut er auch), sondern weil seine optische Frische ein Vorgriff auf die Frische und Vitalität ist, die er uns schenkt, wenn wir ihn verzehren! Außerdem bringt jedes Lebensmittel auch seelische Qualitäten mit, die gleichsam auf uns „abfärben“.

So wie ein Kürbis uns tendenziell zufrieden macht, wird Pfeffer uns Feuer unter dem Hintern machen oder eine Gurke uns runterkühlen. Es lohnt sich, unser Essen nicht mehr nur nach Wirkstoffen aufzufassen, sondern sich mit den alten Traditionen aller großer Ernährungslehren zu verbinden, die noch wussten, dass „unsere Nahrungsmittel unsere Heilmittel sind“. (Hippokrates von Kos, 400 v. Chr.)

Wenn ich also heute meine Patienten anleite, „zu ordnen, statt wegzulassen“, so ist das der kleinste gemeinsame Nenner des Ess Kultur Pur Prinzips der Lebensmittelharmonie. Wir dürfen dabei von den echten – natürlichen – Lebensmitteln prinzipiell alle essen, nur nicht mehr alle gleichzeitig. Und wir lernen, welche Lebensmittel welchen Effekt auf uns haben.

Wirkungen der Ernährung auf uns

  • Da gibt es zum Beispiel Lebensmittel, die uns vor allem vital und geschmeidig machen. Sie brauchen wir, wenn die Alterssteifigkeit langsam nach uns greift. Oder wenn wir ständig unter einem Energiedefizit leiden.
  • Da gibt es Lebensmittel, die unsere körperlichen Erneuerungsprozesse positiv beeinflussen. Sie brauchen wir, wenn wir in Alltag oder Sport mehr Kraft und Ausdauer zur Verfügung haben wollen. Oder wenn wir Abbauzeichen an uns bemerken, z.B. an Haut oder Gelenken.
  • Und da gibt es Lebensmittel, die uns kurz- und mittelfristig Energiereserven zur Verfügung stellen, sei es für eine kurzfristige körperliche Höchstleistung, für einen anstrengenden Job oder für eine Phase höchster Konzentration.

Erst wenn wir wieder Bewusstsein dafür entwickelt haben, dass Ernährung nicht nur etwas ist, was uns vollstopft und satt macht, sondern was uns in jeder Hinsicht formt, prägt und antreibt, können wir von Tag zu Tag so essen, wie es unsere aktuelle Situation erfordert. Wir verlassen das Zufallsprinzip, das uns bislang nur nach dem greifen ließ, was grade in Kühlschrank oder Supermarkt so vorzufinden war.

Und stattdessen wählen wir für uns oder unsere Familien genau das, was wir für Körper, Seele und Geist grade brauchen. Wer viel friert braucht andere Kost, als wer viel schwitzt. Wer überarbeitet ist, braucht andere Kost, als wer zu Hyperaktivität neigt. Wer Kummer hat, braucht was anderes zu essen, als jemand, der grade high on life ist.

Lernen wir, unser Essen wieder zu lieben

Rohkosttorte mit Pflaumen ©Anne Lohmann

– weil es uns nährt, weil es uns 3-5 x täglich neu für unser Leben ausstaffiert mit wirklich allem, was wir zum Leben brauchen. Dieser kundige Umgang mit dem alltäglichen Essen ist dabei überraschend einfach. Ehrlich gesagt ist es nur das, was wir seit Anbeginn der Evolution immer schon gemacht haben. Nur leben wir heute in einem solchen Überangebot, dass wir zum ersten Mal seit Menschengedenken tatsächlich einen kurzen Augenblick des Nachdenkens brauchen, um es wieder bewusst „richtig“ machen zu können.

Hier ist nicht der Ort, um zu beschreiben, welche signifikanten Veränderungen Menschen erleben, wenn sie die natürliche Ordnung ihrer Nahrungsmittel wieder entdeckt haben. Zusammenfassen könnte man es vielleicht am ehesten so: es gibt von jedem Menschen so etwas wie einen natürlichen „Bauplan“, ein Prinzip wie wir eigentlich gedacht sind, wenn wir unseren Körper seinen Voraussetzungen entsprechend bedienen.

  • Jedes Musikinstrument will so bedient werden, wie es gebaut ist.
  • Das gilt auch für unseren Organismus.

Diesem Urmuster unserer selbst nähern wir uns mit einer stimmigen Ernährung bestmöglich wieder an. Jede/r von da, wo er/sie herkommt. Jede/r so weit, wie er/sie gehen will. Und nicht erst das Ziel zählt, sondern jeder Schritt in die richtige Richtung lohnt sich spürbar.

Erste Ergebnisse aus der Umstellung auf die Lebensmittelharmonie sind i.d.R. schon nach einer Woche Anwendung sichtbar und spürbar. Spätestens wenn Gehörtes oder Gelesenes zur persönlichen Erfahrung wird, wird für Jede*n deutlich, dass die Ressource Essen in jeder Hinsicht unsere Aufmerksamkeit wert ist.

Weitere Informationen

Das Buch: Ess Kultur Pur. Wie uns die Lebensmittelharmonie „in Ordnung“ bringt.

Von Anne Lohmann

Ernährungs-Buch: Ess Kultur PurIn 2018 ist im „Verlag Gesunde Entwicklung“ in Bad Sobernheim das Buch zum Prinzip der Ess Kultur Pur erschienen: Es ist Nachschlagewerk und Inspirationsquelle zugleich.

Im Unterschied zu den allgemein bekannten Weglass-Ernährungsformen der Gegenwart setzt das Konzept  ESS KULTUR PUR auf das Ordnen der Nahrung (im Sinne unserer Biologie und unserer Evolution), statt auf das Weglassen. Wie von selbst ergeben sich dadurch neue Schwerpunkte: eine starke Integration pflanzenbasierter Anteile, die Auswahl der richtigen Öle und Fette, eine – wenn gewünscht – maßvolle Integration von Fleisch und Fisch, Eiern und Milch aus ethisch vertretbaren Quellen.

Der Leser lernt nebenbei, welche Wirkung Nahrungsmittel – auch jenseits ihrer Inhaltsstoffe – auf Körper, Geist und Seele und auf unser Essverhalten haben. Die Effekte der Lebensmittelharmonie überraschen: ohne grundsätzlichen Verzicht stellen sich Erfolge ein, die dokumentieren, dass schon die Erhöhung der Ordnung und der Achtsamkeit gegenüber dem, was uns nährt, das Zünglein an der Waage zur gewünschten Veränderung ist.

Der Newsletter für aktuelle Impulse

Wer noch ein bisschen Anlaufzeit braucht oder die Idee erstmal „parken“ will für einen passenderen Zeitpunkt, kann sich über den Ess Kultur Pur Newsletter, das Grüne Licht, ankoppeln an viele wertvolle Alltagsimpulse zur Lebensmittelharmonie, die im 1-2 wöchigen Rhythmus kostenlos versandt werden.

Ess Kultur Pur Online Kurse  

Und wer entschlossen zur Veränderung ist und direkt loslegen will, dem bietet sich eine sehr persönliche und pragmatische Anleitung zum Erlernen der Lebensmittelharmonie in Form des Ess Kultur Pur Online Kurses. In interaktiver Form erschließt er das Grundwissen zur Lebensmittelharmonie als Online Training in 26 Lektionen à 20 Minuten quasi für den „Hausgebrauch“.

ESS KULTUR PUR CHALLENGE

Für alle, die begleitete Veränderung bevorzugen, beginnt im April erstmals online eine Ess Kultur Pur Challenge mit wöchentlicher live Unterstützung und Austausch in kleinen Gruppen. Diese Challenge wird grade bestmöglich auf die Bedürfnisse der Teilnehmer optimiert. Wer sich jetzt die zwei Minuten Zeit nimmt, um an der UMFRAGE dafür teilzunehmen, erhält als Dankeschön einen 50 Euro Rabatt Gutschein auf den Challenge Start. 

Über die Autorin

Anne Lohmann ist seit 1995 Heilpraktikerin, sie ist Buchautorin und Begründerin des Ernährungskonzepts ESS KULTUR PUR. In bislang weit über 1.000 Seminarabenden und Vorträgen wie auch in Einzelcoachings vermittelt sie die Grundlagen der Lebensmittelharmonie  – einer guten Ordnung unserer Nahrung im Sinne unserer Biologie und Evolution.

Kontakt

Anne Lohmann – Heilpraktikerin
Tannenweg 35 a
50374 Erftstadt Liblar
T: 02235/98823-54
F: 02235/98823-53
info@annelohmann.com
www.annelohmann.com

Kommentar der Redaktion

Als ich Anfang September einen Newsletter an über 3.000 Abonnenten meines Netzwerkes verschickte, stellte ich die Frage: Welche der folgenden Artikel interessiert Sie am meisten, und welchen wollen Sie als nächsten auf meiner Webseite lesen?

1.Düfte aus der Natur-Einführung in die Welt ätherischer Öle
2. Warum (nur) Dein Essen Dich „in Ordnung“ bringt
3. Resilienz & Heilstein-Rituale: Entspannen in der Coronakrise
4. Lasst uns von der modernen Zen-Homöopathie in Japan lernen
5. Progesteron – Das neue Wunderhormon?
6. Risiken von Brustimplantaten erkennen und behandeln

Was glauben Sie, wer das Rennen gemacht hat? Die Nummer 2 mit dem Essen lag mit über 70% der Nennungen am weitesten vorn. Das hat mich sehr überrascht, denn ich war davon ausgegangen, dass es sowohl auf meiner Webseite als auch im Internet und im Buchhandel so viele Informationen zur Ernährung gibt, dass eigentlich für jeden etwas dabei sein müsste, dass jeder mit Wissen „abgesättigt“ sein dürfte. (Nur am Rande: aus aktuellen Gründen konnte ich die von Ihnen gewünschte Reihenfolge nicht einhalten).

Aber vielleicht liegt gerade hier das Problem: es wird viel Wissen angeboten, aber irgendwie hapert es dann doch mit der Durchführung. Zudem erweitert sich ständig unser Wissenshorizont. Was gestern noch als gesunde Ernährung propagiert wurde, kann morgen schon wieder falsch sein. Auch unser Körper und unsere Bedürfnisse verändern sich ständig. Manche Diäten erfordern das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel und verlangen damit viel Disziplin. Viele Menschen finden sich in diesem Ernährungs-Dschungel nicht zurecht und bleiben dann lieber bei der „schnellen Küche“.

Angeregt durch diese Überlegungen bin ich meine eigene Ernährungsgeschichte durchgegangen, die in der Zeitschrift für Therapeuten „OM und Ernährung“ 173/2020 publiziert wurde. Wenn ich mir meinen Ernährungs-Lebenslauf anschaue, frage ich mich, was ist eigentlich in welcher Lebensphase und für welchen Menschen richtig? Übertreiben wir es vielleicht mit unseren vielfältigen Vorschlägen? Wie hätte ich mir gewünscht, dass ich schon viel früher in meinem Leben gesagt bekommen hätte, welche Ernährung gut für mich ist, und vor allen Dingen, wie ich sie meinen Lebensverhältnissen anpassen kann.

Dank Internet und meinen Kontakten durch das Netzwerk Frauengesundheit habe ich kürzlich Anne Lohmann kennengelernt, die das Ernährungskonzept „Ess Kultur Pur“ entwickelt hat. Sie nennt es „Das Ess Kultur Pur Konzept zur Lebensmittelharmonie“. Ziel dieser Methode ist es, Lebensmittel so individuell zu kombinieren, dass für jeden Menschen in jeder Situation die optimale Kraft daraus geschöpft werden kann. Die Teilnehmer werden an die Hand genommen, entwickeln ihr eigenes Bauchgefühl und können in wenigen Wochen ihr eigenes Ernährungskonzept verfolgen. Es lohnt sich wirklich, sich damit zu beschäftigen.

Und welche Erfahrungen haben Sie mit verschiedenen Ernährungsformen gemacht? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar!

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