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Adipositas ist kein Lifestyle-Problem

Von | 18. November 2017 – 23:29 3.707 AufrufeDrucken

Adipositas führt zu Folgeerkrankungen. Wenn konservative Therapien zur Gewichtsreduktion fehlschlagen, fördern moderne OPs Lebensqualität und Lebenserwartung.

Chiara mit Sohn

In Deutschland hat die Adipositas in den vergangenen Jahren stark zugenommen, bereits 25% der Erwachsenen haben einen Body-Mass-Index (BMI) über 30 kg/m². Inzwischen geht man davon aus, dass 1,6 Mio Bundesbürger an einer besonders gravierenden Fettsucht leiden (BMI über 40 kg/m²), die zu einer Vielzahl von Folgeerkrankungen führt, wie bspw. Bluthochdruck, Diabetes, Krebserkrankungen. Diese tragen zu einer deutlich verkürzten Lebenserwartung bei. In diesem Webmagazin wurden Ihnen bereits viele Veränderungen des Lebensstils vorgestellt, mit denen Sie dauerhaft Ihr Gewicht kontrollieren können: verschiedene Ernährungsschulen, Bewegungssteigerung, mentale Methoden. Bei Vielen versagen jedoch die bekannten konservativen Therapien zur Gewichtsreduktion. Bei gravierender Fettsucht stellen die modernen Operationen mit der „Schlüsselloch-Technik“ einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung dar.

Was ist Adipositas?

Adipositas, auch Fettsucht oder Fettleibigkeit genannt, ist die über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes. Dabei wird die Adipositas von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Erkrankung bezeichnet und nach dem Body-Mass-Index (Körpergewicht in Kilogramm/Körpergröße in Meter zum Quadrat) in drei Schweregrade eingeteilt. Wie aus der Tabelle ersichtlich, erfolgt eine Unterscheidung zwischen Übergewicht und Adipositas (Fettsucht).

Häufigkeit der Adipositas

Dabei nimmt die Erkrankung Adipositas weltweit rapide zu. Vielfach wird in diesem Zusammenhang bereits von einer Pandemie gesprochen. In Deutschland leiden bereits 25% an einer Adipositas. Hiervon haben 2% eine drittgradige Adipositas, also über 1,6 Mio. Bundesbürger leiden an einer besonders gravierenden Fettsucht.

Regionale Entwicklung der Adipositas von 1974 bis 2014 (aus: NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) (2016) Trends in adult body-mass index in 200 countries from 1975 to 2014: a pooled analysis of 1698 population-based measurement studies with 19.2 million participants. Lancet387:1377–1396)

 

Begleiterkrankungen der Adipositas

Dabei ist die Adipositas mit einer Vielfalt von Begleit- bzw. Folgeerkrankungen vergesellschaftet.

Körperliche Begleiterkrankungen der Adipositas

Allen voran sind der Bluthochdruck, der Diabetes mellitus Typ 2, und Krebserkrankungen zu erwähnen.

Bei der Frau ist die Unfruchtbarkeit aufgrund eines Polyzystischen Ovarsyndroms (PCOS) häufig. Hierbei leiden 60 % aller PCOS-Patientinnen an einer Adipositas.

Aber auch eine Vielzahl von orthopädischen Problemen, Herz-Kreislauferkrankungen und Atemwegserkrankungen kommen typischerweise vor.

Diese Mannigfaltigkeit von Folgeerkrankungen führt letztendlich zu einer deutlich verkürzten Lebenserwartung. Bei einem BMI von > 35 kg/m² ist die Lebenserwartung um bis zu 4 Jahre und bei einem BMI von > 40 kg/m² um bis zu 10 Jahre reduziert.

Erhöhtes Risiko in der Entstehung von adipositas-assoziierten Folgeerkrankungen (modifiziert nach: Obesity: preventing and managing the global epidemic. Report of the WHO consultation. 2000)

Psychische Begleiterkrankungen der Adipositas

Aber nicht nur körperliche Erkrankungen treten mit zunehmendem Körpergewicht auf. Häufig leiden die Betroffenen auch unter seelischen Problemen. Hierbei findet sich nicht selten eine sogenannte sekundäre Depression, also eine Depression als Folge der Adipositas. Ein wesentlicher Grund für seelische Probleme ist die Stigmatisierung der Betroffenen in unserer Gesellschaft. Nachgewiesenermaßen findet diese Diskriminierung in einem hohen Maße sowohl im Privat- als auch im Berufsleben statt.

Ungleichbehandlung der Adipösen im Gesundheitssystem

Dramatischerweise treten solche Vorurteile sogar in den Institutionen unseres Gesundheitssystems auf, wie zum Beispiel bei den Krankenkassen, in Arztpraxen und im Krankenhaus.

Diese Ungleichbehandlung betrifft insbesondere die Finanzierung der Adipositastherapie, denn oftmals stehen nur teure, kommerzielle Abnehmprogramme zur Verfügung. Oder die Kostenübernahme einer notwendigen operativen Therapie der Adipositas wird durch den Versicherungsträger nicht genehmigt. Aber auch in der direkten Krankenversorgung im ambulanten und stationären Bereich werden Adipöse immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert.

Welche Therapiemöglichkeiten haben wir?

Wir unterscheiden zum einen die sogenannte konservative Therapie und zum anderen die operative Therapie. Nach der in Deutschland aktuell gültigen Leitlinie ist eine operative Behandlung erst in Betracht zu ziehen, wenn eine konservative Therapie keinen ausreichenden Erfolg zeigte.

Nicht-operative Therapie der Adipositas

Diese nicht-operative Therapie besteht regelhaft aus den drei Säulen: Ernährungs-, Verhaltens- und Bewegungstherapie. Die Behandlung sollte mindestens 6 Monate unter qualifizierter Anleitung durchgeführt werden. Dabei ist bei einem BMI von >35 kg/m² ein Gewichtsverlust von über 10% und bei einem BMI >40 kg/m² ein Gewichtsverlust von >20% gefordert, damit von einer erfolgreichen konservativen Therapie gesprochen werden kann.

Bei Scheitern dieser konservativen Therapie ist bei einem BMI >35 kg/m² mit gleichzeitig bestehenden gravierenden Begleiterkrankungen (wie zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 oder PCOS) oder einem BMI >40 kg/m² eine operative Therapie angezeigt.

Operative Therapie der Adipositas

Diese sogenannte bariatrische Operation (griechisch baros: Schwere, Gewicht) ist oftmals die einzige Möglichkeit, eine effektive sowie anhaltende Gewichtsreduktion und Besserung der Begleiterkrankungen zu erreichen. Diese Tatsache wird mittlerweile von einer Vielzahl internationaler Studien eindrucksvoll belegt. Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Folgeerkrankungen zu einem hohen Prozentsatz zurückbilden oder zumindest deutlich gebessert werden.

Voruntersuchungen

Vor einer Operation müssen aber immer gewisse gesundheitliche Zustände ausgeschlossen werden, die eine operative Therapie verbieten (sogenannte Kontraindikationen). Hierbei ist zum Beispiel eine Suchterkrankung oder eine unbehandelte hormonelle Erkrankung auszuschließen. Diese Untersuchungen vor einer möglichen Operation beinhalten also immer eine psychologische und eine endokrinologische (hormonelle) Begutachtung. Des Weiteren findet eine Magenspiegelung statt, um auch hier Erkrankungen auszuschließen, die ggf. einer Vorbehandlung bedürfen.

Vorbereitende Phase

Ebenso sollte dem operativen Eingriff immer eine vorbereitende Phase vorausgehen, in der der Patient eingehend über den operativen Eingriff aufgeklärt und ernährungstherapeutisch geschult wird. Auch eine Verhaltenstherapie und eine Bewegungstherapie sind vor einer Operation oftmals hilfreich und sinnvoll. Ziel dieser vorbereitenden Maßnahme ist die Überprüfung der Eignung des jeweiligen Patienten für die vorgesehene Operation und die Steigerung der Patientenkompetenz, welche eine maßgebliche Rolle für den Erfolg eines bariatrischen Eingriffs ist.

OP-Techniken

Schlauchmagen

Mittlerweile existieren viele unterschiedliche OP-Techniken, welche aber alle regelhaft minimal-invasiv („Schlüsselloch-Technik“) durchgeführt werden. Das operative Risiko dieser Operationen ist in spezialisierten Zentren ähnlich dem einer Gallenblasenentfernung. Das vielfach erwähnte Magenband kommt aufgrund der schlechteren Ergebnisse nur noch selten zur Anwendung. Weltweit werden der sogenannte Roux-en-Y Magenbypass und die Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagenbildung) am häufigsten durchgeführt.

Weiter kommen auch andere Bypass-Varianten zur Anwendung, welche zum einen unterschiedlich starke Erfolge aber auch unterschiedlich häufig auftretende Nebenwirkungen zeigen. Allgemein kann man sagen, dass, je aufwendiger der Eingriff ist, desto wirkungsvoller auch der therapeutische Effekt ist. Allerdings treten mögliche Nebenwirkungen ebenfalls häufiger auf.

Langzeit-Nebenwirkungen der operativen Adipositas-Therapie

Diese Nebenwirkungen betreffen vornehmlich die eingeschränkte Aufnahme von verschiedenen Mikro- und Makronährstoffen, wie Eiweiß, Eisen, Calcium und verschiedene Vitamine. Diese müssen dann in unterschiedlicher Dosierung nach einer Operation eingenommen werden, um die Ausbildung von Mangelerscheinungen zu verhindern. An unserem Adipositaszentrum in der Wolfartklinik wird bereits lange vor einer möglichen Operation eine ausführliche Blutuntersuchung durchgeführt, da häufig bereits bei der Erstvorstellung Mangelsituationen vorliegen, welche dann ausgeglichen werden können.

Die Möglichkeit, dass Mangelsituationen nach einer bariatrischen Operation auftreten können, macht eine langfristige (lebenslange) Nachsorge notwendig, welche ebenso an unserem Zentrum angeboten wird. Aufgrund dieser Nachsorge ist eine gravierende Mangelsituation nach einer bariatrischen Operation selten.

Wie wirken bariatrische Operationen?

vor OP

nach OP

Traditionell wird zwischen restriktiven und malabsorptiven Eingriffen unterschieden. Vereinfacht bedeutet dies, dass entweder ein schnelleres Sättigungsgefühl durch eine Magenverkleinerung erreicht wird (Restriktion) oder durch einen Darm-Bypass weniger Nahrung aufgenommen wird (Malabsorption). Auch eine Kombination beider Prinzipien ist möglich.

Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass die positive Wirkung auf die Gesundheit nach einer Operation allein durch die Gewichtsreduktion erreicht wird. Diese Prinzipien (Restriktion und Malabsorption) erklären aber zum Beispiel nicht die Tatsache, dass Diabetespatienten bereits wenige Tage nach einer bariatrischen Operation eine Normalisierung ihres Blutzuckerspiegels erfahren.

Mittlerweile wissen wir, dass durch die Operation unterschiedliche Veränderungen des Hormonstoffwechsels im Bereich des Magendarmtraktes stattfinden, welche sich wiederum positiv auf den Zuckerstoffwechsel auswirken. Auch werden durch diese veränderten Hormonspiegel Sättigungsgefühle verstärkt, sowie Hungergefühle herabgesetzt. Nachgewiesenermaßen ändert sich nach einer bariatrischen Operation auch die Darmflora (Mikrobiom), wobei sich positive Veränderungen insbesondere in der Vielfalt der Mikroorganismen zeigen.

Diese Effekte der bariatrischen Operation führten zu dem Begriff der Metabolischen Chirurgie, also dem operativen Eingriff mit direktem Einfluss auf den Stoffwechsel.

Was ist ein zertifiziertes Adipositaszentrum?

Mit der Vorstellung in einem zertifizierten Zentrum haben Patienten u.a. die Sicherheit, dass leitliniengerecht therapiert und operiert wird. Eine Leitlinie wird in Deutschland von Experten unterschiedlicher Fachrichtungen für verschiedene Erkrankungen entwickelt, welche sich immer an dem aktuellen Stand der Wissenschaft orientiert. Auch wenn eine Leitlinie rechtlich nicht bindend ist, gibt sie doch maßgeblich die Behandlung einer bestimmten Erkrankung vor.

In Deutschland werden Adipositaszentren durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) http://www.dgav.de/ zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung müssen hohe Qualitätsstandards nachgewiesen werden. Dies beinhaltet zum Beispiel die Prüfung der geeigneten Ausrüstung des Krankenhauses, der Qualifikation der Operateure, die Komplikationsrate, die OP-Anzahl und die Durchführung der Nachsorge.

Dies ermöglicht letztendlich eine hohe Therapiequalität und Patientensicherheit.

Zusammenfassung

  • Adipositas ist eine gravierende, lebenszeitverkürzende Erkrankung und keine Lifestyle-Erkrankung.
  • Betroffene sollten sich zur Behandlung der Adipositas in einem hierfür spezialisierten Zentrum vorstellen.
  • Insbesondere für eine Operation ist die Vorstellung in einem zertifizierten Zentrum dringend angeraten.
  • Es gibt keine Operation, die immer für alle Betroffenen die richtige Wahl ist. Vielmehr sollte sich der Patient mit seinem behandelnden Chirurgen beraten und sich die Vor- und Nachteile der jeweiligen OP-Methode erklären lassen, um den für ihn passenden Weg zu finden.
  • Die lebenslange Nachsorge nach stattgefundener Operation ist unabdingbar.

Über die Autoren

PD Dr. Meyer und Dr. Son

Dr. med. Min-Seop Son studierte Humanmedizin an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Die Facharztausbildung erfolgte in der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Bonner St. Marienhospital. 2010 wurde Dr. Son zum Oberarzt in der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Johanniter-Krankenhaus Bonn ernannt. Seitdem leitete er dort oberärztlich die Adipositaschirurgie. Außerdem erfolgte 2013 die Ernennung zum Leitenden Oberarzt der Abteilung. Ende 2015 begann Dr. Son seine Tätigkeit als Leitender Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Adipositaschirurgie der WolfartKlinik, München-Gräfelfing.

Priv. Doz. Dr. Günther Meyer: Nach dem Studium an der LMU München folgten Jahre an der Universitätsklinik in Lübeck, der Thoraxklinik in Heidelberg-Rohrbach und dem Klinikum Großhadern in München. Ab 2002 etablierte Herr PD Dr. Meyer die Adipositaschirurgie in der Chirurgischen Klinik München-Bogenhausen. Seit 2010 ist Herr PD Dr. Meyer der Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Adipositaschirurgie der WolfartKlinik, München-Gräfelfing.

Kontakt

Dr. med. Min-Seop Son, PD Dr. med. Günther Meyer
Zentrum für Adipositas- und Metabolische Chirurgie,
WolfartKlinik, München-Gräfelfing
Ruffiniallee 17
82166 Gräfelfing
Tel: 089 8587-4925
Fax: 089 8587-209
info@adipositas-muenchen.de
http://www.wolfartklinik.de/

Buchvorstellung von der Redaktion

Schlank durch OP
Chancen und Risiken der Übergewichtschirurgie

Immer mehr Bundesbürger leiden an Adipositas (Fettleibigkeit). Laut einer Studie des Robert Koch Instituts (DEGS1) gilt jeder vierte Deutsche mit einem BMI von über 30 kg/m² als „krankhaft übergewichtig“. 

Während isolierte konservative Therapiebausteine oft versagen, sehen immer mehr Mediziner die Adipositaschirurgie als geeignete Option, die Gewichts- und Gesundheitssituation der betroffenen Patienten nachhaltig zu verbessern.

Auch immer mehr Kliniken entdecken diesen Markt für sich und versuchen in Ihren Häusern sogen. Adipositaszentren zu etablieren, die konservative und chirurgische Verfahren kombinieren.

In seinem Ratgeber „Schlank durch OP – Chancen und Risiken der Übergewichtschirurgie“ beschäftigt sich der Autor – Faris Abu-Naaj – mit den unterschiedlichen OP-Methoden und hinterfragt ihre Chancen und Risiken. Unterstützt wird er dabei von über 20 Medizinern, Therapeuten und Anwälten. Während seiner Buchrecherche besuchte der Autor über 50 Behandlungsadressen in Deutschland, Schweiz und Österreich.

Entstanden ist ein Ratgeber für Patienten, die sich für einen bariatrischen Eingriff interessieren und sich umfassend über die Chancen und Risiken einer operativen Therapie ihrer Adipositas informieren wollen. Der Ratgeber beinhaltet einen Link zu einer kostenlosen PDF-Datei mit bundesweiten Top-Adressen, die in Wort und Bild vorgestellt werden.

Der Buchautor Faris Abu-Naaj war selbst mit über 200 kg stark übergewichtig und unterzog sich im Jahr 2001 einer Magenbypass-Operation. Eine Entscheidung von der er (heute 100 Kg leichter) meint: „Sie hat mein Leben gerettet!“

Dennoch steht er der bariatrischen Chirurgie nicht vorbehaltlos gegenüber, sondern sieht besonders in der „lebenslangen Nachsorge“ nach diesen Eingriffen noch einen hohen Handlungsbedarf, dem Patienten und Mediziner gerecht werden müssen. Denn eine unzureichende Nährstoffversorgung oder fehlende Kontrolluntersuchungen können den nachhaltigen Therapieerfolg negativ beeinflussen oder die Gesundheit erheblich schädigen.

Stellungnahme der Redaktion

Als ich im Mai zu einem Workshop über das PCO-Syndrom nach München eingeladen wurde, erwartete ich die üblichen Ernährungs- und Lebensstilempfehlungen. Ich war total überrascht, welche Fortschritte die Adipositaschirurgie gemacht hat. Die Überschrift des Vortrags von Dr. Son hieß: „Von der Adipositaschirurgie  zur Metabolischen Chirurgie.“ Ich war so begeistert von den neuen OP-Methoden und den Erkenntnissen zum Stoffwechsel, dass ich Dr. Son gleich für einen Artikel gewinnen wollte.

In früheren Artikeln zur Schwangerschaft hatte ich Ihnen ja schon von der intrauterinen Programmierung berichtet, davon, dass der Lebensstil und die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft die kindliche Entwicklung bis ins Erwachsenenalter beeinflussen. Es muss uns deshalb nicht wundern, dass es adipöse Menschen gibt, die wirklich „fast nichts“ essen, aber trotzdem nicht abnehmen können. Das soll keine Entschuldigung für alle die sein, die einfach keine Lust haben, sich gesund zu ernähren und auch mal Verzicht zu üben. Aber es ist eine Erklärung für alle die, die an Körper und Seele an ihrem Übergewicht leiden. In den zertifizierten Adipositaszentren wird sorgfältig ausgewählt, wer für eine OP infrage kommt und wie groß die Chancen sind, dass aus der OP eine dauerhaft bessere Gesundheit resultiert. Informieren Sie sich gründlich und nehmen Sie alle Hilfsangebote an.

Und wie schätzen Sie das Problem der Adipositas ein? Haben Sie Erfahrungen mit der Adipositaschirurgie? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar.

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