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Nahtoderfahrungen: dem Tod begegnen und das Leben gewinnen

Von | 22. November 2017 – 23:28 3 Kommentare 941 AufrufeDrucken

Feiern Sie den Totensonntag einmal anders. Lesen Sie hier, wie Menschen mit Nahtoderfahrungen Licht und Liebe erleben und ihre Angst vor dem Tod verlieren.

Seit mein erstes Buch „Licht ohne Schatten“ 2013 erschienen ist, stehe ich mit vielen Menschen in Kontakt, die Ähnliches erlebten. Ich erzähle meine Geschichte, das macht vielen Mut, sich nicht zu verstecken und offen mit ihrem Erlebnis umzugehen. Die Auseinandersetzung mit einer solchen Grenzerfahrung liefert viele heilende Impulse, das eigene Leben zu reflektieren und eine Neuausrichtung zu wagen. Betroffene werden dann zu Beschenkten, weil sie im eigenen Leben mehr Freiheit und Liebe erfahren.

In meinem zweiten Buch „Der große Abflug“ (2016) erzähle ich davon, wie ich ohne die Angst vor dem Tod lebe.

Obwohl es zu keiner Zeit so viele Möglichkeiten gab, sich mit diesem Thema zu befassen, fragen mich viele Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, ob die Nahtodeserfahrung eine Art Schlüssel zur weiteren Erkenntnis sei, anders mit der Trauer zu leben. Ich bin der Ansicht, dass Nahtoderfahrungen uns – oft unter Lebensgefahr, aber bei weitem nicht immer – einen Blick über den irdischen Horizont hinaus schenken. Für einen kurzen Moment im allumfassenden Licht zu sein – diese Erfahrung hinterlässt ein Licht im Inneren. Ein Licht der Liebe und Freude. Ein Licht, das jede Angst überstrahlt. Wer dieses Licht einmal gesehen hat, findet es auch im Alltag überall. Auch ohne Nahtoderfahrung ist es da. Nahtoderfahrene sind mögliche Wegweiser, es zu sehen und zu begreifen.

Ein kurzer Blick zurück

Von Nahtoderfahrungen wusste ich, als ich eine solche erleben durfte, überhaupt nichts. Aus heutiger Sicht ist das eine Bildungslücke, aber damals war das Thema noch nicht so bekannt wie heute.

Im Mai 1995 erkrankte ich an einer Grippe, die es in sich hatte. Sie war sehr heftig und ich erholte mich nicht. Damals war ich 38 Jahre alt und als selbständige Physiotherapeutin in meiner eigenen Praxis tätig. Aus dieser Grippe sollte ein Leidensweg werden, der ein halbes Jahr später wegen unerklärlicher Bauchschmerzen nur noch mit Morphium und künstlicher Ernährung auszuhalten war und in der Diagnose eines hochmalignen T-Zell-Lymphoms mündete. Ich durchlitt fünf Zyklen einer aggressiven Chemotherapie und wurde im April 1996 zur Vorbereitung einer Knochenmarktransplantation erneut an die Schwelle des Todes geführt. Das eigene Knochenmark musste zunächst komplett zerstört werden, und ohne kann kein Mensch leben.

Begegnung mit dem Licht

Am 14. September 1995 erlebte ich bei einer Ultraschalluntersuchung, wie ich aus meinem Körper ausgestiegen bin. Ich bin hinausgeschossen. Und gleichzeitig verspürte ich eine Kraft, die mich angezogen hat. Jeder Widerstand war zwecklos. Sofort fühlte ich weder Schmerz noch Zeit und Raum.

  • Ich war frei,
  • wach und
  • verfügte über eine Form des Allwissens, das mich Zusammenhänge verstehen ließ.

Wie diesen:

  • Ich lebe und bin in einer neuen Form ganz,
  • ich existiere ohne Körper und das besser, als je zuvor.

Dieses wunderschöne Licht kam auf mich zu, und ich wurde Teil des Lichtes, ich verschmolz mit diesem Licht, für das es keine Worte gibt. Es war heller als das Sonnenlicht und alles, was ich bisher erfahren hatte. Dieses Licht und ich in ihm war die pure Liebe, die pure Freiheit, das Eins-Sein als Lebensform und das Gefühl eines tiefen Friedens. Alles ist gut.

Ich hatte einen sehr bewegenden Lebensrückblick, alle Stationen, alle Menschen, alle Gefühle, alles was mein Leben ausgemacht hatte, konnte ich gleichzeitig erfassen; so schnell kann kein Gehirn denken. Jetzt aber verstand ich alles und erfuhr eine Form der Heilung aller schönen und misslichen Stationen meines Lebens. Es war wie eine Läuterung und anschließend der volle Frieden.

Das Licht hat mich verwandelt

Obwohl ich damals nichts von Nahtoderfahrungen wusste, gab es in mir keinen Zweifel an dem Erlebten, nur die Verzweiflung, mich anfangs nicht ausdrücken zu können. Ich glaubte einfach an mich selbst, denn ich spürte diese Kraft, dieses Licht in mir. Ich war geborgen und gehalten. Dieses Vertrauen machte mich stark, aber natürlich nicht 24 Stunden am Tag. Die Therapie zu überstehen war ein Martyrium, aber auch die ein oder andere menschliche Beziehung. Nur wenige konnten mit meinen Veränderungen etwas anfangen. Etwas oder jemandem ausgesetzt zu sein, was einem im Innersten nicht mehr entspricht, ist zum verrückt werden, nicht aber das tiefe innere Wissen um all die Zusammenhänge und die Liebe in der Welt und damit dem ganzen Kosmos.

Eine neue Sicht

In den Gesprächen und den vielen Emails, die ich erhalte und beantworte, versuche ich dazu beizutragen, dass der Tod nicht weiter als etwas Grässliches empfunden und deshalb ausgeklammert wird. Wir leben im 21. Jahrhundert und es wird Zeit, die alten Bilder vom Sterben und dem Tod zu überdenken. Überall hört man vom sogen. Paradigmenwandel, z. B. der Erkenntnis, dass die klassische Physik nicht mehr ausreicht, um Prozesse unseres Lebens vollständig zu erklären.

Die Quantenphysik -leider nicht ganz leicht zu verstehen- eröffnet völlig neue Räume und Sinnzusammenhänge, weil sie sich als eine Physik der Möglichkeiten versteht. Damit werden auch die Bilder vom Sterben und dem Tod verändert. Nahtoderfahrungen lassen sich damit zwar nicht erklären, aber auch nicht mehr als Halluzinationen und Spinnereien abtun. Im Quantenuniversum existieren unvorstellbare Möglichkeiten, die dann real werden, wenn ein Mensch nach der Bedeutung und dem Sinn fragt.

Das klingt jetzt auf die Schnelle leicht schräg. Ich möchte damit nur andeuten, dass jeder Mensch sich selbst mit seinen inneren Vorstellungen auseinandersetzen kann und zum Mitwirkenden des Ganzen wird.

Der Tod ist mir zum Freund geworden

Für mich ist der Tod, genauso wie das Licht, allgegenwärtig, er gehört zum Leben dazu. Der Tod ist lediglich das Ende des leiblichen Aspektes eines Menschen auf diesem Planeten. Das, was wir landläufig Seele nennen, kann niemals sterben, es kann aber ohne unseren Körper existieren. So habe ich mich von der Trennung in „Diesseits und Jenseits“ verabschiedet, weil ich erleben durfte, dass es keine Trennung gibt. Alles ist immer da, nur in anderer Form, wahrscheinlich sogar nur in einer Art Schwingung. Diese Vorstellung finde ich wunderbar, weil damit die Verstorbenen nicht einfach verschwinden, obwohl sie für mich -noch im Menschenkostüm mit meinen fünf Sinnen- nicht jederzeit spürbar sind.

  • So sehe ich den Tod als das Ziel des Lebens, eine Befreiung, ein Ins-Licht-Gehen.
  • Ich verherrliche den Tod nicht, ich habe Respekt vor dieser großen Wandlungskraft, aber ich habe keine Angst mehr.

Außerdem durfte ich erfahren, dass wir Menschen mit allem, was wir brauchen, ausgestattet sind, dass diese Fähigkeiten aber erst aktiv werden, wenn wir sie benötigen. Das heißt: so wie wir irgendwann mal auf die Welt gekommen sind und das auch geschafft haben, so werden wir es auch schaffen, wieder von dieser Welt zu gehen.

Ein Perspektivenwechsel

Beim Sterben gibt es mindestens zwei Seiten. Die eine bezieht sich auf das, was ich als Angehöriger/Sterbebegleiter von außen erlebe und in mir spüre. Die andere Seite ist die des Sterbenden, und ich behaupte, dass es hier gravierende Unterschiede gibt. Denn von außen betrachtet und gefühlt ist ein langer Sterbenskampf mehr oder weniger grässlich mitzuerleben. Es ist oft eine Qual, bis sich das Innere freigeschafft hat und der letzte Atemzug vollbracht ist. Das ist sehr anstrengend, oft vor allem für die Begleiter.

Deshalb meine Bitte: Sorgen Sie gut für sich, erlauben Sie sich Pausen, gehen Sie schlafen, wenn Sie müde sind. Kein Begleiter muss bis zum Schluss die Heldenrolle spielen, das hilft keinem. Ich durfte erleben, wie sich das Sterben im Inneren anfühlt, und es war eine Überraschung. Unter den starken Schmerzen, vor allem als ich noch ohne Morphium war, veränderte sich schon mein Bewusstsein. Ich erlebte ganz neue Ebenen, eine immer wiederkehrende zeitweilige Trennung von Körper und Geist. Ein Sichweiten und sogar Entspannung, denn das Raum- und Zeitempfinden wurde ab und an aufgehoben. Meine Atmung passte sich an, und ich wurde extrem sensitiv für die Signale der anderen. So spürte ich damals schon diesen Hauch der Ewigkeit in mir und erlebte auch einen tiefen Frieden. In mir war das Licht schon am Wirken, auch wenn es noch nicht bis nach außen zu den anderen durchschien.

Jeder Mensch kann alleine sterben

Deshalb reifte in mir die Erkenntnis, dass jeder Mensch in der Lage ist, alleine zu sterben. Wir sind ausgestattet, den Weg ins Leben durchzustehen, und genauso können wir auch gehen. In unserer heutigen Welt wird uns oft eingeredet, dass es schlecht ist, wenn Sterbende alleine sind. Keiner soll alleine sterben müssen. Wir leiden oft sogar an einer medizinischen Überversorgung, die Sterben verlängert.

Ich halte dem entgegen, dass es genug wundervolle Beispiele gibt, in denen die Menschen genau dann sterben, wenn sie endlich alleine sind. Wenn ihre Begleiter das Zimmer verlassen, um sich einen Kaffee zu holen oder sich um sich kümmern, weil Sie zur Toilette müssen. Außerdem sterben überall auf der Welt viele Menschen, und die wenigsten erhalten dabei so viel Medizin und Unterstützung wie in unserem Land.

Deshalb setze ich mich dafür ein, das eigene Bewusstsein zu schärfen und den Tod wieder ins Leben zu holen. Dann muss auch keiner Angst haben vor seinem Sterben und dem der anderen. Und selbstverständlich, dort wo die Begleitung sanft und auf den Sterbenden orientiert ist, ist sie sicher auch oft genau richtig und schön. Doch es gilt, genau zu prüfen, was wichtig und angemessen ist.

Was können wir tun?

Ich sagte es schon: Befassen Sie sich zu Lebzeiten mit dem Sterben und dem Tod, am besten bevor er Sie durch einen Schicksalsschlag kalt erwischt. Prüfen Sie Ihre Glaubenssätze und Vorstellungen. Sie werden feststellen, dass es hier einiges aufzuräumen gibt, so ähnlich lästig wie den Keller zu entrümpeln. Jene Menschen, die mir schreiben, meine Bücher lesen oder zu meinen Vorträgen kommen, haben oft einen lieben Menschen verloren und sind völlig alleine mit ihrer Trauer und der Frage: Wo sind die Toten? Und diese Menschen beschäftigen sich dann mit Nahtoderfahrungen und entdecken neue Sichten und Empfindungsweisen.

Aber Vorsicht, wie bei allem. Mit Nahtoderfahrungen schafft man nicht alle Probleme aus der Welt. NEIN. Ich habe die Wahrheit nicht gepachtet, es kann auch alles noch ganz anders sein, denn ich bin ja nicht komplett gestorben. Keiner von uns weiß es vorher. Trotzdem gebe ich zu bedenken: Sollte sich herausstellen, dass es dann bei meinem Sterben völlig anders sein wird, dann habe ich zumindest bis dahin angstfrei und gut gelebt.

Sorgen Sie gut für sich

Das wäre ein echter Tipp: Sorgen Sie gut für sich. Damit meine ich, dass wir wieder lernen dürfen, auf unser Innerstes zu hören und zu vertrauen. Die meisten Dinge des Lebens wissen wir eigentlich, sie sind in uns angelegt, aber wir richten nur zu oft nicht das Augenmerk darauf. Wir glauben eher anderen, übernehmen Vorurteile oder spüren uns gar nicht mehr.

Der Weg führt beim Sterben, und erst recht beim Leben, nach Innen. Nur dort können wir entscheiden, was für uns gut und richtig ist. Oft zeigt sich in Form von Zweifeln oder sogar Ängsten unser Innerstes und bittet um Aufmerksamkeit. Nehmen Sie sich die Zeit dafür und spüren Sie nach dem tieferen Sinn. Es lohnt sich. Sich selbst dabei zu begegnen ist das größte Geschenk des Lebens. Sein Leben so zu leben, wie es einem entspricht, bezeichne ich als den Sinn unseres Daseins.

Über die Autorin

Sabine Mehne © Eva Speith

Sabine Mehne ist Autorin, Physiotherapeutin und nach ihrer Nahtoderfahrung im Jahr 1995 Mitbegründerin des Netzwerkes Nahtoderfahrung e.V. (German Friends of the International Association for Near-Death-Studies, IANDS). Sie hält zahlreiche Vorträge auch zusammen mit dem Kardiologen und Nahtodforscher Pim van Lommel und lebt in Darmstadt.

In ihren Büchern „Licht ohne Schatten –Leben mit einer Nahtoderfahrung“ (2013) und „Der große Abflug – Wie ich durch meine Nahtoderfahrung die Angst vor dem Tod verlor“ (2016) vermittelt sie eindrücklich das Veränderungspotential dieser Gipfelerfahrung.

Im nächsten Jahr bietet Sabine Mehne verschiedene Veranstaltungen an, bspw. in Darmstadt die Reihe: Gespräche über den Tod, das Leben und die Liebe im Spiegel der Nahtoderfahrung“. Hier können Sie den Flyer herunterladen.

Kontakt

Sabine Mehne
Email: sysmehne@t-online.de 
www.licht-ohne-schatten.de

Stellungnahme von der Redaktion

In den ersten Jahren meiner Kliniktätigkeit hörte ich immer mal wieder von Patientinnen, dass sie während eines ganz bedrohlichen Zustands plötzlich ein helles Licht gesehen und sich unendlich wohl und voller Frieden gefühlt hätten. Damals wurden diese Erzählungen auf die verabreichten Medikamente geschoben. Bis ich eines Tages dabei sein durfte, als eine schwer krebskranke Frau „starb“. Die Atmung setzte aus, der Herzschlag stoppte. Sie hatte in den letzten Tagen immer davon gesprochen, endlich erlöst sein zu wollen (obwohl sie eigentlich ihren Mann nicht allein zurücklassen wollte). Ich hielt ihre Hand und dachte: „endlich hat sie ihr Leiden überstanden“. Ihre Gesichtszüge waren ganz entspannt, fast lächelnd.

Plötzlich vibrierte ihr Körper, mit Mühe öffnete sie die Augen und blickte mich an. Ich war bestürzt und versuchte sie anzusprechen. Sie flüsterte: „es war so schön, aber ich durfte noch nicht bleiben.“ Überraschend schnell erholte sich die Frau, und erzählte mir in den nächsten Tagen immer mehr Einzelheiten von ihrer „Reise“, wie sie es damals nannte.

Diese Begebenheit hat mich so erschüttert, dass ich mir damals Bücher von der Pionierin der Sterbeforschung Kübler-Ross besorgte, gefolgt von vielen weiteren, die sich mit der Wissenschaft der Nahtoderlebnisse beschäftigten. Bis heute ist nicht geklärt, was sich in unserem Gehirn in dieser Phase abspielt. Es kann uns jedoch so verändern, dass wir Krankheiten besiegen und „andere Menschen werden“. Meine treuen Leserinnen können sich sicher noch an Anita Moorjani erinnern, die ihren Krebs durch eine Nahtoderfahrung besiegte und darüber in ihrem Buch „Heilung im Licht“ berichtete.

Für die Skeptiker unter Ihnen möchte ich auf meinen Artikel zum Totensonntag 2011 verweisen. Darin erzähle ich eine kleine Geschichte: Im Bauch einer schwangeren Frau sind drei Embryonen. Einer davon ist der kleine Gläubige, einer der kleine Zweifler und einer der kleine Skeptiker. „Glaubt Ihr eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“

Die beiden Bücher von Sabine Mehne („Licht ohne Schatten“ und „Der große Abflug„) sind sehr lesenswert. Sie sind humorvoll und sehr berührend geschrieben. Sie überzeugen, weil Sabine Mehne nicht überzeugen will, sondern einfach nur mitteilt, Vorschläge macht, aus ihren persönlichen Erfahrungen berichtet und dem Leser genügend Freiraum für eigene Meinungen lässt.

Zusätzlich möchte ich Ihnen ein Buch vorstellen, dass eigentlich weniger mit dem Sterben zu tun hat, sondern mit dem Leben oder auch mit Kindern.

Erinnerungen an den Himmel

Was Kinder aus ihrer Zeit vor der Geburt berichten

Wayne W. Dyer war einer der berühmtesten spirituellen Autoren der USA. Er startete über Facebook einen Aufruf an Eltern, die ihm Aussagen ihrer Kinder schicken sollten, die für sie Hinweise auf frühere Leben enthielten. Zusammen mit seiner Assistentin wertete er Hunderte von Zuschriften aus. Er fasste sie zu verschiedenen Unterthemen zusammen und zitierte die Erzählungen zum Teil in kindgerechter Sprache. Mich haben die Geschichten sehr berührt, ich kann aber gut nachvollziehen, wenn sich nicht alle Leser damit anfreunden können (und das Ganze zum Tiel für Fabuliererei und Wichtigtuerei der Eltern halten).

Da ich in der eigenen Familie von einem Kind (inzwischen erwachsen) weiß, das, kaum konnte es sprechen, von seltsamen Begebenheiten berichtete, stehe ich dem Buch sehr positiv gegenüber. Eine der Großmütter, eine sehr sensible Frau, stellte die richtigen Fragen, so dass seine Erzählungen einen nachvollziehbaren Sinn bekamen. Lassen Sie sich überraschen, und nehmen Sie die Mitteilungen Ihrer Kleinen ernst!

Haben Sie sich schon mal mit dem Thema der Nahtoderfahrungen beschäftigt? Oder Ähnliches erlebt? Fanden Sie den Artikel hilfreich? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar!

 

3 Kommentare »

  • Doris Wroblewski sagt:

    Nahtoderfahrungen habe ich nicht. Aber ich erinnere mich – mein Leben lang – wie mein jüngstes Kind (von vier Kindern) mir bei einem gemeinsamen Ausflug von uns Beiden sagte: „Mama, hier waren wir schon!“ Ich konnte mich nicht erinnern, jemals an diesem Ort gewesen zu sein. Es gab später noch weitere Erlebnisse dieser Art mit ihm und ich gebe zu, ich habe bis heute zu ihm den engsten Kontakt.
    Zum Sterben und der Trauer habe ich seit Jahren eine oft auf Kopfschütteln stoßende Meinung. Wenn wir Christen sind, brauchen wir doch eigentlich keine Angst vor dem Tod zu haben, manchmal vielleicht vor dem Sterben, da es bei schweren Krankheiten körperlich schmerzvoll sein kann.
    Ich fand es beruhigend in dem Artikel von Sabine Mehne zu lesen: „Unter den starken Schmerzen, vor allem als ich noch ohne Morphium war, veränderte sich schon mein Bewusstsein. “
    Es ist bekannt, dass es körpereigene „Morphine“, eigentlich endogene Opioide gibt, die morphinähnlich bei einem vom Organismus empfundenen Stress die Schmerzen offensichtlich unterdrücken.
    Aus eigener Erfahrung in der Familie kann auch ich nur sagen, dass Menschen wohl besser sterben, wenn die medizinische Überversorgung nicht so stark in den natürlichen Prozess des Ablebens eingreift oder/und wenn sich keine Person im Sterbezimmer aufhält, die den Sterbenden nicht gehen lassen kann oder will, aus welchen Gründen auch immer.
    Hat die Trauer nicht viel mehr mit den Hinterbliebenen zu tun? Der Titel des evangelischen Gottesdienstes im ZDF heute am Ewigkeits- oder Totensonntag hatte den Titel:
    „Woran kann ich mich halten,
    wenn mich nichts mehr hält
    und ich loslassen muss?“
    Ob ich immer im Falle eines Abschiedes, dem Ableben eines Nahestehenden, danach handeln kann und werde, weiß ich nicht. Aber noch bin ich der Auffassung, dass die Trauer daher rührt, dass wir uns dann allein gelassen fühlen, dass wir vielleicht noch so viel diesem lieben Menschen zu sagen hätten, dass wir zu selten gesagt haben, dass wir ihn liebhaben, vielleicht auch zu selten danach gehandelt haben.
    Danke Dir, liebe Ingrid Gerhard, und der Autorin Sabine Mehne, dass wir an diesem Sonntag Gelegenheit hatten, über etwas nachzudenken, was uns alle irgendwie betrifft.

  • Agathe sagt:

    Guten Tag, Mit großem Interesse verfolge ich Ihre Berichte.
    Meine Erfahrung 1991 während einer größeren Operation war jedoch ganz anders. Auch ich habe das Licht und viele Stimmen in einem anschwellenden Chor gehört. Es wurden immer mehr. Nachdem ich mit diesen Stimmen, wie der Sprecher es wünschte, gesprochen hatte war dann alles vorbei und die Ärzte waren erleichtert, dass sie mich wieder hatten. (Ich wurde zu diesem Zeitpunkt künstlich beatmet) Mir hat dieses Ereignis zuerst Angst gemacht, aber es beschäftigt mich sehr intensiv bis heute. Vielleicht haben auch andere Personen ähnliche Erfahrungen gemacht.
    Liebe Grüße

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