Viele Frauen sind besorgt, wenn sie die Diagnose „Myom“ erfahren. Doch die meisten dieser Wucherungen sind harmlos und machen keine Beschwerden. Da Myome so häufig sind und junge Frauen sich zunehmend dafür interessieren, wie sie sich davor schützen können, hat die Zeitschrift BIO mit mir ein Interview darüber geführt. Die Fragen stellte Martina Seifen-Mahmoud. Sie können das Interview in der BIO 3/2012, S. 48-53 nachlesen.
Was und wo Myome sind
BIO: Was sind Myome eigentlich?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren.
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen?
Prof. Ingrid Gerhard: 30-70% der über Dreißigjährigen haben Myome. Der Altersgipfel liegt bei 50 Jahren. Häufiger als bei weißen Frauen treten Myome bei Frauen afrikanischer Herkunft auf.
BIO: Wodurch werden Myome verursacht?
Prof. Ingrid Gerhard: Da das Wachstum von Myomen an die Funktion der Eierstöcke gekoppelt ist, stehen sie unter Östrogeneinfluss. Je mehr das Gleichgewicht zwischen dem eher schützenden Gelbkörperhormon zugunsten von Östrogen verschoben ist, desto eher können sich Myome entwickeln. Man hat außerdem festgestellt, dass im Myomgewebe mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene vorhanden sind als in der normalen Muskulatur der Gebärmutter. Das heißt die Myome reagieren auch auf ein Zuviel an Östrogen empfindlicher und wachsen leichter. Das Gute daran ist, dass sie nach den Wechseljahren, wenn nicht weiter Östrogene eingenommen werden, schrumpfen.
BIO: Wo können Myome auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können in der Gebärmutterwand auftreten (intramural), von dort mehr nach außen zum Bauchfell hinwachsen (subserös) oder mehr nach innen Richtung Gebärmutterschleimhaut (submucös). Wenn sie nur in der Gebärmutterwand wachsen, spricht man von intramural. Entsprechend unterschiedlich fallen dann die Symptome aus. Manchmal ist die gesamte Gebärmuttermuskulatur myomytös verändert, die Gebärmutter ist dann vergrößert, ohne dass man einzelne Knoten sicher abgrenzen kann.
BIO: Und wie groß können Myome werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können Kindskopfgröße und mehr erreichen. Aber meistens läßt man es ja nicht so weit kommen.
Beschwerden durch Myome
BIO: Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Blutungsstörungen. Die Blutungen sind oft verstärkt, dauern zu lange oder können auch ganz unregelmäßig werden. Wenn der Blutverlust im Laufe der Zeit zu groß wird, werden Sie sich immer matt und müde fühlen. Dann ist eine Blutarmut (Anämie) entstanden, die dringend behandelt werden muss.
Myome können auch Schmerzen verursachen, bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr oder bei der gynäkologischen Untersuchung. Es sind sogar manchmal wehenähnliche Schmerzen möglich, wenn ein Myom in der Gebärmutterhöhle hängt und die Gebärmutter sich schmerzhaft zusammenzieht, um es auszupressen.
Myome können auch auf die Organe im kleinen Becken drücken. So zum Beispiel auf die Blase, dann hat man den Eindruck einer Reizblase oder Blasenentzündung. Sie können hinten auf den Darm drücken, so dass man Schmerzen beim Stuhlgang oder Kreuzschmerzen hat.
Aber zu Ihrer Beruhigung: 50% der Myome machen keinerlei Beschwerden!
BIO: Wie kann frau feststellen, ob sie ein Myom hat?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können zunächst nur vom Frauenarzt bei der Tastuntersuchung oder, früher noch, bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Manchmal ist es nötig, dass auch noch ein Ultraschall von der Bauchwand aus gemacht wird, wenn die Lage des Myoms unklar ist. Größere Myome können Sie dann oft selber durch Abtasten des Bauches fühlen
Behandlung von Myomen
BIO:Wie werden Myome normalerweise behandelt?
Zunächst kommt es immer darauf an, wie groß das Myom ist, ob es eins ist oder ob es mehrere sind und wo sie liegen. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob und welche Beschwerden sie verursachen, ob Kinderwunsch besteht oder ob Sie die Familienplanung abgeschlossen haben und kurz vor den Wechseljahren stehen.
Hormonell: Meistens versucht es die konventionelle Medizin zunächst mit Hormongaben, den GnRH-Analoga oder anderen, die die Eierstockfunktion völlig unterdrücken, in leichteren Fällen mit Hormonpillen in einer bestimmten Zusammensetzung, wie sie auch zur Verhütung eingesetzt werden. Die Hormone wirken nur, solange man sie einnimmt. Nach Absetzen dieser Medikamente ist ganz rasch die vorherige Myomgröße mit den gleichen Beschwerden erreicht.
Operativ: Deshalb entscheidet man sich heute oft zu einer operativen Maßnahme, bei der einzelne Myome chirurgisch oder mit besonderen Strahlentechniken entfernt oder eingeschmolzen werden. Allerdings muss bei 30-50% der Frauen damit gerechnet werden, dass sie im Laufe von 5 Jahren wiederkommen. In einem Buch der Professorin Gerlinde Debus wird ausführlich dargestellt, welche Methoden statt der Gebärmutterentfernung noch in Frage kommen. Des Weiteren kann man beim Frauengesundheitszentrum in München eine Broschüre zu Myomen erwerben.- Gebärmutterentfernung: sie ist nur selten nötig.
BIO: In welchen Fällen sollte man Myome operativ entfernen lassen?
Prof. Ingrid Gerhard:
- Wenn sie zu stark auf umliegende Organe drücken,
- die Blutungsstörungen nicht zu beherrschen sind oder
- Kinderwunsch besteht und der Arzt den begründeten Verdacht hat, dass die Myome die Befruchtung verhindern
- oder wenn die Myome Fehl-, Tod- oder Frühgeburten auslösen.
Sanfte Methoden
BIO: Gibt es auch sanfte Methoden aus der Naturheilkunde, mit denen frau sich helfen kann?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn die Myome noch klein sind, möglichst unter 4cm im Durchmesser, kann man versuchen, das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Dazu eignet sich die Ernährungsumstellung, bei Übergewicht die Gewichtsabnahme, unterstützt durch Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Anthroposophische Mittel oder TCM.
Ich habe vor kurzem noch mal bei vielen Kollegen herumgefragt, ob sie wirklich mit diesen Methoden ein Verschwinden von Myomen beobachtet hätten. Der einstimmige Tenor ist: praktisch nie, aber die Blutungsstörungen und die Schmerzen können trotzdem in vielen Fällen gebessert werden. Ich selber erinnere mich nur an zwei Patientinnen, bei denen im Ultraschall einmal ein 2cm und einmal ein 4cm großes Myom nach homöopathischer Konstitutionstherapie nicht mehr nachweisbar waren.
Die typischen Frauenteemischungen werden gerne eingesetzt, um die Schmerzen bei der Periode und die Blutungsstörungen zu beeinflussen, bspw. Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut aber auch Mädesüßblüten, und entspannend wirkt Erdrauchkraut. In der „Neuen Pflanzenheilkunde für Frauen“ sind einige beschrieben. Agnus castus, das Keuschlamm, hat Progesteron ähnliche Wirkungen und kann manchmal auch erfolgreich zur Zyklusregulierung bei Myomen eingesetzt werden (Agnolyt, Agnucaston, Femicur N). Zur raschen Blutstillung bei Hypermenorrhö eignet sich Hirtentäscheltinktur, mehrmals täglich während der Periode 20-30 Tropfen. Man kann es mit CERES Bursa pastoris Urtinktur kombinieren, mehrmals täglich 5 Tropfen.
BIO: Und wie lässt sich ein Eisenmangel, der durch den zu starken Blutverlust zustande kommt, ausgleichen?
Prof. Ingrid Gerhard: Den Eisenmangel gleichen Sie am besten durch Eisen als Gluconat aus, verbunden mit Pflanzenextrakten oder Vitamin C- haltigen Säften, die die Aufnahme des Eisens verbessern. Sehr gute Erfahrungen bzgl. Verträglichkeit und nachweisbarem Hb-Anstieg haben wir in meiner Sprechstunde mit Floradix Kräuterblut mit Eisen gemacht, worin u.a. auch der bewährte Brennnesselextrakt enthalten ist. Auch bei den Schüßlersalzen gibt es einige, die die Blutbildung verbessern.
Schließlich spielen wie bei allen Erkrankungen auch psychische und mentale Faktoren beim Umgang mit Myomen eine Rolle, so dass viele Kollegen auch gute Erfahrungen mit Hypnosetherapie, Visualisierungsreisen u.a. gemacht haben
Wann Myome gefährlich werden
BIO: Können Myome entarten und sich zu Krebsgeschwüren entwickeln?
Prof. Ingrid Gerhard: Nein, das gibt es praktisch nicht. Die bösartigen Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, die Myosarkome, entwickeln sich eigenständig, wie man aus genetischen Untersuchungen von gutartigen und bösartigen Knoten weiß.
BIO: Kann man trotz Myomen schwanger werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann man. Es hängt von der Größe und der Lokalisation der Myome ab, ob u. U. die Einnistung des Embryos erschwert ist oder ob die Eileiter verlegt sind.
BIO: Gefährden Myome eine Schwangerschaft?
Prof. Ingrid Gerhard: Da in der Schwangerschaft viele Östrogene und Wachstumsfaktoren gebildet werden, kann es passieren, dass die Myome anfangen zu wachsen. Das kommt besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bei ungefähr jeder dritten Frau, die Myome hat, vor. U.U. muss dann auch mal in der Schwangerschaft ein Myom operativ entfernt werden. Dem Baby passiert aber dabei nichts.
Leider erleiden Frauen mit Myomen häufiger Fehlgeburten, weil die Myome den Raum in der Gebärmutter einschränken oder die Blutzufuhr im Mutterkuchen reduziert ist. Wenn das einmal vorgekommen ist, wird Ihnen Ihr Frauenarzt vielleicht empfehlen, die Knoten entfernen zu lassen.
Gelegentlich können Myome eine normale vaginale Entbindung erschweren oder unmöglich machen, dann wird Ihnen Ihr Geburtshelfer einen Kaiserschnitt empfehlen. Vielleicht denken Sie, dann kann man mir ja die Myome gleich mit entfernen! Aber das ist nicht sinnvoll, das Gewebe ist viel zu weich und zu stark durchblutet, das könnte sehr gefährlich werden.
Auch im Wochenbett können Komplikationen auftreten, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen kann, die Blutungen verstärkt sind oder sich Blut aufstaut und sogar Fieber auftritt.
Was jede Frau sonst noch tun kann
BIO: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Prof. Ingrid Gerhard: Über mindestens vier verschiedene Mechanismen beeinflusst die Ernährung das Myomwachstum:
- Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an, während die hohe Aufnahme von grünem Gemüse schützt.
- Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben, die sogen. Xenoöstrogene, auch endokrine Disruptoren genannt, können an die Rezeptoren für Östrogene binden und wie Östrogene das Myomwachstum anregen. Hierzu gehören Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien.
- Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.
- Durch einen zu hohen Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.
Fazit
Sie schützen sich vor dem Wachstum von Myomen, wenn Sie viel Gemüse essen, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduzieren und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugen. Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ernährung eine Hilfe sein kann.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das informative Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Das BIO-Heft 3, 2012 empfehle ich Ihnen nicht nur wegen meines Interviews, sondern weil Sie darin weitere wichtige Artikel finden über:
Sonne und Haut- Diabetes
- Wie Singen die Abwehrkräfte stärkt
- Homöopathie als Selbsthilfe
- welche Blüten Sie essen dürfen
- warum Linkshändigkeit kein Makel mehr ist
- und vieles mehr
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Liebe Frau pro Gerhard
Erstmal ich bin sehr beunruhigt … Ich bin 28 Jahre
Ich hätte schon immer seit ich denken kann eine lange und starke periode .. Sehr viel blut. Immer und starke schmerzen
Vor 6 Monaten hätte ich eine heftige nierenbeckenebtzundung die plötzlich kam..
Seit dem habe ich immer mal wieder Darmbeschwerden mit Verstopfung und. Durchfall..
Ich habe im Januar aus diesem Grund zwischenblutung gehabt meine Frauenärztin hat bei leichter Blutung einen pap abstrich gemacht —negativ
Ist das überhaupt da möglich ? Bei leichter periode
Letzer zeit hätte ich immer mal wieder Bischen darmstechen…
ging zum Arzt er hat gesagt freie Flüssigkeit im douglasraum…
Ich bin zur Frauenärztin Habe das kontrollieren lassen Flüssigkeit ist weg …
Danach war ich beim Urologen zur Kontrolle der eine vergröserte gebärmutter plötzlich festgestellt hat . Das war 6 Tage vor meiner Periode …
Danach war ich bei einem anderen Frauenarzt der hat zwei kleine Myome festgestellt .
Er hat gesagt es sind entweder kleine Myome oder so bluteinlagerung . Verdacht auf endomitriose
Er sagte man kann das nicht im Ultraschall unterscheiden .. Er hat noch gesagt meine Schleimhaut ist hoch aufgebaut …
Und ich soll mir keine Gedanken machen.
Zwei Tage später hätte ich meine Tage …
Er sagt ich soll eine Hormonbehandlung machen … Auf Grund der v a. Endomitriose. Er hat mir blut abgenommen
Ich habe jetzt einfach Angst das ich krebs habe ….
Das kann man doch gar nicht unterscheiden oder ?
Was soll ich tun ?
Liebe Lara,
Sie haben sicher keinen Krebs, das kann der Frauenarzt sehr gut unterscheiden! Eine Hormonbehandlung würde ich nicht machen, so lange die Endometriose nicht gesichert ist und das geht nur durch eine Bauchspiegelung. Die bringt Sie aber momentan auch nicht weiter. Ich denke mal, dass Sie durch Ihre starken Blutungen sehr geschwächt sind und eigentlich durch eine optimale Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel Ihren Darm, Ihr Immun- und Hormonsystem wieder ins Gleichgewicht bringen müssen. Zum Eisenmangel hier ein aktueller Artikel: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/eisenmangel-und-blutarmut-erkennen-und-behandeln/ Aber Sie werden nicht nur einen Eisen-, sondern bspw. auch einen Zinkmangel haben. Auch eine homöopathische Therapie könnte Ihnen sicher helfen. Hier einige Gesellschaften, die Ärztelisten haben:
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammenbringt
http://www.naturheilbund.de/
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Liebe Frau Prof. Gerhard,
vielen Dank für Ihre Antwort und Ihren Rat! Ich versuche nun positiver zu denken.
Ich habe hier schon einige Male gelesen, dass vor einer Myomentfernung eine Therapie mit Esmya sinnvoll ist. Meine Frauenärztin hat mir hierzu allerdings nichts gesagt. Ist das Medikament nicht so verbreitet oder hat es vielleicht viele Nebenwirkungen? Halten Sie es für empfehlenswert?
Beste Grüße
Maria
Liebe Maria,
Esmya ist ein relativ neues Präparat und wird vor allen Dingen von den Ärzten verschrieben, die selber operieren. Deshalb kann Ihre FÄ wahrscheinlich nicht so viel dazu sagen. Wie bei jedem Medikament kann es NW haben, aber meistens wird es sehr gut vertragen. Keine Angst und viel Glück!
Liebe Frau Dr.Gerhard,
von meiner FA wurde ich zu einem Endoskopie Experten geschickt, weil ich ein 10 cm Myom habe. Dieser hat jetzt aber folgende Diagnose:
vergrößerter Uterus, 7×10, Myome bis 5 cm, 7 Myome, Endometrium 8 mm
Doppler: Myom ausgeprägte Perfusion
Es muss natürlich operiert werden, wobei die Gefahr ist, dass es 2 Bauchspiegelungen geben wird oder doch einen Bauchschnitt. Jedoch empfiehlt er vorab für 3 monate Esmya zu geben. Dann HSK vor der OP.
Ich habe bis heute keine Beschwerden, trotzdem hört sich alles nachvollziehbar an. Natürlich macht mir das große Angst.
Was meinen Sie? Ich bin 37 Jahre alt, Moslem, d.h. hatte nie Verkehr, bin beruflich sehr eingebunden und will aber unbedingt noch Kinder.
Ich hatte nie Beschwerden, alles war immer vorbíldhaft.
Danke für Ihre Einschätzung.
Liebe Grüße Sarah
Liebe Sarah,
mit so einem Uterus myomatosus wird es mit einer Schwangerschaft schwierig werden. Da Sie schon 37 Jahre alt sind, können Sie nicht lange warten, weder mit der OP noch mit dem Schwangerwerden. Wenn Ihre Ärzte auf Grund der Befunde der Meinung sind, dass Sie operiert werden müssen, sollten Sie das baldmöglichst in Angriff nehmen. Die 3-monatige Vorbehandlung mit Esmya gehört zum Standard und soll dafür sorgen, dass bei der OP möglichst Gewebe schonend operiert werden kann. Gute Besserung und viel Erfolg!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
ich bin 30 Jahre alt und habe auch Myome. Vor zwei Jahren wurde bei mir vor meiner ersten Schwangerschaft ein kleines Myom (2 cm) an der linken Gebärmutteraußenwand festgestellt. Wir haben uns trotzdem für eine Schwangerschaft entschieden und ich wurde auch schwanger. In den ersten drei Monaten hatte ich sehr starke Bauchschmerzen, da das Myom extrem gewachsen ist, nach Ablauf des dritten SSW-Monats hatte ich bereits vier Myome an der linken Seite der Gebärmutter (2 Mal 8×9, 2 Mal 3×4), der Mutterkuchen hat sich zum Glück rechts eingenistet. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft hatte ich keine Beschwerden, habe auf natürlichem Wege entbunden und habe ein gesundes Kind.
Die Myome haben sich nach der Schwangerschaft leider nicht zurückgebildet und sind genauso groß mit einer Tendenz zum Wachsen. Ich habe sehr starke Blutungen bei der Periode.
Ich möchte unbedingt noch ein zweites Kind und bald möglichst schwanger werden. Meine Frauenärztin hat mir zu einer OP geraten und ich war schon im Krankenhaus, wo solche OPs durchgeführt werden. Mir wurde mitgeteilt, dass aufgrund der Myomgröße bei der lapraskopischen OP zusätzlich noch ein Bauchscnitt notwendig sein wird. Die Ärtzin hat auch gesagt, dass ich die Myome schnell entfernen lassen muss, da sie weiter wachsen werden. Ich kann die Myome an meiner linken Bauchseite gut ertasten.
Ich habe eine große Angst, dass bei der OP etwas schief gehen kann, dass die Gebärmutter verletzt wird und ich nicht mehr schwanger werden kann.
Haben Sie Erfahrungswerte, ob eine Schwangerschaft mit 4 größeren intramuralen Myomen (alle auf der linken Gebärmutterseite) gut verlaufen kann oder ob ich vor einer Schwangerschaft doch die Risiken einer OP auf mich nehmen muss. Wie hoch ist die Gefahr, dass die Myome in den ersten 3 Monaten wieder so extrem wachsen und kann deren Lage dann bei Wachstum die Entwicklung des Babys beeinträchtigen?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!
Herzliche Grüße
Maria
Liebe Maria,
Leider muss angenommen werden, dass die Myome in der Schwangerschaft noch weiter wachsen werden. Die Chancen, dass Sie mit so großen Myomen erneut eine unkomplizierte Schwangerschaft erleben dürfen, sind nicht besonders hoch. Aber ich verstehe Ihre Ängste vor den Risiken einer Operation. Es ist sehr vernünftig, dass die Ärzte dann einen Bauchschnitt machen werden. Dann ist das Risiko viel kleiner, dass etwas mit der Gebärmutter passieren könnte, weil man sorgfältiger und unter besserer Sicht vorsichtig operieren kann. Da Sie erst 30 Jahre alt sind, bin ich sehr optimistisch, dass Sie und Ihre Gebärmutter die Operation gut überstehen werden. Außerdem schaden Ihnen auf Dauer die zu starken Blutungen so sehr, dass auch dadurch die nächste Schwangerschaft gefährdet sein könnte. Seien Sie guten Mutes und vertrauen sie auf Ihre Ärzte.
Hallo,
ich bin 40 Jahre alt und weiß seit etwa 5 Jahren, daß ich ein Myom habe. Meine frühere Frauenärztin sagte, daß es – solange es keine Probleme macht, ruhig da bleiben kann und ich mich nicht aufregen brauche. Ich solle zu den regulären Kontrollen kommen und mich vorzeitig melden, wenn die Blutungen schlimmer würden oder ich Zwischenblutungen bekommen würde.
Ich bin vor 1.75 Jahren umgezogen (in ein SEHR ländliches Gebiet) und habe es noch nicht geschafft, hier einen Termin zu bekommen. Meinen ersten Termin (Wartezeit = 1 Jahr) mußte ich absagen, ich habe keinen Ersatztermin bekommen, sondern darf neu warten :(
Ich habe meine Periode jetzt häufiger als früher (ca alle 25 Tage), aber kürzer und leichter. Ich weiß nicht, ob das im Zusammenhang mit dem Myom steht. Mutter und Großmütter (ja, ich bin erblich vorbelastet) haben über sehr starke und langanhaltende Blutungen berichtet, nicht über einen kürzeren Zyklus.
In der Hoffnung, mehr über Myome zu erfahren, bin ich auf dieser Seite gelandet. Es hat mich geschockt, daß die Ernährung damit zusammenhängen soll, da ich zuvor nie davon gehört habe.
In meinem Fall gibt es noch ein Problem: ich habe eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die durch die Spezielle Kohlenhydratdiät kontrolliert wird: das heißt, daß ich seit einigen Jahren hauptsächlich Fleisch, Gemüse, Obst, Nüsse, Käse, Eier esse. Vor etwa einem Jahr habe ich vorsichtig angefangen, die Diät zu lockern und andere Lebensmittel wieder einzuführen: Brot (Weißbrot geht, solange es nur selten ist; Vollkorn geht gar nicht, sofort Blähungen und Durchfall), Milch (ging problemlos), Reis (geschälter Reis scheint zu gehen).
Ich befürchte, daß ich mit dieser Ernährung mein Myom gut gedüngt habe. Und ich frage mich, wie ich die unterschiedlichen Diätregeln in Einklang bringen kann: Fleisch, Käse, Eier und meine frisch wiederentdeckte Milch würden als tierische Erzeugnisse alle wegfallen. Ich kann ja nicht nur von Salat und Gemüse leben. Gibt es da irgendwo Tips?
Liebe Marit,
völlig richtig: über Fleisch, Käse und Milch freuen sich die Myomzellen. Denn diese Nahrungsmittel enthalten reichlich Wachstumsfaktoren. In diesem Artikel wird eine Ernährung vorgestellt, die vor Myomen und anderen Zivilisationskrankheiten schützt: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-%E2%80%93-mythos-oder-echtes-problem/ Im Prinzip ist es die vernünftige vegane Kost mit viel frischem Gemüse, Hülsenfrüchten und eventuell Soja. vielleicht können Sie auch andere Vollkorngetreide und Pseudogetreide gut essen, wie Buchweizen, Quinoa, Amaranth. Bei chronisch entzündlicher Darmerkrankung kann man außerdem viel durch eine mikrobiologische Therapie erreichen. Alles Gute!
Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort!!! Sie beruhigt mich schon ein wenig!!! Ich werde zur Sicherheit noch einen baldigen FA-Termin vereinbaren!!!
Danke nochmals uns liebe Grüße,
Annika
Hallo Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
ich bin nun in der 18. Woche schwanger und habe ein Myom. Meine FA meinte das wäre kein Problem und es gibt keinen Grund zur Sorge. Seit ein paar Tagen mache ich mir leider trotzdem Sorgen. Vor der Schwangerschaft war das Myom ca. 2cm und seitdem hat meine Ärztin auch kein Wort mehr darüber verloren und ich auch nicht nachgefragt. Allerdings spüre ich seit einigen Wochen rechtsunten im Unterbauch sehr deutlich eine feste Kugel, die meiner Meinung größer wird und auch morgens im Liegen sichtbar raussteht. Zu meinem nächsten FA-Besuch sind es planmäßig noch 3 Wochen und heute habe ich einiges über Myome gelesen und auch über mögliche Fehlgeburten/erschwerte Geburten/…, dass ich gerade ziemlich beunruhig bin, dass diese Kugel mein Myom sein könnte, das massiv gewachsen ist und vielleicht Beschwerden oder Schlimmeres verursachen könnte.
Was meinen sie und was kann ich tun?!
Ich würde mich sehr über baldige Antwort freuen!!
Mit freundlichen Grüße,
Anika
Liebe Anika,
Durch den Einfluss der Schwangerschaftshormone wachsen bei vielen Frauen die Myome. Leider kann man nichts dagegen tun und bald müsste das Wachstum auch aufhören. Aber Ihre FÄ hatte ja gesagt, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Offenbar handelt es sich um ein sogen. subseröses Myom, das der Gebärmutter außen aufsitzt, weshalb Sie es auch tasten können. Es ist ganz selten nötig, dass ein Myom in der Schwangerschaft entfernt werden muss. Ob eine normale Entbindung möglich sein wird oder ob Sie vielleicht einen Kaiserschnitt brauchen, müssen Sie in Ruhe abwarten. Aber ehe Sie so beunruhigt sind, gehen Sie doch lieber noch mal zu Ihrer Frauenärztin, die sollte im US die Wachstumsgeschwindigkeit des Myoms gut beurteilen können.
Hallo Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
vielen Dank für ihre Empfehlungen es ist wirklich zu schätzen.
Mit besten Grüßen
Emmanuella
Hallo Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
wie kann ich meine akut Nieren-bzw. Rückenschmerzen vermindern?
Welche Tee oder (Pflanzen,Ernährung)kann ich gegen Blähung & Myome benutzen?
Das Myom-Kochbuch Für eine hormonfreie Ernährung habe ich.
Bitte warum sagen vielen, dass wir afrikanische Frauen aus genetischen Gründen mehr Myome entwickeln?
Bitte da ich nicht richtig die Produkten (Lebensmitteln) und ihre Bedeutungen auskenne, können Sie mir ein Buch empfehlen?
Ich habe schon Termin beim Arzt aber ich möchte selber meine Gesundheit in Hand nehmen und selber viel tun um mich vollzufühlen.
Danke für ihre baldige Antwort.
Mit besten Grüßen
Emmanuella
Liebe Emanuella,
Der Grund, warum dunkelhäutige Frauen öfter Myome haben, liegt im Erbgut. Mehr als 100 Gene regulieren die Myomzellen. Kommt es zu Veränderungen auf den Chromosomen sieben, zwölf und 14, besteht Myomalarm. Die Wahrscheinlichkeit ist unter Verwandten ersten Grades besonders hoch. Leidet die Mutter bereits an Myomen, hat die Tochter ein 2,5-fach höheres Risiko, selbst zu erkranken (Focus online). Über Pflanzen und Ernährung finden Sie einiges in meinen Büchern:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uber-das-frauen-gesundheitsbuch/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wie-sie-mit-pflanzen-gesund-bleiben-und-heilen-konnen/ Und wenn Sie ein interessantes Buch über Ernährung und gleichzeitig Naturheilkunde lesen wollen, kaufen Sie sich dieses hier:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gesundheit-schlemmen-tomatenrot-drachengrun/
Ich finde ganz toll, dass Sie sich selber um Ihre Gesundheit kümmern wollen und wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!
Hallo Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
vielen Dank für die Antwort.
Es grüßt Sie Emmanuella