Viele Frauen sind besorgt, wenn sie die Diagnose „Myom“ erfahren. Doch die meisten dieser Wucherungen sind harmlos und machen keine Beschwerden. Da Myome so häufig sind und junge Frauen sich zunehmend dafür interessieren, wie sie sich davor schützen können, hat die Zeitschrift BIO mit mir ein Interview darüber geführt. Die Fragen stellte Martina Seifen-Mahmoud. Sie können das Interview in der BIO 3/2012, S. 48-53 nachlesen.
Was und wo Myome sind
BIO: Was sind Myome eigentlich?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren.
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen?
Prof. Ingrid Gerhard: 30-70% der über Dreißigjährigen haben Myome. Der Altersgipfel liegt bei 50 Jahren. Häufiger als bei weißen Frauen treten Myome bei Frauen afrikanischer Herkunft auf.
BIO: Wodurch werden Myome verursacht?
Prof. Ingrid Gerhard: Da das Wachstum von Myomen an die Funktion der Eierstöcke gekoppelt ist, stehen sie unter Östrogeneinfluss. Je mehr das Gleichgewicht zwischen dem eher schützenden Gelbkörperhormon zugunsten von Östrogen verschoben ist, desto eher können sich Myome entwickeln. Man hat außerdem festgestellt, dass im Myomgewebe mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene vorhanden sind als in der normalen Muskulatur der Gebärmutter. Das heißt die Myome reagieren auch auf ein Zuviel an Östrogen empfindlicher und wachsen leichter. Das Gute daran ist, dass sie nach den Wechseljahren, wenn nicht weiter Östrogene eingenommen werden, schrumpfen.
BIO: Wo können Myome auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können in der Gebärmutterwand auftreten (intramural), von dort mehr nach außen zum Bauchfell hinwachsen (subserös) oder mehr nach innen Richtung Gebärmutterschleimhaut (submucös). Wenn sie nur in der Gebärmutterwand wachsen, spricht man von intramural. Entsprechend unterschiedlich fallen dann die Symptome aus. Manchmal ist die gesamte Gebärmuttermuskulatur myomytös verändert, die Gebärmutter ist dann vergrößert, ohne dass man einzelne Knoten sicher abgrenzen kann.
BIO: Und wie groß können Myome werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können Kindskopfgröße und mehr erreichen. Aber meistens läßt man es ja nicht so weit kommen.
Beschwerden durch Myome
BIO: Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Blutungsstörungen. Die Blutungen sind oft verstärkt, dauern zu lange oder können auch ganz unregelmäßig werden. Wenn der Blutverlust im Laufe der Zeit zu groß wird, werden Sie sich immer matt und müde fühlen. Dann ist eine Blutarmut (Anämie) entstanden, die dringend behandelt werden muss.
Myome können auch Schmerzen verursachen, bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr oder bei der gynäkologischen Untersuchung. Es sind sogar manchmal wehenähnliche Schmerzen möglich, wenn ein Myom in der Gebärmutterhöhle hängt und die Gebärmutter sich schmerzhaft zusammenzieht, um es auszupressen.
Myome können auch auf die Organe im kleinen Becken drücken. So zum Beispiel auf die Blase, dann hat man den Eindruck einer Reizblase oder Blasenentzündung. Sie können hinten auf den Darm drücken, so dass man Schmerzen beim Stuhlgang oder Kreuzschmerzen hat.
Aber zu Ihrer Beruhigung: 50% der Myome machen keinerlei Beschwerden!
BIO: Wie kann frau feststellen, ob sie ein Myom hat?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können zunächst nur vom Frauenarzt bei der Tastuntersuchung oder, früher noch, bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Manchmal ist es nötig, dass auch noch ein Ultraschall von der Bauchwand aus gemacht wird, wenn die Lage des Myoms unklar ist. Größere Myome können Sie dann oft selber durch Abtasten des Bauches fühlen
Behandlung von Myomen
BIO:Wie werden Myome normalerweise behandelt?
Zunächst kommt es immer darauf an, wie groß das Myom ist, ob es eins ist oder ob es mehrere sind und wo sie liegen. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob und welche Beschwerden sie verursachen, ob Kinderwunsch besteht oder ob Sie die Familienplanung abgeschlossen haben und kurz vor den Wechseljahren stehen.
Hormonell: Meistens versucht es die konventionelle Medizin zunächst mit Hormongaben, den GnRH-Analoga oder anderen, die die Eierstockfunktion völlig unterdrücken, in leichteren Fällen mit Hormonpillen in einer bestimmten Zusammensetzung, wie sie auch zur Verhütung eingesetzt werden. Die Hormone wirken nur, solange man sie einnimmt. Nach Absetzen dieser Medikamente ist ganz rasch die vorherige Myomgröße mit den gleichen Beschwerden erreicht.
Operativ: Deshalb entscheidet man sich heute oft zu einer operativen Maßnahme, bei der einzelne Myome chirurgisch oder mit besonderen Strahlentechniken entfernt oder eingeschmolzen werden. Allerdings muss bei 30-50% der Frauen damit gerechnet werden, dass sie im Laufe von 5 Jahren wiederkommen. In einem Buch der Professorin Gerlinde Debus wird ausführlich dargestellt, welche Methoden statt der Gebärmutterentfernung noch in Frage kommen. Des Weiteren kann man beim Frauengesundheitszentrum in München eine Broschüre zu Myomen erwerben.- Gebärmutterentfernung: sie ist nur selten nötig.
BIO: In welchen Fällen sollte man Myome operativ entfernen lassen?
Prof. Ingrid Gerhard:
- Wenn sie zu stark auf umliegende Organe drücken,
- die Blutungsstörungen nicht zu beherrschen sind oder
- Kinderwunsch besteht und der Arzt den begründeten Verdacht hat, dass die Myome die Befruchtung verhindern
- oder wenn die Myome Fehl-, Tod- oder Frühgeburten auslösen.
Sanfte Methoden
BIO: Gibt es auch sanfte Methoden aus der Naturheilkunde, mit denen frau sich helfen kann?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn die Myome noch klein sind, möglichst unter 4cm im Durchmesser, kann man versuchen, das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Dazu eignet sich die Ernährungsumstellung, bei Übergewicht die Gewichtsabnahme, unterstützt durch Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Anthroposophische Mittel oder TCM.
Ich habe vor kurzem noch mal bei vielen Kollegen herumgefragt, ob sie wirklich mit diesen Methoden ein Verschwinden von Myomen beobachtet hätten. Der einstimmige Tenor ist: praktisch nie, aber die Blutungsstörungen und die Schmerzen können trotzdem in vielen Fällen gebessert werden. Ich selber erinnere mich nur an zwei Patientinnen, bei denen im Ultraschall einmal ein 2cm und einmal ein 4cm großes Myom nach homöopathischer Konstitutionstherapie nicht mehr nachweisbar waren.
Die typischen Frauenteemischungen werden gerne eingesetzt, um die Schmerzen bei der Periode und die Blutungsstörungen zu beeinflussen, bspw. Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut aber auch Mädesüßblüten, und entspannend wirkt Erdrauchkraut. In der „Neuen Pflanzenheilkunde für Frauen“ sind einige beschrieben. Agnus castus, das Keuschlamm, hat Progesteron ähnliche Wirkungen und kann manchmal auch erfolgreich zur Zyklusregulierung bei Myomen eingesetzt werden (Agnolyt, Agnucaston, Femicur N). Zur raschen Blutstillung bei Hypermenorrhö eignet sich Hirtentäscheltinktur, mehrmals täglich während der Periode 20-30 Tropfen. Man kann es mit CERES Bursa pastoris Urtinktur kombinieren, mehrmals täglich 5 Tropfen.
BIO: Und wie lässt sich ein Eisenmangel, der durch den zu starken Blutverlust zustande kommt, ausgleichen?
Prof. Ingrid Gerhard: Den Eisenmangel gleichen Sie am besten durch Eisen als Gluconat aus, verbunden mit Pflanzenextrakten oder Vitamin C- haltigen Säften, die die Aufnahme des Eisens verbessern. Sehr gute Erfahrungen bzgl. Verträglichkeit und nachweisbarem Hb-Anstieg haben wir in meiner Sprechstunde mit Floradix Kräuterblut mit Eisen gemacht, worin u.a. auch der bewährte Brennnesselextrakt enthalten ist. Auch bei den Schüßlersalzen gibt es einige, die die Blutbildung verbessern.
Schließlich spielen wie bei allen Erkrankungen auch psychische und mentale Faktoren beim Umgang mit Myomen eine Rolle, so dass viele Kollegen auch gute Erfahrungen mit Hypnosetherapie, Visualisierungsreisen u.a. gemacht haben
Wann Myome gefährlich werden
BIO: Können Myome entarten und sich zu Krebsgeschwüren entwickeln?
Prof. Ingrid Gerhard: Nein, das gibt es praktisch nicht. Die bösartigen Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, die Myosarkome, entwickeln sich eigenständig, wie man aus genetischen Untersuchungen von gutartigen und bösartigen Knoten weiß.
BIO: Kann man trotz Myomen schwanger werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann man. Es hängt von der Größe und der Lokalisation der Myome ab, ob u. U. die Einnistung des Embryos erschwert ist oder ob die Eileiter verlegt sind.
BIO: Gefährden Myome eine Schwangerschaft?
Prof. Ingrid Gerhard: Da in der Schwangerschaft viele Östrogene und Wachstumsfaktoren gebildet werden, kann es passieren, dass die Myome anfangen zu wachsen. Das kommt besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bei ungefähr jeder dritten Frau, die Myome hat, vor. U.U. muss dann auch mal in der Schwangerschaft ein Myom operativ entfernt werden. Dem Baby passiert aber dabei nichts.
Leider erleiden Frauen mit Myomen häufiger Fehlgeburten, weil die Myome den Raum in der Gebärmutter einschränken oder die Blutzufuhr im Mutterkuchen reduziert ist. Wenn das einmal vorgekommen ist, wird Ihnen Ihr Frauenarzt vielleicht empfehlen, die Knoten entfernen zu lassen.
Gelegentlich können Myome eine normale vaginale Entbindung erschweren oder unmöglich machen, dann wird Ihnen Ihr Geburtshelfer einen Kaiserschnitt empfehlen. Vielleicht denken Sie, dann kann man mir ja die Myome gleich mit entfernen! Aber das ist nicht sinnvoll, das Gewebe ist viel zu weich und zu stark durchblutet, das könnte sehr gefährlich werden.
Auch im Wochenbett können Komplikationen auftreten, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen kann, die Blutungen verstärkt sind oder sich Blut aufstaut und sogar Fieber auftritt.
Was jede Frau sonst noch tun kann
BIO: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Prof. Ingrid Gerhard: Über mindestens vier verschiedene Mechanismen beeinflusst die Ernährung das Myomwachstum:
- Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an, während die hohe Aufnahme von grünem Gemüse schützt.
- Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben, die sogen. Xenoöstrogene, auch endokrine Disruptoren genannt, können an die Rezeptoren für Östrogene binden und wie Östrogene das Myomwachstum anregen. Hierzu gehören Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien.
- Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.
- Durch einen zu hohen Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.
Fazit
Sie schützen sich vor dem Wachstum von Myomen, wenn Sie viel Gemüse essen, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduzieren und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugen. Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ernährung eine Hilfe sein kann.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das informative Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Das BIO-Heft 3, 2012 empfehle ich Ihnen nicht nur wegen meines Interviews, sondern weil Sie darin weitere wichtige Artikel finden über:
Sonne und Haut- Diabetes
- Wie Singen die Abwehrkräfte stärkt
- Homöopathie als Selbsthilfe
- welche Blüten Sie essen dürfen
- warum Linkshändigkeit kein Makel mehr ist
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E-Mail: bioritter@aol.com
oder über das Internet http://www.biomagazin.de/





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Hallo Prof. Dr. Ingrid Gerhard
Ich habe auch einigen Fragen an Sie. Zuerst muss ich Ihnen bedanken für ihre große Leistungen hier. Ihre Antwort an jeder Frage so professionell sei gesegnet.
Im Februar 2009 waren 3 große Myome bis 10 cm von meiner Gebärmutter entfernt. Aber gerade sind die zugewachsen … mein Bauch sieht wie 5 bis 6 Monate Schwangere Frau aus. Lange Regel, bis zwei Mal im Monate, manchmal kommt es gar nicht, ständig schmerzen im Nieren Bereich, Rücken, Kreuz-Beine Schmerzen schließlich Druckgefühle habe ich. Meine Brust sind so groß …ich fühle mich nicht wohl. Klar ich muss mich operieren lassen.
Meine Fragen sind: Können die Myome von meiner Gebärmutter noch für das zweite Mal entfernen?
Gibt es Zusammenhang zwischen großere Myome und Brust?
Ich möchte von ganzen Herz mein Gebärmutter erhalten! Dazu ist die Frage kann ein Großer Uterus myomatosus nach Behandlung gesund Kind auf die Welt bringen? Welche Risiko stellt es für die Schwangerschaft da?
Ich bin 42 Jahr alt habe ich kein Kind und meine Kinderwunsch ist so groß.
Bitte welche Behandlung wäre für mich sinnvoller nach ihrer Erfahrung?
Danke für ihre baldige Antwort.
Liebe Emmanuella,
normalerweise kann man Myome noch einmal behandeln, allerdings hängt es natürlich davon ab, wo die Myome liegen und wie groß die einzelnen sind. Wenn die Gebärmutterhöhle nicht betroffen ist, könnten Sie sogar noch Chancen für eine Schwangerschaft haben. Die Fehlgeburtenrate ist jedoch nach Myomoperationen, bzw. bei Uterus myomatosus deutlich erhöht. Wenn Sie auch so große Brüste haben, spricht das alles für eine extreme Östogendominanz. Das reduziert dann wieder die Chancen für eine Schwangerschaft. Am besten lassen Sie sich mal von einem guten Endokrinologen und Reproduktionsmediziner beraten. Hier finden Sie die Kliniken mit Spezialisierung: http://www.repromedizin.de/arbeitsgemeinschaften/urz.html
Wenn Sie in der Zwischenzeit schon selber etwas tun wollen: Lassen Sie mal alle tierischen Lebensmittel und einfachen Kohlenhydrate weg und essen Sie viel Gemüse, Kräuter und Salate, Vollkorngetreideprodukte. Damit können Sie die Östrogendominanz reduzieren.
Viel Erfolg und herzliche Grüße!
Vielen Dank Frau Dr. Gerhard für die schnelle Antwort und frohe Ostern für Sie!!!
miri
Liebe Frau Doktor Gerhard,
Ich habe derzeit ein Myom, dass in den letzten drei Monaten von 4×6 cm auf 5×8 cm angewachsen ist.
Nach der vorletzten Untersuchung (vor vier Monaten) schien es zunächst ein wenig geschrumpft zu sein.
Nun wurde mir Esmya verschrieben, um im Sommer das Myom entfernen zu können (uteruserhaltend).
Da ich lange versucht habe, mich östrogenarm zu ernähren, habe ich mich durch das anfängliche „Schrumpfen“ des Myoms bestätigt gefühlt (um wieviel es geschrumpft ist, ist mit leider nicht bekannt, da der Arzt davon ausging, die Grösse sei nicht so genau anzugeben).
Östrogendominanz als Ursache des Wachstums zu sehen, schien mir logisch. Dass mein Myom sich dann doch vergrössert hat, habe ich mir durch meine Zuckersünden der letzten Wochen erklärt.
Wenn ich nun aber über das Medikament Esmya lese, dass es als Progesteronrezeptor- Modulator fungiert, also wohl die Rezeptorstellen für das Progesteron besetzt, verstehe ich einfach nicht mehr, was nun richtig ist. Ich sehe hier einen Widerspruch. Das Medikament soll wirken, allerdings gehen auch allerhand Nebenwirkungen damit einher.
Würden Sie das Medikament empfehlen?
Beschwerden habe ich durch mein Myom nicht, allerdings bereitet mir das Wachsen einfach auch Sorge. (Kinderwunsch ist nicht akut.)
was ich vergessen hatte: ich habe eine leichte Form von Morbus Crohn, die bisher nicht medikamentös behandelt wird, weil so gut wie keine Beschwerden vorliegen.
Besteht die Gefahr, dass Esmya das ändert?
Liebe Miri,
die Nebenwirkungen bei Esmya sind sehr unterschiedlich, von einem Einfluss auf M. Crohn habe ich bisher nicht gehört. Es gibt offenbar Myome, deren Wachstum durch Progesteron verstärkt wird. Das Wesentliche der Studien mit Esmya war, dass die Blutungen geringer wurden oder ausblieben und damit natürlich auch weniger Östrogen auf die Myome einwirkte. In wie weit man das Myomwachstum wirklich mit der Ernährung aufhalten kann, ist nicht bekannt. Ursache von Myomen können auch hormonaktive Umweltgifte sein oder Wachstumsfaktoren aus tierischen Produkten. Myomwachstum muss also nicht nur mit den körpereigenen Hormonen zu tun haben. Am besten suchen Sie sich noch einen Arzt für Naturheilkunde, der Sie bei der Urssachensuche begleiten kann.
Viel Glück!
Sehr geehrte Damen/Herren
……
Dennoch stellte sich dann irgendwann ein Myom ein ,wobei dies 5 cm groß war und der Arzt mir sagte ich müsse
mir keine Sorgen machen, erklärte mir ,was ein Myom ist, aber er teilte mir nicht genauer mit wo genau das Myom sitzt und was man eventuell dagegen tun kann, damit es erst gar nicht größer werden kann.
Ich ging also weiterhin und Regelmäßig,meistens alle drei Monate, zum Frauenarzt und einmal im Jahr zur Krebsvorsorge. Ich bin jetzt übrigens im Alter von 49.
Nun, weiter ging es dann so, das mir der Frauenarzt dann irgendwann erzählte, das Myom mal zu entfernen, da es ein wenig größer geworden ist ,ich glaube es waren 9 cm ,wenn ich mich recht erinnere.
Das war 2010, in diesem Jahr begann ich einen Fernlehrgang als Multimedia Designerin ,zum einen war ich nicht bereit, mich einer OP zu unterziehen ,da ich keinerlei Probleme hatte noch Schmerzen noch sonst etwas, habe mir dann auch die Pille (Cerazette) verschreiben lassen, eben weil ich der Meinung war, das die Hormone dem Moym eventuell entgegen wirkten.
Meine letzte Myom Kontrolle war im Mai 2013 , das Myom hatte zu diesem Zeitpunkt eine Größe von 12 cm . Und den Frauenarzt hatte ich auch und wieder einmal gewechselt , der mir vor zwei Jahren auch sagte,keine Sorge ,das ist alles nicht so schlimm , im letzten Jahr wollte er mich dann zur OP schicken, ich bin nach wie vor gegen eine OP.
Wissen Sie es ist alles gut und schön, aber man erwartet auch irgendwann einmal eine vernünftige Beratung eventuell einen Alternativ Vorschlag oder so etwas in dieser Richtung ,aber das was ich bisher an Beratung bekommen oder erlebt habe, ist mir definitiv nicht genug und ich werde mich keiner OP unterziehen, solange ich weiß, dass es Alternativen gibt. Man hätte mir z.B. eine Akupunktur vorschlagen können (welche ich auch gegen meine Arthrose im HWS und LWS Bereich bekomme und auch hilft) ,als das Myom noch 5 cm groß war, aber es kam nichts.
Es gibt auch Naturbelassene Medikamente die helfen könnten,soweit ich informiert bin und es gibt sicherlich Alternativen.
Sicherlich und das gebe ich zu, ist meine Periode Stärker geworden und bleibt auch mal etwas länger als es für gewöhnlichist und sie kommt auch nicht immer auf den Tag pünktlich, aber dennoch erkläre ich mich nicht zu einer OP bereit.
Seit einem Jahr trinke ich täglich ein bis zwei Tassen Zinnkraut und Schafgarben Tee. Aufgrund dessen,das ich mich auch mit der Heilung von Kräutern beschäftige und ein Buch von Maria Treben besitze, so kam ich dazu den Tee täglich zu mir zu nehmen,ob das Myom kleiner geworden ist,weiß ich nicht, da ich eigentlich am 14.04. 2014 wieder zur Kontrolle müsste,aber Ehrlich gesagt immer mit gemischten Gefühlen und mit Misstrauen zum Frauenarzt fahre.
Ich habe mich nun wie so oft im Internet informiert bin ich dabei auf Ihre Webseite gestoßen und möchte Sie an dieser
Stelle fragen, ob Sie eventuell dazu bereit wären, mir eine Hilfreiche Beratung zukommen zu lassen,mit der ich was anfangen
kann.Inzwischen macht mich das Thema Myom nervlich fertig und ich weiß einfach nicht mehr ,wem ich was glauben soll.
Es würde ich mich freuen, eine kurze Antwort von Ihnen zu erhalten .
Ich bedanke mich für die Zeit, die Sie sich für diese Mail genommen haben und hoffe auf eine Antwort ,es muss doch Möglichkeiten
geben,das Myom in den Griff zu bekommen und etwas zu tun, ohne das man sich unters Messer legt.
Mit freundlichen Grüßen
Conny S.
>
Liebe Conny,
Sie werden verstehen, dass ich diesen langen „Kommentar“ nicht ins web stellen konnte, denn Ihre Krankengeschichte ist zu lang, um sie als Kommentar gelten zu lassen. Ich habe deshalb einiges weggekürzt. Ihre Verärgerung über Ihre ärztliche Versorgung kann ich gut verstehen, leider haben die wenigsten Ärzte Zeit für lange Erklärungen.
Wenn Sie das Myom so wenig stört und Sie schon 49 Jahre alt sind, haben Sie eine gute Chance, dass Sie bald in die Wechseljahre kommen und der Hormonmangel dann dazu führt, dass das Myom nicht weiter wächst oder sogar etwas kleiner wird. Ich kenne keine Naturheilmethoden, die ein Myom ab etwa 3 cm wieder zur Rückbildung bringen könnten. Das Myomwachstum aufhalten könnte man nur, wenn man die Ursachen für die Myomentstehung bei Ihnen finden würde. In verschiedenen Artikeln dieser Webseite lesen Sie ja, dass Umweltfaktoren, Ernährungsfaktoren, Östrogendominanz und Gestagenmangel eine Rolle spielen können. Was ich Ihnen jetzt sagen werde, wird Sie auch nicht erfreuen: Wenn Sie eine Chance haben wollen, dass sich das Myom nicht weiter vergrößert, lassen Sie Ihren Schlaf- und Arbeitsplatz auf Belastungen untersuchen, essen Sie vegetarisch und lassen Sie Fast Food, alle tierischen Produkte sowie alle einfachen Kohlenhydrate weg, bewegen Sie sich mindestens dreimal in der Woche eine Stunde heftig.
Außer einer Gebärmutterentfernung gibt es moderne Methoden der Myomentfernung, bspw. mit fokussiertem US, Verödung einer Arterie usw. Es hängt jedoch von der Art und dem Sitz des Myoms ab, ob das möglich und sinnvoll ist. Am besten informieren Sie sich bei Ihrem FA darüber.
alles Gute!
Was wäre wenn ich jetzt 3 Monate nach der OP schwanger werden sollte?
Ist die Gefahr einer Ruptur sehr groß? Ich meine bis der Bauch wächst sind ja auch schon einige Monate vergangen und bis dahin müsste doch die Narbe an der Gebärmutter verheilt sein.
Ich werde 38 Jahre. Letztes Jahr im Juli habe ich eine Gebärmutterspiegelung machen lassen (Hinterwandmyom) und wurde danach auch nach 2 Zyklen schwanger. Hatte leider in der 7.SSW eine Fehlgeburt mit Ausschabung. Und während dieser kurzen Schwangerschaft ist dann das neue Myom „aufgetaucht“ ca 3cm.
Durch die Gestagenpille ( Einahme seit 2 Monaten ) habe ich Dauerblutungen.
Danke für Ihre Antwort
Liebe Sara,
Der Arzt, der Sie operiert hat, müsste diese Frage am besten beantworten können, denn er weiß, wie viel die Gebärmutterwand bei dem Eingriff verletzt wurde. Wenn das nur oberflächlich war, dürften Sie wahrscheinlich wieder schwanger werden. Unbedingt gleich zu Schwangerschaftsbeginn Progesteron in genügend hoher Dosierung nehmen, da die Myomentwicklung für einen Gestagenmangel spricht und auch die Fehlgeburt erklären könnte.
Viel Glück!
Hallo,
ich hatte im Januar eine bauchspiegelung mit myomentfernung (Vorderwandmyom).
Meine Frage ist, wie lange ich bis zu einer erneuten Schwangerschaft warten sollte?
Im Moment verhüte ich mit degastrerol aristo…
Danke u lieben Gruß
Liebe Frau Doktor,
Vielen Dank für Ihre Worte!!!! Ich werde auf jeden Fall über den Verlauf meiner Schwangerschaft berichten.
Alles Gute und nochmals vielen Dank für was Sie für uns alle tun!!!!
Katarina
Liebe Katarina,
wollte noch nachtragen, dass für Sie später vielleicht auch die neue Methode des fokussierten Ultraschalls in Frage kommt, womit man die Myome zerstören kann, ohne dass operiert werden muss, und wobei die Gebärmutter erhalten wird.
Nochmals alles Gute!
Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
Ich bin in der 10 Woche schwanger. Vor drei Wochen hatte ich ganz kurze Blutungen, ging sofort zur Notaufnahme. Die Frauenärztin hat festgestellt, dis Blutungen kommen von einer Ektopie. Was bei dieser Untersuchung aber festgestellt wurde waren 2 Myome in dem unteren Teil der Gebärmutter, 3 und 6 cm groß. Sie meinte es könnte zum Kaiserschnitt führen aber mehr sollte ich von meinem Arzt erfahren. Bei dem war ich gestern, die Myome sind nicht viel weiter gewachsen (auf 6,6cm), klassifiziert als intramural, der Mutterkuchen bildet sich anscheinend unter den Myomen. Mein Arzt hat mir gleich alle Risiken aufgestellt und mich zum Spezialisten für Risikoschwangerschaften geschickt. Da geh ich nächsten Mittwoch hin.
Ich versuche natürlich positiv zu denken und glaube fest daran, dass alles gut gehen wird. Hab natürlich auch Angst, bin 33 und dies ist meine erste Schwangerschaft.
Die aufgestellten Risiken waren: Fehl-oder Frühgeburt, Mutterkuchen nicht genug Ernährstoffe für das Baby, beim Kaiserschnitt müsste gleich die Gebärmutter mitgehen, weil der Schnitt genau dort führen müsste, wo die Myome liegen.
Liebe Frau Doktor, ich weiß, dass es rein aus einer Beschreibung unmöglich ist, eine Stellungnahme zu nehmen, wäre Ihnen trotzdem sehr, sehr dankbar, wenn Sie mir Ihre Meinung schreiben würden.
Vielen Dank für Ihre Zeit!!!!
Katarina
Liebe Katarina,
nun mal gaaanz langsam! Sie sind erst in der 10. SSW. Nicht gleich an Gebärmutterentfernung und Kaiserschnitt denken. Erstmal werden Sie sich jetzt ganz positiv auf die Schwangerschaft und Ihr Baby einstimmen und sich freuen! Nicht bei allen Frauen mit Myomen klappt es mit einer Schwangerschaft, also sind Sie etwas ganz Besonderes. Sorgen Sie gut für sich und Ihr Baby, dazu einiges in diesen Artikeln:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/richtige-ernaehrung-und-vitalstoffe-fuer-ein-gesundes-baby/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/babycare-%E2%80%93-vorsorgeprogramm-fuer-eine-gesunde-schwangerschaft/
Es ist schon mal gut, dass bisher die Myome nicht weiter gewachsen sind. Sollte viel später ein Kaiserschnitt nötig sein, was auf Grund Ihrer Beschreibung möglich ist, dann lassen Sie sich in einem Spezialzentrum operieren und nicht in einem kleinen Krankenhaus. Ich habe an der Uniklinik fast nie erlebt, dass gleich beim Kaiserschnitt die Gebärmutter entfernt werden musste. Und nach der Geburt kann man in Ruhe die richtige Methode finden, um die Myome zu entfernen. Übrigens kann es möglich sein, dass Sie zu Frühgeburtsbestrebungen neigen werden, dann lassen Sie sich mit Progesteron behandeln.
Viel Glück und eine wunderbare Schwangerschaft! Berichten Sie mal, wie alles gelaufen ist!
Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
vor einem Jahr wurden bei mir drei Myome an der linken Außenseite der Gebärmutter festgestellt. Eines ist 2cm, die Anderen ca. 3 und 4 cm groß. Mein Frauenarzt riet mir dazu, diese durch Operation entfernen zu lassen, da ich in ein paar Jahren Kinder bekommen möchte. Jedoch stelle ich mir die Frage, ob diese Operation jetzt wirklich notwendig ist, da sich die Myome innerhalb dieses Jahres kaum vergrößert haben und ich mit 26 Jahren auch noch Zeit habe. Sollte ich lieber noch abwarten oder hat mein FA recht damit, dass sie jetzt entfernt werden sollten, um Probleme bei der Schwangerschaft und Risiken für das Kind zu vermeiden?
Die Myome bereiten mir im Übrigen keinerlei Probleme. Da ich früher eine schwache Blutung hatte, hat sich diese eher in Richtung normal verändert.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Vielen Dank im Voraus.
Liebe Julia,
Wenn Sie das Größenwachstum engmaschig mit US kontrollieren lassen, können Sie abwarten. In der Zwischenzeit aber unbedingt etwas gegen das weitere Wachstum tun! Östrogendominanz durch die richtige Ernährung und Sport verhindern, eventuell den Bettplatz untersuchen lassen, eventuell naturheilkundlich begleiten lassen. Viel Glück!
Hallo sehr geehrte Frau Dr.Gerhard,ich habe schon an sie paar mal geschrieben am Ende Januar wurde bei mir Hormonspiralle eingesetzt um Wachstum der Myomen zu unterdrücken und Blutungen in den Griff zu bekommen jetzt meine Frage im Februar hatte ich meine Tage allerdings sehr lange 15 Tage .Im März bin ich ganz verzweifelt ich habe schon seit 18 Tage Blutungen aber in abgeschwächter Form ist das normal oder soll ich zum FA?oder ist das eingewöhnungsphase? Danke
Liebe Olja,
ist wahrscheinlich die Eingewöhnungsphase. Wenn Sie keine Schmerzen dabei haben, abwarten.