Lebensmittel der Zukunft, heilkräftiges Superfood, Powerpflanzen aus dem Meer, Nährstoffpäckchen für Veganer – vieles spricht für Algen und Meeresgemüse als Lebensmittel und Heilpflanzen.

Meeresgemüse Salat © Dr. Barbara Rias-Bucher

Algen zählen zu den ältesten Lebewesen des Planeten und machen etwa 95 Prozent der Meeresvegetation aus. Ob es sich um Pflanzen im gewohnten Sinne handelt, ist eine Frage der Definition: Manche Botaniker zählen nur Landpflanzen zum eigentlichen Pflanzenreich, den Plantae. Nach einer zweiten Auffassung gehören auch Grünalgen dazu, und man bezeichnet diese Gruppe aus Landpflanzen und Grünalgen als das grüne Pflanzenreich, die Chlorobionta. Und die dritte, weite Definition spricht auch vom braunen und roten Pflanzenreich, das heißt, man zählt auch Braun- und Rotalgen zu den Pflanzen – es sind die Heterokontobionta und die Rhodobionta.

Nun sind Landpflanzen vermutlich aus Grünalgen entstanden, die als Vorfahren der Landpflanzen den Rand von Tümpeln und Sümpfen besiedelten. Und weil auch Tümpel und Sümpfe immer wieder austrocknen, musste sich die Algenvegetation anpassen, wollte sie nicht zugrunde gehen. So gelangten die Pflanzen aus dem Wasser aufs Land, wie später ja auch die Tiere – bekanntlich stammt alles Leben aus dem Wasser.

Algen als Heilmittel, Rohstoff und Gemüse

Üblicherweise unterscheidet man zwischen Algen und Meeresgemüse:

  • Zu den Algen zählen mikroskopisch kleine Lebewesen, die als Phytoplankton die Nahrung für Meeresbewohner darstellen.
  • Mikroalgenpräparate gehören zu den Nahrungsergänzungsmitteln oder werden als Rohstoffe industriell genutzt – zum Beispiel in Medizin und Kosmetik, in der Nahrungsmittelindustrie und Textilproduktion.
  • Meeresgemüse sind Makroalgen, die man wie Gemüse züchtet, erntet und zubereitet.

An diesen Pflanzen aus dem Meer erkennen wir den Wert eines Lebensmittels – nicht nur weil gute Qualität ihren Preis hat, sondern weil Auswahl und Zubereitung von Meeresgemüse ein hohes Maß an Achtsamkeit erfordern. Denn anders als die Menschen in Ostasien sind wir eine algenreiche Kost nicht seit Jahrtausenden gewohnt. Das hat Vorteile für den Stoffwechsel: Meerespflanzen helfen bei der Entgiftung, liefern Mineralstoffe und Vitamine.

Inzwischen weiß man auch, dass die Mikrobiota in unserem Darm auf Algen (noch) nicht so eingestellt ist, dass wir sie restlos verdauen können – einen bedeutenden Teil der Algen-Kohlenhydrate zum Beispiel nutzen wir nicht als Energielieferanten, sondern als Ballaststoffe, die unser Immunsystem stärken und die Verdauung in Schwung bringen. Ebenso wie Fische und Meeresfrüchte, enthält auch Meeresgemüse reichlich Jod und essentielle Omega-3-Fettsäuren. Es gibt also gute Gründe, Meeresgemüse und Algen regelmäßig zu nutzen.

Algen zur Entgiftung und Ausleitung

Chlorella

Im Meerwasser kommen Metalle als natürliche Bestandteile der Erdkruste in mehr oder weniger hoher Konzentration vor. Einige davon sind lebensnotwendig: Die Spurenelemente Eisen, Zink, Selen, Mangan oder Kupfer müssen wir mit der Nahrung aufnehmen. Andere, wie die Schwermetalle Blei, Cadmium oder Quecksilber, schaden unserer Gesundheit, sind in hohen Dosierungen giftig bis lebensbedrohend.

Algen besitzen die Fähigkeit, Metalle zu binden und zu speichern. Für uns hat das Vor- und Nachteile.

Nachteilig ist, dass Meeresgemüse stark von Umweltgiften belastet sein kann. Beim Kauf muss man deshalb auf Qualität achten (siehe unten).

Vorteilhaft ist der hohe Mineralstoffgehalt von Algen sowie ihre entgiftende Wirkung. Denn Algen können auch im menschlichen Organismus Schwermetalle und Umweltgifte einfangen.

Beispiel Chlorella

Die Mikro-Grünalge bildet bestimmte Ketten von Aminosäuren (Peptide), nimmt ähnlich wie ein Schwamm Schadstoffe über die Zellmembran auf. Die Wasserlöslichkeit der Toxine wird erhöht, sodass sie über die Nieren ausgeschieden werden können. Je nach Dosierung kann man diesen Prozess steuern: Kleine Mengen an Chlorella setzen die Ausleitung in Gang, größere Mengen unterstützen sie.

Ballaststoffe in Meeresgemüse unterstützen die Entgiftung, indem sie Gallensäuren, Schwermetalle und Toxine absorbieren, die Mikroflora des Darms verbessern und damit das Immunsystem stabilisieren.

Schleimstoffe hindern pathogene Bakterien daran, an den Schleimhäuten des Magens und/oder Darms anzudocken und Schaden anzurichten.

In den 1960er Jahren soll es kanadischen Forschern gelungen sein, radioaktives Strontium, das Versuchstiere über die Nahrungskette aufgenommen und schließlich in der Knochensubstanz abgelagert hatten, mit isolierter Alginsäure aus Braunalgen im Darm zu binden, damit es über die Exkremente ausgeschieden werden konnte. Damals suchte man wegen der häufigen Kernwaffenversuche nach Möglichkeiten, radioaktive Verseuchung gewissermaßen „auszuleiten“.

! Beachten Sie bitte: Hin und wieder ein Detoxing-Smoothie mit Meeresgemüse oder Mikroalgen wie Spirulina oder Chlorella ist gut fürs Wohlbefinden. Doch für eine Regulationstherapie zur Entgiftung und Ausleitung brauchen Sie fachkundige Begleitung durch Arzt, Heilpraktiker oder Naturheilkundler!

Algen und Meeresgemüse liefern Antioxidantien

Nori © Dr. Barbara Rias-Bucher

Algen und Meeresgemüse enthalten Antioxidantien wie Carotinoide, Vitamin C und Selen. Bereitet man Meeresgemüse mit Olivenöl oder Sonnenblumenöl zu, kommt als weiteres Antioxidans Vitamin E hinzu.

Die Vitamine C und E sowie Beta-Carotin spielen eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit: Diese „Radikalfänger“ ergänzen sich in ihrer Wirkung und vernichten gemeinsam aggressive Sauerstoffverbindungen ROS, die zum Beispiel die Aktivität von Enzymen stören, wenn sie körpereigene Proteine angreifen, oder zu Schäden an der Zellmembran führen, sobald sie in den Fettstoffwechsel eingreifen. ROS schädigen auch die DNS, den Sitz der Erbinformation – eine Ursache von Krebserkrankungen.

Antioxidantien sind also Substanzen, die nicht insoliert, sondern grundsätzlich im Verbund wirken. Zudem brauchen sie „Helfer“: erstens, um überhaupt wirksam werden zu können, und zweitens, um sich gegebenenfalls – bildlich gesprochen – nach dem Kampf wieder zu regenerieren. Diese Helfer gehören zur Gruppe der Vitamine und der sekundären Pflanzenstoffe.

Unsere Zellen verständigen sich untereinander durch Signale und Botenstoffe. Unterbleibt diese Kommunikation, läuft etwas schief – karzinogene Stoffe zum Beispiel hemmen diese Zellkommunikation, Tumorzellen „tarnen“ sich, damit sie unseren körpereigenen Killerzellen entwischen. Hier setzen Carotinoide den notwenigen Informationsaustausch der Zellen erneut in Gang, indem sie ein bestimmtes Protein aktivieren.

Diese Mechanismen zeigen deutlich, dass wir für unsere Gesundheit eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung mit vielen verschiedenen Lebensmitteln brauchen. Algen und Meeresgemüse spielen als Pflanzen mit hohem Gehalt an Nährstoffen, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen eine bedeutende Rolle.

Bedeutung von freien Radikalen und oxidativem Stress

Sauerstoffradikale, Freie Radikale oder – wissenschaftlich – Reaktive Sauerstoffspezies (ROS von reactive oxygen species) sind nicht generell schädlich, sondern erfüllen im Organismus wichtige Funktionen, zum Beispiel beim Stoffwechsel oder bei der Immunabwehr. ROS sind Moleküle mit Sauerstoffatomen, die anstelle eines reaktionsträgen Elektronenpaars nur ein chemisch aggressives Elektron tragen. Um stabil zu werden, entreißt das ROS anderen Molekülen das begehrte Elektron. Diese Oxidation ist erwünscht, zum Beispiel wenn das ROS ein eingedrungenes Bakterium angreift und mittels „Elektronenklau“ zerstört.

Gerät diese Oxidation aber durch Krankheit oder Schadstoffe außer Kontrolle, kommt es zum oxidativen Stress: Sauerstoffradikale nehmen überhand und greifen zum Beispiel Organe, Hautzellen oder die DNS an. Nun werden Antioxidantien, sogenannte Radikalfänger, aktiv. Sie hemmen, verhindern oder unterbrechen die Oxidation, indem sie ihrerseits ROS vernichten und/oder oxidative Kettenreaktionen unterbrechen.

Meeresgemüse und Algen als Jodlieferanten

Wakame © Dr. Barbara Rias-Bucher

Meeresgemüse dient uns als Heilmittel, als Würze und als vegetarische Alternative zu Fisch und Meeresfrüchten. Grundnahrungsmittel, das wir jeden Tag essen sollten, ist es allerdings nicht. Denn genau wie Meerestiere enthalten auch Meerespflanzen reichlich Jod, ein Spurenelement, das als Bestandteil der Schilddrüsenhormone zu den lebenswichtigen Mikronährstoffen zählt. Diese Hormone, die nur mit Jod gebildet werden können, sind an der Steuerung von Wachstum, Knochenbildung, Gehirnentwicklung und Stoffwechsel beteiligt, beeinflussen das Allgemeinbefinden, die Psyche und – über die Insulinausschüttung – auch das Körpergewicht. Die optimale Jodzufuhr ist deshalb außerordentlich wichtig für unsere Gesundheit, und eine Überdosis schadet ebenso wie Jodmangel.

In Regionen, in denen die Menschen traditionell viele jodreiche Lebensmittel aus dem Meer essen, ist die Zufuhr immer gesichert. Doch in sogenannten Jodmangelgebieten, zu denen auch Deutschland gehört, müssen wir auf den Jodgehalt unserer Lebensmittel achten. Um Jodmangel vorzubeugen, schwanken die Zufuhr-Empfehlungen zwischen 200 und 500 µg pro Tag. Diese Empfehlung ist etwas missverständlich, denn Jod wird über Wochen im Organismus gespeichert, sodass eine tägliche Zufuhr gar nicht notwendig ist.

Für die Praxis der Ernährung mit Meeresgemüse heißt das: Einmal pro Woche ein Hauptgericht mit Meeresgemüse plus ein- oder zweimal pro Monat eine Portion Sushi ist für gesunde Menschen in Ordnung. Mehr sollte es nicht sein, denn auch eine intakte Schilddrüse kann durch mehrfache hohe Jodzufuhr unkontrolliert reagieren. Und eine dauerhafte Überversorgung kann allmählich zur Unterfunktion der Schilddrüse (jodinduzierte Hypothyreose) führen, eine höchst unangenehme Erkrankung mit Angstzuständen, Gewichtszunahme und Verdauungsproblemen.

Wer bereits an einer Funktionsstörung der Schilddrüse wie Morbus Basedow, Hashimoto oder heißen Knoten leidet, muss auf Meeresgemüse ganz verzichten.

  • Denn erstens weiß man nie genau, wieviel Jod eine Algenmahlzeit enthält. Bei Schilddrüsenpatienten jedoch muss die Jodzufuhr medikamentös geregelt werden, und die genaue Dosis legt der Arzt aufgrund einer Blutuntersuchung fest.
  • Zweitens kann eine erhöhte Jodzufuhr sofort eine Überreaktion der Schilddrüse auslösen, sodass der Entzündungsprozess wieder aufflammt. Vor allem bei älteren Menschen kann es „schon nach einmaligem Verzehr jodreicher Algen zu einer jodinduzierten Hyperthyreose und damit zu einer unter Umständen lebensbedrohlichen Entgleisung des Stoffwechsels kommen“, betont das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Meeresgemüse und Algen gegen Krebs

Lignane in Braunalgen, wie Arame, Kombu, Kelp oder Meeresspaghetti, zählen zu den Phytoöstrogenen aus der großen und wichtigen Bioaktivstoffgruppe der Polyphenole. In ihrem Aufbau sind Phytoöstrogene den menschlichen Östrogenen ähnlich; sie besetzen einen Teil der Rezeptoren, an denen normalerweise das Östrogen andockt. So erhält die Hypophyse die Meldung, dass der Hormonspiegel im Lot ist. Doch weil Phytoöstrogene nur in Pflanzen vorkommen und biochemisch keine Hormone sind, beeinflussen sie auch den Östrogenspiegel nicht negativ, sondern bringen ihn sogar in die richtige Balance.

Phytoöstrogene schützen vermutlich vor hormonabhängigen Krebsarten, wie Brustkrebs und Prostatakrebs, weil sie menschliche Geschlechtshormone qualitativ und quantitativ beeinflussen. Zudem hemmen Phytoöstrogene die Neubildung von Blutgefäßen im Bereich eines Tumors.

Meeresgemüse und Algen als nachhaltige Alternative zu Fisch

Statt Meeresfrüchte besser Meeresgemüse

Die meisten wildlebenden Seefischarten sind im Bestand gefährdet, Meeresfrüchte und Speisefische kommen deshalb überwiegend aus ökologisch bedenklichen Aquakulturen: Es handelt sich dabei um Massentierhaltung mit dichtem Besatz, so dass, wie bei anderen Nutztieren, Antibiotika zugefüttert werden müssen. Zudem werden Mangrovenwälder gerodet, die Ausscheidungen der Tiere verschmutzen die Küstenregionen. Traditioneller Fischfang durch die Menschen, die seit Jahrhunderten davon leben, ist nicht mehr möglich.

Meeresgemüse und Algen sind also die nachhaltige und ökologische Alternative zu Seefisch. Die Pflanzen aus dem Meer versorgen uns bei vegetarischer und veganer Lebensweise mit allen essentiellen Aminosäuren und mit essentiellen Fettsäuren. Neben Jod ist besonders hoch der Gehalt an Calcium für den Aufbau von Knochen und Zähnen und Eisen für die Bildung roter Blutkörperchen: Bei Eisen liegt er um ein Mehrfaches höher als in Eigelb oder Spinat. Meeresgemüse ist zudem eine der wenigen pflanzlichen Quellen für Vitamin B12, das sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt.

Auf Qualität bei Meeresgemüse und Algenprodukten achten

Grundsätzlich hängt der Gehalt an Mikronährstoffen in Meeresgemüse und Algen von der Wasserqualität ab, egal, ob die Pflanzen wild wachsen oder aus Aquakulturen stammen. Qualitativ hochwertige Produkte aus Mikroalgen für Ernährung, Nahrungsergänzung und Pflege bekommen Sie zum Beispiel bei www.marine-therapy.com.

Bei getrocknetem Meeresgemüse bieten die größte Auswahl asiatische, speziell japanische Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte; dort gibt es auch eingelegtes Meeresgemüse als Salat und manchmal sogar frische Ware. Sehr gut bestückt mit getrockneten Algen sind auch die Makrobiotik-Regale in Bio-Supermärkten.

Frisches Meeresgemüse aus europäischem Anbau bekommen Sie über Online-Versand und bei Fischhändlern, dort allerdings meist nur auf Bestellung. Frische Algen haben genau wie Landgemüse ihre Erntesaison: So zum Beispiel Dulse und Meeresspaghetti von Mai bis Oktober, Meersalat von März bis Juli. Frisches und zur Konservierung eingesalzenes Meeresgemüse gibt es auch außerhalb dieser Erntezeiten.

Meeresgemüse und Algen binden Schadstoffe wie Schwermetalle und andere Umweltgifte. Dennoch muss man sich um Schadstoffbelastung keine Sorgen machen. Die meisten Algen kommen aus Japan und wachsen dort seit Jahrzehnten in Tankanlagen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung wiesen Algen und Meeresgemüse aus Japan auch nach dem Reaktorunfall von Fukushima im Jahr 2011 keine erhöhten Strahlenwerte auf. Ein Problem ist allerdings Arsen, vor allem in Hijiki-Algen. Einige Behörden für Lebensmittelsicherheit warnen daher sogar vor dem Verzehr von Hijiki und empfehlen, auf diese Braunalge lieber zu verzichten.

Europäisches Meeresgemüse aus Frankreich weist laut den Herstellern bisher weder überhöhte Jodgehalte noch hohe Schadstoffmengen auf. Zudem stellen regelmäßige Untersuchungen der Wasserqualität wie auch die Analyse jeder Ernte sicher, dass die Qualität stimmt.

Rezeptbeispiele mit Meeresgemüse

Frühlingssalat

Frühlingssalat © Dr. Barbara Rias-Bucher

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Salatgurke
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Handvoll beliebige Kräuter (zum Beispiel Zitronenmelisse, Rucola, Brennnesseln)
  • 1 Handvoll beliebige Keimlinge oder Sprossen (zum Beispiel Rettich, Senf oder Alfalfa)
  • ½ TL Zitronenpfeffer
  • 2-3 EL Reisessig
  • 2 EL Erdnussöl
  • 1 EL Seaweed Salad oder Meersalat (getrocknet)
  • Salz nach Belieben

Zubereitung

  • Die Gurke waschen oder schälen und hauchdünn hobeln. Die Frühlingszwiebeln waschen und mit den saftigen grünen Blättern in feine Ringe schneiden. Die Kräuter waschen, trockentupfen und grob zerkleinern, die Keimlinge oder Sprossen auf einem Sieb kalt abspülen und abtropfen lassen.
  • Alle diese Zutaten in einer Schüssel mit Zitronenpfeffer, Essig und 1 EL Öl mischen, mit etwas Salz würzen und auf Portionstellern verteilen.
  • Den getrockneten Seaweed Salad oder Meersalat in einer Pfanne mit dem restlichen Öl unter Rühren sanft rösten und über die Salatportionen geben.

Spaghetti mit Haricot de mer

Spaghetti mit Haricot de mer © Dr. Barbara Rias-Bucher

Zutaten für 4 Portionen

  • 20 g getrocknete Meeresspaghetti (Haricot de mer)
  • 500 g frische grüne Bohnen und Palbohnen gemischt
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2-3 Handvoll Cocktailtomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 EL Dashi oder Gemüsebrühe
  • 200 g Soja- oder Reissahne
  • 400 g Spaghetti
  • Salz nach Belieben
  • Frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

  • Meeresspaghetti einweichen, abgießen und trockentupfen. Die grünen Bohnen und die Palbohnen waschen, die Frühlingszwiebeln waschen und in etwa fingerlange Stücke schneiden. Die Cocktailtomaten waschen und halbieren, den Knoblauch schälen und feine Scheibchen schneiden.
  • Alle diese Zutaten in einer großen Pfanne mit dem heißen Öl unter Rühren anbraten. Dashi oder Gemüsebrühe zugeben und alles zugedeckt etwa 7 Minuten garen, bis die Bohnen bissfest sind. Die Sahne zugeben und unter Rühren erhitzen.
  • Während das Gemüse gart, die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen, abgießen, abtropfen lassen und zum Gemüse in die Pfanne geben. Nun alles mischen, mit Salz und einer kräftigen Prise Pfeffer abschmecken und sofort servieren.

Über die Autorin

Dr. phil. Barbara RiasBucher arbeitete nach ihrer Promotion zunächst als leitende Redakteurin im Bereich Ratgeberbücher und war dann Chefredakteurin im Zeitschriftenbereich. Seit über 20 Jahren ist sie Autorin für renommierte Verlage und hat mittlerweile über 100 Bücher zu Kochen und Ernährung mit einer Gesamtauflage von mehr als 4 Millionen veröffentlicht.

Ihr Fachgebiet ist die vollwertige und vegetarische Ernährung; auf dem eigenen Bauernhof beschäftigt sie sich mit ökologischem Pflanzenbau, nachhaltigem Wirtschaften und Selbstversorgung. Daneben hat sich die studierte Historikerin auf regionale kulinarische Traditionen und auf die internationale Kultur des Essens spezialisiert.

Ich lernte Frau Dr. Rias-Bucher durch Ihren Artikel für unser Webmagazin über die Superfoods im März 2016 kennen und ihr gleichnamiges Buch. Im Juni 2017 schrieb sie in diesem Webmagazin den Artikel über die Sprossen und Keimlinge als Superfoods von der Fensterbank. Gemeinsam mit ihr veröffentlichte ich im Juni 2017 unser Buch zur „Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit“. Eine Vielzahl von sehr speziellen und anschaulichen Ernährungs-Ratgebern und Kochbüchern finden Sie auf der Webseite des Mankau-Verlags.

Kontakt

Dr. Barbara RiasBucher
E-Mail: drbarbararias@t-online.de
Internetforum Mankau Verlag: www.mankau-verlag.de/forum/

Buchempfehlung von der Redaktion

Meeresgemüse und Algen. Kompakt-Ratgeber

Gesunde Lebensmittel aus dem Ozean

Gerade heute, am 3. März 2018, läuft der 1. deutsche Jodkongress in Düsseldorf. Denn obwohl Deutschland schon immer ein Jodmangel-Land war, wurde erst im vergangenen Jahr die Öffentlichkeit vermehrt mit Büchern, Vorträgen und Artikeln darüber informiert, wie wichtig Jod nicht nur für die Schilddrüse, sondern ganz allgemein für unsere Gesundheit ist.

In diesem Webmagazin stellten bspw. die Heilpraktiker Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann im Juli 2017 die Bedeutung von Jod für die Brustgesundheit vor und ihr Buch „Jod, Schlüssel zur Gesundheit“. Im September 2017 beschrieben die beiden Autoren für Sie, wie Sie sich jodreich ernähren können und stellten ihr „Jod-Kochbuch“ vor.

Fast zeitgleich erschien der Kompakt-Ratgeber von Frau Dr. Rias-Bucher „Meeresgemüse und Algen“, eine tolle Ergänzung zu dem Thema. In bewährter Form ist das Buch gegliedert in den Informationsteil und den Rezept-Teil. Im ersten Teil werden die 15 bei uns erhältlichen Algen vorgestellt und genau die Besonderheiten und Inhaltstoffe beschrieben. Im zweiten Teil werden Rezeptideen für jeden Geschmack dargestellt, wieder, wie in allen ihren Kochbüchern, mit eigenen Fotos illustriert, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Die Rezepte sind einfach und leicht nachzukochen.

Sie wissen ja, dass ich sehr ambivalent bin, wenn es um das Propagieren von Fischmahlzeiten geht. Besonders in der Schwangerschaft halte ich den Verzehr von Fisch für zu gefährlich für das Baby, da er zu viele Schwermetalle, besonders Quecksilber, und Industriechemikalien enthält. Deshalb habe ich in den Artikeln zur Schwangerschaft auch lieber die Nahrungsergänzungen mit DHA und EPA empfohlen, wenn diese auf Rückstände kontrolliert sind. Das muss man jetzt nicht mehr unbedingt machen, wenn man sich algenreich ernährt und, wie hier im Artikel beschrieben, auf die Qualität achtet. Das Buch „Meeresgemüse und Algen“ möchte ich allen Frauen und Müttern ans Herz legen, die ihre Familie gesund ernähren wollen, die gerne vegetarisch oder vegan essen wollen, ohne eine Nährstoff- Mangelversorgung befürchten zu müssen.

Und wie sind Ihre Erfahrungen mit den gesunden Lebensmitteln aus dem Ozean? Schreiben Sie uns doch einen Kommentar!

Drucken