Weihnachtserinnerung

Sicher haben Sie sich gewundert, dass ich Ihnen in diesem Jahr, falsch, im vergangenen Jahr 2013, gar keinen Weihnachtsartikel geschrieben habe. Die Aufforderung zur „Frohen Adventszeit mit den gesunden Süßigkeiten“ hatten Sie sicher längst verinnerlicht. Aber irgendwann endet auch mal die Adventszeit, für die einen mit einem Seufzer „endlich“, für die anderen mit Bedauern „schade“.

Ich hätte die Zeit gerne noch verlängert, denn meine Weihnachtsvorbereitungen waren noch nicht abgeschlossen. Und zu den Vorbereitungen gehörte eigentlich auch ein Weihnachtsartikel für Sie. Verschiedene Ideen dazu schwirrten durch meinen Kopf. Eine Überschrift war schon geschrieben,

aber dann…

Es kam alles anders

Schwere Unwetter suchten uns in unserem Winterdomizil in Teneriffa heim. Die Straßen waren überschwemmt, bei uns liefen der Keller und das Gästezimmer voll. Und wir erwarteten doch die junge Familie meines Sohnes mit zwei Babys. Das gab viel Extraarbeit, aber noch glaubte ich, genügend Zeit bis Weihnachten zu haben. Ich hatte völlig unterschätzt, was für Turbulenzen so eine junge Familie mit sich bringt.

Dinge geschehen lassen

Glücklicherweise schrieb der von mir schon mehrfach zitierte Coach Roland Kopp-Wichmann in seinem Blog rechtzeitig „Über die Weisheit, Dinge geschehen zu lassen, vor allem zu Weihnachten“. Das war`s! Auch ich wollte weise sein!

Wie schreibt er so schön in seinem Punkt 1: „Der Gedanke, dass wir Kontrolle über unser Leben haben, ist eine Illusion.“ Das habe ich gemerkt. Und weiter unten erklärt er:

„Zu unterscheiden, was getan werden sollte und was man geschehen lassen kann, grenzt an Weisheit. Geschehen lassen, statt alles kontrollieren zu wollen – dafür bietet Weihnachten gute Gelegenheiten.“

Wem von Ihnen wäre geholfen gewesen, wenn ich voller Hektik und mit schlechtem Gewissen der Familie gegenüber noch einen Weihnachtsartikel fabriziert hätte? Ich hätte mir mit dem Druck, den ich mir selber gemacht habe, nur weiter selber geschadet. Was war für mich, für meine Lebenssituation jetzt wirklich wichtig?

Und ich ließ geschehen: ich freute mich am Chaos im Wohnzimmer, an dem Glück, für die Kinder da sein zu können, die täglichen Fortschritte und Wandlungen der Babys miterleben zu dürfen, morgens mit Ohropax in Ruhe auszuschlafen, ohne gleich am PC zu arbeiten, das Telefon nur phasenweise einzuschalten, in Ruhe Gespräche zu führen usw. Es war eine entspannte, phantastische Weihnachtszeit! Ohne Blog, ohne Facebook, ohne Twitter, Google nur, um die Wetterkamera einzuschalten und Ausflüge in die richtige Richtung zu planen. Das wahre Leben spielt sich eben doch in unseren eigenen vier Wänden ab und nicht in virtuellen sozialen Netzwerken!

Lieber Roland Kopp-Wichmann, ich danke Dir für diesen Anstupser und hoffe, dass nicht nur ich sondern viele unserer Leserinnen lernen, ein klein bisschen weise zu werden. Und nicht nur zu Weihnachten!

Übrigens Roland Kopp-Wichmann schrieb einen der ersten Artikel in diesem Webmagazin über den Umgang mit der Liebe. In verschiedenen Artikeln stellte ich Ihnen seine lesenswerten Bücher vor:

Ratschläge gegen Stress

Es gibt so viele kleine Dinge, die wir im neuen Jahr verändern können, um uns dauerhaft weniger Stress zu machen. In The Huffington Post werden 14 gute Ratschläge gegeben, um weniger unter Stress zu leiden und den daraus resultierenden Krankheiten vorzubeugen. Einige davon möchte ich Ihnen besonders ans Herz legen.

  • Machen Sie sich nicht so abhängig von Ihren e-mails. Es passiert nichts, wenn Sie mal einen Tag nicht in Ihre Post schauen. Um am nächsten Tag nicht überschwemmt mit Nachrichten zu werden, legen Sie sich ein paar zusätzliche Ordner an, in die Sie die ganzen nicht dringenden mails vorsortiert verschieben können.
  • Lassen Sie Ihr Handy oder Smartphone mal zu Hause und gehen Sie, völlig frei davon, aus. Schon 75% der Amerikaner fühlen sich gestresst, wenn sie ihr Telefon mal nicht bei sich haben, das wird in Deutschland nicht anders sein. Als Ärztin musste ich jahrelang einen Piepser bei mir tragen, um immer erreichbar zu sein, eine schreckliche Zeit. Vielleicht weigere ich mich deshalb heute noch, mein Handy anzustellen. Ich nehme es nur mit, natürlich ausgestellt, um selber in einem Notfall mal Hilfe erreichen zu können, oder auf Reisen.
    Sie glauben nicht, wie entspannt ein Abend oder sogar ein ganzer Tag sein kann, wenn man nicht erreichbar ist. Mal ehrlich: wie viele Anrufe waren heute wirklich wichtig für Sie?
  • Denken Sie beim Essen nicht immer daran, was besonders gesund ist, was am wenigsten Kalorien hat, sondern genießen Sie einfach mal das, was Ihnen schmeckt. Wenn Sie mit Genuss und langsam essen, werden sie automatisch merken, was Ihnen gut tut und wonach Ihr Körper verlangt.
    Das Schlimmste, was man sich beim Essen antun kann, ist ein Automatismus: irgendetwas in sich reinstopfen, weil der Hunger sich meldet, dabei noch schnell die Überschriften in der Zeitung lesen, mails checken, weiter am PC arbeiten. Essenszeit muss Essenszeit bleiben! Dann verdauen Sie besser, dann setzt das Essen nicht an, dann bleiben Nahrungsmittelallergien aus, und es können Glückshormone ausgeschüttet werden.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig, aber machen Sie keinen Leistungssport daraus! Ich finde natürlich Leistungssportler bewundernswert, aber Frau Ottilie Normalverbraucher ist ja froh, wenn sie es ein oder zweimal in der Woche in die Gymnastikgruppe schafft. Suchen Sie sich einen Sport oder eine Bewegungsart aus, die Ihnen wirklich Spaß macht. Und versuchen Sie, diese zweimal in der Woche fest einzuplanen und durchzuziehen.
    An den übrigen Tagen gehen Sie zu Fuß. Wenn immer es möglich ist, treffen Sie sich mit Freundinnen mal nicht im Cafe, sondern zum Spazierengehen. Auch dienstliche Gespräche lassen sich gut mal beim Rundgang durch den nächsten Park erledigen. Für mich war es immer sehr hilfreich, den Wecker morgens 20min. früher zu stellen und eine Serie von Yogaübungen zu machen. Danach fühlt man sich sofort fit, beweglich, wach und glücklich und hat das gute Gewissen, schon mal etwas für sich selber getan zu haben.
  • Vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Ist die Freundin hübscher, schlanker, erfolgreicher als Sie? Beneiden Sie sie, weil sie so eine nette Familie hat oder im Gegenteil, so viel Zeit für sich hat, weil sie Single ist?
    Nur selten schauen wir richtig hinter die Fassaden und erfahren, dass diese Freundinnen dafür andere Baustellen haben.
    Also am besten gar nicht erst mit anderen vergleichen, dankbar sein für das, was Ihnen geschenkt wurde. Akzeptieren Sie die Rolle, die Ihnen das Leben zugedacht hat, und freuen Sie sich über das Hier und Jetzt.

Damit möchte ich es erst einmal gut sein lassen.

Hörbücher zum Entspannen

Für alle diejenigen von Ihnen, die sich gerne durch Hörbücher inspirieren und „entstressen“ lassen, hier einige Vorschläge:

Stress lass nach, Autogenes Training für Einsteiger von Derra

Lebensfreude statt Stress von Peseschkian

Shanti, Yoga für die Ohren von Shri Yogi Hari. Diese CD begleitet gerade meine Arbeit. Man kann sie sowohl zur Entspannung einsetzen als auch zur Stärkung der Konzentration.

Chanting und Meditationen von Han Shan. Sie hören authentische Klänge und Gebete aus Han Shans Retreatcenter, müssen sich aber wirklich die Zeit nehmen, sich in Ruhe dabei hinsetzen und die Gesänge wirken lassen.


Meine Wünsche für Sie

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich auf dieses neue Jahr freuen und neugierig sind, was es für Überraschungen für Sie bereithält.

Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen gelingt, Ihre Gesundheit zu verbessern oder stabil zu halten. So weit es mir möglich ist, werde ich Ihnen dabei behilflich sein.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie bewusst viele kleine und große Glücksmomente erleben und genießen dürfen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich in guten und schlechten Situationen aufgehoben und geliebt fühlen.

Ich wünsche Ihnen, dass aus Tränen Perlen werden und aus Unglück wunderbare neue Lebensentwürfe.

Ich wünsche Ihnen ein Jahr der Dankbarkeit, des Friedens, der Erfüllung und des Glücks.

Buddha im Park

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