Viele Frauen sind besorgt, wenn sie die Diagnose „Myom“ erfahren. Doch die meisten dieser Wucherungen sind harmlos und machen keine Beschwerden. Da Myome so häufig sind und junge Frauen sich zunehmend dafür interessieren, wie sie sich davor schützen können, hat die Zeitschrift BIO mit mir ein Interview darüber geführt. Die Fragen stellte Martina Seifen-Mahmoud. Sie können das Interview in der BIO 3/2012, S. 48-53 nachlesen.
Was und wo Myome sind
BIO: Was sind Myome eigentlich?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren.
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen?
Prof. Ingrid Gerhard: 30-70% der über Dreißigjährigen haben Myome. Der Altersgipfel liegt bei 50 Jahren. Häufiger als bei weißen Frauen treten Myome bei Frauen afrikanischer Herkunft auf.
BIO: Wodurch werden Myome verursacht?
Prof. Ingrid Gerhard: Da das Wachstum von Myomen an die Funktion der Eierstöcke gekoppelt ist, stehen sie unter Östrogeneinfluss. Je mehr das Gleichgewicht zwischen dem eher schützenden Gelbkörperhormon zugunsten von Östrogen verschoben ist, desto eher können sich Myome entwickeln. Man hat außerdem festgestellt, dass im Myomgewebe mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene vorhanden sind als in der normalen Muskulatur der Gebärmutter. Das heißt die Myome reagieren auch auf ein Zuviel an Östrogen empfindlicher und wachsen leichter. Das Gute daran ist, dass sie nach den Wechseljahren, wenn nicht weiter Östrogene eingenommen werden, schrumpfen.
BIO: Wo können Myome auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können in der Gebärmutterwand auftreten (intramural), von dort mehr nach außen zum Bauchfell hinwachsen (subserös) oder mehr nach innen Richtung Gebärmutterschleimhaut (submucös). Wenn sie nur in der Gebärmutterwand wachsen, spricht man von intramural. Entsprechend unterschiedlich fallen dann die Symptome aus. Manchmal ist die gesamte Gebärmuttermuskulatur myomytös verändert, die Gebärmutter ist dann vergrößert, ohne dass man einzelne Knoten sicher abgrenzen kann.
BIO: Und wie groß können Myome werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können Kindskopfgröße und mehr erreichen. Aber meistens läßt man es ja nicht so weit kommen.
Beschwerden durch Myome
BIO: Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Blutungsstörungen. Die Blutungen sind oft verstärkt, dauern zu lange oder können auch ganz unregelmäßig werden. Wenn der Blutverlust im Laufe der Zeit zu groß wird, werden Sie sich immer matt und müde fühlen. Dann ist eine Blutarmut (Anämie) entstanden, die dringend behandelt werden muss.
Myome können auch Schmerzen verursachen, bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr oder bei der gynäkologischen Untersuchung. Es sind sogar manchmal wehenähnliche Schmerzen möglich, wenn ein Myom in der Gebärmutterhöhle hängt und die Gebärmutter sich schmerzhaft zusammenzieht, um es auszupressen.
Myome können auch auf die Organe im kleinen Becken drücken. So zum Beispiel auf die Blase, dann hat man den Eindruck einer Reizblase oder Blasenentzündung. Sie können hinten auf den Darm drücken, so dass man Schmerzen beim Stuhlgang oder Kreuzschmerzen hat.
Aber zu Ihrer Beruhigung: 50% der Myome machen keinerlei Beschwerden!
BIO: Wie kann frau feststellen, ob sie ein Myom hat?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können zunächst nur vom Frauenarzt bei der Tastuntersuchung oder, früher noch, bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Manchmal ist es nötig, dass auch noch ein Ultraschall von der Bauchwand aus gemacht wird, wenn die Lage des Myoms unklar ist. Größere Myome können Sie dann oft selber durch Abtasten des Bauches fühlen
Behandlung von Myomen
BIO:Wie werden Myome normalerweise behandelt?
Zunächst kommt es immer darauf an, wie groß das Myom ist, ob es eins ist oder ob es mehrere sind und wo sie liegen. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob und welche Beschwerden sie verursachen, ob Kinderwunsch besteht oder ob Sie die Familienplanung abgeschlossen haben und kurz vor den Wechseljahren stehen.
Hormonell: Meistens versucht es die konventionelle Medizin zunächst mit Hormongaben, den GnRH-Analoga oder anderen, die die Eierstockfunktion völlig unterdrücken, in leichteren Fällen mit Hormonpillen in einer bestimmten Zusammensetzung, wie sie auch zur Verhütung eingesetzt werden. Die Hormone wirken nur, solange man sie einnimmt. Nach Absetzen dieser Medikamente ist ganz rasch die vorherige Myomgröße mit den gleichen Beschwerden erreicht.
Operativ: Deshalb entscheidet man sich heute oft zu einer operativen Maßnahme, bei der einzelne Myome chirurgisch oder mit besonderen Strahlentechniken entfernt oder eingeschmolzen werden. Allerdings muss bei 30-50% der Frauen damit gerechnet werden, dass sie im Laufe von 5 Jahren wiederkommen. In einem Buch der Professorin Gerlinde Debus wird ausführlich dargestellt, welche Methoden statt der Gebärmutterentfernung noch in Frage kommen. Des Weiteren kann man beim Frauengesundheitszentrum in München eine Broschüre zu Myomen erwerben.- Gebärmutterentfernung: sie ist nur selten nötig.
BIO: In welchen Fällen sollte man Myome operativ entfernen lassen?
Prof. Ingrid Gerhard:
- Wenn sie zu stark auf umliegende Organe drücken,
- die Blutungsstörungen nicht zu beherrschen sind oder
- Kinderwunsch besteht und der Arzt den begründeten Verdacht hat, dass die Myome die Befruchtung verhindern
- oder wenn die Myome Fehl-, Tod- oder Frühgeburten auslösen.
Sanfte Methoden
BIO: Gibt es auch sanfte Methoden aus der Naturheilkunde, mit denen frau sich helfen kann?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn die Myome noch klein sind, möglichst unter 4cm im Durchmesser, kann man versuchen, das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Dazu eignet sich die Ernährungsumstellung, bei Übergewicht die Gewichtsabnahme, unterstützt durch Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Anthroposophische Mittel oder TCM.
Ich habe vor kurzem noch mal bei vielen Kollegen herumgefragt, ob sie wirklich mit diesen Methoden ein Verschwinden von Myomen beobachtet hätten. Der einstimmige Tenor ist: praktisch nie, aber die Blutungsstörungen und die Schmerzen können trotzdem in vielen Fällen gebessert werden. Ich selber erinnere mich nur an zwei Patientinnen, bei denen im Ultraschall einmal ein 2cm und einmal ein 4cm großes Myom nach homöopathischer Konstitutionstherapie nicht mehr nachweisbar waren.
Die typischen Frauenteemischungen werden gerne eingesetzt, um die Schmerzen bei der Periode und die Blutungsstörungen zu beeinflussen, bspw. Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut aber auch Mädesüßblüten, und entspannend wirkt Erdrauchkraut. In der „Neuen Pflanzenheilkunde für Frauen“ sind einige beschrieben. Agnus castus, das Keuschlamm, hat Progesteron ähnliche Wirkungen und kann manchmal auch erfolgreich zur Zyklusregulierung bei Myomen eingesetzt werden (Agnolyt, Agnucaston, Femicur N). Zur raschen Blutstillung bei Hypermenorrhö eignet sich Hirtentäscheltinktur, mehrmals täglich während der Periode 20-30 Tropfen. Man kann es mit CERES Bursa pastoris Urtinktur kombinieren, mehrmals täglich 5 Tropfen.
BIO: Und wie lässt sich ein Eisenmangel, der durch den zu starken Blutverlust zustande kommt, ausgleichen?
Prof. Ingrid Gerhard: Den Eisenmangel gleichen Sie am besten durch Eisen als Gluconat aus, verbunden mit Pflanzenextrakten oder Vitamin C- haltigen Säften, die die Aufnahme des Eisens verbessern. Sehr gute Erfahrungen bzgl. Verträglichkeit und nachweisbarem Hb-Anstieg haben wir in meiner Sprechstunde mit Floradix Kräuterblut mit Eisen gemacht, worin u.a. auch der bewährte Brennnesselextrakt enthalten ist. Auch bei den Schüßlersalzen gibt es einige, die die Blutbildung verbessern.
Schließlich spielen wie bei allen Erkrankungen auch psychische und mentale Faktoren beim Umgang mit Myomen eine Rolle, so dass viele Kollegen auch gute Erfahrungen mit Hypnosetherapie, Visualisierungsreisen u.a. gemacht haben
Wann Myome gefährlich werden
BIO: Können Myome entarten und sich zu Krebsgeschwüren entwickeln?
Prof. Ingrid Gerhard: Nein, das gibt es praktisch nicht. Die bösartigen Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, die Myosarkome, entwickeln sich eigenständig, wie man aus genetischen Untersuchungen von gutartigen und bösartigen Knoten weiß.
BIO: Kann man trotz Myomen schwanger werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann man. Es hängt von der Größe und der Lokalisation der Myome ab, ob u. U. die Einnistung des Embryos erschwert ist oder ob die Eileiter verlegt sind.
BIO: Gefährden Myome eine Schwangerschaft?
Prof. Ingrid Gerhard: Da in der Schwangerschaft viele Östrogene und Wachstumsfaktoren gebildet werden, kann es passieren, dass die Myome anfangen zu wachsen. Das kommt besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bei ungefähr jeder dritten Frau, die Myome hat, vor. U.U. muss dann auch mal in der Schwangerschaft ein Myom operativ entfernt werden. Dem Baby passiert aber dabei nichts.
Leider erleiden Frauen mit Myomen häufiger Fehlgeburten, weil die Myome den Raum in der Gebärmutter einschränken oder die Blutzufuhr im Mutterkuchen reduziert ist. Wenn das einmal vorgekommen ist, wird Ihnen Ihr Frauenarzt vielleicht empfehlen, die Knoten entfernen zu lassen.
Gelegentlich können Myome eine normale vaginale Entbindung erschweren oder unmöglich machen, dann wird Ihnen Ihr Geburtshelfer einen Kaiserschnitt empfehlen. Vielleicht denken Sie, dann kann man mir ja die Myome gleich mit entfernen! Aber das ist nicht sinnvoll, das Gewebe ist viel zu weich und zu stark durchblutet, das könnte sehr gefährlich werden.
Auch im Wochenbett können Komplikationen auftreten, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen kann, die Blutungen verstärkt sind oder sich Blut aufstaut und sogar Fieber auftritt.
Was jede Frau sonst noch tun kann
BIO: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Prof. Ingrid Gerhard: Über mindestens vier verschiedene Mechanismen beeinflusst die Ernährung das Myomwachstum:
- Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an, während die hohe Aufnahme von grünem Gemüse schützt.
- Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben, die sogen. Xenoöstrogene, auch endokrine Disruptoren genannt, können an die Rezeptoren für Östrogene binden und wie Östrogene das Myomwachstum anregen. Hierzu gehören Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien.
- Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.
- Durch einen zu hohen Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.
Fazit
Sie schützen sich vor dem Wachstum von Myomen, wenn Sie viel Gemüse essen, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduzieren und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugen. Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ernährung eine Hilfe sein kann.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das informative Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Das BIO-Heft 3, 2012 empfehle ich Ihnen nicht nur wegen meines Interviews, sondern weil Sie darin weitere wichtige Artikel finden über:
Sonne und Haut- Diabetes
- Wie Singen die Abwehrkräfte stärkt
- Homöopathie als Selbsthilfe
- welche Blüten Sie essen dürfen
- warum Linkshändigkeit kein Makel mehr ist
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Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich bin im Übrigen 39 Jahre alt und leide seit Jahren an einer schweren Depression, die medikamentös behandelt wird.
Mir wurde zu einer Myosure Operation geraten.
ich habe zwei submukös liegende Myome (3x3x3 cm und 3x3x4,5cm), die dieses Jahr
im Mai zu einer kreislaufwirksamen Blutung geführt haben, in deren Folge eine Not-Abrasio und die Gabe von
jeweils zwei Erythrozytenkonzentraten und FFPs erfolgten.
Zu der Zeit nahm ich die Pille Dienovel im Langzeitzyklus, allerdings mit mäßigem Erfolg.
Zuletzt musste ich aufgrund starker Blutungen alle ein bis zwei
Wochen eine Pause machen.
Für eine MrgFus Behandlung bin ich nicht geeignet.
Zur Kontrolle des Zyklus erhielt ich den Nuvaring. Im dritten Monat der Anwendung hielt die Blutung an und ließ auch erst im darauffolgenden Monat durch Gabe der Levomin 30
stoppen. Die darauf folgende Abbruchblutung war für meine Verhältnisse sehr kurz (4 statt 10 Tage) und schwach.
Denken Sie dass dies ein anhaltender Effekt der Levomin 30 sein kann oder raten Sie zu einer Entfernung der Myome.
Vielen Dank für Ihre Einschätzung!
Liebe Sabine75,
Der Effekt der Hormonpille kann durchaus anhalten. Warten Sie mal in Ruhe ab.
Guten Tag liebe Frau Professor!
Ich habe Ihnen Anfang April dieses Jahres hier mein Problem beschrieben: damals in 10 Ssw mit Myomen. Ihre Meinung hat mir viel Kraft und Hoffnung gegeben. Ich möchte Ihnen heute schreiben, dass ich mittlerweile in der 32 Ssw bin, mich sehr gut fühle und die Myome nicht weiters Probleme im Alltag darstellen. Bis Mutte Juni nahm ich Progesteron, nachdem es mir gut ging, meinte mein Arzt, ich könne probieren, ohne weiter zu machen und nur bei Schmerzen eventuell einnehmen. Schmerzen kamen gittseidank nicht, nur sehr selten, wenn meine Tochter die im Unterleib „trifft“, aber es ist nichts Tragisches. Momentan ist der große Myom 7 cm (also von den anfänglichen 6 cm nur 1 cm gewachsen).
Liebe Frau Professor, ich möchte mich bei Ihnen nochmals bedanken!!! Auch dank Ihnen hab ich die Anfangszeit, die mit Ängsten verbunden war, überstanden! Danke sehr auch für den Hinweis über fokussierten Ultraschall, mit dem ich nach der Geburt die Myome behandeln lassen kann.
Alles Beste für Sie und Ihre Patientinen!
Katarina
Liebe Katarina,
Da freue ich mich aber sehr, dass alles so gut verlaufen ist! Und sehr aufmerksam von Ihnen, mir das auch zu schreiben! Ihr Brief wird sicher für viele Frauen in ähnlicher Situation eine große Hilfe sein. Alles Gute weiter für Sie und Ihr Baby, eine sanfte Geburt und viel Glück!
Ich habe eine frage kann man schwanger wärten wenn keine gebämutter hat und nur die eierstöcke im köper hat das ist meine frage
Liebe Perdita,
nein, ohne Gebärmutter können Sie nicht schwanger werden.
Liebe Frau Prof.Dr. Gerhard,
mir wurde mein Myom am 4.11.2013 entfernt. Vorher hatte ich sehr viele Beschwerden, so dass es unerträglich wurde.
Da sich mein Myom 5x8cm in der Gebärmutterwand befand, wurde leider bei der Entfernung die Gebärmutter beschädigt. Ich habe sehr viel Blut verloren, jedoch konnte meine Gebärmutter erhalten werden. Danach war ich 4 Wochen arbeitsunfähig. Ich hatte starke Schmerzen und auch starke Blutungen. Diese wurden nach einer gewissen Zeit weniger, bis gar nicht mehr. Die OP ist nun 10 Monate her, jedoch habe lch immer noch Angst davor Sport zu treiben. Vorher bin ich viel gejoggt oder habe Squash gespielt, nun habe ich Panik davor, dass sich durch solche Sportarten (besondere Erschütterungen im Körper) die Naht in der Gebärmutter lösen können. Mir ist bewusst , dass es nun 10 Mobate her sind, dennoch habe ich einfach Angst was falsches zu machen.
Wann darf man in der Regel wieder Sport treiben? Auf was sollte ich achten? lt meiner Ärztin Soll es bei mir um eine sehr schwere OP gehandelt haben. OP Dauer 4 Stunden.
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Rückantwort.
Liebe Grüße,
Claudia
Liebe Claudia,
leider sind Sie mal wieder ein Beispiel dafür, dass es sinnvoller sein kann, bei einem ungünstig sitzenden Myom die ganze Gebärmutter zu entfernen als nur das Myom! Aber nach 10 Monaten muss alles gut geheilt sein, da löst sich keine Naht mehr. Trotzdem würde ich für den Anfang einen Sport bevorzugen, der nicht mit zu großen Erschütterungen einhergeht, z.B. Walking und Muskelaufbau im Studio. Gute Besserung!
Liebe Frau Prof.Dr. Gerhard,
vor fast einem Jahr schickte ich Ihnen folgenden Befund.
“Knotig vergrösserter Uterus, transversal bis 6×10 cm und cranio-caudal 10 cm“.
Ich bin froh, dass mein Myom sich nicht vergrößert hat. Habe es
mit Homöopathie und Yoga probiert. Leider habe ich seit einigen Monaten mit sehr starken Regelschmerzen zu tun. Insgesamt hat sich mein Zyklus auf drei Tage verkürzt, die Blutungsstärke ist völlig normal. Nur über den ersten und zweiten Tag komme ich meist nur mit Schmerzmitteln. Magnesium nehme ich regelmäßig ein. Ihre Ernährungsvorschläge versuche ich umzusetzen.
Heute war ich bei meiner Frauenärztin und sie meint, ich solle nun doch über eine OP nachdenken wegen der Schmerzen. Was mich so erschreckt ist, dass laut Ihrer Aussage nur eine Entfernung des Myoms wohl nicht möglich ist, da es großflächig außen sitzt. Also rechnet sie mit einer Gebärmutterentfernung. Ich bin 45 Jahre alt und will das auf keinen Fall. Bis auf die Krämpfe habe ich keine Beschwerden. Kann ich sonst noch etwas gegen die Schmerzen tun ?
Mache mir viele Gedanken. Habe ein sehr weiches Bindegewebe und jetzt schon mit schwachem Beckenboden zu tun. Wenn die Gebärmutter entfernt werden muss, muss man dann mit Senkungsbeschwerden rechnen ? Werde
ich dann schneller in die Wechseljahre kommen ?
Für Ihre Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Liebe Marianne,
Sie sollten sich wegen der Gebärmutterentfernung keine Gedanken machen. Wenn Sie einen schwachen Beckenboden haben, kann man bei der OP eventuell gleich was unternehmen, um ihn zu stützen. Die meisten Frauen kommen nicht schneller in die Wechseljahre. Diese Schmerzen noch jahrelang auszuhalten kann ja auch nicht die Lösung sein. Da es inzwischen viele Methoden gibt, um auch größere Knoten zu entfernen und die Gebärmutter zu schonen, würde ich Ihnen empfehlen, eine zweite Meinung einzuholen. Alles Gute!
Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort Frau Dr. Gerhard!!!!
Hallo Frau Dr. Gerhard,
Ich bin in der 20. Woche schwanger und habe Schmerzen in der linken Leiste. Diese sind so stark, dass ich nicht mehr laufen kann. Im liegen sind die Schmerzen erträglich aber nicht weg, ebenso im Sitzen. Die Schmerzen traten vor zwei Tagen plötzlich auf und ich war deswegen der gynäkologischen Ambulanz. Der Gynäkologe hat ein Ultraschall gemacht. Er hat festgestellt dass es meinem Baby gut geht, ich aber einen circa 6 cm großes Miom in der Gebärmutterwand habe. Dies sitzt wohl am Rand der linken Seite ungefähr in dem Bereich wo die Schmerzen auftreten. Er macht das Miom für meine Schmerzen verantwortlich. Ich kann mir gar nicht vorstellen dass dieses solche Schmerzen hervorrufen kann, da ich seit längerer Zeit 3 davon habe und von diesen noch nichts gemerkt habe. Mir wurde gesagt das diese unkompliziert und unproblematisch für die Schwangerschaft wären.
Jetzt meine Fragen dazu:
Kann dieses Miom solche Schmerzen hervorrufen dass ich mich nicht mehr bewegen kann? Ja!
Falls ja, kann ich gegen dieses Miom etwas unternehmen? nein
Der Arzt sagte mir er könne da leider nichts machen, außer mir Paracetamol zu geben. Ich müsse das einfach „aussitzen“. Vielleicht können Sie sich vorstellen dass mich das erschüttert hat. Ich kann mich nicht mehr bewegen oder selbstständig gehen ohne höllische Schmerzen zu haben. Ohne Hilfe kann ich nicht einmal zur Toilette gehen oder mich anziehen. Ich bin gelinde gesagt verzweifelt bei der Aussicht das 20 weitere Wochen ertragen zu müssen
Liebe Tanja,
zwei Antworten schon oben.
Vielleicht kann Ihnen ein Therapeut mit Akupunktur oder Homöopathie helfen. Gute Besserung!
Hallo Frau Dr. Gerhard,
Ich habe durch das Medikament Esmya nach drei Monaten eine Myomschrumpfung von ca. 47% erreicht (jetzt: 3,7 x 4 x 6,4cm).
Keine Nebenwirkungen… mir gings eigentlich nie besser.
Am Montag steht der Termin für die lapraskopische Myomenukleation.
Die möglichen Risiken, auf die ich im Vorgespräch hingewiesen wurde, machen mir allerdings die Entscheidung für den Eingriff recht schwer. Es handelt sich um ein Intramurales Myom und dabei ist wohl nicht ganz klar, wie tief es in die Gebärmutter reicht… und wie weit die Gebärmutter durch den Eingriff verletzt wird.
Meine Überlegungen gehen dahin, eine zweite Therapie mit Esmya vorzuziehen, um die Größe weiter zu reduzieren und damit gegebene Risiken zu verringern. Leider konnte ich diesbezüglich keine Informationen finden und auch das Ärzteteam kann hierzu leider keine Aussage machen.
Allerdings muss ich mich am Montag entscheiden haben, wie es weitergeht.
Was würden Sie raten? Kann ein MRT die Lage spezifizieren?
Vielen Dank für jede Antwort!!!!
Miri
Liebe Miri,
wenn Ihre Myomspezialisten, die Sie und Ihren Uterus kennen, Ihnen dazu keine Antwort geben können, kann ich das auch nicht. Länger als 3 Monate soll Esmya nicht gegeben werden. Es ist fraglich, ob das Myom weiter schrumpfen wird. Wenn Sie Esmya ohne OP absetzen, hat es bald wieder die alte Größe. Ein MRT bringt Sie mit Ihrer Entscheidung nicht weiter. Alles Gute!
Liebe Dr. Gerhard
Ich bin 41 Jahre alt und habe schon längere Zeit Myome 6cm. Und Trage seit 2 Jahre Hormonspirale. Habe auch starkr Blutungen und Anämie, deswg Hormonspierale genommen.
Da ich seit Februar 4 mal schmerzen habe, riet mir Frauenarzt, Gebärdenmutter rausoperieren zu lassen. Habe auch starkr Blutungen und Anämie, deswg Hormonspierale genommen.
Wenn Ich Gebärmutter rausmachen lasse, wie wirkt dann auf meine Körper?
Wird Wechseljahre früher? Wenn ja, wieviel Jahre? Muss man nach OP was einnehmen? Wird Organe nach unten versenkt, drückt dann auf Blase?
Gebärmutterhals bleibt aber erhalten, sagt der FA.
Und noch habe Endometriose im linke Eileiter? Was soll ich tun?
FA sagte, er würde es wegmachen? Kann mann behnadeln lassen? Kann man auch nur am Stück Eileiter rausmachen, da wo Endom. befindet?
Eigentlich habe ich ende Juli OP Termin. Ich verschiebe es, da ich noch Bedenkzeit und anderen Meinungen noch einhole.
Seit paar Jahre bin ich aber oft müde, kommt es auch vom Myome, Hormonspirale….,oder?
Ich habe Angst und weiß nicht, was ich tun soll. Welche Lösung am besten wäre?
Auf Ihren Antwort würde ich mich freuen.
LG
Liebe Irene,
Sie sind bei Ihrem Arzt sehr gut aufgehoben. Ich würde auch zur Entfernung der Gebärmutter mit Erhaltung des Gebärmutterhalses und Entfernung des Eileiters mit Endometriose raten. Und wenn dadurch die Wechseljahre ein halbes Jahr früher kommen, macht das doch auch nichts! Aber Sie werden sich insgesamt sehr viel besser fühlen und auch nicht mehr so müde sein. Wichtig ist, dass Sie Ihre Ernährung verbessern und sich bewegen, dann werden Sie die OP auch gut überstehen! Gute Besserung und viel Vertrauen in die Heilkraft Ihres Körpers!
Hallo Frau.dok.Gerhard,
Ich bin 52Jahre im Menopause,sehr verzweifelt und möchte gerne ihre ehrliche Meinung hören. Leider habe ich ein ziemlicher komplexer Problem. Seit Jahren habe ich eine vergrößerte Gebärmutter und zusätzlich viele Bandscheiben Vorfalle/zbw. vorwollbungen. Momentan habe ich ein vielfaches Problem: LWS Bandscheibenvorfall/vorwollbungen laut MRT-dadurch ziemlich starke Rueckeschmerzen, eine absolute Spinalkanalstenose L3/4, leichte druck auf die Blase/Darbereich, ausstrahlende Schmerzen in die beide Beinen, Gangsproblemem und außerdem Uterusmyome 3,1cm dorsal, 2,5cm ventral.Meine Frage wäre könnten diese Myomen bzw vergrößerte Uterus meine Rueckeschmerzen bzw.meine BSV hervorrufen oder beeinflussen? Muss mein Uterus entfernen lassen-meine Frauenärztin hat mir unbediengt empfohlen? Was könnten Sie mir empfehlen? Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus!
Liebe Rita,
da ich Sie nicht untersuchen kann, kann ich Ihnen auch nicht sagen, ob Ihnen die Gebärmutterentfernung helfen würde. Suchen Sie sich bitte einen Arzt für Naturheilkunde, der Sie ganzheitlich beraten und behandeln kann. Hier finden Sie sicher jemanden in Ihrer Nähe:
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammen bringt
http://www.naturheilbund.de/
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Gute Besserung!