Viele Frauen sind besorgt, wenn sie die Diagnose „Myom“ erfahren. Doch die meisten dieser Wucherungen sind harmlos und machen keine Beschwerden. Da Myome so häufig sind und junge Frauen sich zunehmend dafür interessieren, wie sie sich davor schützen können, hat die Zeitschrift BIO mit mir ein Interview darüber geführt. Die Fragen stellte Martina Seifen-Mahmoud. Sie können das Interview in der BIO 3/2012, S. 48-53 nachlesen.
Was und wo Myome sind
BIO: Was sind Myome eigentlich?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren.
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen?
Prof. Ingrid Gerhard: 30-70% der über Dreißigjährigen haben Myome. Der Altersgipfel liegt bei 50 Jahren. Häufiger als bei weißen Frauen treten Myome bei Frauen afrikanischer Herkunft auf.
BIO: Wodurch werden Myome verursacht?
Prof. Ingrid Gerhard: Da das Wachstum von Myomen an die Funktion der Eierstöcke gekoppelt ist, stehen sie unter Östrogeneinfluss. Je mehr das Gleichgewicht zwischen dem eher schützenden Gelbkörperhormon zugunsten von Östrogen verschoben ist, desto eher können sich Myome entwickeln. Man hat außerdem festgestellt, dass im Myomgewebe mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene vorhanden sind als in der normalen Muskulatur der Gebärmutter. Das heißt die Myome reagieren auch auf ein Zuviel an Östrogen empfindlicher und wachsen leichter. Das Gute daran ist, dass sie nach den Wechseljahren, wenn nicht weiter Östrogene eingenommen werden, schrumpfen.
BIO: Wo können Myome auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können in der Gebärmutterwand auftreten (intramural), von dort mehr nach außen zum Bauchfell hinwachsen (subserös) oder mehr nach innen Richtung Gebärmutterschleimhaut (submucös). Wenn sie nur in der Gebärmutterwand wachsen, spricht man von intramural. Entsprechend unterschiedlich fallen dann die Symptome aus. Manchmal ist die gesamte Gebärmuttermuskulatur myomytös verändert, die Gebärmutter ist dann vergrößert, ohne dass man einzelne Knoten sicher abgrenzen kann.
BIO: Und wie groß können Myome werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können Kindskopfgröße und mehr erreichen. Aber meistens läßt man es ja nicht so weit kommen.
Beschwerden durch Myome
BIO: Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Blutungsstörungen. Die Blutungen sind oft verstärkt, dauern zu lange oder können auch ganz unregelmäßig werden. Wenn der Blutverlust im Laufe der Zeit zu groß wird, werden Sie sich immer matt und müde fühlen. Dann ist eine Blutarmut (Anämie) entstanden, die dringend behandelt werden muss.
Myome können auch Schmerzen verursachen, bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr oder bei der gynäkologischen Untersuchung. Es sind sogar manchmal wehenähnliche Schmerzen möglich, wenn ein Myom in der Gebärmutterhöhle hängt und die Gebärmutter sich schmerzhaft zusammenzieht, um es auszupressen.
Myome können auch auf die Organe im kleinen Becken drücken. So zum Beispiel auf die Blase, dann hat man den Eindruck einer Reizblase oder Blasenentzündung. Sie können hinten auf den Darm drücken, so dass man Schmerzen beim Stuhlgang oder Kreuzschmerzen hat.
Aber zu Ihrer Beruhigung: 50% der Myome machen keinerlei Beschwerden!
BIO: Wie kann frau feststellen, ob sie ein Myom hat?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können zunächst nur vom Frauenarzt bei der Tastuntersuchung oder, früher noch, bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Manchmal ist es nötig, dass auch noch ein Ultraschall von der Bauchwand aus gemacht wird, wenn die Lage des Myoms unklar ist. Größere Myome können Sie dann oft selber durch Abtasten des Bauches fühlen
Behandlung von Myomen
BIO:Wie werden Myome normalerweise behandelt?
Zunächst kommt es immer darauf an, wie groß das Myom ist, ob es eins ist oder ob es mehrere sind und wo sie liegen. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob und welche Beschwerden sie verursachen, ob Kinderwunsch besteht oder ob Sie die Familienplanung abgeschlossen haben und kurz vor den Wechseljahren stehen.
Hormonell: Meistens versucht es die konventionelle Medizin zunächst mit Hormongaben, den GnRH-Analoga oder anderen, die die Eierstockfunktion völlig unterdrücken, in leichteren Fällen mit Hormonpillen in einer bestimmten Zusammensetzung, wie sie auch zur Verhütung eingesetzt werden. Die Hormone wirken nur, solange man sie einnimmt. Nach Absetzen dieser Medikamente ist ganz rasch die vorherige Myomgröße mit den gleichen Beschwerden erreicht.
Operativ: Deshalb entscheidet man sich heute oft zu einer operativen Maßnahme, bei der einzelne Myome chirurgisch oder mit besonderen Strahlentechniken entfernt oder eingeschmolzen werden. Allerdings muss bei 30-50% der Frauen damit gerechnet werden, dass sie im Laufe von 5 Jahren wiederkommen. In einem Buch der Professorin Gerlinde Debus wird ausführlich dargestellt, welche Methoden statt der Gebärmutterentfernung noch in Frage kommen. Des Weiteren kann man beim Frauengesundheitszentrum in München eine Broschüre zu Myomen erwerben.- Gebärmutterentfernung: sie ist nur selten nötig.
BIO: In welchen Fällen sollte man Myome operativ entfernen lassen?
Prof. Ingrid Gerhard:
- Wenn sie zu stark auf umliegende Organe drücken,
- die Blutungsstörungen nicht zu beherrschen sind oder
- Kinderwunsch besteht und der Arzt den begründeten Verdacht hat, dass die Myome die Befruchtung verhindern
- oder wenn die Myome Fehl-, Tod- oder Frühgeburten auslösen.
Sanfte Methoden
BIO: Gibt es auch sanfte Methoden aus der Naturheilkunde, mit denen frau sich helfen kann?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn die Myome noch klein sind, möglichst unter 4cm im Durchmesser, kann man versuchen, das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Dazu eignet sich die Ernährungsumstellung, bei Übergewicht die Gewichtsabnahme, unterstützt durch Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Anthroposophische Mittel oder TCM.
Ich habe vor kurzem noch mal bei vielen Kollegen herumgefragt, ob sie wirklich mit diesen Methoden ein Verschwinden von Myomen beobachtet hätten. Der einstimmige Tenor ist: praktisch nie, aber die Blutungsstörungen und die Schmerzen können trotzdem in vielen Fällen gebessert werden. Ich selber erinnere mich nur an zwei Patientinnen, bei denen im Ultraschall einmal ein 2cm und einmal ein 4cm großes Myom nach homöopathischer Konstitutionstherapie nicht mehr nachweisbar waren.
Die typischen Frauenteemischungen werden gerne eingesetzt, um die Schmerzen bei der Periode und die Blutungsstörungen zu beeinflussen, bspw. Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut aber auch Mädesüßblüten, und entspannend wirkt Erdrauchkraut. In der „Neuen Pflanzenheilkunde für Frauen“ sind einige beschrieben. Agnus castus, das Keuschlamm, hat Progesteron ähnliche Wirkungen und kann manchmal auch erfolgreich zur Zyklusregulierung bei Myomen eingesetzt werden (Agnolyt, Agnucaston, Femicur N). Zur raschen Blutstillung bei Hypermenorrhö eignet sich Hirtentäscheltinktur, mehrmals täglich während der Periode 20-30 Tropfen. Man kann es mit CERES Bursa pastoris Urtinktur kombinieren, mehrmals täglich 5 Tropfen.
BIO: Und wie lässt sich ein Eisenmangel, der durch den zu starken Blutverlust zustande kommt, ausgleichen?
Prof. Ingrid Gerhard: Den Eisenmangel gleichen Sie am besten durch Eisen als Gluconat aus, verbunden mit Pflanzenextrakten oder Vitamin C- haltigen Säften, die die Aufnahme des Eisens verbessern. Sehr gute Erfahrungen bzgl. Verträglichkeit und nachweisbarem Hb-Anstieg haben wir in meiner Sprechstunde mit Floradix Kräuterblut mit Eisen gemacht, worin u.a. auch der bewährte Brennnesselextrakt enthalten ist. Auch bei den Schüßlersalzen gibt es einige, die die Blutbildung verbessern.
Schließlich spielen wie bei allen Erkrankungen auch psychische und mentale Faktoren beim Umgang mit Myomen eine Rolle, so dass viele Kollegen auch gute Erfahrungen mit Hypnosetherapie, Visualisierungsreisen u.a. gemacht haben
Wann Myome gefährlich werden
BIO: Können Myome entarten und sich zu Krebsgeschwüren entwickeln?
Prof. Ingrid Gerhard: Nein, das gibt es praktisch nicht. Die bösartigen Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, die Myosarkome, entwickeln sich eigenständig, wie man aus genetischen Untersuchungen von gutartigen und bösartigen Knoten weiß.
BIO: Kann man trotz Myomen schwanger werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann man. Es hängt von der Größe und der Lokalisation der Myome ab, ob u. U. die Einnistung des Embryos erschwert ist oder ob die Eileiter verlegt sind.
BIO: Gefährden Myome eine Schwangerschaft?
Prof. Ingrid Gerhard: Da in der Schwangerschaft viele Östrogene und Wachstumsfaktoren gebildet werden, kann es passieren, dass die Myome anfangen zu wachsen. Das kommt besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bei ungefähr jeder dritten Frau, die Myome hat, vor. U.U. muss dann auch mal in der Schwangerschaft ein Myom operativ entfernt werden. Dem Baby passiert aber dabei nichts.
Leider erleiden Frauen mit Myomen häufiger Fehlgeburten, weil die Myome den Raum in der Gebärmutter einschränken oder die Blutzufuhr im Mutterkuchen reduziert ist. Wenn das einmal vorgekommen ist, wird Ihnen Ihr Frauenarzt vielleicht empfehlen, die Knoten entfernen zu lassen.
Gelegentlich können Myome eine normale vaginale Entbindung erschweren oder unmöglich machen, dann wird Ihnen Ihr Geburtshelfer einen Kaiserschnitt empfehlen. Vielleicht denken Sie, dann kann man mir ja die Myome gleich mit entfernen! Aber das ist nicht sinnvoll, das Gewebe ist viel zu weich und zu stark durchblutet, das könnte sehr gefährlich werden.
Auch im Wochenbett können Komplikationen auftreten, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen kann, die Blutungen verstärkt sind oder sich Blut aufstaut und sogar Fieber auftritt.
Was jede Frau sonst noch tun kann
BIO: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Prof. Ingrid Gerhard: Über mindestens vier verschiedene Mechanismen beeinflusst die Ernährung das Myomwachstum:
- Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an, während die hohe Aufnahme von grünem Gemüse schützt.
- Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben, die sogen. Xenoöstrogene, auch endokrine Disruptoren genannt, können an die Rezeptoren für Östrogene binden und wie Östrogene das Myomwachstum anregen. Hierzu gehören Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien.
- Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.
- Durch einen zu hohen Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.
Fazit
Sie schützen sich vor dem Wachstum von Myomen, wenn Sie viel Gemüse essen, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduzieren und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugen. Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ernährung eine Hilfe sein kann.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das informative Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Das BIO-Heft 3, 2012 empfehle ich Ihnen nicht nur wegen meines Interviews, sondern weil Sie darin weitere wichtige Artikel finden über:
Sonne und Haut- Diabetes
- Wie Singen die Abwehrkräfte stärkt
- Homöopathie als Selbsthilfe
- welche Blüten Sie essen dürfen
- warum Linkshändigkeit kein Makel mehr ist
- und vieles mehr
Ein BIO-Gratisheft erhalten Sie beim:
BIO Ritter Verlag,
Bahnhofstr. 9
82327 Tutzing,
Tel. 08158-8021,
Fax 08158-997430
E-Mail: bioritter@aol.com
oder über das Internet http://www.biomagazin.de/





Netzwerk Frauengesundheit





Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
Danke für ihre Antwort und die Links.
Meine Ernährung ist bereits pflanzlich, ich bin Veganer.
Ich habe mir styptysat aus der Apotheke besorgt. Bisher konnte ich damit mit Erfolg die Blutungen mindern.
Mir wurde ein Enzym empfohlen, das habe ich nun länger eingenommen. Nach 5 min. bekam ich immer Gänsehaut. Ich lasse es erstmal weg, bis ich die Person erreicht habe, die es mir empfohlen hat.
Dann gehe ich zur Fußreflexzonenmassage, die auch positiv auf die Blutungen wirken. Ich hoffe auch auf das Myom. Weiter unternehme ich noch einiges auf spirituelle Art für das Myom.
Außerdem hörte ich von einem Präparat namens flenin von schuck. Haben sie damit Erfahrungen?
Eine Entgiftung hatte ich mit Mariendistel begonnen, musste ich leider abbrechen, wegen allergischer Reaktionen. Brennnessel vertrage ich auch nicht, vielleicht können sie mir eine Alternative nennen.
Gerne hätte ich auch ihre Meinung gehört zu utrogest, in meinem Fall.
Danke schonmal.
Liebe Christina,
Flenin ist ein homöopathisches Komplexmittel, das Sie ruhig versuchen können. In diesem Artikel finden Sie Buchvorschläge zur Entgiftung, wobei ich Ihnen am liebsten das Buch von Dr. Mutter empfehlen würde. Eine indiiduelle Empfehlung pro oder contra Utrogest darf ich nicht geben. Sprechen Sie einfach mit Ihrer Frauenärztin darüber. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard!
zufällig bin ich auf diese Seite gestoßen und wende mich heute ebenfalls mit einer Frage an Sie.
Ich bin 49 Jahre alt und hatte im März 2014 eine Hysteruskopie und Abrasio wegen eine submukösem Myom von 3 cm. Ich hatte vorher sehr starke Blutungen, nach der OP hatte ich meine Regelblutung noch einige Zeit, seit 2 Monaten nun nicht mehr, keine Schmerzen Blutungen usw. Die Hitzewallungen bekomme ich mit refmerin ganz gut in den Griff.Die Histolgie im März war unauffällig.
Ich war nunmehr im Oktober zur Kontrolle und hier hat min Gynäkologe aufgrund des Myoms angeraten die Gebärmutter zu entfernen; ich habe mir hierzu bei einem weitern -Chefarzt einer Frauenklinik- eine 2.Meinung eingeholt; dieser rät mir nun zur Entfernung der Gebärmutter einschl.Adenexen. Wenn ich nun hier den Ausführungen folgen, bin ich etwas verwirrt was ich nun machen soll.
Der Befund zeigt im Sono, ein 3 cm großes intracavitäres Myom peripher hohe Vaskularisation
empfohlen wird eine LASH mit Adnexektomie bds.
Wennich hier lese, wei groß zum Teil die Myome bei anderen Frauen sind, möchte ich mich nicht zu schnell zu einer OP entscheiden.
Könnten Sie mir hierzu einen Rat geben?
vielen herzlichen Dank!und freundliche Grüße
Liebe Conny,
offenbar hat sich das Myom ja nicht vergrößert. Eine erhöhte Vaskularisation ist für Myome typisch. Sie sollten einen weiteren Rat von einem sehr guten US-Arzt einholen, der nicht selber operiert und moderne Geräte hat. Kann er keine Hinweise für eine Bösartigkeit finden, gibt es auch keinen Grund zur Op! Viele Grüße!
Sehr geehrte Frau Gerhardt,
Ich habe bereits seit ein paar Jahren ein Myom. Im März diesen Jahres hab ich mich in einer Klinik, wegen Kinderwunsch vorgestellt. Mir wurde gesagt, dass eine Ssw mit diesem Myom nicht möglich ist. Das Myom hatte damals eine Größe von 3,7x 3,7x 4 cm, saß an der Hinterwand der Gebärmutter, mit zentraler liquider Struktur (Nekrose).
Ein oder zwei Tage später hätte ich meine Periode bekommen sollen, was nicht geschah. Da aber eine Ssw angeblich mit Myom nicht möglich ist, hab ich mir anfangs keine Gedanken gemacht, als sie nicht pünktlich einsetzte. Nach ca. 1 Woche, wurde ich nervös und dachte ich komm vielleicht in die vorzeitigen Wechseljahre ( zu diesem Zeitpunkt war ich 36). Nach 2 Wochen hab ich doch mal einen Ssw-Test gemacht, welcher schließlich positiv war. Die Freude war unermesslich groß! Bin gleich zu meiner Frauenärztin, welche die Ssw auch bestätigte. Ich war der glücklichste Mensch! Als ich meine Sorge bezüglich Myom äußerte, meinte die Ärztin: „Naja das ist halt da.“ Dem Myom wurde auch nie wieder Aufmerksamkeit geschenkt, und auch wenn ich meine Beschwerden äußerte, wurde mir immer gesagt, das sei normal.
Ende der 17 . Ssw, bei einer Kontrolluntersuchung konnten keine Herztöne mehr festgestellt werden…….
Dabei hab ich 2 Tage vorher mein Baby zum ersten und zum letzte Mal gespürt! Zum Zeitpunkt der Geburt war das Myom dann ca. 7,5 cm.
Nun ist es ca. 6 cm (intramural an der Hinterwand) und nekrotisch.
Ich habe jetzt verschiedene Meinungen von Ärzten. Manche meinen entfernen, andere meinen nein. Eine Entfernung ist allerdings wohl nicht so einfach, weil eine ziemlich große Narbe an der Gebärmutter entstehen würde.
Mein Kinderwunsch ist jedoch sehr, sehr groß! Bin mittlerweile auch 37!
Ich bin völlig ratlos und häng völlig in der Luft, weil mir keiner einen „richtigen“ Rat geben kann. Ich hab Angst dass ich nie wieder ein Kind bekommen kann!
Das zerrt neben dem eigentlichen Verlust meines Babys zusätzlich an den Nerven.
Was würden Sie mir raten?
Für Ihre Antwort schon mal vielen Dank!
Liebe Emma,
es tut mir wirklich sehr leid, dass Sie Ihr Baby so früh verloren haben. Leider haben Frauen mit Myomen ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Besonders schwer zu behandeln sind die intramuralen Myome. In vielen Universitäts-Frauenkliniken gibt es Spezialisten für Myomtherapie, bspw. Berlin, Kiel, München, Heidelberg, Tübingen. Am besten holen Sie dort noch eine weitere Meinung ein. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard!
Nach langem suchen bin ich auf diese Seite Aufmerksam geworden. Ich bin mittlerweile 38 Jahre alt und habe noch keine Kinder, doch gerne noch den Wunsch danach. Letztes Jahr im Sommer wurde eine Schwangerschaft festgestellt jedoch wegen fehlender Herztöne abgebrochen. Gleichzeitig wurde eine Adenomyoses diagnostiziert.Verschiedene Ärzte sagten ich müsse sobald wie möglich ein Kind bekommen, da meine Gebärmutter entfernt werden muss. Seit Monaten habe ich immer schlimmere Regelschmerzen und das alle 20 Tage. letzte Woche war ich zur Routine Untersuchung, wo in der Uterus plötzlich ein Myom mit 7cmx 4cm festgestellt wurde. Dieser Arzt sagte er müsse mir sofort die Uterus entfernen, woraufhin ich die Praxis verlies…nun war ich am Wochenende bei einem Prof der ein MRT wünscht, da er diese Myom entfernen will und auch laut seiner Aussage kann.Er muüsse sehen ob es ein Ademyom ist und wie wie es sitz( Kapsel oder verwachsen). Nun habe ich am Donnerstag einen Termin zum MRT und bin wirklich von allem so ziemlich verwirrt und ängstlich. Dazu muss ich erwähnen, das ich in der Türkei lebe und hier derzeit auch alle Untersuchungen stattfinden. Können Sie mir Bitte Ihre Meinung dazu mitteilen, wäre mir eine große Hilfe… Lieben Dank und freundliche Grüße
Liebe Sheila,
wenn Ihr Kinderwunsch groß ist, ist es gut, dass der Professor ein MRT machen will, um die genaue Größe und Lage festzustellen. Bevor Sie sich aber zu einer Myomentferung entscheiden, sollten Sie mit dem Professor genau absprechen, wie er danach die Chancen für eine unkomplizierte Schwangerschaft einschätzt. Am besten auch vorher die Hormone untersuchen lassen, damit Sie nicht plötzlich in den Wechseljahren sind und die konservative OP überflüssig wäre. Vielleicht finden Sie auch einen ganzheitlich arbeitenden Arzt, der Sie zusätzlich homöopathisch begleiten kann. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Professor Gerhard!
Zufällig bin ich auf diese Seite gestoßen mit so vielen Frauen, die Ihre Hilfe suchen. Glücklicherweise habe ich im Gegensatz zu diesen Frauen nicht das Problem mit Schmerzen oder Blutungen. Ich habe ein anderes Problem: Ich habe unter siebenjähriger HRT mit Lafamme 1,0/2,0 mg seit zwei Jahren neu zwei bis drei frisch wachsende Myome, das größte ca. 6 cm groß, das letzte verkalkte ist geschrumpft Meine Frauenärztin hat bei der Routine- Jahreskontrolle sonographisch Serometra festgestellt und riet mir dringend zur Abklärung. HSK und Abrasio ergaben Hämometra, die abgesaugt und bei laufender Spülung der Hystera weitgehend entfernt wurde.
Der OP-Bericht beschrieb in Sachen Eierstöcke, Zervix und Endometrium keine Auffälligkeiten. Der vorherige PAP betrug Faktor I ohne jede Auffälligkeit. Der pathologische Befund des abgetragenen Gewebes durch fraktionierte Abrasio wies keinerlei Hinweis auf Malignität auf. Dennoch riet mir er mir zur Hysterektomie, lieber noch zur Total-OP unter Entfernung all meiner Unterleibsorgane. In meinem Alter mit 60 Jahren sei das doch die sicherste Variante, um Krebs vorzubeugen. Schließlich sei ich ja nicht mehr im gebärfähigen Alter und die Uterusbänder könne er ja erhalten, damit ein wenig Stützfunktion noch bestehen bleiben könne, zumindest in den nächsten 10 Jahren und mehr.
Diese Botschaft hat mich entsetzt, vor allem angesichts der äußerst umstrittenen Hysterektomie, die zum Beispiel Herr Dr. Möller von der Tagesklinik Altona in Hamburg in 70 bis 90 % der Fälle für unnötig hält, auch jenseits der Menopause, deren Kriterien ich noch nicht einmal erfülle.
Ich wäre dankbar für Ihre Antwort!
Ihre Petra J.
Liebe Petra,
ich schließe mich Ihrem Entsetzen an. Nach dem, was Sie schreiben, ist eine solche Totaloperation völlig übertrieben! Allerdings sollten Sie die hormonelle Therapie überdenken und, falls sie weiter Hormone benötigen, andere Zusammensetzungen und Dosierungen wählen. Vielleicht finden Sie unter http://www.natum.de auch eine Ärztin, die Ihre Beschwerden ganzheitlich ohne Hormone behandelt.
Sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
Im Februar 2013 wurden mehrere Myome in meiner Gebärmutter festgestellt. Eines war ca 6 cm groß und dazu mehrere kleine. Mein Frauenarzt riet mir dazu, diese zu entfernen zu lassen, möglich nur über einen großen Bauchschnitt aufgrund der Lage. Darauf habe ich mich eingelassen. Meine Gebärmutter konnte erhalten werden. 3 Monate hatte ich regelmäßige und normale Blutungen. Danach wurde es wieder mehr aber laut Arzt war alles in Ordnung.
Vor wenigen Wochen hatte ich aber sehr starke Regelblutungen und Schmerzen. Wieder wurden Myome festgestellt mit der Empfehlung, diese entfernen zu lassen. Ob nochmal die Gebärmutter erhalten werden kann, kann keiner garantieren. Ich bin fast 38 Jahre jung und habe einen Kinderwunsch. Mit 34 hatte ich Brustkrebs.
Ein zweiter Arzt, der mit bioidentischen Hormonen arbeitet, hat mir utrogest verordnet. Das hat mir ca. 5 Wochen Erleichterung gebracht. Nun habe ich schwallartige Blutungen mit viel Gewebe. Der Arzt überlegt, mir Methergin zu geben. Meint aber auch, ich soll über eine Gebärmutterentfernung nachdenken.
Ich bin völlig verunsichert und möchte nicht wieder operiert werden. Erst dieses Jahr habe ich das ok bekommen schwanger werden zu dürfen. Nun steht wieder alles in Frage. Haben sie einen Rat für mich?
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Übrigens ist mein Schlafplatz entstört.
Vielen Dank im Voraus.
Liebe Christina,
Da sitzen Sie ja wirklich in einer ganz großen Zwickmühle! Da wir heute noch nicht wissen, warum bei manchen Frauen die Myome immer wiederkommen, ist es schwierig, deren Wachstum zu verhindern. Die Blutungsstörung müsste ein guter Arzt für Naturheilkunde aber auf jeden Fall mit pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln in den Griff bekommen. Auch eine Entgiftung wirkt manchmal, weil wir davon ausgehen müssen, dass hormonaktive Umweltgifte das Hormongleichgewicht durcheinander bringen. Auf jeden Fall ist eine Ernährung mit viel Pflanzenkost wichtig und wenig tierischen Produkten. Wenn die Myome nicht schon zu groß sein sollten, unbedingt mal naturheilkundlich versuchen, ob es mit einer Schwangerschaft klappen könnte. Hier einige Adressen von naturheilkundlichen Gesellschaften, die Ärztelisten anbieten:
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
https://www.dzvhae.de/homoeopathie-fuer-patienten/wie-finde-ich-einen-homoeopathischen-arzt/
http://www.naturundmedizin.de
http://www.homoeopathie-heute.de
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
http://www.vkhd.de
http://www.homoeopathie-zertifikat.de
http://www.homoeopathie-aktuell.org/arbeitskreise/arbeitskreise-und-vereine.html
Berichten Sie doch mal von Ihren Erfahrungen. Viel Glück!!
Sehr geehrte Prof.Dr.Gerhard ich habe Anfang dieses Jahres schon an sie geschrieben ich hatte Myome in der Gebärmutter viele kleine und mir wurde hormonspiralle empfohlen und eingesetzt im Januar dieses Jahres .Jetzt war ich im Juni zur Kontrolle und meine FA sagte myomen sind gleich geblieben also nicht gewachsen ,aber die hat eine Zyste am Eierstock entdeckt und sagte wir warten ab .die zyste macht mir keine Probleme . Jetzt meine Frage bei mir tut der beckenknochen beide Seite weh und hab auch manchmal starker druck im Becken mit schmerzen und man hat das gefüllt man muss aufs Toilette . Ist nicht oft kommt aber immer wieder meistens Nachts.und unten links rückenschmerzen und vorne links wenn man mir Hand drauf drückt könnte das von Myomen sein ?ich hab immer wieder leichte rückenschmerzen wie leichte wehen was könnte das sein ich bin 37 Jahre .viele Dank
Liebe Olja,
sprechen .Sie bitte mit ihrem Frauenarzt. Die ziehenden Schmerzen können an der Spirale oder der Zyste liegen. Es kann auch mal eine Entzündung sein. Muss vom FA abgeklärt werden.
Alles Gute!
Sehe geehrte Prof.Dr.Gerhard, ich bin 48 Jahre alt und hatte 2013 im Kiel, OP
mit komplete Gebärmutterekonstruktion. entfern wurden bis der kleinste 48 stück,das ist war ich habe vor der OP Esmya genommen, nach der OP und absetzen
von Eamya glech nach 4 Wochen wieder Periode und Einzele reifen wie verruskt.das Problem ist das jetzt 7 Monate nach der OP wieder 2 und 3cm neue
Myome, Eizele reifen wahnsin und nach FHS vermessung keine Wechseljahre.Was kan Ich tun?Minipille oder hormonspirale oader wieder Esmya meine Ärztin ist ratlos, Ich bin am Boden zestort es war OP mit Bauschnitt, Ich habe keine eigene Kinder.Seelisch ist man fertig ich werde dankbar fur Ihr Rat da ich schon Angst habe was zu nehmen.
Liebe Gab48,
Dass Sie so schnell neue Myome bekommen, spricht für einen totalen Östrogenüberschuss. Am besten kontinuierlich hochdosierte Gestagene einnehmen. Vielleicht finden Sie unter http://www.natum.de eine Ärztin, die Sie da beraten kann. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
Ich bin jetzt 48 und hatte vor fünf Jahren Gebärmutterhals außen ein Stiel (?) Myom, worauf die Gebärmutter samt Gebärmutterhals entfernt wurden. Im Mai diesen Jahres wurde erneut ein größeres Myom links am Scheidenkamm festgestellt und am 21.7. erneut OP. Seitdem fühle ich mich sehr schlapp und habe ständig Schmerzen im Unterbauch und das Gefühl, mein Unterbauch, direkt über der Scheide, wird stark gedrückt. Es ist ein extrem unangenehmes Gefühl. Auch leide ich seit der OP unter ständigen Kopfschmerzen. Die letzte, sehr schmerzhafte Untersuchung am 21.8. durch meine Frauenärztin ergab keine Auffälligkeiten, die innerliche Narbe sondert aber immer noch gelbliche Flüssigkeit ab. Ich bin sehr verunsichert, da ich nicht weiß, ob der schleppende Heilungsprozess normal ist, ob ich mich schon wieder normal belasten darf und ob die Gefahr erneuter Myome besteht. Die Anweisung der Ärztin lautet lassen Sie es langsam angehen, machen sie nur so viel, wie sie schaffen. Wenn es danach ginge, würde ich den ganzen Tag entsprechend meinem Befinden nur im Bett liegen bleiben. Trotz Nachfrage bekomme ich keine klarere Aussage. Haben Sie vielleicht einen Tipp für mich. Ab 6.9. bin ich wieder gesund geschrieben. Sollte Ihrerseits Interesse bestehen, könnte ich Ihnen die Berichte des Krankenhauses zukommen lassen. Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus herzlich.
Liebe Nessi,
da kann irgendwas bei Ihnen noch nicht in Ordnung sein. Holen Sie bitte eine zweite Meinung bei einem Frauenarzt in Ihrer Nähe ein, der Sie untersuchen kann. Vielleicht finden Sie unter http://www.natum.de einen ganzheitlich arbeitenden FA. Sollte organisch doch alles in Ordnung sein, kann er Ihnen sicher ein gutes Aufbaumittel empfehlen oder rezeptieren. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
vielen Dank für die rasche Antwort. Mir drängen sich noch Fragen auf
1. Wie konnte es im Mai zu der starken Blutung kommen (HB innerhalb weniger Stunden bei
5)?
2. Wachsen die Myome unter Levomin 30 weiter?
3. Wie groß dürfen die Myome sein für eine Myosure Operation?
Wie oft muss ich die Größe beurteilen lassen.
Mein HB Wert ist aktuell wieder auf 10 gesunken und ich muss wieder Eisentabletten nehmen.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Mühe!
Liebe Sabine75,
Kann sein, dass Ihre eigenen Östrogene zu hoch sind und deshalb die Pillen zu niedrig dosiert. Sind Sie übergewichtig? Dann würde auch im Bauchfett eine Extraportion Östrogen gebildet. Wann eine Op indiziert ist, müssen Sie mit dem behandelnden Arzt besprechen. Vielleicht sollten Sie zusätzlich zu einem naturheilkundlich arbeitenden Arzt gehen, denn man kann zwar mit naturheilkundlichen Methoden die Myome nicht verkleinern, aber man kann die zu starke Blutung normalisieren. Gute Besserung!