Myome können zu zahlreichen Beschwerden und stark eingeschränkter Lebensqualität führen. Mit Ernährungsumstellung und Nahrungsergänzungen lässt sich das Myomwachstum bremsen. Besonders erfolgversprechend könnte ein hochkonzentrierter Grünteeextrakt sein.

Grünteepflanzen © shutterstock

Viele Frauen leiden unter Myomen, viele davon unentdeckt und ohne Beschwerden. Die Statistiken sagen, dass ein Viertel bis sogar die Hälfte aller Frauen irgendwann im Leben an Myomen erkrankt. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein, von kaum bemerkbar bis lebensbedrohlich und die Lebensqualität stark einschränkend.

In einem früheren Artikel und Interview für die Zeitschrift BIO habe ich Ihnen schon genau dargestellt, was für Arten von Myomen es gibt, welche Beschwerden auftreten können und mit welchen Pflanzenheilmitteln man die Beschwerden meistens unter Kontrolle halten kann. In diesem Artikel möchte ich Ihnen ein paar neue Erkenntnisse vorstellen und vor allen Dingen ein Produkt, das es als Nahrungsmittel und Heilmittel in sich hat.

Die Ursachen für das Entstehen von Myomen sind vielfältig.

Wie Myome entstehen

Myome treten nur bei Frauen während der Geschlechtsreife auf. Vor der ersten Periode kommen sie nicht vor und nach den Wechseljahren (Menopause) entwickeln sich keine neuen Myome mehr. Bereits vorhandene können allerdings bestehen bleiben. Frauen, die bis zu den Wechseljahren keine Myome hatten, können danach auch keine mehr bekommen.

Aus diesem Grund ist sicher, dass die weiblichen Hormone eine Rolle bei der Entstehung und dem Wachstum von Myomen spielen müssen.

Östrogenüberschuss

Bauchfett

Das Überwiegen der Östrogene im Körper stellt einen (unspezifischen) Wachstumsreiz für die Myome dar. Dabei kann es sich um körpereigene Östrogene aus den Eierstöcken handeln, um Östrogene, die bei Adipositas und Übergewicht im Fettgewebe produziert werden, oder um Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben. Sie haben sicher schon gehört, dass bspw. manche Schwermetalle eine Östrogenwirkung haben oder Pestizide oder Weichmacher (s.u.).

Progesteronmangel

Neben dem Östrogen spielt auch das Gelbkörperhormon (Progesteron) eine Rolle. Bei vielen Frauen beginnt die Myombildung zwischen 35 und 45 Jahren. In dieser Zeit lässt die Progesteronproduktion des Gelbkörpers nach. Es ist die Lebensphase einer Frau, in der sie schwieriger schwanger wird, häufiger unter PMS leidet und eben leider auch Myome entwickelt. Man nimmt deshalb an, dass ein Ungleichgewicht zwischen Östrogenen und Progesteron ein wesentlicher Faktor ist. Deshalb profitieren manche Frauen von einer Therapie mit Gelbkörperhormonen (Wenn sie künstlich sind, spricht man von Gestagenen).

Substanzen, die den Hormonstoffwechsel beeinflussen

In unserer Umwelt, dem Wasser und den Nahrungsmitteln gibt es eine Fülle von Substanzen, die einen Einfluss auf den Hormonstoffwechsel haben. So können manche Umweltgifte an dieselben Rezeptoren (Andockstellen an der Oberfläche von Zellen) binden wie die bekannten Östrogene. Oder sie beeinflussen in der Leber, den Nieren und dem Darm den Abbau und die Ausscheidung der Hormone. Ja, es gibt sogar Hinweise dafür, dass Myome als Müllhalde für Umweltgifte dienen, ein gar nicht so schlechter Trick, den sich unser kluger Körper ausgedacht hat.

Genetische Vorbelastung

Wie bei vielen Krankheiten spielt auch bei der Entstehung von Myomen eine familiäre Vorbelastung eine Rolle. Betroffene Frauen stammen selbst aus Familien, deren weibliche Mitglieder von Myomen betroffen sind. Und Afrikanerinnen leiden häufiger unter Myomen als Europäerinnen.

Eine weitere Ursache für Myome, die erst in den letzten Jahren erkannt worden ist, ist der gestörte Zuckerstoffwechsel.

Gestörter Zuckerstoffwechsel und proteinreiche Ernährung

Kuchen

Durch die Ernährung mit zu vielen einfachen Zuckern wird die Bauchspeicheldrüse überfordert. Sie muss ständig Insulin produzieren, um den Blutzuckerspiegel einigermaßen konstant zu halten. Durch die Insulinausschüttung werden aber leider auch Wachstumsfaktoren im Übermaß gebildet, die das Wachstum von Myomen in der Gebärmutter anregen. Auch unsere Eiweißmast mit zu vielen Milchprodukten und Fleisch fördert das Myomwachstum.

Konventionelle Therapie bei Myomen

Grundsätzlich können Myome medikamentös, chirurgisch oder durch neuere Verfahren wie die Embolisation oder den fokussierten Ultraschall behandelt werden. Insbesondere bei jungen Patientinnen werden Operationen durchgeführt, die den Erhalt der Gebärmutter zum Ziel haben. Bei älteren Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch galt früher die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) als Standard-Therapie. Heute werden zunehmend minimal-invasive Verfahren angewandt, die nur das Myom entfernen.

Mögliche Therapieformen sind die medikamentöse Behandlung (Einnahme von künstlichen Hormonen), Gebärmutterentfernung (Hysterektomie), die Verödung des Myoms (Embolisation), die Ausschälung des Myoms (Myomenukleation) sowie der fokussierte Ultraschall, das ein noch neueres Verfahren in der Behandlung von Myomen darstellt.

Positiver Einfluss der richtigen Ernährung bei Myomen

Gemüse

Gerade im frühen Stadium gibt es neben der ärztlichen Behandlung alternative Möglichkeiten, die Symptome von Myomen und ihr Wachstum zu beeinflussen. Diese können helfen, die Wucherungen zu stoppen oder zu verlangsamen, und haben die Fähigkeit, die Größe zu minimieren. Da das Myom unter dem Einfluss von Östrogenen wächst, ist eine Umstellung auf eine achtsame und hormonfreie Ernährung notwendig.

Da eine ballaststoffarme und fettreiche Ernährung mit viel Fleisch einen hohen Östrogenspiegel begünstigt, ist es optimal, viele Ballaststoffe durch reichlich Gemüse zu sich zu nehmen und tierische Produkte wie Fleisch und Milch vom Speiseplan zu streichen. Konkret heißt es, auch auf Weißmehlprodukte und weißen Zucker (und Alkohol) zu verzichten und stattdessen den Körper mit Vollkorn- und Dinkelprodukten und Salaten mit viel Bitterstoffen wie Chicorée, Endiviensalat und Radicchio zu unterstützen. Ein wenig Geduld wird benötigt, denn die östrogensenkende Wirkung dieser Ernährung und ihr Effekt auf die Myome zeigt sich erst nach mindestens vier Monaten. Aber darüber werde ich Ihnen in einem weiteren Artikel später berichten, denn inzwischen gibt es ein Myom-Kochbuch von mir.

Nahrungsergänzungen bei Myomen

In Tierversuchen hat sich gezeigt, dass Antioxidantien, wie Vitamin C, E usw. den Stoffwechsel verbessern und das Myom-Wachstum möglicherweise verlangsamen können. Genügend Vitamin D ist ganz wichtig, da es die Östrogen- und Progesteron-Andockstellen herunterreguliert. Auch Curcumin, der Extrakt aus der Kurkumawurzel, stärkt die antioxidativen Schutzsysteme.  Schließlich gibt es den Grüntee mit einer Vielzahl von sekundären Pflanzenstoffen

Grüner Tee – Powerstoff gegen Myome

Der Wirkstoff, der dabei entscheidend ist, heißt Epigallocatechingallat oder kurz EGCG, der Hauptwirkstoff der grünen Teeblätter. Die Wirkung von EGCG wurde in einer weltweiten Studie untersucht und zeigte, dass es sich dabei um ein hochwirksames Antioxidans und einen Allrounder für die Frauengesundheit handelt.

Doch was genau ist im grünen Tee drin? Der wichtigste Inhaltsstoff des Tees ist im Allgemeinen das anregende Koffein, früher im Zusammenhang mit Tee auch bekannt als Teein. Weitere Bestandteile der Teeblätter sind Catechine, die wichtigsten Vertreter sind Epicatechin (EC), Epicatechingallat (ECG), Epigallocatechin (EGC) und Epigallocatechingallat (EGCG). Grüntee enthält auch zahlreiche Aminosäuren, Bitterstoffe sowie viele wichtige Vitamine, Kalzium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink und Fluorid.

EGCG als Allrounder der Frauengesundheit

Die meisten gesundheitsfördernden Wirkungen des Grüntees werden den Catechinen zugeschrieben. Zahlreiche Studien belegen ihre antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Auch gibt es Belege, dass sie Blutgefäße schützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Zudem wirken Catechine beruhigend auf einen nervösen Magen-Darm-Trakt. Untersuchungen zeigten außerdem, dass grüner Tee eine natürliche und nebenwirkungsarme Behandlungsmethode bei Myomen sein kann.

Studie: EGCG lässt Myome schrumpfen

Bisher gibt es erst eine Studie aus Ägypten, die die Wirkung von EGCG auf das Myom-Wachstum untersuchte. In dieser Studie erhielten 33 Frauen, die Beschwerden durch Myome hatten, EGCG oder Placebo-Medikamente. Bei der Testgruppe, die den Grüntee-Extrakt in einer Dosis von 800 mg über vier Monate erhielt, kam es zu einem signifikanten Rückgang der Myomgröße. Bei jeder dritten Frau schrumpften die Myome. Auch Symptome wie Schmerzen oder erhöhter Blutverlust konnten durch die Einnahme von EGCG deutlich reduziert werden. In der Placebo-Gruppe setzte sich der Myom-Wachstum bei jeder vierten Frau hingegen fort.

Natürliches Grüntee-Präparat tigovit

Ein Präparat, das unter den vielen Grüntee-Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt hervorsticht und von vielen Gynäkologen empfohlen wird, ist Tigovit. Das Besondere von tigovit ist seine Reinheit und seine hohe Konzentration an EGCG, das aus den jungen Blättern des grünen Tees gewonnen wird und das dem Körper eine hochkonzentrierte Aufnahme von EGCG ermöglicht. Eine Kapsel „tigovit“ enthält 160 mg reines EGCG – einem der wichtigsten Wirkstoffe des grünen Tees. Damit ist die in tigovit enthaltene Dosis EGCG deutlich höher, als bei den meisten im Handel erhältlichen Grüntee-Präparaten.

Tigovit enthält außerdem Vitamin C, welches die wertvollen Bestandteile des grünen Tees stabilisiert, sobald diese aufgenommen werden, und gleichzeitig die Zellen vor oxidativem Stress schützt. Damit wird die Aufnahme des EGCG weiter verbessert. Inzwischen wurde statt normaler Ascorbinsäure das EsterC ausgewählt, das länger im Körper verbleibt und magenschonender ist einfaches Vitamin C.

Ein weiterer Inhaltsstoff in tigovit ist das Bioperine®, ein hochwertiger Naturextrakt aus schwarzem Pfeffer (Piper nigrum) mit sehr hohem Anteil an Piperin. Mit Bioperine® wurden verschiedene klinische Studien durchgeführt, um zu zeigen, wie gut es sich auf die Bioverfügbarkeit unterschiedlicher Vitalstoffe auswirkt. Eine Ergänzung, die den Transport des hochkonzentrierten EGCG und des EsterC von tigovit in die Zellen beschleunigt.

50-fach verbesserte Aufnahme von EGCG durch tigovit

Teeplantage

Die Teepflanzen für tigovit werden in China angebaut. Die Teeplantagen liegen in den Yellow Mountains, 5 Stunden von Shanghai entfernt, bei Anhui. Dort gibt es keine Industrie oder Umweltverschmutzung. Die Teeplantagen sind Organic zertifiziert und liefern sehr hochwertige Teeblätter. Jede Ernte wird von unabhängigen deutschen Laboren laufend auf 800 verschiedene Pestizid- und Schwermetallrückstände getestet.

Die Produktion und Qualitätskontrolle der Grüntee-Kapseln tigovit findet in Deutschland statt. Sie sind auch für Vegetarier und Veganer geeignet, gluten- und laktosefrei, enthalten keine Konservierungsstoffe, sind gelatinefrei und ermöglichen eine bis zu 50-fach verbesserte Aufnahme von EGCG durch den menschlichen Körper.

Damit sich die Wirkstoffe optimal entfalten können, ist die richtige Einnahme des Präparates allerdings wichtig. Empfohlen werden drei Kapseln täglich, was 12 Tassen konzentriertem Grüntee entsprechen würde. Sie sollten nüchtern bzw. mit einem Mindestabstand von ½ Stunde vor dem Essen verzehrt werden. Dies ist zu beachten, damit die Wirkstoffe von tigovit nicht durch die Magensäure oder durch Nahrungsbestandteile inaktiv werden.

Die Einnahme von Tigovit wird auch bei Kinderwunsch empfohlen, sollte allerdings abgesetzt werden, sobald eine Schwangerschaft vorliegt. Da tigovit nur Spuren von Koffein enthält ist seine Einnahme auch für Verbraucherinnen, die Koffein nicht vertragen, unbedenklich.

Natürlich gibt es viele Grünteeprodukte auf dem Markt, deshalb machen Sie sich ruhig selber schlau, welches für Sie am besten ist. Ich habe Ihnen hier zusammengestellt, was Sie bei der Einschätzung der Produkte berücksichtigen sollten.

  Mega Green Tea Extract Grüner Tee Extrakt Tigovit
Firma Life Extension, USA Pure encapsulation, USA Tahovital GmbH, Deuschl.
EGCG in mg pro Kapsel 320 210 160
Mit Wirkverstärker Vitamin C nein nein ja
Mit Wirkverstärker Piperin oder Bioperine nein nein ja
Organischer Anbau ? ? ja
Herstellung Deutschland nein nein ja
Jede Ernte in D auf Pestizide und SM getestet ? ? Ja, 800 verschiedene Rückstände werden erfasst
Preis pro Kapsel in € 0,3 0,5 0,43

Aktuelle Anwenderbeobachtung mit tigovit

Um die Ergebnisse der ersten weltweiten Studie weiter zu untermauern, sind jedoch noch weitere Untersuchungen notwendig. Genau hier setzt eine neue Anwenderbeobachtung an, die derzeit in Berlin von der Frauenklinik Charité durchgeführt wird. In der Myomsprechstunde bieten die Mediziner eine Behandlung mit dem Grüntee-Extrakt an, die im Rahmen einer Studie erfolgen soll. Über einen Zeitraum von sechs Monaten erhalten Patientinnen, die keine Beschwerden durch die Myome und durch Wechseljahre haben, täglich drei Kapseln tigovit. Nach drei sowie sechs Monaten untersuchen die Mediziner der Frauenklinik Charité, wie sich die Einnahme des hochkonzentrierten EGCG-Präparats auf die Größe des Myoms, das Blutbild der Patientin sowie auf mögliche Beschwerden ausgewirkt hat.

Weitere Probandinnen für EGCG-Studie gesucht

Die Anwenderbeobachtung ist noch nicht abgeschlossen und sucht nach weiteren Probandinnen. Frauen, die an der Beobachtung teilnehmen möchten, müssen zwischen 18 und 50 Jahre sein. Sie erhalten über einen Zeitraum von sechs Monaten tigovit kostenlos. Nach dieser Beobachtung soll eine zweite, größere Untersuchung über die Wirkung von EGCG auf das Myom-Wachstum folgen. Interessierte und betroffene Frauen können sich auf der Internetseite von tigovit für die Anwenderbeobachtung in Berlin anmelden oder direkt bei der Doktorandin Rebecca Biro rebekka.biro@charite.de

Haben Sie vielleicht schon Erfahrungen mit dem natürlichen Schrumpfen von Myomen? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar!

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