Wechseljahresbeschwerden, wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, innere Unruhe und Schlafstörungen, können mit dem homöopathischen Komplexmittel Klimaktoplant®N gelindert werden.
Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen usw.: Die Liste potentieller Wechseljahresbeschwerden ist lang. Entsprechende Hormontherapien bergen auf Grund möglicher Nebenwirkungen das Risiko weiterer Beschwerden. Einen Versuch wert ist dagegen der Einsatz nebenwirkungsfreier homöopathischer Arzneimittel.
Man unterscheidet zwischen der Einzelmittelhomöopathie, die nur von einem in Homöopathie gut ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden sollte, und der symptombasierten Therapie mit homöopathischen Komplexmitteln. Diese können Sie, wenn Ihr behandelnder Arzt grünes Licht gibt, auch in Eigenregie einsetzen.
Bei den Wechseljahren (Fachbegriff: „Klimakterium“) handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern vielmehr um eine der Pubertät ähnliche Lebensphase hormoneller Umstellungen, in der es zu Beschwerden kommen kann (aber nicht muss).
Drei Phasen der Wechseljahre
Der weibliche Hormonhaushalt verändert sich während dieser Lebensphase schrittweise über einen Zeitraum von etwa 5 bis 10 Jahren. Das geschieht in drei Phasen:
1. Prämenopause
Wenn die Eibläschen in den Eierstöcken nahezu aufgebraucht sind, beginnt das Klimakterium: Die Hormonproduktion in den Eierstöcken nimmt allmählich ab. Der Eisprung bleibt zeitweise aus, die Fruchtbarkeit sinkt. Zu den ersten Anzeichen hormoneller Dysbalance zählen Blutungsstörungen. Zusätzlich kann es zu Spannungsgefühlen in der Brust, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen kommen.
Fast jede Frau leidet in dieser Phase unter den Symptomen des Prämenstruellen Syndroms (PMS). Was Viele nicht wissen: es muss in dieser Phase gar kein Mangel an Östrogen vorliegen, meistens ist es erstmal das Gelbkörperhormon, Progesteron, das nicht mehr genügend produziert wird, so dass relativ zu viele Östrogene den Stoffwechsel beherrschen, die Östrogendominanz.
2. Perimenopause
Ein bis zwei Jahre vor der letzten spontanen Monatsblutung („Menopause“) werden immer weniger Östrogene und Gelbkörperhormon („Gestagen“) gebildet, was häufig zu starken Wechseljahresbeschwerden führt. Lassen Sie sich nicht beirren: die Menopause hat nichts mit einer Zeitspanne, einer Pause, zu tun. Man kann die Menopause auch nicht vorhersagen. Erst wenn ein Jahr keine Blutung mehr eingetreten ist, wissen Sie: die letzte Blutung, das war meine Menopause, und jetzt befinde ich mich in der
3. Postmenopause
Bei der letzten Blutung sind die Frauen in Deutschland heute im Durchschnitt 51 Jahre alt. Treten ein Jahr lang keine Blutungen mehr auf, haben die Eierstöcke ihre Tätigkeit im Allgemeinen eingestellt. Die Lebensspanne der Fruchtbarkeit ist abgeschlossen.
Doch selbst nach dieser abschließenden Phase, die durchschnittlich nach dem 65. Lebensjahr in das sogenannte „Senium“ mündet, können noch klimakterische Beschwerden auftreten.
Klimakterium verläuft sehr individuell
Das Klimakterium verläuft bei keiner Frau gleich. Dies gilt sowohl für den Zeitpunkt, zu dem das Klimakterium bzw. die einzelnen Phasen beginnen, als auch für die möglichen Beschwerden der Wechseljahre: Während manche Frauen unter keinen Symptomen leiden, andere nur wenige und leichte Symptome wahrnehmen, leiden manche Frauen massiv unter den Wechseljahresbeschwerden.
Symptome der Wechseljahresbeschwerden
So kann die nachlassende Hormonbildung u.a. folgende Wechseljahresbeschwerden auslösen:
- Hitzewallungen
- Schweißausbrüche
- Schlafstörungen
- Stimmungsschwankungen bis hin zur Depressivität
- verminderte Leistungsfähigkeit
- Konzentrationsstörungen
- körperliche und geistige Erschöpfung
- Scheidentrockenheit/ sexuelle Probleme
- Lustlosigkeit
- Harnwegsinfektionen
- Blasenschwäche
- Nervosität/ Reizbarkeit
- Angstattacken
- Gewichtszunahme
- Spannungsgefühl in den Brüsten
- Haarausfall am Kopf
- Haarwuchszunahme im Gesicht
- Schmerzen in den Gelenken
- Osteoporose (Knochenschwund) kann durch den Hormonmangel beginnen, macht aber erst später Beschwerden
Die häufigsten Wechseljahresbeschwerden
Zu den am weitesten verbreiteten Wechseljahresbeschwerden zählen u.a. Hitzewallungen, die typischerweise mit einer Rötung im Gesicht beginnen, dann auf Hals und Oberkörper übergreifen und zu heftigen Schweißausbrüchen führen. Davon betroffene Frauen klagen außerdem häufig über ein nachfolgendes Frösteln.
Bei den ebenfalls weit verbreiteten Schlafstörungen können sowohl Einschlaf- als auch Durchschlafstörungen auftreten. Das wiederum trägt zusätzlich zu verminderter Leistungsfähigkeit, Nervosität, Reizbarkeit und Erschöpfungszuständen bei.
Diagnostik bei Verdacht auf Wechseljahresbeschwerden
Wichtig ist durch einen Arzt abklären zu lassen, dass diese Beschwerden tatsächlich auf die Wechseljahre zurück zu führen sind und andere Ursachen für diese Symptome damit ausgeschlossen werden können.
Des Weiteren wird per Blutdiagnostik die Konzentration der Geschlechtshormone bestimmt.
Immer sollten auch die Schilddrüsenhormone und die Schilddrüsenantikörper überprüft werden, da in den Zeiten hormoneller Umstellungen oft auch die Schilddrüse mitleidet.
Gegebenenfalls wird eine Knochendichtemessung vorgenommen, um das Risiko einer Osteoporose abschätzen zu können.
Konventionelle Therapie von Wechseljahresbeschwerden
Bekräftigen die konkreten Diagnose-Ergebnisse den Anfangsverdacht der Wechseljahresbeschwerden, stehen dem Frauenarzt unterschiedliche schulmedizinische Therapiemöglichkeiten zur Verfügung: Von der tiefgreifenden Hormonersatztherapie bis zu symptombezogenen Hilfsmitteln wie östrogenhaltigen Cremes bei trockener Scheide oder Antidepressiva bei depressiven Verstimmungen usw.
Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden
Während Hormonersatztherapien noch vor einigen Jahren relativ bedenkenlos verordnet wurden, gibt es heute mehr und mehr Zweifel hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen, wie die Zunahme des Brustkrebsrisikos, von Herzerkrankungen und Schlaganfällen. Nicht zuletzt Raucherinnen und Patientinnen mit Bluthochdruck, erhöhtem Thromboserisiko oder Tumorerkrankungen sollten deshalb keine Hormontherapie erhalten.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt die Hormonersatztherapie nur noch, wenn die Beschwerden sehr stark sind, keine anderen Medikamente wirken und der Leidensdruck der Patientin sehr hoch ist. Doch auch dann sollte die Behandlung maximal zwei Jahre dauern.
Selbstmedikation von Wechseljahresbeschwerden ja, aber…
Viele Patientinnen mit Wechseljahresbeschwerden finden bald heraus, wie sie sich auf plötzliche Hitzewallungen oder Schlafstörungen einstellen können. Das fängt bei der Kleidung an (Etagenlook), geht über Veränderungen des Lebensstils (Bewegung steigern) bis hin zur Ernährungsumstellung. In einem früheren Artikel hatte ich Ihnen schon die wichtigsten Selbsthilfemethoden beschrieben. Aber oft reicht das nicht aus, so dass immer mehr Patientinnen nichthormonelle Behandlungsmethoden, wie die Phytotherapie oder die Homöopathie ausprobieren.
Aktuelle Studie zur Therapie von Wechseljahresbeschwerden
Gerade wurde eine aktuelle Befragung von deutschen Frauen in den Wechseljahren publiziert*. 1872 Fragebögen konnten ausgewertet werden. 14% der Frauen erhielten eine Hormonersatztherapie, 65% der Frauen wendeten eine oder mehrere naturheilkundliche Methoden an und 21% kombinierten Hormone und Naturheilkunde. Je ausgeprägter die Beschwerden waren, umso wahrscheinlicher war es, dass die Frauen eine Hormonersatztherapie erhielten. Dass die Kombination aus Schulmedizin und Homöopathie durchaus sinnvoll sein kann, finden Sie am Beispiel der Hashimoto-Erkrankung, die die homöopathische Ärztin Frau Dr. Tille Ihnen vorgestellt hat.
Die meisten Frauen berichteten über gute Erfahrungen mit einer Änderung des Lebensstils. Hierzu hat Ihnen meine Kollegin Dr. Susanne Bihlmaier ja kürzlich wichtige Hinweise gegeben. Viele weitere Anregungen finden Sie in früheren Artikeln in diesem Webmagazin. Interessant war, dass von den Frauen, die sich homöopathisch behandeln ließen, dreiviertel davon überzeugt waren, dass ihnen die Homöopathie gut geholfen hatte.
Pflanzliche Arzneimittel bei Wechseljahresbeschwerden

Salbei
Pflanzliche Arzneimittel („Phytotherapeutika“), die sich bei Wechseljahresbeschwerden eignen, sind in der Prämenopause besonders Extrakte aus Mönchspfeffer (Agnus castus), die den Gestagenmangel bessern.
Bei weiter fortgeschrittenem Klimakterium werden gerne Extrakte aus der Traubensilberkerze eingesetzt, oft auch kombiniert mit Johanniskraut.
Salbeiextrakte werden ebenfalls gerne benutzt, besonders bei Hitzewallungen. Aber Vorsicht bei dem unkontrollierten Trinken von zu viel Salbeitee, seine Östrogenwirkung kann zum Aufbau von Schleimhaut in der Gebärmutter führen und Blutungen auslösen.
Weitere Pflanzenheilmittel für Wechseljahresbeschwerden sind Extrakte aus der Türkischen Rhabarberwurzel, Rotklee oder aus Granatapfelsamen.
Allerdings müssen Frauen mit Allergien sich genau beobachten, damit sie Unverträglichkeitsreaktionen frühzeitig feststellen. Auch Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko müssen auf einige Pflanzen, deren Inhaltsstoffe an die Östrogenrezeptoren binden, verzichten.
Homöopathie bei Wechseljahresbeschwerden als Therapie der Wahl
Die homöopathische Behandlung von Wechseljahresbeschwerden hat den Vorteil, dass sie gut in Eigenregie durchgeführt werden kann und keine Nebenwirkungen zu erwarten sind.
Allerdings müssen Sie unterscheiden zwischen der Einzelmittelhomöopathie und der Behandlung mit Komplexmitteln.
Einzelmittelhomöopathie bei Wechseljahresbeschwerden
Echte Homöopathen werden natürlich nur Einzelmittel propagieren, d.h. es muss eine genaue Familien-, Lebens- und Beschwerdeanamnese gemacht werden, um ein Mittel, das sogen. Simile, zu finden, das in seinem Arzneimittelbild alle Eigenschaften der erkrankten Person erfasst. Sie können sich vorstellen, dass das schwierig und zeitaufwendig ist und der Therapeut sehr erfahren sein muss, um rasch das für Sie richtige Mittel zu finden.
Komplexmittelhomöopathie bei Wechseljahresbeschwerden
Da die eigentlichen Wechseljahresbeschwerden aber bei vielen Frauen sehr ähnlich sind, kann man auch Komplexmittel einsetzen, die verschiedene homöopathische Arzneien enthalten und dadurch die wesentlichen Symptome der Wechseljahresbeschwerden abdecken. Das hierzulande meist verkaufte homöopathische Medikament gegen typische Wechseljahresbeschwerden ist das homöopathische Kombinationspräparat Klimaktoplant®N des Herstellers Deutsche Homöopathie-Union (DHU). Klimaktoplant®N ist ein Kombinationspräparat aus vier homöopathischen Einzelmitteln, die sich in ihrer positiven Wirkung gegenseitig unterstützen.
Inhaltsstoffe von Klimaktoplant®N
Cimicifuga (Traubensilberkerze) beeinflusst körperliche und seelische Beschwerden. Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Kreislaufstörungen und Herzklopfen sowie Unruhe und Schlafstörungen werden reduziert. Die Extrakte aus der Wurzel der Traubensilberkerze werden auch als Phytopharmaka angeboten. Im Klimaktoplant erfolgt die Aufarbeitung nach homöopathischen Gesichtspunkten.
Sepia (Tinte des Tintenfischs) ist vor allem wegen seiner Wirkung bei den seelischen Beschwerden der Wechseljahre geschätzt, wie z. B. Reizbarkeit oder Gleichgültigkeit, Erschöpfungszuständen und Ein- und Durchschlafstörungen.
Ignatia (Ignatiusbohne) wird vor allem zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und innerer Unruhe sowie Kopfschmerzen eingesetzt.
Sanguinaria (Kanadische Blutwurzel) entfaltet ihre Wirkung bei den körperlichen Beschwerden der Wechseljahre. So lassen sich durch Sanguinaria Hitzewallungen mit anfallsartigen Gesichtsrötungen, Herzrasen und Kopfschmerzen positiv beeinflussen.
Klinische Studie zu Klimaktoplant®N
Die Wirksamkeit von Klimaktoplant wurde durch wissenschaftliche Studien belegt. An einer dieser Studien** war ich selber beteiligt. Damals setzten wir Klimaktoplant®H ein, das Vorläuferprodukt des zwischenzeitlich weiter optimierten Klimaktoplant®N. Es hatte dieselben Inhaltsstoffe wie das heutige Klimaktoplant®N. Nur bei Sanguinaria war die Verdünnung (Potenz) anders.
In dieser Studie wurden 118 Patientinnen im Alter von 40 bis 55 Jahren, die zu diesem Zeitpunkt seit maximal 3 Jahren unter akuten klimakterischen Beschwerden litten, über einen Zeitraum von zwölf Wochen mit Klimaktoplant®H behandelt.
Das Ergebnis: 95,8 Prozent der Patientinnen gaben an, dass Hitzewallungen und Schwitzen nachgelassen hatten. Bei 95,7 Prozent besserten sich vorhandene Schlafstörungen, bei 94,0 Prozent depressive Verstimmungen und bei 93,2 Prozent Nervosität und Reizbarkeit.

Fazit
Klimaktoplant®N wirkt ohne Hormone und hat keine Nebenwirkungen. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, zum Beispiel gegen Bluthochdruck, treten nicht auf. Und noch ein Plus: Frauen nach Brustkrebs oder mit erhöhtem Brustkrebsrisiko können ebenfalls bedenkenlos Klimaktoplant®N anwenden. Klimaktoplant®N ist sehr gut verträglich und kann auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
Damit entspricht Klimaktoplant®N dem Wunsch vieler betroffener Frauen nach einer effektiven Behandlung – ohne die unerwünschten Nebenwirkungen, die eine Hormontherapie mit sich bringen kann.
Literaturhinweis
*Buhling KJ, Daniels B v, Studnitz FSG v, Eulenburg C, Mueck AO.: The use of complementary and alternative medicine by women transitioning through menopause in Germany. Results of a survey of women aged 45-60 years. Complement Ther Med 2014; 22: 94-98 , Abstract
**Gerhard, J., Ventskovsky, B.: Klimakterische Beschwerden: Wirksamkeit eines homöopathischen Kombinationshomöopathikums. Der Kassenarzt 15 (Sonderbeilage), 1-4 (2006).
Buchempfehlung
Homöopathie für die Wechseljahre
Über 30 Jahre behandelte meine Kollegin, die französische Frauenärztin Evelyne Majer-Julian, ihre Patientinnen mit Homöopathie. Dabei konnte sie sich auf das Wissen ihres Vaters, Othon-André Julian, stützen, der einer der angesehensten und berühmtesten Homöopathen Frankreichs war. In ihrer Frauenarztpraxis wurde sie täglich von Frauen aufgesucht, die über die typischen Wechseljahresbeschwerden klagten, mit oder trotz Hormonersatztherapie. Hier galt es Alternativen zu finden.
In ihrem Buch „Homöopathie für die Wechseljahre“ führt sie zunächst in die Physiologie der Wechseljahre und die herkömmliche Therapie ein. Dann beschreibt sie in den beiden großen Kapiteln
- Funktionelle Beschwerden und
- Langfristige Komplikationen
zu jedem Symptom die passenden homöopathischen Mittel. Sie beschränkt sich allerdings nicht auf die bekannten großen Mittel, sondern erklärt auch wenig beachtete kleinere Mittel, neue Homöopathika, Organpräparate, Pflanzenheilmittel und die Aromatherapie. Dabei sind durchaus auch Kombinationen möglich.
Ein Literaturverzeichnis und Hinweise auf europaweite Bezugsquellen runden das Werk ab.
Meine Beurteilung
Ein fabelhaftes Werk zu den schier unerschöpflichen Möglichkeiten der bisher vernachlässigten homöopathischen Therapie der Wechseljahre, geschrieben von einer Frauenärztin, die sich jahrzehntelang um ihre Patientinnen bemüht hat und die sowohl die Schulmedizin als auch die Erfahrungsheilkunde kennt.
- Für alle Therapeuten, die Frauen ab 40 Jahre betreuen, ein Muss.
- Für Laien ein sehr guter Überblick über die Chancen einer homöopathischen Behandlung, im Einzelfall aber schwierig, sich selber zu behandeln. Auch wenn die Autorin überwiegend niedrige homöopathische Potenzen angibt, sollte frau als Laie immer einen ausgebildeten Homöopathen zur Begleitung der Therapie heranziehen.
Wunderbare Wechseljahre
Dieses kleine Büchlein „Wunderbare Wechseljahre“ der Autorin und Cartoonistin Renate Alf bringt mal etwas Abwechslung in die lehr- und schmerzreiche Literatur zu den Wechseljahren. Es ist zwar schon vor einigen Jahren erschienen, aber für mich immer wieder eine Freude, darin zu blättern, die aus dem Leben gegriffenen Geschichten zu lesen und die Cartoons zu bewundern. Herrlich, wie Renate Alf die verschiedenen Frauentypen und ihre Reaktionen auf und in den Wechseljahren beschreibt. Eine kleine Humortherapie in Wort und Bild, wie der Untertitel des Buches heißt.
Und wenn Sie Erfahrungen mit Homöopathie bei Wechseljahresbeschwerden haben, schreiben Sie doch für Ihre Leidensgenossinnen einen Kommentar.




Netzwerk Frauengesundheit





Hallo Frau Dr. Gerhard,
hätte ein paar Fragen. Ich bin 48 J. und weiss nicht so genau, ob ich in den WJ bin.
Meine Frauenärztin wollte mir aber schon vor zwei Jahren eine Hormonersatztherapie verschreiben, die ich aber nicht genommen hab.
Ich habe seit kurzem Gelenkschmerzen, bin oft müde, schnell erschöpft, reizbar und antriebslos und habe starke Stimmungsschwankungen (wenn ich richtig beobachtet habe, meistens in der 3. und 4. Zykluswoche). Ich merke, dass ich einfach nicht mehr so leistungsfähig bin. Meine Regelblutung kommt aber noch regelmäßig, fast bis auf den Tag genau. Und in den ersten paar Tagen noch genauso heftig wie immer schon.
Hitzewallungen habe ich nur ab und an und wenn dann meistens nachts. In letzter Zeit kommen noch Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen dazu.
Am meisten machen mir aber die depressiven Verstimmungen zu schaffen. Nehme seit 4 Monaten Klimadynon uno (abends 1) und Agnucaston (morgens 1). Anfangs dachte ich, dass mir diese Tabletten helfen, aber inzwischen habe ich das Gefühl dass sie nichts mehr bringen. Kann das sein? Und was kann ich dagegen tun? Was würden Sie mir empfehlen? Klimaktoplant hatte ich schon probiert, die haben mir nichts gebracht. Jetzt hab ich von Sepia und Ignatia gelesen. Soll ich die Klimad. weglassen? Hab aber Bedenken, dass alles dann noch schlimmer wird. Was meinen alle anderen hier dazu? Nette Grüße, Bienchen
PS. Bin kein Arztgänger, da ich irgendwie das Gefühl hab, dass man immer nur schnell schnell wieder rausbefördert wird bzw. ich nicht von einem zum anderen geschickt werden will. Und das Vertrauen zu meiner FÄ ist inzwischen auch nicht mehr das Beste.
Liebe Bienchen,
momentan ist das noch ein Progesteronmangel, den man sehr gut mit Agnucaston behandeln kann, Dosis und Dauer der Therapie bei Ihnen nicht ausreichend. Klimadynon absetzen. Reichlich Omega-3-Fettsäuren schlucken und ein gutes Multivitaminpräparat, Sport. Dann normalisiert sich die Progesteronproduktion wieder
Guten Morgen, ich bin 52 Jahre alt, seit 14 Jahren in den WJ mehr oder weniger. Seit 1½ Jahren keine Blutung mehr. Alles an Beschwerden gehabt von Hitzewallungen bis Schlafstörungen, jedoch keine Depressionen :-), was ich jetzt seit Anfang des Jahres habe sind sexuelle Unlust und Scheidentrockenheit, was mich richtig frustig macht. Hilft dieses Präparat auch dabei? Habe auch tierisch an Gewicht zugenommen und bekomme es nur schwer runter.
LG
Lotti
Liebe Lotti,
unbedingt versuchen! Jedem hilft etwas anderes. Sonst auf jeden Fall zu naturheilkundlich arbeitender Frauenärztin gehen. alles Gute!
Hallo frau Gerhard, vielen Dank für die guten Informationen. Zu mir, 53 Jahre alt, vor 13 Jahren TIA ,seit 4 Jahren Nebivolol 2,5 mg ,170 kg 80 kg. Wechseljahresbeschwerden:seit 1,1/2 Jahren keinne Blutung mehr, Schlafstörungen,Depression,Schwitzen und Herzrasen in der Nacht,Haarausfall.Im Moment Östrogenzäpfchen und Creme gegen Scheidenwundsein vom Frauenarzt.voll im Beruf, mit Schichtdienst und stress. Darf ja keine Hormone nehmen wegen der TIA, was können sie mir raten ?
Liebe Heidemarie,
das homöopathische Komplexmittel Klimaktoplant dürfen Sie auf jeden Fall nehmen. Auch standardisierte Pflanzenextrakte aus Cimicifuga racemosa dürfen Sie nehmen. Als drittes käme bioidentische Progesteroncreme in Frage. Östriol oder Delima feminin für die Scheide. Wichtig wäre natürlich die Stressreduktion und abends kein schweres Abendessen, eventuell etwas Melatonin. Alles Gute!
Hallo, ich bin Elke, 47 Jahre alt und absolut mitten im Klimakterium. Ich schwitze nachts als ob es kein morgen gäbe. Mein Körper, meine Haut, mein Bindegewebe verändern sich und meine nächtliche Ruhe wird zusehens durch nächtliches aufwachen und Durchschlafschwierigkeiten gestört.Ich schlafe mittlerweile vor geöffnetem Fenster und bekomme die Krise wenn der Wettermensch Hitze voraussagt. Tagsüber geht es dementsprechend gut, jedoch gibt es Situationen wo ich das Gefühl habe über der Oberlippe entspringt ein Wasserfall. Ich bin weder übergewichtig noch träge allerdings ist es mir am liebsten ,ich habe, sollte ich frei haben, kein Familienmitglied um mich. Bin sehr ruhebedürftig und mutiere zum Einzelgänger. Ich liebe meine Einsamkeit, bin sehr glücklich und zufrieden damit. Jedoch kann mein Gatte diese “ Anwandlung“ nicht mit mir teilen und ich bin zusehens bemüht nicht unangenehm zu werden. Wäre wirklich erleichtert aus euren Erfahrungen mit homöopathischen Präparaten profitieren zu können. Danke im voraus.
Liebe Elke,
mal mit Klimaktoplant anfangen. Mindestens 3 Monate nehmen. Und eventuell das vorgeschlagene Buch über Homöopathie in den Wechseljahren kaufen. Wenn das alleine Rumdoktern nicht hilft, unbedingt einen guten Homöopathen suchen, der Ihr spezifisches Einzelmittel heraussucht. Viel Erfolg!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard ,
danke für das Antwortschreiben.
Hallo Elke. Genau so geht es mir zur Zeit. Bin 46 und wohl mitten drin. Was hat dir geholfen? VLG Steffi
Hallo,
ich hatte 2012 wegen sehr starker Blutungen die NovaSure Therapie/OP und hatte 3 Jahre Ruhe. keine Blutungen mehr. Im November 2015 fingen die Blutungen wieder an. Es hieß, Myome und eine Veränderung der Gebärmutterwand, deshalb im Dezember 2015 eine Ausschabung. 1 Monat Esmya – musste ich wegen Nesselsucht nach 3 Wochen absetzen. Jetzt habe ich meine Regelblutung seit dem 1.April durchgängig! Am 15. April wieder eine Ausschabung, aber die Blutung hat bisher nicht aufgehört! Ich habe jetzt Duphaston Gelbkörperhormone genommen, leider immer noch Blutungen. Jetzt hat man mir die Hormonspirale empfohlen??? ich mag aber eigentlich keine Hormone zu mir nehmen. Wollte jetzt auf Globuli D4 umsteigen. Ich kann nicht mehr. Blute jetzt seit 7 Wochen durchgängig. Hatte am 15. April nach der Ausschabung eine Eisen Infusion, deshalb sind die Blutwerte noch stabil. Trotzdem bekomme ich langsam Angst! Wo kommt das Blut noch her?
Liebe Erika,
wenn die Blutung weiter aus der Gebärmutter kommt, fehlen Ihnen vielleicht Östrogene, die die Blutung stoppen könnten. Von Globuli halte ich in dieser Situation wenig. Ich kenne Ihr Alter und die weiteren Umstände nicht. Aber manchmal kann eine Gebärmutterentfernung ein größerer Segen sein als Eiseninfusionen! Alles Gute!
Verträgt sich klimaktoplant mit der pille?
Liebe Ronja,
vertragen würden sie sich, aber warum? Entweder Pille, dann haben Sie keine Wechseljahresbeschwerden. Wenn doch, dann ist die Pille falsch.
Erst einmal danke für die antwort.Nehme die selbe Pille schon 27 Jahre lang ohne Orobleme zu zu habe.Bin50jahre und mir wird morgens ca. ne halbe Stund nach den aufstehen richtig unangenehm warm.Dachte das es von den wj kommen könnte deshalb meine Frage.bin aber auf starke schmerzmittel angewiesen da chronische schmerzen mich begleiten dann kommt es wohl davon.Lg Ronja
50 Jahre alt und wohl gerade im „Wechsel“… seit einiger Zeit Veränderung d. Zyklus jetzt aktuell:
nach 6 Wochen erst Blutung. Dann gleich nach drei Wochen wieder eine, die aber 14 Tage nicht aufhörte. Jetzt keine mehr.
Immerwährend Ziehen im Bauch. Schlecht drauf und im Stress…
Soll Mönchspfeffer 3 Monate nehmen und ein Gestagen-Präperat 12 Tage lang, dass Blutung einsetzt, im Ultraschall jetzt Gebährmutter normale Größe, 7mm soll noch nicht abgeblutet sein.
FA meint, ich käme nur auf diesem Weg wieder zur Blutung…
Was meinen Sie?
Vielen Dank für Ihre Antwort und ein schönes Wochenende!
Liebe Blaumeise,
ein guter Anfang. Viel Erfolg“
Hallo
Ich habe mächtig Probleme seit 3 Jahren mit dem ständigen Schwitzen. Mir läuft das Wasser nur so runter. Zu meinem Glück bin ich auch noch Therapieversager. Habt ihr Tips für mich , wem geht es noch so ?
LG Jäcki
Liebe Jäcki,
lesen Sie mal in den anderen Artikeln über Wechseljahre, wieviele pflanzliche Möglichkeiten es noch gibt. Da ist sicher auch für Sie was Hilfreiches dabei!
Hey Jäcki, ich kann das total nachempfinden. Gerade dieses ständige Schwitzen und der übel riechende Schweiss haben mich am Meisten gestört. Dann noch ständig gereizt und unzufrieden. Meine Lieben hatten es nicht leicht. Habe über einen Zeitraum von 4 Monaten Galafem eingenommen und es hat mir gut geholfen. Erwarte keine Wunder, es wurde erst nach ca. 4 Wochen besser…aber wirklich besser. Das Wohlbefinden hat sich enorm gesteigert. Versuchs mal…lg
Liebe Ina,
danke für den Tipp. Bei den Pflanzenextrakten sollte man immer wissen, dass die Produkte verschiedener Firmen meist nicht miteinander vergleichbar sind, da durch die unterschiedliche Herstellung auch die wirksamen Inhaltsstoffe in ihren Konzentrationen stark schwanken. Es ist also durchaus möglich, dass Frauen auf den Cimicifugaextrakt in Galafem nicht gut ansprechen, dann aber auf den isopropanolischen Cimicifuga-Spezialextrakt (iCR-Spezialextrakt) in Remifemin doch. Also nicht zu schnell aufgeben, sondern einfach weiter versuchen. Diese Behandlung ist dann aber keine Homöopathie, sondern eine Phytotherapie. LG
Hallo Jäcki,
ich kann Ihnen Klimaktoplant sehr empfehlen. Am Anfang hatte ich 3 Tabletten pro Tag eingenommen und schon nach kurzer Zeit haben meine Schweißausbrüche nachgelassen, konnte wieder besser schlafen. Wenn es besser geht sollte man die Dose auf 2 Tabletten, dann nur eine pro Tag reduzieren. Nach ca 6-7 Monate nehme ich nur noch 1 Tablette pro Woche. Ich hoffe, dass bald alles vorbei ist. Viel Erfolg und gute Besserung. Tania
Hallo,
ich bin 51 Jahre alt und mit wurde vor ca 5 Jahren die Gebärmutter und mein Rechter Eierstock ist auch entfernt worden. Mir geht es soweit mit meiner Menopause ganz gut da ich durch diese Netzwerk einen tollen ganzheitlichen Frauenarzt gefunden habe. mein Anliegen ist das ich total fettige Haare bekommen habe ich nehme an das ich in der Nacht ziemlich schwitze, hätten Sie da noch einen Tipp für mich.
Ganz liebe Grüße
Esther
Liebe Esther,
basisches Haarwaschmittel nehmen. Mit diesem hier von Ihle habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Alles Gute!
Guten Morgen Frau Dr. Gerhard vielen lieben Dank ich werde es ausprobieren.
Schönen Tag für Sie.
Hallo,
ich bin 53 Jahre und habe seit über 3 Jahren keine Regelblutung mehr. Mein Problem sind die Hitzewallungen, ich meine immer mir platzt die Nase und die Wangen, das ist tagsüber sehr unangenehm vor allem in Besprechungen. Nachts bin ich immer auf der Suche nach kühlen Ecken im Bett, denn dann ist die Hitze in den Beinen. Schwitzen hält sich in Grenzen. Was könnte hier helfen. Hat jemand einen Rat?
Liebe Petra,
da hilft nur selber ausprobieren, was einem am besten hilft. Hier weitere Artikel mit Anregungen:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/mit-pflanzenkraft-gegen-wechseljahresbeschwerden/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hilfe-bei-hitzewallungen-in-den-wechseljahren/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wechseljahre-segen-oder-fluch/
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/keine-angst-vor-hitzewallungen-in-den-wechseljahren/ alles Gute!
Hallo,
Ich bin 47 Jahre alt. Seit meinem 39. Lebensjahr ging mein Gelbkörperspiegel sehr zurück. Seit 2 Jahren habe ich alle 3-5 Monate 2-5 Tage Schmierblutungen. Seit dieser Zeit habe ich 10kg zugenommen, habe Haarausfall und bin schnell erschöpft.
Ich schlafe nicht mehr durch, wache 3-4 x nachts auf und habe nach längerem Sitzen beim Aufstehen das Gefühl, meine Gebärmutter senkt sich ab.
Ich habe seit 3 Monaten meine Ernährung ( bin seit 2 Jahren Vegetarierin) umgestellt: kohlenhydratarm, eiweißreich, viel Gemüse und Obst, viele Milchprodukte, hochwertige Öle. Bewege mich mehr, habe 3 kg hart erkämpft abgenommen.
Ist Klimaktoplant für mich geeignet? Am schlimmsten ist für mich, daß mein Scheitel größer wird und meine Kopfhaut durchscheint. Wäre ansonsten Sepia gegen Haarverlust sinnvoll?
Vielen Dank im Voraus.
Liebe Maike,
viele Milchprodukte sind sicher kontraproduktiv, besser pflanzliches Eiweiß, bspw. aus Hülsenfrüchten. Ihnen fehlt nicht nur Gelbkörperhormon, sondern sicher auch Nebennierenrindenhormon, SD-Hormon, Östrogen. Suchen Sie sich bitte einen guten Endokrinologen, Homöopathie alleine kann ich Ihnen nicht empfehlen. Alles Gute!