Im vergangenen Jahr wurde ich vom Frauengesundheitszentrum in Viernheim zu einem Vortrag über Frauengesundheit eingeladen. Mein Frauen-Gesundheitsbuch hatte die Frauenbeauftragte von Viernheim, Frau Rita Walraven-Bernau, neugierig gemacht. Im Vortrag ging ich nicht nach einem strengen Schema vor, sondern behandelte Themen und Fragen, die den Zuhörerinnen am Herzen lagen. Sie empfanden sich alle als Gesundheitsmanagerinnen der Familie.

Viele waren über das Internet sehr gut über Gesundheitsthemen informiert. Aber alle beklagten, dass es zu wenige Veranstaltungen für Laien gibt, die über ganzheitliche Methoden der Vorsorge und der Begleittherapie von Krankheiten aufklären. Zwar würden in den größeren Orten gelegentlich Vorträge angeboten, aber aus familiären oder beruflichen Gründen wäre es den meisten Frauen nicht möglich, noch lange Fahrzeiten in Kauf zu nehmen.

Spontan entschied die Gastgeberin: „Wir müssen ein Netzwerk gründen, ein Netzwerk für Frauen der Metropolregion“. Gerne sagte ich meine Unterstützung zu, und schon im September 2010 trafen sich die ersten interessierten Frauenbeauftragten. Im Januar 2011 wurden die nächsten Schritte erwogen und ein Flyer konzipiert, den Sie sich hier zur Weitergabe herunterladen können.

Hier der Inhalt des Flyers mit den Zielen des Frauengesundheitsnetzwerks der Metropolregion.

Vier Faktoren, die die Gesundheit von Frauen und Mädchen prägen:

  • ihre spezifischen Arbeits- und Lebenssituationen, z.B. Doppelbelastungen durch Familie und Beruf, schlechtere Bezahlungen, höhere Gewaltbetroffenheit
  • ihre körperlich-biologischen Bedingungen, z.B. durch Menstruation, Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre
  • ihren Umgang mit Gesundheit und Krankheit sowie
  • als Gesundheitsmanagerin der Familie.

Ziele unserer Netzwerkarbeit

Geschlechtergerechte Gesundheitspolitik

Die zurzeit geführten Diskussionen über mögliche Reformen im Gesundheitswesen lassen eine weitere Verschlechterung für die gesetzlich Versicherten befürchten und machen einen Zusammenschluss zwingend. Bei allen gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Vorhaben sind deshalb die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern, auch die von Migrantinnen, von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen.

Verbesserung der Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung von Frauen

übernommen von www.convention-mrn.com

Aktionen unserer Netzwerkarbeit

  • Förderung der Kooperation, auch mit wissenschaftlichen Einrichtungen und interdisziplinärer Vernetzung
  • Informationen über Veranstaltungen im Gesundheitsbereich in der Metropolregion sammeln
  • Vermittlung von Referentinnen im „internen Kreis“, auch zur Reduzierung von Kosten
  • Bekanntgabe von interessanten Internetseiten (Gesellschaften, Verbände etc.) zum Thema durch Flyer und einer noch zu erstellenden Internetseite
  • Informationen zu gesundheitspolitischen Themen

Gründerinnen des Netzwerks

Frauenbüro Viernheimfrauenbuero@viernheim.de06204/988-361
Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhardingrid.gerhard@gmx.net
Frauengesundheitszentrum Heidelberginfo@fgz-heidelberg.de06221/21317
Gleichstellungsbeauftragte Heppenheimrhiem@stadt.heppenheim.de06252/131-184
Frauenbeauftragte Lampertheims.niederhoefer@lampertheim.de06206/935-301
Frauenbeauftragte Bürstadtfrauenbeauftragte@buerstadt.de06206/701124
Marlies Wankmarlies.wank@gmx.de
Frau Dr. med. Gabriele Suttergabriele@dr-sutter.de0621/4182424

Werden Sie Mitglied im Netzwerk

Sie können sowohl Einzelakteurin sein, Fachfrau aus Theorie und Praxis (aus möglichst unterschiedlichen Berufsfeldern) sowie Vertreterin aus der Selbsthilfe und Ehrenamtliche, die eine Vernetzung als sinnvoll ansehen und sich engagieren wollen für eine frauengerechte Gesundheitsversorgung vor Ort. Ein leichter Zugang ist den Gründerinnen sehr wichtig, deshalb

  • Das Konzept ist flexibel bzgl. konkreter Ziele und Umfang
  • Es gibt einen Kreis, der sich gerne erweitern möchte!

Bisherige Treffen und Protokolle

Sie können sich die Protokolle der bisherigen Treffen unter dem entsprechenden Datum herunterladen.

Protokoll vom 15.9.2010

Protokoll vom 18.1.2011

Protokoll vom 11.5.2011

Protokoll vom 14.9.2011

Protokoll vom 25.1.2012

Protokoll vom 19.9.2012

Protokoll vom 23.1.2013: In der Sitzung wurde über die Migranten-Sprechstunde in Frankfurt berichtet. Ein wichtiger Flyer wurde nachgereicht. Darin informiert das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen über Genitale Beschneidung/Verstümmelung (FGM) bei Mädchen und Frauen. Hier können Sie sich den sehr informativen Flyer über FGM herunterladen.

Protokoll vom 11.9.2013

Protokoll vom 12.2.2014 Das Frauengesundheitsnetzwerk Metropolregion Rhein Neckar hat einen Fragebogen erarbeitet, der in allen Institutionen ausgelegt werden kann, die sich mit Frauen, Frauenproblemen und Frauengesundheit beschäftigen. Das Frauengesundheitsnetzwerk Metropolregion Rhein Neckar möchte durch den Fragebogen herausfinden, in welchen Bereichen besonderer Aufklärungs- und Informationsbedarf besteht, um gezielt agieren zu können. Laden Sie sich hier den Fragebogen_zum Auslegen_27214 herunter.

Besondere Veranstaltungen

Museumsfest am 26.8.2012

Im Protokoll vom 19.9.12  finden Sie einen kurzen Kommentar zum Museumsfest am 26.8.12, bei dem das Netzwerk Frauengesundheit Metropolregion Rhein-Neckar von der Frauenbeauftragten in Viernheim, Frau Rita Walraven-Bernau, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Ihre Begrüßungsrede zu diesem Anlass können Sie sich als pdf herunterladen. Der Vortrag von Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard aus Heidelberg über die Heilkraft der Pflanzen und ihr Buch „Die neue Pflanzenheilkunde für Frauen“ fand großes Interesse. Begeistert folgten die Besucherinnen den Ausführungen von Rita Briscoe, die durch den Museumsgarten führte und die Vorzüge der Heilpflanzen und deren Zubereitung genau erklärte.  Auch das Viernheimer Tageblatt_seite1 haben wir Ihnen zur Ansicht angefügt.

21. März 2014 – 7. Equal Pay Day

Von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr wird das Frauenbüro der Stadt Viernheim in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen im Foyer des Kinopolis in Viernheim einen Infostand aufbauen und alle interessierten Menschen über Hintergrund, Sinn und Perspektive des Equal Pay Days informieren.

Alle BürgerInnen, die an diesem Tag vorbei kommen, werden mit Infomaterial versorgt und durch nette „Beilagen“ (solange der Vorrat reicht) überrascht.

Wir hoffen auf große Resonanz, gute Gespräche, klar formulierte Forderungen und natürlich Teilnahme an unserer Filmvorführung „We want sex“. Hier können Sie das  We want Sex_Plakat zum Film herunterladen und verteilen. Wenn möglich beteiligen Sie sich am Besten als Organisation mit eigenständiger Pressearbeit. Aber auch die Mitarbeit von Einzelpersonen ist ausdrücklich erwünscht

Wissenswertes zum  Equal Pay Day 2014 und den Irrtümern zur Entgeltgleichheit finden Sie in diesem pdf-Dokument.

Nächstes Treffen

Mittwoch, 24.9.2015, 17:00 Uhr
Rathaus Viernheim, Kettelerstrasse 3
Sozialraum 2. Etage, gegenüber Zimmer 200 (Frauenbüro)

Laden Sie sich hier den Flyer_092015 herunter und verteilen Sie ihn in Ihrem Bekanntenkreis.

Hotline: Frauenbüro Viernheim, Frau Walraven-Bernau 06204/988-361, rwalraven-bernau@viernheim.de

Und so können Sie sich heute schon vernetzen: melden Sie Ihre Gesundheitsveranstaltungen in der Metropolregion im Frauenbüro Viernheim an. Oder schicken Sie die Links an das Netzwerk -Frauengesundheit, ich kann sie dann in diesen Artikel integrieren.

Und sollten Sie in anderen Regionen Deutschlands schon ähnliche Projekte kennen, freuen wir uns über Ihre Erfahrungen und Anregungen. Schreiben Sie uns oder einfach einen Kommentar.

Zum Vormerken!

„Verletzte Bilder“ Kunst gegen Häusliche Gewalt

25 Jahre Frauenbüro Viernheim

*ein Projekt im Gemeinwesenverbund*

Informieren Sie sich über dieses Projekt durch diese Einladung hier! Den Flyer für die Veranstaltung können Sie hier als falzflyer herunterladen.

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