Viele Frauen sind besorgt, wenn sie die Diagnose „Myom“ erfahren. Doch die meisten dieser Wucherungen sind harmlos und machen keine Beschwerden. Da Myome so häufig sind und junge Frauen sich zunehmend dafür interessieren, wie sie sich davor schützen können, hat die Zeitschrift BIO mit mir ein Interview darüber geführt. Die Fragen stellte Martina Seifen-Mahmoud. Sie können das Interview in der BIO 3/2012, S. 48-53 nachlesen.
Was und wo Myome sind
BIO: Was sind Myome eigentlich?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren.
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen?
Prof. Ingrid Gerhard: 30-70% der über Dreißigjährigen haben Myome. Der Altersgipfel liegt bei 50 Jahren. Häufiger als bei weißen Frauen treten Myome bei Frauen afrikanischer Herkunft auf.
BIO: Wodurch werden Myome verursacht?
Prof. Ingrid Gerhard: Da das Wachstum von Myomen an die Funktion der Eierstöcke gekoppelt ist, stehen sie unter Östrogeneinfluss. Je mehr das Gleichgewicht zwischen dem eher schützenden Gelbkörperhormon zugunsten von Östrogen verschoben ist, desto eher können sich Myome entwickeln. Man hat außerdem festgestellt, dass im Myomgewebe mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene vorhanden sind als in der normalen Muskulatur der Gebärmutter. Das heißt die Myome reagieren auch auf ein Zuviel an Östrogen empfindlicher und wachsen leichter. Das Gute daran ist, dass sie nach den Wechseljahren, wenn nicht weiter Östrogene eingenommen werden, schrumpfen.
BIO: Wo können Myome auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können in der Gebärmutterwand auftreten (intramural), von dort mehr nach außen zum Bauchfell hinwachsen (subserös) oder mehr nach innen Richtung Gebärmutterschleimhaut (submucös). Wenn sie nur in der Gebärmutterwand wachsen, spricht man von intramural. Entsprechend unterschiedlich fallen dann die Symptome aus. Manchmal ist die gesamte Gebärmuttermuskulatur myomytös verändert, die Gebärmutter ist dann vergrößert, ohne dass man einzelne Knoten sicher abgrenzen kann.
BIO: Und wie groß können Myome werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können Kindskopfgröße und mehr erreichen. Aber meistens läßt man es ja nicht so weit kommen.
Beschwerden durch Myome
BIO: Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Blutungsstörungen. Die Blutungen sind oft verstärkt, dauern zu lange oder können auch ganz unregelmäßig werden. Wenn der Blutverlust im Laufe der Zeit zu groß wird, werden Sie sich immer matt und müde fühlen. Dann ist eine Blutarmut (Anämie) entstanden, die dringend behandelt werden muss.
Myome können auch Schmerzen verursachen, bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr oder bei der gynäkologischen Untersuchung. Es sind sogar manchmal wehenähnliche Schmerzen möglich, wenn ein Myom in der Gebärmutterhöhle hängt und die Gebärmutter sich schmerzhaft zusammenzieht, um es auszupressen.
Myome können auch auf die Organe im kleinen Becken drücken. So zum Beispiel auf die Blase, dann hat man den Eindruck einer Reizblase oder Blasenentzündung. Sie können hinten auf den Darm drücken, so dass man Schmerzen beim Stuhlgang oder Kreuzschmerzen hat.
Aber zu Ihrer Beruhigung: 50% der Myome machen keinerlei Beschwerden!
BIO: Wie kann frau feststellen, ob sie ein Myom hat?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können zunächst nur vom Frauenarzt bei der Tastuntersuchung oder, früher noch, bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Manchmal ist es nötig, dass auch noch ein Ultraschall von der Bauchwand aus gemacht wird, wenn die Lage des Myoms unklar ist. Größere Myome können Sie dann oft selber durch Abtasten des Bauches fühlen
Behandlung von Myomen
BIO:Wie werden Myome normalerweise behandelt?
Zunächst kommt es immer darauf an, wie groß das Myom ist, ob es eins ist oder ob es mehrere sind und wo sie liegen. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob und welche Beschwerden sie verursachen, ob Kinderwunsch besteht oder ob Sie die Familienplanung abgeschlossen haben und kurz vor den Wechseljahren stehen.
Hormonell: Meistens versucht es die konventionelle Medizin zunächst mit Hormongaben, den GnRH-Analoga oder anderen, die die Eierstockfunktion völlig unterdrücken, in leichteren Fällen mit Hormonpillen in einer bestimmten Zusammensetzung, wie sie auch zur Verhütung eingesetzt werden. Die Hormone wirken nur, solange man sie einnimmt. Nach Absetzen dieser Medikamente ist ganz rasch die vorherige Myomgröße mit den gleichen Beschwerden erreicht.
Operativ: Deshalb entscheidet man sich heute oft zu einer operativen Maßnahme, bei der einzelne Myome chirurgisch oder mit besonderen Strahlentechniken entfernt oder eingeschmolzen werden. Allerdings muss bei 30-50% der Frauen damit gerechnet werden, dass sie im Laufe von 5 Jahren wiederkommen. In einem Buch der Professorin Gerlinde Debus wird ausführlich dargestellt, welche Methoden statt der Gebärmutterentfernung noch in Frage kommen. Des Weiteren kann man beim Frauengesundheitszentrum in München eine Broschüre zu Myomen erwerben.- Gebärmutterentfernung: sie ist nur selten nötig.
BIO: In welchen Fällen sollte man Myome operativ entfernen lassen?
Prof. Ingrid Gerhard:
- Wenn sie zu stark auf umliegende Organe drücken,
- die Blutungsstörungen nicht zu beherrschen sind oder
- Kinderwunsch besteht und der Arzt den begründeten Verdacht hat, dass die Myome die Befruchtung verhindern
- oder wenn die Myome Fehl-, Tod- oder Frühgeburten auslösen.
Sanfte Methoden
BIO: Gibt es auch sanfte Methoden aus der Naturheilkunde, mit denen frau sich helfen kann?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn die Myome noch klein sind, möglichst unter 4cm im Durchmesser, kann man versuchen, das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Dazu eignet sich die Ernährungsumstellung, bei Übergewicht die Gewichtsabnahme, unterstützt durch Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Anthroposophische Mittel oder TCM.
Ich habe vor kurzem noch mal bei vielen Kollegen herumgefragt, ob sie wirklich mit diesen Methoden ein Verschwinden von Myomen beobachtet hätten. Der einstimmige Tenor ist: praktisch nie, aber die Blutungsstörungen und die Schmerzen können trotzdem in vielen Fällen gebessert werden. Ich selber erinnere mich nur an zwei Patientinnen, bei denen im Ultraschall einmal ein 2cm und einmal ein 4cm großes Myom nach homöopathischer Konstitutionstherapie nicht mehr nachweisbar waren.
Die typischen Frauenteemischungen werden gerne eingesetzt, um die Schmerzen bei der Periode und die Blutungsstörungen zu beeinflussen, bspw. Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut aber auch Mädesüßblüten, und entspannend wirkt Erdrauchkraut. In der „Neuen Pflanzenheilkunde für Frauen“ sind einige beschrieben. Agnus castus, das Keuschlamm, hat Progesteron ähnliche Wirkungen und kann manchmal auch erfolgreich zur Zyklusregulierung bei Myomen eingesetzt werden (Agnolyt, Agnucaston, Femicur N). Zur raschen Blutstillung bei Hypermenorrhö eignet sich Hirtentäscheltinktur, mehrmals täglich während der Periode 20-30 Tropfen. Man kann es mit CERES Bursa pastoris Urtinktur kombinieren, mehrmals täglich 5 Tropfen.
BIO: Und wie lässt sich ein Eisenmangel, der durch den zu starken Blutverlust zustande kommt, ausgleichen?
Prof. Ingrid Gerhard: Den Eisenmangel gleichen Sie am besten durch Eisen als Gluconat aus, verbunden mit Pflanzenextrakten oder Vitamin C- haltigen Säften, die die Aufnahme des Eisens verbessern. Sehr gute Erfahrungen bzgl. Verträglichkeit und nachweisbarem Hb-Anstieg haben wir in meiner Sprechstunde mit Floradix Kräuterblut mit Eisen gemacht, worin u.a. auch der bewährte Brennnesselextrakt enthalten ist. Auch bei den Schüßlersalzen gibt es einige, die die Blutbildung verbessern.
Schließlich spielen wie bei allen Erkrankungen auch psychische und mentale Faktoren beim Umgang mit Myomen eine Rolle, so dass viele Kollegen auch gute Erfahrungen mit Hypnosetherapie, Visualisierungsreisen u.a. gemacht haben
Wann Myome gefährlich werden
BIO: Können Myome entarten und sich zu Krebsgeschwüren entwickeln?
Prof. Ingrid Gerhard: Nein, das gibt es praktisch nicht. Die bösartigen Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, die Myosarkome, entwickeln sich eigenständig, wie man aus genetischen Untersuchungen von gutartigen und bösartigen Knoten weiß.
BIO: Kann man trotz Myomen schwanger werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann man. Es hängt von der Größe und der Lokalisation der Myome ab, ob u. U. die Einnistung des Embryos erschwert ist oder ob die Eileiter verlegt sind.
BIO: Gefährden Myome eine Schwangerschaft?
Prof. Ingrid Gerhard: Da in der Schwangerschaft viele Östrogene und Wachstumsfaktoren gebildet werden, kann es passieren, dass die Myome anfangen zu wachsen. Das kommt besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bei ungefähr jeder dritten Frau, die Myome hat, vor. U.U. muss dann auch mal in der Schwangerschaft ein Myom operativ entfernt werden. Dem Baby passiert aber dabei nichts.
Leider erleiden Frauen mit Myomen häufiger Fehlgeburten, weil die Myome den Raum in der Gebärmutter einschränken oder die Blutzufuhr im Mutterkuchen reduziert ist. Wenn das einmal vorgekommen ist, wird Ihnen Ihr Frauenarzt vielleicht empfehlen, die Knoten entfernen zu lassen.
Gelegentlich können Myome eine normale vaginale Entbindung erschweren oder unmöglich machen, dann wird Ihnen Ihr Geburtshelfer einen Kaiserschnitt empfehlen. Vielleicht denken Sie, dann kann man mir ja die Myome gleich mit entfernen! Aber das ist nicht sinnvoll, das Gewebe ist viel zu weich und zu stark durchblutet, das könnte sehr gefährlich werden.
Auch im Wochenbett können Komplikationen auftreten, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen kann, die Blutungen verstärkt sind oder sich Blut aufstaut und sogar Fieber auftritt.
Was jede Frau sonst noch tun kann
BIO: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Prof. Ingrid Gerhard: Über mindestens vier verschiedene Mechanismen beeinflusst die Ernährung das Myomwachstum:
- Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an, während die hohe Aufnahme von grünem Gemüse schützt.
- Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben, die sogen. Xenoöstrogene, auch endokrine Disruptoren genannt, können an die Rezeptoren für Östrogene binden und wie Östrogene das Myomwachstum anregen. Hierzu gehören Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien.
- Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.
- Durch einen zu hohen Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.
Fazit
Sie schützen sich vor dem Wachstum von Myomen, wenn Sie viel Gemüse essen, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduzieren und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugen. Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ernährung eine Hilfe sein kann.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das informative Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Das BIO-Heft 3, 2012 empfehle ich Ihnen nicht nur wegen meines Interviews, sondern weil Sie darin weitere wichtige Artikel finden über:
Sonne und Haut- Diabetes
- Wie Singen die Abwehrkräfte stärkt
- Homöopathie als Selbsthilfe
- welche Blüten Sie essen dürfen
- warum Linkshändigkeit kein Makel mehr ist
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oder über das Internet http://www.biomagazin.de/





Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Frau Gerhard
Ich habe ein kleineres Myom und ein größeres (6 cm)
am Rand der Gebärmutter. Letzte Woche hatte ich eine Fehlgeburt (7 SS),
der Befund aus dem Krankenhaus lieferte keine Erkentnisse warum ich die Fehlgeburt hatte. Meine FÄ meinte es könne an dem Myom liegen, allerdings würde es nicht unbedingt so liegen das es die Fehlgeburt verursacht haben könnte. Sie sagte das man Myome mit Tabletten behandeln kann, das aber da wenig Erfahrungswerte bestehen und das auch nur selten gemacht wird. Mein Mann und ich sollten uns mal Gedanken darüber machen. Ich möchte natürlich bald wieder schwanger werden, ich bin 37 Jahre alt, was meinen sie dazu?
Liebe Gaby,
Ein Myom von 6 cm Größe kann man nicht mit Tabletten entfernen. Wenn das größere Myom sonst keine weiteren Probleme macht, sollten Sie in 3 Monaten wieder versuchen, schwanger zu werden und von Anfang an Gelbkörperhormone einehmen. Sollten sie dann trotzdem eine Fehlgeburt bekommen, so würde ich das Myom entfernen lassen. Da es sich bei Ihnen um eine sehr frühe Fehlgeburt gehandelt hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um eine Anlagestörung gehandelt hat, das muss gar nichts mit den Myomen zu tun haben. Sicherheitshalber würde ich Ihnen zu einer vernünftigen,eiweißreduzierten Ernährung raten, um das Myomwachstum nicht weiter zu fördern.
Viel Glück!
Liebe Frau Gerhard,
ich bin 29 Jahre alt und nehme seit über 10 Jahren die Pille. Nach wochenlanger, starker Blutungen wurden bei mir multible submuköse Leiomyome diagnostiziert, die durch eine operativ-hysteroskopische Abtragung weitgehend entfernt wurden. Unter Absprache mit der Ärztin setzte ich die Pille ab. Ein halbes Jahr nach dem Eingriff hatte ich ein einziges Mal meine Periode. Da bei der ersten OP nicht alle Myome entfernt werden konnten, wurde der Eingriff nun wiederholt mit Verdacht auf Asherman-Syndrom. Die Ärztin erklärte mir, dass sich meine Gebärmutterhöhle als sehr verengt und „verkrampft“ darstellte (Cavum entfaltete sich nur unzureichend)und die Gebärmutterschleimhaut nur inselförmig vorhanden ist. Mir wird nun eine Hormonkur mit Cyclo-Progynova empfohlen damit sich die Schleimhaut wieder „normal“ aufbaut.
Ich fühle mich von meiner FÄ und den Ärzten im Krankenhaus allgemein schlecht beraten und suche mir meine Informationen selbst zusammen. Mich stört vor allem, dass sich kein Arzt mit der Ursache des Problems beschäftigt. Alle reden von „genetischer Veranlagung“, dagegen kann man ja nix machen. Ich arbeite im Labor regelmäßig mit Schwermetallen und frage mich, ob das mein Krankheitsbild beeinflusst.
Ich war noch nie schwanger, möchte aber zukünftig eine Familie gründen. Meine Gebärmutter scheint sehr unter der OP gelitten zu haben und ich würde gerne wissen, ob es noch andere Mittel und Wege gibt die Heilung zu unterstützen.
Vielen Dank.
Liebe Julia,
es tut mir wirklich leid, dass Ihre Gebärmutter durch die Eingriffe so gelitten hat! Lassen Sie sich durch das „verkrampft“ nicht verunsichern: durch die Eingriffe ist einfach zu viel Schleimhaut zerstört worden, das ist keine Verkrampfung, für die Sie sich schuldig fühlen müssen. Sie können daran gar nichts ändern! Auch die genetische Veranlagung ist nur eine Entschuldigung. Sicher ist die Idee mit Cyclo-Progynova erst mal richtig. Parallel dazu sollten Sie unbedingt einen Arzt für Umweltmedizin suchen, der Sie wegen der Schwermetallbelastung untersuchen und behandeln kann, falls nötig. Bei so massiven Myomen würde ich auch immer den Bettplatz untersuchen lassen: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wenn-die-erde-krank-macht/ und die Ernährung verbessern: so wenig wie möglich tierische Produkte.
Viel Erfolg und liebe Grüße!
hallo,
ich habe gestern erfahren das ich in der siebten Woche schwanger bin.
Im selben Moment habe ich erfahren das ich ein Myom habe das ca 8cm groß ist. In 2 Wochen habe ich einen weiteren Termin um zu schauen ob und wie sehr es gewachsen ist.
Nun versuche ich mich einwenig schlau zu machen.
Kann man in etwa sagen wie schnell Myome in der SS wachsen?
Eine normale Geburt wird nicht möglich sein, da das Myom unten liegt.Was mich nicht so sehr beängstigt. Aber meine FÄ meinte es würde auf jeden Fall schwierig werden und wenn es wächst muss man mal sehen. Das wollte sie erst mal abwarten. Eine OP wäre auf jeden Fall momentan zu riskant.
Arbeiten kann ich momentan nicht, da das Myom bei Anstrengung starke schmerzen verursacht.
Können sie mir irgend einen Rat geben?
Liebe Susi,
In der Schwangerschaft wachsen die Myome unterschiedlich schnell, da müssen Sie wirklich abwarten. Wahrscheinlich können Sie im Moment von Glück sagen, dass Sie mit diesem Myom überhaupt schwanger geworden sind. Wenn erst mal die ersten 4-5 Monate rum sind, lässt das Wachstum der Myome meist nach. Versuchen Sie mal den Konsum tierischer Produkte zu reduzieren, und essen Sie stattdessen viel Gemüse und Vollkorngetreideprodukte.
Alles Gute für Sie und Ihre Schwangerschaft!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
auch ich wollte mich mit einem wichtigen Anliegen an Sie wenden:
Ich bin 42 Jahre und habe bislang keine Kinder.
Ende Mai dieses Jahres wurden bei mir mittels laparotomischer Myomenukleation zwei größere Myomknoten (eines mit 8,5 cm und ein weiteres mit ca. 4cm Durchmesser) entfernt. Vor drei Tagen, also nur 5 1/2 Monate nach dieser OP, wurde bei mir mittels Ultraschall bereits wieder ein neues Myom entdeckt mit ca. 2 cm Durchmesser (intramural und an der Vorderwand), was mich in helle Aufregung versetzt hat.
Die Monate vor und nach der OP bis jetzt hatte ich, was die Lebensführung anbelangt, sehr viel unternommen, v.a. Einnahme von Pflanzentherapeutika (gestagenotrop), Vitaminen und Optimierung der Ernährung (überwiegend balaststoffr. vegetar. Ernährung), was offensichtlich bislang nicht viel gebracht hat. Daher bin ich nun ziemlich ratlos, was die Prävention anbelangt und suche händeringend nach den Ursachen. Nach dem Hormontest ist bei mir auch keine Östrogendominanz festgestellt worden,lediglich etwas Progesteronmangel, wobei auch gesagt wurde, dass die Hormone bei mir nicht ganz im Gleichgewicht seien. Familiäre Vorbelastung ist keine bekannt. Mein Frauenarzt, welcher auch naturheilkundl. arbeitet, ist der Auffassung, dass man bei mir zunächst mal das hormonelle Gleichgewicht wieder herstellen muss. Aber die Behandlung fängt wegen termin. Überlastung noch lange nicht an, dabei bin ich nun sehr beunruhigt und wollte am liebsten sofort beginnen, bevor das Myom weiterwächst bzw. weitere Myome entstehen. Ich würde mich nun gerne mit ein paar Fragen an Sie wenden: Auf was konkret soll man seinen Schlafplatz untersuchen, evtl. ob Schadstoffe in dem Zimmer vorhanden sind und wohin kann man sich deswegen wenden? Konnten auch mit der TCM, v.a.der Akupunktur, bei der Behandlung von Myomen Erfolge erzielt werden, v.a. im Hinblick darauf, dass das neue Myom bei mir noch ziemlich klein ist? Gibt es gute Adressen für einen Kuraufenthalt, wo man die hormonelle Balance mit ganzheitl. Behandlungen, wie bsp. Akupunktur, Bewegungstherapie, Entgiftungen etc. wieder erlangen kann?
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen. Viele Grüße.
Liebe Carla,
Prima, was Sie schon angefangen haben! Vielleicht können Sie sich ja doch von Ihrem Frauenarzt schon mal vorab ein Rezept für Progesteroncreme geben lassen. Näheres zu Progesteron können Sie hier im Laufe des Wochenendes in einem neuen Artikel lesen. die ballaststoffreiche vegetarische Ernährung ist sicher gut. Den Bettplatz lassen Sie am besten von einem Spezialisten untersuchen, Adresse finden Sie in diesem Artikel: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/elektrosmog-und-erdstrahlen-was-ist-wirklich-dran/ Bei sehr kleinen Myomen, wie bei Ihnen zur Zeit, kann man auch einen Versuch mit Akupunktur und Chniesischen Heilkräutern machen. Eine spezielle Kurklinik kenne ich nicht, aber die finden Sie sicher leicht im Internet. Wenn Sie nicht zu schlank sind, wäre eine Fasten- oder Mayrkur sicher hilfreich.
Erzählen Sie bei Gelegenheit mal, was Ihnen geholfen hat! Viel Glück!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
Haben Sie schon einmal davon gehört, dass Frauen die unter einem Myom leiden trotz penibler Hygiene auch unter einem abscheulichen Körpergeruch (süßlich, nach Verwesung)leiden. Ähnlich dem Geruch, der bei Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) auftreten kann. Der Geruch kann so schlimm werden, das selbst im Krankenhaus Patientinnen isoliert werden müssen. Vielen Dank!
Habe ich noch nicht gehört. Da das Myom ja völlig abgeschlossen im Bauch liegt, wüsste ich nicht, woher der Geruch kommen sollte. Habe viele Myome operiert, da ist nie ein besonderer Geruch aufgefallen. Vielleicht wäre eine Kur mit Basenfasten mal eine Lösung, damit sich der Stoffwechsel normalisiert: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gesund-und-schlank-durch-teilfasten-mit-basischer-kost/
Liebe Frau Gerhard,
auch ich habe eine Frage zu meinem Myom:
Ich bin jetzt 32 Jahre alt, habe bisher keine Kinder. Ich schätze in vlt 2 Jahren wird die Kinderplanung in Angriff genommen :)
Das Myom habe ich seit etwa 8 Jahren und es war lange sehr klein. Nun ist es im Laufe des letzten Jahres stark gewachsen. Im Aug 2012 waren es etwa 3 cm, jetzt sind es 6 cm. Mein FA rät mir aufgrund des relativ schnellen Wachstums zu einer OP. Am besten innerhalb der nächsten 6 Monate, auf jeden Fall vor geplanter Schwangerschaft.
Beschwerden habe ich, glaube ich, keine durchs Myom. Zwar habe ich gelegentlich Unterbauch- oder Rückenschmerzen; diese habe ich bisher jedoch eher auf Stress geschoben.
Was denken Sie zu der Notwendigkeit einer OP?
Der Gedanke an eine OP bereitet mir grundsätzlich Angst und dazu habe ich Angst, dass irgendetwas schief gehen könnte, so dass ich dann nicht mehr schwanger werden könnte.
Grüße und vielen Dank.
Liebe Monika,
Dann ist das Myom in einem Jahr wirklich rasch gewachsen. Aber nicht nur die Größe, auch die Lage des Myoms ist bzgl. des zukünftigen Kinderwunsches entscheidend. wenn Sie nicht sicher sind, ob die OP für Sie richtig ist, stellen Sie sich einfach bei einem anderen FA vor. Unter http://www.natum.de finden Sie ganzheitlich arbeitende Frauenärzte. Stellen Sie unbedingt Ihre Ernährung um und lassen Sie klären, ob eine Östrogendominanz besteht, die Sie mit bioidentischem Progesteron ausgleichen können.
ubrigens der myom ist ein rasch wachsendes intramurales myom corpus
Liebe Tuba,
das Myom wächst wirklich sehr schnell. Leider gibt es keine ganz sicheren Methoden, um unterscheiden zu können, ob es sich um ein (allerdings sehr, sehr selten!) bösartig entartetes Myom handeln könnte. Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Operation das Richtige für Sie ist, müssten Sie eine zweite Meinung bei einem Frauenarzt einholen, der Sie untersuchen kann.
Liebe Frau Gerhard
Ich bin 28 habe 2 kinder bei mir wurde dez.2012 ein myom endeckt es entwickelte sich wie folgt weiter
dez 2012: 1,0 – 1,0 – 1,1
jun 2013: 2,9 – 1,9 – 1,7
sep 2013: 4,1 – 3,3 – 4,4
heute oktober: 4,98 – 3,8 – 4,8
meine frauenarzt sagt ich darf nicht mehr warten mus entfernt werden.
der myom wächst zu schnell für alternative kein zeit.
Ich habe zu lange starke periode und ganz leicht schmerzen wie wehen während der periode.
seit 1 woche habe ich ein leichten druckschmerz.
Wie ist ihre meinung.
Sehr geehrte Frau prof.Dr.gerhard,
Ich bin 46 jahre alt u d habe ein myom in der gebärmutter. Es ist 10 mal 7cm groß. Vor einem monat hatte ich einen massiven Harnverhalt , die Urologen konnten an der Blase und Niere nichts finden was zu dem Verhalt führen konnte. Da ich an dem gleichen Tag meine Blutungen bekommen habe bin ich sofort zu mei er Ärztin gegangen.Meine FA konnte auch nicht sicher sagen ob das myom was damit zu tun hat, aber Sie meint das Myom ist gewachsen und die Gebärmutter ist zu groß, also muss raus.Ich bin jetzt sehr verunsichert, denn ich keine regelmäßigen blutungen mehr habe und hoffte bald in die wechseljahre zu kommen ohne irgen einen operativen Eingriff. Ist den die Größe des Myoms und so ein Harnverhat schon eine Indikation für eine Gebärmutterentfernung?
Danke!
Liebe Christina,
Ein Myom von 10cm kann diese Beschwerden machen. Aber vielleicht gibt es ja auch in Ihrem Fall eine andere Methode, um nur das Myom entfernen zu lassen oder zum Schrumpfen zu bringen, am besten zweite Meinung einholen!
Ich möchte noch hinzufügen das das miom mir unerträgliche schmerzen während der Periode bereitet (muss starke Schmerzmittel nehmen) ich diese unregelmässig und sehr sehr stark habe und noch dazu immer zwischenblutungen in letzter Zeit.
Liebe Karina,
das ändert natürlich die Situation. Man kann und darf eben über Internet keine individuellen Empfehlungen geben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die möglichen Operationsmethoden und suchen Sie sich eventuell gleichzeitig einen Arzt für Naturheilverfahren zur Begleitung.