Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Moin,
ich würde gern wissen, ob ich Angocin auch vorbeugend bei wiederkehrender, z.T. chronischer Blasenentzündung nehmen kann und in welcher Dosierung das dann sinnvoll wäre. Canephron und Cranberry hat nicht so gut funktioniert.
Danke für eine Antwort
Greta
Liebe Greta,
das können Sie tun. Vorbeugend reichen bei den meisten Frauen 3×1 Angocin. Haben Sie das Gefühl, dass es nicht reicht, können Sie für 3 Tage steigern auf 3×2. Viel Erfolg
Liebe Frau Prof. Gerhard,
nachdem ich früher häufig Blasenentzündung hatte, dies aber aufhörte nachdem ich keine Pille mehr nahm, habe ich seit einigen Monaten wieder regelmäßig Blasentzündung. Allerdings immer nur nach GV. Nicht jedesmal aber immer wieder. Nachdem ich ihre interessanten Beiträge gelesen habe, konnte ich die letzt BE mit Angocin, Berberis und Solidago beheben. Ebenfalls habe ich Bio-Vaginaletten besorgt, die die Scheidenflora wieder in Einklang bringt. Ich bin 49 Jahre und habe seit ca. drei Jahren keinen Zyklus mehr. Für die Durchspülung der Blase trinke ich viel Kräutertee, speziellen Blasentee nur bei Beschwerden.
Im Moment habe ich keine Beschwerden, jedoch hat man jetzt eben bei einer Routineuntersuchung des Urin festgestellt (im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung), dass Lykozyten im Urin sind. Hat dies etwas zu bedeuten?
Ich bin mir sicher, dass die BE durch eine trockene Scheide verursacht werden. Mein Mann und ich benutzen daher schon steriles Gleitgel, Kondome und ich wasche mich auch jedesmal mit warmem Wasser im Genitalbereich. Ich möchte keine Hormone / Östrogene einnehmen. Haben Sie eine alternative Lösung?
Gibt es eine Liste für natürlich, ganzheitlich behandelnde Gynäkologen bzw. Ärzte? Ich wohne im Raum Bonn.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit vielen Grüßen
Babsi M.
Liebe Babsi,
prinzipiell brauchen Sie keine Angst vor dem natürlichen Hormon Estriol zu haben, das viele Frauenärzte in dieser Situation kennen und gerne rezeptieren. Alternativ können Sie Delima anwenden oder Femisanit . Wichtig auch die Behandlung des Darms, damit immer genügend gute Bakterien für die Genitalschleimhäute zur Verfügung stehen. Alles Gute!
Hallo Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
Ich hatte zum ersten mal vor ca 2 Jahren Blasenentzündung danach wieder nach einem halben Jahr. Seit dem hatte ich bis vor 2-3 Monaten fast nichts mehr … aber in diesen 2-3 Monaten hatte ich fast alle 2 Wochen wenn nicht öfter eine Blasenentzündung. Ich merke schon wenn ich morgens aufwache dass ich eine gänsehaut habe und meine blase drückt, dann gehe ich auf die Toilette und nehme einen süßlichen Geruch auch war, es brennt aber noch nicht so stark … ich leg mich wieder ins Bett und hab die ganze zeit Gänsehautschauer im 3 min Takt. Meine Blase drückt auch die ganze zeit … wenn ich in die schule musste bin ich immer gegangen und heim gefahren, da ich immer sehr bleich wurde und mir stark kalt war ununterbrechend mit gänsehaut, abgesehen vom harndrang. Kaum war ich zu Hause hab mich ins bett gelegt oder mit nem Buch auf die Toilette gesetzt, nach 2-3 Stunden war’s vorbei.
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll … ich hoffe sie können mir helfen.
Ich hab auch das problem dass ich nächste woche Fachabi schreibe und darf an den 4 Tagen keine Probleme haben, also wie kann ich da für mich gezielt vorgehen?
Vielen Dank schon mal im Voraus
Medala
Liebe Medala,
dazu habe ich leider wenig zu sagen. Trinken Sie mal regelmäßig über den Tag verteilt heißen Cystustee, der wärmt, entgiftet und schützt vor Bakterien und Viren. Viel Glück für das Abi
Liebe Frau Prof. Gerhard,
mich plagen schon seit Jahren Blasenentzündungen, allerdings ohne Bakterienbefund. Nach der Strovac-Impfung sind die Beschwerden nicht mehr ganz so heftig, aber dennoch treten die Schmerzen an der Harnröhre und beim Wasserlasesn auf, vornehmlich nach Geschlechtsverkehr, allerdings auch häufig kurz nach dem Eisprung und vor der Periode. Periode alle 28 Tage. Blasenspiegelung hat ergeben, dass ein Hormondefizit bestehen würde. Hormonbestimmung am 21. ZT: Ö 108, P: 7,8. Ich hatte auch kurzfristig einmal Rimkus-Hormone genommen, wegen hohem Blutdruck und Östrogenwert von 180 wieder abgesetzt. Unter Hormongabe waren meine Blasenbeschwerden zwar nicht besser, aber die bleierne Müdigkeit am Nachmittag, die mich auch noch plagt, war sehr viel besser. Mein Ferritin-Wert liegt bei 22. Milchsäure-Gel-Kur brachte auch etwas Linderung. Ovestincreme nehme ich schon sehr lange.
Sie sehen, ich habe schon viele Therapien durchgeführt, das Problem leider nicht los bekommen. Die Müdigkeit schränkt mich auch sehr ein. Haben Sie noch einen Therapievorschlag ?
Ich bin 45 Jahre alt, 173 cm groß und 70 kg schwer.
Lieben Dank & Beste Grüße
Liebe Stella71,
Der Progesteronwert am 21. Tag ist etwas niedrig. Versuchen Sie es doch mal mit einer niedrig dosierten Progesteroncreme in der 2. Zyklusphase. Der Ferritinwert spricht für einen Eisenmangel, auch das kann Ihre Müdigkeit hervorrufen. Der Sanddorn-Spezialextrakt hilft nicht nur der Scheide sondern auch der Blase. Mit diesem homöopathischen Komplexmittel Manuia gibt es gute Erfahrungen bei Erschöpfung. Oder mit der Rosenwurz (Rhodiola). Am besten lassen Sie sich mal von einem Arzt für Naturheilkunde richtig beraten. Alles Gute!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
Ich möchte hier heute einmal eine positive Rückmeldung geben und mich herzlich für Ihre Therapieempfehlung bedanken!
Ich nehme nun schon seit 2 Monaten aufgrund Ihrer Empfehlung Femisanit gegen meine ständigen Harnröhrenschmerzen (immer ohne Bakterienbefund). Begleitend dazu Relactagel Milchsäure-Gel und kann sagen, dass es mir nach jahrelangem Leidensweg sehr viel besser geht! Delima-Zäpfchen zusätzlich vor GV.
Mein Naturmediziner hat mir jetzt noch eine 5%-ige Progesteroncreme verschreiben, allerdings mit 0,03 % Östradiolbeimischung. Habe starkes PMS und instabile Gemütslage. Meinen Sie, ich sollte auf das Östradiol verzichten? Ö:108, P: 7,8 am 21. ZT.
Lieben Dank noch einmal und herzliche Grüße
Liebe Stella 71,
danke für die mail, freue mich über die Besserung, die bei Ihnen eingetreten ist. Kann möglich sein, dass Sie durch diese Kombination mit Östradiol und 5% Progesteron überdosiert sind. Ich persönlich hätte in dieser Situation vorsichtiger mit 1% Progesteron in der zweiten Zyklushälfte begonnen. Aber da Ihr HP Sie ja persönlich kennt, wird er seine Gründe haben. Alles Gute
Liebe Frau Prof. Gerhard,
ich habe seit fast zwei Jahren starke Probleme mit der Blase und hoffe Sie haben einen Tipp für mich. Alle vier Urologen sind leider nicht weitergekommen.
Zu meiner Person ich bin 35 Jahre und nehme seit 5 Jahren keine Pille mehr ein. Früher hatte ich oft nach dem GV Blasenentzündung und seit Absetzung der Pille habe ich keine Probleme mehr.
Jedoch habe ich seit 2 Jahren einen ständigen Druck auf der Blase mit teilweisem Brennen in der Harnröhre. Es wurden mehrere Kulturen angelegt und es handelte sich nicht um Blasenentzündungen. Teilweise habe ich auch einen starken Harndrang, obwohl die Blase nur mit ca. 150ml befüllt ist. Blasenspiegelung und Ultraschall inkl. Abstrich waren unauffällig.
Haben Sie eine Idee was ich machen kann, um die Blase zu unterstützen bzw. zu entlasten?
Ich wäre Ihnen für einen Tipp sehr dankbar, da ich bald nicht mehr weiter weiß.
Danke Ihnen.
Viele Grüße Sina
Liebe Sina,
in manchen Frauenkliniken gibt es Ärzte, die eine spezielle Blasendruckmessung vornehmen. Damit kann man feststellen, ob die Blasennerven zu stark reagieren. Trinken Sie denn genug, denn manche Frauen haben diese Beschwerden nur, wenn die Blase nicht genügend durchgespült wird. Durch die früheren Antibiotika kann die Darm- und Scheidenflora immer noch gestört sein, so dass auch die Blase in Mitleidenschaft gezogen wird. Dann helfen gute Darmbakterien (schlucken) und Scheidenbakterien (Ovula), bspw. 4Vag oder Symbiovag. Alles Gute!
Prof.Dr. Ingrid Gerhard ich habe schon mein ganzes Leben(bin 16) jeden Tag eine blasenentzündung.Ich war schon bei vielen Ärzten,Krankenhäusern und wurde oft untersucht aber es hieß immer nur:sie haben eine blasenentzündung,wir wissen nicht wieso sie immer zurückkehrt. Ich habe schon alles versucht.Aber es geht nicht weg. So langsam verliere ich die Hoffnung jemals gesund zu werden und deshalb frage ich auf jeder Seite ob man mir helfen kann. Ich hoffe die können mir dabei weiterhelfen.
Liebe Ame,
unbedingt von einem Arzt für Naturheilkunde beraten lassen, damit der Darm gesund gemacht werden kann. Eventuell im Institut für Mikroökologie anrufen, die haben eine Liste von Ärzten, die sich damit auskennen. Alles Gute!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
heute wende ich mich – nachdem ich Ihre Website schon einige Jahre mit großem Interesse lese – in eigener Sache an Sie:
Ich bin 54 Jahre alt, in den Wechseljahren und stark übergewichtig (ca 130 kg). Immer wieder habe ich monatelang gar keine Periode, aber von Dezember bis März kam sie auf einmal wieder regelmäßig. Mitte März wurde von meiner Frauenärztin beim Kontrollultraschall festgestellt, dass sich meine Gebärmutterschleimhaut trotz der Periodenblutungen immer noch bei einer Höhe von 10 mm befand. Sie bestellte mich daraufhin vorgestern erneut in ihre Praxis, um dies zu kontrollieren.
Seit meinem letzten Besuch, also seit Mitte März, war die Periodenblutung wieder ausgeblieben und ich habe seit Wochen extram viel seelischen und emotionalen Streß.
Gestern ergab sich dann beim Ultraschall, dass die Gebärmutterschleimhaut auf 15 mm angewachsen ist.
Nun riet sie mir dringend zu einer Ausschabung – auch um zu prüfen, ob evtl Krebsvorstufen vorliegen.
Mir ist seit gestern hundeelend, auch weil ich schon so viele andere Probleme und Ängste (und auch eine Depression) habe.
Ich fürchte mich vor dem Eingriff und davor, was dabei herauskommt.
Können Sie mich in dieser Hinsicht etwas aufklären? Ist eine Ausschabung wirklich sinnvoll? Gibt es da ein Risiko für Komplikationen?
Auf das Ergebnis der Histologie muss ich danach etwa zwei Wochen warten, weil die Uniklinik in unserem Ort derzeit überlastet ist.
Ich weiß gar nicht, wie ich das nervlich durchstehen soll, zumal ich mit allem sehr allein bin.
Für eine Antwort wäre ich sehr, sehr dankbar.
Herzliche Grüße,
Louise
Liebe Louise,
es ist davon auszugehen, dass die Gebärmutterschleimhaut nur so hoch aufgebaut ist, weil in Ihrem vielen Fettgewebe zu viele Östrogene produziert werden. Und die bauen die Schleimhaut so weit auf. Wenn dann Gelbkörperhormon fehlt, was in Ihrem Alter ganz normal ist, wird die Schleimhaut nicht um- und abgebaut. In der Regel steckt absolut nichts Bösartiges dahinter. Also machen Sie sich mal keine Sorgen, eine Ausschabung ist kein Problem. Ein Problem ist nur, dass die Schleimhaut immer wieder neu aufgebaut wird, so lange Sie nicht an Gewicht abnehmen. vielleicht kriegen Sie das ja auch noch irgendwann hin, lassen Sie sich von einer Ernährungsberaterin begleiten. Alles Gute!
Hallo Frau Prof.
Ich habe seit Ende Dezember wiederkehrende Blasenentzündung…irgendwie werde ich das nicht los. Kann sowas auch mit Vitamin D Mangel Zutun haben?
Heute habe Urin überprüfen lassen. wieder Blut im Urin, aber wenig. Urin wurde nun eingeschickt,vielleicht wird es falsch behandelt, weil immer wiederkehrend. Jetzt meine Frage, sollte ich Antibiotika nehmen oder angocin ? Was würden Sie sonst noch empfehlen? Ihre Beiträge sind echt klasse…habe vieles gelesen und abgespeichert. Habe auch bemerkt, nachm GV brennen…verhüten mit Kondome….wir haben zu hause auch so eine Afterspüle…ist das vielleicht auch Grund? Gruß Melisa
Liebe Melisa,
Wenn Sie bei der Afterspüle immer von hinten nach vorne spülen, dann kann es schon sein, dass Bakterien vom Afterbereich leicht zur Harnröhre gelangen können. Natürlich können auch ein Vitamin D-Mangel oder ein Vitamin C-Mangel einen Einfluss haben. Den Vitamin-D-Spiegel können Sie ja auf jeden Fall mal messen lassen. Angocin hilft gut zur Behandlung aber auch zur Vorbeugung. Ob Sie ein Antibiotikum brauchen, muss Ihr Arzt entscheiden. Gute Besserung!
Hallo Frau Prof.
danke für ihre Antwort, die letzte BE habe mit Angocin wegbekommen…danach habe mir wieder eins eingefangen, da musste ich leider Antibiotikum einnehmen.
Mein Vitamin D habe überprüfen lassen, nur 17% werde nun Vitamin D Tabletten einnehmen.
Was ist nach einer Antibiotika Behandlung gut einzunehmen, damit man die Darmflora wieder aufbaut, hatte nun zweimal schon Darme-Care von Salus getrunken.
Dann bekomme ich wenn ich BE habe so kribbelige Beine und werde nervös, woran liegt das? an den Bakterien?
Danke
liebe Melisa,
die kribbeligen Beine liegen nicht an den Bakterien. Wahrscheinlich ist nicht nur das Vitamin D zu niedrig, sondern auch Zink, Magnesium u.a. Ich habe auf der Webseite viele Artikel über den Darm oder auch Bücher, einfach mal nachlesen. Es gibt so viele verschiedene Produkte, besprechen Sie das besser mit einem Arzt, der Sie behandeln kann.
Guten Morgen Frau Prof. Gerhard,
ich habe leider auch das Problem der wiederkehrenden Blasenentzündung (Ecoli, verkürzte Harnröhre durch Geburt) mindestens 5 x im Jahr.
Ich behandele diese immer wieder mit Angocin und viel trinken, wie auch dieses Mal, in den Aktphasen 3×5 täglich, (ich habe schon 500er Packungen bestellt) womit es auch bisher meist abgeklungen ist, doch allmählich gehen die BEs ineinander über, ich kämpfe jetzt schon seit Wochen und muss grosse Mengen Angocin nehmen, sobald ich die Dosis reduziere brennt es wieder, der heutige Urintest (habe Combur5) war wieder alles (++) und brennende Schmerzen.
Jetzt liegt eine Packung Monoril hier und ich überlege aufzugeben und eine Stosstherapie damit zumachen, leider bekomme ich von Antibiotika immer Magen-Darm Probleme..haben Sie eine Empfehlung für mich?
Liebe Christine,
wenn es jetzt so schlimm ist, müssen Sie wohl noch mal eine Stoßtherapie machen. Aber dann lesen Sie bitte den Artikel über die Antibiotika bei Blasenentzündungen und am Schluss meine Zusammenfassungen. Suchen Sie sich bitte einen Therapeuten, der Sie bei einer naturheilkundlichen und Darmtherapie vor Ort beraten kann. Alles Gute!
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Also mein letzter Versuch ist Cystinol und D-Mannose, aber es geht mir mies daher vielleicht spätestens morgen einmal Monoril, das belastet die Darmflora angeblich nicht…(ich habe Laktobazillen zum Darmaufbau da, die nehme ich danach direkt mal ein paar Tage ein)
P.S. wäre eigentlich von einer Kur mit Udo-Vaxom zu halten? Ich habe das vor langer Zeit mal verschrieben bekommen…
Vielen Dank und viele Grüsse
Christine!
Liebe Christine,
Uro-Vaxom ist ein sinnvoller Versuch! viel Erfolg!
Hallo Frau Dr. Gerhard,
unzählige Arzt besuche liegen hinter mir. Oftmals wurde gesagt, bei Frauen wären Blasenentzündungen bis 5 mal im Jahr normal und man sollte ein Antibiotikum nehmen.
Seit ca 1 Jahr habe ich dauerhaft ein leichtes Brennen nach Entleerung der Blase spüre und nach dem GV ca 2 Tage später oft starke Schmerzen habe obwohl ich alle Verhaltensmaßnahmen berücksichtige!
Vor 3 Wochen war ich aus Verzweiflung bei einer Heilpraktikerin, sie stellte mir einen Ernährungsplan zusammen (nur dunkles Fleisch, kein Weizen/Glutamat/Lactose und vieles mehr) und schrieb mir viele homöopathische Mittel auf.
Ich hielt mich an alles und sagte ihr heute nach 3 Wochen dass ich es finanziell mit den Mitteln nicht weiter machen kann. Ihre Aussage war, dass ich in ein paar Jahren durch meine gestörte Schleimhaut durch die Antibiotika ganz krank werde, wenn ich nicht weiter mache.
Bin total verzweifelt. Natürlich kann ich zum Aufbau der Darmschleimhaut auf viele Lebensmittel verzichten. Aber sollte ich es nicht auch mit anderen günstigen Mitteln versuchen? D-Mannose oder Angocin?
Was schlagen Sie für eine 23 jährige als Verhütungsmittel vor? Ich nehme die Maxim, vertrage sie zwar gut aber lese in letzter Zeit nur schlechtes auch im Verbindung mit einer BE.
Sie schreiben oft von einer Salbe mit Estriol, die die Blase Schleimhaut wieder aufbauen soll. Welche empfehlen Sie?
Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Liebe grüße
Tina
Liebe Tina,
kann Ihre Verzweiflung sehr gut verstehen. Harnwegsinfektionen können eine seltene Nebenwirkung der Pille sein (1-10 von 10Tausend Frauen trifft es). Ihre Heilpraktikerin will wohl Ihr Immunsystem verbessern, aber natürlich kann es nicht sein, dass Sie auf so viele Nahrungsmittel verzichten und dazu noch mehrere homöopathische Mittel einnehmen sollen. In diesem neuen Artikel habe ich noch mal die verschiedenen Therapiemöglichkeiten bei Blasenentzündungen zusammengefasst. Darm- und Scheidenbehandlung sind vorrangig. Gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
Ich bin am verzweifeln. Seit einem Jahr bekomme ich regelrecht jeden Monat eine Harneegsinfektion. Bin inzwischen bei meinem Urologen in Therapie. Teilweise ohne Erfolg. Inzwischen mach ich eine Prophylaxe mit nilox. Jedoch erwischt es mich trotzdem. Ich habe sämtlichen Antibiotika wie zb levoflacin etc. Eingenommen. Alternativen wie cranberry, cystinol oder Aqualibra versucht. Erfolglos. Auch nach 2 urin Kulturen und einem flow test konnte nichts fest gestellt werden. Ich bin es leId ständig Antibiotika einzunehmen bzw bei jedem ToilettenGang angst haben zu müssen das es wieder weh tut.
Ich wäre über eine Antwort sehr erfreut. Vielen Dank schon mal
Liebe Janine,
ich kann immer wieder nur dasselbe empfehlen:
Gehen Sie zu einem Arzt für Naturheilkunde, der auch die Bakterienflora im Darm berücksichtigt.
Überprüfen Sie Ihren Bettplatz. Machen Sie Ihr Schlafzimmer elektrosmog-frei.
Lassen Sie durch Blutuntersuchungen klären, welche Vitalstoffe Ihnen fehlen
Ziehen Sie eine Hormonstörung in Betracht, wenn der HWI immer zur gleichen Zyklusphase eintritt.
Verabschieden Sie sich von künstlichen Hormonen (Pille, Hormonspirale) und eventuell auch Kupferspirale.
Optimieren Sie Ihre Ernährung und kochen Sie selbst.
Sprechen Sie Ihren Arzt auf Urovaxom an.
Gute Besserung!