Fast jede Frau leidet irgendwann einmal unter einer Scheideninfektion. Juckreiz, Ausfluss, Brennen und Schmerzen sind oft die typischen Anzeichen. Und viele Frauen schlagen sich immer wieder mit diesen quälenden Symptomen herum. Deshalb wurde ich von Frau Martina Seifen-Mahmoud für die Zeitschrift BIO zu dieser Erkrankung interviewed.Hier finden Sie das Interview mit einigen Ergänzungen und den Themen: Ursachen von Scheideninfektionen, Vorsorgemaßnahmen und Hilfen. In einem zweiten Artikel werde ich auf bestimmte Lebenslagen eingehen: Schwangerschaft, Stillzeit, Pille und die Probleme in den Wechseljahren.
Ursachen von Scheideninfektionen
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Sommer, Sonne, Badefreuden und Scheideninfektion?
Ja, den gibt es. Viele Haut- und Schleimhautbewohner lieben eine feucht-warme Umgebung. Synthetikunterwäsche, String-Tangas und hautenge Stretch-Jeans sorgen für dieses Hautklima, bei dem man im Sommer noch leichter ins Schwitzen kommt. Eine erhöhte Ansteckungsgefahr droht außerdem durch Schwimmbäder, nasse Badesachen und gemeinsam genutzte, feuchte Handtücher.
Im Urlaub kann die zu intensive Sonneneinstrahlung das Immunsystem schwächen. Auch ungewohnte Speisen oder ein Zuviel an bestimmten Nahrungsmitteln oder Alkohol belasten den Organismus vermehrt. Last but not least ist für viele im Urlaub endlich mal Zeit für häufigen Sex, der die Scheidenschleimhaut und das Scheidenmilieu verändert.
Was in der Scheidenhöhle wohnt
Warum kann es relativ schnell zu einer Infektion kommen?
In der weiblichen Scheide leben eine Vielzahl von Bakterien und Pilzen in Harmonie zusammen, sofern die Milchsäure produzierenden Döderleinbakterien überwiegen und die möglicherweise krank machenden Keime in Schach halten. Das schaffen sie, indem sie den Säuregrad der Scheide bei einem pH- Wert von etwa 4 halten. Die Milchsäurebakterien sind von den Östrogenen abhängig, deshalb schwankt ihre Zahl und Aktivität im Verlaufe des Zyklus.
Werden diese hilfreichen Bakterien abgetötet, beispielsweise durch Antibiotika oder gechlortes Schwimmbadwasser, dann vermehren sich die schädlichen Keime. Auch durch Reinigungsmittel, hormonelle Veränderungen, Samenflüssigkeit, Blut, kann sich der pH-Wert verändern. Rötung und Schwellung im Intimbereich, untypisch gefärbter oder übel riechender Ausfluss, Juckreiz, Brennen – all dies sind Zeichen einer Infektion.
Bakterien oder Pilze
Scheideninfektionen werden meistens durch Bakterien oder Pilze verursacht – worin liegt der Unterschied?
Pilze und Bakterien haben unterschiedliche Lebensbedingungen. Pilze lieben beispielsweise Zucker. Frauen mit Übergewicht und einer erhöhten Zuckerkonzentration im Gewebe erkranken deshalb häufiger an Pilzinfektionen. Hierbei handelt es sich um Hefepilze, sogen. Candida-Arten. Ganz typisch ist dabei der weiße bröckelige Ausfluss, starker Juckreiz, eine gerötete und geschwollene Schleimhaut. Wenn frau schon „Pilzerfahrung“ hat, kann sie bei den ersten Anzeichen drei Tage lang KadeFungin 3 (Dr. Kade) einführen, das rezeptfrei erhältlich ist und die Pilze abtötet. Anschließend empfiehlt es sich, mit KadeFungin Milchsäurekur den pH- Wert wieder zu stabilisieren. Inzwischen gibt es ein neues Produkt, Multi-Gyn FloraPlus, das durch die Förderung der eigenen Laktobazillen in vielen Fällen die Pilzbesiedelung verhindern oder stoppen kann.
Bei ernsteren Pilzinfektionen und geschwächtem Immunsystem kann es sein, dass die Pilzsporen, die sich tief ins Gewebe eingraben können, von einfachen Anti-Pilzmitteln nicht erreicht werden. Dann sind spezielle, verschreibungspflichtige Mittel nötig, wie bspw. Fluconazol, das Pilze und Sporen abtötet.
Steigt der Scheiden-pH-Wert an, so vermehren sich die krank machenden Bakterien. Sie können aus dem Darm in die Scheide überwandern, bspw. die Colibakterien, oder durch Schmierinfektionen schon bei kleinen Mädchen in die Scheide eingebracht werden, bspw. die Streptokokken. Seltenere Erreger wie Gonokokken oder Chlamydien werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Sie machen aber selten eine starke Scheidenentzündung, sondern viel mehr eine Eileiterentzündung.
Das Hämophilus vaginalis-Bakterium, das heute normalerweise Gardnerella vaginalis genannt wird, liebt basisches Milieu und vermehrt sich besonders auf mangelhaft aufgebauter Scheidenschleimhaut. Diese Infektion kommt häufig nach den Wechseljahren oder unter niedrig dosierten Verhütungs- Pillen vor. Der Ausfluss ist eher klar und dünnflüssig und riecht nach Fisch. Juckreiz kann, muss aber nicht auftreten. Manchmal reicht es dann schon, wenn man mit Vitamin C (Vagi-C, Taurus- Pharma) die Scheide ansäuert. Vitamin C hat auch antioxidative Eigenschaften und ist daher besser als Milchsäure. Unter dem Einfluss des Vitamin Cs kann sich die eigene Scheidenflora in kürzester Zeit wieder regenerieren. Oder Sie verbessern mit Milchsäurebakterien das Scheidenmilieu. Mitunter ist aber eine lokale Hormon- oder sogar Antibiotikatherapie (am besten mit Metronidazol oder Clindamycin) sinnvoller.
Da die unterschiedlichen Infektionsauslöser auch verschiedene Behandlungen brauchen, ist es wichtig, dass man in der Regel eine Scheidenentzündung nicht nach Schema F selber behandelt. Sondern dass zunächst der Frauenarzt die richtige Diagnose stellt.
Trichomonaden
Auch Trichomonaden, also einzellige Geißeltierchen, gelten als Auslöser. Was ist hier zu beachten?
Trichomonaden werden vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen, nur die Hälfte aller Frauen bekommt allerdings Symptome. Wenn bekannt ist, dass der Partner Trichomonaden hat, muss unbedingt mit einem speziellen Antibiotikum behandelt werden. Besonders gefährlich sind sie in der Schwangerschaft, da sie zu einer Frühgeburt führen können. Vor Trichomonaden schützt man sich am besten durch die Benutzung eines Kondoms bei jedem Geschlechtsverkehr.
Risiko: Geschlechtsverkehr
Wie reduziert man beim Geschlechtsverkehr das Risiko für eine Scheideninfektion?
Einen Schutz haben wir gerade schon genannt: das Kondom. Man verhindert damit nicht nur, dass krank machende Bakterien übertragen werden können, sondern gleichzeitig schützt man die Scheide vor der basischen Samenflüssigkeit. Es dauert nämlich bis zu vier Tage nach dem Geschlechtsverkehr, bis sich der normale saure pH- Wert wieder eingestellt hat. Deshalb empfehle ich Frauen, die zu Scheideninfektionen neigen, nach dem Geschlechtsverkehr prophylaktisch ein Scheidenzäpfchen mit biologisch aktiven Milchsäurebakterien einzuführen, bspw. Vagiflor (Chiesi), 4Vag (hypo-a, enthält noch „Futter“ für die Bakterien und Vitamine) oder SymbioVag (SymbioPharm, enthält noch Milchsäure und Inulin, einen Nährstoff für Milchsäurebakterien).
Auch bestimmte Sexualpraktiken erhöhen das Risiko für Infektionen. So zum Beispiel wenn nach dem Analverkehr direkt Vaginalverkehr ausgeführt wird, ohne das Kondom zu wechseln oder sich gründlich zu reinigen. Denn dann können sich die Darmbakterien richtig wohl in der Scheide fühlen.
Psyche schuld?
Wenn Frauen immer wieder unter einer Scheideninfektion leiden – welche Rolle spielt der psychische Aspekt dabei?
Stress und Überlastung beeinträchtigen das Immunsystem und damit auch das Ökosystem unserer Haut und Schleimhäute. Die einen Frauen reagieren auf Stress mit Magen- oder Darmbeschwerden, die anderen mit Asthma oder Neurodermitis und wieder andere mit ständig rezidivierenden Infektionen. Dahinter können Partnerprobleme stecken, Ängste, Erfolgsdruck bei Kinderwunsch usw. Den Einfluss von psychischen Faktoren und Umweltbelastungen auf wiederholte Scheideninfektionen hat meine Kollegin Dr. Ulrike Güdel-Banis in einem gesonderten Artikel dargestellt.
Aber bevor man die Ursache auf die Psyche schiebt, sollte man wirklich eine klare Diagnose stellen. Denn wie oft kommen Frauen in die Sprechstunde und wollen nur wieder „die Zäpfchen gegen meinen Pilz“, die überhaupt keinen Pilz haben. Oft ist die Schleimhaut durch Pilzbehandlungen geschädigt oder es steckt eine Hormonstörung dahinter. Dies alles kann behandelt werden und schon ist die „psychische Ursache“ aus dem Weg geräumt.
Übertriebene Hygiene meiden
Welches sind die häufigsten Fehler bei Hygienemaßnahmen, die immer wieder propagiert werden? Was kann man tun oder sollte man möglichst unterlassen?
Der häufigste Fehler ist sicher, dass man „untenrum“ besonders „rein“ sein und gut riechen will. Leider wird viel zu häufig, zu intensiv und mit zu vielen Waschmitteln und Deos gearbeitet. Das reizt die Haut, tötet die guten Hautbakterien ab und erleichtert den krank machenden Keimen, die beispielsweise aus dem Darm kommen, den Eintritt in die Scheide. Ganz wichtig: Der Intimbereich sollte immer von vorne nach hinten, also vom Scheidenausgang zum After gereinigt werden.
Man nimmt dafür am besten Einmalwaschlappen oder solche aus Baumwolle, die man nur einmal benutzt und dann bei mindestens 60 Grad wäscht. Benutzen Sie ein- zweimal am Tag eine Waschlotion mit einem pH-Wert unter 7, bspw. Deumavan sensitiv (Kaymogyn). Pflegende Salben, wie Deumavan Salbe (Kaymogyn) oder Asche Basis Creme (Chiesi) sind unbedingt nach dem Waschen zu empfehlen, da sie die Haut glätten, vor Austrocknung schützen, Beschädigungen verhindern und weniger Darmbakterien auf der Haut verbleiben.
Verzichten sollte man auf Scheidenduschen, die nur die normale Scheidenflora durcheinander bringen. Die Scheide kann sich selber reinigen. Zurückhaltung ist auch geboten bei der Benutzung von duftenden Feuchttüchern. Sie reizen unter Umständen die Haut und können allergische Reaktionen auslösen.
Welche Vorteile hat ein Bidet?
Wenn man richtig herum darauf sitzt, wird das Genitale von vorne nach hinten abgespült und man schmiert nicht mit einem Waschlappen in alle Richtungen. Auch kann man die Temperatur regeln und eine Art Kneippkur für den Unterleib machen, indem man zwischen warm und kalt wechselt. Manche haben einen integrierten Fön, so dass die Haut besonders schonend getrocknet wird.
Welche Maßnahmen gelten für den Partner?
Auch der Partner sollte sich vor dem Geschlechtsverkehr das gesamte Genitale waschen und dabei auch die Vorhaut zurückschieben. Anschließend ist gründliches Händewaschen angesagt. Damit reduziert er das Risiko von Scheideninfektionen bei der Partnerin. Leidet die Partnerin unter wiederholten Scheideninfektionen, muss unter Umständen beim Partner mal eine Spermaprobe untersucht werden, denn er kann unter einer Entzündung leiden, ohne es zu merken. Nur ein Abstrich vom Penis reicht normalerweise nicht aus.
Und nicht zu vergessen, das Kondom, das ihn selbst und die Partnerin vor Infektionen schützt. Übrigens gilt dasselbe, wenn frau eine Partnerin hat: durch den Austausch der Scheidensekrete kann sie sich infizieren, und zwar ist das Risiko umso höher, je häufiger die Partnerinnen wechseln.
Tabelle: Intimpflege: was ist richtig, was ist falsch?

Tipps zur Vorbeugung
Wie lässt sich einer Scheideninfektion am besten vorbeugen?
Das fängt im Alltag bei der Kleidung und der Hygiene an. Die Unterwäsche sollte aus atmungsaktivem Material und nach Möglichkeit bei 60 Grad waschbar sein, denn dann gehen auch Pilze kaputt. Tangas sind für anfällige Frauen nichts. Der Slip sollte täglich gewechselt werden, die Kleidung nicht zu eng sein. Superenge Jeans sehen zwar flott aus, wenn man aber den ganzen Tag darin sitzen muss, entsteht ein schlechtes Hautklima. Hat man eine sitzende Tätigkeit, dann ein Kissen oder eine Unterlage wählen, die nicht zum Schwitzen führen.
Piercing und Intimrasuren reizen die Haut, so dass sie besonders sorgfältig mit Pflegecremes nachbehandelt werden muss. Dafür bietet sich Sagella Sensitive Pflege-Balsam an (Rottapharm), in dem zusätzlich ein pflanzlicher Haarwuchshemmer enthalten ist. Über die vernünftige Hygiene hatten wir ja schon gesprochen.
Um Infektionen durch Schwimmbadbesuche vorzubeugen, führt man am besten vor dem Schwimmen einen nicht reizenden Spezialtampon in die Scheide ein, den Symbiofem protect (SymbioPharm). Und wenn man befürchten muss, dass durch Medikamente, wie bspw. Antibiotika oder Nebennierenrindenhormone, die Scheidenflora leiden könnte, führt man prophylaktisch aktive Milchsäurebakterien ein, wie bspw. 4Vag (hypo-a) oder Vagiflor (Chiesi).
Auch nach einer Untersuchung beim Frauenarzt, nach operativen Eingriffen am Muttermund oder einer Ausschabung können die vorsichtshalber benutzt werden. Für Frauen, die besonders nach der Periode oder nach dem Geschlechtsverkehr an Scheidenentzündungen erkranken, sind diese Zäpfchen oder Scheidencremes auch eine große Hilfe.
Wichtig ist, dass nicht nur äußerlich mit Salbe behandelt wird, sondern dass die Zäpfchen tief in die Scheide, am besten abends, eingeführt werden. Außerdem gibt es zahlreiche Feuchtmittel als Vaginalsalben, -gels und -zäpfchen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, wie Hyaluronsäure, Pflanzenextrakten (Aloe vera, Teebaumöl, Soja, Ringelblumen), die neben der Befeuchtung auch antientzündliche Eigenschaften haben. Sie sind aber wirklich nur zur Prophylaxe und als Gleitmittel geeignet. Informieren Sie sich vorher, ob sie mit Kondomen vereinbar sind.
Naturheilverfahren einsetzen
Welche naturheilkundlichen Maßnahmen empfehlen Sie?
In der Naturheilkunde wird ja weniger ein bestimmter Keim behandelt als das Terrain, der Boden, auf dem sich eine Erkrankung erst ausbilden kann. Deshalb kann man mit homöopathischen Mitteln behandeln, wenn der Ausfluss eine bestimmte Qualität hat, Besonderheiten bei der Monatsblutung bestehen und gleichzeitig typische Gemütssymptome auftreten.
Nur ein Beispiel: Calcium carbonicum, wenn die Patientin unter einem wund machenden milchigen Ausfluss leidet, die Blutungen zu stark und zu lang sind und sie ewig fröstelt. Homöopathische Komplexmittel können dann verschiedene Arten von Ausfluss abdecken. Mehr dazu finden Sie in meinem Frauengesundheitsbuch.
Oder man versucht es mit den Schüßlersalzen, bspw. Natrium chloratum D6 (Nr. 8) bei wässrig-klaren, wund machenden Absonderungen oder Natrium phosphoricum D6 (Nr. 9) bei sauer-käsigem Ausfluss. Auch Pflanzenmittel aus Sonnenhut, Lavendel oder der Kapuzinerkresse können helfen, die in Form von CERES Urtinkturen (Alcea) den Körper und die Seele bei der Selbstheilung unterstützen. Am besten wendet man sich an eine naturheilkundlich geschulte Therapeutin.
Aber Achtung: Wie größere Studien gezeigt haben, hilft bei immer wiederkehrenden Pilzinfektionen oft der wiederholte Einsatz eines bestimmten Anti-Pilzmittels besser als die Homöopathie, wie ich in einem anderen Artikel schon ausgeführt habe.
Ernährungsumstellung hilft
Kann sich frau auch durch die richtige Ernährung vor Scheideninfektionen mit Pilzen schützen?
Immer wieder tauchen neue Pilzdiäten auf. Letzten Endes wird man sein Immunsystem am besten stärken, wenn man wenig Industriezucker und Auszugsmehle zu sich nimmt, dafür reichlich Obst, Salat, Gemüse und Vollkornprodukte. Auch ein Zuviel an tierischen Nahrungsmitteln sollte vermieden werden, darunter fällt auch der reichliche Konsum von Milch und Käse.
Bei chronischen Pilzinfektionen sollte man auf jeden Fall beim Hausarzt einen Zuckerbelastungstest machen. Auch wenn er unauffällig sein sollte, ist vorübergehend der Konsum von süßem Obst und Kohlenhydraten einzuschränken.
Besteht der Verdacht, dass auch im Darm zu viele Pilze wohnen, was sich durch Blähungen und Durchfall bemerkbar machen kann, so sollte frau mit Ihrem Arzt besprechen, ob eine Stuhluntersuchung nötig ist. Werden darin viele Pilze nachgewiesen, muss der Darm behandelt werden, damit die Pilze nicht die Scheide besiedeln und das Immunsystem weiter schwächen. Frau kann auch auf eigene Faust rechtsdrehende Milchsäure schlucken, bspw. Mykocur (Asconex). Man rührt dreimal täglich 20 Tropfen dieser 20% igen Milchsäure in Wasser oder Tee ein (nicht in Milch!) und trinkt sie über mehrere Wochen regelmäßig. Dadurch wird wieder ein gesunder Darm-pH-Wert eingestellt, das Immunsystem wird aktiviert und der Stoffwechsel entlastet. So stellt sich dann auch wieder eine normale Scheidenflora ein.
Heute wissen wir, dass viele Frauen sogar im Sommer unter einem Vitamin D- Mangel leiden, auch dann droht eine verstärkte Anfälligkeit für Scheideninfektionen. Am besten den Vitamin D- Spiegel messen lassen und Abhilfe schaffen, was übrigens sehr gut mit Vitamin D- Öl über Scheidentampons oder –zäpfchen geht.
Weitere Hilfen
In der Apotheke gibt es Vitamin-C-Tabletten für die Scheide. Was ist davon zu halten?
Diese Tabletten säuern die Scheide an und ermöglichen dadurch den guten Scheidenbakterien bessere Überlebensbedingungen. Vitamin C hat antioxidative und immunmodulatorische Eigenschaften und ist daher mehr als eine Säure. Vitamin -C-Tabletten für die Scheide haben sich als Schutz vor bakteriellen Infektionen besonders in der Schwangerschaft bewährt. Voraussetzung ist natürlich, dass die eigenen Laktobazillen von guter Qualität und in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Seit einigen Jahren wissen wir erst, dass vollwertige Laktobazillen Wasserstoffsuperoxid bilden können, das H2O2, und damit die anderen Bakterien in Schach halten. Wenn die Laktobazillen diese Fähigkeit nicht haben, hilft auch das Vitamin C nicht weiter. Übrigens kann man im Labor durch einen Abstrich und eine spezielle Kultur testen lassen, ob die eigenen Milchsäurebakterien Wasserstoffsuperoxid bilden können.
Joghurt für die Scheide?
Eine positive Wirkung sagt man auch so genannten Milchsäure-Gels bei Scheidenpilzinfektionen nach? Mitunter hilft aber auch ganz einfach ein Naturjoghurt, mit dem man die Scheide behandelt. Welche Erfahrungen gibt es?
Die Milchsäure-Gels säuern nur an. Besser sind Milchsäurebakterien(s.o.). Die haben allerdings den Nachteil, dass sie im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten. Für Reisen sind die Milchsäuregels deshalb praktischer. Von Naturjoghurt würde ich heute abraten. Diese Laktobazillen gehören nicht zu Vaginalflora! Joghurt hat zwar einen kühlenden Effekt, was manchmal schon hilfreich ist. Das kann aber höchstens mal ein Notbehelf sein, wenn alle Apotheken geschlossen sind.
Impfung gegen Scheideninfektionen
Man hört auch immer mal, dass man sich gegen Scheideninfektionen impfen lassen kann. Was ist davon zu halten?
Das kann eine sehr hilfreiche Sache sein. Es gibt eine spezielle Impfung gegen Candidapilze, aber auch eine zweite, die aus Milchsäurebakterien gemacht wird und das Immunsystem der Scheide verbessert, so dass sie auch anderen Entzündungserregern vorbeugen kann.
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
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Und welche Erfahrungen haben Sie mit der Scheidenhygiene und Infektionen gemacht? Unten können Sie einen Kommentar hinterlassen!

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Liebe Frau Dr. Gerhard,
Zunächst mal vielen Dank für den ausführlichen und informativen Artikel. Er hat mir Hoffnung gegeben, mein Problem doch noch irgendwie lösen zu können. Ich bin 23 Jahre alt und habe seit ca. 3 Monaten mit einer hartnäckigen Scheideninfektion zu kämpfen. Ich hatte in der Zeit zusätzlich 2 Pilze, welche ich aber erfolgreich mit KadeFungin behandeln konnte. Die Scheideninfektion äußert sich eigentlich nur durch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. In meinem Abstrich fanden sich nur Coli-Bakterien, die laut meiner Frauenärztin eigentlich allein durch mein Immunsystem bekämpft werden müssten. Ich habe nun 2 Antibiotika und sämtliche Aufbaukuren (Vagisan) hinter mir und es wird nicht besser. Die Schmerzen beim Verkehr gehen von einem Punkt aus, ich beschreibe es wie das Gefühl eines Schnitts, der durch die Weitung immer wieder aufgeht, aber auch die restliche Schleimhaut fühlt sich auch immer gereizt an. Meine Frauenärztin hat die Stelle mehrfach untersucht und konnte keine Verletzung feststellen. Ich habe auch schon 2 Wochen am Stück auf Sex verzichtet in der Hoffnung, dass es doch eine Wunde ist, die dann heilt, aber es bringt leider gar nichts. Seit der letzten Antibiotikumeinnahme habe ich zudem das Gefühl, dass meine Scheide sehr trocken ist. Ich hatte früher immer sehr viel Ausfluss und eine eher feuchte Flora und jetzt kommt da wirklich nur noch sehr wenig bis gar nichts. Meine Frauenärztin hatte mir zwischenzeitlich auch Oekolp Hormonzäpfchen gegeben (sie sagte um die Vagina dehnbarer und weicher zu machen) und das war eigentlich das einzige Präperat, bei dem ich das Gefühl hatte, dass es mir wirklich geholfen hat. Nun habe ich schon länger die Vermutung, dass die Beschwerden mit meinem Pillenwechsel zur Pille Maxim Anfang des Jahres zu tun haben und ihr Artikel verstärkt jetzt den Verdacht, dass eventuell die Hormonzusammensetzung der neuen Pille meine Schleimhaut stört? Ich habe morgen einen Termin bei der Frauenärztin meiner Mutter und werde dann diesen Verdacht auf jeden Fall ansprechen. Trotzdem interessiert mich Ihre Meinung sehr, da sie auf mich sehr kompetent wirken. Würden sie mir empfehlen die Pille ganz abzusetzen und vielleicht auf eine hormonfreie Alternative zu wechseln (Kupferspirale) oder sollte ich es nochmal mit einer anderen Pille versuchen? Habe bis zum Wechsel in 9 Jahren 3 verschiedene Pillen gehabt die ich wegen Problemen wie Schmierblutungen oder Zysten wechselte, aber an sich war ich immer zufrieden mit der Pille.
Ich würde mich über eine Antwort von ihnen sehr freuen, da ich inzwischen auch psychisch sehr unter der ganzen Sache leide.
Liebe Grüße,
Jana
Liebe Jana,
kenne diese Probleme. Sie können tatsächlich durch die für Sie nicht ganz passende Zusammensetzung der Pille hervorgerufen werden. Bitten Sie Ihre Ärztin, Sie auf ein anderes Präparat einzustellen. Als Alternativen gibt es sonst wirklich verschiedene Spiralen oder das Diaphragma. Die FFGZ http://www.ffgz.de/index.htm hat sicher gute Inforamtionsbroschüren zur Verhütung.
Viele Grüße und gute Besserung
Sehr geehrte Frau Doktor Gerhard,
ich bin 37 Jahre alt und habe eigentlich immer nach meiner Periode mit einer Pilzinfektion zu kämpfen. Ich nehme die Pille (Velafee wegen meiner Hautprobleme) durch (6 Packungen) und dann lasse ich es zu einer Regelblutung kommen – dies ist mit meiner Frauenärztin abgesprochen. Von daher hält sich die Anzahl der Pilzinfektionen pro Jahr in Grenzen. Aber es nervt mich trotzdem. Ich hatte vorher nach meiner Periode einige Zeit das Problem mit einer bakteriellen Vaginose, welches sich gelegt hat, seitdem ich nach der letzten Tamponbenutzung 1 VagiC-Tablette anwende. Der Pilz kommt aber nach der Periode wieder. Normalerweise behandel ich mich selber, ohne vorherige Abklärung durch meiner Ärztin. Canesten Gyn Once hilft mir auch immer, von daher scheint meine Selbstdiagnose (vermehrter, gelblicher, geruchsloser, bröckeliger Ausfluss und leichtes Brennen, als wären kleine Hautrisse vorhanden, kein Juckreiz) auch immer richtig zu sein.
Aber würde gerne etwas zun, damit es gar nicht erst zu einer Pilzinfektion kommt.
Würden eventuell Spezialtampons (ellen) helfen? Bei der Stifung Warentest sind diese allerdings als unsinnig bewertet worden. Dort wird Naturjoghurt empfohlen, von dem Sie wiederum abraten.
Dieses Problem besteht seit ca. 1 – 2 Jahren, früher hatte ich ganz selten mal eine Pilzinfektion, da wusste ich aber auch woher die kam (Scheidenspülungen). Diese Spülungen mache ich heute natürlich nicht mehr.
Könnte der Pilz eventuell auch von der VagiC-Tablette kommen? Aber dann muss ich mich für eines der beiden Übel entscheiden. Bakterielle Vaginose oder Pilz… Den Pilz kann ich selber behandeln. Aber das kann es ja auf lange Sicht auch nicht sein.
Ich hätte da allerdings noch eine Frage. Könnte man Canesten Gyn Once auch tagsüber anwenden (dann wäre man den Pilz schneller wieder los)? In der Packungsbeilage steht, dass man es am besten abends anwenden sollte, ich denke mal, weil das Mittel so länger in der Scheide bleibt.
Freundliche Grüße und vielen Dank
Britta
Liebe Frau Dr. Gerhard vielen Dank für ihre Antwort! Habe jetzt mal viele Beiträge von ihrem Blog gelesen und finde sie sehr hilfreich und interessant. Habe mir jetzt auch ihr Buch bestellt.
Nur leider geht es mir gerade wieder nicht so toll. Nach der Bakteriellen Entzündung hat sich jetzt auch noch ein Pilz draufgesetzt und das, wo ich jetzt noch nichtmal das Fluomizin fertig habe. Habe sehr viel bröckeligen Ausfluss und Co. Sollte ich jetzt gleich im Anschluss Kadefungin Tabletten nehmen? Die Creme nehme ich schon. Und dann weitermachen mit Dörderleins, Michsäure?? Habe mir Vagi C geholt aber was ich nicht verstehe, dass da steht ,man soll es nicht bei/nach Pilz nehmen weil es dies fördern würde?? Ich bin verwirrt :( Ich weiß langsam nicht mehr weiter, ich esse kein Zucker, Weismehl, Hefe und co. mehr, ernähre mich Gemüse und Vollkornreich, und hatte Nystatin/ Entsäuerungstherapie… u.s.w. Ich muss jetzt noch auf das Ergebnis des Abstrichs warten und hoffe dass es keine Mischinfektion ist..hilfe!! Mein Arzt ist jetzt auch leider im Urlaub, sodass ich selbst beim Labor anrufen muss, geht das einfach?
Irgenwie ist der Wurm drinn…
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünschend, Vicky
Liebe Vicky,
Wenn der Ausfluss so typisch ist, dann Kadefungin Tbl nehmen. Bei Ihnen scheint momentan ein zu schwaches Immunsystem vorzuliegen und eventuell auch Stressfaktoren. Das geschädigte Immunsystem hängt häufig mit dem Darm zusammen. Langfristig müssen Sie über die Ernährung die Darmflora stabilisieren, dann bessert sich automatisch auch die Scheidenflora. Vielleicht nehmen Sie zu viel Vollkorn zu sich, was die Darmwand reizen könnte? Oder Sie vertragen kein Gluten? Zur Regeneration der Darmschleimhaut eignet sich eine Kur mit Symbioflor http://symbiopharm.de/ Am besten lassen Sie sich von der Firma einen Arzt in Ihrer Nähe nennen, der sich mit dieser Behandlung auskennt. Auch eine individuelle Impfung gegen Scheideninfektionen ist über diese Firma beziehbar http://symbiovaccin.de/ und oft als letzter Ausweg sehr erfolgreich. Außerdem lesen Sie mal die Ratschläge der Experten hier: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/wiederkehrende-scheidenentzuendungen-was-experten-raten/
Viel Glück und gute Besserung!
Sehr geehrte Frau Doktor
Ich habe ein paar Fragen und Sorgen in Bezug auf bakterielle Scheidenentzündung. Heute war ich beim FA, weil ich mir eigentlich meine erste Pille verschreiben lassen wollte (Minipille) und um mich nochmal untersuchen zu lassen, ob im Scheidenbereich alles in Ordnung ist, weil ich schon zweimal Pilz und einmal eine bakterielle Infektion hatte und deswegen sehr ängstlich und sensibel geworden bin in dem Bereich und seit zwei Monaten Dauerausfluss habe. Zwischendurch war ich nochmal bei meiner EX FA, und da wurde immer nur gesagt, dass Ausfluss und (für mich)komischer laugenartiger Geruch normal sei. Naja heute wurde dann durch Abstrich und PH Messung eine Entzündung festgestellt. Der FA meinte, es sind Kokken und viel zu wenig Milchsäurebakterien, ich bin jetzt wirklich ratlos und frustriert, nach den letzten Problemen mit Pilzen und Bakterien hab ich alles erdenkliche gemacht, was empfohlen wird: Pilzdiät, Nystatin, regelmäßig Milchsäure (Balance Activ war super, aber letztes mal hat es höllisch gebrannt), Kamillenbäder, Salbei/Tymian Tee, Sagella Waschlotion, Hygienespühler, Homöopathie, sehr reinlich sein, was ich sowieso bin… Der Arzt hat mir nun Fluomizin mitgegeben und danach soll ich Milchsäurebakterien nehmen. Meine Frage ist, ob es reicht die Scheide innen zu behandeln und der äußere Intimbereich nicht infiziert ist? Und ob ich vor den Milchsäurebakterien ansäuern soll, wenn ja lieber mit Milchsäure oder Vagi C? Ich frage mich nun, woher diese blöde Enzündung und vor allem die Bakterien herkommen, bin zur Zeit häufig Krank (Halzentündung…), vielleicht daher?
Entschuldigen Sie, dass ich so viel geschrieben habe, aber es macht mir echt Sorgen, wie ich die Bakterien und Co endgültig in den Griff bekomme.
Herzliche Grüße Und Danke
Viky
Liebe Viky,
Die Behandlung durch Ihren Frauenarzt ist prima. Mehr brauchen Sie im Scheidenbereich erst mal nicht zu machen. Aber wegen der Infektanfälligkeit sollten Sie was unternehmen: bspw. Ihren Vitamin-D-Spiegel messen lassen und wahrschenlich Vitamin D einnehmen, wie es in verschiedenen Artikeln auf meiner Webseite vorgeschlagen wird. Außerdem auf gesunde vollwertige Ernährung umsteigen, auch dafür gibt es Anregungen in diesem blog.
Alles Gute!
Ich hane seit 2 wochen jetzt blutungen opwohl ich die pille cerazette nehme wo ich eigentlich doe blutungen noch bekommen sollte vor 2 wochen hatte ich beschwerden beim wasserlassen zu erst dachte ich es sei eine blasenentzündung doch neulich habe ich so was wie ein knoten in der scheide ertastet und das macht mir alles zimliche angst jetzt was kann dass sein ?
Keine Ahnung, zur Frauenärztin gehen!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich bin sehr verzweifelt und hoffe sie können mir helfen. Vor 2 Jahren hatten ich das erste mal eine Scheideninfektion welche mit einer Antibiotikacreme behandelt worden ist. Diese Creme war allerdings so stark, dass ich davon Blutungen bekommen habe. Seitdem ich diese Creme hergenommen habe, ist meine komplette Scheide gestört. Bei mir wachsen bzw überleben seitdem keine Milchsäurebakterien mehr und ich muss seitdem jeden Tag etwas hernehmen, dass mein Scheidenmilieu sauer hält, ansonsten bekomme ich gelben Ausfluss und Brennen. Ich habe schon eine Zeitlang Balance aktiv eingenommen (keine Besserung und unter dem Abstrich sind keine Milchsäurebakterien gewachsen), dann habe ich Gynoflortabletten genommen mit Estriol (auch keine Besserung), dann habe ich eine Zeitlang Multigyn hergenommen und jetzt seit längerer Zeit Vagiflor und obwohl dieses sogar „Futter“ für die Milchsäurebakterien enthält und lebende Bakterien wachsen und überleben einfach keine Milchsäurebakterien mehr bei mir. Ich bin total verzweifelt und weiß nicht mehr was ich machen soll. Zu wenig Östrogene habe ich auch nicht, meint mein Frauenarzt, da meine Periode immer regelmäßig kommt.Jetzt bin ich dabei meinen Darm aufzubauen.
Haben Sie noch eine Idee, weshalb keine Milchsäurebakterien mehr bei mir überleben und nicht mehr wachsen? Abgesehen davon dass meine Lebensqualität sehr eingeschränkt ist, ich zudem Unmengen an Geld ausgebe für alle Medikamente, die ich seitdem nehmen muss und ich schon mehrere Frauenärzte ausprobiert habe, aber jeder mich wegschickt mit einem „ich weiß auch nicht weiter“, steigt meine Hoffnungslosigkeit ins Unermessliche. Ich bin 26 Jahre alt, so kann das doch nicht weiter gehen. Ps: die Pille habe ich seit Jahren abgesetzt, damals habe ich die Biviol hergenommen, diese aber nicht vertragen aufrund von der Pille hervorgerufenen chronischen Scheidenpilz. Seit Absetzen der Pille auch keinen Pilz mehr gehabt.
Ich hoffe Sie haben noch irgendwie einen Rat.
Vielen herzlichen Dank.
Sonja
Liebe Dr. Gerhard,
Habe heute einen Brief meines FA zugeschickt bekommen,indem geschrieben stand das meine pilzkultur positiv sei und ich das verschriebene Präparat einnehmen soll,um eine PilzErkrankung zu vermeiden! Nun wurde mir Tardyferon bei Eisenmangel verschrieben. Ich bin in der 27. Ssw und nun stell ich mir die Frage warum bekomm ich Eisen wenn ich doch eine positive Pilzkultur habe?
Warum nicht????
Sehr geehrte Fr. Dr. Gerhard,
ich war vor zwei Tagen bei meinem Frauenarzt, da ich seit ca. 1 Woche einen Juckreiz hatte. Er hat mir Arilin Vaginalzäpfchen verschrieben, ein Antibiotikum mit vielen Nebenwirkungen. Erstaunlicherweise ist der Juckreiz nach dem Arztbesuch vergangen, sollte ich die 6 Vaginalzäpfchen trotzdem nehmen oder kann sich die Scheidenflora selber wieder stabilisieren?
Vielen Dank für Ihre Antwort,
Julia
Liebe Julia,
Wenn Sie keine Beschwerden haben, brauchen Sie das Anilin nicht einzuführen, die Scheidenflora kann sich gut von alleine stabilisieren.
Liebe Dr.Gerhard,
vor 2 Wochen habe ich einen Abstrich gemacht und habe Gardnerella. Meine Ärztin hat mich Clindamycin (450mg) vorgeschrieben. Laut meine Ärztin (was sie in Sprechstunde sagte) sollte ich die Antibiotika für 3Tage, einmal täglich nehmen. Mein Freund sollte auch mitbehandelt werden (er auch 3tage x1 pro tag)
Als ich beim Apotheker war, habe ich bemerkt, dass in Rezept eine Packung von 30Stück Antibiotika verschrieben war. Heute bin Ich nach Hause geflogen und hatte leider die Möglichkeit meine Ärtztin zu treffen nicht.
Könnten Sie mich sagen, ob Clindamycin x1 Täglich für 3Tage angewendet ist? Ich bin jetzt total verwirrt, da ich 30Stück Antibiotika habe und soweit ich mich erinnern kann hat die Ärztin nie gesagt dass ich eine lange Kur von 7 Tagen machen sollte. 3 Stück Antibiotika sind schon für mein Freund. Sie können nicht wissen was die Frau Doktorin an mich sagte, aber vielleicht könnte Sie mir eine optimale Anwendungsdauer empfehlen?
Liebe Ola,
3-7 Tage Clindamycin 450mg einmal täglich kann man nehmen, wahrscheinlichreichen 3 Tage bei Ihnen und Ihrem Mann.
Liebe Dr. Gerhard,
ich bin 18 Jahre alt und habe seit ca einer Woche trockene Haut und Juckreiz im Intimbereich (nicht bei den Schamlippen, sondern nur auf der Haut zwischen Bauch und Scheide).
Was könnte das sein?
Ich weiß nicht ob ich es in nächster Zeit zum Arzt schaffe, hoffentlich können Sie mir helfen.
Liebe Grüße
Anja
Liebe Anja,
das kann ich so nicht sagen. Wenn das an der Haut zwischen Bauch und Genitale, also im Schambereich ist, könnte es eine Allergie sein oder eine Reizung nach dem Schamhaar rasieren oder auch mal Filzläuse.
Am besten zum Haut- der Frauenarzt gehen, wenn es bleibt.
Gerne mal schreiben, was es war!
Lieben Gruß!