Das Osterfest naht und damit die Überlegungen, wie wir unsere Liebsten mit einer Kleinigkeit erfreuen können. Im Osternest müssen ja nicht nur süße Ostereier liegen, kosmetische Produkte oder Kleidungsstücke. Deshalb habe ich Ihnen eine kleine Buchauswahl zusammengestellt, die eigentlich für fast jede(n) etwas bietet. Außerdem sind die Bücher vom Preis her akzeptabel. Zunächst möchte ich Sie an zwei Bücher erinnern, die ich Ihnen schon einmal vorgeschlagen hatte.

Das Frauen-Gesundheitsbuch

Sie glauben nicht, wie viele Anfragen ich jeden Tag über mein Webmagazin zu gesundheitlichen Fragen bekomme. Und oft denke ich, das steht doch alles in meinem Frauen-Gesundheitsbuch, warum lesen sie das denn nicht?

Wahrscheinlich war einfach der Preis zu hoch. Am Inhalt konnte es nicht liegen, denn darüber bekam ich nur positive Rückmeldungen. Deshalb bin ich sehr froh, dass der Verlag den Preis auf die Hälfte reduziert hat.

Ich fasse noch mal zusammen, was mein Frauen-Gesundheitsbuch von anderen Gesundheitsbüchern unterscheidet.

Was das Besondere an meinem Frauen-Gesundheitsbuch ist

  • Ursachen und schulmedizinische Behandlungen der häufigsten Frauenkrankheiten und Beschwerden werden dargestellt.
  • Immer wird aufgezeigt, wie man den Erkrankungen vorbeugen kann.
  • Zahlreiche naturheilkundliche Methoden werden erklärt.
  • Bei jedem Krankheitsbild werden Hilfen angeboten, die mit verschiedenen naturheilkundlichen Therapien möglich sind.
  • Viele dieser Behandlungen können Sie allein oder in Kombination mit anderen Methoden selber durchführen.
  • Neben den Methoden zur Selbsthilfe werden naturheilkundliche Produkte genannt, die man sich in Apotheken oder Reformhäusern besorgen kann.
  • Und was vielleicht das Wichtigste ist: alle Therapien wurden von mir in fast 30-jähriger Kliniktätigkeit an Tausenden von Patientinnen überprüft. Die Grenzen sowohl der Schulmedizin als auch der naturheilkundlichen Möglichkeiten konnten klar herausgearbeitet und für Sie nachvollziehbar gemacht werden.

Also legen Sie sich ruhig einen Vorrat zum Verschenken zu! Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen.

Tomatenrot+Drachengrün

Und hier das zweite Buch, das Sie schon kennen. „Tomatenrot +Drachengrün“ kam bei Gesundheitsinteressierten so gut an, dass es schon nach wenigen Monaten in der 2. Auflage vorliegt- daher auch in meinem Osternest. Außerdem habe ich Ihnen gleich noch ein einfaches Osteressen herausgesucht.

Dieses neuartige Koch- und Gesundheitsbuch ist ganz nach meinem Geschmack. Leckeres für den Gaumen und auch für Kopf, Herz & Verstand. Mit „Tomatenrot +Drachengrün, das Beste aus Ost und West, antikrebs-aktiv und abwehrstark“ gelingt meiner naturheilkundlichen Kollegin Dr. Susanne Bihlmaier der kulinarische Brückenschlag zwischen westlicher Ernährungswissenschaft und östlicher Ernährungsweisheit. Ihre spannend zu lesenden „Info-Häppchen“ garniert sie mit Interviews, die sie mit Experten geführt hat und rundet jedes Kapitel ab mit köstlichen fix & einfach Kochrezepten. „Tomatenrot+Drachengrün“ macht Lust auf gesundheits-aktives Schlemmen, und das alles kurzweilig, lecker und dennoch fundiert. Wussten Sie z.B., dass Asiatinnen weniger Osteoporose haben, obwohl sie kaum Kuhmilch verzehren? Das Geheimnis liegt in Gomasio, dem Sesamsalz.

Ein sinnvolles, wertvolles und lustvolles Geschenk, kosten Sie selbst, z.B. passend zu Ostern den Limettenlachs.

Limettenlachs als vollwertiges Ostergericht

© Johanna Gollob, Stuttgart aus „Tomatenrot & Drachengrün“, Hädecke Verlag

© Johanna Gollob, Stuttgart aus „Tomatenrot & Drachengrün“, Hädecke Verlag

Die Lachsstücke braten Sie in Olivenöl an,

geben die Frühlingszwiebeln kurz dazu

und löschen ab mit dem Saft von 1 Limette.

Garnieren Sie die Lachsstücke auf den Spaghetti,

und geben Sie noch ein paar Blättchen Rucola dazu und Pinienkerne.

Fertig ist ein vollwertiges, leichtes Ostergericht.

Heilende Frauen. Ärztinnen, Apothekerinnen, Krankenschwestern, Hebammen und Pionierinnen der Naturheilkunde

Schon lange wollte ich Ihnen dieses Buch von Annette Kerckhoff ans Herz legen, ein Buch, das man sich selten selber kauft, aber umso lieber geschenkt haben möchte. Annette Kerckhoff ist Heilpraktikerin und unterrichtet Medizingeschichte, Naturheilkunde und Pflanzenheilkunde. Ihr Buch über „Die grüne Hausapotheke“ hatte ich Ihnen vor 3 Jahren vorgestellt.

In ihrem Buch „Heilende Frauen“ folgt sie den Spuren von knapp 50 Frauen, die bis heute unsere Medizin beeinflusst haben. Bereits im Mittelalter waren Frauen als Heilkundige tätig, am bekanntesten ist wohl die Äbtissin Hildegard von Bingen. Es gab Zeiten, in denen fachkundige Frauen als Hexen gefoltert und verbrannt wurden. Frauen mussten lange darum kämpfen, zum Studium zugelassen zu werden, nur die Krankenpflege wurde ihnen zugetraut.

Die Engländerin Florence Nightingale (1820-1910), die die Grundlage für eine moderne Gesundheitsfürsorge schuf, hat Annette Kerckhoff ebenso portraitiert wie Dorothea Erxleben (1715-1762), die erste promovierte Ärztin in Deutschland, oder Rahel Hirsch (1870-1953), die erste Professorin Deutschlands in der Medizin.

Dr. Veronica Carstens und Prof. Gerhard 1998

Auch das Wirken der kürzlich verstorbenen Dr. Veronica Carstens wird beschrieben, die in der Neuzeit dafür sorgte, dass Homöopathie und Naturheilverfahren als zarte Pflänzchen der Schulmedizin erhalten blieben und deren Carstens-Stiftung zur europaweit führenden Institution auf dem Gebiet der Naturheilkunde und Homöopathie geworden ist. Ihr verdanke auch ich meine Erfahrungen mit Naturheilkunde und Homöopathie, denn ihre Stiftung föderte die Ambulanz für Naturheilkunde in Heidelberg über viele Jahre. Vor 15 Jahren durfte ich ihren 75. Geburtstag mitfeiern.

Das Leben vieler dieser mutigen Frauen ging mir sehr nahe. Ihre Kreativität und ihr Durchhaltevermögen können uns Frauen als Vorbilder dienen. Jede von ihnen hat ihren Teil dazu beigetragen hat, dass wir Frauen es heute leichter haben, unseren eigenen Weg zu gehen und unsere Lebensentwürfe umzusetzen. Ein ermutigendes Buch, das immer wieder zum Blättern und Lesen verführt. Es ist liebevoll illustriert und mit historischen Bildern und Fotographien versehen. Man merkt, dass die Autorin mit dem Herzen dabei war. Ein Buch, das sicher nicht im Bücherregal verstauben wird.

In der Mitte des Lebens

Selten hat mich ein Buch, das sich mit den Wechseljahren auseinandersetzt, so beeindruckt wie dieses Buch „In der Mitte des Lebens“ der evangelischen Theologin Margot Kässmann, das es seit Februar 2013 auch als Taschenbuch gibt. Wenn Sie jetzt denken, nein, danke, mit der Kirche will ich nichts am Hut haben, dann kann ich nur sagen: lesen Sie es trotzdem.

Zwar orientiert sich Margot Kässmann am christlichen Glauben, aber ihre Überlegungen können auch völlig davon losgelöst betrachtet werden. Sie kennt die plötzliche Leere, wenn die Kinder aus dem Haus gehen. Sie weiß von der Belastung, die Frauen tragen müssen, wenn sie in der Lebensmitte, statt endlich einmal frei sein zu können, ihre alternden Eltern begleiten und häufig pflegen müssen. Aus eigener Erfahrung kennt sie die Gewissenskonflikte, die die Beendigung einer jahrelangen Ehe mit sich bringt. Sie spricht die körperlichen Veränderungen an, die das Altern so mit sich bringt und die man und frau erst mal akzeptieren müssen.

In zehn Kapiteln setzt Margot Kässmann sich mit den Themen auseinander, die gerade in der Lebensmitte entscheidend sind: Jugendlichkeit und Älterwerden, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung. Dabei habe ich den Eindruck, dass diese Themen so allgemeingültig angesprochen und ausgeführt werden, dass sich in der einen oder anderen Form jede Frau ab dreißig bis hoch in die Achtziger damit konfrontiert sieht. Ihre Ausführungen machen Mut, regen zum Nachdenken an, zeigen neue Wege auf.

Auch für Männer, die Frauen besser verstehen lernen wollen, eine Fundgrube an Informationen. Das gemeinsame Durcharbeiten von „In der Mitte des Lebens“ bietet Paaren eine teilweise vergnügliche, immer aber durchdachte Gesprächsgrundlage an, um sich darüber klar zu werden: was erwarte ich von diesem Leben, wie finde ich mein Ziel (oder mein Ziel mich), wie gehe ich mit der Begrenztheit meines Lebens um?

Schwangerschaftsyoga

In meinen Artikeln habe ich Ihnen schon häufiger Yoga empfohlen, um zur Ruhe zu kommen, gelassener und achtsamer im Alltag zu werden.  Für besonders wichtig halte ich Yoga in der Schwangerschaft. Gerade ist ein neues Buch der Yoga-Lehrerin Barbara Kündig über Schwangerschaftsyoga herausgekommen, das durch die übersichtliche Einteilung, die genaue Erklärung der Yogaübungen und die attraktive Bebilderung besticht. Neben den Asanas werden auch Mantras, Mudras und Pranayama vorgestellt, sowie Meditations-Anleitungen gegeben. Nach den Übungen während der Schwangerschaft werden auch Rückbildungsübungen dargestellt.

Wann immer Sie in der Schwangerschaft mit Yoga beginnen wollen, immer werden Sie an die Hand genommen und können leicht alleine beginnen. Abgerundet wird das Programm durch eine CD, die ein Kurzprogramm von 25 min oder ein Vollprogramm von 50 min anbietet. Schon nach den ersten Übungseinheiten werden Sie ein anderes Körpergefühl bekommen, sich kräftiger und gelassener fühlen und eine intensivere Beziehung zu Ihrem Baby spüren.

Bulu: Der afrikanische Wunderhund

Nachdem ich Ihnen jetzt Bücher für Frauen fast jeden Alters und für Schwangere vorgestellt habe, habe ich hier noch einen Leckerbissen für Kinder, Jugendliche und Hunde-Liebhaber. „Bulu, der afrikanische Wunderhund“ von Dick Houston. Bulu ist eine Jack-Russel-Mischling, die seine Besitzer, Anna und Steve Tolan, in Sambia als verlorenes Hundebaby aufgriffen. Die Tolans leben dort auf einer Farm, um den Einheimischen Wild- und Naturschutz nahe zu bringen.

Der zunächst sehr schüchterne Hund entwickelt bald eine unglaubliche Neugier und lässt sich durch nichts erschrecken. Was ihn aber noch mehr auszeichnet, ist ein rührendes Gefühl für verwaiste Tierbabys. Er bemuttert sie, verteidigt sie sogar gegen Löwen und verblüfft seine Halter immer wieder durch seine Intelligenz und seinen sechsten Sinn.

Der Leser erfährt viel über das Leben in Afrika, den Wechsel der Jahreszeiten, Natur- und Tierkatastrophen. Ganz rasch habe ich Bulu in mein Herz geschlossen. Wenn man über ihn liest, versteht man auch als Nicht-Tierhalter, dass für viele Menschen ein Hund der liebste Begleiter sein kann.

Zum Abschluss ein Gedicht von Heinrich Böll

Wenn die Raupen wüssten,
was einmal sein wird,
wenn sie erst Schmetterlinge sind,
sie würden ganz anders leben:
froher, zuversichtlicher, hoffnungsvoller.

Der Schmetterling ist
das Symbol der Verwandlung,

Sinnbild der Auferstehung.

Ein frohes, zuversichtliches und hoffnungsvolles Osterfest

wünscht Ihnen Ihr

Netzwerk Frauengesundheit