Chronische Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Muskelzuckungen, Konzentrationsstörungen, Taubheitsgefühl, Stimmungsschwankungen: vielleicht kommen Ihnen einige dieser Symptome bekannt vor. Meist sagt man dann: ich brauche mal wieder Urlaub. Aber vielleicht ist der Urlaub gar nicht nötig, vielleicht müssen Sie nur Ihre Ernährung etwas verbessern, Ihren Darm pflegen und ein bestimmtes Vitamin einnehmen, Vitamin B12!
Wissenschaftler gehen davon aus, dass viele Menschen an einem Mangel von Vitamin B12 leiden, ohne dass er jemals diagnostiziert wird. Ähnlich wie beim Vitamin D können wir nämlich Vitamin B12 nicht ausreichend über die Nahrung aufnehmen. Besonders gefährlich kann das für Veganer werden oder für Schwangere, deren Babys dann durch Missbildungen gefährdet sind. Da es eigentlich ganz einfach ist, sich vor einem Vitamin B12-Mangel zu schützen, stelle ich Ihnen heute ein Buch vor, das Ihnen sehr viel Wissenswertes über Vitamin B12 liefert. Mit dem Autor, Thomas Klein, führte ich ein Interview.
Interview mit Thomas Klein über die unbekannte Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel
Besondere Stellung von Vitamin B12
Warum haben Sie sich von den vielen Vitaminen gerade Vitamin B12 für ein ganzes Buch herausgesucht?
Weil ein Mangel daran weit verbreitet und schwer zu diagnostizieren ist und deshalb oft nicht erkannt wird. Die Folgen sind schwerwiegend.
Was macht Vitamin B 12 so besonders?
Es handelt sich bei Vitamin B12 um ein großes Molekül, das aktiv durch Endozytose, also durch Einverleibung von den Schleimhautzellen im Dünndarm, aufgenommen werden muß. Diese aktive Aufnahme kann leicht gestört werden, so daß ein Mangel selbst dann entsteht, wenn die Nahrung genug Vitamin B12 enthält.
Und selbst wenn im Blutserum genug Vitamin B12 enthalten ist, muss es an die richtigen Eiweiße gebunden sein, damit es die Körperzellen durch Endozytose aufnehmen können. Also auch die Verwertung von Vitamin B12 kann zum Problem werden.
Häufigkeit von Vitamin B12 Mangel
Wie häufig ist ein Vitamin-B12-Mangel?
Veganer leiden in der Regel unter einem Vitaim-B12-Mangel, wenn sie keine Präparate einnehmen. Bei Vegetariern, die auch Eier und Milchprodukte essen, entwickelt sich ein Mangel langsamer. Aber auch Vegetarier sind häufig betroffen.
Doch selbst wenn regelmäßig tierische Nahrung gegessen und ausreichend Vitamin B12 zugeführt wird, entwickelt sich bei gestörter Aufnahme trotzdem ein Mangel.
Man muss heute davon ausgehen, dass jeder Vierte über 60-Jährige unter einem Vitamin B12-Mangel leidet. Nach einer amerikanischen Studie ist unser Normbereich für Vitamin B12 im Serum viel zu niedrig angesetzt. Diese Studie schätzt, dass bereits 39% der Bevölkerung zu niedrige Vitamin-B12-Werte haben.
Symptome eines Vitamin-B12-Mangels
Wie bemerkt man einen Vitamin-B12-Mangel?
Bei gesunden Verdauungsorganen kann es 10, 20 oder sogar 30 Jahre und länger dauern, bis sich erste Beschwerden zeigen. Diese lange Latenzzeit verleitet zur Unterschätzung des Problems.
Entscheidend dafür, wie schnell es zu einem Vitamin-B12-Mangel kommt, ist der Darm-Leber-Kreislauf. Wird das über die Galle in den Darm gelangende Vitamin B12 nahezu vollständig wiederaufgenommen, so kann man damit recht lange leben. Bei gestörtem Darm-Leber-Kreislauf hingegen dauert es mitunter nur ein bis zwei Jahre, bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Dabei ist es unerheblich, ob viel oder wenig Fleisch gegessen wird.
Zu den Anfangssymptomen gehören Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung, Stressempfindlichkeit, Infektanfälligkeit und Abwehrschwäche. Manchmal klagen die Menschen auch über eine Verschlechterung des Geschmacksinns, über Kribbeln und Nervenschmerzen. Diese Symptome machen sich allerdings erst bemerkbar, wenn die Zellen bereits für längere Zeit unter einem Vitamin-B12-Mangel leiden. Eine Auflistung aller Symptome finden Sie hier. Ein Tipp am Rande: wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, sollten Sie unbedingt einen Versuch mit Vitamin B12 machen. Es spielt nämlich eine wichtige Rolle für die Melatonin-Produktion, unser Schlafhormon. Wenn Sie tagsüber Ihr Vitamin B12 einnehmen, wird genügend Schlafhormon für die Nacht produziert werden.
Stoffwechselweg von Vitamin B12
Können Sie meinen Leserinnen genauer erklären, wie Vitamin B12 in den Körper aufgenommen wird?
Das große Vitamin-B12-Molekül wird nur zu etwa 1 Prozent durch passive Diffusion aufgenommen. Wir verfügen jedoch auch über einen aktiven Aufnahmemechanismus, bei dem Magenschleimhaut und Bauchspeicheldrüse ein Glykoprotein, den Intrinsischen Faktor (IF), absondern, der das Vitamin-B12-Molekül bindet. Dieser B12-IF-Komplex durchwandert den Dünndarm, um in dessen letztem Abschnitt, im Krummdarm (Ileum), an spezielle Rezeptoren der Schleimhautzellen anzudocken und durch Einverleibung von diesen Zellen aufgenommen zu werden.
Nahrungsmittel mit Vitamin B12
Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B12, und wie viel muss man davon essen, um gut versorgt zu sein?
Nur tierische proteinhaltige Nahrungsmittel enthalten Vitamin B12. In tierischem Fett ist kein B12 enthalten.
Pflanzliche Nahrung ist generell frei davon, wenn man von bakterieller Verunreinigung absieht. Gegensätzliche Behauptungen, wonach Sauerkraut oder bestimmte Algen Vitamin B12 enthalten, beziehen sich auf veraltete Untersuchungsergebnisse mit überholten und fehleranfälligen Analysemethoden.
Noch eine Ergänzung: Die Bakterien im Dickdarm bilden in der Regel genug Vitamin B12, doch es kann im Dickdarm nicht aufgenommen werden. Das ist wohl auch der Grund, weshalb viele Tiere ihren eigenen Kot oder den anderer Tiere fressen.
Die Frage, wieviel tierische Nahrung für eine gute Versorgung gegessen werden muß, läßt sich nicht beantworten. Selbst bei Fleisch unterscheidet sich der Vitamin-B12-Gehalt von einem Produkt zum anderen erheblich. Aufgrund der starken Erhitzung beim Braten verringert sich der Gehalt zusätzlich. Zudem gibt es gewaltige individuelle Unterschiede bei der Aufnahme von Vitamin B12.
Wer sicher gehen möchte, sollte unabhängig von seiner Ernährung zu Präparaten greifen. Für Veganer und Vegetarier sind Präparate unerläßlich, wenn ein Mangel verhütet werden soll.
Körperspeicher von Vitamin B12
Wo wird Vitamin B12 im Körper abgespeichert?
Hauptsächlich in der Leber.
Wie kann es bei einer Veganerin überhaupt abgespeichert werden, wenn sie ihr Leben lang nie substituiert wurde?
Bei Umstellung auf eine vegane Ernährung schwinden allmählich die Reserven in der Leber. Bei langjähriger veganer Ernährung sind die Reserven erschöpft, auch wenn es bei intaktem Darm-Leber-Kreislauf oftmals 10, 20 oder 30 Jahre dauern kann, bis sich erste Mangelerscheinungen zeigen. Doch wenn die Zufuhr nur für einige Wochen ausbleibt, erhalten die Körperzellen immer weniger verfügbaren Nachschub von der Leber, selbst wenn die Blutwerte im Normbereich liegen. Die Zellen müssen dann von ihren Reserven zehren. Das geht zu Lasten der von Vitamin B12 abhängigen Prozesse in den Zellen.
Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel
Welche Menschen müssen mit einem Vitamin-B12-Mangel rechnen?
Einmal die Menschen, die nicht genügend Vitamin B12 mit der Nahrung aufnehmen, wie Vegetarier und Veganer.
Zum anderen die Menschen, deren Verdauungstrakt nicht genügend Vitamin B12 resorbieren kann. Das kann folgende Gründe haben:
- Die chronische Entzündung und Schädigung der Magen- und Dünndarmschleimhaut (Gastritis, Dünndarmentzündung) geht in der Regel zu Lasten der Aufnahme von Vitamin B12. Das kann durch Fehlernährung oder auch durch viele Medikamente bedingt sein.
- Problematisch sind alle Arzneimittel, welche die Bildung von Magensäure hemmen oder neutralisieren (Protonenpumpenhemmer und Antazida).
- Auch die verminderte Bildung von Magensäure verschlechtert die Vitamin-B12-Aufnahme.
- Bedenklich sind Metformin, Antibiotika, Psychopharmaka, Cholesterinsenker, Antiepileptika, Aspirin oder Arzneimittel gegen Bluthochdruck.
Warum haben Tiere, die sich nur von Pflanzen ernähren, keinen Vitamin-B12-Mangel?
Bei Wiederkäuern bilden die Bakterien im vorderen Verdauungstrakt (vor allem im Pansen) genug Vitamin B12, so dass diese Tiere gut versorgt sind. Andere fressen auch Kleintiere wie Insekten und Würmer. Ansonsten ist die Koprophagie, das Fressen von Kot, im Tierreich weit verbreitet.
Diagnostik eines Vitamin-B12-Mangels
Im Blut lässt sich ja sicher Vitamin B12 messen, welche Untersuchungsmethoden sind sinnvoll und wie teuer sind sie?
- Eine erste Orientierung erlaubt der Serumtest. Doch die Körperzellen können selbst bei mittleren oder hohen Normwerten unter einem Mangel leiden. Deshalb ist dieser Test unsicher. Doch wer mit seinem Wert im unteren Normbereich oder sogar darunter liegt, der hat bestimmt einen Mangel, auch wenn er davon noch nichts merkt.
Der Normbereich wird oft mit 200 bis 1000 pg/ml angegeben, mitunter auch bei 300 bis 800 pg/ml.
- Am sichersten sind der HoloTC-Test (Gesamt-Transcobalamin) und noch besser der
- MMA-Test (Bestimmung der Methylmalonsäure in Blut oder Urin, ein Indikator für einen zellulären Mangel).
Die Kosten sind vom Labor abhängig.
Angesichts der relativ hohen Kosten für diese Untersuchungen und dem geringen Preis für Präparate sowie ihrer Unbedenklichkeit wäre zu überlegen, ob man das Geld für die Untersuchung nicht lieber spart und gleich für die Präparate ausgibt.
Wenn Sie allerdings zu einer Risikogruppe gehören und sicher gehen wollen, dass Sie nicht unterversorgt sind, sollten Sie Ihren Vitamin-B12-Status alle 2-3 Jahre überprüfen lassen.
Noch ein Hinweis: wenn bei Ihnen ein erhöhter Homocystein-Spiegel festgestellt wird, der trotz Folsäure-Ergänzung bestehen bleibt, können Sie sicher sein, dass Sie unter einem Vitamin-B12-Mangel leiden!
Vitamin B12 und Kinderwunsch/Schwangerschaft
Die Folsäure, die ja auch zu den B-Vitaminen gehört, wird von den Ärzten schon lange jeder Schwangeren am besten bereits vor der Konzeption und in den ersten 3 SSM empfohlen, um Missbildungen zu verhüten. Ist ein Vitamin-B12-Mangel auch für das Baby gefährlich? Was sollten Schwangere wissen oder tun?
Folsäure ist über Salat und Gemüse zuzuführen. Die Einnahme von Folsäure-Präparaten über längere Zeit in hohen Dosen auch außerhalb der Schwangerschaft birgt hingegen sogar Risiken. Es gibt Hinweise dafür, dass bestimmte Krebsarten häufiger werden und das Risiko für Schlaganfälle steigen könnte.
Bei Vitamin-B12-Mangel ist das anders. Die Präparate mit Methylcobalamin sind unbedenklich und können von Schwangeren eingenommen werden. Da die Embryonalentwicklung auch von Vitamin B12 abhängt, ist unbedingt auf eine gute Versorgung zu achten. Neugeborene verfügen über keine nennenswerten Reserven an Vitamin B12. Sie sind auf den Gehalt in der Muttermilch angewiesen. Dieser wird jedoch von der Versorgung der Mutter bestimmt.
Wieviel Vitamin B12 ist in der Muttermilch?
Mir sind dazu keine Untersuchungen bekannt. Für eine gute Versorgung des Babys empfiehlt es sich, wenn die Mutter täglich 1000 µg Methylcobalamin einnimmt.
Ist in Muttermilchersatz automatisch Vitamin B12 ergänzt?
Ob Muttermilchersatz mit Vitamin B12 angereichert wird, ist mir nicht bekannt. Wie hoch der Vitamin-B12-Gehalt ist, müsste beim Hersteller erfragt werden, sofern es nicht auf dem Etikett steht.
Therapie mit Vitamin B12
Wie sieht eine Behandlung mit Vitamin B12 aus? Kann frau sich B12 im Supermarkt besorgen? In vielen Nahrungsergänzungen ist Vitamin B12 enthalten, reicht das aus? Wie findet man das richtige Vitamin B12, und wie findet man die richtige Dosierung?
Man kann Vitamin B12 lutschen, schlucken oder spritzen. Es gibt eine Studie, die die Effektivität von Spritzen und Schlucken verglichen hat. Dabei konnten mit der oralen Gabe trotz Aufnahmestörung genügend hohe Blutspiegel erreicht werden. Eine Tagesdosis von 1000 µg sollte normalerweise genügen. Davon wird etwa 1 Prozent durch passive Diffusion aufgenommen, also 10 µg. Bei starkem Mangel empfiehlt sich im ersten und vielleicht auch im zweiten Monat eine höhere Tagesdosis.
Methylcobalamin ist die natürliche und wirksame Form von Vitamin B12. Hydroxycobalamin und Cyanocobalamin, die am häufigsten angeboten werden, sind synthetische Verbindungen und müssen im Körper erst in Methylcobalamin umgewandelt werden. In Multivitamin-Produkten sind sie häufig enthalten, wegen ihrer schlechten Verfügbarkeit erhöhen sie aber eher noch den Vitamin-B12-Bedarf, als dass sie ihn beheben. Deshalb empfehle ich Methylcobalamin als Tabletten, Kapseln, zum Lutschen oder als Tropfen. Bei letzteren geht man davon aus, dass bereits durch die Mundschleimhaut eine Resorption stattfindet, so dass man mit niedrigeren Mengen auskommen könnte.
Ist es gefährlich, wenn ich auf gut Glück Vitamin B12 einnehme? Muss ich irgendwann die Laborwerte kontrollieren lassen und wenn ja welche?
Auf gut Glück sollten niemals Nahrungsergänzungspräparate eingenommen werden. Am wichtigsten ist es, sich zunächst mit der Sache zu befassen, nicht zuletzt auch deshalb, um die Laborwerte sowie ihre Aussagekraft einordnen zu können.
Die Einnahme von Methylcobalamin ist jedenfalls unbedenklich. Problematisch sind allenfalls gewisse Zusatzstoffe, die hier und da verwendet werden.
Sollten Vegetarier und Veganer immer Vitamin B12 einnehmen, um gar nicht erst die Depots zu leeren?
Ja, unbedingt. Das gilt auch für jene, die nur selten Fleisch und Fisch essen. Doch auch Fleischesser müssen sich vorsehen, wenn sie unter einer Aufnahmestörung leiden.
Über das Buch
Thomas Klein: Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel.
Über die schwerwiegenden Folgen geringer Zufuhr, gestörter Aufnahme und Verwertung von Vitamin B12.
Taschenbuch, 160 Seiten, 12,80 Euro
7. überarbeitete und neuverfaßte Auflage, Dresden 2015
ISBN 978-3-939865-15-5
Der weitverbreitete Vitamin-B12-Mangel wird nur selten erkannt. Die Normwerte sind irreführend und eine gestörte Verwertung durch die Zellen ist nur bedingt zu diagnostizieren.
Zu den typischen Folgen eines langjährigen Mangels gehören ständige Erschöpfung, Lustlosigkeit und Kraftlosigkeit, Depressionen, Schlafstörungen, Allergie- und Infektanfälligkeit, beschleunigte Alterung und allmähliche Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes. Geschädigte Nerven können zu Schmerzen, Muskelzuckungen und Taubheitsgefühlen führen, zu Fehlempfindungen und Lähmungen. Gedächtnis und die Fähigkeit zum Denken lassen nach. Auch Senilität und Demenz können durch einen Vitamin-B12-Mangel verursacht werden.
Das Buch zeigt, wie wichtig die Vorbeugung ist, welche Schwierigkeiten bei der Diagnose bestehen und wie ein Mangel am sichersten zu beheben ist.
Über den Autor
Thomas Klein, Jahrgang 1964 und Diplom-Ingenieur für Maschinenbau, ist als Verleger und Autor tätig. Er hat bislang einige Sachbücher zu speziellen Gesundheitsthemen veröffentlicht. Sein Buch über Osteoporose hatte ich Ihnen schon vorgestellt.
Das Wissen zum Buch „Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel“ entstammt dem Studium der Fachliteratur und ist in allgemeinverständlicher Form in diesem Buch zusammengefaßt (bitte auf die völlig überarbeitete und neugeschriebene 4. Auflage achten).
Kontaktaufnahme bitte über diese Internetseite www.hygeia.de
Kommentar von Frau Prof. Gerhard
Als Wissenschaftlerin und Ärztin möchte ich natürlich möglichst genau wissen, worunter meine Patientinnen leiden. Deshalb empfehle ich auf jeden Fall die Laborbestimmungen von Holo-TC, Methylmalonsäure und Homocystein. Risikopatientinnen sollten trotz unauffälliger Werte alle 3 Jahre ihren Vitamin-B12-Status überprüfen lassen. Wenn die Vitamin-B12-Speicher nach hochdosierter Therapie wieder aufgefült sind, reichen in der Regel 10µg täglich.
Persönlich habe ich gute Erfahrungen bei mir selbst, in der Familie und im Bekanntenkreis mit Methylcobalamin-Tropfen gemacht. Bei einer echten perniziösen Anämie, wenn gar kein Vitamin B12 aufgenommen werden kann, oder bei fortgeschrittenem Alter, hat sich die monatliche Depot-Injektion als bequeme Alternative bewährt.
Leiden auch Sie unter einem Vitamin B12-Mangel oder haben Sie Erfahrungen mit der Behandlung, dann schreiben Sie doch einen Kommentar.

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Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich bedanke mich bei Ihnen für den kleinen Denkanstoß.
Seit letzten Mittwoch nehme ich mehr Jod in Form von Braunalgen zu mir und habe meine L-Tyroxin Dosis auf 25 reduziert.
Mein Wunsch wäre es, dass ich auf das Medikament komplett verzichten kann.
Mein Gesundheitszustand hat sich auf alle Fälle schon gebessert. Und das habe ich Ihnen zu verdanken.
Ich nehme und habe in den letzten Jahren in der Tat kein Jodsalz zu mir genommen. Ebenso verzichte ich auf Fertigprodukte und Wurst. Ich kaufe und esse auch ausschließlich Bioprodukte, in denen kein jodiertes Speisesalz enthalten ist.
Somit erklärt sich auch der Jodmangel.
Eine Frage hätte ich noch an Sie.
Eine gesunde erwachsene Person hat ein Jodbedarf von 200-300 Mikrogramm pro Tag.
Wieviel Jod darf ich – als Person, die einen Jodmangel und eine primäre Schilddrüsenunterfunktion hat – täglich zu mir nehmen, bis mein Jodspeicher „aufgefüllt“ ist.
Ich bedanke mich für Ihre Antwort.
Vielen Dank.
Viele Grüße
Mandy
Liebe Mandy,
Das Problem bei den Algen ist ja, dass der Jodgehalt sehr unterschiedlich ist, er kann zu hoch oder zu niedrig sein, weshalb viele Therapeuten davon abraten. Deshalb kann ich Ihnen auch keine genaue Menge nennen. Beobachten Sie sich einfach, denn bei einer Schilddrüse ohne sogen. autonome Zellen wird Jod kein Problem sein, sonst bekommen Sie Zeichen der Überfunktion. Ich persönlich mache es auch wie Sie: keine jodierten Produkte, sondern Algen, und komme damit seit Jahren gut zurecht. Aber bitte die Hormone kontrollieren lassen. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
Sie sind jetzt meine letzte Hoffnung und ich hoffe, dass Sie mir helfen können.
Hier kurz meine Geschichte:
Ich bin fast 38 Jahre, 164 cm groß und wiege 80 Kilo. Leider hatte ich eine Fehlgeburt und eine Eileiterschwangerschaft.
Mir geht es schon seit geraumer Zeit (etwa 4 Jahre) schlecht.
Auf Grund eines Todesfalles in meiner Familie (Lungenkrebs) habe ich im Januar 2013 aufgehört zu rauchen und nehme seit Oktober 2012 keine Anti-Babypille mehr.
Meine Ernährung habe ich folglicherweise auch umgestellt. Vermeintlich gesund. Vorwiegend fleischlos.
Im letzten Jahr 2013 habe ich – trotz, dass ich mit dem Rauchen aufgehört habe – 8 Kilo bis zum Juli abgenommen.
Ich habe bis auf ein oder zwei Tage täglich Sport getrieben (Fahrrad fahren zwischen 60 und 90 Minuten).
Aber seit ungefähr Oktober 2013 habe ich mehr zugenommen. Ich habe es nicht weiter ernst genommen und es auf den Stress und Jahresabschluss und Einarbeitung neuer Kollegen geschoben.
Im März 2014 war es dann soweit, dass ich die 8 Kilo, die ich abgenommen habe, wieder drauf hatte, obwohl ich nur etwa 1200 kcal zu mir genommen habe.
Dann kam extreme Müdigkeit, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Wassereinlagerungen (trotz Sport), massive Migräne mit Aura Anfälle, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Durchfall, Schlafstörungen hinzu.
Dann habe ich 3 Wochen vor lauter Verzweiflung eine Crash-Diät und Sportprogramm nach Detlef D. Soost probiert (nur Eiweiß – fast keine Kohlenhydrate).
Danach ging es mir noch schlechter.
Jetzt bin ich seit 5 Wochen krankgeschrieben, weil ich nicht mehr arbeiten konnte, obwohl ich meine Arbeit liebe.
Ich war beim Arzt und habe meinen TSH-Wert bestimmen lassen:
TSH beim Hausarzt am 8.5.2014 3,31
Überweisung zum Radiologen mit folgenden Werten am 23.5.2014
TSH basal Wert 4,29
FT 3 3,40
FT 4 1,17
Anti-TPO 20,31
TSH-Rezeptor 1,11
Schilddrüse ist normal groß und weist keine Knoten und Zysten auf.
Es wurde eine primäre Schilddrüsenunterfunktion festgestellt und ich soll L-Thyroxin 75 nehmen.
Seit 5 Wochen nehme ich nun L-Thyroxin Winthrop und bin bei der Dosis von 75 seit 2 Wochen angekommen.
Leider habe ich keine wesentliche Verbesserung festgestellt und habe weiter recherchiert und bin so auf Vitamin D 3 und Vitamin B12 Mangel gestossen.
Ich habe gleich den Bluttest gemacht.
Mein Vitamin D3 Wert liegt bei 21 ng/ml und mein Vitamin B 12 Wert bei 309 pg/ml.
Daraufhin habe ich vor 2 Wochen mit der Aufbau -und Erhaltungstherapie nach Dr. Raimund von Helden von Vitamin D 3 begonnen (wollte den Wert 85 erreichen).
Mir geht es dennoch nicht besser. Ganz im Gegenteil, mir geht es sogar schlechter als vorher.
Morgen bekomme ich das Buch von Herrn Thomas Klein und möchte dann mit dem Vitamin B 12 Aufbau starten
Was soll ich nun tun? Seit 3 Tagen habe ich das SD-Hormon auf 100 erhöht, weiß aber nicht, ob dies so sinnvoll ist.
Ich habe auch schon die Einnahme der SD-Hormone auf abends verlegt.
Zu meinem Hausarzt brauche ich nicht mehr zu gehen. Sie war nicht so begeistert, dass ich die beiden Werte in Eigenregie bestimmt habe. Außerdem habe ich Angst, als „bekloppt“ oder als Hypochonder abgestempelt zu werden.
Folgende Nahrungsergänzungen nehme ich auch noch, weil ich gelesen habe, dass dies bei eine SD-Unterfunktion unterstützend wirkt:
– Selen, Astaxanthin, Omega 3, Magnesium, Calcium, Zink, Curcuma, Chlorella, Braunalgen
Bitte helfen Sie mir. Ich weiß leider nicht mehr weiter.
Vielen Dank im Voraus.
Freundliche Grüße
Mandy
Liebe Mandy,
offenbar haben Sie zahllose Mangelerscheinungen. Zusätzlich könnten Umweltbelastungen eine Rolle spielen. Suchen Sie sich bitte einen naturheilkundlich orientierten Arzt, der Sie ganzheitlich betreut. Auf eigene Faust Mikronährstoffe einzunehmen, die sich gegenseitig beeinflussen und von sehr unterschiedlicher Qualität sein können, halte ich nicht für sinnvoll. Legen Sie sich mal nicht auf die Schilddrüse fest, vielleicht fehlt der auch nur Jod. Hier einige Gesellschaften, über die Sie Therapeuten finden können:
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammen bringt
http://www.naturheilbund.de/
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Gute Besserung!
Danke , für den Ratschlag, mein blut wurde auf alle wichtigen mineralstoffe und die wichtigsten Vitamine getestet . und nur diese beiden waren erniedrigt. Mein Calcium , Magnesium, Eisen war komplett normal!
die PPIs die ich nehme muss ich doch nehmen mein Magendeckel schließt nicht richtig! Und was kann ein Arzt für Naturheilkunde gegen einen Kaputten magendeckel machen? Gibt es eine alternative?
Ich habe meine Darmflora auf anraten eines Appotekers Mit Omni Biotik wochenlang aufgebaut. Habe auch viel Heilerde genommen. Und auch Flohsamen.genommen ist das keine gute maßname?
Lg Christin
Liebe Kristin,
das kommt davon, wenn man sich bei den Anfragen kurz halten muss und ich dann nicht weiß, was Sie schon Gutes ausprobiert haben. Nur bei den wenigsten Menschen ist „der kaputte Magendeckel“ wirklich die Ursache für Sodbrennen. Ich möchte Ihnen das Buch „Übersäuerung“ von Hermann Straubinger ans Herz legen. Wenn es einem gelingt, den Säure-Basen-Haushalt zu normalisieren, verschwindet meist auch das Sodbrennen. Viele Grüße
Hallo frau Dr gerhard,
Bei mir wurde im Februar ein sehr niedriger Vitamin B12 Spiegel gemessen von 236 ebenfalls ein niedriger Vitamin D Spiegel.
Ich bin seit gut seit November letzten Jahres bin ich immer wieder Krank hatte seit dem jetzt den Vierten schweren Infekt mit Fieber! Aktuell hab ich eine vereiterete Bronchitis , einen vereiterte Kiefernhöhlenentzündung und einen leicht Vereiterten Kehlkopf!Der gestern so stark geschwollen war das ich schwer Atmen konnte! Mein HNO Hat mir Keimax verschrieben.
Ich neheme seit Jahren Pantropazol und im Momend Omeprazol 40 gegen die Refluxkrankheit .Zudem muss ich durch mein Athsma Budosonid un Salmeterol nehmen!
Seit dem ich gestern die Kaimax genommen hab Hab ich Mundwinkelzucken und Kribeln im Gesicht und beinen zudem wenn ich meine Zähne zusammen mache klappern sie!! Kann das von der Kaimaxkapsel kommen ?Soll ich sie lieber absetzen?
LG Christin
Wäre dankbar für eine schnelle antwort!
Liebe Christin,
so eine individuelle Beratung darf ich per Internet nicht machen, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Wenn Sie seit Jahren Ihre Magensäure wegblocken, verändert sich Ihre Darmflora, und die Immunzellen Ihres Darms können nicht mehr richtig arbeiten. Außerdem kann die Nahrung nicht richtig verdaut werden, und Sie bekommen viele Mangelerscheinungen von Vitaminen und Mineralstoffen und Spurenelementen. Da wundern mich Ihre Infekte gar nicht. Suchen Sie einen Arzt für Naturheilkunde auf, der Sie berät, wie Sie das Übel an der Wurzel packen können. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
mittlerweile leide ich seit 3 Jahren (nach einem
pfeifferischem Drüsenfieber)an einem b12 Mangel.
Immer wieder B12 Injektion und Tabletten nach extrem auffälligen Symptomen. Der letzte Abfall der Werte erfolgte ziemlich schnell. Im Februar lag der Wert noch bei 222 und im April bei 154. Es gibt keinerlei vernünftige Aussagen darüber, woran es liegt. Ich esse sehr viel Fleisch.
Es muss doch Gründe geben? Können Sie mir weiterhelfen? Seit April nehme ich auch wieder Präparate ein (5000 er) Lutschtabletten und Injektion folgen.
Liebe Kathi,
Die Ursachen finden Sie in dem Artikel, bspw. zu wenig Magensäure oder gestörter Darm. Dann hilft Ihnen viel Fleisch auch nicht! Durch die Injektionen können Sie den Magen-Darm-Trakt umgehen, aber es dauert sehr lange, bis die B12-Speicher wieder aufgefüllt sind. Und wenn Sie viel Fleisch essen, brauchen Sie sehr viel B12, um den Homocysteinspiegel, der durch das viele Eiweiß nach oben getrieben wird, in Schach zu halten. Also mal den Fleischkonsum reduzieren, vorübergehend Betain-HCL zur Erhöhung der Salzsäure schlucken und den Darm sanieren. Viel Erfolg
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
seit nun mittlerweile 8 Wochen erhalte ich gegen meinen akuten B12 Mangel Spritzen (Spritze 1-4 wöchentlich, anschließend monatlich).
Leider haben sich meine Werte noch nicht stabilisiert. Im Gegenteil, der B12 Indikator ist weiter abgesunken.
Welche Ursachen können dem Zugrunde liegen? Gibt es eine andere Therapieform?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Liebe Claudia,
da müssen Sie Geduld haben und eventuell höher dosieren, denn erstmal müssen ja die B12-Speicher wieder voll werden. es gibt auch Methylcobalamin-Lutschtabletten/Tropfen, finden Sie im Text, so dass auch über die Mundschleimhaut B12 aufgenommen wird. Viele Grüße
Liebe Frau Prf.dr.Gerhard,
meine Laborwerte : Vit B12-ng/l 533.Ich schlucke sweit 1 Monat Vit.B12
Tabletten.Ist mein Laborwert in Ordnung ??
Und noch was,mein Laborwert Intrinsic-Factor AK ist 141 und Parietzellen AK (IFT) ist 1:2560.
Sonst alle Werte bei Normalwert.
Liebe Frau Prof.bitte schreiben Sie mir ob di o.g.Werte sind in
Ordnung ?
Bin sehr unsicher und mein Arzt Hat mir CT/Wirbelsäule empfohlen,wei
ich taube Beine habe/seit 7 Monaten.
ich habe ganz vergessen Ihnen zu schreiben,das mein Cholesterinwert (seit 5 Monaten)zu hoch ist(270),aber ich bekamm keine Tabtetten dafür,
Ich habe seit 14 Jahren hocher Blutdruck der mit Votum 10mg und Athenolol behendelt wird.Inzwischen habe ich gelesen,das Athenolol bei
neurologishen Erkrankungen nicht einnehmen sollte.Bin ganz verwirrt,was soll ich nun tun.Mein Neurologe hat keine nurologische Veränderungen gefunden,nur etwas zu niedrigen Vit.B12 Wert (damals in
Februar 2014 ;Wert 224,also etwas an der Grenze.
Ich flehe Sie an,helfen Sie mir,sollte ich Medikamente gegen Cholesteriwert einnehmem ???könnte das sein,das dadurch meine Fußsohlen und Beine Taub sind ?
Bitte geben Sie mir eine Antwort.
Ich bedanke mich im Voraus sehr herzlich
Magdalena
Liebe Magdalena,
Offenbar haben Sie eine Magenschleimhautentzündung, so dass Sie nicht genügend Vitamin B12 aufnehmen können. Nach einem Monat B12-Therapie können Sie noch keine tiefgreifende Änderung Ihrer Beschwerden erwarten. Da müssen Sie noch Geduld haben und regelmäßig weiter die Tabletten nehmen, dann wird das mit den Beinen sicher besser werden. Das Cholesterin müssen Sie jetzt nicht auch noch senken, das können Sie gut durch eine pflanzenreiche Ernährung und Bewegung beeinflussen. Gute Besserung!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich habe keinen Mangel an Vitamin B12 sondern zu viel, obwohl ich keine Zusatzpräparate nehme.
Ich fühle mich eher müde und habe daher ein Blutbild machen lassen, da ich einen Eisenmangel vermutete.
Meine Werte sind wie folgt:
Vitamin B12 größer als 2000 pg/ml
Transferrin: 317 mg/dl (Normalwert 200 – 310)
Eisenbindung gesamt: 447 mcg/dl (Normalwert 257 – 402)
Alle anderen Werte, inkl. Leberwerte sind in der Norm.
Haben Sie eine Idee?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
Liebe Grüße,
Irène
Liebe Irene,
bei Lebererkrankungen kann der B12-Wert zu hoch sein oder auch mal bei einer Leukämie oder anderer Blutkrankheit. Am besten noch mal zu einem Internisten gehen, der Sie weiter untersucht, denn es muss ja einen Grund für Ihre Abgeschlagenheit geben. Viele Grüße
Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard,
bei mir wurde im August 2013 ein Mangel an Vitamin b12 nachgewiesen. Daraufhin bekam ich bis Dezember Injektionen. Mein Vitamin b12 Spiegel ist nun auch wieder okay. Allerdings leide ich noch immer unter Beinschmerzen. Ich merke, wie eine Art Strom durch die Beine fließt, wenn ich sie hoch lege, was sehr angenehm ist. Doch sobald ich laufe, Treppen steige o.ä., fühlen sich meine Beine wieder schwer und verkrampft an. Wie lange kann denn eine Heilung dauern? Alle anderen Beschwerden, wie Übelkeit, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Schlafstörungen etc. sind inzwischen abgeklungen.
Da mein Magen i. O. ist (lt. Magenspiegelung), habe ich aus lauter Verzweiflung eine Darmsanierung durchgeführt. Echte Verbesserungen haben sich dadurch noch nicht gezeigt. Ist eine Darmreinigung denn überhaupt sinnvoll? Wenn ich davon meiner Neurologin erzähle, schmunzelt sie vielleicht darüber.
Danke für Ihre Antwort.
Liebe Grüß
Denise
Liebe Denise,
Eine Darmsanierung ist immer gut, denn ich kenne keinen Menschen mit völlig gesunder Darmfunktion. Das liegt nun mal einfach an unseren modernen Ernährungsbedingungen. Da ich nicht weiß, warum Sie überhaupt so einen massiven Vitamin B12-Mangel bekommen konnten und ja offensichtlich keine Ursache behandelt wurde, werden Sie voraussichtlich wieder in einen Mangel rutschen, wenn Sie nicht regelmäßig gegensteuern. Ich empfehle die regelmäßige Einnahme von Methylcobalamin. Außerdem ist es sehr selten, dass man nur ein Vitamin zu wenig hat, vielleicht fehlen Ihnen noch mehr wichtige Vitamine und Mineralien. Würde Ihnen empfehlen, einen Arzt für Naturheilkunde aufzusuchen, der sich mit solchen Mangelerscheinungen und deren Ursachen beschäftigt.
Gute Besserung!
Liebe Vanessa,
Bei diesem extremen B12-Mangel würde ich für ein bis zwei Monate 2000 µg Methylcobalamin nehmen und danach 1000 µg täglich. Bei einem Serumspiegel von über 1000 pg/ml genügen 500 µg täglich oder jeden zweiten Tag 1000 µg. Davon werden nur etwa 1 Prozent wirklich aufgenommen.
Zudem ist der Vitamin-D-Spiegel auf 50 ng/ml anzuheben und auf eine gute Zufuhr mit Magnesium und ausreichende Zufuhr mit Kalzium zu achten, am besten über Salat, Gemüse und Gemüsefrüchte (mit zwei Mahlzeiten täglich).
Ob eine Magenspiegelung sinnvoll wäre, kann ich nicht beurteilen. Welche Art von Schleimhautschäden werden vermutet?
Ich würde mich eher mit Hilfe eines guten professionellen Ernährungsberaters und eines qualifizierten Arztes auf die Suche machen, welche Nahrungsmittel die Magen- und Darmschleimhaut möglicherweise schädigen. Zunächst würde ich Brot und Getreideprodukte unter die Lupe nehmen und diese für mindestens einen Monat vollständig weglassen.