Viele Frauen sind besorgt, wenn sie die Diagnose „Myom“ erfahren. Doch die meisten dieser Wucherungen sind harmlos und machen keine Beschwerden. Da Myome so häufig sind und junge Frauen sich zunehmend dafür interessieren, wie sie sich davor schützen können, hat die Zeitschrift BIO mit mir ein Interview darüber geführt. Die Fragen stellte Martina Seifen-Mahmoud. Sie können das Interview in der BIO 3/2012, S. 48-53 nachlesen.
Was und wo Myome sind
BIO: Was sind Myome eigentlich?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren.
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen?
Prof. Ingrid Gerhard: 30-70% der über Dreißigjährigen haben Myome. Der Altersgipfel liegt bei 50 Jahren. Häufiger als bei weißen Frauen treten Myome bei Frauen afrikanischer Herkunft auf.
BIO: Wodurch werden Myome verursacht?
Prof. Ingrid Gerhard: Da das Wachstum von Myomen an die Funktion der Eierstöcke gekoppelt ist, stehen sie unter Östrogeneinfluss. Je mehr das Gleichgewicht zwischen dem eher schützenden Gelbkörperhormon zugunsten von Östrogen verschoben ist, desto eher können sich Myome entwickeln. Man hat außerdem festgestellt, dass im Myomgewebe mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene vorhanden sind als in der normalen Muskulatur der Gebärmutter. Das heißt die Myome reagieren auch auf ein Zuviel an Östrogen empfindlicher und wachsen leichter. Das Gute daran ist, dass sie nach den Wechseljahren, wenn nicht weiter Östrogene eingenommen werden, schrumpfen.
BIO: Wo können Myome auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können in der Gebärmutterwand auftreten (intramural), von dort mehr nach außen zum Bauchfell hinwachsen (subserös) oder mehr nach innen Richtung Gebärmutterschleimhaut (submucös). Wenn sie nur in der Gebärmutterwand wachsen, spricht man von intramural. Entsprechend unterschiedlich fallen dann die Symptome aus. Manchmal ist die gesamte Gebärmuttermuskulatur myomytös verändert, die Gebärmutter ist dann vergrößert, ohne dass man einzelne Knoten sicher abgrenzen kann.
BIO: Und wie groß können Myome werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können Kindskopfgröße und mehr erreichen. Aber meistens läßt man es ja nicht so weit kommen.
Beschwerden durch Myome
BIO: Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Blutungsstörungen. Die Blutungen sind oft verstärkt, dauern zu lange oder können auch ganz unregelmäßig werden. Wenn der Blutverlust im Laufe der Zeit zu groß wird, werden Sie sich immer matt und müde fühlen. Dann ist eine Blutarmut (Anämie) entstanden, die dringend behandelt werden muss.
Myome können auch Schmerzen verursachen, bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr oder bei der gynäkologischen Untersuchung. Es sind sogar manchmal wehenähnliche Schmerzen möglich, wenn ein Myom in der Gebärmutterhöhle hängt und die Gebärmutter sich schmerzhaft zusammenzieht, um es auszupressen.
Myome können auch auf die Organe im kleinen Becken drücken. So zum Beispiel auf die Blase, dann hat man den Eindruck einer Reizblase oder Blasenentzündung. Sie können hinten auf den Darm drücken, so dass man Schmerzen beim Stuhlgang oder Kreuzschmerzen hat.
Aber zu Ihrer Beruhigung: 50% der Myome machen keinerlei Beschwerden!
BIO: Wie kann frau feststellen, ob sie ein Myom hat?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können zunächst nur vom Frauenarzt bei der Tastuntersuchung oder, früher noch, bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Manchmal ist es nötig, dass auch noch ein Ultraschall von der Bauchwand aus gemacht wird, wenn die Lage des Myoms unklar ist. Größere Myome können Sie dann oft selber durch Abtasten des Bauches fühlen
Behandlung von Myomen
BIO:Wie werden Myome normalerweise behandelt?
Zunächst kommt es immer darauf an, wie groß das Myom ist, ob es eins ist oder ob es mehrere sind und wo sie liegen. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob und welche Beschwerden sie verursachen, ob Kinderwunsch besteht oder ob Sie die Familienplanung abgeschlossen haben und kurz vor den Wechseljahren stehen.
Hormonell: Meistens versucht es die konventionelle Medizin zunächst mit Hormongaben, den GnRH-Analoga oder anderen, die die Eierstockfunktion völlig unterdrücken, in leichteren Fällen mit Hormonpillen in einer bestimmten Zusammensetzung, wie sie auch zur Verhütung eingesetzt werden. Die Hormone wirken nur, solange man sie einnimmt. Nach Absetzen dieser Medikamente ist ganz rasch die vorherige Myomgröße mit den gleichen Beschwerden erreicht.
Operativ: Deshalb entscheidet man sich heute oft zu einer operativen Maßnahme, bei der einzelne Myome chirurgisch oder mit besonderen Strahlentechniken entfernt oder eingeschmolzen werden. Allerdings muss bei 30-50% der Frauen damit gerechnet werden, dass sie im Laufe von 5 Jahren wiederkommen. In einem Buch der Professorin Gerlinde Debus wird ausführlich dargestellt, welche Methoden statt der Gebärmutterentfernung noch in Frage kommen. Des Weiteren kann man beim Frauengesundheitszentrum in München eine Broschüre zu Myomen erwerben.- Gebärmutterentfernung: sie ist nur selten nötig.
BIO: In welchen Fällen sollte man Myome operativ entfernen lassen?
Prof. Ingrid Gerhard:
- Wenn sie zu stark auf umliegende Organe drücken,
- die Blutungsstörungen nicht zu beherrschen sind oder
- Kinderwunsch besteht und der Arzt den begründeten Verdacht hat, dass die Myome die Befruchtung verhindern
- oder wenn die Myome Fehl-, Tod- oder Frühgeburten auslösen.
Sanfte Methoden
BIO: Gibt es auch sanfte Methoden aus der Naturheilkunde, mit denen frau sich helfen kann?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn die Myome noch klein sind, möglichst unter 4cm im Durchmesser, kann man versuchen, das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Dazu eignet sich die Ernährungsumstellung, bei Übergewicht die Gewichtsabnahme, unterstützt durch Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Anthroposophische Mittel oder TCM.
Ich habe vor kurzem noch mal bei vielen Kollegen herumgefragt, ob sie wirklich mit diesen Methoden ein Verschwinden von Myomen beobachtet hätten. Der einstimmige Tenor ist: praktisch nie, aber die Blutungsstörungen und die Schmerzen können trotzdem in vielen Fällen gebessert werden. Ich selber erinnere mich nur an zwei Patientinnen, bei denen im Ultraschall einmal ein 2cm und einmal ein 4cm großes Myom nach homöopathischer Konstitutionstherapie nicht mehr nachweisbar waren.
Die typischen Frauenteemischungen werden gerne eingesetzt, um die Schmerzen bei der Periode und die Blutungsstörungen zu beeinflussen, bspw. Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut aber auch Mädesüßblüten, und entspannend wirkt Erdrauchkraut. In der „Neuen Pflanzenheilkunde für Frauen“ sind einige beschrieben. Agnus castus, das Keuschlamm, hat Progesteron ähnliche Wirkungen und kann manchmal auch erfolgreich zur Zyklusregulierung bei Myomen eingesetzt werden (Agnolyt, Agnucaston, Femicur N). Zur raschen Blutstillung bei Hypermenorrhö eignet sich Hirtentäscheltinktur, mehrmals täglich während der Periode 20-30 Tropfen. Man kann es mit CERES Bursa pastoris Urtinktur kombinieren, mehrmals täglich 5 Tropfen.
BIO: Und wie lässt sich ein Eisenmangel, der durch den zu starken Blutverlust zustande kommt, ausgleichen?
Prof. Ingrid Gerhard: Den Eisenmangel gleichen Sie am besten durch Eisen als Gluconat aus, verbunden mit Pflanzenextrakten oder Vitamin C- haltigen Säften, die die Aufnahme des Eisens verbessern. Sehr gute Erfahrungen bzgl. Verträglichkeit und nachweisbarem Hb-Anstieg haben wir in meiner Sprechstunde mit Floradix Kräuterblut mit Eisen gemacht, worin u.a. auch der bewährte Brennnesselextrakt enthalten ist. Auch bei den Schüßlersalzen gibt es einige, die die Blutbildung verbessern.
Schließlich spielen wie bei allen Erkrankungen auch psychische und mentale Faktoren beim Umgang mit Myomen eine Rolle, so dass viele Kollegen auch gute Erfahrungen mit Hypnosetherapie, Visualisierungsreisen u.a. gemacht haben
Wann Myome gefährlich werden
BIO: Können Myome entarten und sich zu Krebsgeschwüren entwickeln?
Prof. Ingrid Gerhard: Nein, das gibt es praktisch nicht. Die bösartigen Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, die Myosarkome, entwickeln sich eigenständig, wie man aus genetischen Untersuchungen von gutartigen und bösartigen Knoten weiß.
BIO: Kann man trotz Myomen schwanger werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann man. Es hängt von der Größe und der Lokalisation der Myome ab, ob u. U. die Einnistung des Embryos erschwert ist oder ob die Eileiter verlegt sind.
BIO: Gefährden Myome eine Schwangerschaft?
Prof. Ingrid Gerhard: Da in der Schwangerschaft viele Östrogene und Wachstumsfaktoren gebildet werden, kann es passieren, dass die Myome anfangen zu wachsen. Das kommt besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bei ungefähr jeder dritten Frau, die Myome hat, vor. U.U. muss dann auch mal in der Schwangerschaft ein Myom operativ entfernt werden. Dem Baby passiert aber dabei nichts.
Leider erleiden Frauen mit Myomen häufiger Fehlgeburten, weil die Myome den Raum in der Gebärmutter einschränken oder die Blutzufuhr im Mutterkuchen reduziert ist. Wenn das einmal vorgekommen ist, wird Ihnen Ihr Frauenarzt vielleicht empfehlen, die Knoten entfernen zu lassen.
Gelegentlich können Myome eine normale vaginale Entbindung erschweren oder unmöglich machen, dann wird Ihnen Ihr Geburtshelfer einen Kaiserschnitt empfehlen. Vielleicht denken Sie, dann kann man mir ja die Myome gleich mit entfernen! Aber das ist nicht sinnvoll, das Gewebe ist viel zu weich und zu stark durchblutet, das könnte sehr gefährlich werden.
Auch im Wochenbett können Komplikationen auftreten, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen kann, die Blutungen verstärkt sind oder sich Blut aufstaut und sogar Fieber auftritt.
Was jede Frau sonst noch tun kann
BIO: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Prof. Ingrid Gerhard: Über mindestens vier verschiedene Mechanismen beeinflusst die Ernährung das Myomwachstum:
- Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an, während die hohe Aufnahme von grünem Gemüse schützt.
- Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben, die sogen. Xenoöstrogene, auch endokrine Disruptoren genannt, können an die Rezeptoren für Östrogene binden und wie Östrogene das Myomwachstum anregen. Hierzu gehören Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien.
- Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.
- Durch einen zu hohen Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.
Fazit
Sie schützen sich vor dem Wachstum von Myomen, wenn Sie viel Gemüse essen, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduzieren und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugen. Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ernährung eine Hilfe sein kann.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das informative Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Das BIO-Heft 3, 2012 empfehle ich Ihnen nicht nur wegen meines Interviews, sondern weil Sie darin weitere wichtige Artikel finden über:
Sonne und Haut- Diabetes
- Wie Singen die Abwehrkräfte stärkt
- Homöopathie als Selbsthilfe
- welche Blüten Sie essen dürfen
- warum Linkshändigkeit kein Makel mehr ist
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Wie stehen Sie zu Esyma? Ich hatte sehr häufige Blutungen, meist nur mit wenigen Tagen Abstand.
Liebe Anna,
diese Frage kann Ihnen nur Ihr Frauenarzt beantworten, der feststellen muss, welche Ursache Ihre zu häufigen Blutungen haben. Klingt für mich eher wie ein hormonelles Problem und dann ist Esmya nicht angezeigt. Viele Grüße
Ein schönen guten Abend Frau Doktor,
mir wurde am 20.04.2015 ein Myom von der Größe 7,6 cm entfertn dabei wurde mir der Uterus aufgeschnitten, weil das Myom sonst nicht entfernt werden konnte. Der Eingriff wurde mit 4 löchern durch die Bauchdecke gemacht.
Meine Frag ist jetzt, wie lange so ein Heilungsprozess? Und wenn alles verheilt ist, ob ich dann wieder in der Altenpflege arbeiten kann weil man da ja auch mehr als 80 kg heben muss ?
Vielen dank im voraus
Liebe Grüße
Claudia
Liebe Claudia,
Wie lange die Heilung braucht, ist individuell unterschiedlich, aber im Normalfall sollte nach 6 Wochen alles okay sein. Klar können Sie wieder in der Altenpflege arbeiten. Aber Sie sollten jetzt schon anfangen, Ihre Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur zu trainieren, am besten unter Anleitung. Gute Besserung!
Guten Abend!
Im Januar wurde bei mir ein Myom 4cm groß festgestellt.
Die Hormonspiralle hab ich nach 4 Wochen enfernen lassen..nicht vertragen.
Jetzt war ich bei der Kontrolle und es ist 6cm,also ziemlich gewachsen.ich habe nach der gyn Untersuchung in der Nacht sehr viel Urin verloren, eine totale Inkontinenz gehabt und war total fertig. Auch habe ich seit ein paar wochen ein Fremdkörpergefühl in der Scheide.Daraufhin hat mein Arzt mir eine Operation vorgeschlagen,aber es wird wahrscheinlich so sein,dass ich die Gebärmutter verliere,weil es nicht gut liegt.Ich bin 47 Jahre und meine Periode ist noch normal.Ich habe nur sehr starke Schmerzen jedes Monat.
Was würden Sie mir raten.
Ich bedanke mich im voraus.
Beste Grüße
Andrea
Liebe Andrea,
wie Sie Ihre Beschwerden beschreiben, scheint das Myom wirklich sehr schlecht zu liegen. Da kann sich manchmal eine Gebärmutterentfrenung wirklich als Segen erweisen. Wenn Sie sich unsicher sind, einfach noch einen zweiten Gynäkologen aufsuchen. Viel Glück!
Vielen Dank Fr Prof.
Ich habe das getan und der meinte, dass ist sollte erst die letzte Maßnahme sein.
ich hatte heuer einen Blasentumor(gutartig)
Und jetzt bin ich sehr unsicher, ob der Harnverlust wirklich von dem Druck der gr Gebärmutter sein kann.
Das meinte der Urologe und der Gynäkologe meinte das ist möglich weil es sehr schlecht liegt.
Kann sich so ein Myom auch als bösartig entwickeln?
Sind die Esmya ratsam?
Es hat mir einer der beiden Ärzte gesagt,dass die Gebärmutter eine wichtige Funktion hat und deshalb nur operiert wird, wenn es gar nicht mehr geht.
Was meinen Sie denn dazu?
Meine Freundin hatte danach 2 Banscheibenvorfälle und extreme Gewichtsprobleme sowie starke psychische Probleme.
Ich bin ihnen sehr dankbar, wenn sie mir ihre Meinungen dazu noch mitteilen.
Viele lieb Grüße
Andrea
Liebe Andrea,
ich kann dazu keine Meinung haben, da ich den Befund nicht selber kenne. Wenn nur die Gebärmutter entfernt wird, erholen sich die Eierstöcke normalerweise sehr rasch, so dass Gewichtsprobleme und psychische Probleme nicht auftreten sollten. Offenbar ist ja mit dem ganzen Unterleib was nicht in Ordnung (wenn Sie auch einen Blasentumor hatten), deshalb lassen Sie mal Ihren Bettplatz untersuchen. In ganz seltenen Fällen kann ein Myom auch mal bösartig werden. Esmya wirkt immer nur vorübergehend, kann man aber durchaus mal vorübergehend probieren. Viele Grüße!
Hallo Frau Dr. Gerhard,
meine Schwägerin (sie ist 39 und der 20 ssw) liegt seit Montag wegen starken Schmerzen im Krankenhaus, sie war paar tage vorher beim FA gewesen und er hat ein groseren myom festgestellt. Alles deutet darauf hin das die schmerzen von dem myome kommen, was kann man da machen bzw. Welches Risiko besteht für das Kind? Die Ärzte wissen bestimmt was zu tun ist aber ich möchte sie auch irgendwie beruhigen können bzw. Mich da auch etwas drüber genauer informieren. Den unsere Schwiegermutter tut hier nur Panik verbreiten usw.
im voraus vielen dank
Liebe Nikole,
Es ist gut, dass Ihre Schwägerin in der Klinik ist. Bettruhe, eventuell Magnesium dazu und Progesteron stellen die Gebärmutter ruhig, und man merkt rasch, ob es das Myom ist, das die Schmerzen macht oder nicht. In seltenen Fällen kann in der Schwangerschaft ein Myom zerfallen, was dann diese Schmerzen macht. Mehr kann man in der Schwangerschaft nicht tun. Gute Besserung an Ihre Schwägerin
Hallo pro Dr Ingrid Gerhard
Ich bin in der 32ssw so wie es aussieht habe ich ein 6 cm großes myom ob woll ich da zu sagen muss keiner weiß wirklich was es ist ich War jetzt schon bei 4 Ärztin die ein sagen es ist ein myom und die anderen sagen es ist ein hämatom
Ich habe auf Grund das keiner weiß was es jetzt ist angst so ein bisschen vor der Geburt ich habe gelesen das Viel passieren kann werend der spontan Geburt und ob da nicht besser ein kaiserschnitt ist
Ich Bitte um schnelle Antwort was sie mir sagen würden auf rund das keiner weiß was es ist
LG mandy
Liebe Mandy,
Bisher habe ich nicht gehört, dass verschiedene Ärzte sich nicht für eine Diagnose entscheiden können, denn es gibt ja US. Wäre es gefährlich, wären Sie sicher schon längst behandelt worden. Wahrscheinlich sollten Sie in Ruhe abwarten, denn erst wenn die Geburt losgeht, kann man genau sagen, ob dieses „Etwas“ ein Geburtshindernis sein könnte oder nicht. Die Zeit reicht dann immer noch für die Entscheidung zu einem Kaiserschnitt, das ist jetzt, egal was Sie haben, viel zu früh! Viel Glück und freuen Sie sich auf Ihr Baby!
Liebe Fr. Dr. Gerhard,
ich bin 26 Jahre alt und nehme schon zum zweiten Mal esmya ein. Seit der zweiten Einnahme von esmya (vor einem Monat) habe ich einen bräunlichen Ausfluss, der manchmal auch blutig ist, und verspüre des Öfteren einen Druck im Unterbauch. Ist dies besorgniserregend?
Liebe Simone,
besorgniserregend finde ich das nicht, aber Sie sollten trotzdem mal zu Ihrem Frauenarzt gehen, der Sie kennt und Tastbefunde und US vergleichen kann. Die Erfahrungen mit Esmya sind noch sehr beschränkt, da es noch nicht lange so intensiv wie momentan eingesetzt wird. Alles Gute!
Hallo liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
nun habe ich bereits die zweite Fehlgeburt erlitten. Ich hatte nun auch ein Beratungsgespräch im Krankenhaus mit der Ärztin die mich auch ausgeschabt hatte. Mir war bewusst, dass ich ein submuköses Myom von 2 cm habe. Die Ärztin meinte ich solle es aber nochmals probieren schwanger zu werden, da sie nicht davon ausgeht dass es alleine vom Myom kommt. Sie sagte bei einer erneuten Fehlgeburt würde sie die Genetik untersuchen und dann wenn dabei sich nichts herausstellt evtl eine Entfernung des Myoms veranlassen. Ich bin 34 Jahre und weiß nicht wie ich mich nun entscheiden muss. Ich habe solche Angst keine Kinder bekommen zu können.
Vielen Dank für Ihre Mühe
Liebe Sabrina,
das Myom ist sehr klein, da macht man häufig durch eine Op mehr kaputt als heil. In der nächsten Schwangerschaft unbedingt von Anfang an Progesteron einnehmen. Normalerweise ist genug Platz in der Gebärmutter. Wenn sich der Mutterkuchen nicht gerade an der Stelle mit dem Myom festsetzt, haben Sie sehr gute Chancen, dass es beim nächsten Mal klappt. Viel Erfolg und die Angst vergessen!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard, ich bin wieder schwanger geworden trotz 2cm großen submokösem Myom. Heute war ich im Krankenhaus weil ich seit 2 Tagen leicht bräunlichen Ausfluss habe. Man konnte jedoch im Krankenhaus nichts feststellen. Anhand des Ultraschalles konnte man die Fruchthöhle sehen. Diese liegt jedoch direkt neben dem Myom. Ist dies schon kein gutes Zeichen? Ich bin erst in der 6.ssw. Vielen lieben Dank für Ihr Mühe und Zeit
Liebe Sabrina,
keine Angst, das muss gar nichts zu sagen haben. Sprechen Sie Ihren FA aber mal auf Progesteron an, denn der bräunliche Ausfluss könnte auf einen Progesteronmangel hindeuten und dann täten Ihnen Progesteronkapseln sicher gut. Viel Glück!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard, auf Ihr Anraten , nehme ich bereits alle 8 Stunden Progesteron oral ein. Insgesamt 600mg. Dass hat der Arzt mir verschrieben, nachdem ich ihm von Ihnen erzählt habe. Ich hoffe es geht alles gut. Meinen ersten Termin habe ich am 7.12.. Vielen lieben Dank für Ihre antworten und Zeit .. Lg
Liebe Sabrina,
Die Dosis ist sehr hoch. Maximal 2x200mg (wir haben normalerweise nur 2x100mg gegeben) reichen in der Frühschwangerschaft aus.
Schon seit einigen Jahren diagnostiziert mein FA bei mir Myome, die keine oder nur geringe Beschwerden verursacht haben bisher. Nun hatte ich zum dritten Mal starke Blutungen mit Schleimhautstücken – einmal als ich eine Pille vergessen hatte, danach als reguläre Blutung und dann wieder nach einer Woche korrekter Pilleneinnahme. Daraufhin habe ich sofort die Pille abgesetzt, nun ist seit drei Wochen Ruhe, die nächste reguläre Blutung müsste die Tage beginnen. Mein FA meinte, es hätten sich wohl mehrere Myome zusammengeschlossen, es sei nun ca.5cm groß und er riet mir nun zu einer Ausschabung. Da ich beide Eltern früh durch Krebs bzw. Hirntumor verloren habe, habe ich nun große Angst, es könnte etwas bösartiges dahinterstecken. FA meinte, das sei sehr selten und ich sei eigentlich zu jung dafür. Wollte er mich nur beruhigen oder wie hoch ist das Risiko wirklich? Ich bin 39, habe zwei Kinder, letzte reguläre Kontrolle war vor 3Monaten! Ich habe Angst!
Liebe Schneckenmama,
Sie brauchen wirklich keine Angst zu haben, denn eine Entartung eines Myoms ist sehr selten. Viel häufiger sind Blutungsstörungen durch ein Hormonungleichgewicht. Am besten lassen Sie nach der nächsten Blutung (um den 5. Tag) noch mal einen Ultraschall machen. Wenn die Schleimhaut nicht hoch aufgebaut ist, ist auch eine Ausschabung überflüssig. Das Myom kriegen Sie dadurch sowieso nicht weg. Wenn Sie sicher vor einer Schwangerschaft geschützt sein wollen, kann Ihnen auch wieder eine Pille (gestagenbetont) zu einem stabilen Zyklus verhelfen, ohne dass das Myom wächst. Notfalls eine zweite Meinung bei einem anderen Frauenarzt mit Spezialisierung auf Ultraschall einholen. Alles Gute!
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich hatte nun im Juni die zweite Fehlgeburt in der 10.SSW.Ich bin 34 Jahre alt. Mein Frauenarzt hat einen Blutgerinnungstest veranlasst. Die Werte waren soweit ganz gut. Lediglich der lipoprotein-wert war auf 33 erhöht. Nun nehme ich seit einem Monat ass100. Zudem wurde bei mir bei der erste Fehlgeburt ein gestieltes submuköses Myom in einer Größe von 2 cm festgestellt. Bereits bei Untersuchung des Myoms teilten mir die Ärzte mit, dass sie nicht davon ausgehen, dass die FG aufgrund des Myoms entstehen, da eine Einnistung bei jedem Versuch geklappt hat. Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion wurde auch festgestellt, hier wurde ich aber mit Tabletten eingestellt. Nun war ich beim ärtzlichem Gespräch und der Arzt teilte mir mit, ich solle es ein drittes Mal probieren. Nun bin ich sehr unsicher und weiß nicht, ob es doch an diesem Myom liegen kann oder ob alles zusammen kommt, Lipo-Wert, Schilddrüse und Myom. Ich habe jetzt meine Arztberichte angefordert um mir diese durchzulesen, dort steht etwas von Metaplasiezellen aber nur unter „Bemerkung“. Hat das eventuell etwas zu bedeuten? Vielen Dank für Ihre Mühe und Hilfe. Ich weiß es zu schätzen, dass Sie sich die Zeit nehmen um uns Frauen ein gutes Gefühl zu geben. Man ist wirklich verzweifelt.
Liebe Sabrina,
schade, dass Sie wieder eine Fehlgeburt hatten. Das gestielte Myom hat sicher nichts damit zu tun. Viel häufiger ist ein Progesteronmangel. Leider lässt sich ein erhöhter Lipoproteinwert kaum ausreichend senken, es ist allerdings unklar, ob der überhaupt etwas mit Fehlgeburten zu tun hat, meiner Erfahrung nach nicht. (Anmerkung am Rande: meiner ist genetisch bedingt immer zu hoch, aber ich hatte 2 völlig normale Schwangerschaften). Metaplasiezellen sind ungefährlich. Also frohgemut neue Schwangerschaft versuchen, aber vorher genügend Vitamine (Folsäure, B-Komplex etc) einnehmen und auf jeden Fall nach positivem Schwangerschaftstest bis zur 14. SSW Progesteron nehmen. viel Erfolg!
Liebe Frau Prof.Dr. Gerhard,
ich war gestern bei meiner alljährlichen Kontrolle und es wurde bei mir wieder ein Myom in der Größe von 4×4,8 entdeckt.
Morgen darf ich nach Tübingen zur Myom-Sprechstunde, die sich das Ganze anschauen und die Weiterbehandlung mit mir besprechen.
Meine Frage heute:
Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder ein Myom, die sich allerdings von selber „verflüchtigten“.
Gestern war ich ganz entsetzt und irritiert, dass mich meine FA in eine Uni-Klinik weiter überweist.
Vor 5 Jahren hatte ich einen Myom, dieser war auch recht groß und hatte Unebenheiten. Hier stand ich auch kurz vor der OP und nach einer nochmaligen Kontrolle, war der Myom weg.
Kann ich hoffen, dass sich auch dieser Myom „in Luft auflöst“? Soll ich weiter warten?
Ist das normal, dass Myome wieder verschwinden können?
Seit einem halben Jahr habe ich auch meine Ernährung umgestellt und abgenommen. Da ich ein Lipödem habe, verzichte ich nun auf Kuhmilch-Produkte.
Ich weiß nur nicht, was Sie unter „ruhigen Schlafplatz“ verstehen?
Beschwerden im Unterleib habe ich keine, das einzige was mir auffällt, dass ich seit Wochen sehr müde bin und mich schlapp fühle.
Ich wäre über einen Rat & Ihre kompetente Rückmeldung sehr dankbar.
Freundliche Grüße
Gitta (45)
Liebe Gitta,
wenn Myome über 2cm Durchmesser einfach so verschwinden, bin ich sehr skeptisch, meistens waren die Myome ein US-Fehler. Da Sie 45 sind, könnten Sie Glück haben, dass sich das Myom nach den Wechseljahren (und natürlich durch Ihre vernünftige Ernährungsumstellung)verkleinert. Ist die Periode zu stark, haben Sie vielleicht einen Eisenmangel und fühlen sich deshalb schlapp und müde. Das können Sie ja mal im Labor prüfen lassen. Dann gleich 25OH-Vitamin D mitbestimmen lassen, ist trotz Sommer bei vielen Frauen zu niedrig. Unter „ruhigem Schlafplatz“ verstehe ich u.a. frei von Elektrosmog. Neben diesem Artikel gibt es noch einige, die über die Risiken von Elektrosmog und Schlafplatzbelastungen aufklären. Alles Gute!