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Hilfe bei Frühjahrsmüdigkeit im Sommer

Von | 3. Juni 2015 – 23:00 5.028 AufrufeDrucken

Schluss mit der Frühjahrsmüdigkeit durch Bewegung, energiereiche Ernährung, Vitamin D, Magnesium und Colostrum.

Frühjahrsmüdigkeit © pathdoc - Fotolia.com

Frühjahrsmüdigkeit © pathdoc – Fotolia.com

Überrascht stellen wir fest, dass der Juni bereits begonnen hat und damit der meteorologische Sommeranfang. Wenn uns der blühende Garten nicht signalisiert hätte, dass die Pflanzen aus dem Winterschlaf erwacht sind, hätten wir den Frühling glatt verschlafen.

Es ist schon paradox mit anzusehen, wie sich die Natur mit unglaublicher Energie aus dem Wintergewand pellt, wir uns hingegen so fühlen, als würden wir den Winterschlaf am liebsten erst beginnen. Dabei freuten wir uns in den letzten Monaten, trotz des milden Winters, so auf das Frühjahr wie Kinder auf Weihnachten. Sollen uns die angenehm steigenden Temperaturen nicht gegönnt sein?

Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit

Jedes Jahr wird aufs Neue darüber gegrübelt, woher wohl dieser fragwürdige und unangenehme Zustand der Frühjahrsmüdigkeit kommt?

Die korrekte Antwort ist komplex, denn es spielen hier eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle. Einfach ausgedrückt kann man die Frühjahrsmüdigkeit als abrupten Klimawandel im Körper bezeichnen. Dieser hat natürlich nichts mit dem Ozonloch oder CO2 zu tun, sondern unser Organismus wird vielmehr mit Gewalt von Winter auf Sommerbetrieb umgestellt. Das klingt zunächst einmal nicht besonders schlimm, denn das machen wir ja schließlich auch mit unserer Heizung, und die ist uns darüber auch nicht böse, hatte sie ja im Winter um ein Vielfaches mehr leisten müssen. Obwohl manche wie Heizkessel aussehen, ist unser Körper eben einmal keine technische Maschine, bei der Funktionsumstellungen so einfach vonstattengehen.

Im Winter ist unser Körper etwas kühler, da zieht es uns bekanntlich zusammen. Bei höheren Temperaturen hingegen, eben auch dem Temperaturanstieg im Frühjahr, weiten sich die Blutgefäße. Infolgedessen sinkt der Blutdruck, was uns wiederum müde macht. Starke Temperaturschwankungen, wie sie im Frühjahr der Fall sind, ergeben ein stark belastendes Wechselbad des Blutdrucks.

Die Tage werden nicht nur länger, sondern auch wärmer, und hierfür stellt sich der Hormonhaushalt um. Eine Hormonumstellung ist nicht einfach für den Körper.  Dieser enormen Belastung entgegnet er leider mit starker Müdigkeit. Zudem stellt sich die Ernährung von winterlich, in Form von stark kalorienhaltig, auf sommerlich und demnach etwas leichter um. Wir nehmen in diesem Zusammenhang weniger energiereiche Nahrung zu uns. Der Serotoninspiegel (Serotonin = Glückshormon) fällt zumeist in dieser Zeit, was eine leichte Depression auslösen kann.

Gerade wetterfühlige oder ältere Menschen leiden in dieser Umstellungszeit häufiger und stärker unter Müdigkeit, Schwindel, Kopf- und Gliederschmerzen, ja sogar Gereiztheit, als junge und sportliche Personen. Ein aktiver Körper kann diesen anstrengenden Wandel leichter wegstecken.

So treiben Sie die Frühjahrsmüdigkeit aus

Bewegung

Nicht hinlegen und schlafen, sondern aufraffen und viel Bewegung an frischer Luft ist die Devise. Bereits der Frühjahrsputz ist eine hervorragende körperliche Betätigung. Rackern Sie sich ruhig etwas im Garten ab oder bei der Bepflanzung der Balkonkästen. Und wenn die Zeit zu knapp ist, reicht es bestimmt zu 20 Minuten auf dem Trampolin schwingen.

Ernährung

grüne BlätterAuch die richtige Ernährung mindert die Beschwerden. Vormittags eine Portion Obst (nicht mehr als faustgroß) mit etwas Joghurt, mittags viel Gemüse und abends proteinreich essen. Vermeiden Sie zu viele stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln und Getreide. Ihr Körper wird es Ihnen danken, indem Sie fitter sind und sogar abnehmen.

Ich starte seit einigen Monaten den Morgen mit einem frisch gemixten grünen Smoothie. Nachdem mir ein Freund sagte: „Das ist nichts für mich, ich gehe doch jetzt nicht zum Wildkräutersammeln!“, möchte ich an dieser Stelle betonen, dass ich mir die Zeit dazu auch nicht nehme. Aber ein bis zweimal in der Woche fahre ich in den Hofladen eines Biobauern und kaufe mir mein frisches Gemüse. Dabei bekomme ich gratis alles Grünzeug, das die Leute von Kohlrabi, Möhren, Rote Beten usw. entfernt haben. Und frische Kräuter stehen sowieso immer auf dem Fensterbrett.

Vitalstoffe

Um den Klimawandel im Körper zu beschleunigen, benötigt er reichlich Vitalstoffe. Das sind Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Spurenelemente.

Vitamin D

Sonnenbad

Sonnenbad

An erster Stelle steht hier immer noch das Vitamin D. Glauben Sie nur nicht, dass bei den ersten Sonnenstrahlen Ihr Körper wieder genug Vitamin D selber produziert!

  • Oder an wie vielen Tagen scheint bei Ihnen die Sonne?
  • An wie vielen Tagen im Monat haben Sie Zeit sich MITTAGS eine halbe Stunde in die Sonne zu legen?
  • Wie oft cremen Sie sich vor dem Sonnenbaden NICHT ein?

Noch viele weitere Fragen könnte ich Ihnen stellen, um Ihnen zu demonstrieren, dass wir auch im Frühjahr und Sommer auf unseren Vitamin-D-Spiegel achten müssen. Um nicht auf gut Glück Vitamin-D-Tabletten zu konsumieren, empfehle ich mal den Einsatz von ca. 30€, um damit den Blutwert von 25-OH-Vitamin D bestimmen zu lassen. Nach dem Vitamin D-Ratgeber von Uwe Gröber können Sie Ihre individuelle Vitamin-D-Dosis dann ganz genau berechnen (s.u.).

Magnesium

Praktisch jeder leidet unter einem latenten oder manifesten Magnesiummangel. Selbst wenn wir haufenweise Gemüse und Salat essen, in denen dieser Mineralstoff reichlich sein sollte, bekommen wir nicht genug, denn unsere Böden sind ausgelaugt, und die Pflanzen können nicht mehr genügend Magnesium aufnehmen. Gleichzeitig verbraucht unser Körper durch Stress und chemische und physikalische Umweltbelastungen (u.a. Elektrosmog) viel mehr Magnesium als in früheren Jahren. Also scheuen Sie sich nicht, regelmäßig Magnesium einzunehmen.

Aber Vorsicht: viele Magnesiumpräparate machen den Magen zu alkalisch, was zu Magenschmerzen, Blähungen und Verdauungsstörungen führen kann. Wenn, dann wählen Sie organische Magnesiumverbindungen. Oder noch besser: führen Sie Ihrem Körper das Magnesium über die Haut zu. Am einfachsten geht das über basische Fußbäder mit bspw. Zechstein Magnesium Flakes, einem zertifizierten Naturprodukt, frei von Füll- und Konservierungsstoffen sowie Rieselhilfen.

Alles, was Sie schon immer über Magnesium wissen wollten, finden Sie in dem Magnesiumbuch von Dr. Barbara Hendel (s.u.)

Colostrum

Eine Vielzahl von Vitalstoffen ist in Colostrum enthalten, das ich Ihnen schon in einem früheren Artikel vorgestellt habe. Colostrum enthält wichtige Botenstoffe, die den Serotoninspiegel ausgleichen, den Stoffwechsel aktivieren, das Immunsystem stärken und enorme Energie geben können. Ich habe meiner ganzen Familie eine Colostrum- Kur mit myColostrum „verordnet“. Sie wirkt sich nicht nur günstig auf die Frühjahrsmüdigkeit aus, sondern macht ebenfalls die allergischen Symptome bei Heuschnupfen erträglicher. Temperaturschwankungen in dieser wechselhaften Jahreszeit werden nicht gleich mit einem Schnupfen beantwortet, und auch die Blase zwickt nicht sofort, wenn wir uns mal auf kalte Steine setzen oder übermütig barfuß laufen.

Ich wünsche Ihnen mit diesen Vorschlägen einen guten Start in den Sommer!

Buchempfehlungen

Patientenratgeber Vitamin D, die Heilkraft des Sonnenvitamins

PR_VitaminD_3.Auflage_Final.indd2013 stellte ich Ihnen in einem Interview zu Vitamin D den führenden Mikronährstoffexperten Deutschlands vor, den Apotheker Uwe Gröber. Damals war sein Buch über „Vitamin D, die Heilkraft des Sonnenvitamins“ herausgekommen, das er zusammen mit dem amerikanischen Vitamin-D-Forscher Michael F. Holick bearbeitet hatte. Ganz neu ist jetzt ein Extrakt daraus als Patientenratgeber, in dem auf 26 Seiten aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse zusammen mit Professor Dr. Klaus Kisters zusammengestellt wurden. Ganz wichtig für jeden, der seinen Vitamin-D-Spiegel selber stabil halten will, sind die Dosierungsanweisungen nach einer Tabelle, in die das Körpergewicht und die Blutwerte von Vitamin D einfließen. Schluss gemacht wird hierin auch mit den Ängsten vor zu hoher Dosierung und gesundheitlichen Schäden, vorausgesetzt man kennt seinen Vitamin-D-Spiegel.

Das Magnesiumbuch, Schlüsselmineral für unsere Gesundheit

Hendel magnesium2Auch die Autorin dieses Buches, Frau Dr. Barbara Hendel, kennen Sie schon aus einem Interview zur Allergie und ihrem Artikel zur Gewichtsabnahme bei vegetarischer Ernährung. Frau Dr. Barbara Hendel ist eine sehr vielseitige Ärztin, die in ihrer Praxis früh erkannt hat, wie häufig ein Magnesiummangel ist und unter welchen Symptomen er sich versteckt. Nicht nur Wadenkrämpfe oder PMS, sondern auch Herzrhythmusstörungen, Depressionen, Tinnitus, Darmerkrankungen, Osteoporose und vieles mehr können durch eine richtige Magnesiumtherapie gebessert werden. Richtig heißt in diesem Fall: ein Magnesiumpräparat, das möglichst in organischer Form vorliegt, gut vom Darm aufgenommen werden kann und nicht unnötige Zusatzstoffe enthält. Ganz neu ist die Möglichkeit, ein Magnesiumöl über die Haut  aufzunehmen. Lassen Sie sich überraschen, was für ein Wundermittel Magnesium sein kann.

Leiden Sie auch unter Frühjahrsmüdigkeit? Dann schreiben Sie uns doch in einem Kommentar, welche Tricks Sie anwenden, um den Sommer genießen zu können.

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