Viele Frauen sind besorgt, wenn sie die Diagnose „Myom“ erfahren. Doch die meisten dieser Wucherungen sind harmlos und machen keine Beschwerden. Da Myome so häufig sind und junge Frauen sich zunehmend dafür interessieren, wie sie sich davor schützen können, hat die Zeitschrift BIO mit mir ein Interview darüber geführt. Die Fragen stellte Martina Seifen-Mahmoud. Sie können das Interview in der BIO 3/2012, S. 48-53 nachlesen.
Was und wo Myome sind
BIO: Was sind Myome eigentlich?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren.
BIO: Welche Frauen sind besonders betroffen?
Prof. Ingrid Gerhard: 30-70% der über Dreißigjährigen haben Myome. Der Altersgipfel liegt bei 50 Jahren. Häufiger als bei weißen Frauen treten Myome bei Frauen afrikanischer Herkunft auf.
BIO: Wodurch werden Myome verursacht?
Prof. Ingrid Gerhard: Da das Wachstum von Myomen an die Funktion der Eierstöcke gekoppelt ist, stehen sie unter Östrogeneinfluss. Je mehr das Gleichgewicht zwischen dem eher schützenden Gelbkörperhormon zugunsten von Östrogen verschoben ist, desto eher können sich Myome entwickeln. Man hat außerdem festgestellt, dass im Myomgewebe mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene vorhanden sind als in der normalen Muskulatur der Gebärmutter. Das heißt die Myome reagieren auch auf ein Zuviel an Östrogen empfindlicher und wachsen leichter. Das Gute daran ist, dass sie nach den Wechseljahren, wenn nicht weiter Östrogene eingenommen werden, schrumpfen.
BIO: Wo können Myome auftreten?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können in der Gebärmutterwand auftreten (intramural), von dort mehr nach außen zum Bauchfell hinwachsen (subserös) oder mehr nach innen Richtung Gebärmutterschleimhaut (submucös). Wenn sie nur in der Gebärmutterwand wachsen, spricht man von intramural. Entsprechend unterschiedlich fallen dann die Symptome aus. Manchmal ist die gesamte Gebärmuttermuskulatur myomytös verändert, die Gebärmutter ist dann vergrößert, ohne dass man einzelne Knoten sicher abgrenzen kann.
BIO: Und wie groß können Myome werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können Kindskopfgröße und mehr erreichen. Aber meistens läßt man es ja nicht so weit kommen.
Beschwerden durch Myome
BIO: Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Prof. Ingrid Gerhard: Am häufigsten sind Blutungsstörungen. Die Blutungen sind oft verstärkt, dauern zu lange oder können auch ganz unregelmäßig werden. Wenn der Blutverlust im Laufe der Zeit zu groß wird, werden Sie sich immer matt und müde fühlen. Dann ist eine Blutarmut (Anämie) entstanden, die dringend behandelt werden muss.
Myome können auch Schmerzen verursachen, bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr oder bei der gynäkologischen Untersuchung. Es sind sogar manchmal wehenähnliche Schmerzen möglich, wenn ein Myom in der Gebärmutterhöhle hängt und die Gebärmutter sich schmerzhaft zusammenzieht, um es auszupressen.
Myome können auch auf die Organe im kleinen Becken drücken. So zum Beispiel auf die Blase, dann hat man den Eindruck einer Reizblase oder Blasenentzündung. Sie können hinten auf den Darm drücken, so dass man Schmerzen beim Stuhlgang oder Kreuzschmerzen hat.
Aber zu Ihrer Beruhigung: 50% der Myome machen keinerlei Beschwerden!
BIO: Wie kann frau feststellen, ob sie ein Myom hat?
Prof. Ingrid Gerhard: Myome können zunächst nur vom Frauenarzt bei der Tastuntersuchung oder, früher noch, bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Manchmal ist es nötig, dass auch noch ein Ultraschall von der Bauchwand aus gemacht wird, wenn die Lage des Myoms unklar ist. Größere Myome können Sie dann oft selber durch Abtasten des Bauches fühlen
Behandlung von Myomen
BIO:Wie werden Myome normalerweise behandelt?
Zunächst kommt es immer darauf an, wie groß das Myom ist, ob es eins ist oder ob es mehrere sind und wo sie liegen. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob und welche Beschwerden sie verursachen, ob Kinderwunsch besteht oder ob Sie die Familienplanung abgeschlossen haben und kurz vor den Wechseljahren stehen.
Hormonell: Meistens versucht es die konventionelle Medizin zunächst mit Hormongaben, den GnRH-Analoga oder anderen, die die Eierstockfunktion völlig unterdrücken, in leichteren Fällen mit Hormonpillen in einer bestimmten Zusammensetzung, wie sie auch zur Verhütung eingesetzt werden. Die Hormone wirken nur, solange man sie einnimmt. Nach Absetzen dieser Medikamente ist ganz rasch die vorherige Myomgröße mit den gleichen Beschwerden erreicht.
Operativ: Deshalb entscheidet man sich heute oft zu einer operativen Maßnahme, bei der einzelne Myome chirurgisch oder mit besonderen Strahlentechniken entfernt oder eingeschmolzen werden. Allerdings muss bei 30-50% der Frauen damit gerechnet werden, dass sie im Laufe von 5 Jahren wiederkommen. In einem Buch der Professorin Gerlinde Debus wird ausführlich dargestellt, welche Methoden statt der Gebärmutterentfernung noch in Frage kommen. Des Weiteren kann man beim Frauengesundheitszentrum in München eine Broschüre zu Myomen erwerben.- Gebärmutterentfernung: sie ist nur selten nötig.
BIO: In welchen Fällen sollte man Myome operativ entfernen lassen?
Prof. Ingrid Gerhard:
- Wenn sie zu stark auf umliegende Organe drücken,
- die Blutungsstörungen nicht zu beherrschen sind oder
- Kinderwunsch besteht und der Arzt den begründeten Verdacht hat, dass die Myome die Befruchtung verhindern
- oder wenn die Myome Fehl-, Tod- oder Frühgeburten auslösen.
Sanfte Methoden
BIO: Gibt es auch sanfte Methoden aus der Naturheilkunde, mit denen frau sich helfen kann?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn die Myome noch klein sind, möglichst unter 4cm im Durchmesser, kann man versuchen, das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Dazu eignet sich die Ernährungsumstellung, bei Übergewicht die Gewichtsabnahme, unterstützt durch Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Anthroposophische Mittel oder TCM.
Ich habe vor kurzem noch mal bei vielen Kollegen herumgefragt, ob sie wirklich mit diesen Methoden ein Verschwinden von Myomen beobachtet hätten. Der einstimmige Tenor ist: praktisch nie, aber die Blutungsstörungen und die Schmerzen können trotzdem in vielen Fällen gebessert werden. Ich selber erinnere mich nur an zwei Patientinnen, bei denen im Ultraschall einmal ein 2cm und einmal ein 4cm großes Myom nach homöopathischer Konstitutionstherapie nicht mehr nachweisbar waren.
Die typischen Frauenteemischungen werden gerne eingesetzt, um die Schmerzen bei der Periode und die Blutungsstörungen zu beeinflussen, bspw. Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut aber auch Mädesüßblüten, und entspannend wirkt Erdrauchkraut. In der „Neuen Pflanzenheilkunde für Frauen“ sind einige beschrieben. Agnus castus, das Keuschlamm, hat Progesteron ähnliche Wirkungen und kann manchmal auch erfolgreich zur Zyklusregulierung bei Myomen eingesetzt werden (Agnolyt, Agnucaston, Femicur N). Zur raschen Blutstillung bei Hypermenorrhö eignet sich Hirtentäscheltinktur, mehrmals täglich während der Periode 20-30 Tropfen. Man kann es mit CERES Bursa pastoris Urtinktur kombinieren, mehrmals täglich 5 Tropfen.
BIO: Und wie lässt sich ein Eisenmangel, der durch den zu starken Blutverlust zustande kommt, ausgleichen?
Prof. Ingrid Gerhard: Den Eisenmangel gleichen Sie am besten durch Eisen als Gluconat aus, verbunden mit Pflanzenextrakten oder Vitamin C- haltigen Säften, die die Aufnahme des Eisens verbessern. Sehr gute Erfahrungen bzgl. Verträglichkeit und nachweisbarem Hb-Anstieg haben wir in meiner Sprechstunde mit Floradix Kräuterblut mit Eisen gemacht, worin u.a. auch der bewährte Brennnesselextrakt enthalten ist. Auch bei den Schüßlersalzen gibt es einige, die die Blutbildung verbessern.
Schließlich spielen wie bei allen Erkrankungen auch psychische und mentale Faktoren beim Umgang mit Myomen eine Rolle, so dass viele Kollegen auch gute Erfahrungen mit Hypnosetherapie, Visualisierungsreisen u.a. gemacht haben
Wann Myome gefährlich werden
BIO: Können Myome entarten und sich zu Krebsgeschwüren entwickeln?
Prof. Ingrid Gerhard: Nein, das gibt es praktisch nicht. Die bösartigen Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, die Myosarkome, entwickeln sich eigenständig, wie man aus genetischen Untersuchungen von gutartigen und bösartigen Knoten weiß.
BIO: Kann man trotz Myomen schwanger werden?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, das kann man. Es hängt von der Größe und der Lokalisation der Myome ab, ob u. U. die Einnistung des Embryos erschwert ist oder ob die Eileiter verlegt sind.
BIO: Gefährden Myome eine Schwangerschaft?
Prof. Ingrid Gerhard: Da in der Schwangerschaft viele Östrogene und Wachstumsfaktoren gebildet werden, kann es passieren, dass die Myome anfangen zu wachsen. Das kommt besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bei ungefähr jeder dritten Frau, die Myome hat, vor. U.U. muss dann auch mal in der Schwangerschaft ein Myom operativ entfernt werden. Dem Baby passiert aber dabei nichts.
Leider erleiden Frauen mit Myomen häufiger Fehlgeburten, weil die Myome den Raum in der Gebärmutter einschränken oder die Blutzufuhr im Mutterkuchen reduziert ist. Wenn das einmal vorgekommen ist, wird Ihnen Ihr Frauenarzt vielleicht empfehlen, die Knoten entfernen zu lassen.
Gelegentlich können Myome eine normale vaginale Entbindung erschweren oder unmöglich machen, dann wird Ihnen Ihr Geburtshelfer einen Kaiserschnitt empfehlen. Vielleicht denken Sie, dann kann man mir ja die Myome gleich mit entfernen! Aber das ist nicht sinnvoll, das Gewebe ist viel zu weich und zu stark durchblutet, das könnte sehr gefährlich werden.
Auch im Wochenbett können Komplikationen auftreten, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen kann, die Blutungen verstärkt sind oder sich Blut aufstaut und sogar Fieber auftritt.
Was jede Frau sonst noch tun kann
BIO: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Prof. Ingrid Gerhard: Über mindestens vier verschiedene Mechanismen beeinflusst die Ernährung das Myomwachstum:
- Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an, während die hohe Aufnahme von grünem Gemüse schützt.
- Umweltgifte, die eine Östrogenwirkung haben, die sogen. Xenoöstrogene, auch endokrine Disruptoren genannt, können an die Rezeptoren für Östrogene binden und wie Östrogene das Myomwachstum anregen. Hierzu gehören Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien.
- Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.
- Durch einen zu hohen Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.
Fazit
Sie schützen sich vor dem Wachstum von Myomen, wenn Sie viel Gemüse essen, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduzieren und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugen. Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ernährung eine Hilfe sein kann.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das informative Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Das BIO-Heft 3, 2012 empfehle ich Ihnen nicht nur wegen meines Interviews, sondern weil Sie darin weitere wichtige Artikel finden über:
Sonne und Haut- Diabetes
- Wie Singen die Abwehrkräfte stärkt
- Homöopathie als Selbsthilfe
- welche Blüten Sie essen dürfen
- warum Linkshändigkeit kein Makel mehr ist
- und vieles mehr
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oder über das Internet http://www.biomagazin.de/





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Guten Tag
Ich bin 25 Jahre alt und bei mir wurde ein Myom Ca 4,9 mal 5,8 entdeckt
Ich habe natürlich sehr Dolle Angst da ich noch Kinderwunsch habe.
Ich fliege im Urlaub demnächst und habe Angst das es in der Zeit viel größer wächst und am Ende die Gebärmutter raus op werden muss den ich habe erst am 12.08.16 ein Termin bekommen :(
ich hoffe sie können mich da beruhigen..
und ich mache gerne Sport meine Frauenärztin sagte ich soll es erstmal lassen mit den Sport (Fitness)
Nun wollte ich eine zweit Meinung hören
Ist es gut Sport zu treiben oder muss Mann da aufpassen ( ich habe auch schmerzen im Unterleib und im Rücken rein) ich bitte um eine schnelle Rückantwort.
Ich danke Ihnen voraus
Liebe Diana,
da kann ich Sie wirklich beruhigen: so rasent schnell wächst ein Myom nicht. Für was haben Sie im August einen Termin bekommen? Soll das Myom entfernt werden? Sie können ruhig weiter Sport machen. Die Übungen, bei denen Sie Schmerzen bekommen, müssen Sie entweder lassen oder dosierter durchführen. Auf jeden Fall vernünftig ernähren: pflanzenbasierte Biokost, Vollkorngetreideprodukte, wenig oder keine tierischen Produkte. Unbedingt das Myomkochbuch nutzen. Alles Gute!
Liebe Prof. Dr. Ingrid Gerhard,
Da haben sie mich beruhigen können.ich habe einen Termin für eine Myomsprechstunde und den kucken sie wie wir vor gehn.
Von was kommen die Myomen?
Ich habe das zum 1sten mal und habe Panik.
Liebe Diana,
wenn wir das so genau wüssten! Aber kein Grund zur Panik!
Und natürlich danke ich Ihnen das sie mit so schnell zurück geantwortet haben.
Danke
Hallo! Bei mir wurde letzte Woche ein ca 11x11cm großes Myom entdeckt. Bis vor 3 Jahren hatte ich nur 1 das unter 2cm groß war. Jetzt sind es 3 unter 2 cm und eben das Große. Da ich noch keine 33 Jahre alt bin und keine Kinder habe, aber einen großen Kinderwunsch, rät mir die Gyn zu einer Entfernung mit Erhalt der Gebärmutter.
Mit Bauchschnitt. Laut Ultraschall sieht dieses soweit gut aus und da ich keine Beschwerden (keine starken Blutungen, Dismenorrhoe,.., höchstens mal ein ziehen und an manchen Tagen zieht es mich dann doch öfter zur Toilette)
Demnächst habe ich das Vorgespräch im KH, da es stationär und per Bauchschnitt gemacht werden sollte.
Dennoch habe ich Angst.
Da ich nicht weiß ob das auch tatsächlich alles so möglich und am Ende nicht doch die Gebärmutter raus muss oder verletzt wird und ich somit keine Kinder mehr bekommen kann.
Wie groß ist das Risiko bei einem so großem Myom?
Mit freundlichen Grüßen
Itak
Liebe Itak,
wenn die Ärzte meinen, dass sich das Myom gut entfernen lässt, dann dürfen Sie schon darauf vertrauen. Nach der OP sollten Sie aber versuchen herauszufinden, warum Sie in der kurzen Zeit ein so starkes Myomwachstum hatten, damit nicht gleich wieder neue Myome kommen. Ernährung verbessern und den Schlafplatz untersuchen lassen! Viel Glück!
Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard,
bei mir ist seit 1 Jahr Mehrere Uterusmyome, ein großes intermural von ca. 7cm mit
zentraler Nekrose diagnostiziert wurden.
Meine FA meinte dass Zentral Narkose zum Krebs werden kann.
Der OP Arzt wiederum sagte dass es nicht stimmt!
DA weisst man selber nicht was man glauben soll.
Ich hatte davor trotz die Grössen den Myomen nie schmerzen nur dieses ein mal was zur Narkose geführt hat was man auch im MRT Bilder sehen könnte.
Meine Frage an Sie: was genau ist Zentral Narkose und ist das Gefährlich für mein Körper?
Beste Grüsse
Seso
Liebe Seso,
zentrale Nekrose bedeutet, dass im Zentrum des Myoms Gewebe untergeht, d.h., dass durch Sauerstoffmangel Zellen absterben. Das macht dann meistens Schmerzen. Das hat aber mit Bösartigkeit nichts zutun. Bleiben Sie unter US-KOntrolle. Gute Besserung!
Vielen lieben dank für die schnell Antwort.
Würde Sie mir eine OP raten allein wg diese Nekrose?
Zellen abgestorben hört sich nicht gut an :-(
Liebe Grüße
Seso
Liebe Seso,
das ist sehr individuell und muss vom Arzt entschieden werden, der Sie direkt untersuchen kann. Alles Gute!
Besten dank!
Ihnen auch
Sehr geehrte Frau Prof.Dr. Gerhard,
Beim jährlichen Check bei meiner Frauenärztin wurde gestern ein ca 5 cm großes gestieltes Myom
außen an der Gebärmutter festgestellt. Meine Frauenärztin war von der Größe überrascht, da vor einem Jahr noch nichts zu sehen war. Sie empfahl mir in 3 Monaten zur Kontrolle zu kommen. Ist es möglich ein solches Myom homöopathisch zu behandeln?
Mit freundlichen Grüßen
B.
Liebe B,
leider reagiert so ein großes gestieltes Myom nach meinen Erfahrungen nicht auf Homöopathie. Versuchen Sie, eine Östrogendominanz zu vermeiden, damit es nicht so schnell weiterwächst. 3 Tigovit Grünteekapseln pro Tag sollen das Myomwachstum hemmen. Wäre mal einen Versuch wert, da Sie ja sowieso in 3 Monaten zur Kontrolle gehen werden. Alles Gute!
Vielen lieben Dank für die sehr schnelle Antwort!
Sehr geehrte Frau Prof.Dr. Gerhard,
eine Frage noch, wie kann ich eine Östrogendominanz vermeiden?
Viele Grüße,
B.
Liebe B,
Vermeidung einer Östrogendominanz:
regelmäßig Sport, mindestens 3 mal die Woche 45 min
Normalgewicht, Bauchfett vermeiden
viel Bio-Pflanzenkost und wenig tierische Produkte
kein Alkohol
Viel Erfolg!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
vor 2 Wochen war ich nach längerer Zeit mal wieder zur Kontrolle beim FA gewesen. Hierbei wurde ein Myom festgestellt. Ich holte mir eine 2. Meinung ein. Auch hier wurde das Myom festgestellt, ca. 12 cm groß (sehr großer Uteruns myomatosus). Der FA riet zu einer OP mit Entfernung über einen Bauchschnitt des Myoms und der Gebärmutter gleich mit. Er überwies mich in die Frauen- / Uniklinik. Diese bestätigten den Befund und rieten ebenfalls zur Entfernung des Myoms, allerdings mit Erhaltung der Gebärmutter nach Möglichkeit. Ich würde früh oder spät Probleme mit Blase und Darm bekommen…Hier stellte man folgendes Procedere vor: Versuch der laparoskopischen suprazerviakalen Hysterektomie in Bereitschaft Laparotomie mit suprazervikaler Hysterektomie und Salpingektomie bds. Ich bin nun aber sehr verunsichert, ich hatte vorab keinerlei der typischen Symptome oder Beschwerden. Bis in 3 Wochen muss ich mich aber über die OP Methode entscheiden. Bauchschnitt oder Entfernung in „Einzelstücken“…. Sollte sich nachträglich herausstellen, dass es bösartig ist, besteht doch ein großes Risiko der „Streuung“ falls es über „Stückchen“ entfernt wurde? Auf der anderen Seite soll ein Bauchschnitt ein größerer und somit riskanterer Eingriff sein… Gebärmutter würde ich eigentlich schon erhalten, warum gesunde Organe mit entfernen…. Ich habe unheimlich Angst vor dem Eingriff, Krankenhaus ist für mich eine Horrorvorstellung…. Haben Sie einen Rat für mich?
Liebe Adriana,
Wenn Sie so ein großes Myom haben, wird sich das nicht so leicht entfernen lassen. Außerdem wächst an anderer Stelle meist ein neues Myom nach. Von „gesunder Gebärmutter“ kann da nicht mehr die Rede sein. Bei der Größe halte ich auch vom „Stückeln“ nicht viel, dann lieber Bauchschnitt und Entfernung der Gebärmutter. Wie alt sind Sie denn? Wenn Sie keinerlei Beschwerden haben, können Sie vielleicht ein Vierteljahr abwarten, natürlich unter US-Kontrolle, um ein zu rasches Wachstum zu erkennen. Manchmal stoppt das Wachstum ja, wenn Sie die Menopause hinter sich haben. Alles Gute und keine Angst vorm Krankenhaus!
Hallo Fr. Prof. Dr. Gerhard,
vielen Dank für Ihre Antwort! In 4 Wochen werde ich 46. Wenn das Myom nicht weiter wachsen würde, müßte es trotzdem entfernt werden? Wie sieht denn eine Genesung bei Bauschnitt aus, ist man da lange außer Gefecht gesetzt? Vorm Krankenhaus habe ich regelrecht Panik….
Liebe Adriana,
Wenn das Myom nicht wächst und Sie nicht stört, muss es nicht raus. Aber das kann besser der Arzt entscheiden, der Sie untersucht. Wenn Sie gutes „Heilfleisch“ haben, sind Sie nach der Gebärmutterentfernung in 4-6 Wochen wieder fit. Wirklich kein Grund zur Panik. Alles heilt schneller, wenn Sie Ihre Gedanken und damit Ihr Immunsystem auf Heilung programmieren. Alles Gute!
Hallo Fr. Prof. Dr. Gerhard, ich war gestern noch mal beim FA gewesen. Dieser hat mir sehr zur OP geraten, da ich ansonsten irgendwann mit einer Not OP wegen Harnleiter- oder Darmprobleme rechnen müsste. Auf eine bestimmte Art der Entfernung hat er sich nicht festlegen wollen. Beides, also Spiegelung oder Bauchschnitt käme wohl in Betracht, wobei es bei der Spiegelung auf Grund der Größe des Myoms sein könnte, dass zum Bauchschnitt umgeschwenkt werden müsse. Beide Verfahren hätten Vor- und Nachteile. Ich denke ich tendiere eher zu einem Bauchschnitt da ich das Risiko einer Zerstreuung von vielleicht bösartigen Zellen lieber vermeiden will, auch wenn es heißt das Risiko sei sehr sehr gering. Drum rum kommen werde ich wohl nicht. Ich tue mich trotzdem sehr schwer, da es mir ja an sich echt gut geht…
Ich danke Ihnen für Ihre „Fernberatung“ und werde mich noch mal melden, wenn ich es rum habe!
Beste Grüße
Liebe Adriana,
das ist sicher eine sehr gute Entscheidung! Ich drücke Ihnen die Daumen, dass alles wunderbar glatt geht! Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich habe momentan eine ca. 15 cm große Gebärmutter mit einem Myom außen von ca. 4,5 cm sowie mehren kleinen innen. 2008 wurden mir schon einmal alle Myome schon einmal entfernt. Weiterhin habe ich an beiden Eierstöcken auch je eine Zyste. Eine ist ca. 6,8 cm die andere ca. 4,5 cm. Seit ca. 10 Jahren sind meine Blutwerte nicht in Ordnung und ich bekomme regelmäßig Infusionen. Eine Therapie mit Esmya und Jubrele war erfolglos. Nun rät man mir, die Gebärmutter zu entfernen. Ich möchte alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben bevor ich mich zu diesem Schritt entschließe. Ich bin allerdings schon 46 Jahre alt und Kinderwunsch ist auch nicht mehr vorhanden.
Wie sehen Sie das?
Viele Grüße
Claudia S.
Liebe Claudia,
Sie leiden offenbar unter einer erheblichen Östrogendominanz. Sie könnten eventuell versuchen, durch eine transdermale Progesterontherapie die Myome und Cysten zur Ruhe zu bringen. Vielleicht finden Sie auf unserer Therapeutenliste einen Frauenarzt, sonst kommen in 2 Wochen auch noch einige Namen dazu! Viele Grüße!
Hallo,
Ich habe sehr viele Myome in der Gebärmutter. Das größte ist wohl ca. 4,0 cm. Jetzt sagte mir mein Frauenarzt gestern meine Gebährmutter ist doppelt so groß wie normal.
Ich bin fast 50 und habe ein Kind.
Können Sie mir sagen ob dies gefährlich ist und muss es operiert werden. Ich habe einen Bauch wie im 6. Monat schwanger. Meine Regelblutung bekomme ich alle 2 Monate nur noch.
LG Kerstin
Liebe Kerstin,
Nur in ganz seltenen Fällen werden Myome bösartig. Wenn Sie keine besonderen Beschwerden haben und Sie der „6-Monatsbauch“ nicht stört, können Sie ruhig abwarten unter regelmäßiger Ultraschallkontrolle. Vielleicht sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt mal über eine Progesterontherapie. Alles Gute!
Hallo nochmal. Habe vergessen zu schreiben , dass ich schon Beschwerden habe u zwar. Ich habe grosse Schmerzen direkt beim Höhepunkt beim Verkehr. Jetzt hat mir meine Ärztin Esmya verschrieben. Nehme diese seit 3 Tagen u habe Bauchschmerzen und einen ganz trockenen Mund. Meinen Sie dass diese Behandlung für mich richtig ist? LG u vielen Dank
Liebe Kerstin,
ob diese Behandlung für Sie sinnvoll ist, muss Ihre Ärztin entscheiden. Meines Wissens wirkt Esmya am besten, wenn es darum geht, zu starke Blutungen bei Uterus myomatosus zu reduzieren. Eine dauerhafte Verkleinerung der Myome ist damit nicht zu erreichen. Wenn Sie Beschwerden haben, sollten Sie vielleicht doch über eine Gebärmutterentfernung nachdenken. Am besten zweite Meinung bei anderem Frauenarzt, der Sie unterswuchen kann, einholen. Alles Gute!
Guten Morgen
Ich habe im September 2015 ein Submuköses Myom (ca. 3cm Durchmesser) operieren lassen. Es konnte nicht alles abgetragen werden weshalb die Ärzte sagten dass ich evtl. eine zweite Operation benötige um das Myom ganz zu beseitigen.
Vor der Operation hatte ich versucht das Myom durch das Medikament Esmya „schrumpfen“ zu lassen. Nach einem Monat Einnahme des Medikamentes ist das Myom eher gewachsen als kleiner geworden, zudem hatte ich starke Nebenwirkungen und vermehrt Blutungen weshalb die Behandlung mit Esmya als erfolglos abgebrochen wurde und die OP im Fokus stand.
Nach gut einem halben Jahr bin ich wieder gleichweit wie im September 2015. Das Myom verursacht wieder langanhaltende und starke Blutungen (obwohl ich die Spirale habe). Die US-Untersuchung zeigte dass das Myom nun ca. 4×3 cm gross ist. Die Ärzte sagten dass sie das Myom nicht mehr mittels demselben OP-Verfahren wie im Herbst abtragen können da es nun zu gross sei. Sie empfahlen mir die GM zu entfernen oder nochmals Esmya zu probieren – wenn das Myom kleiner wäre könnte es nochmals operiert werden.
Ich bin etwas ratlos. Einerseits fühle ich mich etwas unwohl gegenüber dem Gedanken die GM zu entfernen obwohl ich keinen Kinderwunsch habe (bin 42). Andererseits schreckt es mich ab alle halben Jahre wieder im OP zu landen…. das erscheint wie eine never-ending-story…. wenn die Ärzte nicht alles entfernen können wächst es ja wieder – die ersten Symptome – Abklärungen… Termine – hin und her und wieder Spital am Schluss.
ich bin sehr aktiv, sportlich und viel unterwegs. Das schrenkt mich schon ein und belastet mich.
Wie oft kann ein solcher Eingriff überhaupt vorgenommen werden? Ich habe nächsten Montag einen Termin bei einem Arzt der das Myosure-Verfahren anwendet… aber wenn es keine Möglichkeit gibt das Myom komplett zu entfernen muss ich wohl immer davon ausgehen dass es wieder nachwächst….
Gibt es noch andere Möglichkeiten? Was spricht für eine Entfernung der GM (nebst der Tatsache dass ich dann zumindest keine Myome mehr habe) – was sind Gründe wieso die GM möglichst erhalten bleiben sollte?
Besten Dank für ein paar Ratschläge
Lieber Gruss
Regula
Liebe Regula,
da Sie erst 42 Jahre alt sind, müssen Sie damit rechnen, dass das Myom weiter wächst und dass die Blutungsstörungen nicht besser werden. Wenn der Arzt es noch mal mit dem Myosure-Verfahren versuchen will, ist das okay. Anschließend würde ich zu einem Arzt für Naturheilkunde und Homöopathie gehen, der versuchen kann, die Blutungsstörungen zu verbessern und das Hormongleichgewicht wiederherzustellen. Vielleicht kommen Sie dann noch ein paar Jahre ohne zu große Schwierigkeiten mit der Gebärmutter weiter. Andernfalls würde ich bei starken Blutungsstörungen, die Ihre Eisen- und Zinkreserven in den Keller bringen, unbedingt zur Gebärmutterentfernung raten. Ist halt eine OP mit allen möglichen normalen Risiken, aber letzten Endes besser als der ständige Blutverlust. Vorübergehend könnte die Durchblutung der Eierstöcke etwas leiden, was mit Hormonen und pflanzlichen Mitteln ausgleichbar ist. Auf Ihr Lebensgefühl, das Sexualleben und die üblichen Alterungsprozesse hat die OP keinen negativen Einfluss.
Hallo Frau Doktor,leider habe ich mehrere Myome in der Gebärmutter. Eines davon ist 7cm mal 5cm gross.
Wollte sie fragen,ab welcher grösse sollte man ein Myome operativ entfernen lassen.Will meine Gebärmutter nicht so früh verlieren.
Bin 44 Jahre alt und sehr sportlich veranlagt.
mich plagen Ängste dass ich dadurch verfrüht in die Wechseljahre gelange nach der OP.
Vielen dank im Voraus.
Irina
Liebe Irina,
Die Entscheidung für eine Op richtet sich nach Ihren Beschwerden. Wenn Sie keine haben und auch nicht bei den Menstruationen zu viel Blut verlieren, können Sie die Myome ruhig behalten, müssen sie aber regelmäßig vom FA mit US kontrollieren lassen. Bei manchen Frauen arbeiten nach der Gebärmutterentfernung die Eierstöcke tatsächlich etwas weniger, aber meistens reguliert sich das nach einigen Monaten wieder ein. Also keine Angst vor einer OP, falls sie erforderlich ist!
Sehr geehrte Frau Doktor,
Ich bin 35 und mit meinem zweiten Kind in der 18. SSW. Bei der vorletzten Vorsorge Wurde ein Myom an der Hinterwand festgestellt, bei einer Vorderwandplazenta. Meine FA sagte die Lage wäre unproblematisch. Gestern war nun die nächste Vorsorge aber ohne US. Beschwerden habe ich nicht, allerdings habe ich in den vier Wochen fünf Kilo zugenommen, und fühle mich an dem meisten davon unschuldig). Kann das Myom so Stark gewachsen sein, so dass es doch Probleme machen könnte, sollte ich doch einen US machen lassen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Liebe Snickers,
Auch wenn das Myom wachsen sollte, geht das nicht so schnell, und Sie nehmen davon nicht so viel an Gewicht zu. Versuchen Sie, Ihre Ernährung zu verbessern: viel Gemüse, Salate, keine Fertigprodukte und wenig Einfachzucker. Ist ganz wichtig auch für die Zukunft Ihres Babies. Wenn Sie keine Beschwerden haben, können Sie ruhig mit dem US zuwarten, sehe es wie Ihr Facharzt. Alles Gute!