
Hitzewallung (forestpath, fotolia.com)
Fast täglich treffe ich Bekannte oder ehemalige Patientinnen zwischen 50 und 60 Jahren, die über nicht enden wollende Hitzewallungen klagen und mir erzählen, was sie schon alles vergeblich versucht haben, um sie loszuwerden. Eine meinte neulich: „Tagsüber habe ich mich ja daran gewöhnt, ich genieße diese Wärmewelle sogar, die durch den ganzen Körper fließt, aber nachts werde ich fast verrückt, weil ich stündlich im Saft schwimme, mich umziehen muss und nicht schlafen kann. Wie soll ich da noch konzentriert meinen Job machen!“ Ein echtes Problem, denn viele der Gesundheitsregeln, die ich auch in meinem Frauen-Gesundheitsbuch beschrieben habe, kosten Zeit, und daran mangelt es den meisten Frauen, die noch im Beruf stehen und in diesem Alter oft auf dem Höhepunkt ihrer Karriere sind.
Noch bis vor wenigen Jahren wurden Frauen in den Wechseljahren mit synthetischen Hormonen behandelt. Dadurch wurde das Hormonchaos bei vielen erfolgreich normalisiert. Aber die Risiken für Thrombosen und Brustkrebs waren so deutlich, dass heute nur noch bei stärksten Beschwerden, die nicht anders behandelt werden können, diese Hormone verschrieben werden. Außerdem soll die Dauer der Anwendung möglichst kurz sein.
Lebensführung
Zunächst einige Tipps zur Lebensführung, mit denen Sie auf Dauer gesehen die Häufigkeit und Intensität der Hitzewallungen reduzieren können:

Sauna (RRF, fotolia.com)
- Verzichten Sie auf Zigaretten, Kaffee, Alkohol und scharfe Gewürze.
- Essen Sie wenig Fleisch, dafür viel Obst und Gemüse. Vegetarierinnen haben nur selten lästige Wechseljahresbeschwerden.
- Reichern Sie Ihre Ernährung mit Pflanzenhormonen an: die Gruppe der Isoflavonoide ist besonders reichlich in Soja, Kichererbsen und anderen Hülsenfrüchten enthalten, die Lignane in Leinsamen, allen Getreiden, Mais, vielen Früchten und Gemüse. Sorgen Sie aber dafür, dass Ihr Darm gesund ist und alles richtig verdauen kann. Ergänzen Sie eventuell mit guten Darmbakterien, die dafür sorgen, dass die Pflanzenteile richtig aufgeschlossen werden und die Pflanzenhormone Ihren Zellen zur Verfügung stehen.
- Reduzieren Sie den Verzehr von Kohlenhydraten, bspw. in süßen Säften oder Kuchen, und essen Sie lieber mehr Eiweiß, bspw. fettarme Joghurt, Hüttenkäse.
- Essen Sie nicht zu spät und zu schwer zu Abend.
- Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft: Walking, Jogging, Schwimmen, Radfahren, Tanz, mindestens dreimal in der Woche etwa eine Stunde.
- Härten Sie sich ab mit Sauna oder Kneipp-Anwendungen, machen Sie Massagen mit beruhigenden Körperölen, wie Fenchel, Hopfen, Salbei oder Lavendel. Auch Moorkuren in mittlerem Reizklima sind ideal.
- Lernen Sie aktive Entspannung, bspw. durch Autogenes Training, Yoga oder Qigong.
Naturheilkundliche Hilfen
Der Markt an Nahrungsergänzungsmitteln, nicht rezeptpflichtigen Pflanzenkonzentraten oder homöopathischen Mitteln für Frauen in den Wechseljahren ist in den letzten Jahren fast explodiert. Ich möchte Ihnen einige Produkte nennen, die Sie selber, aber natürlich am besten nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin, einnehmen können. Dabei müssen Sie aber berücksichtigen, dass die Wirkung nicht sofort spürbar ist, sondern dass Sie mindestens viel Wochen abwarten müssen, bis Sie die Wirksamkeit beurteilen können. Dabei kann es durchaus sein, dass ein Produkt, was Ihrer Freundin geholfen hat, bei Ihnen gar nicht anschlägt, und umgekehrt, dass ein Mittel, auf das Sie schwören, Ihrer Freundin nicht hilft. In dieser Lebensphase reagiert wirklich jeder Körper anders!
Nahrungsergänzungen
Nahrungsergänzungen aus milchsauer vergorenem Getreide, wie Kanne Brottrunk, oder aus gekeimtem Weizen, wie Multitaleen, enthalten viele Pflanzenhormone. Sie können mit allen Therapien kombiniert werden. Der Vorteil ist, dass die vielen Salze, die der Körper beim Schwitzen verliert, gleich mit aufgenommen werden.
Heilkräuter
- Sie können sich auch selber Tees aus Heilkräutern brauen. So haben Himbeerblätter, Rosmarin, Beifuss, Holunderblüten und Salbei eine Östrogenwirkung, Frauenmantel, Schafgarbe, Brennnesseln eine Gelbkörperhormonwirkung. Aber Vorsicht: nicht literweise davon trinken, sonst passiert ihnen womöglich das, was bei einer meiner Patientinnen der Fall war. Sie kam mit Blutungen, die 5 Jahre nach der letzten Periode eingesetzt hatten, in die Klinik. Die Schleimhaut in der Gebärmutter war hoch aufgebaut, eine Ausschabung sollte stattfinden. Glücklicherweise erzählte sie mir, dass sie seit 2 Monaten 1-2 L Salbeitee wegen der Hitzewallungen getrunken hatte. Der hatte die Wirkung wie richtige Hormontabletten. Auf die Ausschabung konnte verzichtet werden, sie musste nur vorübergehend Progesteron einnehmen und durfte erstmal keinen Salbeitee mehr trinken.
- Ein wunderbares Frauenmittel ist der Frauenmantel, Alchemilla. Alchemilla verkörpert mit ihren Blättern den weiblichen Schoß, aus dem die Pflanze in regelmäßigem Rhythmus einen Tautropfen „gebärt“. Sie steht für die Akzeptanz des Frauseins. Nehmen Sie 1-3 Tropfen täglich von CERES Alchemilla comp., gerne auch in jeglicher Kombination mit anderen Therapien.
Phytopharmaka

Traubensilberkerze, auch Cimicifuga genannt (fotolia.com)
Konzentrierte Präparate aus Soja, Rotklee, Salbei, Türkischem Rhabarber oder Granatapfel kann man in Kapseln kaufen. Sie enthalten ebenfalls Pflanzenhormone und meistens noch zusätzlich Vitamine. Aber bitte nicht einfach das nächstbeste und billigste Präparat im Supermarkt kaufen. Besser lassen Sie sich in der Apotheke beraten, denn die sachgerechte Herstellung und eine genügend hohe Konzentration der Inhaltsstoffe ist für den Erfolg wichtig. Empfehlenswert ist bspw. Ellafem®, das neben 45 mg Isoflavonen auch wichtige Vitamine und Fettsäuren enthält.
- Extrakte aus der Traubensilberkerze sind Pflanzenheilmittel, die in Europa eine lange Tradition zur Behandlung von Hitzewallungen haben und wie Medikamente in vielen Studien überprüft wurden: am wichtigsten sind Remifemin (2×1 Tbl., anfangs doppelte Dosis) und Klimadynon, bzw. Klimadynon Uno (1x1Tbl).
Homöopathie und Schüßlersalze
- Schüßlersalze können Sie je nach Typ und Art des Schweißes sehr schön selber einsetzen, lesen Sie in einem Ratgeber nach, welche Kombinationen für Sie gut sind.
- Versuchen Sie es mit homöopathischen Komplexmitteln, wie bspw. Klimaktoplant Tbl., 3-5×1, oder den spagyrischen Tropfen KLIFE spag. Peka, 3×20.
- Noch besser ist es allerdings, wenn Sie einen homöopathisch arbeitenden Arzt kennen, der Ihnen ein für Sie passendes Einzelmittel verordnen kann. Die Wirkung tritt bei richtigem Mittel ganz rasch ein.
Akupunktur und TCM
- Auch die Akupunktur oder Kräuter aus der Traditionellen Chinesischen Medizin sind sehr hilfreich, wie wir in der Ambulanz für Naturheilkunde in Heidelberg in Studien zeigen konnten.
Hormontherapie
Leider gibt es auch einige Frauen, die auf keine dieser Therapien ausreichend ansprechen. Dann sollte man tatsächlich keine Angst vor einer vernünftigen Hormontherapie haben.
- Hier bieten sich die sogen. natürlichen Hormone an, Östradiol und Progesteron, wie der Körper sie bildet. Das Östradiol wird als Gel in die Haut eingerieben, bspw. Estreva Gel, wobei man die Dosis sehr schön auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen kann. Progesteron gibt es als Utrogest als Kapseln zum Schlucken. Sprechen Sie aber auf jeden Fall mit Ihrer Ärztin ab, ob eventuell Risikofaktoren bei Ihnen vorliegen, die diese Art von Therapie verbieten würden: Thrombosen, Brustkrebs in der Familie, bestimmte Brusterkrankungen bei Ihnen usw.
Sie sehen die Vielzahl von Möglichkeiten, so dass wirklich für jede Frau und jede Situation etwas dabei ist. Gehen Sie die Liste von oben nach unten durch. Und suchen Sie sich eine in der Naturheilkunde erfahrene Therapeutin, mit der Sie sich beraten können.

Netzwerk Frauengesundheit





Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich habe seit ca. 9 Monaten starke Hitzewallungen. Wenn die Hitze kommt kann ich mich nicht mehr konzentrieren, bekomme Herzrasen und bin von den nächtl. Attacken völlig kaputt und müde. Ich bin so fertig, dass ich heulen könnte. Ausprobiert habe ich Alsefemin, Remifemin, Estreva Gel und nun noch Sambucus comp.! Es bewegt sich nichts! Ich mache viel Sport, esse wenig, um mein Gewicht zu halten und weiß nicht, was ich noch machen soll.
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr, sehr dankbar!
Martina
Liebe Martina,
Ein Patentmittel habe ich leider auch nicht. Am sinnvollsten erscheint mir eine Behandlung mit klassischer Homöopathie oder Traditioneller Chinesischer Medizin, eine Kombination aus Akupunktur und chinesischen Kräutern. Wie Sie nach der 5-Elemente-Lehre gegensteuern können, hat meine Kollegin Frau Dr. Bihlmaier in ihrem etwas ungewöhnlichen Kochbuch: „Tomatenrot und Drachengrün“ beschrieben: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gesundheit-schlemmen-tomatenrot-drachengrun/
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
Gut, daß ich Sie wieder gefunden habe. Ich war vor ungefähr 17 Jahren ihre Patientin an der Uni Heidelberg, bis man mir mitteilte, dass ich in Wohnortnähe einen Gynäkologen suchen sollte. Danach ging alles schief. Zur Erklärung: Im Alter von ungefähr 41 Jahren hat mir ein Chirurg, ohne meine Einverständnis, beide Ovarien entfernt. Von Ihnen bekam ich dann die natürlichen Hormone in Olivenöl. Das führe ich bis heute irgendwie in eigener Regie weiter, da mir andere Gynäkologen nicht weiterhelfen konnte. Habe deren Präparate nicht vertragen. Jetzt bin ich schon fast 59 Jahre und nehme täglich abwechselnd 0,7,0,8 ,0,9, mg Östradiol (Receptura) in Olivenöl und alle 2 Monate für 14 Tage 18omg Progesteron (Receptura). Bin mir nicht mehr sicher, ob das so stimmt. Habe auch eine Histaminintoleranz und diverse allergische Reaktionen, sodaß ich auch nicht unbedingt pflanzliche Mittel nehmen möchte. Lebe seit ungefähr 2 Jahren vegetarisch und vegan.
Vielen Dank für Ihren Rat.
Liebe Jutta,
Ist ja schlimm, dass Sie so alleine vor sich hinwurschteln müssen! Ihre Therapie mit den natürlichen Hormonen klingt ja nicht schlecht. Allerdings meine ich, dass Sie bei dauerhafter Einnahme dringend einen Frauenarzt benötigen, der auch mal Hormonuntersuchungen macht und abklärt, ob die Dosierungn so in Ordnung sind. Bei Ihren Allergien müsste dringend der Darm mitbehandelt werden. Außerdem befürchte ich, dass sie bei veganer Ernährung mindestens einen Vitamin B12-, wahrscheinlich auch Vitamin D-Mangel haben. Suchen Sie sich bitte unter http://www.natum.de eine ganzheitlich arbeitende Frauenärztin, die sich mit der Hormontherapie und den Nahrungsergänzungen auskennt.
Das Institut für Mikroökologie ist auf den Darm spezialisiert. Sicher kann man Ihnen dort einen Arzt nennen, der sich mit der Darmdiagnostik und der Darmbehandlung auskennt. http://www.mikrooek.de/fuer-patienten
Vielleicht haben Sie diesen Artikel nicht gelesen: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/ Dr. Runow ist ebenfalls auf Darmerkrankungen spezialisiert, er lässt auch die entsprechenden Untersuchungen durchführen: http://www.umweltmedizin.org/
Viel Erfolg bei der weiteren Behandlung, schreiben Sie doch mal, was Ihnen weitergeholfen hat!
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/der-darm-denkt-mit-interview-mit-umweltmediziner-runow/
Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich bin 65 Jahre alt und leide an einer koronaren Herzerkrankung. Mit 49 J. hatte ich einen Infarkt mit anschließender Bypass-OP. Ungefähr zur gleichen Zeit fingen meine Wechseljahresbeschwerden an, die mit Tabletten behandelt wurden. Später bin ich auf Hormonpflaster umgestiegen. Mir ging es immer gut damit, ich hatte keinerlei Beschwerden. Jetzt erst, aufgrund eines Präparatwechsels habe ich die Gebrauchsinfo bis ins Detail studiert. Ich war entsetzt; da ist ganz explizit aufgeführt, dass diese Präparate bei meiner Vorerkrankung nicht verabreicht werden dürfen, was für mich eine klare Aussage ist und nicht ein Hinweis auf eine eventuelle Vorsichtsmaßnahme. Wie ernst muss ich diesen Hinweis nehmen? Bin natürlich total verunsichert und habe deswegen das Pflaster sofort abgesetzt, mit der Folge, dass ich jetzt unter starken Hitzewallungen und innerer Unruhe leide. Kein angenehmer Zustand. Was raten Sie mir, was soll ich tun, alles ignorieren und mit der Hormontherapie weitermachen oder gibt es eine Alternative? Ich hoffe sehr auf eine positive Antwort und bedanke mich im voraus.
Liebe Anne,
Die neuen Studien zeigen, dass die Nebenwirkungen einer Hormontherapie zu vernachlässigen sind, wenn man früh mit der Behandlung anfängt und die Hormone über die Haut aufnimmt. Sicherheitshalber, da ich Ihre Situation natürlich aus der Entfernung nicht beurteilen kann, sollten Sie einen gynäkologischen Endokrinologen aufsuchen. Solche Spezialisten gibt es praktisch an jeder Universitäts-Frauenklinik. Falls diese Art der Hormontherapie für Sie nicht geeignet sein sollte, können Sie die verschiedenen Pflanzenmittel probieren, die in meinen Artikeln genannt sind, sich viel bewegen und die Ernährung optimieren. Weiter Tipps finden Sie in meinem Frauengesundheitsbuch.
Schreiben Sie mal, wie Ihnen geholfen wurde!
Hallo Frau Prof. Dr. Gerhard,
ich bin 47, habe seit ca. 2 – 3 Jahren immer ca. 1 Woche vor Beginn der bis jetzt regelmäßig einsetzenden Periode Schwindel und Panikattacken, was sehr unangenehm ist und weitere Angst produziert. Nun habe ich seit ca. 1 Monat auch noch – empfinde ich so – extreme Hitzewellen, stehe mindestens 3 x pro Stunde „im Wasser“ und nachts … nicht zum Aushalten. Muss fast einen Schwimmring mit ins Bett nehmen.
Hormone darf ich nicht nehmen, da ich sehr stark übergewichtig bin. Ich versuche, die Ernährung umzustellen (mehr Obst, wenig Fleisch und Wurst und Käse). Vom FA habe ich Serelys empfohlen bekommen. Aber ich habe den Eindruck, es wird mit den Hitzewellen noch mehr, seit ich die Tabletten nehme.
Mir hat es jetzt bereits sehr geholfen, diese Seite zu lesen, da ich merke, dass es vielen Frauen so geht. Man ist so traurig, verzweifelt und hilflos.
Mein FA hat mir – aufgrund der starken Regelblutungen – empfohlen, die Gebärmutter entfernen zu lassen. Meine Frage: Würden sich nach einer solchen OP die Wechseljahresbeschwerden merklich reduzieren oder hat das einen Einfluss? Ich würde die OP nur machen lassen, wenn der Wechseljahres-Kram nachlässt, ansonsten nehme ich eben die starken Blutungen „in Kauf“.
Herzlichen Dank, ich hoffe sehr auf eine Antwort … und einen lieben Gruß, auch an alle „Mitleidensgenossinnen“
Gitte
Liebe Gitte,
Die Gebärmutterentfernung wird die Hitzewallungen nicht verbessern. Aber wenn Sie immer zu starke Blutungen haben, wird Sie das im Laufe der Zeit sehr schwächen. Wenn Sie die Ernährung umstellen, dann lieber nicht zu viel Obst, besser Gemüse und Salate. Außerdem haben Sie sicher einen Vitamin-D-Mangel. Lesen Sie mal diese beiden Artikel über Vitamin D: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/sonne-satt-und-doch-vitamin-d-mangel-interview-mit-prof-spitz/ und http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/deutschland-das-vitamin-d-mangelland-interview-mit-uwe-groeber/ Sie können ja mal Ihren Vitamin-D-Spiegel vom Arzt messen lassen, und dann kann er Ihnen Dekristol 20.000 Einheiten verschreiben. Keine Angst, damit können Sie sich nicht vergiften! Die Hitzewallungen werden besser, der Schlaf, und Sie werden zusammen mit der verbesserten Ernährung und hoffentlich auch Bewegung Gewicht verlieren. Außerdem können Sie bioidentisches Gelbkörperhormon in der 2. Zyklushälfte nehmen. Suchen Sie sich bitte eine ganzheitlich arbeitende FrauenärztIn unter http://www.natum.de
Gute Besserung!
Schönen guten Abend sehr geehrte Frau Dr. Gerhard,
das Dhea habe ich auf eigene Faust genommen, aber immer im Hinterkopf gehabt, das nach einem viertel Jahr testen zu lassen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Die Oekolpcreme und das Progesterongel hat mir meine Frauenärztin verschrieben. Ich hatte schon vor Jahren eine Östrogendominanz und musste deshalb ausgeschabt werden.
Ich leide zudem unter Hashimoto und Fibromyalgie. Fühle mich immer zu niedrig eingestellt, was ich an verstärkten Muskel-und Gelenkschmerzen festmache. Sobald ich ein bisschen das Medikament erhöhe, geht es mir besser und ich nehme auch zu. Paradox, welches mein Hausarzt nicht anerkennen will und mir deshalb nicht mehr Schilddrüsenhormon verordnet.
Er meint ich würde dann noch mehr abnehmen, was aber nicht so ist. Das versteht er aber einfach nicht.
Das Progesteron möchte ich ungern absetzen, da ich damit den Östrogenüberschuss auszugleichen versuche.
Seltsam ist, dass ich, seitdem ich das Dhea einnehme keinen Nachtschweiß mehr habe.
Da es eigentlich nur das Testosteron erhöht bei Frauen und weniger das Östrogen und mein Testosteron nicht erhöht ist, überlege ich eventuell erst einmal auf 5 mg herunterzugehen. Oder ist ein so hoher DHEA Spiegel an sich gefährlich? Ich habe keine Akne, keinen Haarausfall, nichts von alledem, was einen Überschuss anzeigen würde. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.
Viele liebe Grüße von Gerta
Liebe Gerta,
die Idee, einfach mal das DHEA zu reduzieren, finde ich gut. Wenn das klappt, dann weiter reduzieren, also“ausschleichen“. Die Tatsache, dass Sie auch Fibromyalgie haben, spricht dafür, dass Sie verschiedene Vitamin- und Mineralstoffmängel haben und übersäuert sind. Mit der Hormontherapie setzen Sie ja nur an ganz kleinen Hebeln an, die eigentliche Ursache für Ihre angegriffene Gesundheit bekämpfen Sie damit nicht. Ich empfehle Ihnen dringend, sich einen Arzt für Naturheilkunde zu suchen, der auf IHren GEsamtzustand eingeht.
Viel Erfolg und freundliche Grüße
Hallo Frau Dr. Gerhard,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich finde das ganz toll, wie Sie sich hier kümmern. Hut ab!
Mir haben meine Werte Angst gemacht. Meinen Sie, dass ich besorgt sein muss, wegen Brustkrebs oder Eierstockkrebs?
Sollte ich das Dhea absetzen? Meine Vermutung geht dahin, dass ich mit meinem Euthyrox zu niedrig eingestellt bin. Ich habe Hashimoto und dadurch bedingt auch Fibromyalgie.
Leider lebe ich auf dem Land und die Ärzte hier kennen sich kein bisschen mit Hormonen aus.
Liebe Grüße von Gerta
Liebe Gerta,
ja, ich würde DHEA absetzen. Wer hatte Ihnen denn diese Hormone alle empfohlen? Wenn Sie es auf eigene Faust gemacht haben, dann bitte unbedingt mal zu einem Spezialisten gehen, auch wenn Sie dafür mal weiter fahren müssen. Viel wichtiger als diese Hormone sind die richtige Ernährung und eventuell Nahrungsergänzungen. Wenn Sie diese hohen Werte nicht über Jahre haben, sollten Sie keine Angst vor Krebs haben müssen.
Viele Grüße
Liebe Frau Dr. Gerhard,
meine Speicheltestwerte sind heute gekommen und ich bin ganz fertig deshalb.
Hallo,
Ich wäre sehr, sehr dankbar für eine Bewertung meiner Ergebnisse. Progesteroncreme hatte ich 36 Stunden zuvor abgesetzt. Ich nehme eine 2% Creme zweimal am Tag vaginal. DHEA (10 mg) 24 Stunden zuvor. Ovestincreme im Moment nur ein Tüpfelchen morgens und abends im Gesicht und ganz selten nur noch vaginal.
Nun zu den Werten:
Dhea 29509pg/ml Referenzbereich:130-490 pg/ml
Östradiol (Saliva) 83,8 pg/ml Referenzbereich zweite Zyklushälfte 0,8- 10,8 pg/ml
Östriol(Saliva) 2554,4 pg/ml Referenzbereich 8 Uhr am Morgen < 21,0 pg/ml
Cortisol: 8120 pg/ml Referenzbereich 8120 pg/ml
Progesteron: 5000pg/ml Referenzbereich 2. Zyklushälfte 400-450 pg/ml
Testosteron (Saliva): 40,5 pg/ml Referenzbereich 5,0-49,0 pg/ml
Mir macht das jetzt wirklich Angst, weil vieles viel zu hoch ist. :-(
Liebe Grüße von Gerta
Liebe Gerta,
ja, das sind wirklich hohe Werte. Am besten, Sie lassen mal die Blutwerte bestimmen und sich von einem Frauenarzt mit Hormonerfahrung beraten. Die Speichelwerte können mal in die Irre führen.
Hallo
habe mit 35 Jahren die Gebährmutter entfernt bekommen. Und bin jetzt 51 Jahre. Seit einen halben Jahr habe ich unertägliche Hitzewallungen.Möchte aber keine Hormone einnehmen weil ich schon seit 4 Jahre Opiade einnehmen muß und da schon sehr gegen Übergewicht zu kämpfen habe. Tees, Sport, und Pflanzliche Mittel habe ich schon verwendet aber leider ohne Erfolg. -was kann ich noch alles machen ?
Bin für alle guten Ratschläge dankbar
Liebe Gabriela,
mit der Ernährung kann man noch eine ganze Menge machen, hier ist ein neuer Artikel zu dem Thema: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/keine-angst-vor-hitzewallungen-in-den-wechseljahren/ Aber auch eine Behandlung mit bioidentischen Hormonen ist notfalls denkbar. Wenn man Sie damit gut einstellt, werden Sie nicht an Gewicht zunehmen.
Hallo Frau Dr.,
schön das es dieses Forum gibt. Ich bin 48 Jahre alt und seit einigen Wochen habe ich Hitzewallungen. Ich habe mir von Weleda Cimicifuga.comb-Tropfen besorgt und warte jetzt mal ab. Gerne würde ich auch Salbeitee trinken. Sind 1 bis 2 Tassen am Tag in Ordnung? In einem Beitrag schrieben Sie, dass man diesen kalt trinken soll. Ist das richtig?
Als ich mich jetzt damit befassen und informieren mußte, mache ich mir große Gedanken um meine Mutter. Sie ist 67 Jahre alt. Seit über 20 Jahren nimmt sie Hormone, weil sie sehr starke Hitzewallungen hat. Zuerst in Tablettenform. Sie hatte dann vor ca. 3 Jahren ein geplatztes Blutgefäß im Nackenbereich, welches sich auswirkte, wie ein leichter Schlaganfall. Die Hormongabe wurde dann für 1 Jahr unterbrochen. Seitdem hat sie ein Hormonpflaster. Sie versuchte immer wieder mal die Hormone abzusetzen, leider war dies nie von länger Dauer. Sie ist übrigens nicht bei einer Gynäkologin, sondern bei ihrer Hausärztin und will auch nicht eine Spezialistin aufsuchen. Sie sagt sie würde sich bei ihrer Hausärztin wohlfühlen.
Liebe Bettina,
Wenn Hormone über die Haut appliziert werden, besteht kein erhöhtes Schlaganfallrisiko, soweit wir heute wissen. Wenn es Ihrer mutter damit gut geht, sollte sie dabei bleiben.
2 Tassen kalten Salbeitee am Tag können Sie ruhig trinken.
Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gerhard!
Ich bin seit ich 40 bin, in den Wechseljahren. Regelblutungen wurden extrem weniger und seit 2009 setzten sie ganz aus.
Bekam Remifemin plus verschrieben und nahm diese Tabletten bis Mai diesen Jahres. Dennoch Beschwerden (Hitzewallungen – besonders nachts – extreme Unruhe und Herzrasen).
Seit Mai Umstellung auf Estramon 30 Pflaster. Dann setzten wieder Regelblutungen (Schmierblutungen)ein. Mit starken Unterleibs- und Rückenschmerzen.
Nun seit 05.07. erneute Umstellung auf Estramon 40 Pflaster. Keine 20 h später starke Regelblutung, wie zuletzt vor 10 Jahren.
Meine Ärztin gab mir alternativ, falls wieder Blutungen auftreten, Serelys-Tabletten, die ich nun anstatt der Pflaster nehmen solle.
Meine Frage: kann ich einfach so die Estramon 40 pflaster weglassen und im Anschluss gleich Serelys nehmen? Ich weiss, dass diese Tabletten -ähnlich wie Remifemin – über einen längeren Zeitraum genommen werden müssen, um eine Wirkung anzuzeigen.
Also entweder Hormon Pflaster und wieder Regel mit Schmerzen oder ein neues Experiment. Liegen positive Erfahrungen mit Serelys vor? Welche Nachteile? (Bin Katzenhaar-Allergiker und bekomme Oralvac-Tropfen zur Desensibilisierung).
Im Moment bin ich so auf dem Versuchs-Kaninchen-Trip und weiss auch nicht, was ich nun machen soll.
Herzliche Grüsse,
Kerstin
Liebe Kerstin,
Habe selber keine Erfahrungen mit Serelys. Ob sie wirksamer sind als Remifemin weiß ich nicht. Gibt jedenfalls keine ausreichenden Studien dazu. Ist die Schilddrüse mal untersucht worden? Wie sieht die Gebärmutterschleimhaut im US aus? Suchen Sie sich eine Frauenärztin, die Erfahrung mit der Gabe von bioidentischen Hormonen hat, die man viel individueller dosieren kann als das Pflaster.