Krebsklein2JPGLeider gibt es kein Rezept, das Ihnen ein Leben ohne Krebs garantiert, zu vielfältig sind die Ursachen und Einflussfaktoren. Wenn Sie nur bedenken, wie viele Industriechemikalien jeden Tag erfunden und neu hergestellt werden, von denen wir keine Ahnung haben, wie sie sich auf unseren Stoffwechsel auswirken. Noch bis vor wenigen Jahren wussten wir nicht, dass es viele gibt, die im Körper eine hormonähnliche Wirkung haben. Außerdem lässt sich im Labor vielleicht simulieren, wie ein Giftgemisch auf eine einzelne Zelle wirkt, aber nicht, was in dem komplexen menschlichen Organismus passiert.

Aber eine gute Nachricht gibt es doch. Die Krebspersönlichkeit, nach der immer gesucht wurde, die gibt es sicher nicht. Zwar wirken sich Dauerstress, Angst, seelische Verletzungen, Kummer usw. auf unsere Gesundheit aus, aber sie verurteilen uns nicht zur Krebserkrankung, geschweige denn zu einer bestimmten Krebsart.

Umwelt

Je weniger sich der Organismus mit Fremdsubstanzen aus der Umwelt auseinandersetzen muss, desto besser wird er Krebsvorstufen, die immer entstehen, reparieren können. Im Frauen-Gesundheitsbuch, S. 63 folgende, habe ich Ihnen viele praktische Tipps für den Alltag zusammengestellt.

Neben den Giften und Industriechemikalien, die wir uns mit Baumaterialien, Möbeln und technischen Geräten in die Wohnung und an den Arbeitsplatz holen, wirkt sich auch radioaktive Strahlung und Elektrosmog zunehmend auf die normale Funktion unserer Zellen aus. Ziehen Sie lieber einmal mehr den Baubiologen und Elektroingenieur zu Rate! Oft reichen kleine Veränderungen, die aber auf Ihre Gesundheit eine große Auswirkung haben können.

Auch bei der Kleidung und Kosmetik auf Bioqualität und entsprechende Zertifizierungen achten.

Benötigen Sie Zahnfüllungen oder Zahnersatz, informieren Sie sich gründlich über die Wirkungen, denn es gibt kein Material, das nicht auch Risiken für Ihre Gesundheit haben könnte.

Positive Effekte unserer Umwelt

klein4 (4)Nutzen Sie aber auch die positiven Effekte unserer Umwelt, an erster Stelle steht das Sonnenlicht. Ohne ihre energiereichen Strahlen würden wir verkümmern. Die Lichtinformationen über das Auge regen die Zirbeldrüse zur Bildung von Melatonin an, ein körpereigenes Hormon, das nicht nur vor Krebs schützt, sondern auch den Schlafrhythmus bestimmt und Depressionen verhindert.

Außerdem wird unter dem Einfluss der Sonne in der Haut Vitamin D produziert, ein Alleskönner in Bezug auf unsere Gesundheit. Natürlich sollen Sie nicht übertreiben und auf gar keinen Fall einen Sonnenbrand riskieren, was die Hautzellen schädigt und das Risiko für Hautkrebs steigern könnte. Gehen Sie nie ungeschützt in die Sonne. Wenn Sie eine halbe Stunde jeden Tag Gesicht und nackte Arme der Sonne aussetzen, würde das wahrscheinlich schon reichen. Wer aber immer in Räumen arbeiten muss und im Winter kaum rauskommt, der muss zusätzlich Vitamin D einnehmen.

Rauchen, Alkohol

  • Mit dem Zigarettenrauch nehmen Sie massenhaft krebsauslösende Gifte auf. Rauchen verschlechtert die Durchblutung, hemmt das Immunsystem und verstärkt das Risiko von Lungenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Blasenkrebs. Je früher auf Nikotin verzichtet wird, desto größer ist die Chance, dass sich der Körper regenerieren kann. Es gibt Hinweise darauf, dass Personen mit einer angeborenen Schwäche bestimmter Entgiftungsmechanismen ein besonders hohes Risiko haben, an Krebs zu erkranken. Raucherinnen sind auch anfälliger für Viruserkrankungen, so dass sie bspw. häufiger mit dem Papillomavirus nicht fertig werden, woraus ungünstigstenfalls Gebärmutterhalskrebs entstehen kann.
  • WeinglasReduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Zwar enthält beispielsweise Rotwein auch Antioxidanzien, diese können Sie aber bestens aus anderen Quellen, wie besonders Grüntee, aufnehmen. Eindeutig erwiesen ist, dass mit dem Umfang des Alkoholkonsums auch das Risiko für Darmkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterschleimhaut- und Eierstockkrebs wächst.

Chronische Entzündung

Wenn sich Ihr Körper mit einer chronischen Entzündung rumschlagen muss, erhöht sich das Risiko einer Krebserkrankung, z.B. bei einer chronischen Magen-, Darm- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung. Durch die Entzündungssignale werden Fresszellen angelockt, die Wachstumsfaktoren produzieren, die auch von Tumorzellen für ein beschleunigtes Wachstum genutzt werden. Außerdem stimulieren Entzündungssubstanzen die Suppressorzellen, so dass Killerzellen deaktiviert werden. Und wenn die Killerzellen nicht in Form sind, nutzen das die Krebszellen zu ihrem Vorteil aus.

Oft liegen solche chronischen Entzündungsherde im Kopfbereich: Zahnwurzeln, tote Zähne, Mandeln oder die Kieferhöhlen. Wie wir aus der Chinesischen Medizin wissen, stehen die Zähne mit allen Körperorganen in Verbindung und können sie schwächen. Durch Neuraltherapie lässt sich oft das Störfeld herausfinden und dann gezielt, eventuell auch durch einen kleinen operativen Eingriff, ausräumen.

Chronische Entzündungen des Darms werden oft als solche gar nicht wahrgenommen. Eine Stuhluntersuchung kann dann weiterhelfen. Auch Nahrungsmittelallergien oder –unverträglichkeiten können Entzündungsreaktionen auslösen. Neben einer Auslassdiät lässt sich der Darm ausheilen, wenn man Pro- und Präbiotika verabreicht und antientzündliche Mikronährstoffe, wie bspw. Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Enzyme. Die Therapie ist langwierig aber lohnend und sollte nicht eigenmächtig erfolgen, sondern unter Aufsicht eines darauf spezialisierten Therapeuten. Eine homöopathische Behandlung mit Ihrem Konstitutionsmittel oder die Traditionelle Chinesische oder Indische Medizin eignen sich ebenfalls.

Sport

P1020499Nachdem über Jahre der Schwerpunkt der Vorsorge auf der gesunden Ernährung lag, ist heute klar, dass ein Mindestmaß an Bewegung genauso wichtig ist. Empfohlen wird dreimal in der Woche 45 min ein Ausdauertraining, wie Walken, Joggen, Schwimmen. Wer es ganz gut machen will, baut zusätzlich ein Muskeltraining zweimal in der Woche ein. Gehen Sie regelmäßig in die Sauna. Dadurch wird die Durchblutung sämtlicher Organe verbessert, Schlacken abtransportiert und Sauerstoff zugeführt. Glückshormone werden freigesetzt und Entzündungsreaktionen gebremst.

Krebszellen haben einen Gärungsstoffwechsel, sie mögen keinen Sauerstoff, erst Sauerstoffmangel macht sie aktiv. Große Studien haben gezeigt, dass man bspw. sein Darmkrebsrisiko um 20% reduzieren kann, wenn man 2 Stunden pro Woche Sport macht und sogar um 40%, wenn man sich 7 Stunden in der Woche ordentlich bewegt. Ähnliche Schutzeffekte fand man bei Frauen nach den Wechseljahren für Brustkrebs. Aber Vorsicht vor Übertreibung: wenn man seine Leistung überschätzt, schlägt der Effekt ins Gegenteil um, die Organe bekommen nicht genügend Sauerstoff, und Entzündungen und Verletzungen sind vorprogrammiert.

Auch hier wieder das Gute: es ist nie zu spät, anzufangen. Selbst wenn man an Krebs erkrankt ist, kann man durch Bewegung noch die Lebensqualität verbessern und die Überlebenszeit verlängern.

Psyche

LachenDie Forschung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, wie eng Psyche, Nerven- und Immunsystem miteinander verbunden sind. Im Tierversuch konnte sogar kürzlich demonstriert werden, dass Mäusekinder, die sozial isoliert wurden und dadurch unter Stress standen, als Erwachsene viel häufiger Krebs bekamen als die, die in ihrer normalen Familienumgebung aufwachsen durften.

  • Neben der Beschäftigung mit dem Körper braucht auch unsere Seele Nahrung und unser Geist Bewegung.
  • Aber Sie brauchen auch ausreichend Schlaf.
  • Je weniger Stress Sie empfinden, desto stärker wirkt auch Ihre körpereigene Abwehr gegen Krebszellen. Lernen Sie den richtigen Umgang mit Stress. Und wenn Sie das allein nicht können, suchen Sie Hilfe, bspw. mit einer Verhaltenstherapie, Yogastunden oder Atemtechniken.
  • Suchen Sie sich ein kreatives Hobby, allein oder in der Gruppe, beim Musizieren, Malen oder Schreiben.
  • Lernen Sie, sich täglich an kleinen Dingen zu erfreuen und nützen Sie jede Gelegenheit zum Lachen. Beim herzhaften Lachen gerät der ganze Körper in Vibration, die Durchblutung steigt, die Zellen werden überschwemmt mit Sauerstoff und Glückshormonen.
  • Meditieren oder beten Sie, denken Sie realistisch, aber positiv.

Und vergessen Sie nicht:

Das Wichtigste, was Sie auf dieser Welt haben, sind Sie selbst.

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