Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Liebe Frau Prof. Gerhard, ich habe seit 4 Jahren Probleme mit BE nach dem Geschlechtsverkehr mit meinem Partner. Wir wurden beide untersucht, jedoch negativ. Wir können nur geschützten sex haben, wollen jedoch bald kinder. Manchmal kommt es trotzdem zu BE, dann hilft tuim urofemin sehr gut. Wir sind sehr verzweifelt und die Nerven liegen blank, weil uns niemand helfen kann. Haben Sie einen Rat oder tip? Meine Pille ist die yasminelle. Vielen Dank im voraus. Gruß joami
Liebe Joami,
Warum nehmen Sie denn die Pille, wenn Sie trotzdem geschützten Verkehr haben müssen? Bei manchen Frauen kann die Pille das Immunsystem und die Schleimhaut der Scheide und Blase so verändern, dass Infektionen immer wiederkehren. Wann planen Sie denn eine Schwangerschaft?
mein Vorschlag: Verhütungsmethode oder zumindest die Pille wechseln, nach jedem ungeschützten GV für einen Tag Angocin antiinfect oder Preiselbeerextrakt (das Preiselbeer-Trinkgranulat Alpinamed hat die höchsten Konzentrationen schützender Inhaltsstoffe, noch in dieser Woche werden Sie einen neuen Artikel dazu in meinem Webmagazin lesen können)
Viel Glück und ma lBescheid sage, was geholfen hat
Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Am Dienstag habe ich die Blasenspiegelung hinter mich gebracht, alles ohne Befund.
Die Blase ist nur aufgrund der letzten Infekte leicht gerötet
am Ausgang. Das Myom drückt auf die Blase, aber nicht erheblich.
Bis Montag habe ich Cotrim genommen. Nun habe ich wieder das Gefühl von Ziehen und Harndrang. Vielleicht kann das aber auch noch von der Blasenspiegelung sein. Ich habe nun wieder mit Angocin begonnen, auch wenn es langsam wirklich ins Geld geht, wenn man es über Wochen nimmt.
Vielleicht habe ich auch eine Reizblase entwickelt. Ich kann es nicht mehr unterscheiden.
Meine Ärztin sagt, ich soll jetzt keine Antibiotika mehr nehmen. Im Notfall würde sie die Entzündungswerte im Blut überprüfen und nur dann Antibiotika geben. Ich fühle mich dort gut aufgehoben.
Den Urin werde ich mit Cranberrysaft ansäuern oder ist davon abzuraten, wenn die Blase noch gereizt ist ?
Mit freundlichen Grüßen
Marianne Kerst
liebe Marianne,
ist ja prima, dass der Befund so gut aussieht. Sie dürfen ruhig den Cranberrysaft trinken. Alles Gute und einen raschen Heilungserfolg!
Liebe Frau Prof. Gerhard,
Vielen Dank für den Artikel und die zahlreichen hilfreichen Tipps in den Kommentaren.
Ich nehme gerade aufgrund ihres Artikels zur Vorbeugung Cystinol und das Angocin, da ich in den letzten Wochen trotz Antibiotikaeinnahme (Monuril 3000) wierderholt Blasenentzündungen (bishin zu Nierenschmerzen) hatte. Im Unterbauch krampft es manchmal noch etwas, scheinbar wirken die Mittel und spülen die Entzündung aus?
Meine Frage: Da ich meist Tabletten ohne Zerkauen nicht herunterschlucken kann, möchte ich Sie nach einer Alternative zu den Tabletten Angocin fragen. Gibt es eventuell homöopathische Kügelchen oder alkoholfreie Lösungen dieses Produktes?
Vielen Dank für eine Antwort!
Herzliche Grüße,
Gilda
Liebe Gilda,
Endlich habe ich etwas für Sie gefunden: einen Preiselbeerextrakt, den Sie in Wasser auflösen und trinken können: das Preiselbeer-Trinkgranulat Alpinamed. Angeblich sind darin die höchsten Konzentrationen an Blsenschutzstoffen, noch in dieser Woche werden Sie einen neuen Artikel darüber bei mir lesen können.
Hallo Frau Prof. Gerhard,
ich bin sehr verunsichert. Hatte bisher selten mit Blasenentzündungen zu tun. Im letzten Jahr nahmen jedoch die Scheidenentzündungen zu.
Irgendwann las ich über den Beginn der Wechseljahre und die Veränderung der Hormone. Da sämtliche Milchsäurekuren keinen Erfolg brachten, verschrieb mir meine Frauenärztin jetzt eine Östrogensalbe zur vierwöchigen Anwendung.
Parallel dazu bekam ich Blasenentzündungen, jedoch ohne Fieber und Blut im Urin, dafür immer mit starken Unterleibsschmerzen. (ein Myom habe ich auch, das auf die Blase drückt). Ich war mehrfach beim Urologen, der mich mit Antibiotika behandelte, zunächst mit Cotrim forte. Nach einer Woche waren wieder Keime im Urin, also bekam ich ein anderes Antibiotikum (Nirofantin ?). Die Schmerzen ließen nicht nach, also befolgte ich den Rat meiner Heilpraktikerin und nahm Angocin, was mir schnell Linderung brachte ! Leider bekam ich beim Ausschleichen erneut eine Blasenentzündung, wieder ohne Blut und Fieber. Im Urin waren keine Keime sichtbar, erst nach Anlegen der Kultur. Der Urologe verschrieb wieder Cotrim. Meine Allgemeinärztin, die ganzheitlich arbeitet, meint, ich soll es erstmal ohne Antibiotikum versuchen, viel trinken und Cysto Hevert nehmen. Nun nach sechs Tagen habe ich es nicht mehr ausgehalten und mit dem Antibiotikum begonnen. Leider lese ich jetzt, dass sie bei wiederkehrenden Infekten davon abraten.
Ich bin sehr verunsichert. Im Internet lese ich soviel widersprüchliches bei Blasenentzündungen, auch dass man sie nicht verschleppen soll und nur AB helfen. Dann wieder, dass es so erst Recht zu wiederkehrenden Infekten kommt. Dann wieder soll der Urin sauer sein, da die Bakterien sich nicht halten können, dann soll man wieder Natron nehmen, damit der Urin basisch wird ??? Wenn ich jetzt mit dem Angocin nach der Antibiotikagabe anfange, kann ich Cranberry zusätzlich nehmen ? Ich soll auch noch zur Blasenspiegelung. Raten Sie davon vorerst ab ? Ich habe das Gefühl, die Schleihäute sind sehr gereizt. Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
Liebe Marianne,
Wenn ein Myom auf die Blase drückt, kann eventuell der Harn nicht so gut abfließen, was Infektionen fördern könnte. Deshalb ist es nach dieser langen Geschichte sicher gut, eine Blasenspiegelung vorzunehmen. Bei einem Östrogenmangel in den Wechseljahren ist auch die Blasenschleimhaut nicht mehr so stabil, deshalb ist eine Östogensalbe für die Scheide sicher gut. Gleichzeitig Cranberry und Angocin ist wahrscheinlich überflüssig, weil die Wirkmechanismen ähnlich sind. Reden Sie mit Ihrem Urologen, was er von der Ansäuerung des Urins hält. Bei wiederholten Blasenentzündungen spielt auch eine gestörte Darmflora eine Rolle. Überprüfen Sie Ihre Ernährung und pflegen Sie Ihren Darm. Dazu wird Ihnen Ihre Heilpraktikerin sicher gute Anleitungen geben können.
Guten Tag…..ich leide seit ungefähr 10 Jahren an be.die alle 2 Wochen neu ausbrechen….angocin und die anderen Natur Methoden wirken zwar um die akute be.zu bekämpfen aber wirklich geholfen hat mir nichts….ich habe mehrfach die blase gespiegelt bekommen und die blase auch impfen lassen…..egal wie sehr ich beim gv.aufpassen oder versuche mich warm zu halten es bricht immer wieder aus…..und vom urologen,Hausarzt oder frauenarzt bekomme ich nur Antibiotika verschrieben…..ich weiß einfach nicht mehr weiter ….mein ganzes leben ist dadurch eingeschränkt….im Sommer kann ich nicht baden gehn im Winter nicht vor die Tür….und in der Beziehung ist es auch sehr belastend….es wäre lieb wenn Sie mir helfen könnten….
Liebe Sarah,
das tiefer liegende Problem hinter den wiederkehrenden Blasenentzündungen kann im Umweltbereich, im Emotionalen, im Darm …. liegen. Wenn Sie dauerhafte Heilung wollen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich einen Arzt für Naturheilkunde zu suchen. Der muss eine eingehende Anamnese erheben und danach entscheiden, mit welcher ganzheitlichen Methode Ihnen am besten zu helfen ist. Vielleicht finden Sie auf der NATUM- Webseite eine FrauenärztIn in Ihrer Gegend, die ganzheitlich behandelt: http://www.natum.de/29-0-arztsuche.html oder eine Ärztin für Naturheilkunde oder Homöopathie oder Akupunktur unter http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html Viel Glück!
Hallo Frau Dr. Ingrid Gerhard,
Ich habe seit 3 Monaten das selbe Problem. Nach dem Sex bekomme ich immer wieder eine Blasenentzündung, teilweise habe ich schon Antibiotika bekommen etc. Was würden sie vorschlagen?
Vielen dank
Liebe Kira,
gleich nach dem Sex viel trinken und einen Tag Angocin antiinfect einnehmen.
Hallo Fr. Prof. Gerhard,
Kann ich während der Schwangerschaft zur Vorbeugung von Blasentzündungen Solidagoren Liquid (Mischung aus Goldrutenkraut, Gänsefingerkraut und Schachtelhalmkraut) 2 x tgl. 10 Tropfen über einen Zeitraum von 4 Wochen einnehmen?
Auf dem Beipackzettel steht, dass Schangere aus Mangel an Erfahrung das Medikament nicht verwenden sollen.
Vielen Dank für Ihren Empfehlung.
Viele Grüße
Conny
Liebe Conny,
mit der Kombination hätte ich kein Problem.
Hallo Frau Prof. Gerhard,
auch ich bin eine Leidgplagte seit ca 1,5 Jahren.
Ich habe eine chronische Nierenerkrankung, die ich aber gut im Griff habe. Nur meine ständigen (beinahe wöchentlichen) Blasenentzündungen senken Tag für Tag die Lebensqualität und täglich steigt der Leidensdruck.
Ich habe schon hinter mir:
Eigenbluttherapie, Darmsanierung mit Mutaflor, Homöopathie mit Tropfen und Globuli, Akupunktur, Alle Antibiotika bis hin zur Penicillinresistenz, Cranberrysaft und – kapseleinnahme über längeren Zeitraum,Angocin Anti Infekt über längeren Zeitraum, Gepan Instill Blasenspülung,Langzeitantibiotikatherapie (darunter auch Infekte und Schmerzen)…
Im ersten Jahr hatte ich häufig Klebsiella Pneumoniae im Urin keine E. coli. Hatte im Mai eine Blasenspiegelung und der Urologe konnte keine Entzündung feststellen. Mittlerweile ist mein Urin auch Keimfrei. (ich stixe selbst und Nitrit ist in letzter Zeit immer negativ, nur ab und an Leuko++ und Ery ++) und ich habe Blasenschmerzen. Sowohl beim Wasser lassen als auch „in Ruhe“.
Ibuprofen und Diclofenac darf ich wegen der Nierenerkrankung nicht nehmen, somit bleibt mir nur noch fast täglich Busopan+ oder Novalgin.
Ich habe kein Wochenende geschweige denn Urlaub, in dem ich keine Schmerzen habe und mich unbeschwert bewegen kann.
Die üblichen Ratschläge (Füße warm halten, Unterhemd anziehen, viel trinken, nach dem Sex auf Toilette, keine übermäßige Intimpflege…) halte ich schon immer ein, da ich ja seit meiner Kindheit Probleme damit hatte (Ureter-OP`s).
Nun meine Frage:
Was kann ich noch tun?
Habe etwas von Canephron gelesen, kann das helfen?
Wie sieht es mit Urovaxom aus?
Mein Urologe (der 4. mittlerweile) meinte etwas von der Strovac Impfung..
Aber: ich habe seit Wochen ja kein positives Nitrit mehr im Urin. Kann Strovac oder Urovaxom trotzdem helfen, auch wenn keine Bakterien nachweisbar sind?
Und kann man alle 3 Therapien parallel machen?
Ich hoffe auf Ihre Hilfe und bedanke mich im voraus.
Viele grüße
Christine
Liebe Christine,
Haben Sie vielleicht eine interstitielle Zystitis? Besorgen Sie sich mal das Buch „Blasenentzündungen, Blasenschmerzen….damit müssen Sie nicht leben“ von Ihnes Ehmer. Entweder Strovac oder Urovaxom, da diese Impfungen das Immunsystem stabilisieren sollen. Sprechen Sie mit Ihrem Urologen, womit seine Erfahrungen am besten sind. Canephron als Begleitmittel ist in Kombination mit jeder der beiden Impfungen möglich. Gute Besserung!
Hallo Frau Prof. Gerhard,
auch ich (35) habe ein Problem mit einer chronischen Blasenentzündung. Ich hoffe Sie haben ein paar Tipps für mich.
Alles fing Anfang 2012 an. Damals kam es zu einigen Veränderungen. Nach einer 10-Jährigen Beziehung hatte ich einen neuen Freund. Zur Verhütung nahm ich fortan die Anti-Baby-Pille ,,Trisyston“ (Generika „Trigynom“). Dazu kam, dass an meinem Gebärmutterhals einige mutierte Zellen festgestellt wurden und operativ entfernt wurden, indem ein keilförmiges Stück vom Gebärmutterhals entnommen wurde. Alle Folgeuntersuchungen sind bisher negativ. Vor der OP hatte ich bereits das Gefühl einer aufflammenden Blasenentzündung und danach auch. Die erste Blasenentzündung überhaupt meine ich. Der Test, welcher dann noch direkt im KH durchgeführt war jedoch negativ.
Seit diesem Zeitpunkt kämpfe ich regelmäßig mit Blasenentzündungen. Diese treten zumeist nach dem GV sowie in Verbindung mit starken Nachtschweiß auf. Ich muss dazu teilweise zweimal pro Nacht mein T-Shirt wechseln.
Die Blasenentzündungen äußern sich unterschiedlich. Die Schmerzen sind unterschiedlich stark. Einige der Entzündungen bekomme ich durch exzessives Trinken in den Griff. Ich habe allerdings das Gefühl, dass die Entzündung dann nie richtig weg ist und beim kleinsten Fehltritt das ganze Prozedere von vorne beginnt. Erst nach der Einnahme von Antibiotika hatte ich immer für ne Weile (2 Wochen) Ruhe. Seit Januar 2012 hatte ich zwischen 10-15 Blasenentzündungen.
Ich bin ein wenig verzweifelt, wie ich mit diesem leidigen Thema weiter umgehen soll. Ich habe bei diversen Internet-Recherchen gelesen, dass es Zusammenhänge zwischen dem Nachtschwitzen und Blasenentzündungen gibt bzw. der Anti-Baby-Pille, die den Schutzfilm der Blase deutlich reduziert und somit Blasenentzündungen auslösen kann.
Vielen Dank für Ihre Hilfe:-)
Liebe Jacqueline,
Klingt sehr nach einem Störfeld durch die Gebärmutterhalsoperation (Konisation) und Vitamin-D-Mangel, siehe auch diesen Artikel http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/neue-erkenntnisse-uber-vitamin-d-und-hilfe-bei-scheidenentzundungen-interview-mit-prof-dr-med-claus-schulte-uebbing/ Durch die OP kann es auch zu einer verminderten eigenen Hormonproduktion gekommen sein und die Östrogendosis in der Pille zu niedrig. Dann wird man anfälliger. Also Pille wechseln, Arzt für Neuraltherapie suchen, eventuell den Harn ansäuern.
Viel Erfolg! Und ruhig mal für die anderen Leidtragenden berichten, was Ihnen geholfen hat!
Hallo,
ich vermute, dass ich eine Blasenendzündung habe, weil ich oft zur Toilette muss. Das Ganze geht knapp 14 Tage so. Antibiotika will ich keines nehmen, da ich erst vor gut 4 Wochen eines vom Zahnarzt verordnet bekam. Durch Stöbern im Internet bin ich auf das Medikament Cystinol N Lösung gestoßen, die ich für 7 Tage einnehme. Habe darüber nur Gutes gelesen. Falls nach den 7 Tagen Einnahme noch keine Besserung zu bemerken ist, kann ich dann noch Cystinol Akut Dragees für ein paar Tage einehmen? Oder was würden Sie mir raten?
Ich muss sagen, ich bin 50 Jahre und seit 5 Jahren in den Wechseljahren und hatte nur 1 x einen Blasenendzündung. Passe auch immer auf, dass ich mir die Blase nicht verkühle.Was kann man vorbeugend einnehmen und wie lange?
Bedanke mich schon jetzt für Ihre Antwort.Mfg Heidi
Liebe Heidi,
Wenn die Beschwerden nach 7 Tagen nicht besser sind, hat es keinen Sinn, mit demselben Inhaltsstoff weiterzumachen. Angocin antiinfect http://www.angocin.de/ versuchen oder Preiselbeerextrakt: http://www.alpinamed.ch/index.php?id=48 bides sind Pflanzenheilmittel, die besonders in der Blase wirken. Aber nicht zu lange rumprobieren, erst mal vom Arzt die richtige Diagnose stellen lassen, damit nichts verschleppt wird.
Gute Besserung!