Die Typologie des Enneagramms ist für jeden erlernbar und hilft, sich selbst und seine Mitmenschen besser einzuschätzen.

Wer bin ich und wer bist Du, Portrait der Frauenärztin und Künstlerin*Frau Dr. Hilly Kessler

Frauen früherer Generationen bemühten sich, so zu sein, wie es die kulturellen Richtlinien, religiöse Reglements oder die gesellschaftlichen Erfordernisse notwendig machten. Die Fragen „Wie bin ich?“ und „Wie will ich sein?“ stellten sich ihnen in der Regel gar nicht. Patientinnen, die im oder nach dem Krieg geboren wurden, sitzen oft in meiner Sprechstunde und blicken zurück auf eine Biografie, in der es zumindest anfangs ums nackte Überleben ging. Und nun, vielleicht vor dem Hintergrund einer ersthaften Erkrankung, haben sie plötzlich die Freiheit, endlich zu tun, was sie schon immer wollten. Zum Genesungsweg gehört meist die Aufgabe, sich von äußeren (Schein-)Zwängen zu befreien und sich selbst zu leben. Viele haben ihre Bedürfnisse aber so lange zurückgestellt, dass sie sich ihrer gar nicht mehr erinnern. Oder sie haben sich so lange verbogen, dass sie sich fürchten, sich mit neuen Mustern auszuprobieren. Wie findet man den Weg zu sich, wenn das eigene Selbst seit Jahrzehnten vergraben war?

Luxus der Freiheit oder..

Ich bin heute Mitte vierzig. Frauen meines Alters haben den Krieg nicht erfahren, und die Zeit vor der Emanzipationsbewegung nicht erlebt. Wir genießen insofern die Gnade der späten Geburt. In einem relativ weiten Rahmen macht uns keiner mehr Vorschriften darüber, wie wir zu sein haben. Individualität ist ein anerkannter Wert. In unserem Kulturkreis zumindest. Wir dürfen frei wählen, wie wir leben wollen – und müssen es auch. Der Luxus der Freiheit bringt die sprichwörtliche Qual der Wahl mit sich. Noch nie war das Wertesystem so offen für neue Konzepte und Muster. Und auch wir haben damit den Bedarf und die Notwendigkeit, herauszufinden, wer wir eigentlich sind und wie wir leben wollen.

Die Qual der Wahl

Wenn ich die nachkommende Generation beobachte, die heute Anfang zwanzig ist, wird mir ganz schwindelig. Allein die Wahl des Studiengangs ist schon ein eignes Diplom wert – oder Neudeutsch einen Bachelor-Abschluss. Die Wortschöpfungen der vergangenen Jahre für Lebenskonzepte jenseits der vorherigen Normen belegen den Trend: Dinkys (double income no kids), Live-together-apart (Beziehungen, in denen jeder seine eigenen vier Wände behält), etc. Die Möglichkeiten der Welt stehen heute so weit offen, dass so manche junge Frau Schwierigkeiten hat, sich überhaupt zu orientieren. „Wer bin ich und wo will ich hin?“ könnte daher auch hier eine sinnvolle Frage sein.

Es gibt viele Arten, sich der Frage nach dem eigenen Lebensweg, nach den individuellen Bedürfnissen und nach erstrebenswerten Zielen zuzuwenden. Sich mit einer Typologie zu befassen, ist eine Möglichkeit.

Das Enneagramm als Pfadfinder

Pfadfinder

Das Enneagramm ist eine Typenlehre, die in der Seelsorge, im Coaching, in der Managementberatung und auch in der Einzel- sowie Paartherapie hilfreiche Verwendungsmöglichkeiten findet. Über ihre Quelle gibt es unterschiedliche Spekulationen. Während man zunächst glaubte, dass die Enneagrammlehre den islamisch-sufistischen Lehren aus Zeiten des Mittelalters entspringt, geht man heute eher davon aus, dass ihre Grundlagen dem christlichen Wüstenmönch Evagrius Pontikus zugeschrieben werden können. Was einst als Geheimlehre mündlich überliefert wurde, ist heute für jedermann zugänglich.

Ende der 1980er Jahren gab es drei Publikationen im deutschsprachigen Raum. Und zwischenzeitlich finden wir reichlich Literatur unterschiedlicher Ausrichtung zum Enneagramm.

Typologien weltweit

Die Idee, menschliches Verhalten und Charakterzüge systematisch zu analysieren, ist nicht wirklich neu. In Indien gibt es die Doshas als Erklärungshilfen, in China die Elemente, im europäischen Raum die Temperamente und weltweit die Astrologie. Und selbst die Homöopathie kann man als Typologie verstehen. All das sind Versuche, Muster zu erkennen und daraus sinnvolle Erklärungen für Erlebtes, Zielpunkte für Entwicklungen und gangbare Wege dorthin abzuleiten.

Wenn ich weiß, wo ich stehe, wie ich dorthin geraten bin, wohin mein Weg mich führen soll und wie ich ihn finde, kann das ein ebenso praktischer Ansatz sein wie eine Anleitung zur spirituellen Entwicklung. Und genau das macht das Enneagramm so wertvoll.

Typenmuster versus Individualität

Im Folgenden wird von den unterschiedlichen Persönlichkeitsmustern die Rede sein. Ich spreche dabei von der EINS oder der VIER. Gemeint ist das typspezifische Muster, nicht der einzelne Mensch. Die Kategorisierung wird natürlich nie dem Individuum gerecht. Bitte lassen Sie uns das im Hinterkopf behalten. Wir arbeiten einige typische Eigenschaften heraus, um das Muster identifizieren und seine Zusammenhänge begreifen zu können. Das bedeutet keineswegs, dass die betreffenden Menschen fortwährend so sind und immer genau so bleiben müssen. Das Typenmuster zeigt sich nicht von früh bis spät. Oft kommt es unter Stress besonders stark zum Vorschein. Daher findet man in den Beschreibungen in der Regel mehr negative Attribute als positive. Sie dienen der Identifikation. Selbstverständlich haben alle Menschen – egal welchen Typs – ihre ganz eigenen individuellen Merkmale. Und genauso selbstverständlich haben alle Typenmuster genauso viele positive Qualitäten.

Sie werden „in freier Wildbahn“ kaum einen Menschen finden, dessen vielfältige Eigenschaften sich ausschließlich einem einzigen Typen zuordnen lassen. Wenn wir dennoch ein Typenmuster identifizieren wollen, gilt es, auf das Wesentliche zu blicken, sozusagen den Roten Faden zu entdecken, der sich durch sein Verhalten oder seine Motive zieht – seine Fixierung.

Grundzüge des Enneagramms

Flügel

Flügel

Darin gibt es eine Einteilung in 9 nummerierte Persönlichkeitsmuster, die in drei Triaden (Bauch-, Herz- und Kopftypen) gruppiert sind. Die Typen werden in einer grafischen Darstellung auf einem Kreis angeordnet. Dort hat jeder Grundtyp zwei Nachbarn, die „Flügel“ genannt werden. In einzelnen Aspekten zeigt ein Mensch die Eigenschaften des einen oder des anderen Flügels. Eine weitere Differenzierung stellen die sogenannten Subtypen dar, von denen jeder Grundtyp drei in unterschiedlicher Ausprägung besitzt.

Jedes der neun Persönlichkeitsmuster hat seine spezifischen Qualitäten. Und das Spannende: Es gibt verlässliche Dynamiken, denen die Typen folgen, wenn es ihnen besonders gut oder besonders schlecht geht. Wir übernehmen die negativen Eigenschaften des entsprechenden Typs im sogenannten „Stresspunkt“ und die positiven Verhaltensweisen des Persönlichkeitsmusters im „Trostpunkt“.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung

Wenn beispielsweise eine tolerante und lebenslustige SIEBEN in ihrem „Stresspunkt“ EINS ist, zeigt sie kritische und (ver-)urteilende Züge. Sie wird kleinlich und verbissen, entwickelt Aggressionen und richtet diese entweder nach innen, was zur Depression führen kann, oder nach außen ggf. mit heftigen Wutausbrüchen. Ist die SIEBEN in Harmonie, kann sie auf ihren Aktionismus verzichten, entschleunigt ihr Leben und beginnt damit, einige wenige Themen umso tiefer zu durchdringen. Dann ist sie in ihrem „Trostpunkt“, der FÜNF, angelangt.

Trostpunkte zeigen unsere Entwicklungspotenziale

Für den Perfektionisten (EINS) ist es entlastend, die Leichtigkeit der SIEBEN zu entdecken, dem Helfer (ZWEI) hilft es, sich mehr um sich selbst zu kümmern (VIERer Qualität), der Erfolgsorientierte (DREI) kann echte Loyalität entwickeln (SECHS), der VIER tut die Strukturiertheit der EINS gut, der Forscher (FÜNF) kann sich mit der Souveränität der ACHT entfalten, der Skeptiker SECHS fühlt sich wohl mit der Gelassenheit der friedliebenden NEUN, für die lebenshungrige SIEBEN wirkt die Ruhe der FÜNF entspannend, der Boss (ACHT) kann sich selbst und anderen gegenüber Fürsorglichkeit wie eine ZWEI entwickeln, und der Friedliebende (NEUN) ist in der DREIer-Energie in der Lage, seine Ideen in die Tat umzusetzen.

Auch die typischen Fallen werden im Enneagramm beleuchtet. Das kann wahrlich zum Aha-Erlebnis werden. Wir bleiben beim Beispiel der SIEBEN: Um ihre tausend parallelen Aktivitäten unter einen Hut zu bringen, setzt die Lebenshungrige das Instrument der „Planung“ ein. Darin kann sie eine beeindruckende Perfektion entwickeln, die manchmal an eine EINS erinnert. Das allerdings ist nicht das Entwicklungsziel der SIEBEN. Ihre Aufgabe ist es nicht, die vielfältigen Aktivitäten geschickt zu handhaben, sondern sich auf weniger Themen zu konzentrieren. Nur so gelangt die eher oberflächliche SIEBEN zur Tiefgründigkeit und Ruhe der FÜNF.

Wer sich mit den Entwicklungspotenzialen und Fallen der Typen näher befassen will, findet jede Menge Literatur zum Enneagramm. Typentests gibt es im Internet oder als Büchlein. Oft gelingt es allerdings nicht, sich selbst einem Typen zuzuordnen. Wir haben sicher von vielen Typen Aspekte in unserer Persönlichkeit integriert. Und manche sind schon so lange in ihrem Stresspunkt, dass sie ihr ursprüngliches Persönlichkeitsmuster fast vergessen haben. Hier hilft ein Typisierungs-Interview durch einen Enneagramm-Berater.

Konflikte auf der Typ-Ebene betrachten

Auch im zwischenmenschlichen Kontakt ist das Enneagramm eine wertvolle Hilfe: Es entschärft persönliche Auseinandersetzungen, indem es Konflikte als ein Aufeinandertreffen von typspezifischen Sichtweisen betrachtet. Mit Respekt vor der Unterschiedlichkeit der Persönlichkeitsmuster lassen sich viele Probleme vermeiden, lindern oder zumindest in einen sinnvollen Rahmen einordnen.

Die nummerierten Typen sind mit Beinamen belegt. Diese knappen Charakterisierungen werden natürlich niemals einem Individuum und ebenso wenig einem Persönlichkeitsmuster gerecht. Die Kurzbezeichnungen sollen für den Enneagramm-Neuling lediglich den Einstieg in die Materie erleichtern. Das Enneagramm will dazu beitragen, dass der Mensch mit all seinen Facetten wahrgenommen und begriffen wird.

EINS: Der Perfektionist/Reformer

ZWEI: Der Helfer

DREI: Der Erfolgsorientierte /Leistungsmensch

VIER: Der Besondere Außergewöhnliche /Individualist

FÜNF: Der Beobachter/Forscher

SECHS: Der Skeptiker/Loyale

SIEBEN: Der Lebenshungrige/ Enthusiast

ACHT: Der Boss/Herausfordernde Dominante

NEUN: Der Friedliebende

Wir SIND nicht unser Typ

Er kommt lediglich in manchen Phasen oder Lebensbereichen besonders zum Vorschein. Die meiste Zeit sind wir Thomas Müller oder Lisa Schmidt und nicht „der ACHTer“ oder „die VIER“. Und doch hilft es ungemein, zu wissen mit wem man es aus Typensicht zu tun hat, und wie das Gegenüber „tickt“.

Interessante Einblicke in die verschiedenen Welten der unterschiedlichen Typen erhält man bei den so genannten Enneagramm-Abenden. Hier treffen sich in loser Runde Menschen mit verschiedenen Persönlichkeitsmustern und informieren sich gegenseitig über ihre Sicht der Dinge. Bei einem Themenabend ist ein bestimmter Lebensbereich oder eine spezielle Frage im Fokus der Aufmerksamkeit.

Mein erster Enneagramm-Abend zum Thema „Liebe“

Als ich zu einem meiner ersten Enneagramm-Abende ging, stand das Thema „Liebe“ auf dem Programm. Jeder konnte sich im Vorfeld überlegen, was Liebe für ihn bedeutet und was in Liebesbeziehungen für ihn wichtig ist. Ich hatte mir ernsthaft überlegt, ob ich da überhaupt hingehen sollte. Was konnte man denn „Neues“ oder gar „Spektakuläres“ über die Liebe erzählen? Da war doch alles klar. Heute muss ich über meine unbekümmerte SIEBENer Haltung lächeln. Ich war überrascht, was die Teilnehmer so von sich gaben:

EINS: „Für mich gibt es nur einen richtigen Partner. Mit ihm bleibe ich für immer zusammen.“

ZWEI: „In der Liebe gebe ich alles. Sogar mein allerletztes Hemd.“

DREI: „Die Frau meines Herzens erobere ich nach allen Regeln der Kunst.“ Oder „Es gibt so viele schöne Frauen, wie soll man sich da fest legen?“

VIER: „Keiner versteht mich so richtig. Deshalb enden meine Beziehungen meist schmerzhaft.“

FÜNF: „Das mit diesen tiefen Gefühlen ist mir zu kompliziert, das habe ich für mich aufgegeben.“

SECHS: „Die wahre Liebe gibt es sowieso nicht.“

SIEBEN: „Ich will so geliebt werden, wie ich bin.“

ACHT: „Der Mensch, den ich liebe, gehört in mein Territorium.“

NEUN: „Liebe ist für mich etwas Universelles. Ich kann mir durchaus vorstellen, mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben.“

Lausche und lerne

Immer wieder spannend sind die Veranstaltungen zu einem einzelnen Typus, z. B. „Ein Abend für die EINS“. Hier sitzen die EINSEN, sprechen von sich und ihrem Weltbild und dürfen befragt werden. Wer aufmerksam lauscht, kann in aller Ausführlichkeit Menschen desselben Grundtyps erleben, ihre Gemeinsamkeiten und individuellen Unterschiede. Die Teilnehmer erhalten wertvolle Impulse und Einsichten, wie man dieses Persönlichkeitsmuster leichter verstehen und mit ihm besser umgehen kann.

„Ein Feind ist jemand, von dem man nicht genug weiß.“

Asiatische Weisheit

Party

Für mich sind die Enneagramm-Veranstaltungen wunderbare Gelegenheiten, mit ganz unterschiedlichen Menschen in Berührung zu kommen. Typen, denen ich früher eher ausgewichen wäre, sehe ich nun in einem ganz anderen Licht. Kennt man ihre positiven Motivationen und manchmal auch ihre Hilflosigkeit, fällt es einem wirklich schwer, jemanden unsympathisch zu finden.

Auch freue ich mich, meine „Artgenossen“ in der Runde zu treffen. Manchmal halten sie mir einen Spiegel vor, der mir Einsichten in meine eigenen Verhaltensmuster gewährt und schon vielerlei Veränderungen angeregt hat. Die meist einfühlsam vorgebrachten Rückmeldungen zu den typspezifischen Verhaltensmustern sind immer wieder erhellend. Der Enneagramm-Lehrer achtet auf das respektvolle Miteinander. Es gibt klare Spielregeln zur Kommunikation, damit die Vertraulichkeit keinen Nährboden für Verletzungen bietet. Dieser geschützte Rahmen hilft, Kritik anzunehmen und für sich die offenen Entwicklungschancen zu ergreifen.

Möglichkeiten und Grenzen der Enneagramm-Arbeit

Für alle Typenkonstellationen gibt es Hinweise zu Konfliktpotenzialen und konkrete Empfehlungen zum Umgang miteinander. Diese sind z. B. bei Konflikten in der Familie oder am Arbeitsplatz außerordentlich wertvoll. Bei vielen schwierigen Situationen kann eine Begleitung durch einen erfahrenen Enneagramm-Berater wertvolle Dienste leisten. Ein verantwortungsbewusster Berater weiß, wie weit seine Kompetenzen gehen. Enneagramm-Arbeit ist eine gute Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung. Echte Persönlichkeitsstörungen und schwerwiegende seelische Probleme gehören in die Hände eines hierfür ausgebildeten Therapeuten.

Und wo erfahre ich Weiteres?

Dieser Artikel kann natürlich nur ein Appetithäppchen sein. In das Enneagramm kann man sich beliebig weit vertiefen. Detaillierte Kenntnisse vermitteln Bücher, Enneagramm-Gruppen, Vorträge und Kurse. Der Claudius Verlag berät und hat viele wichtige Bücher zur Enneagramm-Arbeit aufgelegt. Der Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e. V. vermittelt Gesprächskreise, bildet aus und veranstaltet Seminare und Kongresse.

Buchempfehlungen von der Redaktion

Das Enneagramm – Die neun Gesichter der Seele

Dieses Buch von Andreas Ebert und Richard Rohr gilt als Standardwerk zur Typologie des Enneagramms. Seit 25 Jahren ist auf dem Markt, mit 45 Auflagen hat es viele Suchende beraten und begleitet. Leicht zu lesen, mit vielen Illustrationen und Beispielen versehen, bietet es einen guten Weg zum Verständnis des Enneagramms und zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Nur wer sich selbst gut kennt, kann eine dauerhafte Veränderung und Heilung erreichen. Wille und Mut zur Veränderung sind mitunter nicht ausreichend ohne das Wissen, wo die Veränderung ansetzen muss. Das Enneagramm hilft den „blinden Fleck“, die eigene Schwäche aufzuspüren und gibt damit Anregungen auf dem eigenen, ganz persönlichen Weg weiterzukommen. Das Buch ist als Einstieg ideal und zur Vertiefung hilfreich. Es enthält zudem eine ausführliche Literaturliste und wichtige Kontaktadressen.

Enneagramm Typen-Test CD ROM oder Taschenbuch

Der Enneagramm-Typen-Test (ETT) erleichtert es, den eigenen Typ zu finden. Kurz nach dem Erscheinen des Buches „Das Enneagramm – Die neun Gesichter der Seele“ verfasste der Psychologe und Enneagramm-Kenner Markus Becker den Typentest, der auf verschiedene Weise genutzt werden kann. Zunächst einmal zum Finden des eigenen Typs. Dann wird er häufig – beispielsweise von Paaren oder Freunden – zur wechselseitigen Einschätzung genutzt. Hieraus ergeben sich erfahrungsgemäß interessante Einblicke in Beziehungen – und fruchtbare Diskussionen. So könnte der Test auch in der Therapie genutzt werden. Kurze Typenbeschreibungen erleichtern die Auswertung des Tests. Seit einigen Jahren ist der ETT auch auf CD erhältlich.

Mein Leben verstehen: Das Enneagramm als Wegbegleiter in der zweiten Lebenshälfte

Suzanne Zuercher, die leider im Juni mit 83 Jahren gestorben ist, galt als eines der „Urgesteine“ der Enneagramm-Szene. Schon in jungen Jahren beschäftigte sie sich mit der Typologie und entwickelte eine eigene Sicht auf die Eigenschaften der neun Typen, die die Erkenntnisse von Richard Rohr und Andreas Ebert ergänzt. In diesem Buch berichten jeweils drei mit Enneagramm erfahrene Personen desselben Typs im Dialog über ihr Leben als eben dieser Typ. Ergänzt durch Erläuterungen und Stellungnahme der Autorin zeichnet dieses Buch eine typengerechte zweite Lebenshälfte voller Möglichkeiten und Gelegenheiten.

Typisch! So verstehen Sie Ihre Chefs und Kollegen mit dem Enneagram

Zum Verständnis des Buches ist eine Vorkenntnis des Typenmodells nicht notwendig. Die Autorin Simone May widmet sich sehr ausführlich der Einführung in das Typenmodell. Dieses Buch ist locker und gut verständlich geschrieben und führt mit vielen praktischen Beispielen sowie Illustrationen versehen durch die bunte Welt des Arbeitsalltags. Mit dem Wissen um Leidenschaften, Laster und Stresspunkte der verschiedenen Typen können Sie nicht nur an sich selbst arbeiten, sondern im Arbeitsalltag überlegt, strategisch und erfolgreich handeln. Das Enneagramm hilft im Berufsleben zu einem besseren Verständnis und Miteinander des Teams und wird inzwischen von einigen Personalern zur Teambildung eingesetzt.

Freundlicherweise wurden mir einige Illustrationen ihres Buches für diesen Artikel zur Verfügung gestellt. Sie sind urheberrechtlich geschützt: www.maypaula.de.

Über die Autorin

PetRa Weiß ist medizinische Heilpraktikerin und Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Weinheim. Ihre Schwerpunkte liegen in der Traumatherapie sowie in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen und psychosomatischen Störungen.

Als freie Mitarbeiterin der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. www.biokrebs.de betreut sie seit vielen Jahren das Patienten-Magazin „Signal“ redaktionell und hat dort zahlreiche Beiträge veröffentlicht. Sie hat die Bücher „ Wirksame Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs“ und „Heilimpulse bei Krebs“ von Dr. György Irmey lektoriert.

Sie referiert an der Akademie für Ganzheitsmedizin und im Rahmen der Vorlesungsreihe Ganzheitsmedizin an der Universität Heidelberg.

Seit 2013 ist PetRa Weiß im Vorstand bei Ganimed (Ganzheit in der Medizin) e.V. aktiv. Sie engagiert sich für eine integrative Medizin, welche die Möglichkeiten der Schulmedizin nutzt und sinnvoll durch Naturheilkunde und Seelenarbeit ergänzt.

PetRa Weiß
Heilpraktikerin
Praxis Lichtblick,
Hopfenstraße 5
69469 Weinheim
gesund@praxis-lichtblick.eu
www.praxis-lichtblick.eu

Telefon 06201 4883093

Über die Künstlerin

*Frau Dr. Hilly Kessler ist Frauenärztin in Luxemburg und international bekannte Künstlerin. Ihre Frauenportraits machen betroffen und nachdenklich. Für dieses Webmagazin hat Frau Dr. Kessler mir ihre Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

www.hillykessler.com

Haben Sie schon persönliche Erfahrungen mit dem Enneagramm gemacht? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar.


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