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Krebsschutz durch Vitamin D

Von | 2. Juli 2015 – 15:40 10 Kommentare 14.922 AufrufeDrucken

Durch Sonnenlicht mit UV-B-Strahlen und Vitamin D als Nahrungsergänzung lässt sich das Risiko zahlreicher Krebserkrankungen reduzieren und die Chance auf gesunde Langlebigkeit verbessern.

sonnenstuhlNicht schon wieder! Vitamine, die Krebs vorbeugen sollen? Hatten wir doch schon: Vitamin E oder Vitamin C? Richtig, doch diesmal liegt die Sache anders. Vitamin D ist auch ein Hormon! Vitamin D ist der Stoff, der Licht in Leben verwandelt. Ohne Licht kein Leben. Tatsächlich ist schon länger bekannt, dass Vitamin D-Mangel ein Risikofaktor für so manche Tumorerkrankung ist – Brust-, Darm- und Prostatakrebs sind hier sehr gut untersucht. Was wissen wir heute über die krebsschützenden Eigenschaften von Vitamin D?

Sonne schützt vor Krebs

Die Sonne spielt eine Hauptrolle im Krebsdrama. Seit mehr als 30 Jahren ist bekannt, dass in Regionen mit reichlich Sonne weniger Menschen an Krebs sterben. Bereits 1992 mutmaßte man, dass vermehrte Sonnenexposition die Zahl der Brust- und Darmkrebstoten in den USA um 30 000 verringern könnte. Der Zusammenhang von Krebs, zu wenig Sonnenlicht und Vitamin D-Mangel ist hoch wahrscheinlich und wurde vielfach bestätigt. Offensichtlich könnten Zehntausende Krebstote verhindert werden, wenn die Haut mehr Sonne bekommt – oder Vitamin D-Supplement benutzt wird.

Durch Vitamin D von Sonnenenergie zu Lebensenergie

95 Prozent der benötigten Menge an Vitamin D werden in der Haut produziert, nur 5 Prozent kommen (wenn überhaupt) aus Lebensmitteln. Vitamin D ist das unabdingbare Bindeglied zwischen Sonnenenergie und Lebensenergie.

Da die Sonneneinstrahlung geographisch variiert, entwickelten sich Menschen unterschiedlicher Hautfarbe: dunkelhäutige Menschen in Äquatornähe und hellhäutige Menschen im Norden. Wer sich viel im Freien aufhält und 10 bis 15 Minuten täglich (ungeschützt) Sonne abbekommt, hat kein Defizitproblem. Schon vor fünf Jahren wurde Ihnen in diesem Webmagazin von dem Arzt und Lichtspezialisten Alexander Wunsch das Sonnenbaden als Wunderelixier für Ihre Gesundheit angepriesen. Ein Jahr später gab Ihnen derselber Autor Anweisungen, wie Sie durch die Heliotherapie gesund und schön werden können.

Bis vor kurzem waren die Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit und die wichtige Rolle, die die UV-B-Strahlung des Sonnenlichts spielt, nur unzureichend bekannt. Das hat sich geändert. Heute kennen wir die Antwort.

Sonnenlicht mit UV-B-Strahlen schützt vor Krebs

Strandspaziergang bekleidet

Strandspaziergang bekleidet

Warum kann UV-B-Licht auf der Haut die Häufigkeit fast aller Krebserkrankungen günstig beeinflussen?

Antwort: Vitamin D wird in der Leber in 25(OH)D (Calcidiol) umgewandelt und steht dann der Prostata, dem Darm, der weiblichen Brust, den Eierstöcken, der Bauchspeicheldrüse, dem Gehirn und vielen anderen Geweben zur lokalen Produktion von aktivem Vitamin D (Calcitriol) zur Verfügung. Diese Gewebe sind dann nicht auf die Vitamin-D-Aktivierung in der Niere angewiesen. Wer viel in der Sonne ist oder Vitamin D supplementiert, beugt somit Krebserkrankungen (und natürlich der Osteoporose) vor.

Ursachen von Vitamin-D-Mangel

Vitamin-D-Mangel hat viele Ursachen.

  • An erster Stelle steht das Defizit an natürlicher Sonnenstrahlung auf der Haut. Hauptgründe dafür sind der moderne Lebensstil, das Dogma „Sonnenstrahlung ist gefährlich“, übertriebener Sonnenschutz, die Hautfarbe und das höhere Lebensalter.
  • Darüber hinaus gibt es noch bestimmte Erkrankungen, die ein Defizit zur Folge haben.
  • Zudem sind zahlreiche Risikofaktoren für Vitamin D-Mangel bekannt.
  • Das Problem wird auch dadurch verschärft, dass die „offizielle Medizin“ unzureichende Empfehlungen für Vitamin D propagiert, trotz vorliegender Evidenz für erhöhte Vitamin-D3-Zufuhr. Seit Jahren fordern internationale Wissenschaftler, dass die Empfehlungen zur Sonnenexposition und zur Vitamin-D-Nahrungsergänzung überarbeitet werden müssen.

Beurteilung der Vitamin-D-Versorgung

Zur Beurteilung der Versorgung mit Vitamin D wird die Konzentration von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) [Calcidiol] im Blutserum gemessen.

  • Man spricht von einem Vitamin D-Defizit, wenn der Wert von 25(OH)D weniger als 30 Nanogramm pro Milliliter (75 nmol/l) beträgt.
  • Als expliziter Vitamin D-Mangel werden 25(OH)D-Werte von weniger als 20 Nanogramm pro Milliliter (50 nmol/l) eingestuft.
  • Als optimaler Vitamin D-Status gelten Blutspiegel von 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (100–150 nmol/l) 25(OH)D. In Deutschland geht man davon aus, dass zwei Drittel der Jungen und Mädchen (62/64 Prozent) sowie weit über die Hälfte der Männer und Frauen (57/58 Prozent) Vitamin-D-Spiegel unter 20 ng/ml haben, also mangelhaft versorgt sind.

Lassen Sie Ihren Vitamin D-Wert bestimmen (Laborwert: 25(OH)D; ca. € 30), damit Sie wissen, wie gut Sie versorgt sind! Es geht um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.

Antitumorfaktor Vitamin D

Es gibt mehr als 2500 Laborstudien, die sich mit dem krebsschützenden Faktor Vitamin D beschäftigt haben. Experimentelle Studien belegen die folgenden krebsschützenden Effekte von Vitamin D:

  1. Es hemmt das Tumorzellwachstum und den Reifeprozess von Tumorzellen, was zur Bildung von Krebszellen beiträgt, die weniger bösartig sind.
  2. Vitamin-D-Stoffwechselprodukte sorgen dafür, dass es häufiger zum Tumorzelltod (Apoptose) kommt. Dadurch verringert sich die Gefahr von Absiedelungen (Metastasierung) und die Aggressivität des Tumorwachstums wird gebremst.
  3. Indirekt stört Vitamin D auch die Nährstoffversorgung des Tumors durch Hemmung der Gefäßneubildung (Angiogenese).
  4. Vitamin D ist auch ein immunstärkender Faktor.
  5. Eine wichtige Immuneigenschaft von Vitamin D ist die entzündungshemmende Wirkung.
  6. Für die Krebsentstehung ist etwa die Unterdrückung des Transkriptionsfaktors NF-kB von Bedeutung. Man hat Hinweise darauf gefunden, dass Strahlen-/Chemotherapien bei Krebspatienten besser wirken, wenn genügend Vitamin D verfügbar ist.
  7. Zudem vermitteln Vitamin D und Calcium Antitumoreffekte, die sich gegenseitig verstärken. Beispielsweise kommt es zu weniger Neuerkrankungen an Darmkrebs, wenn zusätzlich zum Calcium aus der Nahrung auch viel Vitamin D aufgenommen wird.

Brustkrebs

Brustkrebs © fotoliaxrender - Fotolia.com

Brustkrebs © fotoliaxrender – Fotolia.com

Frauen mit Brustkrebs und Vitamin-D-Mangel zum Zeitpunkt der Diagnose haben eine um 75 Prozent höhere Sterbewahrscheinlichkeit im Vergleich zu gut versorgten Frauen. Auch das Risiko für Metastasierung ist um 94 Prozent höher. Es gibt zahlreiche Studien seit den 1990er-Jahren, die zeigen, dass das Brustkrebsrisiko mit zunehmender Lichteinwirkung abnimmt.

Eine kanadische Studie fand heraus, dass Frauen, die als Teenager/junge Erwachsene die meiste Sonne abbekamen, ein um 60 Prozent vermindertes Brustkrebsrisiko hatten. In einer anderen Studie zeigte sich, dass es einen Zusammenhang zwischen Sonnenlichtmangel, niedrigem 25(OH)D und Brustkrebs gibt: bei Werten über 38 ng/ml verringerte sich das Brustkrebsrisiko um 58 Prozent. Schätzungen zufolge gehen auch in Europa 25 Prozent der Todesfälle durch Brustkrebs auf das Konto von Lichtmangel.

nach Garland 2009

nach Garland 2009

Statistisches Prognosemodell zum Schutz vor Brustkrebs durch Vitamin D

Eine Analyse von Daten zur Beziehung von 25(OH)D und Brustkrebsrisiko ergibt: je höher der 25(OH)D-Wert, desto geringer das Brustkrebsrisiko. 2009 stellte der Forscher William Grant eine Weltkarte vor, die den Präventionsgewinn bei Neuerkrankungen verdeutlicht.

Geschätzte globale 25(OH)D-Spiegel (farbcodiert). Mit 2000 IE Vitamin D3 und – falls möglich – maximal 10 Minuten direkter, ungeschützter Sonnenbestrahlung pro Tag kann das Brustkrebsrisiko verringert werden (grüne Balken) (Grafik: S. B. Mohr, MPH) [Garland 2009].

Geschätzte globale 25(OH)D-Spiegel (farbcodiert). Mit 2000 IE Vitamin D3 und – falls möglich – maximal 10 Minuten direkter, ungeschützter Sonnenbestrahlung pro Tag kann das Brustkrebsrisiko verringert werden (grüne Balken) (Grafik: S. B. Mohr, MPH) [Garland 2009].

Wenn frau 2000 IE D3 täglich aufnimmt und (falls möglich) maximal 10 Minuten Sonnenexposition hat, hätte das weitreichende Folgen:

In Nordeuropa wäre das Brustkrebsrisiko um 26 Prozent geringer, und es würden 5.577 Todesfälle weniger auftreten, in Westeuropa wäre das Brustkrebsrisiko um 21 Prozent niedriger, knapp 47.000 weniger Todesfälle. Die 2000 IE Vitamin D3 (Empfehlung der National Academy of Sciences) müssten als Supplement zugeführt werden – 10 Minuten Sonnenbestrahlung (mittags: Gesicht, Arme, Brust, Beine) sind optional und verbessern den Vitamin D-Status zusätzlich. In Deutschland ist die Vitamin D-Produktion durch UV-Sonnenlicht nur von Ende Mai bis Ende September möglich.

Die Angaben entsprechen einer Minimalvorgabe zur Verbesserung des Vitamin D-Status und Anhebung des 25(OH)D-Wertes auf 40-60 ng/ml.

Überleben von Brustkrebs hängt von Vitamin D-Spiegel ab

Eine aktuelle Analyse von Studien mit 4413 Brustkrebspatientinnen untersuchte die Beziehung zwischen der Überlebenswahrscheinlichkeit und dem 25(OH)D-Spiegel. Die Gesamt- und krankheitsbezogene Sterblichkeit bei niedrigsten/höchsten 25(OH)D-Werten wurden verglichen. Frauen mit 25(OH)D-Spiegeln von mehr als 30 ng/ml hatten eine um 38/43 Prozent verringerte Gesamt-/Krankheitssterblichkeit. Das heißt: Wenn die Vitamin D-Spiegel hoch genug sind, leben Frauen mit Brustkrebs signifikant länger.

Mehr Hautkrebs durch Sonne?

Und was ist mit dem Hautkrebs? Würden mehr Menschen Hautkrebs bekommen, wenn sie häufiger in die Sonne gehen?

Man schätzt, dass etwa 500 Frauen pro Jahr an „weißem“ (gutartigem) Hautkrebs sterben würden, aber mehr als 27 000 an Brustkrebs. Das heißt, einem Todesfall durch Sonnenlichtexposition stehen 55 Todesfälle durch Brustkrebs gegenüber.

Darmkrebs

Darmkrebs ©-Juan-Gärtner-Fotolia.com

Darmkrebs ©-Juan-Gärtner-Fotolia.com

Darmkrebs ist die zweithäufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern und Frauen, bevorzugt im Alter von 60 bis 70 Jahren. Eine Metaanalyse von fünf Studien ging der Frage nach, was der optimale Vitamin-D-Status zur Vorbeugung gegen Darmkrebs ist. Zunächst zeigte sich, dass das Darmkrebsrisiko mit ansteigendem 25(OH)D-Spiegel sinkt. Im Vergleich der höchsten (≥ 33 ng/ml) und niedrigsten Werte (< 12 ng/ml) verringert sich das Darmkrebsrisiko um die Hälfte. Bei mehr als 38 ng/ml 25(OH)D beträgt der Schutzeffekt 55 Prozent.

Zur Vorbeugung empfiehlt der Experte die Einnahme von 1000 bis 2000 IE Vitamin D3 pro Tag. Je höher der Vitamin-D-Wert, desto niedriger die Sterblichkeit: Wer mit einem 25(OH)D-Wert von mehr als 32 ng/ml lebt, hat nur ein Viertel des Risikos für Darmkrebs im Vergleich zu Werten unter 20 ng/ml.

In Nordeuropa würde die Darmkrebssterblichkeit um 29 Prozent sinken. 5500 Menschen mehr würden überleben.

In Westeuropa beträgt der geschätzte Überlebensvorteil 27 Prozent bzw. mehr als 61 000 weniger Darmkrebstote. Wer mehr Sonne auf die Haut lässt und täglich 2000 IE Vitamin D zuführt, schützt sich wirksam vor Darmkrebs.

Prostatakrebs

Prostata ©-CLIPAREA.com-Fotolia.com

Prostata ©-CLIPAREA.com-Fotolia.com

Prostatakrebs ist die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung. In Deutschland sterben knapp 3 von 100 Männern an Prostatakrebs. Mehr als 20 Studien haben seit 1990 eine Vitamin-D-basierte Therapie des Prostatakarzinoms untersucht. 1992 entdeckte man, dass Prostatakrebszellen Rezeptoren (VDR) für aktives Vitamin D (Calcitriol) besitzen und deshalb für Antitumoreffekte von Vitamin D empfindlich sind. Seit 1998 ist bekannt, dass Prostatazellen aktives Vitamin D selbst herstellen können, weil sie ein dafür benötigtes Enzym besitzen – Krebszellen haben zwar VDR, aber nicht das Aktivierungsenzym.

Heute versucht man Krebspatienten, die auf eine Hormontherapie nicht mehr ansprechen, mit Calcitriol, Vitamin D3 (2000 IE pro Tag) oder Kombinationen zu behandeln. Eine Laborstudie bestätigte, dass Vitamin D3 bei Krebszellen an intakte Krebszellen-VDR bindet und so direkt das Tumorwachstum hemmt. Vieles spricht dafür, dass sich Männer mit mehr Sonne auf der Haut und einem guten Vitamin-D-Status vor Prostatakrebs schützen können.

Der Vitamin D-Forscher Michael F. Holick bemerkt (für die USA): „Nur 600 Männer sterben jedes Jahr am gutartigen Hautkrebs, aber 37 000 Männer sterben jedes Jahr vorzeitig an Prostatakrebs.“

Gibt es ein besseres Argument für mehr Sonne auf der Haut?

Langlebigkeit

gesund alternGlaubt man der jüngsten Übersichtsarbeit, die 290 Kohorten- und 172 randomisierte Studien unter die Lupe nahm, ist unklar, ob Vitamin-D-Mangel Ursache oder Wirkung von Krankheiten ist. In Bezug auf die Sterblichkeit jeder Ursache fanden Kohortenstudien eine umgekehrte Beziehung zum 25(OH)D-Wert. Mit Ausnahme von Darmkrebs soll die Sterblichkeit durch Vitamin D nicht signifikant beeinflusst werden. Relativ schlecht fiel auch die Bewertung von 34 Interventionsstudien aus. Es ist offenbar noch zu früh für eine explizite Vitamin-D3-Empfehlung. Zumindest wirken Vitamin-D3-Gaben von bis zu 8000 IE täglich bei älteren Menschen lebensverlängernd. Wer zusätzlich auf einen gesunden Lebensstil umsteigt, darf auf ein glückliches und langes Leben hoffen.

Ermutigende Ergebnisse von Metaanalysen

Optimistischer stimmen die Ergebnisse einer Metaanalyse von acht Kohortenstudien mit 26 018 Männern und Frauen (USA und Europa) im Alter von 50 bis 79 Jahren. Teilnehmer mit den niedrigsten 25(OH)D-Spiegeln hatten die höchste Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sowie insgesamt. Das Sterberisiko war in diesen Kategorien um etwa 50 Prozent höher als bei Teilnehmern mit gutem Vitamin-D-Status. Krebspatienten mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln hatten eine um 70 Prozent erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit. Der lebensverlängernde Effekt war bemerkenswert, dauerhaft und weitgehend unabhängig von Alter, Geschlecht, Jahreszeit oder nationalen Besonderheiten.

Ermutigend sind auch die Resultate einer Metaanalyse von 73 Kohortenstudien mit 849 412 und von 22 Interventionsstudien mit 30 716 Teilnehmern. Man fand Überlebensvorteile von 35 Prozent für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von 14 Prozent für Krebserkrankungen und 35 Prozent für jede andere Erkrankung.

Und hier die bestmögliche Nachricht: Die Lebenserwartung erhöht sich signifikant um 11 Prozent, wenn man Vitamin D3 einnimmt! Vitamin D2 zeigte keinen solchen Effekt.

Fazit

Diese topaktuellen Analysen von Daten Hunderttausender Studienteilnehmer lassen keinen Zweifel aufkommen, dass Sie mit genügend Vitamin D im Blut gesünder und länger leben. Ihr persönliches Langlebigkeitsprogramm inklusive Krebsschutz ist einfach: Sie können sich kostenlos mit Vitamin D versorgen, wenn Sie der Haut täglich (im Sommer, ungeschützt) 10 bis 15 Minuten UV-B-Licht gönnen oder sich mit preiswertem Vitamin D3-Supplement versorgen.

Über den Autor

Dr WormerDr. med. Eberhard J. Wormer studierte Germanistik, Geschichte, Sozialwissenschaften und Medizin. Nach der Approbation und Promotion arbeitete er als Arzt und in medizinischen Verlagen. Dr. Wormer lebt in München und arbeitet als Journalist, Buchautor und Herausgeber. Er veröffentlichte bislang Ratgeber zu fast allen Gesundheitsthemen für ein Millionenpublikum. Schwerpunktgebiete sind unter anderem Herz-Kreislauf, Psyche, Ernährung, Naturheilkunde, Vitamin D, gesunde Bewegung und Schmerz.

Kontakt

Dr. med. Eberhard J. Wormer
Autor – Journalist • Medizin – Wissenschaft • medical writer
Leonrodstr. 32
D-80636 München
Tel +49-(0)89-129 52 52 •
Fax +49-(0)89-123 49 67
mobil +49-(0)170-248 49 16

eberhard.wormer@mnet-online.de

Buchempfehlung von der Redaktion

Vitamin D: Heilen mit der Kraft des Sonnenhormons. Eine medizinische Revolution

Wormer Vitamin DIn diesem Artikel hat Ihnen Herr Dr. Wormer in Anlehnung an sein Buch „Vitamin D: Heilen mit der Kraft des Sonnenhormons. Eine medizinische Revolution“ nur einen Aspekt der Heilwirkung von Vitamin D vorgestellt. Aber es gibt noch viele andere: die Wirkung auf Muskulatur und Knochen, auf (Auto)Immunkrankheiten, auf Herz-Kreislauferkrankungen, auf die Psyche und die Nerven. Deshalb empfehle ich Ihnen dringend das ganze Buch zu lesen. Und ich verspreche Ihnen: es liest sich wie ein Krimi!

Zunächst beschreibt Eberhard Wormer den langen Weg von der Erkenntnis, wie gesund Licht für unseren Körper ist, bis zur Entdeckung von Vitamin D. Immerhin bekam einer der Forscher, der deutsche Chemiker Adolf Windaus, 1928 den Nobelpreis für Chemie. Aber erst 1959 konnte Vitamin D3 rein dargestellt werden. In den letzten 50 Jahren wurden weitere Stoffwechselprodukte von Vitamin D entdeckt und an Hand großer Studien bewiesen, vor wie vielen Krankheiten Vitamin D schützen und wie viele Vitamin D sogar heilen kann. Aber Sie wissen ja sicher aus eigener Erfahrung, wie zurückhaltend viele Ärzte bei der Umsetzung dieser Erkenntnisse sind.

Deshalb müssen Sie Ihr Gesundheitsmanagement selber in die Hand nehmen. In seinem Buch „Vitamin D: Heilen mit der Kraft des Sonnenhormons“ gibt Eberhard Wormer Ihnen genaue Anweisungen, wie Sie auf eigene Faust (und mit dem eigenen Geld) Ihre Vitamin-D-Versorgung überprüfen können. Nur dann können Sie sicher sein, dass Sie den nächsten Schritt, nämlich die Einnahme von Vitamin D, auch richtig machen.

Eberhard Wormer beschreibt, wie Sie am besten die Sonnenkraft ausnutzen und sich trotzdem vor Hautkrebs schützen. Er leitet Sie an, wie Sie in Abhängigkeit von Ihren Blutwerten und Ihrem Körpergewicht Vitamin D dosieren müssen und welches die preiswertesten Präparate sind.

Berichten Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen mit Vitamin-D-Mangel, Vitamin-D-Messung und Vitamin-D-Substitution, und schreiben Sie einen Kommentar!

10 Kommentare »

  • Gina sagt:

    Liebe Prof.Dr Gerhard

    Ich habe von meinem Frauenarzt ein Rezept für Ovid Vaginal Ovula verlangt, aber er wollte mir nicht verschreiben mit einer Begründung – sie sind hochdosiert und das kann schwierige Folgen verursachen, bzw. eine Lähmung auslösen. Ganz ehrlich so was kann ich ihm nicht glauben. Warum ist er eigentlich dieser Meinung? Ich hoffe auf Ihre Antwort. Vielen Dank im Voraus. Freundlichen Gruss.

    • Dr. Eberhard Wormer sagt:

      Liebe Gina,

      was Sie erleben, haben viele Patienten (inklusive meine Person) bei Haus-/Fachärzten erlebt. Schulmediziner fürchten offenbar Vitamin D wie der Teufel das Weihwasser. Traurige Realität.

      Unabhängig von Ihrer Vorgeschichte/Person/Krankheit, die ich nicht kenne, spricht bei entzündlichen Beschwerden im Vaginaltrakt nichts gegen eine lokale Vitamin D-Anwendung – gleichermaßen kann Vitamin auch bei entzündlichen Hauterscheinung sehr wirksam eingesetzt werden. „Hoch dosiert“ hin oder her, Vitamin D gehört als körpereigene Substanz zu den sichersten (körpereigenen!) Stoffen. Frau Prof. Gerhard war an einer diesbezüglichen Studie beteiligt (http://www.natum.de/files/15013_2015_20_01_i_040-041_gg1501_natum_vitamin_d_473757_online_1_.pdf). Wenn Sie sich daran halten, ist alles bestens.

      Sie sollten sich einen Arzt suchen, der kein Problem mit Vitamin D hat. Anders geht es nicht. Ihr Gynäkologe hat keine Ahnung von Vitamin D und plappert wie viele andere Ärzte das Märchen von der „gefährlichen“ Überdosierung vor sich hin. Von „schwierigen Folgen“ oder „Lähmungen“ kann keine Rede sein. ER wird nicht dikussionsfähig sein.

      Im übrigen halte ich es für skandalös, dass Vitamin D „hochdosiert“ nur auf Rezept abgegeben wird. Vielleicht wechseln Sie besser Ihren Gynäkologen. Sie werden Ihr Rezept von einem anderen Arzt bekommen.
      mt den besten Grüßen
      Dr. med. Eberhatd J. Wormer

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Gina,
      das brauchen Sie ihm auch nicht zu glauben, das ist Quatsch. Drucken Sie ihm den Artikel aus oder Arzt wechseln! Viele Grüße

  • Elisabeth K. sagt:

    Liebes Expertenteam,
    Mir wurde von meinem Hausarzt verboten Vitamin D zu nehmen. Es wurde ein DCIS diagnostiziert u. brusterhaltend operiert. Mein Hausarzt meint Vitamin D dürfe man bei Brustkrebs u. Prostatakrebs auf keinen Fall nehmen?! Ihrem Artikel u. auch vielen anderen Artikeln entnehme ich aber das Gegenteil oder habe ich das falsch verstanden? Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar. Liebe Grüße Elisabeth K.

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Elisabeth,
      da versteht man wirklich die Welt nicht mehr! Vitamin D schützt nachweislich vor hormonabhängigen Tumoren. Lassen Sie Ihren 25OH-Vitamin-D-Spiegel messen und nehmen Sie dann genügend Vitamin D, am besten mit K2, ein. Gute Besserung!

    • Dr. Eberhard Wormer sagt:

      Liebe Elisabeth,
      Wo Ihr Hausarzt seine Weisheit hernimmt, bleibt rätselhaft – oder hat er Ihnen erklärt, worauf sich sein „Verbot“ stützt. Immerhin will er Ihnen etwas verbieten, was grundsätzlich von jeder Zelle gebraucht wird, seit einigen Millionen Jahren! Ich kann nur sagen, es gibt keine Kontraindikation für die körpereigene Substanz Vitamin D. Das Vitamin ist aus Sicht der Wissenschaft DAS krebsvorbeugende Mittel – aus vielen Gründen.

      Die Tatsache, dass Sie ein DCIS haben, ändert nichts am Vitamin D-Bedarf des Lebewesens Mensch. Ob mit oder ohne Krebs, der heute empfohlene D-Gehalt im Blut (25(OH)D) liegt bei 40 bis 60 ng/ml. Ob möglicherweise eine Hochdosisanwendung sinnvoll wäre, ist eine eigene spezielle Fragestellung.

      Ich empfehle Ratsuchenden mittlerweile, das Thema Vitamin D bei Ärzten nicht anzusprechen, sondern selbst in die Hand zu nehmen. Diese dumme ablehnende Haltung von uniformierten Ärzten ist sehr weit verbreitet. Da sind Sie nicht allein. Im Ernst: Seit wann können Ärzte der Sonne verbieten zu scheinen? Menschliche Wesen sind auf Licht (Vitamin D-Produktion) zwingend angewiesen. Mindestens seit 3 Millionen Jahren.

      Sorgen Sie dafür, dass Ihr D-Wert im Blut einen gesunden Wert hat. Die Einzelheiten stehen in meinem Buch.

      alles Gute und viele Grüße

      Dr. med. Eberhard J. Wormer

  • kathrina sagt:

    Liebe Frau Prof. Dr. Gerhard,

    ich hatte Sie vor einiger Zeit hier bereits kontaktiert,
    da mein Vita D Spiegel trotz täglicher Dosierung von 10K I.E. nicht entsprechend gestiegen war. Dann hatte ich erhöht auf 20K täglich und den Spiegel auf 55 ng/mol gebracht. Dann hatte ich noch weitere 12 Tage mit 20 K täglich dosiert, da ich den Spiegel auf 80 ng anheben wollte. Nun habe ich heute das Laborergebnis erhalten und mein Spiegel ist > 120 ng/mol. !!! Mir wurde nun empfohlen dringend ärztlichen Rat einzuholen. Jegliche CA-Zufuhr und Vita D Zuhuhr zu meiden. Nun habe ich große Angst, dass ich evtl. Nierenversagen bekommen oder ähnliches. Ich verstehe nicht, wie diese Erhöhung nach den weiteren 12 Tagen Einnahme möglich ist. Kann es daran liegen, dass ich die Ernährung schon seit einigen Wochen auf Low-Carb umgestellt habe ? Was raten Sie mir ? Muss ich mir nun Sorgen machen ? Wie kritisch ist meine Situation ? Herzlichen Dank für Ihren Rat. (Die Messungen erfolgten über einen Test von Cerascreen)

    • Prof. Dr. Ingrid Gerhard sagt:

      Liebe Kathrina,
      leider gibt es immer wieder Probleme bei der Bestimmung von Vitamin D. Auch ich hatte bei einem Labor monatelang Werte um 120ng/mL, die Kontrolle in einem anderen Labor ergab 50 ng/ml. Also keine Panik! Lassen Sie den Spiegel doch um 50ng/ml. Sehen Sie zu, dass Sie 100-200µg K2 einnehmen, dann kommt das Kalzium in den Knochen. Lassen Sie sich in 2 Wochen Blut in einem Fachlabor zur Kontrolle abnehmen. Und nehmen Sie zukünftig nur so viel Vitamin D ein, wie sich aus Ihrem Körpergewicht berechnen lässt. Alles Gute!

  • Claudia sagt:

    Ich finde den Artikel äusserst interessant. Bei mir wurde ein Vitamin D Mangel festgestellt und mir wurde Vitamin D in 2000 IE verschrieben. Ich habe mit einem Homöopathen gesprochen der mir empfahl eine Woche lang 4 tabletten a 2000IE zu nehmen, danach 2000IE. Meine Hausaerztin war entsetzt. Habe ich jetzt eine Überdosierung. Bin verunsichert. Meine Laborwerte 4- Vitamin D 25 und (25-Hydroxy-Cholecalciferol) 14-
    Dise Untersuchung wurde gemacht weil bei mir eine Osteoporose t -4,5 festgestellt wurde.

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