© LianeM - Fotolia.com

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Trinken Sie jeden Morgen einen anderen von sieben verschiedenen Kräutertees, und Sie werden mühelos entsäuern und entgiften.

Ohne Frage ist eine Fastenkur die wirksamste Entgiftungs- und Entschlackungsmethode. Das Frühjahr ist die günstigste Zeit dafür. Aber wie oft nehmen wir uns das vor, schaffen es aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht: da wird der Urlaub im Frühjahr gestrichen, oder wenn es Urlaub gibt, möchte man sich auch verwöhnen lassen. Während der Arbeit ist es für Viele zu stressig (und auch nicht besonders sinnvoll), und überhaupt, es gibt so viele Methoden, welche ist die richtige?

Keine Angst, ich will Ihnen keine neue Fastenkur anpreisen, sondern einen Vorschlag machen, wie Sie jederzeit, in jedem Monat des Jahres, ohne große Umstände Ihren Körper bei der Entgiftung unterstützen können.

Die gesunden 7 Kräutertees

Kaufen Sie sich jeweils 50 gr von den folgenden sieben verschiedenen Kräutertees. Informieren Sie sich über den Hersteller, denn Sie wollen eine hochwertige, pestizidfreie Bio- Qualität, wie bspw. von Salus. Brühen Sie sich jeden Morgen nach dem Aufstehen einen von ihnen mit kochendem Wasser auf. Am besten trinken Sie ihn in kleinen Schlucken noch vor dem Frühstück. Diese Kur machen Sie vier bis sechs Wochen lang und wiederholen sie nach Bedarf in regelmäßigen Abständen.

Diese Tees regen ganz milde die Ausscheidungsorgane an und helfen Leber und Nieren. Sie stimulieren Ihre Bauchgehirn. und damit harmonisieren Sie die Psyche und aktivieren Sie das Immunsystem. Nur Schwangere sollten darauf verzichten, da die Bitterstoffe in den Tees zu stark sein könnten, teilweise besteht auch die Gefahr von vorzeitiger Wehentätigkeit bei versehentlicher zu hoher Dosierung. Will man die unten beschriebenen Heilwirkungen ausnutzen, muss man mindestens zweimal am Tag den entsprechenden Tee trinken. Sind Allergien gegen eine der Pflanzen bekannt, lassen Sie diese weg und machen Sie die Trinkkur mit den restlichen.

Die angegebenen Mengen beziehen sich auf eine Tasse, die Zeitangaben auf die Dauer des Ziehens. Danach durch ein Sieb gießen. Damit sich der Tee gut entfalten kann, sollten Sie kein Teeei benutzen, sondern die Blätter direkt überbrühen. Die meisten Tees sind mehr oder weniger bitter. Es hat aber keinen Sinn, sie zu süßen, sie werden nicht besser schmecken. Wie der Volksmund schon sagt:

„Eine Arznei muss bitter schmecken, sonst wirkt sie nicht.“

So sieht eine Woche aus

  • Tag 1 Wermut: ½ TL, max. 1 min
  • Tag 2 Enzianwurzel: 1 TL, 1 min.
  • Tag 3 Tausendgüldenkraut: 1 TL, 1 min
  • Tag 4 Löwenzahn: 1 TL, 10 min
  • Tag 5 Mariendistelfrüchte: 1TL, 10 min
  • Tag 6 Schafgarbe: 1 TL, 15 min
  • Tag 7 Artischocke: 1 TL, 10 min

Wermut (Artemisia absinthium L.)

Kräuter klein7

Wermut © ingerhard

Vielleicht kommt Ihnen der lateinische Name bekannt vor, denn Wermutschnaps ist der Absinth. Während ich vor dem Genuss von Absinth ausdrücklich warnen möchte, ist der Wermuttee wegen seiner Bitterstoffe ein ausgezeichnetes Heilmittel. Er hilft bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden und regt den Appetit an. Er eignet sich auch zur Nachbehandlung von Gallekoliken und kann von galleempfindlichen Menschen prophylaktisch eingenommen werden.

Wenn die Verdauungsorgane geschwächt sind und daraus Erschöpfung und Niedergeschlagenheit resultiert, aktiviert Wermut wieder den Körper und die Psyche.

Enzianwurzel (Gentianae Radix)

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Enzian

Auch der Enzian wird ihnen schon als Verdauungsschnaps begegnet sein.

Im Tee wirken die Bitterstoffe entweder direkt über die Mundschleimhaut, worüber sie heilende Reflexe auslösen, oder im Magen. Sie regen die Magensaftproduktion an, deshalb könnten magenempfindliche übersäuerte Menschen den Tee eventuell nicht so gut vertragen. Auch bei Magen- und Darmgeschwüren darf man ihn nicht trinken. Der Tee ist hilfreich bei Störungen der Magenentleerung, Blähungen, Völlegefühl, Verkrampfungen des Magens. Enzian unterstützt besonders die Eiweißverdauung. Auch wirkt er belebend auf den Kreislauf.

Ist eine stärkere Wirkung erwünscht, dann 5 min kochen lassen.

Tausendgüldenkraut (Centaurii Herba)

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Tausendgüldenkraut ist auch eine Bitterstoffdroge. Im Prinzip gilt dasselbe wie für die Enzianwurzel.

Zusätzlich eignet sich der Tee bei nervöser Erschöpfung, wenn Sie zum Beispiel durch Haushalt und Beruf überbelastet sind.

Bei Mädchen mit nervöser Magersucht soll der Tee ebenfalls helfen. Dann muss er aber mehrmals am Tag getrunken werden.

Patienten mit Gallensteinen können damit ihre Gallenblase beruhigen und Koliken vorbeugen.

Kräuter klein2Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Löwenzahn aktiviert die Nieren und die Leber und wird deshalb gerne bei Fastenkuren eingesetzt.

Das Bindegewebe wird besser durchblutet, so dass Menschen mit Rheuma und Gicht immer wieder merken, dass die Häufigkeit und Heftigkeit der Schmerzen nachlässt.

Die Gallensteinentwicklung wird gestoppt, auch wenn damit keine Gallensteine aufgelöst werden können.

Durch die entwässernde Wirkung können u.U. kleine Nierensteine mit abgehen.

Völlegefühl und Blähungen bessern sich.

Mariendistelfrüchte (Cardui Mariae Fructus)

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Neben den Bitterstoffen ist das Silymarin für die Wirkung verantwortlich. Es schützt die Leber sogar vor dem giftigen Knollenblätterpilz. Das Silymarin hat so überzeugende Effekte bei Lebererkrankungen, dass es auch in der Universitätsmedizin Einzug gehalten hat.

Die Inhaltsstoffe des Tees helfen, Leberschäden zu reparieren, sei es nach Hepatitis, nach Alkohol oder anderen Giften. Sie schützen vor der verbreiteten Leberverfettung.

Man kann den Tee auch mit Pfefferminztee mischen, dann schmeckt er besser und wirkt in manchen Fällen noch stärker.

Schafgarbe (Millefolii Herba)

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Die Schafgarbe enthält aromatische Bitterstoffe, die bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden beruhigend wirken. Sie regt den Appetit an.

Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken desinfizierend, entzündungshemmend und krampflösend.

Der hohe Kaliumgehalt regt die Nieren an.

Außerdem hat die Pflanze eine blutstillende Wirkung, sowohl bei innerlicher als auch bei äußerer Anwendung.

Von der krampflösenden Wirkung profitieren auch Frauen mit Schmerzen bei der Periode oder zu starker Menstruation.

Artischocke (Cynarae Folium)

Kräuter klein3

Die Inhaltsstoffe der Artischocke haben eine günstige Wirkung auf den Leberstoffwechsel.

Die Gallenblase wird angeregt, so dass Völlegefühl und Blähungen nachlassen.

Bei Gallensteinen werden die Koliken seltener.

Auch die Blutfette sinken ab.

Sind Sie absolut kein Teetrinker, dann können Sie auch mit CERES Urtinkturen Ihre Entgiftungsorgane anregen.

Ceres Urtinkturen

Nehmen Sie jeweils 7-9 Tropfen und zwar:

pahlow HeilpflanzenMorgens Bärlauch Urtinktur (CERES Allium ursinum Ø)r das Bindegewebe

Mittags Goldrutenkomplex (CERES Solidago comp.) für die Niere

1 g enthält: 400 mg Solidago virgaurea Ø, 200 mg Equisetum arvense Ø, 150 mg Urtica dioica Ø, 150 mg Betula pendula Ø, 100 mg Sambucus nigra Ø

Abends Löwenzahnkomplex (CERES Taraxacum comp.) für die Leber

1 g enthält: 400 mg Taraxacum Ø, 300 mg Carduus marianus Ø, 300 mg Chelidonium D 4

Die meisten Fotos sind dem Buch von Apotheker M. Pahlow entnommen: Das große Buch der Heilpflanzen

Vielleicht haben Sie auch ganz eigene Teemischungen, die Sie den Leserinnen empfehlen können. Berichten Sie doch einfach mal von Ihren Erfahrungen.