Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Netzwerk Frauengesundheit





Liebe Frau Professor Gerhard,
Ich hoffe, dieser Track ist noch offen, da auch meine Tochter (21) seit knapp 2 Jahren an wiederkehrenden Blasenentzündungen leidet. Da die ersten beiden sich relativ schnell (trotz extre viel Trinken innerhalb von 1-2 TAgen) in eine Nierenbeckenentzündung ausweiteten, sind wir seither relativ schnell bereit ein Antibiotikum zu nehmen. Auch die Urologen und die Hausärztin sagen, es sei zu riskant lange mit Globuli und viel Trinken herumzuprobieren. Unserer Erfahrung nach (und wir sind eigentlich eingefleischte Homöopathieanhänger) ist es tatsächlich so, dass mit der Globuligabe und dem Ausschwemmen die Symptome erst besser werden, es dann aber immer am nächsten oder übernächsten Tag zu einem Rückfall mit Rückenbeschwerden kommt. Und spätestens dann knicken wir ein und nehmen ein Antibiotikum. Dazu dann allerdings immer etwas zum Schutz des Darms (Perenterol oder Probiotik Protekt sowie Eubiolac für die Scheide). Der Verdacht drängt sich auf, dass zumindest die letzten beiden (Ende Sept und Ende Oktober) durch Geschlechtsverkehr ausgelöst wurden. Leider wohnt der Freund weit entfernt vom Studienort meiner Tochter und dann ist der KOntakt halt auch ein bisschen intensiver. Sie geht aber immer anschließend aufs Klo und trinkt viel.
Wir haben jetzt mit einer Urovaxom-Kur begonnen und hoffen, dass das hilft. Trotzdem habe ich noch ein paar Fragen.
Könnte der ursprünglich Auslöser die Pille (Lamuna) sein und wenn ja, welches Präparat würden Sie für ein junges Mädchen stattdessen empfehlen? Da in unserer Familie fast alle über 40 an Krampfadern leiden (ich bekam bereits meine linke Vena Cava entfernt), ist zu viel Östrogen auch nicht die Lösung.
Mein Gynäkologe empfahl mir schon vor längerem zur Intimpflege (Waschen und Duschen) Sagella pH 3,5. Das nimmt meine Tochter inzwischen auch, um den Säureschutzmantel zu erhalten. 1x täglich waschen ist bei ihr – auch laut Urologin – wichtig, da sie Ausfluss hat, der sich natürlich auch zersetzt. Ich habe ihr jetzt das Sagella noch als Tücher besorgt, damit sie sich damit vor dem Geschlechtsverkehr (unbemerkt auf der Toilette) damit reinigen kann, vor allem wenn die morgendliche Wäsche schon über 12 STunden zurückliegt. Oder ist das eher kontraproduktiv?
Auch trägt sie – vorwiegend – auf Anraten der Urologin Baumwollunterwäsche. Die jeweiligen Freunde (die Beziehungen halten leider nicht immer so lange wie sie es sich wünscht) benutzen KOndome. KÖnnen auch die entzündungsfördernd sein?
Und zum Urovaxom wüsste ich noch gern: Der Arzt meiner Tante sagte, man solle kein hochdosiertes Vitamin C dazu nehmen, weil es die Wirkung der e-coli Bakterien ausbremsen würde. Meine Tochter nimmt aber derzeit noch Cranberry Kapseln, allerdings nur ein am Tag dazu. (Das eine Produkt enthält 90 mg Vit c pro Kapsel, das anderen 40 mg). Die Hausärztin sieht keine Problem und rät nur, einen zeitlichen Abstand von ca 3 STd. Einzuhalten. Wie sehen Sie das?
Sehr gerne höre ich von Ihnen. Besten Dank!
Herzlichen Dank fuer Ihre ausfuehrlichen Infos und aufmunternden Worte.
Bin sehr froh, dass es alternative Behandlungsmoeglichkeiten gibt und versuche
neben deren Anwendung, nach all dem verzweifelten Aufbaeumen innere Gelassenheit einzuueben
Liebe Grüße, Lynn
Liebe Frau Prof. Gerhard,
liege nun mit Harndrang um 2 Uhr Nachts wieder wach und verzweifele zunehmend.
Seit 3 Wochen leide ich unter staendigen 24/7 intensiven Harndrang,
auch Nachts mit unterschiedlicher Urinabgabe zw. 50-500ml.
Der extreme Blasendruck kommt schon 5 min nach Entleerung wieder.
Als Naturmittel habe ich anfangs Canephron, Nieren und Blasentee verwendet.
Eine Urinkultur zeigte den Erreger : Enterobacter chloacae, der gegen die meisten
gaengigen oralen Antibiotika resistent ist.
Auf Cibrofloxacin und Cotrimforte hat der Erreger im Labor erfreulicherweise empfindlich reagiert
Bei mir in der Anwendung leider nicht. Nur anfaenglich leichte symptomatische Verbesserung mit Cibrofloxacin und dann extreme Verschlechterung. Absetzen und Wechselnzu Cotrim Forte, hier auch nur 4 Tage leichte Verbesserung,mit ’nur‘ 10-12 Blasenentleerungen. Sollte Cotrim Forte noch eine 2 Packung sprich ca.,10-12 Tage weiternehmen.
Nun wieder 24Std. Harndrang.
Das ist Folter und ich weiss nicht mehr ein und aus. Bin komplett uebermuedet und weine viel.
Was ist das nur fuer ein fieser Erreger ? Kann man den nochmal loswerden? Sehen Sie eine Perspektive ?
Habe auch Angst, dass ich nach Absetzen von Cotrim Forte dem Erreger dann voellig hilflos ausgeliefert bin und
Nierenschaedigungen bekomme.
Ich wuerde mich sehr ueber einen Ratschlag freuen und Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen
einem Online-Forum zu helfen!
Liebe Lynn,
kann mir gut vorstellen, wie verzweifelt Sie sind. Was alle Frauen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen lernen müssen:
1. welcher Kummer/Sorgen belasten mich unbewusst oder bewusst so stark? Davon muss ich mich befreien.
2. nicht der böse Keim ist Schuld, sondern das Milieu, das ihm das Wachstum erlaubt.
Suchen Sie sich einen ganzheitlich arbeitenden Therapeuten, der Sie mit Bachblüten, Homöopathie oder Chinesischer Medizin unterstützt. Für den jetzigen akuten Fall empfehle ich weiter Blasentee, immer eine warme Wärmflasche auf die Blase, Angocin antiinfect, damit die Bakterien nicht an der Blasenwand kleben bleiben, sondern ausgespült werden, Bromelain POS 4×2 nüchtern, bzw. eine halbe Stunde vor dem Essen gegen die Entzündung, und hochdosiert Milchsäure für den Darm, bspw. Symbiolact comp oder 3-Symbiose o.ä. In meinem Frauengesundheitsbuch und der Pflanzenheilkunde für Frauen finden Sie weitere hilfreiche Tipps. Und keine Angst: Sie werden wieder ganz gesund!
Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort und Wünsche. Da ich vor 1,5 Monaten erst umgezogen bin und somit den Schlafplatz gewechselt habe, kann ich mir eine Schlafplatzbelastung eher nicht vorstellen.
Würde sich die Kupferspirale nicht zunächst durch Scheidenentzündungen und ein gestörtes Milieu bemerkbar machen?
Ich werde auf jeden Fall als nächstes einen Heilpraktiker aufsuchen.
Viele Grüße
Sophia
ich habe auf die Kupferspirale eine Allergie bekommen – Jucken und Brennen – und meine Gebärmutter wurde dadurch entfernt.
Liebe Frau Professor Gerhard,
ich bin 29 und habe nun innerhalb von sieben Monaten die sechste Blasenentzündung, Behandlung jedesmal mit Antibiotika. Erst fünf innerhalb von vier Monaten, dann hatte ich drei Monate Ruhe, in der Zeit nahm ich Uro Vaxom aber hatte auch nur einmal GV, wobei kein Infekt auftrat.
Nun, am letzten Tag der Uro Vaxom Einnahme, hat es mich wieder erwischt. Ich habe zunächst Angocin hochdosiert und Cantharis Blasenglobuli genommen aber mir ist das Risiko, die Entzündung zu verschleppen zu hoch und ich bin zum Arzt gegangen, obwohl sich die Entzündung diesmal nicht so schlimm angefühlt hat wie sonst.
Die Teststreifen zuhause zeigten aber eideutig Nitrit und rote sowie weiße Blutkörperchen. Nun nehme ich wieder Nifurantin. Mein E-Coli-Stamm ist mittlerweile gegen drei Antibiotika resistent sagte der Arzt.
Was ich alles erfolglos probiert habe: Seit sechs Monaten Cranberrykapseln und Saft (Reformhaus), die letzten drei Monate davon Tuim Urofemin, zwischendurch Acimol (L-Methionin) über mehrere Wochen, während der Infekte und danach Canephron, immer mal wieder Angocin über mehrere Wochen und natürlich drei Monate lang Uro Vaxom. Blasen und Nierentee, Wärmflaschen usw. habe ich natürlich auch genutzt.
Probleme mit Pilzen oder Scheidenentzündungen hatte ich übrigens während der Zeit nicht, das habe ich checken lassen. Und Magen/Darm-Probleme traten auch nicht auf.
Die „Regeln“ befolge ich natürlich auch immer (von hinten nach vorn wischen, nach GV zur Toilette usw., viel trinken…)
Ich verhüte übrigens mit der Gynefix, die habe ich vier Monate, bevor alles anfing, bekommen.
Ich bin mit den Nerven ziemlich am Ende, weil ich gefühlt alles getan habe, um nicht wieder krank zu werden. Als nächstes würde ich die D-Mannose-Kur ausprobieren. Haben Sie sonst noch Tipps für mich?
Welche der o.g. Mittel soll ich während der Antibiotika-Behandlung ggf. weiter nehmen?
Der Rat meines Arztes: Bekommen Sie ein Kind. Das kann doch nicht die einzige Lösung sein.
Herzlichen Dank für Ihren Rat.
Viele Grüße
Sophia
Liebe Sophia,
Sie haben ja wirklich schon fast alles probiert, was man selbständig tun kann. Meine Theorie: Kupferspirale als Störfeld, eventuell in Kombination mit einer Schlafplatzbelastung. Natürlich ist das Schwangerwerden keine Lösung, im Gegenteil: wenn der Unterbauch belastet ist, wird auch das Eintreten und Austragen einer Schwangerschaft schwieriger. Vorschlag: einen Therapeuten suchen, der Störfelder austesten kann. Sind die Tests negativ, kann das Gleichgewicht sicher mit Akupunktur u. ähnlichen Methoden wiederhergestellt werden. Gute Besserung!
Liebe Fr. Dr. Ingrid Gerhard
Ich bin weiblich 58 Jahre und werde seit 2 Jahren wegen Hashimoto behandelt.
Mein neuer Ha. hat nun meine Geschlechtshormone getestet.
Estradiol 17-beta(E2) -10,0pg/ml 12,0-35,0
Progesteron 0,1 ng/ml 0,1-0,35
DHEA-sulfat DHEAS 17,4 ng/dl 29,7-,182,2
Testosteron ges. 0,07 ng/ml 0,11-0,57
Testosteron freies 1,08 pg/ml 1,0-11,0
nehme seit 5 Wochen 1/2- 1 Hub gynokadin morgens 0,6mg/g Gel
auf die Oberarme,
und eine erbsengroße Menge abends 3%Progesteroncreme auf die Innseite der Schenkel.
Meine Beschwerden sind seit 14 Tage Herzklopfen, heftige Schweißausbrüche, zittrig, Druck im Körper, Schlafstörungen wegen bis zu 4 mal Wasserlassen in der Nacht,Pulsanstig,Kopfdruck der sich bei Steigerung von den Gels noch verstärkt. Seit 3 Tagen Durchfall und Magenprobleme. Kribbeln an Händen und Füssen.
Meine Frage nun wäre; Kann das alles von diesen Gels kommen?
und was kann ich tun.
Ich habe vor 4 Wochen zusätzlich zu meinen Schilddrüsen Tabletten Tybon bekommen und nehme täglich 5mg dazu.
Vielleicht könnten sie mir einen Rat geben. Vielen Dank.
Liebe Ottilia,
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, denn da wurden offenbar zu viele Hormone auf einmal geändert. Am ehesten könnte Ihre Verschlechterung an einem Zuviel von Schilddrüsenhormonen liegen. Und das beeinflusst natürlich auch die übrigen Hormone. Da muss eine ärztliche Kontrolle sein! Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Professor Dr. Gerhard,
meine Mutter (63 Jahre) leidet seit mehr als 9 Wochen unter einer immer wiederkehrenden Harnwegsinfektion, begleitet mit einem Brennen und Jucken im inneren Scheidenbereich.
Ihre Frauenärztin hat ihr nun zum dritten Mal ein Antibiotikum verschrieben, sie bekam allerdings nach den letzten beiden Einnahmen immer direkt eine Pilzinfektion.
Sie hat bereits hochdosiertes Vitamin C genommen und eine Hormonsalbe ausprobiert, aber beide Versuche führten dazu, dass das Brennen/Jucken noch schlimmer wurde.
Mittlerweile ist meine Mutter psychisch am Ende. Sie kann kaum sitzen durch ihre Beschwerden.
Heute hat sie einen Termin beim Urologen vereinbart, kann aber dort erst Ende Oktober vorstellig werden. Haben Sie einen Tipp, wie sie ihre Beschwerden lindern kann?
Vielen Dank im Voraus,
Mira
PS: Meine Mutter hat eine Gebärmuttersenkung und eine üble Narbe nach ihren Geburten zurückbehalten. Gibt es damit einen Zusammenhang zu den Beschwerden?
Liebe Mira,
es ist denkbar, dass die Narbe als Störfeld wirkt. Wahrscheinlicher ist erstmal, dass Ihre Mutter auf Grund eines Hormonmangels immer wieder Blaseninfektionen bekommt, jetzt aber vielleicht durch die Antibiotika eine Pilzinfektion der Scheide. Manchmal lindert schon Multigyn. Bewährt haben sich Sitzbäder mit Heilkräutern, bspw. mit Melissenblättern und Ringelblüten, und Majorana Vaginalgel. Vielleicht finden Sie in Ihrer Nähe ja eine ganzheitlich arbeitende Frauenärztin unter http://www.natum.de. Gute Besserung!
Guten Tag
Ich habe immer wieder Blasenentzündungen und wenn ich keine habe habe ich immer das Gefühl ( vorallem wenn ich etwas zu wenig trinke) , dass bald eine kommt…
Nun bin ich Schwanger und weiss nicht was ich alles nehmen/trinken kann um eine Balsenentzündung vorzubeugen…. Darf ich z.B. Ceres tropfen, Blasentee, Cranberrykapseln… Nehmen?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Freundliche Grüsse
Carina
Liebe Carina,
was Sie angesprochen haben, dürfen Sie alles nehmen. Auch Schüßlersalze. Vor allen Dingen genug trinken, keinen Kaffee und keinen Alkohol. Und unbedingt Kanne Brottrunk trinken, am besten verdünnt mit Wasser und langsam steigern: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/kanne-bio-brottrunk%C2%AE-ein-lebensmittel-das-es-in-sich-hat/ das stabilisiert die Darmflora und damit auch die Scheiden- und Blasenschleimhaut und wirkt sich günstig auf das Immunsystem Ihres Babys aus.
Sehr geehrte Frau Professor,
ich danke Ihnen sehr für Ihre Antwort.
Am Montag hatte ich einen Termin beim Urologen zwecks i.v. Pyelogramm. Der Befund war gut, sowohl Nieren als auch ableitende Harnwege i.O., was mich natürlich erst einmal beruhigt hat.
Leider ist meine Blasenentzündung, die unter Cefuroxim nicht zum Stillstand kam, noch mal so richtig schlimm geworden.
Gestern bekam ich ein Rezept für Cotrim forte, das allem Anschein nach erst mal hilft.
Wo finde ich einen Arzt für Naturheilkunde? Es treffen schon einige der von Ihnen genannten möglichen Faktoren zu.
Ich bin froh, dass ich diese Seite gefunden habe.
Freundliche Grüße
Christiane
Liebe Christiane,
hier finden Sie einige Gesellschaften, die Ärzte- und Therapeutenlisten haben:
Naturheilbund, der Therapeuten und Patienten zusammenbringt
http://www.naturheilbund.de/
Naturheilmagazin hat Namensliste für Ärzte und Therapeuten
http://www.naturheilmagazin.de/nc/aerzte.html
Natur und Medizin der Karl und Veronika Carstens Stiftung
http://www.naturundmedizin.de
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
http://www.erfahrungsheilkunde.org/2.html
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
http://www.zaen.org/
Viel Erfolg!
Sehr geehrte Frau Professor,
nun habe ich das Uro Vaxom ca. 4 Wochen genommen, den Urin angesäuert mit Methionin und die Oekolp Salbe verwendet. Nun war ich für eine Woche bei meinem Sohn zu Besuch – und prompt bekam ich trotz aller Vorsicht wieder eine heftige Blasenentzündung, die bis heute trotz Antibiotikum Cefuroxim 250 (2 Tabl. pro Tag) noch nicht gegriffen hat.
Ich bin am Verzweifeln. Was kann ich sonst noch tun? So langsam verlier ich den Glauben an Heilung.
Wenn es noch irgend etwas tun kann, bitte teilen Sie es mir mit.
Freundliche Grüße
Christiane
Liebe Christiane,
Dann müssen Sie sich wohl mal von Grund auf von einem Arzt für Naturheilkunde beraten lassen. Die Infektanfälligkeit hat ja einen Grund: Schadstoffbelastung, psychische oder Stressbelastung, Nährstoffmängel, gestörter Darm usw. Kein Grund zum Verzweifeln, sondern nur zum Weitersuchen, wo die Ursache liegen könnte. Gute Besserung!