Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Liebe Frau Professor Gerhard,
ich habe bereits vor einigen Wochen geschrieben. Leider leide ich derzeit an einer akuten BE und weiß nicht was ich tun soll. Es begann alles vor knapp drei Monaten und ich wurde seitdem vier Mal mit Antibiotika (Fosfomycin, Nifurantin B6 – Akuttherapie, Ciprofloxacin, Nifurantin B6 – Prophylaxe) therapiert. In der vergangenen Woche war ich beim Urologen, der nach einem Urinschnelltest sagte, dass keine Keime zu sehen seien. Er legte jedoch gleichzeitig eine Kultur an und am nächsten Morgen erhielt ich die Mitteilung, dass ein massives Keimwachstum bestehe. Er verschrieb mir Nifurantin B6, das ich in den Monaten davor bereits zwei Mal (und noch dazu unregelmäßig) eingenommen hatte. Ich hatte Nifurantin B6 nach meiner letzten BE für zwei Wochen vorbeugend verschrieben bekommen. Zwischendurch habe ich Nifurantin mit Unterbrechungen hin und wieder vorbeugend genommen. Ich weiß, dass das sehr dumm war und deshalb vermutlich auch kein Keimwachstum im Schnelltest zu erkennen war. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich eine Resistenz gegen das Antibiotikum entwickelt habe, da meine Beschwerden immer schlimmer werden (starker Harndrang, Bauchschmerzen, Toilettengang 1 x stündlich). Leider muss ich das Antibiotikum noch zwei weitere Wochen nehmen, da erst nach Ende der Einnahme festgestellt werden kann, ob und welche Keime vorhanden sind und welches Antibiotikum das richtige für mich ist. Derzeit sind ja durch das Antibiotikum keine Keime im Schnelltest sichtbar. Die Vorstellung, dass ich noch zwei weitere Wochen mit diesen akuten Beschwerden zu kämpfen haben werde ist furchtbar. Gibt es denn irgendetwas, das ich tun kann, damit es besser wird? Ich weiß wirklich nicht mehr weiter:(((.
Liebe Julia,
auf jeden Fall noch mal zum Arzt. Wenn die Keime nicht ansprechen, sind sie auch nachweisbar. Die Kombination mit pflanzlichen Mitteln, wie Angocin antiinfect oder Preiselbeerkonzentrat oder Mannose ist aber immer möglich. Darmflora mitbehandeln und basische Ernährung, kein Kaffee oder Alkohol. Alternativ einen Arzt aufsuchen, der klassische Homöopathie macht. Gute Besserung!
Entschuldigen Sie meine nochmalige Rückfrage. Erkennt man das „Eiweiß“ im selben Test oder müssen hierfür Kulturen angelegt werden? Das hätte mir mein FA doch sicher gleichzeitig mitgeteilt!? Bin sicher, dass der Brottrunk entgiftend gewirkt hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass von einem Tag auf den anderen kein Blut mehr im Urin war.
Ihnen auch alles Gute!
Liebe Salamanca,
Eiweiß erkennt man am Urinstäbchen. Die können Sie sich übrigens selber in der Apotheke kaufen, am besten die, die gleich auch Zucker etc. prüfen.
Alles Gute!
Vielen lieben Dank für Ihren schnellen Rat!
Mit dem Brottrunk werde ich in jedem Fall weiter machen, zumal er mir mit Wasser verdünnt, richtig gut schmeckt. Ich würde Sie bitten, mir noch zu schreiben, ob Sie eine Idee haben, warum der Urin noch trüb ist, obwohl vom Befund her ok. Sollte ich zusätzlich zum Urologen? Wir hatten im März d. J. korrespondiert, wegen evtl. HET. Bin keineswegs grundsätzlich dagegen, aber diese Beipackzettel … WAS alles eintreten KÖNNTE! Für den mediz. Laien furchterregend. Sie hatten mir seinerzeit mitgeteilt, dass Sie meiner Beschreibung nach davon ausgehen, dass ich eine kl. Menge an Östrogen u. Progesteron unterstützend nehmen könne, da sich durch Vollzeit-Job, Haushalt, u. 3 Kinder die Wechseljahre oft schwerer auswirken.
Herzlichsten DANK!
Liebe Salamanca,
Wenn der Urin in Ordnung ist und das Trübe kein Eiweiß, dann würde ich erstmal abwarten. Vielleicht hat der Brottrunk einen entgiftenden Effekt bei Ihnen, das wäre doch super! Verstehe Ihre Bedenken mit der HET gut.Vielleicht finden Sie ja einen Therapeuten, der sich mit bioidentischen Hormonen auskennt, die kann man individueller dosieren. Alles Gute!
Sehr geehrte Frau Professor! Anfang Juli hatte ich eine Blasenentzündung. Ich war sehr matt, fühlte mich wie bei einem Infekt. Urin war trüb, dunkel. Kein Brennen o. Schmerzen beim Wasserlassen, kein häufiger Harndrang. Im Test wurde Blut im Urin festgestellt. Bekam vom Gyn Monuril 3000g Granulat für einen Tag. Wenige Tage später war der Urin wieder ok. Seit einigen Tagen habe ich Gliederschwere u. eine Bronchitis. War gestern zur Blutentn. beim Hausarzt u. habe von mir aus um Urinunters. gebeten. Blutwerte, auch CRP ok, aber wieder Blut im Urin. Sollte es gyn. abklären lassen und bin dann heute Mittag zum Gyn., da war der Urin wieder ok, was mich sehr erleichtert hat. Die Farbe ist trotzdem ungewöhnlich grünstichig. Ich habe gestern erstmals eine ganze Flasche Brottrunk u. zusätzlich Wasser, Tee getrunken. Kann das so gut gewirkt haben, dass der Urin heute ok war? Seit Mittwoch nehme ich Angocin (aus Ihrem Buch erfahren); habe mit Stoßtherapie begonnen. Gewöhnlich trinke ich genug. Wenn ich dann mal einen Tag weniger trinke, aber immerhin noch 2 bis 2,5 Liter, finde ich es merkwürdig und beängstigend, dass der Urin trüb ist. Ich bin momentan insgesamt schlapp und mein FA hat mir gesagt, dass es doch empfehlenswert sei, mit Estreva u. Prgestan zu beginnen, weil diese Anfälligkeit der Blase auch durch das Klimakterium sein könne, auch das schlechte Allgemeinbefinden. Denken Sie, dass ich noch zum Urologen sollte? Meine Erleichterung über den neg. Befund ist schon wieder am Abklingen, da der Urin nicht wie sonst aussieht. Könnte die Verfärbung eventuell v. Brottrunk kommen? Ich hatte das Estreva Gel nach 2 Mon. im Februar wieder abgesetzt, da ich dann ergänzend mit Progestan hätte beginnen sollen. Aber laut Beipackzettel wirkt es sehr blutdrucksenkend, und meine Werte sind ohnehin niedrig. Besonders nach dem Aufstehen morgens fühle ich mich erst mal nicht gut. Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort!
Liebe Salamanca,
Machen Sie weiter mit Brottrunk. Und wenn Sie keine Hormone schlucken oder schmieren wollen, dann lassen Sie sich einfach von Ihrem FA zusätzlich Ovestin, also Östriol, aufschreiben und behandeln Sie die Scheide. Dadurch verbessert sich auch die Blasenschleimhaut. Anfangs jeden Abend, dann reicht dreimal die Woche. Ein Gelbkörperhormon ist zusätzlich nicht nötig. Alles Gute!
Sg Fr. Dr.
Muss derzeit Antibiotika wegen BE noch bis Montag früh einnemen. Ich möchte danach mit Uro vaxom und Angocin fotrsetzen. In welcher Dosis soll ich Angocin einnehmen? Kann ich gleich am Montag Mittag mit Angocin beginnen ? Uro vaxom erst ab Dienstag früh da Einnahme in der früh auf nüchternen Magen erfolgen sollte. Hatte Ende voriges Jahr 3 Monate Uro vaxom genommen. Heuer bereits eine Auffrischung. Wie lange soll ich Urovaxom nehmen?
Vielen Dank
Liebe Monsi,
die Dosierungen und Einzelheiten der Therapie müssen Sie mit Ihrem Arzt vor Ort besprechen. Üblich ist bei Angocin zunächst mit höherer Dosis einzusteigen, bspw. 3×4 und dann wochenweise bei Wohlbefinden auf 3×3 und 3×2 zu reduzieren. Viel Erfolg!
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
Meine Tochter (1 Jahr) wurde mit einem schweren Harnwegsfehler geboren (Doppelniere, Megaureter, Ureterocele) und zwischenzeitlich mehrfach operiert (u.a. künstlicher Ausgang mit Nephrostoma, Entfernung Megaureter, Verbindung beider Nierenpole, Entfernung Ureterocele aus Blase) . Leider hat sie sich im Krankenhaus mit Keim (Pseudomonas aeuroginosa) infiziert, sodass zahlreiche Antibiotikabehandlungen unumgänglich waren. Seit letzter Blasen-OP konnte kein Pseudomonas mehr festgestellt werden. Jedoch wiederholt Infektionen aufgrund Enterokokken und Ecoli Bakterien, weshalb nephrologischer Kinderarzt zu einer 3 monatigen AB-Prophylaxe mit Nitrofurantoin geraten hat. Seit 4 Tagen ist unsere Tochter nun ohne AB, jedoch musste ich heute wieder erhöhte Leukozyten im Urin feststellen. Ich würde so gerne eine erneute AB-Therapie vermeiden. Sind die erwähnten Canephron N Tropfen und das Alpinamed Preiselbeergranulat bereits für Kleinkinder geeignet? Seit ca. 3 Monaten verabreiche ich meiner Tochter täglich 1/2 Beutel Symbiolact comp., und Symbioflor 1 (zuvor Prosymbioflor für 8 Wochen, in ca. 3 Wochen zusätzlich Symbioflor 2). Kann ich diese Mittel ggf mit Canephron und Alpinamed kombinieren?
Ich bedanke mich bereits jetzt recht herzlich dafür, dass Sie sich Zeit für uns nehmen und freue mich über eine Nachricht von Ihnen.
Freundliche Grüße
Martina
Liebe Martina,
da machen Sie ja wirklich sehr viel mit. Leider kenne ich mich mit so kleinen Kindern nicht aus. Am besten Sie oder Ihr Arzt rufen direkt bei der Firma an. Gut, dass Sie schon die Darmbehandlung eingeleitet haben. Vielleicht können Sie ja auch über das Internet einen Kinderarzt mit dem Schwerpunkt Naturheilkunde in Ihrer Umgebung finden. Recht gute Besserung für Ihre Tochter und Ihnen viel Kraft!
Liebe Martina, haben sie hierzu die Antwort bekommen? Wir haben die gleichen Diagnosen und mich würde interessieren ob ohne antibiose etwas gemacht werden kann. Danke ihnen
Sehr geehrte Frau Professor,
ich danke Ihnen sehr herzlichh für Ihre Rückmeldung und die Empfehlung. Genau so hat meine Frauenärztin entschieden: sie hat mir Oekolp Creme verschrieben, die ich seit einer Woche anwende.
Parallel dazu war ich noch beim Urologen, der mir Uro-Vaxom verschrieben hat, das ich seit vorgestern einnehme und nun auf ein gutes Ende hoffe – hoffe – hoffe!
Herzliche Grüße
Christiane
Sehr geehrte Frau Professor,
seit meinen Wechseljahren (bin jetzt 75 – früher nur sehr selten) leide ich unter rezidivierenden Harnwegsinfekten und wurde fast immer mit Antibiotika – vorwiegend Ciprofloxacin und Ofloxacin behandelt. Nebenher wende ich natürlich naturheilkundliche Präprarate an: Angocin, Cranberries, Blasen- und Nierentees, Canephron etc. etc.
Im letzten Jahr wurde ich fast ganz verschont, hatte nur 1 x einen Infekt, in diesem Jahr aber schon 3.
Ich wollte es hinkriegen mit Angocin, aber es ließ sich nicht aufhalten, und mein Arzt hat mir natürlich wieder Ofloxacin 100 mg für drei Tage verschrieben.
Der Urin ist bereits nach der dritten Tablette wieder klar, aber ich fühle mich noch nicht gut: schwitze nachts und bin etwas matt.
Den Urin habe ich mit Sticks gemessen, er zeigt noch Leukos an und etwas Eiweiß.
Meine Nierenwerte waren immer in Ordnung bisher bis auf eine Erweiterung des li Nierenbeckens.
Ich habe nächste Woche einen Termin beim Urologen, und ich will ihn auf Urovaxom und Strovac ansprechen.
Ich bin diese Entzündungen so leid und habe die ekelhaften Schmerzen so satt.
Was kann ich denn NOCH tun?
Scheidenzäpfchen zum Wiederaufbau der gesunden Bakterienflora habe ich bereits genommen.
Ich würde mich sehr sehr freuen, wenn Sie mir kurz antworten könnten.
Freundliche Grüße
Christiane
Liebe Christiane,
Als meine Schwiegermutter in Ihrem Alter war, hat sie dasselbe durchgemacht. Letztlich halfen ihr dauerhaft nur Östrogenzäpfchen für die Scheide (Ökolp, erst täglich, dann dreimal die Woche) und eine Darmsanierung. Dass Sie nachts noch schwitzen, bedeutet, dass Sie noch nicht mit dem Infekt fertig sind. Unbedingt zusätzlich von einem naturheilkundlich oder homöopathisch arbeitenden Arzt behandeln lassen. Gute Besserung!
Liebe Frau Professsor Gerhard,
Liebe Frau Professor Gerhard,
nun habe ich Uro-Vaxom vom Urologen verschrieben bekommen, die Kasse hat es sogar gezahlt.
Ich hatte fast ein Jahr keine schweren Blasenentzündungen mehr – bis zum Mai diesen Jahres, da war es wieder vorbei, und ich musste bereits 1 x Monuril nehmen, und nun, zwei Monate später hat mich wieder eine schlimme Blasenentzündung erwischt.
Der Urologe hat gemeint, ich sollte es mit Angocin antiinfekt behandeln, ich habe zwei große Packungen genommen, dann bekam ich Magenprobleme. Also hab ich alles nur rausgezögert, und nun ging es mir richtig schlecht, der Befund war ebenfalls heftig.
Also wieder Monuril, und ich bin ziemlich enttäuscht und verzweifelt, und hab schon eine große Angst entwickelt.
Die Oecolp Salbe hab ich ständig verwendet, ebenso Multigyn Aktiv Gel, aber es scheint doch nicht für längere Zeit gut zu gehen.
Nun bin ich mal wieder ratlos und denke über Strovac nach, oder eben noch mal Uro-Vaxom, das ich jetzt aber selbst zahlen muss.
Haben Sie, liebe Frau Professor, vielleicht doch noch einen Rat für mich?
Freundliche Grüße
Christiane
Liebe Christiane,
Die Ursache Ihrer Blasenempfindllichkeit liegt dann wohl noch woanders. Lesen Sie mal andere Antworten von mir zu Anfragen durch. Im Prinzip ist alles immer wieder dasselbe, was man abchecken muss:
gestörter Schlafplatz,
nicht die richtigen Bakterien im Darm,
Stress oder/und emotionale Probleme,
Zu wenige gesunde Pflanzenstoffe in der Ernährung.
Suchen Sie sich einen guten Arzt für Naturheilkunde, der Sie beraten und wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Gute Besserung!
Liebe Frau Professor Gerhard,
ich danke Ihnen sehr für Ihre rasche Antwort.
Liebe Frau Prof. Gerhard,
vielen Dank für Ihre Antwort!Ich nehme jetzt cranberry- und kürbiskapseln von Abtei mit Zink.Ich möchte noch ergänzen, dass ich seit Kurzem (3 Monate) in einer neuen Beziehung (Fernbeziehung) bin und seit meiner letzten BE keinen Verkehr mehr hatte (3 Wochen) , aber dennoch die Symptome (Harndrang) habe.In der letzten Woche war ich überzeugt davon, dass ich Chlamydien habe; dies hat sich allerdings als negativ herausgestellt.Kurioserweise hatte ich aber in der ganzen Zeit ( der Einbildung) keine Beschwerden aber auf einmal, seit ich weiß, dass ich keine Chlamydien habe, ist der harndrang wieder da.Wahrscheinlich ist es doch psychosomatisch?Was könnte ich hierbei tun?
Vielen herzlichen Dank für Ihre Beratung!
Julia
Liebe Julia,
da würde ich Ihnen eine homöopathische Begleitung empfehlen oder die Einnahme von CERES Urtinkturen http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/heil-kunst-mit-pflanzen-besondere-pflanzenheilkunde/ oder psenergy http://www.psenergy.ch/
Gute Besserung
Liebe Frau Professor Gerhard,
es ist wirklich toll, wie Sie in diesem Forum Leid geplagten Frauen helfen und mein Mitgefühl geht an alle, die sich schon lange mit BE rumschlagen!
Ich habe seit einem Monat eine blasenentzündung, die entweder gar nicht richtig ausheilt oder immer wieder kommt.Vorher war ich nie anfällig für Blasenentzündungen. Inzwischen habe ich drei Antibiotika-Therapien hinter mir und weiterhin Symptome (mit bakterienbefund): Harndrang und vermehrtes Wasserlassen.Ich spüre auch, dass mein Immunsystem durch die Therapien gelitten hat und ich seit etwa zwei Wochen eine Erkältung verschleppt habe.Ich fühle mich sehr sehr matt. Ich war vor 7-8 Jahren bereits in Therapie bei ganzheitlich behandelnden Ärzten und habe somit meine chronischen scheideninfektionen endgültig in den Griff bekommen.Daher werde ich wahrscheinlich wieder diesen Weg einschlagen.Allerdings habe ich auch Angst davor, dass diese Blasenentzündung, die scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht ist, gar nicht mehr verschwindet und setze mich dadurch vielleicht unter Druck?Was ist Ihre Empfehlung?Mein Urin wurde vom allgemeinarzt ins Labor geschickt, um zu schauen welche Bakterien vorliegen, und ich werde am Montag bescheid bekommen.Eine weitere Antibiotika-Therapie möchte ich gerne vermeiden.
Liebe Grüße
Julia
Liebe Julia,
nur keine Angst! Warum sollten Sie die Blasenentzündung nicht loswerden? Ihr Gefühl ist sicher richtig, dass Sie etwas für Ihr Immunsystem tun müssen. Nehmen Sie mal vorübergehend Zink in höherer Dosierung ein, bspw. Unizink oder Zinkotase. Versuchen Sie Angocin antiinfect oder hochkonzentrierten Preiselbeerextrakt für die Blase. http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/haeufige-harnwegsinfekte-helfen-zubereitungen-aus-der-preiselbeere/ und lassen Sie sich wieder von Ihrem ganzheitlich arbeitenden Arzt behandeln. Gute Besserung!