Blasenentzündung im Winter, weil man ständig friert, im Frühjahr, weil man die erste Sonne überschätzt, im Sommer, weil man sich im nassen Badezeug verkühlt, im Herbst…Und ganz schlimm im Urlaub, wenn man sich doch endlich mal richtig erholen und regenerieren will. Da Blasenentzündungen viele Frauen quälen und es gute Vorsorgemöglichkeiten gibt, sofern frau sie kennt und anwendet, hat mich Frau Ritter, die Chefredakteurin von BIO zu diesem Thema befragt. Sie können das ganze Interview in der BIO 3, 2010 lesen. Hier stelle ich Ihnen Ausschnitte und Ergänzungen vor.
BIO: Jede 2. Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun, so zeigen Studien. Was sind die typischen Symptome?
Prof. Ingrid Gerhard: Neben dem ständigen Harndrang verspüren die Betroffenen Brennen beim Wasser lassen und Schmerzen im Unterleib. Es können nur kleine Urinmengen entleert werden, was meist mit Krämpfen verbunden ist.
BIO: Durch welche Faktoren wird eine Blasenentzündung ausgelöst?
Prof. Ingrid Gerhard: Ursache einer Blasenentzündung sind fast immer Bakterien, die durch eine Verkühlung, durch Geschlechtsverkehr oder eine Katheterisierung der Blase überhand genommen haben.
BIO: Warum tritt sie immer wieder mal auf?
Prof. Ingrid Gerhard: Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So haben Frauen – im Unterschied zu Männern – eine kurze Harnröhre. Die Bakterien haben deshalb leichtes Spiel, vom äußeren Genitale in die Blase hoch zu wandern. Auch hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass nicht nur die Schleimhaut der Scheide, sondern auch die der Blase verkümmert, so dass Bakterien leichter anhaften können.
Ebenso kann eine Antibiotika-Therapie das natürliche Gleichgewicht von guten und schlechten Bakterien auf Haut und Schleimhäuten stören. Last but not least ist ein geschwächtes Immunsystem häufig Auslöser einer Blasenentzündung. Der Körper kann die Bakterien nicht richtig in Schach halten, so beispielsweise bei der Zuckerkrankheit oder als Folge von anderen Erkrankungen.
BIO: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen sind bei einer Blasenentzündung erfolgreich?
Prof. Ingrid Gerhard: An erster Stelle stehen hier die pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti.Infekt N (Repha). Sie werden bereits in den oberen Darmabschnitten in das Blut aufgenommen und schädigen die „guten“ Darmbakterien nicht. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch die Homöopathie kann helfen, doch sollte man sich das passende Mittel von einem Arzt empfehlen lassen.
BIO: Was kann Frau vorbeugend tun?
Prof. Ingrid Gerhard: Die Badezeit und das Tragen nasser Badekleidung begünstigen gerade im Sommer eine Infektion der Harnwege. Deswegen sollte nach dem Schwimmen möglichst der Badeanzug gewechselt werden. Auch das Sitzen auf blanken Stühlen oder Steinen ist zu vermeiden.
Die Blase hat gerne warme Füße, denn an den Füßen endet der Blasenmeridian. Das bedeutet auch: Nicht auf kaltem Boden barfuß laufen! Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, damit die Blase gut durchgespült wird. Bei den allerersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist es ratsam, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett zu gehen und viel zu trinken.
Ideal ist beispielsweise Cranberrysaft. Dieser verhindert, dass sich die Bakterien an der Blasenwand anheften können. Außerdem macht Vitamin C den Urin sauer, und das mögen die Bakterien gar nicht. Am besten nur leichte basische Nahrungsmittel essen und für eine gute Verdauung sorgen.
Auch Schüßlersalze sind im Anfangsstadium hilfreich. Hier kann alle zehn Minuten 1 Tablette Natrium phosphoricum D6 – möglicherweise im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12 – eingenommen werden. Natrium sulfuricum D6 ist zu empfehlen, wenn die Entzündung nach Kälte und Nässe aufgetreten ist. Dann ist nach einem Tag meist alles ausgestanden.
BIO: Welche Mittel können Sie zur Vorbeugung empfehlen?
Prof. Ingrid Gerhard: Die folgenden Rezepte kann man sowohl zur Vorbeugung von Blasenentzündungen als auch zur Begleitung einer antibiotischen Therapie einsetzen.
Blasentees

• Je 20 g Birken-, Orthosiphon-, Bärentrauben- und Schwarze Johannisbeerblätter sowie Goldrutenkraut mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis maximal acht Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1-2 Tassen trinken.
• 20 g Birken- und Orthosiphonblätter mit 30 g Bärentrauben- und 10 g Pfefferminzblättern mischen. Davon 1 EL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Viermal täglich 1 Tasse lauwarm trinken.
Achtung: Bärentraubenblätter sind für Kinder unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Auch sollten Tees und Medikamente, die Bärentraubenblätter enthalten nur maximal fünfmal im Jahr und dann höchstens eine Woche verwendet werden, da sonst Leberschäden auftreten können. Deshalb noch ein Tee ohne Bärentraubenblätter:
• 50 g Schachtelhalmkraut, 30 g Birkenblätter, 20 g Wacholderbeeren mischen. 1 TL der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.
Pflanzliche Arzneimittel
Bärentraubenblätter gibt es auch in Tabletten, z. B. Cystinol akut Drg. oder mit Goldrutenkraut zur Nierendurchspülung als Cystinol N Lösung (Schaper und Brümmer).
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen und Reizblase Canephron N (Bionorica SE) längerfristig einnehmen, z.B. 12 Wochen durchgehend, bei akuten Harnwegsinfektionen bis zum Abklingen der Symptome. Die Pflanzenkombination enthält Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter. Dadurch entkrampft sie die Blase, wirkt antientzündlich und antibakteriell. Dosierung: 3 x tgl. 2 überzogene Tbl. oder 5ml.
Oder:
Morgens, mittags und abends je 3-5 Tr. von je einer Sorte: CERES Solidago Ø, CERES Echinacea Ø und CERES Tropaeolum Ø (ALCEA). Wenn Sie Ihren Körper gut kennen, werden Sie vielleicht schon bei den ersten Anzeichen mit diesen Tropfen verhindern, dass es zu einer ausgewachsenen Entzündung kommt.
Nahrungsergänzung
Die Kombination aus Cranberry, Vitamin C, Zink und Selen stärkt das Immunsystem und schützt gezielt die Blase (in Tuim urofemin, Dr. Willmar Schwabe, 4 x tgl. 4 Tbl.).
Spagyrik
Bei ersten Signalen 3x tgl. je 20 Tr. Akutur® spag und Toxex® spag Tropfen (Pekana) in etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten.
BIO: Wann ist bei einer Blasenentzündung von einer Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika eher abzuraten?
Prof. Ingrid Gerhard: Wenn es sich um wiederkehrende Blasenentzündungen ohne Fieber handelt. In diesem Fall würden die meisten Antibiotika nur die natürliche Keimbesiedlung von Darm und Schleimhäuten zerstören, was weitere Infekte vorprogrammiert. Dann ist es viel besser, die Wurzel des Übels herauszufinden und mit naturheilkundlichen Methoden das Immunsystem zu stärken. Die oben beschriebenen pflanzlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in ANGOCIN Anti-Infekt N (Repha) beispielsweise schädigen die Darmbakterien nicht. In der Therapie stehen sie darum immer an erster Stelle. Bei den Alarmsignalen Fieber und Rückenschmerzen dagegen sollte man nicht alleine herumdoktern, sondern schleunigst einen Arzt aufsuchen.
BIO: Kann eigentlich eine Blasenentzündung auch durch zu häufigen Geschlechtsverkehr ausgelöst werden?

Prof. Ingrid Gerhard: Leider ja, wir Frauenärzte sprechen dann oft von einer Honeymoon-Cystitis. Beim Austausch von Intimitäten werden Keime vom gesamten Genitalbereich einschließlich der Afterumgebung verteilt und in die Scheide eingebracht. Durch die „Massage“ der Scheide werden die Bakterien in die Harnröhre und Blase gedrückt. Deshalb sollten sich beide Partner vor dem Verkehr gründlich säubern. Zur Prophylaxe empfehlen wir den anfälligen Frauen die Blasenentleerung nach jedem Geschlechtsakt. Außerdem hat es sich bewährt, viel zu trinken, damit sich die Bakterien nicht anheften können.
BIO: Manche Frauen klagen unter der Einnahme der Pille oder in den Wechseljahren über gehäufte Blasenentzündungen, gibt es da tatsächlich einen Zusammenhang?
Prof. Ingrid Gerhard: Ja, den gibt es deshalb, weil die Schleimhaut der Blase wie die Scheidenschleimhaut auf Östrogene anspricht. Wenn eine Pille mit sehr niedrigem Östrogengehalt eingenommen wird oder wenn nach den Wechseljahren die Eierstöcke nicht mehr genügend Östrogene produzieren, trocknen bei manchen Frauen die Schleimhäute des Genitalbereichs einschließlich der Blase aus. Bakterien können sich dann leichter in der Blase ansiedeln. Wenn das der Fall ist, helfen oft Scheidenzäpfchen mit Östriol auch der Blase. Oder die Frauenärztin verschreibt eine andere Verhütungspille, bzw. für die ältere Frau natürliche Östrogene.
BIO: Welche Hygienemaßnahmen sind wichtig für den Intimbereich?
Prof. Ingrid Gerhard: Die häufigsten Bakterien, die man bei Blasenentzündungen findet, stammen aus dem eigenen Darm. Deshalb sollten Mütter ihren Töchtern von klein auf beibringen, dass sie sich nach der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen müssen. Seifen, Waschlotionen und Deos sollten nur sehr zurückhaltend benutzt werden, um die empfindliche Haut im Genitalbereich nicht zu schädigen und die natürliche gesunde Keimbesiedelung zu erhalten. Am besten eignen sich Produkte, die den Säureschutzmantel stärken, beispielsweise Deumavan Waschlotion sensitiv (Kaymogyn). Einmalwaschlappen sind zu bevorzugen, damit keine Keime in den vorderen Genitalbereich verschleppt werden.
BIO: Frau Prof. Gerhard, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch!
Text incl. Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung des Bio Ritter Verlags.
Falls sie Fragen zu Blasenentzündungen haben oder eigene Erfahrungen mit anderen Leserinnen teilen wollen, gehen Sie einfach auf dieser Seite nach unten und geben Sie Ihren Kommentar ein. Ich werde auf jeden Fall darauf antworten.
Im BIO-Heft 3, 2010 finden Sie weitere interessante Artikel über:
• Schilddrüsenstörungen
• Essstörungen
• Wie wichtig Tanzen ist
• Pilgern der besonderen Art
• Selbstachtung
• Sonnenyoga
• Außerdem Wohlfühltipps für die heiße Jahreszeit und vieles mehr
Im August erscheint das BIO-Heft 4. Darin erfahren Sie in einem weiteren Interview mit mir, was Sie gegen Scheidenentzündungen tun können.
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Guten Tag Frau Prof. Dr.Gerhard,
ich habe seit fast 2 Jahren leichte Blasenentzündungen, diese werden nicht schlimmer, weil ich sie vorher mit extrem viel Wasser trinken und Angocin stoppen kann. Trotzdem kommen die BEs immer und immer wieder.
Cranberrykapseln haben auch nichts bewirkt – Blasentees helfen nur akut.
Im Urikult konnte nix direktes nachgewiesen werden (meistens geringe Anzahl von Colibakterien) und die Blasenspiegelung brachte auch kein Ergebnis. Die 3-Monate Kur Uro-Vaxom und etliche Antibiotika bringen leider nichts. Meine Frauenärztin hat auch noch einmal getestet, ob es an anderen Bakterien liegen könnte – nicht gefunden.
Auch beim Verzicht auf Sex folgen Blasenentzündungen – es gibt auch keine Zusammenhänge zur Periode :( Ich reagiere empfindlich, wenn ich Sekt, Cola oder Bier trinke, in Leggins schlafe (Habe jetzt immer dicke Jogginghosen an …), Tangas anhabe oder etwas wenig am Tag getrunken habe (manchmal sehr schwierig, da oft Stresssituationen auf der Arbeit vorhanden sind).
Zu meinen Daten: Ich bin 24 Jahre alt, 165 cm groß und 62 kg schwer, nehme seit ich 15 bin die Minisition 21 fem, bin Allergiker (Gräser- und Baumpollen)
Mein Privatleben leidet extrem, oft kein Sex (dabei liebe ich meinen Freund sehr – wir müssen oft verzichten), nachmittags einen Kaffee trinken ist bei gereizter Blase schon nicht drin… Würde mich lieber um meine Figur kümmern :-/
Kann man mir noch helfen? Ich habe im März einen Termin bei einer Urologin in Aachen um mir eine zweite Meinung einzuholen.
Der Urologe meines Freundes meinte zu ihm, dass das nicht sein kann, dass es von ihm kommt.
Das stimmt nicht ganz oder?
Vielen Dank und grüße an alle Betroffenen
Liebe Sarah,
das ist ja eine schwierige Leidensgeschichte! Von Ihrem Freund kommen die Blasenreizungen sicher nicht. Haben Sie das Preiselbeerenkonzentrat schon versucht? http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/haeufige-harnwegsinfekte-helfen-zubereitungen-aus-der-preiselbeere/ Sie müssen sicher Ihren Darm behandeln und Ihre Ernährung basischer machen. Dazu finden Sie einige Artikel in diesem Webmagazin. Trinken Sie mal regelmäßig Kanne Brottrunk: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/kanne-bio-brottrunk%C2%AE-ein-lebensmittel-das-es-in-sich-hat/ Auch Akupunktur und Kräuter aus der Traditionellen Chinesischen Medizin können helfen.
Gute Besserung!
Guten Tag Frau Prof. Dr.Gerhard,
Danke für die schnelle Antwort. An welchen Arzt (Hausarzt oder Facharzt) wende ich mich, um Hormonhaushalt zu überprüfen.
Angocin nehme ich hochdosiert, bereits gestern damit angefangen.
Gestern in der Praxis wurde in Urin sowohl erhöhte Anzahl von Leukozyten als auch Blut festgestellt. Ich muss aber sagen, dass die Symptome sich bereits schon heute verbessert haben, was auch der Urintest zu Hause bestätigt hat. Was würden Sie empfehlen wie lange soll Angocin hochdosiert eingenommen werden, momentane Dosis 5 Tabletten pro Einnahme im Abstand von 3-4 Stunden.
Vielen Dank und viele Gruesse
Liebe Sabine,
mindestens 5 Tage in der hohen Dosierung, dann reduzieren. Aber nach 14 Tagen vom Arzt den Urin kontrollieren lassen.
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
Vielen Dank für viele Ratschläge, man füllt sich bei Ihnen sehr kompetent aufgehoben.Ich bin 41 Jahre alt und hatte bis zum 35 Lebensjahr einmal Blasenentzündung. Mit 35 fing es mit BE an und leider chronisch geworden. Die Ärzte verschreiben sofort immer Antibiotikum, und dann leider immer wieder, ohne was anderes auszuprobieren oder die Gründe rauszufinden. Daher bin ich zu dem anderen Arzt gegangen, der einige Untersuchungen gemacht hat.Leider sind die Wartezeiten dort sehr lang….für die Berufstätige. Daher finde ich diesen Forum sehr hilfreich.
Seit heute habe ich BE und bekam Monuril 3000.
Vorher versuche ich aber mit Angocin, da ich Medikament vorher nicht kannte und werde über meine Erfahrung berichten.
Viele Gruesse
Liebe Sabine,
bei einer akuten BE aber Angocin hochdosiert nehmen. Bitte lassen Sie überprüfen, ob eine leichte Hormonstörung besteht, was zu der sehr empfindlichen Blase führen könnte.
Sehr geehrte Frau Prof. Gerhard,
ich bin 28, vor ein paar Jahren habe ich es mit der Pille als Verhütungsmittel versucht und relativ schnell meine erste Harnwegsinfektion bekommen. Damals habe ich die akute Entzündung mit einem Antibiotikum in den Griff bekommen. Auch danach war mein Harnweg weiter gereizt, und ein Nahrungsergänzungsmittel mit Cranberryextrakt hat eine Wiedererkrankung verhindert.
Auch in den folgenden Jahren habe ich besonders in stressigen Phasen die üblichen Symptome einer angehenden Infektion verspührt, aber hier war eine Eigentherapie mit Cranberrysaft, -kapseln und Nieren- und Blasentee immer erfolgreich.
Nun habe ich seit einigen Monaten immer wieder Beschwerden. Meine Hausärztin hat mir eine dreitägige Antibiotika-Therapie verschrieben. Nach der Therapie war mein Urin in Ordnung. Was blieb war ein wiederkehrendes Druckgefühl in der Harnröhre (zwischen Blase und Harnausgang). Ich wurde an eine Urologin überwiesen. Diese nimmt, um Verunreinigungen zu vermeiden, den Urin mithilfe eines Katheters. Auch bei dieser Untersuchung war der Urin ok. Sie empfahl mir, zu beobachten, ob das von mir beschriebene Druckgefühl im Zusammenhang mit meinem Zyklus auftritt.
Kurze Zeit später bekam ich wieder starke Symptome, ständiger Harndrang, Schmerzen im Harnweg etc. und meine Urologin hat mir ein Antibiotikum verschrieben. Diesmal für fünf Tage. Die Harnwegsinfektin ist weg, allerdings bekam ich nach der ganzen Antibiotikaeinnahme eine Pilzinfektion, diese habe ich selber behandeln können und die Scheidenflora mit entsprechenden Präperaten wieder aufgebaut.
Nun mein eigentliches Problem, das Druckgefühl in Harnweg ist noch immer da. Meist nach dem Urinieren, verstärkt morgens und abends und unabhängig von meinem Zyklus. Ich versuche weiterhin viel zu trinken, regelmäßig auf die Toilette zu gehen etc. Vor zwei Tagen verspührte ich das bekannte Ziehen und versuchte es mit dem viel empfohlenen Angocin, allerdings vertrage ich es nicht (Hautrötungen mit Hitzegefühl im Gesicht, Magenprobleme), auch Cystinol löst bei mir Magenbescherden aus. Die wiederkehrenden Beschwerben beeinträchtigen meine Lebensqualität sehr, vor allem auch mein Sexualleben. Mein Freund lässt sich gerade ebenfalls untersuchen.
Nachdem ich nun hoffentlich meine gesamte Krankengeschichte (ich hoffe nicht zu ausführlich) dargelegt habe, können Sie mir vielleicht einen Tipp geben, was ich machen kann um meine jetztige Anfälligkeit zu verbessern? Und was könnte dieses Druckgefühl auslösen? Halten Sie es für sinnvoll, wenn eine Blasenspiegelung vorgenommen wird, um den Harnweg genauer betrachten zu können oder ein Röntgenbild?
Vielen herzliche Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen
Kristina
Liebe Kristina,
glaube nicht, dass bei einer Blasenspiegelung viel rauskommt. Empfehle Ihnen eine homöopathische Behandlung.
Viele Grüße
Guten Tag, ich bin 28 und habe seit meinem 16. LJ mit fast monatlicher blasenentzündung zu kämpfen, die ständig mit Pilzen einhergehen. Habe ALLES mögliche versucht, Antibiotika (bin gegen viele schon resistent), cranberrysaft, nifurantin über Monate, globuli usw., war bei 10 Urologen und keiner konnte helfen. Die BE tritt meist nur bei Geschlechtsverkehr auf, mein Freund hat sich auch schon oft untersuchen lassen-ohne Befund. Kann es am sperma auch liegen, bringe es nämlich sehr damit in Verbindung. Mein Frauenarzt sagt ich besitze keine laktobazillen in der Scheide,das wäre evtl der Auslöser, mache daher 3x /Woche kur mit Milchsäurezäpfchen. Trinke regelmäßig Kefir, cranberrysaft u nehme zink, selen, vitamin C. Nun habe ich meine Pille abgesetzt seit 1 Monat, möchte schwanger werden. Nehme z. Zt. Wieder Antibiotika, aber was soll ich machen?! So kann das nicht weitergehen, vor allem wenn ich schwanger werden will. Habe Angst dass es deswegen nicht funktioniert! Ich kann diese Schmerzen auch nicht aushalten, habe immer ein Antibiotikum daheim um es gleich zu nehmen. Diese Schmerzen sind innerhalb von 10 Minuten so schlimm, habe fast immer Blut innerhalb kürzester Zeit im Urin. Bitte helfen Sie mir, ich weiß keinen Rat mehr!
Liebe Judith,
das ist ja wirklich ein gravierendes Problem. Die Pille weglassen ist schon mal ein erster guter Ansatz. Als nächstes müssen Sie einen ganzheitlich arbeitenden Kollegen finden, der Ihren Darm behandelt. Dann ist die Frage, ob Umweltbelastungen vorliegen, bspw. Amalgam, oder Ihr Bettplatz nicht in Ordnung ist. Zu all diesen Themen gibt es Hinweise in besonderen Artikeln in diesem Webmagazin. Schließlich hilft eine gesunde Biokost, um das Immunsystem zu verbessern. Am Samen selbst liegt es sicher nicht, sondern, wie Ihr Arzt ganz richtig vermutet, an dem ungünstigen Milieu in Ihrer Scheide und Blase. Schließlich können in solchen Fällen auch Akupunktur und die traditionelle Chinesische Medizin helfen. http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/haeufige-harnwegsinfekte-helfen-zubereitungen-aus-der-preiselbeere/ Wie Sie ja schon gelesen haben, ist Cranberrysaft zur Vorbeugung und Behandlung nicht ausreichend.
Alles Gute und nicht verzweifeln, Sie kriegen das in!
Hallo ich habe eine frage bei harwegentzündung ob frau oder mann ist ein geschlechtsverkehr möglich?
möglich immer aber schmerzhaft, besser nicht
Ich habe jetzt auch eine Therapie begonnen, die mir mein Gynokologe verschrieben hat um die Scheidenflora auf den richtigen PH-Wert zurückzubringen. Bestehend aus Milchsäure und Östrogen-Tabletten.
Schade, dass meine Nephrologen nicht auf diese Idee kommen, dieses überprüfen zu lassen. Leider hat die Ganzheitsmedizin bei den Fachärzten noch nicht genug Einzug gehalten.
Leider habe ich z. Zt. wieder eine Blasenentzündung, die ich mit Angocin zu bekämpfen versuche.
Hallo! Danke für die Antwort. Aber kann es wirklich sein, dass man „im Becher“ Blut und Bakterien im Urin sieht, die dann im Labor nicht mehr nachweisbar sind? Sie waren doch bei der „Becherprobe“ da. Wie kann es sein, dass dieser gleiche „Becherurin“ anschl. im Labor kein Ergebnis hat. Bin ja froh darüber, aber ich würd es gerne auch verstehen….?!
Liebe Grüße von Simone
Weil im Labor Bakterienkulturen angelegt werden und diese Tests genauer sind als der Stäbchentest. Denn es gibt sehr viele harmlose Bakterien, die auf der Haut wohnen und in die Becherprobe gelangen können.
Vielen Dank für die Antwort.
Ich bin von meiner nephrologischen Praxis ins KH eingewiesen worden aufgrund des UrinBefunds. Am 5.12.stationär aufgenommen, dort bekam ich eine Infusion Meronem und am nächsten Tag war der Urin frei von Keimen.
Ich muss dazu sagen, dass ich Immunsupresiva aufgrund einer Nierentransplantation nehme, daher darf das Immunsystem nicht gestärkt werden.
Während meines Aufenthaltes wurde ich auch einem Urologen und einer Gynäkologin vorgestellt. Letztere stellte fest dass mein PH-Wert meiner Scheidenflora nicht ok war, und hat mir Kapseln(Doederlein) aufgeschrieben, die ich dann am letzten Tag erhielt. Also nur eine insgesamt.
Ich habe seit meiner vorletzten Entlassung am 31.10.täglich Cranberrykapseln,Angocin und Heumanns Blasen und Nierentee eingenommen bzw. getrunken und gehofft, dass die Vorbeugung hilft.
Ich habe nur Angst, dass ich jetzt wieder ins KH muss und schon wieder Meronem kriegen muss. Irgendwann sind die Keime dagegen wahrscheinlich auch resistent.
liebe Marlis,
arbeiten Sie an der Normalisierung Ihres darms, wie bereits vorgeschlagen
Hallo! Hab mal eine Frage: Ich hatte vor einigen Wochen nach einem Thermalbadbesuch am nächsten Tag irgendwie das leichte Gefühl eine BE zu haben. Beim Hausarzt wurde Urin im Becher getestet und Blut und Bakterien gefunden. Ich sollte AB nehmen, hab aber aufgrund der eigentl. nicht sehr starken Beschwerden versucht ohne Antibiotika die BE wegzubekommen. Mit Angocin, Preiselsan, Harntee usw. hatte ich dann auch rasch das Gefühl, es ist besser. Hab selbst dann Combur-Test gemacht und keine Bakterien, sondern nur noch Blut im Urin festgestellt. Weiter mit o. g. Mitteln -aber immer das gleiche Teststreifen-Ergebnis, mal Blut mit, mal ohne Bakterien… aber eigentl. sonst keine Beschwerden. Test-Ergenis wurde aber jedesmal nach GV wieder schlechter. Daraufhin zum Urologen, der auch nicht den Urin direkt aus Blase, sondern im Becher testete. Er fand dort im 1. Schnell-Test auch Blut und Bakterien und wollte schon AB verschreiben. Auf mein Zögern setzte er dann im Labor eine Kultur an und stellte nach 2 Tagen fest, dass Urin absolut in Ordnung ist. Bin daraufhin z. Frauenarzt, der sagte, dass ich kaum Milchsäurebakterien habe. Nun muss ich tägl. Vaginalzäpfchen nehmen. Bin eigentl. beruhigt, dass es doch keine BE ist, mit der ich über Wochen „das Teststäbchen bekämpft“ hab. Aber nun meine Frage: Ist es echt möglich, dass ledigl. ein Mangel an Milchsäurebakterien zu diesen „falschen“ Ergebnissen führen kann? Das wär doch sicher auch für andere „Geplagte“ wichtig, denn ich hätte, wenn ich nicht so skeptisch gewesen wäre, sicherlich schon beim 1. Hausarztbesuch die AB genommen…! Kann das Ergebnis wirklich stimmen? Und was kann ich ausser den Vaginalkapseln noch machen, um die Scheidenflora aufzubauen?? Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort!
Liebe Simone,
das haben Sie ja prima hinbekommen, Gratulation! Wahrscheinlich liegt bei Ihnen ein leichter Hormonmangel vor und die Schleimhäute sind leicht reizbar. Die Idee mit den Milchsäurebakterien ist sicher gut. Außerdem sollten Sie die Darmflora stabilisieren mit milchsauer vergorenem Gemüse, vie Pflanzenkost und eventuell Kanne Brottrunk.
Alles Gute!